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 1609 bis 1794 


18.3.1609

In Köln kommt erstmals eine auswärtige Wochenzeitung mit dem Titel "News erbarmliche Tzydung" zum Verkauf

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25.3.1609

Tod Herzog Johann Wilhelms von Jülich-Kleve-Berg
 
Das Aussterben der Dynastie der Herzöge von Kleve verursachte einen europäischen Großkonflikt (Jülich-Klevischer Erbfolgestreit), dessen Eskalation jedoch vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges abgewendet wurde.

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1609-1621

 
In Antwerpen vereinbarten die verfeindeten Parteien einen zwölfjährigen Waffenstillstand, der gewahrt wurde. Dem nördlichen Rheinland blieb somit im Gegensatz zum pfälzischen Raum eine direkte Verwicklung in die Frühphase des Dreißigjährigen Kriegs erspart.

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10.6.1609

 
Die Erbanwärter auf die Vereinigten Herzogtümer, Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Johann Sigismund von Brandenburg (Regierungszeit 1608-1619), einigten sich darauf, die Territorien bis zur weiteren Klärung gemeinsam zu regieren. Die Ansprüche anderer Parteien auf das Land  - darunter des Kaisers -  wurden somit abgewiesen. Gleichzeitig wurde der Teilung des Landes in zwei Herrschaftsbereiche vorgegriffen, weil eine einvernehmliche Gesamtregierung schon aufgrund konfessioneller Unterschiede illusorisch war.

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10.7.1609

Gründung der katholischen Liga
 
Sie wurde in München von Herzog Maximilian I. von Bayern (Regierungszeit 1597-1651, ab 1623 als Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. ) als Reaktion auf die am 14.5.1608 in Donauwörth gegründete protestantische Union 1608 vereinigte die Pfalz mehrere protestantische Reichsstände zur Protestantischen Union, dem Bayern 1609 die Katholische Liga entgegenstellte. Damit war das Reich in zwei Bünde gespalten, die auf den (Dreißigjährigen) Krieg hinsteuerten. Union wie Liga schlossen Bündnisse mit auswärtigen Mächten, die Union mit den Generalstaaten, Frankreich und England, die Liga mit Spanien und dem Papst. gegründet. Mitglieder waren neben Bayern die katholischen Kurfürstentümer Köln, Mainz und Trier sowie das Fürstentum Würzburg. Die protestantische Liga fand im Rheinland keine Unterstützung.

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Pfingsten 1610

Der reformierte Hofprediger von Heidelberg, Abraham Scultetus (1566-1625), reicht in Düsseldorf dem Bruder des Kurfürsten von Brandenburg, Markgraf Ernst von Brandenburg (1583-1613), das Abendmahl in beiderlei Gestalt

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7.-10.9.1610

Erste Generalsynode der reformierten Kirche von Jülich, Kleve und Berg in Duisburg
 
Die Generalsynode beschloss die Gliederung in Gemeinden, Klassen und Provinzialsynoden.

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1610

Stadterhebung von Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)
 
Sie erfolgte durch die possedierenden Fürsten Johann Sigismund (Regierungszeit 1608-1619) und Markgraf Ernst von Brandenburg (1583-1613).

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1611

Gründung des Kapuzinerklosters in Köln
 
Es war das erste Kapuzinerkloster im heutigen Landesteil Nordrhein. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1611

Aus dem niederländischen Haarlem stammende Klarissen bilden in Köln ein neues Kloster

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18.9.1612

Lutherische Synode in Dinslaken

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24.11.1611

Verkündigung eines Befehls Kaiser Rudolfs II. (Regierungszeit 1576-1612) vom 1. Oktober zur Rekatholisierung Aachens
 
Das hatte eine erneute Volkserregung zur Folge; der Befehl wurde am 20.2.1614 von Kaiser Matthias (Regierungszeit 1612-1619) unter Androhung der Reichsacht erneuert.

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1612

Im Erzbistum Köln wird die Führung von Tauf-, Beicht-, Ehe- und Familienregistern vorgeschrieben

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1613

Übertritt des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (Regierungszeit 1608-1619) zur reformierten Konfession
 
1614 trat sein Konkurrent im Jülich-Klevischen Erbfolgetreit, Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm, vom reformierten zum katholischen Bekenntnis über, womit sich zwei Aspiranten mit dem denkbar stärksten konfessionellen Gegensatz einander gegenüber standen. Dennoch kam es nicht zur Eskalation des Konflikts.

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Ende 1613

Fürstäbtissin Elisabeth von Berghe (Amtszeit 1605-1614) beruft Kapuziner aus Köln nach Essen
 
Für die Niederlassung erhielten die Kapuziner Grundstück und Gebäude des aufgelassenen Beginenkonvents "Im Kettwig". 1615 nahmen sie ihre Lehrtätigkeit in Essen auf. 1834 ging das Kapuzinerkloster mit Zustimmung der preußischen Regierung in das Eigentum der beiden katholischen Pfarrgemeinden Essens über.

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14.5.1614

Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm tritt in Düsseldorf öffentlich vom reformierten Bekenntnis zum katholischen Glauben über
 
Damit standen mit Wolfgang Wilhelm und dem reformierten Johann Sigismund von Brandenburg (Regierungszeit 1608-1619)  im Jülich-Klevischen Erbfolgestreit zwei Aspiranten mit dem denkbar stärksten konfessionellen Gegensatz einander gegenüber. Dennoch kam es nicht zur Eskalation des Konflikts.

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1614

Gründung des ersten Klosters der Unbeschuhten Karmeliten auf deutschem Boden in Köln
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1614

Herausgabe der Kölner Agende ("Agenda Coloniensis")
 
Eine Agende ist ein Ritenbuch für Sakramente und Weihehandlungen; bei der Kölner Agende handelt es sich um ein praktisches Handbuch für die nachreformatorische Aufbauzeit im Erzbistum Köln.

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1614

Die Kapuziner lassen sich in Aachen nieder
 
Sie übernahmen das ehemalige Webbegardenkloster St. Servatius, widmeten sich vor allem der Krankenpflege, der Predigt und der Seelsorge. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1615

Die Kapuziner lassen sich in Trier nieder
 
Aufhebung des Klosters am Viehrmarkt im Zuge der Säkularisation 1802. 1804 wird im Klostergebäude per Dektret Napoleons ein Theater errichtet.

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1615

Der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern überträgt den Jesuiten das Minoritenkloster in Neuss
 
Einzelne Jesuiten waren bereits seit 1587 gelegentlich in Neuss tätig gewesen. 1616 bestätigte Papst Paul V. (Pontifikat 1605-1621) die Übertragung des Minoritenklosters an die Jesuiten, die dort im gleichen Jahr ein Gymnasium eröffneten. Die Niederlassung wurde 1649 zum Kolleg erhoben. Das Neusser Vermögen des 1773 aufgelösten Ordens verwendete der Kölner Erzbischof und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. vor allem für die Ausstattung der Universität Bonn.

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1615

Errichtung des Priesterseminars des Erzbistums Köln auf der Marzellenstraße in Köln
 
Im 18. Jahrhundert an die Domsüdseite verlegt, zog es 1827 in das ehemalige Jesuitenkolleg an der Marzellenstraße. 1929 wurde das Priesterseminar nach Bensberg verlegt, 1958 Rückverlegung nach Köln.       

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1615

Errichtung des Priesterseminars des Erzbistums Köln auf der Marzellenstraße in Köln
 
Im 18. Jahrhundert an die Domsüdseite verlegt, zog es 1827 in das ehemalige Jesuitenkolleg an der Marzellenstraße. 1929 wurde das Priesterseminar nach Bensberg verlegt, 1958 Rückverlegung nach Köln.

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1615

Der Trierer Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Lothar von Metternich beginnt mit dem Neubau der kurfürstlichen Residenz in Trier

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1616

Die Klarissen lassen sich in Aachen nieder
 
Die Gründung gehört in den Zusammenhang der Rekatholisierung der Reichsstadt Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet. . Das Kloster war ein Zentrum barocker Frömmigkeit im Dienste gegenreformatorischer Bestrebungen, getragen von streng katholischen Vertretern des umliegenden Landadels, der Geistlichkeit des Marienstifts und der städtischen Oberschicht. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1617

Gründung des Kapuzinerklosters in Düsseldorf
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation im Herzogtum Berg 1804.

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1618

Gründung des Kapuzinerklosters in Bonn
 
Die Gründung ging von den Kölner Kapuzinern aus. Die ersten nach Bonn gekommenen Mönche fanden bis 1623 Quartier im ehemaligen Gertrudenkonvent. Die Kölner Erzbischöfe förderten die Bonner Kapuziner, die zwischen 1743 und 1798 die erzbischöflich-kurfürstlichen Hofprediger stellten. Von 1756 bis zum Ende des Kurfürstentums war das Kloster Versammlungsort des kurkölnischen Landtags. Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1618

Gründung des Kapuzinerklosters in Münstereifel (heute Bad Münstereifel)
 
1625 Bau der Kapuzinerkirche. Die Klostergründung war ein erster Schritt auf dem Wege, Münstereifel zu einer Stadt der Gegenreformation zu machen. Wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt wurde die Gründung einer Tuchmanufaktur durch die Kapuziner, deren Produktion zahlreiche Klöster der Ordensprovinz versorgte. Gleichzeitig wurden dadurch neue Arbeitsplätze für das um 1600 in eine Krise geratene lokale Wollwebergewerbe geschaffen. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1618-1627

Bau der Jesuitenkirche St. Mariä Himmelfahrt in Köln
 
Sie gilt als schönster Kirchenbau des 17. Jahrhunderts in Nordwestdeutschland.

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1619

Geldrisches Land- und Stadtrecht im Oberquartier von Roermond

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1619

Die Kapuziner lassen sich in der Stadt Geldern nieder
 
Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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Mai 1620

 
Die Liga (auch Spanische Liga) war eine Vereinigung der katholischen Reichsstände. Ursprünglich 1609 gegründet, hatte sie ihre Aktivitäten bald wieder eingestellt. Nach Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges wurde sie 1619 wiederbelebt. Die Stadt Köln hatte zwar bereits seit 1609 Beziehungen zur Liga unterhalten und sie finanziell unterstützt, scheute aber aus mehreren Gründen vor einem formellen Beitritt zurück. Einmal war die Liga ein Fürstenbund und wenig an städtischen Interessen interessiert, außerdem lag ihr Schwerpunkt im süddeutschen Raum mit Herzog (ab 1623 Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. ) Maximilian von Bayern (Regierungszeit 1597-1651), dem Bruder des Kölner Kurfürsten Ferdinand, an der Spitze. Die Liga hatte 1612 auf ein Hilfegesuch der Kölner 1612 ausweichend reagiert, weshalb man sich der Unterstützung nicht sicher war. Letztlich war die Zustimmung im Rat nicht durchsetzbar, sodass die Reichsstadt Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet. bei ihrer neutralen Haltung gegenüber der Liga blieb.

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September 1620

Auf Veranlassung des Prinzen Moritz von Oranien-Nassau (1567-1625), Statthalter der Niederlande, errichten niederländische Truppen auf einer Rheininsel nahe der Siegmündung gegenüber Graurheindorf (heute Stadt Bonn) eine Schanze, die "Pfaffenmütze"
 
Die wegen ihrer Form so benannte Schanze diente der Sperrung des Rheins. Von hier aus bedrängten die niederländischen Truppen die Dörfer in der Umgebung Bonns, konnten aber schon 1623 von den Spaniern, unterstützt durch pfalz-neuburgische Truppen, vertrieben werden. Um Weihnachten 1624 wurde die Schanze durch Hochwasser und Eisgang zerstört.

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1620

Verkündigung des Geldrischen Land- und Stadtrechts

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um 1620

In Trier wird die Wiederansiedlung von Juden gestattet
 
Die Juden waren seit 1418 aus der Stadt verbannt gewesen.

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1620

Kapuzinessen lassen sich in Köln nieder

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1620 /1621

Die Jesuiten lassen sich in Düsseldorf nieder
 
1622-1629 Bau der Kirche St. Andreas und des anschließenden Jesuitenkollegs. Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg ließ die heutige Pfarrkirche (seit 1842) für die Jesuiten errichten. Sie diente gleichzeitig als Hof- und Grabkirche der Neuburger. "Die Andreaskirche zählt zu den bedeutendsten künstlerischen Leistungen des 17. Jh. im niederrheinischen Raum und steht unter den nachgotischen Jesuitenkirchen der rheinischen Ordensprovinz als Ableger des römisch-süddeutschen Frühbarock vereinzelt." (Dehio Rheinland 2005). Bei der Gründung des Jesuitenkollegs war seitens des Landesherrn Wolfgang Wilhelm die Übertragung des Gymnasiums geplant. Am 12.11.1620 nahmen die Jesuiten den höheren Unterricht in Düsseldorf auf.

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28.7.1621

Provisionalvergleich zwischen den Herzogtümern Jülich-Berg und dem Erzbistum Köln
 
Danach besaßen die Landdechanten Jurisdiktion in ihrem Verwaltungsbezirk und ein geistliches Gericht erster Instanz. Die Pfarrer benötigten zum Antritt ihrer Stelle die landesherrliche Bestätigung.

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1621

Die Herzogtümer Jülich und Berg erhalten von den Spaniern und Holländern Neutralitätspatente

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13.7.1622

Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm genehmigt die Niederlassung der Kapuziner in Jülich
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1622

Die Spanier nehmen die von den Holländern besetzte Festung Jülich ein

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1622-1629

Pestepidemie in Düsseldorf
 
Nach der Chronik des Kapuzinerklosters soll sie allein 1627/1628 3.000 Opfer gefordert haben.

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1622-1629

Bau der Jesuitenkirche St. Andreas in Düsseldorf
 
Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg ließ die heutige Pfarrkirche (seit 1842) für die seit 1619 in Düsseldorf ansässigen Jesuiten errichten. Sie diente gleichzeitig als Hof- und Grabkirche der Neuburger. "Die Andreaskirche zählt zu den bedeutendsten künstlerischen Leistungen des 17. Jh. im niederrheinischen Raum und steht unter den nachgotischen Jesuitenkirchen der rheinischen Ordensprovinz als Ableger des römisch-süddeutschen Frühbarock vereinzelt." (Dehio Rheinland 2005).

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1623

Die Kapuziner lassen sich in Cochem nieder
 
Die Klostergründung erfolgte mit maßgeblicher Unterstützung des kurtrierischen Erbmarschalls Johann Jakob, Herr zu Eltz-Kempenich und seiner Gemahlin Maria Elisabeth von Metzenhausen. 1625-1628 Bau von Kirche und Krankensaal.

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1623

Servitessen lassen sich in Linz am Rhein nieder
 
Die ersten Schwestern kamen aus Köln, um in Linz in der Mädchenbildung tätig zu werden. 1629 gestattete der Trierer Erzbischof Christoph Philipp von Sötern die Errichtung eines Klosters. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802. Die Klosterkirche dient heute als Stadtarchiv.

