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 400 v. Chr. bis 500 n. Chr. 


4

Tiberius (42 v.-37 n.Chr., Kaiser ab 14 n. Chr.) kommt nach Germanien, um römische Machtansprüche gegenüber dem Markomannen Marbod durchzusetzen
 
Bevor es zur militärischen Auseinandersetzung kam, erzwang ein Aufstand in Pannonien das Eingreifen des Tiberius an der Donau.

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nach 4

Ein Ehrenmonument für Gaius und Lucius Caesar ist in Trier inschriftlich nachgewiesen
 
Die ältesten Siedlungsschichten des römischen Trier sind an das Ende der Herrschaft des Augustus zu datieren.

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5

Im oppidum Lateinisch, Stadt, vielfach nur im Sinn gefreiter Ort, Freiheit zu verstehen. Ubiorum, dem späteren Köln, wird das so genannte "Ubiermonument" errichtet
 
Der Turm markierte vermutlich die Südostecke der römisch geprägten Siedlung.

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6

Puplius Quinctilius Varus (47/46 v.-9 n. Chr.) wird Statthalter der Provinz Germanien

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9

Schlacht im Teutoburger Wald
 
Rom verlor drei Legionen und mehrere Hilfstruppenkontingente. Fortan bildete der Rhein die Grenze zwischen dem besetzten und dem so genannten freien Germanien. Tiberius (42 v.-37 n. Chr., Kaiser ab 14 n. Chr.) übernahm erneut das Kommando und versuchte den vorherigen Status wiederherzustellen.

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9

Tiberius (42 v.-37 n.Chr., Kaiser ab 14 n. Chr.) eilt an den Rhein und übernimmt den Oberbefehl in Germanien
 
Die Anzahl der Legionen am Rhein wurde von fünf auf acht erhöht.

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nach 9

Publius Caelius lässt beim heutigen Xanten einen Grabstein für seinen in der Varusschlacht umgekommenen Bruder Marcus aufstellen
 
Marcus Caelius war Centurio (Hauptmann) der 18. Legion, die möglicherweise im Lager Vetera I bei Xanten stationiert war und in der Schlacht im Teutoburger Wald vollständig vernichtet wurde. Der Grabstein ist das einzige epigrafische Zeugnis für das bellum Varianum.

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11

Römische Vorstöße ins germanische Gebiet östlich des Rheins

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12

Germanicus (15 v.-19 n. Chr.) wird an den Rhein entsandt
 
Im folgenden Jahr löste er Tiberius (42 v.-37 n.Chr., Kaiser ab 14 n. Chr.) als Oberbefehlshaber in Germanien ab. Es folgten weitere offensive Operationen.

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vor 14

Die "legiones XXI Rapax" und "V Alaudae" beziehen das Zweilegionenlager Vetera I auf dem Fürstenberg bei Xanten

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19.8.14

Kaiser Augustus (geboren 63 v. Chr.) stirbt
 
Tiberius (geboren 42 v. Chr., Kaiser bis 37) wurde sein Nachfolger. Die im Rheinland stationierten Legionen meuterten. Die Revolte brach bei der 5. und 21. Legion in Vetera bei Xanten aus. In der Nähe des oppidum Lateinisch, Stadt, vielfach nur im Sinn gefreiter Ort, Freiheit zu verstehen. Ubiorum (Köln) lagen die 20. und 1. Legion in Garnison.

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14-21

C. Silius A. Caecina Largus ist Kommandeur des obergermanischen Heeres

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14-16/20

Aulus Caecina Severus ist Befehlshaber des niedergermanischen Heeres

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14

Nach Eindämmen der Revolte unternimmt Germanicus (15 v.-19 n. Chr.) in der zweiten Jahreshälfte einen Einfall in das Gebiet der germanischen Marser und verwüstet ihr Land

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6.11.15

Agrippina die Jüngere (gestorben 59) wird im oppidum Lateinisch, Stadt, vielfach nur im Sinn gefreiter Ort, Freiheit zu verstehen. Ubiorum (Köln) geboren

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15

Große Offensive des Germanicus (15 v.-19 n. Chr.) mit vier Legionen und Hilfstruppen auf germanisches Territorium östlich des Rheins
 
Das Unternehmen endete beinahe in einer militärischen Katastrophe.

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16

Erneuter Vorstoß der Militäreinheiten des Germanicus (15 v.-19 n. Chr.) auf germanisches Gebiet
 
Der durchschlagende militärische Erfolg blieb jedoch aus.

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16

Drusilla (gestorben 38) wird als weitere Tochter der Agrippina maior (14 v.-33 n. Chr.) und des Germanicus (15 v.-19 n. Chr.) beim heutigen Koblenz (confluentes) geboren

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16

Abberufung des Germanicus (15 v.-19 n. Chr.) aus Germanien
 
Kaiser Tiberius (42 v.-37 n.Chr., Kaiser ab 14 n. Chr.) verzichtete auf die Rückeroberung rechtsrheinischer Gebiete.

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17

Germanicus (15 v.-19 n. Chr.) feiert einen Triumpf über germanische Stämme östlich des Rheins bis zur Elbe

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21

Caius Visellius Varro ist Befehlshaber des niedergermanischen Heeres
 
Er war mit seinen Truppen an der Niederschlagung verschiedener Aufstandsbewegungen in Gallien beteiligt. Im Kompetenzgerangel kam es zum Streit mit seinem obergermanischen Amtskollegen C. Silius, dem er nachgeben musste.

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25-29/30

Cossus Cornelius Lentulus möglicherweise Kommandeur des obergermanischen Heeres

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28

Lucius Apronius amtiert als Befehlshaber des niedergermanischen Heeres
 
Unter seinem Kommando drangen römische Streitkräfte in das Gebiet der germanischen Friesen ein, die zuvor ein Kastell belagert hatten. Die Friesen hatten sich wegen einer als ungerecht empfundenen Art der Eintreibung des Tributes erhoben. Unter starken Verlusten mussten sich die römischen Truppen zurückziehen.

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29/30-39

Cnaeus Cornelius Lentulus Gaetulicus wird Kommandeur des obergermanischen Heeres

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30er Jahre des 1. Jh.

Die 20. und 1. Legion werden in die Standorte Neuss (Novaesium) und Bonn (Bonna) verlegt

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16.3.37

Tod des Kaisers Tiberius (geboren 42 v. Chr., Kaiser ab 14)
 
Ihm folgte Caligula (12-41), Sohn des Germanicus (15 v. -19 n. Chr.).

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10.6.38

Tod der Drusilla (geboren 16), der Schwester des Kaisers Caligula (12-41, Kaiser ab 37)

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39

Cnaeus Cornelius Lentulus Gaetulicus, Kommandeur des obergermanischen Heeres, wird von Caligula (12-41) beseitigt
 
Nachfolger wurde der spätere Kaiser Sergius Sulpicius Galba (3 v.-69 n.  Chr., Kaiser 68-Anfang 69). Dieser konnte Kämpfe gegen Germanen, die nach Gallien eingefallen waren, siegreich beenden und wurde dafür ausgezeichnet.

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39/40

Kaiser Caligula (12-41, Kaiser ab 37) hält sich in Gallien und Germanien auf
 
Seine Expedition auf germanisches Gebiet östlich des Rheins blieb wirkungslos.

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40/41

Publius Gabinius Secundus ist Kommandeur des niedergermanischen Heeres
 
Er besiegte die germanischen Chauken und gewann den letzten, in der Varusschlacht verlorenen Legionsadler zurück.

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41/42

Caius Vibius Rufus wird von Kaiser Claudius (10-54, Kaiser ab 41) zum Kommandeur des obergermanischen Heeres ernannt (bis 46/47)

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43

Eroberung Britanniens unter Kaiser Claudius (10-54, Kaiser ab 41)
 
Die "legio XX Valeria Victrix" verließ das Lager in Neuss und zog nach Britannien. Ihre Nachfolgerin wurde die "legio XVI" aus Mainz.

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43

Eroberung Britanniens unter Kaiser Claudius (10-54, Kaiser ab 41)
 
Die "legio XX Valeria Victrix" verließ das Lager in Neuss und zog nach Britannien. Ihre Nachfolgerin wurde die "legio XVI" aus Mainz.

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43

Die "legio XXI Rapax" räumt ihre Hälfte des Legionslagers Vetera und bezieht das Legionslager Vindonissa (Windisch) in der Schweiz
 
Aus Mainz wurde die "legio XV Primigenia" nach Xanten verlegt.

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44

Der Geograph Pomponius Mela bezeichnet die in der Provinz Belgica gelegene Stadt Augusta Treverorum (Trier) als urbs opulentissima (überaus wohlhabene Stadt)

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44/45

In Bonn wird Kaiser Claudius (10-54, Kaiser ab 41) ein Ehrenmonument errichtet

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44/45

Bei Koblenz wird ein Meilenstein aufgestellt, der die Entfernung von Mainz angibt (MPLIX)

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46

Quintus Sanquinius Maximus amtiert als Befehlshaber des niedergermanischen Heeres

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46/47-um 49

Quintus Curtius Rufus ist Kommandeur des obergermanischen Heeres

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47

 
Auch Plinius der Ältere (um 23-79) war an den Kämpfen gegen die Chauken beteiligt. Corbulo lässt einen Kanal zwischen Maas und Rhein anlegen (fossa Corbulonis). Dafür erhielt er die Triumphalornamente.

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49/50-54/55

Publius Pomponius Secundus ist Kommandeur des obergermanischen Heeres

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um 49

Bau einer Rheinbrücke bei Koblenz
 
Diese Maßnahme hing vermutlich mit den Unternehmungen des Pomponius Secundus gegen die germanischen Chatten zusammen.

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50

Auf Wunsch Agrippinas (geboren 6.11.15) wird ihre Geburtsstadt, das oppidum Lateinisch, Stadt, vielfach nur im Sinn gefreiter Ort, Freiheit zu verstehen. Ubiorum, von Kaiser Claudius (10-54, Kaiser 41-54) in den Rang einer römischen Colonia erhoben
 
Sie trug fortan den Namen "Colonia Claudia Ara Agrippinensium" (heute Köln).

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50/51

Pomponius Secundus stoppt das Eindringen der Chatten auf Gebiet westlich des Rheins und fügt ihnen eine schwere Niederlage zu
 
Für diesen Sieg erhielt er die Triumphalornamente. Auch Plinius der Ältere (um 23-79) war an diesen Kämpfen beteiligt.

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um 50

Der Grabbau für Lucius Poblicius, den Veteranen der bei Xanten stationierten 5. Legion Alaudae wird im römischen Köln errichtet
 
Es stand außerhalb der Siedlung an der Hauptstraße in Richtung Bonn. Heute steht es an prominenter Stelle im Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln.

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1.10.54

Kaiser Claudius (geboren 10, Kaiser seit 41) fällt einem Mordanschlag seiner engsten Verwandten zum Opfer
 
Neuer Herrscher wurde sein adoptierter Sohn Domitius Ahenobarbus Nero (37-68, Kaiser bis 68).

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54

Hordeonius Flaccus wird von Galba (3 v. - 69 n. Chr., Kaiser 68 - Anfang 69) zur Ablösung des Verginius Rufus im Juli nach Obergermanien entsandt

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ab 55

Angehörige der gallischen Lingonen stellen in der vorcoloniazeitlichen Siedlung bei Xanten einen Altar zu Ehren Neros auf
 
Er ist dem Stammesgott Cicollus geweiht.

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55

Lucius Antistius Vetus wird Kommandeur des obergermanischen Heeres
 
Offensichtlich wurde er bald wieder abberufen. Grund könnte ein Zusammenstoß mit dem Statthalter der Belgica, Aelius Gracilis, gewesen sein, oder der politische Umschwung in Rom, als Agrippina ihre Macht verlor.

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56-58

Titus Curtilius Mancia Kommandeur des obergermanischen Heeres

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57/58

Der Legat Lucius Duvius Avitus amtiert als Befehlshaber des niedergermanischen Heeres
 
Er verhinderte eine Ansiedlung der germanischen Ampsivarier in den von den Friesen verlassenen rheinnahen Gebieten. Er forderte seinen Statthalterkollegen Mancia zu einem gemeinsamen Vorgehen auf.

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59

Agrippina die Jüngere (minor) (geboren 15) wird auf Veranlassung ihres Sohnes, des Kaisers Nero (37-68, Kaiser 54-68), umgebracht

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63

Publius Sulpicius Scribonius Proculus wird Kommandeur des obergermanischen Heeres (bis 67?)

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63

Publius Sulpicius Scribonius Rufus amtiert als Kommandeur des niedergermanischen Heeres (bis 67?)

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65

Die gegen Nero (37-68, Kaiser 54-68) gerichtete so genannte Pisonische Verschwörung wird aufgedeckt
 
Zahlreiche beteiligte Senatoren wurden in der Folgezeit getötet oder begingen Selbstmord. In Mainz (Mogontiacum) entstand die große Iupitersäule.

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66

Unter dem Statthalter Publius Scribonius Rufus wird im römischen Köln im Auftrag des Kaisers Nero (37-68, Kaiser 54-68) ein öffentliches Gebäude errichtet
 
Als Bautruppe wurde die 15. Legion aus Vetera, nahe dem heutigen Xanten, herangezogen.

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66

Zur Niederschlagung des Jüdischen Aufstandes wird der Senator Titus Vespasianus von Nero (37-68, Kaiser 54-68) in den Osten geschickt.

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67/68

Lucius Verginius Rufus Kommandeur des obergermanischen Heeres (wohl bis Juli 68)

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67/68

Fonteius Capito Kommandeur des niedergermanischen Heeres

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68

Servius Sulpicius Galba (3 v. - Anfang 69 n. Chr.), Statthalter der Provinz Hispania Tarraconensis, lässt sich zum Kaiser ausrufen (Kaiser bis Anfang 69)

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9.6.68

Kaiser Nero (geboren 15.12.37, Kaiser ab 54) wird vom Senat zum Staatsfeind erklärt und begeht auf der Flucht vor seiner Leibgarde Selbstmord

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68

Nero (37-68, Kaiser 54-68) wird mit der damnatio memoriae belegt
 
Dies hatte unter anderem zur Folge, dass sein Name aus dem Weihestein des Mars Cicollus in der vorcoloniazeitlichen Siedlung bei Xanten herausgemeißelt wurde. Die Bauinschrift mit dem Namen Neros aus Köln wurde vom Gebäude abgenommen. Archäologen entdeckten diese Platte fast 2.000 Jahre später wiederverwendet als Bodenplatte eines Abwasserkanals.  

