Joseph Hubertus Pilates

Erfinder der Pilates-Methode (1883-1967)

Denise Steger (Linz am Rhein)

Joseph Hubertus Pilates im Alter von 57 Jahren, New York 1941. (New York Public Library Archive)

Jo­seph Hu­ber­tus Pi­la­tes war der Er­fin­der ei­ner auf At­mung und Mus­kel­kon­trol­le ba­sie­ren­den ganz­heit­li­chen Trai­nings­me­tho­de („Con­tro­lo­gy“ – spä­ter „Pi­la­tes“ ge­nannt), die in ih­rer Wei­ter­ent­wick­lung bis heu­te Welt weit An­er­ken­nung fin­det und ge­lehrt wird.

Jo­seph Hu­ber­tus (Joe) Pi­la­tes, ka­tho­li­scher Kon­fes­si­on, wur­de am 9.12.1883 als Sohn des Schlos­ser­ge­sel­len und Tur­ners Hein­rich Fried­rich (Fritz) Pi­la­tes (1859-1922) und der He­le­na Pi­la­tes, ge­bo­ren Hahn (1860-1891), als zwei­tes von neun Kin­dern in der Wald­hau­se­ner Stra­ße 20 in Mön­chen­glad­bach ge­bo­ren.

Im Al­ter von fünf Jah­ren ver­lor er sein rech­tes Au­gen­licht durch ei­nen auf ihn ge­rich­te­ten Faust- oder Stein­schlag; er soll ein schwäch­li­ches Kind, das an Ra­chi­tis, rheu­ma­ti­schem Fie­ber und Asth­ma litt, ge­we­sen sein. Doch be­gann er wohl schon in frü­hen Jah­ren sei­nen Kör­per mit Gym­nas­tik und Kraft­trai­ning, ver­mut­lich in dem Turn­stu­dio, das sein Va­ter zeit­wei­se un­ter­hielt, zu stär­ken. Jo­seph be­schäf­tig­te sich zu­dem mit west­li­chen und fern­öst­li­chen Be­we­gungs­leh­ren, auch mit der mensch­li­chen Ana­to­mie, be­ob­ach­te­te die Tie­re im Wald, stu­dier­te ih­re Be­we­gungs­ab­läu­fe und üb­te sich im grie­chisch-rö­mi­schen Rin­gen, Schwim­men, Tau­chen, Ski­fah­ren und Bo­xen. Im Al­ter von 14 Jah­ren war sein Kör­per so gut trai­niert, dass er sich Geld als Mo­dell für Ana­to­mie­ta­feln ver­die­nen konn­te. An­sons­ten ar­bei­te­te er in ei­ner Braue­rei in En­gel­beck (Stadt Mön­chen­glad­bach).

1905 hei­ra­te­te er Ka­tha­ri­na Ma­ria, ge­bo­re­ne Tütt­mann (1882-1913), die ihm am 30.11.1905 ei­ne Toch­ter ge­bar, die den Na­men He­le­ne (Le­ni) trug. 1908 kam Sohn Hans Hein­rich zur Welt, der je­doch schon zehn Mo­na­te spä­ter ver­starb. Die Fa­mi­lie wohn­te sei­ner­zeit in Gel­sen­kir­chen. Die Toch­ter hei­ra­te­te am 4.12.1930 den Köl­ner Kauf­mann Franz Fried­rich; sie wohn­ten in Köln-Heu­mar. 1939 be­such­te Le­ni ih­ren Va­ter in den USA. 

Die Geburtsurkunde von Joseph Hubertus Pilates. (Stadtarchiv Mönchengladbach)

 

1912 ging Pi­la­tes nach Eng­land und fand Ar­beit als Bo­xer und Zir­kus­ar­tist. Au­ßer­dem lehr­te er Selbst­ver­tei­di­gung bei Scot­land Yard. Nach Aus­bruch des Ers­ten Welt­krie­ges wur­de er zu­sam­men mit an­de­ren deut­scher Na­tio­na­li­tät in ei­nem In­ter­nie­rungs­la­ger in Lan­cas­ter ge­fan­gen ge­hal­ten und ein Jahr spä­ter in das La­ger Knocka­loe Mo­ar Farm auf der Is­le of Man ver­legt, wo er sei­ne Mit­ge­fan­ge­nen trai­nier­te und auf der Kran­ken­sta­ti­on aus­half. Hier ent­wi­ckel­te er mit den we­ni­gen Mög­lich­kei­ten, die ihm zur Ver­fü­gung stan­den, zum Bei­spiel Bett­ge­stel­le und Bett­fe­dern, Turn­ge­rä­te für ein spe­zi­el­les Trai­ning, das die Bett­lä­ge­ri­gen aus­füh­ren konn­ten – Grund­la­ge für sei­ne spä­te­ren Übungs­ge­rä­te, wie zum Bei­spiel den „Uni­ver­sal Re­for­mer“, für den er am 27.8.1924 in Ber­lin und ein Jahr spä­ter, am 24.8.1925 in den USA mit Hil­fe des An­walts­bü­ros „Marks and Cler­k“ Pa­tent an­mel­de­te. Durch die kör­per­stär­ken­den Übun­gen wur­den die Kran­ken, das La­ger zähl­te 1915 23.000 Ge­fan­ge­ne, im Um­feld von Pi­la­tes von der Grip­pe­wel­le 1918 ver­schont.

