Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

Bildleiste
  
Navigationslinks überspringenStartseite  |  Service  |  Glossar

 Glossar 

Im Glossar werden Begriffe und historische Ereignisse aus allen Sparten des Internetportals erläutert. Das Glossar befindet sich im Aufbau und wird laufend ergänzt.


TitelBeschreibung
Aachener Monarchenkongress
Der Kongress von 1818 führte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regierungszeit 1797-1840), Kaiser Franz I. von Österreich (Regierungszeit 1804-1835) und Zar Alexander I. von Russland (Regierungszeit 1801-1825) in Aachen zusammen. Am 9. Oktober trafen die vier Großmäche ein Abkommen mit Frankreich über die Räumung des besetzten französischen Gebiets bis spätestens 30.11.1818.  Außerdem kam unter Beteiligung der internationalen Bankenwelt eine Herabsetzung der französischen Kriegsentschädigungen zustande. Mit dem Aachener MonarchenkongressDer Kongress von 1818 führte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regierungszeit 1797-1840), Kaiser Franz I. von Österreich (Regierungszeit 1804-1835) und Zar Alexander I. von Russland (Regierungszeit 1801-1825) in Aachen zusammen. Am 9. Oktober trafen die vier Großmäche ein Abkommen mit Frankreich über die Räumung des besetzten französischen Gebiets bis spätestens 30.11.1818.  Außerdem kam unter Beteiligung der internationalen Bankenwelt eine Herabsetzung der französischen Kriegsentschädigungen zustande. Mit dem Aachener Monarchenkongress kehrte Frankreich in den Kreis der das internationale System bestimmenden Großmächte zurück. Damit etablierte sich in der europäischen Politik die Vorherrschaft der fünf Großmächte. kehrte Frankreich in den Kreis der das internationale System bestimmenden Großmächte zurück. Damit etablierte sich in der europäischen Politik die Vorherrschaft der fünf Großmächte.

nach oben
Ablass
Bedeutet den Gnadenakt, durch den die zeitlichen Sündenstrafen, nicht aber die Sünden selbst, ganz oder teilweise erlassen werden. Ursprünglich betraf dies die zeitlich befristeten Kirchenstrafen;  im Mittelalter entwickelte sich die Auffassung einer Verkürzung der Zeit im Fegefeuer. Für einen AblassBedeutet den Gnadenakt, durch den die zeitlichen Sündenstrafen, nicht aber die Sünden selbst, ganz oder teilweise erlassen werden. Ursprünglich betraf dies die zeitlich befristeten Kirchenstrafen;  im Mittelalter entwickelte sich die Auffassung einer Verkürzung der Zeit im Fegefeuer. Für einen Ablass sind bestimmte Bedingungen zu erfüllen, die beispielsweise das Verrichten bestimmter Gebete, Werke der Nächstenliebe oder eine Wallfahrt umfassen können. Ablässe nicht nur in ihren missbräuchlichen Formen (Ablasshandel) wurden von den Reformatoren scharf kritisiert. sind bestimmte Bedingungen zu erfüllen, die beispielsweise das Verrichten bestimmter Gebete, Werke der Nächstenliebe oder eine Wallfahrt umfassen können. Ablässe nicht nur in ihren missbräuchlichen Formen (Ablasshandel) wurden von den Reformatoren scharf kritisiert.

nach oben
Absolutismus
Lateinisch, bezeichnet die Staatsform, in der der Fürst die unbeschränkte Staatsgewalt ausübte. Der aufgeklärte AbsolutismusLateinisch, bezeichnet die Staatsform, in der der Fürst die unbeschränkte Staatsgewalt ausübte. Der aufgeklärte Absolutismus erkannte Wachstum und Wohlstand der Bevölkerung als Grundlage der Stärke des Staates. erkannte Wachstum und Wohlstand der Bevölkerung als Grundlage der Stärke des Staates.

nach oben
Abteufen
Bezeichnet im Bergbau die Herstellung eines Schachtes.

nach oben
Adjunkt
Französisch (Amtsgehilfe), bezeichnet in der Französischen Zeit im Rheinland den Vertreter und Gehilfen des Bürgermeisters (Maire).

nach oben
Agent
Lateinisch, Beauftragter niederen Ranges, in der Französischen Zeit Gemeindevorsteher.

nach oben
Agnaten
Lateinisch, Blutsverwandte gemeinsamer männlicher Abstammung.

nach oben
Ahlener Programm
Bezeichnung des am 3.2.1947 in Ahlen verabschiedeten Wirtschafts- und Sozialprogramms des Zonenausschusses der CDU in der britischen Besatzungszone.

nach oben
Ahnenerbe
Kurzform für" Verein Deutsches AhnenerbeKurzform für" Verein Deutsches Ahnenerbe" (AE). Die am 1.7.1935 durch Heinrich Himmler (1900-1945), Richard Walther Darré (1895-1953) und Herman Wirth (1885-1981) gegründete nationalsozialistische Forschungsgemeinschaft sollte sich ursprünglich dem Studium der germanischen Vorgeschichte und der deutschen Volkskunde widmen. Ab 1937 Erforschung des arischen Abstammungsmythos durch archäologische Ausgrabungen, Expeditionen, pseudohistorische Forschungen, Rassenkunde und naturwissenschaftliche Experimente. Während des Zweiten Weltkrieges war das Ahnenerbe am Raub von Kulturgütern aus besetzten Gebieten beteiligt und ließ in den Konzentrationslagern Menschenversuche durchführen. 1944 umfasste das als „Amt A“ in den Persönlichen Stab des Reichsführers-SS eingegliederte Ahnenerbe 40 Abteilungen." (AE). Die am 1.7.1935 durch Heinrich Himmler (1900-1945), Richard Walther Darré (1895-1953) und Herman Wirth (1885-1981) gegründete nationalsozialistische Forschungsgemeinschaft sollte sich ursprünglich dem Studium der germanischen Vorgeschichte und der deutschen Volkskunde widmen. Ab 1937 Erforschung des arischen Abstammungsmythos durch archäologische Ausgrabungen, Expeditionen, pseudohistorische Forschungen, Rassenkunde und naturwissenschaftliche Experimente. Während des Zweiten Weltkrieges war das AhnenerbeKurzform für" Verein Deutsches Ahnenerbe" (AE). Die am 1.7.1935 durch Heinrich Himmler (1900-1945), Richard Walther Darré (1895-1953) und Herman Wirth (1885-1981) gegründete nationalsozialistische Forschungsgemeinschaft sollte sich ursprünglich dem Studium der germanischen Vorgeschichte und der deutschen Volkskunde widmen. Ab 1937 Erforschung des arischen Abstammungsmythos durch archäologische Ausgrabungen, Expeditionen, pseudohistorische Forschungen, Rassenkunde und naturwissenschaftliche Experimente. Während des Zweiten Weltkrieges war das Ahnenerbe am Raub von Kulturgütern aus besetzten Gebieten beteiligt und ließ in den Konzentrationslagern Menschenversuche durchführen. 1944 umfasste das als „Amt A“ in den Persönlichen Stab des Reichsführers-SS eingegliederte Ahnenerbe 40 Abteilungen. am Raub von Kulturgütern aus besetzten Gebieten beteiligt und ließ in den Konzentrationslagern Menschenversuche durchführen. 1944 umfasste das als „Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. A“ in den Persönlichen Stab des Reichsführers-SS eingegliederte AhnenerbeKurzform für" Verein Deutsches Ahnenerbe" (AE). Die am 1.7.1935 durch Heinrich Himmler (1900-1945), Richard Walther Darré (1895-1953) und Herman Wirth (1885-1981) gegründete nationalsozialistische Forschungsgemeinschaft sollte sich ursprünglich dem Studium der germanischen Vorgeschichte und der deutschen Volkskunde widmen. Ab 1937 Erforschung des arischen Abstammungsmythos durch archäologische Ausgrabungen, Expeditionen, pseudohistorische Forschungen, Rassenkunde und naturwissenschaftliche Experimente. Während des Zweiten Weltkrieges war das Ahnenerbe am Raub von Kulturgütern aus besetzten Gebieten beteiligt und ließ in den Konzentrationslagern Menschenversuche durchführen. 1944 umfasste das als „Amt A“ in den Persönlichen Stab des Reichsführers-SS eingegliederte Ahnenerbe 40 Abteilungen. 40 Abteilungen.

nach oben
Albigenser
Bezeichnung für die Anhänger einer der größten religiösen Laienbewegungen des Mittelalters, benannt nach der südfranzösischen Stadt Albi, auch bekannt unter dem Namen „Katharer“ (die „Reinen“, von griechisch. katharós = rein; Ursprung des Wortes „Ketzer“). Die Bewegung war vom 12.-14. Jahrhundert vor allem in Südfrankreich, aber auch in Teilen Deutschlands, Spaniens und  Italiens verbreitet und vertrat eine dualistische Theologie und strenge Askese Im katholisch-theologischen Sinn bezeichnet Askese eine christliche Lebensführung, die in Nachfolge Christi zur Vollkommenheit strebt. Zu dieser Lebensführung gehören je nach Stand und Berufung auch asketische Übungen wie Fasten, Abstinenz von bestimmten Speisen, sexuelle Enthaltsamkeit, Einschränkung von Sozialkontakten, Schweigen, aber auch körperliche Bußübungen. Alle Weltreligionen und Hochkulturen kennen ähnliche Formen der Askese. . Die materielle Welt und die Leiblichkeit des Menschen wurden als böse angesehen und ebenso abgelehnt wie das Alte Testament, das als Zeugnis eines dem guten Gott entgegenstehenden bösen Schöpfergottes verstanden wurde.

nach oben
Alexianer
Im 13. Jahrhundert aus einer Laienbewegung hervorgegangener Orden,  der sich vornehmlich der Kranken- und Altenpflege sowie der Betreuung von Behinderten widmet. Im Mittelalter waren die AlexianerIm 13. Jahrhundert aus einer Laienbewegung hervorgegangener Orden,  der sich vornehmlich der Kranken- und Altenpflege sowie der Betreuung von Behinderten widmet. Im Mittelalter waren die Alexianer in Flandern, im Rheinland, in Straßburg, Hamburg und Braunschweig verbreitet. Der Orden ist benannt nach Alexius von Edessa (gestorben um 430 oder 417), und lebt nach der Regel des heiligen Augustinus. Heute ist der Orden in sieben Ländern, darunter Deutschland, vertreten. in Flandern, im Rheinland, in Straßburg, Hamburg und Braunschweig verbreitet. Der Orden ist benannt nach Alexius von Edessa (gestorben um 430 oder 417), und lebt nach der Regel des heiligen Augustinus. Heute ist der Orden in sieben Ländern, darunter Deutschland, vertreten.

nach oben
Algebra
Arabisch-romanisch, Teilgebiet der Mathematik, das sich mit Relationen und Mengen beschäftig, auf denen Operationen definiert sind, speziell die Lehre von Rechengesetzen (Algorithmen) in einer konkreten AlgebraArabisch-romanisch, Teilgebiet der Mathematik, das sich mit Relationen und Mengen beschäftig, auf denen Operationen definiert sind, speziell die Lehre von Rechengesetzen (Algorithmen) in einer konkreten Algebra (zum Beispiel boolschen Algebra, die nur die Werte 0 oder 1 kennt). (zum Beispiel boolschen AlgebraArabisch-romanisch, Teilgebiet der Mathematik, das sich mit Relationen und Mengen beschäftig, auf denen Operationen definiert sind, speziell die Lehre von Rechengesetzen (Algorithmen) in einer konkreten Algebra (zum Beispiel boolschen Algebra, die nur die Werte 0 oder 1 kennt)., die nur die Werte 0 oder 1 kennt).

nach oben
Alimente
Lateinisch (Nahrungsmittel), bezeichnet den Beitrag zum Unterhalt, meist aufgrund gesetzlicher Unterhaltspflicht, insbesondere des unehelichen Kindesvaters.

nach oben
Alldeutscher Verband
1891 anlässlich des Helgoland-Sansibar-Vertrages (1890) zur Stärkung des deutschen Nationalbewusstseins insbesondere im Ausland gegründet. Faktisch trat der Verband für eine expansive Kolonial- und Flottenpolitik, sowie den Ausschluss nationaler Minderheiten ein. Während der Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. verlor er zunehmend an Bedeutung und wurde schließlich 1939 aufgelöst.

nach oben
Allgemeine Deutsche Burschenschaft
Vor dem Hintergrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses gründeten Burschenschaften aus 14 Universitätsstädten im Jahre 1818 die Allgemeine Deutsche Burschenschaft Bezeichnung einer von ehemaligen Teilnehmern an den Befreiungskriegen gegründeten, sich ab 1815 an den deutschen Universitäten ausbreitenden studentischen Nationalbewegung. 1819 auf Grundlage der Karlsbader Beschlüsse verboten. . Ausgangspunkt war das 1817 ausgerichtete Wartburgfest, in dessen Anschluss man erste Ziele eines Zusammenschlusses formulierte. Diese gingen weit über das universitäre Leben hinaus; gefordert wurde die Einheit des „Vaterlandes“ und „Einheit, Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. aller Burschen untereinander und möglichste Gleichheit aller Rechte und Pflichten“. Die Karlsbader Beschlüsse Am 20.9.1819 in Kraft getretene Vereinbarungen zur Einschränkung des Vereins- und Versammlungsrechts, der Zensur sowie der Verfolgung nationaler und liberaler Vereinigungen und Personen in den Staaten des Deutschen Bundes. Sie waren eine Reaktion auf die Ermordung des russischen Generalkonsuls und Dichters August von Kotzebue (1761-1819) durch den Giessener Burschenschafter Karl Ludwig Sand im März 1819. Die Bestimmungen der Karlsbader Beschlüsse wurden erst am 2.4.1848 als Ergebnis der Märzrevolution aufgehoben. (1819) markierten das Ende der Bewegung.

nach oben
Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein
Abkürzung ADAV, gegründet am 23.5.1863 in Leipzig mit Ferdinand Lassalle (1825-1864) als erstem Präsidenten. Das sozialistische, national gefärbte Programm sollte auf friedlichem Wege, auf der Grundlage des bestehenden Staates zugunsten der Arbeiterinteressen verwirklicht werden. Beginn der proletarischen Bewegung in Deutschland. Auf dem Gothaer Vereinigungsparteitag vom 22.-27.5.1875 Zusammenschluss mit der 1869 in Eisenach gegründeten "Sozialdemokratischen Arbeiterpartei" (SDAP) zur "Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands", die seit 1890 offiziell "Sozialdemokratische Partei DeutschlandsAbkürzung SPD, gegründet 1869 in Eisenach als Sozialdemokratische Arbeiterpartei, zweite Arbeiterpartei in Deutschland nach dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) von 1863. Zusammenschluss beider Parteien auf dem Gothaer Einigungsparteitag 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, die seit 1891 Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt.  " (SPD) heißt.

nach oben
Allgemeiner Studentenausschuss oder Studierendenausschuss
Abkürzung AStA, bezeichnet das Vertretungsorgan der Studentenschaft einer Hochschule; er wird in der Regel jährlich vom Studenten- oder Studierendenparlament gewählt.

