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 1933 bis 1945 


4.1.1933

Die Autobahn Köln-Bonn - die erste in Europa - wird dem Verkehr übergeben

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4.1.1933

Treffen Adolf Hitlers (1889-1945) mit Franz von Papen (1879-1969)  in der Villa des Bankiers Kurt Freiherr von Schröder am Kölner Stadtwaldgürtel
 
Zu dem streng geheimen Treffen erschien Hitler in Begleitung von Rudolf Heß (1894-1987), Heinrich Himmler (1900-1945) und Wilhelm Keppler (1882-1960); das Gespräch führten Hitler und von Papen in Anwesenheit Schröders allein. Es diente der Vorbereitung einer Regierungsbeteiligung der NSDAP und war ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu Hitlers Kanzlerschaft. Der Bankier Schröder war schon vor 1933 für den Nationalsozialismus eingetreten und hatte sich mit nationalsozialistischen Wirtschaftsplänen befasst. Sein Engagement zahlte sich noch 1933 aus: er wurde Präsident der Kölner Industrie- und HandelskammerAbkürzung IHK, Selbstverwaltungsorgan der Gewerbetreibenden einer Region. (bis 1945).

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5.3.1933

 
Mit 35,3 Prozent allerdings deutlich unter dem Reichsdurchschnitt (43,5 Prozent) liegend; das Zentrum erhielt 31,7 Prozent, die SPD 9,6 Prozent, die KPD 15 Prozent.

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1.4.1933

Bücherverbrennungen in Wuppertal
 
Wuppertal gehört zu den Städten, in denen öffentliche Bücherverbrennungen vor dem 10.5.1933 stattfanden. Am 1.4.1933 wurden auf dem Rathausvorplatz im Stadtteil Barmen und auf dem Brausenwerth im Stadtteil Elberfeld Bücher "pazifistischer, jüdischer, marxistischer und sonstiger Systemautoren", die mit dem NS-Regime nicht vereinbar waren, verbrannt.

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11.4.1933

Bücherverbrennung in Düsseldorf
 
Diese fand vor dem Planetarium statt. Düsseldorf war nach Kaiserslautern und Wuppertal die dritte größere Stadt, in der in der NS-Zeit - einen Monat vor den reichsweiten Bücherverbrennungen - Bücher nicht-systemkonformer Autoren auf dem Scheiterhaufen landeten. Anfang Mai 1933 kam es in Düsseldorf zu erneuten Verbrennungsaktionen.

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10.5.1933

Auf dem Marktplatz in Bonn findet zugleich mit Berlin und 21 weiteren Hochschulstädten die Bücherverbrennung statt
 
Die Verbrennungen von "zersetzenden jüdischen und marxistischen Schriften" wurden von der Deutschen Studentenschaft, dem Nationalsozialisten Deutschen Studentenbund (NSDStB) und einigen gleichgeschaltenen Verbindungsstudenten organisiert. Die "Feuerreden" hielten in Bonn der Germanist und Lehrstuhlinhaber für ältere germanische Philologie Hans Naumann (1886-1951) und der Kunsthistoriker und außerplanmäßige Professor Eugen Lüthgen (1882-1946). Bis zum 19. Mai kam es  in weiteren Hochschulorten zu Bücherverbrennungen, so am 17. Mai vor der Universität zu Köln.

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10.5.1933

Bücherverbrennung in Wuppertal
 
Die Aktion sowie die Bücherverbrennung am 11. April in Düsseldorf gehört zu den nicht-studentischen Bücherverbrennungen, die ab dem 10. Mai stattfanden, und stand im Zusammenhang mit dem NS-Terror nach der Reichstagswahl 1933.

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17.5.1933

Bücherverbrennung vor der Universität zu Köln
 
Die Aktion fand auf dem Vorplatz der Alten Universität statt. Neben NS-Studentenführern sprach auch der RektorLateinisch-mittellateinisch, (1) Leiter einer Hochschule, (2) Leiter einer Grund-, Haupt-, Sonder- oder Realschule, (3) katholischer Geistlicher an einer Filialkirche, einem Seminar oder ähnlichen Einrichtungen. der Universität, Ernst Leupold (1884-1961). Symbolisch wurde auch ein Exemplar des Versailler Vertrags verbrannt.

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19.5.1933

Bücherverbrennung in Bad Kreuznach
 
Diese gehörte zu den nicht-studentischen Bücherverbrennungen. Auf den Schulhöfen des Altsprachlichen Gymnasiums und des Städtischen Lyzeums wurden alle "undeutschen Schriften und Bücher" aus den beiden Schulbibliotheken verbrannt.

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19.5.1933

Bücherverbrennung in Essen
 
Die Aktion auf dem Schulhof des Helmholtz-Realgymnasiusm  gehörte zu den nicht-studentischen Bücherverbrennungen nach dem 10. Mai. Eine weitere Bücherverbrennung fand in Essen am 21.6.1933 auf dem Gerling-Platz statt.

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24.5.1933

Durch Gesetz werden die Befugnisse des Provinziallandtags auf den Provinzialausschuss übertragen
 
Mit Gesetz vom 15.12.1933 wurden schließlich die Provinziallandtage und Provinzialkommissionen aufgelöst.

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21.6.1933

Bücherverbrennung in Essen
 
Diese erneute Bücherverbrennung in Essen nach dem 19. Mai fand auf dem Gerling-Platz statt.

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27.6.1933

Wahl des Gummersbacher Landrats und Gauleiters der Deutschen Christen Gottfried Adolf Krummacher (1892-1954) zum "Bevollmächtigten des Staatskommissars für das Rheinland"
 

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10.8.1933

Umbenennung des Kreises Geilenkirchen in Kreis Geilenkirchen-Heinsberg

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1.9.1933

Der Sitz des Rheinisch-Bergischen Kreises wird von Köln-Mülheim nach Bergisch Gladbach verlegt

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Herbst 1933

Gründung des Jüdischen Kulturbunds Rhein-Ruhr (Gemeinschaft der Freunde der Musik und des Theaters e.V.) in Köln

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6.9.1933

Die "Rheinische Zeitung", das Hauptorgan der SPD für den Bezirk Obere Rheinprovinz, wird beschlagnahmt und verboten
 
Die Aktion stand im Zusammenhang mit der Unterdrückung und Gleichschaltung der freien Presse durch die Nationalsozialisten. Am 10.3.1933 verfügte der Kölner Regierungspräsident die Schließung des August-Bebel-Hauses in Köln-Deutz, wo sich die Redaktion und die Druckerei der Zeitung befanden. Das Haus wurde kurz darauf unter Zwangsverwaltung gestellt und von dem nationalsozialistischen Presseorgan "Westdeutscher Beobachter" übernommen.

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5.10.1933

Heinrich Josef Oberheid wird Bischof des evangelischen Bistums Köln-Aachen (bis 7.3.1934)
 
Die Wahl erfolgte gemäß § 5 des Kirchengesetzes über die Errichtung des Landesbischofsamtes und von Bistümern vom 6.9.1933.

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9.10.1933

 
Er wurde geleitet von Paul Humburg (1878-1945), Joachim Beckmann (1901-1987) und Heinrich Held (1897-1967). Die Pfarrerbruderschaft umfasste bald rund 350 von 800 rheinischen Pfarrern.

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1934

Rheinhausen erhält Stadtrecht
 
Am 1.1.1975 Zusammenschluss mit der Stadt Duisburg.

