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 1521 bis 1609 


Februar 1521

Herrschaftsantritt Johanns III. von Kleve
 
Die räumlich nur teilweise verbundenen rheinisch-westfälischen Territorien Jülich, Kleve, Berg, Mark, Ravensberg wurden erstmals auf dynastischem Wege vereinigt ("Vereinigte Herzogtümern"). Ein inneres, vor allem administratives Zusammenwachsen vollzog sich jedoch nur in Ansätzen. 1609 brach der Herrschaftskomplex in Folge des Aussterbens der Herzöge von Kleve wieder auseinander, was den jülich-klevischen Erbfolgestreit auslöste.

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1521

Gründung des Cellitinnenklosters in Düren
 
Die Schwestern des Dürener Cellitinnenklosters Sankt Gertrud betätigten sich bis 1880 in der ambulanten Krankenpflege. Im 20. Jahrhundert gründeten sie eine Reihe von Filialen und übernahmen die Leitung von Krankenhäusern, Altenheimen und Kindergärten.

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Ende August 1522

Gescheiterter Angriff Franz von Sickingens (1481-1523) auf Kurtrier
 
Der schwäbische Niederadelige unternahm als Anführer der rheinisch-schwäbischen Ritterschaft den Versuch, Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Richard von Greiffenklau  zu vertreiben. Er erlag am 7.5.1523 seiner schweren Verletzung bei der gescheiterten Belagerung der Stadt Trier.

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1523-1525

Adolf Clarenbach in Wesel
 
Der aus der Nähe von Lennep (heute Stadt Remscheid) stammende Lehrer trat hier reformatorisch auf.

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1523

Konrad von Heresbach lebt am Hof der Herzöge von Kleve
 
Mit Heresbach, dessen erstes Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. bei Hof das des Fürstenerziehers war, verknüpfte sich ein Grundgedanke des auf friedvollen Ausgleich bedachten "Erasmianismus", zurückgehend auf Erasmus von Rotterdam (1466-1536). Heresbach übte als herzoglicher Rat über Jahrzehnte maßgeblichen Einfluss auf die Herzöge Johann III. und Wilhelm V. aus.

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bis 1524

Ausbau von Burg Ehrenbreitstein zur Festung
 
Zu der unter dem Trierer Kurfürsten Richard von Greiffenklau ausgebauten Festung gehört die so genannte "Greif", die größte Kanone ihrer Zeit. Die im 17. Jahrhundert vor allem mit Frankreich heftig umfochtene Festung wurde im 18. Jahrhundert im barocken Stil ausgebaut. 1801 wurde sie von französischen Truppen gesprengt, da man sie nach dem Rückzug auf das linke Rheinufer (eine Folge des Friedens von Lunéville) nicht dem Gegner überlassen wollte.

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1524

Einführung der "Kölnischen Mark"
 
Das Marktgewicht der Reichsstadt Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet. Köln, die "Kölnische Mark", wurde durch Kaiser Karl V. (Regierungszeit 1519-1556) als Richtwert für das deutsche Münzwesen eingeführt. Es bezeichnete ein Edelmetallgewicht (Silbergewichtseinheit von 233,8 Gramm) und wurde nicht als Münze ausgeprägt. Als Währungsgrundeinheit blieb die "Kölnische Mark" bis 1857 in Geltung. In der Praxis erwies es sich allerdings, dass der Versuch zur Vereinheitlichung des Münzwesens schon im 16. Jahrhundert durch die Ausprägung unterwertiger Münzen untergraben wurde.

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1525

Bürgerunruhen in Köln
 
Unzufriedene Bürger richteten 184 Forderungen an den Rat, in denen sich die aktuellen Konflikte im Zeichen des Bauernkriegs widerspiegeln. Auch andernorts (etwa in Neuss) wurden Impulse der bäuerlichen Bewegungen indirekt aufgenommen. Der zentrale Forderungskatalog der aufständischen Bauern, die "12 Artikel", wurde nördlich des Mittelrheins dagegen nicht aufgenommen.

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1525

Der kurkölnische Rat samt Kanzlei wird nach Bonn verlegt

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um 1525

Älteste bekannte Darstellung der Stadt Koblenz
 
Das Fresko in der Oberweseler Liebfrauenkirche wird Anton Woensam von Worms zugeschrieben. Die Darstellung zeigt im Vordergrund die Heiligen Florin, Katharina und Kastor, im Hintergrund die Stadtsilhouette und Ehrenbreitstein.

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29.4.1527

Wuppertaler "Garnnahrung"
 
Kaufleute aus Elberfeld und Barmen im Wuppertal erwarben vom Landesherrn das Privileg der "Garnnahrung" und damit das Monopol zum alleinigen gewerblichen Bleichen von Garn im Bergischen Land. Damit wurde die Grundlage geschaffen für den weiteren Aufstieg der Textilproduktion im Wuppertal. Im 18. Jahrhundert geriet das Gewerbe vor allem aufgrund von Interessenskonflikten der beteiligten Unternehmer in Verfall. 1808-1810 wurde das Privileg durch Napoleon Bonaparte (1769-1821) aufgehoben.

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3.10.1528

Frieden von Gorkum
 
Kaiser Karl V. (Regierungszeit 1519-1556) schloss ein Abkommen mit Herzog Karl von Geldern (Regierungszeit 1492-1538) und belehnte ihn mit dem Herzogtum Geldern und der Grafschaft Zutphen.

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1528

Einführung der Reformation in St. Goar
 
Landgraf Philipp von Hessen (Regierungszeit 1509/1518-1567) führte als Graf von Katzenelnbogen die Reformation unter anderem in St. Goar ein. Die betroffenen Orte sind die ältesten evangelischen Kirchengemeinden im Rheinland.

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1528

Ein Kölner Konsortium baut am Lüderich bei Bensberg Blei- und Zinnerz ab

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28.9.1529

Hinrichtung von Adolf Clarenbach und Peter Fliesteden (Geburtsdatum unbekannt)
 
Die auf der Richtstätte Melaten vor den Toren Kölns hingerichteten Prediger Clarenbach und Fliesteden gelten seitdem als die ersten evangelischen Märtyrer des Rheinlands.

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um 1529

In Köln erscheint "Des evangelischen Bürgers Handbüchlein"
 
Diese erste Ausgabe ist nicht erhalten, jedoch die zweite von 1544, "gemehrt und gebessert" von Johann Stammel genannt Meinerzhagen (um 1519-um 1549), einem Reformator und evangelischen Prediger in Bonn. Das Werk war im Rheinland und darüber hinaus verbreitet.

