Heinrich I. von Müllenark

Erzbischof von Köln (vor 1190-1238)

Stefanie Schild (Bonn)

Siegel Erzbischof Heinrichs von Müllenark.

Der Epis­ko­pat Hein­rich von Müllen­arks war vor al­lem von den Aus­wir­kun­gen der Er­mor­dung sei­nes Vor­gän­gers, En­gel­berts I., und Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit dem rhei­nisch-west­fä­li­schen Adel ge­prägt. Wäh­rend sei­ner Amts­zeit mach­te die in­ne­re Ent­wick­lung des Köl­ner Erz­stifts be­son­ders durch ei­ne in­ten­si­ve Städ­te­po­li­tik und die Herr­schafts­be­tei­li­gung un­ter­schied­li­cher Per­so­nen­grup­pen gro­ße Fort­schrit­te.

Ins­be­son­de­re im Be­reich der Städ­te­po­li­tik eta­blier­te er ei­nen Vor­sprung Kölns ge­gen­über dem ri­va­li­sie­ren­den Adel, den die­ser erst un­ter Hein­richs Nach­fol­gern auf­ho­len konn­te. Von Zeit­ge­nos­sen und der äl­te­ren For­schung zu­meist ne­ga­tiv be­ur­teilt, hat sein Le­ben und Wir­ken erst vor gut 20 Jah­ren aus­führ­lich Wür­di­gung ge­fun­den.

Ver­mut­lich in den 1180er Jah­ren (vor 1190) ge­bo­ren, sind die Na­men der El­tern Hein­richs von Müllen­ark (auch Mo­lenark) nur durch ge­nea­lo­gi­sche Rück­schlüs­se mit ei­ni­ger Vor­sicht zu re­kon­stru­ie­ren. Als Va­ter könn­te Ger­hard von Diest (1163-1193) in Fra­ge kom­men, wäh­rend So­phie, ei­ne Toch­ter des Gra­fen Her­mann von Saf­fen­berg-Müllen­ark (1161-1172/1174), sei­ne Mut­ter sein könn­te. Über Kind­heit, Ju­gend und Aus­bil­dung Hein­richs ist nichts be­kannt. 1211 ist er als Propst des Bonner Cas­si­us-Stif­tes, der reichs­ten Stift­sprün­de im Erz­bis­tum Köln, be­zeugt. Als Bon­ner Stift­spropst war er Ar­ch­idia­kon für den süd­li­chen Teil des rhei­ni­schen Teils des Erz­bis­tums und ge­hör­te dem Köl­ner Prio­ren­kol­leg an.

Nach der Er­mor­dung Erz­bi­schof En­gel­berts am 7.11.1225 wähl­ten die Köl­ner Prio­ren un­ter Ver­mitt­lung des Trie­rer Erz­bi­schofs Diet­rich von Wied (Epis­ko­pat 1212-1242) be­reits am 15.11.1225 Hein­rich zum neu­en Erz­bi­schof. Di­rekt im An­schluss an die Wahl leg­ten die Prio­ren und ei­ni­ge Mi­nis­te­ria­le ihm in ei­ner sym­bol­haf­ten In­sze­nie­rung die blu­ti­gen Un­ter­ge­wän­der En­gel­berts in den Schoß und nah­men ihm ei­nen Ra­che­eid ab. Die Bi­schofs­wei­he – die Pries­ter­wei­he ging ihr vor­aus – er­hielt Hein­rich am 20.9.1226 durch Erz­bi­schof Diet­rich von Wied in An­we­sen­heit al­ler Suf­frag­an­bi­schö­fe Kölns. Noch im sel­ben Jahr ge­lang es, ei­nen der Mör­der En­gel­berts, Fried­rich von Isen­berg (vor 1190-1226), ge­fan­gen zu neh­men. Mit sei­ner Hin­rich­tung am 13.11.1226 vor dem Kölner Se­ve­rinstor fand die Ver­fol­gung der Ver­schwö­rer ihr En­de, oh­ne die Hin­ter­män­ner er­reicht zu ha­ben.