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1933

Förderbeginn auf "Schacht 12" der Zeche Zollverein in Essen-Katernberg
 
Von der Gewerkschaft Zollverein (Haniel) wurden 1847-1897 vier Schachtanlagen errichtet. Neben dem Gründungsschacht 1/2 wurde 1928-1932 die von Fritz Schupp (1896-1974) und Martin Kremmer (1895-1945) geplante zentrale Förderanlage für fünf Schächte angelegt. Sie war bis 1986 in Betrieb und wurde 2001 von der UNESCO Abkürzung für „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation“. 1945 als Sonderorganisation der UN mit Sitz in Paris gegründet, um die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder auf den Gebieten der Erziehung, Wissenschaft und Kultur zu fördern. zum Weltkulturerbe erklärt.

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1933-1934

Bau des Stausees Obermaubach
 
Er liegt auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Kreuzau und der Stadt Nideggen (Kreis Düren).

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1933-1945

Die Arbeitsanstalt in der Abtei Brauweiler (heute Stadt Pulheim) dient als KZ und Gestapo-Gefängnis

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1933-1945

Provinzialdienststelle Rheinland und Hohenzollern (Rheinischer Gemeindetag) des Deutschen Gemeindetages
 
Vorgänger war der 1887 gegründete Rheinische Städtebund.

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1933

Das 100. Niederrheinische Musikfest findet in Aachen statt

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ab 1934

 
Architekt der oberhalb der Urfttalsperre auf dem Gebiet der Stadt Schleiden (Kreis Euskirchen) gelegenen Ordensburg (1) Bezeichnung für die Burgen des Deutschen Ordens,  vor allem in West- und Ostpreußen,  (2) in der NS-Zeit Gründung von Ordensburgen als "Kaderschmieden" für den nationalsozialistischen Funktionärs- und Führernachwuchs; ab 1934 entstanden die Ordensburgen Sonthofen (Allgäu) Crössinsee in Pommern und im Rheinland in der Eifel die riesige Anlage der Ordensburg "Vogelsang", die 1936 eingeweiht wurde, insgesamt aber unvollendet blieb. war Clemens Klotz, Bauherr der Reichsorganisationsleiter der NSDAP und Führer der DAF, Robert Ley. Die Einweihung war am 2.5.1936. Wie die Ordensburgen in Sonthofen (Allgäu) und Crössinsee (Pommern) war "Vogelsang" als "Kaderschmiede" für den nationalsozialistischen Funktionärs- und Führernachwuchs bestimmt. Über Anfänge kam die Anstalt allerdings nicht hinaus. Auch blieb die Anlage unvollendet. 1950-2005 Nutzung durch die belgische Armee. Seit 2004 ist "Vogelsang" in den "Nationalpark Eifel" einbezogen.

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1.1.1934

Die Birkenfeldische Landeskirche tritt als Kreisgemeinde Birkenfeld der Evangelischen Kirche der Rheinprovinz bei

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3./4.1.1934

Erste Freie Reformierte Synode in Barmen-Gemarke (heute Stadt Wuppertal): "Erklärung über das rechte Verständnis der reformatorischen Bekenntnisse in der DEK"
 
Verfasser war Karl Barth (1886-1968).

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18./19.2.1934

Erste Freie Evangelische Synode im Rheinland in Barmen (Stadt Wuppertal)
 
Präses war Heinrich Held; Wahl eines rheinischen Bruderrats.

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27.2.1934

Errichtung der Wirtschaftskammer für das Rheinland in Köln sowie zweier Wirtschaftskammern für Westfalen in Dortmund und Düsseldorf

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1.4.1934

Wahl von Heinrich Forsthoff (1871-1942) zum Propst im evangelischen Bistum Köln-Aachen (bis 31.5.1936)

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17.4.1934

Vor der "Barmer Erklärung" findet in Marienberghausen (heute Gemeinde Nümbrecht) ein erster Gemeindetag der "Bekennenden Kirche" statt

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12.5.1934

Bau der Krefeld-Uerdingen-Brücke
 
Die Straßenbrücke über den Rhein hieß ursprünglich Adolf-Hitler-Brücke; nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg Wiederaufbau 1950.

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29.-31.5.1934

 
Die theologische Erklärung der Bekenntnissynode von Barmen ("Barmer Bekenntnis"), erarbeitet von dem Theologen Karl Barth (1886-1968), entstand aus der Notwendigkeit, das christliche Bekenntnis vor der Verfremdung durch die "Deutschen Christen" zu bewahren. Sie ist ein wichtiges theologisches Dokument aus dem Kirchenkampf der NS-Zeit und gilt als wegweisendes Lehr- und Glaubenszeugnis der Kirche im 20. Jahrhundert. In der Evangelisch-reformierten Kirche und der Evangelischen Kirche der Union gehört sie zu den Bekenntnisgrundlagen.

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1.10.1934

Umzug des Konsistoriums der Evangelischen Kirche im Rheinland von Koblenz nach Düsseldorf

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November 1934

Bonn wird mit 100.000 Einwohnern Großstadt

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27.11.1934

Praktische Auflösung Preußens durch die Verordnung über den Neuaufbau des Reiches, die die Oberpräsidenten zu Vertretern der Reichsregierung in den preußischen Provinzen bestellt

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1935

Der Gau Saarpfalz wird eingerichtet
 
Er entstand durch den Anschluss des Gaues Saarland an den Gau Rheinpfalz; bis 1937 führte er die Bezeichnung Gau Pfalz-Saar, ab 1940 Gau Westmark.

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1934

Museum für Heimat-, Natur- und Völkerkunde in Essen zum Ruhrlandmuseum erweitert

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1934

Eröffnung des Duisburg-Hamborner Tierparks am Kaiserberg
 
Seit 1970 Duisburger Zoo.

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1934

Einweihung der neuen Koblenzer Moselbrücke (Adolf-Hitler-Brücke)

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1934-1935

Bau der Kallbachtalsperre

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1934-1936

Bau der Steinbachtalsperre
 
Die in Kirchheim bei Euskirchen gelegene Talsperre wurde zur Wasserversorgung der Euskirchener Tuchindustrie errichtet. 1988-1990 Sanierung. Die heute im Wasserversorgungsverband Euskirchen-Swisttal betriebene Talsperre liefert Brauchwasser für Landwirtschaft und Industrie.

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1934-1959

Bau der Rurtalsperre Schwammenauel (Stadt Heimbach)
 
Das Staubecken Heimbach entstand bereits 1932. Die Talsperre - eine der größten in Deutschland - dient der Wasserstandsregulierung der Rur und der Stromerzeugung. Ausbau 1956-1959.

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1.1.1935

Gründung der Rheinisch-Westfälischen Börse in Düsseldorf als Zusammenschluss der Börsen in Düsseldorf, Köln und Essen

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1.1.1935

Die Gemeinde Setkirch kommt vom Kreis Jülich an den Kreis Geilenkirchen-Heinsberg

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13.1.1935

 
Nach dem Vertrag von Versailles sollte im Saarland, das politisch dem Völkerbundrat unterstand und dem französischen Wirtschaftsgebiet eingegliedert war, nach 15 Jahren eine Volksabstimmung stattfinden, in der über die zukünftige staatsrechtliche Zuordnung entschieden werden sollte. Die Abstimmung ergab ein Ergebnis zugunsten der sofortigen Rückkehr zu Deutschland (90,8 Prozent gegenüber 8,8 Prozent für den status quo und 0,4 Prozent für Frankreich). Am 17. Januar beschloss der Völkerbundrat die Rückgabe an Deutschland, die zum 1. März erfolgte.

