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 1871 bis 1918 


30.3.1871

 
Der bis 1934 bestehende Verein war zeitweilig der einflussreichste regionale Unternehmerverband der deutschen Wirtschaft. Seine Mitgliedschaft war vor dem Ersten Weltkrieg breit gestreut und reichte von der Textilindustrie über Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie bis hin zu Chemie, Maschinenbau und Metallverarbeitung bei Dominanz der Schwerindustrie.

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28.6.1871

Der "Aachener Anzeiger" beginnt zu erscheinen
 
1875 Umwandlung in Generalanzeigertyp, 1878 erschien das "Politische Tageblatt", zunächst bis zum 12.9.1944.

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1872

Gründung der "Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsbank" und der "Rheinischen Effektenbank"
 
Erstere wurde als Aktiengesellschaft vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband gegründet, Letztere brach bereits 1875 zusammen.

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1871

Der Rheinische ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. erhält das Recht, durch Umlagen Abgaben zu erheben
 
Im gleichen Jahr wurde für die Zwecke der Verwaltung des provinzialständischen Vermögens und der provinzialständischen Anstalten ein ProvinzialverwaltungsratErrichtet 1871 für die Zwecke der Verwaltung des provinzialständischen Vermögens und der provinzialständischen Anstalten; an die Spitze trat 1875 ein besoldeter Beamter, der Landesdirektor (ab 1897 unter der Bezeichnung Landeshauptmann). Mit Einführung der Kreisordnung von 1875 in der Rheinprovinz im Jahre 1887 Umwandlung zum Provinzialverband, der kein ständisches Gremium mehr war, sondern eine Spitzenkörperschaft der kommunalen Selbstverwaltung neben der staatlichen Verwaltung. Vorläufereinrichtung des 1953 gegründeten Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) mit Begrenzung auf den Landesteil Nordrhein von NRW. eingerichtet, an dessen Spitze 1875 ein besoldeter Landesdirektor trat.

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1871

Gründung der Rheinischen Stahlwerke in Meiderich (heute Stadt Duisburg)
 
Dort und gleichzeitig in Hörde (heute Stadt Dortmund) wurde 1879 erstmals in Deutschland das "Thomas-Verfahren" angewandt.

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1871

August Thyssen gründet in Styrum (heute Stadt Mülheim an der Ruhr) ein Bandeisenwalzwerk mit eigener Stahlherstellung unter der Firma Thyssen & Co.
 
Es wurde Keimzelle des Thyssen-Konzerns.

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1871

Eröffnung der Eisenbahnstrecke Trier-Köln durch die Eifel

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1871

 
Sie bestand bis zur Eingemeindung Mülheims in die Stadt Köln 1914.

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1871

Gründung der Rheinisch-Westfälischen Wechsel- und Kommissionsbank in Köln
 
Diese musste bald nach 1900 den Betrieb einstellen.

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1871

Gründung der Bank für Rheinland und Westfalen in Köln
 
Diese stellte bald nach 1900 den Betrieb ein.

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1871

Gründung der Aktiengesellschaft für Rheinisch-Westfälische Industrie
 
Diese beendete die Geschäftstätigkeit bereits 1875.

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1871

Gründung des Vereins zur Hebung des Braunkohlenbergbaus
 
Über das Wirken den Vereins ist wenig bekannt. Er ist vermutlich bald eingegangen.

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1871

Das 48. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Hiller (1811-1885).

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1.2.1872

Die Kölner Altkatholiken erhalten die Erlaubnis, ihre Gottesdienste in der Ratskapelle abzuhalten
 
Die sich als Protestbewegung gegen das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes, das auf dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 verkündet worden war, von der römisch-katholischen Kirche abgewandten Altkatholiken erhielten am 19.9.1873 die Anerkennung des preußischen Königs als selbständige Kirche und die Ernennungsurkunde ihres ersten Bischofs. Bischofssitz ist bis heute Bonn. Die Kölner Altkatholiken erhielten erst 1907 an der Jülicher Straße ein eigenes Gotteshaus.

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20.3.1872

Brand des Düsseldorfer Schlosses
 
Er war erst rund 30 Jahren vorher wiederhergestellt worden.

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1.5.1872

Die Stadt Düsseldorf wird kreisfrei und bildet einen eigenen Stadtkreis

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Juni-Juli 1872

Erster Massenstreik der Bergleute im Essener Revier
 
Hauptforderungen der Bergleute waren eine 25-prozentige Lohnerhöhung als Anteil an den enormen Gewinnen der Grubenbesitzer und die acht-Stunden-Schicht. Die Grubenbesitzer lehnten alle Forderungen ab, wodurch sich die Lage der Bergarbeiter noch verschlechterte.

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1.9.1872

Eröffnung des  Stadttheaters Köln
 
Zur Eröffnung wurde Gotthold Ephraim Lessings (1729-1781) "Minna von Barnhelm" gegeben. Die Spielstätte in der Glockengasse diente Oper, Operette, Ballett und Schauspiel.

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13.10.1872

Gründung des "Rheinisch-westfälischen Grubenarbeiterverbands"
 
Die Gründung war eine Konsequenz des Ausgangs des Bergarbeiterstreiks im Ruhrgebiet von Juni-Juli 1872. Die Verbandsgründung wurde behördlich nicht genehmigt.

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14.10.1872

Die Stadt Krefeld wird kreisfrei

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1872

Gründung der "Rheinischen Volksbank"

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1872

Gründung der "Rhenania Transport- und Unfallversicherungsgesellschaft" in Köln

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1872

Das Aachener Bankhaus Charlier & Scheibler wird zur Aktiengesellschaft Aachener Diskontogesellschaft ausgebaut
 
1902 in Rheinische Diskontogesellschaft, 1905 in Rheinisch-westfälische Diskontogesellschaft umbenannt; diese große Aachener Regionalbank unterhielt zahlreiche auswärtige Filialen, bis sie 1917 zur "Dresdner Bank in Aachen" wurde.

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1872

Gründung der Rheinischen Wasserwerksgesellschaft
 
Die privat gegründete Aktiengesellschaft nahm sich der Wasserversorgung im Kölner Raum an.

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1872

Theater in Köln
 
Ab 1909 städtisch.

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1872

Als erster Neubau der Bonner Universitätskliniken wird die Frauenklinik am Rhein eröffnet
 
Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.

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1872

Das 49. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Anton Grigorjewitsch Rubinstein (1829-1894) und Julius Tausch (1827-1895).

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1.1.1873

Neuregelung der rheinischen Irrenpflege
 
Mit der 1827 eingerichteten Irrenheilanstalt Siegburg gingen die vom ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. im Bau befindlichen fünf Irren-Heil- und Pflegeanstalten an die Provinzialverwaltung Als Teil der staatlichen Verwaltung für einen bestimmten Provinzbezirk zuständig. Die Provinzialverwaltung der preußischen Rheinprovinz unter der Leitung des Oberpräsidenten hatte von 1822 bis 1945 ihren Sitz in Koblenz. über. Die Anstalten in Andernach, Grafenberg bei Düsseldorf und Merzig wurden 1876 fertiggestellt, 1878 Düren und 1882 Bonn, während die Siegburger Anstalt planmäßig zum 1.5.1878 geschlossen wurde. Später kamen weitere Anstalten hinzu.

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28.2.1873

Die Stadt Essen wird kreisfrei und bildet einen eigenen Stadtkreis
 
Am 1.8.1929 wurde der Landkreis Essen aufgelöst; Rechtsnachfolger wurde der Stadtkreis Essen.

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24.3.1873

Richard Wagner (1813-1883) dirigiert im Kölner Gürzenich ein Konzert mit eigenen Werken zugunsten seiner Bayreuther Festspiele

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1.-3.6.1873

Das 50. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Julius Rietz (1812-1877) und Ferdinand Breunung (1830-1885).

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4.6.1873

Die Altkatholiken wählen in Köln den Breslauer Theologieprofessor Dr. Josef Hubert Reinkens zu ihrem ersten Bischof
 
Dieser wurde am 19.9.1873 staatlich anerkannt. Der neue Bischof nahm seinen Sitz in Bonn (bis heute Sitz des altkatholischen Bischofs).

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2.7.1873

Wermelskirchen erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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1871

Beginn des "Kulturkampfs"
 
Im Kaiserreich forcierte Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. Otto von Bismarck eine strikte Trennung von Staat und Kirche. Vor allem mit Gesetzen und schikanösen Maßnahmen versuchte er, die katholische Kirche aus politischen und staatlichen Entscheidungsprozessen zu verdrängen. Der "Kulturkampf Krise des Deutschen Kaiserreiches unter Reichskanzler Otto von Bismarck und der römisch-katholischen Kirche sowie der politisch-parlamentarischen Vertretung der katholischen Bevölkerung des Reiches (insbesondere der Zentrumspartei) zwischen 1871 und 1891. Streitpunkte waren die Aufhebung der katholischen Abteilung des preußischen Kultusministeriums durch Bismarck, das Festhalten der Kirche am Unfehlbarkeitsdogma, die Einführung der Zivilehe sowie die Repressionen gegen katholische Geistliche und der Einfluss des Staates auf die Kirche. Nach dem "Kanzelparagraphen" 1871 (Änderung des Strafgesetzbuches, wonach es Geistlichen aller Religionen verboten war, sich in Ausübung ihres Amtes in öffentlichen Stellungnahmen politisch zu äußern, galt bis 1953), dem Verbot der Jesuitenniederlassungen 1872 und der Einführung der staatlichen Schulaufsicht, bildeten die sogenannten Maigesetze 1873 (staatliche Kontrolle von Ausbildung und Einstellung der Geistlichen) den Höhepunkt des Kulturkampfes. Die Verschärfung der Bestimmungen über die Verwaltung des Kirchenvermögens beendete 1878 die  Kulturkampfgesetzgebung. Die 1886 und 1887 erlassenen "Friedensgesetze" führten schließlich zur Beilegung des Konflikts. " ließ den Gegensatz zwischen Preußen und dem rheinischen Katholizismus wieder aufbrechen. Ohne letztlich das gewünschte Ziel zu erreichen, zog er sich bis 1887 hin, wobei Bismarck bereits seit Ende der 1870er Jahre begann einzulenken.

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17.-19.8.1873

In Bonn findet das erste Schumann-Fest statt
 
Daran wirkten Clara Schumann und Johannes Brahms (1833-1897) sowie weitere bekannte Künstlerinnen und Künstler der Zeit mit. Das Fest diente der Finanzierung von Schumanns Grabdenkmal auf dem Bonner Alten Friedhof, das 1880 aufgestellt werden konnte.

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1873

Gründung der Völklinger Hütte
 
Die Gründung des Kölner Hütteningenieurs Julius Buch (geboren 1836) wurde bereits 1879 geschlossen. 1881 kaufte Carl Röchling das stillgelegte Stahlwerk; bereits 1890 waren die Röchlingschen Eisen- und Stahlwerke der größte Eisenträgerhersteller des Deutschen Reiches. 1986 wurden die Roheisenphase der Völklinger Hütte stillgelegt und Teile der Hütte unter Denkmalschutz gestellt: Das Eisenwerk wurde Industriedenkmal. Seit 1994 gehört die Völklinger Hütte zum UNESCO Abkürzung für „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation“. 1945 als Sonderorganisation der UN mit Sitz in Paris gegründet, um die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder auf den Gebieten der Erziehung, Wissenschaft und Kultur zu fördern. -Weltkulturerbe.

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1873/1874

Erster Rathausbau der Stadt Oberhausen

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24.1.1874

Die Stadt Duisburg wird kreisfrei

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24.1.1874

Die Stadt Duisburg wird kreisfrei
 
Die restlichen Teile des Landkreises Duisburg wurden in Kreis Mülheim an der Ruhr umbenannt mit Kreissitz in der gleichnamigen Stadt.

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März 1874

Der Kölner Erzbischof Paulus Melchers und der Trierer Bischof Matthias Eberhard werden wegen Verstoßes gegen die "Maigesetze" inhaftiert
 
Die als Maßnahme des Bismarckschen "Kulturkampfes" im Mai 1873 erlassenen Gesetze hatten die katholische Kirche fast vollständig der staatlichen Reglementierung unterworfen. Melchers floh 1875 in die Niederlande und regierte zehn Jahre lang das Erzbistum von seinem Exil aus. Er kehrte nicht zurück, sondern überließ 1885 seinem Nachfolger Philipp Krementz den erzbischöflichen Stuhl, um in Rom als Kurienkardinal zu wirken. Eberhard kehrte nach Trier zurück. Auch nach seiner Haft verweigerte er die Befolgung der Maigesetze. Bevor er wegen der drohenden Amtsenthebung den Gang ins Luxemburger Exil antreten konnte, starb er am 30.5.1876.

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9.3.1874

Einführung der obligatorischen Zivilehe und der Zivilstandsregister auch in den Teilen der Rheinprovinz, in denen der Code Napoléon siehe Code Civil nicht gilt
 
Das Gesetz war eine Maßnahme des Bismarckschen "Kulturkampfes". Im linksrheinischen Rheinland und im ehemaligen Großherzogtum Berg war die Führung der Zivilstandsregister bereits seit der französischen Zeit Pflicht.

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April 1874

Gründung des "Deutschen Vereins für die Rheinprovinz"
 
Initiator war der Bonner Historiker Heinrich von Sybel, dessen erklärtes Ziel der Kampf gegen den Ultramontanismus war.

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10.9.1874

Oberhausen erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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1.11.1874

Eröffnung der Aachener Bank für Handel und Gewerbe
 
Sie diente als kreditvermittelndes Institut für den gewerblichen Mittelstand; 1928 von der Commerz- und Privatbank übernommen, die 1932 auch die 1920 errichtete Filiale des Barmer Bankvereins übernahm.

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1874

Eröffnung der Königlichen Haft- und Strafanstalt Aachen
 
Heute Justizvollzugsanstalt (JVA) Aachen.

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1874

Einweihung der Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Wesel
 
Die militärisch geforderte Eisenbahnbrücke wertete Wesel als Eisenbahnknotenpunkt auf. Über die Brücke liefen die Linien Hamburg-Paris und Sankt Petersburg-Berlin-Vlissingen-London. Die Bedeutung als Eisenbahnknoten ging mit der Zerstörung der Brücke im Zweiten Weltkrieg verloren.

