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 500 bis 785 


511

Tod Chlodwigs
 
Sein Reich wurde unter seine vier Söhne aufgeteilt. Die Rheinlande fielen zusammen mt dem Osten der Francia an Theuderich (gestorben 533), der in Reims residierte.

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nach 511

Gründung des Stifts Sankt Goar
 
Nach der "Vita sancti Goaris" und den "Miracula sancti Goaris", zwei um 839 überarbeiteten Biographien des heiligen Goar, soll dieser nach dem Tod König Chlodwigs (511) aus Aquitanien an den Rhein gekommen sein und an der Stelle der heutigen Stiftskirche eine kleine Kirche errichtet haben. 765 lebte dort eine Klerikergemeinschaft.

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525/526-566

Nicetius Bischof von Trier

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um 537

Prachtvolle Bestattung einer Frau und eines Knaben unter dem heutigen Kölner Dom
 
Die Bestattungen werden mit dem Merowingergeschlecht in Verbindung gebracht. Bestattungen hochrangiger Personen sind in Köln auch bei Sankt Severin und Sankt Gereon nachgewiesen.

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565-567

Carentinus Bischof von Köln

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um 565

Der Dichter Venantius Fortunatus (um 530-vor 610) preist den Kölner Bischof Carentinus
 
Er habe die "goldenen Kirchen" der Stadt (Agrippina Colonia) erneuert und die Zahl der Gläubigen vermehrt: Carentius wird vor allem die Verbesserung und Vergrößerung der Kirche Sankt Gereon zugeschrieben, die wegen ihrer Goldmosaike "Zu den Goldenen Heiligen" genannt wird.

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566-nach 586

Magnerich Bischof von Trier

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585

Der austrasische König Childebert II. (Regierungszeit 575-596) empfängt in Koblenz König Gunthram von Burgund (um 532-592/593) und den fränkischen Geschichtsschreiber Gregor von Tours (538/539-594)

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590

Everigisil Bischof von Köln
 
Er war der erste Kölner Bischof mit einem fränkischen (germanischen) Namen.

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um 590-nach 614

Gunderich Bischof von Trier
 
Über diesen Trierer Bischof ist außer dem Namen nichts bekannt.

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um 590-nach 614

Sebaudus Bischof von Trier
 

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596

Theudebert II. (gestorben 612) wird Herrscher über den austrasischen Reichsteil
 
Dessen wichtigste Städte waren Reims, Metz und Köln.

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6. Jh.

Fränkisches Fürstengrab in Morken  ("Herr von Morken") angelegt
 
Es handelte sich um das Holzkammergrab eines fränkischen Adeligen mit reicher Ausstattung unter der romanischen Pfarrkirche. Das Grab wurde bei Ausgrabungen 1955/1956 entdeckt, bevor der Ort Morken im heutigen Rhein-Erft-Kreis dem Braunkohletagebau weichen musste. Die Funde sind im LVR-LandesMuseum Bonn ausgestellt.

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Ende 6. Jh.

Die Kölner Kirche Sankt Gereon wird bei dem fränkischen Geschichtsschreiber Gregor von Tours (538/539-594) erstmals erwähnt
 
Die nächst folgende Erwähnung stammt von 612 im "Liber historiae Francorum". Spätestens seit Anfang des 9. Jahrhunderts bestand an dieser Stelle eine geistliche Gemeinschaft, die 866 als Stift erscheint.

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Ende 6. Jh.

Karden (heute Treis-Karden) ist eine Großpfarrei
 
Der dort ansässige Klerus organisierte sich um die Wende 9./10. Jahrhundert in Form eines Stiftskollegiums (Stift Sankt Castor), das 1084 erstmals erwähnt wird.

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7. Jh.

Um die Kirche St. Maximin in Trier entsteht ein Kloster

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um 600

Gründung des Stifts Sankt Arnual (heute Stadt Saarbrücken)
 

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7. Jh.

Sunnoveus Bischof von Köln
 
Daten der Amtszeit sind nicht überliefert.

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612

Theuderich II. in Köln

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nach 614/um 620-646/647

Modoald Bischof von Trier

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614

Solatius Bischof von Köln

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vor 627

Remedius Bischof von Köln

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um 627-um 663

Kunibert Bischof von Köln
 
Als Mentor König Dagoberts (Regierungszeit 623-639) war Kunibert einer der einflussreichsten Bischöfe des "regnum Austrasiorum". Dagobert übertrug ihm zwei exponierte Positionen des Frankenreichs: Soest und Utrecht, letzteres mit dem Auftrag der Friesenmission.

