Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

Bildleiste
  
Navigationslinks überspringenStartseite  |  Neuigkeiten  |  Kalenderblatt

 Kalenderblatt 

 

 Rheinische Geschichte im Juni


     

    28.6.1919: Versailler Vertrag und Rheinlandabkommen

    Mit Inkrafttreten des Vertrags am 10.1.1920 erlitt Preußen große Gebietsverluste: Im Westen fielen Eupen und Malmedy an Belgien; das Saarland wurde für 15 Jahre unter die Verwaltung des Völkerbunds gestellt und von einer internationalen "Regierungskommission" verwaltet. Von Seiten der Rheinprovinz fielen die Kreise Saarlouis, Saarbrücken-Stadt und Saarbrücken-Land sowie Teile der Kreise Merzig und St. Wendel an das Saargebiet. Die Alliierten legten "als Bürgschaft für die Durchführung" des Vertrags die Fortsetzung der mit dem Waffenstillstand eingeleiteten Besetzung der linksrheinischen Gebiete fest. Die rechtliche Voraussetzung der Besatzung bildete das mit dem Vertrag unterzeichnete und gleichzeitig in Kraft getretene Rheinlandabkommen. Die Besatzungszeit sollte bis zu 15 Jahre dauern: Die erste (so genannte Kölner) Zone sollte fünf, die zweite (mittlere)  Zone mit dem Brückenkopf Koblenz zehn und die dritte 15 Jahre nach Inkrafttreten des Vertrags besetzt bleiben. Die Verwaltung im Besatzungsgebiet oblag der Rheinlandkommission mit Sitz in Koblenz. Als Dienstgebäude diente das Oberpräsidium der Rheinprovinz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Ereignisse im Juni (21.6.-28.6.)

 

  • 21.6.1815: Errichtung des preußischen Generalkommandos für die Rheinlande unter General Leopold Wilhelm von Dobschütz in Koblenz

    Dobschütz (1763? -1836) war am 8.4.1815 in Aachen zum Militärgouverneur der preußischen Rheinlande ernannt worden; das Generalkommando wurde nach Koblenz verlegt, weil die Stadt zentraler im Rheinland lag. Am 22.6.1815 wurde Dobschütz Kommandierender General am Rhein und am 3.10.1815 Chef der I. Brigade in Koblenz, was er bis zum 25.10.1816 blieb.

  • 21.6.1933: Bücherverbrennung in Essen

    Diese erneute Bücherverbrennung in Essen nach dem 19. Mai fand auf dem Gerling-Platz statt.

  • 21.6.1945: Die Nord-Rheinprovinz wird in die britische, der südliche Teil der Provinz Mittelrhein-Saar in die französische Besatzungszone übernommen

  • 21.6.1947: Die Stadt Köln erhält die Genehmigung der Militärregierung für die Herbstmesse 1947 auf dem Deutzer Messegelände

    Der Genehmigung war ein zähes Ringen um Köln als Messeplatz vorausgegangen.

  • 21.6.1952: Eröffnung des neuen Funkhauses des Nordwestdeutschen Rundfunks (seit 1.1.1956 WDR) in Köln am Wallrafplatz

  • 22.6.1317: In Bacharach wird der Rheinische Landfriede verkündet
     
    Dieser wurde auf sieben Jahre verkündet. Gründungsmitglieder waren neben König Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347) die Erzbischöfe von Mainz und Trier, König Johann von Böhmen (Regierungszeit 1310-1346), die Städte Köln, Mainz, Worms, Speyer, Aachen, Oppenheim, Frankfurt, Gelnhausen und Wetzlar. Das Friedensgebiet reichte von Hördt bei Germersheim bis nach Köln. Der Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg weigerte sich, diesem beizutreten, weshalb es im Rheinland zu verschiedenen Fehden kam, die sich über Jahre hinzogen.