Ne­ben der Ver­fol­gung von En­gel­berts Mör­dern präg­ten die nach des­sen Tod aus­ge­bro­che­nen Auf­stän­de den Be­ginn von Hein­richs Amts­zeit. So zer­stör­ten die Bür­ger von Soest den Zwing­turm der dor­ti­gen erz­bi­schöf­li­chen Pfalz, wäh­rend die Köl­ner de­mons­tra­tiv die von En­gel­bert er­zwun­ge­nen Ver­trä­ge ver­brann­ten. Es ge­lang Hein­rich aber in kur­zer Zeit, bei­de Em­pö­run­gen nie­der­zu­wer­fen. Auch der lim­bur­gi­sche Her­zog Wal­ram IV. (um 1175-1226, Her­zog von Lim­burg 1221-1226) nutz­te die Er­mor­dung En­gel­berts für sei­ne Zwe­cke: Noch vor der Wahl ei­nes neu­en Erz­bi­schofs ließ er die erz­bi­schöf­li­che Burg Va­lan­tia nörd­lich von Aa­chen durch sei­nen zwei­ten Sohn Wal­ram von Mons­chau (ge­stor­ben 1242) und sei­nen Bru­der Ger­hard von Was­ser­berg (ge­stor­ben 1225) be­la­gern und zer­stö­ren. Gleich­zei­tig nahm sein Sohn Hein­rich (um 1200-1246) die Graf­schaft Berg in Be­sitz. Als Wal­ram IV. – der Her­zog von Lim­burg nahm bei der Wahl ei­nes Köl­ner Erz­bi­schofs ei­ne wich­ti­ge Stel­lung ein – und sein Sohn Hein­rich im No­vem­ber 1125 zur Wahl des neu­en Erz­bi­schofs und zur Be­leh­nung mit den köl­ni­schen Le­hen nach Köln reis­ten, ver­wei­ger­te ih­nen Hein­rich von Müllen­ark nach sei­ner Wahl die Be­leh­nung mit den al­ten und neu­en, mit der Graf­schaft Berg ver­bun­de­nen köl­ni­schen Le­hen. Sei­ne Wei­ge­rung be­grün­de­te er mit der Zer­stö­rung der erz­bi­schöf­li­chen Burg Va­lan­tia. Erst nach dem Tod Wal­rams im Früh­som­mer 1226 über­trug der Erz­bi­schof des­sen Sohn Hein­rich bei ei­ner Ei­ni­gung in Deutz (heu­te Stadt Köln) die köl­ni­schen Le­hen der Graf­schaft Berg. Im Ge­gen­zug muss­te sich Hein­rich von Lim­burg be­reit er­klä­ren, dem Erz­bi­schof die lim­bur­gi­sche Burg Frenz als Er­satz für die zer­stör­te Burg Va­lan­tia zu über­tra­gen und das Bünd­nis mit der Stadt Köln auf­zu­sa­gen.

Von 1230 bis cir­ca 1233 führ­te Hein­rich Krieg mit Her­zog Hein­rich von Lim­burg. Haupt­streit­punkt war die Vog­tei über das Klos­ter Sieg­burg, die der Erz­bi­schof un­ter dem Vor­be­halt der päpst­li­chen Zu­stim­mung in der Deut­zer Ei­ni­gung 1226 dem Lim­bur­ger über­tra­gen hat­te. Papst Ho­no­ri­us III. (Pon­ti­fi­kat 1216-1227) hat­te die Über­tra­gung je­doch nicht an­er­kannt und den Erz­bi­schof im No­vem­ber 1226 zur Ver­tei­di­gung der Ab­tei auf­ge­for­dert. Der Auf­for­de­rung Fol­ge leis­tend, ge­lang es dem Erz­bi­schof bis zu sei­nem Tod, die Vog­tei zu be­haup­ten.

