Franz Xaver Bachem

Verleger (1857-1936)

Andreas Burtscheidt (Bonn)

Franz Xaver Bachem, um 1930, Porträtfoto.

Ob­wohl die Be­deu­tung der über das Rhein­land hin­aus po­li­tisch ak­ti­ven Mit­glie­der der Köl­ner Ver­le­ger­fa­mi­lie Ba­chem die Er­in­ne­rung an Franz Xa­ver Ba­chem si­cher über­ragt, so spiel­te der Nach­fol­ger sei­nes Va­ter­s Jo­seph Ba­chem in der Lei­tung des „J. P. Ba­chem-Ver­la­ge­s“ und der „Köl­ni­schen Volks­zei­tung“ doch ei­ne wich­ti­ge Rol­le bei der Fort­füh­rung des tra­di­ti­ons­rei­chen Er­bes wäh­rend der tur­bu­len­ten Epo­che vom wil­hel­mi­ni­schen Kai­ser­reich bis zu den An­fän­gen der Wei­ma­rer Re­pu­blik. 

Franz Xa­ver Ba­chem wur­de am 12.6.1857 als äl­tes­tes der sechs Kin­der Jo­seph Ba­chems und sei­ner Frau Ka­tha­ri­na, ge­bo­re­ne De­gen (1831-1921), in Köln ge­bo­ren und in der Pfarr­kir­che der Ba­chems, St. Ma­ria Him­mel­fahrt in der Nä­he des Do­mes, ge­tauft. Nach­ ­s­ei­nem Tauf­pa­ten, dem aus Schwa­ben stam­men­den Theo­lo­gen Franz Xa­ver Die­rin­ger (1811-1876), ka­tho­li­scher Pries­ter wie auch seit 1843 or­dent­li­cher Pro­fes­sor für Theo­lo­gie an der Ka­tho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Bonn, be­nann­ten die ­El­tern den Erst­ge­bo­re­nen. Die­rin­ger war zwi­schen 1853 und 1871 Köl­ner Dom­ka­pi­tu­lar, zog sich aber im Zu­ge der Strei­tig­kei­ten um das Un­fehl­bar­keits­dog­ma des Paps­tes wäh­rend des Ers­ten Va­ti­ka­ni­schen Kon­zils, das er nicht mit­tra­gen woll­te, als ein­fa­cher Dorf­pfar­rer in sei­ne ho­hen­zol­le­ri­sche Hei­mat zu­rück.

Ba­chem wuchs mit vier jün­ge­ren Brü­dern und ei­ner jün­ge­ren Schwes­ter in ei­ner Pha­se auf, in der sein Va­ter sein Le­bens­werk mit der Eta­blie­rung ei­ner ers­ten gro­ßen über­re­gio­na­len ka­tho­li­schen Ta­ges­zei­tung auf Reichs­ebe­ne krö­nen konn­te. Das 1869 in „Köl­ni­sche Volks­zei­tun­g“ um­be­nann­te Blatt be­stimm­te bald das Fa­mi­li­en- und Ver­lags­le­ben. So ver­wun­dert es auch nicht, dass Jo­seph Ba­chem sei­ne vier Söh­ne – der dritt­äl­tes­te, Au­gust, starb be­reits 1877 mit 17 Jah­ren – für ei­ne Tä­tig­keit im vä­ter­li­chen Ver­lags­haus vor­sah und ent­spre­chend ih­re Schul­aus­bil­dung zu len­ken wuss­te. Al­le be­such­ten die in gu­tem Ruf ste­hen­de Re­al­schu­le ers­ter Ord­nung in der Köl­ner Kreuz­gas­se, an­schlie­ßend soll­ten sie mit ih­ren Aus­bil­dun­gen nach Mög­lich­keit je­weils die we­sent­li­chen Spar­ten des Ver­lags­hau­ses ab­de­cken. 