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1624

Die Franziskaner-Observanten lassen sich in Kempen nieder
 
Der Kölner Erzbischof-Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Ferdinand von Bayern genehmigte die Niederlassung am 31.5.1624. Die Inkorporation Lateinisch, Einbeziehung einer Pfarrei in das Vermögen eines Klosters oder Stifts. in den Orden erfolgte am 13.11.1624. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1624

Die Franziskaner-Observanten lassen sich in Bonn nieder
 
Der Kölner Erzbischof-Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Ferdinand von Bayern genehmigte die Niederlassung 1624. Seit seiner Gründung trug das Kloster die Züge einer erzbischöflichen Hofkirche. Der Erzbischof und seine wittelsbachischen Verwandten und Nachfolger förderten das Kloster nachhaltig. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1624

Auf Betreiben des Kölner Erzbischofs Ferdinand von Bayern kommen Franziskaner-Observanten nach Neuss
 
1627 wurden die Mönche in die kölnische Ordensprovinz inkorporiert. 1632 erhielten sie die erzbischöfliche Erlaubnis zur Errichtung eines Klosters, dem 1635 auch der zunächst widerstrebende Rat der Stadt die Zustimmung gab. Der Orden betrieb in Neuss ab 1699 - mit Unterbrechungen - ein philosophisches Ordensstudium. 1783 übernahm er das ehemalige Jesuitengymnasium. Nach der Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802 blieb das Kloster Schulgebäude.

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1624/1625

Gründung des Augustinereremitenklosters in Frauweiler
 
Die Gründung ging von Kölner AugustinerOrdensgemeinschaften, die sich auf den Heiligen Augustinus von Hippo (354-430) beziehen und der Augustinusregel folgen.-Eremiten aus. Sie übernahmen die Klostergebäude, in denen 1452 ein Franziskaner-Tertiarinnenkonvent gegründet worden war, der seit 1458 zur Bursfelder Kongregation gehörte hatte und 1476 / 1477 die Augustinerregel angenommen hatte. 1618-1624 hatten Birgitten aus dem Kloster Marienforst bei Bonn das Kloster übernommen. Die AugustinerOrdensgemeinschaften, die sich auf den Heiligen Augustinus von Hippo (354-430) beziehen und der Augustinusregel folgen.-Eremiten behielten es bis zur Säkularisation 1802. Der ehemalige Standort des Klosters ist dem Braunkohletagebau zum Opfer gefallen.

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1624

Provisional-Teilungsvertrag zu Düsseldorf
 

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1624

Der Kölner Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Ferdinand von Bayern gestattet die Befestigung von Hüls (heute Stadt Krefeld)
 
In der kurkölnischen Deskription von 1661 wird Hüls als Flecken bezeichnet.

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Mai 1625

Gründung der Jesuitenresidenz in Münstereifel (heute Bad Münstereifel)
 
Ab 1627 Errichtung des Gymnasiums; 1649 folgte die Erhebung zm Jesuitenkolleg, 1773 aufgehoben im Zusammenhang mit der Aufhebung des Jesuitenordens. Das Gymnasiums bestand als herzoglich-jülichsche Schule weiter.

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1625

Gründung des Birgittenklosters Mariafrucht in Kaldenkirchen (heute Stadt Nettetal)
 
Die Gründung des Doppelklosters erfolgte mit entscheidender Protektion Herzog Wolfgang Wilhelms und nachhaltiger Unterstützung durch die spanische Statthalterin in Brüssel; sie ging vom Birgittenkloster Marienbaum (heute Stadt Xanten) aus. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802. Die bedeutende Bibliothek des Klosters ist an Ort und Stelle erhalten.

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1625/1626

Sepulchrinerinnen von Visé  (nördlich von Lüttich) lassen sich in Aachen nieder
 
Nachdem sie 1625 das Kloster St. Leonhard der Chorherren vom heiligen Grab gekauft hatten, gründeten sie hier 1626 eine Niederlassung ihres im Bistum Lüttich verbreiteten Ordens. In Aachen errichteten sie die erste öffentliche Schule für Mädchen und wurden im Zuge der Rekatholisierung der Reichsstadt Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet. vom Stadtrat gefördert. 1802 Aufhebung des Klosters, Auflösung des Konvents endgüktig 1805. Die Schule bestand in weltlicher Trägerschaft fort.

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1626

Baubeginn der Fossa Eugeniana
 
Der nach der habsburgischen Statthalterin der Spanischen Niederlande in Brüssel, Erzherzogin Clara Isabella Eugenia (1566-1633), Tochter Philipps II. von Spanien (Regierungszeit 1556-1598), benannte Kanal, der Rhein, Maas und Schelde verbinden sollte, verdankte seine Entstehung dem Kampf der Spanischen Niederlande gegen die Republik der Vereinigten Niederlande. Zu den Boykottmaßnahmen gehörte das Kanalprojekt, das die Republik vom wichtigen und einträglichen Rhein- und Binnenhandel abschneiden sollte. Es war eines der größten Bauvorhaben des 17. Jahrhunderts am Niederrhein. Der Kanal blieb unvollendet; 1630 wurden die Arbeiten eingestellt. Drei Versuche der Preußen im 18. Jahrhundert, den Kanal teilweise zu reaktivieren, scheiterten. Der Kanal ist mit zahlreichen Begleitbauwerken im Gelände noch gut erkennbar und steht unter Denkmalschutz.

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1626

Gründung des Ordens der Hospitalschwestern (Elisabethinnen) in Aachen
 
Gründerin war Apollonia Radermecher (1571-1627); Hauptaufgabe war die Pflege im Spital am Radermarkt, das die Stadt 1336 als kommunales Spital gegründet hatte.

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1626

Franziskaner-Rekollekten lassen sich in der Stadt Heinsberg nieder
 
Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1626-1629

Der Trierer Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Philipp Christoph von Sötern lässt das Residenzschloss "Philippsburg" unterhalb der Festung Ehrenbreitstein am Rhein errichten
 
Während des Dreißigjährigen Kriegs fasste der Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. den Entschluss, wegen der ständigen Bedrohung der Stadt Trier im Schutze der Festung Ehrenbreitstein am Rhein ein bastioniertes Residenzschloss zu errichten. Mit dem Bau des Schlosses begann die Verlegung der kurtrierischen Residenz von Trier nach Ehrenbreitstein und die Entwicklung des Ortes zur Residenzstadt, soweit die enge topographische Situation das zuließ. Da eine vollständige Unterbringung der Regierungsbehörden in Ehrenbreitstein nicht möglich war, wurden diese auch in Koblenz angesiedelt, das so von der Residenzfunktion Ehrenbreitsteins profitierte. Nach Vollendung der Philippsburg 1629 war Ehrenbreitstein mit der Festung, der Residenz und der Stadt die Metropole des Kurstaats, bis der Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. 1786 das Koblenzer Schloss bezog.

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1626-1629

Bau des Residenzschlosses Philippsburg unterhalb der Festung Ehrenbreitstein durch den Trierer Kurfürsten Philipp Christoph von Sötern
 
Seit 1629 war Ehrenbreitstein mit der Festung, der Residenz und der städtischen Siedlung bis zum Bezug des Koblenzer Schlosses 1786 die Residenzstadt Kurtriers.

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seit 1627

Regelmäßige Schiffsverbindungen (Börtfahrt) von Emmerich nach Amsterdam, Rotterdam und Wesel

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1627-1639

Hexenverfolgungen im Kurfürstentum Köln
 
In die Regierungszeit Ferdinands von Bayern fällt der Höhepunkt der Hexenverfolgungen im Kurfürstentum.

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1627

Die Kapuziner lassen sich in Ehrenbreitstein (heute Stadt Koblenz) nieder
 
Der Trierer Erzbischof und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Philipp Christoph von Sötern hatte die Kapuziner nach Ehrenbreitstein gerufen. Am 18.10.1628 legte er den Grundstein für die Kapuzinerkirche.

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1628

In Düren wird das erste Annuntiatinnenkloster (Coelestinerinnen) auf deutschem Boden gegründet
 
Es war das erste von fünf Annuntiatinnenklöstern in Deutschland. Von Düren aus wurde Tochterklöster gegründet. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1628

Die von Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Ferdinand von Köln gegründete Hofkapelle in Bonn ist erstmals bezeugt

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1628

Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm stiftet in Düren eine Jesuitenniederlassung
 
1649 Erhebung zum Kolleg. Die Jesuiten übernahmen die in der Stadt bestehende Lateinschule, die unter ihrer Leitung zum bedeutendsten Gymnasium für die Gegend an der oberen Rur wurde und wichtig war für die Gegenreformation und katholischen Konfessionalisierung in diesem Raum mit Ausstrahlung bis in die Eifel. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 bestand die Schule weiter.

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21.9.1629

Kapuzinessen lassen sich in Bonn nieder
 
Das Kloster der Kapuzinertertiarinnen in Bonn gehörte zu den von dem Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern als gegenreformatorische Maßnahme gegründeten Klöstenr. Die ersten Schwestern kamen aus dem Kölner Kapuzinerinnenkloster St. Anna am Weinberg. Das Bonner Kloster blieb unbedeutend. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1629

Gründung des Klosters der Franziskaner-Oberservanten auf dem Kalvarienberg bei Ahrweiler
 
Die Gründung erfolgte bei einer zumindest seit Anfang 16. Jahrhundert nachgewiesen Kapelle anstelle der spätmittelalterlichen Richtstätte der Stadt Ahrweiler. Die Genehmigung durch den Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern erfolgte am 18.12.1629. Die neue Niederlassung wurde als Residenz am 10.11.1631 der Kölnischen Ordensprovinz inkorporiert. Die Gründung war von Patres aus dem Franziskanerklosters in Brühl ausgegangen. Die Stadt Ahrweiler gehörte zuvor zum Termineibezirk der Brühler Franziskaner. Das Kloster auf dem Kalvarienberg wurde im Zuge der Säkularisation 1802 aufgehoben. 1806-1830 bestand in den Gebäude eine höheren Lehranstalt; in das  leer stehende Kloster zogen am 28.8.1838 die Ursulinen aus Monschau ein; der Ursulinenorden betreibt dort bis heute eine Schule.

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1630

Einrichtung der Börtfahrt Wesel-Amsterdam

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1630

Spanische Truppen besetzen die Stadt Trier

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nach 1630

Niederlassung der Kapuziner in Kleve
 
Der Magistrat der Stadt und die kurfürstlich-brandenburgische Regierung wollten diese zunächst nicht dulden; erst am 26.10.1666 erhielt der Orden ein landesherrliches Patent für die Niederlassung in Kleve und Xanten. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1631

Gründung eines Franziskaner-Rekollektenklosters in Kempen
 
 Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1631

"Cautio criminalis" des Friedrich von Spee erscheint
 
Das Werk war ein wesentlicher publizistischen Beitrag zur Überwindung der Hexenverfolgungen.

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1631

Die "Kölner Postzeitung" erscheint mit wöchentlichen Ausgaben

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1632

Der schwedische General Horn erobert Koblenz und übergibt die Stadt dem mit dem Kaiser verfeindeten Kurfürsten Philipp Christoph von Sötern

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1632

Der Trierer Erzbischof Philipp Christoph von Sötern öffnet den Franzosen die trierische Hauptfestung Ehrenbreitstein
 
1630 war der Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. wegen seiner Steuerforderungen mit den kurtrierischen Ständen und Städten in Konflikt geraten, worauf der Kaiser sich zur Schutzmacht der Stadt aufschwang und eine Besatzung in die Stadt legte zu deren Verteidigung.  Am 16.6.1637 erfolgte die Rückeroberung durch kaiserliche Truppen unter Führung des Reitergenerals Jan van Werth.

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1632

Graf Karl von Manderscheid-Gerolstein (gestorben 1649) überträgt den Jesuiten zu Münstereifel die Betreuung der Pilger der Wallfahrtsstätte Michelsberg (heute Stadt Bad Münstereifel)
 
An der wohl Anfang des 14. Jahrhunderts auf der Basaltkuppe des Mahlbergs errichteten und 1476 erstmals bezeugten Kapelle hatte sich im Spätmittelalter eine Michaelsbruderschaft gebildet. Bereits vor 1600 sind Wallfahrten dorthin belegt. Die Jesuiten übernahmen die Betreuung der Pilger und errichteten dort ein Priesterhaus. Nach Auflösung des Jesuitenordens 1773 lebte die Wallfahrt fort.

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1632

Schwedische und kaiserliche Truppen besetzen Teile des Herzogtums Berg und des Kurfürstentums Köln

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1632-1636

Der aus Prag stammende Zeichner und Graphiker Wenzel Hollar (1607-1677) hält sich in Köln auf
 
Von den Reisen, die er von dort aus nach Bonn und in das übrige Rheinland unternahm, zeugen zahlreiche Zeichnungen, Aquarelle und Radierungen.

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Januar 1634

Die Schweden nehmen die kurfürstlich-trierische Residenz in Ehrenbreitstein, die Philippsburg,  ein

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Herbst 1634

Trier wird von den kaiserlichen Truppen zurückerobert
 

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1634

Franziskaner-Rekollekten lassen sich bei Randerath nieder
 
Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1635

Die Kapuziner lassen sich in Düren nieder
 
Der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern bestätigte die Gründung 1637. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1635

Die Kapuziner lassen sich in Zülpich nieder
 
Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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8.7.1636

Der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern verleiht Meckenheim Stadtrechte

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1636

Während der Belagerung der Festung geht Ehrenbreitstein fast völlig in Flammen auf

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1636

Der Kölner Bürger Eberhard Jabach (gestorben 1637)  gibt bei Peter Paul Rubens das Gemälde "Kreuzigung Petri" für die Taufkirche des Künstlers, die Kölner Pfarrkirche St. Peter, in Auftrag
 
Dort ist das Kunstwerk noch heute zu sehen.

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November 1637

Karmelitinnen lassen sich in Köln nieder
 
Die ersten Kölner Karmelitinnen kamen aus Antwerpen und Brüssel. Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1637

Der Servitenorden übernimmt die Versorgung der 1627 errichteten Wallfahrtskirche auf dem Kreuzberg bei Bonn
 
Es war die erste Niederlassung des Ordens in Nordwestdeutschland. Der Kreuzberg ist als Wallfahrtsstätte der Verehrung des Leidens Christi und der schmerzreichen Gottesmutter gewidmet. Die Bedeutung der Wallfahrtsstätte wurde noch erhöht, als der Kölner Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. und Erzbischof Clemens August 1746 an der Kirche die Heilige Stiege, nachempfunden der "scala santa" in Rom, stiftete. Im Zuge der Säkularisation 1802 wurde das Servitenkloster aufgehoben.

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1638/1639

Gründung des Klosters der Coelestinerinnen (Annuntiaten) in Düsseldorf
 
1804 Aufhebung im Zuge der Säkularisation. Das Kloster war bereits 1794 abgebrannt.

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ab 1639

Kreuzherren versehen in Wegberg die Pfarrstelle
 
Die Bildung eines Konvents gestaltete sich schwierig; erst Anfang des 18. Jahrhunderts entstand dort eine kleine klösterliche Gemeinschaft. Wegberg war die letzte Gründung der Kreuzherren auf rheinischem Boden. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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November 1639

Erste Niederlassung des Ursulinenordens auf deutschem Boden in Köln
 
Von Lüttich aus, wo die Ursulinen seit 1622 tätig waren, gründeten sie die Niederlassung in Köln, die allerdings erst 1651 das endgültige Niederlassungsrecht erhielt. 1671 siedelten die Ursulinen in die Macchabäerstraße um. Die Ursulinen warten bis 1998 in Köln tätig.

