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Luise Straus (1893-1944), Kunsthistorikerin und Journalistin

Durch Veröffentlichungen und Recherchen konnte Luise Straus aus dem Schatten ihres Mannes, des dadaistischen und surrealistischen Künstlers Max Ernst, heraustreten; seit 1980 ist sie als eigenständige Persönlichkeit wieder im Bewusstsein der Öffentlichkeit präsent.

Sie war allein erziehende Mutter, für fast ein Jahr kommissarische Leiterin des Wallraf-Richartz-Museums in Köln und eine weit über das Rheinland hinauswirkende Kunst- und Kulturjournalistin der Weimarer Republik. Zur Erinnerung an Luise Straus, als Zeichen und Mahnmal, hat der Kölner Künstler Günter Demnig (geboren 1947) einen seiner Stolpersteine vor ihrer Wohnung in den Bürgersteig der Emmastraße 27 in Köln eingelassen.

Die Tochter des jüdischen Fabrikanten Jacob Straus (1859-1936) und seiner Ehefrau Charlotte, geborene Meyer (1871-1919), wurde am 2.12.1893 in Köln geboren. Nach 1880 hatte der Vater eine Stroh- und Filzhutfabrik mitgegründet, die sich „Löwenstern & Straus“ nannte. Während der prosperierenden Gründerzeit wurde die Firma erheblich vergrößert und konnte 1925 – so eine Anzeige im „Handbuch von Köln“ – als älteste Großhandelsfirma auf dem Gebiet der Hutfabrikation in Köln mit 100 Angestellten aufwarten. Am 24.5.1899 wurde ihr Bruder Richard Straus geboren, der nach seiner Schulausbildung in der väterlichen Firma tätig war und in seiner Freizeit als Cellist reüssierte.

Von 1900 bis 1903 besuchte Luise Straus in Köln die Städtische Mittlere Mädchenschule und bis 1906 die Städtische Höhere Mädchenschule. Nach dem Zeugnis der Reife, das sie an der Städtischen Studienanstalt der gymnasialen Richtung am 13.3.1912 erhielt, begann sie im Sommersemester 1912 an der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität in Bonn ihr Studium mit den Fächern Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte. Sie wohnte im Venusbergweg 18 gegenüber dem Botanischen Garten des Poppelsdorfer Schlosses und lernte im November 1912 den zwei Jahre älteren Kommilitonen Max Ernst kennen. Während des Ersten Weltkrieges war sie ab dem Sommersemester 1915 für ein Jahr an der Universität Berlin eingeschrieben. Nach Bonn zurückgekehrt schloss sie bei Professor Paul Clemen ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Zur Entwicklung des zeichnerischen Stils in der Cölner Goldschmiedekunst des XII. Jahrhunderts“ ab. Das Thema hatte sie von dem Studienkollegen Karl Otten (1889-1963) übernommen, der von 1913 bis 1914 an der Bonner Universität eingeschrieben war. Die mündliche Promotionsprüfung fand am 6.12.1916 statt. Sie bekam am Kölner Wallraf-Richartz-Museum eine Anstellung als wissenschaftliche Hilfsarbeiterin und hielt in dieser Funktion am 7.3.1918 im „Kölner Frauenklub“ einen Vortrag über „Ein Wohnhaus im 16. Jahrhundert“.

Am 7.10.1918, einen Monat vor Ende des Ersten Weltkrieges, fand in Köln die Kriegstrauung zwischen „Max Ernst, Leutnant d. R.“ und „Luise Straus, Dr. phil.“ – so die Heiratsanzeige – statt. Die Hochzeitsreise führte das junge Paar nach Berlin, wo es sich eine Woche später, am 14.10.1918, in das Gästebuch des Kunsthändlers Herwarth Walden (1878-1941) eintrug, der im Januar 1916 Gemälde und Zeichnungen von Max Ernst in seiner Galerie „Der Sturm“ gezeigt hatte. Nach Köln zurückgekehrt mietete das Paar eine Wohnung im Kaiser-Wilhelm-Ring 14. Die Adresse fungierte als Büro der neu gegründeten „Gesellschaft der Künste“, die mit dem „Arbeitsrat für Kunst“ in Kontakt stand, der sich nach der Novemberrevolution in Berlin gebildet hatte. Utopische Vorstellungen von einer neuen Menschengemeinschaft bestimmten beide Gruppierungen und sollten durch die Freiheit der Kunst, durch einen lebendigen Kontakt mit dem Volk sowie durch eine Demokratisierung des Kunstbetriebes erreicht werden.