nach oben
Alliierte Hohe Kommission
High Commission for Germany, Abkürzung AHK oder HICOG, oberstes Kontrollorgan der drei Westmächte (USA, Großbritannien und Frankreich), das gebildet wurde durch das Drei-Mächte-Abkommen vom 8.4.1949 für die Bundesrepublik Deutschland und die Westsektoren von Berlin (Satzung vom 20.4.1949). Die AHK oder HICOG nahm ihre Tätigkeit im September 1949 nach der ersten Bundestagswahl und der Errichtung der Bundesorgane auf. Sitz war das Hotel Petersberg bei Bonn. Bis zum 5.5.1955 hat die Alliierte Hohe Kommission High Commission for Germany, Abkürzung AHK oder HICOG, oberstes Kontrollorgan der drei Westmächte (USA, Großbritannien und Frankreich), das gebildet wurde durch das Drei-Mächte-Abkommen vom 8.4.1949 für die Bundesrepublik Deutschland und die Westsektoren von Berlin (Satzung vom 20.4.1949). Die AHK oder HICOG nahm ihre Tätigkeit im September 1949 nach der ersten Bundestagswahl und der Errichtung der Bundesorgane auf. Sitz war das Hotel Petersberg bei Bonn. Bis zum 5.5.1955 hat die Alliierte Hohe Kommission insbesondere die Tätigkeit der Organe der Bundesrepublik Deutschland  und deren Länder überwacht, ferner die den Alliierten vorbehaltenen Rechte in ihren Besatzungszonen (Demokratisierung, Entnazifizierung, Demontage, Demilitarisierung, Dekartellisierung, Außenpolitik) durch Gesetze, Direktiven und Verordnungen als Nachfolger der drei westlichen Militärregierungen in Deutschland.   insbesondere die Tätigkeit der Organe der Bundesrepublik Deutschland  und deren Länder überwacht, ferner die den Alliierten vorbehaltenen Rechte in ihren Besatzungszonen (Demokratisierung, EntnazifizierungAuf Grundlage des Potsdamer Abkommens 1945 beschlossene Maßnahmen der alliierten Besatzungsmächte zur Entfernung ehemaliger Nationalsozialisten aus einflussreichen Stellungen und Ausschaltung nationalsozialistischer Einflüsse auf die deutsche Bevölkerung, Kultur, Politik, Wirtschaft und Presse. In den einzelnen Besatzungszonen wurde die Umsetzung mit unterschiedlicher Intensität durchgeführt. In den drei Westzonen wurden ab 1946 entsprechende Gesetze erlassen, welche die Betroffenen in fünf Kategorien einteilten: Hauptschuldige, Belastete, Minderbelastete, Mitläufer und Entlastete. Für die Entnazifizierung zuständig waren verhandelnde Spruchkammern, die als Strafen unter anderem Haft, Berufsverbot, Amtsenthebung und Geldbußen verhängten. In der sowjetischen Zone führten Entnazifizierungskommissionen das Verfahren. Endgültig abgeschlossen wurde die Entnazifizierung mit dem am 1.7.1951 in Kraft getretenen Entnazifizierungsschlussgesetz. , Demontage Französisch, Abbau, besonders von Maschinen- und Industrieanlagen und insbesondere deren Abtransport ins Ausland zur Wiedergutmachung von Kriegsschäden. Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg von den Siegermächten gegen Deutschland angewandt. , Demilitarisierung, Dekartellisierung, Außenpolitik) durch Gesetze, Direktiven und Verordnungen als Nachfolger der drei westlichen Militärregierungen in Deutschland.
 

nach oben
Alliierte Militärregierung
Nach der deutschen Kapitulation am 8.5.1945 übten die vier Siegermächte USA, UdSSR auch Sowjetunion (SU), Abkürzung für Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die ein sozialistisch und zentralistisch regierter Staatenbund war und sich in der Zeit zwischen 1922 und 1991 über weite Gebiete Osteuropas, des Kaukasus, Sibiriens sowie Nord- und Zentralasiens erstreckte. Nach dem russischen Bürgerkrieg (1917-1920), den die Bolschewiki mit ihrem Vorsitzenden W. I. Lenin für sich entschieden hatten, wurde die UdSSR am 30. Dezember 1922 ausgerufen. Als Lenin 1924 starb, folgte ihm Josef Stalin als neuer Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), die Nachfolger-Partei der Bolschewiki. Stalin sicherte seine Stellung durch Terror und sogenannte “Säuberungen”. Wirtschaftlich führte er Kollektivierungen in dem stark agrarisch geprägten Land durch. Im Zweiten Weltkrieg konnte sich die Sowjetunion Teile Polens und Finnlands sowie die baltischen Staaten aneignen. 1941 griff das “Dritte Reich” die Sowjetunion an, was den sowjetischen Anschluss an die westlichen Alliierten zur Folge hatte. Nach der sowjetischen Besetzung der östlichen und der Alliiertenbesetzung der westlichen deutschen Gebiete, entstanden in den ersten Nachkriegsjahren zwei deutsche Staaten, die den Ost-West-Konflikt verdeutlichten und den Beginn des Kalten Krieges markierten. Die Sowjetunion schafft sich darauffolgend Satellitenstaaten in Osteuropa. Stalin stirbt 1953, sein Nachfolger wird Nikita Chruschtschow, mit dessen Amtszeit man eine leichte Abwendung vom Stalinismus und ein “Tauwetter” verbindet. Dennoch wurden Aufstände in den Satellitenstaaten blutig niedergeschlagen. Den Höhepunkt des Kalten Kriegs bildet die Kuba-Krise 1962. 1964 ersetzte Leonid Breshnew Chruschtschow. Mit der “Вreshnew-Doktrin” wurde die Souveränität der Satellitenstaaten eingeschränkt und damit die gewaltsamen Eingriffe aus Moskau gerechtfertigt, so auch 1968 im Prager Frühling oder 1979 in Afghanistan. 1985 wurde Michail Gorbatschow erster Generalsekretär der KPdSU und führte wegen der sich verschlechternden sozialen und wirtschaftlichen Situation Reformen wie Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umbau) ein. Außenpolitisch setzte er auf Abrüstung und Deeskalation. Bis Anfang der 1990er Jahre bekam die Moskauer Führung die prekäre Situation in den nun nach nationaler Souveränität rufenden Satellitenstaaten nicht unter Kontrolle, was 1990 zur Unabhängigkeitserklärung der baltischen Staaten führte. Dem Staatskomitee für den Ausnahmezustand, das aus hohen KPdSU-Funktionären bestand, gingen die Reformen Gorbatschows zu weit und versuchte deswegen im August 1991 mithilfe des Militärs einen Putsch durchzuführen. Dieser scheiterte an dem Widerstand der Bevölkerung, der von Boris Jelzin geleitet wurde. Nach dem Putsch löste sich die Sowjetunion endgültig auf, was im Alma-Ata-Beschluss vom 31. Dezember 1991 bestätigt wurde. Die Rechtsnachfolge der Sowjetunion war die Russische Föderation mit Boris Jelzin als ersten Präsidenten. Einige Nachfolgestaaten der Sowjetunion wurden Teil der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), die einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsraum darstellt. , Großbritannien und Frankreich die gesamte Staatsgewalt im besetzten Deutschland aus. Nach der ersten Bundestagswahl und der Errichtung der Bundesorgane stellte die allierte Militärregierung am 2(1)9.1949 ihre Arbeit ein. Ihre Nachfolge trat die Alliierte Hohe Kommission High Commission for Germany, Abkürzung AHK oder HICOG, oberstes Kontrollorgan der drei Westmächte (USA, Großbritannien und Frankreich), das gebildet wurde durch das Drei-Mächte-Abkommen vom 8.4.1949 für die Bundesrepublik Deutschland und die Westsektoren von Berlin (Satzung vom 20.4.1949). Die AHK oder HICOG nahm ihre Tätigkeit im September 1949 nach der ersten Bundestagswahl und der Errichtung der Bundesorgane auf. Sitz war das Hotel Petersberg bei Bonn. Bis zum 5.5.1955 hat die Alliierte Hohe Kommission insbesondere die Tätigkeit der Organe der Bundesrepublik Deutschland  und deren Länder überwacht, ferner die den Alliierten vorbehaltenen Rechte in ihren Besatzungszonen (Demokratisierung, Entnazifizierung, Demontage, Demilitarisierung, Dekartellisierung, Außenpolitik) durch Gesetze, Direktiven und Verordnungen als Nachfolger der drei westlichen Militärregierungen in Deutschland.   (High Commission for Germany, abgekürzt HICOG) an.

nach oben
Allod
Lateinisch, freies, vererbbares Eigentum.

nach oben
Alma Mater
Lateinisch (nährende Mutter),  Bezeichnung für Hochschulen und Universitäten als Vermittlungsanstalten von Bildung und Wissen. In der Antike Beiname römischer Göttinnen.

nach oben
Amerikanischer Bürgerkrieg
In der auch als Sezessionskrieg bekannten Auseinandersetzung kämpften von 1861 bis 1865 die in der Konföderation zusammengeschlossenen 11  Südstaaten gegen die in der Union verbliebenen Nordstaaten. Im Mittelpunkt des Krieges standen die Frage der Abschaffung der Skalverei sowie die Frage nach dem Erhalt der staatlichen Einheit der Vereinigten Staaten. Wirtschaftliche Unterschiede zwischen dem Süden und Norden verschärften den Konflikt zusätzlich, der mit der Beschießung Fort Sumters am 12.4.1861 durch die Konföderierten begann. Die Kapitulation der Nord-Virginia-Armee unter General Robert E. Lee (1807-1870) am 9.4.1865 gilt als Ende des Krieges.

nach oben
Amt
(1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft.

nach oben
Amtshof
Haupthof (Oberhof) einer größeren Grundherrschaft, von dem aus eine Gruppe von Unterhöfen verwaltet wurde, Sitz eines Amtsmeiers, Schulten oder Vogtes.

nach oben
Analysis
Teilgebiet der Mathematik, auch Infinitesimalrechnung genannt; beschäftig sich mit Grenzwerten von Reihen, Folgen und Funktionen; wesentliche Teilgebiete sind die Differential und Integralrechnung.

nach oben
Ancien Régime
Der französische Begriff bedeutet "alte Regierungsform" und bezeichnet das politische und soziale System in Frankreich vor der Revolution von 1789 beziehungsweise in ganz Europa vor den 1792 einsetzenden Koalitionskriegen.

nach oben
Annexkirche
Zu einer Pfarrkirche gehörige Nebenkirche, selten als Anbau an diese. Meist war eine Annexkirche Zu einer Pfarrkirche gehörige Nebenkirche, selten als Anbau an diese. Meist war eine Annexkirche früher selbständige Pfarr- oder Klosterkirche. früher selbständige Pfarr- oder Klosterkirche.

nach oben
Annotationen
Lateinisch, Beifügungen, Anmerkungen.

nach oben
Annulierung
Lateinisch, Aufhebung, für ungültig, für nichtig erklären, im katholischen Kirchenrecht auch Nichtigkeitserklärung einer Ehe.

nach oben
Anthropologie
Etymologisch von anthropos (griechisch Mensch) und logos (griechisch Rede, auch im Hinblick auf ihren Gehalt) bezeichnet die Anthropologie Etymologisch von anthropos (griechisch Mensch) und logos (griechisch Rede, auch im Hinblick auf ihren Gehalt) bezeichnet die Anthropologie die Lehre vom Menschen. die Lehre vom Menschen.

nach oben
Anthroposophie
Etymologisch von anthropos (griechisch Mensch) und sophia (Weisheit) bezeichnet die Anthroposophie Etymologisch von anthropos (griechisch Mensch) und sophia (Weisheit) bezeichnet die Anthroposophie eine von Rudolf Steiner (1861-1925) entwickelte, auf theosophischen Ideen basierende Weltanschauung. Ziel ist, mit Hilfe gezielter Persönlichkeitsentwicklung zwischen Mensch und spiritueller Welt erneuten Kontakt herzustellen. eine von Rudolf Steiner (1861-1925) entwickelte, auf theosophischen Ideen basierende Weltanschauung. Ziel ist, mit Hilfe gezielter Persönlichkeitsentwicklung zwischen Mensch und spiritueller Welt erneuten Kontakt herzustellen.

nach oben
Anthropozentrisch
Von griechisch anthropos (Mensch, Mann), bezeichnet alle Weltbilder, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

nach oben
Antimonopolgesetzgebung
Gesetze zur Verhinderung des Missbrauchs von Monopolen und der damit verbundenen Störung des Wirtschaftslebens.

nach oben
Antiposivitismus
siehe Positivismus

nach oben
Antisemitismus
Griechisch-neulateinisch, (1) Abneigung oder Feindschaft gegenüber den Juden, (2) politische Bewegung mit ausgeprägten judenfeindlichen Tendenzen. Den Begriff Antisemitismus Griechisch-neulateinisch, (1) Abneigung oder Feindschaft gegenüber den Juden, (2) politische Bewegung mit ausgeprägten judenfeindlichen Tendenzen. Den Begriff Antisemitismus prägte 1879 der deutsche Publizist Wilhelm Marr (1818-1904). prägte 1879 der deutsche Publizist Wilhelm Marr (1818-1904).

nach oben
Antistaufisch
Gegen die Herrschaft des schwäbischen Geschlechts der StauferSchwäbisches Adelsschlecht, das von Konrad III. (Regierungszeit 1138-1152) bis Konrad IV. (Regierungszeit 1250-1254) deutsche Könige und Kaiser stellte. , das von 1138 bis 1250 die römisch-deutschen Könige beziehungsweise Kaiser stellte, gerichtete Politik.

nach oben
Antoniter
Der Antoniter Der Antoniter-Orden war ein Hospital-Orden und wurde 1095 als Laienbruderschaft in Südfrankreich gegründet und noch im selben Jahr von Papst Urban II. (Pontifikat 1088-1099) bestätigt. Namenspatron ist der erste christliche Mönch Antonius der Großen (251? - 356). Ihm oblag die Pflege und Behandlung am Antoniusfeuer erkrankter Personen. -Orden war ein Hospital-Orden und wurde 1095 als Laienbruderschaft in Südfrankreich gegründet und noch im selben Jahr von Papst Urban II. (Pontifikat 1088-1099) bestätigt. Namenspatron ist der erste christliche Mönch Antonius der Großen (251? - 356). Ihm oblag die Pflege und Behandlung am Antoniusfeuer erkrankter Personen.

nach oben
Antoniterpräzepturei
Niederlassung des Antoniterordens, direkt dem Mutterhaus in Frankreich unterstehend. Die Organisation des in der Krankenpflege tätigen Ordens orientierte sich an den Ritterorden. Die Antoniter Der Antoniter-Orden war ein Hospital-Orden und wurde 1095 als Laienbruderschaft in Südfrankreich gegründet und noch im selben Jahr von Papst Urban II. (Pontifikat 1088-1099) bestätigt. Namenspatron ist der erste christliche Mönch Antonius der Großen (251? - 356). Ihm oblag die Pflege und Behandlung am Antoniusfeuer erkrankter Personen. entstanden als Laienbruderschaft um 1059 und wurden im 13. Jahrhundert  zunächst zum Orden nach der Augustinusregel und schließlich zu Regularkanonikern. Sie widmeten sich hauptsächlich den am Antoniusfeuer Erkrankten. Zum Niedergang des Ordens trugen finanzielle Probleme und die durch die Entdeckung des Mutterkornpilzes sinkenden Erkrankungsfälle bei. Die noch verbliebenen Niederlassungen wurden 1776/1777 in den Malteserorden eingegliedert, zwei verbliebene Häuser in Köln und Höchst 1803 säkularisiert.