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1639

Gründung des Franziskaner-Rekollektenklosters Bethlehem in der Stadt Bergheim/Erft
 
Das Kloster war eines von 24 Klöstern der Franziskaner-Rekollekten im Erzbistum Köln und gehörte in die Reformbemühungen des Kölner Erzbischofs Ferdinand von Bayern. Das Kloster im ländlichen Raum wurde zu einem Wallfahrtsort von großer regionaler Bedeutung. Aufhebung 1802 im Zuge der Säkularisation.

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1639

Einrichtung eines Kapuzinerklosters in Euskirchen
 
Die ersten Kapuziner waren 1637 aus Münstereifel nach Euskirchen gekommen. Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm genehmigte die Residenz am 27.2.1640. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1640

Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm weist den Kapuzinern die Kapelle auf der Lehe in Sinzig für die Errichtung einer Niederlassung zu
 
Diese bleibt aber ohne Bedeutung, da die Patres sich in der Stadt Linz am Rhein niederließen. 1648 verzichten die Kapuziner auf Betreiben des Sinziger Pfarrers auf ihre Rechte in Sinzig; Minoriten übernahmen im gleichen Jahr die Niederlassung.

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1641

Hessische Truppen ziehen vom Herzogtum Kleve über das Herzogtum Berg in das Kurfürstentum Köln
 
Mit dem so genannten Hessenkrieg begann am Niederrhein der Dreißigjährige Krieg.

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17.1.1642

Schlacht auf der Tönisheide bei Kempen
 
Die einzige Schlacht des Dreißigjährigen Kriegs im Rheinland fand in der Phase des "Hessenkrieges" statt und endete mit der Niederlage der kaiserlichen Truppen.

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3.7.1642

Die französische Königin Maria de Medici (1573-1642, Regentin 1610-1617) stirbt in Köln
 
Maria de Medici war die Gattin König Heinrichs IV. von Frankreich (Regierungszeit 1589-1610). Nach dessen Ermordung 1610 übte sie bis 1617 die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn Ludwig XIII. (Regierungszeit 1610-1643) aus. In Frankreich wegen Hochverrats verurteilt und ihres Besitzes beraubt, war sie seit 1631 im Exil, zunächst in den spanischen Niederlanden, dann in der Schweiz und in England. 1641 fand sie schließlich eine Bleibe in Köln, wo sie am 3.7.1642 starb. Ihr Herz wurde, wie sie testamentarisch festgelegt hatte, im Kölner Dom begraben, während  ihre Gebeine im Februar 1643 in Saint-Denis, der Grablege der französischen Könige, die letzte Ruhestätte fanden.

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13.9.1642

Die Stadt Adenau erlaubt Franziskaner-Rekollekten die Niederlassung
 
Am 1.11.1642 nahmen die ersten Franziskaner in Adenau Quartier, zehn Tage später erkannte der Provinzial die neue Niederlassung als Residenz an, der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern genehmigte am 11.12.1642 und 24.5.1643 die Inkorporation Lateinisch, Einbeziehung einer Pfarrei in das Vermögen eines Klosters oder Stifts. in die Kölnische Ordensprovinz. Am 10.5.1643 war die Grundsteinlegung des von Herzog Philipp von Aremberg und Aerschot großzügig geförderten Konventsbaus an einer bestehenden Wallfahrtskapelle erfolgt. Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1642

Heimersheim (heute Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler) erscheint unter den Städten des Herzogtums Jülich
 
Der Ort, der nie förmlich zur Stadt erhoben worden ist, wird in der Folgezeit im Allgemeinen als Flecken bezeichnet; eine städtische Entwicklung hat er nicht durchlaufen.

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1642

Gründung eines Barfüsserklosters der strengen Observanz vor den Toren der Stadt Schleiden
 
1652 war das Kloster bezugsfertig; 1687 wurde die Klosterkirche geweiht. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1642

Gründung einer Missionsstation der Jesuiten in Schleiden
 
Die Mission ging von den Jesuiten ion Münstereifel aus. 1593 waren auf Veranlassung der in der Grafschaft Schleiden regierenden katholischen Grafen von der Mark zwei Jesuiten nach Schleiden gekommen. Die Mission wurde 1654 aufgelöst.

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1643

Sepulchrinerinnen aus Aachen lassen sich in Jülich nieder
 
Dort eröffneten sie einige Jahre später eine höhere Mädchenschule.

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1643

Gründung eines Minoritenklosters in Linnich auf Empfehlung Pfalzgraf Wolfgang Wilhelms
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1645

Die Pönitenten-Rekollektinnen lassen sich in Aachen nieder
 
Sie betrieben das erste Mädchenpensionat der Stadt und ergänzten das schuliche Angebot der Sepulchrinerinnen, die auf Elementarunterricht für Mädchen konzentriert waren.Trotz der Unterrichtstätigkeit wurde das Kloster 1802 aufgehoben.

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1645

Franziskaner-Rekollekten aus Roermond lassen sich in Erkelenz nieder
 
Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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Juni 1646

Gründung des Franziskaner-Rekollektenklosters in der Stadt Zons (heute Stadt Dormagen)
 
Die Gründung kam auf Betreiben der Stadt zustande, deren Hauptanliegen, die Übernahme höheren Schulunterrichts durch die Ordensleute, sich nicht erfüllte. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1646

Gründung des Oratoriums des heiligen Philippus Neri in Kevelaer
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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29.10.1647

Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Regierungszeit 1640-1688) ernennt Johann Moritz von Nassau-Siegen zu seinem Statthalter in Kleve und Mark
 

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1648

Bau der reformierten Kirche in Xanten
 
Erster reformierter Kirchbau im Herzogtum Kleve nach dem Dreißigjährigen Krieg.

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1648

Die Minoriten lassen sich in Sinzig nieder
 
Sie erhielten die 1640 für die Kapuziner vorgesehene Niederlassung mit der Kapelle auf der Lehe. Sie erklärten sich gleichzeitig bereit zur Erteilung des Unterrichts in den niederen Gymnasialfächern; 1649-1651 Bau des Klostergebäudes und Neubau der Kapelle. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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16.12.1649

Der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern genehmigt die Niederlassung der Kapuziner in Kaiserswerth (heute Stadt Düsseldorf)
 
1654 kamen die Kapuziner nach Kaiserswerth, wo sie 1657 ihr Kloster bezogen. 1803 wurde dort das Zentralkloster für den Kapuzinerorden eingerichtet, das bis 1834/1836 bestand.

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1649

Gründung eines Franziskaner-Rekollektenklosters in Lechenich (heute Erftstadt)
 
Die Gründung ging vom Franziskaner-Rekollekten-Kloster Brühl aus. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1650

Gründung des Hospitalklosters der Elisabethinnen  in Düren
 
Es war die zweite von fünf regionalen Niederlassungen - neben Aachen, Luxemburg, Jülich und Blankenheim - dieser ersten Hospitalkongregation im deutschen Sprachraum. Im 19. Jahrhundert vollzogen die Dürener Elisabethinnen nicht die Umwandlung ihres Hospitals in ein Krankenhaus. Das führte 1873 zur Aufhebung des Klosters.

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1650

Der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern genehmigt die Errichtung einer Franziskaner-Observanten-Niederlassung in Uerdingen (heute Stadt Krefeld)
 

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1650

Gründung des Cellitinnenklosters St. Elisabeth in Düsseldorf
 
Es bestand bis 1859.

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1650-1688

 
Dieser war bereits seit 1642 Koadjutor seines Onkels Ferdinand von Bayern.

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1651

Gründung des Franziskaner-Rekollektenklosters in Düsseldorf
 
Das Grundstück in der Zitadelle war ein Geschenk des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm, dessen Genehmigung für die Niederlassung wohl vom 9.1.1651 stammt, die des Kölner Erzbischofs vom 18.12.1651. Die Aufhebung sämtlicher Mendikatenklöster im Herzogtum Berg erfolgte mit Wirkung zum 1.7.1804.

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21.3.1651

Kurrheinische Allianz
 
Bündnis der drei geistlichen Kurfürsten von Mainz, Köln und Trier zur gemeinsamen Verteidigung. Da es ohne den evangelischen Kurfürsten von der Pfalz geschlossen war, war es kein Kreisabschied. Das Bündnis verstand sich jedoch ausdrücklich als offen für den Beitritt weiterer Stände auch aus anderen Reichskreisen. Am 2./12. April trat der oberrheinische Kreis dem Bündnis bei. Der Beitritt blieb zwar ohne praktische Folgen, die vereinbarten Truppenstärken reichten auch zur Verteidigung der Bündnispartner kaum aus, dennoch war hier erstmals ein Bündnis nach den Vorstellungen des Mainzer Kurfürsten entstanden, das als Vorläufer des  Rheinbundes gelten kann.

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1651

Errichtung der Herrschaft Gimborn.

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1651

Gründung des Ursulinenklosters in Aachen
 
Nach Köln war es die zweite Gründung eines Ursulinenkonvents der Observanz von Bordeaux im deutschsprachigen Raum. Die Ursulinen unterhielten eine kostenlose Elementarschule und ein kostenpflichtiges Internat mit angeschlossener Schule. Wie die Niederlassungen der Sepulchrinerinnen, der Pönitentenrekollektinnen, die sich in Aachen ebenfalls der Mädchenbildung widmeten, wurden die Ursulinen durch den Rat im Zuge der Rekatholisierung der Stadt gefördert. Die Aufhebung erfolgte 1818 auf Wunsch der Nonnen.

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1651

Herzog Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg genehmigt die Niederlassung von Minoriten in Nideggen
 
1652 überließ das Kollegiatstift Lateinisch, Kirche, in der eine mit Vermögen und Korporationsrechten ausgestattete Klerikergemeinschaft die Liturgie feiert. Kirche und Stiftsgebäude liegen in einem abgesonderten Rechtsraum. in Jülich den Minoriten die Ruinen der Stiftskirche in Nideggen. Wohl 1657 bezogen die Minoriten die auf erworbenem Grund errichteten Konventsgebäude. 1697 wurde die instand gesetzte Kirche geweiht.
 Eine Agende ist ein Ritenbuch für Sakramente und Weihehandlungen; bei der Kölner Agende handelt es sich um ein praktisches Handbuch für die nachreformatorische Aufbauzeit im Erzbistum Köln.

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1652

Erste Niederlassung des Lehrordens der Congrégation de Notre Dame, der Chorfrauen Unserer Lieben Frau, auch Welschnonnen genannt, auf deutschem Boden in Essen
 
Hauptaufgabe des Ordens war der Unterricht von Mädchen in einer öffentlichen Elementarschule, deren Besuch kostenlos war, und einer kostenpflichtigen Pensionatsschule.
 

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1653

Gründung der Stadt Neuwied
 
Graf Friedrich von Wied hatte um 1648 den Bau des Schlosses Neuwied anstelle des wüsten Dorfes Langendorf begonnen. Für die Siedlung beim Schloss ließ er sich 1653 die 1357 Nordhofen gegebenen Stadtrechte bestätigen. Die 1662 erteilte, allen Konfessionen gegenüber tolerante Verfassung ließ die planmäßig angelegte Stadt schnell aufblühen. Zu Reformierten, Lutheranern und Katholiken kamen seit 1680 Mennoniten nach Neuwied, denen ab 1750 die aus Herrenhag in der Wetterau vertriebene  Brüdergemeine der Herrenhuter folgte.

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ab 1654

Mennoniten lassen sich in Krefeld nieder

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1654

Der Trierer Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Karl Kaspar von der Leyen gründet in Ehrenbreitstein (heute Stadt Koblenz) eine Hofkapelle
 
Unter Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Clemens Wenceslaus von Sachsen wurde sie zwischen 1768-1794 zu einem der größten Orchester in Deutschland, Auflösung in französischer Zeit 1794. In dessen Tradtion steht das 1808 in Koblenz gegründete "Musikinstitut" beziehungsweise die 1945 gegründete "Rheinische Philharmonie", seit 1973 in Trägerschaft des Landes Rheinland-Pfalz.

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1654

Karmeliten aus Neuburg an der Donau lassen sich in Koblenz nieder
 
1658-1687 Bau des Klosters; nach der Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802 wurde darin ein Gefängnis eingerichtet; es folgten andere Nutzungen, bis 1852 König Friedrich Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858) die Einrichtung einer Simultan-Garnisonkirche anordnete, die 1853 der katholischen Militärgemeinde zugeführt wurde, nachdem die protestantische Militärgemeinde die Schlosskirche für ihre Gottesdienste erhalten hatte.

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1654

Kapuziner lassen sich in Wassenberg nieder
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1654

Nach dem Fund einer Marienstatue in Aldenhoven blüht dort eine Marienwallfahrt auf

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1654

Das Sepulchrinerinnenkloster Jülich bittet den Rat der Stadt Neuss, dort eine Kanonie errichten zu dürfen, die sich der Mädchenbildung widmen soll
 
Der Neusser Rat stimmte erst nach längerem Zögern zu. Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1.5.-25.7.1655

Ausstellung des Heiligen Rocks im Trierer Dom
 
Es war die einzige Heilig-Rock-Ausstellung zwischen 1585 und 1810 und soll eine Million Pilger angezogen haben.

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8.6.1655

Lenneper Synode
 
Für das Bergische Land gilt seitdem die Lutherische Zweibrücker Kirchenordnung, eingeführt mit den 16 "Leges Ministerii Montensis" (Kirchendienstgesetze) des Lenneper Inspektors Johann Scheibler.

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14.10.1655

Eröffnung der klevischen Landesuniversität in Duisburg durch Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Regierungszeit 1640-1688)
 
Ein erster Versuch, in Duisburg eine klevische Landesuniversität zu errichten, war 1555-1565 gescheitert. Die 1655 gegründete Universität bestand bis 1818.

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1655

Gründung einer Kapuzinerniederlassung in Mönchengladbach
 
Die Gründung erfolgte gegen den Willen des Abtei der Benediktinerabtei Gladbach, aber mit Förderung  Herzog Philipp Wilhelms und unter Zustimmung des Erzbischofs von Köln. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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2.5.1656

Großer Stadtbrand in Aachen
 
Nach amtlicher Zählung forderte der Brand 17 Todesopfer;  4.664 Häuser wurden zerstört.

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1656

Die Kapuziner lassen sich in Kaiserswerth (heute Stadt Düsseldorf) nieder
 
1803 wurden die Mendikantenklöster im Herzogtum Berg aufgehoben, 1804 wurde das Kaiserswerther Kapuzinerkloster St. Antonius von Padua zum Zentralkloster für die Kapuziner im Herzogtum Berg bestimmt. 1834 Aufhebung.

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1656-1674

Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Regierungszeit 1640-1688) läßt in Kalkar eine Festung errichten
 
Dabei wurde das südöstliche Stadtviertel gegen den Protest der Einwohner abgebrochen; die Festung ging nie in Betrieb und wurde sofort nach Fertigstellung auf Abbruch verkauft.

