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 1288 bis 1521 


14.8.1288

Graf Adolf V. von Berg (1259-1296) verleiht Düsseldorf Stadtrechte nach dem Vorbild von Ratingen 1276

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1288

An der Pfarrkirche St. Lambertus in Düsseldorf wird ein Kanonikerstift eingerichtet
 
Die Kirche war seit 1384 Grablege der herzoglichen Familie. Nach Aufhebung des Stifts seit 1805 Pfarrkirche.

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1289-1299

Boemund von Warsberg Erzbischof von Trier

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um 1290

Gründung von Häusern für Brüder und Schwestern des Pönitentenordens (Franziskanertertiiare) in Wesel
 
Der Männerkonvent ist wohl nicht zustande gekommen; die Frauengemeinschaft (seit 1318 Drittordensschwestern), deren Haus 1310 den Johannitern übertragen wurde, bestand an anderer Stelle bis ins 17. Jahrhundert weiter.

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29.5.1291

König Rudolf von Habsburg (Regierungszeit 1273-1291) verleiht Bernkastel, Mayen, Montabaur, Saarburg und Welschbillig städtische Privilegien
 
Mit dieser Privilegierung - sechs gleichlautenden Urkunden - begann die Reihe der königlichen beziehungsweise kaiserlichen Städteprivilegien für die Erzbischöfe von Trier, die im 14. Jahrhundert in den Sammelprivilegien für Erzbischof Balduin von Luxemburg gipfelte.

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12.8.1291

Graf Dietrich VIII. von Kleve bestätigt die Stiftung der Johanniterkommende Wesel
 
Diese war zuvor schon von dem Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg bestätigt worden. Ab 1571 wurde die Kommende nicht mehr von Priesterkomturen geleitet, sondern von ritterlichen Komturen; Mitte 17. Jahrhundert wurden die Kommenden Wesel und Borken zusammengelegt. 1806 Aufhebung der Weseler Johanniterkommende.

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29.12.1291

Gründung des Dominikanerklosters in Wesel
 
Die Gründung kam auf Initiative Graf Dietrichs VIII. von Kleve zustande.

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1291

Die vor den Toren Dürens bestehende Johanniterkommende Velden wird erstmals erwähnt
 
Zu diesem Zeitpunkt soll sie schon lange bestande haben; 1315 wurde sie mit der Kommende Nideggen vereinigt. Bei der Belagerung Dürens durch Kaiser Karl V. (Regierungszeit 1519-1556) wurde sie 1543 zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Große Bedeutung erlangte sie nicht. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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24.6.1292

Krönung Adolfs von Nassau (geboren um 1250, Regierungszeit 1292-1298) zum römisch-deutschen König in Aachen
 
Adolf war am 5.5.1292 in Frankfurt am Main gewählt worden. Die Krönung Adolfs zusammen mit Frau Imagina von Isenburg-Limburg (um 1255-nach 1313) nahm der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg vor.

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1292

König Adolf von Nassau (Regierungszeit 1292-1298) bewidmet auf Bitten Erzbischof Gerhards II. von Mainz (Episkopat 1289-1305) Sobernheim mit Frankfurter Recht
 
Die Freiung blieb unwirksam. Auch eine erneute Freiung 1324 durch König Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) auf Bitten Erzbischof Matthias von Mainz (Episkopat 1321-1328) war unwirksam. 1330 erfolgte die Verleihung des Rechtes von Bingen durch den Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg als Administrator des Erzstifts Mainz. Sobernheim war Hauptort der mainzischen, ab 1471 pfälzischen Besitzungen an der mittleren Nahe.

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vor 1293

Die Klause Sankt Isidor vor den Toren Bonns wird erstmals erwähnt
 
Der kleine Frauenkonvent  bildete sich an einer 1131 erwähnten Kapelle; im 15. Jahrhundert mit Franziskanertertiiarinnen besetzt, 1505 bis 1587 mit Augustinerinnen. 1587 inkorporierte der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern das Kloster mit allen Besitzungen dem Kölner Jesuitenkolleg.

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1293

Erstes aktives und geschlossenes Auftreten der Stände (Ritterschaft und Städte) der Grafschaft Geldern

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um 1293

Ein Rheinhochwasser zerstört die Stadt Uerdingen (heute Stadt Krefeld)
 
Diese erste Stadt war um 1255 vom Erzbischof von Köln privilegiert worden. Nach der Zerstörung erfolgte die planmäßige Neuanlage durch den Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg.

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vor 1294

Stadtwerdung von Kranenburg
 
Eine förmliche Stadterhebung ist nicht überliefert.

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1294

Der Stadtwerdungsprozess von Kempen kommt zum Abschluss
 
Der Stadtwerdungsprozess hatte bereits im 13. Jahrhundert eingesetzt und kam 1294 durch zwei Urkunden des Kölner Erzbischofs Siegfried von Westerburg zu einem gewissen Abschluss.

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1294

Gründung des Dominikanerklosters in Aachen
 
Das Kloster nahm eine bedeutende Stellung im Bildungswesen und in der Seelsorge in Aachen ein. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1295-1346

Dietrich V. Graf von Moers

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1296/1299

Die Herren von Rheinbach gründen die Stadt Rheinbach
 
Eine förmliche Stadterhebung ist nicht überliefert.

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1297-1304

Wikbold von Holte Erzbischof von Köln

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1297

Der Trierer Erzbischof Boemund von Warsberg erhält vom Reich die Burg Cochem

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1297

Walram von Kessel stiftet in Grevenbroich ein Wilhelmitenkloster
 
Es schloss sich 1627 der Zisterzienserabtei Kamp an. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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vor 1298

Gründung des Kreuzherrenklosters in Beyenburg (heute Stadt Wuppertal)  
 
Ältestes Kreuzherrenkloster im Rheinland. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1804.

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24.8.1298

Krönung Albrechts I. von Österreich (geboren nach 1255, Regierungszeit 1298-1308) zum römisch-deutschen König in Aachen
 
Albrecht war am 12.6.1298 zunächst in Mainz, dann am 27. Juli am rechten Wahlort Frankfurt am Main gewählt worden. Die Krönung nahm der Kölner Erzbischof Wikbold von Holte vor.

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21.12.1298

Der Kölner Erzbischof Wikbold von Holte nimmt das neue Haus des Ordens des heiligen Antonius (Antoniterkloster) in Köln unter seinen Schutz
 
Die Antoniterkirche wurde 1805 nach der Aufhebung des Klosters die erste evangelische Kirche in der Stadt Köln.

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1299

 
Eine Privilegienverleihung von 1354 ist nur nachrichtlich überliefert. Im 14. Jahrhundert entstand rechts der Erft die so genannte Neustadt (1421 erstmals erwähnt).

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spätes 13. Jh.

Niederlassung der Christenserinnen in Aachen
 
Einzige Niederlassung der Christenserinnen im nördlichen Rheinland. Die Schwestern sind bis heute in der Krankenpflege tätig.

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Ende 13. Jh.

Errichtung der dritten Stadtmauer Duisburgs
 
Das umfasste Areal bot der Stadt bis ins 19. Jahrhundert Platz.

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13./14. Jh.

Hauptbauzeit der heutigen Pfarrkirche St. Nikolaus in Bad Kreuznach
 
Die ehemalige Karmeliterkirche wird 1266 als Neubau erstmals erwähnt. 1281 wurde sie den Karmelitern übergeben, die sie bis 1564 und 1635-1802 besaßen.

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vor 1300

Vor den Toren Bonns entsteht der Welrichskonvent
 
Der kleine Frauenkonvent bestand bis ins 16. Jahrhundert und unterstand dem Kloster beziehungsweise Stift Dietkirchen.

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um 1300

 
Eine Freiung um 1600 durch Graf Johann Gerhard von Manderscheid ist zu erschließen, erneuert 1611 durch Graf Karl von Manderscheid.

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1300

Der Trierer Erzbischof Dieter III. von Nassau erhebt Wittlich zur Stadt
 
Wittlich wird auch 1332 im ersten Sammelprivileg König Ludwig des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt.

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um 1300

Grevenbroich wird Stadt
 
Eine Erhebungsurkunde ist nicht überliefert. Die Erhebung erfolgte entweder noch unter Walram von Kessel oder unter jülichscher Herrschaft.

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um 1300

Bergheim/Erft wird Stadt
 
Eine förmliche Erhebung der Burgsiedlung ist nicht erfolgt.

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14. Jh.

Randerath (heute Stadt Heinsberg) wird Stadt
 
Eine förmliche Erhebung ist nicht überliefert.

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14. Jh.

Schleiden wird Stadt
 
Eine förmliche Erhebung ist nicht überliefert.

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1300-1307

Dieter von Nassau Erzbischof von Trier

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1301/1302

Beginn des Aufbaus von Burg und Stadt Neustadt (heute Bergneustadt)
 
Am 22.7.1330 erfolgte die Stadtrechtsverleihung durch Graf Adolf II. von der Mark (Regierungszeit 1328-1347).

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nach 1303

Bau der Pfarrkirche St. Martin in Oberwesel
 
Der Bau der Kirche, am Nordwestrand der Stadt gelegen und das Ortsbild bestimmend, erfolgte im Wesentlichen in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts nach dem Vorbild der Oberweseler Liebfrauenkirche.

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1304

Gründung des Klarissenklosters am Römerturm in Köln
 
Sie basierte auf einer Stiftung der Gräfin Richarda von Jülich. Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1304/1306 -1332

Heinrich II. von Virneburg Erzbischof von Köln

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1305

Graf Simon II. von Sponheim (Regierungszeit 1290-1336) freit den Burgort Kastellaun (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Kastellaun)
 
Ab 1363 wird Kastellaun als Stadt bezeichnet.

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1305

Aussterben der Grafen von Kessel

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1305-1310

Graf Otto I. von Kleve

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1306

Graf Rainald I. von Geldern stiftet in Geldern ein Karmeliterkloster
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1307

Gründung des Kreuzherrenklosters in Köln
 
Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1307-1308

Duns Scotus in Köln
 
Der schottische Theologe und Philosoph wechselte kurz vor seinem Tod von Paris nach Köln, wo er 1308 starb und dort im Minoritenkloster beigesetzt wurde. Sein Grab befindet sich noch heute in der Minoritenkirche. Er war der Begründer des nach ihm benannten Scotismus.

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ab 1308

Die Tagungen der Kurfürsten finden in Rhens statt
 
Hier stießen die Besitzungen der drei rheinischen Kurfürsten (Köln, Trier, Mainz) aufeinander.

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1308

Auffindung des Wundertätigen Kreuzes in Kranenburg
 
Die anschließend entstehende, bedeutende Wallfahrt kam 1555-1586 zum Erliegen, als Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg das Kreuz beschlagnahmte. Anschließend war sie nur noch von begrenzter Bedeutung.

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1308

Beginenkonvent in Geldern erwähnt
 
Vor 1353 entstand daraus ein Karmelitessenkloster. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1308-1328

Graf Engelbert II. von der Mark

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1308-1331/1351

Bau der Stiftskirche Unserer Lieben Frau in Oberwesel
 
Die heutige Pfarrkirche  ist eine der bedeutendsten hochgotischen Kirchen in Deutschland. Auch das dreiflügelige Hochaltarretabel stammt aus dieser Zeit.

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1308-1348

Graf Adolf VI. von Berg

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6.1.1309

Krönung Heinrichs VII. von Luxemburg (geboren 1274 oder 1275, Regierungszeit 1309-1313) zum römisch-deutschen König in Aachen
 
Heinrich war am 27.11.1308 in Frankfurt am Main gewählt worden. Die Krönung Heinrichs und seiner Frau Margaretha von Brabant (1276-1311) nahm der Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg vor.

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1309/1310

König Heinrich VII. (Regierungszeit 1309-1313) erlaubt die Befestigung des Tals Beilstein (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Cochem-Land)
 
Es folgten weitere Privilegierungen, die jedoch nicht zu einer städtischen Entwicklung führten. Der Ort gehörte zum Typ der gefreiten Burgsiedlungen, die sich im Anschluss an eine Burg bildeten.

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1309

Schenkung einer wundertätigen Reliquie an die Kirche zu Gräfrath (heute Stadt Solingen)
 
Diese wurde daraufhin zu einem bedeutenden Katharinenwallfahrtsort (Aufnahme in die Aachener Heiltumsfahrt).

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um 1309-1316

Unter Graf Adolf VI. von Berg erfolgt die Stadterhebung von Radevormwald
 
Ein förmliches Erhebungsprivileg ist nicht überliefert; die Datierung der Stadtwerdung erfolgt aufgrund des Befundes des Stadtsiegels.

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1310

Graf Engelbert II. von der Mark erhebt Holten (heute Stadt Oberhausen) zur Stadt
 
Holten gehört zum Typ der gefreiten Burgsiedlung mit nur geringer städtischer Entwicklung.

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1310-1347

Graf Dietrich IX. (VII.) von Kleve
 
Dietrich folgte als Graf von Kleve seinem Bruder Otto. Zuvor wurde sein Erbfolgeanspruch von Erzbischof Heinrich II. von Köln in Frage gestellt. Dieser hoffte, die linksrheinischen Gebiete der Grafschaft Kleve dem Erzstft Köln einverleiben  zu können.

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1311

Erste Erwähnung eines Rentmeisters als Finanzbeamter in der Grafschaft Kleve

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1311-1320/1322

Linz am Rhein wird Stadt
 
Eine förmliche Stadterhebung durch die Kölner Erzbischöfe ist nicht bekannt.

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1311/1347

Stadterhebung von Uedem
 
Die Stadtwerdung ist wohl nach 1311 und vor 1347 erfolgt. Am 5.1.1359 erhielt die Stadt ein die Stadtrechte zusammenfassendes Privileg von Graf Johann I. von Kleve.

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nach 1311

Graf Dietrich VII. (IX.)  von Kleve erhebt Linn (heute Stadt Krefeld) zur Stadt
 
Ein förmliches Erhebungsprivileg für den Burgort ist jedoch nicht überliefert. Die Stadterhebung dürfte im Zusammenhang stehen mit dem 1298 erfolgten Verkauf von Gerichten und Gütern im späteren Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. Linn durch Dietrich Luf an seinen Bruder Graf Dietrich von Kleve. Die Stadterhebung dürfte mit dem Ausbau der Burg zur klevischen Landesburg zusammenhängen. 1392 kam das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. Linn an das Kurfürstentum Köln.

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9.1.1312

Gründung eines Beginenkonvents in der Kölner Antonsgasse
 
Daraus entwickelte sich die Genossenschaft der AugustinerOrdensgemeinschaften, die sich auf den Heiligen Augustinus von Hippo (354-430) beziehen und der Augustinusregel folgen.-Cellitinnen St. Elisabeth. Das Kloster besteht bis heute.

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1312

König Heinrich VII. (Regierungszeit 1309-1313) gibt die Städte Boppard und Oberwesel an seinen Bruder Erzbischof Balduin von Trier

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nach 1312

Gründung der Johanniterkommende in Hönningen (heute Stadt Bad Hönningen)

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1313

Johanniterkommende Sankt Johannes Baptist in Aachen erstmals erwähnt
 
Sie war "membrum" der Kommende Mecheln, in der Frühneuzeit weitgehend unbedeutend, befand sich auch wohl in einem schlechten Zustand und war zeitweise unbesetzt. Aufhebung des Ordens 1793/1794. 1796 wurden alle Besitzungen des Aachener Konvents den staatlichen Domänen zugeschlagen.

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1313

Das in Bonn gegründete Augustineremitinnenkloster Sankt Agatha wird nach Köln verlegt
 
1459 Umwandlung in ein Benediktinerinnenkloster. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1313-1318

Die Marienkapelle in Mülheim (heute Stadt Mülheim-Kärlich) wird erbaut
 
Die Kapelle dient heute als Sitzungssaal des Rathauses.

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1313-1331

Der Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg erwirbt die Herrschaft Hülchrath
 
Er schuf damit die Grundlage für die Bildung des territorial geschlossenen Niederstifts Köln.

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19./20.10.1314

Doppelwahl Friedrichs des Schönen von Österreich (geboren um 1289) und Ludwigs des Bayern (geboren Februar/März 1282) zum römisch-deutschen König
 
Das Reich spaltete sich durch die Doppelwahl (Friedrich am 19. Oktober in Sachsenhausen oder Frankfurt am Main, Ludwig am 20. Oktober bei Frankfurt) in zwei Lager; auch das Rheinland war betroffen. Zu Friedrich hielten vor allem der Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg sowie die Grafen von der Mark und Geldern, zu Ludwig unter anderem die Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz und Trier, die Grafen von Jülich, Berg und Kleve sowie die Stadt Köln. Der Kölner Erzbischof krönte am 25.11.1314 im Bonner Münster den Habsburger Friedrich, während Ludwig gleichzeitig in Aachen - zusammen mit seiner ersten Frau, Beatrix von Schlesien-Glogau (um 1290-1322) - durch den Erzbischof von Mainz, Peter von Aspelt (Episkopat als Erzbischof von Mainz 1306-1320) gekrönt wurde.

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25.11.1314

Nach der Doppelwahl vom 19./20.10.1314 weiht und krönt der Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg im Bonner Münster den Habsburger Friedrich den Schönen, der Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt (Episkopat als Erzbischof von Mainz 1306-1320) in Aachen den Wittelsbacher Ludwig zum römisch-deutschen König
 
Beide Krönungen hatten schwere Rechtsmängel: Ludwig wurde am rechten Ort (Aachen), jedoch vom falschen Koronator (Erzbischof von Mainz), geweiht und gekrönt, vielleicht mit den Insignien, die 1262 Richard von Cornwall dem Aachener Stift geschenkt hatte, Friedrich vom rechten Koronator (Erzbischof von Köln), jedoch am falschen Ort (Bonn) und vielleicht mit den Reichsinsignien. Erst nach dem Sieg über das habsburgische Heer in der Schlacht bei Mühldorf am 22.9.1322 und der Gefangennahme Friedrichs konnte Ludwig seine Königsherrschaft konsolidieren.

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1314

Der Erzbischof von Trier erhält das Erzkanzleramt (Archicancellariat) "per Galliam", das heißt für das Königreich Burgund

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1314

König Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) verleiht Altenkirchen, Hachenburg und Weltersburg Frankfurter Recht

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1315

1315 gewährt König Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) dem Grafen Georg von Veldenz das Recht, sein Dorf (villa) Meisenheim  (heute Stadt Meisenheim, Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Meisenheim) zu befestigen und verleiht der Veste Oppenheimer (= Frankfurter) Recht
 
1350 Bestätigung der Privilegierung durch Graf Heinrich von Veldenz.

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1315

Gründung des Sankt Servatiuskonvents (Webbegarden) in Aachen
 
Niederlassung der regulierten Franziskanertertiaren, hervorgegangen aus einer Gemeinschaft von Begarden. Sie verdienten sich ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch Leinenweberei. 1591 Auflösung.

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1316

Saarbrücken wird von Graf Johann I. von Saarbrücken erstmals als Stadt ("stat zu Sarbrucken") bezeichnet
 
Im Juli 1277 hatte Bischof Lorenz von Metz (Episkopat 1270-1279) bereits von "lou bourch de Sarebruche et lou chastel de Sarebruche" gesprochen. Das französische "bourch" entspricht dem lateinischen "burgus Kleine quadratische römische Verteidigungsanlage in Steinbauweise. " und bezeichnet im Hoch- und Spätmittelalter eine Siedlung, die noch nicht vollrechtlich Stadt ist, aber mehr als ein Dorf ("Burgflecken").

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1316

 
1320 erscheint die Siedlung als Talort ("vallis).  Vorort der pfälzischen Besitzungen auf dem Hunsrück.

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22.6.1317

In Bacharach wird der Rheinische Landfriede verkündet
  
Dieser wurde auf sieben Jahre verkündet. Gründungsmitglieder waren neben König Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347) die Erzbischöfe von Mainz und Trier, König Johann von Böhmen (Regierungszeit 1310-1346), die Städte Köln, Mainz, Worms, Speyer, Aachen, Oppenheim, Frankfurt, Gelnhausen und Wetzlar. Das Friedensgebiet reichte von Hördt bei Germersheim bis nach Köln. Der Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg weigerte sich, diesem beizutreten, weshalb es im Rheinland zu verschiedenen Fehden kam, die sich über Jahre hinzogen.

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1317

Die Johanniterkommende in Kronenburg (heute Gemeinde Dahlem) wird erstmals erwähnt
 
Angeblich bestand sie schon 1277. Ab 1598 war sie der Kommende Roth bei Vianden inkorporiert. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1317-1320

Goldgulden im Rheinland
 
Aus den Abrechnungen zweier päpstlicher Kollektoren wird ersichtlich, dass im Westen des Reiches Goldmünzen, insbesondere Florentiner Gulden, umlaufen, im übrigen Reich hingegen nicht. Eigene Großmünzen werden im Rheinland noch nicht geschlagen.

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1317-1324

Bau der Klosterkirche (heute Pfarrkirche) St. Katharina in St. Katharinen (Kreis Neuwied)
 
Die Kirche einer 1230 erwähnten, vielleicht 1208 gegründeten Zisterzienserinnenabtei wurde als einschiffiger, schmuckloser Bau in Art der Bettelordenskirchen errichtet.