nach oben
Antoniusorden
Gegründet 1420/1435 von Herzog Adolf I. von Kleve. Der Orden, eine Art ritterlicher Gebetsverbrüderung, bestand bis 1483. Er war weniger bedeutend als der 1445 gegründete Hubertus-Ritterorden des Herzogs von Jülich.

nach oben
Apostolischer Administrator
Verwalter eines Teiles eines bestehenden Bistums, bei sehr  schwerwiegenden Gründen auch des gesamten Bistums, mit stellvertretender ordentlicher Gewalt. Der Apostolische Administrator kann auch für einen bestimmten Personenkreis statt für ein Territorium zuständig sein. Wird er als Verwalter des gesamten Bistums eingesetzt, hat er die Rechtsstellung eines Oberhirten. Je nachdem ob er als ständiger Verwalter oder auf Zeit berufen wird, hat er die Rechte eines regierenden Bischofs oder eines Kapitelvikars. Wird ein Apostolischer AdministratorVerwalter eines Teiles eines bestehenden Bistums, bei sehr  schwerwiegenden Gründen auch des gesamten Bistums, mit stellvertretender ordentlicher Gewalt. Der Apostolische Administrator kann auch für einen bestimmten Personenkreis statt für ein Territorium zuständig sein. Wird er als Verwalter des gesamten Bistums eingesetzt, hat er die Rechtsstellung eines Oberhirten. Je nachdem ob er als ständiger Verwalter oder auf Zeit berufen wird, hat er die Rechte eines regierenden Bischofs oder eines Kapitelvikars. Wird ein Apostolischer Administrator eingesetzt, obwohl es einen Bischof im Bistum gibt, ruht die Oberhirtengewalt des Bischofs und seines Generalvikars. eingesetzt, obwohl es einen Bischof im Bistum gibt, ruht die Oberhirtengewalt des Bischofs und seines Generalvikars.

nach oben
Apostolischer Nuntius
Päpstlicher Gesandter im Rang eines Botschafters, der sowohl für die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat, in den er entsandt ist, als auch die Aufsicht und Berichterstattung  über die kirchlichen Verhältnisse in einem bestimmten Gebiet zuständig ist. Ein Nuntius erhält oft bestimmte Absolutions- und Dispensvollmachten, kann aber nicht eigenmächtig in kirchliche Angelegenheiten eines Gebietes eingreifen.

nach oben
Apostolischer Protonotar
Protonotare waren ursprünglich die sieben Notare, die an der römischen Kurie wichtige Akten des Apostolischen Stuhles ausfertigen und beglaubigen. Außerdem gibt es  Protonotare, die nur den Titel tragen und damit verbundene meist liturgische Privilegien genießen.

nach oben
Apostolischer Stuhl
nach oben
Appellation
Lateinisch, Berufung, bezeichnet das Rechtsmittel, wodurch ein Urteil einer unteren vor eine höhere Instanz gebracht wird.

nach oben
Approbation
Lateinisch, staatliche Erlaubnis zur Berufsausübung für alle ärztlichen und therapeutischen Berufe sowie für Apotheker.

nach oben
Apsis
Mehrzahl Absiden, griechisch, das Angefügte, Wölbung, seit der römischen Antike halbkbreisförmiger, mit Halbkugeln überwölbter Raum als Abschluss eines Hauptgebäudes, übernommen von der christlichen Kirchenbaukunst als Abschluss des Chores (Hauptapsis) oder der Arme des Querhauses (Nebenapsis), Aufstellungsort des Altars.

nach oben
Arbeiter- und Soldatenrat
Bezeichnung für die von Arbeitern und Soldaten zur revolutionären Übernahme der Staatsleitung gewählten Vertretungen, in Deutschland während der Novemberrevolution Bezeichnung für die Beseitigung der Monarchien in Deutschland und Österreich im November 1918. Im Deutschen Reich begannen die revolutionären Ereignisse mit einer Meuterei von Matrosen der kaiserlichen Marine in Kiel und griffen in der Folge auf das gesamte Reichsgebiet über. Kaiser Wilhelm II. (Regentschaft ab 1888) ging ins Exil, an die Stelle der Monarchie trat nach gewaltsamen Auseinandersetzungen die Weimarer Republik. 1918. Nach der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19.1.1919 verloren die Arbeiter- und Soldatenräte an Einfluss und büßten mit der Verabschiedung der Weimarer Verfassung ihre Legitimation ein. Im Spätherbst 1919 hatten sich alle Arrbeiterräte aufgelöst.

nach oben
Arbeiterassoziation
Die Internationale Arbeiterassoziation Die Internationale Arbeiterassoziation (IAA) – auch Erste Internationale genannt – wurde am 28.9.1864 in London gegründet. Der Anstoß war von englischen und französischen Arbeitervertretern ausgegangen. 1876 wurde die Erste Internationale, inzwischen nach New York verlegt, aufgelöst. (IAA) – auch Erste InternationaleAuch Internationale Arbeiterassoziation (IAA), 1864 in London gegründeter Zusammenschluss internationaler Arbeitergesellschaften zur Emanzipation der Arbeiter. Aufgrund von Streitigkeiten um die Form der Organisation der Arbeiterparteien zwischen Karl Marx (zentralistische Führung durch die Internationale) und Michail Bakunin (herrschaftslose Organisation) kam es 1872 auf dem Den Haager Kongress zur Spaltung in eine Antiautoritäre Internationale und die IAA. Beide Arbeiterinternationalen blieben faktisch ohne großen politischen Einfluss, 1876 löste sich die IAA, im folgenden Jahr die Antiautoritäre Internationale auf. genannt – wurde am 28.9.1864 in London gegründet. Der Anstoß war von englischen und französischen Arbeitervertretern ausgegangen. 1876 wurde die Erste InternationaleAuch Internationale Arbeiterassoziation (IAA), 1864 in London gegründeter Zusammenschluss internationaler Arbeitergesellschaften zur Emanzipation der Arbeiter. Aufgrund von Streitigkeiten um die Form der Organisation der Arbeiterparteien zwischen Karl Marx (zentralistische Führung durch die Internationale) und Michail Bakunin (herrschaftslose Organisation) kam es 1872 auf dem Den Haager Kongress zur Spaltung in eine Antiautoritäre Internationale und die IAA. Beide Arbeiterinternationalen blieben faktisch ohne großen politischen Einfluss, 1876 löste sich die IAA, im folgenden Jahr die Antiautoritäre Internationale auf., inzwischen nach New York verlegt, aufgelöst.

nach oben
Archicapellanus
Lateinisch (Erzkaplan), Leiter des Urkundenwesens der fränkischen Hofkapelle. Königliche Schreiben und Urkunden wurden von Hofgeistlichen verfasst und beurkundet. Die Leitung des Urkundenwesens wurde 856 von Ludwig dem Deutschen dem Archicapellanus Lateinisch (Erzkaplan), Leiter des Urkundenwesens der fränkischen Hofkapelle. Königliche Schreiben und Urkunden wurden von Hofgeistlichen verfasst und beurkundet. Die Leitung des Urkundenwesens wurde 856 von Ludwig dem Deutschen dem Archicapellanus unterstellt. Das Amt hatte später der jeweilige Erzbischof von Mainz inne. Seit Mitte des 11. Jahrhunderts wurde nicht mehr vom Erzkapellanus gesprochen, sondern vom Erzkanzler. unterstellt. Das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. hatte später der jeweilige Erzbischof von Mainz inne. Seit Mitte des 11. Jahrhunderts wurde nicht mehr vom Erzkapellanus gesprochen, sondern vom Erzkanzler.

nach oben
Archidiakonat
Unterbezirk einer Diözese, in dem von einem Archidiakon bestimmte kirchliche Verwaltungsaufgaben, Aufsichtsbefugnisse und richterliche Funktionen wahrgenommen wurden (Pfarrinvestitur, Visitation, Sendgericht).

nach oben
Arianismus/arianisch
Eine der bedeutensten häretischen Bewegungen, entstanden im 4. Jahrhundert, auf den alexandrinischen Priester Areios oder Arius zurückgehend. Der Arianismus steht im Widerspruch zur Trinitätslehre: Gott Sohn wird in den verschiedenen Strömungen des Arianismus als herausragendes Geschöpf Gottes oder als gottähnlich gesehen, wohingegen der Trinitätsglaube bedeutet, dass der Sohn Teil der Dreifaltigkeit und damit nicht nur wesensähnlich, sondern wesensgleich mit Gott dem Vater ist. Mehrere Synoden und schließlich das Konzil von Nicäa 325 verurteilten den Arianismus als Irrlehre. Mit dem Ersten Konzil von Konstantiopel im Jahr 381 beendete Kaiser Theodosius I. (Regierungszeit 379-395) den Arianismusstreit durch die Neuformulierung des nicäanischen Glaubensbekenntnisses. Ende des 4. Jahrhunderts war der Arianismus weitgehend zurückgedrängt, lebte aber noch mehrere Jahrhunderte bei einigen germanischen Stämmen fort.

nach oben
Ariernachweis
Von den Nationalsozialisten seit April 1933 für Beamte und öffentlich Bedienstete, ab 1935 für alle deutschen Bürger vorgeschriebener Nachweis der "arischen" Abstammung durch urkundlich beglaubigte Ahnentafeln. Der "große Ariernachweis Von den Nationalsozialisten seit April 1933 für Beamte und öffentlich Bedienstete, ab 1935 für alle deutschen Bürger vorgeschriebener Nachweis der "arischen" Abstammung durch urkundlich beglaubigte Ahnentafeln. Der "große Ariernachweis“ reichte bis zum Jahr 1800 zurück und wurde für den Eintritt in die  NSDAP und ihre Gliederungen (für die SS bis zum Jahr 1750) verlangt, ansonsten genügte der „kleine Ariernachweis“ bis zu den Großeltern. “ reichte bis zum Jahr 1800 zurück und wurde für den Eintritt in die  NSDAP und ihre Gliederungen (für die SS bis zum Jahr 1750) verlangt, ansonsten genügte der „kleine Ariernachweis Von den Nationalsozialisten seit April 1933 für Beamte und öffentlich Bedienstete, ab 1935 für alle deutschen Bürger vorgeschriebener Nachweis der "arischen" Abstammung durch urkundlich beglaubigte Ahnentafeln. Der "große Ariernachweis“ reichte bis zum Jahr 1800 zurück und wurde für den Eintritt in die  NSDAP und ihre Gliederungen (für die SS bis zum Jahr 1750) verlangt, ansonsten genügte der „kleine Ariernachweis“ bis zu den Großeltern. “ bis zu den Großeltern.

nach oben
Arisierung
NS-Bezeichnung für verschiedene Maßnahmen zur Entferung der Juden aus dem Wirtschafts- und Berufsleben während des "Dritten Reiches". Neben Enteignungen und Zwangsverkäufen jüdischen Eigentums an den Staat zu Niedrigstpreisen und Weiterverkauf an "Arier" wurden die Juden aus ihren Berufen verdrängt und hatten keinen Zugriff mehr auf eigenes Vermögen. Bereits seit 1933 (Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums) wurden Juden aus dem öffentlichen Dienst ausgeschlossen, ab 1937/1938 wurden die Zulassungs- und Berufsverbote massiv ausgeweitet. Den Novemberpogromen 1938 folgten radikale Maßnahmen mit dem Ziel einer entschädigungslosen staatlichen Zwangsenteignung jüdischer Unternehmen. Zum 1.1.1939 wurde die Ausübung praktisch aller Berufe verboten; Juden verloren bei Entlassung jeglichen Anspruch auf Rente, Pension und Versicherung. Wertpapiere und Wertgegenstände mussten bei staatlichen Stellen abgegeben, Patente und Grundeigentum verkauft werden. Den Abschluss der ArisierungNS-Bezeichnung für verschiedene Maßnahmen zur Entferung der Juden aus dem Wirtschafts- und Berufsleben während des "Dritten Reiches". Neben Enteignungen und Zwangsverkäufen jüdischen Eigentums an den Staat zu Niedrigstpreisen und Weiterverkauf an "Arier" wurden die Juden aus ihren Berufen verdrängt und hatten keinen Zugriff mehr auf eigenes Vermögen. Bereits seit 1933 (Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums) wurden Juden aus dem öffentlichen Dienst ausgeschlossen, ab 1937/1938 wurden die Zulassungs- und Berufsverbote massiv ausgeweitet. Den Novemberpogromen 1938 folgten radikale Maßnahmen mit dem Ziel einer entschädigungslosen staatlichen Zwangsenteignung jüdischer Unternehmen. Zum 1.1.1939 wurde die Ausübung praktisch aller Berufe verboten; Juden verloren bei Entlassung jeglichen Anspruch auf Rente, Pension und Versicherung. Wertpapiere und Wertgegenstände mussten bei staatlichen Stellen abgegeben, Patente und Grundeigentum verkauft werden. Den Abschluss der Arisierung bildeten die 11. und 13. Verordnung zum Reichsbürgergesetz, nach denen ab 1941 das gesamte Vermögen getöteter oder deportierter Juden dem Staat zufiel. bildeten die 11. und 13. Verordnung zum Reichsbürgergesetz, nach denen ab 1941 das gesamte Vermögen getöteter oder deportierter Juden dem Staat zufiel.

nach oben
Arisierungspolitik
siehe ArisierungNS-Bezeichnung für verschiedene Maßnahmen zur Entferung der Juden aus dem Wirtschafts- und Berufsleben während des "Dritten Reiches". Neben Enteignungen und Zwangsverkäufen jüdischen Eigentums an den Staat zu Niedrigstpreisen und Weiterverkauf an "Arier" wurden die Juden aus ihren Berufen verdrängt und hatten keinen Zugriff mehr auf eigenes Vermögen. Bereits seit 1933 (Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums) wurden Juden aus dem öffentlichen Dienst ausgeschlossen, ab 1937/1938 wurden die Zulassungs- und Berufsverbote massiv ausgeweitet. Den Novemberpogromen 1938 folgten radikale Maßnahmen mit dem Ziel einer entschädigungslosen staatlichen Zwangsenteignung jüdischer Unternehmen. Zum 1.1.1939 wurde die Ausübung praktisch aller Berufe verboten; Juden verloren bei Entlassung jeglichen Anspruch auf Rente, Pension und Versicherung. Wertpapiere und Wertgegenstände mussten bei staatlichen Stellen abgegeben, Patente und Grundeigentum verkauft werden. Den Abschluss der Arisierung bildeten die 11. und 13. Verordnung zum Reichsbürgergesetz, nach denen ab 1941 das gesamte Vermögen getöteter oder deportierter Juden dem Staat zufiel.