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1657

Für den französischen Teil des Erzbistums Trier wird ein eigenes Offizialat eingerichtet

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14.8.1658

 
Auch erster RheinbundDer auf Initiative Napoleons I. zustandegekommene Bund knüpfte an den Fürstenbund gleichen Namens von 1658 an und besiegelte die enge Verbindung zwischen den deutschen Mittelstaaten und Frankreich. Die Vertreter von 16 süd- und südwestdeutschen Staaten unterzeichneten am 12.7.1806  in Paris die Bündnisakte und gingen die Verpflichtung ein, sich vom Reich loszusagen. Am 6.8.1806 legte Kaiser Franz II. (Regierungszeit als römisch-deutscher Kaiser 1792-1806) die Kaiserkrone nieder. Damit war das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekommen. Der Rheinbund löste sich Ende 1813 auf, nachdem Bayern durch den Vertrag von Ried vom 8.10.1813 ausgeschieden war. genannt. Bund der drei geistlichen Kurfürsten (Köln, Mainz, Trier), des Herzogs von Jülich-Berg und weiterer Reichsfürsten zur Wahrung des Westfälischen Friedens, dem Schweden für seine deutschen Fürstentümer und am 15.8.1658 Ludwig XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715)  beitraten. Brandenburg folgte 1665. Zweimal erneuert, übte der RheinbundDer auf Initiative Napoleons I. zustandegekommene Bund knüpfte an den Fürstenbund gleichen Namens von 1658 an und besiegelte die enge Verbindung zwischen den deutschen Mittelstaaten und Frankreich. Die Vertreter von 16 süd- und südwestdeutschen Staaten unterzeichneten am 12.7.1806  in Paris die Bündnisakte und gingen die Verpflichtung ein, sich vom Reich loszusagen. Am 6.8.1806 legte Kaiser Franz II. (Regierungszeit als römisch-deutscher Kaiser 1792-1806) die Kaiserkrone nieder. Damit war das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekommen. Der Rheinbund löste sich Ende 1813 auf, nachdem Bayern durch den Vertrag von Ried vom 8.10.1813 ausgeschieden war. fast zwei Jahrzehnte lang bestimmenden Einfluss auf die Reichspolitik aus.

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1658

Niederlassung der Karmelitinnen in Münstereifel (heute Bad Münstereifel)
 
Die Karmelitinnen kamen auf Initiative der Stadt und mit Unterstützung Herzog Philipp Wilhelms; anders als die Jesuiten- und die Kapuzinerniederlassung gewann das Kloster für die Wirtschaft der Stadt keine Bedeutung. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1658

Niederlassung der Jesuiten in Solingen
 
Auf Betreiben Pfalzgraf Wolfgang Wilhelms wurde vom Düsseldorfer Jesuitenkolleg aus die bergische Mission mit den Stützpunkten Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) und Solingen gegründet. Der Pfalzgraf dotierte die Mission; die Missionare wohnten in Solingen, von wo aus sie auch Elberfeld betreuten. Ab 1660 hatten sie auch in Elberfeld Wohnung und Kapelle. 1674 wurden beide Orte selbständige Missionsstationen.

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1658

Gründung eines Minoritenklosters in Neersen (heute Stadt Willich)
 
Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1660

In Köln erscheint das "Himmlich Palmgärtlein", eines der am meisten verbreiteten Gebetbücher des 17. und 18. Jahrhunderts
 
Verfasser war der aus Mönchengladbach stammende Jesuit Wilhelm Nakatenus (1617-1682); der Erstauflage folgten zahllose Neuauflagen und Auszüge.

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1660

Anlage des Hafens Emmerich genehmigt
 
1885/1886 staatlicher Sicherheitshafen, ab 1906 Ausbau zum Industriehafen.

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1661

Kapuziner lassen sich in Aldenhoven nieder
 
Das Kloster betreute eine 1654/1655 entstandene Marienwallfahrt, die sich in gewisser Weise parallel zu Kevelaer entwickelte. 1802 Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation.

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März 1662

Kölner Diözesansynode
 
Die Satzungen der im Kölner Dom mit Vertretern des gesamten Diözesanklerus von Erzbischof-Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Maximilian Heinrich abgehaltene Synode bestimmten bis zur Säkularisation das kirchliche und religiöse Leben im Erzbistum. Sie dienten der  Verkündung der Beschlüsse des Konzils von Trient (1545-1563) im Erzbistum.

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20.5.1662

Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Regierungszeit 1640-1688) erlässt eine reformierte Kirchenordnung für Kleve-Mark

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1662

Gründung des Karmelitinnenklosters in Aachen
 
Der Anstoß zur Gründung war zehn Jahre zuvor von dem Karmelitinnenkloster St. Maria in der Kupfergasse in Köln ausgegangen. Erst ab 1739 erfolgte der Bau einer Klosterkirche, die 1748 geweiht wurde. Aufhebung des Klosters im Zuge der Säkularisation 1802.

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1663

Bau einer Schiffsbrücke über den Rhein bei Koblenz
 
Diese fiel schon 1670 dem Eisgang zum Opfer.

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1664

Der Lehrorden der Congrégation de Notre Dame, der Chorfrauen Unserer Lieben Frau, auch Welschnonnen genannt, lässt sich in Bonn nieder
 
Es war das sechste Kloster, welches die lothringische Congrégation de Notre-Dame im deutschsprachigen Raum gründete, im Erzbistum Köln war es nach Essen (1652) die zweite Gründung. Hauptaufgabe des Ordens war der Unterricht von Mädchen in einer öffentlichen Elementarschule, deren Besuch kostenlos war, und einer kostenpflichtigen Pensionatsschule. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1664

Devotessen aus der Kölner Ursulinensodaliät eröffnen in Koblenz eine Mädchenschule
 
Diese stand unter der Obhut der Jesuiten.

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1665

Gründung einer Jesuitenmission in Essen auf Veranlassung der Äbtissin Anna von Salm-Reifferscheid (Amtszeit 1646-1688)
 
1674 wurde die Mission in eine Residenz umgewandelt. 1669 übertrug die Äbtissin den Jesuiten die Pfarrkirche und die Stiftsschule.

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1665/1666

Letzter großer Pestausbruch in der Stadt Köln
 
Rund 10.000 Tote soll die Pest gefordert haben.

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1666

Verhandlungen des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Regierungszeit 1640-1688)  mit den Vertretern Frankreichs, des Kaisers, der Erzbischöfe von Köln und Mainz, des Kurfürsten Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg (Regierungszeit 1653-1690) sowie des Fürstbischofs von Münster
 
Die Verhandlungen, die in Kleve stattfanden, führten zum Holländisch-Münsterischen Frieden, durch den das Reich aus dem Krieg der Seemächte, dem Englisch-Niederländischer Krieg 1665-1667, herausgehalten wurde.

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1666

Hauptvergleich zwischen Jülich-Berg und Kleve zur Beendigung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits
 
Er wandelte die im Xantener Vertrag von 1614 vereinbarte Teilung der Regierungsgewalt zwischen Pfalz-Neuburg und Brandenburg in eine definitive Trennung der Herrschaftsrechte. Die konfessionellen Verhältnisse in den Landesteilen wurden im Religionsvergleich von 1672 geregelt.

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1666

Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels (1623-1693) gibt das "Christlich Catholische zu S. Goär übliche Gesang-Buch", das so genannte "Rheinfelsische Gesangbuch" heraus
 
Der Landgraf war mit Ehefrau und drei Söhnen am 6.1.1652 im Kölner Dom vor Erzbischof und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Maximilian Heinrich zum katholischen Glauben konvertiert. Die Mehrheit der Bevölkerung seines Territoriums, der Niedergrafschaft Katzenelnbogen mit der Festung Rheinfels bei St. Goar, blieb jedoch protestantisch. Mit der Herausgabe des Gesangbuches, das katholisches wie evangelisches  Kirchenliedgut enthält, wollte der Landgraf versöhnend zwischen den Konfessionen wirken. Das Gesangbuch war zum großen Teil Nachdruck der 1659 in Wien herausgegebenen katholischen "Davidischen Harmoni"; die evangelischen Lieder des "Rheinfelsischen Gesangbuchs" stammen größtenteils von Martin Luther (1483-1546). Von den 179 Liedern des Gesangbuches sind 33 im heutigen katholischen Einheitsgesangbuch "Gotteslob" enthalten, weitere in den Diözesananhängen von Köln, Limburg und Mainz sowie sehr viele  in evangelischen Gesangbüchern.

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1667

In Aachen erscheint die von Anton Metternich herausgegebene "Ordinari wochentliche Freitags-Post-Zeitung"
 
Älteste Aachener Zeitung.

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1667-1668

 
Erster Krieg des französischen Königs zur Eroberung der spanischen Niederlande.

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2.5.1668

Unterzeichnung des Friedens von Aachen
 

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1668

Zerstörung der Stadt Koblenz

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1668

Erstes allgemeines Trierer Landrecht erlassen
 
Es bot den örtlichen Rechten noch breiten Raum. Das Gemeine Recht setzte sich erst mit dem Landrecht von 1713 weitgehend durch.

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1669

Großer Stadtbrand in Düsseldorf

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1669

Eröffnung des ersten Theaters in Düsseldorf

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1669

Einrichtung einer Börtschifffahrt von Düsseldorf nach Nimwegen

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26.4.1672

Religionsvergleich zu Cölln an der Spree (heute Stadt Berlin)
 
Nach dem Hauptvvergleich von 1666 zwischen Jülich-Berg und Kleve, das heißt zwischen Pfalz-Neuburg und Brandenburg, zur Beendigung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits wurden im Religionsvergleich die konfessionellen Verhältnisse in den beiden nun selbständigen Landesteilen dahingehend geregelt, dass nicht mehr wie bisher der Konfessionsstand nach einem Normaljahr (1609, 1612, 1624) festgelegt wurde, sondern indem die Orte, an denen eine von der Konfession des Landesherrn abweichende Religionsausübung stattfinden durfte, einzeln benannt wurden.

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1672

Einrichtung des evangelischen Konsistoriums in Trarbach (heute Traben-Trarbach)
 
Diesem waren die lutherischen Gemeinden der hinteren Grafschaft Sponheim untergeordnet.

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27.6.1673

Beginn des Kölner Friedenskongresses
 
Der im Kölner Karmeliterkloster am Waidmarkt  tagende Kongress zur Beendigung des Holländisch-Französischen Kriegs scheiterte im Frühjahr 1674.

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12.11.1673

Eroberung und Besetzung Bonns
 
Während des Holländisch-Französischen Kriegs eroberten kaiserliche, mit den Spaniern und Holländern verbündete Truppen die kurkölnische Haupt- und Residenzstadt Bonn und hielten sie bis zum Frieden von Nimwegen 1579 besetzt.

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1673

Belagerung und Eroberung der Stadt Trier durch französische Truppen
 
Dabei wurden die vor den Stadtmauern liegenden Kirchen und Klöster zerstört.

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19.5.1674

"Fliegende Brücke" zwischen Köln und Deutz eingerichtet
 
Der kaiserliche General-Feldzeugmeister, Markgraf Hermann von Baden (1628-1691), der sie für das Übersetzen seiner Truppen benötigte, verkaufte den Deutzer Fährherren für 1.300 Reichstaler ein zuvor in Bonn eingesetztes Fährschiff, die Gierponte, eine" Fliegende Brücke". Sie pendelte an Seilen, die in der Flussmitte befestigt waren, tagsüber alle 15 Minuten zwischen den beiden Rheinufern. Die Fähre  brachte für Handel und Verkehr erhebliche Vorteile, zumal auch Fuhrwerke damit übersetzen konnten.

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28.5.1674

 
Das Schutz- und Schirmgeld sollte entsprechend den Vermögensverhältnissen erhoben werden. Der Beschluss von 1652, der den Protestanten eine Frist von fünf Jahren gesetzt hatte, die Stadt zu verlassen, war nicht konsequent umgesetzt worden. Vor allem aus wirtschaftlichen Gründen wurde die Niederlassung wohlhabender Kaufleute geduldet, für die die Stadt am Rhein immer noch attraktive Möglichkeiten bot. Mit Hilfe Brandenburgs, das seit dem Dreißigjährigen Krieg zur protestantischen Vormacht im Reich geworden war, versuchten die Protestanten, ihre Rechtsstellung in Köln zu verbessern.

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Juli 1674

Die reformierte Generalsynode macht die revidierte Klevisch-Märkische Kirchenordnung für Jülich und Berg verbindlich
 

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1674

Einrichtung einer regelmäßigen Schiffsverbindung von Duisburg nach Nimwegen (Börtschifffahrt)
 
1717 folgte eine weitere Linie nach Amsterdam und Wageningen, wobei in Arnheim auf Schiffe mit niedrigerem Tiefgang umgeladen werden musste. Die Linien belebten den Rheinhandel und machten Duisburg zum wichtigsten Umschlagplatz für die bergisch-märkischen Eisen-, Stahl- und Textilprodukte, aber auch für zahlreiche andere Waren in die Niederlande, während als Rückfracht vor allem Kolonialwaren, aber auch Textilrohstoffe, Käse, Tran, Glas und Felle dienten.

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1675

Gründung des Franziskaner-Rekollektenklosters Hardenberg (heute Stadt Velbert)
 
Die Gründung wurde 1685 von Pfalzgraf Johann Wilhelm genehmigt. Neben der Seelsorge und dem Schulunterricht war die Betreuung der bedeutenden Marienwallfahrt zu einem 1681 von Dorsten nach Neviges überführten Gnadenbild.

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1676

 
Siegburg wurde damit dem Herzogtum Berg einverleibt.

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1677

Im Zuge der Kriege Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) wird Saarbrücken vollständig zerstört

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1677

Pfalzgraf Philipp Wilhelm lässt in Benrath (heute Stadt Düsseldorf) zur Verehrung eines aufgefundenen Marienbildes eine Kapelle errichten
 
Am 11.7.1677 übernahmen Kapuziner aus Düsseldorf die Bedieung der Kapelle und errichteten ein Missionshaus beziehungsweise eine Residenz. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1803.

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5.2.1679

Frieden von Nimwegen
 
Er beendete den Französich-Holländischen Krieg.

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1679

Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg (Regierungszeit 1653-1690) zieht sich in sein Neuburger Stammland zurück und überlässt die Herzogtümer Jülich und Berg dem Erbprinzen Johann Wilhelm
 
Die Übertragung der Herrschaft an Johann Wilhelm war wohl die Bedingung, die der Kaiser für dessen Heirat mit seiner Stiefschwester Maria Anna Josepha (1654-1689) gestellt hatte. Als Kaiserstochter musste diese mit einem regierenden Fürsten vermählt werden.

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1679

In Niederelten (heute Stadt Emmerich) lassen sich  Franziskaner-Rekollekten nieder
 
Die Niederlassung war Nachfolger des 1573 zerstörten Observantenklosters auf dem Briemer vor Emmerich. 1811 Aufhebung im Zuge der Säkularisation.