Wei­te­re Aus­ein­an­der­set­zun­gen hat­te Hein­rich vor al­lem mit dem rhei­nisch-west­fä­li­schen Adel. So be­gann Hein­rich 1227 im Bünd­nis mit dem Hoch­stift Os­na­brück ei­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit Graf Ot­to von Teck­len­burg (um 1185-1263). Die­ser hat­te sich an der Ver­schwö­rung ge­gen En­gel­bert be­tei­ligt und Fried­rich von Isen­berg wäh­rend des­sen Flucht Un­ter­kunft ge­währt. Der Kon­flikt en­de­te erst 1232 mit ei­nem Se­pa­rat­frie­den zwi­schen Ot­to und Hein­rich, in­dem letz­te­rer auf die in sei­nem Bünd­nis mit Os­na­brück ver­ein­bar­te Auf­tei­lung der Graf­schaft Teck­len­burg zwi­schen Köln und Os­na­brück ver­zich­te­te. Wei­te­re Feh­den führ­te Hein­rich un­ter an­de­rem mit den Gra­fen Wil­helm IV. von Jü­lich (1210-1278) und Diet­rich IV. von Kle­ve. Trotz die­ser und an­de­rer Kon­flik­te, ver­such­te Hein­rich die­se durch Bünd­nis­se zu ver­mei­den. Zu­dem war er be­reit, we­ni­ger be­deu­ten­den Grund­be­sitz auf­zu­ge­ben, um be­deu­ten­de­ren Be­sitz oder aber wich­ti­ge Herr­schafts­rech­te zu si­chern oder zu ge­win­nen. Die Kon­flik­te tru­gen aber auch zur Ver­schlech­te­rung der fi­nan­zi­el­len La­ge des Erz­stifts bei, die Hein­rich durch Ver­pfän­dun­gen aus­zu­glei­chen ver­such­te. Zwar konn­te er so sei­ne Po­si­ti­on ver­tei­di­gen, zu­gleich be­ein­träch­tig­ten die Ver­pfän­dun­gen aber die ter­ri­to­ria­le Ent­wick­lung des Erz­stifts. Trotz die­ser Aus­ein­an­der­set­zun­gen fällt auf, dass Hein­rich nach­gab, wenn der Ge­winn in un­güns­ti­gem Ver­hält­nis zum fi­nan­zi­el­len und mi­li­tä­ri­schem Auf­wand stand.

