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 1918 bis 1933 


25.3.1918

Britischer Luftangriff auf Köln
 
Er hatte nur geringe Auswirkungen .

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18.5.1918

Britischer Luftangriff auf Köln
 
Sechs Bomer griffen die Stadt an, die 41 Tote zu beklagen hatte.

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9.8.1918

Die Stadt Montjoie wird in Monschau umbenannt
 
Die Namensänderung des gleichnamigen Kreises erfolgte am 1.6.1920.

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22.8.1918

Britischer Luftangriff auf Köln

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16.9.1918

Letzter britischer Luftangriff auf Köln während des Ersten Weltkriegs
 
Der Angriff wurde von der Flak abgewehrt.

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12.10.1918

Eingemeindung von Parzellen der Gemeinde Karnap im Landkreis Essen in den Stadtkreis Essen

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1.11.1918

Neue Satzung für die Landesbank der Rheinprovinz
 
Diese begründete unter dem Dach des seit 1853 bestehenden Kreditinstituts des Provinzialverbandes die Kommunal-, die Hauskredit- und die Landkreditbank der Rheinprovinz. Die Satzung wurde 1921 erneuert, damit die Landesbank allen Aufgaben einer Großbank des Provinzialverbandes gerecht werden konnte.

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22.11.1918

Französische Truppen besetzen Saarbrücken

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November 1918

Räumung des linken Rheinufers durch deutsche Truppen aufgrund des Waffenstillstandsvertrages von Compiègne am 11.11.1918

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30.11.1918

Belgische Truppen besetzen Aachen
 
Vom 5.-7. Dezember maschierten die belgischen Truppen weiter; sie wurden durch französische abgelöst.

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1.12.1918

Besetzung des linken Rheinufers mit den Brückenköpfen Köln, Koblenz und Mainz durch die Alliierten

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1.12.1918

Amerikanische Truppen in Trier
 
Waffenstillstandsverhandlungen im Salonwagen des Marschall Foch (1851-1929) auf dem Trierer Hauptbahnhof.

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1918

Gründung des Vereins für Heimatkunde zu Krefeld

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1.2.1919

Der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer stellt im "Hansasaal" des Kölner Rathauses  sein Programm eines rheinisch-westfälischen Bundesstaats als friedensstiftendes Element zwischen Frankreich und Deutschland vor
 
Anwesend waren die Vorsitzenden des Provinzialausschusses der Rheinprovinz, die Oberbürgermeister von Aachen, Bonn, Krefeld, Mönchengladbach, Neuss, Rheydt (heute Stadt Mönchengladbach), Saarbrücken, Trier sowie die linksrheinischen Abgeordneten der Weimarer Nationalversammlung und der preußischen Landesversammlung. Der rheinisch-westfälische Bundesstaat im Rahmen des Deutschen Reiches war für Adenauer ein Weg, das Sicherheitsbedürfnis Frankreichs anzuerkennen, ohne Deutschland untragbare Lasten oder Gebietsverluste zuzumuten. Während Adenauer bestrebt war, auf dem Boden der Verfassung zu bleiben und seine Rheinstaatsbestrebungen nach einem dagegen stehenden Beschluss der Weimarer Nationalversammlung im März 1919 zunächst einstellte, radikalisierten sich andere Vertreter der Rheinstaatsidee bis hin zu der Vorstellung, dieses Ziel nur gewaltsam zu erreichen.

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Januar 1919

Aus "Cöln" wird wieder Köln
 
Durch Regierungsverfügung vom 30.10.1900 war die amtliche Schreibweise in "Cöln" geändert worden, was in der Stadt einen erheblichen Protest ausgelöst hatte. Die Änderung hatte Kaiser Wilhelm II. (Regentschaft 1888-1918) höchstpersönlich verfügt und konnte somit erst nach dem Sturz der Monarchie im November 1918 rückgängig gemacht werden.

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15.3.-10.5.1919

Kommunistische Aufruhrbewegung im Ruhrgebiet: Hereinstoßende Freikorps fast überall von der "Roten Armee" verdrängt

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2.4.1919

Nach Ultimatum Einmarsch von Reichswehr in das Ruhrgebiet
 
Nach schweren Kämpfen wurde die Ruhe wiederherstellt.

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6.4.1919

Frankreich besetzt als Reaktion auf die Kämpfe im Ruhrgebiet Frankfurt am Main, Darmstadt und kleinere Städte

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28.6.1919

Versailler Vertrag und Rheinlandabkommen
 
Mit Inkrafttreten des Vertrags am 10.1.1920 erlitt Preußen große Gebietsverluste: im Westen fielen Eupen und Malmedy an Belgien; das Saarland wurde für 15 Jahre  unter die Verwaltung des Völkerbunds gestellt und von einer internationalen "Regierungskommission" verwaltet. Von Seiten der Rheinprovinz fielen die Kreise Saarlouis, Saarbrücken-Stadt und Saarbrücken-Land sowie Teile der Kreise Merzig und St. Wendel an das Saargebiet. Die Alliierten legten "als Bürgschaft für die Durchführung" des Vertrags die Fortsetzung der mit dem Waffenstillstand eingeleiteten Besetzung der linksrheinischen Gebiete fest.  Die rechtliche Voraussetzung der Besatzung bildete das mit dem Vertrag unterzeichnete und gleichzeitig in Kraft getretene Rheinlandabkommen. Die Besatzungszeit sollte bis zu 15 Jahre dauern: Die erste (so genannte Kölner) Zone sollte fünf, die zweite (mittlere)  Zone mit dem Brückenkopf Koblenz zehn und die dritte 15 Jahre nach Inkrafttreten des Vertrags besetzt bleiben. Die Verwaltung im Besatzungsgebiet oblag der Rheinlandkommission mit Sitz in Koblenz. Als Dienstgebäude diente das Oberpräsidium der Rheinprovinz.

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16.7.1919

Gesetz zur Auflösung der preußischen Provinziallandtage
 
Die politischen Änderungen in Folge der Revolution von 1918 erforderten eine Änderung des Wahlrechts für die Provinziallandtage. Das Gesetz vom 16.7.1919, das die alten Landtage auflöste, wurde in der besetzten Rheinprovinz von den Besatzungsmächten zunächst nicht zugelassen. Die Interalliierte  Rheinlandkommission genehmigte das Gesetz erst am 14.7.1920, so dass am 5.12.1920 der am 24.9. gewählte ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. zusammentreten konnte. Zu diesem Zeitpunkt galt allerdings schon ein neues Wahlrecht, das Verhältniswahlrecht, wonach am 20.2.1921 neugewählt wurde.

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11.8.1919

Die Franzosen rücken in die Stadt Trier ein
 
Noch vor der Unterzeichnung des Versailler Vertrags am 28.6.1919 begannen die Amerikaner mit dem Rückzug aus Trier und überließen den Regierungsbezirk Trier den Franzosen. Etwa 7.000 US-Soldaten blieben bis Januar 1923 in und um Koblenz stationiert.