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1680

Einrichtung einer "Fliegenden Brücke" auf dem Rhein bei Koblenz
 
Diese war mit Unterbrechungen bis 1819 in Betrieb.

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1680

Unruhen in Köln unter Führung des Nikolaus Gülich
 
Sie führten zum Sturz des Stadtrats und schließlich am 23.2.1686 zur Hinrichtung Gülichs.

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1680-1688

Herausgabe einer zweiten Aachener Post-Zeitung durch den Stadt- und Ratsbuchdrucker Heinrich Clemens aus Köln

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Oktober 1681

Beginn der Marien-Wallfahrt nach Neviges
 
Nach Neviges (heute Stadt Velbert) wurde im Juli 1681 durch den Dorstener Franziskaner Antonius Schirley (gestorben 1694)  ein Bild der Unbefleckten Empfängnis Mariens (Kupferstich aus dem "Palmgärtlein", einem populären Gebetbuch) gebracht, das Ausgangspunkt für die Wallfahrt wurde. Im Oktober unternahm der Bischof von Münster die erste Wallfahrt nach Neviges. Die Betreuung der Wallfahrt oblag den Franziskaner-Rekollekten des 1675 gegründeten Klosters Hardenberg.

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1681

Der Ursulinenorden lässt sich in Düren nieder
 
Die Stadt war zunächst gegen deren Niederlassung, die 1681 von Herzog Johann Wilhelm angeordnet wurde. Die Ursulinen unterhielten kostenlosen Elementarunterricht für Mädchen und eine kostenpflichtige höhere Schule mit Pensionat. 1802 wurde das Kloster nicht aufgehoben, aber hohen Auflagen unterworfen.

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1681

Der Ursulinenorden lässt sich in Düsseldorf nieder
 
Aufhebung während des Kulturkampfes 1875, Wiederbegründung 1888.

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nach 1681

Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Regierungszeit 1640-1688) lässt die Festung Wesel ausbauen
 
Nach dem Abzug der Franzosen 1679 erfolgte der Ausbau nach den Festungsbaumeistern Vauban (Sébastian le Prestre, genannt Vauban, 1633-1709) und Menno van Coehoorn (1641-1704). Große Teile der noch vorhandenen mittelalterlichen Befestigungsanlagen und zahlreiche Privathäuser fielen dem Festungsausbau zum Opfer. Die gigantische Festung war 1727 fertiggestellt, konnte aber nur mit großem Aufwand verteidigt werden.
1756 überließ der preußische König Friedrich II. (Regierungszeitt 1740-1786) die Festung kampflos den mit Österreich verbündeten Franzosen. Nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763)  wurden die Festungsanlagen verkleinert. 1806-1809 bauten die Franzosen die Festung um. Nach 1815 neben Koblenz und Köln eine der drei preußischen Festungen am Rhein; 1890 Aufhebung der Festung Wesel  durch Vertrag mit dem Deutschen Reich, 1920 Entmilitarisierung und Sprengung der verbliebenen inneren Festungsmauern.

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1681/1682

Gründung des Klosters der Elisabethinnen in Blankenheim
 
Das von Schwestern aus Düren besetzte Kloster war die fünfte und letzte Niederlassung der Kongregation nach Aachen, Düren, Luxemburg und Jülich. In Blankenheim übernahmen die Elisabethinnen ein Hospital, ein Waisenhaus und eine Mädchenschule. Aufhebung 1802.

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1682

Der Orden der Poenitentinnen lässt sich in Heinsberg nieder
 
Die Ordensfrauen widmeten sich der Mädchenerziehung. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1682

Kapuziner lassen sich in Benrath (heute Stadt Düsseldorf) nieder
 
Die Missionsstation wurde vom Kapuzinerkloster in Düsseldorf beschickt. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1804.

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1683

Bündnisvertrag zwischen Kurköln und Frankreich
 
Der Vertrag wurde 1684 von den Kölner Kurfürsten Maximilian Heinrich ratifiziert.

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1683

"Quäker" aus Mönchengladbach, Kaldenkirchen (heute Stadt Nettetal) und Krefeld wandern nach Pennsylvanien aus
 
Dort gründeten sie in Philadelphia "Germantown" als erste deutsche Niederlassung in Nordamerika.

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1684

Im Zuge der "Reunionskriege" wird nach Luxemburg auch erneut Trier von französischen Truppen unter Marschall Créqui (1624-1687) erobert
 
Sie zerstörten die Trierer Festungswerke und kontrollierten von ihrer neuen Festung Montroyal über der Moselschleife bei Trarbach in den Folgejahren das ganze Oberstift Trier.

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1685

Im rechtsrheinischen Oberkassel (heute Stadt Bonn) wird die erste evangelische Kirche des Bonner Raumes eingeweiht

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1686

Der Kölner Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Maximilian Heinrich errichtet im Wald bei Rheinbach eine Kapelle und gründet dort eine Niederlassung der Franziskaner-Rekollekten
 
Die Kapelle war dem heiligsten Namen Jesu gewidmet nach dem 1681 an dieser Stelle im Holz einer gespaltenen Buche gefundenen IHS-Zeichen. Die Franziskaner, die vom Kalvarienberg bei Ahrweiler kamen, blieben bis 1707 in der Klause. Ab 1714 war das Kloster mit Serviten vom Kreuzberg bei Bonn (heute Stadt Bonn) besetzt. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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6.8.1687

Lutherische Kirchenordnung für Kleve-Mark

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1687

Großer Stadtbrand in (Wuppertal-) Elberfeld

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Oktober / November 1688

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg hält Koblenz einem mehrtägigen Bombardement eines französischen Heeres stand
 
Als Folge des Bombardements waren 244 der 300 Häuser der Stadt zerstört.

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1688

Gründung des Karmeliterkonvents am Adelheidisbrunnen in (Bonn-)Beuel-Pützchen
 
Das Kloster wurde eingerichtet zur Betreuung der Pilger der Adelheidiswallfahrt, als der Schwerpunkt der Verehrung der heiligen Adelheid sich nach dem Dreißigjährigen Krieg von Vilich nach Pützchen verlagerte. Der mit der Wallfahrt verbundene Jahrmarkt im September ist bis heute eine der größten im Rheinland. 1804 mussten die Karmeliter Pützchen verlassen. In den alten Klosteranlagen bestand 1926-1997 ein Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen (Karmel St. Josef).

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1688-1697

 
Als 1685 mit Karl II. von Pfalz-Simmern (Regierungszeit seit 1680) diese pfälzische Linie ausstarb, erhob Ludwig XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) aufgrund der Ehe seines Bruders Philipp von Orléans (1640-1701) mit Liselotte von der Pfalz (1652-1722), Karls Schwester, Anspruch auf die Grafschaften Lautern und Simmern. Inzwischen hatte Philipp-Wilhelm von Pfalz-Neuburg das Erbe in Heidelberg angetreten, so dass alles auf eine militärische Austragung hinsteuerte. Der Konflikt entzündete sich allerdings nicht an der Pfalz, sondern an Kurköln: Dort war gegen den Kandidaten Ludwigs XIV. die Wahl von Joseph Clemens, des jüngeren Bruders des bayerischen Kurfürsten Max Emmanuel (Regierungszeit 1679-1706, 1714-1726) mit Unterstützung des Kaisers und aller Gegner Frankreichs zum Fürst-Erzbischof von Köln durchgesetzt worden. Im Verlauf des Krieges wurde das kurkölnische Land - neben der Pfalz - stark zerstört, sodass das Jahr 1689 zu Recht als ein "Tiefpunkt rheinischer Geschichte" (Max Braubach) zu bezeichnen ist.

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1688

"Die Stadt Trier wird erneut von französischen Truppen besetzt
 
1689 Sprengung der Moselbrücke, Zerstörung vieler Burgen, Städte und Dörfer (Wittlich, Pfalzel, Ehrang, Mayen). Trier blieb auf Befehl Ludwigs XIV. von Frankreich verschont. Die Moselbrücke blieb bis 1716 unpassierbar."

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April 1689

Zerstörungen im Rheinland während des Pfälzischen Erbfolgekriegs
 
Die Schlösser und Burgen von Brühl, Lechenich (heute Erftstadt), Zülpich, Kerpen und Münstereifel wurden gesprengt, die Städte Andernach und Ahrweiler sowie die im Siebengebirge liegenden Orte gingen in Flammen auf.

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Mai 1689

Fall der kurkölnischen Festung Rheinberg während des Pfälzischen Erbfolgekriegs
 
Diese fiel kampflos in die Hände der antifranzösischen Kräfte.

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Juni 1689

Zerstörung der Pfalz Kaiserswerth während des Pfälzischen Erbfolgekriegs
 
Während die am Rhein gelegene Pfalz fast völlig zerstört wurde, blieb die Stadt Kaiserwerth (heute Stadt Düsseldorf) weitgehend verschont.

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24.-27.7.1689

Zerstörung Bonns im Pfälzischen Erbfolgekrieg
 
Mit dem Fall von Bonn war der Krieg entschieden und die französische Rheinpolitik gescheitert.

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1690

Der Ehrenbreitstein bei Koblenz wird Residenz des Kurfürstentums Trier
 
Der Trierer Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Johann Hugo von Orsbeck veranlasste die Verlegung der Hauptresidenz bei gleichzeitiger Verlagerung der kurtrierischen Zentralverwaltung von Trier nach Ehrenbreitstein.Koblenz wurde allerdings erst unter Kurfüst Clemens Wenzeslaus 1796 für wenige Jahre offiziell kurtrierische Haupt- und Residenzstadt.

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1693

Der Kölner Erzbischof Joseph Clemens stiftet einen Ritterorden zum heiligen Erzengel Michael mit Sitz in Bonn
 
Der Erzbischof behielt sich und seinem Nachfolger im Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. die Großmeisterwürde vor; als Ordensoratorium bestimmte er die Michaelskapelle auf der Godesburg (heute Stadt Bonn). Erzbischof Clemens August wies dem Orden ein Gebäude in seinem Bonner Residenzschloss zu, das Michaels- oder Koblenzer Tor.

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1694

Der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern genehmigt die Niederlassung der Franziskaner-Observanten in Adenau
 
1643-1647 Bau des Klosters Ölberg, 1653 Vollendung des Kirchbaus. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1695

Gründung des Konvents Marienbongard in Aachen
 
Nach den Sepulchrinerinnen, den Pönitentenrekollektinnen und den Ursulinen waren die Dominikanertertiarinnen der vierte Orden, der sich in Aachen in der Mädchenbildung engagierte. Trotz der Unterrichtstätigkeit der Schwestern wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation 1802 aufgelöst.

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13.6.1697

Der Kölner Erzbischof Joseph Clemens gründet die Erz- und Hofbruderschaft St. Michael

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30.10.1697

Frieden von Rijswijk
 
Damit wurde der Pfälzische Erbfolgekrieg beendet: Frankreich verzichtete unter anderem auf Freiburg, die Reunionen und die rechtsrheinischen Brückenköpfe, erwirkte aber die endgültige Anerkennung seines Besitzes des Elsass mit Straßburg.

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1697

Beginn des Neubaus des Bonner Residenzschlosses
 
Das Schloss war 1689 völlig zerstört worden; der Neubau stand zunächst unter der Leitung des kurbayerischen Hofbaumeisters Henrico Zuccalli (um 1642-1735). Durch das Exil des Kurfürsten Joseph Clemens ab 1702 wurden die Bauarbeiten unterbrochen. Nach der Rückkehr des Kurfürsten 1715 wurden die Baupläne nach Vorgaben des französischen Hofarchitekten Robert de Cotte (1656-1735) verändert. Es entstand das weitläufige Rokoko Stilrichtung der europäischen Kunst zwischen etwa 1730 und 1770/1780 in der Endphase des Barock; das Wort ist abgeleitet von französisch rocaille = Grotten- und Muschelwerk nach einem immer wieder vorkommenden Ornamentmotiv. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Dekorationsstil, der sich vorzugsweise im Kunstgewerbe ausdrückt, der Dekoration des Innenraums und seiner Möbel. Ausgehend von Frankreich wurde Deutschland das Hauptland des Rokoko. -Schloss, dessen Baukonzept deutlich auf Versailles als Vorbild verweist. Unter Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Clemens August erfolgten weitere Baumaßnahmen. Nach dem Brand von 1777 wurde nur der Hofgartenflügel wieder aufgebaut, erst 1926-1930 die stadtwärts gelegenen Flügel. Seit ihrer Gründung 1818 wird das Schloss als Hauptgebäude der Universität Bonn genutzt.

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1687

"Fliegende Brücke" (Gierponte) über den Rhein bei Bonn eingerichtet
 
Sie war bis zur Fertigstellung der ersten festen Bonner Rheinbrücke 1898 in Betrieb.

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1698

Erneuertes Landrecht des Kurfürstentums Pfalz bei Rhein

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1699

Einrichtung einer "Fliegenden Brücke" über den Rhein bei Düsseldorf

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1700

Weihe der Ursulinenkirche in Düsseldorf
 
Erste Herz-Jesu-Kirche Deutschlands. Im Zusammenhang mit der Andacht zum leidenden Christus (Fünf-Wunden-Andacht) entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert die schon in der mittelalterlichen Mystik gepflegte Herz-Jesu-Andacht.

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um 1700

Erstmals wird in Koblenz eine Buchdruckerei genannt
 
Diese erhielt 1757 das Druckmonopol für das untere Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. Trier und wurde 1771 "Hofbuchdruckerei".

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1701-1714

Spanischer Erbfolgekrieg1701-1714, entzündete sich nach dem Tod des letzten spanischen Habsburgers Karl II. am 1.11.1700. Ansprüche auf die Nachfolge hatten der Sohn des Kaisers, der spätere Kaiser Karl VI. (Regierungszeit 1711-1740) und Philipp von Anjou (1683-1746), Enkel Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715). Mit dem Frieden von Utrecht (1713/1715) wurde der Krieg beendet: Der Bourbone Philipp erhielt den spanischen Thron, der Kaiser die spanischen Niederlande (Österreichische Niederlande bis 1795). Den wittelsbachischen Mitkämpfern des französischen Königs, den Kurfürsten Max Emmanuel von Bayern (Regierungszeit 1679-1706, 1714-1726) und Kurfürst Joseph Clemens von Köln, die wegen dessen Unterstützung seit 1706 in der Reichsacht waren, wurden ihre Länder restituiert.
 
Dieser entzündete sich nach dem am 1.11.1700 erfolgten Tod des letzten spanischen Habsburgers Karl II. (Regierung ab 1665). Ansprüche auf die Nachfolge als berechtigte Erben hatten der Sohn des Kaisers, der spätere Kaiser Karl VI. (Regierungszeit 1711-1740) und Philipp von Anjou (1683-1746), ein Enkel Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715). Im Streit um das spanische Erbe traten die bayerischen Wittelsbacher - Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Joseph Clemens von Köln im Gefolge seines Bruders Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Max Emmanuel von Bayern (Regierungszeit 1679-1506, 1714-1726) auf die Seite Ludwigs XIV. und damit in Gegnerschaft zu Kaiser und Reich sowie zur Mehrheit der Reichsfürsten. Der Kriegsverlauf zwang Joseph Clemens 1702 ins französische Exil zu gehen. 1706 wurde über ihn wie über seinen Bruder, der seit 1704 ebenfalls in Frankreich im Exil war, die Reichsacht verhängt. Erst 1715 konnte Joseph Clemens in sein Kurfürstentum an den Rhein zurückkehren.