Im Januar 1919, nach dem Tod von Dr. Joseph Poppelreuter, dem Direktor der Skulpturen- und Antikensammlung des Wallraf-Richartz-Museums, übernahm Dr. Luise Straus-Ernst kommissarisch die Museumsleitung, die sie bis zum Ende des Jahres innehatte; nach der Wahl von Professor Karl Schaefer zum neuen Direktor verließ sie das Museum. Den Sommer über reiste das Ehepaar zum Bergsteigen an den Königsee und besuchte auf der Rückreise den Künstler Paul Klee (1879-1940) in München. Sie wählten Aquarelle und Zeichnungen für eine Ausstellung aus, die dann doch nicht realisiert wurde. Stattdessen führten die folgenden Monate im Werk von Max Ernst zur kopernikanischen Wende und zur Gründung der Kölner Dada-Gruppe, die sich im November von der „Gesellschaft der Künste“ mit einer Sezessions-Ausstellung im Kölnischen Kunstverein distanzierte. Im Lichthof des Kunstgewerbemuseums fand im darauf folgenden Monat die „Ausstellung für das werktätige Volk“ statt, die von der „Arbeitsgemeinschaft Kölner Künstler“ auf Anregung und unter Mitwirkung des „Arbeiterbildungsausschusses“ der Sozialdemokratischen Partei veranstaltet wurde. Dazu hielt Dr. Luise Straus-Ernst am 10.12.1919 im Pallenbergsaal einen Vortrag, der am Tag darauf vom „Kölner Stadt-Anzeiger“ als „Lobpreisung auf die angeblich glänzenden Volksbildungsbestrebungen Sowjet-Rußlands und die angeblich ebenso glänzenden Bemühungen der ungarischen Räterepublik“ kritisiert wurde. Der Artikel führte weiter aus, dass die Vortragende „in dem Expressionismus die glücklichste Ausdrucksform der jungen proletarischen Kunst sieht, die, wie sie ausführte, im Begriff stehe, die materielle bürgerliche Kultur abzulösen.“nach oben1920 schlossen sich weitere Dada-Aktivitäten an: im April erschien die Publikation „die schammade“, im April/Mai fand die zweite Kölner Dada-Ausstellung im Brauhaus Winter in der Schildergasse statt und von Ende Juni bis August war Max Ernst an der Gruppenausstellung „Erste Internationale Dada-Messe“ in Berlin beteiligt. Kurz vor der Eröffnung wurde am 24.6.1920 der Sohn Hans-Ulrich geboren, der nach den „Jimmies“, den englischen Besatzungssoldaten im Rheinland, den Namen Jimmy erhielt (1920-1984). In den folgenden zwei Jahren intensivierte Max Ernst seine Kontakte zur Dada-Gruppe in Paris. Nach seiner Ausstellung, die im Mai 1921 in der Buchhandlung „Au sans pareil“ stattfand, nach einem Dada-Treffen im österreichischen Tarrenz bei Imst, der als erster gemeinsamer Urlaub von Luise, Jimmy und Max im Sommer 1921 erfolgte, nach dem Besuch des französischen Dichters Paul Éluard (1895-1952) und seiner Frau Gala (1894-1982) Anfang November 1921 in Köln und nach einem zweiten Dada-Treffen in Tarrenz zog Max Ernst im Juli 1922 nach Paris zu den Éluards. Am 5.4.1926 wurde die Ehe offiziell geschieden.

Nach Köln zurückgekehrt brachte Luise Straus sich und Jimmy, unterstützt von der Haushälterin Maja Aretz, mit unterschiedlichen Tätigkeiten durch die Inflationszeit. Sie katalogisierte eine große Privatsammlung mit Porzellan aus China, war Buchhalterin in einer Spitzen- und Stickereifabrik, bot Museumsführungen an, gab Kurse in Kunstgeschichte und arbeitete als Sekretärin in der Galerie von Alfred Newman und Dr. Andreas Becker (1894-1972). In den folgenden Jahren verstärkte sie ihre journalistische Tätigkeit, nachdem sie bereits im „Kölner Tageblatt“ vom 4.2.1917 ihren ersten Zeitungsartikel mit dem Titel „Albrecht Dürer und die neue Kunst“ veröffentlicht hatte, 1919 mit Beiträgen in der „Westdeutschen Wochenschrift“ sowie in der monatlich erscheinenden Kunstzeitschrift „Feuer“ vertreten gewesen war, 1920 für „Kunstchronik & Kunstmarkt“ und 1921 für die „Zeitschrift für bildende Kunst“ geschrieben hatte. Maßgeblich für diese erneute Hinwendung zur kulturellen Berichterstattung war die Ausstellung „Asiatische Kunst“, die vom 1.10.-30.11.1926 im Kölnischen Kunstverein stattfand und die ihr Bonner Studienkollege Alfred Salmony (1890-1958), seit 1920 Kustos am Kölner Museum für Ostasiatische Kunst, organisiert hatte.