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30.1.1935

Reichsgesetz zur Regelung der Verwaltung des Saargebietes
 
Die mit Inkrafttreten des Versailler Vertrags am 10.1.1920 geschaffene Verwaltungseinheit aus Teilen des preußischen Regierungsbezirks Trier und des bayerischen Regierungsbezirks Pfalz wurde nicht zurückgenommen. Unter der Bezeichnung "Saarland" wurde das Saargebiet als unmittelbares Reichsland vom Reichskommissar Leiter einer für besondere Zwecke geschaffenen und mit Sondervollmachten ausgestatteten höheren Behörde während der Zeit des Nationalsozialismus. Reichskommissare wurden zum Beispiel für die besetzten Gebiete (zum Beispiel Norwegen und die Niederlande) eingesetzt, nahmen aber auch Aufgaben im Luftfahrtwesen oder der zivilen Verwaltung wahr. für die Rückgliederung des Saarlandes verwaltet. Es war verfassungsrechtlich weder ein Land noch eine Gebietskörperschaft; seine Behörden und Einrichtungen - ausgenommen die kommunalen - waren Reichsbehörden und Reichseinrichtungen.

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18.2.1935

Aufhebung der Währungs- und Zollunion des Saarlandes mit Frankreich

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1.4.1935

Umbennenung des Stadtkreises Duisburg-Hamborn in Stadtkreis Duisburg

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1.7.1935

Bad Godesberg wird Stadt
 
Die Stadterhebung erfolgte unter Eingemeindung von Lannesdorf.

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25.7.1935

Der Reichssender Saarbrücken nimmt den Betrieb auf
 
Die offizielle Eröffnung war am 4.12.1935.

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1.9.1935

Herbert von Karajan (1908-1989) wird Generalmusikdirektor der Stadt Aachen
 
Er wurde am 4.1.1938 an die Berliner Staatsoper berufen, am 1.9.1941 auch zum Leiter der Berliner Philharmonie, bis August 1942 blieb er gleichzeitig Aachener Musikdirektor.

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November 1935

Einweihung der Straßenbrücke über den Rhein bei Neuwied (heute Raiffeisenbrücke)
 
Die Hermann-Göring-Brücke - so der ursprüngliche Name - stürzte nach einem Bombenangriff  am 16.1.1945 ein. Eine im Juni 1945 von amerikanischen Truppen errichtete Notbrücke wurde im Februar 1947 durch Eisgang zerstört. 1949-1951 errichteten die französischen Besatzer aus Teilen der 1945 eingestürzten Brücke eine neue Notbrücke. Diese Brücke wurde im August 1978 abgebaut, nachdem im Februar 1978 eine neue Brücke an die Stelle der alten verschoben worden war. Die neue Brücke wurde am 28.9.1978 dem Verkehr übergeben.

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3.11.1935

Einweihung des Zoologischen Forschungsinstituts und Museums Alexander Koenig in Bonn
 
Die 1912 begonnene Sammlung hatte Alexander Koenig 1929 dem Deutschen Reich geschenkt. Am 1.9.1948 trat dort der Parlamentarische Rat zur Ausarbeitung des Grundgesetzes zusammen.

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1.12.1935

 
Das von dem Kaufmann Leopold Dahmen - nach seinen Initialen ist das Haus benannt - errichtete Gebäude an der Ecke Appellhofplatz / Elisenstraße diente der Gestapostelle Köln, die der Gestapoleitstelle Düsseldorf  zugeordnet war, bis März 1945 als Sitz. Der Zellentrakt mit Wandinschriften der Häftlinge ist erhalten, seit 1981 Gedenkstätte.

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4.12.1935

Der Reichssender Saarbrücken wird offiziell eröffnet
 
Er war bereits seit 25.7.1935 in Betrieb.

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1936

Umbenennung der Gemeinde Richrath-Reusrath in Langenfeld
 
1948 Stadterhebung.

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1936

Wuppertaler "Gewerkschaftsprozesse"

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1935

Durch ein deutsch-belgisches Grenzabkommen werden bei Walheim (Kreis Aachen-Land) und Roetgen (Kreis Monschau) je 1.693 Hektar Gebiet ausgetauscht, wovon 1.208 Hektar an den Kreis Monschau kommen

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1935-1938

Bau der Bever-Talsperre
 
Vorgängerin war die 1896-1898 errichtete alte Bever-Talsperre. Brauchwassertalsperre im Wupperverband.

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13.1.1936

Der Kreis Saarlouis wird in Kreis Saarlautern umbenannt
 
Die gleichnamige Stadt war bereits früher umbenannt worden. Die französische Besatzung gab ihr am 14.7.1945 den ursprünglichen Namen zurück.

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7.3.1936

Deutsche Truppen besetzen das entmilitarisierte Rheinland
 
Hitler erklärte unter Bruch des Locarno-Pakts in einer Reichstagsrede, er habe die entmilitarisierte Zone aufgehoben und lasse deutsche Truppen in das Rheinland einmarschieren. Der Einmarsch von militärischen Einheiten über die Hohenzollernbrücke in Köln und deren Vorbeizug am Dom wurde zum Symbol der Remilitarisierung des Rheinlands. Der Völkerbund verurteilte den Einmarsch am 18. März.

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1.4.1936

Die Gemeinden Gevenich, Glimbach und Körrenzig kommen vom Kreis Erkelenz an den Kreis Jülich

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11.5.1936

Eröffnung des "Rheinischen Provinzialinstituts für psychiatrisch-neurologische Erbforschung"("Erbbiologisches Institut") in Bonn
 
Das auf dem Gelände der Rheinischen Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt in Bonn gelegene "Erbinstitut" war eine für die ganze Rheinprovinz zuständige erbbiologische "Sammel- und Landeszentralstelle". Bei jedem Neuzugang in der Anstalt wurde dessen gesamte Sippe in so genannten Sippentafeln erfasst. Insgesamt 30.000 Tafeln mit je circa 40 erfassten Einwohnern wurden erstellt.

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21.5.1936

Eröffnung des Museums "Haus der Rheinischen Heimat" in der ehemaligen Kürassierkaserne auf dem Deutzer Rheinufer in Köln
 
Die Idee zu dem Museum war bereits während der Jahrtausendausstellung 1925 entstanden. Die Sammlung sollte die rheinische Geschichte von der Karolingerzeit bis in die Gegenwart dokumentieren. Auf dem Gelände des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Museums steht heute das Landeshaus des LVR.

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1937

Birkenfeld kommt zur Rheinprovinz
 
Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz wurde der Landesteil Birkenfeld des ehemaligen Fürstentums Oldenburg aufgelöst und als Landkreis Birkenfeld der Rheinprovinz angegliedert.

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19.12.1936

Die Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn entzieht Thomas Mann (1875-1955) die 1920 verliehene Ehrendoktorwürde
 
Die Maßnahme erfolgte durch den Dekan Lateinisch, (1) Vorsteher einer Fakultät an einer Universität, (2) höherer katholischer oder evangelischer Geistlicher, Vorsteher eines Dekanats oder Kirchenkreises. der Philosophischen Fakultär im Einvernehmen mit dem Rektorat (1) Amtsausübung eines Rektors, zum Beispiel einer Schule oder Hochschule, (2) selbständiger Seelsorgesprengel, der keine kanonische Pfarre ist, oft Zwischenschritt zur selbständigen Pfarre; Filialkirche. der mittlerweile nationalsozialistisch regierten Universität.Thomas Mann, Nobelpreisträger für Literatur des Jahres 1929, reagierte darauf kurz nach Weihnachten 1936 mit einem berühmt gewordenen Antwortschreiben. 1946 wurde Thomas Mann erneut das Ehrendoktordiplom der Bonner Universität verliehen.