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23.8.1318

Die drei geistlichen Kurfürsten von Köln, Mainz und Trier einigen sich darauf, ihren Dissens aufgrund der Doppelwahl von 1314 friedlich beizulegen

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3.9.1318

51 Vertreter der Ritterschaft und 20 Städte der Grafschaft Geldern übernehmen unter Federführung der geldrischen Städte die Kontrolle über das Land Geldern
 

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1318

Einrichtung der Theologenschule im Karmeliterkloster in Trier

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1318/1319

Belagerung und Eroberung der Stadt Brühl durch eine Landfriedenskoalition gegen den Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg

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1318-1343

Graf Rainald II. von Geldern
 
Er regierte zunächst im Namen seines Vaters, Rainald I., dem er 1326 offiziell im Grafenamt folgte.

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1319

Graf Dietrich IX. (VII.) von Kleve lässt ein Verzeichnis seiner Besitzungen aufstellen (so genanntes Klever Urbar Buchmäßiges Verzeichnis von Besitzungen und Einkünften einer Grundherrschaft oder einer Landesherrschaft; siehe auch Heberegister. )

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1319

 
Ein weiterer Stadt-Beleg datiert von 1330; 1354 erfolgte die Privilegierung durch Gumprecht von Neuenahr.

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1319

Erstmalige Abhaltung einer Fronleichnamsprozession in Aachen

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14.12.1320

Graf Dietrich IX. (VII.) von Kleve verleiht Sonsbeck städtische Rechte
 
Die Stadtgründung erfolgte planmäßig im Anschluss an eine Burg der Grafen von Kleve.

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1320

Viersen kommt an die Grafschaft Geldern

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1320

Fehde Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen. zwischen dem Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg und den Grafen von Sponheim

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1320

Errichtung der Burg Balduinstein (heute Gemeinde Balduinstein) durch den Trierer Erzbischol Balduin von Luxemburg
 
Die seit Mitte des 17. Jahrhunderts dem Verfall heimgegebene Burg wurde als Trutzburg gegen die Schaumburg der Herren von Westerburg erbaut. Die zugehörige Burgsiedlung erhielt zwar 1321 Stadtrechte, erlebte aber keine städtische Entwicklung.

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1320

Gründung der Deutschordenskommende Sankt Gilles in Aachen
 
Die Gründung erfolgte von Altenbiesen (Belgien) aus. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1320/1321

Bau des Hofhauses der Trierer Abtei St. Marien (heute Haus Simonis) in Kobern
 
Das dendrochronologisch datierte Haus ist das älteste vollständig erhaltene Fachwerkhaus in Deutschland.

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1320-1340

Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg teilt sein Territorium in Ämter ein

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1321

Erneute Fehde Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen. zwischen dem Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg und den Grafen von Sponheim

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1321

Landrecht der Grafschaft Saarbrücken

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1321

König Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) verleiht dem Dorf Esch (heute Stadt Kaisersesch, Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Kaisersesch) Marktrecht und sonstige Freiheiten nach Frankfurter Recht
 
Das Dorf sei kürzlich von Erzbischof Balduin von Trier befestigt worden, heißt es in dem königlichen Privileg.

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1321-1335

Graf Rainald II. von Geldern lässt die Land- und Deichrechte seines Territoriums kodifizieren

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März 1322

Freiheitsbrief für die Städte Saarbrücken und St. Johann durch Graf Johann I. von Saarbrücken-Commercy (gestorben 1341)

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7.3.1322

Graf Adolf VI. von Berg gewährt dem "oppidum Lateinisch, Stadt, vielfach nur im Sinn gefreiter Ort, Freiheit zu verstehen. " Mülheim am Rhein (heute Stadt Köln) städtische Freiheitsrechte

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10.-24.7.1322

Erste Aachener Heiltumsfahrt, bei der die Zeigung der Reliquien nachweislich vom Turm der Aachener Marienkirche (dem heutigen Dom) aus erfolgt
 
Seit 1349 finden die Heiltumsfahrten alle sieben Jahre statt.

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27.9.1322

Erzbischof Heinrich II. von Virneburg weiht den Chor des Kölner Domes
 
Damit war der Bauabschluss des Chores erreicht, wohin die Gebeine der im Alten Dom beigesetzten Erzbischöfe übertragen wurden und in dessen Achskaplle der Dreikönigenschrein aufgestellt wurde. Für über 500 Jahre sollte eine Wand den Chor nach Westen abschließen.

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1322

Kervenheim (heute Stadt Kevelaer) wird erstmals Stadt genannt
 
Wohl bereits um 1299 Stadtgründung durch Dietrich II. Luf von Kleve. Der Burgort wurde spätestens seit dem 16. Jahrhundert im Allgemeinen als Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. bezeichnet, besondere städtische Qualitäten entwickelte er nicht.

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1323

 
1346 wird die Burg Bosselstein (= die alte Burg zu Oberstein) im Sammelprivileg Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt.

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1323

Das Augustinerchorfrauenkloster Engelthal in der Stadt Bonn wird erstmals erwähnt
 
Es war wohl die erste Gründung der AugustinerOrdensgemeinschaften, die sich auf den Heiligen Augustinus von Hippo (354-430) beziehen und der Augustinusregel folgen. in Bonn, seit 1417 Augustinerchorfrauen der Windesheimer Kongregation. 1802 Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation.

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26.2.1324

König Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) heiratet in Köln Margarete (um 1293-1356), Tochter des Grafen Wilhelm I. von Hennegau-Holland (Regierungszeit 1304-1337)

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1324

 
1344 Bezeichnung als "bourg, vallée". Der Ort gehört gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die im Schatten einer Burg entstanden, weder besonders privilegiert wurden noch eine eigentlich städtische Entwicklung durchliefen.

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1324

König  Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) freit dem Grafen Gottfried von Sayn den Ort Friedewald (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Daaden) und erlaubt den Ausbau zur Stadt und gewährt Frankfurter Recht
 
1455 werden zwar Schloß und Stadt genannt, doch eine städtische Entwicklung hat der Ort nicht genommen.

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um 1324

Errichtung der Burg Baldenau (heute Gemeinde Bischofsdrhon) durch den Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg
 
Die einsam im Dhrontal gelegene Burg war eine Grenzfeste des Erzstifts Trier gegen die Pfalz- und Raugrafen. Die bei der Burg von Erzbischof Balduin um 1328 gefreite Burgsiedlung kam nicht zustande. Die Burg wurde 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört und ist seitdem Ruine.

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1325

 
1330 erlaubte Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) dem Grafen Johann von Sponheim, zu Winterbach (-burg) und Koppenstein zwei Städte zu errichten und mit dem Marktrecht von Oppenheim (= Frankfurter Recht) auszustatten. 1331 freite der Sponheimer das Tal Vornehmlich im südlichen Rheinland (Eifel, Rhein-, Moselraum) Bezeichnung für einen gefreiten Ort, oft im Anschluss beziehungsweise unterhalb einer Burg gelegen. Winterburg nach dem Formular der Stadterhebungen von Kreuznach und Enkirch.

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1325-1350

Errichtung der Burg Balduinseck (Baldeneck) durch den Trierer Erzbischolf Balduin von Luxemburg
 
Die auf einem niedrigen Schieferfelsen in der heutigen Gemeinde Buch gelegene Burg war eine Grenzfeste des Erzstifts Trier gegen die Grafschaft Sponheim. Die von Balduin bei der Burg geplante gefreite Siedlung kam nicht zustande. Die Burg wurde nie zerstört, verfiel aber im 17. Jahrhundert.

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1326-1343

Graf Rainald II. von Geldern, ab 1339 Herzog Rainald I.
 
Bereits seit 1318 regierte Rainald im Namen seines gleichnamigen Vaters. Er  war ein Parteigänger König Eduards III. von England (Regierungszeit 1327-1377) und kämpfte auf dessen Seite im Hundertjährigen Krieg (1337-1453).

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um 1326

Stadterhebung von Erkelenz durch Graf Rainald II. von Geldern (Regierungszeit 1318/1326-1343)
 
Eine Stadterhebungsurkunde ist nicht überliefert, 1359 wird Erkelenz eindeutig Stadt genannt.

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1327

 
Eine Freiung der Siedlung im Anschluss an die Oberburg Manderscheid ist nicht überliefert. 1332 im Sammelprivileg Kaiser Ludwig des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt. 1338 als "stat" bezeichnet, 1506 als Flecken.

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1327

Im Benediktinerkloster St. Pantaleon zu Köln erhebt Abt Dietrich feierlich die Gebeine des Heiligen Albinus und sorgt damit für einen Strom von Pilgern

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Anfang 1328

Tod Meister Eckeharts
 
Eckehart von Hochheim (geboren um 1260) war ein bedeutender Lehrer des Generalstudiums der Dominikaner in Köln. Zum Zeitpunkt seines Todes lief gegen den Theologen und Philosophen beim Papst in Avignon ein Prozess wegen Häresie. Nach seinem Tod wurden einige seiner Thesen als häretisch verurteilt. Er starb entweder in Avignon oder auf der Rückreise nach Köln oder in Köln.

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6.1.1328

Graf Rainald II. von Geldern erteilt den Bewohnern des geldrischen Oberquartiers, mit Ausnahme von Erkelenz und Montfort, die ersten geschriebenen Landrechte

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November 1328

Die beiden jungen Grafen von Geldern (Rainald II.) und Jülich (Wilhelm V.) schließen einen Freundschafts- und Hilfsvertrag
 
Der Vertrag bezog sich zunächst nur auf einen gemeinsamen Hilfsfeldzug für Kaiser Ludwig den Bayern (Regierungszeit 1314-1347). Er wurde jedoch darüber hinaus zur Grundlage des Aufstiegs der beiden Grafschaften.

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1329

Das Augustinereremitenkloster in Aachen wird erstmals erwähnt
 
Das Gründungsdatum ist unbekannt. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1328-1336

Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg ist Verweser des Erzbistums Mainz

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1328

König Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) verleiht Graf Adolf VI. von Berg das Recht, in Wipperfürth Turnosen (große Silbermünzen) zu prägen

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1328-1342

 
Die Lehnsübertragung der Schmidtburg (Gemeinde Schneppenbach) durch Wildgraf Heinrich an den Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg 1324 führte nach dem Tod Heinrichs zum Krieg. Heinrichs Vetter Friedrich erhob Ansprüche auf die Burg, der Erzbischof konnte sie jedoch in seinem Besitz halten.

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1328-1347

Graf Adolf II. von der Mark

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1328-1361

Graf Wilhelm V. von Jülich, ab 1336 Markgraf, ab 1356 Herzog Wilhelm I.
 
1332 erreichte Wilhelm durch eine persönliche Reise zu Papst Johannes XXII. (Pontifikat 1316-1334) nach Avignon die Erhebung seines Bruders Walram zum Erzbischof von Köln. Wilhelm war als Schwiegersohn Wilhelms von Holland-Hennegau (Regierungszeit 1304-1337) ein Schwager sowohl Kaiser Ludwigs des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) als auch König Eduards III. von England (Regierungszeit 1327-1377). Er wurde bei Ausbruch des Hundertjährigen Krieges (1337-1453) zum Vermittler des deutsch-englischen Bündnisses und damit zur politischen Schlüsselfigur. Bis 1347 kämpfte er auf Seiten seines englischen Schwagers gegen den französischen König.

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22.7.1330

Graf Adolf II. von der Mark verleiht Neustadt (heute Bergneustadt) Stadtrecht
 
König Albrecht I. (Regierungszeit 1298-1308) hatte die Stadterhebung bereits 1301/1302 genehmigt.

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20.10.1330 oder 1331

Rainald II. von Geldern heiratet Eleonore von England (1318-1355), Schwester König Eduards III. (Regierungszeit 1327-1377)

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1330

Die neu gegründete Talsiedlung Gerolstein befindet sich im Aufbau
 
1336 erhielt Gerolstein das Befestigungsrecht sowie Freiheiten nach dem Vorbild der Stadt Aachen.

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1330

 
1330 erlaubte Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) dem Grafen Johann von Sponheim, zu Winterbach (-burg) und Koppenstein zwei Städte zu errichten und mit dem Marktrecht von Oppenheim (= Frankfurt) auszustatten. 1389 erhielt der Ort zwar erneut eine Stadtordnung, durchlief aber keine städtische Entwicklung. Die Siedlung ist im Dreißigjährigen Krieg wüst gefallen.

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1330

Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) freit den Ort Dhaun (heute Gemeinde Hochstetten Daun, Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Kirn-Land)
 
Der Kaiser verlieh dem Talort unterhalb der Burg Rotenberg Frankfurter Recht. Eine städtische Entwicklung wurde dadurch nicht ausgelöst.

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1330

Raugraf Georg trägt "Stad und Hof "  Altsimmern mit der dort errichteten Burg und Vesten dem Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg zu Lehen auf
 
Noch 1330 bestätigte Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) dem Raugrafen die vorher verliehene Freiung der Stadt Altsimmern nach Bopparder (= Frankfurter) Recht. Die erwähnte Freiung ist jedoch nicht überliefert. 1346 und 1354 wird der Ort in den Sammelprivilegien für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt. 1366 Bestätigung der Stadtrechte durch Ruprecht I.

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1330

Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) freit auf Bitte des Wildgrafen Johann Grumbach (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Lauterecken) nach dem Vorbild von Kaiserslautern (= Speyer)
 
Gleichlautend wurde Offenbach am Glan privilegiert.

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1330

Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) freit auf Bitten des Wildgrafen Johann Offenbach am Glan (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Lauterecken) nach dem Vorbild von Kaiserslautern (= Speyer)
 
Die Freiung blieb ohne Wirkung, Offenbach weiterhin Dorf.

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1330

Gründung des Kartäuserklosters Sankt Alban bei Trier durch den Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg

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1330-1346

Umbau der Aachener Pfalz zum Rathaus
 
Der Bau entstand auf den Grundmauern der karolingischen Palastaula und unter Verwendung karolingischer Bausubstanz; er wurde im 17. und 18. Jahrhundert barock Stilbegriff der neueren Kunst- und Literaturgeschichte, in etwa die Epoche 1600 bis 1750 umfassend. Die Bezeichung ist abgeleitet von portugiesisch barocco = unregelmäßig, sonderbar. Der Barock entstand in Italien, besonders in Rom. Die geschichtlichen Wurzeln liegen in der Gegenreformation und im Absolutismus. umgebaut, im 19. Jahrhundert regotisiert und nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wiederhergestellt. Der Festsaal (heute Krönungssaal), der das gesamte Obergeschoss einnimmt, diente der Ausrichtung des Krönungsmahls der deutschen Könige, zuletzt 1531 nach der Krönung König Ferdinands I. (Regierungszeit als König 1531-1564, ab 1558 als Kaiser). Der Rohbau war 1346 wohl im Wesentlichen vollendet. Die Benutzung zu Verwaltungszwecken ist für 1349 nachweisbar. Die Dekoration der Marktseite mit Kaiserstandbildern erfolgte 1370-1376.

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1331

Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg wandelt das Stift auf dem Beatusberg bei Koblenz in eine Kartause um
 
In den 1330er Jahren entstanden ebenfalls auf erzbischöfliche Initiative die Kartäuserklöster von Trier und Köln.

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1331-1336

 
Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg erzwang die Auflösung des Bündnisses zwischen den Herren von Burg Eltz und den Herren der Burgen Ehrenburg, Schöneck und Waldeck. Gegen die Herren von Eltz errichtete er die Burg Trutzeltz auf der gegenüberliegenden Talseite der Burg Eltz, so dass diese von oben beschossen werden konnte. Die Herren von Eltz wurden zu Lehnsleuten des Erzbischofs. Gegen die Herren von Ehrenburg, Schöneck und Waldeck baute der Erzbischof 1332 als Trutzburg die Rauschenburg (Gemeinde Oppenhausen).

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1331

 
Für den Talort der Burg Thurandt  ist keine Freiung überliefert. 1332 und später wird der Ort in den Sammelprivilegien der Kaiser Ludwig der Bayern (1314-1347) und Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Trierer Erzbischof unter den mit Frankfurter Recht ausgestatteten Orten genannt. Eine städtische Entwicklung durchlief der Ort nicht.

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1331

Daun (heute Stadt Daun) ist als gefreite Burgsiedlung bezeugt

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1331-1337

Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg  wird mit der Verwaltung der Bistümer Worms und Speyer betraut

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22.10.1332

Friedrich, Herr zu Neuerburg, bekundet, dass er und seine Vorfahren die Bürger von Neuerburg (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Neuerburg) bei den Rechten und Freiheiten gleich den Bürgern der Stadt Vianden belassen haben und belassen wollen
 
Am 25. Oktober bestätigten König Johann von Böhmen (Regierungszeit 1310-1346), Graf von Luxemburg, und Graf Heinrich von Vianden nach dem Erwerb der Herrschaft Neuerburg der Gemeinde Neuerburg alle verliehenen Freiheiten und Privilegien nach Trierer Recht.

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1332

 
In diesem ersten so genannten Sammelprivileg ließ sich Erzbischof Balduin von Luxemburg von Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347) neben der Stadt Trier für 29 weitere Städte ("oppida") und Dörfer ("villae") sowie Talorte und Burgen ("valles et castra") seines Territoriums die Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. und Immunität gewähren, mit denen Könige und Kaiser ihre Städte zu freien pflegten, und zwar nach dem Recht der Stadt Frankfurt. Balduin ließ dieses Sammelprivileg 1339 nochmals durch Ludwig den Bayern bestätigen und 1346 durch König Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) um weitere 24 Orte erweitern, sodass der Katalog der Städte und gefreiten Orte auf 54 erhöht war. Balduins Nachfolger Boemund II. von Saarbrücken und Kuno II. von Falkenstein setzten diese Freiungspolitik fort, sodass sich die Zahl der entsprechend bewidmeten Orte bis 1376 auf 59 erhöhte. Dabei wurden früher bewidmete Orte auch wieder gestrichen. Ein erheblicher Teil der so gefreiten Orte erreichte jedoch keine städtische Entwicklung. Die Sammelprivilegien gehörten zur kurtrierischen Politik des konsequenten Ausbaus des Territoriums; sie waren für den Landesherrn bestimmt, nicht für die Städte.

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1332

Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) erlaubt Herzogin Mechthild, Gattin des Grafen Johann von Sponheim, den Flecken Birkenfeld (heute Stadt Birkenfeld) zu freien und zu befestigen
 
Die Wirkung der Freiung blieb gering, Birkenfeld bis ins 16. Jahrhundert Dorf.

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1332

Karden (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Treis-Karden) taucht im ersten Sammelprivileg Kaiser Ludwigs des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten auf
 
Es wird auch in den Sammelprivilegien von 1339, 1346, 1354, 1356 und 1376 genannt. 1414/1418 ist der Ort als "Dorf" bezeugt.

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1332

Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) erlaubt Herzogin Mechthild, Frau des Grafen Johann von Sponheim, den Flecken Frauenberg (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Baumholder) zu befestigen und mit der Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. umliegender Städte und Märkte zu versehen
 
Der zum Typ der gefreiten Burgsiedlung zählende Ort erlebte keine städtische Entwicklung.

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1332

Klotten (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Cochem-Land) taucht im ersten Sammelprivileg Kaiser Ludwigs des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten auf
 
Es wird auch in den Sammelprivilegien von 1339 und 1346 genannt. Eine städtische Entwicklung fand jedoch nicht statt.

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1332

Leutesdorf (heute Stadt Bad Hönningen) taucht im ersten Sammelprivileg Kaiser Ludwigs des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten auf
 
Eine städtische Entwicklung fand jedoch nicht statt.

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1332

Merzig taucht im ersten Sammelprivileg Kaiser Ludwigs des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten auf
 
Es wird auch 1346 und 1376 in den Sammelprivilegien von 1346 und 1376 genannt. Eine städtische Entwicklung fand jedoch nicht statt; Merzig wurde in der Folgezeit meistens Dorf, Flecken oder Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. genannt.

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1332

Kyllburg (heute Stadt Kyllburg, Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Kyllburg)) taucht im ersten Sammelprivileg Kaiser Ludwigs des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten auf
 

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1332

Sankt Wendel (heute Stadt Sankt Wendel) taucht im Sammelprivileg Kaiser Ludwigs des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten auf

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1332

Treis (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Treis-Karden) taucht im ersten Sammelprivileg Kaiser Ludwigs des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten auf
 
Es wird auch in den Sammelprivilegien von 1346 und 1376 genannt. Eine städtische Entwicklung fand jedoch nicht statt.

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1332

Zell (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Zell) taucht im ersten Sammelprivileg Kaiser Ludwig des Bayern (Regierungszeit 1314-1347) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten auf
 
1401 als Stadt genannt.

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1332-1349

Walram von Jülich Erzbischof von Köln

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1332-1338

Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg lässt in Koblenz die steinerne Moselbrücke errichten
 
Der Baubeginn ist durch dendrochonologische Datierung der Fundamentpfosten gesichert. Die Brücke überspannte eine Strecke von 325 Metern und ruhte mittels 14 Bogen aus 13 Steinpfeilern, die auf Holzpfählen stehen. Die Quadersteine wurden 1331-1334 in Winningen gebrochen. Brückenbauten waren damals in Deutschland selten. Die Brücke war bei Balduins Tod 1354 schon benutzbar, aber erst nach 1363 vollendet.