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1.9.1919

Teile der Gemeinde Vohwinkel kommen vom Landkreis Mettmann an den Stadtkreis Elberfeld

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3.9.1919

Der Fußballklub Alemannia und der Aachener Turnverein 1847 schließen sich zusammen zum "Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1847"
 
1924 Umbennung in "Aachener Turn- und Sportverein Alemannia".

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20.9.1919

Der Völkerbund entscheidet die Abtretung von Eupen und Malmedy an Belgien
 
Vorausgegangen war die öffentliche Eintragung in Listen anstelle einer Volksabstimmung, die keine Mehrheit für Deutschland - trotz 82, 5 Prozent deutscher Einwohnerschaft - ergeben hatte.

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2.10.1919

Die Landwirtschaftliche Akademie (Bonn-)Poppelsdorf wird in eine Hochschule mit Rektoratsverfassung und Promotionsrecht umgewandelt

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3.11.1919

"Freie Presse, Volksblatt für den Regierungsbezirk Aachen" (SPD) erscheint erstmalig
 
Der Ableger der "Rheinischen Zeitung" Köln wurde 1933 wie die "Rheinische Zeitung"verboten."

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1919

Die Landesbank der Rheinprovinz gründet in Köln eine Filiale
 
Zweck der Gründung war die Präsenz der Bank im besetzten linksrheinischen Gebiet.

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10.1.1920

Der Versailler Friedensvertrag tritt in Kraft

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15.3.-10.5.1920

Kommunistische Aufruhrbewegung im Ruhrgebiet
 
Die Freikorps wurden fast überall von der "Roten Armee" zurückgedrängt."

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24.3.1920

Beschießung der Stadt Wesel durch die "Rote Armee"

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April 1920

Thomas Mann (1875-1955)  erhält die Ehrendoktorwürde der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
 
Am 19.12.1936 entzog der Dekan Lateinisch, (1) Vorsteher einer Fakultät an einer Universität, (2) höherer katholischer oder evangelischer Geistlicher, Vorsteher eines Dekanats oder Kirchenkreises. der Philosophischen Fakultär im Einvernehmen mit dem Rektorat (1) Amtsausübung eines Rektors, zum Beispiel einer Schule oder Hochschule, (2) selbständiger Seelsorgesprengel, der keine kanonische Pfarre ist, oft Zwischenschritt zur selbständigen Pfarre; Filialkirche. der mittlerweile nationalsozialistisch regierten Universität dem Schriftsteller Thomas Mann, Nobelpreisträger für Literatur des Jahres 1929, die Ehrendoktorwürde, worauf dieser kurz nach Weihnachten 1936 mit einem berühmt gewordenen Antwortschreiben reagierte. 1946 wurde Thomas Mann erneut das Ehrendoktordiplom der Bonner Universität verliehen.

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2.4.1920

Die Reichswehr marschiert in das Ruhrgebiet ein und stellt nach schweren Kämpfen die Ruhe wieder her

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3.4.1920

Rheinhochwasser

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5.5.1920

Gründung des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk (SVR)
 
Der kommunale Zweckverband hatte als vorrangige Aufgabe die Förderung der Siedlungstätigkeit (Wohnungs- und Straßenbau, Bauleitplanung, Wirtschaftsförderung). Das Verbandsgebiet umfasste bei der Gründung die Stadtkreise Bochum, Buer, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamborn, Hamm, Herne, Hörde, Mülheim/Ruhr, Oberhausen, Recklinghausen, Sterkrade und Witten, die Landkreise Bochum, Dinslaken, Dortmund, Essen, Geldern, Gelsenkirchen, Hamm, Hattingen, Hörde, Moers und Recklinghausen. Die Auflösung erfolgte zum 31.12.1975. Nachfolgeorganisation war der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR), heute Regionalverband Ruhr (RVR) mit Sitz in Essen.

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23.-25.5.1920

Das 91. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Karl Muck (1859-1940) und Eberhard Schwickerath (1856-1940).

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29.5.1920

In Kehr (Gemeinde Hellenthal) explodiert die ehemalige Munitionsfabrik "Espagit"
 
Während des Ersten Weltkriegs waren dort über 2.000 Menschen beschäftigt gewesen. Nach Kriegsende war in erheblichem Umfang Altmunition von der ehemaligen Front nach Kehr geschafft worden, darunter auch Giftgranaten, die unter freiem Himmel gestapelt worden waren. Die Altlasten des Unglücks, die zu einer erheblichen Bodenverseuchung geführt hatten, blieben nach 1945 zunächst unbeachtet und wurden erst 1988-2008 aufwändig entsorgt (Kosten ohne Folgekosten: rund 54 Millionen Euro). Auslöser war ein Artikel im "Kölner Stadtanzeiger" vom 9.4.1988, in dem auf die großen Gefahren, die davon für Mensch und Umwelt ausgingen, hingewiesen wurde.

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1.6.1920

Der Kreis Montjoie wird in Monschau umbenannt

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1.7.1920

Eingemeindung der Gemeinden Menden und Raadt vom Landkreis Essen in den Stadtkreis Mülheim an der Ruhr

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1.10.1920

Beginn des Abbruchs der Kölner Festungsanlagen
 
Die Stadt Köln kaufte 1921 das Festungsgelände für 12 Milliarden Mark. In den Folgejahren wurde das ganze ehemalige Rayongelände zu Grün- und Sportanlagen umgestaltet ("Grüngürtel").

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1920

Die preußische Regierung überträgt dem Provinzialausschuss vorübergehend die Befugnisse des Rheinischen Provinziallandtags
 
Das preußische Gesetz vom 16.7.1919, das die Provinziallandtage auflöste, konnte in der Rheinprovinz mit Rücksicht auf die Besatzungsverhältnisse nicht angewandt werden, so dass die Staatsregierung zu diesem Mittel greifen musste. Um die Zusammensetzung des Ausschusses den Zeiterfordernissen anzupassen, ernannte die Regierung sechs weitere Mitglieder und sechs Stellvertreter. Erst im Mai 1920 wurde in der Rheinprovinz das neue Wahlgesetz gültig, das die Interalliierte Rheinland-Kommission im Juli genehmigte. Anschließend erfolgten die Wahlen aus den Stadtverordnetenversammlungen und Kreistagen. Da diese aufgrund des allgemeinen und gleichen Wahlrechts und nach Parteien stattgefunden hatten, bot der ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. ein völlig anderes Bild als in der Zeit vor 1914.

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März 1920

Nach dem Scheitern des rechtsgerichteten Kapp-Lüttwitz-Putsches wird der Aufstand der "Roten Armee" im Ruhrgebiet niedergeschlagen

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1920

Das 1917 in Aachen gegründete Kaiser-Wilhelm-Institut für Eisenforschung siedelt nach Düsseldorf über (heute Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH)

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1920

Hans Riegel gründet in Bonn HARIBO, heute größter Fruchtgummihersteller der Welt

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1920

Gründung des Instituts für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande an der Universität Bonn

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1920

Die Landesbank der Rheinprovinz gründet in Aachen eine Filiale
 
Diese entstand durch Übernahme des von David Hansemann gegründeten "Aachener Vereins zur Beförderung der Arbeitssamkeit".