Le­dig­lich Franz Xa­vers ein Jahr jün­ge­rer Bru­der Karl Ba­chem stu­dier­te in Straß­burg und Ber­lin Rechts­wis­sen­schaf­ten, um sich nach de­m Vor­bild des ent­fern­ten äl­te­ren Vet­ter­s Ju­li­us Ba­chem, der da­mals schon füh­ren­der re­dak­tio­nel­ler Kopf der Zei­tung war, auf brei­tes­ter Grund­la­ge auf den Jour­na­lis­mus und die Ar­beit in der Re­dak­ti­on der „Köl­ni­schen Volks­zei­tun­g“ vor­zu­be­rei­ten. Karl er­lang­te aus dem Ge­schwis­ter­kreis spä­ter als Po­li­ti­ker, Pu­bli­zist, in­tel­lek­tu­el­ler Vor­den­ker und Chro­nist der Zen­trums­par­tei die grö­ß­te Be­kannt­heit. Die bei­den jün­ge­ren Brü­der Fri­do­lin (1861-1920) und Ro­bert (1863-1942) er­lern­ten un­ter an­de­rem in Leip­zig, Ant­wer­pen, Ber­lin und Lon­don Buch­han­del und Dru­cke­rei­we­sen, um die­sen Be­triebs­be­rei­chen im vä­ter­li­chen Ver­lag spä­ter ein­mal vor­ste­hen zu kön­nen. 

Franz Xa­ver selbst be­such­te kei­ne Uni­ver­si­tät; schon früh soll­te er an der Sei­te des Va­ters beim Auf- und Aus­bau der „Köl­ni­schen Volks­zei­tun­g“ die Auf­ga­be der wich­tigs­ten Stüt­ze ein­neh­men, die der öf­ter krän­keln­de Jo­seph Ba­chem drin­gend brauch­te. So ab­sol­vier­te Franz Xa­ver gleich nach dem Ver­las­sen der Re­al­schu­le ei­ne drei­jäh­ri­ge Leh­re als Buch- und Kunst­händ­ler in Bonn. Von dort ging er nach Leip­zig zu dem be­kann­ten Ver­lags­haus Brock­haus. Durch die Be­zie­hun­gen sei­nes Va­ters hat­te er die Mög­lich­keit, die ver­schie­de­nen Zwei­ge die­ses an­ge­se­he­nen Un­ter­neh­mens ken­nen­zu­ler­nen und sei­ne Fä­hig­kei­ten als Buch­dru­cker und Buch­händ­ler zu er­wei­tern. Ein Jahr lang dien­te er an­schlie­ßend noch im In­fan­te­rie­re­gi­ment Nr. 65 in Köln als Frei­wil­li­ger, ehe er 1881 end­gül­tig in die Ge­schäfts­füh­rung als Ju­ni­or­chef im ei­ge­nen Ver­lag an die Sei­te des Va­ters trat, der sich mehr und mehr zu­rück­zog und sei­ne Söh­ne in das Un­ter­neh­men hin­ein­wach­sen ließ. 

Die 1880er Jah­re wa­ren im Hau­se Ba­chem ge­kenn­zeich­net durch die Aus­for­mung und den Aus­bau der „Köl­ni­schen Volks­zei­tun­g“ zur pu­bli­zis­ti­schen Haupt­stüt­ze der Deut­schen Zen­trums­par­tei und ih­rer Po­li­tik in der Pha­se der Über­win­dung des Kul­tur­kamp­fes in der Ära Reichs­kanz­ler Ot­to von Bis­marcks (1815-1898, Reichs­kanz­ler 1871-1890). Ge­gen En­de des Jahr­zehnts hat­te die Zei­tung end­gül­tig ih­ren Durch­bruch als gro­ßes über­re­gio­na­les Blatt ge­schafft – mit ei­nem an­sehn­li­chen Kor­re­spon­den­tenetz im In- und Aus­land und ei­nem um­fang­rei­chen han­dels­po­li­ti­schen Teil, wo­bei die An­zei­gen­ein­nah­men das Bud­get des Blat­tes deut­lich ver­bes­ser­ten.  

Nach der Be­schrei­bung sei­nes Bio­gra­phen Karl Ho­eber (1867-1942) zeich­ne­te sich Franz Xa­ver Ba­chem in sei­nen ers­ten Jah­ren im Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men durch rast­lo­sen Fleiß, gro­ße Ar­beits­en­er­gie, Op­ti­mis­mus, Selbst­lo­sig­keit und Pflicht­treue der­art aus, dass er das von sei­nem Va­ter ein­mal be­gon­ne­ne Werk ver­trau­ens­voll fort­set­zen und spä­ter schlie­ß­lich voll­enden konn­te. An sei­ner Sei­te stand sei­ne Ehe­frau El­vi­ra, ge­bo­re­ne Ru­land (1860-1927), Toch­ter ei­nes Bon­ner Rechts­an­walts, die er am 20.5.1882 hei­ra­te­te und die ihm sechs Kin­der schenk­te, drei Söh­ne und drei Töch­ter. 