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seit 1530

Die Stadt Kempen wird ein Zentrum der Reformation am Niederrhein
 
1546 erließ der Kölner Erzbischof Hermann von Wied eine Reformationsordnung für die Stadt. Im Zuge der Gegenreformation, die 1631 zur Gründung eines Franziskanerrekollektenklosters führte, setzte sich der Katholizismus durch, der die Stadt bis ins 20. Jahrhundert prägte.

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1530

Pestepidemie in Düsseldorf
 
Zwischen 1577 und 1580 suchte die Pest die Stadt erneut heim.

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ab 1530/1533

Visitation und evangelische Kirchenordnung in der Grafschaft Nassau-Weilburg durch Graf Philipp III. (Regierungszeit 1523-1559)

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5.1.1531

Erzherzog Ferdinand von Österreich (1503-1564) wird im Kölner Dom zum römisch-deutschen König gewählt
 
Am rechtmäßigen Wahlort Frankfurt am Main konnte wegen der dort herrschenden Unruhen im Zusammenhang mit dem Umbruch zur Reformation nicht gewählt werden, weshalb das katholische Köln als Ausweichort diente. Zur Wahl und Proklamation des neuen Königs waren anwesend: neben Ferdinand sein Bruder, Karl V. (Regierungszeit 1519-1556), die Kurfürsten von Mainz, Trier, Köln, Brandenburg und der Pfalz sowie ein Bevollmächtigter des Kurfürsten von Sachsen.

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11.1.1531

Krönung Ferdinands I. (geboren 10.3.1503, Regierungszeit 1531-1564) zum Mitkönig Karls V. (Regierungszeit 1519-1556) in Aachen
 
Ferdinand war am 5.1.1531 in Köln gewählt worden. Die Krönung in Anwesenheit Karls V. nahm der Kölner Erzbischof Hermann V. von Wied vor. Es war die letzte Königskrönung in Aachen. Künftiger Krönungsort bis zum Ende des Alten Reichs war Frankfurt am Main, wobei das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. des Koronators bei den Erzbischöfen von Mainz lag. Noch zwei Mal nahmen Kölner Erzbischöfe es wahr: Maximilian Heinrich von Bayern bei der Krönung Leopolds I. (Regierungszeit 1658-1705) am 31.7.1658 in Frankfurt und Clemens August von Bayern bei der Krönung seines Bruders, Karl VII. (Regierungszeit als Kaiser 1742-1745), am 12.2.1742, ebenfalls in Frankfurt.

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1531

Die Kölner Stadtansicht des Anton Woensam erscheint bei dem Kölner Verleger Peter Quentel
 
Die Stadt Köln hatte die Ansicht anlässlich der Wahl Ferdinands I. (Regierungszeit 1531-1564) zum römisch-deutschen König im Kölner Dom in Auftrag gegeben. Quentel überreichte das Werk persönlich dem frisch gewählten König sowie Kaiser Karl V. (Regierungszeit 1519-1556). Die monumentale Stadtansicht, der das "Kölnlob" des Hermann von dem Busche (1468-1534) beigefügt ist, ist das einzige umfangreiche Werk des Malers und Holzschnittmeisters. Die Ansicht übertrifft an Umfang, Durchbildung und Genauigkeit wohl alle im 16. Jahrhundert entstandenen deutschen Stadtprospekte.

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11.1.1532

Erlass einer Kirchenordnung durch Herzog Johann III. von Kleve
 
Die Kirchenordnung mahnte zur Bewahrung von Ruhe und Disziplin. Weder wurde darin eine Änderung der konfessionellen Verhältnisse angestrebt, noch ein klares antievangelisches Bekenntnis ausgesprochen. Die Kirchenordnung wurde am 8.4.1533 um eine Erklärung erweitert. Beide Dokumente wurden dem Humanisten Erasmus von Rotterdam (1466/1469-1536) zur Begutachtung vorgelegt. Dieser war mit den Reformentwürfen einverstanden. Die Kirchenordnung war hinsichtlich ihres Zustandekommens, ihres Inhalts und ihres Umfeldes zukunftsweisend. Ihre erste und letzte Publikation 1532 beziehungsweise 1567 markieren Anfang und Ende der landesherrlichen Reformpolitik in Jülich-Kleve-Berg.

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1532-1533

Kirchenvisitation in Jülich-Berg
 
Wenngleich sie als katholische Landesfürsten keinen formellen Titel zur Beaufsichtigung des Kirchenwesens besaßen, eigneten sich Herzog Johann III. und später sein Sohn Wilhelm V. entsprechende Kompetenzen an. Dabei leitete sie das Intesse an kirchlicher Stabilität wie das Unabhängigkeitsbedürfnis gegenüber dem Papst und dem Kölner Erzbischof.

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1533-1535

Täuferreich in Münster
 
1534 wurden bei Düsseldorf täuferisch gesinnte Personen aus dem Westen des Herzogtums Jülich auf dem Weg nach Münster festgenommen. Dennoch schlossen sich mehrere aus dem Rheinland kommende Frauen und Männer den westfälischen Täufern an. Ein prominenter Fall ist der des zuvor in Büderich (heute Stadt Wesel) tätigen Johann Klopreis (geboren um 1500), der am 1.2.1535 in Brühl hingerichtet wurde.

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7.-10.3.1536

Provinzialkonzil im Erzbistum Köln
 
Beginn der zunächst noch im katholischen Geist stehenden Kirchenreform durch Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. und Erzbischof Hermann V. von Wied.

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1538

Beginn des Düsseldorfer Schlossbaus
 
Das Düsseldorfer Schloss wurde unter Alessandro Pasqualini im Stil der Neorenaissance errichtet. 1795 fiel ein Großteil des Baus der Beschießung durch französische Revolutionstruppen zum Opfer.

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1538

Rechtsordnung des Kurfürstentums Köln
 
Erneuert 16.5.1663, ergänzt 1767.

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8.1.1540

Anna von Kleve heiratet König Heinrich VIII. von England (Regierungszeit 1509-1547)
 
Die Ehe zwischen Heinrich  und der aus Düsseldorf stammenden Anna wurde bereits nach einem halben Jahr, am 9.7.1540, auf Veranlassung Heinrichs für ungültig erklärt. Ungeachtet dessen blieb Anna bis zu ihrem Tod 1557 in England ansässig.

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Ostern 1540

Die Stadt Wesel geht zur Reformation über

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1540

Niederlassung der Jesuiten in Köln
 

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Juli 1542 - September 1543

Geldrischer Erbfolgekrieg zwischen Kaiser Karl V (Regierungszeit 1519-1556) und Herzog Wilhelm V.