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1920

In Köln findet die Ausstellung "Dada Vorfrühling" statt
 
Die Ausstellung war der Höhepunkt von Dada-Köln. Die "Arbeitsgemeinschaft Kölner Künstler" veranstaltete für ihre Mitglieder eine juryfreie Ausstellung im Lichthof des Kunstgewerbemuseums am Hansaring. Der neue Direktor des Museums empörte sich vor allem  vor den Montagen und Skulpturen von Theodor Baargeld (das ist Alfred Ferdinand Gruenwald, 1892-1927) und Dadamax (Max Ernst). Diese mussten vor der Eröffnung entfernt werden. Die beiden Ausgestoßenen mieteten den teilweise dem Regen ausgesetzten Lichthof des Brauhauses Winter in der Schildergasse. Aussteller waren neben Max Ernst und Theodor Baargeld Hans Arp (1886-1966), Francis Picabia (1879-1953) und ein nicht näher identifizierter "Vulgärdilettant". Die etwa 170 Ausstellungsstücke waren weniger als Kunstwerke im herkömmlichen Sinne gedacht, sondern eher als dadaistische Provokation; erhalten blieb keins.

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1920-1922

Bau der Stauanlage Dahlhausen
 
Die östlich von Wuppertal in Dahlhausen im Oberbergischer Kreis liegende Stauanlage gehört zum Wupperverband; sie dient der Nutzung der Wasserkraft wie der Brauchwasserversorgung.

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1920-1941

Karl Joseph Schulte Erzbischof von Köln

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12.2.1921

Vohwinkel (heute Stadt Wuppertal) erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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12.2.1921

Wiesdorf (heute Stadt Leverkusen) erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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12.2.1921

Die Gemeinde Homberg erhält die Rheinische Städteordnung verliehen
 
Die Stadt Homberg wurde zum 1.1.1975 mit der Stadt Duisburg zusammengeschlossen.

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8.3.1921

Französische Truppen besetzen das Gebiet um Düsseldorf, Duisburg und Hamborn
 
Als das Deutsche Reich mit den Sachlieferungen aus den im Versailler Vertrag von 1919 festgelegten Wiedergutmachungszahlungen (ReparationenKriegsentschädigungen, Wiedergutmachungsleistungen.) in Verzug geriet, kam es zur Zwangsmaßnahme der Besetzung. Im Januar 1923 führten weitere geringe Rückstände zum Einmarsch französischer und belgischer Truppen. 60.000 Mann besetzten das Ruhrgebiet zwischen Wuppertal, Dortmund und Lippe.

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1.4.1921

Haan erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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18.7.1921

Eingemeindung der Landgemeinde München-Gladbach, der Gemeinde Neuwerk und der Stadt Rheindahlen vom Landkreis Gladbach an den Stadtkreis München-Gladbach

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1.11.1921

Grenzregulierung zu Belgien
 
Randgebiete des ehemaligen Kreises Eupen (Teile der Bürgermeistereien Raeren, Eynatten, Hergenrath) fielen an Deutschland zurück und wurden der Stadt Aachen zur vorläufigen Verwaltung unterstellt (endgültig am 1.11.1922). Die Vennbahn ging in belgische Verwaltung über. Dabei wurde unter anderem Roetgen deutsche Enklave.

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1921

Gründung von Thyssengas
 
Gründer war August Thyssen; erste deutsche Ferngasgesellschaft, die ein regionales Netz aufbaute und das Kokereigas über größere Entfernungen transportierte.

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1921

Bau des Wedaustadions in Duisburg
 
Es bot 40.000 Menschen Platz. 2005 wurde der Neubau der heutigen MSV Arena eingeweiht.

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1.4.1922

Teile der Landgemeinde Worringen und Teile der Gemeinde Longerich werden in die Stadt Köln eingemeindet

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1.4.1922

Eingemeindung von Teilen der Gemeinde Kaarst vom Landkreis Neuss in den Stadtkreis Neuss

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1.4.1922

Angliederung von Teilen der Gemeinde Worringen, Kreis Köln-Land, an den Kreis Köln-Stadt sowie an den Kreis Neuss

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10.8.1922

Eingemeindung der Gemeinden Langerfeld und Nächstebreck vom Landkreis Schwelm (Regierungsbezirk Arnsberg, Provinz Westfalen) in den Stadtkreis Barmen

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9.9.1922

Hardenberg (Neviges, heute Stadt Velbert) erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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10.-12.10.1922

Kölner Diözesansynode

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18.10.1922

Gründung der Kölner Messegesellschaft
 
Die erste Messe auf dem Gelände am rechten Rheinufer nördlich von Deutz wurde am 11.4.1924 eröffnet.

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1922

Das 92. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Hermann Abendroth (1883-1956).

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1922

Museum Folkwang in Essen eröffnet
 
Es vereinigte die 1902 von Karl Ernst Osthaus (1874-1921) in Hagen eröffnete Sammlung, die 1921 vom neu gegründeten Folkwang-Museumsverein für die Sadt Essen erworben worden war und das seit 1906 bestehende Städtische Kunstmuseum.

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1922-1951

Franz Rudolf Bornewasser Bischof von Trier

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ab 11.1.1923

Einmarsch von französischen Truppen in das Ruhrgebiet
 
Fünf Divisionen mit zwei Generalkommandos und zahlreichen schweren Waffen rückten nach Essen ein. Nach und nach wurde das ganze Ruhrgebiet besetzt. Beginn des Ruhrkampfes. Großbritannien verhielt sich abwartend, während die USA ihre Besatzungstruppen aus dem Rheingebiet abzogen. Anlass für die Besetzung waren geringfügige Rückstände bei den Reparationszahlungen, die als Verstoß gegen den Versailler Vertrag gewertet wurden. Das Deutsche Reich stellte daraufhin die Reparationslieferungen ein und rief zum "passiven Widerstand" auf, der vom 13.1.-26.9.1923 praktiziert wurde.

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5.2.1923

Im Saargebiet beginnt der hunderttägige Bergarbeiterstreik
 
Er entstand aus Lohnforderungen der Bergleute, auf die die französische Grubenverwaltung mit Entlassungen und Wohnungskündigungen reagierte..

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ab 12.2.1923

Besetzung der rechtsrheinischen Teile der Rheinprovinz sowie Ausweitung der besetzten Kölner Zone
 
Die Besetzung wurde auf die Häfen Wesel und Emmerich (12. Februar) und die Gebiete zwischen den Brückenköpfen  (25. Februar) sowie auf die rund zehn Kilometer breite Zone um den britisch besetzten Brückenkopf Köln (so genannter Gürtel) ausgedehnt.

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5.5.1923

Guss der Petersglocke des Kölner Domes
 
Die knapp 25 Tonnen schwere Glocke gilt bis heute als größte frei schwingende und läutbare Glocke der Welt. Sie trägt die Inschrift "St. Peter bin ich genannt, Schütze das Deutsche Land, Geboren aus deutschem Leid, Ruf ich zur Einigkeit".