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1936

Gründung des Bistumsarchivs Trier

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28.-29.4.1937

Kölner Diözesansynode

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1.7.1937

Der Stadt Koblenz werden die rechtsrheinischen Orte Ehrenbreitstein, Horchheim, Metternich, Neudorf, Pfaffendorf sowie Teile weiterer Ortschaften eingegliedert
 
Nach 1933 wurden im Allgemeinen keine Eingemeindungen beziehungsweise kommunalen Gebietsveränderungen mehr vorgenommen. Zu den wenigen Ausnahmen zählen die Eingemeindungen nach Koblenz von 1937.

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11.10.1937

Der Aachener Regierungspräsident verfügt auf Anweisung von Reinhard Heydrich (1904-1942), Leiter des Reichssicherheitshauptamtes in Berlin, die Enteignung der Druckerei Metz in Aachen
 
Die Gestapo hatte den Betrieb am 21.3.1937 wegen des Drucks der Enzyklika "Mit brennender Sorge" Papst Pius' XI. (Pontifikat 1922-1939) geschlossen. Die in deutscher Sprache verfasste Enzyklika beschäftigte sich mit der Situation der römisch-katholischen Kirche in Deutschland und äußerte sich kritisch zu Politik und Ideologie des Nationalsozialismus.

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18.12.1937

Gründung der Bischöflichen Diözesanbibliothek Aachen

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1937

Düsseldorf wird Sitz des Evangelischen Konsistoriums und des Provinzialsynodalverbandes der Rheinprovinz

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1937

Der ARBED-Konzern legt in Siersdorf (Gemeinde Aldenhoven, Kreis Düren) das Steinkohlebergwerk "Emil Mayrisch" an
 
Die Kohleförderung im zeitweise modernsten Steinkohlebergwerk Europas begann 1952, 1992 Auflassung der Zeche.

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1937

Reichsausstellung "Schaffendes Volk" in Düsseldorf
 
Die Schau im Düsseldorfer Nordpark, der eigens dafür angelegt worden war, zog fast sieben Millionen Besucher an; sie sollte nicht nur die Leistungsfähigkeit des "Dritten Reiches" in Wirtschaft, Siedlungsplanung und Kunst zeigen, sondern diente auch als Plattform für zahlreiche nationalsozialistische Werbeveranstaltungen und als Bühne der NS-Prominenz.

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1937

Auf dem Bandeisenwerk der "Vereinigte Stahlwerke A.G." in Dinslaken geht das erste vollkontinuierliche Walzwerk Deutschlands in Betrieb

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1.2.1938

Erstmals im Kölner Karneval ist die Jungfrau des Dreigestirns eine Frau
 
Im Rahmen ihrer Kampagne gegen Homosexualität und Transvestitentum war auch der Kölner Karnevalsbrauch, wonach die Jungfrau des Dreigestirns von einem Mann dargestellt wird, ins Blickfeld der Nationalsozialisten gerückt.

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1.3.1938-25.11.1941

Zur Einrichtung des Luftwaffenübungsplatzes Ahrbrück werden sechs Gemeinden des Kreises Ahrweiler und eine Gemeinde des Kreises Mayen aufgelöst und geräumt

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Mai 1938-Mai 1940

Westwallbau
 
Das nationalsozialistische Deutsche Reich ließ mit hohem finanziellen und propagandistischen Aufwand durch Mitglieder des Reichsarbeitsdienstes und der "Organisation Todt 1938 unter der Führung des Generalbevollmächtigten für die deutsche Bauwirtschaft Fritz Todt (1891-1942) gegründete militärisch organisierte Baukolonnen im nationalsozialistischen Deutschland. Während des Zweiten Weltkrieges vor allem in den besetzten Gebieten eingesetzt (unter anderem  Instandsetzung der Versorgungswege hinter der Front und Bau des Atlantikwalls). "  die Befestigungslinie Westwall 1938-1940 an der ehemaligen Westgrenze des Deutschen Reiches zwischen Kleve und Weil am Rhein errichtete, 630 Kilometer lange Verteidigungslinie. auf einer Länge von rund 630 Kilometern an der deutschen Westgrenze zwischen Emmerich und der Schweiz errichten. Das gewaltige Bauvorhaben, von den Alliierten als "Siegfried-Linie" bezeichnet, war militärisch von geringem Wert und blieb unvollendet.

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29.6.1938

Einweihung der Rurtalsperre Schwammenauel

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22.-24.9.1938

Der britische Premierminister Neville Chamberlain (Amtszeit 1937-1940) und Adolf Hitler (Amtszeit 1933-1945) verhandeln in Bad Godesberg (heute Stadt Bonn) über die Sudetenkrise
 
Das Treffen im Rheinhotel Dreesen fand wenige Tage vor dem Münchener Abkommen statt. Darin einigten sich die Länder Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien auf den Anschluss des Sudetenlandes an das Deutsche Reich.

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1938-1940

Bau der Madbachtalsperre bei Rheinbach
 
Sie dient der Brauchwasserversorgung von Landwirtschaft und Industrie.

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1938

Anlage eines Fliegerhorstes der deutschen Luftwaffe in Köln-Wahn
 
Der ehemalige Truppenübungsplatz "Wahner Heide", auf dem bereits 1913 erstmals ein Flugzeug, das der Artilleriebeobachtung diente, gelandet war, wurde als Flugplatz für den Westfeldzug und zur Luftverteidigung um Köln genutzt, nach dem Zweiten Weltkrieg von der britischen Royal Air ForceAbkürzung RAF, Name der königlich-britischen Luftstreitkräfte, die 1918 aus dem Royal Flying Corps (RFC) und Royal Naval Air Service (RNAS) gebildet wurden. Im Zweiten Weltkrieg verteidigte sie in der Luftschlacht um England 1940 den britischen Luftraum und ging schließlich zu kontinuierlichen Bombenangriffen auf Deutschland über.. 1951 Übergabe der Anlagen zur zivilen Nutzung an die "Köln-Bonner-Flughafen Wahn GmbH zu Porz"; heute Konrad-Adenauer-Flughafen Köln-Bonn.

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1938

Eröffnung des Gautheaters Saarpfalz - heute Saarländisches Staatstheater - in Saarbrücken
 
Das Theater (in der Folgezeit hieß es auch "Westgautheater" beziehungsweise "Grenzlandtheater Saarbrücken"), war das offizielle Geschenk des Deutschen Reiches an das Saarland nach der SaarabstimmungNach dem Versailler Vertrag von 1919 (Inkraftgetreten 10.1.1920) wurde das Saargebiet dem Völkerbundrat unterstellt und dem französischen Wirtschaftsgebiet eingegliedert. Nach 15 Jahren sollte eine Volksabstimmung über die zukünftige staatsrechtliche Zuordnung stattfinden. Die Abstimmung vom 13.1.1935 ergab ein Ergebnis zugunsten der sofortigen Rückkehr zu Deutschland (90,8 Prozent gegenüber 8,8 Prozent für den status quo und 0,4 Prozent für Frankreich). Am 17. Januar beschloss der Völkerbundrat die Rückgabe an Deutschland, die zum 1.3.1935 erfolgte. von 1935. Es wurde allerdings maßgeblich von der Stadt Saarbrücken finanziert. Zur Eröffnung in Anwesenheit Adolf Hitlers (1889-1945) wurde Richard Wagners (1813-1883) "Der fliegende Holländer" gegeben. Das Theater ist seit 1988 in alleiniger Trägerschaft des Saarlandes.