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Dezember 1542 - August 1543

Evangelische Predigt Martin Bucers in Bonn
 
Der Straßburger Reformator unterstützte den Reformationsversuch des Kölner Erzbischofs und Kurfürsten Hermann V. von Wied in der kurkölnischen Residenzstadt Bonn. Bedingt durch die Quellenüberlieferung sind unmittelbare Reaktionen der Menschen nicht überliefert. Bezeugt ist dagegen, dass die evangelische Prädikanten andernorts im Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. (Linz, Neuss, Kempen usw.) beträchtlichen Zulauf hatten.

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1542

Bergordnung für das Herzogtum Berg
 
Die Bergordnung legte eine verwaltungsmäßige Trennung des Bergbaus und der ordentlichen Landesverwaltung fest.

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24.3.1543

Niederlage der Truppen Wilhelms V. gegen kaiserliche Truppen bei Sittard
 
Entscheidende Weichenstellung im Geldrischen Erbfolgekrieg.

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8.4.1543

Philipp Melanchthon (1497-1564), der nach Martin Luther (1483-1546) wohl prominenteste deutsche Reformator, hält sich in in Bonn auf
 
Ob er dort predigte, ist unsicher.

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August oder September 1543

Publikation des "Einfältigen Bedenkens"
 
Die von Martin Bucer und Philipp Melanchthon (1497-1560) verfasste Kirchenordnung des evangelisch gewordenen Kurfürsten und Erzbischofs Hermann V. von Wied unternahm den unkonventionellen Versuch, evangelisches Gedankengut aufzunehmen, den kirchlichen Apparat aber bestehen zu lassen. Die Unternehmung wurde von katholischer Seite unter anderem auf publizistischem Wege bekämpft, wobei der Kölner Domkanoniker Johannes Gropper eine zentrale Rolle spielte. Von evangelischer Seite, insbesondere dem Landgrafen Philipp von Hessen (Regierungszeit 1509/1518-1567), blieb eine Unterstützung Hermann von Wieds indessen aus. Der Reformationsversuch war somit trotz örtlicher positiver Anklänge zum Scheitern verurteilt.

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7.9.1543

 
Er beendete den Geldrischen Krieg. Nach mehreren militärischen Misserfolgen unterzeichnete Herzog Wilhelm V. von Kleve im Feldlager vor Venlo einen Vertrag, der ihm unter anderem den Verzicht auf das geldrische Erbe und die dauerhafte Wahrung des katholischen Glaubens in den von ihm regierten Vereinigten Herzogtümern auferlegte.

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1543

Beginn der Reformation in Duisburg durch Abschaffung der katholischen Messe

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1543

Der Kölner Buchdrucker Laurenz von der Mühlen (gestorben nach 1553) verlegt seine Werkstatt nach Bonn
 
Hier druckte er Schriften, die dem Reformationsbestreben des Erzbischofs und Kurfürsten Hermann V. von Wied dienten. 1544 druckte er auch das (evangelische) "Gesangbüchlein geistlicher Psalmen, Hymnen, Lieder und Gebete, durch fleißige Diener der Kirche zu Bonn fleißig zusammengetragen" ("Bonner Gesangbuch").

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1544

Niederlassung der Jesuiten in Köln
 
Der 1534 durch den Spanier Ignatius von Loyola (1491-1556) gegründete und 1540 von  Papst Paul III. (Pontifikat 1534-1549) bestätigte Orden entsandte mit  Peter Faber (1506-1546) erstmals ein Mitglied zur Unterstützung des katholischen Glaubens.

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1544

Ansiedlung protestantischer Handwerker in Aachen aus Flandern und dem Artois

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1544

Erstmaliges Erscheinen des "Bonner Gesangbuchs"
 
Die erste Ausgabe des so genannten "Bonner Gesangbuchs" ("Gesangbüchlein geistlicher Psalmen, Hymnen, Lieder und Gebete, durch fleißige Diener der Kirche zu Bonn fleißig zusammengetragen") ist nicht erhalten, sondern erst eine spätere von 1550. Das Gesangbuch erreichte 28 Auflagen.

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1545

Erwerb der Grafschaft Virneburg durch die Grafen von Manderscheid-Schleiden

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1546

In Köln erscheint die erste Schrift über die Aachener und Burtscheider Bäder
 
Verfasser der Schrift "De balneorum naturalium praecique eorum, quae sunt Aquisgrani et Porceti, natura et facultatibusus" war der Aachener Brunnenarztes Franciscus Fabricius aus Roermond.

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1547

Großer Stadtbrand in Jülich
 
Wiederaufbau ab 1549 als Planstadt italienischer Prägung.

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1547

Die Stadt Saarbrücken erhält eine steinerne Saarbrücke

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1548

Erste authentische Darstellung der Stadt Trier von Simon Reichwein
 
Der Holzschnitt findet sich in der "Cosmographey / Cosmographia" von Sebastian Münster. Er besticht durch Detailgetreue und als Kunstwerk. Rund 250 Jahre lang hat er die Gesamtansichten von Trier bestimmt.

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13.5.1549

Provinzialsynode des Erzbistums Trier in Trier
 
Daran nahmen auch die Suffraganbistümer Metz, Toul und Verdun teil.

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1549

Beginn des Wiederaufbaus der Stadt Jülich als Planstadt italienischer Prägung
 
Die Stadt war 1547 durch Brand zerstört worden. Um 1561 war der Großteil des im Stil der italienischen Hochrenaissance erbauten Residenzschlosses, 1580 die Bastion Auch Bastei, Bezeichnung eines der Hauptfestung vorgelagerten, in die Umwallung hineinreichenden Verteidigungswerkes mit zumeist fünfeckigem Grundriss. fertig gestellt. Maßgeblicher Architekt war der 1549 zum Baumeister für Stadt und Festung Jülich erhobene Alessandro Pasqualini.

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1549

Georg Cassander lebt und lehrt in Köln
 
Der Humanist entwickelte eine vermittelnde Position zwischen den Konfessionen und etablierte einen einflussreichen Kreis mit Verbindungen im gesamten Rheinland um sich.

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1549

Provinzialkonzil im Erzbistum Trier
 
Nach Abhaltung einer Bistumssynode 1548 folgte ein Reformkonzil unter Beteiligung der Suffraganbistümer der Trierer Kirchenprovinz Metz, Toul und Verdun. Entscheidende Impulse gingen vom Konzil jedoch nicht aus. Dies gilt insbesondere für die Bistümer Metz, Toul und Verdun, deren Stiftsgebiete 1552 dauerhaft unter Kontrolle der französischen Krone gelangten.