nach oben
Armagnackengefahr
Bezeichnet die Bedrohung, Eroberung und Plünderung oberrheinischer Gebiete durch französische Söldnertruppen. Die während des Bürgerkrieges 1410-1435 durch Graf Bernard VII. von Armagnac angeheuerten großen Heerhaufen stellten sich nach Beendigung des Konflikts in den Dienst des französischen Königs (Hundertjähriger Krieg). Aufgrund von Versorgungsengpässen zogen die Armagnaken häufig plündernd durchs Land und verbreiteten Schrecken unter der Bevölkerung. Als Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit 14bbb) 1444 Truppen zur Unterwerfung der Schweizer Eidgenossen benötigte, sandte ihm Karl VII. von Frankreich die Armagnaken an den Rhein, mit dem Hintergedanken, das Elsass und Lothringen in seine Gewalt bringen zu können. Nach der Niederlage in der Schlacht von St. Jakobs vor Basel zogen die Armagnaken bis 1445 plündernd durch die Pfalz, das Elsass und Lothringen. 1445 wurden Teile der Armagnaken in das neue französische Heer übernommen, der Rest löste sich auf.

nach oben
Arme-Brüder des heiligen Franziskus
Auch "Arme Brüder vom heiligen Franziskus Seraphikus“ genannt, eine 1857 von dem Lehrer Johannes Höver (1816-1864) gegründete Ordensgemeinschaft, die zum regulierten Dritten Orden der Franziskanischen Familie gezählt wird. Das Mutterhaus befand sich zunächst in Bleyerheide (Holland) und wurde dann nach Aachen verlegt. Der Orden ist vornehmlich in der sozial-karitativen Arbeit tätig, zunächst in der Fürsorge für Arme, Kranke und Wohnungslose sowie der Sorge für Lehrlinge und Jugendliche, heute vorrangig in der Alten- und Wohnungslosenhilfe.

nach oben
Arnulfinger
Als Arnulfinger Als Arnulfinger werden die Nachkommen Bischof Arnulfs von Metz (582-641) bezeichnet, die gleichzeitig Vorfahren der Karolinger (bis auf Karl Martell) waren. Metz war seit dem 8. Jahrhundert Zentrum der Verehrung des heiligen Arnulf, der zum "Spitzenahn" der Karolinger wurde, nachdem sie die Königsherrschaft erlangt hatten. werden die Nachkommen Bischof Arnulfs von Metz (582-641) bezeichnet, die gleichzeitig Vorfahren der Karolinger (bis auf Karl Martell) waren. Metz war seit dem 8. Jahrhundert Zentrum der Verehrung des heiligen Arnulf, der zum "Spitzenahn" der Karolinger wurde, nachdem sie die Königsherrschaft erlangt hatten.

nach oben
Arrondissement
In Frankreich 1800 eingeführte Verwaltungseinheit, die in etwa dem Regierungsbezirk entspricht. Sie umfasst mehrere Kantone und ist eine Untergliederung der Departements. An der Spitze des Arrondissements steht ein Unterpräfekt.

nach oben
Artes
Lateinisch, Septem ArtesLateinisch, Septem Artes liberales (Sieben Freie Künste) bezeichnet den in der Antike entstandenen Fächerkanon aus Grammatik, Dialektik, Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Das trivium (Grammatik, Dialektik, Rhetorik) entsprach einer Art Grundstudium und endete mit Verleihung des Bakkalaureus, gefolgt vom weiterführenden quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie) an dessen Ende der akademische Grad des Magisters stand. liberales (Sieben Freie Künste) bezeichnet den in der Antike entstandenen Fächerkanon aus Grammatik, Dialektik Griechisch, Kunst der Beweisführung, (1) eine Methode des Erkenntnisgewinns über Frage und Antwort, oder (2) bei Hegel (1770-1831)  ein Erkenntnisprozess, in dem aus der Bildung einet Position automatisch auch ihr Gegenteil folgt. Beide werden dann in der Synthese zu einer neuen Einheit zusammengeführt, die beide Positionen in sich enthält. , Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Das trivium (Grammatik, Dialektik Griechisch, Kunst der Beweisführung, (1) eine Methode des Erkenntnisgewinns über Frage und Antwort, oder (2) bei Hegel (1770-1831)  ein Erkenntnisprozess, in dem aus der Bildung einet Position automatisch auch ihr Gegenteil folgt. Beide werden dann in der Synthese zu einer neuen Einheit zusammengeführt, die beide Positionen in sich enthält. , Rhetorik) entsprach einer Art Grundstudium und endete mit Verleihung des Bakkalaureus Auch Baccalarius, Bakkalaureat, mittellateinisch, ursprünglich der unverheiratete Vasall, später Junggeselle, seit dem 13. Jahrhundert Kleriker, der den ersten Studiengang abgeschlossen hat, später allgemein Bezeichnung für den untersten akademischen Grad . , gefolgt vom weiterführenden quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie) an dessen Ende der akademische Grad des Magisters stand.

nach oben
Artistenfakultät
Als Vorläufer der geisteswissenschaftlichen und mathematischen Universitätsfakultäten wurden an mittelalterlichen Universitäten in der Artistenfakultät Als Vorläufer der geisteswissenschaftlichen und mathematischen Universitätsfakultäten wurden an mittelalterlichen Universitäten in der Artistenfakultät die Septem Artes gelehrt. Der Abschluss des Studiums an der Artistenfakultät (Magister) war Voraussetzung für das Studium in den drei oberen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin. Bis zum 18. Jahrhundert entstand an den Universitäten aus der Artistenfakultät die Philosophische Fakultät. die Septem ArtesLateinisch, Septem Artes liberales (Sieben Freie Künste) bezeichnet den in der Antike entstandenen Fächerkanon aus Grammatik, Dialektik, Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Das trivium (Grammatik, Dialektik, Rhetorik) entsprach einer Art Grundstudium und endete mit Verleihung des Bakkalaureus, gefolgt vom weiterführenden quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie) an dessen Ende der akademische Grad des Magisters stand. gelehrt. Der Abschluss des Studiums an der Artistenfakultät Als Vorläufer der geisteswissenschaftlichen und mathematischen Universitätsfakultäten wurden an mittelalterlichen Universitäten in der Artistenfakultät die Septem Artes gelehrt. Der Abschluss des Studiums an der Artistenfakultät (Magister) war Voraussetzung für das Studium in den drei oberen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin. Bis zum 18. Jahrhundert entstand an den Universitäten aus der Artistenfakultät die Philosophische Fakultät. (Magister) war Voraussetzung für das Studium in den drei oberen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin. Bis zum 18. Jahrhundert entstand an den Universitäten aus der Artistenfakultät Als Vorläufer der geisteswissenschaftlichen und mathematischen Universitätsfakultäten wurden an mittelalterlichen Universitäten in der Artistenfakultät die Septem Artes gelehrt. Der Abschluss des Studiums an der Artistenfakultät (Magister) war Voraussetzung für das Studium in den drei oberen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin. Bis zum 18. Jahrhundert entstand an den Universitäten aus der Artistenfakultät die Philosophische Fakultät. die Philosophische Fakultät Lateinisch, bezeichnet fachlich nach den Hauptwissenschaften gegliederte Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule. .

nach oben
Askese
Im katholisch-theologischen Sinn bezeichnet Askese Im katholisch-theologischen Sinn bezeichnet Askese eine christliche Lebensführung, die in Nachfolge Christi zur Vollkommenheit strebt. Zu dieser Lebensführung gehören je nach Stand und Berufung auch asketische Übungen wie Fasten, Abstinenz von bestimmten Speisen, sexuelle Enthaltsamkeit, Einschränkung von Sozialkontakten, Schweigen, aber auch körperliche Bußübungen. Alle Weltreligionen und Hochkulturen kennen ähnliche Formen der Askese. eine christliche Lebensführung, die in Nachfolge Christi zur Vollkommenheit strebt. Zu dieser Lebensführung gehören je nach Stand und Berufung auch asketische Übungen wie Fasten, Abstinenz von bestimmten Speisen, sexuelle Enthaltsamkeit, Einschränkung von Sozialkontakten, Schweigen, aber auch körperliche Bußübungen. Alle Weltreligionen und Hochkulturen kennen ähnliche Formen der Askese Im katholisch-theologischen Sinn bezeichnet Askese eine christliche Lebensführung, die in Nachfolge Christi zur Vollkommenheit strebt. Zu dieser Lebensführung gehören je nach Stand und Berufung auch asketische Übungen wie Fasten, Abstinenz von bestimmten Speisen, sexuelle Enthaltsamkeit, Einschränkung von Sozialkontakten, Schweigen, aber auch körperliche Bußübungen. Alle Weltreligionen und Hochkulturen kennen ähnliche Formen der Askese. .

nach oben
Assessor
Lateinisch, Abkürzung Ass., bezeichnet den Anwärter auf die höhere Beamtenlaufbahn nach abgeschlossenem Universitätsstudium und Vorbereitungsdienst mit zweiter Staatsprüfung (Assessorprüfung).

nach oben
Assimilation
Lateinisch, Angleichung.

nach oben
Ästhetik
Von griechisch "aisthanomai" (wahrnehmen), Teilgebiet der
 Philosophie, das sich mit dem Wesen der Kunst und dem menschlichen Erleben von Kunst und natürlicher Umwelt beschäftigt.

nach oben
Astraler Determinismus
Überzeugung, dass aufgrund eines dauerhaften Einflusses der Gestirne alle Ereignisse und Zustände auf der Erde vorher bestimmt sind.

nach oben
Augsburger Interim
Verordnung Kaiser Karls V. (Regierungszeit 1519-1556) von 1548. Mit dem Augsburger InterimVerordnung Kaiser Karls V. (Regierungszeit 1519-1556) von 1548. Mit dem Augsburger Interim sollte das Verhältnis von Katholiken und Protestanten geregelt werden, bis auf einem allgemeinen Konzil  über eine Wiedereingliederung der Protestanten in die katholische Kirche entschieden würde. Gegenüber protestantischer Seite wurden Zugeständnisse betreffs Laienkelch und Priesterehe gemacht, ansonsten wurde die Beibehaltung beziehungsweise Wiedereinführung zahlreicher katholischer Praktiken gefordert und versucht, die Situation zu stabilisieren. Das Augsburger Interim stieß vor allem auf protestantischer Seite auf erbitterten Widerstand. Konzilsverhandlungen blieben ergebnislos, und der Widerstand besonders der protestantischen Fürsten führte zum Scheitern des Interims. Mit dem Passauer Vertrag von 1552 wurde es gegenstandslos. sollte das Verhältnis von Katholiken und Protestanten geregelt werden, bis auf einem allgemeinen Konzil  über eine Wiedereingliederung der Protestanten in die katholische Kirche entschieden würde. Gegenüber protestantischer Seite wurden Zugeständnisse betreffs Laienkelch und Priesterehe gemacht, ansonsten wurde die Beibehaltung beziehungsweise Wiedereinführung zahlreicher katholischer Praktiken gefordert und versucht, die Situation zu stabilisieren. Das Augsburger InterimVerordnung Kaiser Karls V. (Regierungszeit 1519-1556) von 1548. Mit dem Augsburger Interim sollte das Verhältnis von Katholiken und Protestanten geregelt werden, bis auf einem allgemeinen Konzil  über eine Wiedereingliederung der Protestanten in die katholische Kirche entschieden würde. Gegenüber protestantischer Seite wurden Zugeständnisse betreffs Laienkelch und Priesterehe gemacht, ansonsten wurde die Beibehaltung beziehungsweise Wiedereinführung zahlreicher katholischer Praktiken gefordert und versucht, die Situation zu stabilisieren. Das Augsburger Interim stieß vor allem auf protestantischer Seite auf erbitterten Widerstand. Konzilsverhandlungen blieben ergebnislos, und der Widerstand besonders der protestantischen Fürsten führte zum Scheitern des Interims. Mit dem Passauer Vertrag von 1552 wurde es gegenstandslos. stieß vor allem auf protestantischer Seite auf erbitterten Widerstand. Konzilsverhandlungen blieben ergebnislos, und der Widerstand besonders der protestantischen Fürsten führte zum Scheitern des Interims. Mit dem Passauer Vertrag von 1552 wurde es gegenstandslos.

nach oben
Augsburger Religionsfrieden
Auch Augsburger Reichsfrieden; in dem am 25.5.1555 als Reichsgesetz verkündeten Augsburger Religionsfrieden Auch Augsburger Reichsfrieden; in dem am 25.5.1555 als Reichsgesetz verkündeten Augsburger Religionsfrieden wurde die Religionseinheit des Reiches aufgegeben und das Recht zur Bestimmung der Konfession den Landesherren zuerkannt; innerhalb der Territorien galt fortan das Bekenntnis des Landesherrn, später mit der Formel "cuius regio, eius religio" (wessen Herrschaft, dessen Glaube) bezeichnet. Ein Wechsel des Bekenntnisses stand nur den weltlichen Fürsten frei, während ein geistlicher Fürst, der zum Protestantismus übertrat, sein Amt niederlegen musste. Dieser "geistliche Vorbehalt" (reservatum ecclesiasticum) blieb umstritten. Landstände in geistlichen Territorien hatten die freie Bekenntniswahl, in Reichsstädten konnte Parität herrschen. Der Augsburger Religionsfriede erstreckte sich nur auf die "Augsburgischen Konfessionsverwandten",  die Anhänger der "Augsburger Konfession" (Confessio Augustana) von 1530, die damit reichsrechtlich anerkannt wurde. Der Augsburger Religionsfriede wurde ein bestimmendes Reichsgrundgesetz, bestätigt im Westfälischen Frieden von 1648. Er bestätigte die Glaubensspaltung, stärkte andererseits die Eigenstaatlichkeit der Territorien und die Ausbildung eines landesherrlichen Kirchenregiments. wurde die Religionseinheit des Reiches aufgegeben und das Recht zur Bestimmung der Konfession den Landesherren zuerkannt; innerhalb der Territorien galt fortan das Bekenntnis des Landesherrn, später mit der Formel "cuius regio, eius religio" (wessen Herrschaft, dessen Glaube) bezeichnet. Ein Wechsel des Bekenntnisses stand nur den weltlichen Fürsten frei, während ein geistlicher Fürst, der zum Protestantismus übertrat, sein Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. niederlegen musste. Dieser "geistliche Vorbehalt" (reservatum ecclesiasticum) blieb umstritten. Landstände Im Territorialstaat des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Bezeichnung für die politischen Vertretungen der Stände, die bei der Gesetzgebung und Verwaltung mitwirkten. Die Stände (Prälaten, Adel und Städte, sowie in wenigen Territorien auch die Bauern) versammelten sich auf den Landtagen und vertraten das Land gegenüber dem Landesherrn. Eines der wichtigsten Rechte der Landstände war das der Steuerbewilligung. in geistlichen Territorien hatten die freie Bekenntniswahl, in Reichsstädten konnte Parität herrschen. Der Augsburger Religionsfriede erstreckte sich nur auf die "Augsburgischen Konfessionsverwandten",  die Anhänger der "Augsburger Konfession" (Confessio Augustana) von 1530, die damit reichsrechtlich anerkannt wurde. Der Augsburger Religionsfriede wurde ein bestimmendes Reichsgrundgesetz, bestätigt im Westfälischen Frieden von 1648. Er bestätigte die Glaubensspaltung, stärkte andererseits die Eigenstaatlichkeit der Territorien und die Ausbildung eines landesherrlichen Kirchenregiments.

