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 1815 bis 1848 


8.2.1815

Das Rheinland wird preußisch
 
Der Wiener Kongress sprach noch vor der allgemeinen Entscheidung über die zukünftige Gestaltung Deutschlands Westfalen und die Rheinlande dem Königreich Preußen zu.

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11.3.1815

Köln wird preußische Festungsstadt
 
Durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder König Friedrich Wilhelms III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840) wurde der Ausbau Kölns zur Festung ersten Ranges bestimmt. Iin drei Phasen bis zum Ersten Weltkrieg wurde Köln zur größten Festungsstadt des Deutschen Reichs ausgebaut. Der Versailler Vertrag von 1919 brachte das Ende der Festungsstadt Köln.

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11.3.1815

Koblenz wird preußische Festungsstadt
 
Durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder König Friedrich Wilhelms III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840) wurde die Neubefestigung der Stadt Koblenz und der Festung Ehrenbreitstein bestimmt. Wiederherstellung und Neuerrichtung der Festungsanlagen zogen sich bis in die 1830er Jahre hin. Der Festungsring behinderte fortan die Entwicklung der Stadt, die zahlreichen militärischen Einrichtungen und Soldaten beanspruchten viel Stadtareal und zahlreiche Gebäude, so dass die militärischen Interessen vor den städtischen Vorrang hatten. 1890 erfolgte die Entfestigung.

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5.4.1815

Besitzergreifungspatente König Friedrich Wilhelms III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840)
 
Der Erwerb der Rheinlande vollzog sich für Preußen nicht einheitlich, weshalb die Besitznahme nicht auf einmal erfolgen konnte. Es sind vielmehr mehrere Besitznahmen zu unterscheiden. Noch von Wien aus erließ der preußische König zwei Besitzergreifungspatente, in denen die neuen preußischen Lande nach der französischen Verwaltungseinteilung aufgeführt wurden.
Das erste Patent bezog sich auf das Herzogtum Berg und die ehemals preußischen Gebiete am Rhein, die Herzogtümer Kleve und Geldern, das Fürstentum Moers und die Grafschaften Essen und Werden. Das zweite Patent betraf die von Preußen neuerworbenen rechts- und linksrheinischen Gebiete, die zum "Großherzogtum Niederrhein" zusammengefasst wurden. Dazu gehörten das ehemalige Rhein-Mosel-Département In Frankreich 1800 eingeführte Verwaltungseinheit. Sie umfasst mehrere Arrondissements. An der Spitze des Departements steht ein Präfekt. , Teile des Saar-, Wälder-, Ourthe-, Nieder-Maas und Roerdépartements sowie Kantone des ehemaligen Großherzogtums Berg. Die südlich der Mosel gelegenen preußischen Erwerbungen wurden am 28.5.1815 von der Österreichische-Bayerischen Landadministration übernommen.

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10.4.1815

Feierliche Eröffnung des Freihafens in Köln

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5.1.1815

Preußische Truppen marschieren in Trier ein

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15.5.1815

Huldigung der Rheinlande gegenüber der preußischen Krone
 
Diese fand in in Abwesenheit des Königs in Aachen vor General August Graf Neithardt von Gneisenau (1760-1831), 1815 Kommandierender General in Koblenz und Johann August Sack, der am 1. Juli zum Oberpräsidenten der preußischen Provinzen am Rhein ernannt werden sollte, statt. Die Huldigung wurde nicht von der gesamten Rheinprovinz geleistet, sondern nur von den Herzogtümern Kleve, Berg und Geldern, vom Fürstentum Moers, von den Grafschaften Essen und Werden und im Großherzogtum Niederrhein von dem Teil nordwärts der Mosel sowie von der Stadt Koblenz. EIne Huldigung der restlichen, erheblichen Landesteile hat nicht stattgefunden.

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8.6.1815

Unterzeichnung der Wiener Kongressakte
 
Preußen erhielt unter anderem die spätere Rheinprovinz. An die Stelle des ehemaligen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation trat der Deutsche Bund, gebildet aus 35 souveränen Fürsten und vier freien Städten.

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Juli / August 1815

Rheinreise Johann Wolfgang von Goethes (1749-1832)
 
Goethe unternahm die Rheinreise zusammen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein (1757-1831) auf Veranlassung von Sulpiz Boisserée und seines Kreises. Goethe schlug in dem 1816 gedruckten Reisebericht "Ueber Kunst und Alterthum in den Rhein und Mayngegenden" vor, ein rheinisches Zentralmuseum und eine Universität in Köln zu gründen sowie die Kunstdenkmäler der Rheinlande systematisch zu sammeln und ihre Erhaltung sicherzustellen. Auch sprach er sich für einen Weiterbau des Domes aus - für ihn ein "schmerzvolles Denkmal der Unvollendung".

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10.10.1815

Ein Teil der antiken Marmorsäulen des Aachener Domes kehrt zurück
 
Den schwierigen Rücktransport der 1794 herausgebrochenen und nach Paris verbrachten Säulen übernahm das kurz zuvor von Roetgen nach Aachen verlegte Speditionsgeschäft Friedrich Wilhelm Charlier. Dieses firmierte 1829 als "Charlier, Mathée & Trüpel", seit dem Eintritt von Leopold Scheibler 1837 als "Charlier & Scheibler"; Scheibler führte das Geschäft seit dem Anschluss Aachens an die Eisenbahn zu internationalem Ansehen.

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12.10.1815

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840) besucht Köln
 
Der König ließ sich von Ferdinand Franz Wallraf und Oberbürgermeister Karl Joseph Freiherr von Mylius (1778-1838) durch den Dom führen.

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18.10.1815

Das aus dem Pariser Louvre zurückgeführte Gemälde "Kreuzigung Petri" von Peter Paul Rubens von 1636/1640 wird feierlich in der Kirche Sankt Peter in Köln wiederaufgestellt
 
Das aus Rubens' Taufkirche 1794 in den Louvre verbrachte Kunstwerk war ein Symbol für den Kunstraub der französischen Besatzer. Es war das erste Gemälde, das wieder an seinen Ursprungsort zurückgeführt wurde.

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2.11.1815

 
Die natürliche Mumie, die der Bruder des Kölner Patrioten Eberhard von Groote mit großem Prunk zurückgebracht hatte, gilt seit mehr als 200 Jahren als Kuriosum und Sehenswürdigkeit. Sie fand Erwähnung in zahlreichen Reisebeschreibungen und war 1796 im Zuge des napoleonischen Kunstraubs in das Pariser Musée d'histoire naturelle gekommen.

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20.11. 1815

Zweiter Pariser Friede
 
Preußen erhielt die deutschsprachigen Länder an der Saar mit Saarbrücken und Saarlouis und trat seinerseits, entsprechend der Schlussakte des Wiener Kongresses, 1816 beziehungsweise 1817 das Fürstentum Birkenfeld an Oldenburg, das spätere Fürstentum Lichtenberg an Sachsen-Coburg und das Oberamt Meisenheim an Hessen-Homburg ab. Lichtenberg wurde 1834, Meisenheim 1866 und Birkenfeld im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes 1937 mit der Rheinprovinz vereinigt.

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1815

Der Hamburger Carl Sieveking (1787-1847) erwirbt für Sulpiz Boisserée in Paris die Südhälfte des mittelalterlichen Fassadenplans des Kölner Domes
 
Die Nordhälfte war am 14.9.1814 in Darmstadt entdeckt worden. Der Weiterbau des Kölner Domes schien damit in greifbare Nähe zu rücken.

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Januar 1816

Joseph Görres‘ Zeitung "Rheinischer Merkur" wird wegen der Kritik an Reaktion und Bürokratie verboten

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23.3.1816

Versetzung des Oberpräsidenten Sack nach Pommern
 
Diese erfolgte gegen rheinische Proteste. Die Provinz Jülich-Kleve-Berg ohne den Regierungsbezirk Aachen wurde vom Oberpräsidenten Graf Solms-Laubach (1769-1822) mit Sitz in Köln übernommen. Die Provinz Großherzogtum Niederrhein umfasste damit die Bezirke Aachen, Koblenz und Trier unter Oberpräsident Seit dem 17. Jahrhundert Bezeichnung für den Landesstatthalter einer Provinz in Preußen, seit 1808 beziehungsweise 1815 Amtsbezeichnung für den Leiter der Verwaltung einer preußischen Provinz. Der Oberpräsident der Rheinprovinz hatte seinen Dienstsitz in der Provinzhauptstadt Koblenz. Mit dem Land Preußen wurde auch 1945 (formales Ende 1947) das Amt abgeschafft. Karl Heinrich Ludwig von Ingersleben (1763-1831) mit Sitz in Koblenz.

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22.4.1816

Auflösung der Generalgouvernements
 
Beginn der Tätigkeit in den neueingerichteten sechs Regierungspräsidien Aachen, Köln, Kleve, Düsseldorf, Koblenz und Trier.

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12.6.1816

Das erste Dampfschiff auf dem Rhein
 
Die Fahrt der englischen "Defiance" führte von Rotterdam nach Köln, wo sie am 12.6.1816 erschien.

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22.6.1816

Preußisch-niederländischer Grenzberichtigungsvertrag
 
Die endgültig vereinbarte Grenzziehung längs der Westgrenze des Regierungsbezirks Aachen trat am 25.2.1817 in Kraft.

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1.7.1816

Das Königlich Preußische Generalpostamt in Berlin übernimmt das Postwesen in der Rheinprovinz

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Sommer 1816

Rheinreise Karl Friedrich Schinkels (1781-1841) zur Begutachtung der rheinischen Bau- und Kunstdenkmäler
 
Im August stellte Schinkel bei seinem Besuch im Kölner Dom den schlechten baulichen Zustand des Chores fest.

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9.9.1816

 
Außerdem die Gemeinden Bärenbach, Becherbach, Otzweiler und Hoppstädten. Sie bildeten das Oberamt Meisenheim innerhalb der Hessen-Homburgischen Verwaltung. 1866 erlosch die Hessen-Homburgische Linie, das Oberamt fiel an den Großherzog von Hessen-Darmstadt, der unter anderem Hessen-Homburg und damit das Oberamt Meisenheim am 3.9.1866 an Preußen abtrat. Am 24.12.1866 wurde das Gebiet mit Preußen vereinigt, das Besitzergreifungspatent stammt vom 12.1.1867. Mit Erlass vom 15.9.1869 wurde Meisenheim als Landkreis dem Regierungsbezirk Koblenz eingegliedert. Am 1.10.1932 wurde der Kreis Meisenheim aufgelöst und dem Kreis Kreuznach zugeschlagen.

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18.9.1816

Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz nimmt per Vertrag die in der Eifel gelegenen Kantone Reifferscheid und Schleiden sowie größere Teile des Kantons Kronenburg an
 
In einem weiteren Vertrag vom 21. beziehungsweise 31.5.1819 verzichtete der Großherzog gegen eine Geldentschädigung von einer Million Taler auf das Gebiet, das somit an Preußen fiel.

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September 1816

Der Herzog von Sachsen-Coburg erhält ein aus Teilen der Kantone Ottweiler, Sankt Wendel, Tholey, Kusel, Baumholder und Grumbach gebildetes Landgebiet
 
Am 9.9.1816 entband Preußen die Bewohner von ihrer Untertanenpflicht und am 11.9.1816 nahm der Herzog das Gebiet in Besitz, das am 24.2.1819 den Namen Fürstentum Lichtenberg erhielt. Am 13.10.1819 fand in Sankt Wendel die Huldigung statt. Am 31.5.1834 trat der Herzog das Fürstentum mit allen Rechten gegen eine Entschädigung an den König von Preußen ab. Am 15.8.1834 erfolgte das Königliche Patent zur Besitznahme des Fürstentums, das der Rheinprovinz eingegliedert wurde.

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24.10.1816

Preußen tauscht mit Nassau die Niedergrafschaft Katzenelnbogen gegen den Kreis Siegen, der am 3. 5.1817 an die Provinz Westfalen überwiesen wird

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1817

Der 1816 durch Zusammenlegung der Bürgermeistereien Koblenz und Ehrenbreitstein gebildete Stadtkreis Koblenz wird aufgelöst und in den Kreis Koblenz eingegliedert

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1816

Gründung des Oberbergamtes für die Rheinprovinz in Bonn
 
Nachgeordnet waren die Bergämter Düren, Saarbrücken und Siegen, die 1861 aufgehoben wurden, deren nachgeordnete Bergreviere aber bestehen blieben. Den Steinkohlebergbau im Bereich des ehemaligen Bergamtes Saarbrücken übernahm die 1861 gegründete, dem Oberbergamt unterstellte Bergwerksdirektion Saarbrücken (1919 aufgehoben). 1970 Zusammenschluss der Oberbergämter Bonn und Dortmund zum Landesoberbergamt mit Sitz in Dortmund. 1903 erhielt das Oberbergamt einen Neubau an der Konviktstraße in Bonn. Seit 1970 ist darin das Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn untergebracht.

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1816

Errichtung einer Dampfmaschine nach dem Wattschen System in der Aachener Tuchfabrik Kelleter
 
Diese veränderte die Arbeitsbedingungen von Grund auf.