Op­ti­mal vor­ge­sorgt, war dann der 21.8.1893 fa­mi­li­är zwar ein gro­ßer Ein­schnitt, nicht aber im Un­ter­neh­men selbst, denn so wie es Jo­seph Ba­chem im­mer ge­wollt hat­te, trat mit dem Tag sei­nes To­des sein äl­tes­ter Sohn Franz Xa­ver an die Spit­ze des „J. P. Ba­chem-Ver­la­ge­s“, al­so des Ver­lags­un­ter­neh­mens, des Buch- und des Zei­tungs­ver­lags, die jün­ge­ren Brü­der Fri­do­lin und Ro­bert über­nah­men in­ner­halb des Hau­ses die Füh­rung von Dru­cke­rei und kauf­män­ni­schem Be­trieb. 

Im glei­chen Jahr reis­te Franz Xa­ver Ba­chem in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, be­such­te die Welt­aus­stel­lung 1893 in Chi­ca­go und stu­dier­te in Städ­ten wie New York das auf­stre­ben­de Pres­se­we­sen Ame­ri­kas. Um auch die In­ter­na­tio­na­li­tät der „Köl­ni­schen Volks­zei­tun­g“ zu stei­gern, ver­an­lass­te er gleich nach sei­ner Rück­kehr, dass es fort­an ei­ne Wo­chen­aus­ga­be des ei­ge­nen Blat­tes für das Aus­land ge­ben sol­le, um mög­lichst vie­le Aus­lands­deut­sche er­rei­chen zu kön­nen. Die­se Idee er­wies sich in den kom­men­den Jahr­zehn­ten als er­folg­reich – nicht we­ni­ge Be­zie­her der Zei­tung in den USA, von Syd­ney bis Kai­ro, von Kap­stadt bis To­kio, von Seo­ul und Bue­nos Ai­res bis Reyk­ja­vik, dar­un­ter vie­le Mis­sio­na­re, hiel­ten so den Kon­takt zu ih­rer Hei­mat. 

Be­züg­lich der po­li­ti­schen Aus­rich­tung des Blat­tes in den Jah­ren bis zum Ers­ten Welt­krieg, die so­gar mit dem Na­men der Fa­mi­lie ver­knüpft wur­de („Ba­chem­sche Rich­tun­g“), führ­ten al­ler­dings an­de­re die Fe­der: die Chef­re­dak­ti­on und be­son­ders die Res­sort­lei­tung der In­nen­po­li­tik ob­lag un­ter an­de­rem sei­nem Vet­ter Ju­li­us Ba­chem, Her­mann Car­dauns (1847-1925), seit 1907 Karl Ho­eber und für die In­nen­po­li­tik ab 1903 noch Ernst Hein­rich Kley (1867-1945), den Franz Xa­ver Ba­chem von der Ber­li­ner „Ger­ma­ni­a“ für die Re­dak­ti­on der Volks­zei­tung ge­win­nen konn­te. Der neue Se­ni­or­chef selbst hielt es wie sein Va­ter Jo­seph und sah für sich das Feuille­ton als das ent­schei­den­de Be­tä­ti­gungs­feld an. Für ihn war die­ser Be­reich ei­ner als be­deu­tend an­zu­se­hen­den Ta­ges­zei­tung auch de­ren wich­tigs­te Vi­si­ten­kar­te, geis­ti­ger Schwer­punkt und welt­an­schau­lich be­stim­men­der Teil. Die ei­ge­ne Spar­te in der Volks­zei­tung hier­für stand un­ter der Ru­brik “Welt und Wis­sen“. Die­se Hal­tung be­stimm­te ge­nau­so die Aus­wahl für den eben­falls zu be­wäl­ti­gen­den Buch­ver­lag im ei­ge­nen Hau­se, auch hier küm­mer­te sich Franz Xa­ver Ba­chem in­ten­siv um die rich­ti­ge Schwer­punkt­set­zung. 