nach oben
Augustiner
Ordensgemeinschaften, die sich auf den Heiligen Augustinus von Hippo (354-430) beziehen und der Augustinusregel folgen.

nach oben
Augustinerchorherren
Gemeinschaften von Weltpriestern, die der Augustinerregel folgen.

nach oben
Augustinereremiten
Im 13. Jahrhundert aus verschiedenen Eremitengemeinschaften gebildeter Orden, der nach der Augustinusregel lebt; 1963 umbenannt in Augustinerorden.

nach oben
Auschwitzprozesse
Bezeichnung (1) für alle im In- und Ausland geführten Prozesse gegen das Lagerpersonal des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz, (2) im engeren Sinne für die sechs Strafprozesse gegen das Lagerpersonal vor dem Schwurgericht in Frankfurt am Main 1963-1965.

nach oben
Austrasien
Auch Austrien, Bezeichnung für den östlichen Teil des fränkischen Herrschaftsgebietes. Zusammen mit Neustrien und Burgund bildete es das Frankenreich. Durch die Reichsteilungen von 511, 561 und 567 entwickelte sich Austrasien Auch Austrien, Bezeichnung für den östlichen Teil des fränkischen Herrschaftsgebietes. Zusammen mit Neustrien und Burgund bildete es das Frankenreich. Durch die Reichsteilungen von 511, 561 und 567 entwickelte sich Austrasien vom Reichsteil zum Teilreich, dessen Politik durch den Gegensatz von Königtum und Adel (insbesondere der aufsteigenden Hausmeier) gekennzeichnet war. Der Sieg des austrasischen Hausmeiers Pippin der Mittlere über den neustrischen König und seinen Hausmeier 687 führte zur Einigung des Frankenreichs unter austrasischer Vorherrschaft. vom Reichsteil zum Teilreich, dessen Politik durch den Gegensatz von Königtum und Adel (insbesondere der aufsteigenden Hausmeier Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt 751 ab. ) gekennzeichnet war. Der Sieg des austrasischen Hausmeiers Pippin der Mittlere über den neustrischen König und seinen Hausmeier Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt 751 ab. 687 führte zur Einigung des Frankenreichs unter austrasischer Vorherrschaft.

nach oben
Avantgarde
Französisch (Vorhut), ein aus dem Militär stammender Begriff, der seit Ende des 19. Jahrhunderts für Vorreiter einer Idee oder Richtung, beispielsweise in Kunst und Literatur, verwendet wird.

nach oben
AWACS
Abkürzung für Airborne Early Warning and Control Systems, bezeichnet die luftgestützte Überwachungsflotte der NATO. Die unbewaffneten Flugzeuge basieren auf der Boeing 707, ausgestattet mit einer charakteristischen, pilzförmigen Radarhaube auf dem Rumpf. Die Frühwarnflotte dient der NATO zur Verbesserung der Luftverteidigung. Die  AWACSAbkürzung für Airborne Early Warning and Control Systems, bezeichnet die luftgestützte Überwachungsflotte der NATO. Die unbewaffneten Flugzeuge basieren auf der Boeing 707, ausgestattet mit einer charakteristischen, pilzförmigen Radarhaube auf dem Rumpf. Die Frühwarnflotte dient der NATO zur Verbesserung der Luftverteidigung. Die  AWACS-Systeme sind in Geilenkirchen stationiert. Der Verband hat 17 Einsatzflugzeuge und drei Schulungs- und Transportmaschinen. Die Besatzungen kommen aus den 14 NATO-Staaten.-Systeme sind in Geilenkirchen stationiert. Der Verband hat 17 Einsatzflugzeuge und drei Schulungs- und Transportmaschinen. Die Besatzungen kommen aus den 14 NATO-Staaten.

nach oben
Baader-Meinhof-Gruppe
Linksextreme terroristische Vereinigung, die zunächst von Ermittlungsbehörden nach ihren bekanntesten Gründungsmitgliedern, Andreas Baader (1943-1977) und Ulrike Meinhof (1934-1976), benannt wurde und die sich später selbst als Rote Armee Fraktion (RAF Abkürzung für (1) Royal Air Force, königlich-britische Luftwaffe, (2) Rote Armee Fraktion, linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland, entstanden 1970. ) bezeichnete.

nach oben
Bakkalaureus
Auch Baccalarius, Bakkalaureat, mittellateinisch, ursprünglich der unverheiratete Vasall lateinisch vassus, vasallus (Diener), Seit dem 8. Jh. Bezeichnung für einen dem Herrn lehnsrechtlich untergeordneten Gefolgsmann. Der Vasall erhielt von seinem Herrn Schutz und Land (Lehn) und war dafür der Treue und Hilfeleistung verpflichtet   , später Junggeselle, seit dem 13. Jahrhundert Kleriker, der den ersten Studiengang abgeschlossen hat, später allgemein Bezeichnung für den untersten akademischen Grad .

nach oben
Baldachin
Alte italienische Namensform für Bagdad, bezeichnet (1) ursprünglich einen in Bagdad hergestellten kostbaren Seidenstoff,  übertragen auf den aus solchem Stoff gebildeten, von vier Stangen gehaltenen Traghimmel über dem Allerheiligsten bei Prozessionen (Fronleichnam),  (2) in der Baukunst den fest eingebauten Prunkhimmel über Thron, Bischofsstuhl, Altar (Ciborium),  Kanzel, Katafalk, (3) auch die Überdachung über gotischen Statuen in Holz und Stein.

nach oben
Ballei
Mehrere Niederlassungen (Kommenden) umfassender Verwaltungsbezirk des Deutschen Ordens.

nach oben
Bänkellieder
Zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert populäre, von einer Violine oder Drehorgel begleitete Lieder, deren häufig dramatischer Inhalt bei Jahrmärkten und Festen auf einer Holzbank sitzend vorgetragen und durch bunte Schautafeln erläutert wurde.

nach oben
Baptisterium
vom Griechischen "untertauchen, eintauchen, taufen"; bezeichnet heute eine Taufkapelle

nach oben
Barmer Theologische Erklärung
Die theologische Erklärung der Bekenntnissynode von Barmen ("Barmer Bekenntnis") von 1934, federführend erarbeitet von dem Bonner Theologen Karl Barth (1886-1968), entstand aus der Notwendigkeit, das christliche Bekenntnis vor der Verfremdung durch die "Deutschen Christen" zu bewahren. Sie ist ein wichtiges theologisches Dokument aus dem Kirchenkampf der NS-Zeit und gilt als wegweisendes Lehr- und Glaubenszeugnis der evangelischen Kirche im 20. Jahrhundert. In der Evangelisch-reformierten Kirche und der Evangelischen Kirche der Union gehört sie zu den Bekenntnisgrundlagen.

nach oben
Barmherzige Brüder von Maria Hilf
1850 in Weitersburg bei Vallendar durch P. Friedhofen gegründete Gemeinschaft zur Krankenpflege. 1852 vom Trierer Bischof anerkannt, päpstliche Bestätigung 1910 und 1926. 1853 in Trier gegründete Filiale wurde zum Mutterhaus der in Deutschland, Westmalaysia, Brasilien und Rom tätigen Kongregation

nach oben
Barock
Stilbegriff der neueren Kunst- und Literaturgeschichte, in etwa die Epoche 1600 bis 1750 umfassend. Die Bezeichung ist abgeleitet von portugiesisch barocco = unregelmäßig, sonderbar. Der Barock Stilbegriff der neueren Kunst- und Literaturgeschichte, in etwa die Epoche 1600 bis 1750 umfassend. Die Bezeichung ist abgeleitet von portugiesisch barocco = unregelmäßig, sonderbar. Der Barock entstand in Italien, besonders in Rom. Die geschichtlichen Wurzeln liegen in der Gegenreformation und im Absolutismus. entstand in Italien, besonders in Rom. Die geschichtlichen Wurzeln liegen in der Gegenreformation und im AbsolutismusLateinisch, bezeichnet die Staatsform, in der der Fürst die unbeschränkte Staatsgewalt ausübte. Der aufgeklärte Absolutismus erkannte Wachstum und Wohlstand der Bevölkerung als Grundlage der Stärke des Staates..

nach oben
Basilika/Basiliken
von altgriechisch basiliké „königlich“; 1. Bezeichnung für eine Königshalle, seit der Spätantike Bezeichnung für ein mehrschiffiges Kirchengebäude; 2. katholischer Ehrentitel für Kirchen
 

nach oben
Bastardlinie
(1) Genealogischer Familienzweig einer Familie, beginnend mit einem unehelich Geborenen und häufig durch weitere Bastarde fortgeführt, (2) auch Bastardfaden. Über ein Wappen schräg verlaufender Balken zur Kennzeichnung der unehelichen Herkunft des Trägers.

nach oben
Bastion
Auch Bastei, Bezeichnung eines der Hauptfestung vorgelagerten, in die Umwallung hineinreichenden Verteidigungswerkes mit zumeist fünfeckigem Grundriss.

nach oben
Bataver
Germanischer Volksstamm, dessen Siedlungsgebiet in der römischen Provinz Belgica lag. 69 n. Chr. wandten sie sich gegen ihre römischen Bundesgenossen und eroberten Xanten. Der Aufstand wurde bereits 70 nach. Chr. durch die Römer niedergeschlagen, die Bataver Germanischer Volksstamm, dessen Siedlungsgebiet in der römischen Provinz Belgica lag. 69 n. Chr. wandten sie sich gegen ihre römischen Bundesgenossen und eroberten Xanten. Der Aufstand wurde bereits 70 nach. Chr. durch die Römer niedergeschlagen, die Bataver mussten sich über den Rhein zurück ziehen und siedelten fortan in der Gegend um Nimwegen. Im 4. Jahrhundert wurde ihr Land von den Franken erobert und in das Frankenreich eingegliedert. mussten sich über den Rhein zurück ziehen und siedelten fortan in der Gegend um Nimwegen. Im 4. Jahrhundert wurde ihr Land von den Franken erobert und in das Frankenreich eingegliedert.

nach oben
Battle of the Ruhr
Englisch (Schlacht um die Ruhrt), Luftoffensive des RAF Abkürzung für (1) Royal Air Force, königlich-britische Luftwaffe, (2) Rote Armee Fraktion, linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland, entstanden 1970. Bomber Command gegen das Ruhrgebiet. Auf der Konferenz von Casablanca vom 14.-26.1.1943  war zwischen dem amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1882-1945, Amtszeit 1933-1945) und dem britischen Premierminister Winston Churchill (1874-1965, Amtszeiten 1940-1945, 1951-1955) und ihren Stabschefs das Ruhrgebiet als Angriffsziel Nummer 1 vereinbart worden. Die Luftoffensive gegen die "Waffenschmiede des Reichs" dauerte vom 5./6.3.-31.7.1943; sie betraf 21 Großstädte, etwa 15.000 Menschen fielen ihr zum Opfer.

nach oben
Bau der hundert Tage
1948 innerhalb von 100 Tagen durch den Unternehmer Helmut Horten in Duisburg erbauter und am 1.12.1948 eröffneter erster großer Kaufhausneubau nach dem Zweiten Weltkrieg.

nach oben
Bauernkrieg 1525
Versuch der Bauern Süd- und Mitteldeutschlands (ausgenommen Bayern) sowie Österreichs im Jahre 1525, die seit dem Mittelalter und der Epoche der Naturalwirtschaft fortbestehenden Lasten teilweise zu erleichtern, teilweise ganz abzuschütteln. Der Hauptanstoß ging von den Lehren der Reformation aus. Dem Aufstand lag ein einheitliches Aktionsprogramm der Bauern zugrunde (die so genannten zwölf Artikel). Die Niederwerfung erfolgte von Mitte Mai bis Ende Juni 1525  durch Truppen des Adels. Das Rheinland gehörte zu den Gebieten ohne Bauernunruhen.

nach oben
Bauerschaft
In Westfalen und am Niederrhein verbreitete, seit dem 11. Jahrhundert nachweisbare Organisationsform ländlicher Siedlungen, vorwiegend in Streusiedlungsgebieten (siehe auch Honnschaft Ländliche Kleingemeinde (Bauerschaft) auf nachbarschaftlicher Grundlage in niederrheinischen Territorien (außer Kleve). ).

nach oben
Bauhaus
Kunstschule, 1919 von dem Architekten Walter Gropius (1883-1969) in Weimar durch Verschmelzung der dortigen Kunstakademie und der Kunstgewerbeschule unter Angliederung einer Architekturabteilung geschaffen, 1925 nach Dessau verlegt, 1933 aufgelöst. Das BauhausKunstschule, 1919 von dem Architekten Walter Gropius (1883-1969) in Weimar durch Verschmelzung der dortigen Kunstakademie und der Kunstgewerbeschule unter Angliederung einer Architekturabteilung geschaffen, 1925 nach Dessau verlegt, 1933 aufgelöst. Das Bauhaus wollte Lehrstätte sein, in der Kunst und Handwerk vereint an einem Werk, dem Bau, arbeiten sollten. Klarheit, Sachlichkeit und Zweckmäßigkeit in der Form waren die Leitlinien. Herausragende Künstler der Zeit wurden am Bauhaus lehrend tätig. wollte Lehrstätte sein, in der Kunst und Handwerk vereint an einem Werk, dem Bau, arbeiten sollten. Klarheit, Sachlichkeit und Zweckmäßigkeit in der Form waren die Leitlinien. Herausragende Künstler der Zeit wurden am BauhausKunstschule, 1919 von dem Architekten Walter Gropius (1883-1969) in Weimar durch Verschmelzung der dortigen Kunstakademie und der Kunstgewerbeschule unter Angliederung einer Architekturabteilung geschaffen, 1925 nach Dessau verlegt, 1933 aufgelöst. Das Bauhaus wollte Lehrstätte sein, in der Kunst und Handwerk vereint an einem Werk, dem Bau, arbeiten sollten. Klarheit, Sachlichkeit und Zweckmäßigkeit in der Form waren die Leitlinien. Herausragende Künstler der Zeit wurden am Bauhaus lehrend tätig. lehrend tätig.

nach oben
Bayerische Volkspartei
Abkürzung BVP, am 12.11.1918 gegründete Partei aus dem bayerischen Teil des Zentrums. Die BVP entwickelte ein eigenständiges, auf katholischen Fundamenten beruhendes Parteiprogramm mit  konservativer und föderalistischer Schwerpunktsetzung. In den 1920er Jahren bis zur Auflösung stärkste Partei in Bayern und stärkste der in Deutschland bestehenden Regionalparteien. Auflösung auf Druck der NSDAP am 4.7.1933.

nach oben
Beethovenfest
Jährlich im September in Bonn und Umgebung stattfindes Musikfestival zu Ehren Ludwig van Beethovens.

