Carentinus

Bischof von Köln (565-567)

Margret Wensky (Bonn)

Über die meis­ten Köl­ner Bi­schö­fe des 6. bis 8. Jahr­hun­derts sind au­ßer dem Na­men kaum Nach­rich­ten über­lie­fert. Das gilt auch für Ca­ren­ti­nus, den der ­Dich­ter Ven­an­ti­us For­t­u­n­a­tus (um 530-vor 610) in ei­nem wohl zwi­schen 565 und 567 ent­stan­de­nen Ge­dicht (Car­mi­na III 14) als Bi­schof von Köln er­wähnt. Er preist ihn dar­in als Er­neue­rer der „gol­de­nen Kir­chen“ Kölns. Zwi­schen Ca­ren­ti­nus und dem hei­li­gen Bi­schof Se­ve­rin klafft ei­ne Lü­cke von mehr al­s 150 Jah­ren, ein Be­weis da­für, dass die früh­mit­tel­al­ter­li­che Köl­ner Bi­schofs­lis­te un­voll­stän­dig ist.

Quellen

Die Re­ges­ten der Erz­bi­schö­fe von Köln, Band 1, be­arb. von Fried­rich Wil­helm Oedi­ger, Bonn 1954–1961, Nach­druck Düs­sel­dorf 1978, S. 16.

Literatur

Eck, Wer­ner, „Ca­ren­ti­nus“, in: Soé­ni­us, Ul­rich S./Wil­helm, Jür­gen (Hg.), Köl­ner Per­so­nen­le­xi­kon, Köln 2008, S. 97.
Ris­tow, Se­bas­ti­an, Frü­hes Chris­ten­tum im Rhein­land. Die Zeug­nis­se der ar­chäo­lo­gi­schen und his­to­ri­schen Quel­len an Rhein, Maas und Mo­sel, Köln/Müns­ter 2007, S. 109-110.

 
Zitationshinweis

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Wensky, Margret, Carentinus, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/carentinus-/DE-2086/lido/57c68867d7d837.57353380 (23.06.2018)