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1938-1941

Gründung des Krefelder Zoos

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1938-1941

Bau der (Köln-)Rodenkirchener Autobahnbrücke über den Rhein
 
Die nach einem Bombenangriff am 28.1.1945 eingestürzte Hängebrücke wurde 1952-1954 in den Vorkriegsformen wiederaufgebaut.

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1938-1941

Bau der Silbertalsperre (Schevelinger Talsperre)
 
Die Trinkwassertalsperre liegt in Nähe der Stadt Wipperfürth im Oberbergischen Kreis und gehört zum Talsperrenverbund Silber-, Neye- und Eschbachtalsperre des Wupperverbandes.

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ab 1939

Bau der Brikettfabrik "Fortuna-Niederaussem" (Stadt Bergheim/Erft)

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4.4.1939

Godesberger Erklärung der Nationalkirchlichen Vereinigung Deutsche Christen: Der Nationalsozialismus ist die Vollendung von Luthers Werk
 
Elf deutschchristliche und nationalkirchliche Kirchenführer stimmten dieser Erklärung zu und gründeten unter anderem das Institut zur "Entjudung".

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1.9.1939

Beginn des Zweiten Weltkriegs durch den deutschen Angriff auf Polen

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6.9.1939

Die französische 4. Armee beginnt eine symbolisch und regional begrenzte "Offensive" im Vorfeld des Westwalls  (Raum Saarbrücken)

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1.10.1939

Teile der Gemeinde Wahlscheid im Siegkreis werden der Gemeinde Rösrath im Rheinisch-Bergischen Kreis zugeschlagen

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1.10.1939

Teile der Gemeinden Issum und Sevelen kommen vom Landkreis Geldern an den Landkreis Moers, während Teile der Gemeinde Kamp-Lintfort vom Landkreis Moers an den Landkreis Geldern gehen

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9.11.1939

Der "Festausschuss Kölner Karneval" beschließt die Einstellung seiner Aktivitäten während der Kriegszeit

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25.4.1940

Umbenennung des Stadtkreises Krefeld-Uerdingen in Stadtkreis Krefeld

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1.5.1940

In Köln werden die Reste einer römischen Villa freigelegt, in der das "Dionysos-Mosaik" gefunden wird
 
Die Entdeckung wurde bei Arbeiten für einen Luftschutzkeller südlich des Domes gemacht. Über der römischen Stadtvilla, zu dem das Mosaik gehört, steht heute das Römisch-Germanische Museum.

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10.5.1940

Beginn der deutschen Westoffensive von der Nordsee bis zur Südgrenze Luxemburgs unter Verletzung der Neutralität der Niederlande, Belgiens und Luxemburgs
 
Aachen war Mittelpunkt und Drehscheibe für den Vormarsch des linken Flügels der Heeresgruppe B der Wehrmacht. 16 Divisionen nahmen in Aachen Quartier. Das Fernfeuer der schweren Artillerie, die mit Eisenbahngeschützen auf allen Bahnlinien nach Südwesten die Lütticher Forts beschoss, war in Aachen zu hören. Von Ende Mai bis Anfang Oktober 1940 befand sich ein Teil des Heerespersonalamtes Berlin in Aachen.

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12.5.1940

 
Am 11.5.1940 hatte das britische Kabinett den Grundsatz des Zivilschutzes aufgehoben und dem RAF Abkürzung für (1) Royal Air Force, königlich-britische Luftwaffe, (2) Rote Armee Fraktion, linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland, entstanden 1970. Bomber Command den Bombenkrieg gegen das deutsche Hinterland freigegeben. Mönchengladbach war die erste bombardierte deutsche Stadt.

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18.5.1940

Rückgliederung der 1920 an Belgien abgetretenen Gebiete von Eupen und Malmedy sowie Eingliederung von Moresnet
 
Die Abtretung war aufgrund eines Völkerbundbeschlusses erfolgt. Die Rückgliederung in das Deutsche Reich beziehungsweise die Rheinprovinz erfolgte durch Führererlass und war Ergebnis des deutschen Angriffs auf Belgien. Der Kreis Eupen umfasste neben der Kreisstadt Eupen fünf Ämter und die amtsfreie Gemeinde Raeren, der Kreis Malmedy neun Ämter und 48 Gemeinden. Im Kreis Eupen wurden die Gebiete des ehemaligen Kreises mit vormals altbelgischen Gemeinden zusammengefasst. Das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. Monzen umfasste nur altbelgische Gemeinden. Das rückgegliederte Gebiet wurde in die Kreise Eupen und Malmedy eingeteilt.

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22.5.1940

 
Sporadische Angriffe auf Bonn fanden auch in den folgenden Monaten statt; vergleichsweise geringe Schäden.

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1.6.1940

Erster Bombenangriff auf Trier
 
Dieser und weitere Angriffe am 11.9.1940, 1.10.1941 und 6.10.1942 verursachten geringe Schäden. Der erste größere Angriff erfolgte am 1.4.1943.

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2.6.1940

Erster Luftangriff auf die Stadt Wesel
 
Die schwersten Luftangriffe erfolgten auf Wesel vom 16.2.-23.3.1945 im Zuge der Invasion der Allierten (Operation "Veritable"), verstärkt durch Bodenoffensiven bei der Eroberung der Stadt, die am Ende des Krieges zu rund 97 Prozent zerstört war.

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18.6.1940

 
Sechs Menschen kamen dabei ums Leben - die ersten Bombenopfer in der Rheinmetropole.

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29.7.1940

Der Gauleiter von Koblenz-Trier, Gustav Simon, wird "Chef der Zivilverwaltung"  in Luxemburg

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Frühjahr 1941

Die Rheinischen Provinzial-Heil- und Pflegeanstalten Andernach und Galkhausen (heute Langenfeld) werden als "Zwischenanstalten" für die Euthanasie bestimmt

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12./13.6.1941

 
Von dem bis dahin schwersten britischen Bombenangriff auf das Ruhrgebiet war unter anderem Duisburg betroffen.

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6.8.1941

Luftangriff auf Beuel und Bad Godesberg (beides heute Stadt Bonn)

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19.11.1941

Der Regierungspräsident von Köln erlaubt der Gemeinde Kerpen, die Bezeichnung Stadt zu führen

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1941

Luxemburg wird mit dem Gau Koblenz-Trier zum Gau Moselland zusammengeschlossen

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8./9.3.1942

 
Beginn einer Reihe von Angriffen auf die "Waffenschmiede des Reiches", die bis Juli 1942 dauerten.

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1.4.1942

 
Dieser wurde in seiner gesamten Ausdehnung einschließlich der vom Kreis Mayen beanspruchten Ortschaften und Flächen dem Kreis Ahrweiler eingegliedert.