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Juni 1333

Der italienische Dichter und Frühhumanist Francesco Petrarca (1304-1374) besucht Köln und Aachen
 
Von ihm stammt einer der frühesten individuellen Berichte über Köln in Form eines Briefes. Er ist voll des Lobes über das Stadtbild und die Schönheit der Kölner Frauen. Außerdem findet sich darin der Satz, dass der Dom zwar unvollendet, aber ein herrliches Bauwerk sei und die Kölner ihn zu Recht "Summum" (das Höchste) nennen würden. Der Name "Summum" für den Kölner Dom findet sich auch in anderen zeitgenössischen Quellen. Er leitet sich her von "summum templum" (höchste Kirche), der Bezeichnung für die ranghöchste Kirche einer Stadt oder eines Bistums. Wohl nur in Köln ist daraus ein ausschließlich örtlich verstandenes Synonym für die Domkirche geworden. So beginnen die meisten Kölner Testamente der Folgezeit mit der Formel "ad summum", gefolgt von einem im allgemeinen geringen symbolischen Geldbetrag. "In summo" ist auch als Ortsbezeichnung überliefert. In Aachen besuchte Petrarca das Grab Karls des Großen und die heißen Bäder.

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1334/1336

Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347)  verleiht Graf Wilhelm V. von Jülich die Würde eines Markgrafen von Jülich
 
Er übertrug ihm die Erbämter des Truchsess, Marschalls, Schenken und Kämmerers. Außerdem erhielt sein Sohn Gerhard die Anwartschaft auf Berg und Ravensberg.

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1334

Der Kölner Erzbischof Walram von Jülich  gründet die Kartause Sankt Barbara in Köln

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1335

Graf Dietrich IX. von Kleve erwirbt Gericht und Herrschaft Spellen (heute Stadt Voerde)

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1335

 
Der gefreite Rechtscharakter haftet an der jüngeren Siedlung unterhalb des Burgbergs; ein Freiungsprivileg ist nicht bekannt.

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10.5.1336

Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) bestätigt die Zugehörigkeit der um Aachen gelegenen Dörfer, des so genannten Aachener Reiches, zur Stadt

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28.8.1336

Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) verleiht den Einwohnern von Gerolstein das Aachener Stadtrecht

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1.9.1336

Kaiser Ludwig der Bayer (Regierungszeit 1314-1347) privilegiert Königsfeld  
 
Das Privileg, mit dem der Kaiser den Einwohnern des kleinen Ortes Königsfeld (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Brohltal) erlaubte, ihren Ort zu befestigen und ihnen einen Wochen- und einen Jahrmarkt verlieh, kam auf Bitten des Herrn von Landskron zustande. Weitere Privilegien hat der Ort nicht erhalten und durchlief auch keine eigentlich städtische Entwicklung.

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1336

Kaster (heute Stadt Bedburg) wird erstmals als Stadt ("oppidum Lateinisch, Stadt, vielfach nur im Sinn gefreiter Ort, Freiheit zu verstehen. ") erwähnt
 
Eine förmliches Erhebungsprivileg für die planmäßig angelegte Burgsiedlung ist nicht bekannt.

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1337

In Andernach, Koblenz, Boppard, Oberwesel und Bacharach kommt es zu Übergriffen auf die jüdische Bevölkerung

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1337

Der Talort Hammerstein unterhalb der gleichnamigen Reichsburg (heute Stadt Bad Hönningen) erscheint erstmals als Stadt
 
1357 bestätigte Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) den Burggrafen von Hammerstein die althergebrachten Freiheiten, den Jahrmarkt und die Münze in Hammerstein. Eine städtische Enwicklung erlebte der Ort allerdings nicht.

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1337

Die Siedlung unterhalb der Burgen Stein und Kallenfels (heute Stadt Kirn) erscheint als Städtchen ("stedchine")
 
1388 wird sie Tal Vornehmlich im südlichen Rheinland (Eifel, Rhein-, Moselraum) Bezeichnung für einen gefreiten Ort, oft im Anschluss beziehungsweise unterhalb einer Burg gelegen. genannt; sie gehört zum Typ der Talsiedlungen, sie sich im Anschluss an eine Burg bildeten und keine städtische Entwicklung erreichten.

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1338

König Eduard III. von England (1327-1377) im Reich
 
In Köln besuchte Eduard am 23. August im Dom den Schrein der Heiligen Drei Könige. Der König zog weiter den Rhein herauf, um sich mit Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347) in Koblenz zu treffen und Verbündete im Hundertjährigen Krieg (1337-1453) zu gewinnen. Dabei erneuerte er die Handelsprivilegien für Köln und Aachen in England und verhieß seinen Verbündeten ungeheure Summen. Dafür verpfändete er seine eigene Krone an den Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg, die seiner Gemahlin an die Stadt Köln. Erst Jahre später löste er die Kronen wieder aus.

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1338

Der Graf von Geldern kauft die Herrschaft Issum
 
Dadurch erreichte die Grafschaft Geldern ihre größte Ausdehnung (abgesehen von Borkelo 1385).

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1338

 
In Rhens schlossen die Kurfürsten sich zu einem Bündnis gegen die Bestrebungen von Papst Benedikt XII. (Pontifikat 1334-1342) zusammen. Sie wiesen die Forderung des Papstes nach Bestätigung ihrer Königswahl zurück.

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1338

Die Getrudenklause in Bonn wird erstmals erwähnt
 
Die zugehörige Getrudenkapelle wird bereits 1258 erwähnt. Die  im 14. Jahrhundert als Beginenkonvent gegründete Frauengemeinschaft nahm 1452 wohl durch den Einfluss des Nikolaus von Kues die Zisterzienserregel an. Im 16. Jahrhundert ging das Kloster ein. 1618 überließ der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern die leer stehenden Gebäude den Kapuziner für ihre erste Niederlassung in Bonn. 1624-1641 nutzten die Franziskaner die Anlage. Sie blieb in Erinnerung durch die Gertrudenkapelle, die 1944 zerstört wurde.

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19.3.1339

 
Damit wurde der geldrische Territorialverband zum Herzogtum.

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1339

Der bedeutende dominikanische Mystiker Johannes Tauler (um 1300-1361) predigt in Köln

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1339

 
Die Freiung ist nicht überliefert. Der Ort durchlief keine städtische Entwicklung.

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1340

Aus dem Herzogtum Geldern ist die erste Gesamtübersicht über den Haushalt eines rheinischen Territoriums überliefert

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1340

König Eduard III. von England (Regierungszeit 1327-1377) macht seinen Schwager und Verbündeten Markgraf Wilhelm V. von Jülich zum Pair (oder Peer) von England mit dem Titel eines Grafen von Cambridge

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1340

Werner V. von Merode (gestorben 1341/1342) gründet im Meroder Wald (heute Gemeinde Langerwehe) das Kreuzherrenkloster Schwarzenbroich

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um 1340

Im großen Saal des Kölner Rathauses wird die Figurengruppe der Neun Guten Helden fertiggestellt

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1341

 
Blankenheim gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die sich im Anschluss an eine Burg bildeten, nur begrenzt privilegiert waren und keine eigentlich städtische Entwicklung aufweisen konnten.

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1341-1426

Bau der gotischen Stiftskirche St. Mariä Himmelfahrt in Kleve
 
Der Neubau war eine Folge der Verlegung des Kollegiatstifts vom Monterberg bei Kalkar nach Kleve, die Graf Dietrich IX. von Kleve 1341 vornahm. Die Verlegung war eine Maßnahme des Ausbaus der Stadt Kleve zur Residenzstadt der Grafschaft Kleve. So entstand in Kleve ein "landesherrliches Residenzstift"  (Wilhelm Janssen). Die Kirche gewann besondere Bedeutung als Hofkirche und Grablege der Grafen und Herzöge von Kleve. Aufhebung des Stifts im Zuge der Säkularisation 1802.

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13.11.1342

Der Kölner Erzbischof Walram von Jülich erwirbt für das Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. Köln Stadt und Herrschaft Rheinbach

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1342

Straelen erstmals als Stadt bezeugt
 
Eine förmliche Stadterhebung nahm am 11.12.1428 Herzog Arnold von Geldern vor.

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1342

 
Eine förmliche Stadtrechtsverleihung liegt nicht vor. Die Entwicklung Monschaus zur Stadt verlief eher zögerlich.

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1342

Die "Stadt" Martinstein (heute Stadt Bad Sobernheim) unterhalb der Burg des Erzbischofs von Mainz ist im Bau
 
Die gefreite Burgsiedlung erfuhr keine städtische Entwicklung.

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1342

Rheinhochwasser

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1342

Verlegung des Kollegiatstifts von Stommeln nach Nideggen
 
Das Stift wurde an die von Markgraf Wilhelm von Jülich im Norden vor der Stadt Nideggen errichtete Kirche Johannes Baptist verlegt; noch vor der Verlegung wurden die Gebeine der seligen Christina von Stommeln dorthin überführt. Die Stiftskirche wurde auch Sitz des 1444 gestifteten St. Hubertus-Ordens und Grablege von Mitgliedern des jülichschen Herrscherhauses. Nach der Zerstörung von Schloss und Stadt 1542 wurde infolge der Verlegung der Residenz von Nideggen nach Jülich auf Betreiben von Herzog Wilhelm auch die Verlegung des Stifts nach Jülich genehmigt und 1569 durchgeführt. Die Ruinen des Stifts übernahmen 1652 Minoriten.

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ab 1343

Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg lässt in Koblenz die steinerne Moselbrücke errichten
 
Die Brücke überspannte eine Strecke von 325 Metern und ruhte mittels 14 Bogen aus 13 Steinpfeilern, die auf Holzpfählen stehen. Die Quadersteine waren bereits 1331-1334 in Winningen gebrochen worden. Brückenbauten waren damals in Deutschland selten. Die Brücke war bei Balduins Tod 1354 schon benutzbar, aber noch nicht fertig.

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1343-1361 und 24.8-4.12.1371

Herzog Rainald III. von Geldern
 
Ab 1351 musste sich Rainald seines jüngeren Bruders Eduard erwehren, der ihn schließlich 1361 gefangen setzte. Erst 1371, nach dem Kriegertod seines Bruders, wurde Rainald wieder als Herzog eingesetzt. Er überlebte seinen Bruder jedoch nur um wenige Monate. Mit ihm erlosch der geldrische Zweig des Geschlechts der "Flamenses".

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1343

Herzog Rainald III. von Geldern kauft das Straelener Hochgericht und ist damit Landesherr in Straelen

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1343

 
Heimbach gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die sich im Anschluss an eine Burg bildeten, nur begrenzt privilegiert waren und keine eigentlich städtische Entwicklung aufweisen konnten.

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20.10.1345

König Johann von Böhmen (Regierungszeit 1310-1346), Graf von Luxemburg, befreit die Einwohner von Dudeldorf (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Bitburg-Land) von der Zugehörigkeit zur Propstei Bitburg
 
Eine Freiung war damit nicht verbunden.

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1345

 
Kronenburg gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die sich im Anschluss an eine Burg bildeten, nur begrenzt privilegiert waren und keine eigentlich städtische Entwicklung aufweisen konnten.

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1345

 
Kerpen gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die sich im Anschluss an eine Burg bildeten, nur begrenzt privilegiert waren und keine eigentlich städtische Entwicklung aufweisen konnten.

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11.7.1346

Wahl Karls IV. (1316-1378) aus dem Hause Luxemburg zum römisch-deutschen König
 
Dieser wurde in Rhens von vier beziehungsweise fünf Kurfürsten, darunter von den Erzbischöfen von Köln und Trier, zum deutschen (Gegen-) König gewählt. Da die Stadt Aachen als rechtmäßiger Krönungsort die Aufnahme des neugewählten römisch-deutschen Königs verweigerte und auch die Stadt Köln, die als Ersatzort ins Auge gefasst war, ihm die Tore verschloss, krönte der Kölner Erzbischof Walram von Jülich ihn am 26.11.1346 im Bonner Münster. Nach dem Tode Ludwigs des Bayern (11.10.1347) fand am 17.6.1349 in Frankfurt die Neuwahl Karls statt; am 25.7.1349 wurde er zum zweiten Mal  - jetzt am rechten Ort - in Aachen gekrönt, jedoch nicht von Erzbischof Walram von Köln, sondern von Erzbischof Balduin von Trier.

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26.11.1346

Karl IV., gewählt am 11.7.1346 in Rhens von vier beziehungsweise fünf Kurfürsten, darunter von den Erzbischöfen von Köln und Trier, zum deutschen (Gegen-) König, wird im Bonner Münster von dem Kölner Erzbischof Walram von Jülich geweiht und gekrönt
 
Die Stadt Aachen als rechtmäßiger Krönungsort hatte die Aufnahme des neugewählten römisch-deutschen Königs verweigert und auch die Stadt Köln, die als Ersatzort ins Auge gefasst war, ihm die Tore verschlossen, woraufhin der Kölner Erzbischof Karl im Bonner Münster krönte. Nach dem Tode Ludwigs des Bayern (11.10.1347) fand am 17.6.1349 in Frankfurt die Neuwahl Karls statt; am 25.7.1349 wurde er zum zweiten Mal  - jetzt am rechten Ort - in Aachen gekrönt, jedoch nicht von Erzbischof Walram von Köln, sondern von Erzbischof Balduin von Trier.

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1346

Bettingen an der Prüm (heute Verbandsgmeinde Bitburg-Land) ist ein gefreiter Burgort
 
Johann, Herr zu Bettingen und Falkenstein und Gemahlin, bekundeten, dass ihre Vorgänger auf dem Berg ihrer Burg eine Art von Stadt ("quodam oppidum Lateinisch, Stadt, vielfach nur im Sinn gefreiter Ort, Freiheit zu verstehen. ") errichtet und mit besonderen Freiheiten ausgestattet hätten, die sie erneut bestätigten, damit ihre Bürger Rechte und Freiheiten genießen können wie die Bürger anderer Städte. Bettingen nahme jedoch keine städtische Entwicklung.

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1346

Dierdorf (heute Stadt Dierdorf, Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Dierdorf) wird im Sammelprivileg König Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt
 
1357 folgte die Stadterhebung durch Graf Wilhelm von Wied.

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1346

Ehrang (heute Stadt Trier) wird im Sammelprivileg König Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt
 
Der Ort erfuhr keine städtische Entwicklung.

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1346

Hönningen (heute Stadt Bad Hönningen) wird im Sammelprivileg König Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt
 
Hönningen wird auch im erneuerten Sammelprivileg Kaiser Karls IV. von 1376 genannt. Eine Entwicklung zur Stadt wurde dadurch nicht ausgelöst. 1670 wird Hönningen "Flecken" genannt. Die moderne Sammelbegriff für die Kunst und Architektur seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Gegensatz zum Historismus des 19. Jahrhunderts. Stadterhebung stammt vom 12.7.1969.

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1346

Kärlich (heute Stadt Mülheim-Kärlich, Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Weißenthurm) wird im Sammelprivileg König Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt
 
Kärlich wird auch im erneuerten Sammelprivileg Kaiser Karls IV. von 1376 genannt. Eine Entwicklung zur Stadt wurde dadurch nicht ausgelöst.

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1346

Freudenburg (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Saarburg) wird im Sammelprivileg König Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt
 
Freudenburg wird auch im erneuerten Sammelprivileg Kaiser Karls IV. von 1354 genannt. Es gehört zum Typ der gefreiten Burgsiedlungen.

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1346

Pfalzel (heute Stadt Trier) wird im Sammelprivileg König Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt
 
1374 bestätigte Kaiser Karl IV. den "slossen und vestenen" Pfalzel, Kunenengers und Brechen die von Erzbischof Kuno II. von Falkenstein veranlasste Befestigung, gestattete ihnen Märkte und bestätigte die Rechte und Freiheiten gleich anderen kurtrierischen Städten.

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um 1346

 
Die Talsiedlung der Niederburg Manderscheid, der Stammburg der gleichnamigen Herren, gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die im Schatten einer Burg entstanden. 1437 (1438) freite Dietrich II., Herr zu Manderscheid die Bürger und "Daeler" zu Manderscheid.

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1346-1356

Friedrich I. Graf von Moers

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20.4.1347

Schlacht bei Grenzau
 
Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg und die mit ihm verbündete Stadt Koblenz erlitten gegen die Herren Reinhard von Westerburg und Philipp von Isenburg eine schwere Niederlage.

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1347

Die Reichsabtei Prüm unterstellt sich mit kaiserlicher Zustimmung dem Schutz Erzbischof Balduins von Trier

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1347

Roermond wird Hauptstadt des Oberquartiers Geldern
 
Damit fiel die Stadt Geldern in den Status einer bescheidenen Landstadt zurück.

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1347

Der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg gewährt der Gemeinde zu Kobern (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Untermosel) ein Siegel
 
1350 erscheint Kobern als Talort. In den Sammelprivilegien Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378)  von 1354 und 1376 für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt.

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1347-1359

Stadterhebung von Erkelenz durch Herzog Rainald III. von Geldern
 
Eine Erhebungsurkunde ist nicht überliefert, Erkelenz hatte jedoch bereits vorher Einzelprivilegien erhalten.

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1347-1368

Graf Johann von Kleve
 
Johann gliederte die Grafschaft Kleve in Amtsbezirke und Gerichte und führte eine konsequente Schriftlichkeit in der Verwaltung ein. Mit seinem Tod 1368 erlosch das Geschlecht der "Flamenses", das alte klevische Grafenhaus.

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1347 - Dezember 1391

Graf Engelbert III. von der Mark

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6.11.1348

Erster rheinischer Münzvertrag
 
In einem Landfriedensschluss einigten sich Erzbischof Balduin von Trier, zugleich für die Grafschaft Luxemburg, der Kölner Erzbischof Walram von Jülich und dessen Bruder Markgraf Wilhelm von Jülich auf die Ausprägung gleichwerter Münzen. Der Erfolg des Vertrages bieb gering, eröffnete jedoch den Weg zu neuen Münz-Vereinbarungen.

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1348-1360

Graf Gerhard von Berg
 
Gerhard von Jülich, seit 1346 Graf von Ravensberg, erhielt die Grafschaft Berg nach dem Tod des Onkels seiner Frau Margarete (um 1320-1389), Adolf VI. von Berg. Damit befanden sich für kurze Zeit (1348/1349) Jülich, Kurköln und Berg in der Hand der Jülicher Familie. Gerhard erweiterte Berg um Hardenberg (1355), Kaiserswerth (1358) sowie Solingen (1359) und sorgte für eine klare Verwaltungsstruktur in seinem Herrschaftsgebiet.

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vor 1349

 
1349 erfolgte die Bestätigung der Freiung durch Graf Simon von Vianden (Sponheim) nach dem Vorbild von Vianden.

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ab 1349

Die Pest im Rheinland
 
Die Annahme, die Pest sei eine Strafe Gottes,  führte zu verschiedenen religiösen Auswüchsen. So zogen "Geißler" übers Land, die sich selbst kasteiten. Die Schuld für die Pest wurde verschiedentlich auch den Juden zugeschrieben. In einigen Städten kam es meist vor dem Ausbruch der Pest zu Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung, so 1349 in Köln und Trier. Nach der ersten großen Epidemie bis in die 1350er Jahre folgten in den folgenden Jahrhunderten immer wieder Pestwellen. Welche demographischen Auswirkungen die Pest im Rheinland hatte, ist bislang unerforscht.

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10.-24.7.1349

Aachener Heiltumsfahrt
 
Seitdem finden die Heiltumsfahrten im siebenjährigen Rhythmus statt. Andere Wallfahrtsorte, wie Kornelimünster, Maastricht, Köln, Trier, später auch Düren schlossen sich diesem Turnus an.

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25.7.1349

König Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) wird zum zweiten Mal  - jetzt am rechten Ort - in Aachen gekrönt
 
Die Krönung nahm jedoch nicht der Kölner Erzbischof Walram von Jülich, sondern der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg vor. Am 26. Juli wurde auch Karls zweite Frau, Anna von der Pfalz (1329-1353,  gekrönt.

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24.8.1349

Judenpogrom in Köln und Ausweisung der Juden aus der Stadt
 
1372 nahm Köln die Juden wieder auf; 1384 erhielten sie eine Verlängerung ihrer Aufenthaltsgenehmigung, während vor Verlängerung des Schutzbriefes 1394 bereits erwogen wurde, diesen nicht zu erneuern. Doch erreichten die Juden die Verlängerung, auch 1404 und 1414. 1424 wurden sie endgültig ausgewiesen.

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1349

Zusammenschluss der landsässigen Ritterschaft in Jülich

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1349

Der Kölner Erzbischof Walram von Jülich erwirbt für das Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. Köln Burg und Herrschaft Oedt

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1349-1362

 
Wilhelm sorgte für die finanzielle Konsolidierung des Erzstifts und führte eine vergleichsweise friedliche "Außenpolitik". Er nahm großen Einfluss auf den Inhalt der "Goldenen Bulle" Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378)  von 1356.

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1349-vor 1415

Johanniterkommende in Dinslaken
 
Die Gründung ging von der Kommende Walsum aus. Die Kommende ist bereits zwischen 1354 und 1415 eingegangen; in die Gebäude zog der Frauenkonvent Marienkamp ein, der 1433 erstmals als bestehend erwähnt wird.