nach oben
Befreiungskriege
Auch Freiheitskriege Auch Befreiungskriege, Bezeichnung für die Kriege gegen das napoleonische Frankreich 1813-1815. oder Sechster Koalitionskrieg. Bezeichnung der Kriege zwischen dem napoleonischen Frankreich und der Allianz seiner Gegner zwischen der Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug 1812 und der Unterzeichnung des Pariser Friedens 1814.

nach oben
Befreiungstheologie
Richtung der christlichen Theologie des 20. Jahrhunderts in Lateinamerika, die sich für die Rechte und Belange armer Bevölkerungsschichten stark macht.

nach oben
Beginenhaus
Wohnstätte von Beginen, frommen Frauen, die einzeln oder in Gemeinschaft ohne Bindung an einen Orden ein religiöses Leben führten (Semireligiose).

nach oben
Beigeordneter
Bezeichnung für einen kommunalen Wahlbeamten.

nach oben
Bekenntnisschule
In Bekenntnisschulen werden gemäß Artikel 12 Abs. 6 S. 2 der Landesverfassung in NRW Kinder nach den Grundsätzen des Bekenntnisses unterrichtet und erzogen, dem sie angehören. In diesem Sinne werden auch die geltenden Richtlinien und Lehrpläne angewendet.

nach oben
Belgische Revolution
Kampf um die Unabhängigkeit Belgiens (der vormaligen Österreichischen Niederlande) von dem auf dem Wiener Kongress 1815 gegründeten Vereinigten Königreich der Niederlande, der sich 1830 in einem Aufstand in Brüssel und davon ausgehenden Unruhen in anderen belgischen Städten entlud und im November zur Unabhängigkeit führte, die die Großmächte dem neuen Staat neben ewiger Neutralität garantierten.

nach oben
Benelux
Abkürzung für die seit 1947 in einer Zollunion zusammengeschlossenen Länder Belgique (Belgien), Nederland (Niederlande), Luxembourg (Luxemburg).

nach oben
Bernkasteler Doktor
Eine der berühmtesten und teuersten Weinbergslagen der Welt, direkt über dem historischen Ortskern von Bernkastel-Kues an der Mittelmosel gelegen.

nach oben
Besatzungsstatut
Am 19.4.1949 von den drei Westalliierten USA, Großbritannien und Frankreich in Washington verabschiedete Proklamation, die Abgrenzung und Befugnisse zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Alliierten Hohen Kommission (AHK) regelte. Die Besatzungsmächte waren weiterhin zuständig für die Abrüstung, Entmilitarisierung, Außenpolitik, Devisenwirtschaft, Ruhrbehörde und internationale Kontrollorgane. Es trat mit der Wahl der ersten bundesdeutschen Regierung am 21.9.1949 in Kraft. Die besatzungsrechtlichen Befugnisse blieben bis zu den Pariser Verträgen am 5.5.1955, die allierten Vorbehaltsrechte bis zum Inkrafttreten des Zwei-plus-Vier-Vertrages am 15.3.1991 wirksam.

nach oben
Betsingmesse
erstmals 1922 durch den Klosterneuburger AugustinerOrdensgemeinschaften, die sich auf den Heiligen Augustinus von Hippo (354-430) beziehen und der Augustinusregel folgen.-Chorherr Pius Parsch gefeierte "Gemeinschaftsmesse", in der zurückgehend auf  Anregungen Romano Guardinis und der Benediktiner der Abtei Maria Laach unter Abt Ildefons Herwegen Teile der Messe vom Volk in deutscher Sprache gesungen werden. Sie gelten als Geburtsstunde der Liturgischen Bewegung in Deutschland und Österreich

nach oben
Biedermeier
Bezeichnung für die nachklassizistische Epoche 1815-1848. Der Name entstammt einer Satirensammlung von 1855.

nach oben
Binnenkolonisation
Landgewinnung und Besiedlung durch Kultivierung bisher ungenutzter und unzugänglicher Flächen. Die geldrisch-klevischen Binnenkolonisation Landgewinnung und Besiedlung durch Kultivierung bisher ungenutzter und unzugänglicher Flächen. Die geldrisch-klevischen Binnenkolonisation von Mitte 13. bis Mitte 14. Jahrhundert war die bei weitem bedeutendste Landgewinnungsaktion in den Niederrheinlanden zwischen der frühmittelalterlichen Rodungsphase und den Kultivierungsmaßnahmen des 19. Jahrhunderts. Dabei wurden vor allem Bruchgebiete im Hinterland von Rhein und Maas trocken gelegt und urbar gemacht. Plan und Anlage der Entwässerungsarbeiten erfolgten nach holländischem Muster. von Mitte 13. bis Mitte 14. Jahrhundert war die bei weitem bedeutendste Landgewinnungsaktion in den Niederrheinlanden zwischen der frühmittelalterlichen Rodungsphase und den Kultivierungsmaßnahmen des 19. Jahrhunderts. Dabei wurden vor allem Bruchgebiete im Hinterland von Rhein und Maas trocken gelegt und urbar Buchmäßiges Verzeichnis von Besitzungen und Einkünften einer Grundherrschaft oder einer Landesherrschaft; siehe auch Heberegister. gemacht. Plan und Anlage der Entwässerungsarbeiten erfolgten nach holländischem Muster.

nach oben
Bischofskongregation
Abk. für Kongregation für die Bischöfe; Zentralbehörde der römisch-katholischen Kirche, die in alle Angelegenheiten, die Bischöfe betreffen, zuständig ist

nach oben
Bizone
Bezeichnet den Zusammenschluss der amerikanischen und britischen Besatzungzonen Deutschlands nach 1945, insbesondere deren wirtschaftlichen Zusammenschluss ab dem 1.1.1947. Als Übergangslösung wurden deutsche Verwaltungsorgane geschaffen, um bis zur Errichtung einer gesamtdeutschen Regierung die wirtschaftlichen Versorgungsprobleme zu bewältigen. Die Länderparlamente stellten Mitglieder für einen Wirtschaftsrat, Ländervertreter bildeten einen Exekutivrat, und ein Direktorium Lateinisch, Vorstand, leitende Behörde. Von 1795-1799 im revolutionären Frankreich die oberste Regierungsbehörde (Directoire). wurde berufen. Die Bizone Bezeichnet den Zusammenschluss der amerikanischen und britischen Besatzungzonen Deutschlands nach 1945, insbesondere deren wirtschaftlichen Zusammenschluss ab dem 1.1.1947. Als Übergangslösung wurden deutsche Verwaltungsorgane geschaffen, um bis zur Errichtung einer gesamtdeutschen Regierung die wirtschaftlichen Versorgungsprobleme zu bewältigen. Die Länderparlamente stellten Mitglieder für einen Wirtschaftsrat, Ländervertreter bildeten einen Exekutivrat, und ein Direktorium wurde berufen. Die Bizone wurde im April 1949 um den französisch besetzten Teil zur Trizone erweitert. Damit verbunden war die Gründung einer „Alliierten Hohen Kommission“ als höchste Kontrollbehörde in der zukünftigen Bundesrepublik.   wurde im April 1949 um den französisch besetzten Teil zur Trizone erweitert. Damit verbunden war die Gründung einer „Alliierten Hohen Kommission“ als höchste Kontrollbehörde in der zukünftigen Bundesrepublik.
 

nach oben
Bizonenhauptstadt
Nach der wirtschaftlichen Vereinigung der Besatzungszonen der USA und Großbritanniens zur Bizone Bezeichnet den Zusammenschluss der amerikanischen und britischen Besatzungzonen Deutschlands nach 1945, insbesondere deren wirtschaftlichen Zusammenschluss ab dem 1.1.1947. Als Übergangslösung wurden deutsche Verwaltungsorgane geschaffen, um bis zur Errichtung einer gesamtdeutschen Regierung die wirtschaftlichen Versorgungsprobleme zu bewältigen. Die Länderparlamente stellten Mitglieder für einen Wirtschaftsrat, Ländervertreter bildeten einen Exekutivrat, und ein Direktorium wurde berufen. Die Bizone wurde im April 1949 um den französisch besetzten Teil zur Trizone erweitert. Damit verbunden war die Gründung einer „Alliierten Hohen Kommission“ als höchste Kontrollbehörde in der zukünftigen Bundesrepublik.   am 101.1947, richteten die beiden Militärregierungen in einem Abkommen vom 29.5.1947 einen Wirtschaftsrat für das Vereingte Wirtschaftsgebiet ein, der seinen Sitz in Frankfurt am Main hatte.

nach oben
Bleikrankheit
Vergiftung durch Blei, das vor allem im 19. Jahrhundert ein wichtiger und vielseitig eingesetzter Rohstoff war, beispielsweise für die Produktion von Bleiweiss (Anstreichfarbe) und Bleizucker (Bleiacetat). Besonders gefährlich ist das Einatmen und Verschlucken des Bleistaubs.

nach oben
Blöckchendamast
Zierwebmuster, bei dem durch eine bestimmte Webtechnik im Stoff ein Muster aus Quadraten oder Rechtecken entsteht.

nach oben
Bonner Konvention
(1) Auch Deutschlandvertrag oder Generalvertrag, geschlossen 1952 in Bonn zwischen den drei westlichen Alliierten Frankreich, Großbritannien und USA mit der Bundesrepublik Deutschland, löste das bis dahin geltende BesatzungsstatutAm 19.4.1949 von den drei Westalliierten USA, Großbritannien und Frankreich in Washington verabschiedete Proklamation, die Abgrenzung und Befugnisse zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Alliierten Hohen Kommission (AHK) regelte. Die Besatzungsmächte waren weiterhin zuständig für die Abrüstung, Entmilitarisierung, Außenpolitik, Devisenwirtschaft, Ruhrbehörde und internationale Kontrollorgane. Es trat mit der Wahl der ersten bundesdeutschen Regierung am 21.9.1949 in Kraft. Die besatzungsrechtlichen Befugnisse blieben bis zu den Pariser Verträgen am 5.5.1955, die allierten Vorbehaltsrechte bis zum Inkrafttreten des Zwei-plus-Vier-Vertrages am 15.3.1991 wirksam. ab und beendete die Arbeit der Alliierten Hohen Kommission. Der Bundesrepublik Deutschland wurde darin - ausgenommen die offene deutsche Frage - die Souveränität zugesprochen, während den Westmächten bis zur Notstandsgesetzgebung weiterhin Besatzungsvorbehalte einräumt wurden. Die Unterzeichner wurden auf die Wiedervereinigung Deutschlands in Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. und den Abschluss eines Friedensvertrages verpflichtet. Der Deutschlandvertrag trat in aktualisierter Fassung als Teil der Pariser Verträge Am 23.10.1954 in Paris zwischen der BRD und den Westmächten unterzeichneten Verträge, in denen der BRD weitgehende staatliche Souveränität garantiert und ihr Beitritt zur NATO festlegt wurde. Die Beschlüsse der Pariser Verträge traten am 5.5.1955 in Kraft. am 5.5.1955 in Kraft.  (2) bezeichnet das "Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tiere", das am 23.6.1979 in Bonn unterzeichnet wurde und am 1.11.1983 in Kraft trat. Das Übereinkommen enthält die Verpflichtung der Vertragsstaaten, Maßnahmen zum weltweiten Schutz und zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten zu treffen, einschließlich ihrer nachhaltigen Nutzung. Es wird vom UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) getragen und hat die Bezeichnung "UNEP/CMS Sekretariat", dessen Sitz Bonn ist.
 

nach oben
Bonner Legionslager
Als Bestandteil der römischen Verteidigungslinie bestand im Bereich des heutigen alten Rathauses seit dem 1. Jahrhundert v.Chr. ein provisorischer Militärstützpunkt. Durch die Verlegung der 1. Legion an den Rhein 43 n. Chr. bauten die Römer das provisorische Lager nördlich der heutigen Altstadt zum Kastell „castrum bonna“ aus und umgaben dieses mit einem steinernen Schutzwall. Bis zum Jahr 250 wurde das Lager kontinuierlich ausgebaut, neben einem Hafen und einem Gewerbebezirk gab es im näheren Umkreis des Lagers auch zivile Siedlungen. Nach Überfallen der Franken im 3. und 4. Jahrhundert beschädigt, scheint das Lager noch bis ins 5. Jahrhundert besiedelt gewesen zu sein.

nach oben
Bonner Lesegesellschaft
Gegründet am 1.12.1787, aufgeklärt-literarische Gemeinschaft, die die Förderung des letzten Kölner Kurfürsten Max Franz genoss. Seit dem Zusammenschluss 1819 mit der Bonner Erholungsgesellschaft vollzog sie den Übergang zu einer geselligen Vereinigung, die bis heute besteht.

nach oben
Borromäerinnen
auch Barmherzige Schwestern vom hl. Karl Borromäus. Der Orden wurde als karitativer Frauenorden 1652 in Nancy gegründet. Im 19. Jahrhundert Entwicklung zur Ordenskongregation, die 1859 vom Papst anerkannt wurde

nach oben
BouquetFranzösisch, Blumenstrauss.

nach oben
Boxeraufstand
Bewaffneter Konflikt zwischen China und einer Expeditionsarmee europäischer Kolonialmächte (1899-1901). Resultat einer diplomatischen Krise, die aus mehrfachen Übergriffen der chinesischen „Bewegung der Verbände für Gerechtigkeit und Harmonie“ (Boxer) auf westliche „Ausländer“ rührte. Der Krieg endete durch die Unterzeichnung des als demütigend empfundenen „Boxerprotokolls“ für China mit einer schweren Niederlage.

nach oben
Boykott-Tag
Von den Nationalsozialisten am 1.4.1933 reichsweit geforderter Geschäftsboykott jüdischer Geschäfte. Öffentlich wurde die Aktion als „reine Abwehrmaßnahme gegen die negative Propaganda ausländischer Juden“ legitimiert.

nach oben
Brigadeführer
Fünfthöchster Dienstgrad bei SS, Waffen-SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Vergleichbar dem Major in der Wehrmacht

nach oben
Bund der Gerechten
1836-1838 vom Bund der Geächteten wegen Führungsstreitigkeiten auf Initiative Wilhelm Weitlings (1808-1871) abgespalten. Als Bund der frühen Arbeiterbewegung breitete sich der sozialistische Bund der Gerechten 1836-1838 vom Bund der Geächteten wegen Führungsstreitigkeiten auf Initiative Wilhelm Weitlings (1808-1871) abgespalten. Als Bund der frühen Arbeiterbewegung breitete sich der sozialistische Bund der Gerechten in der Schweiz aus, 1840 wurde die Zentrale nach London verlegt. 1847 nach dem Beitritt Karl Marx und Friedrich Engels in Bund der Kommunisten umbenannt. in der Schweiz aus, 1840 wurde die Zentrale nach London verlegt. 1847 nach dem Beitritt Karl Marx und Friedrich Engels in Bund der Kommunisten Gegründet 1847 auf zwei Konferenzen in London  von Karl Marx und Friedrich Engels, vorläufige Statuten unter dem Motto "Proletarier aller Länder vereinigt Euch", 1852; Vorläufer der Internationalen Arbeiterassoziation (IAA). umbenannt.