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um 630

Angebliche Stiftung des Stifts Münstermaifeld durch den Trierer Bischof Modoald
 
Sicher bezeugt ist das Stift erst unter Erzbischof Hetti.

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30.12.634

Testament des Verduner Diakons Adalgisel Grimo, der in Tholey die Kirche mit einem Priesterkollegium wiederherstellt
 
Die Benediktinerabtei Sankt Mauritius in Tholey entstand in den Überresten einer römischen Badeanlage. Das Grimo-Testament, dessen Original verloren und nur in einer Abschrift des 10. Jahrhunderts im Landeshauptarchiv Koblenz überliefert ist, ist die älteste erhaltene Urkunde des Rheinlands.

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640-647

Der heilige Petrus ist erstmals als Titelheiliger der Kölner Kirche bezeugt
 
Erwähnung in einer Urkunde König Sigiberts III. (Regierungszeit 633-656).

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643-647/648

König Sigibert III. (Regierungszeit 633-656) gründet und dotiert die Klöster Stablo und Malmedy
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                Nach Nach dem gescheiterten Versuch einer Klostergründung in Cugnon-sur-Semois versuchte der von Sigibert eingesetzte Abt Remaclus (um 600-673/679) es im nördlichen Teil der Ardennen erneut, diesmal mit der Gründung eines Doppelklosters, dessen einer Teil (Stablo) im Bistum Tongern-Maastricht (Lüttich) und der andere (Malmedy) im Erzbistum Köln lag. Stablo-Malmedy kann als Gründung des fränkischen Hausmeiers Grimoald des Älteren (um 620-um 662) gelten, für die Sigibert die erste Ausstattung bewilligte.

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646/647-vor 697/698

Numerian Bischof von Trier

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nach 648-um 690

Botandus (Botadus) Bischof von Köln

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um 650

Gründung des Klosters Oeren  (St. Marien/St. Irminen) durch Bischof Numerian von Trier
 
Nahe oder in den ehemaligen römischen Speichern (horrea) im antiken Trierer Hafen entstand das Angehörigen des fränkischen Adels vorbehaltene Frauenkloster, dessen zweite Äbtissin die heilige Irmina von Oeren wurde.

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um 690

Gründung des Benediktinerklosters Mettlach
 
Gründer war der austrasische Adlige Liutwin, der selbst in das Kloster eintrat. Später wurde er Bischof von Trier, Reims und Laon. Daraus ergab sich bis in das 10. Jahrhundert eine Personalunion Vereinigung von Ämtern und Ländern in der Hand einer Person. in der Leitung des Trierer Bistums und des Klosters. Die Ende des 10. Jahrhunderts begonnene Grabkapelle Liutwins (so genannter "Alter Turm") ist der älteste erhaltene sakrale Monumentalbau im Saarland. Die Abteigebäude gelangten nach der Säkularisation an die Fabrikantenfamilie Boch.

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um 690-692/694

Stephan Bischof von Köln

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691/692

Die Basilika der Heiligen Cassius und Florentius in Bonn wird erstmals erwähnt
 
Vorläufer der heutigen Münsterkirche.

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692/694-um 711

Giso (Gislo) Bischof von Köln

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nach 695

Gründung eines Klosters auf der Rheininsel bei Düsseldorf - Kaiserswerth
 
Sie erfolgte durch den angelsächsischen Missionar Suitbert unter Mithilfe des fränkischen Hausmeiers Pippin der Mittlere (Regierungszeit 679-714) und seiner Frau Plektrud. Der Übergang zum Stift ist wohl zwischen 910 und 1050 erfolgt. Das Stift wurde im Zuge der Säkularisation 1805 aufgehoben.

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vor 698-705

Basin Bischof von Trier

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698/705

Gründung des Benediktinerklosters Echternach
 
Die Gründung erfolgte durch Irmina von Trier (oder Oeren), der zweiten Äbtissin des Trierer Klosters St. Marien (oder St. Irminen), im Zusammenwirken mit dem Trierer Bischof Basin, seinem Neffen Liutwin und Willibrord (658-739), dem Friesenmissionar. Willibrord wurde gemäß seinem Wunsch in Echternach begraben.

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Ende 7. Jh.

Beim Kosmographen von Ravenna taucht erstmals der Begriff "Francia r(h)inensis" auf.
 