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1816

Erste Dampfmaschine in Krefeld

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1816

Gründung des (Wuppertal-)Elberfelder Kornvereins zur Verteilung von Brotgetreide an die Armen
 
Gründer war der Elberfelder Kaufmann Johann Jakob Aders (1768-1825), ein Wegbereiter des "Elberfelder Systems" (1853).

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1816

Gründung der Bergschule in Saarbrücken

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1816/1817

Große Hungersnot im Rheinland

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9.2.1817

Die Gemeinde Sonnborn (heute Stadt Wuppertal) kommt vom Kreis Elberfeld an den Kreis Mettmann

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25.2.1817

Nach dem preußisch-niederländischen Grenzberichtigungsvertrag vom 22.6.1816 tritt die endgültig vereinbarte Grenzziehung längs der Westgrenze des Regierungsbezirks Aachen in Kraft
 
Danach kamen die östlich der Wurm gelegenen Teile der Bürgermeistereien Alsdorf, Herzogenrath, Merkstein und Rimburg des Kantons Herzogenrath von den Niederlanden an den Kreis Aachen. Die in einer Exklave an der Bur südlich von Linnich gelegenen Bürgermeistereien Burdorf und Welz des Kantons Herzogenrath kamen von den Niederlanden an den Kreis Jülich. Die östlich der unteren Mur und der Maas gelegene Bürgermeisterei Herkenbusch ging vom Kreis Heinsberg an die Niederlande. Der östliche Teil des Kantons Sittard ("Selfkant") ging von den Niederlanden an den Kreis Heinsberg, während die südlich der Wurm gelegene Bürgermeisterei Übach des Kantons Herzogenrath an den Kreis Geilenkirchen kam.

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9.4.1817

Der Kanton In Frankreich 1800 eingeführte Verwaltungseinheit die in etwa dem Landkreis entsprach. Sie umfasst mehrere Mairien und ist eine Untergliederung der Arrondissements. Birkenfeld und einzelne Gemeinden der Kantone Herrstein, Hermeskeil, Wadern, Sankt Wendel, Baumholder und Rhaunen kommen an den Herzog von Oldenburg
 
Unter dem Namen Fürstentum Birkenfeld nahm der Herzog das Ländchen am 16.4.1817 in Besitz. Ab 1919 hieß es Landesteil Birkenfeld und kam 1937 als Landkreis Birkenfeld im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes an die preußische Rheinprovinz.

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1.6.1817

Der 1816 gebildete Kreis Siegen im Regierungsbezirk Koblenz wird an die Regierung zu Arnsberg und damit an die Provinz Westfalen abgegeben

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11.9.1817

Denkschrift des Kölner Rates an König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840)
 
Darin wurde um Beibehaltung des französischen Rechts- und Verwaltungssystems gebeten.

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15.9.1817

Jakob Anton Mayer (1782-1836) gründet in Aachen eine Buchhandlung und einen Verlag
 
In dem Verlag erschien seit 1822 die Stadt-Aachener Zeitung; diese schied am 30.6.1872 aus dem Verlag aus, Ende September 1888 stellte sie das Erscheinen ein.

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November 1817

Das Dampfschiff "Caledonia"  fährt auf dem Rhein von Köln bis Koblenz
 
Es stand unter dem Kommando James' Watt des Jüngeren und war das erste Dampfschiff, das auf dem Rhein zu bestaunen war.

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31.10.1817

Erster evangelischer Gottesdienst in der Stadt Trier seit dem 16. Jahrhundert

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1817

Die Gemeinde Schwarzerden der Bürgermeisterei Monzingen und die Gemeinden Burschied, Kellenbach, Königsau und Schneppenbach des ehemaligen Kantons Kirn werden mit dem Kreis Simmern vereinigt

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1817

Die Dörfer Keuchingen und Dreisbach der Bürgermeisteri Orscholz gehen vom Landkreis Saarburg an den Landkreis Merzig

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Ende 1817

Das Regierungspräsidium Aachen verfügt die Gründung einer Handwerkerschule in Aachen
 
Diese war eine der frühesten preußischen Gewerbeschulen.

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1817

Verkündigung der evangelischen Kirchenordnung durch König Friedrich Wilhelm III. (Regentschaft 1797-1840)

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1817

Gründung des "Vereins Katholischer Frauen und Jungfrauen" in Koblenz
 
Der älteste von Frauen getragene Hilfsverein in der Stadt Koblenz war zugleich der bedeutendste. Acht Frauen der bürgerlichen Oberschicht  bauten ihn ursprünglich zur Linderung der Not der Hungerjahre 1816/1817 auf. 1819 gründete der Verein eine Freischule für arme Mädchen und entfaltete in der Folgezeit rege Aktivität in der direkten Armen- und Krankenpflege. Er gewann hohe Popularität in der Bevölkerung und erzielte ein großes Spendenaufkommen. 1833 kaufte er das ehemalige Kloster St. Barbara und baute es zum Waisenhaus um. Der Koblenzer Frauenverein scheint beispielhaft auf andere karitative Frauenorganisationen gewirkt zu haben, insbesondere auf die Elisabethvereine.  Der Katholische Frauenverein St. Barbara ging 1954 im Katholischen Deutschen Frauenbund auf.

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1817

Düsseldorf wird die dritte preußische Münzstätte
 
neben Berlin und Breslau. Sie bestand bis 1849.

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1817

Der englische Landschaftsmaler Joseph Mallord William Turner (1775-1851) bereist den Rhein von Köln bis Mainz
 
Turner bereiste die Uferpartien der Rheinstrecke, die seit den 1780er Jahren als besonders pittoresk galt. Sie war von den Engländern entdeckt und berühmt gemacht worden. Turner reiste bis 1844 noch mehrfach an den Rhein.

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1.1.1818

Das Dorf Wintraken der Bürgermeisterei Wehr geht vom Kreis Heinsberg an die Niederlande
 
Gleichzeitig kam der westlich der Wurm gelegene nördliche Teil der Bürgermeisterei Scherpenseel des Kantons Geilenkirchen von den Niederlanden an den Kreis Geilenkirchen.

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4.5.1818

Johann Peter Bachem (1785-1822) gründet in Köln einen Verlag mit Buchhandlung, Bibliothek und Druckerei
 
Bachem hatte bereits 1815 zusammen mit Marcus Theodor DuMont (1784-1831) eine Buchhandlung gegründet und sich 1818 davon getrennt.

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Pfingsten 1818

Erstes niederrheinisches Musikfest in Düsseldorf
 
Außer in Düsseldorf fanden die Musikfeste auch in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) und Aachen statt. Ausgenommen die Jahre 1915-1919 und 1934-1945 fanden die Musikfeste bis 1958 statt.

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15.6.1818

Der Kreis Blankenheim wird mit dem Kreis Gemünd vereinigt

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13.-20.9.1818

 
Der Kongress führte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840), Kaiser Franz I. von Österreich (Regierungszeit 1804-1835), Zar Alexander I. von Russland (Regierungszeit 1801-1825) zusammen. Am 9. Oktober trafen die vier Großmäche ein Abkommen mit Frankreich über die Räumung des besetzten französischen Gebiets bis spätestens 30.11.1818.  Außerdem kam unter Beteiligung der internationalen Bankenwelt eine Herabsetzung der französischen Kriegsentschädigungen zustande. Mit dem Aachener MonarchenkongressDer Kongress von 1818 führte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regierungszeit 1797-1840), Kaiser Franz I. von Österreich (Regierungszeit 1804-1835) und Zar Alexander I. von Russland (Regierungszeit 1801-1825) in Aachen zusammen. Am 9. Oktober trafen die vier Großmäche ein Abkommen mit Frankreich über die Räumung des besetzten französischen Gebiets bis spätestens 30.11.1818.  Außerdem kam unter Beteiligung der internationalen Bankenwelt eine Herabsetzung der französischen Kriegsentschädigungen zustande. Mit dem Aachener Monarchenkongress kehrte Frankreich in den Kreis der das internationale System bestimmenden Großmächte zurück. Damit etablierte sich in der europäischen Politik die Vorherrschaft der fünf Großmächte. kehrte Frankreich in den Kreis der das internationale System bestimmenden Großmächte zurück. Damit etablierte sich in der europäischen Politik die Vorherrschaft der fünf Großmächte.

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18.10.1818

Aufhebung der Universität Duisburg durch königliche Kabinettsordre siehe Kabinettsorder
 
Große Teile der Duisburger Universitätsbibliothek erhielt die gleichzeitig gegründete neue Universität  Bonn. Auch das Duisburger Universitätszepter gelangte nach Bonn, wo es bis heute verblieben ist.

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18.10.1818

Gründung der "Preußischen Rheinischen Universität Bonn", seit 1828 "Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität"
 
Eine der drei preußischen Universitätsgründungen - neben Berlin (1808) und Breslau (1811) -, die den Namen ihres Gründers, König Friedrich Wilhelms III. (Regentschaft 1797-1840), erhielt und als einzige bis heute trägt.

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19.11.1818

Der preußische König bewilligt durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder die "vorläufige Beibehaltung des französischen Rechts" in der Rheinprovinz
 
Ausgenommen waren die ehemals rechtsrheinischen preußischen Ländern und der ostrheinischen Teil des Regierungsbeziks Koblenz. Hier blieb das gemeine Recht, dort das Preußische Allgemeine Landrecht in Kraft. Versuche, das französische Recht zu beseitigen, lösten im Rheinland während des Vormärz heftige Proteste aus. Erst mit Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches 1900 wurde der letzte im Rheinland noch gültige Teil des Code Napoléon siehe Code Civil abgelöst.

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1818

Normalschule des Pfarrers Joseph Dewora (1774-1837) in Trier als erstes preußisches Lehrerseminar anerkannt
 
Bis 1823 wurden weitere Seminare in Neuwied, Siegburg, Brühl und Moers eingerichtet.

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1818

In Köln wird die Rheinschiffahrts-Assekuranz-Gesellschaft gegründet
 
Gründer war Peter Heinrich Merkens, Präsident der Handelskammer.

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1818

Der Kölner Bürgermeister Karl Josef Freiherr von Mylius (1778-1838) erhält als Herr auf Burg Aldenrath die erste Konzession auf Braunkohlengewinnung im linksrheinischen Revier

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1.1.1819

Die Gemeinde Buchholz kommt vom Kreis Erkelenz (Regierungsbezirk Aachen) an den Kreis Grevenbroich

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5.3.1819

Die Bürgermeisterei Neersen (unter Ausschluss der Gemeinde Anrath) kommt vom Kreis Krefeld an den Kreis Gladbach

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9.3.1819

Wiederbegründung der Kunstakademie Düsseldorf
 
Durch Erlass König Friedrich Wilhelms III. (Regentschaft 1797-1840) wurde aus der 1773 gegründeten "Kurfürstlichen Akademie der Schönen Künste zu Düsseldorf" die "Königliche Kunstakademie zu Düsseldorf". Hier formierte sich die "Düsseldorfer Malerschule An der 1819 wieder begründeten Kunstakademie Düsseldorf formierte sich unter ihren Direktoren Peter Cornelius (Amtszeit 1819-1826)  und Wilhelm von Schadow (Amtszeit 1826-1859) die "Düsseldorfer Malerschule", die bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Künstler anzog und in der Monumental-, Historien-, Landschafts- und Genremalerei Werke hervorbrachte, die bis heute wertgeschätzt werden. ", die bis weit in die zweite Jahrhunderthälfte Künstler anzog und mit ihrer Produktion in der Monumental-, Historien-, Landschafts- und Genremalerei Sittenmalerei, Darstellungen des alltäglichen Lebens im Bild; nach Vorstufen in der Spätgotik Blütezeit vom 16.-19. Jahrhundert. Werke hervorbrachte, die bis heute ihre Anziehungskraft nicht verloren haben.

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18.4.1819

Inbetriebnahme der Schiffbrücke bei Koblenz über den Rhein

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1.9.1819

Errichtung des Rheinischen Appellationsgerichtshofes in Köln
 
Die Appellationsgerichtshöfe in Trier, Köln und Düsseldorf waren zum 31.8.1819 aufgelöst worden. Stattdessen wurde in Köln ein einziger Appellationsgerichtshof für die Rheinprovinz errichtet. Der neue Gerichtshof war auch zuständig für die Rechtssachen dritter Instanz aus dem ostrheinischen Teil des Regierungsbezirks Koblenz anstelle des Revisionshofes in Koblenz. Ab 1.10.1879 wurde aus dem Appellationsgerichtshof das Oberlandesgericht, zuständig für die Rheinprovinz zwischen Kleve und Saarbrücken. 1905 Abtrennung des nördlichen Teils zugunsten des neu eingerichteten Oberlandesgerichts Düsseldorf.

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Oktober 1819

Demagogen-Verfolgung
 
Joseph Görres floh nach Straßburg. Ernst Moritz Arndt wurde 1820 von seinem Lehramt an der Bonner Universität suspendiert, das er erst 1840 wieder wahrnehmen konnte.

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30.10.1819

Die Bürgermeisterei Burg kommt vom Kreis Solingen an den Kreis Lennep

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30.10.1819

Die Bürgermeisterei Cronenberg kommt vom Kreis Solingen an den Kreis Elberfeld

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30.10.1819

Der Kreis Opladen wird in den Kreis Solingen eingegliedert

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1819

Das 2. Niederrheinische Musikfest findet in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) statt
 
Es stand unter der Leitung von Johann Schornstein.