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68

Hordeonius Flaccus wird von Galba (3 v.-Anfang 69 n. Chr., Kaiser 68-Anfang 69) zur Ablösung des Verginius Rufus im Juli nach Obergermanien entsandt

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68

Der 53-jährige Aulus Vitellius (gestorben 69) wird als Nachfolger von Fonteius Capito Statthalter im niedergermanischen Militärbezirk und zieht in seine Residenzstadt Köln ein

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68

Im Frühjahr fällt Caius Iulius Vindex, Statthalter der Gallia Lugdunensis, von Nero (37-68, Kaiser 54-68) ab
 
Im Auftrag Neros ging der Oberkommandierende der Truppen in Obergermanien, Verginius Rufus militärisch gegen Vindex vor und schlägt ihn vernichtend bei Besançon (Vesontio).

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69

Die in Mainz (Mogontiacum) stationierten" legiones IV Macedonica" und "XXII Primigenia" verweigern den Eid auf Kaiser Galba

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69

Aulus Vitellius (15-69) wird in der Hauptstadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) zum Kaiser ausgerufen

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73/74

Cornelius Clemens erobert Gebiete östlich des Rheins zwischen Basel und Straßburg und lässt eine Verbindungsstraße zwischen Argentorate und der Provinz Raetien bauen
 
Er erhielt dafür die Triumphalinsignien.

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73-78

Möglicherweise ist Lucius Acilius Strabo in dieser Zeit Kommandeur des niedergermanischen Heeres
 
Er könnte aber auch nur Legionslegat gewesen sein.

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76

Caius Rutilius Gallicus wird Kommandeur des niedergermanischen Heeres (bis 78)

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um 77

 
Dabei wurde die Seherin Veleda festgenommen.

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um 77

 
Dabei wurde die Seherin Veleda festgenommen.

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24.6.79

Kaiser Vespasian (geboren 7, Kaiser ab 1.7.69) stirbt, Nachfolger wird sein Sohn Titus (39-81, Kaiser bis 81)

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79-81

Im römischen Köln wird unter der Herrschaft des Kaisers Titus (30.12.39-13.9.81, Regierungszeit 79-81) ein Tempel für den Gott Merkur von Grund auf erneuert

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79

Didius Iunius Novius Priscus wird Kommandeur des niedergermanischen Heeres
 
Im Jahre 80 bezeugte ihn ein Militärdiplom und damit seine Beteiligung an Bürgerrechtsverleihungen an Auxiliarsoldaten.

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83

Kaiser Domitian (51-96, Kaiser 81-96) beginnt im Frühjahr einen Feldzug auf die Ostseite des Rheins in Gebiete der germanischen Chatten im Bereich Wetterau und Taunus
 
Die Operation dauerte nur wenige Monate, Domitian kehrte im Herbst zurück nach Rom.

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13.9.81

Kaiser Titus (geboren 30.12.39) stirbt überraschend
 
Nachfolger wurde sein Bruder Domitian (51-96, Kaiser bis 96).

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82

Quintus Corellius Rufus ist Kommandeur des obergermanischen Heeres
 
Er ist durch ein Militärdiplom bezeugt, demnach war er an der Bürgerrechtsvergabe an Auxiliarsoldaten beteiligt.

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83

Sextus Iulius Frontinus ist während des Chattenkrieges Domitians Oberbefehlshaber des niedergermanischen Heeres

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83

Sextus Iulius Frontinus ist während des Chattenkrieges Domitians Oberbefehlshaber des niedergermanischen Heeres

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vor 85

 
Er war zuvor Statthalter der Provinz Belgica.

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um 85

Einrichtung der Provinzen Germania Inferior und Germania Superior
 
Nach Abschluss der begrenzten Operationen auf germanischem Gebiet wurden vermutlich 85 n. Chr. die nieder- und obergermanschen Heeresbezirke in offizielle Provinzen umgewandelt. Damit galt der seit der Niederlage des Varus 9 n. Chr. uneingelöste Anspruch auf die Eroberung Germaniens als verwirklicht.

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85

Im Lager der römischen Rheinflotte in Köln-Alteburg findet eine größere Baumaßnahme im Namen Domitians statt
 
Der Kaiser ließ möglicherweise einen Tempel errichten.

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85-92

Donaukriege Domitians (51-96, Kaiser 81-96)

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88/89

Der obergermanische Statthalter Lucius Antonius Saturninus revoltiert gegen Kaiser Domitian (51-96, Kaiser 81-96)
 
Der Kaiser selbst zog mit den Prätorianern den Aufständischen entgegen. Aus Spanien kam der spätere Kaiser Marcus Ulpius Traianus, Befehlshaber der legio VII Gemina, in Eilmärschen an den Rhein. Währenddessen schlug der Niedergermanische Statthalter Aulus Bucius Lappius Maximus den Aufstand nieder. Die an der Niederschlagung beteiligten niedergermanischen Einheiten bekamen den Ehrentitel pia fidelis Domitiana verliehen.

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89/90

Lucius Iavolenus Priscus ist Statthalter der Provinz Obergermanien
 
Er wurde von Domitian (51-96, Kaiser 81-96) nach dem Sieg über Antoninus Saturninus in die Provinz entsandt. Ein Diplom Griechisch, (1) Urkunde, (2) akademischer Grad. aus dem Jahr 90 bezeugt seine Beteiligung an der Bürgerrechtsvergabe an Auxiliarsoldaten.

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um 89

Die offizielle Einrichtung der Provinz Niedergermanien Auch Germania Inferior, 85/90 n. Chr. eingerichtete römische Provinz mit der Hauptstadt Colonia Claudia Ara Agrippinensum (Köln). Umfasste Gebiete westlich des Rheins, in den Niederlanden und Belgien. führt zu einer weiteren sichtbaren Veränderung: der Palast des Statthalters wird repräsentativ ausgebaut

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nach 89

Im römischen Köln ersetzt eine gewaltige Stadtmauer aus Zweischalenmauerwerk und opus caementicium einen nicht näher fassbaren Vorgänger
 
Die Befestigung umschloss bei etwa vier Kilometer Länge eine Fläche von 96 Hektar und ist acht Meter hoch.

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18.9.96

Domitian (geboren 51, Kaiser seit 81) wird von Personen seines unmittelbaren Umfeldes ermordet
 
Cocceius Nerva, 66 Jahre alt und kinderlos, wurde Nachfolger (Kaiser bis zu seinem Tod 98). Von den niedergermanischen Legionen wurde der Bestandteil Domitiana im Ehrentitel nicht weiter geführt.

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96

Möglicherweise bereits in diesem Jahr wird Marcus Ulpius Traianus als Statthalter der Provinz Obergermanien eingesetzt.

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27.10.97

Nerva (30-98, Kaiser 96-98) adoptiert Marcus Ulpius Traianus (53-117, Kaiser 98-117), amtierender Statthalter der Provinz Germania Superior
 
Er machte ihn dadurch zu seinem Nachfolger. Der spätere Kaiser Hadrian (76-138, Kaiser 117-138) überbrachte als tribunus militum die Glückwünsche des niedermoesischen Heeres und trat danach der "legio XXII Primigenia" in Mainz bei.

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97

Lucius Iulius Ursus Servianus wird Statthalter von Obergermanien und löst damit Traian nach der Adoption durch Nerva (30-98, Kaiser 96-98) ab (bis 98/99)
 
Er machte den späteren Kaiser Hadrian (76-138, Kaiser 117-138) zum tribunus laticlavius in Obergermanien.

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um 97

Verlegung der "legio XXII Primigenia" von Xanten nach Mainz
 
Ihre Nachfolgerin im Legionslager Vetera II wurde die "legio VI Victrix" aus Novaesium (Neuss).

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97/98

Der niedergermanische Statthalter Titus Vestricius Spurinna führt den König der Bructerer mit Waffengewalt zu seinem Stamm zurück
 
Dieser war offensichtlich zuvor vertrieben worden. Seine militärische Tat wurde in Rom mit der Verleihung von Triumphalinsignien und der Aufstellung einer Togastatue des Spurinna auf dem Augustusforum geehrt.

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97/98

Möglicherweise ist Lucius Licinius Sura, ein wichtiger Vertrauter Traians (53-117, Kaiser 98-117), in dieser Zeit Nachfolger des Spurinna Statthalter von Niedergermanien Auch Germania Inferior, 85/90 n. Chr. eingerichtete römische Provinz mit der Hauptstadt Colonia Claudia Ara Agrippinensum (Köln). Umfasste Gebiete westlich des Rheins, in den Niederlanden und Belgien.

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28.1.98

Kaiser Nerva (30-98, Kaiser ab 96) stirbt in Rom, die Herrschaft geht auf Marcus Ulpius Traianus (53-117 n. Chr) über
 
Der spätere Kaiser Hadrian (76-138, Kaiser ab 117)überbrachte ihm als Militärtribun in Köln die Nachricht vom Tode des Adoptivvaters.

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98/99

Bei Koblenz wird ein Meilenstein aufgestellt, der die Entfernung von Mainz angibt (MPLIX)

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um 100

Kaiser Traian (53-117, Kaiser 98-117) gründet in der Provinz Germania Inferior die Colonia Ulpia Traiana, heute Xanten
 
Möglicherweise vollzog Traian diese Gründung persönlich im Frühjahr 98.  

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um 100

 
Die Steingewinnung diente möglicherweise dem Aufbau der Colonia Ulpia Traiana.

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100

Eine militärische Einheit errichtet im Auftrag des Statthalters eine Waffenkammer (armamentarium) in Köln

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101

Im Zuge der Vorbereitungen zum Krieg gegen die Daker wird die "legio I Minervia" an die Donau verlegt

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101/102

Erster Dakerkrieg Traians (53-117, Kaiser 98-117)

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102/104

Die "legio X Gemina" wird von Nijmegen an die Donau verlegt.

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105/106

Zweiter Dakerkrieg Traians (53-117, Kaiser 98-117)
 
Kommandeur der "legio I Minervia"war der spätere Kaiser Publius Aelius Hadrianus (76-138, Kaiser ab 117). Das dakische Reich wurde als Provinz Dacia eingerichtet.

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106

Rückkehr der "legio I Minervia" aus den Dakerkriegen in ihre Bonner Garnison

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vor 114

In Remagen wird für Kaiser Traian (53-117, Kaiser 98-117) eine Ehrenstatue aufgestellt

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116/117

Ein Kan[us Iunius Niger?] amtiert als Statthalter in Obergermanien
 
Er ist durch ein Militärdiplom bezeugt und war an Bürgerrechtsverleihung an Auxiliarsoldaten im Jahre 116 beteiligt.

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7.8.117

Kaiser Traian (geboren 53, Kaiser ab 98) stirbt im Kilikischen Selinus
 
Publius Aelius Hadrianus (76-138, Kaiser ab 117), zu dieser Zeit Statthalter der Provinz Syria, wurde sein Nachfolger.

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7.8.117

Kaiser Traian (geboren 53, Kaiser ab 98) stirbt im Kilikischen Selinus
 
Publius Aelius Hadrianus (76-138, Kaiser ab 117), zu dieser Zeit Statthalter der Provinz Syria, wurde sein Nachfolger.

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119-122

 
Bei seiner Versetzung nach Britannien nahm er die 6. Legion aus Xanten mit auf die Insel.

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121

Caius Quinctius Certus Poblicus Marcellus wird Statthalter in Obergermanien (bis 129)

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121/122

Kaiser Hadrian (76-138, Kaiser ab 117) reist nach Gallien, wo er vermutlich in Lyon den Winter verbringt

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121

Bei Bitburg wird ein Meilenstein aufgestellt, der die Entfernung von Trier angibt (MIL XXII)

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122

 
Im Sommer setzte er nach Britannien über und nahm die "legio VI Victrix" aus Vetera II (Xanten) mit auf die Insel. Diese Legion war maßgeblich am Bau des "Hadrianwalls" beteiligt.

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122

An Stelle der 6. Legion belegt nun die "legio XXX Ulpia Victrix" das Lager Vetera II und wird zur "Hauslegion" von Xanten

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5.10.124

Im Pilgerheiligtum von Pelm (bei Gerolstein) ist die Einweihung eines Tempels für die Göttin Caiva inschriftlich überliefert

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127

Lucius Coelius Rufus amtiert als Statthalter der Germania Inferior

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130

In Obergermanien amtiert ein [---]ius Celer als Statthalter
 
Er ist in einem Militärdiplom bezeugt und war damit beteiligt an Bürgerrechtsverleihungen an Auxiliarsoldaten.

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um 130

Bau der Großen Thermen der Colonia Ulpia Traiana (Xanten)

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134

In Obergermanien amtiert Tiberius Claudius Quartinus als Statthalter
 
Er ist in einem Militärdiplom bezeugt und war damit beteiligt an Bürgerrechtsverleihungen an Auxiliarsoldaten.

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10.7.138

Kaiser Hadrian (geboren 76, Kaiser ab 117) stirbt in der Nähe von Baiae
 
Antoninus Pius (86--161) wurde sein Nachfolger.

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138

Kaiser Hadrian (76-138, Kaiser ab 117) adoptiert den 51-jährigen Titus Aurelius Fulvus Boionius Arrius Antoninus, der als späterer Kaiser Antoninus Pius (138-161) bekannt werden sollte und überträgt ihm die Vollmachten eines Nachfolgers
 
Dieser wiederum adoptierte seinerseits die jungen Lucius Aelius Verus und Marcus Annius Verus (Marc Aurel, 121-180, Kaiser 161-180), so dass die Thronfolge auf längere Sicht geregelt war.

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139

Bei Bitburg wird ein Meilenstein aufgestellt, der die Entfernung von Trier angibt (MIL XXII)

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139

An der Straße Trier-Mainz wird bei Dalheim ein Meilenstein errichtet, der die Entfernung nach Trier angibt (MP LXXXVIII)

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140/144

Bei Remagen wird ein Meilenstein aufgestellt, der die Entfernung von der Provinzhauptstadt Köln angibt (MPXXX)

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um 144

Ablösung der Trierer Moselbrücke durch den noch heute funktionstüchtigen Steinpfeilerbau

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Mitte 2. Jh.

Bau der Barbarathermen und der Thermen am Viehmarkt in Trier

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150

In Obergermanien amtiert Titus Caesernius Statius Quinctius Statianus Memmius Macrinus als Statthalter

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151

 
Für ihn ist ein Philosoph bezeugt, der ihn als Freund in die Provinz begleitete.

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um 151

Caius Popilius Carus Pedo wird Statthalter der Provinz Obergermanien (bis 155)
 
Möglicherweise wurde unter seiner Statthalterschaft der obergermanische Limes vorverlegt.

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155

Lucius Dasumius Tullius Tuscus wird Statthalter der Provinz Obergermanien (bis 158?)

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158

In Remagen weiht der Kommandeur der !"cohors I Flavia Hispanorum" einer unbekannten Gottheit einen Altar

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158

Sextus Calpurnius Agricola amtiert als Statthalter in Obergermanien (bis 161?)

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um 159

Der Südteil des obergermanischen Limes wird nach Osten vorverlegt.

