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 Kalenderblatt 

 

 Rheinische Geschichte im Februar und März


     

    28.2.1945: Der Kölner Erzbischof Josef Frings verlässt die Stadt Köln

    Mit dem Erzbischof verließen der Generalvikar und das Domkapitel die Stadt. Von Bad Honnef aus versuchte man, die Verwaltung des Erzbistums aufrechtzuerhalten. Durch die Abwesenheit des Erzbischofs und des Generalvikars war der Stadtdechant und nicht-residierende Domkapitular Dr. Robert Grosche, Pfarrer der Kirche Sankt Mariä Himmelfahrt, beim Einmarsch der Amerikaner der ranghöchste Geistliche in Köln. Der Weggang des Erzbischofs aus seiner Bischofsstadt war umstritten; so schienen die Amerikaner es Frings anzukreiden, dass er nicht in Köln geblieben war, wie Bischof van der Velden im Herbst 1944 in Aachen. Zu den Kritikern gehörten Konrad Adenauer und Leo Schwering. Erst am 20.4.1945 kehrte Frings in das rechtsrheinische Köln zurück.

 

 

 

Weitere Ereignisse im Februar und März (23.2.-3.3.)

  • 23.2.1374: Graf Wilhelm II. von Berg (Regierungszeit 1361-1408, ab 1380 als Herzog Wilhelm I.) und Gemahlin Anna erheben das Dorf Solingen zur Freiheit nach dem Privileg für Gerresheim von 1368

  • 23.2.1686: Unruhen in Köln unter Führung des Nikolaus Gülich

    Sie führten zum Sturz des Stadtrats und schließlich am 23.2.1686 zur Hinrichtung Gülichs.

  • 23.2.1946: In Aachen findet in der Handwerkskammer die erste jüdische Gemeindeversammlung nach dem Krieg statt

    Von den ehemals 1.500 Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Aachens waren nur 62 zurückgekehrt.

  • 23.2.-6.3.1948: Londoner Deutschlandkonferenz

    Die Sechsmächtekonferenz (USA, Großbritannien, Frankreich und die Beneluxstaaten) über Deutschland sprach sich für ein  föderatives Regierungssystem aus; Deutschland sollte sich außerdem an der internationalen Kontrolle der Industriebetriebe des Ruhrgebietes beteiligen.

  • 24.2.1889: Gründung des "Vereins Beethoven-Haus" in Bonn

    Ursprünglicher Vereinszweck war die Rettung und Wiederherstellung des Geburtshauses des Komponisten in der Bonngasse mit Ausstellungsräumen. Der Verein unterhält heute neben dem Museum das Forschungszentrum Beethoven-Archiv, einen Kammermusiksaal und einen Verlag.

  • 24.2.1969: Einweihung des Abgeordneten-Hochhauses "Langer Eugen" in Bonn

    Seit 2003 Sitz von UN-Einrichtungen.

  • 25.2.1547: Der exkommunizierte Kölner Erzbischof und Kurfürst Hermann V. von Wied, der am 3.7.1546 formell seiner Ämter enthoben worden war, leistet seinerseits Amtsverzicht

    Hermann zog sich zunächst auf das von ihm um 1529 errichtete Jagdschloss Buschhoven (1793 zerstört, Gemeinde Swisstal) zurück, später auf Burg Wied, wo er am 15.8.1552 starb. Zwei Tage später wurde er in der evangelischen Pfarrkirche Niederbieber (Stadt Neuwied) beigesetzt.

  • 25.2.1591: Friedrich Spee, der spätere Dichter und Bekämpfer der Hexenprozesse, wird in Kaiserswerth (heute Stadt Düsseldorf) geboren

    Er starb am 7.8.1635 in Trier und wurde in der dortigen Jesuitenkirche begraben.

  • 25.2.1715: Rückkehr des Kölner Kurfürsten Joseph Clemens aus dem französischen Exil

    Joseph Clemens war seit 1688 Erzbischof von Köln. Im Verlauf des spanischen Erbfolgekriegs mit Frankreich verbündet, flüchtete er nach der Besetzung Bonns 1702 ins französische Exil nach Namur; später lebte er in Lille und Valenciennes.

  • 25.2.1803: Reichsdeputationshauptschluss

    Dieser schaffte unter anderem die rechtliche Grundlage für die Säkularisation im Rechtsrheinischen.