Bei Kriegs­aus­bruch 1914 schaff­te die „Köl­ni­sche Volks­zei­tun­g“ mit der Grün­dung ei­ner ge­son­der­ten Kriegs­aus­ga­be mit ei­ner Auf­la­ge von täg­lich 130.000 Ex­em­pla­ren end­gül­tig den Auf­stieg zur wich­tigs­ten über­re­gio­na­len ka­tho­li­schen Ta­ges­zei­tung in Deutsch­land. In den letz­ten Kriegs­mo­na­ten aber ge­riet die Zei­tung zu­neh­mend un­ter den Ein­fluss ei­nes Theo­lo­gen na­mens Dr. Jo­seph Fro­ber­ger (1871-1931), der als au­ßen­po­li­ti­scher Be­ra­ter des Blat­tes fun­gier­te. Franz Xa­ver Ba­chem und Karl Ho­eber ver­trau­ten Fro­ber­gers po­li­ti­schem Ge­spür schein­bar blind und lie­ßen es zu, dass das Blatt in die recht frag­wür­di­ge Rol­le ei­nes Vor­rei­ters wäh­rend des rhei­ni­schen Se­pa­ra­tis­mus ge­riet. Die Re­dak­teu­re for­cier­ten den Ge­dan­ken ei­nes rhei­ni­schen Se­pa­rat­staa­tes und na­ment­lich Ho­eber und Fro­ber­ger stan­den in Kon­takt mit dem seit 1917 am­tie­ren­den Köl­ner Ober­bür­ger­meis­ter Kon­rad Ade­nau­er , den sie mehr­mals auf ih­re Sei­te zu zie­hen ver­su­chen, was letz­ten En­des aber nicht ge­lang, da sich Ade­nau­er ­nach ei­ni­gen Mo­men­ten des Zö­gerns klar auf den Bo­den der Wei­ma­rer Ver­fas­sung stell­te. 

Das En­de des Ers­ten Welt­krie­ges be­deu­te­te für den „J.P. Ba­chem Ver­la­g“ ei­ne tie­fe Zä­sur. Ein letz­ter gro­ßer Hö­he­punkt war am 4.5.1918 die 100-Jahr-Fei­er der Fir­ma „J.P.Ba­che­m“, doch fiel die­se we­gen des Krie­ges eher ge­dämpft aus. Der mi­li­tä­ri­schen Nie­der­la­ge folg­te der wirt­schaft­li­che Nie­der­gang Deutsch­lands, ein­her­ge­hend mit dem Zu­sam­men­bruch des Wäh­rungs­sys­tems und der In­fla­ti­on, in des­sen Fol­ge die Fir­ma „J.P. Ba­che­m“ ihr ge­sam­tes Ver­mö­gen ver­lor, weil sie sich wäh­rend des Krie­ges ver­pflich­tet ge­fühlt hat­te, das ge­sam­te Ka­pi­tal von über ei­ner Mil­li­on Reichs­mark in Kriegs­an­lei­hen an­zu­le­gen.

Karl Ba­chem be­rich­tet im letz­ten Band sei­ner drei­bän­di­gen Fa­mi­li­en­ge­schich­te zu­dem da­von, dass wäh­rend der re­vo­lu­tio­nä­ren Wir­ren 1918/1919 die „Köl­ni­sche Volks­zei­tun­g“ zur Ziel­schei­be ei­ner ge­plan­ten feind­li­chen Über­nah­me durch die So­zi­al­de­mo­kra­ten wur­de, de­ren Haupt­quar­tier am Ur­su­la­markt in Köln in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft des Dru­cker­ei­ge­bäu­des der Volks­zei­tung in der Mar­zel­len­stra­ße lag und die die Zei­tung in ih­re Hän­de brin­gen oder gar die Dru­cke­rei zer­stö­ren woll­ten. Da sich die meis­ten Mit­ar­bei­ter der Dru­cke­rei noch im Krieg be­fan­den, war es die Auf­ga­be der al­ten An­ge­hö­ri­gen der Fir­ma Ba­chem – ver­sorgt mit Ma­schi­nen­ge­weh­ren und Ka­ra­bi­nern – über Wo­chen den Tor­ein­gang der „Köl­ni­schen Volks­zei­tun­g“ Tag und Nacht zu be­wa­chen, um mög­li­che An­grif­fe der Ge­nos­sen vom Ur­su­la­markt ab­weh­ren zu kön­nen. Die La­ge än­der­te sich mit ei­ner dann wirk­lich er­folg­ten feind­li­chen Be­set­zung durch die eng­li­schen Be­sat­zungs­trup­pen, die sich in den Jah­ren bis 1925 in Köln auf­hiel­ten und ei­ni­ge Räu­me in der Dru­cke­rei von „J.P. Ba­che­m“ be­schlag­nahm­ten, um dort ih­re Zei­tung “The Co­lo­gne Pos­t“ dru­cken zu kön­nen. 

