Hermann Josef Stübben

Stadtplaner (1845-1936)

Oliver Karnau (Münster i. W.)

Karikatur von Hermann Josef Stübben. (Historisches Archiv der Stadt Köln)

Her­mann Jo­sef Stüb­ben ge­hör­te nach der Reichs­grün­dung im Jahr 1871 zu den Weg­be­rei­tern des mo­der­nen Städ­te­baus. Ab 1881 zeich­ne­te er für die Stadt­er­wei­te­run­g Kölns und die Bau­pla­nung der Neu­stadt ver­ant­wort­lich - ein Gro­ß­pro­jekt, wel­ches ihm eu­ro­pa­weit ho­he An­er­ken­nung ver­schaff­te un­d ihn zu ei­nem der re­nom­mier­tes­ten Fach­leu­te sei­ner Zeit auf­stei­gen ließ. Eben­so ga­ben sei­ne Ent­wür­fe Aa­chenKo­blenzDüs­sel­dorf, Saar­louis und wei­te­ren rhei­ni­schen Städ­ten ein prä­gnan­tes, mo­der­nes Ge­prä­ge.

Stüb­ben wur­de am 10.2.1845 als ers­tes von zehn Kin­dern in Hülch­rath im da­ma­li­gen Kreis Gre­ven­broich (heu­te Stadt Kor­schen­broich im Rhein-Kreis Neuss) ge­bo­ren. Der Va­ter Franz Jo­seph (1821-1900) war Holz­händ­ler, die Mut­ter (An­na) So­phie ge­bo­re­ne Wy­rich (1821-1897) ent­stamm­te ei­ner Bau­ern­fa­mi­lie. Stüb­ben be­such­te hö­he­re Schu­len und er­warb 1863 in Düs­sel­dorf das Rei­fe­zeug­nis. Nach ei­nem Pra­xis­jahr be­gann er 1864 ein Stu­di­um an der Bau­aka­de­mie in Ber­lin, wo er 1866 die Prü­fung als Bau­füh­rer be­stand. 1871 leg­te er das Staats­ex­amen ab und wur­de mit ei­nem Rei­ses­ti­pen­di­um aus­ge­zeich­net. 1904 er­hielt er in An­er­ken­nung sei­ner Leis­tun­gen im Städ­te­bau von der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Karls­ru­he die Eh­ren­dok­tor­wür­de, 1925 folg­te die der Uni­ver­si­tät Müns­ter.

Ei­nen Mo­nat nach sei­nem Bau­meis­ter-Ex­amen wur­de Stüb­ben von der Ber­gisch-Mär­ki­schen Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft an­ge­stellt. In nun ge­si­cher­ten wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen hei­ra­te­te er 1871 sei­ne lang­jäh­ri­ge Ver­lob­te Ot­ti­lie Wort­mann (1845-1916). 1876 wur­de der erst 31-jäh­ri­ge zum Stadt­bau­meis­ter in Aa­chen ge­wählt. Hier hat­te er die Hoch- und Tief­bau­ar­bei­ten der Stadt zu ver­ant­wor­ten, wo­zu auch der Ba­de­haus­bau zähl­te.

Ent­schei­den­der war Stüb­bens städ­te­bau­li­che Tä­tig­keit. Als 1878 in Aa­chen ei­ner der ers­ten deut­schen Wett­be­wer­be um Plä­ne für ein neu­es Wohn­ge­biet durch­ge­führt wur­de – im Rhein­land war es der ers­te städ­te­bau­li­che Wett­be­werb über­haupt – ge­wann er die­sen gran­di­os. 1879 leg­te er au­ßer­dem ei­nen Ent­wurf zur Ent­wick­lung der ge­sam­ten Stadt Aa­chen vor, der je­doch nicht für ei­ne un­mit­tel­ba­re Rea­li­sie­rung vor­ge­se­hen war. Stüb­ben folg­te da­mit ei­nem neu­en, zwei­stu­fi­gen Ver­fah­ren, das Rein­hard Bau­meis­ter (1833-1917) ent­wi­ckelt hat­te, wo­bei zu­nächst die Be­bau­ungs­pla­nung in gro­ben Zü­gen be­stimmt wur­de, wäh­rend die De­tails ein­zel­ner Stadt­vier­tel für ei­nen wei­te­ren Schritt of­fen blie­ben. Die­se Idee der Vor­schau und Dis­kus­si­on zu­künf­ti­ger Ent­wick­lun­gen und Pla­nun­gen er­mög­lich­te erst ei­ne Stadt­pla­nung im mo­der­nen Sin­ne.

