Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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 Veranstaltungen 

 
9.6.2016 - 22.1.2017:
verlängert bis zum 23.4.2017

Ausstellung „Eva’s Beauty Case - Schmuck und Styling im Spiegel der Zeiten" im LVR-LandesMuseum Bonn

Eine eigentümliche Faszination geht von Schmuck zu allen Zeiten aus. Edle Metalle und Steine sind kostbar und selten. Seit Jahrhunderten werden ihnen in allen Kulturen besondere, oft fast magische Eigenschaften zugewiesen. Über ihre Schönheit hinaus sind sie Verbindungsglied und Attribute der Götter, Heilmittel und Amulette aber auch Schönheitsmittel, Handels- und Beutegut, Beleg für wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen, Statussymbol und als Trachtbestandteil Ausdruck regionaler, herrschaftlicher und sozialer Identifikationen.

Das LVR-LandesMuseums Bonn besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen römischen Schmucks nördlich der Alpen und eine der größten und bedeutendsten frühmittelalterlichen Schmucks. Dazu gehören unter vielen anderen Objektgruppen auch die zahlreichen äußerst filigran gearbeiteten Goldscheibenfibeln als Beleg für die außerordentliche Kunstfertigkeit der Goldschmiede im frühen Mittelalter. Sie schöpften aus Technologien und Formenschatz der mediterranen Spätantike wie germanischer Tradition und schufen aus dieser Verbindung Kunstwerke ganz eigenen Stils.

Diese einzigartigen und kostbaren Funde stehen im Zentrum einer Ausstellung, die sich mit der Kulturgeschichte des Schmucks und der Schönheit beschäftigt. „Evas Beauty Case“ lädt ein, die vielen Facetten des Ringens um menschliche Schönheit zu erleben: Die Schau spannt einen einzigartigen kultur- und epocheübergreifenden Bogen – von der Steinzeit bis in die Gegenwart; vom Bauplan der Natur über die wechselnden Schönheitsideale; von Edelsteinen als Schönheitsmittel, Handels- und Beutegut; von Schmuck, Frisur und Schminken als Statussymbol und als Ausdruck regionaler, herrschaftlicher und sozialer Identifikationen bis zum Schönheits- und Starkult der Gegenwart.

Zahlreiche interaktive Schauelemente, Medien- und Hands-On-Stationen ergänzen die Ausstellung. Ein eigener Mitmachbereich thematisiert zusätzlich die Idealvorstellungen von Schönheit im Wandel der Zeit: So können sich die Besucherinnen und Besucher u.a. in Nofretete, Königin Elisabeth I. oder auch Ludwig XIV. morphen. „Schönheitexperten“ verraten hier zusätzlich zu bestimmten Zeiten alles über die Vorbilder, Tricks und Geheimnisse aber auch über die Zwänge und Nebenwirkungen des so alltäglichen und vertrauten „Schönmachens“.

Weitere Informationen:
LVR-LandesMuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Mail: 
info.landesmuseum-bonn@lvr.de 

 

 

 

10.12.2016-1.5.2017

Ausstellung „Drunter und Drüber: Der Heumarkt Schauplatz Kölner Geschichte 3" im Kölnischen Stadtmuseum

Ungerm Stätz vum Pääd – dort verabredeten sich Kölner Liebespaare auf dem Heumarkt. Seit 1878 war das imposante Reiterstandbild des Preußenkönigs markanter Orientierungspunkt des riesigen Platzes. Unter diesem Pferdeschweif treffen sich nun auch das Kölnische Stadtmuseum und das Römisch-Germanische Museum: Nach gemeinsamen Ausstellungen zum Waidmarkt und zum Eigelstein ist der Heumarkt ab 10. Dezember der dritte Schauplatz Kölner Geschichte in unserer erfolgreichen Reihe „drunter und drüber“.

Vom römischen Rheinhafen über den mittelalterlichen Handelsplatz bis zum Epizentrum des Karnevals war der Heumarkt vieles – geschäftig, bunt und laut, aber vor allem eines: ein urkölscher Ort der Begegnung.

Ort und weitere Informationen:
Kölnisches Stadtmuseum
Zeughausstr. 1-3
50667 Köln
Mail:
ksm@museenkoeln.de

 
 
 
23.4.-4.5.2017
 
Ausstellung "R(h)einperspektiven. Fotografien von Volker Lannert" im Haus der Bildung, Bonn

Mit dem Katalog zur Ausstellung „R(h)einperspektiven.“ gibt das Stadtarchiv Bonn erstmals Einblick in die enge Zusammenarbeit mit dem Bonner Fotografen Volker Lannert. Seine Arbeiten werden inzwischen längst über die Grenzen Bonns hinaus geschätzt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass Volker Lannert dem Bonner Stadtarchiv seit mehr als zehn Jahren als Bildchronist verbunden ist. Mit seinen prägnanten Fotografien skizziert er die gegenwärtige Entwicklung der Rheinmetropole und schafft damit einzigartige Zeitdokumente für die Stadtgeschichte von morgen.

Neben Bonner Stadtansichten werden in der Ausstellung auch freie, künstlerische Arbeiten und Bildreportagen zu sehen sein. Zu den Highlights gehören Arbeiteraufnahmen rund um den Bau des Bonner Heizkraftwerkes, darunter das Arbeiterfoto des Jahres sowie Ausschnitte der Bilddokumentation des Tonstudios der Internationalen Film-Union.