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160

Am Forum der Colonia Ulpia Traiana wird gebaut
 
Baumaterial wurde von der drei Kilometer südlich der römischen Stadt Köln stationierten Flotte vom Steinbruch am Drachenfels nach Xanten transportiert.

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3.7.161

Nach dem Tode des Antoninus Pius (86-161, Kaiser seit 138) übernimmt Marc Aurel (121-180, Kaiser bis 180) die Herrschaft und ernennt Lucius Verus zum Mitkaiser

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161

Kurz nach Amtsantritt Marc Aurels (121-180, Kaiser 161-180) übernimmt Caius Aufidius Victorinus die Statthalterschaft in Obergermanien (bis 164)

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161

Erweiterung des Trierer Stadtgebietes, Anlage der Stadtmauer und der Stadttore, darunter der Porta nigra)

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161/169

In Trier errichtet der Finanzverwalter (procurator) T. Iulius Saturninus dem Gott Asclepius eine Weihung
 
Die Inschrift wurde 1734 am Moselufer in Nähe eines römischen Tempelbezirkes gefunden.

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161

Der germanische Stamm der Chatten bricht in die Provinzen Germania Superior und Raetien ein
 
Die Auseinandersetzungen schloss Victorinus erfolgreich ab und erhielt dafür vermutlich die dona militaria.

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161

Der Militärarzt Marcus Sabinianus Quietus weiht dem Genius der nach Iverheim abkommandierten Abteilung der legio I Minervia einen Altar

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161

Der signifer (Fahnenträger) der legio I Minervia, Tiberius Claudius Gavitus, weiht bei Iversheim vermutlich dem Genius der abkommandierten Abteilung einen Altar

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162

An der Straße Köln-Nijmegen wird bei Naaldwijk (NL) ein Meilenstein aufgestellt

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162

An der Limesstraße bei Remagen wird ein Meilenstein aufgestellt

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163-165

Unter den Kaisern Marc Aurel (121-180, Kaiser 161-180) und Lucius Verus wird im römischen Köln ein öffentliches Gebäude errichtet

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164

Der Centurio der 30. Legion, Marcus Verecundinius Simplex, weiht in Köln einen Altar zum Wohle eines der beiden Kaiser

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164

Quintus Vettius Severus, Finanzbeamter (Quästor) der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln), lässt im Matronenheiligtum von Bonn einen Altar errichten

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164

In Köln stiftet der Hauptmann der 30. Legion, Marcus Verecundinius Simplex, einen Altar für Iupiter Optimus Maximus, den lokalen Schutzgott und die übrigen Gottheiten
 
Marcus Verecundinius Simplex war von Xanten, wo die 30. Legion stationiert war, in die Provinzhauptstadt abkommandiert. Er war Stallmeister und befehligte die Leibgarde des Statthalters.

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164

Bei Andernach wird ein Meilenstein errichtet

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166

Rückkehr der "legio I Minervia" von den Partherfeldzügen Marc Aurels (121-180, Kaiser 161-180) in ihr angestammtes Lager Bonna

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169/170

Dem späteren Kaiser Publius Helvidius Pertinax (126-193, Kaiser 193) wird vermutlich in Köln eine Ehrenstatue aufgestellt
 
Pertinax war zeitweilig Befehlshaber der in Köln stationierten Rheinflotte. Die Inschrift fand sich in Brühl, umgearbeitet zu einem Grabbehältnis.

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um 175

Publius Cornelius Anullinus amtiert als Statthalter der Provinz Obergermanien

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179

Der Benefiziarier aus dem Stab des Statthalters, Lucius Caesius Florentinus, stiftet dem Iupiter Optimus Maximus sowie der Göttin Serapis in Köln einen Weihestein

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17.3.180

Marc Aurel (geboren 121, Kaiser seit 161)stirbt in seinem Hauptquartier an der Donau
 
Sein Sohn Commodus (geboren 161, Kaiser bis 180) übernahm die Herrschaft.

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um 180

In Remagen stellt der Beneficiarier Titus Flavius […]lo dem Genius loci und dem Rheinstrom einen Altar auf.

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um 180

Eine Bemerkung des Bischofs Irenaeus von Lyon (um 135-202) lässt vermuten, dass in den germanischen Provinzen bereits bischöflich verfasste Gemeinden existieren

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180/181-184/185

 
In seine Statthalterschaft fiel der Neubau des Statthalterpalastes in Köln (Periode III).

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180-192

 
Trifft dies zu, wurde er 192 hingerichtet.

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182

Der Benefiziarier Caius Iucundius Similis, Soldat der 30. Legion, weiht dem obersten Gott Iupiter und dem örtlichen Schutzgeist einen Altar in Dottendorf bei Bonn

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185

Caius Candidinius Sanctus, Feldzeichenträger der 30. Legion stellt zu Ehren des obersten Gottes Iupiter und des örtlichen Schutzgeistes einen Altar auf
 
 Der Altar wurde im Jahr 1655 in einem Wald in der Nähe des niederländischen Nijmegen gefunden.

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187

Marcus Helvius Clemens Dextrianus amtiert als Statthalter von Obergermanien

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189

Marcus Iulius Martius, Hauptmann der 30. Legion, weiht dem Gott Mithras einen Altar im Xantener Mithräum

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189

In Köln stiftet der Unteroffizier (optio) Marcus Albanius Paternus dem ansonsten unbekannten Gott Bacurdus einen Weihestein

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190

Der praefectus castrorum Marcus Sabinius Nepotianus errichtet in Bonn den Göttern Iupiter, Hercules, Silvanus sowie dem Genius des Kaiserhauses einen Altar

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190

Im Flottenlager in Köln errichten Soldaten zu Ehren des Kaisers Commodus (161-193, Kaiser seit 180) der Göttin Tutela ein Tempelgebäude mit Kultbild

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190

Bei Remagen stiftet der Benefiziarier Claudius Marcellinus dem Iupiter Optimus Maximus, der Schutzgottheit des Ortes (genius loci) sowie dem Rhein einen Weihealtar

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190

In Bonn wird Iupiter Optimus Maximus, Hercules, Silvanus und dem Schutzgeist des Ortes (genius loci) gemeinsam ein Altar gestiftet

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190

In Voorburg-Arentsburg, dem antiken Forum Hadriani, weiht ein Hauptmann (centurio) der 1. Legion Minervia namens Peregrinus dem Iupiter Optimus Maximus, Iuno, Minervia sowie dem Schutzgeist des Ortes (genius loci) einen Altar

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31.12.192/1.1.1193

In der Nacht zum 1.1.193 wird Kaiser Commodus (geboren 161, Kaiser seit 180) auf Veranlassung des Prätorianerpräfekten ermordet
 
Eingeweiht in die Verschwörung waren die Geliebte des Commodus wie auch der Kammerdiener.

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28.3.193

Nach einem Intermezzo von 87 Tagen auf dem Kaiserthron wird P. Helvius Pertinax (geboren 126) ermordet
 
Die Herrschaft ersteigerte sich Didius Iulianus (135-193, Kaiser 28.3.-2.6.193)  mit einem Donativ von 25.000 Sesterzen für jeden Prätorianersoldaten.

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9.4.193

L. Septimius Severus (146-211, Kaiser bis 4.2.211) in Oberpannonien (Carnuntum) und C.Pescennius Niger (um 135/140-April 194, Gegenkaisera b Mitte April 193-Ende März 194) werden zu Gegenkaisern ausgerufen
 
Didius Iulianus (geboren 135, Kaiser seit dem 28.3.193) verlor die Unterstützung der Prätorianergarde und wurde am 2. Juni nach nur 66 Tagen an der Macht ermordet. Erster Kaiser des zweiten Vierkaiserjahres.

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9.6.193

Septimius Severus (146-211, Kaiser 9.4.193-4.2.211) zieht in Rom ein
 
Zuvor wurde dem Statthalter der Provinz Britannien, Clodius Albinus, für dessen Stillhalten eine bevorzugte Stellung als designierter Nachfolger eingeräumt.

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Ende März 194

Septimius Severus (146-211, Kaiser 9.4.193-4.2.211) besiegt seinen Kontrahenten Pescennius Niger (um 135/140-April 194, Gegenkaiser Mitte April 193-Ende März 194) bei Issos
 Danach brach der Konflikt zwischen dem Kaiser und Clodius Albinus erneut aus.

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196

 
Die Rheinarmeen standen loyal zu Kaiser Septimius Severus  (146-211, Kaiser 9.4.193-4.2.211) .

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196

Im Matronenheiligtum bei Nettersheim weiht ein Benefiziarier und Angehöriger der "legio I Minervia" den Aufanischen Matronen einen Altar

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196/197

Goldmünzschatz von der Feldstraße in Trier
 
Er umfasst 2.570 Goldprägungen von Nero  (37-68, Kaiser 54- 68). bis Septimius Severus (146-211, Kaiser 9.4.193-4.2.211) und Iulia Domna (Schlussmünze 196). Die Stadt wurde im Konflikt zwischen Septimius Severus und Clodius Albinus (um 150-19.2.197, Gegenkaiser Ende 195-19.2.197) bedroht. Offensichtlich hat die in Mainz stationierte 22. Legion Primigenia Trier von einer Belagerung durch Clodius Albinus befreit (CIL 13, 6800).

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196/197

 
Nach der Usurpation lateinisch usurpare (in Besitz nehmen), Bezeichnung für eine gesetzeswidrige Machtübernahme   des Clodius Albinus (um 150-19.2.197, Gegenkaiser Ende 195-19.2.197) blieb er mit den niedergermanischen Truppen auf Seiten des Septimius Severus. Er nahm auch an den Kämpfen gegen den aus Britannien übersetzenden Kontrahenten teil.

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197

Entscheidungsschlacht zwischen Septimius Severus (146-211, Kaiser 9.4.193-4.2.211) und Clodius Albinus(um 150-19.2.197, Gegenkaiser Ende 195-19.2.197) bei Lugdunum (Lyon)
 
Septimius Severus besiegte seinen Widersacher, die 30. Legion erhielt für ihre Verdienste den Ehrentitel pia fidelis.

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197

Entscheidungsschlacht zwischen Septimius Severus (146-211, Kaiser 9.4.193-4.2.211) und Clodius Albinus(um 150-19.2.197, Gegenkaiser Ende 195-19.2.197) bei Lugdunum (Lyon)
 
Septimius Severus besiegte seinen Widersacher, die 30. Legion erhielt für ihre Verdienste den Ehrentitel pia fidelis.

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197

Vexillationen der Rheinischen Legionen werden zum Schutz der Münzprägestätte in Lugdunum (Lyon) stationiert

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197

Teile der Rheinischen Legionen nehmen am Feldzug gegen den Partherkönig Vologaeses V. (Regierungszeit 191/192-207)
 
Die während des Bürgerkrieges auf römisch besetztes Gebiet eingefallenen Parther wurden zurückgedrängt, die Grenze in Mesopotamien wurde stabilisiert.

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vor 198

Quintus Venidius Rufus Marius Maximus, Kommandeur der "legio I Minervia", weiht den Fortunae Salutares, Aesclepius und Hygieia in Bonn einen Altar

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198

Nach der Einnahme der Hauptstadt Ktesiphon im zweiten Partherkrieg ernennt Severus (146-211, Kaiser 9.4.193-4.2.211) seinen neunjährigen Sohn Caracalla (188-217, Kaiser 211-217) zum Mitkaiser (Augustus)

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198

Ammiatius Gamburius weiht in Bitburg zu Ehren der Numina Augustorum (Septimius Severus und Caracalla) und des Iupiter Optimus Maximus eine Bühne mit Ehrenloge und stiftet dafür einen Betrag von 50.000 Sesterzen

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Ende 2. Jh.

Bau des Amphitheaters in Trier

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Ende 2. Jh.

Bau der Stadtmauer des römischen Trier
 
Die Porta Nigra als Toranlage im Norden ist erhalten. Mit einer Länge von 6.480 Metern umschloss sie 285 Hektar. Mindestens 45 Türme waren in die rund 3 Meter breite und mehr als 6 Meter hohe Mauer einbezogen.

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Ende 2. Jh.

Ein Caerellius amtiert als Statthalter in Obergermanien

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Ende 2. Jh.

Bau einer Moselbrücke bei Koblenz

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um 200

Caius Caesonius Macer Rufinianus amtiert als Statthalter in Obergermanien

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2./3. Jh.

 
Unter ihm wurde der baufällig gewordene Statthalterpalast in Köln erneuert.

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201

Caius Maximus Paulinus, der praefectus castrorum der "legio I Minervia", errichtet dem Iupiter Optimus Maximus Conservator in Bonn eine Weihung

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201

Die Brüder Sextus Valerius Peregrinus und Felix weihen den lokalen Gottheiten Aveha und Hellivesa einen Altar, bezahlt aus Tempeleinkünften
 
Der aus Tempeleinkünften bezahlte Altar wurde in Hürth-Gleuel (Rhein-Erft-Kreis) gefunden.

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202

An der Römerstraße zwischen Köln und Trier wird bei Zülpich ein Meilenstein zu Ehren des Kaisers Septimius Severus (146-211, Kaiser 9.4.193-4.2.211) und seiner Söhne Caracalla (188-217, Mitkaiser ab 198, Kaiser 211-217) und Geta (189-211, Mitkaiser 4.2.-19./25./26.12.211) errichtet

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203

Die "legio I Minervia" ehrt in Bonn Kaiser Caracalla (188-217, Mitkaiser ab 198, Kaiser 211-217) mit einer Statue

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um 203

Titus Statilius Barbarus amtiert als Statthalter in Obergermanien

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205

Weihung der Gattin des Präfekten der "cohors I Flavia" in Remagen an eine unbekannte Göttin

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205

 
Es war die zweite Station in dieser Provinz. Zu Beginn der Herrschaft des Septimius Severus (146-211, Kaiser 9.4.193-4.2.211) war er Kommandeur der in Bonn stationierten "legio I Minervia".

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205/208

Die im Stab des Statthalters als stratores tätigen Lollius Fuscus Baienius Cassianus und Lurius Saturninus stellen in Bonn den Gottheiten Fortuna und Hercules einen Altar auf

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205/208

Im Matronenheiligtum bei Nettersheim wird den Aufanischen Matronen vom Benefiziarier Ingenuus ein Altar aufgestellt

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206

Weitere Weihung an die Aufanischen Matronen in dem Matronenheiligtum bei Nettersheim

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208

C. Iulius Septimius Castinus, Legat der in Bonn stationierten "legio I Minervia", führt eine Vexillation aus den rheinischen Legionen vermutlich in Gallien gegen Abtrünnige und Rebellen (defectores et rebelles)  

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15.5.209

Auf öffentlichem Gelände in Köln weiht ein Bankier (actor argentarius) einen Altar
 
Der Altar wurde wieder verwendet in St. Gereon gefunden. Der Name des Stifters hat sich nicht erhalten.