  • 25.2.1817: Nach dem preußisch-niederländischen Grenzberichtigungsvertrag vom 22.6.1816 tritt die endgültig vereinbarte Grenzziehung längs der Westgrenze des Regierungsbezirks Aachen in Kraft

    Danach kamen die östlich der Wurm gelegenen Teile der Bürgermeistereien Alsdorf, Herzogenrath, Merkstein und Rimburg des Kantons Herzogenrath von den Niederlanden an den Kreis Aachen. Die in einer Exklave an der Bur südlich von Linnich gelegenen Bürgermeistereien Burdorf und Welz des Kantons Herzogenrath kamen von den Niederlanden an den Kreis Jülich. Die östlich der unteren Mur und der Maas gelegene Bürgermeisterei Herkenbusch ging vom Kreis Heinsberg an die Niederlande. Der östliche Teil des Kantons Sittard ("Selfkant") ging von den Niederlanden an den Kreis Heinsberg, während die südlich der Wurm gelegene Bürgermeisterei Übach des Kantons Herzogenrath an den Kreis Geilenkirchen kam.

  • 25.2.1945: Amerikanische Truppen erobern die Stadt Düren

    Ein alliierter Bombenangriff  hatte am 16.11.1944  Düren zur stärksten zerstörten Stadt Deutschlands gemacht. Der Angriff hatte 3.126 Menschenleben gekostet. Bei der Eroberung fanden die Amerikaner nur noch 29 Zivilisten in der Ruinenstadt vor.

  • 26.2.1867: Der französische Komponist Hector Berlioz (1803-1869) dirigiert im Kölner Gürzenich seine Sinfonie "Harold en Italie"

    Köln war besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein bedeutendes Konzertzentrum Westdeutschlands; herausragende Musikgrößen traten hier auf und dirigierten im 1857 errichteten Konzertsaal des Gürzenich ihre Werke.

  • 26.2.1935: Aennchen Schumacher (geboren am 22.1.1860 in Bad Godesberg), die berühmte "Lindenwirtin", stirbt in ihrer Heimatstadt Bad Godesberg (heute Stadt Bonn)

  • 26.2.1953: Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Außenminister Georges Bidault (1899-1983) nehmen nach fast sechsmonatiger Unterbrechung die Gespräche über das Saarland wieder auf

  • 26.-27.2.1969: Der 38. US-Präsident Richard M. Nixon (Amtszeit 1969-1974) auf Staatsbesuch in Bonn und West-Berlin

    Nixon hielt in Bonn eine Rede vor dem Deutschen Bundestag.

  • 27.2.1861: In Aachen wird der Karlsschrein geöffnet

    Anwesend waren die Geistlichkeit des Marienstifts und mehrere Ärzte zur Untersuchung der Gebeine Karls des Großen, wobei sich die Überlieferung von der hervorragenden Körpergröße Karls bestätigt fand.

  • 27.2.1928: Gründung der Erzbruderschaft St. Sebastianus in Köln

    Gründer des Dachverbandes der katholischen Schützen in Rheinland und Westfalen war Pfarrer Dr. Peter Louis (1886-1956) aus Leverkusen-Bürrig. Am 6.3.1936 lösten die Nationalsozialisten die Erzbruderschaft auf. Am 12.6.1947 ermächtigte die britische Militärregierung Pfarrer Louis, allen katholischen Schützenbruderschaften, die in einem Diözesanverband zusammengefasst seien,  mitzuteilen, dass sie nicht unter das Verbot der Schützenvereine und Bürger-Schützengesellschaften fielen. Damit konnten sie ihren Aktivitäten wieder öffentlich nachgehen.

  • 27.2.1945: Beginn des Großangriffs der 9. US-Armee aus den Rur-Brückenköpfen nach Osten und Nordosten

    Am 3.3.1945 trafen sie mit der 1. kanadischen Armee bei Geldern zusammen.

  • 27.2.-1.3.1955: Schah Mohammed Reza Pahlewi (Regierungszeit 1941-1979, gestorben 1979) und Kaiserin Soraya (1932-2001, Kaiserin 1951-1958) von Persien auf Staatsbesuch in der Bundesrepublik Deutschland

    Das Kaiserpaar, das im Hotel Petersberg bei Bonn residierte, besuchte neben dem offiziellen Programm unter anderem die Eltern der Kaiserin in Köln-Rodenkirchen; der Vater, Fürst Khalil Esfandiary (1901-1983) war iranischer Botschafter in Bonn.

  • 28.2.1270: Der Jahrmarkt in Büderich (heute Stadt Wesel) wird erstmals erwähnt

    Die vierwöchige so genannte "Messe des Niederrheins" war in den folgenden Jahrhunderten ein beliebter Zahlungstermin.