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1819

Errichtung des Rheinischen Revisions- und Kassationshofs zu Berlin

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1819

Errichtung der ersten Zinkhütte im Rheinland in Stolberg
 
Gründer war der Messingfabrikant Mathias L. Schleicher.

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1819

Gründung des Akademischen Kunstmuseums Bonn
 
Die bis heute bestehende Antikensammlung der Universität Bonn umfasst Originale und Abgüsse aus 3.000 Jahren. Die Abgusssammlung ist die älteste ihrer Art in Deutschland. Seit 1884 ist das Museum in der ehemaligen Anatomie von 1824 im Bonner Hofgarten untergebracht.

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4.1.1820

Gründung des "Museums vaterländischer Altertümer" in Bonn, des späteren Provinzialmuseums und heutigen LVR-LandesMuseums Bonn

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1.2.1820

Der Kreis St. Vith wird mit dem Kreis Malmedy vereinigt

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15.5.1820

Gründung des "Corps Französisch, gebräuliche Bezeichnung für besonders alte Studentenverbindungen. Rhenania"  an der 1818 errichteten Universität Bonn
 
Erste Studentenverbindung, die sich an der neuen Universität bildete; drei Tage nach dem Zusammenschluss der Rheinländer schlossen sich die Westfalen zum "Corps Französisch, gebräuliche Bezeichnung für besonders alte Studentenverbindungen. Guestphalia" zusammen.

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1818

Das 1. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Friedrich August Burgmüller (1766-1824).

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1818

Gründung des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf e.V.

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1818

Der Kreis Adenau tritt die Großgemeinde Berg an den Kreis Ahrweiler ab

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1818

Der Kreis Neuwied tritt die um das Dorf Brohl erweiterte Bürgermeisterei Niederbreisig an den Kreis Ahrweiler ab

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16.8.1820

Die kreisfreie Stadt Düsseldorf wird in den Kreis Düsseldorf-Land eingegliedert
 
1872 Ausgliederung der Stadt Düsseldorf und Bildung des Stadtkreises Düsseldorf.

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1.10.1820

Wiedereröffnung der Kölner Börse

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1.10.1820

Der Kreis Uckerath wird in den Kreis Siegburg eingegliedert
 
Der neue Kreis hieß ab 1825 Siegkreis mit Sitz in Siegburg.

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1.11.1820

Eingliederung des Kreises Mettmann in den Kreis Elberfeld

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1820

Das 3. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Friedrich August Burgmüller (1766-1824).

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1820

Gründung der Firma Felten & Guilleaume in Köln
 
Die ursprüngliche Hanfseilerei produzierte ab 1835 als erstes Privatunternehmen auf dem europäischen Festland Drahtseile für den Bergbau.

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1820

Gründung der "Rheinisch-Westfälischen Kompagnie"
 
Gründer waren etwa 50 Kaufleute und Industrielle des Wuppertals unter Führung von Johann Jakob Aders (1768-1825). Die Kompagnie verkaufte deutsche Waren nach Amerika, inbesondere nach Mexiko, musste aber schon 1832 liquidiert werden.

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1820-1828

Ausbau des Alten Hafens in Ruhrort (heute Stadt Duisburg)

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ab 1821

Gründung von Louisendorf (heute Gemeinde Bedburg-Hau)
 
Das für Siedler aus der Pfalz nach Plänen des preußischen Regierungsrats Zimmermann angelegte Dorf - eine Tochtersiedlung des 1741 gegründeten Pfalzdorf (heute Stadt Goch) - wurde benannt nach Königin Luise von Preußen (1776-1810).

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April 1821

Unruhen in Eupen
 
Nach der Einführung moderner Schermaschinen kam es in der Eupener Textilindustrie, in der rund zwei Drittel der Eupener Einwohner beschäftigt waren, zu Aufständen der Textilarbeiter. Zu ähnlichen Unruhen kam es auch in den Textilindustrien von Aachen und Krefeld.

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10.6.1821

Das 4. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Friedrich August Burgmüller (1766-1824).

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16.7.1821

Päpstliche Bulle "De salute animarum"
 
Dadurch wurden das napoleonische Bistum Aachen aufgelöst, das Erzbistum Köln mit neuer Grenzumschreibung wiedererrichtet. Ihm wurden die Suffragane Trier, Münster und Paderborn unterstellt. Das neue Bistum Trier umfasste die Regierungsbezirke Koblenz und Trier sowie einige südlich anschließenden Teilterritorien. Die Bulle wurde durch preußische Kabinettsordre siehe Kabinettsorder vom 23.8.1821 bestätigt.

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23.8.1821

Durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder bestätigt der preußische König die päpstliche Bulle "De salute animarum" als bindendes Statut der katholischen Kirche

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1821-1823

Reorganisation der Friedensgerichte in der Rheinprovinz

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1.1.1822

Zusammenlegung des Regierungsbezirks Kleve mit dem Regierungsbezirk Düsseldorf

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1.1.1822

Eröffnung der kommunalen Sparkasse Koblenz
 
Die Anfänge bildete ein 1804 gegründetes Pfand- und Leihhaus; um dessen Zahlungsfähigkeit zu erhalten, wurde die Sparkasse eingerichet.

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2.1.1822

"Stadt Aachener Zeitung erscheint
 
Sie stand unter der Verantwortung der Verleger J. J. Beaufort und Jak. Ant. Mayer."

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1.5.1822

Der Kreis Braunsfels wird aufgelöst und mit dem Kreis Wetzlar vereinigt

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1.5.1822

Der Kreis Linz wird aufgelöst und mit dem Kreis Neuwied vereinigt

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1.5.1822

Der Kreis Koblenz tritt die Bürgermeisterei Engers und die Gemeinde Irlich an den Kreis Neuwied ab

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27.6.1822

Die Oberpräsidialbezirke Jülich-Kleve-Berg und Großherzogtum Niederrhein werden zum Rheinischen Oberpräsidium vereinigt
 
Erster Oberpräsident Seit dem 17. Jahrhundert Bezeichnung für den Landesstatthalter einer Provinz in Preußen, seit 1808 beziehungsweise 1815 Amtsbezeichnung für den Leiter der Verwaltung einer preußischen Provinz. Der Oberpräsident der Rheinprovinz hatte seinen Dienstsitz in der Provinzhauptstadt Koblenz. Mit dem Land Preußen wurde auch 1945 (formales Ende 1947) das Amt abgeschafft. wurde Karl Freiherr von Ingersleben, Koblenz Amtssitz des Oberpräsidiums, für das sich ab 1830 die Bezeichnung Rheinprovinz durchsetzte. Erstmalig wurde die Bezeichnung 1831 in das Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat übernommen.

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August 1822

Eröffnung der Sparkasse in Verbindung mit einem Leihhaus in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)

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November 1822

Eröffnung der Kölner Schiffbrücke
 
Auf einer Länge von 400 Metern verbanden 40 Nachen mit darüberliegenden Holzbohlen als erste Verbindung seit der Römerzeit in Köln das linke mit dem rechten Rheinufer. Wegen des Schiffsverkehrs musste die Brücke mehrmals täglich geöffnet, bei  Hochwasser oder Eisgang sogar oft monatelang entfernt werden. Bis dahin hatte eine fliegende Brücke die Verbindung zum rechtsrheinischen Ufer hergestellt.

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Dezember 1822

"Beginn von systematischen Reparaturarbeiten am Kölner Dom
 
Am 30.12.1823 befürwortete das Preußische Staatsministerium beim König die Bereitstellung von 104.000 Talern für den Dombau."

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1822

Die Stadt Köln ist mit 56.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt der neu gebildeten Rheinprovinz

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1822

"Das 5. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Friedrich August Burgmüller (1766-1824)."

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1822

Eröffnung einer Dampfschifffahrtslinie Köln-Rotterdam

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1822

Königliche Konzession für die "Rheinschiffahrts-Assecuranz-Gesellschaft"
 
Die Errichtung einer Transportversicherung für die gesamte Rheinschifffahrt war bereits 1817 von Peter Heinrich Merkens eingeleitet worden. Unstimmigkeiten mit Mainzer Aktionären führten 1845 in Köln zur Trennung und Bildung der "Agrippina Fluß- und Landtransport-Versicherungs-Gesellschaft".

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1822

Graf Adelbert von der Recke-Volmerstein gründet im ehemaligen Kloster Düsselthal (Stadt Düsseldorf) eine Waisenanstalt

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1822/1823

Gründung der Feuerversicherungsgesellschaft zu Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)

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10.2.1823

Wiederbelebung des Kölner Karnevals
 
Erstmalig zog wieder ein Rosenmontagszug durch die Straßen der Stadt.

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5.6.1823

Gesetz über die Anordnung von Provinzialständen in Preußen
 
Das Gesetz stellte die Errichtung neuer "Stände", die sich nicht mehr mit dem Ständebegriff des Allgemeinen Landrechts für die Preußischen Staaten von 1794 deckten, in Aussicht. Diese neuen Stände qualifizierten sich durch Grundbesitz und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklasse. Jeder "Stand" hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip blieb eingehalten, die Souveränität des Monarchen unangetastet und damit die überragende Bedeutung der Bürokratie, deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Beamtenschaft blieb der einzige überregionale "Staatsstand". Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben (Beteiligung an der Verwaltung der Landes-Irren-, Heil- und Pflegeanstalten). Acht Gesetze für die einzelnen Provinzen folgten, das für den Rheinischen Provinziallandtags erschien am 27.3.1824 (Rüdiger Schütz, 1979).

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26.9.1823

Der Kreis Rheinberg wird aufgelöst und mit dem Kreis Geldern vereinigt

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27.9.1823

Neubildung des Kreises Duisburg durch Vereinigung der Kreise Dinslaken und Essen  und Bestimmung der Stadt Duisburg zum Kreisort
 
Die bisher zum Kreis Dinslaken gehörende Bürgermeisterei Schermbeck wurde dabei dem Kreis Rees zugeschlagen.

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15.10.1823

Die Stadt Koblenz schenkt Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen, dem späteren  Friedrich Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858), die Ruine der Burg Stolzenfels
 
1836-1842 ließ Friedrich Wilhelm die Ruine nach Plänen der Baumeister Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) und Johann Claudius von Lassaulx wiederaufbauen.

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1823

Prinz Friedrich Ludwig von Preußen (1794-1863) erwirbt die oberhalb von Trechtingshausen gelegene Ruine der Burg Fatzberg und benennt sie in Rheinstein um
 
Die ursprünglich nach dem heiligen Bonifatius benannte Burg der Erzbischöfe von Mainz wurde der erste Burgenneubau der Rheinromantik. Der Wiederaufbau unter Einbeziehung der mittelalterlichen Reste erfolgte 1825-1829 nach Plänen des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) durch die Koblenzer Baumeister Johann Claudius von Lassaulx und Wilhelm Kuhn.

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1823/1824

Niederländer gründen die erste Dampfschifffahrtsgesellschaft auf dem Rhein
 
Das in Rotterdam gebaute Schiff (1) Wasserfahrzeug, (2) in der Baukunst Laienhaus in der christlichen Kirche, in der Basilika und der Hallenkirche eingeteilt in Mittel- und Seitenschiffe, die Saalkirche ist einschiffig. "De Zeeuw"  war das erste für den Rhein erbaute Dampfschiff. Am 29.10.1824 traf es in Köln ein und fuhr anschließend bis Sankt Goar. Die Gesellschaft, die später "Nederlandsche Stoomboot Maatschappij" hieß, erhielt die erste Konzession des Staates Preußen für den Personen- und Güterverkehr auf dem Niederrhein bis Köln. An der Gesellschaft beteiligten sich ab 1823 auch Kölner Kaufleute.

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1823-1825

Errichtung des Stadttheaters in Aachen
 
Der Bau erfolgte nach Plänen des preußischen Architekten und Baumeisters Karl Friedrich Schinkel (1781-1841).

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1823

Das 6. Niederrheinische Musikfest findet in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) statt
 
Es stand unter der Leitung von Johann Schornstein.

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Mai 1824

Eröffnung einer kommunalen Sparkasse in Verbindung mit einem Leihhaus in Köln

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1824

Das 7. Niederrheinische Musikfest findet in Köln
 
Es stand unter der Leitung von Friedrich Schneider (1786-1853).

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1824

In der Rasselsteiner Hütte der Familie Remy bei Neuwied wird erstmalig das Puddelverfahren in der Stahlerzeugung angewandt
 
Ab 1840 wurde in der Stahlerzeugung allgemein mit Steinkohle gepuddelt.

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1824

Der Dürener Pionier-Unternehmer Eberhard Hoesch führt auf der Lendersdorfer Hütte das Puddelverfahren ein
 
Die Einführung erfolgte wenige Monate nach dem erstmaligen Einsatz des Verfahrens auf der Rasselsteiner Hütte (bei Neuwied). Die Lendersdorfer Hütte stellte die ersten Eisenbahnschienen des Kontinents her.