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1550

Der Kölner Chronist Hermann Weinsberg beginnt die Arbeit an seinem "Gedenkbuch"
 
Das im späten 19. Jahrhundert unter der Bezeichnung "Buch Weinsberg" bekannt gewordene mehrbändige Werk gilt als eine bedeutende Quelle zur Geschichte der Stadt im 16. Jahrhundert und als herausragendes Selbstzeugnis der Frühen Neuzeit.

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1550

Visitation in den Herzogtümern Jülich und Berg durch Herzog Wilhelm V.

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um 1550

Ausbreitung der reformatorischen Bewegung in der Grafschaft Saarbrücken
 
Diese ging aus von dem Kollegiatstift Lateinisch, Kirche, in der eine mit Vermögen und Korporationsrechten ausgestattete Klerikergemeinschaft die Liturgie feiert. Kirche und Stiftsgebäude liegen in einem abgesonderten Rechtsraum. St. Arnual, das 1559 aufgelöst wurde. 1575 Annahme des lutherischen Bekenntnisses in der Grafschaft durch Graf Philipp III. von Nassau-Saarbrücken (Regierungszeit 1574-1602).

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1552

Der flämische Kartograph Gerhard Mercator siedelt nach Duisburg über
 
In Duisburg wirkte Mercator 1559-1562 am Akademischen Gymnasium. 1569 fertigte er in Duisburg seine Weltkarte und seine Weltgeschichte ("Chronologia") an.

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1552

Verwüstung der Stadt Trier im Zweiten Markgrafenkrieg
 
Die Stadt wurde durch Truppen des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach (1522-1557) stark beschädigt.

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1552-1556

Besetzung der Stadt Trier durch kaiserliche Truppen

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1553

Gründung der Kölner Börse
 
Die nach dem Vorbild Antwerpens eingerichtete Börse war die erste in Deutschland. 1580 erhielt die Börse einen Neubau auf dem Heumarkt.

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10.10.1554

Erste Polizeyordnung für die Vereinigten Herzogtümer Jülich, Kleve, Berg, Mark und Ravensberg

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12.6.1555

Jülich-Bergische Rechtsordnung

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1555

Erstmals siedelt sich eine Druckerei in Düsseldorf an

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1555-1565

Scheitern der landesherrlichen Pläne, in Duisburg im Herzogtum Kleve eine Universität zu gründen
 
Die Universitätspläne Herzog Wilhelms V., die sich maßgeblich mit dem katholischen Humanisten Andreas Masius (1514-1573) verknüpften, scheiterten unter anderem an der fehlenden päpstlichen Unterstützung.

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1555/1556

Das Herzogtum Geldern gelangt unter spanische Herrschaft
 
Infolge der Teilung des  Hausbesitzes Kaiser Karls V. (Regierungszeit 1519-1556) fiel Geldern mit den Niederlanden an die spanische Linie der Habsburger unter König Philipp II. (Regierungszeit 1527-1598).

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1556

Übernahme des Dreikönigsgymnasiums in Köln (Tricoronatum Auch Dreikönigsgymnasium, eine der ältesten Schulen des Rheinlands und die älteste Schule in Köln. Sie wurde 1450 als „Bursa Cucana“ von Johannes von Kuyck als Vorbereitungsschule für ein Studium an der Universität Köln gegründet. 1552 verlor die Burse ihr Haus am Eigelstein, woraufhin die Stadt ihr ein neues Haus in der Maximinenstraße bereitstellte. Dort wurde das Stadtwappen mit drei Kronen angebracht, was zum Namen „Tricoronatum“ führte. Nachdem sich der Rektor der Schule Jakob Leichius 1556 dem Protestantismus anschloss, übernahm der Jesuit Johannes Rhetius die Leitung und ermöglichte die Anbindung der Schule an den Jesuitenorden, der bis zu seiner Auflösung 1773 für die Schule verantwortlich war. Mit dem Umzug an Marzellen änderte sich die Bezeichnung in Marzellengymnasium, wo unter napoleonischer Herrschaft auch die auf Kosten des Gymnasiums und der Kölner Universität gegründete „Zentralschule“ ihren Sitz bekam. In preußischer Zeit wurde das Tricoronatum unter dem Namen „Königlich Kölnisches Gymnasium an Marzellen“ wieder aufgebaut. Seit 1911 wurde die Schule im Türmchenswall beherbergt und trug von da an den Titel „Dreikönigsgymnasium“. Schließlich zog die Schule 1977 an ihren heutigen Standort in der Escher Straße im Stadtteil Bilderstöckchen. ) durch die Jesuiten unter Johannes Rethius
 
Nach dem Übergang des Vorgängers von Rethius (Jakob Leichius) zum Protestantismus wurde somit der katholische Charakter der städtischen Schule gesichert. Sie unterstand fortan bis zur Auflösung des Ordens den Jesuiten. In der nachfolgenden Zeit blieb die Schule unter der Bezeichnung "Marzellengymnasium" bestehen.

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1557

Einführung der Reformation in Pfalz-Simmern durch Pfalzgraf Friedrich (Regierungszeit in Pfalz-Simmern ab 1557)
 
Unmittelbar nach der Übernahme der Regierung in Pfalz-Simmern am 18.5.1557 führte er dort die Reformation ein; 1559 übernahm Friedrich als Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich III. das Kurfürstentum Pfalz.

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1557

Herzog Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (Regierungszeit 1532-1569) erlässt eine Kirchenordnung
 
Die Kirchenordnung ging auf Vorbilder Mecklenburgs und Württembergs zurück; sie fand in Manderscheid-Schleiden, aber auch in lutherischen Gemeinden des nördlichen Rheinlands (Essen, Aachen, Jülich-Kleve-Berg, schließlich 1736 in Lennep) Eingang.

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1557

Der Jesuit Petrus Canisius (1521-1597) predigt im Bonner Münster vor 3.000 Zuhörern
 
Das Auftreten von Canisius stand im Zeichen der Gegenreformation.

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1559

Bistumsreform im Westen des Reiches
 
Auf Drängen König Philipps II. von Spanien (Regierungszeit 1556-1598), der seine durch den Protestantismus gefährdete Herrschaft in den Niederlanden stabilisieren wollte, wurde die Zahl der bis dahin nur sechs Bistümer auf 19 erhöht. Dabei verlor unter anderem das Erzbistum Köln Teile an das neu geschaffene Bistum Roermond.