  • 28.2.1873: Die Stadt Essen wird kreisfrei und bildet einen eigenen Stadtkreis

    Am 1.8.1929 wurde der Landkreis Essen aufgelöst; Rechtsnachfolger wurde der Stadtkreis Essen.

  • 28.2.1927: Erster Rosenmontagszug in Köln seit 1914

  • 28.2.1933: Die in Köln erscheinende "Rheinische Zeitung", das Hauptorgan der SPD für den Bezirk Obere Rheinprovinz, wird von der Polizei beschlagnahmt und verboten

    Bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten hatte die Unterdrückung und Gleichschaltung der freien Presse begonnen. Ausschlaggebend für die Beschlagnahme der "Rheinischen Zeitung" war deren Berichterstattung über den Reichstagsbrand am 27.2.1933 gewesen. Am 10.3.1933 wurde das August-Bebel-Haus, in dem sich Redaktion und Druckerei der Zeitung befanden, aus Anordnung des Regierungspräsidenten geschlossen. Das Haus wurde unter Zwangsverwaltung gestellt und vom Verlag der NS-Zeitung "Westdeutscher Beobachter" übernommen.

  • 28.2.1945: Schlacht um den Niederhein: Kampf um den letzten deutschen Sperrriegel vor Xanten, die so genannte "Schlieffen-Linie"

    Der Kampf dauerte vier Tage und wurde aufs härteste geführt.

  • 28.2.1949: Erster Rosenmontagszug in Bonn nach dem Zweiten Weltkrieg

  • 28.2.2008: Der ehemalige Regierungsbunker in Ahrweiler (Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler) wird als Museum "Dokumentationsstätte Regierungsbunker" eröffnet

    Der 1960-1972 am Ahrweiler Silberberg oberhalb der Römervilla eingerichtete großflächige Bunker ("Kathedrale des Kalten Krieges") war seit 2001 im Rückbau begriffen; von dem ursprünglich 19 Kilometer langen Tunnelsystem sind 203 Meter als Museum erhalten geblieben. Im Juni 2009 wurde der ehemalige Regierungsbunker zum europäischen Kulturerbe erklärt und erhielt den europäischen Denkmalpreis "Europa Nostra Award".

  • 29.2.1832: Errichtung der Provinzialarchive in Koblenz und Düsseldorf

    Sie bestehen bis heute als Landesarchiv in Koblenz und Abteilung Rheinland des Landesarchivs NRW in Düsseldorf fort. Erster Archivdirektor wurde in Koblenz  Karl August Graf von Reisach (1774-1846), in Düsseldorf Theodor Joseph Lacomblet (1789-1866).

  • Februar 1242: Der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden wird vom Grafen von Jülich gefangen genommen und auf Burg Nideggen inhaftiert

    Der Erzbischof war bei einem verlorenen Gefecht bei Lechenich (heute Erftstadt) in Gefangenschaft geraten. Der Konflikt mit dem Jülicher hatte sich insbesondere  im Erftgebiet entzündet, wo sich die Interessen beider Territorialherren überschnitten. Nach neun Monaten Haft wurde der Erzbischof auf Betreiben König Konrads IV. und der Stadt Köln auf freien Fuß gesetzt.

  • Februar 1542: Herrschaftsantritt Johanns III. von Kleve

    Die räumlich nur teilweise verbundenen rheinisch-westfälischen Territorien Jülich, Kleve, Berg, Mark und Ravensberg wurden erstmals auf dynastischem Wege vereinigt ("Vereinigte Herzogtümern"). Ein inneres, vor allem administratives Zusammenwachsen vollzog sich jedoch nur in Ansätzen. 1609 brach der Herrschaftskomplex in Folge des Aussterbens der Herzöge von Kleve wieder auseinander, was den jülich-klevischen Erbfolgestreit auslöste.

  • Februar 1784: Privileg für Johann Gottfried Brügelmann für die erste mechanische Baumwollspinnerei auf dem Kontinent in Ratingen

    Brügelmann baute als erster die 1769 von dem Engländer Richard Arkwright (1732/1733-1792) erfundene "water-frame" nach.

  • Februar 1907: Erste Ausstellung der Künstlergruppe "Deutsche Brücke" im Rheinland in der Buchhandlung Friedrich Cohen in Bonn Am Hof

  • 1.3.1793: Schlacht bei Aldenhoven

    In dieser ersten Schlacht bei Aldenhoven konnten die vordringenden französischen Revolutionstruppen durch die siegreichen österreichischen Truppen zunächst zurückgedrängt werden.