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1702

Die Grafschaft Moers fällt an Brandenburg-Preußen
 
Die Grafschaft fiel dem preußischen König Friedrich I. (Regierungszeit als Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. ab 1688, als König 1701-1713, ) als Miterbe nach dem Tode König Wilhelms III. von England (Regierungszeit 1689-1702) aus dem Hause Oranien als erledigtes klevisches Lehen zu. 1707 Erhebung zum Fürstentum.

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1702

Völlige Zerstörung Kaiserswerths (heute Stadt Düsseldorf) im Spanischen Erbfolgekrieg

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1702

Der Trierer Erzbischof Hugo von Orsbeck genehmigt den Bau einer Eisenschmelze in Quint bei Trier-Ehrang
 
Die Abtei Himmerod als Grundherr hatte 1683 der Umwandlung einer Gerberei in eine Eisenhütte zugestimmt. Die Quinter Hütte stellte ursprünglich vor allem eiserne Ofenplatten (Takenplatten) und Zimmeröfen her.1925 wurde das Walzwerk, 1972 die Gießerei stillgelegt.

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1703

Im Spanischen Erbfolgekrieg dritte Belagerung und Eroberung Bonns
 
Erneuerung und Verstärkung der Festungswerke durch holländische Truppen.

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29.4.1706

Über die Kurfürsten von Bayern und Köln wird die Reichsacht verhängt
 
Mit Zustimmung der Kurfürsten, jedoch ohne Einbeziehung des Reichstags, erklärte der Kaiser die wittelsbachischen Kurfürsten Max Emmanuel von Bayern (Regierungszeit 1679-1706, 1714-1726) und Joseph Clemens von Köln wegen ihrer Unterstützung Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) in die Reichsacht. Kurbayern wurde als Reichslehen Auch Reichsmannlehen, unmittelbar vom Reichsoberhaupt (des Alten Deutschen Reiches bis 1806) abhängiges Lehen. eingezogen, Kurköln unter die Verwaltung des Kölner Domkapitels gestellt.

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um 1707

Trappisten lassen sich in Düsselthal (heute Stadt Düsseldorf) nieder
 
Gegründet worden war das Kloster 1701 auf der Rheininsel bei Büderich als Priorat (1) Bei den Benediktinern und verwandten Orden ein von einem Mutterkloster abhängiges Filialkloster, (2) Amt, Würde, auch Wohnung eines Priors. von Orval in Mönchenwerth (Lörockerwerth), um 1707 Verlegung nach Düsselthal. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1803.

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27.6.1708

Salm-Reifferscheidt-Dycksche Rechtsordnung

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13.7.1709

Die Firma "Farina & Co." nimmt in der Kölner Budengasse die Kölnisch-Wasser-Produktion auf

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1710

Eröffnung der Gemäldegalerie in Düsseldorf
 
Die Anfänge der Düsseldorfer Sammlung gehen in die Regierungszeit Wolfgang Wilhelms von Pfalz-Neuburg (1614-1653) zurück, Gestalt nahm sie jedoch erst unter Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Johann Wilhelm an. Er ließ im In- und Ausland Kunstwerke für seine internationale Galerie ankaufen. Die im Düsseldorfer Schloss und in dem 1710 errichteten Galeriegebäude untergebrachte Sammlung wurde schnell berühmt. Unter Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Karl Theodor wurde die Düsseldorfer mit der Mannheimer Sammlung, die Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Karl Philipp von Pfalz-Neuburg (Regierungszeit 1716-1742) gegründet hatte, vereinigt, was teilweise bereits 1731 geschehen war. Der durch die napoleonischen Kriege 1805/1806 bedingte Umzug führte zur endgültigen Eingliederung der Düsseldorfer in die kurbayerische Sammlung in München (heute Alte Pinakothek).

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1710

Baubeginn des Neuen Schlosses in Bensberg (heute Stadt Bergisch Gladbach)
 
Mit dem als Jagdschloss für Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Johann Wilhelm und seine Gemahlin Anna Maria Luisa Medici von dem venezianischen Architekten Matteo Alberti (1646-1735) konzipierten Bau fand die höfische Baukunst im Rheinland Anschluss an internationales Niveau. Nach 1716 wurden die Bauarbeiten eingestellt, die Unterhaltungsarbeiten aber fortgeführt.

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1710

Gründung des Ursulinenklosters Monschau
 
Die Gründung erfolgte durch Ursulinen aus Düren, wobei die Initiative für eine Niederlassung zur Mädchenbildung von der Stadt Monschau ausgegangen war.

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1712

Die Minoriten lassen sich in Monschau nieder
 
Zweck der Niederlassung war die Sekundarbildung für Jungen. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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2.4.1713

Der Teil des Oberquartiers Geldern, den seit 1703 der preußische König innehat, geht endgültig an Preußen über

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11.4.1713

 
Beendete den Spanischen Erbfolgekrieg: Der Bourbone Philipp V., ein Enkel Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) , erhielt den spanischen Thron, die spanischen Niederlande der Kaiser (Österreichische Niederlande bis 1795). Den wittelsbachischen Mitkämpfern Ludwigs, den Kurfürsten Max Emmanuel von Bayern (Regierungszeit 1679-1706, 1714-1726) und Joseph Clemens von Köln, wurden ihre Länder restituiert.

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1713

Einrichtung einer "Interimskommission" in Geldern
 
Diese nahm die Aufgaben einer Kammer wahr, einer Unterbehörde des preußischen Generaldirektoriums.

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1713

Erneuerung des Landrechts des Kurfürstentums Trier

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8.1.1714

Ratsverordnung der Stadt Köln schränkt die Wirtschaftstätigkeit der protestantischen Bürger stark ein
 
Neun Kaufmanns- und Protestantenfamilien siedelten sich daraufhin rechtsrheinisch in Mülheim am Rhein (heute Stadt Köln) an und verhalfen dem Ort zu wirtschaftlichem Aufschwung (Seidenherstellung, Rheinhandel).

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25.2.1715

Rückkehr des Kölner Kurfürsten Joseph Clemens aus dem französischen Exil

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8.5.1715

Die Stadt Erkelenz kommt vom Herzogtum Geldern an den Kurfürsten von der Pfalz

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1715

Einrichtung eines Kriegskommissariats in Trier

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1715

Die kurkölnische Haupt- und Residenzstadt Bonn wird entfestigt

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1715

Der Kölner Bankier W. Hack errichtet in Leichlingen einen Kupferhammer
 
Darauf wurden die Rohlinge für die Düsseldorfer Münze hergestellt.

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1715

Erich Philipp Ploennies (1672-1751) veröffentlicht die "Topographia Ducatus Montani"
 
Der Mathematiker, Baumeister und Geograph Ploennis legte damit die erste großmaßstäbliche und auf Landvermessung beruhene Kartierung und Beschreibung des Bergischen Landes vor.

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1715-1723

Bau des Schlosses in Poppelsdorf (heute Stadt Bonn)
 
Den Neubau ließ Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Joseph Clemens von Köln nach Plänen des französischen Hofarchitekten Robert de Cotte (1656-1735) errichten; Vollendung des Baus 1744-1753 unter Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Clemens August.

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1716

Gründung der Devotessengemeinschaft "Zum Namen Jesu" in Münstereifel (heute Bad Münstereifel)
 
Die Devotessen betrieben eine Mädchenschule mit Pensionat. 1830 erfolgte die Zusammenlegung mit dem zweiten,  1584/1621 gestifteten Devotessenkonvent "Zum Salvator" und dessen Schule im ehemaligen Karmelitinnenkloster. Die neue Gemeinschaft hieß Salvatorkloster.

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1716-1742

 
Der Nachfolger des Kurfürsten Johann Wilhelm zeigte wenig Interesse an seinen rheinischen Herzogtümern. Er residierte in Mannheim und Heidelberg. Düsseldorf verlor den Residenzstatus. Das Herzogtum Berg wurde endgültig zum Nebenland einer nichtrheinischen Dynastie.

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ab 1716

 
Das alte Judenghetto war 1689 zerstört worden.

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25.-27.7.1717

Zar Peter der Große (Regierungszeit 1689-1725) in Aachen
 
Er wohnte im Haus des Tuchfabrikanten Johann Adam Clermont, besichtigte die Heiligtümer, das Kaiserbad und das Rathaus und ein Vogelschießen der Hirschschützen auf dem Lousberg.

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17./18.8.1717

Brand des Trierer Domes
 
Das Dachwerk brannte bis auf das Gewölbe ab. 1719 begannen die Wiederherstellungs-und Umbauarbeiten, geleitet von Georg Johann Judas (um 1655-1726). Der erste Gottesdienst wurde in der wiederhergestellten Domkirche am 23.9.1723 abgehalten, während der Innenausbau erst 1725 abgeschlossen war.

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1717

Einrichtung einer direkten Schiffsverbindungen zwischen Duisburg und Amsterdam
 
Es war nach 1674 die zweite Schiffsverbindung von Duisburg in die Niederlande. Die Linien belebten den Rheinhandel und machten Duisburg zum wichtigsten Umschlagplatz für die bergisch-märkischen Eisen- , Stahl- und Textilprodukte, aber auch für zahlreiche andere Waren in die Niederlande, während als Rückfracht vor allem Kolonialwaren, daneben Textilrohstoffe, Käse, Tran, Glas und Felle dienten. Mit dem Dampfschiffverkehr auf dem Rhein kam das Ende der Börtschifffahrt, die 1847 endgültig eingestellt wurde.

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1719

Erkelenz kommt an die Kurpfalz

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1719

Jülich-Bergische Bergordnung

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1720-1729

Cölestinerinnen lassen sich in Aachen nieder
 
Sie übernahmen Gebäude und Eigentum des vor 1278 gegründeten und Weißfrauenkloster, das sich  um 1720 auflöste. Der Rat der Stadt war zunächst gegen die Niederlassung mit der Begründung, es gebe bereits zu viele Klöster in der Stadt. Die ersten vier Cölestinerinnen zogen daher 1729 heimlich in das Kloster. 1735 wurde der feierliche Einzug in die Stadt nachgeholt. Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

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1720

Gründung der so genannten "Philadelphischen Sozietät" in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)
 
Mitglieder der reformierten Gemeinde Elberfelds unter Leitung von Elias Eller und der "Zionsmutter" und "Prophetin" Anna von Büchel fanden sich darin  zusammen. 1737 Auswanderung der "Ellerianer" und Gründung einer eigenen Gemeinde in Ronsdorf (heute Stadt Wuppertal). Diese zog auch Wirtschaftsbürger aus dem Wuppertal an. Sie bauten in Ronsdorf die Bandwirkerei auf, die  rasch prosperierte. 1745 erhielt der Ort Stadtrechte.

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1721

Der Druckereibesitzer Johann Franz Krabben in Koblenz gibt die Zeitung mit dem Namen "Relation" heraus
 
Diese hieß nachweislich ab 1758 "Ordinarie Coblentzer Relation" und erschien bis 1774.

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1.5.1722

Einrichtung der Feuersocietät für die Stadt Kleve
 
Die Einrichtung der Feuerversicherung erfolgte nach dem Vorbild anderer preußischer Provinzen. Die Summe der Häuser einer Stadt ergab das städtische Feuersocietätskataster. Aus den eingesandten Taxen der Häuser aller klevischer Städte erstellte das Kriegskommissariat siehe Kriegs- und Domänenkammer ein allgemeines Kataster für die klevische Provinz.

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7.11.1722

König Ludwig XV. von Frankreich (Regierungszeit 1715-1774) übergibt das Leichentuch König Ludwigs XIV. (Regierungszeit seit 1643, gestorben 1.9.1715) der Aachener Marienkirche, dem heutigen Dom
 
Die französischen Könige sahen sich wie die deutschen Könige in der Nachfolge Karls des Großen. Nach den Begräbnisfeierlichkeiten in Paris und Saint-Denis, der Grablege der französischen Könige, sowie nach der Krönung in Reims überwies der neue König das Leichentuch seines Vorgängers der Aachener Marienkirche, um die Verbundenheit mit dem großen Vorfahren zu zeigen. Die aus wertvollen Materialien gefertigten großen Tücher fanden bei den offiziellen Begräbnisfeierlichkeiten Verwendung. Im Aachener Dom ist das Leichentuch eines französischen Königs des 18. Jahrhunderts - vermutlich entweder Ludwigs XIV. oder Ludwigs XV. - vollständig erhalten, Relikte weiterer Leichentücher finden sich an verschiedenen Stellen im Dom. Unbekannt ist, ab wann es diesen Brauch gab.

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15.5.1724

Die Kurfürsten von Bayern, Köln, Trier und der Pfalz schließen sich zur Wittelsbachischen Hausunion zusammen

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25.3.1725

In der "Trauer-Ordnung" des Kurfürsten Clemens August wird der Alte Friedhof in Bonn erstmals erwähnt
 
Der vor dem Sterntor ab 1715 angelegte und bis heute erhaltene Friedhof war seit dem 5.4.1787 für rund ein Jahrhundert allgemeiner Begräbnisplatz für die christliche Bürgerschaft der Stadt. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur des 19. Jahrhunderts fanden hier ihre letzte Ruhestätte. "Nicht Geburt und Besitz, sondern Geist und Bildung zeichnen die großen Toten des Bonner Alten Friedhofs aus". (Der Alte Friedhof in Bonn, 1981).

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1725-1736

Bau des Schlosses Augustusburg in Brühl
 
Unter Nutzung der Ruine der 1689 zerstörten mittelalterlichen Landesburg der Erzbischöfe von Köln ließ Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Clemens August die bestehende Dreiflügelanlage errichten. Das von Balthasar Neumann gestaltete Treppenhaus gehört zu den "herausragenden profanen Raumschöpfungen des Rokoko Stilrichtung der europäischen Kunst zwischen etwa 1730 und 1770/1780 in der Endphase des Barock; das Wort ist abgeleitet von französisch rocaille = Grotten- und Muschelwerk nach einem immer wieder vorkommenden Ornamentmotiv. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Dekorationsstil, der sich vorzugsweise im Kunstgewerbe ausdrückt, der Dekoration des Innenraums und seiner Möbel. Ausgehend von Frankreich wurde Deutschland das Hauptland des Rokoko. " (Dehio Rheinland 2005). Seit 1984 gehört die gesamte Schlossanlage mit Park und dem 1729-1732 errichteten Schloss Falkenlust zum UNESCO Abkürzung für „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation“. 1945 als Sonderorganisation der UN mit Sitz in Paris gegründet, um die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder auf den Gebieten der Erziehung, Wissenschaft und Kultur zu fördern. -Weltkulturerbe. Das heute dem Land Nordrhein-Westfalen gehörende Schloss diente während Bonns Funktion als Bundeshauptstadt als wirkungsvoller Rahmen für zahlreiche Staatsempfänge.