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1559

Gescheiterter Reformationsversuch in Kurtrier
 
Der zum reformierten Bekenntnis übergetretene Jurist Caspar Olevian trat in Trier öffentlich als protestantischer Prediger auf. Olevian wurde jedoch auf Betreiben des katholischen Kurfürsten und Erzbischofs Johann VI. von der Leyen aus der Stadt vertrieben. Kurtrier blieb infolgedessen dauerhaft katholisch.

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ab 1560

Einführung der Reformation in der Grafschaft Manderscheid-Schleiden unter Graf Dietrich VI. (Regierungszeit 1560-1593)

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1560

Einstellung des Kölner Dombaus
 
Die Pfeiler des Mittelschiffs standen bis zur Kapitellhöhe, die Seitenschiffe waren ungewölbt, Chor und Langhaus blieben getrennt. Bis zur Wiederaufnahme des Dombaus 1842 bestimmte der Kran auf dem Südturm die Silhouette der Stadt.

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1560

Die Jesuiten lassen sich in Trier nieder

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ab 1560

Einführung der Reformation in der Grafschaft Moers
 
Graf Hermann von Neuenahr (Regierungszeit 1553-1578), dessen Familie seit 1519 im Besitz der Grafschaft Moers war, führte mittels einer evangelischen Kirchenordnung die Reformation im Geist der Augsburgischen Konfession ein.

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1561-1574

Neubau des Rathauses in Andernach

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1562

Der Rat der Stadt Köln beschließt, dass seine Mitglieder katholisch sein müssen

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1562

Die Versuche der Stadt Koblenz, sich von der bischöflichen Stadtherrschaft zu befreien, scheitern nach der erfolgreichen Belagerung der Stadt durch den Trierer Kurfürsten Johann VI. von der Leyen
 
Die Stadt musste daraufhin eine neue kurfürstliche Stadtordnung ("Leyana") akzeptieren.

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1563

In der Stadt Essen wird eine lutherische Kirchenordnung in Kraft gesetzt

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1566

Krankheitsbedingt beginnende Regierungsunfähigkeit Herzog Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg

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ab 1567

Evangelische Exulanten am Niederrhein
 
In Folge der antiprotestantischen Politik des habsburgischen Statthalters in den Niederlanden, Herzog Alba (Fernando Álvarez de Toledo, 1507-1582), wurden rheinische Städte zu Zufluchtsorten von Glaubensflüchtlingen.

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5.10.1567

Zweite und letzte Veröffentlichung der jülich-klevischen Kirchenordnung Herzog Johanns III. von 1532

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1568-1648

 
Erhebung der Provinzen der nördlichen Niederlande gegen die spanische Herrschaft. In diesem Konflikt, der teilweise mit dem Dreißigjährigen Krieg einher ging, war auch das westliche Rheinland über Jahre betroffen, vor allem das Herzogtum Geldern. Nur das südlich gelegene geldrische "Oberquartier" (unter anderem mit dem späteren Marienwallfahrtsort Kevelaer) blieb bei Spanien.

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1568

Belagerung der Stadt Trier durch Truppen des Trierer Kurfürsten im so genannten "Bohnenkrieg"
 
Die Belagerung stand im Zusammenhang mit dem Kampf um die Stadtherrschaft. Erst ein EIngreifen Kaiser Maximilians II. beendete das kriegerische Geschehen. Der sich anschließenden Prozess um die Reichsunmittelbarkeit Nicht einem Landesherrn, sondern allein Kaiser und Reich unterstehend. der Stadt vor dem kaiserlichen Hofrat endete im März 1580 mit dem kaiserlichen Urteil, das der Stadt endgültig jeden Anspruch auf Reichsunmittelbarkeit Nicht einem Landesherrn, sondern allein Kaiser und Reich unterstehend. entzog. Die Stadt musste den Kurfürsten als Stadtherrn anerkennen und erhielt eine neue kurfürstliche Stadtordnung ("Eltziana").

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1569/1570

Generalvisitation des Erzbistums Trier unter Erzbischof und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Jakob III. von Eltz

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1569

Kirchenvisitiationen in Kurköln und Kurtrier
 
Die angestrebten Maßnahmen zur Verbesserung der kirchlichen (insbesondere der seelsorgerlichen) Situation scheiterten an den Sonderinteressen von Privilegieninhabern in den Bistümern und am Widerstand der umliegenden Landesfürsten. Die durch das Trienter Konzil (1545-1563) angestoßene katholische Erneuerung vollzog sich erst ab dem späten 16. Jahrhundert unter starkem Einfluss der im Rheinland vermehrt niedergelassenen Reformorden (vor allem der Jesuiten, Kapuziner, Ursulinen).

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1569

Evangelische Visitation in der Grafschaft Sayn

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1570

Drucklegung von Konrad Heresbachs bedeutendem Werk zur Fürstenerziehung ("De Educandis Erudiendisque Principum Liberis")

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1570/1571

Der Duisburger Kartograph Arnold Mercator (1537-1587) fertigt im Auftrag der Rates der Stadt Köln den "Stadtplan aus der Vogelperspektive" an
 
Der so genannte "Mercator-Plan" ist der erste Kölner Stadtplan mit allen Straßen, Plätzen, Gebäuden und Grünflächen innerhalb des Mauerrings. Außerhalb zeigt er die Fluren des Umlands und rechtsrheinisch die Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. Deutz.

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1570-1573

Bau des Düsseldorfer Rathauses

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1570

Der Trierer Erzbischof und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Jakob III. von Eltz überlässt den Jesuiten in der Stadt Trier Kirche und Kloster der Minoriten

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3.-4.7.1571

Bedburger Synode
 
Erste reformierte Synode im Herzogtum Jülich.

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4.-13.10.1571

Synode der Niederländischen Kirche zu Emden (Emder Synode)
 
Deren Ordnung wurde vor allem für die Reformierten in Wesel, Köln und Aachen maßgeblich.

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28.4.1572

Der Rat der Stadt Aachen fordert die aus den spanischen Niederlanden geflüchteten Protestanten zum Verlassen von Stadt und Reich Aachen auf
 
Herzog Alba (Fernando Álvarez de Toledo, 1507-1582), Statthalter der spanischen Niederlande, hatte die Stadt dazu aufgefordert.

