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Wilhelm Kreis (1873-1955), Architekt

Kreis war ein einflussreicher Architekt, der das Rheinland vom späten Kaiserreich bis in die Zeit des Wiederaufbaus in den 1950er Jahren stark geprägt hat.

Der Sohn Wilhelm Heinrich des Bezirksgeometers Franz Kreis (1829-1909) und seiner Frau Susanne (1841-1932), geborene Engelmann, wurde am 17.3.1873 in Eltville im Rheingau geboren. Er hatte acht Geschwister. Am 6.12.1899 heiratete Kreis gegen den hartnäckigen Widerstand seiner streng katholischen Familie die Protestantin jüdischer Abstammung und Tochter eines Fabrikdirektors aus Braunschweig, Hedwig R. Hähn. Die Ehe blieb kinderlos.

Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Wiesbaden und Kassel studierte Kreis 1893-1897 an den Technischen Hochschulen München, Karlsruhe, Berlin-Charlottenburg und Braunschweig. In Braunschweig bestand er 1897 das Staatsexamen und wurde zum Regierungs-Bauführer ernannt. Noch vor seinem Examen gewann der begabte Student im Jahr 1896 den 1. Preis im Wettbewerb für das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, musste aber dem älteren Bruno Schmitz (1858-1916) die Ausführung überlassen. Nach dem Examen arbeitete Kreis von 1898-1902 als Assistent bei Paul Wallot (1841-1912). 1902 machte er sich beruflich selbstständig und nahm von 1902-1908 an der Kunstgewerbeschule Dresden eine Professur für Raumkunst wahr.

Im Auftrag des Deutschen Reiches errichtete Kreis auf der Weltausstellung 1904 in St. Louis (USA) die deutsche Ausstellungshalle. Mit der Berufung zum Direktor der Kunstgewerbeschule Düsseldorf im Jahr 1908 setzte er seine steile berufliche Karriere fort. Hier trat er die Nachfolge des renommierten, reformfreudigen Peter Behrens (1868-1940) an, schlug jedoch vor dem Hintergrund seiner traditionsverbundenen Architekturauffassung gegen die Moderne Sammelbegriff für die Kunst und Architektur seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Gegensatz zum Historismus des 19. Jahrhunderts. einen konservativen Kurs ein, der im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger und den von ihm berufenen Lehrern stand.

Unter den von Kreis Berufenen war auch sein Schüler, der spätere Direktor der Kunstakademie Düsseldorf Emil Fahrenkamp, den Kreis seit Jahren stark gefördert hatte. Nach einem Jahr Direktorat eröffnete Kreis eine neue Abteilung für Architektur mit je einer Klasse für einfache bürgerliche Bauten und für Monumentalbauten, dazu traten noch Garten- und Innenarchitektur. Übereinstimmend mit seinem Vorgänger vertrat Kreis die Unterordnung der Künste unter die Architektur. Kreis' Karriere wurde durch seinen Einsatz als Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg ab 1915 unterbrochen, in welchem er an der Somme verwundet und mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet wurde. Im Jahr 1917 erhielt er die Beförderung zum Leutnant der Reserve.

Bereits vor dem Krieg war die Kunstgewerbeschule unter Kreis' Leitung in Konflikte geraten, die sich nach 1918 verschärften. Die traditionsreiche Kunstakademie Düsseldorf fühlte sich durch die neue Kreissche Monumentalklasse, deren Ehrenmitglied Kreis seit 1913 war, herausgefordert. Die Akademie ergänzte ihr Angebot um kunstgewerbliche Fächer. Das Handwerk übte Kritik und die Handwerkskammer forderte die Auflösung der Kunstgewerbeschule. Nach zehn Amtsjahren war das Interesse ihres Direktors erloschen, dem es offensichtlich um den Ausbau und das Prestige der Architekturabteilung - auch auf Kosten der vom ihm geleiteten Ausbildungsstätte - gegangen war. Mit seiner Zustimmung wurde die Kunstgewerbeschule 1919 aufgelöst. Ihre künstlerischen Klassen, darunter die der Architektur, und sechs Lehrer wurden in die Kunstakademie Düsseldorf integriert. Kreis setzte seine bisher nebenamtliche Lehrtätigkeit in der Akademie für monumentale Baukunst nun hauptamtlich fort und erfuhr als Akademieprofessor mit einer Meisterklasse weiter an Ansehen.