nach oben
Bund der Kommunisten
Gegründet 1847 auf zwei Konferenzen in London  von Karl Marx und Friedrich Engels, vorläufige Statuten unter dem Motto "Proletarier aller Länder vereinigt Euch", 1852; Vorläufer der Internationalen Arbeiterassoziation Die Internationale Arbeiterassoziation (IAA) – auch Erste Internationale genannt – wurde am 28.9.1864 in London gegründet. Der Anstoß war von englischen und französischen Arbeitervertretern ausgegangen. 1876 wurde die Erste Internationale, inzwischen nach New York verlegt, aufgelöst. (IAA).

nach oben
Bund deutscher Mädel
Abkürzung BDM, nationalsozialistische Teilorganisation der Hitlerjugend (HJ siehe Hitler-Jugend ) für 10- bis 18-jährige deutsche Mädchen. 1930 gegründet, bestand seit 1939 die gesetzliche Pflicht zur Mitgliedschaft. Ziel des BDM und der HJ siehe Hitler-Jugend war die Erziehung der gesamten deutschen Jugend in nationalsozialistischem Gedankengut.

nach oben
Bundestag
(1) Unter der offiziellen Bezeichnung Bundesversammlung 1815-1866 (unterbrochen 1848-1850) ständiger Kongress der Gesandten der Mitgliederstaaten des Deutschen Bundes in Frankfurt am Main,  (2) seit 1949 Bezeichnung des Parlaments der Bundesrepublik Deutschland.

nach oben
Bündnis 90 Die Grünen
Die heutige Partei Ist 1990  hervorgegangen aus der 1980 gegründeten westdeutschen Partei Die Grünen sowie aus der Bürgerrechtsbewegung und dem Bündnis 90 der späten DDR.

nach oben
Burbann
Geltungsbereich des Stadtrechts über die Stadtmauer hinaus.

nach oben
Burgunder
Germanischer Volksstamm, der sich während der Völkerwanderungszeit am Rhein niederließ und in der Gegend um Worms ein Königreich bildete. Nach Konflikten mit römischen Truppen wurde das Burgunderreich 437 von den HunnenBezeichnet eine Gruppe nomadischer Reiterstämme aus Zentralasien. Die Unterwerfung oder Vertreibung der Alanen, Ost- und Westgoten in Ostmitteleuropa um 375 n.Chr. und die Expansion der Hunnen nach Westen führten zur sogenannten Völkerwanderung. Die Hunnen, die selbst nie unter einheitlicher Führung agierten, unterwarfen zahlreiche germanische Stämme und verbündeten sich teilweise mit Westrom. Hunnische Hilfstruppen kämpften 437 gegen die Burgunder. Nach Auseinadersetzungen mit West- und Ostrom zogen große Teile der Hunnen unter ihrem König Attila plündernd durch Gallien, 451 wurden sie durch ein Föderatenheer unter Führung des Aëtius geschlagen und mussten sich zurückziehen. Nach dem Tode Attilas 453 zerfiel das hunnische Reich, die Hunnen gerieten unter römische Oberherrschaft oder gingen in anderen Völkern auf. vernichtet (Vorbild für die Nibelungensage). 443 wurden die überlebenden Burgunder Germanischer Volksstamm, der sich während der Völkerwanderungszeit am Rhein niederließ und in der Gegend um Worms ein Königreich bildete. Nach Konflikten mit römischen Truppen wurde das Burgunderreich 437 von den Hunnen vernichtet (Vorbild für die Nibelungensage). 443 wurden die überlebenden Burgunder vom römischen Heermeister Aëtius als Föderaten im Gebiet des Genfer Sees und dem Tal der Rhône angesiedelt. Von hier aus expandierten die Burgunder und gründeten ein neues Reich. 451 besiegten burgundische und römische Truppen Hunnen und Ostgoten auf den Katalaunischen Feldern. Nach längeren Auseinandersetzungen unterlagen die Burgunder 532 den Franken, ihr Reich wurde in das Frankenreich eingegliedert. vom römischen Heermeister (1) deutsche Bezeichnung des römischen Magister equitum, militium, utriusque militiae, (2) stand an der Spitze des Deutschen Ordens in Livland, rangmäßig unter dem Landmeister, seit der Reformation unabhängig und seit 1525 Fürstenmeister; Heermeister hieß auch das Haupt der Ballei Brandenburg des Johanniterordens. Aëtius als FöderatenLateinisch (foedus = Vertrag), durch einen Vertrag gegenüber dem Römischen Reich zu Kriegsdienst verpflichtete Volksstämme. Im Gegenzug erkannte Rom die Souveränität und das Siedlungsgebiet des Stammes an. Darüber hinaus konnten die Föderaten durch Geldzahlungen oder Nahrungslieferungen noch enger an Rom gebunden werden. im Gebiet des Genfer Sees und dem Tal Vornehmlich im südlichen Rheinland (Eifel, Rhein-, Moselraum) Bezeichnung für einen gefreiten Ort, oft im Anschluss beziehungsweise unterhalb einer Burg gelegen. der Rhône angesiedelt. Von hier aus expandierten die Burgunder Germanischer Volksstamm, der sich während der Völkerwanderungszeit am Rhein niederließ und in der Gegend um Worms ein Königreich bildete. Nach Konflikten mit römischen Truppen wurde das Burgunderreich 437 von den Hunnen vernichtet (Vorbild für die Nibelungensage). 443 wurden die überlebenden Burgunder vom römischen Heermeister Aëtius als Föderaten im Gebiet des Genfer Sees und dem Tal der Rhône angesiedelt. Von hier aus expandierten die Burgunder und gründeten ein neues Reich. 451 besiegten burgundische und römische Truppen Hunnen und Ostgoten auf den Katalaunischen Feldern. Nach längeren Auseinandersetzungen unterlagen die Burgunder 532 den Franken, ihr Reich wurde in das Frankenreich eingegliedert. und gründeten ein neues Reich. 451 besiegten burgundische und römische Truppen HunnenBezeichnet eine Gruppe nomadischer Reiterstämme aus Zentralasien. Die Unterwerfung oder Vertreibung der Alanen, Ost- und Westgoten in Ostmitteleuropa um 375 n.Chr. und die Expansion der Hunnen nach Westen führten zur sogenannten Völkerwanderung. Die Hunnen, die selbst nie unter einheitlicher Führung agierten, unterwarfen zahlreiche germanische Stämme und verbündeten sich teilweise mit Westrom. Hunnische Hilfstruppen kämpften 437 gegen die Burgunder. Nach Auseinadersetzungen mit West- und Ostrom zogen große Teile der Hunnen unter ihrem König Attila plündernd durch Gallien, 451 wurden sie durch ein Föderatenheer unter Führung des Aëtius geschlagen und mussten sich zurückziehen. Nach dem Tode Attilas 453 zerfiel das hunnische Reich, die Hunnen gerieten unter römische Oberherrschaft oder gingen in anderen Völkern auf. und Ostgoten auf den Katalaunischen Feldern. Nach längeren Auseinandersetzungen unterlagen die Burgunder Germanischer Volksstamm, der sich während der Völkerwanderungszeit am Rhein niederließ und in der Gegend um Worms ein Königreich bildete. Nach Konflikten mit römischen Truppen wurde das Burgunderreich 437 von den Hunnen vernichtet (Vorbild für die Nibelungensage). 443 wurden die überlebenden Burgunder vom römischen Heermeister Aëtius als Föderaten im Gebiet des Genfer Sees und dem Tal der Rhône angesiedelt. Von hier aus expandierten die Burgunder und gründeten ein neues Reich. 451 besiegten burgundische und römische Truppen Hunnen und Ostgoten auf den Katalaunischen Feldern. Nach längeren Auseinandersetzungen unterlagen die Burgunder 532 den Franken, ihr Reich wurde in das Frankenreich eingegliedert. 532 den Franken, ihr Reich wurde in das Frankenreich eingegliedert.

nach oben
Burgus
Kleine quadratische römische Verteidigungsanlage in Steinbauweise.

nach oben
Burgvogt
Verwalter einer Burg, siehe auch Burggraf.

nach oben
Burschenschaft
nach oben
Burschenschaftliche Reformbewegung
Reformbewegung die sich in Abgrenzung zu den Corps Französisch, gebräuliche Bezeichnung für besonders alte Studentenverbindungen. gegen die Entwicklung der Burschenschaften zu sogenannten „Waffenverbindungen“ aussprach. Die formulierten Forderungen betrafen die Abschaffung der Säbel- und Pistolenduelle, aber auch ein höheres Maß an Toleranz und die überparteiliche Wiedervereinigung der Studentenschaft vor dem Hintergrund der Zersplitterung in diverse Bewegungen und Dachverbände. Am 5.5.1883 wurde in Berlin die Burschenschaft Bezeichnung einer von ehemaligen Teilnehmern an den Befreiungskriegen gegründeten, sich ab 1815 an den deutschen Universitäten ausbreitenden studentischen Nationalbewegung. 1819 auf Grundlage der Karlsbader Beschlüsse verboten. Neogermania als erste sogenannte Reformburschenschaft gegründet (Heute: Bonner Burschenschaft Bezeichnung einer von ehemaligen Teilnehmern an den Befreiungskriegen gegründeten, sich ab 1815 an den deutschen Universitäten ausbreitenden studentischen Nationalbewegung. 1819 auf Grundlage der Karlsbader Beschlüsse verboten. Germania).

nach oben
Burse
An mittelalterlichen Universitäten entstandene Wohngemeinschaft von Studenten, die dem Betreiber für Kost und Logis einen wöchentlichen Betrag aus ihrer Geldbörse (bursa) zu leisten hatten. Häufig wurde in den Bursen auch Unterricht erteilt.

nach oben
Campanile
Italienisch, Bezeichnung für den freistehenden Glockenturm.

nach oben
Carnegie Hall
Konzerthaus in Manhattan in New York City, errichtet 1890-1891; einer der bekanntesten Veranstaltungsorte für Klassik- wie Popkonzerte in den USA.

nach oben
Cellerar
Wirtschaftsverwalter eines Klosters bzw. Stifts

nach oben
Chauvinismus
Französich, (1) übertriebener Nationalismus, Patriotismus. Die Bezeichnung geht zurück die extrem patriotische Figur des Rekruten Nicolas Chauvin in dem französischen Lustspiel "La cocarde tricolore" der Brüder Cogniard, uraufgeführt 1831, (2) übertriebenes männliches Selbstwertgefühl.

nach oben
Cherusker
Germanischer Volksstamm, dessen Siedlungsgebiet zwischen Weser, Elbe und Harz lag. Berühmtheit erlangten die Cherusker Germanischer Volksstamm, dessen Siedlungsgebiet zwischen Weser, Elbe und Harz lag. Berühmtheit erlangten die Cherusker in der Varusschlacht, als sie unter ihrem Anführer Arminius 9 n. Chr. in einer germanischen Stämmekoalition drei römische Legionen vernichteten. Anschließende innere politische Auseinandersetzungen beraubten die Cherusker jeglicher politischer Handlungsfähigkeit, wahrscheinlich wurden sie von den Angrivariern und Chatten unterworfen. in der Varusschlacht, als sie unter ihrem Anführer Arminius 9 n. Chr. in einer germanischen Stämmekoalition drei römische Legionen vernichteten. Anschließende innere politische Auseinandersetzungen beraubten die Cherusker Germanischer Volksstamm, dessen Siedlungsgebiet zwischen Weser, Elbe und Harz lag. Berühmtheit erlangten die Cherusker in der Varusschlacht, als sie unter ihrem Anführer Arminius 9 n. Chr. in einer germanischen Stämmekoalition drei römische Legionen vernichteten. Anschließende innere politische Auseinandersetzungen beraubten die Cherusker jeglicher politischer Handlungsfähigkeit, wahrscheinlich wurden sie von den Angrivariern und Chatten unterworfen. jeglicher politischer Handlungsfähigkeit, wahrscheinlich wurden sie von den Angrivariern und Chatten unterworfen.

nach oben
Ching-Dynastie
Auch Ch' ing-, Tsing- oder Mandschu-Dynastie, regierte das Kaiserreich China 1644-1911.

nach oben
Christlich-Demokratische Partei
Abkürzung CDP, Ende 1945, Anfang 1946 in Aschaffenburg gegründete und regional verbreitete Vorläuferpartei der CSU.

nach oben
Christlich-Soziale Union
nach oben
Civitas
Lateinisch, in der römischen Antike Siedlungsgebiet eines Volkes mit städtischem Kern, im Mittelalter Bezeichnung für Stadt, vor allem für die Bischofsstadt.

nach oben
Code Napoléon
siehe Code Civil

nach oben
Collagenroman
Im engeren Sinn sind Collagenromane nur jene drei sequentiellen Bildcollagen, die der Surrealist Max Ernst aus Holzstichen komponiert hatte, die ausschließlich zeitgenössischen Populärromanen, naturwissenschaftlichen Zeitschriften oder Katalogen entnommen waren. Heute werden jedoch auch Romane so genannt, die sich unterschiedlicher Materialien und Quellen bedienen.

nach oben
Collegium Augustinianum Gaesdonck
Seit 1849 in Gaesdonck bei Goch am Niederrhein bestehendes katholisches Gymnasium. Die Gründung erfolgte in dem 1802 säkularisierten ehemaligen Augustinerchorherrenkloster Gaesdonck. In der dem Collegium gehörenden bedeutenden Klosterbibliothek befinden sich neben dem Archiv des ehemaligen Klosters Graefenthal rund 150 Handschriften des 15. Jahrhunderts, Wiegendrucke und Drucke des 16. bis 18. Jahrhunderts.

nach oben
Comes
Lateinischen für „Begleiter“,"Gefährte" „Gefolge“; urspr. ein römischer Amtstitel, gewann es im Laufe der Zeit mehrere Bedeutungen, u.a.  für Statthalter und Mitglieder des kaiserlichen Rats. Seit dem Mittelalter lateinisch für "Graf"

nach oben
Comptoir
nach oben
Corps
Französisch, gebräuliche Bezeichnung für besonders alte Studentenverbindungen.

nach oben
Corps de Logis
Französisch (Wohnkörper), bezeichnet den Hauptbau eines Schlosses oder Stadtpalais, in dem große Repräsentationsräume untergebracht sind.

nach oben
Couleur
Französisch, (1) Farbe, (2) studentische Verbindungsfarbe (Band und Mütze).

nach oben
Counter Intelligence Corps
Abkürzung CIC, amerikanischer Nachrichtendienst des Militärs, der während des Zweiten Weltkriegs für Spionage und Spionageabwehr, Verhinderung von Sabotage, Sicherheitsüberprüfung des amerikanischen Militärpersonals sowie für die Geheimhaltung von Militärprojekten (zum Beispiel Bau der Atombombe) zuständig war. Nach 1945 fahndete das CIC nach Kriegsverbrechern und warb ausländische Wissenschaftler für das Militär an. 1961 im Zuge einer Umstrukturierung mit Organisationen der Luftwaffe und Marine zur Defence Intelligence Agency verschmolzen.

nach oben
Curtis
Lateinisch,  Bezeichnung von grundherrlichen Großhöfen (curia) im Mittelalter.