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1824

Errichtung der ersten deutschen Vitriol-(Schwefelsäure)fabrik im Kaßlerfeld bei Duisburg durch Friedrich Wilhelm Curtius (1782-1862)

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1824

Köln wird Sitz der Provinzialsteuerdirektion

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1824

Beueler Wäscherinnen vereinigen sich erstmals zur Feier der Weiberfastnacht
 
Der Brauch spielt heute nicht nur in dem seit 1969 zu Bonn gehörenden Beuel eine Rolle, sondern markiert im Rheinland den Beginn des Straßenkarnevals.

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1824-1835

Ferdinand August von Spiegel Erzbischof von Köln

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1824-1836

Josef von Hommer Bischof von Trier

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17.2.1825

Durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder werden die Kreise Gimborn und Homburg zum Kreis Gummersbach vereinigt
 
Kreissitz des Kreises Gimborn unter Mitverwaltung des Kreises Homburg war bereits seit Februar 1819 Gummersbach.

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14.2.1825

Erster Rosenmontagszug in der Stadt Düsseldorf

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1.4.1825

Bernhard Kühlen (1805-1879)  gründet in Mönchengladbach eine der ersten lithographischen Kunstanstalten am Niederrhein
 
Das Unternehmen des Schülers von Peter von Cornelius an der Düsseldorfer Kunstakademie wurde führend in der Herstellung religiöser Farbdrucke. Das Druck- und Verlagshaus B. Kühlen besteht bis heute in Mönchengladbach.

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14.5.1825

Kabinettsordre siehe Kabinettsorder zur Einführung der allgemeinen Schulpflicht in der Rheinprovinz

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24.6.1825

Gründung der Aachener Feuerversicherungsgesellschaft, der späteren "Aachener und Münchener" durch David Hansemann
 
1834 auch auf andere Länder ausgedehnt, wurde sie eines der größten deutschen Versicherungsunternehmen.

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1.7.1825

Eröffnung einer kommunalen Sparkasse in Kleve

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1.8.1825

Eröffnung einer kommunalen Sparkasse in Verbindung mit einem Leihhaus in Düsseldorf

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17.8.1825

Die seit 1803 für Preußen geltende Bestimmung, dass Kinder aus konfessionsverschiedenen Ehen (Mischehen) grundsätzlich der Konfession des Vaters folgen sollen, werden durch königliche Kabinettsordre siehe Kabinettsorder auf die westlichen Provinzen übertragen
 
Die Kabinettsordre siehe Kabinettsorder erregte im Rheinland Anstoß, einmal weil sie wegen der vielen hierher und nach Westfalen versetzten Beamten und Offiziere vor allem die Protestanten bevorzugte, zum andern, weil sich die katholische Kirche nach einer Zeit einer eher lockeren Handhabung der Mischehenpraxis wieder stärker an den Bestimmungen des kanonischen Rechts orientierte. Diese waren erst recht nach dem päpstlichen Mischenehenbreve von 1830 nicht mit der Kabinettsorde von 1825 in EInklang zu bringen. Die so genannte "Berliner Konvention" von 1834 zwischen dem Kölner Erzbischof Graf Spiegel und dem preußischen Vertreter beim Heiligen Stuhl, die in der Mischehenproblematik einen Ausgleich zwischen Kabinettsordre siehe Kabinettsorder und Papstbreve herstellen sollte, sorgte für neuen Konfliktstoff.

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9.9.1825

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840) übergibt sechs der geplanten elf Forts der Kölner Festungsbauten ihrer Bestimmung
 
Rheinschanze, Großfürst Nikolaus, Erbgroßherzog Paul von Mecklenburg, Frinz Friedrich der Niederlande, Prinz Heinrich von Preußen und Prinz Wilhelm von Preußen wurden die Forts getauft, die ab 1817 gebaut worden waren, nachdem Köln 1815 preußische Festungsstadt geworden war.

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14.11.1825

Durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder wird die Einberufung des Rheinischen Provinziallandtags angeordnet
 
Er trat am 29.10.1826 in Düsseldorf erstmals zusammen.

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22.-23.5.1825

Das 8. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Ries (1784-1838).

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1825

Die Ordensfrau Maria Clementine Martin gründet in Köln ihre "Melissengeist"- und Kölnisch Wasser-Produktion

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1825

Einführung der allgemeinen Schulpflicht in der Rheinprovinz

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1825

Georg Simon Ohm, Physiklehrer des Marzellen-Gymnasiums in Köln, entdeckt die Messbarkeit des elektrischen Stroms

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1825

In Rindern (heute Stadt Kleve) wird erstmals am Niederrhein die Produktion von holländischem Käse eingeführt
 
Die Bauerntochter Maria Reymer (1803-1852) hatte das Patent zur Herstellung von Goudakäse aus ihrem Praktikantenjahr in Holland mitgebracht. Fortan konnte man Milch in Form von Käse auch vorrätig halten, woraufhin die Micherzeugung und Milchverwertung am Niederrhein rasch anstieg.

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1825

Gründung des Marks-Haindorf'schen "Vereins für Westfalen und Rheinprovinz zur Bildung von Elementarlehrern und zur Förderung von Handwerken und Künsten unter den Juden"
 
Der Verein wurde in der Rheinprovinz intensiv von den Behörden unterstützt, so dass an einigen Orten Bürgermeister die Kosten für jüdische Lehrlingsplätze übernahmen. Diese Bestrebungen scheiterten jedoch während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast völlig. Das lag unter anderem daran, dass das Handwerk stark überbesetzt war und kaum Zukunftschancen bot. Außerdem machte die Einhaltung der Sabbat Hebräisch,  Ruhetag zur Erinnerung an das Ruhen Gottes nach der Erschaffung der Welt am siebten Tag und an den Auszug aus Ägypten. Festlicher Höhepunkt der jüdischen Woche, der am Freitagabend beginnt und am Samstagabend nach Eintritt der Dunkelheit endet. - und Speisengebote es jüdischen Lehrlingen fast unmöglich, bei einem christlichen Meister zu leben.

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1825

James Cockerill (1787-1837) lässt sich in Aachen nieder
 
Der Pionierunternehmer hatte 1807 mit seinem Bruder in Lüttich eine Maschinenfabrik errichtet und dieser die neu gegründete Fabrik von Seraing angegliedert; die Anteile an der Maschinenfabrik verkaufte er und siedelte nach Aachen über. Die Seraingwerke bauten die ersten kontinentalen Dampfmaschinen. 1825 erwarb Cockerill ein Steinkohlenkonzession bei Stolberg.

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1825

Eröffnung der Gewerbeschule in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)

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1825

Gründung des Bankhauses Salomon Philip in (Duisburg-)Ruhrort
 
Die Bank wurde 1874 Filiale der Duisburg-Ruhrorter Bank.

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16.2.1826

Vereinigung der evangelischen Konsistorien von Köln und Koblenz zu einem Konsistorium mit Sitz in Koblenz

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11.6.1826

Konzession für die Preußisch-Rheinische Dampfschiffahrts-Gesellschaft
 
Die 1825 in Köln gegründete Gesellschaft nahm am 1.5.1827 den regelmäßigen Betrieb von Köln bis Mainz mit zwei in England gebauten hölzernen Schiffen auf. 1830 lieferte die Ruhrorter Werft der Gutehoffnungshütte das erste komplette deutsche Dampfschiff. Mit Vertrag vom 20.1.1832 fusionierte die Preußisch- Rheinische mit der parallel in Mainz gegründeten Rhein-Main-Dampfschiffahrtsgesellschaft zur "Rheinischen Dampfschiffahrtsgesellschaft". Diese befuhr fortan den Rhein bis Straßburg, wo Anschluss an eine französische Dampfschifffahrtslinie bestand. Vor allem die Rheinromantik sorgte für eine schnelle Entwicklung des Personenverkehrs.

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28.6.1826

Gründung der Rheinisch-Westfälischen Gefängnisgesellschaft in Düsseldorf

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29.10.1826

Der Rheinische ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. tritt in Düsseldorf erstmals zusammen
 
Der Rheinische ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. setzte sich aus vier Ständen  - Fürsten, Ritter, Städte, Landgemeinden -  zusammen. Er hatte 80 Mitglieder; auf den ersten Stand entfielen fünf Abgeordnete, auf die anderen drei Stände jeweils 25. Die Wählbarkeit war an Grundeigentum gebunden, das nach der Höhe der Grundsteuer bemessen wurde. Der ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. tagte alle zwei bis drei Jahre, seit 1841 alle zwei Jahre, jeweils etwa zwei Monate lang. Seit 1842 blieb nach Beendigung der Sitzungsperidode des Landtags ein "Ständischer Ausschuß" zur Erledigung der laufenden Geschäfte zurück. Diese erwuchsen vor allem aus der Teilnahme an der Verwaltung der Provinzialinstitute. Damit begann der Aufbau der späteren selbständigen Verwaltung der ständischen Anstalten und einer provinzialen Kommunalverwaltung; die tatsächliche Selbstverwaltung aufgrund des Rechts, Umlagen zu erheben, begann 1869/1870. An der Spitze des Verwaltungsapparats stand der ProvinzialverwaltungsratErrichtet 1871 für die Zwecke der Verwaltung des provinzialständischen Vermögens und der provinzialständischen Anstalten; an die Spitze trat 1875 ein besoldeter Beamter, der Landesdirektor (ab 1897 unter der Bezeichnung Landeshauptmann). Mit Einführung der Kreisordnung von 1875 in der Rheinprovinz im Jahre 1887 Umwandlung zum Provinzialverband, der kein ständisches Gremium mehr war, sondern eine Spitzenkörperschaft der kommunalen Selbstverwaltung neben der staatlichen Verwaltung. Vorläufereinrichtung des 1953 gegründeten Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) mit Begrenzung auf den Landesteil Nordrhein von NRW., 1875 Schaffung der Provinzialverwaltung Als Teil der staatlichen Verwaltung für einen bestimmten Provinzbezirk zuständig. Die Provinzialverwaltung der preußischen Rheinprovinz unter der Leitung des Oberpräsidenten hatte von 1822 bis 1945 ihren Sitz in Koblenz. mit einem"Landesdirektor" an der Spitze (ab 1897 "Landeshauptmann").

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1826

Das 9. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Ries (1784-1838) und Louis Spohr (1784-1859).

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1826

Gründung der Sparkasse Trier

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1826

Gründung der Departemental-Irrenanstalt in Düsseldorf

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1826

Bildung des Provinzialschulkollegiums beim Oberpräsidenten der Rheinprovinz in Koblenz
 
Dieses übte die Schulaufsicht über die höheren Schulen aus und ersetzte die Konsistorien in Köln und Koblenz sowie die Verwaltung des Aachener Gymnasiums durch den Regierungsbezirk.

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1826

Eröffnung des Theaters der Stadt Bonn
 
Der unzulägliche Bau am Vierecksplatz (heute Berliner Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. ) musste 1844 geschlossen und abgebrochen werden. 1849 wurde ein Neubau eröffnet, der bis zum Bombenangriff vom 18.10.1944 bestand.

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17.2.1827

Durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder wird der Kreis Lechenich in Kreis Euskirchen umbenannt
 
Die Stadt Euskirchen wurde zum Kreissitz bestimmt.

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1827

Das 10. Niederrheinische Musikfest findet in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) statt
 
Es stand unter der Leitung von Johann Schornstein und Erich Verkenius (1776-1841).

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1827

Das Priesterseminar des Erzbistums Köln wird in das ehemalige Jesuitenkolleg an der Marzellenstraße in Köln verlegt

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1827

Die Dörfer Merten und Biblingen gehen vom Landkreis Saarlouis an Frankreich

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1827

Eröffnung der Sparkasse Wesel

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1827

Einteilung des Erzbistums Köln in 44 und des Bistums Trier in 26 Dekanate

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1827

Konzertgesellschaft in Köln gegründet
 
Daraus ging das ab 1888 städtische Gürzenichorchester hervor.

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1827

Die Irrenheilanstalt Siegburg wird als Provinzialanstalt eingerichtet
 

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22.9.1828

Eröffnung der Sparkasse Neuss

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23.9.1828

Gründung der Rheinischen Missionsgesellschaft, heute Vereinte Evangelische Mission (VEM)
 
Die Vereinigung der Missionsgesellschaften von Barmen (gegründet 1818), Elberfeld (1799) und Köln (1822) fand in Mettmann statt.

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1829

Textilarbeiteraufstand in Krefeld

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1828

Das 11. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Bernhard Klein (1793-1832), Ferdinand Ries (1784-1838) und Carl Leibl (1784-1870).

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1828

Erster Rosenmontagszug in Bonn
 
Der preußische König verbot anschließend den "Maskenzug" in der Universitätsstadt; erst 15 Jahre später konnte der nächste Rosenmontagszug in Bonn stattfinden.

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1828

Der preußische König bestimmt, dass Karneval nur in den größeren Städten, in denen das von alters her üblich ist, gefeiert werden darf, weder auf dem Lande noch in den kleineren Städten.

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1828

In Koblenz erscheint Johann August Kleins "Rheinreise von Mainz bis Köln"
 
Klein (geboren 1778) war Gymnasialprofessor für Geschichte in Koblenz; seine Rheinreise, die bereits 1829 in französischer Übersetzung  erschien, war der eigentliche Vorläufer der Baedekerschen Reiseführer. 1831 veröffentlichte Klein noch einen Band " Das Moselthal zwischen Coblenz und Konz"; sein Tod am 15.4.1831 verhinderte, dass der zweite Teil, der die Strecke bis Zell beschreiben sollte, erscheinen konnte.1837 wurde die Veröffentlichung von Christian von Stramberg nachgeholt.