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1874

Das 51. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Hiller (1811-1885).

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18.1.1875

Gründung der Düsseldorfer Börse
 
An diesem Tag fand die erste Düsseldorfer Börsenversammlung statt.

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3.6.1875

Malstatt-Burbach (heute Stadt Saarbrücken) erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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29.6.1875

Kreis- und Provinzialordnung für Preußen beschlossen
 
Wegen des Kulturkampfs verzögerte sich die Umsetzung der preußischen Verwaltungsreform der 1870er Jahre, sodass die Ordnung in der Rheinprovinz erst in einer besonderen Fassung vom 1.6.1887 eingeführt wurde.

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8.7.1875

Dotationsgesetz
 
Durch die Dotationsgesetze von 1873 und 1875 erhielten die 1871 geschaffenen Provinzialverwaltungen vom Staat eigene Einnahmen zugewiesen, um den übertragenen Selbstverwaltungsaufgaben auf den Gebieten der Sozial- und Krankenfürsorge, des Straßenbaus und der Kulturpflege nachkommen zu können. Seit 1875 leitete ein hauptberuflicher Beamter, der Landesdirektor (seit 1897 unter der Bezeichnung Landeshauptmann), den rheinischen Provinzialverband, der als Spitzenkörperschaft der kommunalen Selbstverwaltung neben die staatliche Verwaltung trat. Vorläufer des 1953 neu gegründeten Landschaftsverbandes Rheinland (LVR).

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1875

Gründung der Bonner Bank für Handel und Gewerbe

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1875

Das 52. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Joseph Joachim (1831-1907) und Julius Tausch (1827-1895).

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25.1.1876

Gründung der "Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft im katholischen Deutschland" in Koblenz
 
Die Idee zur Gründung einer wissenschaftlichen, an katholischen Grundsätzen orientierten Gesellschaft zur Förderung katholischer Gelehrter war in der Zeit des "Kulturkampfes" entstanden, Maßgeblichen Anteil an der Gründung hatte ihr erster und langjähriger Präsident, der Philosoph und Zentrumspolitiker Georg Freiherr von Hertling (1843-1919). Zwangsauflösung während der NS-Zeit 1941, Wiederbegründung 1948 (15.10.1948 in Bonn Eintrag in das Vereinsregister).

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1.5.1876

Der "Düsseldorfer Generalanzeiger" erscheint erstmals

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30.5.1876-25.9.1881

Sedisvakanz des Bistums Trier
 
Bedingt durch den zwischen dem preußischen Staat und der katholischen Kirche geführten "Kulturkampf Krise des Deutschen Kaiserreiches unter Reichskanzler Otto von Bismarck und der römisch-katholischen Kirche sowie der politisch-parlamentarischen Vertretung der katholischen Bevölkerung des Reiches (insbesondere der Zentrumspartei) zwischen 1871 und 1891. Streitpunkte waren die Aufhebung der katholischen Abteilung des preußischen Kultusministeriums durch Bismarck, das Festhalten der Kirche am Unfehlbarkeitsdogma, die Einführung der Zivilehe sowie die Repressionen gegen katholische Geistliche und der Einfluss des Staates auf die Kirche. Nach dem "Kanzelparagraphen" 1871 (Änderung des Strafgesetzbuches, wonach es Geistlichen aller Religionen verboten war, sich in Ausübung ihres Amtes in öffentlichen Stellungnahmen politisch zu äußern, galt bis 1953), dem Verbot der Jesuitenniederlassungen 1872 und der Einführung der staatlichen Schulaufsicht, bildeten die sogenannten Maigesetze 1873 (staatliche Kontrolle von Ausbildung und Einstellung der Geistlichen) den Höhepunkt des Kulturkampfes. Die Verschärfung der Bestimmungen über die Verwaltung des Kirchenvermögens beendete 1878 die  Kulturkampfgesetzgebung. Die 1886 und 1887 erlassenen "Friedensgesetze" führten schließlich zur Beilegung des Konflikts. " blieb der bischöfliche Stuhl in Trier nach dem Tode von Bischof Matthias Eberhard bis zur Inthronisierung von Bischof Michael Korum 1881 vakant.

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4.-6.6.1876

Das 53. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Julius Rietz (1812-1877) und Ferdinand Breunung (1830-1885).

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7.6.1876

Gründung der Aachen-Leipziger Versicherungs AG in Aachen
 
Die Konzession galt zunächst nur für Preußen, ab 1887 auch für Württemberg, später für das Deutsche Reich und ab 1922 auch für direkte Auslandsgeschäfte.

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1874

Bildung der Gemeinde Altendorf
 
Diese wurde aus den Bauernschaften Altendorf, Holsterhausen und Frohnhausen gebildet. 1901 Eingemeindung nach Essen.

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20.7.1876

Gründung der Aachener Börse
 
Deren Schwerpunkt lag von Anfang an im Handel mit landwirtschaftlichen Produkten.

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26.9.1876

Gründung der Universalwaschmittelfabrik Henkel & Cie. in Aachen
 
1878 Verlegung nach Düsseldorf.

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14.11.1876

Die erste Ausgabe des "Stadt-Anzeigers der Kölnischen Zeitung" erscheint (bis 1945)
 
Nachfolger ist der seit dem 29.10.1946 erscheinende "Kölner Stadt-Anzeiger".

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1876

Eröffnung des Zoologischen Gartens Düsseldorf
 
Der zunächst vereinsgetragene Zoo ging 1905 an die Stadt Düsseldorf über.

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1876

Gründung der Duisburger Kupferhütte durch zehn westdeutsche Schwefelfabriken

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1876

Beginn der jährlichen Weinversteigerungen in Trier
 
Die Stadt entwickelte sich seitdem zum Zentrum des Mosel-Weinhandels.

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1876-1880

Bau des Ständehauses in Düsseldorf
 
Bis zu dessen Auflösung 1933 Sitz des Rheinischen Provinziallandtags, 1949-1988 des Landtags von Nordrhein-Westfalen, nach Sanierung und Umbau seit 2001 von  K20K21 - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

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15.3.1877

Eröffnung der Sparkasse Wermelskirchen

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20.5.1877

Das 54. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Hiller (1811-1885). Ehrengast war Giuseppe Verdi (1813-1901), der sein "Requiem" selbst dirigierte. Verdi war bereits seit dem 15. Mai in Köln, um genügend Zeit für die Proben zu haben.

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20.11.1877

Aufnahme der Kohleförderung auf der Zeche Rheinpreussen
 
Erste Bohrungen zur Erschließung der linksrheinischen Steinkohlevorkommen gehen auf das Jahr 1851 zurück. Das Eindringen starker Schwimmsandmassen bereitete jedoch immer neue Schwierigkeiten für den Schachtbau. Mit der Eröffnung der Zeche Rheinpreußen 1877 begann eine tiefgreifende Veränderung der Wirtschaftsstruktur und des Landschaftsbildes im Raum Moers. Um 1900 erreichte der Bergbau mit dem AbteufenBezeichnet im Bergbau die Herstellung eines Schachtes. der Schächte IV und V der Zeche Rheinpreußen das Gebiet der Stadt Moers, die zur bedeutendsten Bergbaustadt im linksrheinischen Ruhrkohlenrevier aufstieg.

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1877

Gründung des "Verbands Rheinisch-Westfälischer Bergleute"

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1877

Nach Einführung der in Mitteldeutschland entwickelten Brikettfabrikation nimmt die Braunkohlenindustrie im Vorgebirge großen Aufschwung
 
Die erste Brikettfabrik entstand 1877 bei der Gewerkschaft Roddergrube in Brühl.

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1877

In Duisburg entsteht ein privates Orchester, das 1907 von der Stadt übernommen wird
 
Heute Duisburger Philharmoniker.

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7.9.1878

Verlegung der 1876 in Aachen gegründeten Waschmittelfabrik Henkel nach Düsseldorf

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1878

Der evangelische Pfarrer Ludwig Doll (1846-1883) gründet in Neukirchen (heute Stadt Neukirchen-Vluyn) die weltweit tätige "Neukirchener Mission"

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1878

Gülser Moseleisenbahnbrücke bei Koblenz

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1878

Gründung der Altbierbrauerei "Diebels" in Issum (Kreis Kleve)
 

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1878-1879

Bau der Horchheimer Rheinbrücke in  Koblenz
 
Zusammen mit der Gülser Moseleisenbahnbrücke diente sie der Verbindung der Moseleisenbahn Metz-Berlin ("Kanonenbahn"). Nach Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkiegs 1947 eingleisig wiederhergestellt. 1961 erhielt sie die heutige Gestalt.

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27.5.1879

Gründung des Aachener Geschichtsvereins

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1.-3.6.1879

Das 56. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Breunung (1830-1885) und Max Bruch (1838-1920).

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8.-11.9.1879

Der 26. Deutsche Katholikentag findet in Aachen statt

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8.10.1879

Ehrenfeld (heute Stadt Köln) erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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20.12.1879

Der Staat Preußen übernimmt die Köln-Mindener Eisenbahn

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1879

Eröffnung der Trier-Koblenzer-Eisenbahn

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1879

Einführung des Thomasverfahrens in der rheinischen Stahlindustrie
 
Das Patent des 1878/1879 entwickelten Verfahrens erwarben der Hoerder Verein und die Rheinischen Stahlwerke gemeinsam. Bereits 1884 wurden 50 Prozent des Stahls im Ruhrgebiet nach dem Thomasverfahren produziert.

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1879

Palästina-Verein der Katholiken Deutschlands in Aachen gegründet
 
1895 Zusammenschluss mit dem 1855 in Köln gegründeten "Verein vom heiligen Grabe" zum "Deutschen Verein vom Heiligen Lande".

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1879-1885

Bau des Schlosses Drachenburg (Stadt Königswinter)
 
Das auf halber Höhe des Drachenfelsens von dem Bonner Finanzier Stephan Sarter (1833-1902) errichtete Schloss steht seit 1986 als Denkmal des Historismus unter Denkmalschutz und wird seit 1990 von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Denkmalpflege restauriert.

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1.1.1880

Der Staat Preußen übernimmt die Rheinische Eisenbahngesellschaft
 
Nach der Übernahme der Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft 1879 gehörten die beiden großen Eisenbahngesellschaften den Königlich Preußischen Staatsbahnen.

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9.5.-30.9.1880

"Gewerbe-Ausstellung für Rheinland, Westfalen und benachbarte Bezirke" in Düsseldorf
 
Die Initiative dazu war von Düsseldorfer Industriellen und Ingenieuren ausgegangen. Ausgestellt wurden Industrieprodukte aller Art einschließlich einer riesigen Kruppschen Kanone. Der Erfolg der Ausstellung, die 1 Million Besucher anzog und auch von Kronprinz Friedrich von Preußen (1831-1888) sowie Kaiser Wilhelm I. (Regentschaft 1861-1888, seit 1871 als Deutscher Kaiser) und Kaiserin Augusta (1811-1890) besucht wurde, schlug sich in der Gründung des "Zentralgewerbevereins für Rheinland, Westfalen und benachbarte Gebiete" 1882 nieder.

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13.5.1880

Gründung des "Vereins für Geschichte und Alterthumskunde von Düsseldorf und Umgegend"
 
1882 in "Düsseldorfer Geschichtsverein" umbenannt.

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15.10.1880

Einweihung des vollendeten Kölner Doms in Gegenwart Kaiser Wilhelms I. (Regentschaft 1858-1888)
 
1842 war der Dombau wieder aufgenommen worden. Die Einweihung stand auch im Zeichen einer Annäherung zwischen preußischem Staat und katholischer Kirche im ausklingenden "Kulturkampf Krise des Deutschen Kaiserreiches unter Reichskanzler Otto von Bismarck und der römisch-katholischen Kirche sowie der politisch-parlamentarischen Vertretung der katholischen Bevölkerung des Reiches (insbesondere der Zentrumspartei) zwischen 1871 und 1891. Streitpunkte waren die Aufhebung der katholischen Abteilung des preußischen Kultusministeriums durch Bismarck, das Festhalten der Kirche am Unfehlbarkeitsdogma, die Einführung der Zivilehe sowie die Repressionen gegen katholische Geistliche und der Einfluss des Staates auf die Kirche. Nach dem "Kanzelparagraphen" 1871 (Änderung des Strafgesetzbuches, wonach es Geistlichen aller Religionen verboten war, sich in Ausübung ihres Amtes in öffentlichen Stellungnahmen politisch zu äußern, galt bis 1953), dem Verbot der Jesuitenniederlassungen 1872 und der Einführung der staatlichen Schulaufsicht, bildeten die sogenannten Maigesetze 1873 (staatliche Kontrolle von Ausbildung und Einstellung der Geistlichen) den Höhepunkt des Kulturkampfes. Die Verschärfung der Bestimmungen über die Verwaltung des Kirchenvermögens beendete 1878 die  Kulturkampfgesetzgebung. Die 1886 und 1887 erlassenen "Friedensgesetze" führten schließlich zur Beilegung des Konflikts. ".

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16.12.1880

Gründung des "Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen"

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1880

Gründung der Kölner "Kunstgewerbe- und Handwerkerschule"
 
An den "Kölner Werkschulen" arbeiteten so bedeutende Künstler wie der Maler Richard Seewald (1889-1976), der Glasmacher Jan Thorn Prikker und der Kirchenbaumeister Dominikus Böhm. 1971 wurden die Werkschulen als Fachbereich "Kunst und Design" in die Fachhochschule Köln integriert. 1987 wurde der Fachbereich auf Beschluss des nordrhein-westfälischen Landtags eingestellt zugunsten einer Medienakademie in Köln.

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1880

Verband "Arbeiterwohl" durch den Fabrikanten Franz Brandts in Mönchengladbach gegründet

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1880

Gründung der Kölnischen Unfall-Versicherungs-Gesellschaft mit dem Schwerpunkt Reise- und Transportversicherung

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1880

Das 57. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Ferdinand Hiller (1811-1885).

