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 Kalenderblatt 

 

 Rheinische Geschichte im Oktober


     

    15.10.1863: Die Vollendung des Innern des Kölner Domes wird feierlich begangen

    Damit war der Dom - abgesehen von den Türmen - fertig. Die böse Wand (Karl Simrock), die den Chor von den nichtausgebauten Teilen des Domes jahrhundertelang getrennt hatte, war gefallen. Für das vom Dombauverein geplante große Dombaufest waren die innenpolitischen Konstellationen jedoch ungünstig; König Wilhelm I. sah sich veranlasst, die Stadt Köln vor dem Fest am 15. Oktober - dem Geburtstag Friedrich Wilhelms IV., des großen Gönners des Dombaus im 19. Jahrhundert - zu verlassen. Die im Vergleich zu 1842 und 1848 deutlich bescheideneren Feiern bekamen einen überwiegend kirchlichen Charakter.

 

 

 

 

 

Weitere Ereignisse im Oktober (11.10.-20.10.)

 

  • 11.10.1292: König Adolf (Regierungszeit 1292-1298) bestätigt der Stadt Köln ihre Privilegien

    Der König weilte seit September in der Stadt. Er bestätigte ihr die Privilegien nach dem Vorbild seines Vorgängers Rudolf von Habsburg (Regierungszeit 1273-1291) und inserierte wie dieser die beiden großen Urkunden Friedrichs II. von 1236 und 1242 sowie das Akziseprivileg Rudolfs vom 2.3.1274. - Das Verhältnis Adolfs zur Stadt Köln war zunächst schwierig. Im Limburger Erbfolgestreit 1288 hatte er - noch als Graf von Nassau - auf Seiten des Erzbischofs gegen die Stadt gestanden. Nach seiner Wahl und Krönung am 24.6.1292 schien es zunächst so, als würde er den Erzbischof unterstützen, denn er mied die Stadt einige Monate. Der gelang es jedoch, den König zu besänftigen.

  • 11.10.1960: Auf Beschluss der Landesregierung NRW Änderung der amtlichen Schreibweise des Namens der Stadt München Gladbach (M.Gladbach) in Mönchengladbach

  • 12.10.1702: Spanischer Erbfolgekrieg: Kurfürst Joseph Clemens von Köln flieht aus seinem Kurfürstentum

    Er begab sich unter den Schutz des französischen Königs Ludwig XIV. (Regierungszeit 1643-1715).

  • 12.10.1815: König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840) besucht Köln

    Der König ließ sich von Ferdinand Franz Wallraf und Oberbürgermeister Karl Joseph Freiherr von Mylius (1778-1838) durch den Dom führen.

  • 12.10.1841: Franz Liszt (1811-1886) gibt sein erstes Konzert in Aachen

    Es folgten weitere am 17.9.1842, 31.5.-2.6.1857.

  • 12.10.1918: Eingemeindung von Parzellen der Gemeinde Karnap im Landkreis Essen in den Stadtkreis Essen

  • 13.10.1247: Nach dem Tode Heinrich Raspes (Regierungszeit als römisch-deutscher König 22.5.1246-16.2.1247) erheben die rheinischen Erzbischöfe und ihr Anhang in Worringen bei Köln den Grafen Wilhelm von Holland zum neuen deutschen Gegenkönig (anerkannt als König 1254, Regierungszeit bis 1256)

  • 13.10.1400: Köln bezeichnet sich selbst als Reichsstadt und sieht sich in einer Reihe mit Aachen, Mainz, Worms und Speyer

    Die Stadt Köln erläuterte in einem Schreiben an die Stadt Aachen ihre Einstellung zur Absetzung Köln Wenzels (Regierungszeit als römisch-deutscher König 1376-1400) und zur Wahl Ruprechts von der Pfalz (römisch-deutscher König 1400-1410), gemeinsam mit den Reichsstädten Mainz, Worms und Speyer habe sie Wenzel die Treue aufgekündigt und sich Ruprecht ergeben.