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1.1.1829

Gründung des "Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen"
 
Gründer waren Wilhelm Schadow, Ignaz Mosler, Karl Immermann und Hermann Kortüm.

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15.2.1829

Gründung der Karnevalsgesellschaft "Florresei" in Aachen

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7.-8.6.1829

Das 12. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Ries (1784-1838).

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24.12.1829

Der Sitz des Kreises Gemünd wird nach Schleiden verlegt und der Kreis in Kreis Schleiden umbenannt

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1829

Gründung des Polytechnischen Vereins in Köln

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1829

Eröffnung der Sparkasse Aachen

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1829-1831

Bau des Rathauses der Stadt Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)
 
In zwei Bauabschnitten - der zweite erfolgte 1839-1843 - wurde das Rathaus der aufstrebenden Industriestadt errichtet; heute ist darin das Von der Heydt-Museum untergebracht. 1895-1900 Rathausneubau auf dem Neumarkt.

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22.6.1830

Gründung der Handelskammer Elberfeld für Elberfeld und Barmen (heute Stadt Wuppertal)

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5.7.1830

Koblenz erhält das Recht eines Freihafens

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30.8.1830

Unruhen und Ausschreitungen in Aachen, Eupen und Malmedy im Zusammenhang mit der Juli-Revolution in Paris und den Aufständen in Belgien
 
Die Unruhen erfassten in den folgenden Tagen auch (Wuppertal-)Elberfeld und Köln (31.8.) sowie Düsseldorf und Wetzlar (2./3.9.).

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31.12.1830

David Hansemann übersendet König Friedrich Wilhelm III. (Regentschaft 1797-1840) seine Denkschrift  über "Preußens Lage und Politik am Ende des Jahres 1830"
 
Die Denkschrift wurde erst 1845 in einer Ausgabe für die Rheinischen Provinzialstände gedruckt.

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1830

In Ruhrort (heute Stadt Duisburg) läuft das erste in Deutschland gebaute Dampfschiff, die "Stadt Mainz" vom Stapel
 

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1830

Dampfmaschinen arbeiten in allen Kohlegruben des Indereviers
 
Sie waren zu diesem Zeitpunkt auch im Wurmrevier allgemein eingeführt.

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1830

Die "Aachener Zeitung" erscheint
 
Sprachrohr der Liberalen; Ende September 1889 stellte die Zeitung das Erscheinen ein.

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1830

Das 13. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Ries (1784-1838).

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17.3.1831

Revidierte preußische Städteordnung
 
Sie war eine Revision der Steinschen Städteordnung von 1808. Die Rheinische Gemeindeordnung von 1845 stellte es den Städten frei, diese oder die revidierte preußische Städteordnung von 1831 anzunehmen. Letztere nahmen in der Rheinprovinz nur Wetzlar (22.7.1839), Essen (28.8.1846) und Mülheim an der Ruhr (14.9.1846) an. 1856 wurde sie durch die Städteordnung für die Rheinprovinz ersetzt.

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31.3.1831

Die Mainzer Rheinschifffahrtsakte beseitigt Stapelrechte und Umschlagszwang
 
Damit verbunden war die Aufhebung der Rheinzölle. Am 1.7.1869 wurde die Rheinschifffahrtsakte revidiert.

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18.9.1831

Gründung der Handelskammer Duisburg

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1831

Die Bezeichnung Rheinprovinz wird erstmalig in das "Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat" übernommen

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1831

Rheinische Dampfschiffahrtsgesellschaft (Köln-Düsseldorfer Rhein- Dampfschiffahrt) gegründet

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1831

In Sterkrade (heute Stadt Oberhausen) läuft das Dampfschiff "Stadt Coblenz" vom Stapel

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1831

Gründung der Handelskammer Düsseldorf
 
Das Statut der Düsseldorfer Kammer hatte Vorbildcharakter für alle weiteren Kammergründungen in Preußen bis zum Erlass der Handelskammer-Verordnung vom 11.2.1848.

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1831

Eröffnung der "Deilbachtalbahn" durch Prinz Wilhelm von Preußen (1783-1851), daher auch "Prinz-Wilhelm-Bahn" genannt
 
Die von Friedrich Harkort (1793-1880) und Johann Heinrich Heinztmann (1778-1858) gebaute und durch eine Aktiengesellschaft finanzierte Strecke ging von den Zechen an der Ruhr (Essen-Kupferdreh) nach Nierenhof (Velbert-Langenberg). Von dort ging der Transport mit Karren oder Saumpferden weiter ins Wuppertal. 1844/1847 erhielt die Bahn eine Normalspur. 1853/1854 kam die Linie unter staatliche Aufsicht und wurde 1862 von der Bergisch-Märkischen Bahn aufgekauft. Die Trasse besteht noch als Teilstück der Bahnstrecke Essen-Wuppertal-Vohwinkel.

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29.2.1832

Errichtung der Provinzialarchive in Koblenz und Düsseldorf
 
Sie bestehen bis heute als Landesarchiv in Koblenz und Abteilung Rheinland des Landesarchivs NRW in Düsseldorf fort. Erster Archivdirektor wurde in Koblenz  Karl August Graf von Reisach (1774-1846), in Düsseldorf Theodor Joseph Lacomblet.

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17.4.1832

Eröffnung der Sparkasse in Verbindung mit einem Leihhaus in Düren

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1832

Gründung des "Vereins für gemeinnützige Bemühungen zur Förderung der Landwirtschaft, des Gewerbefleißes, der Intelligenz und Sittlichkeit in den Eifelgegenden"

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1832

Einrichtung des ersten optischen Telegraphen in einer Linie von Berlin bis Koblenz
 
Insgesamt hatte die Linie 61 Stationen über Magdeburg, Paderborn, Lennep (heute Stadt Remscheid), Wermelskirchen und Köln. 1849 folgte eine "elektrische Telegraphenlinie" von Berlin nach Köln und Aachen.

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1832

Gründung der Friedrich Wilhelms-Hütte in Mülheim an der Ruhr
 
Gründer waren Franz Dinnendahl und der (Duisburg-) Ruhrorter Kaufmann Friedrich Wilhelm Liebrecht (1774-1858).

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1832

Das 14. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Ries (1784-1838).

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14.7.1833

Gründung der Handelskammer Koblenz

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1833

Das 15. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847).

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1833

Kölner Eisenbahnkomitee, die spätere "Rheinische Eisenbahngesellschaft", erhält eine vorläufige Konzession für die Weiterführung der belgischen Eisenbahn von der Grenze bis Köln
 
Aus Kostengründen entschied sich das Komitee, die Linie auf ebenem Gelände über Eschweiler und Kornelimünster zu führen, ohne Aachen und Düren zu berühren. Beginn des Eisenbahnstreits zwischen Köln und Aachen.

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1834

Das Dorf Mandern geht vom Landkreis Saarburg an Frankreich

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1834-1862

Dr. Carl Leverkus, der Erfinder des synthetischen Ultramarin, betreibt in Wermelskirchen eine Farbenfabrik
 
Diese belieferte die Textilindustrie; 1862 Verlegung nach Wiesdorf (heute Stadt Leverkusen).

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1834

Gründung des "Botanischen Vereins am Mittel- und Niederrheine", seit 1847 "Naturhistorischen Verein der preußischen Rheinlande und Westfalens"

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1834

Das bis dahin zu Sachsen-Coburg gehörende Fürstentum Lichtenberg mit den Kreisen St. Wendel und Baumholder kommt zur Rheinprovinz

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1834

General Franz Wilhelm von Barfuß (1788-1863) erwirbt die Burg Reichenstein
 
Er machte sie teilweise wieder bewohnbar. 1899-1902 ließ Baron Nikolaus von Kirsch-Puricelli (1866-1936), Direktor der Rheinböllener Eisenhütte, sie ausbauen. Der Regensburger Architekt Strebel errichtete eine neugotische Wohnburg mit zinnenbewehrten Mauern und flachen Dächern im englischen Tudor-Stil.

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1834

Kronzprinz Friedrich Wilhelm von Preußen (Regentschaft als Friedrich Wilhelm IV. 1840-1858) und seine Brüder Wilhelm (1797-1888, der spätere Wilhelm I., Regentschaft 1658-1888), Karl (1801-1883) und Albrecht (1809-1872) erwerben die Burgruine Sooneck oberhalb von Niederheimbach
 
1842 schlossen die vier Brüder einen Vertrag, der die Erhaltung und teilweise Wiederherstellung vorsah. Beauftragt wurde damit der Baumeister Karl Schnitzler (1789-1864), der behutsam alle vorhandenen mittelalterlichen Teile erhielt und zurückhaltend mit Zufügungen umging. Bis 1861 erfolgte der Ausbau zum Jagdschloss. Seit 1918 ist die Burg in Staatsbesitz (heute Land Rheinland-Pfalz). Das Mobiliar im Stil der Neugotik Richtung der neueren Baukunst, die den gotischen Stil erneut voll zur Geltung brachte. Sie steht im Zusammenhang mit dem Aufkommen der Romantik und ist wie diese von England ausgegangen, wo um 1750 die ersten neugotischen Bauten entstanden. und des Biedermeier Bezeichnung für die nachklassizistische Epoche 1815-1848. Der Name entstammt einer Satirensammlung von 1855. stammt aus den ehemals preußischen Schlössern Koblenz und Stolzenfels.

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1835-1845

Clemens August II. Droste zu Vischering Erzbischof von Köln

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1.1.1835

Eröffnung der Irrenbewahranstalt St. Thomas bei Andernach
 
Die in der ehemaligen Abtei St. Thomas eingerichtete Anstalt war eine kommunalständische Einrichtung. Nachdem 1865 der 18. Rheinische ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. die Aufhebung der Provinzialirrenanstalt Siegburg und stattdessen die Einrichtungen von fünf neuen Anstalten beschlossen hatte, wurde 1876 neben der Anstalt St. Thomas eine Provinzialirrenanstalt eröffnet; Auflösung 1920.

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ab 1835

Die Firma Felten & Guilleaume in Köln spezialisiert sich auf  die Herstellung von Drahtseilen für den Bergbau
 
1834 hatte Oberbergrat Alberti in Clausthal zur Schachtförderung das Drahtseil erfunden, wodurch die Kosten der Förderausrüstung erheblich gesenkt und die Gefahren verringert wurden.

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5.3.1835

Kirchenordnung für die evangelischen Gemeinden der Provinz Westfalen und der Rheinprovinz

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1.4.1835

Der Kreis St. Wendel wird durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder als besonderer Kreis im Regierungsbezirk Trier gegründet
 
Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Gotha (1784-1844, Regentschaft ab 1806) hatte dieses Gebiet durch Staatsvertrag vom 31.5.1834 gegen eine Entschädigung von 2.100.000 Talern an Preußen verkauft. Der westliche Teil des Kreises fiel am 1.10.1920 an das Saargebiet, 1935 an das Saarland. Der bei Preußen verbliebene Restkreis St. Wendel-Baumholder wurde 1937 mit Birkenfeld zum Kreis Birkenfeld vereinigt und dem Regierungsbezirk Koblenz zugeschlagen.

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18.-19.5.1834

Das 16. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Ries (1784-1838).

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25.7.1835

Gründung der "Rheinischen Eisenbahngesellschaft"
 
Baubeginn der Linie von Köln über Aachen nach Antwerpen. Die Gesamtstrecke war am 15.10.1843 betriebsbereit.

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15.11.1835

Kölner Kirchenstreit siehe Kölner Ereignis ("Kölner Wirrren"): Amtsenthebung des Kölner Erzbischofs Clemens August Droste zu Vischering
 
Nach seiner Verhaftung am 20. November blieb der Erzbischof bis 1839 in der Festung Minden in Haft.

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1835

Gründung der Gewerkschaft Friedrich-Wilhelms-Hütte in Troisdorf
 
Das in der Siegniederung errichtete Eisenhüttenwerk expandierte nach der Fusion 1911 mit den in Köln-Kalk ansässigen Mannstaedt-Werken und wurde 1923 vom Klöckner-Konzern übernommen.

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1835

Eschweiler Bergwerksverein (EBV) als älteste preußische Bergwerks-Aktiengesellschaft gegründet
 
Gründerin war Christine Englerth, die nach dem frühen Tod ihres Mannes den weitverzweigten Bergwerksbesitz zu einer Art Fideikommiss zusammenfügte.

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1835

Gründung der Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahngesellschaft in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)
 
Zweite Eisenbahnlinie in Preußen und der einzige Erfolg der Eisenbahnbestrebungen im Ruhrgebiet während der 1830er Jahre. Die erste Teilstrecke wurde 1838 in Betrieb genommen, die restliche 1841.

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1835

Graf Adelbert von der Recke-Volmerstein gründet im ehemaligen Kloster Düsselthal (Stadt Düsseldorf) die erste Diakonissenanstalt der Welt
 
Bereits 1822 hatte er dort ein Waisenhaus eingerichtet.

