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 Kalenderblatt 

 

 Rheinische Geschichte im März


     

    30.3.1770: Gründung der "öffentlichen Bibliotheque" in Düsseldorf durch Kurfürst Karl Theodor

    Der Bibliothek flossen bei der Säkularisation aus den aufgehobenen Klöstern Buchbestände zu, darunter mittelalterliche Handschriften und Inkunabeln. Seit 1815 lagen Dienstaufsicht und Finanzierung der Bibliothek beim Regierungspräsidium Düsseldorf; seit circa 1830 Königliche Bibliothek, 1904 von der Stadt Düsseldorf an den Staat Preußen übergegangen. 1970 Vereinigung der Stadt- und Landesbibliothek der Stadt Düsseldorf mit der seit 1966 als Universitätsbibliothek bezeichneten Bibliothek der Medizinischen Akademie und Übernahme in die Universität Düsseldorf; heute Universitäts- und Landesbibliothek.

 

 

 

Weitere Ereignisse im März (22.3.-31.3.)

 

  • 22.3.1799: Friedrich Wilhelm Argelander wird in Memel in Ostpreußen geboren

    Argelander, der zu den bedeutenden Astronomen des 19. Jahrhunderts gehört, war seit 1836 Professor für Astronomie an die Universität Bonn, wo er den Aufbau der Sternwarte leitete und mit der „Bonner Durchmusterung“ ein Standardwerk der Sternenkartographie erstellte. Er starb am 17.2.1875 in Bonn.

  • 23.3.1816: Versetzung des Oberpräsidenten Johann August Sack (1764-1831) nach Pommern

    Diese erfolgte gegen rheinische Proteste. Die Provinz Jülich-Kleve-Berg ohne den Regierungsbezirk Aachen wurde vom Oberpräsidenten Graf Solms-Laubach (1769-1822) mit Sitz in Köln übernommen. Die Provinz Großherzogtum Niederrhein umfasste damit die Bezirke Aachen, Koblenz und Trier unter Oberpräsident Karl Heinrich Ludwig von Ingersleben (1763-1831) mit Sitz in Koblenz.

  • 24.3.1543: Niederlage der Truppen Wilhelms V. gegen kaiserliche Truppen bei Sittard

    Entscheidende Weichenstellung im Geldrischen Erbfolgekrieg.

  • 24.3.1815: Nach der Rückkehr Napoleons ruft der preußische Generalgouverneur Johann August Sack (1764-1831) von Aachen aus die Bewohner des Nieder- und Mittelrheins auf, sich zum Schutze des Vaterlandes zu erheben.

  • 24.3.1873: Richard Wagner (1813-1883) dirigiert im Kölner Gürzenich ein Konzert mit eigenen Werken zugunsten seiner Bayreuther Festspiele.

  • 24.3.1945: Die 21. Alliierte Heeresgruppe unter dem britischen Feldmarschall Montgomery (1887-1976) überschreitet bei Wesel den Rhein

    Sie wurde unterstützt von der 6. britischen Luftlandedivision nördlich der Lippe. Die britischen Truppen stießen zum Emsland sowie durch Westfalen zur Elbe (19. April) vor.

  • 24.3.1945: Der britische Premierminister Winston Churchill (1874-1965, Amtszeiten 1940-1945, 1951-1955) und die amerikanischen und britischen Oberkommandierenden, Dwight D. Eisenhower (1890-1969) und Bernard L. Montgomery (1887-1976), erörtern in Walbeck (heute Stadt Geldern) den Operationsplan zur Ruhroffensive.

  • 25.3.1609: Tod Herzog Johann Wilhelms von Jülich-Kleve-Berg

    Das Aussterben der Dynastie der Herzöge von Kleve verursachte einen europäischen Großkonflikt (Jülich-Klevischer Erbfolgestreit), dessen Eskalation jedoch vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges abgewendet wurde.

  • 25.3.1945: Ermordung des Aachener Oberbürgermeisters Franz Oppenhoff

    Die Ermordung des von der amerikanischen Besatzungsmacht am 31.10.1944 eingesetzten Oberbürgermeisters erfolgte auf Befehl des SS-Führers Heinrich Himmler (1900-1945) von einem eingeschleusten "Werwolf"-Kommando der SS.

  • 26.3.1463: Erblandesvereinigung der kurkölnischen Landstände

    Erzbischof Dietrich II. von Moers hatte das Kurfürstentum finanziell ruiniert hinterlassen. Die Erblandesvereinigung diente der Überwindung der Missstände. Zukünftig waren Wahl und Huldigung des neuen Erzbischofs mit der vorherigen Beschwörung der Erblandesvereinigung verknüpft. Alle wichtigeren Maßnahmen, vor allem die finanziellen, waren danach an die Zustimmung der Landstände gebunden. Die Erblandesvereinigung, die die Bedeutung einer Landesverfassung erhielt, wurde 1550 von den Ständen gemeinsam mit Erzbischof Adolf von Schauenburg erneuert und bis zum Ende des Kurstaates von allen Kurfürsten bestätigt.