Nach dem Krieg kehr­te Pi­la­tes 1919 nach Deutsch­land (Ham­burg) zu­rück und ging am 10. Ok­to­ber ei­ne 2. Ehe mit El­frie­de Samm (1879-1931) ein.

Jo­seph Pi­la­tes be­schäf­tig­te sich in je­ner Zeit in­ten­siv mit der Ana­ly­se ver­schie­de­ner Kör­per­trai­nings­sys­te­me, zum Bei­spiel mit dem von Eu­gen San­dow (1867-1925), der schon 1900 in Ber­lin das Buch „Kraft und wie man sie er­lang­t“ ver­öf­fent­licht hat­te oder mit dem des Dä­nen Jens P. Mül­ler (1866-1938), des­sen Buch „Mein Sys­te­m“ mehr als ei­ne Mil­li­on Käu­fer fand. Au­ßer­dem mach­te er Be­kannt­schaft mit dem Tanz- und Be­we­gungs­theo­re­ti­ker Ru­dolf von La­ban (1879-1958), der 1923 die ers­te La­ban-Schu­le in Ham­burg grün­de­te. All die­se Ein­flüs­se: Kraft­sport, Bo­xen, Tanz, die fern­öst­li­che Be­we­gungs­schu­le, wie Yo­ga und Kung Fu so­wie Ge­sund­heits­leh­re flos­sen in die von Pi­la­tes ent­wi­ckel­te Me­tho­de ein.

Die 'Turngemeinde Knockaloe Camp I.' während des Ersten Weltkrieges auf der Isle of Man.

 

Des Wei­te­ren ar­bei­te­te er als Trai­ner für die Ham­bur­ger Po­li­zei und hat­te auch ei­ni­ge Pri­vat­kun­den. 1922 in Gel­sen­kir­chen ge­mel­det, be­stritt er in der Mit­tel­ge­wichts­klas­se vier of­fi­zi­el­le Box­kämp­fe: Am 5. März ge­gen Fritz Du­bo­is (Kampf­jah­re 1920-1926) im Cen­tral Thea­ter Gel­sen­kir­chen (un­ent­schie­den), am 26. März ge­gen Al­bert Wag­ner (Kampf­jah­re 1921-1924) im Kris­tall­pa­last Köln (KO in der 4. Run­de), am 2. April ge­gen Joe Dirk­sen (Kampf­jah­re 1920-1923) im Cen­tral Thea­ter Gel­sen­kir­chen (un­ent­schie­den) und am 12. Mai ge­gen Franz Wru­eck (Kampf­jah­re 1921.1923) in der Kai­ser-Fried­rich-Hal­le in Mön­chen­glad­bach (Sieg durch KO in der 7. Run­de).

In Ber­lin traf Jo­seph 1923 den Ame­ri­ka­ner Na­tha­ni­el Stan­ley (Nat) Flei­scher (1887-1972), Box­pro­mo­ter, Sport­jour­na­list und Her­aus­ge­ber des 1922 ge­grün­de­ten „Ring-Ma­ga­zi­ne“, der nach jun­gen Ta­len­ten Aus­schau hielt. Jo­seph war da­mals en­ga­giert, den Box­sport, der vor dem Ers­ten Welt­krieg öf­fent­lich ver­bo­ten war, zu pro­pa­gie­ren. Mit Nat Flei­scher soll­te ihn von da an ei­ne lang­jäh­ri­ge Freund­schaft ver­bin­den. Im glei­chen Jahr wur­de Pi­la­tes an­ge­bo­ten, die deut­sche Ar­mee zu trai­nie­ren, doch er lehn­te dies ab.