1881 wech­sel­te Stüb­ben von Aa­chen nach Köln, um nach ei­nem 1880 ge­mein­sam mit Karl Hen­ri­ci (1842-1927) ge­won­ne­nen Wett­be­werb hier die Stadt­er­wei­te­rung zu pla­nen und aus­zu­füh­ren. Nach der vom Köl­ner Ober­bür­ger­meis­ter Hein­rich Be­cker be­trie­be­nen Nie­der­le­gung der mit­tel­al­ter­li­chen ­Be­fes­ti­gungs­an­la­gen er­öff­ne­te sich Stüb­ben hier ein Auf­ga­ben­ge­biet, des­sen Grö­ße und Be­deu­tung Köln zu ei­ner der ent­schei­den­den Sta­tio­nen sei­nes Le­bens wer­den ließ. Nach fünf Jah­ren wur­de die neue Ring­stra­ße er­öff­net, die – bald ein Schmuck­stück der Stadt – weit­hin Auf­merk­sam­keit auf Köln und den Stadt­pla­ner Stüb­ben zog.

En­de 1890 er­schien Stüb­bens Werk „Der Städ­te­bau" als Teil des „Hand­bu­ches der Ar­chi­tek­tur". Bis da­hin hat­te es nichts Ver­gleich­ba­res ge­ge­ben. Das Buch wur­de ein Stan­dard­werk, das über den deutsch­spra­chi­gen Raum hin­aus wirk­te und bis 1924 in drei Auf­la­gen er­schien. Stüb­ben wur­de da­mit zu ei­nem weit­hin an­er­kann­ten Fach­mann. In Köln war ihm be­reits 1889 als ei­nem der ers­ten rhei­ni­schen Bau­be­am­ten der Ti­tel Stadt­bau­rat ver­lie­hen wor­den. 1892 wur­de er zum be­sol­de­ten Bei­ge­ord­ne­ten der Stadt Köln ge­wählt. Im glei­chen Jahr er­hielt er den Ti­tel ei­nes Bau­rats, dem 1897 die Er­nen­nung zum Ge­hei­men Bau­rat folg­te.

 

Die er­folg­rei­che Durch­füh­rung der Köl­ner Stadt­er­wei­te­rung, Ver­bands­ar­beit und sei­ne zahl­rei­chen Schrif­ten hat­ten Stüb­ben bald auch über die na­tio­na­len Gren­zen hin­aus be­kannt ge­macht. 1895, beim in­ter­na­tio­na­len Ar­chi­tek­ten-Kon­gress in Brüs­sel, war er ein­ge­la­den, mit Kö­nig Leo­pold II. von Bel­gi­en (Re­gent­schaft 1865-1909) den Er­wei­te­rungs­ent­wurf für Brüg­ge zu be­spre­chen. Der als „le Roi bâ­tis­seur" be­kann­te Leo­pold bahn­te ihm in den fol­gen­den Jah­ren den Weg für wei­te­re Ar­bei­ten in Ant­wer­pen, Brüs­sel, Lö­wen, Lüt­tich, Ost­ende, Tour­nai und wei­te­ren bel­gi­schen Städ­ten.

Aber auch im Rhein­land er­hielt er im­mer wie­der wich­ti­ge Auf­trä­ge. So er­stell­te er für Ko­blenz 1889 den so ge­nann­ten Stüb­ben-Plan, der ei­ne Er­wei­te­rung der Stadt nach der zu­vor er­folg­ten Schlei­fung der Stadt­mau­er vor­sah. Eben­so plan­te er die Er­wei­te­rung der ehe­ma­li­gen Fes­tungs­stadt Saar­louis, die 1895 von ih­ren Fes­tungs­mau­ern be­freit wor­den war. Auch in Düs­sel­dorf und Heerdt-Ober­kas­sel (heu­te Stadt Düs­sel­dorf) hat Stüb­ben sei­ne Spu­ren hin­ter­las­sen. In Heerdt ent­stand nach sei­nen Prin­zi­pi­en der vor­neh­me Stadt­teil Ober­kas­sel als ein in ge­schlos­se­nem Block­sys­tem be­bau­tes Wohn­ge­biet.

In Köln wur­de Stüb­ben 1898 Vor­stands­mit­glied der „He­li­os Ac­ti­en-Ge­sell­schaft für elek­tri­sches Licht und Te­le­gra­phen­bau in Eh­ren­feld und Köln", ei­ne Po­si­ti­on, die er bis 1901/1902 in­ne­hat­te. Er ar­bei­te­te in Köln als selb­stän­di­ger Ar­chi­tekt, reis­te viel, schrieb Auf­sät­ze über den Städ­te­bau, war als Gut­ach­ter tä­tig und ent­warf Plä­ne für Stadt­er­wei­te­run­gen. In die­ser Zeit trat er nach­drück­lich für die För­de­rung von Klein- und Ar­bei­ter­woh­nun­gen ein. 1899/ 1900 ge­hör­te er zu den Grün­dungs­mit­glie­dern des „Rhei­ni­schen Ver­eins zur För­de­rung des Ar­bei­ter-Woh­nungs­we­sens", der ge­mein­nüt­zi­ge Bau­ge­sell­schaf­ten un­ter­stütz­te.

