Vortrag von Alexander Friedman am 20. Mai 2019 in Bornheim

NS-Medizinverbrechen im heutigen Rhein-Sieg-Kreis

Gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis widmet sich das LVR-Internetportal Rheinische Geschichte in einer Pionierstudie der Erforschung von NS-Medizinverbrechen – vor allem der Zwangssterilisation und der Euthanasie - im alten Siegkreis und im Landkreis Bonn. Das wissenschaftliche Team wirft Fragen auf wie: Wer waren die Täter und die zu Unrecht Betroffenen? Wie liefen die Verbrechen ab? Wie agierten die beteiligten Behörden? Und gab es vielleicht sogar Ansätze von Opposition und Widerstand?


Begleitet wird das Projekt mit einer Reihe von Vorträgen, die unterschiedliche Aspekte der NS-Medizinverbrechen beleuchten. Alexander Friedman widmet sich in seinem Vortrag einem Vergleich zwischen dem deutschen Westen und den von Timothy Snyder als "Bloodlands" bezeichneten Gebiete Osteuropas, die von der Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus und der stalinistischen Politik verheert wurden.

 

Montag, 20. Mai 2019, 19:30 Uhr
Stadtbücherei Bornheim | Servatiusweg 19-23 | 53332 Bornheim

Amerikaner am Rhein 1918-1923 (Dr. Kai-Michael Sprenger)

Frühlingsvortrag zur rheinischen Landesgeschichte am 16. Mai 2019

Amerikanische Besatzung in Deutschland - jeder denkt dabei zuerst an die Zonenmächte nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Doch es gab auch nach dem Ersten Weltkrieg eine amerikanische Besatzungszone an Rhein und Mosel. Diese historische Episode aus den Jahren 1918 bis 1923 gerät wieder zunehmend in das Blickfeld der historischen Forschung. Insbesondere der kulturelle Austausch, aber auch Wirtschaft, Alltag und Verwaltung unter der Besatzungsherrschaft sind derzeit Schwerpunkte wissenschaftlicher Analyse in Mainz und Bonn. Dr. Kai-Michael Sprenger, Geschäftsführer des IGL der Universität Mainz, stellt die vielfältige Forschung zu diesem Thema vor. 

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Donnerstag, 16.5.2019, 20:00 Uhr
Institut für Geschichtswissenschaft
Konviktstraße 11, 53113 Bonn (Großer Übungsraum)

Veranstaltet vom Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande und der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte. 

Anmeldungen werden bis zum 3.5.2019 per Mail (fnzrlg.verein@uni-bonn.de) oder telefonisch (0228/73-7482) erbeten. Die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt. Gäste sind herzlich willkommen! 

Vortrag von Eckart Conze am 25. März 2019 in Köln

Der Frieden, der kein Frieden war. Versailles nach 100 Jahren

Dem Versuch der Pariser Konferenz 1919, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs eine friedliche internationale Ordnung zu schaffen, widmet sich der Vortrag von Professor Eckart Conze (Philipps-Universität Marburg). Nach über vier Jahren eines technisch-industriellen Massenvernichtungskriegs, wie ihn die Menschheit bis dahin noch nicht erlebt hatte, standen Sieger und Besiegte vor der Herausforderung, Frieden zu schließen. Gewaltige Erwartungen und große Hoffnungen hatten sich auf allen Seiten angesammelt – und sie wurden bitter enttäuscht. Der Frieden, der den Krieg für immer beenden sollte, er blieb eine große Illusion. In seinem Vortrag analysiert Eckart Conze den Zusammenhang und die Dynamiken von Erwartung und Enttäuschung.

Eckart Conze ist seit 2003 Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Philipps-Universität Marburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der deutschen und internationalen Geschichte vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Anschließend diskutiert Professor Conze mit Jost Dülffer, Professor am Historischen Institut der Universität zu Köln, zu dessen Forschungsgebieten im Rahmen der Historischen Friedens- und Konfliktforschung insbesondere die Internationale Geschichte gehört. Um Anmeldung bei der Fritz Thyssen Stiftung wird gebeten.

Montag, 25. März 2019, 19:00 Uhr

Fritz Thyssen Stiftung | Apostelnkloster 13-15 | 50672 Köln