Ei­ne ers­te Rei­se in die USA un­ter­nahm Pi­la­tes am 6.10.1925 mit dem Damp­fer „Al­bert Bal­lin“. Zwar gab er „Ur­lau­b“ als Grund der Rei­se an, doch wird er be­reits hier den Plan zur Aus­wan­de­rung ge­habt und die La­ge son­diert ha­ben. Er blieb zwei Mo­na­te und be­such­te in New York das ame­ri­ka­ni­sche Pa­tent­amt und das An­walts­bü­ro Marks and Clerk. Be­reits 1913 wa­ren sei­ne Schwes­ter An­na He­le­na (ge­bo­ren 1886) und sein Bru­der Cle­mens Fried­rich (1890-1978) in die USA aus­ge­wan­dert. Jo­seph Hu­ber­tus folg­te mit 42 Jah­ren, leg­te mit dem Damp­fer „West­pha­li­a“ am 14.4.1926 in Ham­burg ab und er­reich­te New York am 27. April. Auf der Über­fahrt lern­te er sei­ne zu­künf­ti­ge Le­bens­ge­fähr­tin An­na Cla­ra Zeu­ner (1883-1976) ken­nen. In den Ein­rei­se­pa­pie­ren gab Jo­seph Pi­la­tes als zu­künf­ti­gen Wohn­ort die Adres­se sei­nes On­kels, Wil­liam Mey­er, 112 E. 59th Street Man­hat­ten, Cla­ra Zeu­ner die ih­res On­kels Louis Mitschang, 480 Har­man Street in Brook­lyn an.

Werbung für einen 'Box-Grosskampftag' am 12. Mai 1922 in der Mönchengladbacher Kaiser Friedrich-Halle, an dem Joseph Pilates gegen Franz Wrück boxte, 1922.

 

Pi­la­tes stell­te am 20.6.1929 ei­nen An­trag auf Ein­bür­ge­rung, die am 7.2.1935 vom Sou­thern District Court of New York voll­zo­gen wur­de. Nat Flei­scher und Charles Trier, Mu­sik- und Thea­ter­pro­du­zent, wur­den als ver­ei­dig­te Zeu­gen be­nannt. Die an­ge­ge­be­ne Wohn­adres­se lau­tet wie die sei­nes Stu­di­os, 939 8th Ave­nue und als Be­ruf ist dort „Di­rec­tor of Phy­si­cal Cul­tu­re“ an­ge­ge­ben. Cla­ra Zeu­ner wur­de erst am 14.1.1937 ein­ge­bür­gert, nach­dem sie den An­trag am 28.11.1933 ge­stellt hat­te. Als Wohn­ort gab sie den glei­chen wie Pi­la­tes an und als Be­rufs­be­zeich­nung „As­sis­tant Di­rec­tor of Phy­si­cal Cul­tu­re“. Die ver­ei­dig­ten Zeu­gen wa­ren Cla­rence Busch, Künst­le­rin, und Ruth Coe, Mu­si­ke­rin.

Spä­tes­tens 1929 er­öff­ne­te Pi­la­tes sein Kör­per­trai­nings-Stu­dio (Uni­ver­sal Gym) in 939 8th Ave, The Van Dyck Buil­ding. Auf sei­nen Vi­si­ten­kar­ten gab er sein Ge­burts­da­tum mit 1880 an. Grün­de, war­um er sich drei Jah­re äl­ter mach­te, sind nicht be­kannt, ver­mut­lich um zu pro­pa­gie­ren, wie fit man auch mit knapp 50 Jah­ren noch sein kann. Der Text auf den Kar­ten lau­te­te: „A MAN IS AS OLD AS HIS SPI­NE IS FLE­XI­BLE – A WO­MAN AS OLD AS SHE LOOKS IN THE MORNING (Ein Mann ist so alt, wie die Be­weg­lich­keit sei­ner Wir­bel­säu­le und ei­ne Frau ist so alt, wie sie am Mor­gen aus­sieht).

Das von Pilates geführte 'Universal Gym' in New York.

 

