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 Kalenderblatt 

 

 Rheinische Geschichte im Dezember


     

    19.12.1610: Salentin von Isenburg (geboren 1538), 1567-1577 Erzbischof und Kurfürst von Köln, stirbt auf der Isenburg, seinem Familiensitz

    In den zehn Jahren seiner Amtszeit spielte Salentin als Nachfolger des wegen seines Reformationsversuchs des Erzstiftes Köln abgesetzten Gebhards Truchsess von Waldburg eine entscheidende Rolle in der Abwendung der Reformation von Erzbistum und Erzstift Köln.

 

 

Weitere Ereignisse im Dezember (12.12.-19.12.)

 

  • 12.12.1805: Vertrag zu Schönbrunn

    Preußen erhielt gegen Kleve, Neuerburg und Ansbach-Bayreuth das Kurfürstentum Hannover und gliederte sich durch ein Beistandsbündnis in das napoleonische System ein.

  • 12.12.1865: Johannes Brahms (1833-1897) dirigiert im Kölner Gürzenich seine D-Dur-Serenade

    Köln war besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein bedeutendes Konzertzentrum Westdeutschlands; herausragende Musikgrößen traten hier auf und dirigierten im 1857 errichteten Konzertsaal des Gürzenich ihre Werke. Brahms verbanden freundschaftliche Beziehungen zu dem Kölner Musikdirektor Ferdinand Hiller (1811-1885), er war mehrfach in Köln zu Gast. So dirigierte er dort 1874 sein "Triumpflied", 1878 die Chöre aus seinem "Deutschen Requiem" sowie seine 2. Sinfonie.

  • 12.12.1918: Amerikanische Besatzungstruppen ziehen in Koblenz ein

  • 13.12.1745: Pfalzgraf Karl Philipp gibt den Eingesessenen von Ronsdorf (heute Stadt Wuppertal) städtische Rechte

    Die Gründung von Ronsdorf geht auf Elias Eller zurück.

  • 13.12.1797: Heinrich Heine (gestorben 17.2.1856 in Paris) wird in Düsseldorf geboren

  • 13.12.1859: Die Eisenbahnstrecke Köln-Bingen wird in Betrieb genommen

  • 13.12.1974: Eröffnung des Heinrich-Heine-Instituts mit dem Heinrich-Heine-Museum in Düsseldorf (Bilker Straße 14)

    Das Institut ist mit seinem Archiv, seiner Bibliothek, seinem Museum sowie mit seinen Veranstaltungen ein Zentrum der internationalen Heine-Forschung und vielfältiger literarisch-kultureller Vermittlung. Sein Museum ist weltweit das einzige Museum für Heinrich Heine.

  • 14.12.1320: Graf Dietrich IX. (VII.) von Kleve verleiht Sonsbeck städtische Rechte

    Die Stadtgründung erfolgte planmäßig im Anschluss an eine Burg der Grafen von Kleve.

  • 14.12.1860: Gründung des Vereins deutscher Eisenhüttenleute in Düsseldorf

  • 14.12.1945: Konstituierung des Provinzialrats der Nord-Rheinprovinz in Düsseldorf

    Die Provinzialräte waren als beratende Kammern für die neuen Provinzialverwaltungen gedacht und sollten eine parlamentarische Komponente hineinbringen. Sie bestanden aus ernannten Vertretern der Parteien und des öffentlichen Lebens, hatten aber keine legislativen Befugnisse. Ihre wesentlichen Beratungsfelder waren Versorgungsfragen der Bevölkerung (Lebensmittel, Energieversorgung, Gesundheitsfürsorge usw.).

  • 14.-16.12.1945: In Bad Godesberg (heute Stadt Bonn) findet eine "Reichstagung" der Christlichen Demokraten statt

    Daran nahmen auch Vertreter der Berliner CDU teil, die sich gleichzeitig unabhängig von der rheinischen Richtung gebildet hatte. Auf dieser Tagung wurde der Name Christlich-Demokratische Union (CDU) auch für die westdeutsche Partei angenommen.

  • 15.12.1158: Der Kölner Erzbischof Friedrich II. von Berg zieht sich bei einem Sturz vom Pferd innere Verletzungen zu

    Der Erzbischof starb wenige Tage später in Pavia; dort wurden seine Eingeweide beigesetzt, seine Gebeine in Altenberg.

  • 15.12.1792-2.3.1793: Erste Besetzung der Reichsstadt Aachen durch französische Revolutionstruppen

  • 15.12.1933: Gesetz zur Auflösung der Provinziallandtage

    Die Provinzialverwaltung wurde dem Oberpräsident der Rheinprovinz angegliedert; der Oberpräsident übernahm die Aufgaben und Zuständigkeiten des aufgelösten Provinziallandtags und bestellte den Landeshauptmann zu seinem ständigen Vertreter bei der Provinzialverwaltung. Dienstsitz blieb Düsseldorf.

  • 15.12.1947: Die Verfassung des Saarlandes tritt in Kraft

  • 15.12.1972: Gründung der Landesklinik Rheydt, heute LVR-Klinik Mönchengladbach

  • 16.12.1649: Der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern genehmigt die Niederlassung der Kapuziner in Kaiserswerth (heute Stadt Düsseldorf)

    1654 kamen die Kapuziner nach Kaiserswerth, wo sie 1657 ihr Kloster bezogen. 1803 wurde dort das Zentralkloster für den Kapuzinerorden eingerichtet, das bis 1834/1836 bestand.