  • 26.3.1778: Der achtjährige Ludwig van Beethoven gibt sein erstes öffentliches Konzert in der Kölner Musikakademie

    Kurze Zeit später wurde er Schüler von Christian Gottlob Neefe, des Opernchefs am 1778 wiedererrichteten Hoftheater in Bonn.

  • 26.3.1827: Ludwig van Beethoven (geboren am 17.12.1770 in Bonn) stirbt in Wien

  • 27.3.1824: Kabinettsordre für die Errichtung der Rheinischen Provinzialstände

    Der Rheinische Provinziallandtag trat erst am 29.10.1826 zu seiner ersten Sitzung zusammen.

  • 28.3.1227: König Heinrich (VII.) lässt in Aachen seine Gemahlin Margarete von Österreich (um 1204/ 1210-1267) krönen

    Das Königspaar hielt sich vom 26.3.-1.4.1227 zu einem großen Hoftag in Aachen auf; die Krönung nahm der Kölner Erzbischof Heinrich I. von Müllenark vor. Margarete heiratete 1252 König Ottokar II. Přemysl von Böhmen (Regierungszeit 1253-1278), der sie 1261 verstieß.

  • 29.3.1848: Die rheinischen Liberalen Ludolf Camphausen und David Hansemann bilden das bis zum 20.6.1848 amtierende Preußische Kabinett

  • 29.3.1867: Gründung des Barmer Bankvereins

    1898 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Gladbacher Bankverein Quack & Co.; der Barmer Bankverein und die Bergisch-Märkische Bank in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) entwickelten sich zu den bedeutendsten regionalen Industriefinanzierungsbanken in Deutschland. 1924 wurde der Hauptsitz des Barmer Bankvereins nach Düsseldorf verlegt. 1932 fand die Fusion mit der Commerzbank AG statt.

  • 29.3.1947: Kay und Lore Lorentz eröffnen das Kabarett "Kom(m)ödchen" in Düsseldorf

  • 30.3.1002: Kaiser Otto III. (Regierungszeit 983-1002) wird im Aachener Münster beigesetzt

    Der Kaiser war am 24.1.1002 in Paterno (Sizilien) gestorben. Erzbischof Heribert von Köln hatte den Leichnam zurück über die Alpen begleitet. Vor der Beisetzung am zweiten Ostertag in Aachen war der tote Kaiser jeweils für einen Tag in Köln in den Stiftskirchen von Sankt Severin, Sankt Pantaleon und Sankt Gereon sowie im Dom aufgebahrt worden. Außer Karl dem Großen ist Otto III. als einziger der deutschen Könige in Aachen beigesetzt worden.

  • 30.3.1147: Erzbischof Arnold I. von Köln krönt in Aachen Heinrich (Berengar), den 10-jährigen Sohn Konrads III. (Regierungszeit 1138-1152) zum Mitkönig

    Konrad hatte den Sohn am 13.3.1147 auf einem Reichstag in Frankfurt am Main wählen lassen. Heinrich, der als Nachfolger seines Vaters den Namen Heinrich VI. geführt hätte, starb jedoch bereits 1150.

  • 30.3.1375: Der Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden schließt mit dem Herzog von Geldern, dem Herzog von Brabant sowie den Städten Köln und Aachen einen vierjährigen Landfrieden zwischen Maas und Rhein

    Die berüchtigsten Raubritterburgen am Niederrhein, die Burgen Linn, Dyck, Alpen, Reifferscheid und Griepekoven wurden belagert, erobert und zerstört.

  • 30.3.1818: Friedrich Wilhelm Raiffeisen wird in Hamm an der Sieg geboren

    Der Genossenschaftsgründer starb am 11.3.1888 in Heddesdorf/Rhein.

  • 30.3.1945: Die 1. kanadische Armee nimmt die Stadt Emmerich an der deutsch-niederländischen Grenze ein

  • 30.3.1958: Gründung der "Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit"

  • 31.3.1051: Erzbischof Hermann II. tauft im Kölner Dom den Sohn Kaiser Heinrichs III. (Regierungszeit 1039-1056), den späteren Kaiser Heinrich IV. (Regierungszeit 1056-1106)

  • 31.3.1926: Gründung der "Deutsche Luft Hansa AG" in Köln

  • nach dem 31.3.1026: Erzbischof Anno II. von Köln entführt den elfjährigen Heinrich IV. (Regierungszeit 1056-1106) aus der Pfalz Kaiserswerth (heute Stadt Düsseldorf) nach Köln

    Anno musste die Regentschaft jedoch bald mit Erzbischof Adalbert von Bremen (Episkopat 1043-1072) teilen.

  • März 1322: Freiheitsbrief für die Städte Saarbrücken und St. Johann durch Graf Johann I. von Saarbrücken-Commercy (gestorben 1341)

  • März 1779: Der Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus beschließt die Gründung einer öffentlichen Bibliothek in Koblenz

    Die Gründung kam nur schleppend voran; erst 1785 konnte die Bibliothek eröffnet werden.

  • März 1948: Errichtung des Obersten Gerichtshofes für die Britische Zone (OGH) in Köln

    Das von der Besatzungsmacht gegründete Revisionsgericht bestand bis zur Installierung des Bundesgerichtshofes am 1.10.1950.