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ab 1349

Öffentliche Ausstellung der Heiligtümer des Aachener Münsters (Domes)
 
Die Gewänder Christi, Mariens und des Heiligen Johannes Baptist werden im Aachener Münster öffentlich ausgestellt. Der Vorgang wiederholt sich alle sieben Jahre und sorgt für einen großen Pilgerstrom (Aachener Heiltumsfahrt).

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Ende 1349 - 1351

Markgraf Wilhelm V. von Jülich (Regierungszeit 1328-1361, seit 1356 als Herzog Wilhelm I.) in Kaiserswerth in Gefangenschaft
 
Der Markgraf wurde von seinen beiden Söhnen Gerhard von Berg (Regierungszeit als Graf von Ravensberg ab 1346, als Graf von Berg 1348-1360) und Wilhelm (Regierungszeit als Herzog Wilhelm II. von Jülich 1361-1393) gefangen genommen und für zwei Jahre in Kaiserswerth (heute Stadt Düsseldorf) festgehalten.

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1351

Die Talsiedlung Sayn (heute Stadt Bendorf) wird erstmals erwähnt
 
Sie gehört zum Typ der gefreiten Burgsiedlungen, die sich im Anschluss an eine Burg entwickelten, aber keine städtische Entwicklung durchliefen.

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1351

Gründung des Augustinereremitenklosters Wesel
 
Sie ging vom Kloster Marienthal aus. Das Kloster spielte eine entscheidende Rolle in der Reformationsgeschichte der Stadt Wesel. Ende des 16. Jahrhunderts war es faktisch aufgelöst, endgültig 1629.

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1351-1361

Erster Geldrischer Erbfolgekrieg
 
Die Brüder Rainald III. und Eduard von Geldern stritten um die Erbschaft der Grafschaft Geldern. Die Landstände Im Territorialstaat des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Bezeichnung für die politischen Vertretungen der Stände, die bei der Gesetzgebung und Verwaltung mitwirkten. Die Stände (Prälaten, Adel und Städte, sowie in wenigen Territorien auch die Bauern) versammelten sich auf den Landtagen und vertraten das Land gegenüber dem Landesherrn. Eines der wichtigsten Rechte der Landstände war das der Steuerbewilligung. nahmen eine vermittelnde Position ein. Graf Johann von Kleve stand auf Seiten Rainalds und erhielt dafür 1355 die Stadt Emmerich. Graf Engelbert III. von der Mark unterstützte Eduard. Letzterem gelang es 1361 mit Hilfe der Stadt Nimwegen, seinen Bruder Rainald auf zehn Jahre gefangen zu setzen.

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1352

Feldzug der Erzbischöfe von Köln und Trier gegen die Herren von Daun
 
Nach siegreichem Feldzug teilten sich die Erzbischöfe die Besitzungen der Herren von Daun. Dies war die letzte territorialpolitische Zusammenarbeit der beiden großen rheinischen Erzstifte.

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1352

Stiftung des Frauenklosters (Klausnerinnen) Antonigartzem (heute Stadt Mechernich)
 
Dieses wurde 1474 von Franziskanern übernommen; 1520 wurden Augustinernonnen nach Antonigartzem berufen, die 1541 dem Abt von Steinfeld unterstellt wurden. Es folgte die Einführung der Prämonstratenserregel; 1707  förmliche Aufnahme in den Prämonstratenserorden. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1352-1364

Dülken (heute Stadt Viersen) wird Stadt
 
Eine förmliche Privilegierung ist nicht überliefert.

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1353

 
Ulmen taucht auch im so genannten Sammelprivileg Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten auf; es gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die im Schatten einer Burg entstanden, weder besonders privilegiert wurden noch eine eigentlich städtische Entwicklung durchliefen.

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1353 / 1354

Die Karmeliter lassen sich in Aachen nieder
 
Das Aachener Kloster wurde zu einer der größeren und bedeutenderen Niederlassungen und gehörte zeitweise zu den angesehensten Studienhäusern der Ordensprovinz. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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9.2.1354

Krönung der dritten Frau Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378), Anna von Schweidnitz (um 1339-1362,  in Aachen

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27.6.1354

Markgraf Wilhelm von Jülich verleiht Rheindahlen (heute Stadt Mönchengladbach) städtische Freiheiten
 
Die Rechte sollen sich an dem Vorbild anderer jülichscher Städte orientieren, insbesondere an Nideggen.

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1354

Wachtendonk ist erstmals als Stadt bezeugt
 
Eine förmliche Erhebung ist nicht überliefert.

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1354

Ochtendunk (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Maifeld) wird im Sammelprivileg König Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Trierer Erzbischof unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt
 
Der kleine Ort erfuhr keine städtische Entwicklung.

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1354-1362

 
Boemund resignierte 1362 und starb 1367.

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17.3.1355

Der Herzog von Geldern verpfändet die Stadt Emmerich erstmals an den Grafen von Kleve
 
1402 ging die Stadt endgültig an den Grafen von Kleve und wurde eine der sieben klevischen Hauptstädte.

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1355

Ersterwähnung der Dachschiefergruben bei Kaub

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1355

Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) gestattet Erzbischof Gerlach von Mainz (Episkopat 1346-1371) die Stadterhebung von Monzingen

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1355

Die Herren von Hardenberg müssen ihre Herrschaft an Graf Gerhard I. von Berg (Regierungszeit als Graf von Berg 1348-1360) verkaufen
 
Der Kauf der Herrschaft brachte den Grafen von Berg eine beträchtliche Ausweitung ihres Territoriums nach Nordosten.

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1355

Ehrenbreitstein (heute Stadt Koblenz) erscheint als Talort
 
Die Siedlung am Fuß des Ehrenbreitsteins mit der erzbischöflich-trierischen Burg und Residenz hieß bis ins 17. Jahrhundert Mühlen oder Mühlheim (im 17. Jahrhundert zeitweise Philippstal), seit dem 14. Jahrhundert ohne förmliche Erhebung als Tal Vornehmlich im südlichen Rheinland (Eifel, Rhein-, Moselraum) Bezeichnung für einen gefreiten Ort, oft im Anschluss beziehungsweise unterhalb einer Burg gelegen. bezeugt, 1346 und 1376 in den Sammelprivilegien Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Erzbischof von Trier als mit Frankfurter Recht bewidmet erwähnt.

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1355-1361

Erster geldrischer Erbfolgekrieg

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1355-1414

Errichtung der gotischen Chorhalle des Aachener Domes
 
Der Typus des Chorbaus, einer einschiffigen, in schlanke Pfeiler und Glasflächen aufgelösten Halle, der so genannten Capella vitrea, war im Obergeschoss der Sainte-Chapelle in Paris, die Ludwig IX. von Frankreich (Regierungszeit 1226-1270) als monumentalen Schrein für die Dornenkrone, eine Hauptreliquie der Christenheit, hatte errichten lassen, vorgeprägt. Die Aachener Chorhalle könnte als monumentales Zeugnis für den Karlskult im Zusammenhang mit der Herrscherideologie Kaiser Karls IV.(Regierungszeit 1346-1378) zu deuten sein; eine Einflussnahme des Kaisers auf den Chorbau ist allerdings nicht nachzuweisen.

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10.1.1356

 
Das in seiner Wirkung bedeutsamste Gesetz des Heiligen römisch-deutschen Reiches blieb bis zu dessen Auflösung 1806 in Kraft. Es regelte erstmals und endgültig den Modus der Königswahl und die Stellung der Kurfürsten. Unter anderem legte es Aachen als rechtmäßigen Krönungsort der deutschen Könige fest und den Kölner Erzbischof als den rechtmäßigen Koronator.

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1356

Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) erhebt die Markgrafschaft Jülich zum Herzogtum
 
Die Markgrafschaft erhielt zusätzlich Sinzig mit Remagen.

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1356

 
Bacharach war Vorort der Nachbargemeinden Diebach (bestehend aus Rhein- und Oberdiebach), Manubach und Steeg. Diese bildeten einen Pfarr- und Gerichtsverband, die so genannte Viertälergemeinde. Für Bacharach ist keine förmliche Freiung überliefert. 1356 erhielten die Gemeinden und Täler Bacharach, Diebach, Steeg und Manubach ("gemeine", "lant", "dele") eine Ratsverfassung.

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1356-1372

Dietrich VI. Graf von Moers

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15.8.1357

Münzbund zwischen Kurköln, dem Herzogtum Jülich sowie den Städten Köln und Aachen
 
Er war auf sechs Jahre befristet und der erste rheinische Vertrag, der sich ausschließlich mit Münzfragen beschäftigte. Er legte die Ausprägung neuer Silbermünzen und den Wert des umlaufenden Geldes fest. Die Bestimmungen fanden Nachahmung auch in Territorien außerhalb des eigentlichen Vertragsgebietes.

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1357

Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) erlaubt dem Grafen Wilhelm von Wied, das Dorf Engers (heute Stadt Neuwied) zu einer ummauerten Stadt nach Friedberger Recht zu machen
 
Bis 1371 wurde die Freiung nicht genutzt. 1374 bestätigte Karl IV. den "slossen und vestenen" Pfalzel, Kunenengers und Brechen die von dem Trierer Erzbischof Kuno II. von Falkenstein veranlasste Befestigung, gestattete ihnen Märkte und bestätigte die Rechte und Freiheiten gleich anderen kurtrierischen Städten. 1479 heißt Engers "vestenung und stetigen".

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1358

Herzog Wilhelm I. von Jülich gründet das Karmeliterkloster in Düren
 
Es war die einzige Karmeliterniederlassung im Herzogtum Jülich. 1359 genehmigte der Kölner Erzbischof Wilhelm von Gennep die Klostergründung. Bei der Belagerung der Stadt im Geldrischen Krieg durch Karl V. (Regierungszeit 1519-1556) wurde das Kloster zerstört.

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1359

Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) gibt Johann von Saffenburg, Graf zu Neuenahr, das Recht, Gelsdorf (heute Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler) zur Stadt zu erheben
 
Eine städtische Entwicklung kam nicht zustande, der Ort blieb Dorf.

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1359

Die Stadtwerdung von Uedem kommt zum Abschluss

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1360

Hostienwunder in Kleve
 
Die Hostie in der Stiftskirche von Kleve soll einige Blutstropfen abgesondert haben. Aufgrund dieses Wunders kam es fortan zu einer jährlichen Stadtprozession.

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1360

 
Virneburg gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die im Schatten einer Burg entstanden, weder besonders privilegiert wurden noch eine eigentlich städtische Entwicklung durchliefen.

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1360

 
1368 heißt es wieder Dorf, 1410 Stadt, um 1600 Dorf. Eine städtische Entwicklung hat der Ort nicht erfahren.

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um 1360

Das Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. Köln ist ein administrativ in Ämter gegliedertes und durchstrukturiertes Territorium
 
Die Ämterverfassung wurde von Erzbischof Walram von Jülich eingeführt und von seinem Nachfolger Wilhelm von Gennep vollendet.

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um 1360

Der Kernraum der Grafschaft Berg ist ein administrativ in Ämter gegliedertes und durchstrukturiertes Territorium

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1361-1408

Graf Wilhelm II. von Berg, ab 1380 Herzog Wilhelm I. von Berg

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1361-1371

Herzog Eduard von Geldern

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1361-1393

Herzog Wilhelm II. von Jülich

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1362

Im Kampf zwischen Herzog Eduard von Geldern (Regierungszeit 1361-1371) und Graf Johann von Kleve wird Xanten fast völlig zerstört

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Juni 1363 - Juni 1364

 
Adolf wurde vom Papst gegen den Willen des Domkapitels als nächster Erzbischof von Köln bestimmt. Da er jedoch auf die Grafschaft Kleve hoffte, verstand er den Kölner ErzstuhlBezeichnung für das Amt des Erzbischofs. lediglich als willkommene Wartestation. Er verzichtete 1364 zu Gunsten seines greisen Onkels Engelbert (III.), Bischof von Lüttich, auf das Erzbistum, ließ sich diesen Übergang jedoch teuer bezahlen.

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1363

Gottfried III. von Looz, Herr zu Heinsberg, Blankenberg und Löwenburg verpfändet Stadt und Herrschaft Blankenberg an seinen Neffen, Graf Wilhelm II. von Berg (Regierungszeit 1361-1408)
 
Die Pfandsumme von 60.000 Mouton d'or war beträchtlich; Gottfried konnte die Pfandschaft nicht auslösen, sodass die Herrschaft 1368 in den Besitz der Grafen von Berg überging. Der Erwerb der Herrschaft bedeutete eine Ausdehnung des bergischen Herrschaftsgebietes nach Süden über die Agger hinaus bis zum Siebengebirge.

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1363

Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) gestattet dem Trierer Erzbischof Kuno II. von Falkenstein Ediger (heute Gemeinde Ediger-Eller, Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Cochem-Land) und Niederbrechen zu Städten ("oppida") zu erheben
 
Ediger erlebte eine nur geringe städtische Entwicklung.

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1363

Vallendar wird 1363 "veste und dorff" genannt
 
Es erscheint 1376 im Sammelprivileg Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Erzbischof von Trier unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten.

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1364

Waldfeucht ist erstmals als Stadt bezeugt
 
Eine förmliche Erhebung ist nicht überliefert.

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1364

Die Stadt Griethausen (heute Stadt Kleve) ist im Aufbau begriffen
 
Die kleine Stadt wurde planmäßig angelegt; ihre Errichtung stand im Zusammenhang mit der Verlegung des klevischen Reichszolls von Nimwegen nach Griethausen. Im 15. Jahrhundert büßte die Stadt die Zollstätte wieder ein und stagnierte seitdem in ihrer Entwicklung.

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1364

Oedt (heute Gemeinde Oedt) wird als gefreite Burgsiedlung erstmals erwähnt
 
Der planmäßig angelegte Burgort erfuhr jedoch keine städtische Entwicklung.

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1364/1366

Mönchengladbach wird Stadt
 
Eine förmliche Stadterhebung ist nicht überliefert.

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1364-1368

 
Engelbert, bis dahin Bischof von Lüttich, erhielt das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. aus den Händen seines Neffen Adolf. Auf Druck des Domkapitels, das wegen seiner Unfähigkeit eingriff, übertrug er die Regierung 1366 dem Trierer Erzbischof Kuno von Falkenstein als Koadjutor.

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1365

 
Eine Entwicklung zur Stadt hin fand nicht statt.

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1366-1370

Der Trierer Erzbischof Kuno II. von Falkenstein regiert das Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. und  Erzbistum Köln
 
Zunächst bis zum Tod Erzbischof Engelberts III. von Köln 1368 als Koadjutor, anschließend unter wechselnden Rechtstiteln. Er sorgte für die Wahl seines Großneffen Friedrich von Saarwerden zum Kölner Erzbischof.

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1367

Pfalzgraf Ruprecht I. (Regierungszeit 1329-1390) verleiht Horn (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Simmern/Hunsrück) das Befestigungsrecht und einen Wochenmarkt
 
Horn wird 1410 als Stadt erwähnt. Es war eine der drei pfälzischen Vesten auf dem Hunsrück.

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1367

 
Für den gefreiten Burgort ist kein Freiungsprivileg überliefert. Im 15. und 16. Jahrhundert erscheint er überwiegend als Tal Vornehmlich im südlichen Rheinland (Eifel, Rhein-, Moselraum) Bezeichnung für einen gefreiten Ort, oft im Anschluss beziehungsweise unterhalb einer Burg gelegen. und war Amtssitz.

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1367

Der Trierer Erzbischof Kuno II. von Falkenstein schließt einen Schutzvertrag mit der Stadt Trier

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1367

Der Trierer Erzbischof Kuno II. von Falkenstein übergibt der Stadt Trier das ihm von Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) geschenkte Haupt der Heiligen Helena

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5.3.1368

Graf Wilhelm von Jülich und Gemahlin Anna von Berg erheben das Dorf Gerresheim (heute Stadt Düsseldorf) zur Stadt
 
Ansätze zur Stadtentwicklung zeigte Gerresheim bereits seit dem 13. Jahrhundert, wie die Existenz eines Stiftes von überörtlicher Bedeutung, eines Marktes und eines Gewandhauses zeigen.

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1368

Der Trierer Erzbischof Kuno II. von Falkenstein erwirbt als Koadjutor des Erzbischofs von Köln für das Kölner Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. die Grafschaft Arnsberg

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1368

Stadt und Herrschaft Blankenberg fallen an Graf Wilhelm II. von Berg (Regierungszeit 1361-1408)
 
1363 hatte Gottfried III. von Looz, Herr zu Heinsberg, Blankenberg und Löwenburg Stadt und Herrschaft Blankenberg an den Grafen von Berg verpfändet. Da er die Pfandschaft nicht auslösen konnte, ging sie in bergischen Besitz über. Ihr Erwerb bedeutete eine Ausdehnung des bergischen Herrschaftsgebietes nach Süden über die Agger hinaus bis zum Siebengebirge.

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1368-1394

Graf Adolf I. von Kleve (1391-1392 auch Graf Adolf III. von der Mark)
 
Das Haus Kleve erlosch mit dem Tod von Graf Johann im Mannesstamm. Nach kurzem Konflikt konnte sich Johanns Bruder Adolf von der Mark als Erbfolger gegen Johanns Tochter und den Koadjutor des Erzbischofs von Köln, Erzbischof Kuno von Falkenstein, durchsetzen. Er wurde dabei von den Landständen unterstützt. Nach dem Tod seines Bruders Engelbert 1391 erhielt er in einer Erbteilung mit seinem Bruder Dietrich auch die Grafschaft Mark.

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nach 1368

Linnich wird Stadt
 
Ein förmliches Erhebungsprivileg ist nicht überliefert.

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1369/1370

Vertreibung von ketzerischen Begarden und Beginen aus Aachen
 
Die Vertreibung war das Ergebnis einer durch einen päpstlichen Inquisitor vorgenommenen Untersuchung. Die Häuser der fraglichen Beginen und Begarden gingen in städtisches Eigentum über. Ein weiteres, 1373 durchgeführtes Verfahren hatte ein ähnliches Ergebnis.

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1370/1371

Weberherrschaft in Köln
 
Die im Wollenamt organisierten Weber von Köln ergriffen im Weberaufstand die Macht in der Stadt. Sie konnten sich jedoch nicht lange im Stadtregiment halten und wurden in der Weberschlacht durch die Alten Geschlechter und die mit diesen verbündeten Gaffeln besiegt.

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1370

Die Kölner Gottestracht ist erstmals bezeugt
 
Die Kölner Gottestracht (Heilige-Lanzen-Prozession) war die bedeutendste Sakramentsprozession im Erzbistum Köln im Spätmittelalter. Sie fand am Freitag der zweiten Osterwoche statt und war eine städtische Veranstaltung.

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1370-1414

 
Friedrich wurde mit Hilfe seines Großonkels, des Trierer Erzbischofs und Verwalters des Erzbistums Köln, Kuno von Falkenstein, gegen den Widerstand Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378)  nach einem ersten gescheiterten Versuch 1370 von Papst Urban V. (Pontifikat 1362-1370) zum Kölner Erzbischof ernannt, trat das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. jedoch erst 1371 an.

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22. 8.1371

Schlacht bei Baesweiler
 
Wenzel von Luxemburg (Regierungszeit als Herzog von Luxemburg 1354-1383, als Herzog von Brabant-Limburg ab 1355), Halbbruder Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) und Reichsvikar, versuchte in einem Feldzug seinen direkten Konkurrenten im Maasgebiet, Herzog Wilhelm II. von Jülich (Regierungszeit 1360-1408), in seine Schranken zu verweisen. Dieser fand Hilfe bei seinem Schwager Herzog Eduard von Geldern und Erzbischof Friedrich III. von Köln. In der Schlacht von Baesweiler erlitt Wenzel eine vernichtende Niederlage, die seinen "Drang nach Osten" stoppte. Der Herzog von Brabant geriet in Gefangenschaft, Herzog Eduard von Geldern fiel in der Schlacht.

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1371-1377

Zweiter Geldrischer Erbfolgekrieg
 
Nach dem Tod des letzten geldrischen Herzogs war Wilhelm von Jülich, Sohn Herzog Wilhelms II. von Jülich der erste Erbschaftsanwärter. Als diesem 1373 der Bruder Kaiser Karls IV., Wenzel von Brabant, in die Hände fiel, erhielt er als Lösegeld das Herzogtum Geldern für seinen ältesten Sohn Wilhelm. Bis 1379 wurde die Erbfolge von den übrigen rheinischen Fürsten militärisch angefochten. Selbst der andere Jülicher Zweig, die Grafen von Berg, kämpften gegen Wilhelm. Sie erhielten 1376 Remagen und Sinzig und schieden aus dem Konflikt aus.

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1371/1379-1402

Herzog Wilhelm I. von Geldern (ab 1393 auch Herzog Wilhelm III. von Jülich)
 
Wilhelm vereinte nach dem Tod seines Vaters Wilhelm II. von Jülich 1393 die Herrschaft über Geldern und Jülich in seiner Person und überging damit die Forderungen seines jüngeren Bruders Rainald. Wilhelm war ein äußerst kriegerischer Herrscher, er führte zwei Kriege gegen Brabant (1388, 1397), griff 1395 das kölnische Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. an, fuhr auf drei Kreuzzüge nach Preußen (1383, 1388/89 und 1393) und bekämpfte Seeräuber an der nordafrikanischen Küste. Er verstarb bereits im Alter von etwa 39 Jahren.