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209

Quintus Aiacius Modestus Crescentianus amtiert als Statthalter in Obergermanien

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210

Mehrere Feldzeichenträger der 30. Legion stellen anlässlich ihrer ehrenhaften Entlassung aus dem Militärdienst in Xanten eine Weihung auf

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210

Im Fahnenheiligtum der "legio I Minervia" in Bonn wird ein Ehrenmonument für die Einheit errichtet

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210

In Köln erfüllt ein Cnaeus Domitius mit der Aufstellung eines Weihesteines sein Gelübde

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210

In der Kalkbrennerei bei Iversheim (heute Stadt Bad Münstereifel) werden von Angehörigen der "legio I Minervia" zwei Weihesteine aufgestellt
 
Kommandeur der legio war Iulius Castinus.

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4.2.211

Kaiser Septimius Severus (geboren 193, Kaiser seit 9.4.193) stirbt in York
 
Seine Söhne Caracalla (188-217, Mitkaiser ab 198, Kaiser 211-217) und Geta (189-19./25./26.12.211) traten die Nachfolge an.

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25./26.12.211

Caracalla (188-217, Mitkaiser ab 198, Kaiser 211-217) ermordet seinen Bruder Geta (geboren 189) in den Armen ihrer beider Mutter, Julia Domna (gestorben 217)

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211

Wiederherstellung eines Heiligtums für Iupiter-Dolichenus in der Provinzhauptstadt Köln
 
Die Aufsicht der Bauarbeiten übernimmt der Hauptmann (centurio) Priscus, Angehöriger der bei Xanten stationierten 30. Legion. Zu diesem Zweck wird er nach Köln abkommandiert.

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211-217

Zu einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt während der Herrschaft Caracallas (188-217, Mitkaiser ab 198) leitete Marcus Valerius Senecio die Provinz Niedergermanien Auch Germania Inferior, 85/90 n. Chr. eingerichtete römische Provinz mit der Hauptstadt Colonia Claudia Ara Agrippinensum (Köln). Umfasste Gebiete westlich des Rheins, in den Niederlanden und Belgien.

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211

Die 60 Centurionen der "legio I Minervia" errichten Caracalla (188-217, Mitkaiser ab 198, Kaiser 211-217) , Geta (189-19./25./26.12.211) und ihrer Mutter Julia Domna (gestorben 217) ein Ehrenmonument im Legionslager Bonn, möglicherweise eine Statuengruppe
 
Der Name Getas wurde nachträglich getilgt.

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212/213

Die constitutio Antoniniana des Caracalla (188-217, Mitkaiser ab 198, Kaiser 211-217) verleiht allen Reichsbewohnern das römische Bürgerrecht
 
Diese Maßnahme diente dem römischen Staat vor allem dazu, neue Steuereinnahmen zu generieren.

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212

An der Straße Trier-Mainz wird ein Meilenstein aufgestellt, der die Entfernung nach Trier in Leugen (2,2 Kilometer) angibt (VIIII)

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212-222

Im Matronenheiligtum bei Nettersheim wird den Aufanischen Matronen von dem Benefiziarier Marcus Aurelius Agripinus ein Altar geweiht

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213

Ein [A]vitus amtiert als Statthalter in Obergermanien. Im selben Jahr wird er von Quintus Iunius Quintianus abgelöst

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2.4.214

In Bonn-Dottendorf weiht der Benefiziarier Aurelius Superinius Marcus dem Iupiter Optimus Maximus, dem Schutzgeist des Ortes (genius loci) sowie allen Göttern einen Altar

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214/215

Münzreform des Caracalla (188-217, Mitkaiser ab 198, Kaiser 211-217)
 
Mit dem Dupondius wurde ein neues Nominal in der Silberwährung eingeführt. Dieser Antoninianus sollte trotz geringeren Gewichts zwei bisherigen Denaren entsprechen. Die Inflation Lateinisch (das Sichaufblasen, Aufschwellen), deutliche Erhöhung des Preisniveaus, etwa durch Anstieg der umlaufenden Geldmenge ohne äquivalente Ausweitung der Gütermenge. und wirtschaftliche Unsicherheit stieg.

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8.4.217

Caracalla (geboren 188, Mitkaiser ab 198, Kaiser ab 211) wird während eines Feldzuges in Nordmesopotamien von einem Soldaten ermordet
 
Die Offiziere erhoben Marcus Opellius Macrinus zum Kaiser. Er war der erste Herrscher ritterlichen Standes auf dem Kaiserthron.

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15./16.5.218

Elagabal (204-222) wird als angeblicher Sohn Caracallas (188-217, Mitkaiser ab 198, Kaiser 211-217) in einer Militärrevolte zum Kaiser erhoben
 
Macrinus gelang es nicht, den Putsch zu unterdrücken und wurde zusammen mit seinem Sohn umgebracht.

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218

Im Matronenheiligtum bei Nettersheim stellt der Benefiziarier Marcus Massonius Vitalis den Deae Aufaniae einen Weihealtar auf

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218

Claudius Aelius Pollio amtiert als Statthalter in Obergermanien

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218

In Remagen wird vom Präfekten der "cohors I Flavia," Petronius Athenodorus, die Wiederherstellung einer Sonnenuhr veranlasst
 

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218-222

Die "legio I Minervia" errichtet in Bonn für die vergöttlichte Iulia Domna (gestorben 217) eine Statue

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11./12.3.222

Elagabal (geboren 204, Kaiser seit 218) wird von den Prätorianersoldaten getötet
 
Der 13-jährige Severus Alexander (208-März 235) wurde zum Kaiser erklärt.

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222

Im Fahnenheiligtum der "legio I Minervia" in Bonn errichtet der Primipilus (ranghöchster Hauptmann) dieser Einheit, C. Publicius Priscillianus, der Victoria Augusta einen Altar
 
Geweiht wurde der Altar von dem Statthalter Flavius Aper Commodianus und dem Legionslegaten Aufidius Coresnius Marcellus

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222-235

Zu Ehren des Waldgottes Silvanus stellt der Bärenfänger der 30. Legion, Cessorinius Ammausius, in Xanten eine Weihung mit dem Abbild des Gottes auf

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222-235

Der einheimischen Gottheit Hludana wird bei Iversheim (heute Stadt Bad Münstereifel), wo das Militär eine Kalkbrennerei betrieb, von einem Detachement der "legio I Minervia" ein Altar aufgestellt

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222-235

 
 Ein früherer Zeitpunkt ist nicht ausgeschlossen.

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223

Anlässlich ihrer Beförderung stellen mehrere Soldaten der 30. Legion in Xanten zu Ehren des Kaisers Severus Alexander (208-März 235, Kaiser ab 222) für den thrakischen Gott Apollon Dysprus einen Weihealtar auf

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223

Anlässlich ihrer Beförderung stellen mehrere Soldaten der 30. Legion in Xanten zu Ehren des Kaisers Severus Alexander (208-März 235, Kaiser ab 222) für den thrakischen Gott Apollon Dysprus einen Weihealtar auf

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225

Eine Inschrift aus Heidelberg bezeugt einen unbekannten Statthalter in Obergermanien, der dort eine Prüfung von Rekruten vermutlich für einen numerus Germanorum durchführte

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225

Weihung eines nicht näher bestimmbaren Legaten der "legio I Minervia"
 
Die in großen Teilen zerstörte Inschrift wurde in der Nähe von Nijmegen in den Niederlanden gefunden.

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225

Der Benefiziarier Marcus Aurelius Ursulus weiht in Köln dem Iupiter Optimus Maximus und der lokalen Schutzgottheit (genius loci) einen Altar
 
Der Altar wurde möglicherweise an einer Straßenstation (statio) vor den Toren des römischen Köln aufgestellt, wo der Benefiziarier seinen Dienst leistete. Der genaue Fundort ist unbekannt.

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225

Eine Inschrift aus Heidelberg bezeugt einen unbekannten Statthalter in Obergermanien, der dort eine Prüfung von Rekruten vermutlich für einen numerus Germanorum durchführte

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225

Weihung eines nicht näher bestimmbaren Legaten der "legio I Minervia"
 
Die in großen Teilen zerstörte Inschrift wurde in der Nähe von Nijmegen in den Niederlanden gefunden.

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225

Der Benefiziarier Marcus Aurelius Ursulus weiht in Köln dem Iupiter Optimus Maximus und der lokalen Schutzgottheit (genius loci) einen Altar
 
Der Altar wurde möglicherweise an einer Straßenstation (statio) vor den Toren des römischen Köln aufgestellt, wo der Benefiziarier seinen Dienst leistete. Der genaue Fundort ist unbekannt.

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230

Bei Moers-Asberg (Asciburgium) lässt der Benefiziarier Caius Catonius Respectus dem Iupiter Optimus Maximus einen Altar errichten

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27.10.231

Errichtung eines Altars zu Ehren Iupiters, des Kriegsgottes Mars und der Siegesgöttin Victoria auf der östlichen Rheinseite bei Bonn-Beuel
 
Auseinandersetzungen zwischen der "legio I Minervia" und Germanen wurden seitens der Römer siegreich abgeschlossen.

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231

Sextus Catius Clementinus Priscillianus amtiert als Statthalter in Obergermanien

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232

Der Soldat der 30. Legion, Tertius Vitalis, librarius des Lagerpräfekten, weiht dem Iupiter Optimus Maximus Conservator

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232

Der Benefiziarier Lucius Hilarinius Amabilis weiht dem Iupiter Optimus Maximus und der lokalen Schutzgottheit einen Altar
 
Der Altar wurde möglicherweise an einer Straßenstation (statio) vor den Toren des römischen Köln aufgestellt, wo der Benefiziarier seinen Dienst leistete. Der genaue Fundort ist unbekannt.

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233

Den Muttergottheiten weiht Quintus Vetius Quintus, optio (Unteroffizier) der 30. Legion in Xanten einen Altar

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233

Germanische Stämme fallen in Höhe der Wetterau in obergermanisches Gebiet ein und dringen bis nach Raetien vor

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233/234

 
 Unter Gordian (225-244, Kaiser 238-244) sollte er später Prätorianerpräfekt Kommandeur der Prätorianer. werden.

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234

Alarmiert von den Germaneneinfällen in die Westprovinzen begibt sich Kaiser Severus Alexander (208-Februar/März 235, Kaiser 222-235) mit seiner Mutter Iulia Mamea (gestorben März 235) von Alexandria nach Obergermanien
 
Es begannen Kriegsvorbereitungen.

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März 235

Kaiser Severus Alexander (208-Februar/März 235, Kaiser ab 222) und seine Mutter Iulia Mamea werden Anfang März von rebellierenden Soldaten bei Mainz ermordet
 
Der Kaiser und seine Mutter hatten versucht, den Frieden auf dem Verhandlungswege zu sichern. Der Offizier Iulius Verus Maximinus stand an der Spitze der Verschwörung und wurde zum Kaiser erhoben.

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um 235

Im Kölner Praetorium residiert der spätere Kaiser Decius (um 190-Juni 251, Kaiser ab September/Oktober 249) als Statthalter

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236

Erfolgreiche Maßnahmen gegen die Germanen durch Kaiser Maximinus Thrax (um 173-238, Kaiser ab Februar/März 235) stellen den Limes wieder her

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237

Priscianus, Beneficiarier des Legionslegaten der legio I Minervia weiht den Sanctissimae Matronae vermutlich im Matronenheiligtum bei Nettersheim einen Altar

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7.6.238

Gordian III. (225-244) wird zum Alleinherrscher ausgerufen
 
Zuvor war Maximinus Thrax (um 173-238, Kaiser ab 235) Mitte April 238 dem Aufstand der eigenen Truppen vor Aquileia erlegen.

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238

Masius und Titanus Ianuarius errichten dem Iupiter Optimus Maximus und dem Schutzgeist des Ortes (genius loci) einen Altar
 
Der Altar wurde offensichtlich nachantik nach Gressenich bei Aachen verschleppt. Es handelt sich vermutlich nicht um den ursprünglichen Aufstellungsort.

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1.7.239

Der Feldzeichenträger der 30. Legion, Titus Quartinius Saturnalis, stellt den Göttern Iupiter Optimus Maximus, Iuno Regina und Minerva in Xanten einen Weihestein auf

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239

In Hoven bei Zülpich wird für die Göttin Sunuxal ein Altar errichtet

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239

Der Benefiziarier Marcus Ingenuius Ingenuinus weiht dem Iupiter Optimus Maximus und der lokalen Schutzgottheit (genius loci) einen Altar
 
Der Altar wurde möglicherweise an einer Straßenstation (statio) vor den Toren des römischen Köln aufgestellt, wo der Benefiziarier seinen Dienst leistete. Der genaue Fundort ist unbekannt.

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239

In Köln stellt Audacius Quietus, Steuermann des Statthalters (barcarius), zur Einlösung seines Gelübdes einen Weihaltar auf.

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240

In Iversheim (heute Stadt Bad Münstereifel), wo die niedergermanischen Legionen eine Kalkbrennerei betreiben, stellt […]inius Superstis der Göttin Minerva einen Weihestein auf

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241-244

Für das Wohl Kaiser Gordians III. (225-244, Kaiser ab 238), seiner Gattin Sabinia Tranquillina, des Senats, Roms und des gesamten Kaiserhauses wird der Fortuna der "legio I Minervia" in Bonn ein Altar geweiht

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241/242

Ein [---]anus amtiert als Statthalter in Obergermanien

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242

In Remagen weiht der Beneficiarier Marcus Superinius Felix vermutlich Mithras einen Altar

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243

Zu Ehren des Gottes Iupiter Dolichenus lassen der Primuspilus der 30. Legion, Titus Pontius Marcianus, und seine Gattin Iuliana Montana in Xanten einen Tempel wiederherstellen

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Februar 244

Philippus Arabs (um 204-249) wird zum Kaiser erhoben
 
Zuvor hatte Gordian III. (geboren 225, Kaiser seit 238) in einer Schlacht gegen die Sassaniden tödliche Verletzungen erlitten.

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244-247

Quintus Caecilius Pudens amtiert als Statthalter der Germania Superior

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244-249

In Remagen weiht ein Angehöriger der "cohors I Flavia" Iupiter, Iuno, Minervia, Victoria und Fortuna einen gemeinsamen Altar

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September/Oktober 249

Philippus Arabs (geboren um 204, Kaiser seit 244) verliert In der Schlacht gegen den Usurpator lateinisch usurpare (in Besitz nehmen), Bezeichnung für eine Person, die die Staatsgewalt widerrechtlich an sich reißt Decius (um 190, Kaiser 249-251) bei Verona sein Leben

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Anfang 250

Opferedikt des Kaisers Decius (um 190-251, Kaiser ab 249)
 
Die Reichsbewohner wurden verpflichtet, dem obersten römischen Gott zu opfern und erhielten dafür eine schriftliche Bestätigung. Die Christenverfolgung setzte ein.