Mittwochs bis sonntags, 14 bis 18 Uhr

Haus an der Redoute, Kurfürstenallee 1a
53177, Bonn-Bad Godesberg
Eintritt frei

 
 
6.4.-3.6.2017
 
Ausstellung ""Von Koblenz bis Bonn - Burgen am unteren Mittelrhein" im LBZ, Koblenz

Es gibt nur wenige Landschaften in Europa, die eine vergleichsweise hohe Dichte an Burgen aufweisen wie das Mittelrheintal. Insbesondere der untere, von Koblenz bis nach Bonn reichende Talabschnitt weist noch zahlreiche mittelalterliche Wehranlagen auf, die vollständig oder zumindest in Teilen von moderner Überformung verschont geblieben sind.

Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz präsentiert in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland vom 6. April bis zum 3. Juni 2017 eine Ausstellung, die sich erstmals diesen Burgen in größerem Zusammenhang widmet. Zusammengestellt durch den Lahnsteiner Historiker und renommierten Burgenforscher Alexander Thon M.A., veranschaulichen Texte, Bilder und zahlreiche Exponate das gesamte Panorama mittelalterlicher Wehranlagen am unteren Mittelrhein. Dazu gehören die großartige Burg Hammerstein als älteste Anlage und zeitweiliger Hort der Reichsinsignien, hochmittelalterliche Gründungen wie Rheineck oder die erzbischöflich kölnischen Stadtburgen in Linz und Andernach. Mehrfach anzutreffen sind Schlösser, welche die Stelle mittelalterlicher Vorgängerbauten eingenommen haben, wie Poppelsdorf, Sinzig oder Engers, während der Ehrenbreitstein im 19. Jahrhundert zu einer der größten Festungen in ganz Europa ausgebaut wurde. Mit dem Drachenfels und Rolandseck liegen die neben der Loreley wohl wichtigsten Repräsentanten der Rheinromantik im präsentierten Gebiet.

Neben zahlreichen historischen Abbildungen zeigen eindrucksvolle Luftaufnahmen des Bonner Fotografen und Piloten Philipp von Hagens den aktuellen Bauzustand. Urkunden aus den Beständen des Landeshauptarchivs Koblenz und des Stadtarchivs Linz vermitteln Einblicke in Funktion und Bedeutung einer Burg. Das großartige Rechnungsbuch der Burggrafen von Drachenfels aus den Jahren 1395-1398 veranschaulicht exemplarisch die Haushaltsführung auf einer spätmittelalterlichen Burg.

Nach Eröffnung der Ausstellung am 6. April 2017 ergänzen zwei Vorträge im Landesbibliothekszentrum (27. April und 11. Mai 2017) die Thematik. Zur weiteren Vertiefung dienen zwei Publikationen, die vor Ort erworben werden können. Nach Ausstellungsende am 3. Juni 2017 sind weitere Präsentationsorte im nördlichen Rheinland-Pfalz und angrenzenden Nordrhein-Westfalen geplant. Es folgt eine virtuelle Umsetzung im Internetportal Rheinische Geschichte.

Ort & Information:
Landesbibliothekszentrum / Rheinische Landesbibliothek
Bahnhofplatz 14
56068 Koblenz

Telefon: 0261 91500 - 400
Telefax: 0261 91500 - 910
E-Mail: info.rlb(at)lbz-rlp.de

 
 
29.6.2017-28.1.2018

Ausstellung „Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster"

650 Klostergründungen der Zisterzienser in 150 Jahren: Im Rheinland, in der Eifel und im Westerwald errichten sie kurz nacheinander die Abteien Kamp (1123), Altenberg (1133), Himmerod (1134), Heisterbach (1192) und Marienstatt (1212), die zu den frühesten Gründungen außerhalb Frankreichs gehören. Mit über 200 kostbaren Ausstellungsobjekten aus ganz Europa erzählt die Ausstellung die Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Ordens. Vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts durchdringt der sogenannte Konzern der Weißen Mönche wie ein Netzwerk den Kontinent und entwickelt sich zu einem der mächtigsten Verbände der Christenheit. Die Zisterzienser und Zisterzienserinnen werden zu einem dynamischen Element der europäischen Zivilisation.

Die Ausstellung zeigt nicht nur die Lebenswelt der Mönche und Nonnen, sondern auch das nicht immer einfache Verhältnis zu den weltlichen Herrschern ihrer Zeit. Auch auf die Rolle der Zisterzienser als innovativer und sehr erfolgreicher Wirtschaftskonzern geht die Ausstellung ein. Drei historische Akteure zeigen, wie vernetzt der Orden in Europa tatsächlich war: Stephan Harding (um 1054-1139) sowie Bernhard von Clairvaux (um 1090-1153), beide schon früh als Heilige verehrt, sind als Äbte und Theologen maßgeblich für die Ausbreitung und Identität des Ordens verantwortlich. Bernardus Paganelli ist als Eugen III (+1153) der erste Zisterzienser auf dem Papststuhl.

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das Scriptorium, die Schreibwerkstatt: Hier werden die in Zisterzienserklöstern entstandenen, oft aufwändig geschmückten Handschriften im Original präsentiert, so etwa vier Codices aus der Frühzeit des Ordens, die heute in Dijon aufbewahrt werden. Sie zählen zu den kostbarsten und berühmtesten Zeugnissen der Buchkunst des gesamten hohen Mittelalters. Sie können nicht nur die Originale bewundern, sondern auch eigens für die Ausstellung hergestellte originalgetreue Faksimiles. Diese bieten die einmalige Gelegenheit, die Bücher durchzublättern und nicht nur die aufgeschlagenen Seiten der Originale anzusehen.

Weitere Informationen:
LVR-LandesMuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
Mail: 
info.landesmuseum-bonn@lvr.de