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1727

Gründung der Firma Johann David Herstatt in Köln als Seidenflorettbandweberei

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1727-1805

In Duisburg erscheinen die "Wöchentliche(n) Duisburgische(n) auf das Interesse der Commercien der Clevischen, Geldrischen, Meurs und Märkischen auch umliegenden Landes Orten eingerichtete(n) Adresse- und Intelligenz-Zettel"
 
Bei der kurz "Intelligenzblatt" genannten Zeitung handelt es sich um ein reines Anzeigenblatt für geschäftliche Annoncen aller Art sowie Mitteilungen der Verwaltung und der Universität.

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1729-1732

Errichtung des Jagdschlosses Falkenlust bei Brühl
 

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1731-1740

Katasterreform im Herzogtum Kleve
 
Dabei entstand das so genannte "Klevische Kataster". Die Katasterreform scheiterte.

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14.5.1732

Teilungsvertrag zwischen Preußen und dem Haus Nassau-Dietz
 
Preußen verzichtete auf den Titel "Marquis von der Vehre und Vlissingen", Nassau-Dietz auf den Titel von Moers und Lingen.

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1732/1733

Pützchens Markt (heute Stadt Bonn) erstmals bezeugt
 
Bis heute eine der größten Jahrmärkte Deutschlands.

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September 1734-Januar 1735

Der Niederrheinisch-Westfälische Reichskreis tagt in Köln

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1734

Gründung der "Gazette de Cologne"
 
Die von dem aus Malmedy stammenden Historiker Jean Ignace Roderique gegründete französische Zeitung war im 18. Jahrhundert in ganz Europa verbreitet. Mitte der 1780er Jahre verlor sie an Bedeutung.

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1734-1737

Trier von französischen Einheiten besetzt

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1735

In Niederelten (heute Stadt Emmerich) lassen sich  Ursulinen aus Düsseldorf nieder
 
1809/1810 Aufhebung im Zuge der Säkularisation.

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1735-1744

Der Kölner Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Clemens August lässt am Kölner Dom wichtige Sicherungsmaßnahmen durchführen

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11.6.1737

 
Clemens August hatte den Bonner Sebastianus-Schützen einen neuen Übungsplatz zugewiesen und beteiligte sich am Vogelschießen; der leidenschaftliche Jäger schossBezeichnung für Abgabe, Steuer. den Vogel ab und wurde Schützenkönig. Wie es der Brauch von jedem Schutzenkönig verlangte, stiftete er einen Schild für die Schützenkette. Erhalten ist der Königsschild, den er 1725 für die Brühler Schützenkette stiftete.

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1737/1738

Errichtung des Rathauses der Stadt Bonn
 
Der von Baumeister Michael Leveilly errichtete Bau war gleichzeitig Fest- und Kaufhaus. In der Formensprache knüpft der Bau an die Südfassade des Brühler Schlosses an.

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1738

In Gerresheim (heute Stadt Düsseldorf) wird - letztmalig im Rheinland - eine Frau als Hexe verbrannt

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1738

Der preußische König Friedrich Wilhelm I. (Regierungszeit 1713-1740) besucht die Seidenfabrik des Peter von der Leyen in Krefeld
 
Die Firma genoss fortan königliche Förderung.

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29.8.1740

Der preußische König Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786) besucht die Stadt Köln
 
Der König machte auf einer Inspektionsreise durch seine westlichen Besitzungen Station in Köln, wo sein Besuch auf wenig Resonanz bei der Bevölkerung stieß.

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11.9.1740

Treffen des preußischen Königs Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786) und des französischen Philosophen Voltaire (1694-1778) auf Schloss Moyland bei Kleve

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um 1740

Als erste Zeitung in Essen erscheinen die "Neuesten Essendischen Nachrichten von Staats- und Gelehrten-Sachen"
 
Die Zeitung mit Druckerei kam 1775 an den aus Dortmund stammenden Zacharias Baedeker (1750-1800), der 1777 zum "hochfürstlich-privilegierten Hofdbuchrucker" aufstieg.

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1741

Gründung von Pfalzdorf (Stadt Goch)
 
Die Gründung erfolgte auf der Gocher Heide durch etwa 20 reformierte pfälzische Aussiedlerfamilien,1743 Genehmigung der Ansiedlung durch den preußischen König.

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1741

Sayn-Altenkirchen kommt an den Markgrafen Karl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach (Regierungszeit 1729-1757)
 
1792 wurde es mit Preußen vereinigt.

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1741-1768

Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken

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26.8.-9.9.1742

Der preußische König Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786) weilt zur Kur in Aachen
 
Der König wohnte im Gasthof Bouget am Komphausbad; vom 2.-9. September besuchte ihn der französische Philosoph Voltaire (1694-1778).

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1742-1799

Karl Theodor von Pfalz-Sulzbach
 
Der Nachfolger Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Karl Philipps residierte zwar auch nicht in Düsseldorf, setzte aber für die Verwaltung der Herzogtümer Jülich-Berg einen fähigen Statthalter ein. Manche der noch bestehenden Einrichtungen in Düsseldorf (unter anderem Landesbibliothek, Kunstakademie, Vorläufer der Universität) gehen auf die Zeit Karl Theodors zurück.

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9.9.1744

Die "Trierische Staats- und gelehrte Zeitungen" erscheinen erstmals
 
Diese erste Trierer Zeitung erschien bis 31.3.1745.

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1744

Der Kaufmann Peter Johann Diederichs (1712-1796) gründet in Remscheid einen Exporthandel
 
Sein Enkel Johann Gottlieb Diederichs (1771-1825) gehörte zu den bedeutendsten preußischen Überseekaufleuten. Er führte vor allem Kleineisen- und Stahlwaren in die englischen Kolonien und in die USA aus.

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13.12.1745

Pfalzgraf Karl Philipp gibt den Eingesessenen von Ronsdorf (heute Stadt Wuppertal) städtische Rechte
 
Die Gründung von Ronsdorf geht auf Elias Eller zurück.

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1746

Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Clemens August von Köln lässt die Wallfahrtskirche auf dem Kreuzberg (heute Stadt Bonn) wiederherstellen
 
Außerdem ließ er am Chor der Kirche einen Anbau mit einer Nachbildung der "Scala Santa" ("Heilige Stiege") in Rom errichten.

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1746

Gründung der Spielbank in Aachen
 
Diese war bis in die 1840er Jahre an eine Aktiengesellschaft verpachtet, wurde dann von der Stadt selbst betrieben und 1854 auf Befehl der preußischen Regierung geschlossen.

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1746

Die Stadt Lennep (heute Stadt Remscheid) wird durch einen Brand fast vollständig zerstört

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1746/1747

Errichtung des "Komödienhauses" am Markt in Düsselorf

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1746-1748

Die Österreichischen Niederlande werden im Österreichischen Erbfolgekrieg von
 Frankreich besetzt

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März-Oktober 1748

 
Beendete den Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-1748). Maria Theresia (Regierungszeit 1740-1780) wurde als legitime Herrscherin Österreichs anerkannt, während das von dem preußischen König Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786) besetzte Schlesien Preußen zuerkannt wurde. Am 18. Oktober Unterzeichnung des Friedensvertrages.

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1748

Endgültige Schleifung des Forts Düsselburg auf der linken Rheinseite gegenüber Düsseldorf

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1748

Der Kölner Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. und Erzbischof Clemens August schreibt im Erzbistum Köln eine Kollekte für den Bau eines katholischen Gotteshauses, der Hedwigskirche, in Berlin aus

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seit Mitte 18. Jh.

In Dülken (heute Stadt Viersen) besteht die Narrenakademie
 
Dahinter verbarg sich ursprünglich eine Gesellschaft, deren Zweck die Verspottung akademischer Bräuche durch die Verleihung des Titels "Dr. humoris causa" war. Die Narrenakademie besteht bis heute.

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1752

In Neuwied erscheint der "Kuriöse Antiquarius", eine der ersten jüdischen Zeitungen in Deutschland
 
Das Blatt erschien vermutlich nur ein einziges Mal.

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1753

Einführung der preußischen Landratsverwaltung im Herzogtum Kleve
 
Diese ersetzte die Aufteilung des Landes in Drostämter und Ämter. Das Herzogtum wurde in die drei landrätlichen Kreise Kleve, Emmerich und Wesel eingeteilt.

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2.5.1754

Rhein- und wildgräfliche Landesordnung

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1755-1773

Bau des Schlosses Benrath (heute Stadt Düsseldorf)
 
Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Karl Theodor von der Pfalz ließ das Rokokoschloss durch seinen Hofarchitekten Nicolas de Pigage (1723-1796) errichten.

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1756-1763

 
Das Zusammengehen Österreichs und Frankreichs gegen den preußischen König Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786) sowie die Erklärung des Reichskriegs gegen ihn veranlasste die rheinischen Fürsten zur Teilnahme. Der Krieg fand daher auch auf rheinischem Boden statt. Köln, Düsseldorf und Jülich erhielten französische Besatzungen. Am 23.6.1758 besiegte Herzog Ferdinand von Braunschweig (1721-1792), Schwager Friedrichs II.,  in der Schlacht bei Krefeld die Franzosen.

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1758

Gründung der St. Antony-Hütte in Osterfeld (heute Stadt Oberhausen) im kurkölnischen Vest Recklinghausen
 
Die Antony-Hütte ist die älteste Stammhütte der Gutehoffungshütte und die älteste Eisenhütte des Ruhrreviers überhaupt; sie wurde von Freiherr Ferdinand von der Wenge 1707-1788), Domkapitular zu Münster, gegründet.

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1760

In Koblenz erscheinen die "Wochentlichen Coblentzer Frag- und Anzeigungs-Nachrichten"
 
Herausgeber war der Koblenzer Hochgerichtsschöffe Oster. Das Blatt erschien bis 1777. Die Zeitungslizenz erwarb Johann Claudius von Lassaulx.

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1.1.1763

Erstmalig erscheint die "Kayserliche Reichs-Ober-Postamts-Zeitung zu Coelln"
 
Verleger dieser Kölner Zeitung war Gereon Arnold Schauberg (1692-1761). Seit Oktober 1797 hieß das Blatt "Ober-Postamts-Zeitung zu Köln", seit 1798 "Kölner Zeitung", seit 1801 "Kölnische Zeitung".1802 ging diese in das Eigentum der Erben Schauburg über; 1805 kam Marcus Theodor DuMont (1784-1831, der sich seit der Heirat mit einer Schauberg DuMont Schauberg nannte, in den Besitz der Zeitung.

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1763

Der Trierer Weihbischof Johann Nikolaus von Hontheim (Febronius) stellt in einer Schrift unter anderem die (später widerrufene) Forderung nach Zurückdrängung des päpstlichen Primats zugunsten einer größeren Selbständigkeit der Bischöfe eines Landes auf

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1763/1764

Schleifung der Festungswerke der Städte Moers und Geldern durch König Friedrich II. von Preußen (Regierungszeit 1740-1786)
 
Die Schleifung erfolgte zugunsten der Fortifikationen von Wesel, das neben Koblenz und Köln zu einer der drei großen Rheinfestungen ausgebaut wurde.

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1765

Gründung einer Medizinischen Akademie in Düsseldorf

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29.4.1766

Revidierte Bergordnung König Friedrichs II. von Preußen (Regierungszeit 1740-1796) für das Herzogtum Kleve, das Fürstentum Moers und die Grafschaft Mark
 
Sie beruhte auf einem Entwurf von Johann Friedrich Heinztmann (1716-1764), der 1756 aus dem Harz als Bergmeister an das Märkische Bergamt gekommen war. Die Bergordnung galt auch für den Erzbergbau und das Hüttenwesen; sie wurde nach 1815 auf die in vorfranzösischer Zeit noch nicht preußischen Gebiete ausgedehnt (Essen-Werden, Mülheim an der Ruhr) und blieb im Wesentlichen bis zum Erlass des preußischen Berggesetzes von 1865 in Kraft.

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Januar 1767

Rhein und Mosel sind zugefroren

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1767

Gründung einer "Zeichnungs-Academie"  in Düsseldorf
 
Diese erhielt 1777 den Status einer kurfürstlichen Kunstakademie, 1819 Königliche Kunstakademie.

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19.5.1768

Auf dem Kölner Neumarkt eröffnet die "Deutsche Schaubühne" ihr Programm mit der Oper "La serva padrona" von Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736)
 
Spielstätte war das "Komödienhaus", das erste "feste", aus Holz gebaute Theater der Stadt Köln.

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1768

Gründung der Feuersozietät für das Fürstentum Moers

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1768-1793

Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken

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ab 1769

Die "Gülich und Bergischen Wöchentlichen Nachrichten" erscheinen

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1769

 
Dabei schenkte er der Ehrenbreitsteiner Schützenbruderschaft einen Königsschild, ein Vogelschild mit seinem Wappen.

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1769

Einrichtung des Oberappellationsgerichts in Düsseldorf

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1769-1770

Gründung der Sayner Eisenhütte (heute Stadt Bendorf) durch Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Clemens Wenzeslaus von Trier
 
Die Hütte gelangte am 1.7.1815 an das Königreich Preußen und wurde dem Bergamt in Bonn unterstellt. Es folgte der Ausbau zur drittgrößten Eisenhütte Preußens nach Gleiwitz (1796) und Berlin (1804). 1865 übernahm die Essener Firma Alfred Krupp das Werk, gab den Betrieb jedoch 1927 aus wirtschaftlichen Gründen auf. Die 1828-1830 errichtete neue Gießhalle "ist die erste gußeiserne Hallenkonstruktion in Europa und als solche ein technisches Kulturdenkmal ersten Ranges" (Dehio Rheinland-Pfalz 1984).

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1769

In Neuwied entsteht das erste Blechwalzwerk auf deutschem Boden

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1769

Der Trierer Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. und Erzbischof Clemens Wenzeslaus von Sachsen reduziert die Zahl der Feiertage im Kurfürstentum wie Erzbistum Trier von 38 auf 19

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30.3.1770

 
Der Bibliothek flossen aus den säkularisierten Klöstern Buchbestände zu, darunter mittelalterliche Handschriften und Inkunabeln. Seit 1815 lagen Dienstaufsicht und Finanzierung der Bibliothek beim Regierungspräsidium Düsseldorf; seit circa 1830 Königliche Bibliothek, 1904 von der Stadt Düsseldorf an den Staat Preußen übergegangen. 1970 Vereinigung der Stadt- und Landesbibliothek der Stadt Düsseldorf mit der seit 1966 als Universitätsbibliothek bezeichneten Bibliothek der Medizinischen Akademie und in die Universität Düsseldorf übernommen; heute Universitäts- und Landesbibliothek.

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1.6.1770

Einrichtung des Administrationskollegs im Preußischen Herzogtum Geldern
 
Das halb königliche, halb ständische Collegium umfasste alle zum Cameralressort gehörenden Sachen im Herzogtum.

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um 1770

Gründung der Freimaurerloge "Le Secret des Trois Rois" in Köln
 
Überkonfessionell und überständisch, bestand ihre Mitgliedschaft aus einer der Aufklärung zuneigenden Elite von Geistlichen, Adligen und Kaufleuten.