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250

Der Priester des Iupiter Dolichenus, Arcias Marinus, macht den Reitern der "cohors I Flavia" in Remagen ein nicht näher beschriebenes Geschenk

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um 250

Errichtung eines Mithrasheiligtums im gallo-römischen Kultbezirk des Trierer Altbachtals

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nach 250

Eucharius als erster Bischof von Trier nachgewiesen
 
Sein Nachfolger war nach der Liste der Trierer Bischöfe ein Bischof namens Valerius.

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252

Venconius Crescens und Iulius Felix, Beneficiarier des Legionslegaten der "legio I Minervia", weihen Iupiter Optimus Maximus, dem Genius loci sowie allen anderen Gottheiten in Bonn einen Altar

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252

In Köln wird von mehreren Personen unterschiedlichen Göttern, darunter auch einheimischen, ein Weihestein aufgestellt

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253

Kaiser P. Licinius Valerianus (um 200-nach 260, Kaiser 253-260) ernennt seinen Sohn Gallienus (geboren um 213, Kaiser 260-268) zum Mitregenten
 
Gallienus erhielt die Verantwortung für die Provinzen im Westen des Reiches.

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256

Gallienus (geboren 218, Mitkaiser 253, Kaiser 260-268) begibt sich in die Nordwestprovinzen
 
Am Rhein errang er einen Sieg gegen die Germanen.

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256

Gallienus (geboren 218, Mitkaiser 253, Kaiser 260-268) richtet in der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) eine Münzprägestätte ein

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257

Gallienus (geboren 218, Mitkaiser 253, Kaiser 260-268) organisiert im Westen die Abwehr gegen die Germanen, Köln wird zum Zentrum der Westhälfte des Reiches

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257

Kaiser Valerian (um 200-nach 260, Kaiser 253-260) und sein Sohn Gallienus (geboren 218, Mitkaiser 253, Kaiser 260-268) halten sich gemeinsam in Köln auf
 
Köln erhielt den Beinamen Valeriana Gallieniana, vermutlich wurde die Toranlage im Norden erneuert.

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258

Gallienus (geboren 218, Mitkaiser 253, Kaiser 260-268) ernennt seinen unmündigen Sohn Saloninus (um 242-260) zum Stellvertreter (Caesar)

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259

Gallienus (geboren 218, Mitkaiser 253, Kaiser 260-268) bricht zur Donau auf und lässt seinen Sohn Saloninus (um 242-260) in Köln unter Aufsicht seiner Berater zurück
 
Kontingente der germanischen Legionen, darunter die I Minervia und 30. Ulpia Victrix, zogen mit ihm.

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ab 259

Raubzüge germanischer Verbände treffen den Niederrhein mit großer Wucht und reichen über Gallien vermutlich bis nach Spanien

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260-274

Das Reich der gallischen Usurpatoren ("Gallisches Sonderreich") mit den Schwerpunkten Köln, Trier und Mainz
 
260-269: M. Cassianius Postumus, 269: Ulpius Cornelius Laelianus, M. Aurelius Marius, 269-271: M. Piavonius Victorinus, 271-274: C. Pius Esuvius Tetricus.

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260

In Obergermanien amtiert ein unbekannter Statthalter
 
Unter seiner Statthalterschaft wurde die Ummauerung von Vindonissa (in der heutigen Schweiz) erneuert.

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260

Das letzte datierbare Zeugnis für die Nutzung des Legionslagers Vetera II (Xanten) bildet eine Goldmünze des Postumus (Kaiser 260-268)

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260/261

Schatzfunde auf dem Gebiet der Colonia Ulpia Traiana (Xanten) lassen ein gewaltsames Ereignis vermuten

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ab 265

Gallienus (geboren um 213, Mitkaiser 253, Kaiser 260-268) geht militärisch gegen den Usurpator lateinisch usurpare (in Besitz nehmen), Bezeichnung für eine Person, die die Staatsgewalt widerrechtlich an sich reißt Postumus (Kaiser 260-269) in Gallien und dem Rheinland vor
 
Er musste jedoch zurückweichen.

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um 267/268

Münzschatz aus Trier, zutage getreten im südlichen Bereich der Augusta Treverorum
 
Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zwischen der Verbergung des Schatzes und dem Aufstand des Laelianus 269.   

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268

Möglicherweise amtiert Ulpius Cornelius Laelianus in diesem Jahr als Statthalter in Obergermanien

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269

Postumus (Kaiser 260-269) feiert sein zehnjähriges Regierungsjubiläum (Decennalien) in Köln

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269

Die bereits unter Gallienus (geboren 218, Mitkaiser 253, Kaiser 260-268) eingerichtete Münzprägestätte wird von Köln nach Mainz verlegt

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269

Ulpius Cornelius Laelianus revoltiert in Mainz gegen Postumus (Kaiser 260-269) und unterliegt
 
Postumus verweigerte daraufhin den siegreichen Truppen die Plünderung von Mainz und wurde erschlagen.

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269

Für wenige Monate behauptet Marcus Aurelius Marius (gestorben 269) die Herrschaft
 
Sein Nachfolger wurde M. Piavonius Victorinus (Kaiser 269-271), ein loyaler Gefolgsmann des Postumus (Kaiser 260-269). Er verlegte die Münzprägestätte nach Trier. Spanien schied aus dem Herrschaftsbereich aus.

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269

Trier spätestens unter Victorinus (Kaiser 269-271) erstmals zur Kaiserresidenz erhoben
 
Vermutlich erhielt Trier auch eine Münzstätte.

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270/271

Durch die Bauinschrift des burgus Kleine quadratische römische Verteidigungsanlage in Steinbauweise. von Mittelstrimmig (Kreis Cochem-Zell) ist erstmals die Bezeichnung des neuartigen Festungsbauwerkes überliefert

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Ende August 270

Der römische Kaiser Claudius II. Gothicus (geboren wohl 214, Kaiser seit 268) stirbt in Sirmium an der Pest
 
Im September wurde der Befehlshaber der Reiterei, Lucius Domitius Aurelianus (214-275), von der pannonischen Heeresgruppe zum Kaiser erhoben.

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270-280

Ein unbekannter Statthalter amtiert in Obergermanien
 
Er leitete zuvor die Münzstätte von Trier.

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271

Victorinus (Kaiser ab 269) wird in Köln ermordet
 
Gaius Pius Esuvius Tetricus (Kaiser 271-274) übernahm die Herrschaft. Von Köln aus gelang  ihm offensichtlich ein Sieg gegen die Germanen.

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272

Die Münzprägung in Köln wird eingestellt, Trier ist von nun an alleinige Prägestätte

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273

Tetricus (Kaiser 271-274) verlegt spätestens zu diesem Zeitpunkt das Zentrum seines Herrschaftsbereiches nach Trier
 
Möglicherweise war dies bereits 271 der Fall.

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274

Schlacht nahe Châlons-sur-Marne
 
Tetricus (Kaiser 271-274) ergab sich Kaiser Lucius Domitius Aurelianus (214-275, Kaiser 270-275), das Gallische Sonderreich wurde dem Gesamtreich wieder eingegliedert.

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275

Aurelianus (214-275, Kaiser 270-275) bricht nach kurzem Aufenthalt in Rom nach Gallien auf, um Unruhen niederzuschlagen
 
Nach Sicherung der Grenze zwischen Main und Donau fiel er auf dem Weg zum Hellespont einem Mordkomplott zum Opfer.

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um 275

Münzschatz von Kattenes (Gemeinde Löf, Kreis Mayen-Koblenz)
 
12.093 Antoniniane der Kaiser Valerianus I. (um 200-nach 260, Kaiser 253-260) bis Aurelianus (214-275, Kaiser 270-275) sind in einem mit einer Schieferplatte abgedecktem Gefäß dem Boden anvertraut worden. Ein Zusammenhang mit den Einfällen der Alamannen und Franken ist anzunehmen.

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275/276

Verheerende Germaneneinfälle in das Rheinland bis nach Gallien
 
Sie bedeuteten das Ende der der so genannten bürgerlichen Blütezeit der Treverer Keltisch-germanischer Volksstamm, der beiderseits der Mosel mit Trier als Hauptort angesiedelt war und 51 v. Chr. von Cäsar unterworfen wurde.   , Untergang zahlreicher ländlicher Anwesen und Kleinsiedlungen. Dabei wurden Xanten und Trier von den Franken verwüstet, Köln widerstand einer Eroberung.

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275/276

Schatzfund vom Basilikavorplatz in Trier
 
Es wurden 206 hauptsächlich Tetricus I. (Kaiser 271-274) und II. (Mitkaiser 273/274, gestorben nach 274) zuzuweisende Münzen verborgen.

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276

Ein vermutlich bei Köln gefundener Meilenstein erwähnt den nur wenige Monate amtierenden Kaiser Florianus (gestorben September 276)

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277/278

Kaiser Probus (232-282, Kaiser ab 276) eilt aus dem Donauraum nach Gallien und an den Rhein
 
Es gelang ihm, Franken und Alemannen zurückzudrängen, die Rheingrenze wurde stabilisiert. Angehörige fränkischer Stämme siedelte er auf römischem Reichsboden an (Laeten).

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280

Eine Erhebung gegen Kaiser Probus (232-282, Kaiser ab 276) veranlasst diesen, von Syrien an den Rhein zu eilen
 
Unsichere und nicht zu verifizierende Quellen erwähnen, dass zwei Militärs namens Bonosus und Proculus in Köln den Kaisertitel angenommen hätten.

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282

Auf dem Weg in den Osten fällt Probus (232-282, Kaiser ab 276) vermutlich in der Nähe seiner Heimatstadt Sirmium einem Mordanschlag zum Opfer

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282/283

Bei Brohl wird ein Meilenstein errichtet

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20.11.284

Im Herbst wird Diocletian (245-311/312, Kaiser bis 305) nach einer Revolte gegen den amtierenden Herrscher vor der Stadt Nicomedia (Izmit) zum Kaiser ausgerufen
 
Carinus (gestorben 285), Bruder des gestürzten Machthabers und Herrscher im Westteil des Reiches, sammelte seine Truppen und zog gegen den Usurpator lateinisch usurpare (in Besitz nehmen), Bezeichnung für eine Person, die die Staatsgewalt widerrechtlich an sich reißt zu Felde. Die Entblößung der Rheingrenze hatte Einfälle der Franken zur Folge.

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285

In der Schlacht bei Margus siegt Carinus gegen Diocletian  (245-311/312, Kaiser 284-305) und wird doch von seinen Offizieren umgebracht
 
Diocletian war nun alleiniger Herrscher.

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285

C. Aurelius Valerius Diocletianus (245-311/312, Kaiser 284-305) ernennt Maximianus (250-310), der zuvor den Bagauden-Aufstand im westlichen Gallien niedergeschlagen hatte, zum gleichberechtigten Augustus
 
Maximianus übernahm den Westen, Diocletian den Osten des Reiches. Trier erstmals Residenz.

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293

Zwei weitere Offiziere werden als Caesares in das bestehende Herrschaftssystem aufgenommen, die Tetrarchie hat Gestalt angenommen
 
Für den Westen in Mailand Flavius Valerius Constantius I. (genannt Chlorus, 250-306), im Osten Galerius Valerius Maximianus (um 260-311).

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ab 293/294

Trier wird bevorzugter Aufenthaltsort des Constantius I. Chlorus (250-306, Mitkaiser ab 293) und in der Folge bedeutende Verwaltungsmetropole
 
Zudem wurde eine Reichsmünzstätte eingerichtet.

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293-305

Eine Leuga (2,2 Kilometer) außerhalb des römischen Köln an der römischen Straße nach Trier wird ein Meilenstein mit der Nennung von Constantius (genannt Chlorus, 250-306, Mitkaiser ab 293) und Maximianus (um 260-311, Mitkaiser ab 293) aufgestellt

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294

Constantius I. Chlorus (250-306, Mitkaiser seit 293) hält sich in Köln auf und erlässt Regelungen zum Eherecht

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um 294

In Trier errichtet der vir perfectissimus und Heerführer Valerius Concordius dem Caesar Flavius Valerius Constantius (genannt Chlorus, 250-306, Mitkaiser seit 293) eine Ehrenstatue

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19.9.295

Im Legionslager Bonn lässt der Kommandeur der dort stationierten "legio I Minervia" den Tempel des Kriegsgottes Mars erneuern
 
Es handelt sich um das letzte inschriftliche Zeugnis der Legion.

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296

Constantius I. Chlorus (250-306, Mitkaiser seit 293) gelingt die Rückgewinnung Britanniens
 
Britannien war seit 286 von Usurpator lateinisch usurpare (in Besitz nehmen), Bezeichnung für eine Person, die die Staatsgewalt widerrechtlich an sich reißt Carausius (gestorben 293) und seinem Nachfolger Allectus (gestorben 296) beherrscht worden.

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Ende 3. Jh.

Diocletian (245-311/312, Kaiser 284-305) ordnet die Provinzen neu
 
Aus der Germania Inferior wurde Germania Secunda, die Germania Superior wurde in die Provinzen Germania Prima und Sequana geteilt. Die Belgica wurde ebenfalls unterteilt in Belgica Prima und Secunda.

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Ende 3. Jh.

cella memoriae, eine unter dem heutigen Bonner Münster befindliche Totenkultstätte, wird angelegt

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Ende 3., Anfang 4. Jh.

Fränkische Ansiedlungen im nördlichen Gallien und im Rheinland

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Anfang 4. Jh.

Im nordöstlichen Viertel des ummauerten Stadtareals von Trier entsteht auf dem Gebiet gehobener Wohnbebauung des 2./3. Jahrhunderts ein spätrömischer Palast mit qualitätvoll bemalter Kassettendecke
 
Noch in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts entstand in diesem Gebäude eine basilikale Bebauung mit vorgelagerten Querbauten und Peristylhöfen. Diese Architektur wird als mehrgliedrige Doppelkirchenanlage und damit als Vorgänger des heutigen Doms gedeutet. In dieser Zeit wurden auch die Kaiserthermen errichtet, die jedoch nicht vollendet, sondern möglicherweise zu Kasernenbauten für die kaiserliche Garde umfunktioniert wurden.

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300/301

Nach dem Einfall der Franken auf römisches Reichsgebiet führt Constantius I. Chlorus (250-306) vom Niederrhein aus einen Feldzug gegen die Germanen durch

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301

Preisedikt des Kaisers Diokletian (236/245-312, Kaiser 284-305)
 
Versuch, über Preisobergrenzen für Waren und Dienstleistungen das Preisniveau nicht weiter ansteigen zu lassen. Diocletian führte auch die Ansätze aus gallienischer Zeit zur Reform der Heeres fort. Die Trennung zwischen grenznahen Truppen (ripenses) und im Hinterland stationierte, bewegliche Einheiten (comitatenses) trat deutlich hervor. Diese Heeresgliederung wurde unter Constantin weiter entwickelt.