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30./31.5.1942

 
Der erste Tausend-Bomber-Angriff auf eine deutsche Stadt war gleichzeitig der schwerste Bombenangriff auf Köln während des Zweiten Weltkriegs: mehr als 500 Tote und mehr als 5.000 Verletzte, Zerstörung zahlreicher historischer Gebäude, darunter die romanischen Kirchen, circa 12.800 beschädigte Häuser, 13.000 total und circa 6.400 schwer zerstörte Wohnungen, circa 23.000 mit leichten Schäden.

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10.7.1942

Der Dreikönigenschrein und das "Dombild", der Altar der Stadtpatrone von Stefan Lochner, werden kriegsbedingt aus dem Kölner Dom entfernt und nach Schloss Weißenstein in Pommersfelden nahe Bamberg ausgelagert
 
Im September 1944 beschloss man, Dreikönigenschrein und "Dombild" aus dem nicht mehr sicheren Pommersfelden in das vermeintlich sichere Fulda zu bringen. Der Transport war bereits unterwegs, als Fulda durch einen Luftangriff schwer getroffen wurde und als Aufbewahrungsort nicht mehr in Frage kam, weshalb der Transport nach Siegen umgeleitet wurde, wo die Schätze in einem Hochbunker untergebracht werden sollten. Doch sie passten nicht durch die Bunkertür, sodass es nur einen Ausweg gab: sie mussten nach Köln zurückgebracht werden. Schrein und Dombild kamen am 19.9.1944 in Köln an. Der Lochneraltar wurde im Rundbunker im Nordturm des Domes untergebracht, der Schrein im Bunker unter der Sakristei. Doch der Altar war in Köln nicht sicher; um ihn vor dem zunehmenden Luftkrieg, den heranrückenden Allierten, den voraussichtlichen Kämpfen um die Stadt und nicht zuletzt vor dem Zugriff der Nationalsozialisten zu schützen, wurde er am 20.12.1944 in die ehemalige Abteikirche Marienmünster an der Weser verbracht. Von dort kehrte er am 5.9.1945 zurück, wo er zunächst wieder im Rundbunker untergebracht wurde. Während des Domfestes am 15.8.1948 hielten Dreikönigenschrein und der Altar der Stadtpatrone feierlich Wiedereinzug in den Dom.

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30.8.1942

Der Gauleiter des Gaues Koblenz-Trier, Gustav Simon, verkündet die Einverleibung Luxemburgs in das Deutsche Reich

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1942-1969

Josef Frings Erzbischof von Köln

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2.3.1943

Errichtung der Wirtschaftskammer Aachen im Bereich der Gauwirtschaftskammer Köln-Aachen
 
Darin wurden zusammengefasst die Industrie- und HandelskammerAbkürzung IHK, Selbstverwaltungsorgan der Gewerbetreibenden einer Region., die Handwerkskammer und die fachlich bezirklichen Wirtschaftsorganisationen des Regierungsbezirks Aachen.

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März - Juli 1943

Luftoffensive des RAF Abkürzung für (1) Royal Air Force, königlich-britische Luftwaffe, (2) Rote Armee Fraktion, linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland, entstanden 1970. Bomber Command gegen das Ruhrgebiet: erste "Ruhrschlachtsiehe Battle of the Ruhr" (Battle of the RuhrEnglisch (Schlacht um die Ruhrt), Luftoffensive des RAF Bomber Command gegen das Ruhrgebiet. Auf der Konferenz von Casablanca vom 14.-26.1.1943  war zwischen dem amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1882-1945, Amtszeit 1933-1945) und dem britischen Premierminister Winston Churchill (1874-1965, Amtszeiten 1940-1945, 1951-1955) und ihren Stabschefs das Ruhrgebiet als Angriffsziel Nummer 1 vereinbart worden. Die Luftoffensive gegen die "Waffenschmiede des Reichs" dauerte vom 5./6.3.-31.7.1943; sie betraf 21 Großstädte, etwa 15.000 Menschen fielen ihr zum Opfer. )
  
Auf der Casablanca-Konferenz vom 14.-26.1.1943  war zwischen dem amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1882-1945, Amtszeit 1933-1945) und dem britischen Premierminister Winston Churchill (1874-1965, Amtszeiten 1940-1945, 1951-1955) und ihren Stabschefs das Ruhrgebiet als Angriffsziel Nummer eins vereinbart worden. Die Luftoffensive gegen die "Waffenschmiede des Reichs" begann am 5./6. März mit einem Angriff auf Essen und betraf 21 Großstädte, etwa 15.000 Menschen fielen ihr zum Opfer.

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5./6.3.1943

 
Den Auftakt zur ersten "Ruhrschlachtsiehe Battle of the Ruhr" bildete die Bombardierung Essens mit den Krupp-Werken, für die Alliierten gleichbedeutend mit der deutschen Rüstungsindustrie. Die Bilanz dieses ersten schweren Angriffs auf Essen waren 457 Tote, 3.016 total zerstörte und 2.050 schwer beschädigte Wohnungen. Bis zu diesem Angriff hatte der Angriff auf Köln vom 30./31.5.1942 ("Tausend-Bomber-Angriff") als der schwerste in der britischen Luftkriegsführung gegen Deutschland gegolten.

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6.3.1943

Aufhebung der Reichspostdirektion Aachen
 
Die Aufgaben übernahm die Reichspostdirektion Köln.

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12./13.3.1943

 
Er forderte 648 Tote, 654 Wohnungen wurden total zerstört, 536 schwer beschädigt.

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26./27.3.1943

 
Er forderte 11 Tote, 12 Wohnungen wurden total zerstört, 75 schwer beschädigt.

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1.4.1943

Die Stadt Forbach und die Gemeinden Kleinrosseln, Spichern und Alstingen scheiden aus dem Kreis St. Avold aus und werden in die Stadt Saarbrücken eingegliedert
 
Am 14.10.1943 wurde für dieses Gebiet die Bezeichnung "Verwaltungsbezirk Forbach" eingeführt.

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3./4.4.1943

 
Er forderte 143 Tote, 635 Wohnungen wurden total zerstört, 526 schwer beschädigt.

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8./9.4.1943

 
Er forderte 36 Tote, 40 Wohnungen wurden total zerstört, 72 schwer beschädigt.

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9./10.4.1943

 
Er forderte 27 Tote, 50 Wohnungen wurden total zerstört, 36 schwer beschädigt.

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26./27.4.1943

 
Er forderte 207 Tote, 351 Wohnungen wurden total zerstört, 450 schwer beschädigt.

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12./13.5.1943

 
Er forderte 272 Tote, 1.596 Wohnungen wurden total zerstört, 1.521 schwer beschädigt.

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25./26.5.1943

 
Er forderte 31 Tote, 104 Wohnungen wurden total zerstört, 305 schwer beschädigt. Eine große Anzahl von Bomben war in den Rhein gefallen.

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27./28.5.1943

 
Er forderte 196 Tote, 476 Wohnungen wurden total zerstört, 610 schwer beschädigt.

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29./30.5.1943

 
Bei dem konzentrierten Flächenangriff entwickelte sich im Stadtteil Barmen - erstmalig bei einem Bombenangriff - ein Feuersturm, der 2.450 (nach anderen Quellen 3.000) Menschenleben forderte. Der Angriff auf Wuppertal galt in England als der bis dahin größte Angriffserfolg. Rund 80 Prozent der Wohnfläche der Stadt wurden dabei zerstört (4.661 Wohnungen total, 3.3.91 schwer beschädigt).

