Heinrich Heine

Schriftsteller (1797-1856)

Bernd Kortländer (Düsseldorf)

Heinrich Heine, Porträt, Foto eines im Original farbigen Ölgemäldes von Colla, um 1825. (LVR-Zentrum für Medien und Bildung)

Hein­rich Hei­ne ge­hört zu den be­deu­ten­den eu­ro­päi­schen Schrift­stel­lern des 19. Jahr­hun­derts und war ei­ner der Haupt­ver­tre­ter der deut­schen Vor­märz­li­te­ra­tur. Noch in der Ro­man­tik wur­zelnd, lie­ßen ihn sei­ne in der Form in­no­va­ti­ven und in­halt­lich ge­sell­schafts­kri­ti­schen Wer­ke in sei­ner Zeit zu ei­nem glei­cher­ma­ßen be­lieb­ten wie an­ge­fein­de­ten Weg­be­rei­ter der Mo­der­ne wer­den. Heu­te ist er welt­weit ne­ben Goe­the der be­kann­tes­te deut­sche Au­tor, nicht zu­letzt auch we­gen der vie­len Ver­to­nun­gen sei­ner Ge­dich­te.

Be­trach­tet man das Le­ben Hein­rich Hei­nes, so fin­det sich dar­in je­ne Ge­bro­chen­heit, je­ner „Wel­ten­riss" wie­der, den er selbst zur Si­gna­tur sei­ner Epo­che er­klär­te. Ei­ner­seits se­hen wir den Lieb­ling der Göt­ter und der Mu­sen, der sich lan­ge Zeit auf der Son­nen­sei­te des Le­bens auf­hielt: Har­ry Hei­ne - Hein­rich hieß er erst seit der Tau­fe im Jahr 1825 - wur­de am 13.12.1797 als äl­tes­tes von vier Kin­dern des Tex­til­kauf­manns Sam­son Hei­ne (1764-1828) und sei­ner Frau Bet­ty (Pei­ra), ge­bo­re­ne van Gel­dern (1771-1859) in Düs­sel­dorf ge­bo­ren. Das Ge­burts­da­tum ist nicht amt­lich do­ku­men­tiert und dar­um mit ei­ner ge­wis­sen Un­si­cher­heit be­haf­tet.

 

Bei­de El­tern ent­stamm­ten be­deu­ten­den jü­di­schen Fa­mi­li­en, wo­bei die Fa­mi­lie der Mut­ter ei­ne Rei­he be­kann­ter Ärz­te und Ge­schäfts­leu­te in Düs­sel­dorf und am Nie­der­rhein her­vor­ge­bracht, in der Zeit von Hei­nes Ge­burt aber an Ein­fluss ver­lo­ren hat­te; die Fa­mi­lie des Va­ters da­ge­gen, de­ren Stamm­sitz in Bü­cke­burg lag, ent­wi­ckel­te sich ge­ra­de da­mals zu vol­ler Blü­te, stell­te mit Hei­nes On­kel Sa­lo­mon (1767-1844) ei­nen der reichs­ten Ban­kiers Deutsch­lands und ver­füg­te über viel­fäl­ti­ge Ver­bin­dun­gen in ganz Eu­ro­pa. Hei­ne ver­leb­te ei­ne ins­ge­samt glück­li­che Kind­heit am Rhein, und Düs­sel­dorf ist ne­ben Pa­ris die ein­zi­ge Stadt, die er nie ver­spot­tet hat, über die er im Rei­se­bild „Ide­en. Das Buch Le­grand" (1826) viel­mehr schrieb, es wer­de ihm „wun­der­lich zu­mu­te", wenn er „in der Fer­ne" an sie den­ke.

Den Schul­be­such ab­sol­vier­te er zu­sam­men mit den christ­li­chen Kin­dern und der fran­zö­si­sche Ein­fluss, Düs­sel­dorf war von 1806 bis 1813 fran­zö­sisch, sorg­te mit da­für, dass der An­ti­se­mi­tis­mus sich in Gren­zen hielt. Auch sei­ne Ver­bin­dung zum Rhein­land ins­ge­samt be­hielt die­se po­si­ti­ve Fär­bung, noch 1844 nann­te er sich im Vor­wort zu „Deutsch­land. Ein Win­ter­mär­chen" „des frei­en Rheins noch weit freie­ren Sohn."