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1.4.1881

Die Gemeinde Oberbonsfeld des Kreises Bochum- Land (Regierungsbezirk Arnsberg, Provinz Westfalen), kommt an den Kreis Mettmann (Regierungsbezirk Düsseldorf, Rheinprovinz)

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1.6.1881

Gründung der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde Gegründet am 1.6.1881 in Köln, entstanden auf Initiative des Kölner Bankiers und Industriemagnaten Gustav Mevissen, der 1868 zusammen mit Heinrich von Sybel die Gründung eines die bestehenden regionalen Vereine übergreifenden "Vereins für rheinisch-westfälische Geschichte“ ins Auge gefasst und 1879 in Karl Lamprecht einen Historiker gefunden hatte, der Mevissens Vorstellungen von einer Verbindung zwischen bürgerlichem Mäzenatentum und geschichtswissenschaftlicher Grundlagenforschung im Medium eines historisch fundierten rheinischen Eigen- und Selbstbewusstseins konkrete Gestalt gab. „Rheinisch“ bezog  sich auf das Gebiet der Rheinprovinz. Seitdem gibt die Gesellschaft, die bis heute die Aufgaben einer Historischen Kommission für das Rheinland wahrnimmt, vor allem Quellen zur rheinischen Geschichte heraus.
 
Sie entstand auf Initiative des Kölner Bankiers und Industriemagnaten Gustav Mevissen, der 1868 zusammen mit Heinrich von Sybel die Gründung eines die bestehenden regionalen Vereine übergreifenden "Vereins für rheinisch-westfälische Geschichte" ins Auge gefasst und 1879 in Karl Lamprecht einen jungen Historiker gefunden hatte, der Mevissens Vorstellungen von einer fruchtbaren Verbindung zwischen bürgerlichem Mäzenatentum und geschichtswissenschaftlicher Grundlagenforschung im Medium eines historisch fundierten rheinischen Eigen- und Selbstbewusstseins konkrete Gestalt gab. "Rheinisch" bezog  sich auf das Gebiet der Rheinprovinz. Lamprechts Konzeption, die Arbeit der "Gesellschaft" auf die Herausgabe rheinischer Quellen vornehmlich zur "materiellen Kultur", also zur Sozial-, Wirtschafts- und Rechtsgeschichte (Urkunden, Weistümer, Urbare, Stadtrechte und ähnliche Quellen), zu konzentrieren, fand ebenso wie eine Reihe der von ihm vorgeschlagenen Editionsprojekte Eingang in eine Denkschrift. Mit dieser von dem Kölner Stadtarchivar Konstantin Höhlbaum (1849-1904) verfassten und von ihm, dem Bonner Professor Hugo Loersch und dem Direktor des Staatsarchivs zu Düsseldorf Woldemar Harleß (1826-1902) unterzeichneten programmatischen Denkschrift von 1881 wurde die Gesellschaft in einer konstituierenden Sitzung im Hansasaal des Kölner Rathauses unter Vorsitz von Oberbürgermeisters Hermann Becker ins Leben gerufen. Die Gesellschaft nimmt bis heute die Aufgaben einer Historischen Kommission für das Rheinland wahr.

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2.6.1881

Kalk (heute Stadt Köln) erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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11.6.1881

Beginn des Abbruchs der Kölner Stadtmauer
 
Die Stadt hatte nach zähen Verhandlungen dem Staat Preußen die alte Stadtbefestigung, Teile der Außenforts und die vor dem Glacis liegenden Flächen, ingesamt 120 Hektar, abgekauft. 500-600 Meter vor der alten Stadtmauer wurden neue Befestigungen angelegt. Erst 1906 konnte die Stadt 139 Hektar links- und rechtsrheinisches Festungsgelände erwerben. Die Forts lagen weit vom Weichbild entfernt, verbunden durch die Militärringstraße.

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1.7.1881

Verstaatlichung der Rheinischen Eisenbahngesellschaft

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4.-8.9.1881

Der 28. Deutsche Katholikentag findet in Bonn statt

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1881

Eröffnung des Zoos in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)
 
Der Eröffnung war 1879 die Gründung der Aktiengesellschaft "Zoologischer Garten in Elberfeld" vorausgegangen.

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1881

Gründung der (Köln-) Mülheimer Handelsbank

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1881

Eröffnung der Kunsthalle Düsseldorf

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1881

Vereinigung der Bürgermeister der Rheinprovinz in Köln gegründet
 
Daraus ging am 9.12.1907 der "Verband der rheinisch-westfälischen Gemeinden" hervor, der sich 1922 in "Preußischer Landgemeindeverband West" umbenannte.  1927 erneute Umbennung in "Preußischer Landgemeindetag West". Der Verband war auf Rheinland und Westfalen beschränkt. 1933 Auflösung.

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1881

Die Marke "4711" wird geboren
 
Der Kölner Unternehmer Ferdinand Mülhens entschloss sich nach einem verlorenen Prozess, seine Kölnisch-Wasser-Fabrik "Franz Marina Farina" in 4711 umzubenennen.

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1881-1921

Michael Felix Korum Bischof von Trier

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1881

Das 58. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Niels Wilhelm Gade (1817-1890) und Julius Tausch (1827-1895).

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12.1.1882

Eröffnung der "Provinzial- Heil- und Pfleganstalt Bonn", heute LVR-Klinik Bonn

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28.-30.5.1882

Das 59. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Franz Wüllner (1832-1902).

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22.9.1882

Die erste Nummer der "Aachener Volkszeitung" erscheint
 
Seit 1888 unter dem Titel "Aachener Zeitung", die nach vier Jahren das Erscheinen einstellte.

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November 1882

Rheinhochwasser in Köln
 
Bei der schwersten Rheinhochwasserkatastrophe in Köln im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Kölner obdachlos, die Zoomauer wurde eingedrückt, die Hälfte der Tiere ertrank.

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1882

Der Staat Preußen übernimmt die Bergisch-Märkische Eisenbahn

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1882

Suermondt-Museum in Aachen eröffnet
 
Das Museum ist aus Schenkungen kunstliebender Bürger entstanden; seit 1977 Suermondt-Ludwig-Museum.

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1882

Eröffnung des Zoos in Aachen
 
Schließung 1905. Der heutige Aachener Tierpark Euregiozoo wurde 1966 eröffnet.

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1882

Gründung des "Vereins für christliche Volksbildung in der Rheinprovinz und in Westfalen" in Bonn

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1882

Gründung des "Zentralgewerbevereins für Rheinland, Westfalen und benachbarte Gebiete"

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1882

Johannes Klais (1852-1925) eröffnet in Bonn eine Orgelbauanstalt
 
Sie sollte schnell an Bedeutung gewinnen und hat heute Weltgeltung.

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21.4.1883

Gründung der Teppichfabrik Vorwerk & Co. in Barmen (heute Stadt Wuppertal)
 
Die von Carl und Adolf Vorwerk gegründete Firma wurde ein Pionierbetrieb der industriellen Teppichherstellung in Deutschland. Kurz vor 1900 gelang es Carl Vorwerk, einen mechanischen Teppichwebstuhl zu konstruieren, auf dem vier Meter breite Teppiche von orientalischer (handgeknüpfter) Qualität fabriziert werden konnten. Dieser Webstuhl wurde auch im Ausland als "Victoria loom" berühmt.

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29.6.1883

Brand des Aachener Rathauses
 
Der Kaisersaal und die Rethelfresken blieben erhalten.

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30.7.1883

Gesetz über die Allgemeine Landesverwaltung
 
Damit wurde beim Oberpräsidium der Rheinprovinz ein Provinzialrat eingerichtet, der sich aus dem Oberpräsidenten, einem ernannten Verwaltungsbeamten und fünf vom Provinzialausschuss gewählten Provinzialangehörigen zusammensetzte. Bis 1933 war seine Rolle gering.

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10.-13.9.1883

Der 30. Deutsche Katholikentag findet in Düsseldorf statt

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1883

Die erste Zahnradbahn Deutschlands nimmt am Drachenfels im Siebengebirge den Betrieb auf
 
Bis heute überwindet die Zahnradbahn den Höhenunterschied zwischen der Stadt Königswinter und dem  Berg.

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1883

Gründung der Sparkasse Radevormwald

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7.6.1884

Umbenennung der Stadt Neustadt (Kreis Gummersbach) in Bergneustadt

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1884

"Das 61. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Johannes Brahms (1833-1897) und Julius Tausch (1827-1895)."

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1884

Gründung des "Eifelfonds"
 
Anlass für die Gründung war der Notstand der Eifel; eine Reihe von Missernten hatte diesen Notstand 1882 geradezu katastrophale Ausmaße annehmen lassen. Bereits im November des Jahres verfügte die Hälfte der Bevölkerung nicht mehr über die für den Unterhalt nötigen Mittel und war ohne Saatgut für das kommende Jahr. Die große Not der Eifelbewohner hatte weitreichende Hilfeleistungen der Regierung wie der Provinz zur Folge. Der Eifelfonds gab den Anstoß, auch den übrigen, in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zurückgebliebenen Gebirgsgegenden der Rheinprovinz, wie Hunsrück und Westerwald, Hilfe aus öffentlichen Mitteln zukommen zu lassen. Dafür wurde 1897 der "Westfonds" gegründet; 1901 wurden beide Fonds unter dem Namen des letzteren zusammengefasst.

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1884

Einweihung des "Städtischen Museums Villa Obernier" in Bonn, heute Kunstmuseum Bonn

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22.4.1885

Eröffnung des Bonner Hauptbahnhofs

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24.-26.5.1885

Das 62. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Julius Kniese (1848-1905) und Carl Reinecke (1824-1910).

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1.12.1885

Eingemeindung eines Teils der Gemeinde Sonnborn vom Kreis Mettmann an den Stadtkreis Elberfeld

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1885

Beschluss des 31. Rheinischen Provinziallandtags zum Bau der Heil- und Pflegeanstalten in Langenfeld und Süchteln (heute Stadt Viersen)

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1885

Gründung der Lebensmittelkette "Kaiser's" in Viersen

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1885-1899

Philipp Krementz Erzbischof von Köln

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13.-15.6.1886

Das 63. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Franz Wüllner (1832-1902).

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13.7.1886

Gründung des Vereins "Bonnensia. Verein zur Sammlung Bonner Altertümer"
 
Der Anstoß ergab sich aus der am 9.6.1886 in Bonn stattfindenden Jahrestagung des "Historischen Vereins für den Niederrhein". Am 10.12.1891 wurde der Verein "Bonnensia" in "Alt-Bonn" umbenannt, seit 1951 "Bonner Heimat- und Geschichtsverein".

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1887

Rheinischer Städtebund gegründet
 
Er umfasste die kreisangehörigen Städte der Rheinprovinz - soweit sie beitraten - und war gleichzeitig ein Unterverband der rheinischen Mitgliederstädte des Reichsstädtebundes.  Auflösung 1933. Nachfolgeorganisation bis 1945: Provinzialdienststelle Rheinland und Hohenzollern des Deutschen Gemeindetages.

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1886

Erfindung der nahtlosen Röhren durch die Brüder Mannesmann in Remscheid

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1886-1889

Die Rheinisch-Westfälische Sprengstoff AG errichtet in Troisdorf eine Sprengkapsel- und Zündhütchenfabrik  
 
Diese wurde 1931 zum Hauptsitz der Dynamit Nobel AG.

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1886

Einweihung des neugotischen Rathauses der Stadt Essen

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30.5.1887

Kreisordnung für die Rheinprovinz
 
Trat am 1.7.1888  in Kraft. Die Kreisordnung regelte, dass eine Stadt 40.000 Einwohner (gegen 25.000 in Altpreußen) haben musste, um aus dem Kreisverband auszuscheiden.  Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 erreichten 21 Städte der Rheinprovinz dieses Ziel.

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1.6.1887

Einführung der Provinzialordnung vom 29.6.1875 in der Rheinprovinz
 
Dadurch wurden die Provinzen als Kommunalverbände mit einer ausgedehnten Selbstverwaltung der eigenen Angelegenheiten ausgestattet. Die Provinziallandtage wurden nicht mehr durch die Wahlen des bevorrechtigten Grundbesitzes und der besonders bevorrechtigten Rittergüter gebildet, sondern durch Wahlen der Kreistage. Die Organe der Provinziallandtage waren seitdem die Provinzialausschüsse und die so genannten "Landesverwaltungen" unter der Leitung von "Landesdirektoren", die ab 1897 "Landeshauptleute" hießen.

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1.7.1887

Bildung des Kreises Ruhrort
 
durch Abtrennung der Städte Ruhrort und Dinslaken sowie der Landbürgermeistereien Dinslaken-Land, Beek, Sterkrade, Meiderich, Götterswickerham, Gahlen und Duisburg-Land vom Kreis Mülheim an der Ruhr.

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28.8.-1.9.1887

Der 34. Deutsche Katholikentag findet in Trier statt

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1.10.1887

Bonn wird kreisfreie Stadt

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1.10.1887

Koblenz wird kreisfreie Stadt

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18.10.1887

Gründung eines Theologenkonvikts des Erzbistums Köln in Bonn (Collegium Albertinum)
 
Der dafür an der Koblenzer Straße (heute Adenauerallee) errichtete Neubau wurde am 8.5.1892 eingeweiht.

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1887

Das 64. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Hans Richter (1843-1916) und Julius Tausch (1827-1895).

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1887

Tonhalle in Duisburg eröffnet

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1887

In Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) entsteht das erste kommunale Elektrizitätswerk in Preußen
 
Ein Jahr später folgte die Stadt Barmen (heute Stadt Wuppertal).

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1887/1888

Errichtung der Papierfabrik in Zerkall (heute Gemeinde Hürtgenwald), seit 1903 Renker & Söhne
 
Durch das Produkt Zerkall-Bütten erlangte die Fabrik Weltruf.

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1887-1914

Historisierender Wiederaufbau der Schlossruine Burg an der Wupper (heute Stadt Solingen)
 
1920 Brand, 1922-1927 erneuter Aufbau. Seit 1940 liegt die Nutzung und Verwaltung beim 1887 gegründeten Schlossbauverein.