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vor 1372

Gründung des Augustinereremitenklosters in Hillesheim in der Eifel
 

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1371

Der Trierer Erzbischof Kuno II. von Falkenstein erwirbt Engers für das Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. Trier

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8.3.1372

Münzvertrag zwischen Kurköln, Kurtrier unter Hinzuziehung der Stadt Köln
 
Man einigte sich angesichts allenthalben im Umlauf befindlicher unterwertiger Gold- und Silbermünzen, die großen Schaden brachten, darauf, Gold- und Silbermünzen von gleicher, genau festgelegter Qualität zu schlagen.

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1372

Die Stadt Köln erlaubt Juden, sich wieder innerhalb der Stadtmauern anzusiedeln
 
Seit dem Pogrom Russisch, im zaristischen Russland ab 1881 Judenverfolgung, danach allgemein Hetze, Ausschreitung gegen nationale, religiöse, rassische Gruppen. vom 24.8.1349 mit der Vernichtung der Judengemeinde waren sie aus der Stadt verbannt gewesen. Die Wiederzulassung erfolgte auf der Basis befristeter Schutzverträge. Der letzte dieser Verträge lief am 1.10.1424 aus und brachte die endgültige Verbannung der Juden aus Köln bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit.

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1372

Neue Zollstation in Ruhrort (heute Stadt Duisburg)
 
Der ursprünglichen dem Ritter Johann von Moers  (gestorben 1375)  von Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) verliehene Zoll wurde von Graf Engelbert III. von der Mark eingerichtet, obwohl der Kölner Erzbischof die Zollhoheit am Niederrhein beanspruchte. 1373 griffen kurkölnische Truppen den Zollort erfolglos an. 1379 widerrief König Wenzel (Regierungszeit 1376-1400) den Zoll.

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1372

Gründung des Kreuzherrenklosters in Aachen
 
Das Kreuzherrenkloster in Aachen hatte innerhalb des Ordens wie in der Stadt eher durchschnittliche Bedeutung. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1372-1418

Friedrich II. Graf von Moers

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1.10.1373

Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) erlaubt Graf Friedrich II. von Moers, das Dorf Krefeld zu einer befestigten Marktstadt zu erheben

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20.12.1373

Der Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden erhebt Zons (heute Stadt Dormagen) zur Stadt

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1373

 
Eine Erhebung ist nicht überliefert; seit 1305 werden zwar Ansätze zur Stadtwerdung erkennbar, eine städtische Entwicklung fand jedoch nicht statt.

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1373

Konflikt zwischen dem Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden und der Stadt Neuss
 
Im Konflikt mit Neuss erhob Friedrich Zons zur Stadt und begründete dort eine neue Zollstation. Der Streit endete durch einen Schiedsspruch Erzbischof Kunos II. von Trier mit der Bestätigung Friedrichs als Stadtherr von Neuss.

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23.2.1374

Graf Wilhelm II. von Berg (Regierungszeit 1361-1408, ab 1380 als Herzog Wilhelm I.) und Gemahlin Anna erheben das Dorf Solingen zur Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. nach dem Privileg für Gerresheim von 1368

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1374

Überschwemmungskatastrophe am Niederrhein
 
Diese sorgte für große Not. Viele Menschen zogen durch Städte und Dörfer, tanzten in und vor den Kirchen und riefen den Beistand des heiligen Johannes herbei. Die Tänzer wurden für vom Teufel besessen erklärt und exorziert.

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4.4.1375 - 16.2.1377

Kölner Schöffenkrieg
 
Aufgrund der Verhaftung zweier Juden kam es zum Streit zwischen Rat und Schöffen Seit der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Amtsträger in Städten fassbar, die im Namen der Stadt oder des Landesherrn die Rechtssprechung wahrnahmen; das Schöffenkollegium wurde entweder zum städtischen Rat oder blieb daneben bestehen. der Stadt Köln. Der anschließend offen ausgetragene Konflikt zwischen dem Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden den Schöffen Seit der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Amtsträger in Städten fassbar, die im Namen der Stadt oder des Landesherrn die Rechtssprechung wahrnahmen; das Schöffenkollegium wurde entweder zum städtischen Rat oder blieb daneben bestehen. einerseits und der Stadt Köln mit ihrem Feldhauptmann Graf Engelbert III. von der Mark (1347-1391) andererseits, endete nach fast zwei Jahren mit der Einigung auf den status quo.

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6.7.1376

Krönung Wenzels von Luxemburg (geboren 26.2.1361, Regierungszeit 1378-1400, gestorben 1419) als Mitkönig Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) in Aachen
 
Wenzel war am 10.6.1376 in Frankfurt am Main gewählt worden. Bei der Krönung Wenzels und seiner Frau Johanna von Bayern (1356-1386), die der Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden vornahm, waren Kaiser Karl IV. und Gemahlin Elisabeth anwesend. Der Kölner Erzbischof wurde wegen der Krönung vom Papst exkommuniziert. Erst mit Beginn des Kirchenschismas 1378 wurde er davon befreit.

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1376

Briedel (heute Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Zell) wird im Sammelprivileg Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Trierer Erzbischof unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt
 
Eine städtische Entwicklung trat jedoch nicht ein.

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1376

Arenfels (heute Stadt Bad Hönningen) wird im Sammelprivileg Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) für den Trierer Erzbischof unter den mit Frankfurter Recht bewidmeten Orten genannt
 
Eine städtische Entwicklung der Burgsiedlung trat jedoch nicht ein.

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1379

König Wenzel (Regierungszeit 1378-1400) hebt die Zölle in Ruhrort (heute Stadt Duisburg) und Düsseldorf auf
 
Damit erreichte Erzbischof Friedrich III. von Köln die von ihm angestrebte Zollhoheit am Niederrhein.

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24.5.1380

König Wenzel (Regierungszeit 1378-1400) erhebt die Grafschaft Berg zum Herzogtum
 
In der Folgezeit verlegten die Herzöge ihre Residenz allmählich von Burg an der Wupper in die Stadt Düsseldorf.

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1380

In Köln wirkt Meister Wilhelm, der erste namentlich bekannte Künstler der Kölner Malerschule

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1380/1381

Krieg zwischen Kurköln und Kleve um die gemeinsamen Grenzen am Niederrhein

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1381

Vereinbarung der vier rheinischen Kurfürsten, keine territorialen Städtebünde tolerieren zu wollen

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1383

Dollendorf (heute Gemeinde Blankenheim) als Talort bezeugt
 
Dollendorf gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die im Schatten einer Burg entstanden, weder besonders privilegiert wurden noch eine eigentlich städtische Entwicklung durchliefen.

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1383/1384

Krieg zwischen Kurköln und Kleve

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26.11.1385

Erster kurrheinischer Münzvertrag
 
Kurtrier, Kurköln, Kurmainz und die Kurpfalz schlossen sich zu einem Münzbund auf zehn Jahre zusammen. Darin wurde nicht nur der Wert der selbst geprägten Gold- und Silbermünzen, sondern auch der Wert des übrigen umlaufenden Geldes festgelegt. Das Vertragsgebiet umfasste jeweils nur Teile der Besitzungen der Vertragspartner. Bonn wurde mit dem Münzvertrag einzige Münzstätte Kurkölns. Der Vertrag wurde bereits am 8.6.1386 in einigen Punkten revidiert und galt erneut auf zehn Jahre.

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1385

Reifferscheid (heute Gemeinde Hellenthal) erstmals als Stadt ("steyde") erwähnt
 
Reifferscheid gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die im Schatten einer Burg entstanden, weder besonders privilegiert wurden noch eine eigentlich städtische Entwicklung durchliefen.

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8.6.1386

Revision des ersten kurrheinischen Münzvertrags
 
In der Revision des Münzvertrags vom 26.11.1385 verpflichteten sich die vier rheinischen Kurfürsten, einheitliche Gulden von 23 Karat mit einem Gewicht von 66 Stück auf eine Mark auszuprägen. Der rheinische Gulden erlangte in den nächsten zwei Jahrhunderten als Goldmünze überregionale Bedeutung

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1388

Gründung der Universität Köln
 
Die Universität Köln war die erste auf städtische Initiative zurückgehende Universität. Die Gründungsurkunde stellte Papst Urban VI. (Pontifikat 1378-1389) am 21.5.1388 aus. Sie wurde am 22.12.1388 im Kölner Rat verlesen, am 6.1.1389 nahm die Universität den Betrieb auf.

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1388-1392

 
Mit der Inbesitznahme der Herrschaft Linn durch Erzbischof Friedrich III. von Köln begann eine Fehde Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen. mit Kleve-Mark, das sich bedroht fühlte. Obwohl Graf Adolf I. von Kleve gefangen genommen wird, endet der Streit mit einem Kompromissfrieden, der zumindest für einige Zeit Frieden zwischen den Parteien bringt.

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1388-1418

 
Werner war der Großneffe seines Vorgängers Kuno von Falkenstein. Er errichtete unter anderem den "Weißen Turm" als Zollsperre an einer besonders engen Stelle der Heerstraße am Rhein. Um diesen Turm herum entwickelte sich die heutige Stadt Weißenthurm.

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1390/1391

Weseler Krieg
 
In einer Fehde Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen. zwischen Erzbischof Werner von Trier und der Stadt Oberwesel wurden im Rheinland erstmals Feuergeschütze verwendet.

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1391

Nach dem Tod von Graf Engelbert III. fällt die Grafschaft Mark an dessen Bruder Graf Adolf I. von Kleve
 
Mögliche Erbansprüche von Engelberts Tochter wurden übergangen.

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1392

Graf Dietrich von der Mark
 
Dietrich war der zweitgeborene Sohn Graf Adolfs I. von Kleve (Regierungszeit 1368-1394), der diesem nach nur einjähriger Herrschaft in Mark diese Grafschaft übertrug.

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1392

Der Graf von Kleve tritt die Ämter Linn und Uerdingen an Kurköln ab
 
Dafür musste ein kleiner kurkölnischer Besitz um Aspel-Rees an Kleve verpfändet werden, dessen Einlösung nicht mehr gelang.

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1392

 
Die Erhebung soll entweder durch Graf Simon III. oder Graf Walram von Sponheim erfolgt sein.

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1393

Bau des Klever Tores in Xanten

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1393-1423

Die Herzogtümer Geldern und Jülich sind in Personalunion Vereinigung von Ämtern und Ländern in der Hand einer Person. vereinigt

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seit 1393/1394

Bergbau im Herzogtum Jülich
 
Der Kohlberg zu Eschweiler und der Bleiberg zu Kall in der Eifel werden erstmals in Schriftquellen genannt.

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1394

Altenahr wird als Stadt ("statt") bezeichnet
 
Die unterhalb der kurkölnischen Burg gelegene Siedlung erfuhr keine förmliche Stadterhebung; sie gehört vielmehr zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die im Schatten einer Burg entstanden, weder besonders privilegiert wurden noch eine eigentlich städtische Entwicklung durchliefen.

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1394-1448

Graf Adolf II. von Kleve (ab 1417 Herzog Adolf I., 1398-1437 auch Graf Adolf IV. von der Mark)

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1396

Sturz der Geschlechterherrschaft in Köln
 
Die Herrschaft der "15 Geschlechter" in Köln endete in einer unblutigen Revolution der Gaffeln. Im "Verbundbrief" vom 14.9.1396, der neuen Verfassung auf der Basis der Schwureinung werden die Gaffeln als Herrschaftsträger festgelegt, den alten Geschlechtern ist der Zugang zum Rat der Stadt jedoch nicht grundsätzlich versperrt. 1512 wird der Verbundbrief durch den so genannten "Transfixbrief" ergänzt. In dieser Form bleibt die Verfassung der Stadt Köln bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 in Kraft.

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1396

Verbundbrief der vier großen mit den neun kleinen Zünften in der Stadt Trier

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1396

Der Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden lässt das Dorf Rhens (heute Stadt Rhens, Verbandsgemeinde Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation   Rhens) befestigen

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7.6.1397

Schlacht bei Kleverhamm
 
Aus einer Familienstreitigkeit um Anteile am Kaiserswerther Zoll entstand eine Fehde Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen. der beiden mächtigsten Herrscherhäuser des Rheinlandes, Kleve-Mark und Berg. Herzog Wilhelm von Berg (Regierungszeit 1360-1408) fiel in Kleve ein; bei Kleverhamm (zwischen Kleve und dem Rhein) kam es zur Schlacht. Gerade noch rechtzeitig kam Graf Dietrich von der Mark seinem Bruder Graf Adolf II. von Kleve (ab 1417 Herzog ) zu Hilfe. Auch die städtischen Milizen (unter anderem aus Wesel) spielten in dieser Schlacht auf Seiten von Kleve eine entscheidende Rolle. Herzog Wilhelm von Berg wurde ebenso gefangen genommen wie sein Verbündeter Rainald von Münstereifel. Die Schlacht entschied den Wettstreit der beiden Familien zu Gunsten Kleve-Marks. Rainald blieb bis zu seinem Regierungsantritt als Herzog Rainald IV. von Jülich-Geldern 1402 in Gefangenschaft und musste ein Lösegeld von 80.000 Gulden zahlen.

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1397-1400

Die rheinischen Kurfürsten (Köln, Mainz, Trier - Kontrolle) stehen in deutlicher Opposition zu König Wenzel (Regierungszeit seit 1378)
 
Sie trafen sich mehrfach in seiner Abwesenheit.

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1398

Die Burgsiedlung Odenkirchen (heute Stadt Mönchengladbach) wird erstmals als gefreit erwähnt
 
Eine Erhebung ist nicht bekannt; der Burgort erfuhr keine städtische Entwicklung.

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1398

Königsstuhl zu Rhens erstmals erwähnt
 
Er wurde wohl auf Veranlassung Kaiser Karls IV. (Regierungszeit 1346-1378) in dem als Versammlungsort der Kurfürsten dienenden Baumgarten am Rheinufer nördlich von Rhens errichtet, vielleicht anstelle eines hölzernen Vorgängers. 1804/1805 von den Franzosen zerstört, 1842 von Johann Claudius Lassaulx wiedererrichtet, 1929 an die heutige Stelle oberhalb des alten Standortes versetzt.

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1398/1399

Brüggen wird erstmals als Stadt bezeichnet
 
Sie entstand im Anschluss an die 1289 erstmals erwähnte Burg; eine förmliche Erhebung ist nicht überliefert; die kleine Siedlung  erlebte keine städtische Entwicklung.

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1398

Graf Dietrich von der Mark (Regierungszeit seit 1393) fällt bei der Belagerung von Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)
 
Die Grafschaft Mark fiel daraufhin wieder an die klevische Hauptlinie.

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seit dem späten 14. Jh.

Geilenkirchen wird Stadt
 
Eine förmliche Stadterhebung ist nicht bekannt.

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seit dem späten 14. Jh.

Süchteln (heute Stadt Viersen) wird Stadt
 
Eine förmliche Stadterhebung ist nicht bekannt.

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15. Jh.

Beginn der (Köln-)Mülheimer Gottestracht
 
Die alljährliche Schiffsprozession auf dem Rhein am Fronleichnamstag findet bis heute statt.

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15. Jh.

Steele (heute Stadt Essen) wird Stadt
 
Eine förmliche Erhebung ist nicht bekannt, 1467 werden Bürger genannt, 1491 Bürgermeister. In der Folgezeit wird der Ort meistens Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. , Flecken oder auch Stadt genannt.

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15. Jh.

 
Aldenhoven wird mit der seltenen Bezeichnung "Marktveste" versehen; eine förmliche Privilegierung ist nicht bezeugt - wohl auch nicht erfolgt. 1499 tritt die Bezeichnung "stat" auf.

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21.8.1400

Die vier rheinischen Kurfürsten (Köln, Mainz, Trier, Kurpfalz) setzen König Wenzel (Regierungszeit 1378-1400, gestorben 1419) in Oberlahnstein ab
 
Sie wählten anschließend in Rhens den Pfalzgrafen Ruprecht III. zum römisch-deutschen König  (Regierungszeit 1400-1410).

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6.1.1401

Krönung Ruprechts von der Pfalz (geboren 5.5.1352, Regierungszeit 1400-1410) zum römisch-deutschen König im Kölner Dom
 
Ruprecht war am 21.8.1400 in Rhens gewählt worden. Nachdem die traditionelle Krönungsstadt Aachen sich geweigert hatte, Ruprecht hereinzulassen, fand die Krönung in Köln statt. Die Krönung nahm der Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden vor. Es gelang Ruprecht nicht, seine Herrschaft zu konsolidieren.

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1401

Die Stadt Ruhrort (heute Stadt Duisburg) gelangt auf dem Erbweg von der Grafschaft Mark an die Grafschaft Kleve

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1401

Gründung des Franziskanertertiarinnenklosters in Dyck (heute Gemeinde Jüchen)
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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30.1.1402

Papst Bonifaz IX. (Pontifikat 1389-1404) gestattet der Stadt Aachen auf ewig, in der Erkerkapelle ihres Rathauses vor jeder Ratssitzung eine heilige Messe lesen zu lassen
 
In Einzelfällen war das den Aachenern schon vorher, so 1354 und 1376, vom Bischof von Lüttich gestattet worden.

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1402

Die Stadt Emmerich kommt endgültig an die Grafschaft Kleve

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1402

Herzog Wilhelm I. von Berg (Regierungszeit 1360-1408) gibt Gräfrath (heute Stadt Solingen) ein Freiheitsprivileg nach dem Vorbild der Stadt Solingen

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1404

Holten (heute Stadt Oberhausen) gelangt auf dem Erbweg nach dem Tode Dietrichs von der Mark, Herrn zu Wesel und Dinslaken, an die Grafschaft Kleve

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1404/1405

Süchteln (heute Stadt Viersen) wird als befestigtes Dorf und Stadt ("oppidum Lateinisch, Stadt, vielfach nur im Sinn gefreiter Ort, Freiheit zu verstehen. ") erwähnt
 
Ein förmliches Erhebungsprivileg ist nicht bekannt.

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1405

Kurköln erwirbt Helpenstein und Erprath

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1405

Die Burgfreiheit der Homburg (heute Gemeinde Nümbrecht) wird erstmals erwähnt

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1406

Herzog Rainald VI. von Geldern überlässt alle seine Rechte und Ansprüche auf die Liemers gegen 10.000 Goldschilde dem Grafen von Kleve

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1407

Wesel wird offiziell Mitglied der Hanse

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1407-1414

Bau des spätgotischen Rathausturms der Stadt Köln
 
Der gewaltige Turm diente als Ratsweinkeller, Ratskammer, Archiv und Zeughaus. Nach starken Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg bis 1975 wiederaufgebaut.

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1408

Gründung des Beginenkonvents "ter Dyck" in Viersen
 
Seit 1438 Franziskanertertiarinnen. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1409

Brand der Pfarrkirche St. Nicolai in Kalkar
 
In der Folgezeit entstand bis 1505/1506 der bestehende spätgotische Kirchbau, der von Mitte 15. bis etwa Mitte des 16. Jahrhunderts mit vorwiegend hochrangingen Kunstwerken ungewöhnlich reich ausgestattet wurde (unter anderem Werke von Henrik Douwermann, Jan Joest, Arnt Beeldsnider).

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1410

Stiftung des Andreasklosters in Sonsbeck
 
Der Schwesternkonvent wurde im Sinne der Devotio moderna gegründet, ab 1427 Franziskanertertiarinnen, 1457 Annahme der Klausur. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1410

 
Argenthal war eine der drei simmerischen Vesten auf dem Hunsrück.

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1411

Erste Kölner Stadtansicht
 
Diese findet sich im "Martyrium der heiligen Ursula", einem Werk der Kölner Malerschule, das sich heute im Wallraf-Richartz-Museum in Köln befindet.

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um 1413

In Kalkar entsteht der Kleine Beginenkonvent St. Cäcilien
 

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25.1.1414

Einweihung der gotischen Chorhalle des Aachener Münsters (Domes) durch den Lütticher Weihbischof Heinrich von Sidon

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8.11.1414

Krönung Sigismunds (geboren 14.2.1368, Regierungszeit 1410-1437) zum römisch-deutschen König in Aachen
 
Sigismund war erstmalig am 20.9.1410 in Frankfurt am Main gewählt worden, Neuwahl am 21.7.1411 ebenfalls in Frankfurt. Die Krönung nahm der frisch gewählte und kurz zuvor zum Priester geweihte Kölner Erzbischof Dietrich II. von Moers vor, dessen Primiz die Krönungsmesse war. Mit Sigismund wurde auch seine zweite Frau Barbara von Cilly (1391/1392-1451) gekrönt.

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14.11.1414

König Sigismund (Regierungszeit 1410-1437) besteigt den neuen Kölner Rathausturm
 
Nach seiner Krönung in Aachen am 8.11.1414 machte Sigismund Station in Köln, nahm die Ovationen der Bürgerschaft entgegen und bestieg den gerade fertiggestellten 61 Meter hohen prächtigen Rathausturm, das neue Wahrzeichen der Stadt.

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1415

 
Irmgard von Bolden, Frau zu Rodemacher und Gemahl bestätigten den Bürgern der Gemeinde Waxweiler alle Freiheiten, wie sie die von Neuerburg hatten. Es fand jedoch keine städtische Weiterentwicklung statt.