Der rei­che und fa­mi­li­en­be­wuss­te Ban­kiers-On­kel fi­nan­zier­te dem Nef­fen ei­nen rasch ab­ge­bro­che­nen Start ins Ham­bur­ger Kauf­manns­le­ben, dann ab 1819 ein aus­gie­bi­ges Stu­di­um in Bonn, Ber­lin und Göt­tin­gen mit dem Ab­schluss 1825 als Dr. jur. und an­schlie­ßen­de Rei­sen quer durch Eu­ro­pa. Die dar­auf­hin ent­stan­de­nen „Rei­se­bil­der" (1830) mach­ten Hei­ne zu ei­nem be­rühm­ten Schrift­stel­ler, des­sen Be­liebt­heit als Dich­ter des „Buchs der Lie­der" (1827) im Pu­bli­kum über die Jah­re kon­ti­nu­ier­lich an­stieg, des­sen sa­ti­ri­sche und po­le­mi­sche An­grif­fe auf die Re­ak­ti­on in Po­li­tik und Geis­tes­le­ben gleich­zei­tig auch die Zahl sei­ner Fein­de ste­tig ver­mehr­te. Hei­ne ging im Mai 1831 nach Pa­ris, da­mals das geis­ti­ge Zen­trum Eu­ro­pas, fand so­fort An­schluss an die dor­ti­ge Sze­ne, fühl­te sich aus­ge­spro­chen wohl im „Foy­er der eu­ro­päi­schen Ge­sell­schaft", dem „Je­ru­sa­lem der Frei­heit".

An­fang der 1830er Jah­re war er ein be­lieb­ter Gast in den Sa­lons der fran­zö­si­schen Haupt­stadt, ge­fürch­tet we­gen sei­nes Wit­zes und sei­ner Schlag­fer­tig­keit, mehr oder we­ni­ger be­freun­det oder ver­fein­det mit Vic­tor Hu­go (1802-1885) und Alex­and­re Du­mas (1802-1870), Théo­phi­le Gau­tier (1811-1872) und Gé­r­ard de Ner­val (1808-1855), mit Ge­or­ge Sand (1804-1876) und Eu­gè­ne De­lacroix (1798-1863), mit Frédé­ric Cho­pin (1809-1844) und Franz Liszt (1811-1886).

Mit der sehr viel jün­ge­ren Au­gus­ti­ne Cre­scence Mi­rat (1815-1883), die er Mat­hil­de nann­te, ei­nem Mäd­chen vom Lan­de, leb­te er seit 1835 in ei­ner glück­li­chen Be­zie­hung zu­sam­men und zog sich zu­neh­mend aus dem ge­sell­schaft­li­chen Le­ben zu­rück. 1841 hei­ra­te­te er sie am Vor­abend ei­nes Du­ells. Er schrieb für die Fran­zo­sen über deut­sche Poe­sie und Phi­lo­so­phie („Zur Ge­schich­te der Re­li­gi­on und Phi­lo­so­phie in Deutsch­land" (1835) „Die ro­man­ti­sche Schu­le" (1836)), für die Deut­schen in meh­re­ren Ar­ti­kel­se­ri­en für die be­deu­tends­ten Zei­tun­gen über fran­zö­si­sche Po­li­tik („Fran­zö­si­sche Zu­stän­de" (1833), „Lu­te­zia" (1854)), aber auch über Kunst, Thea­ter, Mu­sik in Pa­ris („Fran­zö­si­sche Ma­ler" (1833), „Über die fran­zö­si­sche Büh­ne" (1838)).

Im Deutsch­land der 1830er Jah­re wur­de Hei­ne der He­ros ei­ner jun­gen Schrift­stell­er­ge­ne­ra­ti­on, in Pa­ris war er be­gehr­tes Ziel vie­ler deut­scher Rei­sen­der, stand in Kon­takt zu an­de­ren Emi­gran­ten wie Lud­wig Bör­ne (1786-1837) oder Ri­chard Wag­ner (1813-1883), zu den Vor­vä­tern der deut­schen Ar­bei­ter­be­we­gung, auch zu Karl Marx und sei­nen ra­di­ka­len Freun­den. Als An­fang der 1840er Jah­re die li­te­ra­risch-po­li­ti­sche De­bat­te in Deutsch­land neu er­öff­net wur­de, er­hob Hei­ne von Pa­ris aus mit viel­dis­ku­tier­ten Bei­trä­gen wie „Lud­wig Bör­ne" (1840), „At­ta Troll. Ein Som­mer­nachts­traum" (1843), „Deutsch­land. Ein Win­ter­mär­chen" (1844) und den „Zeit­ge­dich­ten" (1844) sei­ne Stim­me. Da­mals ver­stärk­ten sich Sym­pto­me ei­ner Krank­heit, bei de­nen es sich um Spät­fol­gen ei­ner Sy­phi­lis han­del­te, die 1848 voll zum Aus­bruch kam und ihn für den Rest sei­nes Le­bens ans Kran­ken­la­ger, an sei­ne „Ma­trat­zen­gruft" fes­seln soll­te.