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1.1.1888

Die Stadt Gladbach (heute Mönchengladbach) wird kreisfrei bei Auskreisung aus dem Landkreis Gladbach

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1.1.1888

Die Stadt Remscheid wird kreisfrei bei Auskreisung aus dem Kreis Lennep

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20.3.1888

Das "Kölner Theater- und Gürzenich-Orchester" wird durch Ratsbeschluss in städtische Regie genommen

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1.4.1888

Eingemeindungen in die Stadt Köln
 
Köln wurde damit zur flächenmäßig größten deutschen Stadt. - Eingemeindet wurden die Stadt Deutz, die Stadt Ehrenfeld mit dem heutigen Neu-Ehrenfeld, aus der Stadt Kalk ein Teil des Bahngeländes Deutzer Feld, aus der Stadt Mülheim der südliche Teil des Mülheimer Hafens und das Gebiet südlich der Ferdinandstraße; ferner Teile der Gemeinde Efferen (des heutigen Klettenberg), die Gemeinde Kriel (mit Braunsfeld, Kriel, Lind linksrheinisch, Lindenthal und Sülz), die Gemeinde Longerich (mit Butzweiler, Heimersdorf, Lindweiler, Longerich westlich der Neusser Landstraße, Niehl, Stallagsberg, Volkhoven, Weidenpesch = Merheim linksrheinisch), die Gemeinde Müngersdorf (mit Bickendorf, Bocklemünd, Melaten, Mengenich, Müngersdorf, Ossendorf, Vogelsang), die Gemeinde Nippes (mit Mauenheim, Nippes, Riehl), die Gemeinde Poll (mit Humboldt-Grenzberg westlich der Straßenzüge Rolshover Straße, Gremberger Straße, Roddergasse und Poll), Teile der Gemeinde Rondorf (Arnoldshöhe, Bayenthal, Klettenberg, Mansfeld, Marienburg, Raderberg, Raderthal, Weißhaus, Zollstock).

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1.4.1888

Die bisher zum Stadtkreis Trier gehörende Landbürgermeisterei mit neun Gemeinden - ausgenommen Sankt Barbara, Löwenbrücken, Maar, Sankt Paulin und Zurlauben - geht an den Landkreis Trier
 
Die restlichen fünf Gemeinden wurden mit der Stadt Trier zum neuen Stadtkreis Trier vereinigt

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20.-22.5.1888

Das 65. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Hans Richter (1843-1916) und Eberhard Schwickerath (1856-1940).

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1888

Gründung des Eifelvereins

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29.5.1888

Einrichtung der Köln-Mülheimer Schiffsbrücke

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1.7.1888

Das Landesverwaltungsgesetz in der Rheinprovinz tritt in Kraft
 
Folge der Kreisordnung vom 30.5.1887.

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1.7.1888

Angliederung eines Teils der Gemeinde Sonnborn vom Kreis Mettmann an den Stadtkreis Elberfeld

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13.7.1888

Gründung des Kölnischen Stadtmuseums
 
Den ersten Austellungsraum fand das Museum in der Eigelsteintorburg, der sich später die Hahnentorburg als weiterer Ausstellungsort hinzugesellte. 1936 Eröffnung als "Haus der Rheinischen Heimat", das im Zweiten  Weltkrieg zerstört wurde. Seit 1958 befindet sich das Stadtmuseum im Zeughaus.

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16.7.1888

Einweihung des Kunstgewerbemuseums Köln (heute Museum für Angewandte Kunst)
 
Am 2.5.1900 wurde der im Stil der deutschen RenaissanceLateinisch-französisch (Wiedergeburt), (1) geistig-kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, ausgehend von Italien im 15. Jahrhundert, gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf Werte und Formen der griechisch-römischen Antike, drückte sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst und Architektur aus, (2) geistig-künstlerische Bewegung, die an ältere Traditionen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, anzuknüpfen versucht (zum Beispiel karolingische Renaissance), (3) allgemein Wiederaufleben, neue Blüte. errichtete neue Prachtbau des Museums am Hansaring eröffnet. Der Neubau  wurde durch eine Schenkung des Textilfabrikanten Otto Andreae möglich; der  Möbelfabrikant Jakob Pallenberg machte eine weitere Stiftung für die Ausstattung des nach ihm benannten Saals.

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1888

Die Rheinische Provinzial-Hülfskasse wird durch Satzungsänderung zur öffentlich-rechtlichen Landesbank der Rheinprovinz
 
Sitz der neuen Bank wurde Düsseldorf. Durch die Ausgabe von Inhaberanleihen wurden langfristige Kredite an Grundbesitzer, Gemeinden und Genossenschaften vergeben. Die Provinzial-Hülfskasse war 1853 in Köln gegründet worden. Mit ihrem westfälischen Gegenpart wurde sie 1969 zur Westdeutschen Landeskank mit Sitz in Düsseldorf zusammengeschlossen.,

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24.2.1889

Gründung des "Vereins Beethoven-Haus" in Bonn
 
Ursprünglicher Vereinszweck war die Rettung und Wiederherstellung des Geburtshauses des Komponisten in der Bonngasse mit Ausstellungsräumen. Der Verein unterhält heute neben dem Museum das Forschungszentrum Beethoven-Archiv, einen Kammermusiksaal und einen Verlag.

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ab Ende April 1889

Bergarbeiterstreik im Ruhrgebiet
 
Der größte Arbeitskampf des 19. Jahrhunderts in Deutschland entwickelte sich aus lokalen Lohndisputen ab Ende April 1889. Der Streik begann am 25. April mit spontanen Arbeitsniederlegungen auf der Zeche Präsident in Bochum. Am 1. und 3. Mai folgten Essener Zechen, und in kürzester Zeit kam es im gesamten Ruhrgebiet zu Arbeitsniederlegungen sowie zu blutigen Zusammenstößen zwischen Streikenden, ihren Vorgesetzten und der Polizei. Die Auseinandersetzungen eskalierten, als Militär eingesetzt wurde. Der Streik blieb weitgehend erfolglos.

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17.6.1889

Königswinter wird die Rheinische Städteordnung verliehen

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1889

Gründung der Rheinischen Metallwaren- und Maschinenfabrik AG (Rheinmetall) in Düsseldorf-Derendorf
 
Gründer war der Erfinder und Unternehmer Heinrich Ehrhardt (1840-1928).

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1889

Gründung der (Köln-) Mülheimer Bank

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1889/1890

Friedrich Thyssen gründet in Bruckhausen (heute Stadt Duisburg) ein Stahlwerk (heute Thyssen AG)
 
Darin waren ursprünglich Kohlenförderung mit Eisen- und Stahlproduktion verbunden, Stilllegung 1932. Erhalten ist der älteste Hochofen Deutschlands mit einer Gießhalle von 1928.

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1889-1891

Bau der Eschbachtalsperre (Remscheider Talsperre)
 
Älteste Trinkwassertalsperre Deutschlands.

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1889

Das 66. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Franz Wüllner (1832-1902).

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13.3.1890

Durch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder wird die Aufgabe der Koblenzer Festung verfügt

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1.4.1890

Angliederung eines Teils der Gemeinde Vohwinkel vom Kreis Mettmann an den Stadtkreis Elberfeld

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1.5.1890

Gründung des "Akademischen Ruder-Clubs Rhenus" in Bonn
 
Älteste akademische Ruderverbindung in Deutschland.

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24.-28.8.1890

Der 37. Deutsche Katholikentag findet in Koblenz statt

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24.10.1890

 
Der "Volksverein" sollte der Zentrumspartei eine Massenbasis in der Bevölkerung verschaffen. Die Gründung erfolgte auf Anregung von Ludwig Windthorst (1812-1891) durch den Mönchengladbacher Fabrikanten Franz Brandts und den katholischen Sozialtheoretiker  Franz Hitze (1851-1921). Sitz des "Volksvereins" wurde Mönchengladbach.

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1890

Verlegung der Rheinisch-Westfälischen Hüttenschule nach Duisburg
 
Diese war ursprünglich 1882 in Bochum unter maßgeblicher Förderung durch den Verein deutscher Eisenhüttenleute (VDEh) eröffnet worden.  Die Hüttenschule ist ein Vorläufer der heutigen Universität Duisburg-Essen.

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1890

Gründung des Historischen Vereins für das Gebiet des ehemaligen Stifts Werden
 
1925 mit dem Essener Verein vereinigt.

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seit 1890

In Neukirchen (heute Stadt Neukirchen-Vluyn) erscheint  der "Neukirchener Kalender", ein christlicher Andachtskalender

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1890

Die "Aachener Post" beginnt zu erscheinen
 
Die liberal-unabhängige Zeitung ging 1935 im "Volksfreund" auf.

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1890

Das 67. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Hans Richter (1843-1916) und Julius Buths (1851-1920).

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17.-19.5.1891

Das 68. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Ernst von Schuch (1846-1914) und Eberhard Schwickerath (1856-1940).

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4.6.1891

In Köln beginnt der erste Parteitag der SPD nach der Aufhebung des Sozialistengesetzes am 30.9.1890
 
Der Parteitag stand unter dem Vorsitz des in Deutz (heute Stadt Köln) geborenen August Bebel.

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1.7.1891

Neuendorf und Lützel werden in die Stadt Koblenz eingemeindet

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1891

Carl Duisberg verlegt die Bayer-Werke von Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) nach Wiesdorf (heute Stadt Leverkusen)

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1891

Grundsteinlegung für die Hüttenwerke der "Gewerkschaft Deutscher Kaiser" (Thyssen) in Hamborn-Bruckhausen (heute Stadt Duisburg)

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1891

Einrichtung der Handelskammer Bonn

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1891-1893

Bau der Panzer-Talsperre
 
Die zur Trinkwasserversorgung der Stadt Lennep (heute Stadt Remscheid) - daher auch Lenneper Talsperre - errichtete Talsperre ist die zweitälteste Trinkwassertalsperre Deutschlands und steht unter Denkmalschutz. Sie gehört heute zum Wupperverband.

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1891

Eröffnung des Düsseldorfer Hauptbahnhofs
 
Der "Central-Personen-Bahnhof" am heutigen Standort ersetzte drei innerstädtische Sackbahnhöfe.

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13.1.1892

Erste Sitzung des "Kölner Frauen- und Mädchenbildungsvereins"
 
Der sozialistisch orientierte Verein war die erste Frauenorganisation der Kölner Arbeiterbewegung; im Gegensatz zur bürgerlichen Frauenbewegung, die in der Bildung die Emanzipationschancen für Frauen sah, legte er den Schwerpunkt auf die Entwicklung des politischen Bewusstseins der Arbeiterinnen. Der Verein bestand zwei Jahre.

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2.4.1892

Die sozialdemokratische "Rheinische Zeitung. Organ für das werktätige Volk der Regierungsbezirke Köln, Coblenz, Trier, Aachen" erscheint erstmals
 
In den folgenden Jahren wurde die Zeitung, die keine Neugründung, sondern Fortsetzung der 1888 gegründeten "Kölner Arbeiterzeitung" war,  zum Kampfblatt der SPD am Rhein. Mit dem Namen knüpfte man bewusst an die 1842-1843 von Karl Marx geleitete "Rheinische Zeitung" an.

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16.9.1892

Eröffnung des Grillo-Theaters in Essen
 
Zur Eröffnung wurde Gotthold Ephraim Lessings (1729-1781) "Minna von Bernhelm" gegeben. Das Theater war errichtet worden aus der Stiftung des Industriellen Friedrich Grillo und seiner Frau Wilhelmine.

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1.10.1892

Eröffnung des Gefängnisses in Düsseldorf-Derendorf, heute Justizvollzugsanstalt (JVA) Düsseldorf

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21.11.1892

Angliederung eines Teils der Gemeinde Vohwinkel vom Kreis Mettmann in den Stadtkreis Essen

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1892

Das 69. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Franz Wüllner (1832-1902).

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1892

Das Kloster Maria-Laach wird wieder von Benediktinern besetzt

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1892

Eröffnung des Hotels Petersberg (Stadt Königswinter)
 
Umbau 1912-1914 durch den Architekten Heinrich Müller-Erkelenz (1878-1945) in ein neubarockes Kurhotel. Als erster Staatsgast wohnte dort 1938 der britische Premierminister Arthur Neville Chamberlain (Amtszeit 1937-1940), während er im Rheinhotel Dreesen mit Adolf Hitler über die Sudetenkrise verhandelte. Von 1949 bis 1955 war das Hotel Sitz der Alliierten Hohen Kommission; am 22.11.1949 wurde dort das "Petersberger Abkommen Das Abkommen von 1949 - benannt nach dem Tagungsort auf dem Petersberg bei Bonn -  zwischen der Alliierten Hohen Kommission (AHK) und der Bundesrepublik Deutschland ermöglichte den Beitritt der Bundesrepublik zu internationalen Organisationen wie der OEEC (Organisation for European Economics) sowie die Aufnahme von Konsular- und Handelsbeziehungen der Bundesrepublik zu anderen Staaten und sah eine Reduzierung der Demontagen vor. Die Bundesrepublik trat der Internationalen Ruhrbehörde bei und dem Militärischen Sicherheitsamt. " unterzeichnet. Von 1955 bis 1969 diente das Grandhotel unter anderem als Herberge für Staatsgäste der Bundesrepublik Deutschland, die 1978 das Gebäude und das Gelände erwarb und es zum Gästehaus der Bundesregierung umbauen ließ. Seit der Eröffnung 1990 und dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin dient es gelegentlich noch als Staatsherberge sowie als Stätte nationaler und internationaler Konferenzen.

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16.2.1893

Gründung des "Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats"
 
Die Absatzorganisation des westdeutschen Steinkohlenbergbaus mit Sitz in Essen hatte 93 Mitglieder und war sehr erfolgreich.  Das Syndikat Kartell, bei dem sich die Vertragspartner zu gemeinsamer Organisation (etwa für den Vertrieb oder die Beschaffung) verpflichten. , das sowohl die Produktionsvolumen seiner Mitglieder als auch die Preise festlegte, regelte auch den Vertrieb der Kohle. Es gelang dem Syndikat Kartell, bei dem sich die Vertragspartner zu gemeinsamer Organisation (etwa für den Vertrieb oder die Beschaffung) verpflichten. , auf Dauer einen Ausgleich zwischen Abbau und Absatz im Ruhrkohlenbergbau zu schaffen. 1903 traten die Hüttenzechen dem Syndikat Kartell, bei dem sich die Vertragspartner zu gemeinsamer Organisation (etwa für den Vertrieb oder die Beschaffung) verpflichten. bei, das damit nahezu eine Monopolstellung im Ruhrkohlenbergbau erreichte und das größte Kartell Zusammenschluss von Unternehmen, der den Wettbewerb untereinander beschränken soll. in Deutschland vor 1900 war. Jährlich wurden Beteiligungszahlen an der Gesamtfördermenge für jede Zeche neu festgesetzt. 1934 wurde das Kartell Zusammenschluss von Unternehmen, der den Wettbewerb untereinander beschränken soll. um die Zechen des Aachener Reviers und 1935 um die des Saarlandes ergänzt.