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30.4./1.5.1943

 
Er forderte 53 Tote, 189 Wohnungen wurden zerstört, 237 schwer beschädigt.

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11./12.6.1943

 
Er forderte 1.212 Tote, 3.879 Wohungen wurden total zerstört, 3.273 schwer beschädigt.

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14./15.6.1943

 
Er forderte 976 Tote, 1.000 Wohnungen wurden total zerstört, 2.000 schwer beschädigt.

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16./17.6.1943

 
Er forderte 147 Tote, 401 Wohnungen wurden total zerstört, 1.285 schwer beschädigt.

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21./22.6.1943

 
Er forderte 1.956 Tote, 6.000 Wohnungen wurden total zerstört, 3.000 schwer beschädigt.

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22./23.6.1943

 
Sie forderten 578 Tote, 1.135 Wohnungen wurden total zerstört, 2.088 schwer beschädigt.

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24./25.6.1943

 
Die Schäden waren ähnlich hoch wie bei dem Flächenangriff auf den Stadtteil Barmen am 29./30.5.1943; etwa 1.800 Menschen fanden in Elberfeld den Tod, 6.000 Wohungen wurden total zerstört, 5.000 schwer beschädigt.

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28./29.6.1943

 
Er forderte 3.802 Tote, 6.386 Wohnungen wurden total zerstört, 3.515 schwer beschädigt.

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3./4.7.1943

 
Er forderte 588 Tote, 2.894 Wohnungen wurden total zesrtört, 1.267 schwer beschädigt.

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8./9.7.1943

 
Bei diesem Bombenangriff brannten unter anderem das Schnütgen-Museum und das Wallraf-Richartz-Museum völlig aus.

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13./14.7.1943

 
Er forderte 294 Tote, 2.631 Wohnungen wurden total zerstört, 435 schwer beschädigt.

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25./26.7.1943

 
Er forderte 541 Tote, 2.149 Wohungen wurden total zerstört, 1.044 schwer beschädigt.

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30./31.7.1943

 
Er forderte 1.164 Tote, 2.500 Wohungen wurden zerstört, die Stadt insgesamt wurde zu 83 Prozent zerstört.

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12.8.1943

Tagesangriff der US-Air Force auf Bonn
 
Das Hauptziel war das nördlich von Bonn gelegene Wesseling mit den Hydrierwerken. In Bonn und Beuel (heute Stadt Bonn) waren über 200 Opfer zu beklagen.

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3.11.1943

 
Bei diesem Bombenangriff durchschlug eine Bombe den nordwestlichen Strebepfeiler des Nordturms. Die entstandene Lücke wurde mit rund 27.500 Ziegelsteinen verschlossen. Die so genannte "Domplombe" wurde erst 2004/2005 verblendet.

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1943-1954

Dr. Johannes Joseph van der Velden Bischof von Aachen

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4.2.1944

Tagesangriff der US-Air Force auf Bonn

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22.2.1944

Erster Tieffliegerangriff auf Köln

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4.3.1944

Luftangriffe der US-Air Force auf Köln, Bonn und Düsseldorf
 
Ziel der 748 Bomber und 637 Begleitjäger war ursprünglich Berlin gewesen, der größte Teil musste aber über dem Ärmelkanal wegen vereister Tragflächen umkehren. 30 erreichten Berlin, während 179 Bomber sich Auswahlziele im Rheinland suchten: 100 bombardierten Bonn, 44 Düsseldorf und 35 Köln.

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24.4.1944

Erstmalig werden Eisenbahnziele in Deutschland in größerem Umfang aus der Luft angegriffen
 

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21.5.1944

Luftangriff auf Duisburg

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28.5.1944

US-Bomber greifen Eisenbahnziele bei Köln mit Gleitbomben GB-1 an
 
Diese richteten nur geringe Schäden an, weil fast keine der neuen Bomben das Ziel traf.

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9.8.1944

Bombenangriff der US-Air Force auf Saarbrücken

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14.8.1944

Bombenangriff der US-Air Force auf Trier
 
Er verursachte schwere Schäden unter anderem an historischen Bauwerken wie der Basilika, die bis auf die Außenmauer ausbrannte, Marstall, Dom, Liebfrauenkirche, Bischofshof, Generalvikariat und anderen mehr.

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September 1944 - Februar 1945

Verlustreiche Kämpfe im Hürtgenwald bei Aachen
 
Die Ortschaften im rund 35 Kilometer langen und 15 Kilometer breiten Hürtgenwald wurden in den Kämpfen fast vollständig zerstört. Die Verluste im Stellungskrieg um die Rurübergänge und die Eifeltalsperren werden auf rund 55.000 amerikanische und rund 13.000 deutsche Soldaten geschätzt.

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11.9.1944

Eupen und Malmedy in amerikanischer Hand
 

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12.9.1944

Im Frontabschnitt westlich der Our erscheinen amerikanische Spähtrupps bei Stolzembourg und betreten erstmals deutschen Boden bei Keppeshausen

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13.9.1944

Beginn der Beschießung Triers bei herannahender Front

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17.-27.9.1944

Operation "Market Garden"
 
Am 17.9.1944 begann mit der Luftlandung der Allierten im Raum Nimwegen/Arnheim durch den Einsatz von 30.000 alliierten Fallschirmjägern die größte Luftlandeoperation des Zweiten Weltkriegs. Ihr Ziel war die Eroberung der für den Vormarsch der Bodentruppen strategisch wichtigen niederländischen Brücken über den Niederrhein: "Market" bezeichnete die Rheinbrücke bei Arnheim, "Garden" die Brücken um den Wilhelminakanal und die Maas zwischen Eindhoven und Nimwegen. Ein Gelingen der Operation hätte zu einem schnellen Vorstoß der Alliierten in Richtung der kriegswichtigen Industrieanlagen des Ruhrgebiets geführt. Die Operation misslang.

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20.9.1944

Bombenangriff auf Trier

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21.9.1944

Bombenangriff der US-Air Force auf Koblenz

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22.9.1944

Bombenangriff auf Kleve
 
Weitere Angriffe erfolgten am 26. September und 7. Oktober. Die Stadt erlitt erneut starke Zerstörungen im Februar/März 1945 beim Rheinübergang der Alliierten. Kleve gehörte bei Kriegsende zu den am stärksten zerstörten Städten im Rheinland beziehungsweise in Deutschland.

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25.9.1944

Bombenangriff der US-Air Force auf Koblenz

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28.9.1944

Bombenangriff der US-Air Force auf Köln

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30.9.1944

Bombenangriff auf Essen

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2.10.1944

Mit dem Angriff des XIX. US-Korps nördlich und südlich von Geilenkirchen beginnt die zweite Aachenschlacht

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2.10.1944

Angriff der US-Air Force auf Köln

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3.10.1944

Angriff der US-Air Force auf Köln

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5.10.1944

Angriff der US-Air Force auf Köln

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5.10.1944

Luftangriff auf Saarbrücken

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7.10.1944

Bombardierung der Städte Emmerich und Kleve
 
Weitere Angriffe im Februar/März 1945 beim Rheinübergang der Alliierten; Emmerich gehörte bei Kriegsende zu den meistzerstörten deutschen Städten.