Das Stu­dio konn­te Pi­la­tes trotz Welt­wirt­schafts­kri­se zu gro­ßem Er­folg füh­ren, Sport­ler, Ge­schäfts­leu­te, Schau­spie­ler, da­zu ge­hör­ten zum Bei­spiel Ca­the­ri­ne Hep­burn (1929-1993) und Sir La­wrence Oli­vier (1907-1989), vor al­lem aber Tän­zer wa­ren von sei­ner Trai­nings­me­tho­de be­geis­tert. Hier­zu ge­hör­ten un­ter an­de­rem die Pio­nie­rin des Mo­dern Dance, Mar­tha Gra­ham (1894-1991), die 1926 in Man­hat­tan die Mar­tha Gra­ham School of Dan­cing grün­de­te, und vie­le Stars des New York Ci­ty Bal­letts. In sei­ner 38-jäh­ri­gen Kar­rie­re als Stu­dio­lei­ter zähl­te sei­ne Kun­den­lis­te über 2.000 Schü­ler, ein Ka­na­di­sches Ma­ga­zin stuf­te in den 1940er Jah­ren, auf­grund der ho­hen Ge­bühr ei­ner Sit­zung von 10 Dol­lar, das Pi­la­tes-Stu­dio als „a high-class ex­er­cise sa­lon“ ein. Ne­ben Cla­ra as­sis­tier­ten ihm sei­ne Nich­te Ma­ry Pi­la­tes und Cla­ras Nich­te, Ire­ne Zeu­ner-Ze­lon­ka.

1934 ver­öf­fent­lich­te Pi­la­tes sei­ne Schrift „Your Healt­h“ („Dei­ne Ge­sund­heit“) und 1945 „Re­turn to life through Con­tro­lo­gy“ (Keh­re durch „Con­tro­lo­gy“ zum Le­ben zu­rück) hier wer­den die Phi­lo­so­phie und die Grund­la­gen sei­ner Me­tho­de be­schrie­ben. Sie ba­sie­ren auf dem Stre­ben nach ei­ner Ganz­kör­per­ge­sund­heit, in der Kör­per, Geist und See­le in ei­nem aus­ge­wo­ge­nen Ver­hält­nis ste­hen, was durch Kör­per­übun­gen, an­ge­mes­se­ne Er­näh­rung, Hy­gie­ne, aus­ge­wo­ge­nen Schlaf, viel Be­we­gung im Frei­en und ein Gleich­ge­wicht von Ar­beit, Frei­zeit und Ent­span­nung er­reicht wer­den kann. Durch die von ihm ent­wi­ckel­ten Übun­gen „Con­tro­lo­gy“ wird auch men­ta­le Kraft und geis­ti­ges Wohl­be­fin­den ent­wi­ckelt. Die be­son­de­re Form der Pi­la­tes-At­mung, be­wusst wäh­rend den Übun­gen durch­ge­führt, er­laubt die op­ti­ma­le Funk­ti­on des Kör­pers. Als ei­ne „in­ne­re Du­sche“ soll sie den Kör­per rei­ni­gen und letzt­end­lich zur Ver­jün­gung und Kräf­ti­gung des ge­sam­ten Men­schen füh­ren.

Eine Pilates-Klasse der 'Jacob’s Pillow University of the Dance', an der Joseph Pilates zwischen 1941 und 1951 unterrichtete.

 

Durch die von Pi­la­tes selbst ent­wi­ckel­ten und pa­ten­tier­ten Ge­rä­te - es wa­ren über 20 - wur­de dem so ge­nann­ten „Mat­ten­trai­nin­g“, das aus ei­ner Se­rie von 34 Bo­den­übun­gen be­steht, nicht nur ei­ne zu­sätz­li­che Di­men­si­on der Kör­per­stär­kung und Kor­rek­tur von Hal­tungs­feh­lern ver­lie­hen, son­dern auch in der Re­ha­bi­li­ta­ti­on ein­ge­setzt. Pi­la­tes er­stell­te für Ver­letz­te, wie zum Bei­spiel Tän­zer, ein spe­zi­el­les Übungs­pro­gramm zu­sam­men und ar­bei­te­te mit die­sen Kli­en­ten in ei­nem se­pa­ra­ten Raum. Die Er­fol­ge müs­sen groß ge­we­sen sein, denn der Or­tho­pä­de Dr. Hen­ry Jor­dan über­nahm das Pi­la­tes-Trai­nings­kon­zept in sei­ne The­ra­pie eben­so wie Dr. Ja­mes Gar­rick, Grün­der der ers­ten Kli­nik für Tanz­me­di­zin.

Pi­la­tes hielt zahl­rei­che Vor­trä­ge und Kur­se so­wohl für Me­di­zi­ner als auch für Stu­den­ten der Chi­ro­prak­ti­schen Aka­de­mie ab, lehr­te auf US-Mi­li­tär­ba­sen und grün­de­te die Ge­sund­heits­grup­pe mit dem Na­men „Re­turn to Life“. Er do­ku­men­tier­te sei­ne Ar­beit aus­führ­lich mit Fo­to­gra­fi­en und auch im Film. 1939-1951 un­ter­rich­tet Pi­la­tes re­gel­mä­ßig im Som­mer­camp für Tän­zer „Ja­cob´s Pil­lo­w“, Berk­shire Moun­ta­ins, wo sich die Pio­nie­re des zeit­ge­nös­si­schen Tan­zes, wie zum Bei­spiel Ted Shawn, und vie­le Stu­den­ten tra­fen. Joe und Cla­ra be­sa­ßen dort ein Haus.