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2.3.1893

Eröffnung der Tonhalle in Düsseldorf

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12.7.1893

Eröffnung des neu eingerichteten Rheinischen Provinzialmuseums in Bonn an der Colmantstraße, heute LVR-LandesMuseum Bonn

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21.11.1893

Angliederung von Neuenkamp und Hohenhagen vom Kreis Lennep an den Stadtkreis Remscheid

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1893

Das 70. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Julius Buths (1851-1920).

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1893

Die erste elektrische Straßenbahn nimmt in Essen den Betrieb auf
 
Diese wurde gebaut und betrieben von der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft.

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1893

In Trier wird die erste Wein- und Obstbauschule der Rheinprovinz gegründet

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1893

Gründung der Wermelskirchener Bank

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Februar 1894

Erscheinungsbeginn der Zeitung "Der Volksfreund" in Aachen
 
Die neben dem "Echo" zweite katholische Aachener Zeitung stellte am 31.5.1941 das Erscheinen ein.

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12.3.1894

Konzession für die Rheinisch-Westfälische Bodenkreditbank in Köln, gegründet vom Schaafhausenschen Bankverein

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13.-15.5.1894

Das 71. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Ernst von Schuch (1846-1914) und Eberhard Schwickerath (1856-1940).

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26.-30.8.1894

Der 41. Deutsche Katholikentag findet in Köln statt

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11.10.1894

Meiderich (heute Stadt Duisburg) erhält die Rheinische Städteordnung verliehen
 
Meiderich gehörte zu den schnell gewachsenen Fabrikdörfern des Ruhrgebiets, deren Existenz als Stadt zeitlich stark begrenzt war. Bereits 1905 wurde die Stadt Meiderich mit der Stadt Duisburg zusammengeschlossen.

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28.12.1894

Gründung des Kölner Frauenbildungsvereins im Hansasaal des Kölner Rathauses
 
Vereinszweck war die Eröffnung neuer Bildungs- und Berufsmöglichkeiten für Frauen. Gründungsmitglieder waren Frauen der Kölner Honoratiorenschicht; erste Vorsitzende wurde die Frau des Oberbürgermeisters Becker. Der Kölner Verein gehörte zu den größten Frauenfortbildungs- und Frauenerwerbsvereinen im Deutschen Reich.

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1894

Gründung des Bergischen Museums Burg an der Wupper (heute Stadt Solingen)
 
Träger des Museums ist der 1887 gegründete Verein zur Erhaltung der Schlossruine Burg an der Wupper, der seit 1897 Schlossbauverein zu Burg an der Wupper heißt.

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1894

Max Bodenheimer gründet die "Nationaljüdische Vereinigung Köln"

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1894-1897

Bau der Müngstener Brücke
 
Die mit 107 Metern höchste Eisenbahnbrücke Europas verbindet Remscheid mit Solingen.

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1894-1897

Bau des Rathauses der Stadt Rheydt (heute Stadt Mönchengladbach)

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1.5.1895

Verwaltungsordnung der preußischen Staatseisenbahnen
 
Sie teilte die Rheinprovinz im Wesentlichen auf die vier Eisenbahndirektionen Essen, Elberfeld (seit 1929 Wuppertal), Köln und Saarbrücken auf.

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5.5.1895

Gründung des "Turnvereins Flingern 1895", Vorläufer des Fußballklubs "Fortuna Düsseldorf"

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2.6.1895

Das 72. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Franz Wüllner (1832-1902).

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1895

Gründung der Rheinischen Bahngesellschaft

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1895

Gründung der Spar- und Darlehnskasse des Landkreises Aachen (Kreissparkasse)

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1895

Gründung der "Kölnischen Lebensversicherung"
 
Diese - gegründet von den Kölner Arbeitervereinen - war vor allem für einkommensschwache Schichten gedacht.

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1895

Gründung der "Kölnischen Sachversicherung"

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1895-1900

Bau des Neuen Rathauses der Stadt Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)
 
Der erste Rathausbau entstand 1829-1843 (heute Von der Heydt-Museum).

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1.4.1896

Die Stadt Solingen wird kreisfrei und scheidet aus dem Landkreis Solingen aus

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25.5.1896

Eröffnung des VII. Internationalen Bergarbeiterkongresses in Aachen

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16.7.1896

Ministerialerlass gestattet Frauen die Zulassung an der Universität Bonn als Gasthörer
 
Voraussetzung war die Genehmigung des akademischen Lehrers und des Kurators der Universität. Im November gab es erste Gasthörerinnen an der Landwirtschaftlichen Akademie. Am 22.1.1899 erhielt als erste Frau Maria Gräfin von Linden (1869-1936) die Anstellung als Assistentin an der Universität (Zoologisches Institut). Am 30.4.1910 wurde ihr - inzwischen Vorsteherin der Parasitologischen Abteilung des Hygienischen Instituts - als erster Frau an der Universität Bonn der Titel "Professor" verliehen.

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1896-1898

Bau der Bever-Talsperre
 
Die dem Hochwasserschutz dienende Brauchwassertalsperre im Wupperverband liegt überwiegend auf dem Gebiet der Stadt Hückeswagen und zu einem kleinen Teil auf Gebiet der Stadt Radevormwald im Oberbergischen Kreis. Erweiterung 1935-1938.

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1896/1897

Gründung der "National-Jüdischen Vereinigung" in Köln durch Max Bodenheimer
 
1897 in "Zionistische Vereinigung für Deutschland" umbenannt.

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1896-1902

Bau des Rathauses der Stadt Duisburg im Stil der Neurenaissance

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1896

Das 73. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Johannes Brahms (1833-1897), Julius Buths (1851-1920) und Richard Strauss (1864-1949).

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1.4.1897

Eingemeindung der Stadt Burtscheid vom Landkreis Aachen in den Stadtkreis Aachen

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1.4.1897

Eingemeindung von Teilen der Gemeinde Altenessen des Landkreises Essen in den Stadtkreis Essen

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1.4.1897

Vereinigung der Landgemeinde Sankt Arnual im Landkreis Saarbrücken mit dem Stadtkreis Saarbrücken

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1.4.1897

Die Stadt Burtscheid wird in die Stadt Aachen eingemeindet

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6.-8.6.1897

Das 74. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Hans Richter (1843-1916) und Eberhard Schwickerath (1856-1940).

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1897

Cornelius Stüssgen (1877-1956) eröffnet in Köln ein Einzelhandelsgeschäft
 
Schon bald folgte die Einrichtung weiterer Läden außerhalb Kölns. Er baute das Filialnetz, seit 1903 unter dem Namen "Rheinisches Kaufhaus für Lebensmittel" so weit aus, dass es schon kurz vor dem Ersten Weltkrieg über 100 Filialen umfasste. Nach dem Krieg beschränkte er das Geschäft wieder auf das Rheinland. 1929 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Die Mehrheit übernahm 1984 die Rewe-Gruppe; 2005 wurde der Name Stüssgen aufgegeben.

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31.8.1897

Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals am Deutschen Eck in Koblenz in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. (Regentschaft 1888-1918) und seiner Gattin Auguste Viktoria (1858-1921)
 
Nach der Begrüßungshymne der Koblenzer und Kölner Gesangvereine hielt der Fürst zu Wied namens der Rheinprovinz die Festrede. Es folgten das Kaiserhoch, das Absingen der Nationalhymne, Kanonendonner und Glockengeläut. Nach der offiziellen Besichtigung und der Abnahme der Parade über die am Rheinufer aufgestellten Truppen der Koblenzer Garnison zog sich das Kaiserpaar ins Kurfürstliche Schloss zurück. Eine Rheinfahrt der kaiserlichen Familie beschloss den Festttag. - Anlässlich der Einweihung wurde Koblenz zur preußischen Residenzstadt erhoben.

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1.9.1897

Zusammenschluss von drei Bonner Brauereien zur Bürgerlichen Brauhaus AG, später Kurfürsten-Bräu AG

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9.11.1897

Gründung des "Caritasverbandes für das katholische Deutschland" (DCV) in Köln
 
Gründer und erster Präsident des Verbandes mit Sitz in Freiburg war der Priester und Sozialpolitiker Lorenz Werthmann (1858-1921);  seit 1921 "Deutscher Caritasverband" .

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22.11.1897

Gründung der Handelskammer Ruhrort (heute Stadt Duisburg)
 
Der Kammerbezirk umfasste neben der Stadt den gesamten Landkreis mit Meiderich, Hamborn, Neumühl, Bruckhausen, Holten, Sterkrade, Teile des Kreises Dinslaken und den südöstlichen Zipfel des Kreises Moers mit der Bürgermeisterei Homberg, den Landbürgermeistereien Baerl und Hochemmerich sowie die Gemeinde Bliersheim (Bürgermeisterei Friemersheim). Die Kammer fusionierte zum 1.1.1906 als Folge der kommunalen Neugliederung von 1905 mit der Handelskammer Duisburg.

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20.12.1897

Einweihung des Archiv- und Bibliotheksgebäudes in Köln
 
Das am Gereonskloster 12 nach Plänen von Stadtbaurat Friedrich Carl Heimann (1850-1921) errichtete Gebäude steht noch; es beherbergte bis zum Umzug an die Severinstraße im Jahre 1971 das Historischen Archiv der Stadt Köln.

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1897

Gründung des Rheinisch-Westfälischen Roheisensyndikats

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1897

Bau der Kölner Pferderennbahn

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1897

Eröffnung des Kaiser Wilhelm Museums Krefeld
 
Ursprünglich als Museum für angewandte Kunst gegründet, kamen schon bald Gemälde und Skulpturen dazu.

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1897

Gründung des "Westfonds"
 
Dieser diente der Förderung der in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zurückgebliebenen Gegenden der Rheinprovinz wie Hunsrück und Westerwald. 1901 mit dem "Eifelfonds" vereinigt.

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1.4.1898

Angliederung von Teilen der Gemeinde Huttrop des Landkreises Essen an den Stadtkreis Essen

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21.-25.8.1898

Der 45. Deutsche Katholikentag findet in Krefeld statt

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28.5.1898

Das 75. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Franz Wüllner (1832-1902).

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17.12.1898

Einweihung der ersten Bonner Rheinbrücke
 
Sprengung am 8.3.1945, einen Tag vor Einmarsch der Amerikaner am 9.3.1945. Die Nachfolgerin, die seit 1963 Kennedy-Brücke heißt,  wurde am 12.11.1949 eingeweiht.

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1898

Einweihung der (Düsseldorf-) Oberkasseler Rheinbrücke

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1898

Gründung des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks (RWE) in Essen

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1898-1900

Bau des Beyenburger Stausees
 
Die kleinste der Wupper-Talsperren liegt auf  dem Gebiet der Stadt Wuppertal.

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1898-1902

Bau der Oberen Herbringhauser Talsperre
 
Sie dient der Trinkwasserversorgung und wurde von der Stadt Barmen (heute Stadt Wuppertal) errichtet; daher hieß sie ursprünglich Barmer Talsperre.

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14.1.1899

Gründung des "Vereins Mädchengymnasium zu Köln"
 
Maßgeblich daran beteiligt war Mathilde von Mevissen, die 1904 Vorsitzende des Vereins wurde. Vorrangiges Ziel war die Errichtung eines humanistischen Mädchengymnasiums; am 5.7.1902 kam die Erlaubnis des preußischen Kultusministeriums, eine Schule mit einem auf sechs Jahre verteilten gymnasialen Lehrgang für Mädchen ab zwölf Jahren einzurichten. Ostern 1903 wurde das erste Mädchengymnasium Preußens in Köln eröffnet.

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6.2.1899

Eingemeindung von Teilen der Gemeinde Hardenberg des Kreises Mettmann in den Stadtkreis Elberfeld sowie in den Landkreis Essen

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15.3.1899

Gründung der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz in Bonn (Landwirtschaftskammer Rheinland)
 
Die Einrichtung von Landwirtschaftskammern war die Folge eines preußischen Gesetzes vom 30.6.1894, wonach zum Zweck der körperschaftlichen Vereinigung des landwirtschaftlichen Berufsstandes Landwirtschaftskammern errichtet werden konnten, die möglichst das Gebiet einer Provinz  umfassen sollten. 1933 erfolgte die Auflösung, die Aufgaben wurden seitdem durch die Hauptabteilung II der Landesbauernschaft Rheinland wahrgenommen. 1948 Bildung der vorläufigen Landwirtschaftskammer Rheinland, 1949 Landwirtschaftskammer Rheinland. 1.1.2004 Zusammenschluss mit der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe zur Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Bonn und Münster.

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6.5.1899

Festkommers anlässlich der Immatrikulation des 2000. Studenten an der Universität Bonn

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1899

Gründung der Handelskammer Düsseldorf

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1899

Gründung des Ruhrtalsperren-Vereins (RTV)
 
Dieser war ein freiwilliger Zusammenschluss der im unteren Ruhrtal angelegten Wasser- und Triebwerke. Die öffentlich-rechtliche Grundlage erhielt der RTV 1913 durch das Preußische Ruhrtalsperrengesetz (RTG).

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1899

Mülheim an der Ruhr wird Garnisonsstadt
 
Es blieb die einzige Garnisonsstadt des Ruhrgebiets vor 1918.

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1899

Gründung des städtischen Orchesters Essen
 
Es erhielt im "Saalbau" von 1904 eine Aufführungsstätte, die nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1950 wiederaufgebaut und 2004 umgebaut wurde.

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1899

In Brühl wird das erste Braunkohlekraftwerk der Welt ("Berggeist") errichtet

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1899-1902

Hubert Theophil Simar Erzbischof von Köln

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1899

Das 76. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Julius Buths (1851-1920) und Richard Strauss (1864-1949).