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303

Massive staatliche Verfolgungsmaßnahmen gegen die Christen

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1.5.305

Die Augusti Diocletian (245-311/312, Kaiser 284-305) und Maximianus (um 240-310) treten zurück und übergeben die Herrschaft an die beiden Caesares, Galerius (um 260-311) im Osten und Constantius I. Chlorus (250-306, Mitkaiser seit 293) im Westen
 
 Maximinus Daia (gestorben 313) wurde Caesar des Ostens, Severus (gestorben 307) Caesar des Westens.                                                                                                                                                                                                                                       
 

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28.10.306

Maxentius (um 278-312), Sohn des ehemaligen Augustus Maximianus (um 240-310) und wie Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306)  im System der Tetrarchie nicht berücksichtigt, erhebt sich in Rom
 
Galerius (um 260-311) verweigerte ihm die Anerkennung.

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306/307

Feldzug Konstantins (um 275-337, Kaiser ab 306) gegen die Franken am Niederrhein
 
Die festgenommenen fränkischen Kleinkönige Ascarius und Merogaisus wurden im Trierer Amphitheater wilden Tieren vorgeworfen.

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307

Severus (Mitkaiser seit 1.5.305) marschiert gegen Maxentius (um 278-312)
 
Er musste jedoch nach Ravenna fliehen, wo er festgenommen und am 16.9.307 getötet wurde. Galerius (um 260-311) scheiterte mit dem Versuch, Maxentius zu besiegen.

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307/310

Fränkische Ansiedlungen im nördlichen Gallien und im Rheinland

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307/308

Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306) überschreitet den Rhein, um gegen die germanischen Bructerer militärisch vorzugehen, einen Teilstamm der Franken

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310

Maximianus (um 260-310) ergreift in Arles zum dritten Mal die Kaiserwürde
In Marseille zwang ihn Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306) zur Kapitulation. Maximianus wurde im Juli 310 erhängt vorgefunden.

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310

Maximianus (um 260-310) ergreift in Arles zum dritten Mal die Kaiserwürde
 
In Marseille zwang ihn Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306) zur Kapitulation. Maximianus wurde im Juli 310 erhängt vorgefunden.

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310

Kriegszüge Konstantins (um 275-337, Kaiser ab 306) über den Rhein

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310-315

Auf der rechten Rheinseite wird gegenüber Köln die Festungsanlage Divitia (heute Deutz) zur Abwehr der seit dem 3. Jahrhundert gegen das Römische Reich andrängenden Germanen errichtet
 
In diese Jahre wird eine durch mittelalterliche Abschrift erhaltene Bauinschrift datiert. Mit dem Bau des Lagers wurde auch eine Brücke über den Rhein errichtet. Das von den Römern wohl vor Mitte 5. Jahrhundert geräumte Lager ging in fränkischen Königsbesitz über. Um einen Herrenhof entstand eine bei dem Geschichtsschreiber Gregor von Tours (538/539-594) als "Divitia civitasLateinisch, in der römischen Antike Siedlungsgebiet eines Volkes mit städtischem Kern, im Mittelalter Bezeichnung für Stadt, vor allem für die Bischofsstadt." bezeichnete Siedlung. Auf dem Areal des Kastells errichtete Erzbischof Heribert um 1002 eine Benediktinerabtei. Die konstantinische Rheinbrücke wurde im Zuge der Kölner Stadterweiterung unter Erzbischof Brun 953-965 abgebrochen. Erst 1859 erhielt Köln mit der Vorläuferin der heutigen Hohenzollernbrücke wieder eine feste Rheinbrücke.

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um 310

Bau der Palastaula in Trier
 
DIe so genannte "Basilika" war in der Merowingerzeit Sitz des königlichen Gaugrafen und seit 1198 Sitz des Erzbischofs. Beim Bau des kurfürtlichen Schlosses 1615-1647 wurden die Ost- und die Südwand abgebrochen, Westwand und Apsis Mehrzahl Absiden, griechisch, das Angefügte, Wölbung, seit der römischen Antike halbkbreisförmiger, mit Halbkugeln überwölbter Raum als Abschluss eines Hauptgebäudes, übernommen von der christlichen Kirchenbaukunst als Abschluss des Chores (Hauptapsis) oder der Arme des Querhauses (Nebenapsis), Aufstellungsort des Altars. in den Schlossbau einbezogen. Auf Anordnung König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen (Regentschaft 1840-1858) wurde der Bau wieder auf seine ursprüngliche Dimension und Stilreinheit zurückgeführt und als evangelische Kirche eingerichtet. Der im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Bau wurde 1954-1956 wieder aufgebaut.

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1. Hälfte 4. Jh.

Mit einem Bauprogramm wird die Rheingrenze unter Konstantin durch Festungen gesichert
 
Haus Bürgel bei Monheim entstand neben Köln-Deutz neu, auch Durnomagus (Dormagen) wurde zur Festung ausgebaut. Gelduba (Krefeld-Gellep) wurde möglicherweise bereits Ende des 3. Jahrhunderts wieder aufgebaut.

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30.4.311

Kaiser Galerius (um 260-311, Kaiser seit 293) erlässt in Serdica (Sofia) ein Toleranzedikt lateinisch tolerare (erdulden), Bezeichnung für einen amtlichen Erlass, der die Duldung von religiösen Minderheiten zulässt , das die Christenverfolgung beendet

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311

Galerius (geboren um 260) stirbt in Serdica
 
Um dessen Machtbereich entbrannte ein Machtkampf zwischen Maximinus Daia (270-313, Kaiser ab 308) und Licinius (um 265-325, Kaiser 308-324). Daia knüpfte Verbindungen zu Maxentius (um 275/278 oder 283-28.10.312, Kaiser ab 28.10.306), Licinius verbündete sich mit Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306).

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28.10.312

Schlacht an der Milvischen Brücke bei Rom
 
Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306), der während der Schlacht den Christengott um Beistand anrief, besiegte Maxentius. Er beherrschte nun das eigentlich Licinius (um 265-325, Kaiser 308-324) zugedachte Gebiet. Die Schlacht gilt als wichtiger Schritt vom Polytheismus zum Monotheismus.

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Februar 313

Im Februar treffen sich Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306) und Licinius (um 265-325, Kaiser 308-324) in Mailand
 
Dabei wurde unter anderem das Ende der Christenverfolgung bestätigt: so genanntes Toleranzedikt lateinisch tolerare (erdulden), Bezeichnung für einen amtlichen Erlass, der die Duldung von religiösen Minderheiten zulässt von Mailand. Licinius bekam freie Hand, um gegen Maximinus Daia (270-313, Kaiser ab 308) vorzugehen.

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313

Maximinus Daia (270-313, Kaiser ab 308) erobert Byzanz, wird jedoch von Licinius (um 265-325, Kaiser 308-324) bei Adrianopel (Edirne) besiegt (30. April)
 
Licinius beherrschte nun den Osten, Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306) den Westen.

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vor 314

Agricius Bischof von Trier (bis circa 330)
 
Die Trierer Bischofslisten nennen Agricius nach Eucharius, Valerius und Maternus als vierten Bischof von Trier. Ihm kommt für die Geschichte des frühen Christentums der Gallia Belgica besondere Bedeutung zu, da er als Teilnehmer des Konzils von Arles im Jahr 314 bezeugt ist. Mit seinem Namen ist die erste Kirchenanlage sowie die Überführung von Reliquien nach Trier verbunden.

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313-314

Maternus als erster bekannter Bischof von Köln bezeugt
 
Er nahm in Rom an den Verhandlungen im Streit um den Bischofsstuhl von Carthago teil. Donatus wurde wegen Störung der kirchlichen Ordnung verurteilt.

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314

Der Kölner Bischof Maternus und der Trierer Bischof Agricius nehmen an der Synode von Arles teil

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316

Kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Licinius (um 265-325, Kaiser 308-324) und Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306)

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1.3.317

Im Osten ernennt Licinius (um 265-325, Kaiser 308-324) seinen zweijährigen Sohn Licinianus zum Caesar, Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306) im Westen seine 12- beziehungsweise einjährigen Söhne Crispus (gestorben 326) und Konstantinus II. (gestorben 340, Kaiser 337-340)
 
Das dynastische Prinzip brach sich Bahn.

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318/319

Sieg Konstantins (um 275-337, Kaiser ab 306) gegen die Franken

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11.12.321

Erlass Konstantins (um 275-337, Kaiser ab 306), mit dem er dem Rat der Stadt Köln erlaubte, Juden auch gegen ihren Willen zur Übernahme öffentlicher Ämter zu zwingen
 
Offensichtlich kam es bei der Besetzung von Stadtämtern, die mit finanziellem Aufwand verbunden waren, zu Engpässen. Erster Beleg für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Köln.

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324

Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306) besiegt Licinius (um 265-325, Kaiser ab 308) bei Adrianopel und wird Alleinherrscher
 
In der Folge verlagerte sich das politische Zentrum in den Osten des Reiches.

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325

Konzil von Nicäa
 
 Kaiser Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306) nahm daran teil. Der Arianismus wurde als Irrglaube verurteilt.

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326

Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306) lässt seinen ältesten Sohn Crispus (geboren wohl 305, Caesar ab 317) und seine Frau Fausta (geboren 289/298) ermorden

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328

Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306)  besucht ein letztes Mal Trier
 
Der spätere Konstantinus II. (317-361, Mitkaiser im Osten ab 337, Kaiser des Gesamtreiches 350/353-360) leitete als Vertreter seines Vaters die Geschicke der gallischen und britischen Provinzen. Sein Residenzort war Trier.

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328/329

Sieg Konstantins (um 275-337, Kaiser ab 306) über die Germanen

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um 330-346/347

Maximinus Bischof von Trier
 
Er spielte an der Seite der Bischöfe Iulius von Rom (gestorben 352) und Hosius von Cordoba (257-357/358) eine wichtige Rolle bei der Verteidigung des nizänischen Glaubensbekenntnisses gegen den so genannten Arianismus.

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330

Kaiser Konstantin (um 275-337, Kaiser ab 306) verlegt seine Residenz nach Byzanz, das in Konstantinopel umbenannt wird
 
Feierliche Einweihung der neuen östlichen Hauptstadt.

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27.7.332

Konstantinus II. (316-340, Kaiser 337-340) stellt in Köln einen Erlass aus

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335/337

Athanasius (um 295-373), ägyptischer Bischof von Alexandria, gerät mit Konstantin (um 275-337, Kaiser 306-337) und Konstantius II. (316-340, Kaiser 337-340) in Konflikt und wird "an das Ende der Welt" nach Trier verbannt

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22.5.337

Tod Konstantins des Großen (um 275-337, Kaiser ab 306) in der Nähe von Nicomedia
 
Er hinterließ keine klare Nachfolgeregelung.

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9.9.337

Vorläufiges Ende der Nachfolgekämpfe unter den Söhnen Konstantins des Großen (um 275-337, Kaiser 306-337)
 
Flavius Claudius Constantinus II. (316-340) erhielt den Westen als Herrschaftsgebiet, Flavius Iulius Constantius II. (317-361) den Osten. Der jüngste Sohn Flavius Iulius

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Anfang April 340

Konstantinus II. (geboren 316) stirbt auf einem Feldzug gegen Constans, der nun den gesamten Westen beherrscht

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341/342

Der Tod Konstantinus` II. (316-340, Kaiser ab 337) führt zu erneuten Einfällen der Franken nach Gallien
 
Constans begab sich an die Rheingrenze und schlug den Einfall zurück.

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342

Der Trierer Bischof Maximinus nimmt an der Synode von Serdika teil

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um 342/343-346

Euphrates Bischof von Köln

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345

In Köln stellt Constans einen Erlass aus, der Schenkungen im Zusammenhang einer Heirat regelt

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347-358

Paulinus Bischof von Trier
 
Paulinus setzte als Bischof von Trier die kirchenpolitische Linie seines Vorgängers Maximinus fort. Im Streit um die Lehren des Athanasius (um 298-373) wurde er nach Phrygien verbannt.
 

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350

Usurpation lateinisch usurpare (in Besitz nehmen), Bezeichnung für eine gesetzeswidrige Machtübernahme   des Magnentius (um 303-353), eines militärischen Befehlshabers fränkischer Abstammung, im Westen
 
In Autun ließ er sich zum Kaiser ausrufen. Constans, der sich zu dieser Zeit in Gallien aufhielt, fiel dieser Erhebung zum Opfer. Magnentius bemühte sich um Anerkennung durch Constantinus II. (317-361, Kaiser ab 337).

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18.9.351

Schlacht bei Mursa (an der Drau, heute Osijek) zwischen Magnentius (um 303-353) und Constantius II.
 
Die entblößte Rheingrenze führte zum Eindringen von Franken auf Reichsgebiet westlich des Rheins. Sie stießen weit ins Innere Galliens vor. Neben zahlreichen ländlichen Gutshöfen und befestigten Siedlungen fielen Neuss und Bonn dem Ansturm zum Opfer. Die "legio I Minervia" wurde aufgerieben. Das stark befestigte Köln blieb zunächst verschont. Angeblich wurden die Franken von Constantius II. zum Einfall aufgefordert.

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352

Bei Zülpich wird Masclinius Maternus, Ädil, Duumvir und curator civitatis aus der Colonia Agrippina, bestattet
 
Der Grabstein wurde verbaut in dem Zisterzienserkloster in Hoven bei Zülpich aufgefunden, wohin er vermutlich aus Zülpich verschleppt worden ist.

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352

Alamannen brechen über den Rhein ins Römische Reich ein
 
 Sie eroberten das Gebiet westlich des Rheins von Basel bis nördlich von Mainz. Es kam zu verheerenden Verwüstungen, die Rheingrenze wurde vorübergehend aufgegeben.

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352

Magnentius (um 303-353) zieht sich nach Gallien zurück, wo er von Constantius II. gestellt und endgültig besiegt wird
 
 Magnentius nahm sich in Lyon das Leben. Damit herrschte Constantius faktisch über das gesamte römische Reich.

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29.5.353

Der Trierer Bischof Paulinus überführt die Gebeine des 346 während einer Reise von Konstantinopel nach Poitiers verstorbenen Trierer Bischofs Maximinus nach Trier
 
 Über dessen Grabstätte entstand im 6. Jahrhundert eine Benediktinerabtei (St. Maximin).  

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353

Auf der Synode von Arles weigert sich der Trierer Bischof Paulinus, Athanasius (um 298-373) zu verurteilen
 
Daraufhin wurde Paulinus nach Phrygien verbannt, wo er wahrscheinlich im Jahr 358 starb.