  • 1.3.1910: Gründung des Rheinischen Jugendherbergswerks in Düsseldorf

  • 1.3.1929: Die Stadt Köln bewirbt sich als Austragungsort der Olympischen Spiele 1936

    Der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer setzte sich in einem Schreiben an den "Deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen" für die Stadt am Rhein als Austragungsort ein. Unter den sich bewerbenden Städten war auch Berlin, das favorisiert wurde, weil es 1916 wegen des Weltkrieges hatte zurückstehen müssen. Die Kölner Bewerbung wurde nicht weiter verfolgt, um nicht den Eindruck der Uneinigkeit entstehen zu lassen und die Austragung der Spiele für Deutschland zu sichern. Erst seit 1925 hatte Deutschland wieder an Olympischen Spielen teilnehmen dürfen.

  • 1.3.1950: Bundeskanzler Konrad Adenauer spricht sich gegen eine Abtrennung des Saarlandes aus

    Am 3. März verpachtete die saarländische Regierung die Saargruben für 50 Jahre an Frankreich.

  • 1.-3.3.1982: Königin Beatrix der Niederlande (Regentschaft 1980-2013) zum Staatsbesuch in Bonn

  • 2.3.1274: König Rudolf von Habsburg (Regierungszeit 1273- 1291) gestattet der Stadt Köln die Erhebung einer Akzise

    Der König erlaubte die Erhebung der Akzise von allen Gütern und Waren der in Köln ansässigen Laien (nicht aber der Fremden), die in die Stadt gebracht wurden. - Der König erkannte damit die Finanzhoheit der Stadt an. Kurz nach seiner Wahl am 1.10. und kurz vor der Krönung in Aachen am 24.10.1273 hatte der König auf der Durchreise in Köln der Stadt ihre Privilegien bestätigt, jedoch nur im Umfang der Stauferzeit. In Aachen hatte er dem Erzbischof Unterstützung für die Wahrnehmung seiner Rechte in der Stadt Köln zugesichert. Auf der Rückreise ließ der König sich aber von den Kölnern überzeugen, dass sie ihre Privilegien zu Recht besaßen.

  • 2.3.1916: Carmen Sylva (Künstlerpseudonym)/Königin Elisabeth I. von Rumänien stirbt

    Die am 29.12.1843 in Neuwied geborene Tochter des Fürsten Hermann von Wied (1836-1864) war eine produktive Schriftstellerin. Seit 1869 war sie mit Karl von Hohenzollern-Sigmaringen (1839-1914) verheiratet, der seit 1866 rumänischer Fürst war und seit 1881 König.

  • 2.3.1945: Angriff des RAF Bomber Command auf Köln

    Der letzte Luftangriff auf die Stadt am Rhein kurz vor der Eroberung durch amerikanische Truppen war zugleich einer der schwersten. Nachdem das Vorrücken der Allierten an der Westfront nicht mehr aufzuhalten war, hatte die NS-Gauleitung Köln im Februar zum Mittelpunkt der Erdverteidigung erklärt und den Ausbau der Verteidigungsstellungen beschlossen. Das strategische Ziel der Alliierten bestand darin, eine Bresche in dieses Bollwerk zu schlagen: die Stadt Köln sollte sturmreif geschossen werden. Nach diesem letzten verheerenden Luftangriff, bei dem die Alt- und die Südstadt besonders betroffen waren, glich die Domstadt endgültig einer riesigen Trümmerlandschaft. Insgesamt 262 Bombenangriffe waren auf die Stadt niedergegangen. 40 Prozent aller Gebäude der Gesamtstadt waren zerstört, die Innenstadtbebauung zu 90 Prozent. Rund 20.000 Menschen waren bei den Luftangriffen umgekommen, womit Köln allein rund sieben Prozent der Luftkriegstoten des Deutschen Reiches zu beklagen hatte. Hinzukamen 40.924 Wehrmachtstote.

  • 2.3.1945: Die Amerikaner nehmen das linksrheinische Düsseldorf, Krefeld, Neuss und Trier ein.

  • 2.3.1946: Die "Rheinische Post" erscheint erstmalig zweimal in der Woche

  • 2.3.1964: Die Kölner Boulevard-Zeitung "Express" erscheint erstmals 

  • 3.3.1861: Gründung des Gummersbacher Turnvereins (GTV)

    1937 Fusion mit anderen Sportvereinen in Gummersbach zum "Verein für Leibesübungen Gummersbach von 1861 e.V." (VfL Gummersbach). Seit 1923 besteht die Handball-Abteilung.

  • 3.3.1871: Michael Thonet (geboren 2.7.1796 in Boppard), berühmter Tischlermeister und Unternehmer, stirbt in Wien