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1.1.1900

Die unterschiedlichen Rechtsnormen im Rheinland ("Rheinisches Recht") werden durch das Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) abgelöst

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1.4.1900

Gründung der Handwerkskammer für den Regierungsbezirk Aachen

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1.4.1900

Teile der Gemeinden Anholt und Herzebocholt des Kreises Borken (Regierungsbezirk Münster, Provinz Westfalen) gehen an den Kreis Rees (Regierungsbezirk Düsseldorf, Rheinprovinz)
 
Ein kleines Gebiet (0, 5 ha) kam vom Kreis Rees an den Kreis Borken.

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26.4.1900

Gründung der Düsseldorfer Handwerkskammer

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14.5.1900

Gebietstausch zwischen den Gemarkungen Disternich (Kreis Düren) und Weiler (Kreis Euskirchen)

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3.-5.6.1900

Das 77. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Richard Strauss (1864-1949) und Eberhard Schwickerath (1856-1940).

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1.8.1900

Gründung des "Fußballklubs Borussia 1900 M.-Gladbach", heute Borussia Mönchengladbach

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2.-6.9.1900

Der 47. Deutsche Katholikentag findet in Bonn statt

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24.10.1900

Einweihung des Rathauses der Stadt Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)
 
Die Eröffnung, die gleichzeitig mit der der Wuppertaler Schwebebahn (offizielle Eröffnung 1.3.1901) und der Barmer Ruhmeshalle erfolgte, nahm Kaiser Wilhelm II. (Regentschaft 1888-1918) vor. Der zweite Elberfelder Rathausbau nach 1829-1843 wurde auf dem Neumarkt errichtet. Es dient heute als Verwaltungsgebäude der Stadt Wuppertal.

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30.10.1900

Verfügung des preußischen Innenministeriums, wonach Köln im amtlichen Schriftverkehr wieder mit "C" geschrieben werden soll
 
Die Verfügung ging auf einen jahrzehntelangen Streit zurück. Seit dem Ende der französischen Zeit hatten die Kölner ihre Stadt mit "K" geschrieben, während sie etwa postalisch ""Cöln"" hieß. Gegen die Verfügung vom 30.10.1900 erhob sich in der Stadt heftiger Protest. Eine entsprechende Klage des Stadtrats wies das Oberlandesgericht 1901 ab. Schließlich wurde bekannt, dass Kaiser Wilhelm II. (Regentschaft 1888-1918) höchstpersönlich das "C" verordnet hatte. Seit Januar 1919 schreibt sich die Stadt wieder "Köln".

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1900

Errichtung der "Provinzial-Irren-Anstalt" auf dem Gelände des Gutes Galkhausen, heute LVR-Klinik Langenfeld

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1900-1905

Bau der Urfttalsperre
 
Die heute im Nationalpark Eifel gelegene Talsperre ist die älteste der Eifel-Talsperren und war seinerzeit die größte in Europa.

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1900/1914

Inbetriebnahme der Lingese- und Brucher Talsperre auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Marienheide
 
Die Brauchwassertalsperre ist neben der Ronsdorfer Talsperre die älteste des Wupperverbandes.

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2.2.1901

Errichtung der Apothekerkammer der Rheinprovinz durch Regierungsverordnung

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1.3.1901

Eröffnung der Wuppertaler Schwebebahn
 
1903 wurde die Gesamtstrecke Oberbarmen-Vohwinkel eröffnet.

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1.4.1901

Die Stadt Oberhausen wird kreisfrei

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1.5.1901

Die Stadt Mülheim am Rhein wird kreisfrei
 
Am 1.4.1914 wurde die Stadt Mülheim mit der Stadt Köln vereinigt.

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1.5.1901

Gründung der Kölner Handelshochschule
 
Die von der Stadt Köln mit Hilfe einer von Gustav von Mevissen 1879 begonnenen Stiftung, ohne Beteiligung des Staates und der Provinz, errichtete Handelsakademie war die erste Handelshochschule Deutschlands. 1919 war sie eine der drei Hochschulen, aus denen die Universität zu Köln gegründet wurde.

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1.8.1901

Die Gemeinde Altendorf wird in den Stadtkreis Essen eingemeindet

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1.8.1901

Die Gemeinde Altendorf kommt vom Kreis Essen-Land an den Kreis Essen-Stadt

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3.8.1901

Die Gemeinde Linn (Kreis Krefeld-Land) wird in den Stadtkreis Krefeld eingemeindet

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1901

Das 78. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Karl Wolff und Erich Urban.

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1901

Gründung des "Philharmonischen Orchesters" in Koblenz
 
1913 wurde es in städtische Regie übernommen. Das Orchester stand in der Tradtion der 1654 gegründeten kurtrierischen Hofkapelle und war Vorgänger der 1945 gegründeten, bis heute bestehenden "Rheinischen Philharmonie".

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1901

Baubeginn des Aachener Hauptbahnhofs

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1901

Gründung der Textilschule in Mönchengladbach
 
Diese wurde zur Textilingenieurschule ausgebaut und ist heute Teil der Hochschule Niederrhein.

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1901

Verlegung der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken von Oberbruch bei Aachen nach Elberfeld (heute Stadt Wuppertal)

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1901

Gründung der Schifferbörse in Ruhrort (heute Stadt Duisburg)

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1901

Die Agrippina-Versicherungs AG in Köln führt als erster Versicherer in Deutschland eine Kasko-Versicherung für den Kraftfahrzeug-Verkehr ein

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1901

Die Stadt Düsseldorf erhält das private Naturkundemuseum des Apothekers und Privatgelehrten Theodor Löbbecke (1821-1901) übertragen
 
1904 Benennung als Löbbecke-Museum, heute institutionell mit dem Aquazoo verbunden.

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1901

Eröffnung der Sparkasse der Stadt Aachen

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1910

Rellinghausen wird in die Stadt Essen eingemeindet

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1.4.1902

Eingemeindung der Landgemeinde Moselweis vom Landkreis Koblenz in den Stadtkreis Koblenz

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1.4.1902

Eröffnung des Gefängnisses (heute JVA) Wittlich

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1.4.1902

Moselweiß wird in die Stadt Koblenz eingemeindet

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1.5.1902

Eröffnung des neuen Koblenzer Hauptbahnhofs am Fuß der Karthause
 
Der Bau war nach der Zusammenlegung des vorher getrennten Rhein- und Moselbahnhofs erfolgt.

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1.5.-20.10.1902

"Industrie- und Gewerbeausstellung für Rheinland, Westfalen und benachbarte Gebiete" in Düsseldorf
 
Diese knüpfte an den Erfolg der Düsseldorfer Gewerbeausstellung von 1880 an. Sie wurde begleitet von zahlreichen nationalen und internationalen Veranstaltungen aller Art und begründete den Ruf Düsseldorfs als "Schreibtisch des Ruhrgebiets". Die Stadt am Rhein hatte sich damit auch für die folgenden Jahrzehnte als zentrale Ausstellungs- und Kongressstadt profiliert.

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6.9.1902

Eröffnung der Oper Köln
 
Der Bau am Habsburgerring war seit 1900 im Stil der Neurenaissance nach Plänen des Architekten Carl Moritz (1863-1944) errichtet worden; 1943 stark beschädigt, wurden die restlichen Ruinen 1958 abgerissen. Zur Eröffnung 1902 wurde der dritte Akt von Richard Wagners (1813-1883) "Die Meistersinger von Nürnberg" gegeben.

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1.10.1902

Errichtung des Kreises St. Ingbert im Königlich Bayerischen Regierungsbezirk Pfalz
 
Der Kreis kam 1920 vollständig zum Saargebiet und 1935 unverändert zum Saarland.

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1902

Das 79. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Julius Buths (1851-1920) und Richard Strauss (1864-1949).

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1902

Eröffnung des Essener Hauptbahnhofs

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1902

Gründung des städtischen Sinfonieorchesters Mönchengladbach

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1902

Gründung der Stadtbücherei Essen

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1902

Gründung des Duisburger Stadtmuseums
 
Es ging hervor aus dem 1896 gegründeten "Duisburger Altertumsverein" und wurde 1907 von der Stadt Duisburg übernommen; 1927 Umbenennung in "Averdunk-Museum", seit 1939 "Niederrheinisches Museum", seit 1991 "Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg".

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1902

Beim Fährbetrieb Königswinter wird der erste Fährdampfer auf dem Rhein eingesetzt

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1902-1904

Bau des Rathauses von Hamborn (heute Stadt Duisburg)

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1902-1908

Bau der Diepentalsperre (auch Murbach- oder Halbachtalsperre)
 
Sie liegt im Grenzgebiet der Städte Leverkusen/Leichlingen/Burscheid und dient ausschließlich der Stromerzeugung.

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1902-1912

Anton Fischer Erzbischof von Köln

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Ostern 1903

In Köln wird das erste Mädchengymnasium Preußens eröffnet
 
Der "Verein Mädchengymnasium zu Köln" (VMG) hatte seit seiner Gründung 1899 für die Einrichtung des Gymnasiums gekämpft. DIe Mehrheit der Schülerinnen kam aus dem Wirtschafts- wie dem Bildungsbürgertum Kölns und des Rheinlands. Die Einrichtung hatte zunächst nur als Probeanstalt eine Konzession erhalten; 1909 wurden die Gymnasialklassen als städtische Studienanstalt der gymnasialen Richtung übernommen. 1934 wurde die Schule von den Nationalsozialisten geschlossen.

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31.5.-2.6.1903

Das 80. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Felix Weingärtner (1863-1942) und Eberhard Schwickerath (1856-1940).

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23.-27.8.1903

Der 50. Deutsche Katholikentag findet in Köln statt

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22.10.1903

Eröffnung eines zweiten Theologenkonvikts für das Erzbistum Köln in Bonn (Collegium Leoninum)
 
Nach Gründung des Bistums Essen 1958 stand das Leoninum hauptsächlich den Priesteramtskandidaten der Bistümer Aachen und Essen zur Verfügung. Das Theologenkonvikt wurde 1998 aufgelöst, in dem Gebäudekomplex entstanden eine Seniorenresidenz und ein Hotel.

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4.11.1903

Erste Frauenpromotionen an der Universität Bonn
 
Die Ärztinnen Frida Busch (1868-1961), Tochter des seinerzeit bekannten Chirurgen Wilhelm Busch, und Hermine Edenhuizen (1872-1955) waren die ersten Frauen, die an der Universität Bonn promoviert wurden.

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1903

Gründung der "Rheinischen Kalksteinwerke GmbH" in Wülfrath

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1903

Bau der Sengbachtalsperre (Solinger Talsperre)
 
Die Talsperre liegt in einem Seitental der Wupper und versorgt die Stadt Solingen mit Trinkwasser.

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1.1.1904

Die Stadt Mülheim an der Ruhr wird kreisfrei

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1.1.1904

Die Stadt Mülheim an der Ruhr wird kreisfrei
 
Zugleich Eingemeindung der Gemeinden Broich, Speldorf, Saarn, Styrum und Holthausen in den Stadtkreis Mülheim an der Ruhr.

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19.4.1904

Durch königlichen Erlass wird der Stadt Neukirchen der Namenszusatz "Bergisch" verliehen
 
Benennung nach der Bahnstation (1881-1991).

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1.4.1904

Die Gemeinden Poppelsdorf, Kessenich, Endenich und Dottendorf werden nach Bonn eingemeindet

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14.7.1904

Verkündigung des Gesetzes zur Bildung der Emschergenossenschaft
 
Damit wurde der erste Verband zur Sicherung des Wasserbedarfs im Emschergebiet gegründet. Die erste Versammlung der Emschergenossenschaft fand am 17.6.1905 in Essen statt. Genossen waren alle zur Emscher entwässernden Gemeinden, Kostenträger die Gemeinden, die Bergwerke und gewerbliche Unternehmen.

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1904

Gründung der Kölner "Akademie für praktische Medizin"
 
Sie sollte gemäß der im Jahr zuvor in Kraft getretenen Ausbildungsordnung in einem praktischen Jahr jungen Medizinern die Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, die diese für die Praxis benötigten. Sie war die erste ihrer Art in Deutschland und ein wichtiger Meilenstein für die Ausbildung der Ärzte.

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3.10.1904

Eröffnung des Diözesanmuseums Trier anlässlich der in Trier stattfindenden 11. Generalversammlung der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst
 
2010 in "Museum am Dom Trier" umbenannt.

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1904

Das 81. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Fritz Steinbach (1855-1916).

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1904

Robert Gerling gründet in Köln das "Bureau für Versicherungswesen"
 
Es folgten 1909 die Rheinische Feuerversicherungs-AG und 1910 die Kronprinz-Versicherungs-AG, 1918 Zusammenfassung in der Allgemeinen Versicherungs-AG, die 1923 in Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG umbenannt wurde.

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2.1.1905

Gesetz zur Errichtung des Oberlandesgerichts Düsseldorf
 
Von 1819 bis zum Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes am 1.10.1879 gab es in der Rheinprovinz nur den Appellationsgerichtshof in Köln. Das preußische "Ausführungsgesetz zum Deutschen Gerichtsverfassungsgesetz" vom 24.4.1878 hob in der Rheinprovinz nicht nur die dort geltende französische Gerichtsverfassung auf, sondern auch den Appellationsgerichtshof, die Landgerichte, die Handels- und Friedensgerichte. Durch Gesetz vom 4.3.1878 wurden zum 1.10.1879 diese Gerichte neu errichtet; der Appellationsgerichtshof hieß seitdem Oberlandesgericht Köln. Als sich dessen Sprengel als zu groß erwies, wurde per Gesetz vom 2.1.1905 dessen nördlicher Teil mit den Landgerichtsbezirken Düsseldorf, Elberfeld (heute Stadt Wuppertal) und Kleve abgetrennt und dem neu errichteten Oberlandesgericht Düsseldorf zugewiesen, das außerdem aus dem Oberlandesgericht Hamm die Landgerichte Duisburg und die beiden neu eingerichteten Landgerichte in Krefeld und Mönchengladbach erhielt. Das neue Oberlandesgericht nahm seine Tätigkeit am 16.9.1906 auf.

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19.3.1905

In Neuwied wird die zweite Provinzialblindenanstalt gegründet
 

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11.-13.6.1905

Das 82. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Julius Buths (1851-1920).