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vor 1416

Monheim wird Stadt
 
Eine förmliche Stadterhebung ist nicht überliefert.

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1416

Gutenberg (heute Stadt Rüdesheim) wird als Talsiedlung genannt
 
Es gehört zum Typ der gefreiten Burgsiedlungen, die sich im Anschluss an eine Burg bildeten und keine städtische Entwicklung durchliefen.

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28.4.1417

Graf Adolf II. von Kleve wird durch König Sigismund (Regierungszeit 1410-1437) zum Herzog erhoben
 
Die Erhebung während des Konstanzer Konzils erfolgte wohl durch Vermittlung des Herzogs von Burgund.

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nach April 1417

Herzog Adolf I. von Kleve gründet auf der Insel op ter Graven bei Wesel eine Kartause
 
Die der Himmelskönigin ("Regina coeli") geweihte Kartause war von Anfang an als Hauskloster und Grablege der Klever Herzöge bestimmt. Die Parallelen zur Kartause Champmol bei Dijon, die Herzog Philipp von Burgund (Regierungszeit 1363-1404) 1383 als Grablege gestiftet hatte und die von ihm und den folgenden Burgunderherzögen reich ausgestattet wurde, liegen auf der Hand. Adolf I., seine Gattin Maria von Burgund (1394-1463) und weitere Mitglieder der herzoglichen Familie förderten das Grave-Kloster großzügig. Der Herzog, seine Gattin und die gemeinsame Tochter Katharina sowie seine Schwester Katharina wurden dort begraben. Die Lage des Klosters vor den Toren der Stadt Wesel wurde ihm schließlich in Kriegszeiten zum Verhängnis; 1590 wurde es von den Bürgern der Stadt zerstört, nachdem die fürstlichen Gebeine in die Dominikanerkirche in der Stadt überführt worden waren. Die Kartäuser lebten seit 1591 ebenfalls im Weseler Dominikanerkloster und siedelten 1628 nach Xanten über.

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1417

Schermbeck wird erstmals als Stadt bezeichnet
 
Die erste Privilegierung ist nicht überliefert; die Stadtwerdung wird wohl im 14. Jahrhundert erfolgt sein. 1417 taucht Schermbeck erstmals unter den klevischen Städten auf.

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seit 1418

Das westfälische Drittel der Hanse wird von Köln angeführt
 
Bislang war Dortmund der Vorort des Hansedrittels gewesen.

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1418

Einführung der Primogeniturerbfolge in Kleve-Mark

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1418

Erster Hinweis auf die städtische Rechtsstellung von Angermund (heute Stadt Düsseldorf)
 
In diesem Jahr werden die Bewohner von Angermund erstmals Bürger ("burgere") genannt; 1423 werden Schloss und Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. Angermund erwähnt, eine förmliche Freiung ist jedoch nicht überliefert.

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1418

Gründung des Klosters Nazareth in der Stadt Geldern
 
Der Frauenkonvent übernahm 1419 die Augustinerregel. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1418

Das Neusser Kloster St. Michaelsberg wird erstmals erwähnt
 
Der Tertiarinnenkonvent war wohl um 1400 aus einem Beginenkonvent (Hunenkonvent) hervorgegangen. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1418/1419

Vertreibung der Juden aus Stadt und Kurfürstentum Trier unter Erzbischof Otto von Ziegenhain
 
Erst 1518 wurden in Kurtrier die ersten Juden wieder zugelassen, nachdem sich schon vorher jüdische Familien in Vallendar, Lützelkoblenz und Mühlheim unter dem Ehrenbreitstein hatten niederlassen dürfen.

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1418-1448

Friedrich III. Graf von Moers

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1419-1425

Errichtung des städtischen Kauf- und Tanzhauses in Koblenz
 
Seit 1674 Rathaus, Umbau 1724 nach Plänen des kurtrierischen Hofbaumeisters Johann Georg Judas. Im 19. Jahrhundert diente das Gebäude als Kauf- und Mehlhalle sowie für Schulzwecke. Nach Kriegszerstörung 1961/1962 wiederhergestellt, heute Mittelrhein-Museum.

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1420 / 1421

Gründung des Dominikanerklosters in Marienheide
 
Bereits seit 1417 ist in Marienheide die Wallfahrt zu einem Mariengnadenbild bezeugt. Die Klostergründung geht auf Graf Gerhard von der Mark zurück.

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1420

Gründung eines Frauenklosters in Straelen
 
Ab 1432 Franziskanertertiarinnen (St. Agnes und Cäcilia). Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1420/1435

Gründung des Antoniusordens durch Herzog Adolf I. von Kleve
 
Der Orden, eine Art ritterlicher Gebetsverbrüderung, bestand bis 1483. Er war weniger bedeutend als der 1445 gegründete Hubertus-Ritterorden des Herzogs von Jülich.

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1421

Gründung des Augustinerchorherrenklosters St. Johannes Baptista in Aachen
 
Die Aachener Augustinerchorherren Gemeinschaften von Weltpriestern, die der Augustinerregel folgen. der Windesheimer Kongregation sahen ihre Hauptaufgaben im seelsorgerischen und sozialen Dienst.

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1421

 
Sponheim gehört zum Typ der gefreiten Talsiedlungen, die im Schatten einer Burg entstanden, weder besonders privilegiert wurden noch eine eigentlich städtische Entwicklung durchliefen.

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1422

Gründung des Annenklosters (Franziskanertertiarinnen) in Kempen
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1423-1465, 1471-1473

Arnold von Egmond Herzog von Geldern (geboren 1410)

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1423-1473

Geldrischer Erbfolgestreit zwischen Arnold von Egmond und Herzog Adolf von Berg (Regierungszeit als Herzog von Berg 1408-1437, ab 1423 auch von Jülich)
 
Arnold setzte sich im Herzogtum Geldern durch, Adolf in Jülich. Beide erhoben Anspruch auf das ganze Erbe. 1444 wurde der Streit vorläufig beigelegt, wo durch einen Waffenstillstand  auf zehn Jahre der status quo bestätigt wurde. Bis 1476 wurde dieser immer wieder verlängert.

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31.12.1423

Papst Martin V. (Pontifikat 1417-1431) bestätigt die Kölner Gottestracht
 
Die Große Gottestracht, die Prozession, die am zweiten Freitag nach Ostern, am Fest der Lanze und der Nägel des Herrn, um die Stadt führte, war das Haupt- und Staatsfest der Reichsstadt Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet. Köln. Sie war keine kirchliche, sondern eine städtische Angelegenheit. Ihre politische und rechtliche Bedeutung wird dadurch betont, dass ihr die Verkündigung der jährlichen großen "Morgensprache Bezeichnung (1) für die Mitgliederversammlung einer mittelalterlichen Handwerkszunft, deren Aufgabenbereich alle inneren Angelegenheiten (Aufnahme neuer Mitglieder, Erlass von Geboten und Ordnungen, Zunftgerichtsbarkeit) umfasste, ( 2) in Köln und anderen niederrheinischen Städten auch gebräuchlich für die städtische Gemeindeversammlung beziehungsweise für die vom Rat bei dieser Versammlung verkündeten Satzungen. " des Rates vorausging. Diese feierliche Verlesung der wichtigsten Gesetze und Verordnungen für das Leben der Stadt ist erstmals 1328 bezeugt.

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1.10.1424

Der letzte Schutzvertrag für die Juden in der Stadt Köln läuft aus
 
Bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit lebten in Köln keine Juden mehr.

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1424

Kaiserwerth (heute Stadt Düsseldorf) kommt in den Pfandbesitz des Erzstifts Köln
 
Es wurde erst 1772 nach längeren Rechtsstreitigkeiten durch Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Karl Theodor von der Pfalz als Herzog von Jülich-Berg wieder eingelöst.

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1424

Gründung des Augustinerchorherrenstifts der Windesheimer Kongregation in Bödingen (heute Stadt Hennef)
 
Die Gründung veranlasste der Herzog von Berg. In Bödingen bestand seit Ende des 14. Jahrhunderts eine Marienwallfahrt, für die spätestens 1408 eine Kirche errichtet worden war. Das Kloster erfuhr besondere Förderung durch die Freiherren - seit 1702 Grafen - von Nesselrode, die in der Klosterkirche ihre Grablege fanden. 1803 Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation. 1957 zogen Ordensgeistliche (Oblaten des heiligen Franz von Sales) in die ehemaligen Klostergebäude ein.

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13.5.1425

 
Ein förmliches Freiheitsprivileg ist nicht überliefert.

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1425-1434

Bau der älteren Steipe in Trier
 
Errichtet als Festhaus der Trierer Bürger, diente die Steipe seit dem 16. Jahrhundert auch als Rathaus.

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1426

Älteste bekannte bildnerische Darstellung der Aachener Heiltumszeigung
 
So genanntes Grabbild der Maria von Froidwine, Frau des Namurer Bürgers Gerhard von Erclant, in der Aachenr Dominikanerkirche.

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1426

Anfänge des Klosters St. Alexander in Rheydt (heute Stadt Mönchengladbach)
 
Das kleine Kloster erwuchs aus einer Klause neben der Pfarrkirche; es blieb unbedeutend. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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um 1426

Gründung der Niederlassung der Antoniterchorherren in Hau (heute Gemeinde Bedburg-Hau)
 
Mit der Niederlassung verband sich der Antoniusritterorden, eine Art von Gebetsbruderschaft, der adelige und ritterbürtige Männer und Frauen angehörten, gegründet von Herzog Adolf I. von Kleve 1429/1435.

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12.11.1427

Herzog Adolf I. von  Berg (Regierungszeit als Herzog von Berg 1408-1437) erwirbt Schloss und Herrlichkeit Bezeichnung für ein Territorium, dessen Inhaber den Titel Herr führt, wenn reichsunmittelbar Reichsherrschaft. Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)

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1427

Anfänge des Sebastianuskonvents in Neuss
 
Der Männerkonvent, der nach der Drittordensregel des heiligen Franziskus lebte, erreichte 1487 seine kirchliche Selbständigkeit. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1427/1430

Gründung des Klosters Mariengarten in der Weseler Vorstadt Mathena
 
Die Gründung der Schwesterngemeinschaft Mariengarten stand im Zeichen der Devotio moderna. 1540 mussten die Schwestern auf Geheiß des Weseler Rates evangelische Frauen aufnehmen.

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11.12.1428

Herzog Arnold von Geldern verleiht Straelen Stadtrechte nach dem Vorbild von Goch und Geldern
 
Erstmals erwähnt als Stadt wird Straelen bereits 1342.

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1428

In Kleve entsteht aus einem Beginenkonvent ein Frauenkonvent
 
1451 Annahme der Augustinerregel der Windesheimer Kongregation. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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23.8.1429

Herzog Adolf I. von Kleve erwirbt vom Herzog von Geldern den Reichswald

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vor 1430

In Kalkar entsteht der Große Beginenkonvent St. Ursula
 
1578 Vereinigung mit dem Kleinen Beginenkonvent und Umzug in dessen Gebäude. Die Gebäude des Großen Beginenkonvents pachteten 1586 die im Jahr zuvor aus Marienbaum (heute Stadt Xanten) vertriebenen Birgittiner.

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vor 1430

Gründung des Tertiarinnenklosters St. Johannes Baptist in Krefeld
 
Das Kloster war seit der Durchsetzung der Reformation in der Stadt (endgültig 1607) bis zur Wiederrichtung einer katholischen Gemeinde und Kirche im 18. Jahrhundert der religiöse Mittelpunkt des katholisch gebliebenen Bevölkerungsteils. Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1430

Gründung des Tertiarinnenklosters Vallis Josaphat in Wachtendonk
 
Es war 1419 von Wilhelm, Herr von Wachtendonk, als Wilhemitenkloster geplant gewesen. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1430-1439

Trierer Bistumsfehde

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um 1430

Beginn der Wallfahrt nach Marienbaum (heute Stadt Xanten)
 
Mit dem Aufkommen der Marienwallfahrt nach Kevelaer seit Mitte des 17. Jahrhunderts ging die Wallfahrt nach Marienbaum zwar zurück, besteht jedoch bis heute.

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nach 1430

Gründung des Klosters Marienkamp in Dinslaken
 
Das Kloster wird 1433 erstmals erwähnt. Es gehört zu den zahlreichen am unteren Niederrhein gegründeten Klöstern der Schwestern vom gemeinsamen Leben (Devotio moderrna), die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Augustinerregel annahmen. Das Kloster entstand in den Gebäuden der vor 1415 aufgelassenen Johanniterniederlassung in der Dinslakener Neustadt. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1808.

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1431

 
Isselburg  (heute im Landesteil Westfalen) gehört zum Typ der Bruchsiedlungen; 1441 erhielt es zwar vom Herzog von Kleve ein Freiheitsprivileg, erlebte aber nur eine geringe städtische Entwicklung.

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1432

Das Karmelitessenkloster in Nieukerk (heute Gemeinde Kerken) wird erstmals erwähnt

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1432

Gründung des Klosters ingen Hüls in der Stadt Geldern
 

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1433

Bau des Tertiarinnenklosters St. Katharina in Rheindahlen (heute Stadt Mönchengladbach)
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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ab circa 1435

In Köln wirkt Stefan Lochner, der bedeutendste Kölner Maler des Mittelalters
 
Sein Hauptwerk ist das Altarbild der Stadtpatrone von circa 1440/1445, ursprünglich geschaffen für die Kölner Ratskapelle, heute im Kölner Dom ("Dombild").

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Ende Juni 1435

Der Kardinallegat und Bischof von Bologna Niccolò Albergati (Episkopat 1417-1443) hält sich in Aachen auf
   
Aachen war Station auf der Reise zum Kongress nach Arras; in seiner Begleitung waren Tommaso Parentucelli, der spätere Papst Nikolaus V.  (Pontifikat 1447-1455) und Enea Silvio Piccolomini, der spätere Pius II. (Pontifikat 1458-1464).

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1435

Der Herzog von Jülich erwirbt die Herrschaft Monschau

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1435/1436

Gründung des Fraterhauses Sankt Martin in Wesel
 
Die Grüdung erfolgte im Geiste der Devotio moderna. Nach dem Übergang der Stadt Wesel zur Reformation oblag den Fraterherren - wie den Dominikanern -  die Seelsorge der in der Stadt verbliebenen Katholiken. 1808 Aufhebung des Klosters.

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1436

Herzog Adolf I. von Kleve verlegt das Zyfflicher Martinsstift nach Kranenburg

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1436

Gründung des Franziskanertertiarinnenklosters St. Johann Baptist in Rees
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1437

 
Eine städtische Entwicklung hat nicht stattgefunden.

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1437

Die Grafen von Sponheim sterben aus

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August 1438

Kölner Drittelstag der Hanse

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1438

Stadtbrand in Essen

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1438

Die Kreuzherren lassen sich in Düsseldorf nieder
 
Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1439

Gründung des Augustinerchorherrenklosters Marienfrede (heute Stadt Hamminkeln)
 
Von 1444 bis zur Aufhebung 1806 war es ein Kreuzherrenkloster.

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1439

Gründung des Klosters Marienberg in Neuss
 
Das Kloster regulierter Augustinerchorfrauen gehörte zur Windesheimer Kongregation. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1440/1441

Das Jordanskloster in Linnich wird erstmals erwähnt
 
1442 werden die Schwestern in der Klause erwähnt; diese lebten nach der Drittordensregel des heiligen Franziskus. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1440/1445

Stefan Lochner malt im Auftrag des Rates der Stadt Köln den "Altar der Stadtpatrone"
 
Das Altarbild ist "der unbestrittene Höhepunkt der mittelalterlichen Malerei in Köln" (Hiltrud Kier). Es war bestimmt für die Ratskapelle "Sankt Maria in Jerusalem" (bis 1424 Synagoge der in diesem Jahr vertriebenen Juden) als geistlicher Mittelpunkt der bürgerlichen Gemeinde Kölns. Vor diesem Bild versammelten sich die Ratsherren vor ihren Sitzungen zum Gebet. Nach der Profanierung der Ratskapelle 1810 wurde das Bild auf Betreiben des Kölner Gelehrten, Geistlichen und Kunstsammlers Ferdinand Franz Wallraf in den Dom übertragen ("Dombild"). Dort bildet er heute das Zentrum der Marienkapelle; täglich wird hier die heilige Messe gefeiert, sodass der Altar ständig in liturgischer Nutzung ist.

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1440-1445

Ausweisung der Juden aus der Stadt Siegburg

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1441

Stiftung des Karmeliterklosters in Moers durch Graf Friedrich III. von Moers
 
Die Stiftung erfolgte an der 1363 in der Stadt gegründeten Kapelle. Das Kloster diente als gräfliche Grablege. Die Kirche ist seit der Einführung der Reformation in der Grafschaft Moers im 16. Jahrhundert evangelisch.

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1441-1447

Bau des spätgotischen Gürzenich in Köln
 
Der Mehrzweckbau diente im Erdgeschoss und auf dem Speicher als Warenlager, die große Halle, die das gesamte Obergeschoss erfasste, als "Messehalle" und städtischer Festsaal. Nach schwerer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgte 1952-1955 der Wiederaufbau.

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17.6.1442

Krönung Friedrichs III. (geboren 21.9.1415, Regierungszeit 1440-1493) zum römisch-deutschen König in Aachen
 
Friedrich war am 2.2.1440 in Frankfurt am Main gewählt worden. Die Krönung nahm der Kölner Erzbischof Dietrich II. von Moers vor.

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1442-1446

Bau des spätgotischen Rathauses in Kalkar
 
Für Kalkar war es der zweite Rathausbau nach der Gründung der Stadt 1230/1242. Nach teilweiser Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgte bis 1955 der Wiederaufbau.

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3.11.1444

Schlacht bei Linnich ("Hubertusschlacht") zwischen Herzog Gerhard II. von Jülich-Berg (Regierungszeit als Herzog von Jülich-Berg 1437-1475) und Arnold von Egmond, Herzog von Geldern
 
Gegenseitige Erbansprüche bildeten die Kriegsursache. Der Herzog von Jülich gewann die Schlacht.

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1444-1449

 
Die Fehde Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen. wurde ausgelöst durch den Wunsch der Stadt Soest, sich von der Herrschaft des machtbewußten und geldbedürftigen Kölner Erzbischofs Dietrich II. von Moers zu befreien und sich der klevisch-märkischen Herrschaft zu unterstellen. Letztlich ging es jedoch um die Vorherrschaft am Niederrhein und am HellwegBezeichnung für wichtige seit dem Frühmittelalter bestehende Fernhandels- und Heerstraßen. Der Westfälische Hellweg führte als bedeutendster dieser Wege von Duisburg über Essen, Dortmund und Soest nach Paderborn.. Mit dem Kampf Kurkölns gegen den mit Burgund verbündeten Herzog von Kleve scheiterte der letzte Versuch Kurkölns um die Vorherrschaft am Niederrhein. Es verlor an Kleve-Mark die Städte Soest (Mark) und Xanten (Kleve).

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Karfreitag 1445

Herzog Gerhard II. von Jülich-Berg (Regierungszeit als Herzog von Jülich-Berg 1437-1475) gründet den Hubertus-Ritterorden
 
Die siegreiche Schlacht von Linnich am Hubertustag 1444 bot den Anlass für die Stiftung des Ordens, als Gegengewicht und in Nachfolge des burgundischen Ordens vom Goldenen Vließ. Aufnahme fanden Adelige aus der Umgebung der Jülicher Herzöge, aber auch namhafte Reichsfürsten. Der Orden bestand bis circa 1511.

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1446

Stiftung einer Kapelle zum Heiligen Geist bei dem gleichnamigen Hospital in Uedem
 
Stifter war der aus Uedem stammende Propst und Archidiakon von St. Marien in Utrecht, Heinrich Raeskop. 1451 wandelte der Kardinallegat Nikolaus von Kues die Einrichtung in ein Augustinerchorherrenstift um, das 1456 in die Windesheimer Kongregation aufgenommen wurde.1456 Verlegung in die Pfarre Donsbrüggen; dort erhielt das neu errichtete Kloster den Namen Gnadenthal und wurde 1502 von Brüdern vom Heiligen Grab auf dem Odilienberg bei Roermond übernommen. Nach Zerstörung des Klosters 1590 kehrten die AugustinerOrdensgemeinschaften, die sich auf den Heiligen Augustinus von Hippo (354-430) beziehen und der Augustinusregel folgen. 1603 in das Kloster in Uedem zurück. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1446

Der Birgittenorden übernimmt das Frauenkloster Marienstern in Essig (heute Gemeinde Swisttal)
 
Die Stiftung stammte aus den 1430er Jahren. 1454 gaben die Birgittinnen das Kloster zurück. Wohl um 1480 übernahmen Augustinerinnen den KonventLateinisch (Zusammenkunft), Bezeichnung (1) für eine klösterliche Gemeinschaft, (2) für die Volksvertretung während der Französischen Revolution vom 21.9.1792 bis 26.10.1795, (3) für die Beratungsgremien in einer studentischen Verbindung (zum Beispiel Burschenkonvent, Altherrenkonvent).; 1551 übergab der Erzbischof von Köln das Kloster dem Abt von Steinfeld. 1665/1666 wurde es in den Prämonstratenserorden aufgenommen. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1447

Der Humanist Enea Silvio de' Piccolomini (1405-1464), der spätere Papst Pius II. (Pontifikat 1458-1464), besucht die Stadt Köln und beschreibt deren Pracht

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1447

Nikolaus von Kues stiftet das Nikolaushospital (Cusanusstift) in Kues (heute Stadt Bernkastel-Kues)
 
Die Stiftung galt für 33 bedürftige alte Männer. Baubeginn um 1450.