Aufgrund ihrer Beschäftigung mit chinesischem Porzellan war Luise Straus für fachkundige, die Ausstellung begleitende Artikel prädestiniert und erhielt vom Museum Empfehlungen für Tageszeitungen und Zeitschriften. Die Kontakte baute sie aus und ab nun erschienen Texte von ihr im „Kunstblatt“, im Berliner „Querschnitt“ und in den Zeitschriften „Rheinische Heimatblätter“, „Die Kunst“ sowie „Deutsche Kunst und Dekoration“. Sie wurde Kunstberichterstatterin für die angesehene, in Berlin erscheinende „Vossische Zeitung“ und ständige Korrespondentin für das Rheinland der „Dresdner Neuesten Nachrichten“. Durch ihre überregionale Anerkennung wurde sie schließlich im „Verein auswärtiger Presse“ als Mitglied aufgenommen. Auch für das noch junge Medium des Rundfunks war sie tätig. Im Funkhaus in der Kölner Dagobertstraße 38 berichtete sie im Mai/Juni 1929 in der Sendereihe „Kunstwanderung im Rheinland“ über vergessene Kunstdenkmäler und zum Tode des Künstlers Jan Thorn Prikker (1868-1932) sprach sie einen Nachruf.

1928 zog Luise Straus mit Jimmy und der Haushälterin Maja Aretz in die Emmastraße 27, im Stadtteil Köln-Sülz gelegen. Im selben Jahr wurden beide von dem Fotografen August Sander porträtiert, der die Aufnahme in seinem groß angelegten Projekt „Menschen des 20. Jahrhunderts“ für die Mappe „Mutter und Kind“ vorgesehen hatte. Einen Monat, nachdem Adolf Hitler (1889-1945) am 30.1.1933 Reichskanzler geworden war, durchsuchte die SS die Wohnung von Luise Straus, die als Jüdin und Intellektuelle für das neue Regime doppelt verdächtigt war. Am 28.5.1933 verließ sie Köln, um in Paris zu leben und neue Arbeitsmöglichkeiten zu finden. Einige Kontakte zu ausländischen Redaktionen blieben jedoch bestehen; so lassen sich für den Zeitraum von April 1933 bis Juli 1941 Beiträge von ihr in der „Neuen Zürcher Zeitung“ nachweisen.

Jimmy Ernst wohnte während dieser Zeit bei ihrem Vater Jacob Straus. Anfang Juni 1935 begann er eine Ausbildung in der Druckerei Augustin in Glückstadt bei Hamburg, deren Inhaber Heinrich-Wilhelm Augustin (1878-1938) Luise Straus durch dessen Sohn Johannes Jakob Augustin kennen gelernt hatte. Drei Jahre später erhielt Jimmy Ernst durch Letzteren ein Ausreisevisum nach Amerika und erreichte am 9.6.1938 New York, wo er in der Zweigniederlassung der Firma als Schriftsetzer arbeitete.

In Paris freundete sich Luise Straus mit den Kunstjournalisten und Fotografen Fritz Neugass (1899-1979) an. In dem Hotel in der Rue Toullier 11, in dem er wohnte und in dem 30 Jahre zuvor Rainer Maria Rilke (1875-1926) seine ersten Monate in Paris verbracht hatte, bezog sie im Oktober 1933 ebenfalls ein Zimmer. Neben Artikeln für die deutsche Exilpresse schlug sich Luise Straus mit Deutschstunden und Französischunterricht für Emigranten durch. Unter dem Namen Lou Ernst erschien vom 31.12.1934 bis zum 6.2.1935 ihr Roman „Zauberkreis Paris“ in Fortsetzungen im „Pariser Tageblatt“. Im Sommer 1936 bereisten Luise Straus und Fritz Neugass für über drei Monate Griechenland und sandten Fotoreportagen an französische, schweizerische, englische und amerikanische Blätter.