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6.11.355

Iulianus (331-363), der spätere Kaiser Iulianus Apostata (360-363), wird in Mailand zum Caesar ernannt

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355

Verheerende Einfälle der Germanen in das Rheinland und nach Gallien
 
Köln wurde belagert und erobert, schließlich zu großen Teilen niedergebrannt. Zerstörungen im Trierer Land, die Münzprägestätte in Trier hörte bis 367 auf zu reüssieren.

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355

 
Eine Gruppe von Soldaten, unter ihnen der spätantike Schriftsteller Ammianus Marcellinus (um 330-400), drang in den Palast ein und ermorderte Silvanus. In diesem Zusammenhang ist von einem Versammlungsort der Christen die Rede (conventiculum ritus christiani), in den sich Silvanus flüchtete.

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um 355

Auf einem Gräberfeld nordwestlich der mittelalterlichen Stadt Köln entsteht ein Zentralbau nach römischem Vorbild, die spätere Kirche Sankt Gereon

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356

Der Caesar Iulianus (331-363, als Kaiser Iulianus Apostata 360-363) gewinnt Köln zurück und zieht in die Stadt ein
 
In der Folge begann der Wiederaufbau von Festungsanlagen entlang des Rheins und im Inneren zur Sicherung der Kommunikationswege. Vermutlich stammt auch der spätantike Palast in Köln (Praetorium) aus dieser Zeit.

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357

Sieg des Iulianus (331-363, als Kaiser Iulianus Apostata 360-363) über die Alamannen bei Straßburg

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358

Iulianus siedelt Franken unter römischer Vorherrschaft am Niederrhein an

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353/358-373

Bonosius Bischof von Trier
 
 Das Episkopat des Bonosius (oder Bonosus) ist mit Unsicherheiten behaftet. Er war der Nachfolger des Paulinus als Bischof von Trier, wobei unklar ist, ob er ihm direkt nach dessen Verbannung im Bischofsamt folgte oder aber erst nach dessen Tod im Jahr 358. Weiter ist unklar, ob er Arianer war oder sich erst später dazu bekannte oder ob der Trierer Bischofssitz erst wieder besetzt wurde, als die gallischen Bischöfe verstärkt den nizänischen Glauben unterstützten.
 
 

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360

Flavius Claudius Iulianus (360-363), genannt Apostata (der Abtrünnige), wird von seinen Truppen in Paris zum Kaiser proklamiert

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361

Noch vor dem Eintreffen des Usurpators Iulianus (331-363, als Kaiser Iulianus Apostata 360-363) stirbt Constantius II.

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361

Aufbruch des Iulianus (331-363, als Kaiser Iulianus Apostata 360-363) in den Osten zur Auseinandersetzung mit Constantius II.

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26.6.363

Iulian Apostata (331-363, Kaiser seit 360) stirbt am Tigris während des Feldzuges gegen die Sassaniden
 
Der hohe Militär Iovianus (363-364) übernahm die Nachfolge und schloss in Bedrängnis einen Friedensvertrag mit dem sassanidischen König Schapur II. (309-379).

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26.2.364

Nach dem überraschenden Tod des Iovianus (Kaiser seit 26.6.363) wird der militärische Befehlshaber Valentinianus (321-375) zum Kaiser erhoben
 
Valentinian ernannte seinen Bruder Valens (328-378) zum Mitkaiser im Osten und übernahm selbst den Westen des Reiches. Sein Herrschaftszentrum wurde Trier.

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364/365

Ein Einfall von Alamannen verursacht Zerstörungen im Trierer Land

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365

Valentinian eilt nach Gallien, um die eingefallenen Alamannen und Burgunden zu stoppen

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366

Valentinian (321-375, Kaiser seit 364) erringt einen Sieg gegen die Franken

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367

Der Franke Charietto, militärischer Befehlshaber im Bereich der germanischen Provinzen auf Seiten der Römer (comes Lateinischen für „Begleiter“,"Gefährte" „Gefolge“; urspr. ein römischer Amtstitel, gewann es im Laufe der Zeit mehrere Bedeutungen, u.a.  für Statthalter und Mitglieder des kaiserlichen Rats. Seit dem Mittelalter lateinisch für "Graf" per utramque Germaniam), führt einen Feldzug gegen die Alamannen durch

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367

Valentinian (321-375, Kaiser seit 364) ernennt seinen ältesten Sohn Gratian (359-383) zum Mitkaiser im Westen
 
Auch Gratian nahm seine Residenz zunächst in Trier, hielt sich später jedoch häufiger in Mailand auf.

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368

Trier dient als Ausgangspunkt für einen Feldzug Valentinians (321-375, Kaiser seit 364) gegen die Alamannen in Südwestdeutschland

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368

Die Alamannen werden bei Charpeigne und Châlon-sur-Marne besiegt
 
 Trotzdem überfielen sie unter ihrem Fürsten Rando Mainz und plünderten die Stadt. Kurz darauf siegte Valentinian (321-375, Kaiser seit 364) in der Schlacht bei Solicinium, seine Einheiten erlitten hohe Verluste.

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um 369

Wiederherstellung der um 353 zerstörten Festungen Gelduba (Krefeld-Gellep) und Durnomagus (Dormagen)

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um 370

Mit einem groß angelegten Bauprogramm sichert Valentinian (321-375, Kaiser seit 364) die Rheingrenze durch die Errichtung von Wachtürmen oder den Ausbau von Befestungen (burgi)
 
 Burgi sicherten zudem landwirtschaftliche Betriebe und wichtige Straßen ins Hinterland der Provinzen. Trier erlebte unter der valentinianischen Dynastie einen neuen Aufschwung.

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370

Feldzug gegen die Alamannen am Rhein
 
Flavius Theodosius (gestorben 376), Vater des späteren Kaisers Theodosius I. (347-395, Kaiser im Osten 379-395, ab September 394 im Gesamtreich) und Kommandeur der Reiterei der Hofarmee, führte die Unternehmung durch. Sein Sohn befand sich an dessen Seite.

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372

Flavius Theodosius (gestorben 376) schlägt einen Aufstand in Africa nieder

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374

Valentinian (321-375, Kaiser seit 364) bekämpft im Illyricum Einfälle von Quaden und Sarmaten
 
Der junge Theodosius (der spätere Theodosius I., 347-395, Kaiser im Osten 379-395, ab September 394 des Gesamtreiches) besiegte als Kommandeur in Pannonien die Sarmaten, welche die Donau überschritten hatten.

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374-386

Britto Bischof von Trier
 
Britto war der Nachfolger des Bonosius. Er nahm 374 am Konzil in Valence teil. In seine Amtszeit fällt der Ketzerprozess gegen die Priszillianer. In Trier ist erstmalig eine Mönchsgemeinschaft nachzuweisen.

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17.11.375

Kaiser Valentinian I. (321-375, Kaiser seit 364) stirbt in seinem Hauptquartier in Brigetio während Friedensverhandlungen mit den Quaden
 
Die Truppen erhoben daraufhin den vermutlich in Trier geborenen vierjährigen Sohn Valentinianus II. (gestorben 392) zum Kaiser im Westen. Gratian (Westen) und Valens (Osten) stimmten dieser Entscheidung zu. Der Heermeister (1) deutsche Bezeichnung des römischen Magister equitum, militium, utriusque militiae, (2) stand an der Spitze des Deutschen Ordens in Livland, rangmäßig unter dem Landmeister, seit der Reformation unabhängig und seit 1525 Fürstenmeister; Heermeister hieß auch das Haupt der Ballei Brandenburg des Johanniterordens. Merobaudes, fränkischer Abstammung, übernahm die Regentschaft.

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376

Der junge Theodosius (347-395, ab 379 Kaiser im Osten, ab September 394 des Gesamtreiches) zieht sich ins Privatleben zurück, nachdem sein Vater Flavius Theodosius  des Hochverrates angeklagt und Anfang 376 hingerichtet worden war

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377/378

Decimus Magnus Ausonius (um 310-394), später als Schriftsteller bekannt geworden, bekleidet das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. des praefectus praetorio Galliarum, eine der beiden obersten Verwaltungsbehörden des Westreiches mit Sitz in Trier

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9.8.378

Valens (geboren 328, Kaiser seit 364), Bruder Valentinians I. (321-375, Kaiser 364-375) und Herrscher im Osten des Reiches, stirbt in der Schlacht von Adrianopel (heute Eirene, Türkei) gegen die Westgoten
 
Gratian (359-383, Mitkaiser ab 367, Kaiser im Westen 375-383), rief daraufhin Theodosius I. (347-395, ab 379 Kaiser im Osten, ab September 394 des Gesamtreiches) von seinem Landsitz in Spanien zurück.

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um 378

Der römische Kleriker Ursinus, 366 im Ringen um den Bischofsstuhl von Rom unterlegen, wird von Kaiser Gratian (359-383, Mitkaiser ab 367, Kaiser im Westen ab 375), in die Stadt Agrippina (Köln) verbannt

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19.1.379

Flavius Theodosius I. (347-395, ab September 394, Kaiser im Gesamtreich) wird von Gratian (359-383, Mitkaiser ab 367, Kaiser im Westen ab 375), zum Kaiser im Osten ernannt.

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380

Theodosius I. (347-395, Kaiser im Osten 379-395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches) erhebt in einem Edikt das nicäanische Christentum faktisch zur Staatsreligion

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383

Der Kommandeur Magnus Maximus (um 335-388) wird von seinen Truppen in Britannien sowie Gallien zum Kaiser erhoben
 
 Gratian (359-383, Mitkaiser ab 367, Kaiser im Westen ab 375), zog gegen den Usurpator lateinisch usurpare (in Besitz nehmen), Bezeichnung für eine Person, die die Staatsgewalt widerrechtlich an sich reißt zu Felde, seine Truppen liefen jedoch zu Magnus Maximus über. Gratian selbst floh und wurde am 25.8.383 in Lyon ermordet.

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384

Magnus Maximus (um 335-388) ernennt seinen Sohn Flavius Victor (gestorben 388) zum Mitregenten
 
 Ihre Residenz war vornehmlich Trier.

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385/386

Prozess gegen die Priszillianer in Trier
 
Deren Führer Priscillianus wurde hingerichtet. Ambrosius von Mailand und Martin von Tours (um 316/317-397) in Trier.

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386/399

Felix Bischof von Trier

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387

Magnus Maximus (um 335-388) überschreitet die Alpen und marschiert mit seinen Truppen auf Mailand zu, dem Residenzort des Valentinianus II.
 
Dieser floh nach Thessalonike zu Theodosius I. (347-395, (321-375, Kaiser im Osten 379-395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches), dem Herrscher im Osten.

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387

Theodosius (347-395, Kaiser im Osten 379-395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches) zieht mit einem starken Heer in den Westen, besiegt Magnus Maximus (um 335-388) und setzt Valentinian II. wieder ein
 

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388

Die Germanen nutzen die inneren Wirren im Westen zu neuen Angriffen
 
Sie überschritten den Rhein bei Neuss.

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389

Valentinian II. Herrscher im Westen
 
Er residierte in Trier und Vienne. Der eigentliche Machthaber im Westreich war der Franke Arbogast  (gestorben 394) in seiner Funktion als magister militum praesentalis.

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390

Valentinian II. hält sich in Confluentes (Koblenz) auf und veröffentlicht dort einen Erlass

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24.2.391

In Mailand erlässt Theodosius I. (347-395, Kaiser im Osten 379-.395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches) eine Verfügung, die den Besuch von Tempeln und Opfer verbietet

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um 391

Der römische Heerführer Arbogast (gestorben 394) versammelt bei Köln ein Heer
 
Es blieb bei einer militärischen Machtdemonstration. Auch erneuerte er Verträge mit Franken und Alamannen.

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15.5.392

Valentinian II. wird erhängt in seinem Palast in Vienne aufgefunden
 
Die Umstände des Todes blieben unklar.

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22.8.392

 
Zuvor hatte Arbogast Theodosius I. (347-395, Kaiser im Osten 379-395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches) vergeblich um Entsendung eines Nachfolgers gebeten. Arbogast blieb der eigentliche Machthaber.

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8.11.392

Theodosius (347-395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches) verbietet jegliche Ausübung paganer Kulte

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392-394

In Köln wird ein öffentliches Gebäude wiedererrichtet, dessen Bauinschrift sich zu großen Teilen erhalten hat
  
Die Inschrift lässt auf die Anwesenheit von Arbogast (gestorben 394) und des comes Lateinischen für „Begleiter“,"Gefährte" „Gefolge“; urspr. ein römischer Amtstitel, gewann es im Laufe der Zeit mehrere Bedeutungen, u.a.  für Statthalter und Mitglieder des kaiserlichen Rats. Seit dem Mittelalter lateinisch für "Graf" domesticorum schließen, die möglicherweise mit Feldzügen gegen die Franken zusammen hängt. Das Bauwerk konnte bislang nicht identifiziert werden.

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393

Flavius Honorius, Sohn des Kaisers Theodosius I., (347-395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches) wird von diesem zum Mitkaiser im Westen ernannt
 
Damit musste es zur Auseinandersetzung zwischen Arbogast (gestorben 394) und Theodosius kommen. Arbogast verstärkte sein Heer mit östlich des Rheins angeworbenen Franken.

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394

Schlacht am Frigidus
 
Theodosius I.  (347-395, Kaiser im Osten 379-395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches) besiegte das Heer des Eugenius, der in der Schlacht starb. Arbogast nahm sich kurz darauf das Leben.

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394

Theodosius I. (347-395, Kaiser im Osten 379-395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches) verlegt die Residenz des Westreiches von Trier nach Mailand

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17.1.395

Kaiser Theodosius (geboren 347, Kaiser im Osten 379-395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches) stirbt in Mailand
 
Das Reich wurde geteilt: Honorius erhielt den Westen, Arcadius den Osten. Stilicho wurde Vormund des noch jungen Honorius.

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395/396

Stilicho hält sich am Rhein auf
 
Offensichtlich war die Rheingrenze erneut bedroht. Den Franken wurde Wohnrecht auf der westlichen Rheingrenze eingeräumt.

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397

Der frankische Geschichtsschreiber Gregor von Tour (um 540-594) erwähnt zu diesem Jahr Severin als Bischof von Köln
 
Eine weitere Quelle für Leben und Wirken Severins bilden die im frühen Mittelalter entstandenen Kölner Bischofslisten, die ihn als dritten Kölner Bischof nach Maternus und Euphrates aufführen. Hauptort der Verehrung des heiligen Severin ist die gleichnamige Kölner Kirche, wo sein Kult seit der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts nachweisbar ist. Wahrscheinlich fand auf dem römischen Gräberfeld rund um Sankt Severin auch die erste Bestattung Severins statt. Dass diese im Bereich des im 4. Jahrhunderts entstandenen Ursprungsbaus der Kirche erfolgte, ist möglich, aber nicht eindeutig nachweisbar. Heute befinden sich die Gebeine des Heiligen in einem 1819 angefertigten Schrein im Hochchor von Sankt Severin.