1926 kehrte Kreis nach Dresden zurück, um an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in der Nachfolge des Architekten Heinrich Tessenow (1876-1950) eine Professur für Architektur mit einem außerordentlich hohen Jahresgehalt und einer zusätzlichen Assistentenstelle anzutreten. 1931-1932 amtierte Kreis als RektorLateinisch-mittellateinisch, (1) Leiter einer Hochschule, (2) Leiter einer Grund-, Haupt-, Sonder- oder Realschule, (3) katholischer Geistlicher an einer Filialkirche, einem Seminar oder ähnlichen Einrichtungen.. Ihm gelang es, die Architektenausbildung zu stabilisieren. Mit künstlerischen Argumenten sträubte er sich letztlich erfolgreich gegen die diskutierte Zusammenlegung der Akademie mit der dortigen Kunstgewerbeschule, musste aber finanzielle Einschnitte für sein Haus hinnehmen. Eine Diskussion der modernen Ideen des Bauhauses lehnte er ab. In der Malerei verwandte sich Kreis für die Moderne Sammelbegriff für die Kunst und Architektur seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Gegensatz zum Historismus des 19. Jahrhunderts. . Er befürwortete eine Verlängerung der Professur des politisch links orientierten Malers Otto Dix (1891-1969) und setzte sich mit diesem für die Berufung des Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) an die Akademie ein.

Der Katholik Katholische Wissenschaftszeitschrift (Vollständig: Der Katholik. Eine religiöse Zeitschrift zur Belehrung und Warnung; ab 1890: Zeitschrift für katholische Wissenschaft und kirchliches Leben), die sich offensiv mit Fragen oder Angriffen an/auf die katholische Lehre auseinandersetzte. Gegründet wurde sie im Jahre 1821 von den beiden Bischöfen Andreas Räß und Nikolaus v. Weis. Kreis war deutschnational eingestellt. Er empfand sich als „Preuße“ und verehrte Otto von Bismarck (1815-1898) im Unterschied zu Kaiser Wilhelm II. (Regentschaft 1888-1918). 1899 nahm er an einem Wettbewerb für Bismarcksäulen und -türme teil. Von den 317 eingereichten Entwürfen wurde Kreis' "Götterdämmerung" von der veranstaltenden Deutschen Studentenschaft mit Varianten zur deutschlandweiten Ausführung empfohlen. Von den 1900-1911 errichteten Bismarcksäulen und -türmen gehen mindestens 47 - darunter mehrere im Rheinland - auf die Urheberschaft von Kreis zurück.

Kreis beschäftigte sich auch weiterhin beruflich intensiv mit dem architektonischen Denkmal. Seine Neigung zu Repräsentation und Monumentalität, verbunden mit ornamentaler Kreativität in zahlreichen weiteren entworfenen und ausgeführten Bauprojekten geht auf seinen Münchener Lehrer August von Thiersch (1843-1917) zurück. Dabei nutzte Kreis den verfeinerten Werksteinbau und griff, wie zum Beispiel bei den Bismarcktürmen, auf die Architektur der römischen Kaiserzeit wie auch auf das im Theoderich-Grabmal zu Ravenna verkörperte germanische Baugefüge zurück.

Für Wohngebäude machte er bis 1918 Anleihen beim rheinischen Barock Stilbegriff der neueren Kunst- und Literaturgeschichte, in etwa die Epoche 1600 bis 1750 umfassend. Die Bezeichung ist abgeleitet von portugiesisch barocco = unregelmäßig, sonderbar. Der Barock entstand in Italien, besonders in Rom. Die geschichtlichen Wurzeln liegen in der Gegenreformation und im Absolutismus. . Die Fassaden der um 1912 gebauten Warenhäuser wurden römisch-barock bereichert. Der modernen Kunstgewerbebewegung stand Kreis fern, obwohl er Gründungsmitglied des Deutschen Werkbundes war.nach obenKreis erhielt zahlreiche fachbezogene Auszeichnungen, so beispielsweise: 1899 Großer Preußischer Staatspreis, 1900 Grand Prix Ausstellung Paris (Frankreich), 1901 Große Goldene Medaille Kunstausstellung Dresden, 1902 Ehrendiplom Turin, 1904 Goldene Medaille St. Louis (USA), 1906 Ehrendiplom und Staatsmedaille Dresden, 1910 Grand Prix Weltausstellung Brüssel (Belgien) und Goldene Medaille Berlin, 1913 Staatsmedaille Leipzig, Preußische Staatsmedaille für Architektur und andere mehr.