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1.7.1905

Angliederung der Gemeinde Rüttenscheid vom Kreis Essen-Land an den Kreis Essen-Stadt

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26.7.1905

Die Archäologin Elvira Fölzer wird als erste Frau an der Philosophischen Fakultät Lateinisch, bezeichnet fachlich nach den Hauptwissenschaften gegliederte Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule. der Universität Bonn immatrikuliert

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1.10.1905

Die Städte Duisburg, Meiderich und Ruhrort werden zur neuen Stadt Duisburg vereinigt

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1.10.1905

Das Kraftwerk der Urfttalsperre beginnt mit der Stromlieferung

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28.10.1905

Eröffnung des Deutschen Schauspielhauses Düsseldorf durch Louise Dumont und Gustav Lindemann

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19.3.1905

Die Bürgermeisterei Rüttenscheid wird in die Stadt Essen eingemeindet

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1905

Niederlassung der "Deutschen Solvay GmbH" in Rheinberg gegründet

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1905

Gründung der Heil- und Pflegeanstalt Johannisthal bei Süchteln, heute LVR-Klinik Viersen

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1905-1914

Bau des Rhein-Herne-Kanals

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ab 1906

Die "Margarethe Krupp-Stiftung für Wohnungsfürsorge" in Essen beginnt mit dem Bau der Gartenstadt "Margarethenhöhe"
 
Die Stiftung der Margarethe Krupp (1854-1931), der Witwe Friedrich Alfred Krupps, war nicht beschränkt auf den Bau von Werkswohnungen, sondern für die gesamte Essener Bevölkerung gedacht. "Margarethenhöhe" (die Namensgebung erfolgte 1911) war der Form, nicht der genossenschaftlichen Verfasstheit nach die erste deutsche Gartenstadt. Der erste Bauabschnitt wurde bis 1938 errichtet nach Plänen des  Architekten Georg Metzendorf (1874-1934). Die Siedlung Margarethenhöhe II entstand 1962-1966 und 1971-1980.

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1.4.1906

Die Landgemeinde Forst im Landkreis Aachen wird in den Kreis Aachen-Stadt eingemeindet

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3.-5.6.1906

Das 83. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Felix Weingärtner (1863-1942) und Eberhard Schwickerath (1856-1940).

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19.-23.8.1906

Der 53. Deutsche Katholikentag findet in Essen statt

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20.10.1906

Gründung des "Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz" (heute Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz) im Kölner Gürzenich

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12.11.1906

Eröffnung des Rautenstrauch-Joest-Museums in Köln
 
Den Grundstock des 1901 gegründeten Museums bildete die Stiftung der Ethnographica-Sammlung des Naturwissenschaftlers und Weltreisenden Wilhelm Joest (1852-1897) durch dessen Schwester Adele (1850-1903) im Jahre 1899 an die Stadt Köln. Diese stiftete nach dem Tode ihres Mannes Eugen Rautenstrauch (1842-1900) auch das Kapital für den Bau des Völkerkundemuseums - des einzigen im heutigen Nordrhein-Westfalen - am Ubierring. Derzeit erhält das Museum einen Neubau.

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1906

In Remscheid wird der erste Elektrostahlofen der Welt in Betrieb genommen

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1906

Eröffnung der Rheinuferbahn Köln-Bonn

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1906

Gründung des Geschichtsvereins Mülheim an der Ruhr

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1906

Die Stadt Köln erwirbt vom Staat Preußen links- und rechtsrheinisch 123 Hektar Land
 
Rechtsrheinisch wurden damit sämtliche Befestigungsanlagen aufgehoben, eine wichtige Voraussetzung für die Eingemeindungen von 1910 und 1914. Ab 1906 konnten die 1888 eingemeindeten Orte und das aus der Altstadt und der Neustadt bestehende Köln in den Grenzen bis 1888 zusammenwachsen, da die Rayon-Bestimmungen nun entfielen.

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1906

Eröffnung des Städtischen Kunstmuseums Essen
 
Es ging 1922 im Folkwang-Museum auf.

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1906

Eröffnung des Gefängnisses in Lüttringhausen (heute Stadt Remscheid)

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1906-1910

Bau der Südbrücke in Köln
 
Die für den Güterverkehr gebaute Eisenbahnbrücke diente der Entlastung der gleichzeitig errichteten neuen Hohenzollernbrücke, die dem Personenverkehr vorbehalten war. Die Südbrücke war Teil des Kölner Festungssystems.

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1.4.1907

Die Stadt Rheydt (heute Stadt Mönchengladbach) wird kreisfrei

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9.6.1907

Gründung der "Gesellschaft für Trierische Geschichte und Denkmalpflege"

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29.6.-1.7.1907

Das 84. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Fritz Steinbach (1855-1916).

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4.7.1907

Gründung der Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin
 
Sie hatte die gleiche Bestimmung wie die am 13.1.1904 gegründete Kölner Akademie. Eröffnung am 27.7.1907.

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27.7.1907

Eröffnung der Medizinischen Akademie Düsseldorf

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1.10.1907

Gründung des Städtischen Orchesters Bonn, des heutigen "Beethoven-Orchesters"

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15.10.1907

Die Gemeinden Oppum und Bockum-Verberg kommen vom Kreis Krefeld-Land an den Stadtkreis Krefeld

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11.11.1907

Gründung des Vereins "Oecher Platt" zur Pflege und Erhaltung der Aachener Mundart

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1907

Bau des Krefelder Hauptbahnhofs

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1907

Gründung des Kölnischen Geschichtsvereins

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1907

Die (Duisburg-)Ruhrort-Homberger Straßenbrücke über den Rhein wird in Betrieb genommen

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1907-1911

Bau der Hohenzollernbrücke in Köln
 
Sie wurde erbaut von der Deutschen Reichsbahn und der Stadt Köln als Ersatz für die Dombrücke von 1859; Inbetriebnahme 7.3.1909, 20.9.1910 sowie am 23.3.1911 offizielle Einweihung in Gegenwart Kaiser Wilhelms II. (Regentschaft 1888-1918). Am 6.3.1945 als letzte der Kölner Rheinbrücken von der deutschen Wehrmacht gesprengt, Wiederaufbau 1946-1948, 1957-1959, Erweiterungen 1980-1990.

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22.1.1908

Gründung des "Zechenverbandes"
 
Hauptsitz war Essen. Organisatorisch knüpfte die Gründung an den Ausstands-Versicherungs-Verband an, der nach dem großen Bergarbeiterstreik im Ruhrgebiet von 1889 am 13.2.1890 auf Initiative führender Mitglieder des Bergbau-Vereins ins Leben gerufen worden war. Zweck der Gründung des Zechenverbandes war die Wahrung der gemeinsamen Interessen in Arbeiter- und Angestelltenfragen der Unternehmen des Ruhrbergbaus.

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16.-20.8.1908

Der 55. Deutsche Katholikentag findet in Düsseldorf statt

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26.9.1908

Gründung des Rheinischen Städtetags in Koblenz
 
Spitzenverband der Städte in der Rheinprovinz; Mitglieder waren alle Städte über 15.000 Einwohner. Der Vorsitz lag praktisch während des ganzen Zeitraums des Bestehens bei der Stadt Duisburg. 1933 aufgelöst und in den Deutschen Gemeindetag überführt.

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1908

Huttrop wird in die Stadt Essen eingemeindet

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1908

Gründung des Grafschafter Museums im Moerser Schloss

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1908-1909

Bau der Neyetalsperre
 
Die Trinkwassertalsperre wurde von der Stadt Remscheid errichtet und gehört heute zum Wupperverband.

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1908-1910

Bau der Kölner Südbrücke
 
Zerstörung der zweiten, kleineren (nach der Hohenzollernbrücke) Kölner Eisenbahnbrücke über den Rhein am 6.1.1945. Wiederaufbau 1950.

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1908-1921

Bau des Rathauses der Stadt Barmen (heute Stadt Wuppertal)
 
Die Grundsteinlegung war 1908; der Erste Weltkrieg und Finanzprobleme der Stadt verzögerten eine zügige Fertigstellung. Die Einweihung war am 21.4.1921. Im Jahre 1929 wurde es Sitz der Verwaltung der durch den Zusammenschluss von Barmen und Elberfeld und einigen anderen Orten der neu gebildeten Stadt Wuppertal.

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um 1908

Gründung der Gewerkschaft "Zukunft" in Weisweiler (heute Stadt Eschweiler)
 
Die Gerechtsame Recht, Berechtigung. zu dieser Braunkohlengrube waren bereits 1847/1848 verliehen worden. Doch erst 1909 befand sich die Grube im Aufschluss bei gleichzeitiger Errichtung einer Brikettfabrik. Der Grubenbetrieb setzte 1910 ein. 1913 Übernahme der Kuxe Anteil an einem Bergwerk, das als bergrechtliche Gewerkschaft betrieben wird. der Gewerkschaft durch die neu gegründete "Braunkohlen-Industrie AG. Zukunft (Biag)".

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1.4.1909

Umbenennung des Kreises Ruhrort in Kreis Dinslaken
 
Der Kreissitz wurde von Duisburg-Ruhrort nach Dinslaken verlegt.

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1.4.1909

Zusammenschluss der Industrieorte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach zur neuen Großstadt Saarbrücken

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20.4.1909

Eingemeindung der Landgemeinde Buschhausen vom Landkreis Dinslaken in den Stadtkreis Oberhausen
 
Grenzberichtigung zwischen dem Stadtkreis Oberhausen und der Gemeinde Sterkrade im Kreis Dinslaken.

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6.5.1909

Eröffnung des Hetjens-Museums in Düsseldorf

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30.5.-1.6.1909

Das 85. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Max von Schillings (1864-1949), Eberhard Schwickerath (1856-1940) und Richard Strauss (1864-1949).

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1909

Die Stadt Gerresheim wird nach Düsseldorf eingemeindet

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1909

Militärflughafen (Landeplatz für Luftschiffe) Butzweilerhof in Köln eingerichtet
 

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1909

Gründung des "Sonderbunds Westdeutscher Kunstfreunde und Künstler" in Düsseldorf

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1909

Gründung des "Vereins Frauenstudium" in Köln
 
Hervorgegangen aus dem "Verein Mädchengymnasium zu Köln", der 1909 mit der Einrichtung eines Mädchengymnasiums sein Ziel erreicht sah. 1908 hatten Frauen zwar das Recht zum Universitätsstudium erhalten, dem standen faktisch allerdings noch viele Hemnisse entgegen, unter anderem die hohen finanziellen Aufwendungen für ein Studium. Der Verein ermöglichte mit Stipendien oder durch die Übernahme von Patronaten durch einzelne MItglieder weniger vermögenden Studentinnen ein Studium. 1926 löste sich der Verein auf.

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1909-1911

Bau der Dreilägerbachtalsperre
 
Die auf dem Gebiet der Gemeinde Roetgen liegende Talsperre war die zweite Eifeltalsperre; sie dient nach wie vor der Trinkasserversorgung des Aachener Raumes. 1990-1993 Sanierung.

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1.3.1910

Gründung des Rheinischen Jugendherbergswerks in Düsseldorf

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1.4.1910

Teile von Nordstyrum und Styrum gehen vom Stadtkreis Mülheim an der Ruhr an den Stadtkreis Oberhausen

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1.4.1910

Die Gemeinde Rellinghausen geht vom Landkreis Essen an den Stadtkreis Essen

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1.4.1910

Eingemeindung der Stadt Kalk und der Gemeinde Vingst in die Stadt Köln

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3.4.1910

Einweihung der Kölner Südbrücke
 
Der Bau der zweigleisigen Eisenbahnbrücke mit Fußweg war 1906 begonnen worden.

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12.4.1910

Brühl erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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1.5.1910

Rosa Luxemburg (1871-1919) spricht auf der Maifeier in Köln-Deutz

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26.11.1910

Gründung des Verbandes deutscher Naturweinversteigerer e.V. (VDNV, ab 1972 VDP) in Trier
 
Zum ersten Vorsitzenden wurde der Trierer Oberbürgermeister Albert von Bruchhausen (1859-1948) gewählt. Gründungsverbände waren unter anderem der Trierer Verein von Weingutsbesitzern von Mosel, Saar und Ruwer und der Verein der Naturweinversteigerer an der Nahe.

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1910

Zusammenschluss der Gemeinden Richrath und Reusrath zur Gemeinde Richrath-Reusrath
 
1936 Umbenennung in Langenfeld, 1948 Stadterhebung.

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1910

Vollendung des Neubaus des Oberpräsidialgebäudes in Koblenz
 
1911 siedelte das bis dahin im Koblenzer Schloss untergebrachte Oberpräsidium der Rheinprovinz in den Neubau über.

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1910

Gründung der Deutsche Maschinenfabrik AG (DEMAG)
 
Zusammenschluss der 1863 in Duisburg gegründeten Duisburger Maschinenbau AG, der 1896 in Düsseldorf-Benrath gegründeten Benrather Maschinenfabrik GmbH und der Märkischen Maschinenbau-Anstalt L. Stuckenholz AG in Wetter, ihre Anfänge in der 1819 von Friedrich Harkort in Wetter an der Ruhr gegründeten Mechanischen Werkstätte Harkort & Co. hatte. 1971-1974 erwarb Mannesmann die Demag AG; 1992 wurde der Geschäftsbereich Fördertechnik als Mannesmann Demag Fördertechnik AG ausgegliedert, heute Mannesmann Dematic AG. 1999 Verschmelzung der Mannesmann Demag AG mit der Krauss-Maffei AG zur Mannesmann Demag Krauss-Maffei AG mit Sitz in München.

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1910-1911

Neubau des  Landeshauses in Düsseldorf

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1910

Einweihung des Schnütgen-Museums Köln
 
Den Grundstock des Museums bildete die Sammlung christlicher Sakralkunst des Kölner Domkapitulars Alexander Schnütgen von 1906. Zur Bedingung der Schenkung gehörte ein eigener Anbau an das damalige Kunstgewerbemuseum am Hansaring. Dieser war 1910 fertiggestellt. 1932 zog das "Schnütgen-Museum" in die Gebäude der ehemaligen Abtei St. Heribert im rechtsrheinischen Deutz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Museum in der wiedererrichteten romanischen Kirche des 1802 aufgelösten Cäcilienstifts eingerichtet; die Wiedereröffnung erfolgte im Mai 1956.