In den Jah­ren 1843 und 1844 hat­te Hei­ne noch zwei Rei­sen nach Ham­burg un­ter­nom­men, ins­be­son­de­re, um sei­ne al­te Mut­ter und ei­ni­ge Freun­de und Ver­wand­te wie­der­zu­se­hen. Die sei­ner Krank­heit zum To­de buch­stäb­lich ab­ge­run­ge­ne Ge­dicht­samm­lung „Ro­man­ze­ro" (1851) wur­de sein letz­ter gro­ßer Er­folg: in­ner­halb von zwei Mo­na­ten ver­kauf­ten sich sen­sa­tio­nel­le 21.000 Ex­em­pla­re. Hei­ne starb am 17.2.1856 in Pa­ris und wur­de auf dem Mont­mart­re-Fried­hof bei­ge­setzt.

So­weit die über­wie­gend po­si­ti­ve Les­art die­ses Le­bens. Es gibt aber auch ei­ne an­de­re, dunk­le­re Ver­si­on von Hei­nes Bio­gra­phie. Bei al­ler Be­hütet­heit der Düs­sel­dor­fer Jah­re hat­te er doch schon als Kind die Er­fah­rung der jü­di­schen Au­ßen­sei­ter­exis­tenz ge­macht. Das stei­ger­te sich durch die Stu­di­en­jah­re und gip­fel­te 1825 in der de­mü­ti­gen­den Tauf­ze­re­mo­nie vor der Pro­mo­ti­on, die Hei­ne zum „En­trée­bil­let zur eu­ro­päi­schen Kul­tur" sub­li­mier­te, wäh­rend er gleich­zei­tig in Brie­fen an sei­ne jü­di­schen Freun­de über den „nie ab­zu­wa­schen­den Ju­den" klag­te.

Wie vie­le An­ge­hö­ri­ge sei­ner Ge­ne­ra­ti­on litt er zu­dem am Po­li­zei­staat-Kli­ma im nach-na­po­leo­ni­schen Deutsch­land der Re­stau­ra­ti­on. Zen­sur, Ver­fol­gung, Un­ter­drü­ckung be­glei­te­ten sei­ne li­te­ra­ri­sche Ar­beit. Nicht nur die Ver­hei­ßun­gen der Ju­li-Re­vo­lu­ti­on von 1830 lock­ten ihn schlie­ß­lich nach Pa­ris; er wur­de zu­gleich ge­trie­ben von Frus­tra­ti­on und Ent­täu­schung über die deut­schen Ver­hält­nis­se, die für ei­nen wie ihn kei­nen Platz lie­ßen. Pa­ris ist zwar bis zu­letzt die ge­lieb­te Stadt; spä­tes­tens nach­dem Haft­be­feh­le und Po­li­zei­maß­nah­men ihm den Rück­weg ab­ge­schnit­ten hat­ten, wur­de Frank­reich aber auch zum Exil mit des­sen Qua­len und Be­drü­ckun­gen.

Als deut­scher Dich­ter war Hei­ne auf ein deut­sches Pu­bli­kum an­ge­wie­sen; des­halb traf ihn das Be­rufs­ver­bot schwer, das die deut­schen Be­hör­den im De­zem­ber 1835 ge­gen ihn und vier wei­te­re, jün­ge­re Schrift­stel­ler des „Jun­gen Deutsch­land" ver­häng­ten, auch wenn er au­ßer Lan­des war. Die Ab­hän­gig­keit von sei­nem Ham­bur­ger Ban­kiers-On­kel, oh­ne des­sen per­ma­nen­te fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung er trotz sei­ner ho­hen Ho­no­ra­re nicht hät­te über­le­ben kön­nen, wur­de noch grö­ßer. Mit Zen­sur und Be­schlag­nah­mung hat­te Hei­ne bis zu­letzt zu kämp­fen, ein­mal so­gar mit dem kom­plet­ten Ver­bot sei­nes Ham­bur­ger Ver­la­ges Hoff­mann und Cam­pe. Ver­schie­dent­lich rich­te­ten die Preu­ßen Aus­wei­sungs­er­su­che an die fran­zö­si­sche Re­gie­rung. Auch den Kran­ken, der we­gen ei­ner Au­gen­be­hand­lung nach Ber­lin kom­men woll­te, lie­ßen sie nicht ins Land. Wirk­lich schwie­rig wur­de Hei­nes ma­te­ri­el­le Exis­tenz, als der On­kel 1844 starb und die Er­ben mit dem Geld­hahn spiel­ten. Mit dem Ver­le­ger Cam­pe gab es Streit, und Hei­ne war­te­te so ver­geb­lich auf ei­ne deut­sche Ge­samt­aus­ga­be sei­ner Wer­ke, wäh­rend er die fran­zö­si­sche noch er­leb­te.