Ab 1914 konnte Kreis Akzente in der Architekturgeschichte setzen, die bis heute im Rheinland nachweisbar sind. So nahm er den Industriebau als zusätzlichen Arbeitsschwerpunkt auf. Seine Flexibilität und große Reputation sorgten für Aufträge, mit denen er wirtschaftlich schwierige Zeiten überstehen konnte. Kreis wandte sich städtebaulich gestaltenden expressionistischen Baugruppen zu. Sein 1922 begonnener Bau des 13-stöckigen Wilhelm-Marx-Hauses in Düsseldorf war das erste Hochhaus in Deutschland. Mit dem dortigen Einsatz von Ziegelstein und Sandstein belebte er traditionelle Baumaterialien aus dem niederrheinischen Raum neu. In Wettbewerben als Teilnehmer, Gutachter und Preisrichter leistete Kreis einen bedeutenden Beitrag zur Debatte über Hochhäuser in Deutschland.

Die Technische Hochschule Dresden verlieh 1924 „dem Meister der Baukunst, dem Schöpfer vorbildlicher Werke gesunden baulichen Schaffens“ die Ehrenpromotion zum Dr.-Ing. e. h. Kreis war auch Ehrenmitglied mehrerer ausländischer Künstlervereinigungen.

Für die große Düsseldorfer Ausstellung „Gesundheit, Soziale Fürsorge und Leibesübungen“ (GeSoLei) im Jahre 1926 erhielt Kreis vom geschäftsführenden Ausstellungsvorstand, dem jüdischen Mediziner Arthur Schloßmann (1867-1932), den Auftrag für die Erstellung des Gesamtplanes und die Dauerbauten Planetarium, „Ehrenhof“ mit Kunstmuseum und umgestaltetem Kunstpalast, Industriemuseum sowie das Restaurant „Rheinterrassen“ mit eindeutigen neoklassizistischen Anklängen an Karl Friedrich Schinkel (1781-1841). Insbesondere dieser Versuch eines Gesamtkunstwerks im Ehrenhof vermittelt trotz der niedrigen Geschossigkeit durch die Geschlossenheit und die Proportionen einen monumentalen und imponierenden Eindruck. Das GeSoLei-Projekt ist sein langfristig wirkungsvollstes Werk. Vor dem Hintergrund dieser Leistung wurde der prominente Gestalter öffentlicher Gebäude, Industrieanlagen und Wohnhäusern 1926 zum Präsidenten des Bundes Deutscher Architekten (BDA) gewählt; bis zur nationalsozialistischen „Machtergreifung Bezeichnung für die Ernennung Adolf Hitlers (1889-1945) zum Reichskanzler am 30.1.1933 und die Übertragung der Regierungsgewalt auf die Nationalsozialisten. Die Machtergreifung bedeutete das endgültige Ende der demokratischen Weimarer Republik und den Beginn der Terrorherrschaft der NS-Diktatur. “ 1933 war Kreis der wichtigste Repräsentant deutscher freischaffender Architekten und Stadtplaner.

Als Mitglied des „Deutschen Werkbundes“, des Weimarer Künstlerbundes und der Preußischen Akademie der Künste Berlin konnte Kreis über ein großes, vielseitiges Netzwerk von Vertretern der bildenden und angewandten Künste verfügen. 1931 wurde er zum Ehrenmitglied des "American Institute of Architects" berufen. Kreis war Vertrauensarchitekt des Völkerbundes in Genf bis zum Austritt des nationalsozialistischen Deutschland aus der Weltorganisation im Herbst 1933. Durch sein internationales Ansehen konnte er beachtliche Aufträge akquirieren.

Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wurde für Kreis zunächst zu einem Rückschlag. Er galt als "links eingestellter" Architekt, der sich der Moderne Sammelbegriff für die Kunst und Architektur seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Gegensatz zum Historismus des 19. Jahrhunderts. angepasst hätte. Sein außerordentliches Gehalt wurde gekürzt, er verlor die aktive Präsidentschaft des BDA zugunsten des formalen Amtes eines „Ehrenpräsidenten“. Kreis richtete sich in den neuen Machtverhältnissen ein und hielt passende Vorträge vor einflussreichen Persönlichkeiten. Er wurde Mitglied der NSDAP und förderndes Mitglied der SS, sah sich jedoch mit dem Vorwurf der jüdischen Herkunft seiner Frau und seiner zahlreichen Kontakte zu Juden konfrontiert und blieb deshalb für die neuen Machthaber erpressbar.

Der von der Hitler-Jugend Abkürzung HJ, 1926 gegründete Jugendorganisation der NSDAP. Nach der nationalsozialistischen "Machtergreifung" durch Eingliederung oder Auflösung der anderen Jugendverbände einzige Jugendorganisation im Deutschen Reich, wurde die Hitler-Jugend am 1.12.1936 per Gesetz zur „Staatsjugend“ erhoben. Seit 1939 bestand eine gesetzliche Pflicht zur Mitgliedschaft für alle deutschen Jugendlichen. Unter dem Grundsatz „Jugend muss durch Jugend geführt werden“, gliederte sich die HJ in das Deutsche Jungvolk (10-14j-ährige Jungen), die eigentliche HJ (14-18jährige Jungen), die Deutschen Jungmädel (10-14-jährige Mädchen) und den Bund Deutscher Mädel (BDM) (Mäd-chen von 14-18 Jahren). Ziel der HJ war die umfassende Erziehung der deutschen Jugend in nationalsozialistischem Gedankengut. Am 10.10.1945 durch die Alliierten als verfassungswidrige Organisation verboten. 1934 für ein „Schlageter-Forum“ in Düsseldorf ausgeschriebene Wettbewerb für eine neue große Stadtanlage mit einem Thingplatz für 300.000 Menschen endete für Kreis enttäuschend ohne jegliche Auszeichnung. Durch Beziehungen zu dem angesehenen Architekten Paul Ludwig Troost (1878-1934) erhielt Kreis persönlichen Kontakt zu Adolf Hitler (1889-1945). Bald gelang ihm der Anschluss an die offizielle Stilpolitik bis zu den gigantischen Ausmaßen seines Beitrags in der Reichshauptstadtplanung von Albert Speer (1905-1981). In dessen Auftraggeber Adolf Hitler sah Kreis milde einen verhinderten Kollegen. Kreis wurde nun mit Wohlwollen hofiert. Dabei kam ihm der hohe Stellenwert der Architektur in der nationalsozialistischen Regierungspolitik zu Hilfe. 1937 befand sich der offizielle Architekt der Partei auf der maßgebenden politischen Linie.

Obwohl bereits über die Altersgrenze hinaus, übernahm Kreis 1940-1941 das erste Rektorat (1) Amtsausübung eines Rektors, zum Beispiel einer Schule oder Hochschule, (2) selbständiger Seelsorgesprengel, der keine kanonische Pfarre ist, oft Zwischenschritt zur selbständigen Pfarre; Filialkirche. der um ein kunstgewerbliches Angebot erweiterten "Staatlichen Kunsthochschule Dresden". Hitler ernannte Kreis 1941 zum "Generalbaurat für die Gestaltung deutscher Kriegerfriedhöfe" im Rang eines Generalmajors. In der Folge entstand eine große Zahl von Entwürfen, Zeichnungen, Modellen und Ideenskizzen, mit deren Ausführung teilweise begonnen wurde. Kreis gab seine Ämter in Dresden auf, um nach Berlin zu ziehen. 1942 wurde er zum Ehrenmitglied in Dresden ernannt. Von Hitler wurde Kreis auf die so genannte „Gottbegnadeten-Liste Von Josef Goebbels und Adolf Hitler im September 1944 verfasstes Dokument, in welchem Künstler aufgeführt wurden, die in den Augen des Regimes eine systemrelevante kulturelle Bedeutung besaßen. Während des „Totalen Krieges“ blieb diesen neben finanzieller Unterstützung, der Dienst an der Front oder in der Rüstungsindustrie erspart. “ gesetzt, die ihn vor jeglichem Kriegseinsatz verschonte. Nach Einflussnahme von Albert Speer und Druck von Joseph Goebbels übernahm er ab 1943 als Nachfolger von Adolf Ziegler (1892-1959) das Amt des Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste in Berlin. Goebbels überreichte ihm im selben Jahr den „Adlerschild des Deutschen Reichs“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich Kreis im rheinischen Bad Honnef nieder. 1946 wurde er im Entnazifizierungsverfahren als „Mitläufer“ eingestuft. Kreis beteiligte sich nun mit mehreren Projekten am Wiederaufbau im Rheinland im Stil des Funktionalismus. Sein überlieferter Schriftwechsel mit prominenten Bundes- und Landespolitikern sowie Künstlern belegt seinen bleibenden Einfluss in der Nachkriegszeit. Als äußere Zeichen der hohen Wertschätzung anlässlich seines 80. Geburtstags erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz, in Düsseldorf, München und Berlin wurden seinem Lebenswerk Ausstellungen gewidmet.