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1835/1836

Wilhelm Lueg (1792-1864)  errichtet in Oberhausen ein Puddel- und Stabeisenwerk
 
Dadurch war das Unternehmen beim Beginn des Eisenbahnbaus in der Lage, Achsen, Räder, Schienen und andere Teile zu liefern.

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1835

"Das 17. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). "

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13.5.1836

Gründung der Dampfschifffahrtsgesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein in Düsseldorf
 
Die Gründung ging auf eine Initiative der Düsseldorfer Handelskammer zurück. Die Aktiengesellschaft wurde in erheblichem Maße von Industriellen aus Elberfeld und Barmen (heute Stadt Wuppertal), Rotterdam, Mainz, Koblenz, Nassau und Neuwied getragen. Die neue Gesellschaft nahm 1838 mit fünf Dampfschiffen den Linienverkehr auf der gesamten Rheinstrecke auf. Sie bot vor allem Frachtdienste an und machte mit günstigeren Tarifen der  "Rheinischen Dampfschiffahrts-Gesellschaft" (Köln) Konkurrenz.

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30.6.1836

 
Die Prüfungskommission der Regierung Aachen hatte ihn für "sehr gut befähigt" gehalten, um zum Regierungsreferendariat befördert zu werden. Der Geselligkeit des mondänen Kurbades mehr als der Verwaltungstätigkeit zugeneigt, reiste er schließlich im Sommer 1837  monatelang ohne genehmigten Urlaub seiner ersten großen Liebe hinterher.  Bei seiner Rückkehr wurde er aus dem Regierungsdienst in Aachen entlassen und setzte seine Referendarzeit beim Potsdamer Regierungspräsidium, verlor aber auch daran bald die Lust.

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November 1836-September 1842

Sedisvakanz des Bistums Trier
 
Die lange Sedisvakanz hatte ihre Ursache unter anderem darin, dass in Rheinland und Westfalen ein zunehmender Widerstand gegen das preußische Staatskirchentum aufgekommen war, während staatlicherseits keine große Neigung bestand, der katholischen Kirche eine größere Selbständigkeit einzuräumen.

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1836

Der Schriftsteller August Kopisch (1799-1853) schreibt das Gedicht "Die Heinzelmännchen" zu Köln

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1836

Das 18. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847).

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1836

Gründung der Diakonissenanstalt Kaiserswerth durch Theodor Fliedner

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1836

Das Siebengebirge wird das erste deutsche Naturschutzgebiet

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1836

Erste Fabrikkrankenkasse bei Krupp in Essen eingerichtet

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1836

Bau einer festen Lippebrücke bei Wesel

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1836

Gründung der "Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlebergbau" im Wurmrevier
 
Diese vereinigte einen Teil des stark zersplitterten Grubenbesitzes im Wurmrevier; im nördlichen Teil des Abbaureviers übernahm das ab 1838 der Eschweiler Bergwerks-Verein; 1907 Fusion.

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1837

Anlage des ersten Tiefschachts in Essen-Borbeck auf der Zeche "Kronprinz von Preußen" durch Franz Haniel
 
Die Durchbohrung der Mergelschicht war eine technische Pionierleistung, die die Steinkohlenförderung an der Ruhr in großen Mengen erst möglich machte. Für Haniel war sie zunächst kein Erfolg, denn er stieß auf Magerkohle statt auf die energiereiche Fettkohle. Außerdem musste ein erheblicher Teil der gefördeten Kohle für den Betrieb der Dampfmaschine verwendet werden. Haniel gab den Schacht 1842 auf.

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14.-15.5.1837

Das 19. Niederrheinisches Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Ries (1784-1838).

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8.6.1837

Fusion der Rheinischen mit der Preußisch-Rheinischen Eisenbahngesellschaft

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Sommer 1837

Gewerbeausstellung in Düsseldorf
 
Diese fand im Anschluss an eine Kunstausstellung statt, eine Verbindung, die bis ins 20. Jahrhundert typisch war für die großen Düsseldorfer Ausstellungen.

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21.8.1837

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840) genehmigt die Gründung der "Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft"

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ab 1837

In Engelskirchen entsteht die Baumwollspinnerei Ermen und Engels
 
Die durch Friedrich Engels senior  (1796-1860) aus Barmen (heute Stadt Wuppertal) an der neu angelegten Landstraße Köln-Olpe errichtete Fabrik unter Teilhabe von Peter Ermen (1800-1857) nahm vor allem durch den Eisenbahnanschluss 1884 Aufschwung. Die bis 1979 in Betrieb befindliche Fabrik ist seit 1985 Standort des LVR-Industriemuseums Engelskirchen.

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1837-1841

Kölner Kirchenkampf
 

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25.3.1838

Gründung der Handelskammer Wesel

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4.5.1838

Der Eschweiler Bergwerksverein tritt als erste preußische Aktiengesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb ins Leben
 
Mit dem Tod der Alleinbesitzerin des Eschweiler und Weisweiler Kohlbergs, Christine Englert, trat der von ihren zehn Kindern 1834 gegründete Eschweiler Bergwerks-Verein als Aktiengesellschaft in Kraft. Sitz war Eschweiler Pumpe. Der EBV übernahm die Arrondierung des ursprünglich stark zersplitterten Grubenbesitzes im nördlichen Teil des Wurmreviers. 1907 Verschmelzung mit der 1836 gegründeten "Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbergbau im Wurmrevier". 1910 verlegte der EBV den Sitz nach Kohlscheid. Seit der  Fusion von 1907 war der EBV im südlichen Steinkohlerevier die mit Abstand größte Gesellschaft.

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1.6.1838

Gründung der Kunsthandlung Boisserée in Köln

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5.6.1838

Das 20. Niederrheinisches Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847).

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20.11.1838

Eröffnung der ersten rheinischen Eisenbahnstrecke von Düsseldorf nach Erkrath

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1838

König Johann von Böhmen (geboren 1296, Regierungszeit 1310-1346) wird 492 Jahre nach seinem Tod in der Schlacht von Crécy am 26.8.1346 in der Klause Kastel hoch über der Saar bestattet
 
Der Holzsarg mit dem einbalsamierten König war 1795 in Septfontaines bei Luxemburg in den Besitz der Unternehmerfamilie von Boch gekommen, die ihn 1809 nach Mettlach bringen ließ, wo Jean-François Boch in der von ihm erworbenen säkularisierten Abtei eine Fabrik für Steingutwaren errichtete. Von ihm hatte sich der preußische Kronprinz und nachmalige König Friedrich-Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858) die sterblichen Überrreste des Luxemburgers, den er zu seinen Vorfahren zählte, schenken lassen. 1838 wurden sie in der nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) unter Einbeziehung der Ruinen der Klause errichteten Grabkapelle bestattet. Seit 1946 liegt Johann in der Kathedrale in der Stadt Luxemburg begraben.

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1838

Der Brauer Johann Matthias Schumacher kauft in der Düsseldorfer Altstadt (Citadellstraße 12) die Brauerei "Im Sonnenaufgang"
 
Die von Schumacher gegründete Brauerei besteht bis heute.

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1838

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840) lehnt die Gründung des Kölner Dombauvereins ab
 
Sein Sohn und Nachfolger, Friedrich WIlhelm IV. (Regentschaft 1840-1858) genehmigte am 23.11.1840 die Gründung und stellte jährlich 50.000 Taler aus Steuermitteln zur Verfügung. Die Gründungsversammlung fand am 14.2.1842 statt. Am 4.9.1842 legte Friedrich Wilhelm IV. den Grundstein zum Weiterbau des Domes.

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1838

Gründung der Mosel-Dampfschifffahrtsgesellschaft zu Trier
 
Nachdem diese seit dem 22.9.1840 die Mosel zunächst unregelmäßig befahren hatte, richtete sie am 19.4.1841 eine regelmäßige Dampfschiffverbindung nach Koblenz ein.

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1838

Jacob Mayer  (1813-1875)  experimentiert in Nippes (heute Stadt Köln) mit der Gussstahlerzeugung
 
Mayer war 1836 in Württemberg die Herstellung des gefragten Gussstahls gelungen. Seit 1839 wurde er finanziell unterstützt von Eberhard Hoesch, der in der Lendersdorfer Hütte bei Düren die ersten Eisenbahnschienen des Kontinents herstellte. 1842 löste sich Mayer von Hoesch und schloss mit dem aus Magdeburg stammenden Kölner Kaufmann Eduard Kühne einen neuen Vertrag, aus dem 1843 der "Bochumer Verein für Gusstahlfabrikation" hervorging.

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1838

Errichtung des Gefängnisses "Klingelpütz" in Köln
 
Das Gefängnis wurde 1969 abgerissen. Während der NS-Zeit 1933-1945 diente es als zentrale Hinrichtungsstätte der Oberlandesgerichtsbezirke Köln, Düsseldorf und Hamm sowie für Urteilsvollstreckungen des "Volksgerichtshofes" in Berlin  und des Reichsgerichts in Leipzig . Bis kurz vor der Eroberung der Stadt Köln durch alliierte Truppen vom 4.-6.3.1945 wurden dort über 1.000 Hinrichtungen vollzogen.

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1838

Gründung der "Kölnischen Feuer- und Unfallversicherungs AG" ("Colonia")
 
Daran beteiligten sich die Kölner Banken und das Haus Rothschild. 1969 Zusammenschluss mit der "National Allgemeine Versicherungs-A G" (Lübeck), seit 1997 Teil des französischen Unternehmens AXA.

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1838

Gründung der Handelskammer Gladbach (Mönchengladbach)

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1838

Joseph Görres veröffentlicht seine Kampfschrift "Athanasius"
 
Das Werk mobilisierte im Kölner Kirchenkampf eine breite Öffentlichkeit zugunsten des von Preußen bedrängten Kölner Erzbischofs Clemens August von Droste-Vischering.

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1838

Joseph Görres gründet die "Historisch-politischen Blätter für das katholische Deutschland"
 
Die "Blätter" entstanden aus dem Erfolg der 1838 verröffentlichten Kampfschrift "Athanasius". Sie galten für die preußische Regierung als "Instrument einer konfessionstheologischen Polarisierung" (Michael Embach). Sie erschienen bis in die 1920er Jahre.

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1838

General Franz Wilhelm von Barfus (1788-1863) erwirbt die Heimburg am Ortsrand von Niederheimbach
 
Nach 1290 Bau einer Burg "Fürsteneck" durch die Erzbischöfe von Mainz; diese wurde 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. Nach 1860 teilweise wiederaufgebaut. 1920 Ausbau durch Hugo Stinnes (1870-1924).

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ab 1839

Regelmäßiger Dampfschiffverkehr durch die Moseldampfschiffahrtsgesellschaft Koblenz-Trier

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5.3.1839

Konzession für die Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft
 
Seit 1841 "Colonia", die 1853 eine Kölnische Hagelversicherung gründete.

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19.3.1839

Verbot der Kinderarbeit in der Rheinprovinz
 
Bereits 1837 wandte sich der (Wuppertal-) Barmer Fabrikant Schuchard auf dem Rheinischen ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. gegen die Kinderarbeit. Die Petition des Landtags bewirkte, dass 1839 die Arbeit von Kindern unter neun Jahren ganz verboten, von Jugendlichen unter 16 Jahren auf maximal zehn Stunden pro Tag begrenzt wurde. Mit diesem ersten Kinderschutzgesetz begann die Sozialgesetzgebung in Preußen.

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April 1839

Erste Generalversammlung des "ölnischen Kunstvereins"
 
Der Verein war als Aktiengesellschaft organisiert. Die Träger gehörten dem städtischen Wirtschaftsbürgertum an.

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19.-20.5.1839

Das 21. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847).

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1837

Die "Kölnische Zeitung" führt als erste deutsche Zeitung ein Feuilleton ein

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30.10.1839

Einweihung einer Schiffbrücke in Düsseldorf

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1839

Franz Stollwerck gründet in Köln ein Werk für Hustenbonbons
 
Daraus ging die Stollwerck-Schokoladenfabrik hervor. 2005 Schließung der Produktionsstätte in Köln.

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1839

Gründung des "Kölnischen Kunstvereins"

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1839

Ferdinand Freiligrath (1810-1876) ruft zum Wiederaufbau des zusammengestürzten Rolandsbogen auf

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1839

Gründung des "Historisch-antiquarischen Vereins für die Städte Saarbrücken und St. Johann und Umgebung"
 
Der später in "Historischer Verein für das Saarland" umbenannte Verein besteht bis heute.

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1839

Gründung des Neusser Heimat- und Geschichtsvereins
 
Mit dem von Neusser Bürgern gegründeten Verein begann die Museumstradtition der Stadt. 1912 wurde der erste städtische Museumsbau aus dem Vermächtnis von Pauline Sels (gestorben 1908) errichtet, die der Stadt auch die kunst- und kulturgeschichtliche Sammlung ihres Mannes Clemens Sels (1822-1893) vermachte, nach dem das Museum seit 1950 benannt ist.

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1839-1843

Bau der neugotischen Wallfahrtskirche St. Apollinaris bei Remagen
 
Der Bau entstand nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Ernst-Friedrich Zwirner und ist ein Hauptwerk der deutsch-romantischen Baukunst. Die Wandfresken stammen von Schülern von Wilhelm von Schadow aus der Düsseldorfer Kunstakademie.