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1.9.1923

Eine neue Rheinisch-Westfälische Kirchenordnung tritt in Kraft
 
Sie war auf der Barmer Provinzialsynode beschlossen worden und ersetzte die Kirchenordnung von 1835. Sie sah als neue Dauerinstanz zwischen und über Provinzialsynode und Konsistorium den Provinzialkirchenrat vor, bestehend aus dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Vertretern der Provinzialsynode und des Konsistoriums.

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26.9.1923

Aufgabe des passiven Widerstandes gegen die Besetzung des Ruhrgebiets

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29.9.1923

Eingemeindung der Gemeinde Wallersheim vom Landkreis Koblenz in den Stadtkreis Koblenz

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30.9.1923

"Blutsonntag" in Düsseldorf
 
Bei Auseinandersetzungen zwischen rheinischen Separatisten und der Schutzpolizei gab es mehrere Tote.

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21.10.1923

Ausrufung der "Rheinischen Republik" in Aachen mit französischer Unterstützung
 
Wegen des Widerstands der Bevölkerung brach das Unternehmen zusammen.

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6.11.1923

Kirchenordnung für die evangelischen Gemeinden der Provinz Westfalen und der Rheinprovinz

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15./16.11.1923

Separatistenputsch in Aachen scheitert

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15./16.11.1923

Schlacht im Siebengebirge bei Aegidienberg zwischen Bauern und Separatisten

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8.12.1923

Der Orden der Salvatorianer erwirbt das ehemalige Kloster Steinfeld in der Eifel
 
Bis zur Aufhebung 1802 im Zuge der Säkularisation war Steinfeld Prämonstratenser-Kloster gewesen, ab 1844 hatte es als preußische Erziehungsanstalt gedient.

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16.12.1923

Eröffnung des Müngersdorfer Stadions in Köln
 
Es bot Platz für rund 80.000 Zuschauer und war seinerzeit das größte Stadion in Deutschland. 1975 Neubau an gleicher Stelle, dem 2003 ein erneuter Neubau folgte, das heutige RheinEnergie-Stadion.

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1923

Errichtung des Wilhelm-Marx-Hauses in Düsseldorf als erstes Bürohochhaus in Deutschland

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1.1.1924

Teile der Gemeinden Langerfeld und Nächstebreck kommen vom Landkreis Schwelm (Regierungsbezirk Arnsberg, Provinz Westfalen) an den Stadtkreis Barmen

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26.3.1924

Würselen erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

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1.4.1924

Teile der Gemeinden Rotthausen und Rheinisch-Leithe kommen vom Landkreis Essen an den Stadtkreis Gelsenkirchen (Regierungsbezirk Arnsberg, Provinz Westfalen)

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11.5.1924

Eröffnung der Kölner Messe
 
Anwesend waren Reichspräsident Friedrich Ebert (Amtszeit 1919-1925), Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. Wilhelm Marx, der preußische Innenminister Carl Severing (1875-1952) sowie weitere Reichs- und preußische Staatsminister. Es war der erste Besuch Eberts als Reichspräsident im besetzten Gebiet; er gestaltete sich zu einer bewussten Demonstration der politischen Einheit Deutschlands, die durch die separatistischen Bestrebungen des Jahres 1923 in Frage gestellt gewesen war. Durch die Umstellung auf die Rentenmark war auch die Inflation Lateinisch (das Sichaufblasen, Aufschwellen), deutliche Erhöhung des Preisniveaus, etwa durch Anstieg der umlaufenden Geldmenge ohne äquivalente Ausweitung der Gütermenge. gebannt, sodass sich das Wirtschaftsleben normalisieren und neu entfalten konnte.
Hauptinitiator der Messegründung war Oberbürgermeister Konrad Adenauer, unter anderem unterstützt durch Louis Hagen und Paul Silverberg von der Kölner Handelskammer, gewesen. Bei seiner Eröffnungsrede im Kölner Gürzenich hob Adenauer als wichtigste Aufgaben der Messe hervor: sie solte Zentralmarkt des westdeutschen Wirtschaftsgebiets werden und die Wirtschaftsbeziehungen zu den übrigen westdeutschen Ländern erneuern und so zu einem echten Frieden in Europa beitragen. Die Presse feierte die Messeeröffnung als Fest des Friedens. Mit dem Bau der Messegebäude auf dem rechten Rheinufer in Deutz - dem Gelände der Werkbundausstellung von 1914 - war im Juni 1922 begonnen worden. Die erste Kölner Messe dauerte bis zum 17.5.1924.

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26.6.1924

Beschluss des 68. Rheinischen Provinziallandtags zur Einrichtung des Landesjugendamtes
 
Der Beschluss beruhte auf dem Reichsjugendwohlfahrtsgesetz vom 9.7.1922, das zum 1.4.1924 in Kraft trat. Es legte unter anderem den Provinzialverbänden die Einrichtung so genannter Landesjugendämter nahe, denen die Aufgabe zufiel, in den zwei großen Bereichen der öffentlichen Jugendhilfe, der Jugendfürsorge einschließlich der Kindergesundheitsfürsorge und der Jugendhilfe beziehungsweise Jugendbewegung für Vereinheitlichung zu sorgen.

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28.-30.6.1924

Das 93. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Peter Raabe (1872-1945) und Walter Braunfels (1882-1954).

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ab Oktober 1924

Allmähliche Räumung des besetzten Rheinlands
 
Sie begann mit den zuletzt besetzten Gebieten. Im Sommer 1925 folgte die Räumung des Ruhrgebiets und am 26.1.1926, mit einjähriger Verzögerung, die vertragliche Räumung der Kölner Zone. Im November 1929 wurde die Koblenzer und im Juni 1930 die Mainzer Zone geräumt.

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5.-7.10.1924

Der 1. Rheinische Kirchentag findet in Köln statt
 
Die Initiative zur Schaffung eines evangelischen Kirchentages im Rheinland ging von Präses Friedrich Walter Paul Wolff (Amtszeit 1919-1931) aus.

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1.11.1924

Rohstahlgemeinschaft
 
Vorbedingung für die 1926 gegründeten Vereinigten Stahlwerke

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1924

Aufbau eines Kunstmuseums in Duisburg
 
Seit 1964 Wilhelm-Lehmbruck-Museum.

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1924

Errichtung des Dominikanerklosters Sankt Alban in Walberberg (Stadt Bornheim)
 
Der Orden erwarb dafür die mittelalterliche Rheindorfer Burg mit klösterlicher Tradition seit dem 12. Jahrhundert. Dem Kloster wurde 1934 die Albertus-Magnus-Akademie für die theologischen Studien des Ordens angeschlossen. 1941 zeitweilige Auflösung des Klosters wegen kritischer Äußerungen zum NS-Regime von Klostermitgliedern und Verbindungen zu Widerstandskreisen. Vom 23.6.-2.7.1945 entstanden hier die "Kölner Leitsätze", die Basis für das erste Parteiprogramm der CDU wurden. An der Formulierung des darin geforderten "christlichen Sozialismus'" waren Angehörige des Dominikanerordens maßgeblich beteiligt. Kloster und Bildungshaus wurden zum 31.12.2007 geschlossen.