Ab Juni 1939 wohnten sie in Cannes. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde Fritz Neugass in Antibes und anschließend in Les Milles interniert. Von hier aus kam er im Rahmen einer paramilitärischen Hilfseinheit Ende Januar 1940 nach Manosque. Als im Mai 1940 die deutschen Truppen in Frankreich einmarschiert waren, wurde Luise Straus wie viele Frauen deutscher und österreichischer Herkunft in das Sammellager Gurs nahe der spanischen Grenze gebracht. Nach drei Wochen konnte sie am 21.6.1940 das Lager verlassen und zusammen mit Fritz Neugass nach Cannes zurückkehren. Nach dem deutsch-französischen Waffenstillstand vom 22.6.1940 erfolgte die Aufteilung Frankreichs in eine besetzte und eine unbesetzte Zone. Im Februar 1941 wurden beide aus dem Département Alpes-Maritimes ausgewiesen, erreichten aber einen vorläufigen Aufschub. Zur selben Zeit erhielt Luise Straus ein Telegramm aus Marseille. Bei der amerikanischen Hilfsorganisation „Emergency Rescue Committee“, die sich unter der Leitung von Varian Fry (1907-1967) seit einem halben Jahr um die Rettung bekannter Persönlichkeiten kümmerte, war ihr Visum für Amerika angekommen. Jimmy Ernst hatte es zusammen mit dem seines Vaters beantragt, der in Marseille ebenfalls auf seine Ausreise wartete. Das gemeinsame Visum wurde aber nicht anerkannt, und den Vorschlag von Max Ernst, erneut zu heiraten, lehnte sie ab. Als Ende Juni 1941 ihr eigenes Ausreisevisum anstand und sie lediglich auf die Zuteilung ihrer Quotennummer warten musste, wurden die amerikanischen Einwanderungsgesetze geändert und Visa nur noch auf ausdrückliche Anweisung des Außenministeriums in Washington erteilt. Während Fritz Neugass durch die Bürgschaft seiner Eltern in New York die Ausreise im Dezember 1941 über Casablanca gelang, hatte Jimmy Ernst, der noch nicht die amerikanische Staatsbürgerschaft besaß, keine weiteren Chancen mehr.

1942 kam Luise Straus bei dem provenzalischen Schriftsteller und Dichter Jean Giono (1895-1970) unter, den Fritz Neugass während seiner Stationierung in Manosque kennen gelernt hatte. Hier verfasste sie ihre Lebenserinnerungen, denen sie den Titel „Nomadengut“ gab, um ihr unruhiges, unsicheres „Leben voller Zufälle, voller Überraschungen und Abenteuer“ – wie sie selbst schrieb – zu charakterisieren. Am 29.4.1944 wurde sie in der Nacht in einem Hotel in Manosque festgenommen. Das Datum vermerkte Jean Giono in seinem „Journal de l’Occupation“. Nur fünf Wochen später landeten die alliierten Truppen in der Normandie und vom 19.-24.8.1944 fand die Befreiung von Paris statt. Das letzte Lebenszeichen von Luise Straus ist eine Fotografie, die sie im Profil zeigt und die im Mai 1944 im Internierungslager Drancy bei Paris entstand. Am 30.6.1944 wurde sie mit einem der letzten Züge nach Auschwitz deportiert.

 nach obenSchriften

Straus, Luise, Zur Entwicklung des zeichnerischen Stils in der Cölner Goldschmiedekunst des XII. Jahrhunderts, Strassburg 1917.

Nomadengut, Hannover 1999.

The First Wife’s Tale. A Memoir by Louise Straus-Ernst. New York 2004.

 

Literatur

Liesenfeld, Susanne, Luise Straus-Ernst – Erste Skizzen zu einer Biographie, in: Max Ernst in Köln. Die rheinische Kunstszene bis 1922, Ausstellungs-Katalog Kölnischer Kunstverein, Köln 1980, S. 287-294.

Ernst, Jimmy, Nicht gerade ein Stilleben. Erinnerungen an meinen Vater Max Ernst, Köln 1985.

Winckler, Lutz, Louise Straus-Ernst: „Zauberkreis Paris“. Erfahrung und Mythos der „großen Stadt“, in: Exilforschung, Ein internationales Jahrbuch, Band 11, Frauen und Exil. Zwischen Anpassung und Selbstbehauptung, München 1993, S. 88-105.

Remus, Ute, Sollst je du sollst du Schwänin auf dem Ozean, Hommage an Lou Straus-Ernst, Köln 2004. (Audio-CD)

Bau, Christian/Dieckhoff, Artur, Zwiebelfische. Jimmy Ernst, Glückstadt – New York, Hamburg 2010. (mit DVD)

 

Online

Entwicklung des zeichnerischen Stils in der Cölner Goldschmiedekunst des 12. Jahrhunderts.

Luise Strauss-Ernst auf der Website "Leben in Köln-Sülz".

Max-Ernst-Museum Brühl.

 

18.3.2013

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Jürgen Pech (Bonn) 
 

       
 

       
 
 Luise Straus (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster, 220KB)

Luise Straus, Ausschnitt aus einem Gruppenfoto mit dem Architekten und Maler Hans Hansen, Max Ernst, Richard Straus und Johannes Theodor Baargeld, Köln, um 1919. (Max Ernst Museum Brühl des LVR, Stiftung Max Ernst)

 Luise Straus in Paris (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster,

Luise Straus, Paris, um 1936.