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29.7.1572

Erste reformierte Synode (Klevische Synode) in Wesel

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1572

Kohleordnung für die Ämter Windeck, Steinbach und Porz, dem Gebiet des Montangewerbes im Herzogtum Berg

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1573

Der Niederländer Hans de Braecker ist der erste in Aachen niedergelassene Buchdrucker

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24.8.1574

Papst Gregor XIII. (Pontifikat 1572-1582) verfügt die Inkorporation Lateinisch, Einbeziehung einer Pfarrei in das Vermögen eines Klosters oder Stifts. der Reichsabtei Prüm in das Kurfürstentum Trier
 
Nach dem Ableben des letzten regierenden Abtes ließ Erzbischof und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Jakob III. von Eltz 1576 das 395 Quadratkilometer große und 61 Gemeinden umfassende Prümer Territorium einnehmen. Damit war ihm eine der letzten großen Gebietsgewinne für das Kurfürstentum gelungen.

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1574

 
Es war der erste Druck in Trier seit 1481. Erst seit 1582 bestand dort auf Dauer eine Druckerei.

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1.1.1575

Einführung der Reformation in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken
 
Nach dem Tod des letzten katholischen Grafen von Nassau-Saarbrücken geriet die Grafschaft 1574 an die Grafen von Nassau-Weilburg(-Saarbrücken). Die Grafen Albrecht (Regierungszeit 1559-1593) und Philipp IV. (Regierungszeit 1559-1602, als Graf von Nassau-Saarbrücken Philipp III.) führten die Augsburgische Konfession ein. 1576 Erlass einer Kirchenordnung, die sich an hessischen Vorbildern orientierte.

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1576

Erwerb der Reichsabtei Prüm durch Kurtrier
 
Mit dem Argument, der Fortbestand des katholischen Bekenntnisses sei gefährdet, erwarb Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. und Erzbischof Jakob III. von Eltz vom Kaiser den Titel eines "Administrators" der eigentlich reichsunmittelbaren Abtei. Tatsächlich wurde diese samt ihres beträchtlichen Besitzes dem Trierer Kurstaat einverleibt.

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1576

Marktschiff zwischen Emmerich und Kalkar erstmals bezeugt

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1576

Erzbischof und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Jakob III. von Eltz lässt das Territorium der Reichsabtei Prüm für das Kurfürstentum Trier einnehmen
 
Die Inkorporation Lateinisch, Einbeziehung einer Pfarrei in das Vermögen eines Klosters oder Stifts. der Reichsabtei war bereits am 24.5.1574 durch eine päpstliche Bulle verfügt worden.

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1576

Anlage eines evangelischen Friedhofs im Weyertal westlich vor den Stadtmauern Kölns ("Geusenfriedhof")
 
Zuvor hatte der "Elendsfriedhof" nahe der heutigen Severinsbrücke den Evangelischen als Begräbnisplatz gedient. 1583 verbot der Kölner Rat endgültig das Begräbnis von Protestanten innerhalb der Stadtmauern. Danach war der Geusenfriedhof der einzige evangelische Begräbnisplatz linksrheinisch nahe der Stadt Köln. Nach 1875 fand dort keine Beerdigung mehr statt. Er ist heute wieder zugänglich und wird laufend restauriert.

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13.9.1577

Amtsverzicht des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Salentin von Isenburg
 
Salentin trat in den weltlichen Stand über, um den Fortbestand seiner im Westerwald beheimateten gräflichen Familie zu sichern.

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November 1577

Errichtung einer Poststation in Köln
 
Seraphin II. von Taxis (1538-1582), der zweite Stammhalter der Anfang des 16. Jahrhunderts geadelten Postmeisterdynastie, reagierte damit auf die Verschärfung des Spanisch-Niederländischen Kriegs. Köln bildete seitdem auf der Route von Augsburg ins katholisch gebliebene Antwerpen einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

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1577-1583

 
Der vom Hause Wittelsbach aus konfessionellen Gründen und zum Zweck seiner standesgemäßen Versorgung geförderte Kandidat Ernst von Bayern unterlag überraschend bei der Bischofswahl am 5.12.1577 durch das Domkapitel.

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1578

Aus Briel in den Niederlanden vertriebene Klarissen kommen nach Köln
 
1601 bezogen sie ein eigenes Haus, 1613 wurde ihre Kirche geweiht. 1640 bezogen sie ein neues Kloster. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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23.1.1579

Teile des Herzogtums Geldern lösen sich von Spanien ab
 
Die drei geldrischen Niederquartiere Nimwegen, Arnheim und Zutphen schlossen sich der protestantischen Union von Utrecht an.

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Mai - November 1579

Die Friedenskonferenz zwischen Spanien und den Niederlanden zur Beendigung des Spanisch-Niederländischen Krieges in Köln scheitert

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nach 29.6.1579

Übersiedlung von Mitgliedern der niederländisch-reformierten Gemeinde von Maastricht - nach Einnahme der Stadt durch den spanischen Statthalter - nach Aachen

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1580er Jahre

Beginn der Hexenverfolgungen im Kurfürstentum Trier
 
Die Verfolgungen in Kurtrier erreichten schon im späten 16. Jahrhundert beispiellose Ausmaße von mehreren Hundert bezeugten Hinrichtungen. Eine zentrale Rolle hierbei spielte der Trierer Weihbischof Peter Binsfeld, der sich über weltliche wie kirchliche Normen hinwegsetzte und vehement für die Verschärfung der Prozesspraxis eintrat, so in seinem Werk "Tractatus de confessionibus maleficorum et sagarum" von 1589.

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1580

Jesuitenniederlassung in Koblenz
 
Der Trierer Erzbischof Jakob III. von Eltz wies ihnen das Gebäude des Zisterzienserinnenklosters zu; bereits 1581 wurde das Jesuitengymnasium gegründet.1585 wurde dem Kolleg das neugegründete erzbischöfliche Priesterseminar unterstellt.

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1580

Am Postamt des kaiserlichen Postmeisters Jacob Henot (1534-1625) in Köln wird der Reichsadler angebracht
 
Der aus dem spanischen Gelderland stammende Henot kam in den späten 1560er Jahren als Glaubensflüchtling nach Köln. 1577 trat er in den Dienst des Postwesens und wurde zu den großen Dienstleistern im Kommunikationsbereich, denen um 1600 der entscheidende Aufschwung des europäischen Kommunikationswesens zu verdanken ist. 1603 musste er jedoch sein Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. an den späteren Kölner Reichspostmeister Johannes Beeck (um 1580-1653, Reichspostmeister 1603-1652), einen Beauftragten und Verwandten der Taxis übergeben.

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1581

Wahl eines protestantischen Bürgermeisters in Aachen
 
Seit diesem Jahr dominierten die Protestanten im Stadtrat, erlaubten freie Religionsausübung, führten jedoch nicht die Reformation ein.