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8.10.1944

Die  9. US-Armee beginnt eine Zangenoperation zur Einschließung von Aachen, die am 14.10.1944 vollendet wird

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9.10.1944

Bombenangriff der US-Air Force auf Koblenz

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10.10.1944

Die Universität zu Köln stellt den Betrieb ein

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14.10.1944

Bombenangriff der US-Air Force auf Köln

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15.10.1944

Angriff der US-Air Force auf Köln

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18.10.1944

 
Bis dahin wies Bonn für eine Stadt im Westen Deutschlands mit rund 100.000 Einwohnern einen relativ niedrigen Zerstörungsgrad auf. Das wurde der Stadt zum Verhängnis, als der neuberufene Air Vice-Marshal Richard Harrison (1893-1974) zur Erprobung neuer Navigations- und Abwurfeinrichtungen eine Stadt mit möglichst geringen Zerstörungen suchte. Bei dem verheerenden Angriff wurde die Bonner Altstadt fast vollständig zerstört und 313 Menschen fanden den Tod.

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18.10.1944

Bombenangriff der US-Air Force auf Köln

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21.10.1944

Als erste deutsche Stadt wird Aachen von amerikanischen Truppen (9. US-Armee) erobert
 
Der Eroberung war ein zermürbender Häuserkampf vorausgegangen. Die Evakuierung hatte am 11. September begonnen, rund 143.000 Aachener waren schließlich evakuliert worden. Am 21. Oktober hielten sich in der Stadt noch rund 6.000 Zivilisten auf, darunter der Aachener Bischof van der Velden. Nach der Einnahme der Stadt wurde der größte Teil der zurückgebliebenen Zivilbevölkerung von den Amerikanern in ein Auffanglager in Brand verbracht.

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31.10.1944

In Aachen formiert sich eine neue Stadtverwaltung
 
Der Rechtsanwalt Franz Oppenhoff wurde durch Zuruf zum Oberbürgermeister gewählt und vom amerikanischen Stadtkommandanten vereidigt. Am 1.11.1944 nahmen Oppenhoff und seine Mitarbeiter ihre Amtstätigkeit auf. Am 31. Dezember hatte die Stadt 11.139 Einwohner.

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November 1944

Die Verwaltungsbehörden der Westmark weichen angesichts des Vormarsches der US-Army nach Speyer aus
 
Da die amerikanischen Truppen zunächst am Westwall 1938-1940 an der ehemaligen Westgrenze des Deutschen Reiches zwischen Kleve und Weil am Rhein errichtete, 630 Kilometer lange Verteidigungslinie. festgehalten wurden, blieb eine Feldstaffel unter dem Regierungspräsidenten Karl Barth bis 11.3.1945 in St. Ingbert und Landstuhl zurück. Anschließend ging die Dienststelle des Reichsstatthalters der Westmark nach Würzburg.

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2./3.11.1944

Besprechung im Hauptquartier des Oberbefehlshabers West (östlich von Krefeld) über die geplante deutsche Gegenoffensive im Westen
 
Adolf Hitler (1889-1945) schlug dabei eine "große Lösung" vor mit dem Ziel der Rückeroberung von Antwerpen, während die Generalfeldmarschälle Gerd von Rundstedt (1875-1953) und Walter Model (1891-1945) die "kleine Lösung" vorschlugen: den sicheren Vorstoß bis zur Maas. - Die so genannte Ardennenoffensive begann am 16.12.1944.

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6.11.1944

 
Der bis dahin schwerste Angriff auf Koblenz. Nach englischen Untersuchungen steht diese Bombardierung im Luftkriegsabschnitt zwischen Mai 1942 und Dezember 1944 an zweiter Stelle hinter den Angriffen auf Freiburg im Breisgau vom 27.11.1944.

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16.11.1944

Beginn der "Schlacht an der Rur"
 
Angriff der 9. US-Armee gegen die 5. Deutsche Panzer-Armee; für die geplante Ardennenoffensive (Beginn 16.12.1944) bereit gestellte deutsche Truppen mussten eingesetzt werden, die amerikanischen Truppen aufzuhalten. Die Royal Air ForceAbkürzung RAF, Name der königlich-britischen Luftstreitkräfte, die 1918 aus dem Royal Flying Corps (RFC) und Royal Naval Air Service (RNAS) gebildet wurden. Im Zweiten Weltkrieg verteidigte sie in der Luftschlacht um England 1940 den britischen Luftraum und ging schließlich zu kontinuierlichen Bombenangriffen auf Deutschland über. griff deutsche rückwärtige Verbindungen im Mittelabschnitt der Westfront an und bombardierte Düren, Jülich und Heinsberg, die 8. US-Air Force den Raum Düren-Eschweiler.

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16.11.1944

Ein alliierter Bombenangriff zerstört Düren
 
Der Angriff forderte 3.126 Menschenleben. In der am stärksten zerstörten Stadt Deutschlands fanden die Amerikaner bei der Eroberung am 25.2.1945 nur noch 29 Zivilisten vor.

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16.11.1944

Ein alliierter Bombenangriff zerstört Heinsberg fast völlig

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16.11.1944

Ein alliierter Bombenangriff zerstört Jülich fast völlig
 
Das Stadtgebiet war zu 97 Prozent zerstört.

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3.12.1944

 
Aufgabe des deutschen Brückenkopfs westlich Venlo jenseits der Maas.

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8.12.1944

Die deutsche Heeresgruppe B räumt den bis dahin gehaltenen Rur-Brückenkopf Jülich
 
Damit war das gesamte Gebiet westlich der Rur in amerikanischer Hand.

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10./11.12.1944

Angriffe der US Air Force auf Koblenz

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16.12.1944

Beginn der so genannten deutschen Ardennenoffensive (Unternehmen "Wacht am Rhein")
 
Drei deutsche Armeen, unterstützt von rund 1.600 Artilleriegeschützen, traten in den Ardennen zum Angriff an, den Hitler selbst befohlen hatte. Das Ziel der deutschen Offensive unter Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt (1875-1953) gegen die 1. US-Armee im Raum Monschau-Losheimer Graben-St. Vith, die belgische Hafenstadt Antwerpen zu erreichen und die Heeresgruppe Montgomery (Bernard L. Montgomery, 1887-1976, britischer Feldmarschall) in den südlichen Niederlanden und im nördlichen Belgien einzuschließen, war jedoch unerreichbar. Als die Ardennenschlacht am 28.1.1945 mit dem völligen deutschen Rückzug ihr Ende fand, waren beiderseits der Fronten 143.028 Soldaten tot, verwundet, vermisst oder in Gefangenschaft geraten. Rund sechs Wochen war der Vormarsch der Alliierten ins Reichsgebiet aufgehalten worden. Nach Beginn der Ardennenoffensive waren alle rückwärtigen deutschen Städte massiv angegriffen worden.

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21.12.1944

Bombardierung der Stadt Trier
 
Weitere Angriffe folgten am 23. und 24. Dezember. Sie standen im Zusammenhang mit der deutschen Ardennnenoffensive, die verstärkt Luftangriffe der Alliierten zur Folge hatte

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24./25.12.1944

 
Dort war das Jagdgeschwader 300 stationiert. Der Angriff war Teil einer Operation gegen deutsche Flughäfen.

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28./29.12.1944

 
Mit 486 Toten waren die Angriffe die verlustreichsten des Zweiten Weltkriegs für die Stadt am Rhein.

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28./29.12.1944

Alliierter Bombenangriff auf Koblenz

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1.2.1945

Luftangriff auf Bad Godesberg (heute Stadt Bonn)

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15.2.1945

Luftangriff auf Bad Godesberg (heute Stadt Bonn)

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