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1924

Kunstgewerbeschule in Köln nimmt den Lehrbetrieb auf

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1.1.1925

Bildung der Gemeinde Göttelborn aus Teilen der Kreise Ottweiler und Saarbrücken-Land

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seit 1925

Ausbau des Kölner Konservatoriums zu einer staatlichen Hochschule für Musik und gleichzeitige Gründung der "Rheinischen Musikschule"
 
Das Konservatorium war 1850 gegründet worden.

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5.1.1925

Erklärung der Alliierten, die zum 10. Oktober fällige Räumung der ersten Rheinlandzone (Köln) zu verschieben, da Deutschland gegen die Entwaffungsbestimmungen verstoßen habe

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6.1.1925

Deutsche Protestnote wegen Nichträumung der Kölner Zone durch die französischen Besatzungtruppen

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10.1.1925

Das Saargebiet wird in Zollunion mit Frankreich vereinigt

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3.5.-6.9.1925

Aachener "Jahrtausend-Ausstellung"
 
Die im Aachener Rathaus gezeigte Ausstellung, mit Blick auf ihren entscheidenden Schwerpunkt auch "Krönungsausstellung" genannt, war eine von mehreren Ausstellungen im Rahmen der Jahrtausendfeier des Rheinlands 925-1925. Das Grundkonzept der Aachener Ausstellung integrierte Ideen und Vorarbeiten für eine ursprünglich in Erinnerung an 1815 für 1915 in Aachen geplante Ausstellung zu deutschen Königskrönungen, die wegen des Ersten Weltkriegs nicht zur Ausführung gelangt war. Erst im Jahre 2000 sollte es in Aachen zu einer umfassenden Krönungsausstellung kommen.

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10.5.1925

Dr. Robert Ley, NS-Gauleiter Rheinland, gründet in Köln die Wochenzeitung "Westdeutscher Beobachter"
 
Der Name variierte den des NS-Zentralorgans "Völkischer Beobachter". Als Redaktionsbüro diente zunächst das möbilierte Zimmer des NS-Gaugeschäftsführers Josef Grohé in Köln-Nippes. Druck- und Verlagsort war wegen der englischen Besatzung Greifswald. Nach Gründung eines eigenen Verlags im März 1926 wurde die Zeitung auch in Köln gedruckt.

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15.5.-15.8.1925

"Jahrtausend-Ausstellung der Rheinlande" in Köln
 
Wie die am 3. Mai in Aachen eröffnete Ausstellung stand sie im Rahmen der so genannten Jahrtausendfeier, erinnernd an die tausendjährige Zugehörigkeit des Rheinlands zum Reich. Die Idee dazu soll von dem Bonner Historiker Wilhelm Levison gestammt haben. Die in den 1924 eröffneten Köln-Deutzer Messehallen stattfindende Ausstellung war entworfen und gestaltet worden von dem Neusser Museumsdirektor Wilhelm Ewald und dem Kölner Wirtschaftshistoriker Bruno Kuske. Zum Mitarbeiterstab gehörten für die Volkskunst Dr. Max Creutz (1876-1939) aus Krefeld, für das Theater Dr. Carl Niessen (1880-1969), Köln, sowie für jüdische Themen Oberrabbiner Dr. Adolf Kober (Köln).

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11.-14.6.1925

Das 94. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt
 
Es stand unter der Leitung von Hermann Abendroth (1883-1956).

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14.7.-1.8.1925

Die Alliierten räumen das Ruhrgebiet

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1.-4.8.1925

Erstes Reit-, Spring- und Fahrturnier in Aachen

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16.8.1925

Gründung des  Rheinischen Städtebundtheaters Neuss
 
Heute Rheinisches Landestheater Neuss; seit seiner Gründung verfolgt es das Ziel, Städte und Gemeinden im nördlichen Rheinland sowie in Teilen des Ruhrgebietes mit künstlerisch hochstehenden Schauspielaufführungen zu bespielen. Es ist gleichzeitig Theater für Stadt und Rhein-Kreis Neuss.

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25.8.1925

Räumung der "Sanktionsstädte" Düsseldorf und Duisburg durch die Franzosen

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5.-16.10.1925

Konferenz von Locarno
 
An der Konferenz über europäische Sicherheitsfragen nahmen neben dem deutschen Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. Hans Luther und Außenminister Gustav Stresemann (1878-1929) die führenden Staatsmänner Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, Belgiens, Polens und der Tschechoslowakei teil. Am 16. Oktober wurde - dem französischen Sicherheitsbedürfnis entsprechend -  zwischen Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Italien ein Garantievertrag für die deutsche Westgrenze geschlossen. Für Deutschland bedeutete das die Wiederholung des mit dem Versailler Vertrag von 1919 erzwungenen Verzichts auf Elsass-Lothringen und Eupen-Malmedy, für Frankreich den Verzicht auf seine traditionelle Rheinpolitik. Für das Rheingebiet sollten sich Erleichterungen ergeben unter Zusage der Räumung der Kölner Zone. Dieser Vertrag wurde ergänzt durch zwei Schiedsverträge Deutschlands mit Frankreich und Belgien sowie mit Polen und der Tschechoslowakei. Alle aufkommenden Streitfragen sollten durch Schiedsverfahren vor einer internationalen Kommission geklärt werden. Die Verträge von Locarno galten als entscheidender Schritt zur Friedenssicherung in Europa. Der Verzicht auf gewaltsame Veränderung der deutschen Westgrenze war im Wesentlichen auf die Zusammenarbeit zwischen Aristide Briand (1862-1932) und Gustav Stresemann zurückzuführen, die dafür 1926 den Friedensnobelpreis erhielten.

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1.12.1925-31.1.1926

Unterzeichnung des Vertrags von Locarno, Räumung der Kölner Besatzungszone von britischen Truppen

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1925

Hansahochhaus in Köln fertiggestellt
 
Es war seinerzeit das höchste Gebäude in Europa.

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1925

Gründung des "Vereins für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande" in Bonn
 
Der Verein ist bis heute eng mit dem 1920 gegründeten gleichnamigen Institut der Universität Bonn  - heute Abteilung  Rheinische Landesgeschichte des Instituts für Geschichtswissenschaft - verbunden.

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1925

In Düsseldorf finden drei  Ausstellungen zur Jahrtausendfeier des Rheinlands statt

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1925

Gründung des städtischen Theaters Mönchengladbach
 
Seit 1950 in Theater- und Orchestergemeinschaft mit Krefeld.

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1925

Gründung einer Dombauhütte für den Xantener Dom, der ehemaligen Stifts- und heutigen Pfarrkirche St. Viktor, nach Kölner Vorbild

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6.1.1926

Inbetriebnahme des Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf (heute Stadt Grevenbroich)

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26.1.1926

Räumung der besetzten 1. (Kölner) Zone

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31.3.1926

Gründung der "Deutsche Luft Hansa AG" in Köln

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1.4.1926

Gründung der "Vereinigte Stahlwerke A.G."