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1581

Die Grafschaft Wied tritt endgültig zum reformierten Bekenntnis über

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um 1581

"Zweite Reformation" in der Grafschaft  Moers
 
Nach dem lutherischen Bekenntnis wurde durch Graf Adolf von Neuenahr (Regierungszeit 1579-1589) das reformierte Bekenntnis in der Grafschaft Moers eingeführt. Moers war somit das einzige Territorium im Rheinland mit einem reformierten Kirchenwesen. Dessen weitere Entwicklung scheiterte jedoch an den kriegerischen Zeitumständen und dem Aussterben der Grafen von Neuenahr 1589.

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1581

Einführung einer reformierten (calvinistischen) Kirchenordnung in der Grafschaft Neuenahr durch Graf Adolf von Neuenahr (Regierungszeit 1572-1589)

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seit 1582

Druckerei in Trier
 
Die Etablierung erfolgte durch die Förderung des Kurfürsten Johann von Schönenberg.

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19.2.1582, 16.1.1583, 2.2.1583

Religionsedikte des Kölner Erzbischofs und Kurfürsten Gebhard Truchsess von Waldburg
 
Gebhard stellte darin den Untertanen im Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. Köln die Wahl der Konfession frei.

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1582

Der reformierte Kölner Bürger Philipp von Fürth beginnt in Gladbach (heute Bergisch Gladbach) den Bau einer Papiermühle
 
Keimzelle der Papierindustrie in Bergisch Gladbach.

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22.3.1583

Absetzung des Kölner Erzbischofs und Kurfürsten Gebhard Truchsess durch päpstliche Verfügung

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15.11.1583

Zerstörung der Godesburg (heute Stadt Bonn) im Kölnischen Krieg

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1583-1612

 
Obwohl zum geistlichen Regiment persönlich ungeeignet, wurde Ernst auf Druck des regierenden Herzogs von Bayern, Albrecht V. (Regierungszeit 1550-1579), vom Kölner Domkapitel als Gegenkandidat zum abgesetzten Gebhard Truchsess von Waldburg gewählt. Ernst war der erste von bis 1761 insgesamt fünf Kölner Kurfürsten aus dem Hause Bayern, das sich somit eine Anwartschaft auf den Kölner ErzstuhlBezeichnung für das Amt des Erzbischofs. sicherte.

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1583

Michael Aitzing (um 1530-1598) gibt in Köln die halbjährlich erscheinenden "Meßrelationen" heraus
 
Diese brachten Nachrichten über Handel und Wirtschaft am Rhein, über politische Ereignisse am Niederrhein und vieles andere mehr. Aitzings Nachrichtensammlung erschien zwei Mal im Jahr, jeweils zu den Terminen der Frankfurter Messe im Frühjahr und im Herbst im März beziehungsweise September. Die "Meßrelationen" waren der Vorläufer des sich im 17. Jahrhundert ausbreitenden Zeitungswesens.

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1583

Kölnischer oder Truchsessischer Krieg
 
Der Krieg entzündete sich am Konfessionswechsel des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Gebhard Truchsess von Waldburg und seiner Heirat mit Agnes von Mansfeld (1551-1637). Hierdurch wurde von katholischer Seite der Fortbestand des Territoriums als gefährdet angesehen, weil man befürchtete, Gebhard werde sich den Wahlstaat als erblichen Familienbesitz aneignen. Weitere Ursachen waren Auseinandersetzungen um den Zugang zu kirchlichen Stellen (Pfründen) durch den versorgungsbedürfigen protestantischen Adel und die finanziellen Interessen einzelner Kriegsunternehmer. Auf der Seite der Protestanten standen lediglich kleinere Parteien wie der Graf von Neuenahr und der Graf von Pfalz-Zweibrücken, während die katholische Seite durch den Herzog von Bayern dominiert wurde. Dieser beanspruchte reichsweit für Bayern den Status einer Schutzmacht des katholischen Glaubens.

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1583

Einführung des gregorianischen Kalenders im Kurfürstentum Trier
 
Allmähliche Abkehr vom Annuntiatenkalender (Jahresbeginn 25. März).

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9.5.1584

Während des Kölnischen Krieges Überfall truchsessischer Truppen auf Neuss

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1584

Zerstörung der Stadt Krefeld im Kölnischen Krieg
 
Die Bevölkerung kehrte erst um 1590 zurück.

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1584-1794

Gründung der Kölner Nuntiatur
 

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16.6.1585

Heirat Johann Wilhelms von Kleve mit Jakobe von Baden
 
Durch die in der Schlosskapelle des Düsseldorfer Schlosses geschlossene und prunkvoll gefeierte Verbindung mit der Nichte des regierenden Herzogs von Bayern, Wilhelm V. (1548-1597) sollte die Bindung des Hauses Kleve an den katholischen Glauben langfristig gefestigt werden.

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1586

 
Am 28.7.1635 wurde die Festung von spanischen Truppen eingenommen; nach verheerenden Kämpfen kapitulierte die Besatzung am 29.4.1636. Schenkenschanz galt anschließend als uneinnehmbares Glied des niederländischen Festungsgürtels, fiel jedoch 1672 den Truppen Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) kampflos in die Hände. Durch Verlagerung des Rheinstroms ab 1703 wurde die Festung zu zwei Dritteln weggespült, womit sie strategisch bedeutungslos wurde.

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23.12.1587

Während des Kölnischen Krieges Einnahme von Bonn durch den protestantischen Söldnerführer Martin Schenk von Nideggen

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25.7.1588

Während des Kölnischen Krieges Rückeroberung von Bonn durch spanische Truppen

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21.7.1589

Erste reformierte Synode (Bergische Synode) in Neviges (heute Stadt Velbert)

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17./18.10.1589

Adolf von Neuenahr (Regierungszeit seit 1579) kommt in Arnheim bei einer Explosion ums Leben
 
Mit ihm starben die Grafen von Neuenahr in männlicher Linie aus. Die Grafschaft Moers mit der Exklave Krefeld fiel nach dem Tode der Walburga von Neuenahr-Moers 1600 an die Grafen von Nassau-Oranien.

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1589

Pest in Trier

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1589

Der Trierer Weihbischof Peter Binsfeld veröffentlicht seinen "Tractatus de confessionibus maleficorum et sagarum" gegen Zauber und Hexen

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ab 1590

Regierungsunfähigkeit Herzog Johann Wilhelms von Kleve (1562-1609)
 

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22.12.1590

Lutherische Kirchenordnung des Grafen Heinrich IV. von Sayn (Regierungszeit 1573-1606)

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1590

Die Jesuiten lassen sich in Bonn nieder
 
1650 Erhebung der Niederlassung zum Kolleg. Die ursprüngliche zur Unterstützung gegenreformatorischer Maßnahmen gegründete Bonner Jesuitenniederlassung wirkte nachhaltig auf das Geistesleben der Stadt. 1654 ordnete der Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. an, dass Erziehung und Unterweisung der Jugend ausschließlich den Jesuiten überlassen sein sollten. Aus dem 1673 errichteten Jesuistengymnasium ging nach der Aufhebung des Ordens die Maxische Akademie hervor, die am 20.11.1786 zur Universität erhoben wurde.