Das Ende des 7. Jahrhunderts kompilierte geographische Werk beruht auf Quellen aus der Zeit um 500.  Die rheinische Francia des Kosmographen erstreckte sich im Süden bis Mainz und Toul, im Westen bis Dinant, Namur und Maastricht, im Norden bis in die Betuwe zwischen Rhein und Waal (Nimwegen), im Osten über den Rhein hinaus. Diese "Francia r(h)inensis" entsprach dem Frankenreich von Köln oder jedenfalls dem Bereich, in dem die Kölner Könige herrschten.

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um 700

Adela (um 660-um 735) gründet das Nonnenkloster Pfalzel bei Trier
 
Adela war eine Tochter des 697/698 gestorbenen Pfalzgrafen Hugobert und der Irmina von Oeren. Nach der Auflösung des Frauenkonvents 1016 wurde das Kloster in ein Kollegiatstift Lateinisch, Kirche, in der eine mit Vermögen und Korporationsrechten ausgestattete Klerikergemeinschaft die Liturgie feiert. Kirche und Stiftsgebäude liegen in einem abgesonderten Rechtsraum. umgewandelt.

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705-721/722

Liutwin Bischof von Trier

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711/715-um 715

Anno I. Bischof von Köln

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711/716-um 723

Faramundus Bischof von Köln

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vor 715

Bischof Liutwin von Trier gründet unter Beteiligung des angelsächsischen Missionars Willibrord das Kloster Sankt Maria zu den Märtyrern (Maria ad martyres) in Trier

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721

Bertrada die Ältere dotiert mit ihrem Sohn Heribert (Charibert) von Laon (gestorben nach 721) das Kloster Prüm
 
Bertrada war eine Tochter des 697/698 verstorbenen Pfalzgrafen Hugobert und der Irmina von Trier (oder Oeren). Die Dotationsurkunde von 721 bildete den Abschluss des Gründungsvorgangs. Prüm war zum Hauskloster der Bertrada und ihrer Familie bestimmt.

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721

Bonifatius (um 671/672-754/755) weilt in Trier und Pfalzel, Gregor von Pfalzel oder Utrecht (um 707-um 776) geht mit Bonifatius auf Missionsreisen nach Thüringen

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721/722-762

Milo Bischof von Trier

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721/723-um 737

Alduin Bischof von Köln

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um 737-743/745

Reginfrid Bischof von Köln

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um 740

Anlage des Königshofes Duisburg
 
Im 10. Jahrhundert Ausbau zur Pfalz.

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746/747-nach 748

Agilolf Bischof von Köln

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August 747

Reichsversammlung und Synode in Düren
 
Sie wurde abgehalten von dem westfränkische Hausmeier Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt 751 ab. Karlmann und dem ostfränkische Hausmeier Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt 751 ab. Pippin dem Jüngeren (seit 741 fränkischer  Hausmeier Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt 751 ab. , 751-768 König).

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752

 
Der König stattete die Abtei mit reichem Grundbesitz aus; so genannte zweite Gründung von Prüm, die aus dem bescheidenen Hauskloster der Bertrada von 721 die reiche Abtei machte.

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um 753

Hildegar Bischof von Köln

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762-791

Bischof Wiomad (Weomad) von Trier
 
Die Zeitangaben zum Episkopat sind unsicher.

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762

Berthelm Bischof von Köln

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9.10.768

Nach Pippins Tod werden dessen Söhne Karl und Karlmann von den ihnen zugeteilten Franken zu Königen erhoben
 
Beide Söhne waren bereits 754 von Papst Stephan II. (Pontifikat 752-757) zu Königen gesalbt worden. Die Gebiete von Köln und Maastricht-Lüttich, von Mainz, Speyer und Worms fielen an Karl, die Champagne, der Trierer Kernraum bis zur Lieser mit Metz, Toul und Verdun sowie das Elsaß an Karlmann. Jenseits des Rheins nahm Karl die fränkisch-mainländischen Gebiete, Karlmann die alemannischen in Besitz.

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768-777/782

Ricolf Bischof von Köln

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4.12.771

Nach Karlmanns Tod tritt Karl in dessen Herrschaftsgebiet die Nachfolge an
 
Damit war der Grundstein gelegt zur Ausweitung des fränkischen regnum zum christlich-abendländischen Großreich.

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779/780

Das Bistum Trier wird Erzbistum

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