Joseph Hubertus Pilates bei einer Behandlung mit einer Kundin.

 

Pi­la­tes starb am 9.10.1967, kurz vor sei­nem 84. Ge­burts­tag, in dem New Yor­ker Kran­ken­haus Len­ox Hill an ei­nem Lun­gen­em­phy­sem, das ihm wohl schon seit län­ge­rem Pro­ble­me be­rei­tet hat­te. Sei­ne Ur­ne und auch spä­ter die von Cla­ra Zeu­ner wur­den im Fern­cliff Mau­so­le­um in Harts­da­le, New York bei­ge­setzt.

Cla­ra Zeu­ner führ­te das Stu­dio bis 1972 wei­ter, nach ih­rem Tod 1976 wur­de es 1977 von der klas­si­schen Tän­ze­rin und Pi­la­tes-Schü­le­rin Ro­ma­na Kry­za­now­s­ka (1923-2013) über­nom­men. 

In­zwi­schen hat­ten sei­ne Schü­ler die Pi­la­tes-Me­tho­de welt­weit ver­brei­tet, die in ih­rer Wei­ter­ent­wick­lung sich in ver­schie­de­ne Stil­rich­tun­gen auf­spal­tet. Noch heu­te sind es vie­le Stars, die auf der Su­che nach Fit­ness und Fi­gur ver­bes­sern­den Me­tho­den, Pi­la­tes als idea­les Trai­ning be­grei­fen und zum Be­kannt­heits­grad sei­ner Me­tho­de bei­tra­gen. Aber auch in der mo­der­nen Sport­wis­sen­schaft, Phy­sio­the­ra­pie und Re­ha­bi­li­ta­ti­on hat die Pi­la­tes-Me­tho­de, nach neu­es­ten Er­kennt­nis­sen er­gänzt und ver­fei­nert, ih­ren fes­ten Platz.

Schriften

Your Health; a cor­rec­tive sys­tem of ex­er­ci­ses that re­vo­lu­tio­ni­zes the ent­i­re field of phy­si­cal edu­ca­ti­on, New York 1934. Neu­aus­ga­be: Pre­sen­ta­ti­on Dy­na­mics, In­cli­ne, NV 1998.
Re­turn to Life Through Con­tro­lo­gy, hrsg. v. Jo­seph H. Pi­la­tes und Wil­liam John Mil­ler, New York 1945, Neu­aus­ga­be: Pre­sen­ta­ti­on Dy­na­mics, In­cli­ne, NV.
Neu­aus­ga­be bei­der Schrif­ten: A Pi­la­tes´Pri­mer: The Mil­le­ni­um Edi­ti­on, Pre­sen­ta­ti­on Dy­na­mics, In­cli­ne, NV 2000-2005.

Literatur

Ge­we­ni­ger, Ve­re­na/Boh­lan­der, Alex­an­der, Das Pi­la­tes-Lehr­buch, Ber­lin/Hei­del­berg 2012.
Kry­za­nowk­sa, Ro­ma­na/Gal­lag­her, Se­an P. (Hg.), Jo­seph H. Pi­la­tes Ar­chi­ve Collec­tion, The Pho­to­graphs, Wri­tings and De­signs, 2000.

Online

Apa­ri­cio, Es­pe­ran­za und Ja­vier Pé­rez Pont, Hu­ber­tus Jo­seph Pi­la­tes, The Bio­gra­phy. Hak­aBooks.com e-di­ti­ons 2013. [on­line
Ge­we­ni­ger, Ve­re­na/Boh­lan­der, Alex­an­der, Das Pi­la­tes-Lehr­buch, Ber­lin und Hei­del­berg 2013. [on­line]
Thom­son, Bru­ce, Jo­seph Pi­la­tes life & bio­gra­phy. [on­line]
Wig­gin, Mej, Jo­seph H. Pi­la­tes: The His­to­ry. [on­line]

Joseph Pilates und Clara Zeuner. (Geweniger, Verena/Bohlander, Alexander, Das Pilates-Lehrbuch, Berlin/Heidelberg 2012)

 
Zitationshinweis

Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Beitrags die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an.

Steger, Denise, Joseph Hubertus Pilates, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/joseph-hubertus-pilates/DE-2086/lido/5ba8aa995065c7.83713593 (12.12.2018)