Am 13.8.1955 starb mit Wilhelm Kreis in Bad Honnef einer der einflussreichsten Architekten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, dem es fast immer gelungen war, dem jeweiligen Zeitgeist und den politischen Verhältnissen entsprechende Bauprojekte zu realisieren.

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Schriften

Die Dauerbauten am Rhein. Ein Ausdruck neuzeitlicher Baukunst, in: GE-SO-LEI große Ausstellung in Düsseldorf 1926, hg. von Arthur Schloßmann, Band 1, Düsseldorf 1927.

Die Erziehung zum Architekten und die Architektur-Abteilung an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf, in: Kunstgewerbeblatt 21 (1910), S. 26-30.

Über Zusammenhänge von Natur, Zivilisation und Kunst. Die Baukunst vor dem Kriege und heute, Düsseldorf 1927, Nachdruck Neue Werkkunst. Wilhelm Kreis, hg. von Roland Jaeger, Berlin 1997.

Soldatengräber und Gedenkstätten, in: Bauwerk und Landschaft 5, hg. vom Arbeitskreis Baugestaltung und der Fachgruppe Bauwesen des NSBDT in Verbindung mit dem Hauptkulturamt der Reichspropagandaleitung der NSDAP, München/Brünn/Wien 1944.

 

Werke

Projekte im Rheinland

Bonn, Bismarckturm Gronau, 1901.

Kirn an der Nahe, Bismarckturm, 1901.

Viersen, Bismarckturm Wilhelmshöhe, 1901.

Sargenroth bei Nunkirch (Rhein-Hunsrück-Kreis), Bismarckturm, 1902.

Düsseldorf, Warenhaus Tietz, Wettbewerb, Ankauf Entwurf, 1906-1907.

Idar-Oberstein, Bismarckturm Wartehübel, 1907.

(Wuppertal-) Hardt, Bismarckturm, 1907.

(Wuppertal-) Barmen, Rathaus, Wettbewerb, Entwurf 3. Preis, 1908.

Essen, Verwaltungsgebäude Emscher-Genossenschaft, 1908-1909.

Düsseldorf, Schloss Jägerhof Gartenmauer, um 1909.

Düsseldorf, Ausstellung für christliche Kunst, Urnenhalle, Wandelhalle, Kapelle, Friedhof, Grabdenkmäler, Erbbegräbnisse, Urnen, 1909.

Köln, Kunstgewerbe- und Handwerkerschule, Wettbewerb, Ankauf Entwurf, 1909.

Düsseldorf, Nordfriedhof Grabmal Antoniette und Friedrich Zinzen, 1909.

Düsseldorf, Haus und Atelier Fritz Reusing, ab 1909.

Düsseldorf, Haus Walter Petersen, 1909-1910.

(Duisburg-) Ruhrort und Mülheim a. d. Ruhr, Grabdenkmäler, Erbbegräbnisse, 1909-1913.

Krefeld, Seidenweberei und Haus Oppenheimer, um 1910.

(Krefeld-) Uerdingen, Bismarckturm, Wettbewerb, Entwurf unprämiert, 1910-1911.

Oberhausen, Rathaus-Erweiterung, Wettbewerb, Entwurf 3. Preis, 1910-1911.

(Wuppertal-) Elberfeld, Warenhaus Leonhard Tietz, 1911.

Essen, Warenhaus mit Betriebsgebäude Theodor Althoff, 1911-1912.

Bad Honnef, Burg Arntz Umbau, 1911-1913.