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1.4.1926

Teile der Gemeinde Denklingen im Kreis Waldbröl gehen an den Kreis Gummersbach

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1.4.1926

Teile der Landgemeinde Königsstelle kommen vom Kreis Hattingen (Regierungsbezirk Arnsberg, Provinz Westfalen) an den Landkreis Essen
 
Außerdem gingen Teile der Gemeinde Sevinghausen im Kreis Gelsenkirchen Land (Regierungsbezirk Arnsberg, Provinz Westfalen) an den Landkreis Essen.

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6.4.1926

Eröffnung des ersten Kölner Flughafens Butzweilerhof
 
Am 16.5.1926 erfolgte die Gründung der "Rheinischen Luftverkehrsgesellschaft m.b.H" in Köln, der Betreibergesellschaft des Flughafens.

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8.5.-15.10.1926

Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (Gesolei) in Düsseldorf

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14.5.1926

Änderung der amtlichen Schreibweise Coblenz in Koblenz

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10.6.1926

Auf Erlass des preußischen Staatsministeriums wird der Name der Landgemeinde Godesberg in Bad Godesberg umgeändert

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26.-29.6.1926

Zweiter Rheinischer Kirchentag in Essen

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Oktober 1926

Einrichtung des Flughafens Düsseldorf
 
1927 Gründung der Flughafenbetriebsgesellschaft. Seitdem fliegt die Deutsche Lufthansa Düsseldorf an.

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26.11.1926

Adolf Hitler spricht in der Bonner Beethovenhalle
 
Drei Tage später referierte Hitler vor einem ausgewählten Kreis von Vertretern der Wirtschaft im Düsseldorfer Hof in Königswinter.

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1926

Das 95. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Hans Weisbach (1885-1961).

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1926

Die "Westdeutsche Funkstunde A.G." (Wefag) siedelt nach Köln über
 
Die 1924 gegründete Funkstunde hatte zunächst in Münster den Betrieb aufgenommen. Am 15.1.1927 startete offiziell das Programm der "Westdeutschen Runkfunk AG" in Köln. Dem Standortwechsel war ein heftiger Konkurrenzkampf zwischen Dortmund, Düsseldorf und Köln vorausgegangen; ausschlaggebend für Köln wurden die Bemühungen des Oberbürgermeisters Konrad Adenauer, der der Reichspost, die den Sender betrieb, ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen konnte.

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1926

Aktiengesellschaft für Kohleverwertung - ab 1927 Ruhrgas AG - in Essen gegründet
 
Sie wurde als Gemeinschaftsunternehmen der Ruhrkohlenzechen für den Vertrieb des in den Kokereien erzeugten Gases gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Ruhrgas AG zu einem bedeutenden Erdgasimport- und Erdgasverteilungsunternehmen. Seit 2004  E-ON Ruhrgas AG.

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1926

Der NS-Gau Essen wird abgetrennt vom NS-Gau Ruhr
 
Das verbleibende Gebiet des NS-Gaues Ruhr wurde 1932 in zwei weitere NS-Gaue aufgeteilt: den NS-Gau Westfalen-Nord und den NS-Gau Westfalen-Süd.

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1926

Gründung der "Rheinischen  Provinzial-Kinderanstalt für seelisch Abnorme" in Bonn
 
Es war das erste klinisch-diagnostische Zentrum dieser Art in Europa. Gründer war Otto Löwenstein (1889-1965), Psychiater an der Rheinischen Heil- und Pflegeanstalt in Bonn (heute LVR-Kliniken Bonn).

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1926-1927

Bau der Unteren Herbringhauser Talsperre
 
Die kleine Talsperre diente der Trinkwasserversorgung der Stadt Wuppertal, auf deren Gebiet sie auch liegt. 2006 teilweise abgebrochen.

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15.1.1927

Programmbeginn der "Westdeutschen Runkfunk AG" in Köln

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28.2.1927

Erster Rosenmontagszug in Köln seit 1914
 

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5.-7.6.1927

Das 96. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Peter Raabe (1872-1945) und Walter Braunfels (1882-1954).

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1.11.1927

Teile der Gemeinde Hohenbudberg-Kaldenhausen kommen vom Landkreis Moers an den Landkreis Krefeld

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1927

Gründung des "Preußischen Landgemeindetags West"
 
Als Spitzenverband war er auf das Rheinland und Westfalen beschränkt. Er ging zurück auf die 1881 in Köln gebildeten Vereinigung der Bürgermeister der Rheinprovinz.

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1927

Folkwangschulen in Essen-Werden gegründet
 
Vereinigung der Ausbildungsstätte für Musiker, Sänger, Tänzer und Schauspieler mit der seit 1911 bestehenden Handwerker- und Kunstgewerbeschule.

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1927-1929

Eisenbahnbrücke in Duisburg-Hochfeld errichtet
 
Sie war die längste Rheinbrücke, die im Fachwerk-Balkenbrückensystem errichtet wurde. Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.

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1927-1929

Bau der Aggertalsperre
 
Die zwischen den Städten Gummersbach, Bergneustadt und Meinerzhagen gelegene Talsperre dient der Wasserkrafterzeugung, der Brauchwasserversorgung sowie dem Hochwasserschutz und der Niedrigwassererhöhung.

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1927-1929

Bau der Köln-Mülheimer-Hängebrücke über den Rhein, seinerzeit die größte Kabelbrücke Europas
 
Die durch Luftangriff am 14.10.1944 zerstörte Brücke wurde 1949-1951 wiedererrichtet.

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18.2.1928

Gründung des "Vereins zur Erhaltung des Xantener Domes e.V." (Eintrag ins Vereinsregister)
 
Ein erster Dombauverein bestand 1849-1868. Bereits 1925 war eine Dombauhütte nach Kölner Vorbild gegründet worden. 1946 wurde der Verein neu organisiert. In rund 20 Jahren gelang der Wiederaufbau der im Februar 1945 schwerst zerstörten Kirche.

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27.2.1928

Gründung der Erzbruderschaft St. Sebastianus in Köln
 
Gründer des Dachverbandes der katholischen Schützen in Rheinland und Westfalen war Pfarrer Dr. Peter Louis (1886-1956) aus Leverkusen-Bürrig. Am 6.3.1936 lösten die Nationalsozialisten die Erzbruderschaft auf. Am 12.6.1947 ermächtigte die britische Militärregierung Pfarrer Louis, allen katholischen Schützenbruderschaften, die in einem Diözesanverband zusammengefasst seien,  mitzuteilen, dass sie nicht unter das Verbot der Schützenvereine und Bürger-Schützengesellschaften fielen. Damit konnten sie ihren Aktivitäten wieder öffentlich nachgehen.

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15.3.1928

Köln wird Sitz des Landesarbeitsamtes der Rheinprovinz

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17.9.1928

Einweihung des Flughafens Saarbrücken
 
Bereits vor dem Ersten Weltkrieg hatte es auf den St. Arnualer Wiesen eine Flughalle in städtischem Besitz gegeben, die zu einer kompletten Flughafenanlage für den kommerziellen Luftverkehr ausgebaut wurde.