Hein­rich ver­such­te, sei­ne Ober­herr­schaft auch durch die Aus­bil­dung ei­ge­ner ter­ri­to­ria­ler Struk­tu­ren ge­gen­über dem kon­kur­rie­ren­den Adel zu för­dern, wie bei­spiels­wei­se durch ei­ne in­ten­siv be­trie­be­ne Städ­te­po­li­tik, die ei­ne Stadt­er­he­bungs- und Städ­te­grün­dungs­wel­le aus­lös­te. Er kon­zen­trier­te sich hier nicht nur auf West­fa­len, son­dern dehn­te sei­ne Städ­te­po­li­tik stär­ker als En­gel­bert auch auf das Rhein­land aus. Zu­gleich be­müh­te er sich um die Rechts­ver­ein­heit­li­chung im Ter­ri­to­ri­um des Erz­stifts durch die Ver­lei­hung des Neus­ser Rechts an Städ­te am Nie­der­rhein und des Soes­ter Rechts an west­fä­li­sche Städ­te. Hein­rich er­hob Rees (1228), Xan­ten (1228) und Rhein­berg (1233) zu Städ­ten und ge­währ­te 1236 Reck­ling­hau­sen mit Ein­schrän­kun­gen die Bür­ger­frei­heit. Für An­der­nach leg­te er erst­mals die Be­de auf ei­ne fes­te Sum­me in Hö­he von 60 Mark fest. 1230 un­ter­stell­te er die Deut­zer We­ber der Zunft­auf­sicht des Köl­ner Wol­len­am­tes. Da­mit för­der­te Hein­rich auf­stre­ben­de Kräf­te aus dem hand­werk­lich-ge­werb­li­chen Sek­tor und in­iti­ier­te zu­gleich ei­ne Po­li­tik, die es sei­nem Nach­fol­ger Kon­rad von Hoch­sta­den er­laub­te, ei­nen kur­zen Sieg über die Köl­ner Ge­schlech­ter zu er­lan­gen. Am 1.8.1230 be­frei­te Hein­rich zu­dem die Deut­zer Bür­ger von der Be­de. Da­mit reg­te er die Be­fes­ti­gung von Deutz an. Als die Deut­zer sich dar­auf­hin je­doch ein Stadt­sie­gel mit der Um­schrift SI­GILLVM LI­BE­RE CI­VI­TA­TIS TVICI­EN(SIS) zu­leg­ten, ließ Hein­rich dar­in nach­träg­lich den Zu­satz Q(VE) E(ST) AR­CHIEP(ISCOP)I CO­LON(IEN­SIS) ein­fü­gen, um sei­ne stadt­herr­li­chen Rech­te zu be­to­nen. Ei­ne der wich­tigs­ten städ­te­po­li­ti­schen Maß­nah­men war die Ge­neh­mi­gung der Grün­dung der Stadt Kal­kar durch Graf Diet­rich VI. von Kle­ve im Jah­re 1230. Im Ge­gen­zug ver­pflich­te­te sich der Graf un­ter an­de­rem, kei­ne Ein­woh­ner köl­ni­scher Städ­te, köl­ni­sche Hö­ri­ge oder Mi­nis­te­ria­len in Kal­kar auf­zu­neh­men. Schlie­ß­lich ge­hör­te nicht nur die Ge­win­nung von mi­li­tä­ri­schen Stütz­punk­ten zu den Zie­len von Stadt­pri­vi­le­gie­run­gen und –grün­dun­gen. Auch der Ab­zug der Be­völ­ke­rung aus dem Erz­stift in Städ­te ter­ri­to­ria­ler Ri­va­len soll­te so ver­hin­dert wer­den.

In Köln leb­te der 1216 auf­ge­lös­te Köl­ner Rat als In­ter­es­sen­ver­tre­tung der Kirch­spie­le mit Hein­richs still­schwei­gen­der Bil­li­gung wie­der auf. In­ner­städ­ti­sche Kon­flik­te bo­ten ihm in Köln zu­dem Ge­le­gen­hei­ten zum Ein­grei­fen. So nutz­te Hein­rich nach der ge­walt­sa­men in­ner­städ­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen der Par­tei der „Wei­sen“ und ih­ren Geg­nern 1237 die Ver­ur­tei­lung der Häup­ter der „Wei­sen“, mit dem ein­fluss­rei­chen Schöf­fen­amt­mann Diet­rich von der Müh­len­gas­se an der Spit­ze, um für kur­ze Zeit die Macht des Ge­schlechts von der Müh­len­gas­se in der Stadt zu bre­chen.

Sein Ver­hält­nis zu Kai­ser Fried­rich II. (Re­gie­rungs­zeit als rö­misch-deut­scher Kö­nig 1212-1250, ab 1220 Kai­ser) und des­sen Sohn Kö­nig Hein­rich (VII.) (rö­misch-deut­scher Kö­nig 1220-1242) war nicht sehr eng. Sei­ne Tä­tig­kei­ten im Reichs­dienst be­schränk­ten sich auf die mit sei­ner Stel­lung ver­bun­de­nen Auf­ga­ben und Hand­lun­gen. So krön­te er in Aa­chen am 28.3.1227 Mar­ga­re­te von Ös­ter­reich (um 1204/1210-1267), die Ge­mah­lin Hein­richs (VII.). In kai­ser­li­chem Auf­trag nahm er an den Ver­hand­lun­gen mit dem eng­li­schen Kö­nig Hein­rich III. (Re­gie­rungs­zeit 1216-1272) be­züg­lich ei­ner Ehe Fried­richs mit des­sen Schwes­ter Isa­bel­la (1214-1241) teil. Er war auch Teil der Ge­sandt­schaft, die Isa­bel­la ab­hol­te und zur Hoch­zeit mit Fried­rich II. ge­lei­te­te. In der Re­bel­li­on Hein­richs (VII.) be­zog er je­doch eben­so we­nig Stel­lung wie in dem Streit zwi­schen Papst­tum und Kai­ser­tum. So hielt sich Hein­rich nach der Ban­nung Fried­richs II. 1227 zwar von di­rek­ten Kon­tak­ten mit den Stau­fern zu­rück, setz­te sich aber auch nicht für die päpst­li­che Po­li­tik ein. Dies lag si­cher­lich nicht nur an sei­ner grund­sätz­li­chen Stau­fer­treue, son­dern auch dar­an, dass er mit dem päpst­li­chen Haupt­par­tei­gän­ger im Nord­wes­ten des Rei­ches, dem Hoch­stift Lüt­tich, zu die­ser Zeit im Streit über die Aus­übung der Me­tro­po­li­tan­rech­te lag.