Im De­zem­ber 1918 trenn­te sich der Fir­men­chef Franz Xa­ver Ba­chem zu­nächst von dem 1887 ge­grün­de­ten und von den Brü­dern Fri­do­lin und Franz Xa­ver ver­ant­wor­te­ten ei­ge­nen Lo­kal­blatt, dem „Köl­ner Lo­ca­l­an­zei­ger“, das seit dem Jahr sei­ner Grün­dung die Auf­ga­be hat­te, die Zen­trums­po­li­tik brei­te­ren Krei­sen der Köl­ner Bür­ger­schaft zu­zu­tra­gen, da sein Be­zugs­preis nied­ri­ger war als der der Volks­zei­tung. Al­le Ver­su­che, we­nigs­tens die „Köl­ni­sche Volks­zei­tun­g“ im Fa­mi­li­en­be­sitz zu hal­ten, schei­ter­ten schlie­ß­lich. Am 1.7.1920 über­nahm ein fi­nanz­star­kes Kon­sor­ti­um Köl­ner Zen­trums­po­li­ti­ker um die Her­aus­ge­ber Hu­go Mön­nig (1864-1950) und Hein­rich Maus (1872-1955), seit 1923 auch Ju­li­us Sto­cky (1878-1952), das Blatt, so dass es we­nigs­tens in sei­nem al­ten Geist wei­ter­ge­führt wer­den konn­te. 

Franz Xa­ver Ba­chem blieb die Ver­ant­wor­tung für den Buch­ver­lag, und er wähl­te be­züg­lich der Be­wäl­ti­gung der Auf­ga­ben der Ver­lags­lei­tung den­sel­ben Weg wie einst sein Va­ter: mehr und mehr gab er die Ver­ant­wor­tung an die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on wei­ter. Im­mer häu­fi­ger weil­te er in sei­nem Rhön­dor­fer Al­ters­re­fu­gi­um am Fu­ße des Sie­ben­ge­bir­ges. Kör­per­lich bis zu­letzt rüs­tig, wid­me­te er sich ver­stärkt sei­nen viel­fa­chen Lieb­ha­be­rei­en und In­ter­es­sen, et­wa sei­ner gro­ßen Samm­lung an Chi­n­abron­zen. 

Als er am 7.8.1936 im Al­ter von 79 Jah­ren in Bonn starb, folg­te ihm sein jüngs­ter Sohn Franz Carl Ba­chem (1898-1976) in der Lei­tung des Ver­la­ges nach. 

Werke

Mei­ne Samm­ler-Er­leb­nis­se mit Alt­chi­na-Bron­zen, Köln 1933.

Literatur

Ba­chem Karl, Jo­sef Ba­chem. Sei­ne Fa­mi­lie und die Fir­ma J.P. Ba­chem in Köln. Die Rhei­ni­sche und die Deut­sche Volks­hal­le. Die Köl­ni­schen Blät­ter und die ­K­öl­ni­sche Volks­zei­tung, 3 Bän­de, Köln 1912-1938, be­son­ders Band 3: Jo­sef Ba­chem. Ein Alt­meis­ter der Pres­se. Die Köl­ni­schen Blät­ter und die Köl­ni­sche Volks­zei­tung. Ein Bei­trag zur Ge­schich­te des deut­schen Zei­tungs­we­sens im 19. Jahr­hun­dert, Köln 1938.
Burt­scheidt, An­dre­as, Hit­ler und der Na­tio­nal­so­zia­lis­mus im Spie­gel der Köl­ni­schen Volks­zei­tung 1923–1933, in: His­to­ri­sches Jahr­buch der Gör­res-Ge­sell­schaft 131 (2011), S. 385–435.
Car­dauns, Her­mann, Fünf­zig Jah­re ­K­öl­ni­sche Volks­zei­tung. Ein Rück­blick zum Gol­de­nen Ju­bi­lä­um der Zei­tung am 1. April 1910, Köln 1910.
Ho­eber, Karl, Franz Xa­ver Ba­chem. Ein deut­sches Ver­le­ger­le­ben, Köln 1939.
Höl­scher, Ge­org, Hun­dert Jah­re J. P. Ba­chem, Buch­dru­cke­rei – Ver­lags­buch­hand­lung – Zei­tungs­ver­lag, Köln 1918.
Kie­fer, Rolf, Karl Ba­chem 1858-1945. Po­li­ti­ker und His­to­ri­ker des Zen­trums, Pa­der­born [u.a.] 1989.

 
Zitationshinweis

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Burtscheidt, Andreas, Franz Xaver Bachem, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/franz-xaver-bachem/DE-2086/lido/57c55af3079421.44790480 (23.05.2018)