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18.10.1928

Eröffnung des Großkinos "Lichtburg" in Essen
 
Pächter und Betreiber des Kinos war seit 1931 der jüdische Verleger und Pionier der Filmpublizistik Karl Wolffson (1881-1957). Auf Druck der Nationalsozialisten musste Wolffson 1933 /1934 das Kino weit unter Wert verkaufen. Wolffson flüchtete 1939 mit seiner Familie nach Palästina, von wo er 1949 nach Deutschland zurückkehrte. Er kämpfte vor Gericht um Entschädigung für den entgangenen Gewinn, erlebte aber das Ende des Prozesses nicht mehr. Die nach Zerstörung 1943 bis 1950 wieder aufgebaute "Lichtburg" war in den 1950er und 1960er Jahren das wichtigste Premierenkino Deutschlands. Das Kino, das bis heute bespielt wird, steht unter Denkmalschutz.

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1928

Das 97. Niederrheinische Musikfest findet in Köln statt

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1928

Eröffnung des Kreismuseums Neuwied (Roentgen-Museum)

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26.1.1929

In Bonn wird das "Metropol-Theater", das seinerzeit modernste Kino im Deutschen Reich, eröffnet
 
Mit Unterbrechungen wurde das Großkino am Bonner Marktplatz bis 2006 bespielt. Seit 1983 stand es unter Denkmalschutz, der jedoch nach langen, kontrovers in der Öffentlichkeit ausgetragenen Auseinandersetzung 2009 vom Oberlandesgericht Münster insoweit aufgehoben wurde, als nur noch die Fassade Denkmalschutz genießt. Seitdem Umbau zur Großbuchhandlung.

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1.4.1929

Die Archivberatungsstelle Rheinland nimmt die Arbeit auf
 
Die Gründung beruhte auf einem Beschluss des 75. Rheinischen Provinziallandtags vom 8.3.1929 und folgte dem Beispiel des Provinzialverbandes Westfalen, der 1927 mit der Einrichtung einer Archivberatung vorausgegangen war. Die Archivberatungsstelle, die ihren Sitz im Ständehaus in Düsseldorf hatte, war beziehungsweise ist zuständig für die nichtstaatlichen Archive in der Rheinprovinz, nach 1945 reduziert auf den Landesteil Nordrhein von NRW; heute LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum mit Sitz in der ehemaligen Abtei Brauweiler in Pulheim.

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27.4.1929

Eröffnung des Priesterseminars des Erzbistums Köln in Bensberg
 
Am 27.4.1926 hatte der Kölner Erzbischof Schulte den ersten Spatenstich getan, am 29.6.1926 war die Grundsteinlegung durch den damaligen Apostolischen Nuntius in Berlin, Eugenio Pacelli, den späteren Papst Pius XII. (Pontifikat 1939-1958), erfolgt. Mit Unterbrechungen - 1941 hatte die Gestapo das Haus beschlagnahmt, ab 1944 diente es zunächst der Wehrmacht als Lazarett, 1945-1948 verschiedenen alliierten Streitkräften - beherbergte der Gebäudekomplex bis 1958 das erzbischöfliche Priesterseminar. Seit dem 1.10.1989 als Kardinal-Schulte-Haus Tagungszentrum des Erzbistums Köln.

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29.6.1929

Eröffnung der "Großen Ruhrländischen Gartenbau-Ausstellung" (Gruga) in Essen

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29.7.1929

 
Es hatte für den rheinischen Anteil am Ruhrgebiet grundlegende Veränderungen in den kommunalen Zugehörigkeiten im Regierungsbezirk Düsseldorf zur Folge.

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1.8.1929

Bildung des Stadtkreises Barmen-Elberfeld
 
Am 25.1.1930 Umbenennung in Stadtkreis Wuppertal.

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1.8.1929

Grenzberichtigung in der Gemeinde Dormagen, Kreis Neuss, zwischen dem Kreis Köln-Stadt und dem Kreis Neuss

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30.11.1929

Internationale Presseausstellung in Köln (PRESSA)
 
Die sechsmonatige Ausstellung war ein Meilenstein in der Geschichte des internationalen Zeitungswesen und der Kommunikationstechnik. Die PRESSA trug maßgeblich dazu bei, Köln als Messe- und Ausstellungsstandort zu etablieren.

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November 1929

Die französische Besatzung räumt Koblenz

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1929

Eröffnung der Düsseldorfer Südbrücke (Neusser Brücke) als Straßenbrücke über den Rhein
 
Sie ersetzte die Hammer Fähre. 1951 Wiederaufbau nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.

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1929

Der Gau Düsseldorf der NSDAP entsteht aus dem selbständigen Parteibezirk Bergisches Land-Niederrhein

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1929

Alexander Koenig übereignet sein  naturhistorisches Museum in Bonn dem Deutschen Reich
 
Der Zoologe und Erbe eines Zuckerindustriellen hatte das Museum 1912 begonnen. Es wurde 1935 eröffnet. 1948-1949 war das Museum Alexander Koenig Tagungsort des Parlamentarischen Rats für die Erarbeitung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

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1929

Das 98. Niederrheinische Musikfest findet in Düsseldorf statt
 
Es stand unter der Leitung von Hans Weisbach (1885-1961).

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25.1.1930

Umbenennung des Stadtkreises Barmen-Elberfeld in Stadtkreis Wuppertal

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25.1.1930

Durch Erlass des preußischen Staatsministeriums wird der Name der Stadtgemeinde Barmen-Elberfeld in Wuppertal umgeändert

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9.3.1930

Teile der Landgemeinde Schüller kommen vom Landkreis Prüm an den Landkreis Daun

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18.3.1930

Das 99. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt
 
Es stand unter der Leitung von Peter Raabe (1872-1945).

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1.4.1930

Die Stadt Leverkusen entsteht durch Zusammenschluss der Stadt Wiesdorf mit den Gemeinden Rheindorf, Schlebusch und Steinbüchel
 
Den Namen erhielt die neue Stadt nach der ab 1861 errichteten Fabriksiedlung des Ultramarinfabrikanten Carl Leverkus.

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15.5.1930

Eröffnung des planmäßigen Nachtluftverkehrs Berlin-Köln-London und Köln-Paris

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29.6.1930

Flugplatz Merzbrück bei Broichweiden (heute Stadt Würselen) für die zivile Nutzung eingeweiht
 
Ursprünglich im Ersten Weltkrieg als Feldflugplatz eingerichtet, war er von der belgischen Besatzung zum Militärflugplatz ausgebaut worden.

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30.6.1930

Abschluss der Räumung des Rheinlands von Besatzungstruppen

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1.7.1930

Die Landgemeinden Kürenz, Olewig und Euren sowie Teile der Landgemeinden Pfalzel und Sirzenich im Landkreis Trier kommen an den Stadtkreis Trier

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18.8.1930

Adolf Hitler (1889-1945) spricht zum ersten Mal in Köln
 
Während des Wahlkampfs zur Reichstagswahl am 14.9.1930 fand Hitlers erster offizieller Auftritt in Köln in der Rheinlandhalle in Ehrenfeld statt. Über 10.000 Besucher soll die Veranstaltung gehabt haben.