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1910

Das 86. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Fritz Steinbach (1855-1916).

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1910

Teile der Gemeinde Herchen kommen vom Siegkreis an den Kreis Waldbröl

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23.3.1911

Hamborn (heute Stadt Duisburg) erhält die Rheinische Städteordnung verliehen und wird gleichzeitig kreisfrei
 
Das größte "Industriedorf Preußens" hatte zu dem Zeitpunkt bereits mehr als 100.000 Einwohner. 1929 erfolgte der Zusammenschluss mit der Stadt Duisburg.

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23.3.1911

Einweihung der Kölner Hohenzollernbrücke in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. (Regentschaft 1888-1918)
 
Die Brücke war 1907-1911 errichtet worden und ersetzte die 1859 eingeweihte Dombrücke. Zerstörung am 6.3.1945 als letzte der Kölner Rheinbrücken durch die Deutsche Wehrmacht. Nach Reparatur und Neubau erneute Inbetriebnahme ab 1948.

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1911

In Übach-Palenberg entsteht die Zeche "Carolus Magnus"
 
Dort wurde bis 1962 gefördert.

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1911

Errichtung der Hochschule für kommunale Verwaltung in Düsseldorf

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1911

Das 87. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Karl Panzer.

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1911

Gründung des Vereins für Heimatpflege und Altertumskunde im Kreis Neuwied

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Mai 1912

Im Kunstsalon Friederich Cohen in Bonn findet die erste Einzelausstellung von Bildern von August Macke statt

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25.5.-30.9.1912

Internationale Sonderbundausstellung moderner Malerei in Köln
 
Die vierte gemeinsame Ausstellung der 1909 im "Sonderbund Westdeutscher Kunstfreunde und Künstler" zusammengeschlossenen Kunstschaffenden und Museumsleute war die bedeutendste. Die 634 gezeigten Bilder boten einen repräsentativen Überblick über die zeitgenössische Kunst.

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26.-28.5.1912

Das 88. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Karl Muck (1859-1940) und Eberhard Schwickerath (1756-1940)

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19.6.1912

Angliederung der Gemeinden Pallien, Heiligkreuz, Sankt Mathias, Sankt Medard und Feyen vom Landkreis Trier an den Stadtkreis Trier

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7.2.1913

Gründung der "Braunkohlen-Industrie AG. Zukunft (Biag) in Weisweiler (heute Stadt Eschweiler)
 
Diese übernahm die Kuxe Anteil an einem Bergwerk, das als bergrechtliche Gewerkschaft betrieben wird. der um 1908 gegründeten Gewerkschaft "Zukunft". Noch 1913 folgte die Gründung des Kraftwerks "Zukunft AG". Am 1.9.1914 konnte ein Großkraftwerk den Betrieb aufnehmen.

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3.7.1912

Eröffnung der "Rheinischen Provinzial- Heil- und Pflegeanstalt Bedburg"
 
Heute LVR-Klinik Bedburg-Hau.

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August 1912

Städtisches Museum Neuss eröffnet
 
Eine Stiftung der Familie Sels machte die Errichtung möglich; seit 1950 Clemens-Sels-Museum.

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1.8.1912

Eröffnung des ersten deutschen Jugendgefängnisses in Wittlich

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11.-15.8.1912

Der 59. Deutsche Katholikentag findet in Aachen statt

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1912

Errichtung der Hochschule für kommunale und soziale Verwaltung in Köln

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1912

Stadttheater in Duisburg eröffnet
 
Ein Theaterbauverein war bereits 1902 durch Oberbürgermeister Karl Lehr ins Leben gerufen worden.

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1912

Bau der Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Haus Knipp/Stadt Duisburg
 
Nach Zerstörung 1945 Wiedererrichtung 1946.

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1912

Bahnlinie Oberhausen-(Duisburg-)Hamborn-Wesel eröffnet

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1912

Gründung des Kaiser-Wilhelm-Instituts (seit 1949 Max-Planck-Institut) für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr

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1912-1913

Bau der Brucher Talsperre
 
Die der Brauchwasserversorgung und dem Hochwasserschutz dienende Talsperre im Wupperverband liegt in der Gemeinde Marienheide.

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1912-1919

Felix von Hartmann Erzbischof von Köln

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17.3.1913

Sterkrade erhält die Rheinische Städteordnung verliehen
 
Ab 1917 kreisfreie Stadt unter Eingemeindung der Gemeinden Holten, Schmachtendorf und Königshardt; 1929 Eingemeindung der Stadt Sterkrade in die Stadt Oberhausen.

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1.4.1913

Die Stadt Neuss wird kreisfrei

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5.6.1913

Erlass des Preußischen Ruhrtalsperrengesetzes  (RTG) und des Ruhrreinhaltungsgesetzes (RRG)

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10.7.-10.8.1913

Ausstellung "Rheinischer Expressionisten" im Kunstsalon Friedrich Cohen Am Hof (heute Bouvier) in Bonn

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25.9.1913

Einweihung der Synagoge in Essen
 
Der am Steeler Tor gelegene Bau des Architekten Edmund Körner (1874-1940) brannte in der "ReichspogromnachtVom NS-Regime organisierte deutschlandweite Ausschreitungen gegen jüdische Bürger und Einrichtungen der jüdischen Gemeinden in der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938. Von der nationalsozialistischen Propaganda zynisch auch „Reichskristallnacht“ genannt, markiert sie den Übergang von der jüdischen Diskriminierung zur systematischen Massenverfolgung durch die Nationalsozialisten." 1938 innen aus; das Gebäude überstand den Zweiten Weltkrieg und ging 1959 in städtischen Besitz über. Die Stadt Essen eröffnete 1980 die "Alte Synagoge" als Gedenkstätte und politisch-historisches Dokumentationsforum. Nach Umbau Neueröffnung am 13.7.2010.

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1913

Errichtung eines Militär-Luftschiffhafens auf der Golzheimer Heide (Düsseldorf)

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1913

Gründung des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln
 
Das Haus am Hansaring war das erste Spezialmuseum dieser Art in Deutschland. Den Grundstock bildeten die Sammlungen des Museumsgründers Adolf Fischer (1857-1914) und seiner Frau Frieda Bartdorff (1874-1945). Der Bau von 1913 wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. 1977 wurde das Museum im Neubau am Aachener Weiher wiedereröffnet.

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1913

Gründung des Klosters der Steyler Missionare in Sankt Augustin
 
Dort werden bis heute Missionspriester ausgebildet.

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1913

Gründung des Ruhrverbandes durch ein preußisches Sondergesetz als öffentlich-rechtlichen Wasserverband
 
Bereits 1899 war der Ruhrtalsperren-Verein gegründet worden, der mit dem Gesetz die öffentlich-rechtliche Grundlage erhielt.

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1913-1915

Bau der (Köln-)Deutzer Rheinbrücke
 
Die Straßenbrücke (ursprünglich Hindenburgbrücke) war die erste Hängebrücke über den Rhein. Am 28.2.1945 stürzte die durch Bomben stark beschädigte Brücke aufgrund hoher Belastung durch Flüchtlinge ein. 1947-1948 wiedererrichtet.

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1913

Das 89. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Fritz Steinbach (1855-1916).

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1913

Das "Philharmonischen Orchesters" in Koblenz wird in städtische Regie übernommen
 
Es war 1901 gegründet worden und stand in der Tradtion der 1654 gegründeten kurtrierischen Hofkapelle; es war Vorgänger der 1945 gegründeten, bis heute bestehenden "Rheinischen Philharmonie", dessen Trägerschaft 1973 an das Land Rheinland-Pfalz überging.

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1.4.1914

Eingemeindung der Stadt und Bürgermeisterei Mülheim am Rhein sowie der Bürgermeisterei Merheim in die Stadt Köln

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2.4.1914

Errichtung der Tierärztekammer der Rheinprovinz durch Regierungsverordnung

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16.5.-8.8.1914

Deutsche Werkbundausstellung in Köln
 
Die Ausstellung des 1907 gegründeten Werkbundes bot Kunst in Handwerk, Industrie und Handel. Einige der für die Ausstellung errichteten Gebäude hatten bedeutende Architekten (Walter Gropius, Hannes Meyer, Bruno Taut, Henry van den Velde).

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August 1914

Aufmarsch des rechten deutschen Heeresflügels zwischen Aachen und Trier für die Durchführung des Schlieffenplans

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3./4.8.1914

Deutsche Truppen überschreiten die Grenze nach Belgien in Richtung Lüttich
 
Die Kriegshandlungen des Ersten Weltkriegs begannen mit dem Bruch der Neutralität von Luxemburg und Belgien. Nachdem deutsche Truppen am 2.8.1914 in Luxemburg einmarschiert waren, folgte sofort anschließend der Vormarsch auf die belgische Festung Lüttich, die vom 5.-16.8.1914 eingenommen wurde.

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16.-30.8.1914

Das deutsche "Große Hauptquartier" befindet sich in Koblenz
 
Im Zuge des deutschen Vormarsches nach Luxemburg wurde es am 30. August dorthin verlegt.

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30.8.1914

Verlegung des Großen Hauptquartiers von Koblenz nach Luxemburg

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1914

In Straelen am Niederrhein findet die erste genossenschaftliche Obst- und Gemüseversteigerung in Deutschland statt

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1914

Im Aachener Steinkohlerevier nimmt die Gewerkschaft Sophia Jacoba die Kohlenförderung auf
 
1997 stellte mit Sophia Jacoba die letzte Zeche des Aachener Reviers die Förderung ein.

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1914

Fusion der Bergisch-Märkischen Bank mit der Deutschen Bank in Berlin

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1914

Das 90. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Karl Panzer.

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1.4.1915

Die Landgemeinden Borbeck, Altenessen, Bredeney und Haarzopf werden in die Stadt Essen eingemeindet
 
Ein Teil der Gemeinde Borbeck kam an die Stadt Oberhausen, der Gemeindeteil Unterbredeney an die Stadt Werden.

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1.4.1915

Die Gemeinden Altenessen und Haarzopf sowie Teile der Gemeinden Borbeck und Bredeney kommen vom Landkreis Essen an den Stadtkreis Essen

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1.4.1915

Teile der Gemeinde Borbeck kommen vom Landkreis Essen an den Stadtkreis Oberhausen

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1916-1918

Bau der Strafanstalt (heute JVA) Rheinbach

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1916-1919

Bau der Urmitzer Eisenbahnbrücke (Kronprinz-Wilhelm- oder Kronprinzenbrücke)
 
Der Bau der Brücke kam - wie der der Ludendorffbrücke bei Remagen und der Hindenburgbrücke bei Rüdesheim - während des Ersten Weltkriegs aus strategisch Gründen zustande, um schnellere Truppen- und Materialtransporte an die Westgrenze des Reichs zu ermöglichen. Benannt wurde sie nach dem letzten deutschen Kronprinzen. Die Brücke wurde am 9.3.1945 von deutschen Truppen auf dem Rückzug gesprengt, zwei Tage nach dem erfolglosen Sprengungsversuch der Remagener Brücke. Wiederaufbau 1947-1954.

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1916

Bau der Brücke von Remagen (Ludendorff-Brücke)
 
Der Bau der zweigleisigen Eisenbahnbrücke kam auf Drängen der deutschen Generalität zustande, um eine bessere Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und der Westgrenze zum schnelleren Truppen- und Materialtransport zu gewinnen. Diesen Zweck konnte sie jedoch während des Ersten Weltkriegs nicht mehr erfüllen. Benannt wurde sie nach dem General und Chef der Obersten Heeresleitung Erich Ludendorff (1865-1937). Als die Alliierten am 4.9.1944 mit der Bombardierung aller Rheinbrücken begannen, blieb auch die Remagener Brücke nicht verschont. Nach mehreren Angriffen konnten sie jedoch immer wieder repariert werden. Anfang März 1945 traf die Wehrmacht Vorbereitung zur Sprengung der Brücke, um sie beim Vordringen der feindlichen Truppen sofort zerstören zu können. Am 7.3.1945 standen amerikanische Truppen vor Remagen und der Befehl zur Sprengung erging. Diese misslang, so dass die Amerikaner die Brücke erobern und ungehindert passieren konnten ("Das Wunder von Remagen"). Als Folge der Sprengungsversuche und aus Überlastung stürzte die Brücke am 17.3. in den Rhein. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte kein Wiederaufbau.

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2.1.1917-Mai 1918

Bad Kreuznach Sitz des Großen Hauptquartiers der deutschen Armee

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1.7.1917

Bildung des Stadtkreises Sterkrade

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1.7.1917

Eingemeindung von Teilen der Gemeinde Holten und der Stadt Sterkrade vom Landkreis Dinslaken in den Stadtkreis Hamborn
 
Dabei Auskreisung der Stadt Sterkrade aus dem Landkreis Dinslaken und Bildung eines Stadtkreises Sterkrade, zugleich Eingemeindung von Teilen der Gemeinden Holten und Hiesfeld vom Landkreis Dinslaken in den Stadtkreis Sterkrade.

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7.7.1917

Auf Betreiben von Carl Duisberg wird die "Gesellschaft der Freunde und Förderer der Rheinischen Friedrich-Wilhems-Universität Bonn" (GEFFRUB) gegründet
 
Es war die erste Gesellschaft dieser Art.

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1917

Rheinbabenbrücke bei Wesel dem Verkehr übergeben
 
Die alte Rheinschiffbrücke wurde dabei abgebaut und verkauft.

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1917

Erster synthetischer Kautschuk in den Bayer-Werken (Leverkusen-) Wiesdorf hergestellt

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1917

Gründung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eisenforschung in Aachen
 
Gründer war der Verein Deutscher Eisenhüttenleute (VDEh); 1920 Übersiedlung des Instituts nach Düsseldorf.

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1917-1933

Konrad Adenauer Oberbürgermeister von Köln

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Ende Januar 1917-März 1918

Das deutsche "Große Hauptquartier" befindet sich in Bad Kreuznach
 
Es wurde im Zuge der Frühjahrsoffensive an der Westfront 1918 im März in das belgische Spa verlegt. Beim Ausbruch der Revolution floh Kaiser Wilhelm II. (Regentschaft ab 1888) von dort aus am 10.11.1918 ins Exil nach Holland, wo er am 4.6.1941 starb.

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