  • 16.12.1923: Eröffnung des Müngersdorfer Stadions in Köln

    Es bot Platz für rund 80.000 Zuschauer und war seinerzeit das größte Stadion in Deutschland. 1975 Neubau an gleicher Stelle, dem 2003 ein erneuter Neubau folgte, das heutige RheinEnergie-Stadion.

  • 16.12.1936: Die Philosophische Fakultät der Universität Bonn entzieht dem Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (1875-1955) die ihm 1919 verliehene Ehrendoktorwürde

    Im Dezember 1946 widerrief die Fakultät den Beschluss von 1936.

  • 16.12.1937: Das Kölner Jugendgericht verurteilt eine Gruppe von Jugendlichen (Edelweißpiraten) zu Gefängnisstrafen

  • 16.12.1944: Beginn der so genannten deutschen Ardennenoffensive (Unternehmen "Wacht am Rhein")

    Drei deutsche Armeen, unterstützt von rund 1.600 Artilleriegeschützen, traten in den Ardennen zum Angriff an, den Hitler selbst befohlen hatte. Das Ziel der deutschen Offensive unter Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt (1875-1953) gegen die 1. US-Armee im Raum Monschau-Losheimer Graben-St. Vith, die belgische Hafenstadt Antwerpen zu erreichen und die Heeresgruppe Montgomery (Bernard L. Montgomery, 1887-1976, britischer Feldmarschall) in den südlichen Niederlanden und im nördlichen Belgien einzuschließen, war jedoch unerreichbar. Als die Ardennenschlacht am 28.1.1945 mit dem völligen deutschen Rückzug ihr Ende fand, waren beiderseits der Fronten 143.028 Soldaten tot, verwundet, vermisst oder in Gefangenschaft geraten. Rund sechs Wochen war der Vormarsch der Alliierten ins Reichsgebiet aufgehalten worden. Nach Beginn der Ardennenoffensive waren alle rückwärtigen deutschen Städte massiv angegriffen worden.

  • 17.12.1360: Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) gewährt der Stadt Köln die Abhaltung von zwei Jahrmärkten (Messeprivileg)

    Danach durften in Köln zwei Messen - im Frühjahr und im Herbst (statt am 1. August)  - jährlich abgehalten werden. Die Messen, die vor allem dem Tuchhandel dienten, brachten fremde Kaufleute in die Stadt und förderten Kölns Handel, konnten aber mit den bedeutenden Jahrmärkten der Nachbarregionen, beispielsweise den Frankfurter Messen, nicht gleichziehen.

  • 17.12.1858: "Verein für Bergbauliche Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund" (Bergbau-Verein) in Essen gegründet

    Als Organisation der rheinisch-westfälischen Zechenbesitzer war der Verein die Schaltstelle der Macht in der rheinisch-westfälischen Industrie. Der Verein bestand bis 1952. Seine Aufgaben übernahm der neu gegründete Steinkohlenbergbauverein.

  • 17.12.1898: Einweihung der ersten Bonner Rheinbrücke

    Sprengung am 8.3.1945, einen Tag vor Einmarsch der Amerikaner am 9.3.1945. Die Nachfolgerin, die seit 1963 Kennedy-Brücke heißt, wurde am 12.11.1949 eingeweiht.

  • 17.12.1978: Josef Frings (geboren 6.2.1887 in Neuss), Erzbischof von Köln und Kardinal, stirbt in Köln

  • 18.12.1937: Gründung der Bischöflichen Diözesanbibliothek Aachen

  • 19.12.1816: Bei Friemersheim (heute Stadt Duisburg) wird der 28-jährige Krefelder Kaufmann Wilhelm Cönen ermordet aufgefunden

    Der Mord stand im Zusammenhang mit Betrugsvorwürfen eines Krefelder Kaufmanns gegen den aus Goch stammenden Kölner Kaufmann Peter Anton Fonk (1780-1832), dem schließlich der Mord angelastet wurde. In einem spektakulären Prozess - dem ersten großen Sensationsprozess der Neuzeit - wurde Fonk vor dem Assisengericht in Trier zum Tode verurteilt. Am 28.7.1823 kassierte König Friedrich Wilhelm III. (Regentschaft 1797-1840) durch Kabinettsordre das Todesurteil. Fonk verließ mit seiner Familie Köln und kehrte in seine Heimatstadt Goch zurück. - Der "Fall Fonk" war ein Großereignis, das nicht nur im Rheinland Anlass für leidenschaftliche Diskussionen und Kontroversen war, sondern auch die öffentliche Meinung im In- und Ausland jahrelang beschäftigte. Während des Indizienprozesses vor dem Trierer Assisengericht zeigte sich, dass der "Fall Fonk" das in der Rheinprovinz geltende fortschrittliche französische Straf- und Verfahrensrecht, in welchem die Geschworenen über das Schicksal des Angeklagten zu entscheiden hatten, auf eine harte Probe stellte. Denn der von der Jury ausgesprochene und auf Todesstrafe lautende Schuldspruch wurde vom preußischen König nicht bestätigt, was zur Freilassung Fonks und weiteren heftigen Auseinandersetzungen über die Vereinbarkeit von französischem und preußischem Recht führte.

  • 19.12.1956: Vertrag des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Heiligen Stuhl (Vatikan) zur Errichtung des Bistums Essen

    Diese erfolgte zum 1.1.1957. Erster Bischof wurde Franz Kardinal Hengsbach (Episkopat 1958-1991).