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1839-1857

Regulierungsarbeiten an der Mosel zwischen Wasserbillig und Trarbach
 
Durch Ausbaggerungen und Eindämmungen ließ die preußische Regierung die Fahrrinne der Mosel korrigieren und vertiefen. Der Erfolg blieb aus, da es nicht gelang, die Fahrrinne soweit zu vertiefen, dass auch bei Niedrigwasser Dampfschiffverkehr möglich war.

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28.2.1840

Eröffnung der Sparkasse in (Duisburg-)Ruhrort

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9.4.1840

Eröffnung der Sparkasse Krefeld
 
Das damit verbundene städtische Leihhaus nahm 1845 den Betrieb auf.

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8.5.1840

Eröffnung der Sparkasse Solingen

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7.-9.6.1840

Das 22. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Louis Spohr (1784-1859).

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Juli 1840

Rheinkrise
 
Auslöser war die so genannte Orientkrise (1839-1841), in der sich die Großmächte Großbritannien, Russland, Preußen und Österreich im Viermächtevertrag von London am 15.7.1840 zusammenschlossen. Massive französische Forderungen nach einer Revision der Verträge des Wiener Kongresses von 1815 und der Wiedererrichtung der Rheingrenze erregten im Rheinland die Gemüter. Das drückt sich in Liedern wie "Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein" von Nikolaus Becker (1809-1845) und der "Wacht am Rhein" von Max Schneckenburger (1819-1849) aus.

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27.9.1840

Gründung der "Bonn-Cölner-Eisenbahn-Gesellschaft"

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23.11.1840

König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (Regentschaft 1840-1858) genehmigt die Gründung des Kölner Dombauvereins
 
Sein Vater und Vorgänger, Friedrich Wilhelm III. (Regentschaft 1797-1840) hatte 1838 die Gründung abgelehnt. Am 4.9.1842 legte Friedrich Wilhelm IV. den Grundstein zum Weiterbau des Domes.

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1840-1845

Errichtung der Universitätssternwarte in Bonn
 
Der an der Poppelsdorfer Allee gelegene Bau gilt oft als Werk Karl Friedrich Schinkels (1781-1841); er beruht jedoch auf einem Entwurf des Universitäts-Bauinspektors Peter Joseph Leydel (1798-1845) in Zusammenarbeit mit dem Astronomen Friedrich Wilhelm Argelander aus dem Jahre 1837. Auf Betreiben des Kronprinzen und späteren Königs Friedrich Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858), brachte Schinkel kleine, jedoch entscheidende Korrekturen an.

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1840

Gründung des Landwirtschaftlichen Vereins für die Rheinprovinz
 
Er nahm sich als erste größere Vereinigung der Interessen der Landwirtschaft an. Auf seine Initiative ging 1847 die Gründung der Landwirtschaftlichen Hochschule in Bonn-Poppeldorf zurück, der heutigen Landwirtschaftlichen Fakultät Lateinisch, bezeichnet fachlich nach den Hauptwissenschaften gegliederte Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule. der Universität.

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1840

Die Gebrüder Mannesmann gründen in Remscheid die erste reine Feilenfabrik

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1840

Elisabethenverein in Trier gegründet

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1840

Alfred Rethel erhält den Auftrag, den Aachener Rathaussaal mit Fresken aus der Geschichte Karls des Großen auszustatten
 
Die Arbeiten wurden 1847 von Rethel  begonnen uind schließlich bis 1861 von seinem Schüler Joseph Kehren (1817-1880) ausgeführt. Von den ursprünglich acht Fresken sind drei im Zweiten Weltkrieg zerstört worden, die restlichen fünf wurden abgelöst, restauriert und an anderer Stelle wieder angebracht. Die Wandfresken zählen zu den bedeutendsten Werken der romantischen Historienmalerei.

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1840

Gründung der Handelskammer Solingen

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1840

Gründung der Handelskammer  Mülheim an der Ruhr

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1840

Gründung der Handelskammer  Essen, Werden und Kettwig (beide heute Stadt Essen)

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1840

Der französische Schriftsteller Viktor Hugo (1802-1885) auf Rheinreise
 
Ziel Hugos war es, den Rhein abzufahren und aus der Reise ein Buch zu machen. Dabei wurde der Niederrhein bis zur Mündung ausgeblendet.

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seit 1840

Der Obstanbau in Meckenheim gewinnt an Bedeutung
 
Bis heute eines der größten Obstanbaugebiete in Nordrhein-Westfalen.

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1840-1860

Im Essener Revier entstehen 15 neue Tiefbauzechen
 
Diese förderten Fettkohle; vier weitere Zechen konnten von Mager- auf Fettkohlenförderung umstellen. Die Stadt wurde damit zum Zentrum des Ruhrbergbaus. Bereits 1840 förderten die 61 Zechen im Essen-Werdenschen-Bergamtsbezirk 16 Prozent der Kohle in Preußen und fast die Hälfte der Kohle im Ruhrgebiet.

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30.1.1841

Eröffnung der Sparkasse Barmen (heute Stadt Wuppertal)

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14.3.1841

Eröffnung der Dampfschiffverbindung Trier-Metz
 
Betrieb durch eine Metzer Gesellschaft.

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19.4.1841

Einrichtung der regelmäßigen Dampfschiffverbindung Trier-Koblenz

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28.4.1841

Eröffnung der Sparkasse Remscheid

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6.5.1841

Gründung der Kölnischen Dampfschleppschiffahrt-Gesellschaft
 
Die Gründung kam auf Initiative von Ludolf Camphausen zustande und wurde im Juli 1841 konzessioniert. Der Betrieb wurde 1842 als Frachtschifffahrt zwischen Köln und Rotterdam sowie Amsterdam begonnen.

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20.7.1841

Letzte öffentliche Hinrichtung in Köln
 
Auf dem Eselsmarkt wurde der ehemalige Soldat Martin Jakob Broichhausen hingerichtet, der aus verschmähter Liebe die 19-jährige Ursula Kleinertz erstochen hatte.

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1.9.1841

Eröffnung der Rheinischen Eisenbahn von Köln über Aachen nach Antwerpen
 
1843 war die Strecke fertig gestellt.

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1.9.1841

Gründung der Sparkasse  Lennep (heute Stadt Remscheid)

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24.9.1841

Beilegung des Kölner Kirchenstreits ("Kölner Wirren siehe Kölner Ereignis ")
 
durch die Ernennung Johannes von Geissels zum Koadjutor des Erzbischofs Clemens August Droste zu Vischering mit dem Recht der Nachfolge. Geissel übernahm das Erzbischofsamt am 4.3.1842.

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1.10.1841

Gründung des "Vereins von Alterthumsfreunden im Rheinland" in Bonn
 
Der Verein gibt bis heute die "Bonner Jahrbücher" heraus.

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7.11.1841

Der König von Preußen tut die Absicht kund, bei künftigen Aufenthalten in der Rheinprovinz im Koblenzer Schloss Residenz zu nehmen
 
1842-1846 Umbau des Schlosses unter Bauinspektor Johann Claudius von Lassaulx.

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1841

Gründung der Völckerschen Buchdruckerei und Buchhandlung in Goch

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1841

Das 23. Niederrheinisches Musikfest findet in Köln   statt
 
Es stand unter der Leitung von Conradin Kreutzer (1780-1849).

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1841

Förderbeginn auf der Zeche "Graf Beust" in Essen
 
Die Zeche gehörte Mathias Stinnes (1790-1845), der 1840 mit der Tiefenbohrung für die Zeche begonnen hatte.

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1841

Gründung des Bankhauses Burkhardt & Co. in Essen
 
1972 Fusion mit dem 1785 gegründeten Düsseldorfer Bankhaus Trinkaus zum Bankhaus Trinkaus & Burkhardt Co. Seit 1992 HSBC Burkhardt & Trinkaus AG.

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1841

Eröffnung der Sparkasse Essen

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1841

Errichtung eines Getreidemarktes in Düsseldorf
 
Dieser entwickelte sich 1853 zur Zentralhandelsbörse; am 18.1.1875 fand die erste Düsseldorfer Börsenversammmlung statt.

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1.1.1842

Erste Ausgabe der "Rheinischen Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe"
 
Die Gründung ging auf die liberalen Unternehmer Ludolf Camphausen, Dagobert Oppenheim und Gustav Mevissen zurück. Zu den frühen Mitarbeitern zählten der damals 23-jährige Karl Marx, Moses Hess und Friedrich Engels. Am 25.1.1843 verbot die preußische Zensur die Zeitung. Nach dem Verbot der "Rheinischen Zeitung" entwickelte sich die "Kölnische Zeitung" zum Organ des rheinischen Liberalismus Lateinisch, Bezeichnung einer geistigen Strömung und einer politischen Philosophie, deren Anhänger die Freiheiten des Individuums in den Vordergrund ihrer politischen Forderungen stellten und den durch geistige oder staatlichen Institutionen ausgeübten Zwang ablehnen. .

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14.2.1842

Gründung des "Zentral-Dombau-Vereins zu Köln" (ZDV)
 
Zweck des Vereins war die Unterstützung der Vollendung des gotischen Domes, an dem 1560 die Bauarbeiten eingestellt worden waren. Am 3.9.1840 versammelten sich im Kölner Rathaus 202 Domfreunde, um die Gründung des Vereins vorzubereiten. Am 23.11.1840 genehmigte König Friedrich Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858) die Gründung und stellte jährlich 50.000 Taler aus Steuermitteln bereit. Am 14.2.1842 fand im Kölner Gürzenich die erste Generalversammlung statt. Seit dem 4.9.1865 besteht die Dombau-Lotterie, die bis heute zur Finanzierung der Baumaßnahmen am Dom beiträgt.

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Februar 1842

Eröffnung der Kreissparkasse Gladbach (heute Mönchengladbach)

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1.3.1842

Eröffnung der Sparkasse Mülheim an der Ruhr

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23.7.1842

Eröffnung der Sparkasse Werden (heute Stadt Essen)

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4.9.1842

Kölner Dombaufest: Grundsteinlegung für den Weiterbau des Domes
 
in Anwesenheit König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen (Regentschaft 1840-1858). Der Weiterbau des seit 1560 unvollendeten Kölner Domes war wohl der bedeutendste Beitrag zur Kunst des 19. Jahrhunderts in den Rheinlanden.

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1.12.1842

Gründung des "Westdeutschen Vereins für Israel" in Köln

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5.11.1842

Gründung des Kölner Turnvereins
 
Erster in der Rheinprovinz gegründeter Turnverein nach der Turnsperre von 1819, mit der die preußische Regierung jede organisierte turnerische Aktivität verboten hatte.

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13.11.1845

Elisabethstiftung für Blinde in Düren eröffnet
 
Die Stiftung erfolgte zum Andenken an den Aufenthalt des preußischen Königspaares in der Rheinprovinz. Durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder vom 15.1.1844 hatte die Stiftung körperschaftliche Rechte erhalten. 1862 wurde sie Provinzialblindenanstalt und ging am 4.12.1873 vollständig an die Provinzialverwaltung Als Teil der staatlichen Verwaltung für einen bestimmten Provinzbezirk zuständig. Die Provinzialverwaltung der preußischen Rheinprovinz unter der Leitung des Oberpräsidenten hatte von 1822 bis 1945 ihren Sitz in Koblenz. über.

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1842

Das 24. Niederrheinisches Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von  Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)."

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1842

Schaffung eines "Ständischen Ausschusses" des Rheinischen Provinziallandtags
 

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1842-1864

Wilhelm Arnoldi Bischof von Trier

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2.1.1843

Eröffnung der Sparkasse Emmerich

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2.1.1843

Eröffnung der Sparkasse Mettmann

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2.1.1843

Eröffnung der Sparkasse Wülfrath

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1.4.1843

Verbot der "Rheinischen Zeitung" durch die preußische Zensur

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11.4.1843

Eröffnung der Sparkasse Wermelskirchen

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4.-5.6.1843

Das 25. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Carl Gottlieb Reißiger (1798-1859).

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13.7.1843

Der 7. Rheinische ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. beschließt die Abschaffung des "Infamen Dekrets" von 1808 und die Gewährung der völligen staatsbürgerlichen und politischen Gleichstellung der Juden in der Rheinprovinz
 
Es war das erste Mal, dass sich ein deutsches Parlament - sofern die preußischen Landtage des Vormärz als solche anzusehen sind - vorbehaltlos und mit großer Mehrheit für die politische Emanzipation der Juden Lateinisch (Freilassung), bezeichnet die Anerkennung der rechtlich, religiös und sozial diskriminierten Juden als gleichberechtigte Staatsbürger seit dem 18. Jahrhundert, siehe auch Aufklärung. aussprach.

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9.10.1843

Gründung der Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft
 
Die Konzession durch den preußischen König erfolgte am 18.12.1843. Die Gründung kam hauptsächlich auf Initiative des Kölner Bankhauses Oppenheim zustande. Im August 1844 einigte man sich über die endgültige Streckenführung vom rechtsrheinischen Deutz nach Minden. Die Gesamtstrecke wurde am 15.10.1847 eröffnet. Die Köln-Mindener Eisenbahn wurde in der Folgezeit einer der bedeutendsten Eisenbahnkomplexe in Deutschland.