  • 22.6.1468: Schlacht bei Zand (bei Straelen) zwischen Herzog Johann I. von Kleve und Herzog Adolf von Geldern

    Der siegreiche Herzog von Geldern stiftete in Zand ein Kloster und außerdem einen "Ritterorden zur heiligen Jungfrau Maria" (Mariensande), dessen Ordenszeichen im Kloster Zand geweiht wurden. Das Kloster der Augustinerchorherren der Windesheimer Kongregation war 1452 in Venray-Oostum in den Niederlanden gegründet worden. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

  • 22.6.1804: Napoleon I. gibt per Dekret die Namen der 36 "bonnes villes" des Kaiserreichs bekannt

    Die Maires dieser Städte erster Ordnung des Kaiserreichs Frankreich sollten der Kaiserkrönung am 2.12.1804 in Paris beiwohnen dürfen. Darunter befanden sich Aachen, Mainz und Köln (ab 13./17.9.1804) als ehemals deutsche, jetzt französische Städte.

  • 22.6.1816: Preußisch-niederländischer Grenzberichtigungsvertrag

    Die endgültig vereinbarte Grenzziehung längs der Westgrenze des Regierungsbezirks Aachen trat am 25.2.1817 in Kraft.

  • 22.6.1830: Gründung der Handelskammer Elberfeld für Elberfeld und Barmen (heute Stadt Wuppertal)

  • 22.6.1967: Der Kölner Erzbischof Josef Kardinal Frings erhält die Ehrenbürgerwürde der Stadt Köln

  • 23.6.1758: Siebenjähriger Krieg (1756-1763): Schlacht bei Krefeld

    Herzog Ferdinand von Braunschweig (1721-1792), Schwager des Preußenkönigs Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786), besiegte in der Schlacht die Franzosen, die Gegner Preußens.

  • 23.6.-2.7.1945: Im Dominikanerkloster Walberberg (heute Stadt Bornheim) wird das Programm einer neu zu gründenden christlichen Partei, der späteren CDU, ausgearbeitet

  • 23.-26.6.1963: Der 35. US-Präsident John F. Kennedy (Amtszeit seit 1961, ermordet 22.11.1963) in Köln, Bonn, Hanau, Frankfurt am Main und Berlin (West)

    Dabei besuchte der Präsident zusammen mit Bundeskanzler Konrad Adenauer den Kölner Dom. In Bonn sprach er von der Rathaustreppe zu den rund 25.000 auf dem Marktplatz versammelten Menschen.

  • 23.6.1982: Eröffnung des Städtischen Museums Abteiberg in Mönchengladbach als Museum für zeitgenössische Kunst

  • 24.6.1292: Krönung Adolfs von Nassau (geboren um 1250, Regierungszeit 1292-1298) zum römisch-deutschen König in Aachen

    Adolf war am 5.5.1292 in Frankfurt am Main gewählt worden. Die Krönung Adolfs zusammen mit seiner Frau Imagina von Isenburg-Limburg (um 1255-nach 1313) nahm der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg vor.

  • 24.6.1825: Gründung der Aachener Feuerversicherungsgesellschaft, der späteren "Aachener und Münchener" durch David Hansemann

    1834 auch auf andere Länder ausgedehnt, wurde sie eines der größten deutschen Versicherungsunternehmen.

  • 25.6.1857: Siegburg erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

  • 25.6.1913: Adolf Althoff, der spätere Zirkusdirektor, wird im niederrheinischen Sonsbeck geboren

    Er starb am 14.10.1998.

  • 26.6.1306: König Albrecht I. (Regierungszeit 1298-1308) belehnt den Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg mit den Regalien des Erzstifts

  • 26.6.1775: König Ludwig XVI. von Frankreich (Regierungszeit 1774-1792, gestorben 1793) übergibt das Leichentuch König Ludwigs XV. (Regierungszeit seit 1715, gestorben 10.5.1774) der Aachener Marienkirche, dem heutigen Dom