Zu­neh­mend ent­täusch­te ihn auch die po­li­ti­sche Ent­wick­lung in Frank­reich nach der Re­vo­lu­ti­on von 1848. Des­il­lu­sio­niert und an­ge­ekelt ent­warf der weit­ge­hend ge­lähm­te und von Schmer­zen ge­plag­te Dich­ter zum Schluss vol­ler Sar­kas­mus und Iro­nie das Bes­tia­ri­um ei­ner ver­kom­me­nen und häss­li­chen Welt oder stell­te ihr die ver­klär­ten Bil­der der Düs­sel­dor­fer Kin­der­ta­ge ent­ge­gen.

Die Ge­bro­chen­heit die­ses Le­bens, des­sen hei­ters­te Sei­ten noch ei­ne dunk­le Grun­die­rung ha­ben und des­sen tiefs­te Ent­täu­schun­gen von ei­nem spöt­ti­schen Sei­ten­blick be­glei­tet wa­ren, präg­te das Bild des Dich­ters. Im Pu­bli­kum gab es lan­ge Zeit den „gu­ten" und den „bö­sen Hei­ne". Für den „gu­ten" Hei­ne stand vor al­lem die frü­he Lie­bes­ly­rik des „Buchs der Lie­der" und des „Neu­en Früh­lings", die nicht zu­letzt durch tau­sen­de von Ver­to­nun­gen – Hei­ne ist der meist­ver­ton­te deut­sche Dich­ter – welt­wei­te Ver­brei­tung fand. Für den „bö­sen" Hei­ne stan­den die po­li­ti­schen Tex­te in Vers und Pro­sa mit ih­rem iro­ni­schen Blick auf die bür­ger­li­che Ge­sell­schaft und den sa­ti­ri­schen Aus­fäl­len ge­gen je­de Form von Un­ter­drü­ckung.

Aber schon Hei­ne hat­te – im Vor­wort zu ei­ner Aus­ga­be des „Buchs der Lie­der" – dar­auf be­stan­den, dass sein Werk als Gan­zes ge­le­sen wer­den soll­te. Und in der Tat: In ih­rem an­ti-bour­geoi­sen Im­puls, ih­rem tie­fen Wis­sen um die en­ge Ver­floch­ten­heit von Sein und Schein, ist Hei­nes frü­he Lie­bes­ly­rik zu­gleich emi­nent po­li­tisch. Das zeig­te be­reits die zeit­ge­nös­si­sche Re­zep­ti­on. Zu­sam­men mit den „Rei­se­bil­dern" gab sie ei­ner gan­zen Ge­ne­ra­ti­on nicht nur von Au­to­ren den Ton vor. Und mit den­sel­ben Mit­teln, mit de­nen die Lie­bes­ge­dich­te sich in die Ku­lis­sen­welt der schö­nen ro­man­ti­schen Ge­füh­le ein­dräng­ten, de­mon­tier­ten die po­li­ti­schen Tex­te die Mäch­ti­gen und ih­re Hel­fers­hel­fer, die ih­ren eng­her­zi­gen Na­tio­na­lis­mus als Pa­trio­tis­mus aus­ga­ben. Nichts ver­ach­te­te Hei­ne mehr als den Na­tio­na­lis­mus, für des­sen Ver­nich­tung er so­gar mit den Kom­mu­nis­ten ge­mein­sa­me Sa­che zu ma­chen be­reit war, ob­wohl er fürch­te­te, sie wür­den aus dem „Buch der Lie­der" Tü­ten dre­hen, um Schnupf­ta­bak dar­in zu ver­kau­fen.