1904 sie­del­te Stüb­ben von Köln nach Ber­lin über, um als Ober­bau­rat im Rang ei­nes Ober­re­gie­rungs­rats für das preu­ßi­sche Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um die auf­ge­las­se­nen Fes­tungs­an­la­gen von Po­sen in ei­ne Neu­stadt um­zu­wan­deln. 1910 stieg er zum Ge­hei­men Ober­bau­rat im Rang der Rä­te II. Klas­se auf, wo­mit er den Re­gie­rungs­prä­si­den­ten gleich­kam; au­ßer­dem wur­de er Mit­glied der Preu­ßi­schen Aka­de­mie des Bau­we­sens.

Die Not- und In­fla­ti­ons­jah­re nach dem Ers­ten Welt­krieg er­leb­te Stüb­ben in Müns­ter, wo er als über 80-jäh­ri­ger zwar kei­ne öf­fent­li­chen Äm­ter mehr be­klei­de­te, aber wei­ter als Stadt­pla­ner ar­bei­te­te. Hö­he­punk­te die­ser Zeit wa­ren Sie­ge in Wett­be­wer­ben für Bil­bao (1926) und Ma­drid (1930) so­wie die Be­ru­fung als Sach­ver­stän­di­ger für die Ab­gren­zung der Va­ti­kan­stadt in Rom (1929). Bei al­len Er­fol­gen blie­ben ihm die neu­en Ide­en der Mo­der­ne, wie sie bei­spiels­wei­se Le Cor­bu­si­er (1867-1965) ver­trat, doch un­ver­ständ­lich. Er er­kann­te zwar die spek­ta­ku­lä­re Be­deu­tung von des­sen Neu­pla­nung für die In­nen­stadt von Pa­ris und stell­te sie 1929 in der „Deut­schen Bau­zei­tung" vor, hielt sie aber wie vie­le sei­ner Zeit­ge­nos­sen für zu ra­di­kal und zu über­trie­ben, auf je­den Fall für wirk­lich­keits­fremd und un­aus­führ­bar.

Am 8.12.1936 starb Stüb­ben hoch ge­ehrt im Al­ter von fast 91 Jah­ren in Frank­furt am Main. Er wur­de in Ber­lin auf dem Fried­hof Gru­ne­wald bei­ge­setzt.

Zur Be­ur­tei­lung von Stüb­bens Werk ist oft auf die er­staun­li­che Grö­ße und den Um­fang sei­nes Wer­kes ver­wie­sen wor­den. Er ver­fass­te über 90 ver­schie­de­ne städ­te­bau­li­che Ent­wür­fe, nahm an rund ei­nem Dut­zend städ­te­bau­li­cher Wett­be­wer­be teil, von de­nen er vie­le ge­wann. Er war selbst oft Preis­rich­ter, dar­un­ter bei dem für die wei­te­re Ent­wick­lung der Dis­zi­plin so wich­ti­gen Wett­be­werb in Mün­chen 1893. Die über­wie­gen­de Zahl sei­ner städ­te­bau­li­chen Ar­bei­ten er­fasss­te Städ­te im Deut­schen Reich; wei­te­re ent­stan­den für bel­gi­sche Städ­te, et­li­che auch für Ita­li­en, Schwe­den, Spa­ni­en, Lu­xem­burg und die Schweiz. Drei Vier­tel sei­ner Ar­bei­ten für deut­sche Städ­te ent­fie­len auf preu­ßi­sche, da­von wie­der­um et­wa 40 Pro­zent auf rhei­ni­sche Städ­te. Die­se Zah­len un­ter­strei­chen nicht zu­letzt die Be­deu­tung von Stüb­bens Werk für das Rhein­land.