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1448/1449

Im Glockenstuhl des Südturms des Kölner Domes werden die Glocken "Pretiosa" (die Kostbare) und "Speciosa" (die Schöne) aufgehängt
 
Der Auftrag für den Guss der großen Domglocke "Pretiosa" erging am 30.4.1448; die "Speciosa" wurde 1449 gegossen. Zusammen mit der 1418 gegossenen und 1437 in den Glockenstuhl des halbfertigen Südturms verbrachten Dreikönigenglocke bildeten sie das spätgotische Kölner Domgeläute, das bis in das 19. Jahrhundert hinein - obwohl nur aus drei Glocken bestehend - das berühmteste Geläut  in Europa war. Während die Dreikönigenglocke unter Beibehaltung des Tones 1693 und 1880 neu gegossen werden musste, sind die beiden anderen Glocken bis heute erhalten.

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1448-1481

Herzog Johann I. von Kleve

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27.4.1449

Frieden von Maastricht
 
Unter Vermittlung Herzog Philipps des Guten von Burgund (Regierungszeit 1419-1465) und des Kardinallegaten Nikolaus von Kues wurde damit die Soester Fehde Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen. auf der Grundlage des status quo beendet.

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1449

Weihe der Wallfahrtskirche Sankt Maria in Klausen (Kreis Bernkastel-Wittlich) durch den Trierer Erzbischof und Kurfürsten Jakob I. von Sierck
 
Die heutige Pfarrkirche ist der "bedeutendste Bau der SpätgotikDie Schlussphase der Gotik dauerte in Deutschland von circa 1360 bis circa 1510, während sie in Italien schon ab 1400 von der Renaissance abgelöst wurde.  Charakteristisch ist eine reiche und virtuose Kunstproduktion, die von Hallenkirchen über Werke der Bildhauerei bis zu den Flügelaltären reichte. in der Südeifel und im Moseltal" (Dehio Rheinland-Pfalz Saarland 1984). Die Wallfahrt geht um 1440 auf den Einsiedler Eberhard und ein wundertätiges Marienbild zurück, das zum Ziel einer Wallfahrt wurde. 1447 begann der Bau der Wallfahrtskirche. Zur Betreuung der zahlreichen Pilger wurden 1461 Augustinerchorherren Gemeinschaften von Weltpriestern, die der Augustinerregel folgen. nach Klausen (Eberhardsklausen) berufen.

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1449

Franziskanertertiarinnenkonvent in Boppard erwähnt
 
Er ging hervor aus einer 1429 erwähnten Klause. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1450

Gründung des Klosters Marienforst bei Godesberg (heute Stadt Bonn)
 
Der Kölner Erzbischof Dietrich II. von Moers überließ dem Birgittenorden das in Verfall geratene Nonnenkloster Kottenforst zur Gründung enes Doppelklosters. Der Erzbischof überwies seiner Neugründung auch den Besitz des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Frauenthal (heute Stadt Erftstadt). Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1450

Gründung des Frauenkonvents St. Katharina in Gerresheim (heute Stadt Düsseldorf)
 
Ab 1465 Franziskanertertiarinnen; Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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Mitte 15. Jh.

Gründung des Franziskaner-Observatenklosters in Düren
 
Das Kloster Sankt Maria Magdalena in Bethanien war der erste KonventLateinisch (Zusammenkunft), Bezeichnung (1) für eine klösterliche Gemeinschaft, (2) für die Volksvertretung während der Französischen Revolution vom 21.9.1792 bis 26.10.1795, (3) für die Beratungsgremien in einer studentischen Verbindung (zum Beispiel Burschenkonvent, Altherrenkonvent). dieses Ordenszweiges am Niederrhein und die erste innerstädtische Klostergründung in Düren. Die Gründung ging vom Koblenzer KonventLateinisch (Zusammenkunft), Bezeichnung (1) für eine klösterliche Gemeinschaft, (2) für die Volksvertretung während der Französischen Revolution vom 21.9.1792 bis 26.10.1795, (3) für die Beratungsgremien in einer studentischen Verbindung (zum Beispiel Burschenkonvent, Altherrenkonvent). aus. Mit der Wallfahrt zum Haupt der Heiligen Anna ab 1501 wurde das Kloster ein regional bedeutendes Wallfahrtsziel. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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vor 1451

Gründung des Alexianerklosters in Neuss
 

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Sommer 1451

Pest im Rheinland
 
Nach Angaben der Koelhoeffschen Chronik von 1499 sollen allein in Köln 21.000 Menschen gestorben sein. Die Zahl erscheint jedoch übertrieben.

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1451

Der Ort Honnef (heute Stadt Bad Honnef) kommt an das Herzogtum Berg

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1452

Gründung des Klosters Sankt Antonius in Frauweiler (Stadt Bedburg/Erft)
 
Es begann als Kloster von Franziskanertertiarinnen, 1477 Annahme der Augustinerregel, 1618-1624 Birgittenmönche und ab 1625 bis zur Säkularisation 1802 Augustinereremiten Im 13. Jahrhundert aus verschiedenen Eremitengemeinschaften gebildeter Orden, der nach der Augustinusregel lebt; 1963 umbenannt in Augustinerorden. . Der ehemalige Standort des Klosters ist dem Braunkohletagebau zum Opfer gefallen.

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1452

 
Eine städtische Entwicklung hat nicht stattgefunden.

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1454

Minoritentertiarier lassen sich in Duisburg nieder
 
1489 übertrugen sie ihr Ordenshaus an die soeben nach Duisburg gekommenen Kreuzbrüder. Der Orden überdauerte in Duisburg die Reformation und nahm für Teile der Stadt die Pfarrseelsorge der dort verbliebenen Katholiken wahr. Aufhebung 1815.

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1454

Franzikanertertiarinnen lassen sich in Duisburg nieder
 
Das Kloster Elisabethenberg wurde 1811 aufgehoben.

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1454

Gründung des Klosters der Augustinereremitinnen in Köln

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1455

Herzog Johann I. von Kleve gründet in Kalkar ein Dominikanerkloster
 
Der Herzog hatte 1450 /1451 eine Wallfahrt ins Heilige Land unternommen; bei der Rückreise hatte er in Bologna das Grab des Ordensgründers besucht. Seitdem soll er den Wunsch gehabt haben, in seinem Herzogtum ein Dominikanerkloster der observanten Richtung des Ordens zu gründen. Er beauftragte damit den Dominikanerkonvent zu Rotterdam. Zusammen mit seiner Mutter Maria von Burgund (1394-1463) entschied er sich für Kalkar als Standort für das neue Kloster. Der exempte KonventLateinisch (Zusammenkunft), Bezeichnung (1) für eine klösterliche Gemeinschaft, (2) für die Volksvertretung während der Französischen Revolution vom 21.9.1792 bis 26.10.1795, (3) für die Beratungsgremien in einer studentischen Verbindung (zum Beispiel Burschenkonvent, Altherrenkonvent). gehörte seit 1464 zum Bistum Utrecht. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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um 1455

Roger van der Weyden (um 1399-1464) schafft das Triptychon Griechisch, dreiteiliges Altarbild, bestehend aus Mitteltafel und zwei Seitenflügeln. "Die Anbetung der Könige" (Dreikönigsaltar)
 
Das seit 1827 in der heutigen Alten Pinakothek in München befindliche Bild stand ursprünglich in der von dem Kölner Bürger Johann Rinck gestifteten Marienkapelle (errichtet zwischen 1458 und 1464) der Kölner Pfarrkirche Sankt Kolumba. Das Triptychon Griechisch, dreiteiliges Altarbild, bestehend aus Mitteltafel und zwei Seitenflügeln. gehört zu den Hauptwerken der Altniederländischen Malerei.

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1456

Landständische Einung Kurtriers

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August 1458

Der Kölner Drittelstag der Hanse findet in Wesel statt
 
Schwerpunktthema war der SchossBezeichnung für Abgabe, Steuer.  in Brabant, Holland und Seeland.

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August 1459

Der Kölner Drittelstag der Hanse findet in Wesel statt
 
Schwerpunktthema waren Streitigkeiten um den SchossBezeichnung für Abgabe, Steuer. in Brügge.

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vor 1460

Stiftung des Klosters Gertrudental in Büderich (heute Stadt Wesel)
 
Der Frauenkonvent nahm 1470 die Augustinerregel an. Nach 1555 wurde er mit dem Franziskanerinnenkloster Mariengeist im Kirchspiel Das von einer Pfarrkirche aus versorgte Gebiet, siehe auch Pfarre, Pfarrsprengel. Ginderich (heute Stadt Wesel) vereinigt. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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September 1460

Der Kölner Drittelstag der Hanse findet in Wesel statt
 
Schwerpunktthema war der SchossBezeichnung für Abgabe, Steuer. in Brügge.

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1460

Der Frauenkonvent St. Margaretha in Grieth (heute Stadt Kalkar) wird erstmals erwähnt
 
Der KonventLateinisch (Zusammenkunft), Bezeichnung (1) für eine klösterliche Gemeinschaft, (2) für die Volksvertretung während der Französischen Revolution vom 21.9.1792 bis 26.10.1795, (3) für die Beratungsgremien in einer studentischen Verbindung (zum Beispiel Burschenkonvent, Altherrenkonvent). war 1587 nicht mehr besetzt. Die Augustinerinnen des St. Agatha-Klosters in Uedem erhielten bis auf Weiteres mit Ausnahme einer fixen Summe für den Wiederaufbau des Griether Konvents dessen Einnahmen. 1640 suchten die aus Kalkar vertriebenen Dominikaner in dem Klösterchen Zuflucht. 1725 war es baufällig, 1771 wurde die Klosterkirche zum Abbruch freigegeben.

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September 1461

Der Kölner Drittelstag der Hanse findet in Wesel statt
 
Schwerpunktthemen waren der SchossBezeichnung für Abgabe, Steuer. in Brügge, das Londoner Hansekontor und eine Hansegesandtschaft nach Frankreich.

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1461

Ausweisung der Juden aus den Herzogtümern Jülich und Berg

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1461

Gründung des Franziskanertertiarenklosters Marienwasser (heute Gemeinde Weeze)
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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März 1462

Der Kölner Drittelstag der Hanse findet in Wesel statt
 
Schwerpunktthemen war der SchossBezeichnung für Abgabe, Steuer. in Brügge, das Londoner Hansekontor und eine Hansegesandtschaft nach Frankreich.

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1462

Der Herzog und die Herzogin von Jülich-Berg ordnen die Abhaltung von Bittmessen und Bittprozessionen gegen Pest, jähen Tod und um gutes Wetter, Frieden und Wohlfahrt an
 
Es handelt sich um das erste Eingreifen der Landesherrschaft in genuin religiöse Angelegenheiten. Bis weit ins 16. Jahrhundert hinein wurde die Anordnung wiederholt.

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1462

Gründung des Franziskaner-Observantenklosters Mons Calvariae (Kalvarienberg)  auf dem Briemer vor Emmerich
 
1572 durch niederländische Truppen zerstört.

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1462

Der Frauenkonvent St. Agatha in Uedem wird erstmals erwähnt
 
1466 nahm er die Augustinerregel an. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1462

Ausweisung der Juden aus der Stadt Neuss

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26.3.1463

 
Erzbischof Dietrich II. von Moers hatte das Kurfürstentum finanziell ruiniert hinterlassen. Die Erblandesvereinigung diente der Überwindung der Missstände. Zukünftig waren Wahl und Huldigung des neuen Erzbischofs mit der vorherigen Beschwörung der Erblandesvereinigung verknüpft. Alle wichtigeren Maßnahmen, vor allem die finanziellen, waren danach an die Zustimmung der Landstände Im Territorialstaat des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Bezeichnung für die politischen Vertretungen der Stände, die bei der Gesetzgebung und Verwaltung mitwirkten. Die Stände (Prälaten, Adel und Städte, sowie in wenigen Territorien auch die Bauern) versammelten sich auf den Landtagen und vertraten das Land gegenüber dem Landesherrn. Eines der wichtigsten Rechte der Landstände war das der Steuerbewilligung. gebunden. Die Erblandesvereinigung, die die Bedeutung einer Landesverfassung erhielt, wurde 1550 von den Ständen gemeinsam mit Erzbischof Adolf von Schauenburg erneuert und bis zum Ende des Kurstaates von allen Kurfürsten bestätigt.

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Mai 1463

Der Kölner Drittelstag der Hanse findet in Wesel statt
 
Schwerpunktthema war das Ergebnis der Gesandtschaft der Hanse nach England..

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1464

Ulrich Zell (gestorben um 1507) lässt sich als erster Drucker in Köln nieder
 
Die Stadt wurde zu einem Zentrum des Druckgewerbes.

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1465-1471

Adolf von Egmond Herzog von Geldern (1438-1477)
 
Er setzte 1465 seinen Vater, Herzog Arnold, gefangen und wurde so Herzog, bis er selbst 1471 von Herzog Karl dem Kühnen von Burgund (Regierungszeit 1465-1477) gefangen genommen wurde.

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1466

Das erste Kölner Druckerzeugnis erscheint
 
Ulrich Zell druckte eine Schrift des heiligen Chrysostomos über den 50. Psalm.

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1467

Stiftung des Gregoriushauses der Fraterherren (Brüder vom Gemeinsamen Leben)  in Emmerich
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1811.

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1467

Die Herren von Loete stiften das Franziskanertertiarinnenkloster Marienacker (heute Stadt Voerde)
 
1645 nach Lüttgendortmund (heute Stadt Dortmund) verlegt.

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22.6.1468

Schlacht bei Zand (bei Straelen) zwischen Herzog Johann I. von Kleve und Herzog Adolf von Geldern
 
Der siegreiche Herzog von Geldern stiftete in Zand ein Kloster und außerdem einen "Ritterorden zur heiligen Jungfrau Maria" (Mariensande), dessen Ordenszeichen im Kloster Zand geweiht wurden. Das Kloster der Augustinerchorherren Gemeinschaften von Weltpriestern, die der Augustinerregel folgen. der Windesheimer Kongregation war 1452 in Venray-Oostum in den Niederlanden gegründet worden. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1469

 
Die bei der Reichsabtei Prüm entstandene Siedlung wird zwar bei Caesarius von Heisterbach schon 1222 als  "oppidum Lateinisch, Stadt, vielfach nur im Sinn gefreiter Ort, Freiheit zu verstehen. " bezeichnet, 1408 werden die Einwohner "Bürger" genannt, doch eine förmliche Freiung ist nicht überliefert.

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1469-1597

Lechenich (heute Erftstadt) ist Sitz der kurkölnischen Landesregierung

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vor 1470

Gründung des Klosters Mariaweiler (heute Stadt Düren)
 
Der kleine Franziskanertertiarinnenkonvent (Kloster Nazareth) bestand bis zur Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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um 1470

Linzer Union
 
Auch Linzer Eintracht genannt, ein Bündniss ursprünglich zwischen den Städten Remagen und den Dörfern und Kirchspielen Unkel, Honnef, Nieder- und Oberdollendorf, Oberkassel, Küdinghoven, Limperich, Königswinter und Mehlem. Zweck des Bündnises war nicht ausschließlich der Beistand im Verteidigungsfall, sondern es schloss auch Rechts- und Katastrophenhilfe ein. Voraussetzung des Bundes war die Zustimmung der verschiedenen Landesherren. In der ersten Fassung des Vertragsentwurfs ist die Stadt Linz am Rhein nicht genannt; sie entwickelte sich jedoch zum Kopf des Bündnisses und führt 1535 in einer Neufassung der Artikel die Liste der Städte und Dörfer an.

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22.2.1471

Die Stadt Köln wird "verhanst".
 
In den 1470er Jahren kam es zu schweren Zerwürfnissen der Stadt Köln mit der Hanse. Köln war nie so ausschließlich Hansestadt wie Lübeck oder andere Städte des Ostseeraumes. Kölns Handelsbeziehungen nach England und Flandern waren älter als die der Hanse; sie mündeten in den Hansehandel ein, ohne Kölns Sonderstellung zu beeinträchtigen. Die Ziele der Kölner und der hansischen Politik differierten vor allem in Fragen der Beziehungen zu Flanden und England. So war Köln im 15. Jahrhundert nicht bereit, sich an vornehmlich gegen England gerichteten Handelssperren oder Handelskriegen zu beteiligen und ging eigene Wege, um den lukrativen Englandhandel nicht zu gefährden. Das führte zum Ausschluss Kölns aus der Hanse. 1476 wurde die Stadt jedoch wieder in den Hansebund aufgenommen.

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1472

Das linksrheinische Rodenkirchen (heute Stadt Köln) kommt an das Herzogtum Berg

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1472

Die Herrschaft Löwenburg mit dem Kirchspiel Das von einer Pfarrkirche aus versorgte Gebiet, siehe auch Pfarre, Pfarrsprengel. Küdinghoven (heute Stadt Bonn) kommt an das Herzogtum Berg
 
Sie kam durch Ehevertrag an Herzog Wilhelm II. von Berg und blieb bis 1815 bergisch.

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16.3.1473

Eröffnung der Universität Trier
 
Erzbischof Jakob I. von Sierck hatte bereits 1455 zwei päpstliche Bullen für die Universitätsgründung erwirkt, kam jedoch nicht mehr dazu, die Gründung zu realisieren. Im Februar 1473 erwarb die Stadt Trier von Erzbischof Johann von Baden für 2.000 Gulden die päpstlichen Stiftungsprivilegien und eröffnete die Universität. Die Universität wurde am 6.4.1798 geschlossen. Die Gründung der heutigen Universität Trier erfolgte 1970.

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30.9.-25.11.1473

Verhandlungen Kaiser Friedrichs III. (Regierungszeit 1440-1493) und Herzog Karls des Kühnen von Burgund (Regierungszeit 1465-1477) in Trier
 
Hauptgegenstände der Verhandlungen waren Karls Streben nach dem römischen Königtum, das in der Kaiserwürde münden sollte und die Verheiratung des Kaisersohnes Maximilian mit Karls Tochter Maria.

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1473

Herzog Arnold von Geldern verpfändet das Herzogtum Geldern an Herzog Karl den Kühnen von Burgund (Regierungszeit 1465-1477)
 
Dagegen erhoben sich die geldrischen Stände, die Herzog Karl mit Hilfe des Herzogs von Kleve militärisch besiegte. Kleve erhielt dafür Wachtendonk, Weeze, Mook, Asperden, die Düffel sowie die Vogtei Mehrdeutig, bedeutet insbesondere (1) die Schutzvogtei über ein Bistum, Stift oder Kloster und deren Besitz, (2) Unterbezirk eines landesherrlichen Amtes. über das Stift Elten.

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17.3.1474

Der Kölner Erzbischof und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Ruprecht von der Pfalz schließt mit Herzog Karl dem Kühnen von Burgund (Regierungszeit 1465-1477) ein Bündnis gegen das Kölner Domkapitel
 
Das Bündnis führte im Juli 1474 zum Neusser Krieg 1474-1475, ausgelöst durch einen Konflikt zwischen dem Kölner Erzbischof und Kurfürsten Ruprecht von der Pfalz (Episkopat 1463-1480) und der Stadt Köln, die sich mit dem Kölner Domkapitel verbündet hatte. Stadt wie Domkapitel erkannten Ruprecht nicht mehr als Erzbischof an. Das Domkapitel bestimmte am 24.3.1473 den Landgrafen Hermann von Hessen zum "Beschirmer und Schützer des Erzstifts". Als auch die kurkölnische Stadt Neuss von Ruprecht abfiel, suchte dieser Hilfe bei Herzog Karl dem Kühnen von Burgund (Regierungszeit 1465-1477). Dieser ergriff die Gelegenheit, seinen Einfluss im Westen des Reiches zu vergrößern, um so seinem Ziel, ein burgundisch-niederländisches Königreich zu schaffen, näher zu kommen. Im Juli 1474 begann der Burgunderherzog mit der Belagerung der Stadt Neuss, die zunächst nur von der Stadt Köln unterstützt wurde. Im März 1475 traf Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit 1440-1493) in Köln ein und zog im Juni weiter nach Neuss. Karl der Kühne brach die Belagerung schließlich am 5.6.1475 ab. Zu den Ergebnissen der Verhandlungen gehörte die Verabredung der Heirat zwischen dem Kaisersohn Maximilian (1459-1519, König 1493, Kaiser 1508) und der Erbtochter Herzog Karls, Maria von Burgund (1457-1482). .

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1474

Älteste gedruckte Darstellung der Stadt Trier
 
Sie findet sich in der Weltchronik ("Fasciculum temporum", Köln 1474) des Kölner Kartäusers Werner Rolevinck (1425-1502). Nach einem Bild der Arche Noah enthält die Chronik Holzschnitte zum Turmbau zu Babel, zu Ninive, Trier und schließlich Rom. Während Ninive durch die Darstellung von Kuppeln einen orientalischen Eindruck macht, ist Trier als mittelalterliche europäische Stadt wiedergegeben. In der Neuausgabe der Chronik von 1477 sind die beiden Holzschnitte vertauscht.