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20.8.1930

Neuerrichtung des Bistums Aachen
 
Die Errichtung erfolgte aufgrund des am 13.8.1929 ratifizierten preußischen Konkordats und der päpstlichen Zirkumskriptionsbulle "Pastoralis Officii Nostri" vom 13.8.1930. Der Kölner Kardinal Karl Joseph Schulte wurde zum Administrator der neuen Diözese ernannt, erster Bischof wurde am 25.3.1931 Dr. Joseph Vogt (1) Bezeichnung für einen Rechtsvertreter kirchlicher Institutionen,  (2) Bezeichnung für einen landesherrlichen Verwaltungsbeamten von Reichsgütern .

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27.-30.9.1930

Dritter Rheinischer evangelischer Kirchentag in Saarbrücken

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1930

Eröffnung der Düsseldorfer Südbrücke (Neusser Brücke) als Autobahnbrücke über den Rhein
 
1951 Wiederaufbau nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.

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1930

Inbetriebnahme des Lippe-Seiten-Kanals bei Wesel
 
Die Verbindung zwischen Rhein, Dortmund-Ems-Kanal und späterem Mittelllandkanal trug zu einer Rationalisierung des Binnenschifffahrtsverkehrs bei.

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1930

Gründung der Ford-Werke in Köln
 
Die Ford-Werke schlossen ihre Produktion in Berlin, so dass Köln zur einzigen Ford-Produktionsstätte in Europa wurde. Der Bau der Kölner Ford-Werke war seinerzeit die größte und bedeutendste industrielle Baumaßnahme in Deutschland.

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1930

Eröffnung des Lippeseitenkanals

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1930

Bau des Rathauses der Stadt Oberhausen
 
Der zweite Oberhausener Rathausbau erfolgte im Stil der für das Ruhrgebiet typischen traditionalistischen Backstein-Moderne Sammelbegriff für die Kunst und Architektur seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Gegensatz zum Historismus des 19. Jahrhunderts. . Der Bau wurde nach schwerer Kriegszerstörung in den alten Formen wiedererrichtet.

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1930

Eröffnung des Lippeseitenkanals

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19.3.1931

Deutsch-belgisches Grenzabkommen regelt die teilweise Rückgabe von Gebietsstücken im Kreis Monschau

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1.4.1931

Die Industrie- und Handelskammern Aachen und Stolberg fusionieren zur Industrie- und HandelskammerAbkürzung IHK, Selbstverwaltungsorgan der Gewerbetreibenden einer Region. für den Regierungsbezirk Aachen

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1.5.1931

Eröffnung der Fluglinie Aachen-Köln der Deutschen Lufthansa

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1.6.1931

Aus dem NS-Gau Rheinland-Süd entstehen zwei neue, den Reichstagswahlkreisen angepasste Gaue: der Gau Köln-Aachen und der Gau Koblenz-Trier

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Sommer 1931

Die Landesbank der Rheinprovinz wird als Folge der Weltwirtschaftskrise zahlungsunfähig
 
Ab 1933 gelang die Sanierung der Bank, die gleichzeitig eine neue Organisationsform erhielt und ab 1.4.1935 zur "Rheinischen Girozentrale und Provinzialbank" wurde. Nach der Satzung vom 26.4.1935 wurde die Bank gleichberechtigt vom Provinzialverband und dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband getragen und verwaltet. Die staatliche Aufsicht lag beim Oberpräsidium der Rheinprovinz.

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1931

Einweihung des Flughafens Bonn-Hangelar (heute Sportflughafen)

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1931

Mit drei "Volkstümlichen Beethoventagen" beginnt die Reihe der Beethovenfeste der Stadt Bonn
 
Initiatorin war die Pianistin Elly Ney; von 1933 bis einschließlich 1944 fanden die "Beethoventage" jährlich statt.

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1931-1933

Bau des Ruhrstausees Baldeneysee (Stadt Essen)

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1931

Umbenennung des Landkreises Solingen-Lennep in Rhein-Wupper-Kreis

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26.1.1932

Adolf Hitlers (1889-1945) Rede im Düsseldorfer Industrieclub
 
Initiator der Einladung an Hitler war Fritz Thyssen. Hitler verschaffte sich mit der Rede die Aufmerksamkeit führender Industrieller.

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24.3.1932

Eröffnung des Zoos in Saarbrücken

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31.8.-5.9.1932

Der 71. Deutsche Katholikentag findet in Essen unter dem Motto "Christus in der Großstadt" statt
 

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1.10.1932

Auflösung des Kreises Adenau
 
Dabei wurden die zu den Ämtern Adenau, Aremberg und Brück gehörenden 57 Landgemeinden einschließlich von drei Landgemeinden des Amtes Kelberg dem Kreis Ahrweiler zugeordner, die übrigen 50 Gemeinden dem Kreis Mayen.

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1.10.1932

Bildung des Oberbergischen Kreises
 
aus dem aufgelösten Kreis Gummersbach und den Gemeinden Denklingen, Eckenhagen, Morsbach und Waldbröl (Stadt) des aufgelösten Kreises Waldbröl sowie aus Teilen der Gemeinden Much (Siegkreis) und Engelskirchen (Kreis Wipperfürth). Kreissitz wurde Gummersbach.

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1.10.1932

Bildung des Rheinisch-Bergischen Kreises
 
Er wurde gebildet aus dem aufgelösten Kreis Mülheim am Rhein und den Gemeinden Bechen, Engelskirchen (teilweise), Hohkeppel, Klüppelberg, Kürten, Lindlar, Olpe, Wipperfeld und Wipperfürth (Stadt) des ehemaligen Kreises Wipperfürth. Kreissitz wurde Mülheim am Rhein, ab 1.9.1933 Bergisch Gladbach.

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1.10.1932

Die Kreise Meisenheim und Kreuznach werden zusammengelegt

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1.10.1932

Die Hälfte des aufgelösten Kreises Adenau kommt an den Kreis Mayen

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1.10.1932

Der Kreis Wetzlar (bisher Regierungsbezirk Koblenz) wird dem Kreis Wiesbaden und damit der Provinz Hessen-Nassau zugewiesen

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1.10.1932

Die Gemeinden Keldenich und Wesseling kommen vom Kreises Bonn-Land an den Kreis Köln-Land

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1.10.1932

Die Gemeinde Schaufenberg kommt vom Kreis Jülich an den Kreis Aachen-Land

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1.10.1932

Die Gemeinden Hastenrath und Nothberg kommen vom Kreis Kreis Düren an den Kreis Aachen-Land

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1.10.1932

Die Gemeinden Arsbeck, Hilfarth, Myhl, Ratheim und Wildenrath kommen vom Kreis Heinsberg an den Kreis Erkelenz
 
Der um fünf Gemeinden verkleinerte Kreis Heinsberg wurde mit dem um eine Gemeinde, die vom Kreis Aachen-Land kam, verkleinerten Kreis Geilenkirchen zum neuen Kreis Geilenkirchen mit Sitz in Geilenkirchen vereinigt. Am 10.8.1933 Umbenennung in Kreis Geilenkirchen-Heinsberg.

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