Für Stüb­ben war klar, dass ei­ne mo­der­ne Stadt nicht schön sein konn­te, wenn sie nicht be­stimm­te wirt­schaft­li­che und so­zia­le Vor­aus­set­zun­gen er­füll­te und auch den prak­ti­schen An­for­de­run­gen von Ver­kehr und Ge­sund­heit ent­sprach. Stüb­bens Ent­wür­fe wa­ren zweck­mä­ßig und aus­führ­bar. Wohl des­halb war er ei­ner der meist­be­schäf­tig­ten und er­folg­reichs­ten Städ­te­bau­er sei­ner Zeit. Die­se Ori­en­tie­rung an der Pra­xis brach­te es mit sich, dass Stüb­ben sich wie kaum ei­ner sei­ner Kol­le­gen auch mit De­tails des Städ­te­baus be­fass­te, die heu­te ne­ben­säch­lich er­schei­nen. So be­han­del­te er Fra­gen des Stra­ßen­bahn­an­triebs, der Stra­ßen­pflas­te­rung und -be­leuch­tung, der Stra­ßen­be­schil­de­rung oder auch der öf­fent­li­chen Be­dürf­nis­an­stal­ten. Er sah in sol­chen De­tails kei­nes­wegs Mar­gi­na­li­en, son­dern Din­ge, die für die äs­the­tisch und funk­tio­nal ge­lun­ge­ne Rea­li­sie­rung des Ent­wurfs wich­tig wa­ren. Erst die Be­schäf­ti­gung mit dem De­tail er­laub­te ei­ne im gan­zen durch­dach­te und zweck­mä­ßi­ge Stadt.

In die­sem Sin­ne nutz­te Stüb­ben auch das In­stru­ment der ab­ge­stuf­ten Bau­wei­se glei­cher­ma­ßen zur För­de­rung der Ge­sund­heit wie zur Be­schrän­kung der Bo­den­prei­se und zur schö­nen Ab­wechs­lung der Stra­ßen­bil­der. Die­se Ver­knüp­fung von Kos­ten, Nut­zen und Schön­heit ist wohl eben­so cha­rak­te­ris­tisch für sein Werk wie für an­de­re er­folg­rei­che Epo­chen des Städ­te­baus. Das Prin­zip der ma­le­ri­schen Ab­wechs­lung, das hei­ßt die Ver­bin­dung von Wech­sel und Schön­heit, ist für den Städ­te­bau um 1900 eben­so cha­rak­te­ris­tisch wie für die Bau­kunst des His­to­ris­mus über­haupt. Er­füll­ten Stüb­bens Ent­wür­fe auf die­se Wei­se die viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben des mo­der­nen Le­bens, so er­reich­ten sie auch je­nen man­nig­fal­ti­gen Wech­sel, der ei­ne in­di­vi­du­el­le äs­the­ti­sche Wir­kung her­vor­rief. Das be­geg­net uns auch bei an­de­ren Stadt­pla­nern der Zeit. Aber im Un­ter­schied zu vie­len Zeit­ge­nos­sen be­deu­te­te für Stüb­ben die Ab­wechs­lung kei­ne ober­fläch­li­che De­ko­ra­ti­on oder Be­schrän­kung auf aus­ge­such­te Kris­tal­li­sa­ti­ons­punk­te im Stadt­bild. Das Prin­zip der ma­le­ri­schen Ab­wechs­lung war für ihn kein Selbst­zweck. Es soll­te zur tie­fer ge­hen­den, zweck­mä­ßi­gen Ord­nung der mo­der­nen Le­bens­be­dürf­nis­se ver­wen­det wer­den.

Werke (Auswahl)

Der Um­bau der Stadt­mit­te von Lö­wen, in: Deut­sche Bau­zeit­schrift 45 (1911), S.713-717.
Der Städ­te­bau, in: Hand­buch der Ar­chi­tek­tur, 4. Teil, 9. Halb­band, Darm­stadt 1890.
Mass­nah­men zur Her­bei­füh­rung ei­nes ge­sund­heit­li­chen und zweck­mä­ßi­gen Aus­bau­es der Städ­te, in: Deut­sche Vier­tel­jah­res­schrift für öf­fent­li­che Ge­sund­heits­pfle­ge 28 (1896), S.13-73.
Pa­ris, in: Zeit­schrift für Bau­we­sen 29 (1879), S. 385-387.
Rhei­ni­scher Städ­te­bau in den letz­ten dreis­sig Jah­ren, in: Die Wo­che der In­dus­trie-, Ge­wer­be- und Kunst­aus­stel­lung Düs­sel­dorf 7 (1902), S. 225-232.

Literatur

Karnau, Oli­ver, Her­mann Jo­sef Stüb­ben – Städ­te­bau 1876-1930, Braun­schweig/Wies­ba­den 1996.
Karnau, Oli­ver, Her­mann Jo­sef Stüb­ben (1845-1936), in: Rhei­ni­sche Le­bens­bil­der 18 (2000), S. 117-146.

Karikatur von Hermann Josef Stübben. (Historisches Archiv der Stadt Köln)

 
Zitationshinweis

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Karnau, Oliver, Hermann Josef Stübben, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/hermann-josef-stuebben/DE-2086/lido/57c958908030b5.52862003 (26.04.2018)