Emmerich, Kriegerdenkmal, 1911-1913.

Köln, Warenhaus Leonhard Tietz, Wettbewerb, Entwurf „Agrippa“ 1. Preis und Entwurf „Wahrzeichen der Zeit“ 2. Preis, Ausführung des größten von Kreis entworfenen Warenhauses ab 1912, Eröffnung 1914.

Düsseldorf, Erweiterungsbau der Kunstgewerbeschule, Entwurf, 1912.

Köln, Geschäftshaus Palatium gegenüber Warenhaus Leonhard Tietz, 1912.

Emmerich, Gefallenen-Ehrenmal, 1913.

Düsseldorf, Wohnungsreihenhäuser, um 1913.

Wohnhaus Walter Petersen, 1913-1914.

Köln, Deutsche Werkbundausstellung, Deutzer Park, Parkhaus ("Teehaus"), 1913-1914.

Düsseldorf, Industrieausstellung "Aus Hundert Jahren Kultur und Kunst" 1915, Hauptarchitekt sollte Kreis werden, nach Kriegsausbruch nicht verwirklicht, Pläne vernichtet, 1913-1915.

Krefeld, Oberrealschule, Wettbewerb, wegen des Krieges aufgeschoben, 1914.

Krefeld, Textilfabrik Dhein Geschäftshaus, 1914-1915

Düsseldorf, Lackfabrik Rogler, um 1915.

Köln, Farbenfabrik C. F. Beer Söhne, um 1915.

(Wuppertal-) Elberfeld, Verwaltungsgebäude Seidenweberei, um 1915.

Düsseldorf, Ehrenfriedhof, Wettbewerb, Entwurf nicht prämiert, 1915.

Düsseldorf, Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik Werkserweiterung mit Karl August Jüngst und Hans Schäfer, Rüstungsfabrik, Kraftwerk, Presswerk, 1917-1920.

(Wuppertal-) Barmen, Hochwasserbehälter, um 1919.

Essen, Kokskohlenturm, 1919-1922.

Köln, Teer- und Dachpappenfabrik, um 1921.

Düsseldorf, Verwaltungsgebäude Stumm-Konzern, Wettbewerb, Entwurf 2. Preis, 1921.

Düsseldorf, Messehochhaus, Entwurf mit Stadtbaurat Albert Deneke, 27-geschossig, 1921.

Düsseldorf, Wilhelm-Marx-Haus, Wettbewerb, Entwurf 1. Preis, Ausführung als erstes rheinisches Hochhaus, 1921-1924.

Düsseldorf, Hochhaus mit Börse, Entwurf 1922.

Mönchengladbach, Stadthotel München Gladbach, Wettbewerb, Entwurf mit Carl August Jüngst 1. Preis, 1922.

Kaufmannshaus, Wettbewerb, Entwurf in engerer Wahl, 1922.

(Wuppertal-) Elberfeld, Wettbewerb Gestaltung Brausewerther Platz und Döppersberger Brücke, Entwurf unprämiert, 1923-1924.

Düsseldorf, Bürohochhaus, Entwurf 1924.

Düsseldorf, „GeSoLei“ Gesamtplan und Bauten, Dauerbauten: Planetarium, Ehrenhof mit Kunstmuseum und umgestaltetem Kunstpalast, Industriemuseum, Restaurant Rheinterrassen, 1924-1926.

Düsseldorf, Bierstuben Bavaria, um 1925.

Düsseldorf, Kaffeehaus Hämeset, um 1925,

Düsseldorf, Residenz-Theater Lichtspieltheater, Ausgestaltung der Innenräume, 1925.

Köln, Jüdischer Friedhof, Grabmal Leonhard Tietz, 1925.

Düsseldorf, Rathaus-Neubau, Wettbewerb, Entwurf 2. Preis, 1925-1926.

Düsseldorf, Siedlungsbauten "Baublock Düsseldorf-Nord", um 1926.

Düsseldorf-Neuss, Rheinbrücke, Konstruktion eines "Hängefachwerks" möglicherweise auf Kreis zurückgehend, 1927-1929.

Düsseldorf, Schlageter-Forum, neue Stadtanlage, Entwurf nicht prämiert, 1934.

Düsseldorf, Wohnungsbau am Rochusmarkt, Planung, teilweise ausgeführt, 1948-1954.