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1474

Unkel wird erstmals als Stadt bezeichnet
 
Eine städtische Entwicklung nahm der zu Kurköln gehörende Ort allerdings nicht.

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1474-1475

Neusser Krieg 1474-1475, ausgelöst durch einen Konflikt zwischen dem Kölner Erzbischof und Kurfürsten Ruprecht von der Pfalz (Episkopat 1463-1480) und der Stadt Köln, die sich mit dem Kölner Domkapitel verbündet hatte. Stadt wie Domkapitel erkannten Ruprecht nicht mehr als Erzbischof an. Das Domkapitel bestimmte am 24.3.1473 den Landgrafen Hermann von Hessen zum "Beschirmer und Schützer des Erzstifts". Als auch die kurkölnische Stadt Neuss von Ruprecht abfiel, suchte dieser Hilfe bei Herzog Karl dem Kühnen von Burgund (Regierungszeit 1465-1477). Dieser ergriff die Gelegenheit, seinen Einfluss im Westen des Reiches zu vergrößern, um so seinem Ziel, ein burgundisch-niederländisches Königreich zu schaffen, näher zu kommen. Im Juli 1474 begann der Burgunderherzog mit der Belagerung der Stadt Neuss, die zunächst nur von der Stadt Köln unterstützt wurde. Im März 1475 traf Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit 1440-1493) in Köln ein und zog im Juni weiter nach Neuss. Karl der Kühne brach die Belagerung schließlich am 5.6.1475 ab. Zu den Ergebnissen der Verhandlungen gehörte die Verabredung der Heirat zwischen dem Kaisersohn Maximilian (1459-1519, König 1493, Kaiser 1508) und der Erbtochter Herzog Karls, Maria von Burgund (1457-1482).
 
Ausgelöst wurde der Krieg durch einen Konflikt zwischen dem Kölner Erzbischof und Kurfürsten Ruprecht von der Pfalz und der Stadt Köln, die sich mit dem Kölner Domkapitel verbündet hatte. Stadt wie Domkapitel erkannten Ruprecht nicht mehr als Erzbischof an. Das Domkapitel bestimmte am 24.3.1473 den Landgrafen Hermann von Hessen zum "Beschirmer und Schützer des Erzstifts". Als auch die kurkölnische Stadt Neuss von Ruprecht abfiel, suchte dieser Hilfe bei Herzog Karl dem Kühnen von Burgund (Regierungszeit 1465-1477). Dieser ergriff die Gelegenheit, seinen Einfluss im Westen des Reiches zu vergrößern, um so seinem Ziel, ein burgundisch-niederländisches Königreich zu schaffen, näher zu kommen. Im Juli 1474 begann der Burgunderherzog mit der Belagerung der Stadt Neuss, die zunächst nur von der Stadt Köln unterstützt wurde. Im März 1475 traf Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit 1440-1493) in Köln ein und zog im Juni weiter nach Neuss. Karl der Kühne brach die Belagerung schließlich am 5.6.1475 ab. Zu den Ergebnissen der Verhandlungen gehörte die Verabredung der Heirat zwischen dem Kaisersohn Maximilian (1459-1519, König 1493, Kaiser 1508) und der Erbtochter Herzog Karls, Maria von Burgund (1457-1482).

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19.9.1475

Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit 1440-1493)  gibt der Stadt Köln das so genannte "Reichsstadtprivileg Königliches beziehungsweise kaiserliches Privileg für die Erhebung zur Reichsstadt. "
 
Am Vorabend des Neusser Krieges hatte der Kaiser der Stadt bereits das Recht auf Prägung eigener Münzen gewährt. Als Dank für die Hilfe im Neusser Krieg 1474-1475, ausgelöst durch einen Konflikt zwischen dem Kölner Erzbischof und Kurfürsten Ruprecht von der Pfalz (Episkopat 1463-1480) und der Stadt Köln, die sich mit dem Kölner Domkapitel verbündet hatte. Stadt wie Domkapitel erkannten Ruprecht nicht mehr als Erzbischof an. Das Domkapitel bestimmte am 24.3.1473 den Landgrafen Hermann von Hessen zum "Beschirmer und Schützer des Erzstifts". Als auch die kurkölnische Stadt Neuss von Ruprecht abfiel, suchte dieser Hilfe bei Herzog Karl dem Kühnen von Burgund (Regierungszeit 1465-1477). Dieser ergriff die Gelegenheit, seinen Einfluss im Westen des Reiches zu vergrößern, um so seinem Ziel, ein burgundisch-niederländisches Königreich zu schaffen, näher zu kommen. Im Juli 1474 begann der Burgunderherzog mit der Belagerung der Stadt Neuss, die zunächst nur von der Stadt Köln unterstützt wurde. Im März 1475 traf Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit 1440-1493) in Köln ein und zog im Juni weiter nach Neuss. Karl der Kühne brach die Belagerung schließlich am 5.6.1475 ab. Zu den Ergebnissen der Verhandlungen gehörte die Verabredung der Heirat zwischen dem Kaisersohn Maximilian (1459-1519, König 1493, Kaiser 1508) und der Erbtochter Herzog Karls, Maria von Burgund (1457-1482). gab er ihr das Reichsstadtprivileg Königliches beziehungsweise kaiserliches Privileg für die Erhebung zur Reichsstadt. , in dem ältere Privilegien erneuert und bestätigt wurden. Bereits seit Ende des 14. Jahrhunderts besaß die Stadt Sitz und Stimme auf Reichstagen. Der Kaiser lehnte es jedoch ab, der Stadt Köln die immensen Kosten des Neusser Krieges zu erstatten. Die Folge war, dass die städtischen Finanzen über einen langen Zeitraum zerrüttet waren.

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1475

Rosenkranzbruderschaft in Köln gegründet

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1475

Gründung des Klosters Marienkamp in Emmerich
 

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um 1475

Frühestes Bild des Aachener Rathauses
 
Es handelt sich um die Handzeichnung eines oberdeutschen Künstlers.

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4.10.1476

Adenau erscheint erstmals unter den Städten des Kurfürstentums Köln
 
Eine förmliche Stadtrechtsverleihung ist nicht überliefert. Eine eigentlich städtische Entwicklung durchlief der Ort, der meist Tal Vornehmlich im südlichen Rheinland (Eifel, Rhein-, Moselraum) Bezeichnung für einen gefreiten Ort, oft im Anschluss beziehungsweise unterhalb einer Burg gelegen. oder Flecken genannt wurde, nicht; Adenau war jedoch Marktort und Vorort des kurkölnischen Amtes Nürburg.

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5.1.1477

Tod Herzog Karls des Kühnen von Burgund (Regierungszeit seit 1465) vor Nancy

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1478

Herzog Wilhelm IV. von Jülich dotiert die Kartause Vogelsang bei Jülich
 
Das Kloster bestand wohl schon seit 1473. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1479

Graf Vinzenz von Moers stiftet das Kreuzherrenkloster in Brüggen
 
Die Inkorporation Lateinisch, Einbeziehung einer Pfarrei in das Vermögen eines Klosters oder Stifts. in den Orden erfolgte 1484. Die Gründung des Kloster in Brüggen wie auch die im benachbarten Dülken (heute Stadt Viersen)  zeigt den Aufschwung des Kreuzherrenordens im 15. Jahrhundert unter dem Eindruck der Devotio moderna. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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6.11.1480

Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit 1440-1493) belehnt Heinrich von Hompesch mit Schloss und Herrschaft Wickrath
 
Gleichzeitig verlieh er dem gleichnamigen Flecken Stadt- und Marktrecht; der Ort erfuhr allerdings keine städtische Weiterentwicklung.

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1480

Stapelrecht für Koblenz erstmals belegt

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April-September 1481

Aachen wird von einer Seuche heimgesucht
 
Es soll sich um Fleckfieber gehandelt haben, an dem mehr als 6.000 Menschen gestorben sein sollen.

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12.10.1481

Feierliche Translation eines Unterarms Karls des Großen in ein von König Ludwig XI. von Frankreich (Regierungszeit 1461-1483) dem Aachener Münster gestiftetes Reliquiar
 
Elle und Speiche des rechten Arms Karls wurden aus seinem Schrein in das silververgoldete, in Lyon angefertigte Reliquiar übertragen, das bis heute zum Aachener Domschatz gehört. Karl wird seit 1474 in Frankreich als Vorfahr der französischen Könige verehrt.

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1481

Erste Trierer Drucke
 
Der Druck von zwei kleinen religiösen Schriften durch zwei Wanderdrucker vermochte noch keine Druckerei in Trier zu etablieren. Der nächste Trierer Druck stammt von 1574.

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1481/1482

Aufstand gegen das Stadtregiment in Köln
 
Soziale Spannungen in der Kölner Bürgerschaft, unter anderem hervorgerufen durch Zwangsmaßnahmen zur Sanierung der städtischen Finanzen, führten zum Aufbegehren gegen die Ratsherrschaft. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, die Radelsfüher wurden hingerichtet, der Verbundbrief von 1396 wurde wieder in Kraft gesetzt. Die Autorität des Rats war zwar wiederhergestellt, nicht jedoch die Einheit der Gemeinde.

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1482/1483

Einrichtung des Kreuzherrenklosters Marienbongart in Emmerich
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1811.

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1484

Die Herrschaft Heinsberg kommt an das Herzogtum Jülich

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1484

Burg und Herrschaft Löwenburg kommen an das Herzogtum Berg

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9.4.1486

Krönung Maximilians I. (geboren 22.3.1459, Regierungszeit 1493-1519) zum Mitkönig Friedrichs III. (Regierungszeit 1440-1493) in Aachen
 
Maximilian war am 16.2.1486 in Frankfurt am Main zum römisch-deutschen König gewählt worden. Die Krönung nahm der Kölner Erzbischof Hermann IV. von Hessen vor. Anlässlich der Krönung hielt sich auch Kaiser Friedrich III. vom 4.-11. April in Aachen auf.

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Frühjahr 1486

Maximilian I. (Regierungszeit 14931519) weilt in Köln
 
Nach seiner Krönung in Aachen zum römisch-deutschen König am 9.4.1486 hielt sich Maximilian zusammen mit seinem Vater, Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit 1440-1493),  in der Reichsstadt Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet. am Rhein auf, wo zu seinen Ehren zahlreiche Festlichkeiten stattfanden. Den Höhepunkt bildete im Mai ein mehrtägiges Turnier auf dem Alter Markt, an dem Maximilian heimlich teilnahm.

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1486

Gründung des Klosters Sankt Leonhard in Aachen
 
Es geht zurück auf eine im 12. Jahrhundert von den Chorherren vom heiligen Grab errichtete Kapelle. 1486 kamen Chorherren aus der Niederlassung des Ordens in Sankt Odilienberg bei Roermond nach Aachen. 1625 Verkauf an die Sepulchrinerinnen aus Visé (nördlich von Lüttich), die hier 1626 die erste öffentliche Schule für Mädchen in Aachen einrichteten. Das Kloster wurde 1802 im Zuge der Säkularisation aufgehoben, der KonventLateinisch (Zusammenkunft), Bezeichnung (1) für eine klösterliche Gemeinschaft, (2) für die Volksvertretung während der Französischen Revolution vom 21.9.1792 bis 26.10.1795, (3) für die Beratungsgremien in einer studentischen Verbindung (zum Beispiel Burschenkonvent, Altherrenkonvent). löste sich 1805 auf, während die Schule in weltlicher Träögerschaft weiter bestand.

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1486

Gründung eines Zisterzienserpriorats des Klosters Bottenbroich in Heimbach in der Eifel
 
Das Kloster Mariawald wurde 1487 dem Zisterzienserorden inkorporiert. 1795 säkularisiert, endgültig aufgehoben 1802.

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1490

Kloster Marienthal in Aachen konstituiert
 
Das Franziskanertertiarinnenkloster wurde vom Kloster Nazareth in Düren-Mariaweiler aus ab 1470 gegründet, 1487/1490 zum Kloster konstituiert. Marienthal wurde einer der wohlhabendsten Frauenkonvente in Aachen. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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12.5.1491

Der Kölner Erzbischof und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Hermann IV. von Hessen legt den Grundstein zum Bau der Kirche eines Franziskanerklosters in Brühl
 
Am 8.7.1490 genehmigte Papst Innozenz VIII. (Pontifikat 1484-1492) die Ordensniederlassung, die am 21.5.1494 an die Kölnische Oberservantenvikarie übergeben wurde. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde das Brühler Kloster, das seit 1610 Sitz eines Noviziats war, zum Zentrum für die Durchsetzung der Rekollektenreform in der Provinz. Nach der Koelhoffschen Chronik (Köln 1499) soll das Kloster auf dem Platz errichtet worden sein, wo vormals die Juden wohnten. Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1491

Stiftung des Kreuzherrenklosters in Wickrath (heute Stadt Mönchengladbach)
 
Stifter waren der Ritter Heinrich von Hompesch und seine Frau Sophia von Bourscheid. 1492 wurde die Stiftung durch Papst Alexander VI. (Pontifikat 1492-1503) bestätigt. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1492-1538

Karl von Egmond Herzog von Geldern

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1493

Das Gerichtsbild "Eidesleistung" von Derick Baegert ist im Rathaus der Stadt Wesel nachgewiesen

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1494

Auslösung der Ämter Born und Brüggen aus der moersischen Pfandschaft durch das Herzogtum Jülich

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vor 1496

Gründung des Zisterzienserinnenklosters Königshoven (Stadt Bedburg/Erft)
 
Das Kloster war von lokaler Bedeutung, besonders für die Herren von Harff und andere in der Umgebung begüterte Jülicher Adelsfamilien. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.  Die Reste von Kloster und Kirche wurden im Zuge des Braunkohletagebaus Garzweiler abgebaggert.

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1498-1539

Bau der spätgotischen Pfarrkirche Sankt Willibrod in Wesel
 
Der evangelische "Willibrodi-Dom" steht auf Vorgängerbauten. Nach schwerster Zerstörung  im Zweiten Weltkrieg wurde er in Anlehnung an den Bauzustand des 16. Jahrhunderts wieder errichtet, und zwar als eines der wenigen historischen Gebäude, die in Wesel nach den verheerenden Kriegszerstörungen überhaupt wieder aufgebaut wurden.

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23.8.1499

Der Kölner Verleger Johann Koelhoff veröffentlicht "Die Cronica van der hilliger stat van Coellen" (Koelhoffsche Chronik)
 
Der Verfasser der universalhistorisch orientierten Stadtchronik ist unbekannt; das typographisch meisterhaft gestaltete Werk bildet zugleich den Höhepunkt wie den Abschluss der spätmittelalterlichen Geschichtsschreibung der Stadt Köln.  Aufgrund eines Zensuredits wurde die Chronik drei Monate nach Erscheinen eingezogen und schließlich verboten.

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1501

Das Haupt der Heiligen Anna kommt nach Düren
 
Die Stadt wurde dadurch für rund vier Jahrzehnte zu einem überregional bedeutenden Wallfahrtsort.

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1502

 
Eine weitere Nennung stammt von 1662, während sonst im Allgemeinen bis zum Ende des Ancien Régime Der französische Begriff bedeutet "alte Regierungsform" und bezeichnet das politische und soziale System in Frankreich vor der Revolution von 1789 beziehungsweise in ganz Europa vor den 1792 einsetzenden Koalitionskriegen. von der Herrschaft Neersen die Rede ist. Ein gefreiter Rechtscharakter der kleinen, im Anschluss an die Burg Neersen entstandenen Siedlung ist nicht erkennbar.

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1502

 
Die zur gleichnamigen Burg gehörende Siedlung gehört zum Typ der gefreiten Burgsiedlung, die keine städtische Entwicklung durchliefen

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Dezember 1507

Ablasspredigten des Dominikanermönchs Johann Tetzel  (1492-1503) in der Aachener Pfarrkirche Sankt Foillan
 
Die Ablasspredigten, verbunden mit Ablasshandel, führten Tetzel ab 1504 durch die deutschen Länder. Sie boten Martin Luther (1483-1546) den Anlass für seine 95 Thesen.
 

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1510

Bergordnung des Kurfürstentums Trier

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15.4.1512

Eröffnung des Reichstags in Trier
 
Kaiser Maximilian I. (Regierungszeit 1486-1519) weilte zum Reichstag Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags. in Trier. Er erwirkte beim Trierer Erzbischof, dass die Tunika Christi (Heiliger Rock), die kostbarste Reliquie der Domkirche, am 3.5.1512 erstmals öffentlich gezeigt wurde. 1515 bestimmte eine päpstliche Bulle, dass der Heilige Rock im Anschluss an die Aachener Heiltumsfahrt alle sieben Jahre ausgestellt werden sollte.

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2.-8.5.1512

 
An dieser Zusammenkunft von Augustinereremiten Im 13. Jahrhundert aus verschiedenen Eremitengemeinschaften gebildeter Orden, der nach der Augustinusregel lebt; 1963 umbenannt in Augustinerorden. nahm auch Martin Luther (1483-1546) teil, der gerade vor der Übernahme seiner Professur in Wittenberg stand. Es war das einzige Mal, dass Luther in Köln war. In seinen späteren Predigten kam er wenigstens vier Mal auf seinen Aufenthalt in Köln 1512 zurück.

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1513

Kaiser Maximilian I. (Regierungszeit 1486-1519) erkennt Karl von Egmond weitgehend als Herzog von Geldern an

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1513

Unruhen in der Stadt Köln
 
Der Verbundbrief von 1396 - die Verfassung der Stadt - wurde 1513 durch den so genannten Transfixbrief ergänzt.

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1513

Gründung des Benediktinerinnenklosters St. Anna und Joachim in Aachen
 
Das reformorientierte kleine Nonnenkloster wurde zu einer Zeit gegründet, als kaum noch benediktinische Neugründungen entstanden. 1517 schloss es sich der Bursfelder Kongregation an. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1513

Der Mineralbrunnen in Roisdorf (heute Stadt Bornheim) wird neu gefasst
 
Der Roisdorfer Mineralbrunnen war bereits in der Römerzeit als gesundheitsfördernde Quelle bekannt gewesen, aber während des Mittelalters in Vergessenheit geraten. Seit dem 18. Jahrhundert bemühte man sich um die wirtschaftliche Nutzung der Quelle, die seit 1971 durch die "Artus Mineralquellen" betrieben wird.

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Dezember 1514

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1516

Franz I. von Taxis (um 1459-1517) richtet die erste Poststation in Köln ein
 
Köln erhielt damit Anschluss an das europäische Postnetz.

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1517

Ältestes bekanntes Aachener Heiligtumsbüchlein
 
Hersteller war der Kölner Drucker Heinrich von Neuß (Lebensdaten unbekannt, spätes 15., erstes Viertel 16. Jahrhundert), mit lateinischem Text. Aus dem gleichen Jahr scheint ein bei Arnt von Aich (gestorben um 1526/1527) in Köln gedrucktes Blockbüchlein von den Heiligtümern zu Aachen, Kornelimünster, Düren, Köln, Trier und Maastricht mit französischem Text zu stammen.

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1518

 
Diese waren 1418 aus dem Kurfürstentum Trier vertrieben worden. Bereits vor 1518 hatten sich jüdische Familien in Vallendar (1486), Lützelkoblenz (1512)  und Mühlheim unter dem Ehrenbreitstein (1512) niederlassen dürfen. Die Wiederzulassung war zunächst auf 20 Jahre befristet.

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30.8.1519

Die Theologische Fakultät Lateinisch, bezeichnet fachlich nach den Hauptwissenschaften gegliederte Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule. der Universität Köln verdammt einen Teil der Schriften Martin Luthers (1483-1546) als ketzerisch

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Oktober 1520-1521

Albrecht Dürer (1471-1528) in Köln und Aachen
 
Die niederländische Reise des Künstlers und seiner Frau Agnes (1475-1539) begann am 12.7.1520 in Nürnberg; zunächst ging es über Land nach Bamberg, von dort per Schiff (1) Wasserfahrzeug, (2) in der Baukunst Laienhaus in der christlichen Kirche, in der Basilika und der Hallenkirche eingeteilt in Mittel- und Seitenschiffe, die Saalkirche ist einschiffig. über Main und Rhein bis Köln, wo die Reise 1521 auch ihren Abschluss fand. Am 3.8.1520 kam das Paar in Antwerpen an. Anlass der Reise waren ein offizieller Auftrag des Nürnberger Rats und private Gründe des Künstlers. Am 23.10.1520 nahm Dürer als Teil der Nürnberger Delegation an der Krönung Karls V. (Regierungszeit 1519-1556) zum römisch-deutschen König in Aachen teil. Dürer führte detailliert Tagebuch über die auf der Hin- und Rückreise passierten sowie die vom Stammquartier Antwerpen aus besuchten Städte. Dürer war der erste, der am Beispiel des Aachener Münsters karolingische Architektur würdigte.

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23.10.1520

Krönung Karls V. (geboren 1500, Regierungszeit 1519-1556) zum römisch-deutschen König in Aachen
 
Karl war am 28.6.1519 in Frankfurt am Main gewählt worden. Die Krönung nahm der Kölner Erzbischof Hermann V. von Wied vor.

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