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1592

Der Rat der Stadt Emmerich überträgt den Jesuiten das Schulwesen in der Stadt

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1592

 
Die Judenordnung Bezeichnet Gesetze und Vorschriften zur (häufig diskriminierenden) Regelung jüdischen Lebens in einer christlich geprägten Gesellschaft. , der 1599, 1614, 1686 und 1700 weitere Fassungen folgten, sollte aus der Sicht der Kurfürsten die Niederlassung von Juden absichern, die von den Landständen, insbesondere den Städten bekämpft wurde. In den größeren kurkölnischen Städten Neuss und Andernach konnten sich trotzdem bis zum Ende des Reichs Juden nicht ansiedeln. Ihre wichtigsten Niederlassungsorte wurden ab dem 17. Jahrhundert die Haupt- und Residenzstadt Bonn sowie das zwischen Kurköln und dem Herzog von Berg rechtlich umstrittene Deutz.

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um 1593

Beginn der Hexenverfolgungen im  Kurfürstentum Köln

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1594-1606

Bau des Zeughauses der Stadt Köln
 
Der Bau im Stil der niederländischen Spätrenaissance dient heute dem Kölnischen Stadtmuseum.

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1594/1621

Stiftung der Devotessengemeinschaft "Zum Salvator" in Münstereifel (heute Bad Münstereifel)
 
Eine der wenigen Devotessengemeinschaften, die eine "vita communis" führten; die Frauen betrieben eine der frühesten Mädchenschulen im Rheinland und ein Pensionat. Damit boten sie vor den Jesuiten, die 1625 kamen, Schulunterricht in Münstereifel an. 1830 erfolgte die Zusammenlegung mit dem zweiten, 1716 gegründeten Münstereifeler Devotessenkonvent "Zum Namen Jesu" und dessen Schule im ehemaligen Karmelitinnenkloster. Der neue KonventLateinisch (Zusammenkunft), Bezeichnung (1) für eine klösterliche Gemeinschaft, (2) für die Volksvertretung während der Französischen Revolution vom 21.9.1792 bis 26.10.1795, (3) für die Beratungsgremien in einer studentischen Verbindung (zum Beispiel Burschenkonvent, Altherrenkonvent). erhielt den Namen "Salvatorkloster".

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1595

Ferdinand von Bayern wird Koadjutor des Kölner Kurfürsten Ernst von Bayern
 
Ernst wurde sein junger Neffe zur Korrektur seiner Regierungsgeschäfte an die Seite gestellt. Gleichzeitig wurde dadurch die Anwartschaft des Hauses Wittelsbach auf den Kölner ErzstuhlBezeichnung für das Amt des Erzbischofs. bekräftigt. Ferdinand folgte 1612 als Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. und Erzbischof von Köln.

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3.9.1597

Ermordung der Jakobe von Baden, Frau Herzog Johann Wilhelms von Jülich-Kleve-Berg
 
Die Tat blieb ungeklärt. Sie stand möglicherweise im Zusammenhang mit der Jakobe angelasteten Einflussnahme auf die Regierungsgeschäfte während der Regierungsunfähigkeit ihres Mannes Johann Wilhelm.

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1597

Bonn wird endgültig Residenzstadt und Hauptverwaltungssitz des Kurfürsten von Köln
 

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1598

Kirchenordnung für die Wild- und Rheingrafschaft
 
Diese lehnte sich - mit Einschränkungen - an die Zweibrücker Kirchenordnung von 1557 an.  Die Ordnung kam letztlich erst 1693 zur Einführung.

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25.5.1600

Tod der Gräfin Walburga von Neuenahr-Moers (geboren 1522): die Grafschaft Moers mit Krefeld fällt an das Haus Oranien-Nassau
 
Die kinderlose Gräfin hatte die Grafschaft bereits 1598 dem Prinzen Moritz von Oranien-Nassau (1567-1625) durch Schenkung übertragen. Mit dem Tod Walburgas trat der Erbfall ein. Damit wurde eine Entwicklung eingeleitet, die die kleine Grafschaft zum Nebenland auswärtiger Dynastien machte.

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1600

Niederlassung der Jesuiten in Aachen
 
Ab 1603 Kolleg; wichtigste Niederlassung des Ordens zwischen Köln und Lüttich. Im 17. und frühen 18. Jahrhundert war das Jesuitengymnasium ein bedeutender kultureller und spiritueller Faktor in der Reichsstadt Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet. . 1686 wurde dem Gymnasium ein philosophischer, 1715 ein theologischer Studiengang angeschlossen.

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1601

Gründung der kurkölnischen Hofkapelle durch den Kölner Koadjutor Ferdinand von Bayern

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12.6.1604

Siegburger Vergleich regelt die Grenzverhältnisse zwischen dem Herzogtum Berg und der Herrschaft Homburg
 
Durch Vergleich mit dem Herzog von Berg wurden die Hoheitsrechte der Grafen von Sayn und Sayn-Wittgenstein eingeschränkt auf das Haus Homburg, den größeren Teil des Kirchspiels Nümbrecht und die ganze Vogtei Mehrdeutig, bedeutet insbesondere (1) die Schutzvogtei über ein Bistum, Stift oder Kloster und deren Besitz, (2) Unterbezirk eines landesherrlichen Amtes. und das Kirchspiel Das von einer Pfarrkirche aus versorgte Gebiet, siehe auch Pfarre, Pfarrsprengel. Wiehl, während ihre Rechte an den Kirchspielen Morsbach und Waldbröl und an einem Teil des Kirchspiels Nümbrecht zum bergischen Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. Windeck gezogen wurden.

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1607

Kurkölnische Hexenprozessordnung
 
Sie wurde erlassen von dem Kölner Koadjutor Ferdinand von Bayern.

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4.5.1608

Die Kurpfalz ist Gründungsmitglied der protestantischen Union

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20.5.1608

Der Kölner Koadjutor Ferdinand von Bayern erteilt denjenigen, die sich im Flecken Hülchrath (heute Stadt Grevenbroich) niederlassen wollen, eine Reihe von Vorrechten
 
Der kleine Burgflecken erlangte jedoch keine städtische Qualität.

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