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1843

Gründung der Sparkasse Kreuznach (heute Bad Kreuznach)
 
Diese nahm erst 1852 den Geschäftsbetrieb auf.

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1843

Entdeckung der römischen Grabkammer (1./2. Jahrhundert nach Christus) in Köln-Weiden
 
Einzige vollständig erhaltene römische Grabkammer nördlich der Alpen.

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1843/1844

Schauspielhaus in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) auf Aktienbasis errichtet
 
Die Errichtung erfolgte auf dem Platz des bis 1811 bestehenden Theaters in der Hofaue. 1888 durch ein neues Gebäude am Brausenwerth ersetzt.

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1843-1848

 
Diese waren 1794 herausgebrochen und nach Paris gebracht worden.

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2.1.1844

Eröffnung der Sparkasse Kettwig (heute Stadt Essen)

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2.1.1844

Eröffnung der Sparkasse Duisburg

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13.2.1844

Eröffnung der "Bonn-Kölner Eisenbahn"
 
Auf der Strecke wurden anläßlich des Karnevals 1844 bereits Sonderzüge von Bonn nach Köln eingesetzt. Die Bahn endete in Köln am Bahnhof St. Pantaleon. 1854/1855 südliche Verlängerung bis Rolandseck (heute Stadt Remagen). Am 1.1.1857 Übernahme durch die Rheinische Eisenbahn.

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April 1844

Eröffnung der Sparkasse Opladen (heute Stadt Leverkusen)

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18.8.-7.10.1844

Ausstellung des Heiligen Rocks in Trier
 
Dagegen protestierte der Bonner Historiker, liberale Politiker und spätere Generaldirektor der preußischen Staatsarchive Heinrich von Sybel. Die Wallfahrt wurde zur größten Massenbewegung des Vormärz, an der rund 500.000 Menschen aus dem Bistum Trier und den benachbarten Bistümern teilnahmen.

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15.11.1844

In Bonn wird als erste katholische Studentenverbindung Deutschlands die "Bavaria" gegründet
 
Die bis heute bestehende Studentenverbindung war seinerzeit eine völlig neue Form des studentischen Zusammenschlusses. Auf Initiative der "Bavaria" entstanden fünf weitere Vereine - Burgundia, Romania, Ruhrania, Salia und Thuringia -, die sich 1849 mit ihr zu einem Gesamtverein - ab 1849 Union genannt - zusammentaten mit den gemeinsamen Farben des Erzbistums Köln (rot-weiß-rot). Die Union hatte allerdings keinen dauerhaften Bestand.

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1844

Gründung der Ruhrort-Krefeld-Kreis Gladbacher Eisenbahn-Aktiengesellschaft

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1844

Gründung der Agrippina See-, Fluss- und Landtransport-Versicherungs AG in Köln
 
1901 führte die Agrippina als erster Versicherer in Deutschland eine Kasko-Versicherung für den Kraftfahrzeug-Verkehr ein. 1969 übernahm die Zürich-Versicherungs-Gesellschaft die Aktienmehrheit an der Agrippina Versicherung Köln. 1995 Zusammenschluss von Zürich und Agrippina zur Zürich Agrippina.

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1844

Das 26. Niederrheinisches Musikfest findet in Köln  statt
 
Es stand unter der Leitung von Heinrich Ludwig Egmont Dorn (1804-1892).

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1844

König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (Regentschaft 1840-1858) befiehlt den Wiederaufbau der konstantinischen Palastaula (Basilika) in Trier und deren Nutzung als evangelische Kirche
 
Die Einweihung der evangelischen Kirche zum Erlöser fand 1856 im Beisein des Königs statt.

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Februar 1845

In Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) finden die ersten "kommunistischen" Versammlungen in Deutschland statt
 
Initiatoren waren unter anderem Friedrich Engels und Moses Hess.

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1.4.1845

Eröffnung der Sparkasse Moers

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Sommer 1845

Gründung des "Kölner Bergwerks-Verein"
 
Zum Gründerkonsortium gehörten Gustav Mevissen, Kaufmann Gustav Mallinckrodt, Bankier Ludolf  Camphausen, Fabrikant Johann Jakob Langen, die Kaufleute und Fabrikinhaber Karl und Julius Joest, der Bankier Wilhelm Ludwig Deichmann und der Kaufmann Julius Gieseler. Der A. Schaaffhausen'sche Bankverein übernahm die Geldgeschäfte. Zweck der Gesellschaft war die Gründung eines Kohle-und Eisenunternehmens in Verbindung mit der Eisenbahn.

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5.7.1845

Gründung der "Aktiengesellschaft für Bergbau und Zinkfabrikation zu Stolberg"
 
Sitz war Aachen; die Gründung erfolgte durch 16 Anteilseigner, meist französische und belgische Interessenten der Kommanditgesellschaft de Sassenay & Co. 1853 Verschmelzung mit dem Rheinisch-Westfälischen Bergwerksverein zu Arnsberg als "Aktiengesellschaft für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen". 1938 Umbennung in "Stolberger Zink AG. für Bergbau u. Hüttenbetrieb".

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11.8.1845

Die englische Königin Victoria (Regentschaft 1838-1901) besucht Köln
 
Am 13. August besichtigte sie mit Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (Regentschaft 1840-1858) den Kölner Dom und spendete 500 Pfund für den Weiterbau.

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August 1845

 
Das von dem Dresdener Bildhauer Ernst Hähnel  (1811-1891) geschaffene Denkmal wurde in Anwesenheit der britischen Königin Victoria (1819-1901, Regentschaft 1838-1901) und des Prinzgemahls Albert von Sachsen-Coburg-Gotha (1819-1861) - letzterer hatte in Bonn studiert - sowie König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen (Regentschaft 1840-1858) enthüllt.

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3.-4.8.1845

Während der Martinskirmes kommt es in Köln auf dem Alter Markt zu blutigen Zusammenstößen zwischen der Bevölkerung und dem Militär

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10.12.1845

Eröffnung der Köln-Mindener-Eisenbahn zwischen Deutz (heute Stadt Köln) und Düsseldorf

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1845

Das 27. Niederrheinisches Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Julius Rietz (1812-1877). "

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1845

In Mauel bei Gemünd in der Eifel gründen Albert Poensgen (1818-1880) und Friedrich Wilhelm Schoeller eine Fabrik für schmiedeeiserne Gasröhren
 
Die Firma Poensgen & Schoeller war wohl die erste dieser Art auf dem Kontinent. Seit 1850 war Albert Poensgen Alleininhaber; 1860 verlegte er das Röhrenwerk nach Düsseldorf-Oberbilk.

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1845

Gründung des Borromäusvereins in Bonn
 
Die Gründung des "Vereins vom Heiligen Karl Borromäus zur Förderung des katholischen Lebens und zur Begünstigung guter Schriften und Bücher" war eine Reaktion auf die gesellschaftspolitische Situation der Zeit. Der Verein ist bis heute bundesweit tätig.

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1845

Gründung des Walzwerks "Rothe Erde" bei Aachen
 
Dazu wurde die offene Gesellschaft Piedboeuf & Cie. gegründet. Diese bestand aus dem Dampfkesselfabrikanten Jacques Piedboeuf (1802-1852), dem Waggonfabrikanten H. J. Talbot, den Maschinenfabrikanten J. L. Neumann und Theodor Esser, die am 4.1.1846 das Landgut "Rothe Erde" erwarben zwecks Errichtung eines Walzwerks. Am 20.6.1847 war das an der Rheinischen  Eisenbahn Köln-Aachen gelegene Walz- und Hammerwerk in Betrieb. Dadurch wurde die fast monopolartige Stellung der Lütticher Seraingwerke in Deutschland für die Lieferung von Eisenbahnschienen gebrochen. Ab 1875 stieg der "Aachener Hütten Aktien Verein Rothe Erde" zu einem der bedeutendsten Hüttenwerke im Deutschen Reich auf.

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1845

Ausbau des Düsseldorfer Schlosses als Tagungsort des Rheinischen Provinziallandtags und als Kunstakademie

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1845

Eröffnung der Sparkasse Kapellen (heute Stadt Moers)

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1845

Gründung der Waggonfabrik Zypen & Charlier in Deutz (heute Stadt Köln)

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1845

Gründung des Erziehungsvereins in Neukirchen (heute Neukirchen-Vluyn) durch den evangelischen Pfarrer Andreas Bräm (1797-1882)

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1845

Gründung eines Pius-Vereins in Aachen

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1845-1871

Christian von Strambergs "Rheinischer Antiquarius" erscheint
 
Das mit vollständigem Titel "Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Antiquarius, welcher die wichtigsten und angenehmsten geographischen, historischen und politischen Merkwürdigkeiten des ganzen Rheinstromes von seinem Ausfluß in das Meer bis zu seinen Ursprüngen dargestellt" heißende, 39 Bände umfassende monumentale Werk vereinigt Dichtung und Wahrheit, Sagen, Anekdoten, Geschichte(n), Quellen, aber auch satirsche Zeitkritik.

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1845-1864

Johannes von Geissel Erzbischof von Köln

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31.5.-2.6.1846

Das 28. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Dabei trat die berühmte Sopranistin Jenny Lind (1820-1887) auf, die "schwedische Nachtigall", die zum Star des Musikfestes wurde ("Jenny-Lind"-Musikfest). Sie trat auch auf den Musikfesten von 1855, 1863 und 1866 auf.

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21.8.1846

Die von David Hansemann gegründete "Aachen-Düsseldorfer Eisenbahngesellschaft" erhält durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder die endgültige Konzession
 
Im September 1849 übernahm der Staat Preußen Bau und Betrieb der Bahn.

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22.8.1846

Essen nimmt die Revidierte preußische Städteordnung von 1831 an
 

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30.8.1846

Johann Georg Breuer (1820-1897) gründet in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) den "Katholischen Jünglingsverein"
 
Ab 1847 diente Adolph Kolping dem Verein als Präses. Der in "Katholischer Gesellenverein" umbenannte Verein verbreitete sich ab 1851 über ganz Deutschland. Die "Kolping-Vereine" sollten den Gesellen eine religiöse, gewerbliche und gesellschaftliche "Mitte" bieten.

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14.9.1846

Mülheim an der Ruhr nimmt die Revidierte preußische Städteordnung von 1831 an

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1846

Gründung der städtischen Galerie Düsseldorf

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1846

Gründung der Bitterlikörfabrik Underberg in Rheinberg
 
Die Firma agiert bis heute weltweit.

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ab 1846

Anlage der Siedlung Eisenheim in Osterfeld (heute Stadt Oberhausen)
 
Die älteste Werkssiedlung des Ruhrgebiets, gegründet von der Hüttengewerkschaft Jacobi, Haniel und Huyssen, entstand in mehreren Bauabschnitten bis 1903. Von den ursprünglich 51 Häusern sind 39 Wohnhäuser und zahlreiche Hofeinbauten erhalten. Anfang der 1970er Jahre wurde in einem der drei ehemaligen Waschhäuser der Siedlung das "Volksmuseum Eisenheim" eingerichtet, das seit 1989 zum LVR-Industriemuseum gehört.

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17.5.1847

König Friedrich Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858) genehmigt durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder die von Clara Fey in Aachen gegründete "Genossenschaft der Schwestern vom armen Kinde Jesus zur Pflege und Erziehung der armen katholischen Jugend".

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Oktober 1847

Die Köln-Mindener Eisenbahn verbindet das Rheinland mit Berlin

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28.11.1847

Eröffnung der Sparkasse Kempen

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1847

Gründung der Landwirtschaftlichen Hochschule in Poppelsdorf (heute Stadt Bonn)
 

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1847

Bau des Bahnhofs Oberhausen
 
Dieser wurde in einer bis dahin kaum besiedelten Heidelandschaft als Verkehrsknotenpunkt errichtet.

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1847

Franz Haniel gründet die Zeche "Zollverein" in Essen
 
Erst 1851 konnte die Förderung einsetzen.

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1847

Essen erhält in Altenessen den ersten Bahnanschluss
 
Der Essener Hauptbahnhof wurde 1862 eröffnet.

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1847-1849

Auf der Friedrich Wilhelms-Hütte in Mülheim an der Ruhr baut Julius Römhild (1823-1904) den ersten voll funktionsfähigen Kokshochofen
 
Bereits seit dem späten 18. Jahrhundert hatte es Versuche zur Beschickung eines Hochofens mit Koks statt mit Holzkohle gegeben. Doch die im Ruhrgebiet abgebaute Magerkohle war für eine Verkokung ungeeignet. Erst nach der Durchstoßung der Mergeldecke 1837 und nach der Wanderung des Bergbaus nach Norden zu Fettkohlenflözen wurde die Verkokung möglich. Das von Römhild entwickelte Verfahren wurde bahnbrechend für die Eisenindustrie an Rhein und Ruhr. Bis 1855 wurden bereits mehr als 90 Prozent des Roheisens im Oberbergamtsbezirk Dortmund in Kokshochöfen verblasen, bis 1870 waren es gut 99 Prozent.

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1829

Kottendorf, Schrecklingen, Willingen und Gut Burgesch gehen vom Landkreis Saarlouis an Frankreich

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