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399-407

Mauritius Bischof von Trier

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um 400

Der Kölner (vir Agrippinensis) mit Namen Geminus stirbt 38-jährig in Arles
 
Geminus war in seiner Laufbahn zu einem hohen Amtsträger in der Provinzverwaltung aufgestiegen. Zuletzt war er für die Finanzen in fünf Provinzen zuständig.

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um 400

Die gallische Präfektur (praefectus praetorio Galliarum), eine der beiden obersten Verwaltungsbehörden des Westreichs, wird von Trier nach Arles verlegt

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ab 401

Römische Truppen werden vom Rhein abgezogen
 
Es wurden Truppen benötigt, um in erster Linie Italien zu schützen, das durch die Feldzüge der Westgoten unter Alarich bedroht war. Der weströmische Kaiserhof zog von Mailand nach Ravenna um.

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402/403

Stilicho besiegt die nach Norditalien eingefallenen Westgoten bei Pollentia und Verona

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405

Nach Italien eingefallene Barbaren werden mit Unterstützung hunnischer Truppen zurückgeschlagen

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406

Stilicho (-22.8.408) besiegt einen nach Norditalien eingefallenen gotischen Stammesverband

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406/407

Die Rheingrenze bricht zusammen
 
Unterschiedliche germanische Bevölkerungsgruppen überschritten den Mittelrhein und überfluteten Gallien und Hispanien. Mainz wurde zerstört, Köln war wohl nicht unmittelbar betroffen. Römische Truppen waren in Italien gebunden.

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407

Konstantin III. wird in Britannien zum Kaiser erhoben und setzt bald darauf nach Gallien über
 
Er sicherte seinen Einfluss vom Rhein bis nach Spanien. Honorius musste ihn zunächst anerkennen.

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1.5.408

Kaiser Arcadius (geboren um 377/378), Herrscher des oströmischen Reiches (ab 395), stirbt

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22.8.408

Stilicho wird Opfer einer Intrige am Weströmischen Kaiserhof
 
Stilicho wurde am 22.8.408 in Ravenna hingerichtet. Im gleichen Jahr belagerte Alarich Rom, nachdem Honorius ein Friedensangebot abgelehnt hatte. Nach Tributzahlungen hoben die Westgoten die Belagerung auf.

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408

Prägung der letzten, auf dem Kölner Stadtgebiet gefundenen römischen Reichsmünzen

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24.8.410

Rom wird von den Westgoten eingenommen
 
 Die Truppen Alarichs (geboren um 370) plünderten drei Tage lang Rom. Honorius  (9.9.384-27.8.423, weströmischer Kaiser ab 23.1.395) verweigerte weiterhin Verhandlungen. Die Westgoten zogen nach Süditalien, scheiterten jedoch bei dem Versuch, nach Nordafrika überzusetzen. Alarich starb auf dem Rückweg nach Norditalien, die Westgoten zogen daraufhin nach Südfrankreich weiter.

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410/411

Der Chronist Fredegar (7. Jahrhundert) überliefert Plünderungen in Trier durch Germanenstämme
 
Zerstörung der paganen Kultbezirke in Tier und im Trevererland.

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411

Konstantin III. wird während der Belagerung von Arles besiegt und hingerichtet

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411

Iovinus wird auf Befehl des Honorius (9.9.384-27.8.423, weströmischer Kaiser ab 23.1.395) hingerichtet
 
Eine Verteidigungslinie am Rhein hatte aufgehört zu existieren. Große Gruppen germanischer Stämme siedelten dauerhaft auf ehemaligem römischen Reichsgebiet.

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414-445

Legontius Bischof von Trier

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419/420

Der Chronist Fredegar  (7. Jahrhundert) überliefert Plünderungen in Trier durch Germanenstämme

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2.9.421

Constantius III. stirbt in Ravenna
 
Kurz zuvor war er zum Mitherrscher im Westen ernannt worden.

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27.8.423

Flavius Honorius (geboren 9.9.384), nominell ab 23.1.395 Herrscher des Westreiches, stirbt in Ravenna
 
Die imonatige Vakanz nutzte der primicerius notariorum Johannes zu einer Usurpation lateinisch usurpare (in Besitz nehmen), Bezeichnung für eine gesetzeswidrige Machtübernahme   .

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23.10.425

Flavius Placidus Valentinianus III. (419-455) wird in Rom Kaiser des Westreiches
 
 Einstweilen führt seine Mutter Galla Placidia (um 390-450) die Amtsgeschäfte; sie war eine Tochter von Theodosius I. (347-395, ab September 394 Kaiser des Gesamtreiches), Enkelin Valentinians I. (321-375, Kaiser ab 364) und Schwester der weströmischen Kaiser Honorius (9.9.384-27.8.423, Kaiser ab 23.1.395) und Arcadius. Zuvor wurden die Truppen des Johannes von einem oströmischen Heer besiegt, er selbst nach seiner Festnahme in Ravenna enthauptet.

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428/435

Der Chronist Fredegar (7. Jahrhundert) überliefert Plünderungen in Trier durch Germaneneinfälle.

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428-432

Feldzüge des Aetius an den Rhein
 
 Der von Franken besiedelte Teil Galliens am Rhein wurde vom militärischen Befehlshaber Aetius für das Reich gewonnen.

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429

Aetius wird zum magister militum per Gallias, zum obersten militärischen Führer der gallischen Provinzen, ernannt und steigt zum mächtigsten Mann des Westreiches auf

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um 440

Verträge zwischen Aetius und fränkischen Königen belegen den theoretischen römischen Anspruch auf das gallische Gebiet bis zum Rhein
 
Faktisch gab es bereits zahlreiche fränkische Siedlungen westlich des Rheins bis ins Trevererland und auch in Köln dürfte ein fränkischer König in dieser Zeit die militärische und politische Macht übernommen haben.

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448

Tod Chlodwigs, des Herzogs der Rheinfranken

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449

Severus Bischof von Trier

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450-458

Cyrillus (Quirillus)  Bischof von Trier
 

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451

Schlacht auf den Katalaunischen Feldern
 
 Ein römisch-westgotisches Heer unter dem Heerführer Aëtius besiegte die HunnenBezeichnet eine Gruppe nomadischer Reiterstämme aus Zentralasien. Die Unterwerfung oder Vertreibung der Alanen, Ost- und Westgoten in Ostmitteleuropa um 375 n.Chr. und die Expansion der Hunnen nach Westen führten zur sogenannten Völkerwanderung. Die Hunnen, die selbst nie unter einheitlicher Führung agierten, unterwarfen zahlreiche germanische Stämme und verbündeten sich teilweise mit Westrom. Hunnische Hilfstruppen kämpften 437 gegen die Burgunder. Nach Auseinadersetzungen mit West- und Ostrom zogen große Teile der Hunnen unter ihrem König Attila plündernd durch Gallien, 451 wurden sie durch ein Föderatenheer unter Führung des Aëtius geschlagen und mussten sich zurückziehen. Nach dem Tode Attilas 453 zerfiel das hunnische Reich, die Hunnen gerieten unter römische Oberherrschaft oder gingen in anderen Völkern auf. unter ihrem Anführer Atilla (ab 434/444 König, gestorben 453) nördlich von Troyes (Frankreich). Diese waren nach Gallien eingedrungen, nachdem der öströmische Kaiser Marcian Subsidienzahlungen seines Vorgängers Theodosius II. eingestellt hatte. Mit diesem strategischen Sieg wurde der Vormarsch der HunnenBezeichnet eine Gruppe nomadischer Reiterstämme aus Zentralasien. Die Unterwerfung oder Vertreibung der Alanen, Ost- und Westgoten in Ostmitteleuropa um 375 n.Chr. und die Expansion der Hunnen nach Westen führten zur sogenannten Völkerwanderung. Die Hunnen, die selbst nie unter einheitlicher Führung agierten, unterwarfen zahlreiche germanische Stämme und verbündeten sich teilweise mit Westrom. Hunnische Hilfstruppen kämpften 437 gegen die Burgunder. Nach Auseinadersetzungen mit West- und Ostrom zogen große Teile der Hunnen unter ihrem König Attila plündernd durch Gallien, 451 wurden sie durch ein Föderatenheer unter Führung des Aëtius geschlagen und mussten sich zurückziehen. Nach dem Tode Attilas 453 zerfiel das hunnische Reich, die Hunnen gerieten unter römische Oberherrschaft oder gingen in anderen Völkern auf., in dessen Verlauf auch Köln und Trier geplündert worden waren, in Europa gestoppt.

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21.9.454

Kaiser Valentinianus III. erschlägt Aetius während einer Audienz in Rom
 
In der Folgezeit zerfiel Gallien zusehends in partikulare Einflussgebiete germanischer Stämme. Römische Machtansprüche konnten immer weniger durchgesetzt werden, der Auflösungsprozess schritt voran.

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16.3.455

Kaiser Valentinianus III. wird von Anhängern des Aetius umgebracht
 
In der Folge fielen Vandalen aus Nordafrika nach Rom ein. Sidonius berichtet vom Rheinübergang der Franken und Alamannen auf mittelrheinisches Gebiet.

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um 455

Der Chronist Fredegar (7. Jahrhundert) überliefert Plünderungen in Trier durch Germanenstämme

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456/457

Aegidius, Mitglied einer gallo-römischen Senatorenfamilie, übernimmt als magister militum per Gallias das höchste militärische Kommando in Gallien

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457

Der im 8. Jahrhundert entstandene liber historiae Francorum berichtet von der endgültigen Einnahme Kölns durch die Franken
 
Vorausgegangen waren Kämpfe mit den Truppen des Heerführers Aegidius.

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um 460

Die beiderseits des Mittelrheins lebenden ripuarischen Franken nehmen Köln endgültig in ihren Besitz und machen es zu ihrer Hauptstadt

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7.8.461

Der weströmische Kaiser Maiorianus (geboren um 420, weströmischer Kaiser ab 457) wird hingerichtet
 

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19.11.461

Ricimer (um 405-472) lässt einen neuen Kaiser im Westen namens Libius Severus (gestorben nach 25.9.465) erheben
 
 Der oströmische Kaiser Leo I. (um 401-18.1.474, Kaiser ab 7.2.457) verweigerte seine Zustimmung.

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461-464

Herrschaft des Aegidius in Gallien

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464/465

Aegidius stirbt
 
Die Umstände seines Todes sind unbekannt. Sein Sohn Syagrius behauptet die Eigenständigkeit des "Reichs von Soissons" zwischen Seine und Somme sowie dem Dreiländereck zwischen Deutschland, Belgien und Niederlande (carbonaria silva, "Kohlenwald") bis zur Einnahme des Gebietes 486/487 durch den Merowinger Fränkisches Königsgeschlecht, als dessen Stammvater der Salfranke Merowech gilt. Sein Enkel Chlodwig beendete 486 die spätrömische Herrschaft in Gallien und unterwarf in der Folge zahlreiche Kleinkönigreiche seiner Herrschaft. Die Reichsteilungen 511 und 561 sowie Familienfehden schwächten die Herrschaft der Merowinger. Nach dem Tod Dagoberts I. 638/639 ging die Macht endgültig an deren Hausmeier über. Die Absetzung König Childerichs III. 751 durch Pippin den Jüngeren (714/715-768) bedeutete das Ende der merowingischen Herrschaft und den Aufstieg der Karolinger. Chlodwig I. Syagrius gilt als der letzte "römische" Herrscher in Gallien.

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465

Libius Severus, Kaiser sstirbt, möglicherweise von Ricimer (um 405-472) vergiftet

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467

Der oströmische Kaiser Leo I. entsendet nach einem 20-monatigem Interregnung auf Bitten von Ricimer (um 405-472) den militärisch erprobten Anthemius als neuen Kaiser im Westen

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um 470

 
 Er stammte aus einer romanisierten fränkischen Familie. Sein Einflussgebiet war auf das mittlere Moselgebiet beschränkt, seine Macht basierte wesentlich auf fränkische Foed

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472

Bürgerkrieg zwischen Anthemius (um 420-11.7.472, Kaiser ab 12.4.467) und Ricimer (um 405-18.8.472)
 
In dessen Verlauf wurde der Kaiser am 11.7.472 erschlagen. Olybrius wurde von Ricimer zum Gegenkaiser erhoben, beide starben jedoch bald darauf.

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3./5.3.473

In Ravenna wird Glycerius (gestorben nach 474, Kaiser bis Juni 474) zum Herrscher ausgerufen
 

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20.6.474

Nepos (gestorben 22.6.480), nimmt Glycerius (Kaiser ab 3./5.3.473, gestorben nach 474) gefangen und wird in Rom zum Kaiser ausgerufen (bis 28.8.475, abermaliger Versuch im Mai/Juni 480)

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23.8.476

Der Germane Odoaker (um 433-493) wird von meuternden Söldnern zum König (Rex Italiae) ausgerufen

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31.10.475

Orestes (um 430-28.8.476) erhebt seinen Sohn in Ravenna zum Kaiser und gibt ihm den Namen Romulus (361-weit nach 476)

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um 475

Iamblychus (Iamnecius) Bischof von Trier

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um 475

Trier wird endgültig in den Machtbereich der rheinischen Franken einbezogen

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476

In Rom wird der letzte weströmische Kaiser, Romulus Augustulus (361-weit nach 476, Kaiser ab 31.10.475) vom germanischen Heerführer Odoaker (um 433-493)  abgesetzt

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482/483

Chlodwig I. (466-511) folgt seinem Vater Childerich I. als König des fränkischen Reiches der Salfranken auf den Thron

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486/487

Niederlage des Syagrius (gestorben 486/487) ("Reich von Soissons") gegen die Franken unter Chlodwig (466-511)

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496/497

Schlacht bei Zülpich
 
Die Rheinfranken unter Sigibert von Köln errangen unter Mithilfe von Chlodwig I. (466-511) einen Sieg über die Alemannen. Sie erlitten damit eine entscheidende Schwächung ihres Expansionsdranges. Der Geschichtsschreiber Gregor von Tours (538/539-594) überliefert, der Frankenkönig Chlodwig habe während der Schlacht seine Taufe im Falle des Sieges gelobt.Sigibert erlitt in der Schlacht eine Knieverletzung und erhielt infolge dessen den Beinamen "der Lahme".

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um 497-499

Taufe Chlodwigs I. (466-511) in Reims

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vor 500

Emerus Bischof von Trier

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vor 500

Marus Bischof von Trier

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vor 500

Volusianus Bischof von Trier

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vor 500

Miletus Bischof von Trier

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vor 500

Modestus Bischof von Trier

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