Sein Ver­hält­nis zum Papst­tum wur­de An­fang der 1230er Jah­re durch die An­zei­ge ei­ner mit Hein­rich im Streit lie­gen­den Frak­ti­on im Köl­ner Dom­ka­pi­tel ge­trübt. Der Vor­wurf lau­te­te auf un­sitt­li­ches Ver­hal­ten und Ver­schleu­de­rung von Kir­chen­gü­tern, durch die er den ihm an­ver­trau­ten Kle­rus zu­grun­de rich­te. Aus­lö­ser für die­sen Kon­flikt dürf­ten da­bei die Ex­kom­mu­ni­ka­ti­on meh­re­rer Mit­glie­der des Dom­ka­pi­tels so­wie die Kon­fis­ka­ti­on ei­nes Teils der Ein­künf­te des Dom­ka­pi­tels durch päpst­li­che Be­auf­trag­te für Gläu­bi­ger auf­grund der star­ken Ver­schul­dung des Erz­stifts ge­we­sen sein. Papst Gre­gor IX. (Pon­ti­fi­kat 1227-1241) setz­te ei­nen Un­ter­su­chungs­pro­zess in Gang und rief Hein­rich mit dem Ver­spre­chen ei­ner üp­pi­gen Ver­sor­gung ein­dring­lich zum Rück­tritt auf. Da der Papst wei­te­re Ver­pfän­dun­gen und An­lei­hen oh­ne Zu­stim­mung des Trie­rer Erz­bi­schofs bei Stra­fe der völ­li­gen Sus­pen­si­on von der Ver­wal­tung der Tem­po­ra­li­en wäh­rend des Pro­zes­ses ver­bot, das Erz­stift aber teil­wei­se für die Kos­ten des Pro­zes­ses auf­kom­men muss­te, kam es in der Fol­ge den­noch zu wei­te­ren Ver­pfän­dun­gen durch päpst­li­che Be­auf­trag­te. 1232 reis­te der Erz­bi­schof nach Spole­to zum Papst. Dort ge­lang es Hein­rich, den Papst da­von zu über­zeu­gen, dass sei­ne po­li­ti­schen Geg­ner – der Her­zog von Lim­burg und sei­ne An­hän­ger – hin­ter den ver­leum­de­ri­schen Vor­wür­fen stün­den und die Ver­tei­di­gung der Be­sit­zun­gen des Erz­stifts ge­gen ih­re An­grif­fe mit Hil­fe von – auch durch Ver­pfän­dung er­lang­ten – Geld­mit­teln kei­ne Ver­schleu­de­rung von Kir­chen­gü­tern sei. Die Ku­rie ließ das Ver­fah­ren ab 1233 im San­de ver­lau­fen.

Hein­rich I. von Müllen­ark starb am 26.3.1238 und wur­de im Köl­ner Dom be­stat­tet. Das Grab exis­tiert heu­te nicht mehr.

Quellen

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Zitationshinweis

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Schild, Stefanie, Heinrich I. von Müllenark, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/heinrich-i.-von-muellenark/DE-2086/lido/57c829be1802e9.57010861 (09.12.2018)