  • 13.10.1929: Die (Köln-)Mülheimer Rheinbrücke wird ihrer Bestimmung übergeben

    Die Eröffnung nahmen Oberbürgermeister Konrad Adenauer und Reichsverkehrsminister Adam Stegerwald (1874-1945) vor. Die Verpflichtung zum Bau der Brücke war die Stadt Köln bereits 1913 im Einigungsvertrag mit der Stadt Mülheim eingegangen. Die seinerzeit größte Hängebrücke Europas war seit 1927 nach einem Entwurf des Architekten Adolf Abels (1882-1968) errichtet worden, den Adenauer schließlich gegen politische Widerstände durchgesetzt hatte. Die Brückenkabel hatte die Firma Felten & Guilleaume geliefert. Die durch Bombenangriffe beschädigte Brücke stürzte am 14.10.1944 in den Rhein, wodurch die Rheinschiffahrt zum Erliegen kam. Die wiedererrichtete Brücke wurde am 8.9.1951 in Anwesenheit von Bundeskanzler Adenauer eingeweiht.

  • 13.10.1944: Luftangriff auf Trier

  • 14.10.1944: Luftangriff auf Trier

  • 14.10.1944: Die Köln-Mülheimer Hängebrücke stürzt nach schwerer Bombardierung in den Rhein

    Dadurch wurde die Rheinschifffahrt blockiert. Die 1927-1929 entstandene Brücke war seinerzeit die größte Hängebrücke Europas gewesen. Nach Kriegsende wurde an ihrer Stelle als Provisorium die Patton-Brücke angelegt. Die ab 1949 wiedererrichtete Brücke wurde am 8.9.1951 in Anwesenheit von Bundeskanzler Adenauer, der als Kölner Oberbürgermeister ihren Bau durchgesetzt hatte, eingeweiht.

  • 15.10.1210: Baubeginn der Godesburg (heute Stadt Bonn) unter dem Kölner Erzbischof Dietrich von Hengebach (Heimbach)

    Bis zu ihrer Zerstörung im Kölner Krieg 1583 war die Godesburg Residenz und häufiger Aufenthaltsort der Erzbischöfe von Köln.

  • 15.10.1268: Schlacht an der Ulrepforte

    Innerstädtische Konflikte zwischen dem Kölner Geschlecht von der Mühlengasse (die Weisen) und einer von den Overstolzen angeführten Koalition führten zur Vertreibung der Weisen. Ein Überfall auf die Stadt durch ein Loch in der Stadtmauer konnte abgewendet werden. Wohl um 1375 wurde das Ulrepfortendenkmal in die Stadtmauer eingelassen (heute im Kölnischen Stadtmuseum).

  • 15.10.1907: Angliederung der Gemeinden Oppum und Bockum-Verberg vom Kreis Krefeld-Land an den Stadtkreis Krefeld

  • 15.10.1933: Die Philosophin Edith Stein tritt unter dem Ordensnamen Teresa Benedicta a Croce in das Karmeliterinnenkloster in Köln-Lindenthal ein

    Die 1891 in Breslau geborene Jüdin Edith Stein war 1922 zum Katholizismus konvertiert. Im Kölner Larmel entstand ihr Hauptwerk "Endliches und ewiges Sein" (1936). Um das Kloster nicht zu gefährden, floh sie nach den Pogromen vom 9./10.11.1938 in das niederländische Kloster Echt. Dort wurde sie am 2.8.1942 von der Gestapo verhaftet und nach Auschwitz verbracht, wo sie vermutlich am 9.8.1942 ermordet wurde. Seit dem 11.10.1998 ist sie eine Heilige der katholischen Kirche und seit 1999 Mitpatronin Europas.

  • 15.10.1946: Errichtung der "Treuhandverwaltung der North German Iron and Steel Control" in Düsseldorf

  • 16.10.1948: Die neuerrichtete (Köln-)Deutzer Brücke wird für den Verkehr freigegeben

    Die 1913-1915 errichtete Hängebrücke, die seit 1935 Hindenburgbrücke hieß, war am 28.2.1945 zusammengebrochen. Die 1947-1948 neuerrichtete  Brücke war die erste Stahlkastenträgerbrücke der Welt. Der Entwurf stammte von Fritz Leonhardt (1909-1999), die künstlerische Gestaltung von dem Architekten Gerd Lohmer (1909-1981).

  • 17./18.10.1589: Adolf von Neuenahr (Regierungszeit seit 1579) kommt in Arnheim bei einer Explosion ums Leben

    Mit ihm starben die Grafen von Neuenahr in männlicher Linie aus. Die Grafschaft Moers mit der Exklave Krefeld fiel nach dem Tode der Walburga von Neuenahr-Moers 1600 an die Grafen von Nassau-Oranien.

