Folkmar

Erzbischof von Köln (965–969)

Jennifer Striewski (Bonn)

Über die Her­kunft Folk­mars ist nichts be­kannt. Wäh­rend sei­nes kur­zen Epis­ko­pats stand er ganz im Schat­ten sei­nes be­rühm­ten Vor­gän­gers, Erz­bi­schof Brun I. Als des­sen Schü­ler und Ka­plan (ca­pel­la­nus, se­cre­ta­ri­us) wur­de Folk­mar 965 von Kai­ser Ot­to I. (Re­gie­rungs­zeit 936-973) zum Erz­bi­schof von Köln er­ho­ben. Vor­her war Folk­mar wohl Ka­no­ni­ker am Dom zu Hil­des­heim, am Dom zu Köln und mög­li­cher­wei­se Propst des Bonner Cas­si­us­stifts.

Erz­bi­schof Folk­mar stat­te­te die Be­ne­dik­ti­ner­ab­tei Sankt Pan­ta­le­on in Köln und das Vik­tor­stift in Xan­ten mit den gol­de­nen, mit In­schrif­ten ver­se­he­nen Alt­ar­ta­feln aus, die Brun ih­nen zu­ge­dacht hat­te. Mög­li­cher­wei­se weih­te Folk­mar auch um 968 den ot­to­ni­schen Neu­bau der Xan­te­ner Stifts­kir­che.  Au­ßer­dem ver­an­lass­te er die Ab­fas­sung der „Vi­ta Bru­no­nis“, der Le­bens­be­schrei­bung Erz­bi­schof Bruns, die ihm der Mönch Ruot­ger (ge­stor­ben nach 968/969) wid­me­te. 966 ließ Folk­mar die beim Neu­bau von Sankt Pan­ta­le­on auf­ge­fun­de­nen Ge­bei­ne des hei­li­gen Mau­ri­nus er­he­ben.

Folk­mar starb am 18.7.969 und wur­de im Köl­ner Dom bei­ge­setzt.

Quellen

Die Re­ges­ten der Erz­bi­schö­fe von Köln im Mit­tel­al­ter, Band 1, be­arb. von Fried­rich Wil­helm Oedi­ger, Bonn 1954–1961, Nach­druck Düs­sel­dorf 1978, S. 151-153.

Literatur

Oedi­ger, Fried­rich Wil­helm, Das Erz­bis­tum Köln von den An­fän­gen bis zum En­de des 12. Jahr­hun­derts (Ge­schich­te des Erz­bis­tums Köln 1), Köln 1964, Nach­druck 1971, S. 105.

Oepen, Joa­chim, Folk­mar, in: Soé­ni­us, Ul­rich S./ Wil­helm, Jür­gen (Hg.), Köl­ner Per­so­nen­le­xi­kon, Köln 2007, S. 160.

Online

Köl­ner Dom, Erz­bi­schof Folk­mar [On­line]

 
Zitationshinweis

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Striewski, Jennifer, Folkmar, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/folkmar/DE-2086/lido/57c6be71a41fd2.16866562 (15.07.2018)