    Die französischen Könige sahen sich wie die deutschen Könige in der Nachfolge Karls des Großen. Nach den Begräbnisfeierlichkeiten in Paris und Saint-Denis, der Grablege der französischen Könige, sowie nach der Krönung in Reims überwies der neue König das Leichentuch seines Vorgängers der Aachener Marienkirche, um die Verbundenheit mit dem großen Vorfahren zu zeigen. Die aus wertvollen Materialien gefertigten großen Tücher fanden bei den offiziellen Begräbnisfeierlichkeiten Verwendung. Im Aachener Dom ist das Leichentuch eines französischen Königs des 18. Jahrhunderts - vermutlich entweder Ludwigs XIV. oder Ludwigs XV. - vollständig erhalten, Relikte weiterer Leichentücher finden sich an verschiedenen Stellen im Dom. Unbekannt ist, ab wann es diesen Brauch gab.

  • 26.6.1924: Beschluss des 68. Rheinischen Provinziallandtags zur Einrichtung des Landesjugendamtes

    Der Beschluss beruhte auf dem Reichsjugendwohlfahrtsgesetz vom 9.7.1922, das zum 1.4.1924 in Kraft trat. Es legte unter anderem den Provinzialverbänden die Einrichtung so genannter Landesjugendämter nahe, denen die Aufgabe zufiel, in den zwei großen Bereichen der öffentlichen Jugendhilfe, der Jugendfürsorge einschließlich der Kindergesundheitsfürsorge und der Jugendhilfe beziehungsweise Jugendbewegung für Vereinheitlichung zu sorgen.

  • 26.-29.6.1926: Zweiter Rheinischer Kirchentag in Essen

  • 26.6.-19.9.1965: 10. Ausstellung unter den Auspizien des Europarates "Karl der Große. Leben und Wirkung" in Aachen

    Die Aachener Karlsausstellung, die im Rathaus und im Kreuzgang des Domes gezeigt wurde, regte die Geschichtswissenschaft zu umfangreichen Forschungen über Karl den Großen und seine Zeit an.

  • 27.6.1354: Markgraf Wilhelm von Jülich verleiht Rheindahlen (heute Stadt Mönchengladbach) städtische Freiheiten

    Die Rechte sollen sich an dem Vorbild anderer jülichscher Städte orientieren, insbesondere an Nideggen.

  • 27.6.1673: Beginn des Kölner Friedenskongresses

    Der im Kölner Karmeliterkloster am Waidmarkt tagende Kongress zur Beendigung des Holländisch-Französischen Kriegs scheiterte im Frühjahr 1674.

  • 27.6.1708: Salm-Reifferscheidt-Dycksche Rechtsordnung

  • 27.6.1822: Die Oberpräsidialbezirke Jülich-Kleve-Berg und Großherzogtum Niederrhein werden zum Rheinischen Oberpräsidium vereinigt

    Erster Oberpräsident wurde Karl Freiherr von Ingersleben, Koblenz Amtssitz des Oberpräsidiums, für das sich ab 1830 die Bezeichnung Rheinprovinz durchsetzte. Erstmalig wurde die Bezeichnung 1831 in das Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat übernommen.

  • 27.6.1933: Wahl des Gummersbacher Landrats und Gauleiters der Deutschen Christen Gottfried Adolf Krummacher (1892-1954) zum "Bevollmächtigten des Staatskommissars für das Rheinland"

  • 27.6.-1.7.1973: Der 15. Deutsche Evangelische Kirchentag findet in Düsseldorf unter dem Motto "Nicht vom Brot allein" statt

  • 28.6.1826: Gründung der Rheinisch-Westfälischen Gefängnisgesellschaft in Düsseldorf

  • 28.6.1871: Der "Aachener Anzeiger" beginnt zu erscheinen

    1875 Umwandlung in Generalanzeigertyp, 1878 erschien das "Politische Tageblatt", zunächst bis zum 12.9.1944.

  • 28.-30.6.1924: Das 93. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt

    Es stand unter der Leitung von Peter Raabe (1872-1945) und Walter Braunfels (1882-1954).

  • 28.6.1967: Einweihung der Friedrich-Ebert-Brücke (Nordbrücke) in Bonn

  •