  • 18.10.1065: Erzbischof Anno II. von Köln weiht den Neubau der Kirche Sankt Maria im Kapitol in Köln

    Eine anstelle des Stifts stehende Kirche war von Plektrud errichtet worden. Seit Erzbischof Brun I. bestand dort ein Benediktinerinnenkloster, das sich wohl spätestens in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts in ein Stift umwandelte.

  • 18.10.1854: Der Maler Johannes Schafgans (1826-1905) eröffnet in Bonn in der Rathausgasse ein Photoatelier

    Prominente Zeitgenossen ließen sich von ihm ablichten, darunter Mitglieder der Kaiserfamilie und zahlreiche Bonner Professoren. Das erste Bonner Photoatelier besteht bis heute am selben Ort, betrieben von Urenkel Hans Schafgans (geboren 1927).

  • 18.10.1887: Gründung eines Theologenkonvikts des Erzbistums Köln in Bonn (Collegium Albertinum)

    Der dafür an der Koblenzer Straße (heute Adenauerallee) errichtete Neubau wurde am 8.5.1892 eingeweiht.

  • 18.10.1904: Gustav Mahler (1860-1911) dirigiert in Köln die Uraufführung seiner 5. Sinfonie durch das Gürzenich-Orchester

    Mahler zollte dem Orchester anschließend Beifall. Mahler war nicht der einzige bedeutende Komponist, der dem renommierten Orchester im 1857 gegründeten Konzertsaal Werke zur Uraufführung anvertraute. Auch Johannes Brahms (1833-1897) und Richard Wagner (1813-1883) dirigierten hier ihre Werke.

  • 18.10.1911: Kaiser Wilhelm II. (Regentschaft 1888-1918) enthüllt in Aachen das Denkmal für seinen Vater, Kaiser Friedrich III. (Regentschaft 1888)

  • 18.10.1922: Gründung der Kölner Messegesellschaft

    Die erste Messe auf dem Gelände auf dem rechten Rheinufer nördlich von Deutz wurde am 11.4.1924 eröffnet.

  • 18.10.1944: Die Royal Airforce bombardiert Bonn

    Bei dem Luftangriff kamen 300 Menschen um, ca. 1000 wurden verletzt. Zudem wurden 60% der Bonner-Altstadt zerstört. Neben dem Rathaus, der Universität und dem Bonner Münster waren besonders die Bahnhofsgegend und das Gebiet nahe der Rheinbrücke betroffen.

  • 20.10.1274: Der Kölner Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg (Episkopat seit 1261) stirbt in Bonn

    Wegen des Interdikts, das auf der Stadt Köln lastete, wurde er in der Bonner Münsterkirche begraben. Von seinem um 1400 errichteten Grabmal ist nur die beschädigte, heute in der Westapsis aufgestellte Grabplatte aus rotem Sandstein erhalten.

  • 20.10.-17.11.1314: Der erwählte römische König Ludwig fordert durch den Abt von Eberbach Erzbischof Heinrich II. von Köln auf, ihn zu krönen

  • 20.10.-Ende November 1314: König Ludwig zieht nach seiner Krönung in Aachen am 25. November durch das Gebiet des Kölner Erzbischofs nach Köln

    Erzbischof Heinrich II. konnte ihn daran nicht hindern. Ludwig wurde begleitet von den Grafen Wilhelm von Jülich und Adolf von Berg. Auf Bitten Erzbischofs Balduin von Trier öffneten ihm die Bürger die Tore der Stadt. Ludwig urkundete am 28. November in Merzenich bei Düren und am 1.12.1314 in Köln. Adel und Städte am Niederrhein und in Westfalen standen großenteils auf Seiten Ludwigs und gerieten damit in Feindschaft zum Erzbischof von Köln.

  • 20.10.1908: Friedrich Althoff (geboren 19.2.1839 in Dinslaken) stirbt in Berlin

    Der Jurist Friedrich Althoff zählt neben Wilhelm von Humboldt (1767-1835) und Carl Heinrich Becker (1876-1933) zu den bedeutenden Gestaltern des preußischen und deutschen Bildungswesens. Er legte mit seiner modernen Kultur- und Bildungspolitik den Grundstein für die internationale Führungsrolle der deutschen Wissenschaft am Anfang des 20. Jahrhunderts.

  • 20.10.1946: Auflösung der Oberpräsidien Nordrhein und Westfalen