Er selbst ver­stand sich als Pa­tri­ot in welt­bür­ger­li­cher Ab­sicht. Dort­hin konn­ten ihm nur we­ni­ge Deut­sche fol­gen. Wie kein an­de­rer Gro­ßer un­se­rer Li­te­ra­tur ist Hei­ne erst Recht nach sei­nem Tod zum Ge­gen­stand von Hass und Ver­fol­gung durch ei­nen Teil des deut­schen Pu­bli­kums ge­wor­den, bis hin zum To­tal­ver­bot wäh­rend des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, zu ab­sur­den Strei­te­rei­en um Hei­ne-Denk­mä­ler und die Be­nen­nung der Düs­sel­dor­fer Uni­ver­si­tät und sehr müh­sa­men An­nä­he­rungs­ver­su­chen in West­deutsch­land fast bis zum En­de des 20. Jahr­hun­derts.

Hei­ne selbst hat­te sich stets vol­ler Stolz als deut­scher Dich­ter de­fi­niert: „Es ist nichts aus mir ge­wor­den, nichts als ein Dich­ter", schreibt er in den Ge­ständ­nis­sen von 1854, und fährt fort: „Nein, ich will kei­ner heuch­le­ri­schen De­mut mich hin­ge­bend, die­sen Na­men ge­ring­schät­zen. Man ist viel, wenn man ein Dich­ter ist, und gar wenn man ein gro­ßer ly­ri­scher Dich­ter ist in Deutsch­land, un­ter dem Vol­ke, das in zwei Din­gen, in der Phi­lo­so­phie und im Lie­de, al­le an­de­ren Na­tio­nen über­flü­gelt hat." An die­se Sät­ze soll­te den­ken, wer im gro­ßen Lei­chen­haus der Poe­sie dem to­ten Hein­rich Hei­ne im Vor­über­ge­hen flüch­tig die blas­sen Lip­pen küsst.

Werke

Sämt­li­che Wer­ke. Düs­sel­dor­fer Aus­ga­be, hg. von Man­fred Wind­fuhr, 16 Bän­de, Ham­burg 1973-1997.

Wer­ke, Brie­fe, Le­bens­zeug­nis­se. Sä­ku­lar­aus­ga­be, hg. von den Na­tio­na­len For­schungs- und Ge­denk­stät­ten der klas­si­schen deut­schen Li­te­ra­tur in Wei­mar/ Klas­sik Stif­tung Wei­mar und dem Cent­re Na­tio­nal de la Re­cher­che Sci­en­ti­fi­que in Pa­ris, 27 Bän­de, Ber­lin und Pa­ris, seit 1970.

Sämt­li­che Schrif­ten, hg. von Klaus Brieg­leb, 6 Bän­de, Mün­chen 1968-1976.

Literatur

Hä­de­cke, Wolf­gang, Hein­rich Hei­ne. Ei­ne Bio­gra­phie, Mün­chen 1985.

Hauschild, Jan-Chris­toph / Wer­ner, Mi­cha­el, `Der Zweck des Le­bens ist das Le­ben selbst." Hein­rich Hei­ne. Ei­ne Bio­gra­phie, Köln 1997.

Höhn, Ger­hard, Hei­ne-Hand­buch. Zeit - Per­son - Werk, Stutt­gart und Wei­mar 2006.

Kort­län­der, Bernd, Hein­rich Hei­ne, Stutt­gart 2003 .

Liedt­ke, Chris­ti­an, Hein­rich Hei­ne, Ham­burg 1997.

Men­de, Fritz, Hein­rich Hei­ne. Chro­nik sei­nes Le­bens und Werks, Stutt­gart 1981.

Online

Gal­ley, Eber­hard, "Hei­ne, Hein­rich", in: Neue Deut­sche Bio­gra­phie 8 (1969), S. 286-291.

Hein­rich Hei­ne Por­tal (Wis­sen­schaft­li­che Ge­samt­aus­ga­be von Hei­nes Wer­ken durch das Hein­rich-Hei­ne In­sti­tut Düs­sel­dorf und die Uni­ver­si­tät Trier).

Heinrich Heine, Porträt, Radierung von Ludwig Emil Grimm (1790-1863), 1827, Foto: Ludwig Emil Grimm. (LVR-Zentrum für Medien und Bildung)

 
Zitationshinweis

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Kortländer, Bernd, Heinrich Heine, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/heinrich-heine/DE-2086/lido/57c82947cc8189.90141056 (16.11.2018)