Köln, Zentralinstitut für Volksgesundheit, Entwürfe, Projekt gescheitert, 1950-1953.

Köln, Warenhaus Kaufhof, Umbau, Vorschlag, um 1951.

Wuppertal-Elberfeld, Warenhaus Kaufhof, Umbau, Vorschlag, 1951.

Essen, Wohn- und Geschäftshaus, Wiederaufbau, 1952.

Düsseldorf, Rheinhalle, Umbau zur Kongresshalle, 1952-1953.

Bad Bodendorf, Kurheim Spitznagel, um 1953.

Köln, Wohnanlage Riehl, Entwürfe, 1953.

(Bornheim-)Hersel, Reihenwohnhäuser, 1953-1954.

Bonn, Mehrfamilienhaus, Wiederaufbau, 1953-1955.

Bonn, Wohnanlage Bonn-Süd, Entwurf, 1954.

Essen, Wohn- und Geschäftshaus, Entwurf, 1954.

Köln, Wohnhaus, Wiederaufbau Entwurf, 1954.

Bonn, Beethovenhalle, Wettbewerb, Entwurf nicht prämiert, 1954.


Bedeutende ausgeführte Bauprojekte außerhalb des Rheinlandes

Wettbewerb Völkerschlachtdenkmal Leipzig, Südfriedhof, Wettbewerb, Entwurf 1. Preis, folgende Variante in engerem Wettbewerb, 1895-1897.

Eisenach, Burschenschaftsdenkmal, 1900-1902.

St. Louis (USA), Weltausstellung, Ausstellungshalle des Deutschen Reichs, 1904.

Dresden, Augustusbrücke, 1907-1910.

Halle a. d. Saale, Museum für deutsche Vorgeschichte, 1911-1913.

Bühlertal bei Baden-Baden, Offiziersgenesungsheim, später „Bühler-Höhe“, 1911-1014.

Leipzig, Internationale Baufachausstellung, Ausstellungshalle „Betonhalle“, 1912-1913.

Soldatenfriedhöfe und Ehrenmäler in Frankreich und Belgien, 1914-1918.

Dresden, Deutsches Hygiene-Museum, 1927-1930.

Bochum, Kommunalbank, 1928-1929.

Bad Schwalbach, Staatliches Kurhotel, 1929-1932.

(Dresden-) Strehlen, Luftgaukommando, spätere DDR-Militärakademie, 1937.

Berlin, Oberkommando des Heeres, Heereswaffenamt, Weihehalle, Neues Museumsviertel, Reichsverkehrsministerium und Soldatenhalle, Entwürfe, 1938-1942.

Döbeln, Metall- und Lackwarenfabrik Johannes Großfuß, Erweiterungsbau, 1940-1941.

Kriegerehrenmäler und Heldenfriedhöfe, Entwürfe, 1941-1944.


Quellen

Nachlass mit Plänen: Architekturmuseum der Technischen Universität München.

 

Literatur

Busch, Wilhelm, Bauten der 20er Jahre an Rhein und Ruhr. Architektur als Ausdrucksmittel, Köln 1993. (Mit Werkverzeichnis von Kreis, S. 266).

Franken, Friedrich K.H. M., Kontinuität und Wandel im Leben und Werk des Architekten Wilhelm H. Kreis, Diss. phil. RWTH Aachen 1996.

Nerdinger, Wilfried/Mai, Ekkehard (Hg.), Wilhelm Kreis. Architekt zwischen Kaiserreich und Demokratie 1873-1955, mit Werkkatalog, München 1997.

Preiss, Achim, Der Ehrenhof von Wilhelm Kreis. Die Dauerbauten der Gesolei, Ausstellungskatalog, Ostfildern 2002.

Wiener, Jürgen (Hg.), Die Gesolei und die Düsseldorfer Architektur der 20er Jahre, Köln 2001.

 

Online

Information über die Bismarcktürme von Wilhelm Kreis

 

24.2.2011

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Lothar Weiß (Frechen) 
 

       
 

       
 
 Wilhelm Kreis (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster, 48KB)

Wilhelm Heinrich Kreis, Porträtfoto.

 Ehrenhof (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster, 199KB)

Blick in den Ehrenhof des museum kunst palast, Düsseldorf, Foto: Stefan Arendt. (LVR-Zentrum für Medien und Bildung)