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2.1.1772

In Aachen erscheint die "Kayserl. Privil. Reichs-Post-Amts-Zeitung" mit Wochenbeilage "Der Menschenfreund"
 
Die 1775 eingestellte Zeitung wurde herausgegeben von dem Freiherrn Friedrich Wilhelm von der Trenck (geboren 1726, hingerichtet am 25.7.1794 in Paris) und  dem Postmeister Eugen von Heinsberg.

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1774

 
Die neue Akademie entstand aus dem Jesuitengymnasium; die Akademie wurde am 20.11.1786 vom Kurfürsten zur (ersten) Bonner Universität erhoben.

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1774-1780

Ausbau der Ruhr zur Schifffahrtsstraße durch den preußischen Staat
 
1780 war die Ruhr bis Witten schiffbar und wurde schnell zum bedeutendsten Transportweg für Massengüter (Kohle, daneben Salz, Holz und Steine).

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26.6.1775

König Ludwig XVI. von Frankreich (Regierungszeit 1774-1792, gestorben 1793) übergibt das Leichentuch König  Ludwigs XV. (Regierungszeit seit 1715, gestorben 10.5.1774) der Aachener Marienkirche, dem heutigen Dom
 
Die französischen Könige sahen sich wie die deutschen Könige in der Nachfolge Karls des Großen. Nach den Begräbnisfeierlichkeiten in Paris und Saint-Denis, der Grablege der französischen Könige, sowie nach der Krönung in Reims überwies der neue König das Leichentuch seines Vorgängers der Aachener Marienkirche, um die Verbundenheit mit dem großen Vorfahren zu zeigen. Die aus wertvollen Materialien gefertigten großen Tücher fanden bei den offiziellen Begräbnisfeierlichkeiten Verwendung. Im Aachener Dom ist das Leichentuch eines französischen Königs des 18. Jahrhunderts - vermutlich entweder Ludwigs XIV. oder Ludwigs XV. - vollständig erhalten, Relikte weiterer Leichentücher finden sich an verschiedenen Stellen im Dom. Unbekannt ist, ab wann es diesen Brauch gab. "

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1775

Gründung der Freimaurerloge"Le Secret des trois Rois"in Köln
 
 
In der bedeutenden Loge war die aufgeklärte städtische Elite ohne Ansehen der Konfession oder des Standes vertreten.

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1775

Zacharias Baedeker (1750-1800) gründet in Essen eine Verlagsbuchhandlung

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30.1.1776

Die Österreichische Regierung verbietet ihren Untertanen die Wallfahrt nach Aachen
 
Die letzte Wallfahrt der Ungarn nach Aachen hatte 1769 stattgefunden.

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1776

Gründung der Feilenfabrik A. Mannesmann in Remscheid

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4.1.1777

Genehmigung der Statuten der Düsseldorfer Kunstakademie
 
Die Akademie ist nicht - wie vielfach angegeben - 1773 gegründet worden, sondern in einem längeren Prozeß ab etwa 1767 entstanden.

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14./15.1.1777

Brand des Bonner Residenzschlosses
 
Die Löscharbeiten nahmen mehrere Tage in Anspruch. Der Großbrand, der weite Teile des weitläufigen Schlossbaus vernichtete, war eine spektakuläre Katastrophe, die in Gemälden und Radierungen der Zeit vielfach dokumentiert und durch so genannte Guckkastenbilder einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde. Hier waren vor allem François Rousseau und Sohn Jabob tätig. Der Wiederaufbau, der sofort nach dem Brand begann, fand in bescheideneren Formen statt.

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1777

Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Clemens Wenzeslaus von Trier verlegt seine Residenz von Ehrenbreitstein nach Koblenz

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1777-1793

Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Clemens Wenzeslaus von Trier lässt durch den Architekten Antoine François Peyre le jeune (1739-1823) das klassizistische Koblenzer Schloss errichten
 
Mit der Bauleitung wurde 1783 der wie Peyre aus Paris kommende Johann Andreas Gärtner (1744-1826) beauftragt. Der Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. bezog am 23.11.1786 für nur kurze Zeit das im Ausbau noch unvollendete Schloss, das einer der letzten monumentalen Schlossbauten des 18. Jahrhunderts und zugleich der erste und bedeutendste Bau des Frühklassizismus im Rheinland ist (Dehio Rheinland-Pfalz 1984).

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1777

Gründung des "Coblenzer Intelligenzblattes"
 
Der Kommissar des Koblenzer Armenhauses, Johann Claudius von Lassaulx,  übernahm die 1760-1777 erschienene Zeitung des Schöffen Seit der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Amtsträger in Städten fassbar, die im Namen der Stadt oder des Landesherrn die Rechtssprechung wahrnahmen; das Schöffenkollegium wurde entweder zum städtischen Rat oder blieb daneben bestehen. Oster. 1779 wurde Lassaulx die Lizenz entzogen. Ab 1.4.1785 erschien die Zeitung unter dem Titel "Allgemeines Churtrierisches Intelligenzblatt auf höchste Anordnung". Nach Einmarsch der Franzosen 1794 stellte das Blatt das Erscheinen ein und wurde im September 1796 als "Coblenzer Intelligenzblatt" wiederbelebt. Im Januar 1798 musste es der "Koblenzer Zeitung" weichen, die auf die Interessen der französischen Verwaltung eingestellt war.

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1777

König Friedrich II. von Preußen (Regierungszeit 1740-1786) siedelt auf der Königshardt (heute Stadt Oberhausen) pfälzische Siedler an

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1777-1781

In Köln besteht die ""Gesellschaft Literaturfreunde"
 
Baron Adolf von Hüpsch (1730-1805) hatte diesen Kreis "gemäßigter Aufklärer" ins Leben gerufen.

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1778

Bürgerliche Protestbewegung in der Stadt Köln
 
Ein Gemeindeausschuss, die so genannte bürgerliche Deputschaft (1779-1789), versuchte vergeblich das Ratsregiment zu reformieren.

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1778

Gründung der "Kurkölnischen Brandversicherungsgesellschaft"

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März 1779

Der Trierer Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Clemens Wenzeslaus beschließt die Gründung einer öffentlichen Bibliothek in Koblenz
 
Die Gründung kam nur schleppend voran; erst 1785 konnte die Bibliothek eröffnet werden.

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26.3.1778

Der sechsjährige Ludwig van Beethoven gibt sein erstes öffentliches Konzert in der Kölner Musikakademie
 
Kurze Zeit später wurde er Schüler des Opernchefs am 1778 wiedererrichteten Hoftheater in Bonn, Christian Gottlob Neefe.

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1780

Gründung der "Kurtrierischen Brandversicherungssozietät"

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1781

Konzession für die Hütte zur Guten Hoffnung bei Sterkrade (heute Stadt Oberhausen)
 
Daran beteiligt waren zunächst die Abtei Sterkrade und die Witwe Helene Amalie Krupp.

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1783

 
Es erlaubte den Protestanten im Kurfürstentum den Erwerb eines bürgerähnlichen Rechtsstatus. Der Zweck, damit Handel und Gewerbe zu beleben, wurde  jedoch weitgehend verfehlt.

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1783

Einweihung des Schauspielhauses auf der Komödienstraße in Köln

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28.1.1784

Hochwasser am Niederrhein
 
Der Winter 1783/1784 mit einer geschlossenen Eisdecke auf dem Rhein, die  zeitweise von den Niederlanden bis über Köln hinaus reichte, führte bei dem anschließenden Tauwetter zur verheerendsten Hochwasserkatastrophe seit dem Mittelalter. Nach Durchbrüchen an mehr als 100 Stellen wurden 75 Städte und 83 Dörfer vollständig überschwemmt.

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Februar 1784

Privileg für Johann Gottfried Brügelmann für die erste mechanische Baumwollspinnerei auf dem Kontinent in Ratingen
 
Brügelmann baute als erster die 1769 von dem Engländer Richard Arkwright (1732/1733-1792) erfundene "water-frame" nach.

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1784-1801

 
Das jüngste Kind der Kaiserin Maria Theresia (Regierungszeit 1740-1780) war der letzte Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. von Köln.

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14.2.1785

Errichtung der Nuntiatur in München
 
Nach der Errichtung der päpstlichen Nuntiatur in Köln 1584 war es die zweite auf deutschem Boden. Sie wurde auf Betreiben des Kurfürsten Karl Theodor eingerichtet und umfasste alle Länder des Kurfürsten, damit auch Jülich-Berg. Nachdem dem Kurfürsten die Errichtung von Landesbistümern nicht gelungen war, glaubte er, sein Ziel, eine vom Staat beaufsichtigte Landeskirche auf diese Weise erreichen zu können. Entsprechend groß war die Erregung der für die Länder des Kurfürsten zuständigen Bischöfe. Dabei ging es um das Ausmaß der bischöflichen Jurisdiktion.

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1785

Christian Gottfried Jaeger (1760-1852)  gründet  in Düsseldorf eine Bank, das spätere Bankhaus Trinkaus
 
Der aus Trarbach an der Mosel stammende Apothekersohn Jaeger war Textilunternehmer. Sein Sohn Christian gründete die Düsseldorfer Börse. Die Bank übernahm 1852 sein Neffe Christian Gottfried Trinkaus. 1972 Fusion mit dem 1841 in Essen gegründeten Bankhaus Burghardt & Co., seitdem Trinkaus & Burkhardt, seit 1992 HSBC Trinkaus & Burkhardt AG.

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20.11.1786

 
Die Maxische Akademie war 1774 gegründet worden durch Umwandlung des Gymnasiums des aufgehobenen Jesitenordens. Die Universität wurde am 28.4.1798 geschlossen. Die heutige Universität Bonn wurde am 18.10.1818 gegründet.

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23.11.1787

Eröffnung des Komödien- und Ballhauses in Koblenz
 
Architekt war Peter Joseph Krahe (1758-1840). Zur Eröffnung wurde Wolfgang Amadeus Mozarts (1756-1791) Oper "Entführung aus dem Serail" von 1781/1782 gegeben. Es ist heute das einzige erhaltene Theater des 18. Jahrhunderts im Rheinland.

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1.12.1787

 
Diese genoss die Förderung des Kölner Kurfürsten. Seit dem Zusammenschluss 1819 mit der Erholungsgesellschaft vollzog sie den Übergang von einer aufgeklärt-literarischen Gemeinschaft zu einer geselligen Vereinigung. Die Bonner "Lese" besteht bis heute.

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1789

Gründung des Bankhauses Salomon Herz Oppenheim in Bonn
 
1799 Verlegung nach Köln.

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April 1790

Der Rat der Stadt Aachen konzessioniert den "Politischen Merkur für die Niedern Reichslande"
 
Er wurde am 26.3.1791 unterdrückt und lebte als "Aachner Zuschauer" am 2.6.1791 wieder auf.

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1790

Einrichtung einer Rang- oder Börtschifffahrt von Amsterdam nach Köln

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um 1790

Johann Heinrich Stein (1773-1820) gründet in Köln ein Bankhaus
 
Stein stammte aus einer evangelischen württembergischen Kaufmannsfamilie; das älteste Kölner Bankhaus beteiligte sich im 19. Jahrhundert rege an der Entwicklung von Verkehr und Wirtschaft.

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1791

Einrichtung einer Rang- oder Börtschifffahrt von Rotterdam nach Köln

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1791

Anlage der Hütte Neu-Essen (heute Stadt Essen)
 
Mit der 1758 gegründeten Antonyhütte bei Osterfeld, der 1782 bei Sterkrade (beides heute Stadt Oberhausen) angelegten Hütte zur Guten Hoffnung bildete sie die vorindustrielle Basis für die Eisen- und Stahlindustrie des Ruhrgebiets. 1808/1810 zur "Hüttengewerkschaft Jacobi, Haniel & Huyssen", dem späteren Gutehoffnungshütte Aktienverein (GHH, 1873) vereinigt.

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1791

In Neuwied erscheint Alexandre Louis Bertrand Beaunoirs (1746-1823) zweibändiges Werk"Voyage sur le Rhin depuis Mayence jusqu'à Dusseldorf" (Reise auf dem Rhein von Mainz nach Düsseldorf)
 
Die berühmte Reisebeschreibung des französischen Dichters, der eigentlich Robineau hieß, erreichte hohe Auflagen.

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21.10.1792

Erste Flucht des Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus vor den französischen Revolutionstruppen
 
Clemens Wenzeslaus kehrte ein Jahr später zurück und verließ sein Kurfürstentum endgültig im Oktober 1794 und floh nach Augsburg.

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seit 1793

In Köln erscheint das "Journal Général de politique, de littérature et de commerce"
 
Herausgeber waren der aus Belgien zugewanderte Thedor Franz Thiriart (1770-1827) und Kaspar Oedekoven (circa 1760-1832). Die Zeitung ging vor 1805 ein.

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1.3.1793

Schlacht bei Aldenhoven
 
In dieser ersten Schlacht bei Aldenhoven konnten die vordringenden französischen Revolutionstruppen durch die siegreichen österreichischen Truppen zunächst zurückgedrängt werden.

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Mai 1793

Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken (Regierungszeit 1768-1793, gestorben 1794) flieht vor den französischen Revolutionstruppen aus Saarbrücken in das Exil nach Aschaffenburg

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November 1793

 
Nachdem der Freiherr vom Stein bereits im Februar 1793 zum Präsidenten der märkischen Kriegs- und Domänenkammer Die Kriegs- und Domänenkammern als Provinzialbehörden im Königreich Preußen gingen aus der Zusammenlegung der Kriegskommissariate mit den Amtskammern hervor und wurden von König Friedrich Wilhelm I. (Regierungszeit 1713-1740) 1723 im Zuge der Reorganisation der Verwaltung geschaffen. Aufgabe der Kriegskommissariate war die Erhebung von Steuern und Abgaben für die Armee, den Amtskammern unterstand die Verwaltung der Domänen und der Einzug der Pachtgelder.  Die Kriegs- und Domänenkammern unterstanden dem Generaldirektorium (General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domainendirektorium) in Berlin und bestanden bis zur Stein-Hardenbergschen Verwaltungsreform 1808. in Hamm ernannt worden war, wurde er jetzt zur wichtigsten Figur in der Verwaltung der preußischen Territorien im Westen. Die Kriegs- und Domänenkammer Die Kriegs- und Domänenkammern als Provinzialbehörden im Königreich Preußen gingen aus der Zusammenlegung der Kriegskommissariate mit den Amtskammern hervor und wurden von König Friedrich Wilhelm I. (Regierungszeit 1713-1740) 1723 im Zuge der Reorganisation der Verwaltung geschaffen. Aufgabe der Kriegskommissariate war die Erhebung von Steuern und Abgaben für die Armee, den Amtskammern unterstand die Verwaltung der Domänen und der Einzug der Pachtgelder.  Die Kriegs- und Domänenkammern unterstanden dem Generaldirektorium (General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domainendirektorium) in Berlin und bestanden bis zur Stein-Hardenbergschen Verwaltungsreform 1808. in Kleve war zuständig für die preußischen Gebiete der Herzogtümer Kleve und Geldern sowie für das Fürstentum Moers.

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