nach oben
Dawes-Plan
Am 16.8.1924 in London abgeschlossener Vertrag zur Regelung der sich aus dem Versailler Vertrag ergebenden deutschen Reparationsleistungen. Das Vertragswerk basierte auf den Ergebnissen einer Kommission unter der Leitung des Finanzexperten Charles Gates Dawes (1865-1951). Die deutsche Wirtschaft wurde durch eine amerikanische Anleihe in Höhe von 800 Millionen Goldmark stabilisiert, die jährlich zu zahlenden Raten auf 2,5 Milliarden Reichsmark bis 1928/1929 festgelegt.

nach oben
Deduzieren
Lateinisch, das Besondere, den Einzelfall aus dem Allgemeinen ableiten.

nach oben
DEFA
Deutsche Film AG, Name des am 17.5.1946 gegründeten und ab 1950 staatlichen Filmstudios der DDR in Potsdam-Babelsberg. Es bestand bis zum Verkauf durch die Treuhandanstalt 1992.

nach oben
Dekan
Lateinisch, (1) Vorsteher einer Fakultät Lateinisch, bezeichnet fachlich nach den Hauptwissenschaften gegliederte Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule. an einer Universität, (2) höherer katholischer oder evangelischer Geistlicher, Vorsteher eines Dekanats oder Kirchenkreises.

nach oben
Demagogenverfolgung
Maßnahmen der Regierungen des Deutschen Bundes zur Unterdrückung liberaler und nationaler Strömungen zwischen 1819 und 1840.

nach oben
Demokratische Volkspartei
nach oben
Demontage
Französisch, Abbau, besonders von Maschinen- und Industrieanlagen und insbesondere deren Abtransport ins Ausland zur Wiedergutmachung von Kriegsschäden. Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg von den Siegermächten gegen Deutschland angewandt.

nach oben
Département
nach oben
Der Katholik
Katholische Wissenschaftszeitschrift (Vollständig: Der Katholik Katholische Wissenschaftszeitschrift (Vollständig: Der Katholik. Eine religiöse Zeitschrift zur Belehrung und Warnung; ab 1890: Zeitschrift für katholische Wissenschaft und kirchliches Leben), die sich offensiv mit Fragen oder Angriffen an/auf die katholische Lehre auseinandersetzte. Gegründet wurde sie im Jahre 1821 von den beiden Bischöfen Andreas Räß und Nikolaus v. Weis. . Eine religiöse Zeitschrift zur Belehrung und Warnung; ab 1890: Zeitschrift für katholische Wissenschaft und kirchliches Leben), die sich offensiv mit Fragen oder Angriffen an/auf die katholische Lehre auseinandersetzte. Gegründet wurde sie im Jahre 1821 von den beiden Bischöfen Andreas Räß und Nikolaus v. Weis.

nach oben
Desiderat
Lateinisch, Mangel, Lücke.

nach oben
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
Gegründet 1652 als "Academia Naturae Curiosorum" in Schweinfurt; älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft und Deutschland und weltälteste kontinuierlich bestehende naturforschende Akademie, 1677 von Kaiser Leopold I. (Regierungszeit 1658-1705) offiziell anerkannt und 1687 mit den Privilegien einer Reichsakademie ausgestatte, deren Sitz seit 1878 Halle an der Saale ist; seit 2008 "Nationale Akademie der Wissenschaften".

nach oben
Deutsche Arbeitsfront
Abkürzung DAF. Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften wurde am 10.5.1933 die DAF als Einheitsverband der Arbeitgeber und Arbeitnehmer gegründet. Rechtlich war die DAF ein der NSDAP angeschlossener Verband. Ihr Reichsleiter war Robert Ley. Die verschiedenen Wirtschaftszweige wurden als 'Reichsbetriebsgemeinschaften' der DAF eingegliedert (insgesamt 18). Außerdem waren als korporative Mitglieder die Reichskulturkammer (Oft: RKK) Am 22.9.1933 von Josef Goebbels als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Mittel um die deutschen Kunstschaffenden gleichzuschalten, da eine Nichtaufnahme oder ein Ausschluss meist wie ein staatlich verordnetes Berufsverbot wirkte. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, nonkonforme Künstler vom öffentlichen und kulturellen Leben auszuschließen. , die Organisation der gewerblichen Wirtschaft und der Reichsnährstand angeschlossen. Eine Sonderdienststelle war die nationalsozialistische Gemeinschaft 'Kraft durch Freude' (KdF) für Urlaubs- und Freizeitgestaltung. Die Zwangsgemeinschaft war mit 25 Millionen Mitgliedern im Jahre 1942 die größte Massenorganisation im Deutschen Reich. Dank des angeeigneten Vermögens der aufgelösten Gewerkschaften und der Beitragseinnahmen aus den hohen Mitgliederzahlen, war die DAF in der Lage, eigene Wirtschaftsunternehmen zu gründen (unter anderem Volkswagenwerk in Wolfsburg, Versicherungs- und Verlagsunternehmen, Bank deutscher Arbeit). Die DAF ermöglichte dem NS-Regime einen beherrschenden Einfluss in Wirtschaft und Gesellschaft. Durch das Kontrollratsgesetz Nr. 2 wurde sie am 10.10.1945 aufgelöst

nach oben
Deutsche Demokratische Partei
Abkürzung DDP, gebildet im November 1918 aus der bisherigen Fortschrittlichen Volkspartei und dem größten Teil der Nationalliberalen, um eine einzige liberale Sammlungspartei zu schaffen. Das misslang, da es zu keiner Einigung mit dem rechten Flügel der Nationalliberalen unter Gustav Stresemann (1878-1929) kam, der die Deutsche Volkspartei gründete.

nach oben
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Abkürzung DFG, 1949 Neugründung der ursprünglich 1920 gegründeten "Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft", später Umbenennung, Sitz in Bonn-Bad Godesberg. Die DFG ist die zentrale Körperschaft der deutschen Wissenschaft zur Förderung der Forschung in der Bundesrepublik Deutschland sowie zur Sicherung der internationalen Zusammenarbeit; sie gewährt finanzielle Unterstützungen, fördert und koordiniert Forschungsvorhaben, wacht über Verbindungen zwischen Forschung und Verwaltung und repräsentiert die deutsche Forschung im Ausland.

nach oben
Deutsche Fortschrittspartei
Gegründet im Juni 1861 aus dem Preußischen Abgeordnetenhaus von einer Gruppe liberaler Landtagsmitglieder; darunter Rudolf Virchow (1821-1902), Theodor Mommsen (1817-1903), Hermann Schultze-Delitzsch (1808-1883) und Werner Siemens (1816-1892). Sie forderte die Einigung Deutschlands unter preußischer Zentralgewalt, eine gemeinsame deutsche Volksvertretung, die verfassungsmäßige Rechtsstaatlichkeit, die Unabhängigkeit der Richter, die Verantwortlichkeit der Minister gegenüber dem Parlament,  die Zurückdrängung des Einflusses des preußischen Herrenhauses, die Beförderung der kommunalen und provinzialen Selbstverwaltung, die Trennung von Staat und Kirche, die Gleichberechtigung der Religionen und die obligatorische Zivilehe. 1861 hatte die Partei zwar erklärt, sich nicht in prinzipielle Opposition gegen die Regierung zu stellen, doch bekämpfte sie dann das Ministerium Bismarck, wobei es vor allem um die Heeresreform ging, für die sich die Liberalen aus wirtschaftlichen Gründen einsetzten. Die Regierung lehnte eine Verkürzung der Militärdienstzeit ab, während das preußische Abgeordnetenhaus die Zustimmung zum Budget verweigerte. Der Verfassungskonflikt, der sich daraus ergab, spaltete die Liberalen. Nach den Kriegserfolgen Bismarcks stimmte 1866 mehr als die Hälfte der liberalen Fraktion der Indemnitätsvorlage zu, um sich dann abzuspalten und die Nationalliberale Partei zu gründen.

nach oben
Deutsche Kampfspiele
1922 vom Reichsausschuss für Leibesübungen gegründete nationale Sportveranstaltung mit eindeutig politischem Charakter. Sie wurde im Gegensatz zu der internationalen olympischen Veranstaltung, von der Deutschland bis 1928 ausgeschlossen war, konstruiert und gilt heute als Vorgänger der NS-Kampfspiele.

nach oben
Deutsche Nationalversammlung
Erstes, frei gewähltes deutsches Parlament, ging aus Wahlen im Mai 1848 hervor und war das Ergebnis der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes. Tagte vom 18.5.1848 bis 31.5.1849 in der Frankfurter Paulskirche 1789-1833 errichteter klassizistischer Kirchenbau der evangelischen Gemeinde Frankfurts am Main. 1848-1849 Tagungsort der deutschen Nationalversammlung. .

nach oben
Deutsche Pfandbriefanstalt
Öffentlich-rechtliche Kreditanstalt, seit 1989 privatisiert; heute Deutsche Pfandbrief- und Hypothekenbank AG (Depfa).

nach oben
Deutsche Studentenschaft
Abkürzung DSt, 1919 in Würzburg gegründeter Zusammenschluss der Allgemeinen Studentenausschüsse der deutschen (einschließlich Danzig), österreichischen und sudetendeutschen Hochschulen. Seit 1931 vom NS-Studentenbund dominiert und 1936 mit diesem zusammengeschlossen unter dem "Reichsstudentenführer". 1945 durch das Kontrollratsgesetz Nr. 2 als NS-Organisation verboten.

nach oben
Deutscher Akademischer Austauschdienst
Abkürzung DAAD, Selbstverwaltungsorganisation der Mitgliedshochschulen der Westdeutschen Rektorenkonferenz, der Theologischen und der Kunsthochschulen in Form eines gemeinnützigen Vereins zur Pflege der akademischen Auslandsbeziehungen. Der 1931 in Berlin gegründete DAAD wurde 1950 in Bonn wiedergegründet.

nach oben
Deutscher Beamtenbund
Abkürzung DBB,  Zusammenschluss von 14 Gewerkschaften der im Bundesdienst oder im privaten Dienstleistungssektor Beschäftigten und von 26 Bundesfachgewerkschaften. Der DBB wurde 1918 als "Zusammenschluss der deutschen Beamten- und Lehrervereinigungen auf gewerkschaftlicher Grundlage" gegründet und nach Auflösung und Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten 1933, 1949 wiedergegründet.  Neben Beamten nimmt er auch Angestellte und Arbeiter als Mitglieder auf. Sitz ist Berlin.

nach oben
Deutscher Gewerkschaftsbund
Abkürzung DGB. Am 13.10.1949 gegründet. Vertritt die Gewerkschaften gegenüber politischen Entscheidungsträgern, Parteien und Verbänden in Bund, Ländern und Gemeinden. Der DGB ist die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften in Deutschland, sein Hauptsitz befindet sich in Berlin.

nach oben
Deutscher Idealismus
Eine Bewegung der deutschen Philosophie Ende des 18. Jahrhunderts, die es als ihre Aufgabe ansah, das von Immanuel Kant (1724-1804) begonnene Projekt zu Ende zu führen, Prinzipien des Wissens und der Ethik Griechisch, Sitte, Gewohnheit, das Teilgebiet der Philosophie, das sich mit der Frage nach Systemen und Prinzipien moralischen Handelns auseinandersetzt. allein auf die Autonomie des Geistes zurückzuführen. Dominierende Gedanken sind die der absoluten Einheit und der Geschichtlichkeit der Vernunft.

nach oben
Deutscher Presserat
Instanz der freiwilligen Selbstkontrolle der deutschen Presse, gegründet 1956 von fünf Zeitungsverlegern und fünf Journalisten. Der Presserat leistet Lobbyarbeit für die Pressefreiheit und befasst sich mit Beschwerden über redaktionelle Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften und bewertet sie nach dem Pressecodex. Mitglieder des Trägervereins sind der Bundesverband Deutscher Zeitschriftenverleger (BDZV), der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Deutsche Journalistinnen und Journalistenunion (diu) in der Gewerkschaft ver.di.

nach oben
Deutscher Volksrat
Beratendes und beschließendes Organ des Deutschen Volkskongresses, der sich 1947 aus Delegierten der Parteien in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) gebildet hatte, entwarf die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die am 7.10.1949 in Kraft trat.

nach oben
Deutscher Werkbund
Abkürzung DWB, 1907 in München gegründete Arbeitsgemeinschaft von Künstlern, Kunsthandwerkern und Industriellen für geschmackvolle Formengestaltung der Gegenstände des täglichen Lebens.

nach oben
Deutscher Zollverein
Zusammenschluss der deutschen Bundesstaaten auf dem Gebiet des Zolls und des Handels. Der am 22.3.1833 unterzeichnete Zollvereinigungsvertrag trat am 1.1.1834 in Kraft und blieb bis 1871 wirksam, für Luxemburg sogar bis 1919. Durch den Wegfall der Zollgrenzen zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten sowie der Vereinheitlichung von Gewichten und Währungen förderte der Zollverein die Industrialisierung und trug maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Für die Rheinprovinz war er die erste feste Klammer ihrer inneren Verschmelzung mit dem preußischen Staat.

nach oben
Deutsch-Französischer Freundschaftsvertrag
siehe Élysée-Vertrag

nach oben
Deutschnationale Volkspartei
Abkürzung DNVP, stärkste Rechtspartei in der Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. , gegründet im November 1918 von den bisherigen Deutschkonservativen, Freikonservativen, Deutschvölkischen und Christlichsozialen; die Partei war monarchistisch und betont nationalistisch ausgerichtet. Sie lehnte das parlamentarisch-demokratische System, den Versailler Vertrag, Pazifismus und Sozialismus ab. Sie beteiligte sich ab 1925 an Reichsregierungen. Sie stand seit 1928 unter der Führung des Zeitungsmagnaten Alfred Hugenberg (1865-1951). Seine Gegnerschaft zur Verständigungspolitik Gustav Stresemanns (1878-1929) führte zum Bündnis mit den Nationalsozialisten (1931 Harzburger Front) und am 30.1.1933 zur Beteiligung am Hitler-Kabinett. Auf Druck der NSDAP trat Hugenberg am 27.6.1933 als Wirtschafts- und Ernährungsminister zurück; kurz darauf löste sich die Partei auf.

nach oben
deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt
nach oben
Devisenvergehen
Verstoß gegen Vorschriften im Handel mit Devisen (im Ausland zahlbare Zahlungsansprüche in Fremdwährung).

nach oben
Devolutionskrieg
1667-1668 andauernder erster Krieg König Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) zur Eroberung der Spanischen Niederlande.

nach oben
Dialektgeographie
Teilgebiet der Dialektologie Teildisziplin der Sprachwissenschaft, die sich mit der Erforschung historischer und rezenter Mundarten befasst; heute oft der Sprachsoziologie zugeordnet. , das die Arealität phonetisch-phonologischer, morphologischer und lexikalischer Phänomene erforscht und auf Karten verzeichnet.

nach oben
Dialektik
Griechisch, Kunst der Beweisführung, (1) eine Methode des Erkenntnisgewinns über Frage und Antwort, oder (2) bei Hegel (1770-1831)  ein Erkenntnisprozess, in dem aus der Bildung einet Position automatisch auch ihr Gegenteil folgt. Beide werden dann in der Synthese zu einer neuen Einheit zusammengeführt, die beide Positionen in sich enthält.

nach oben
Dialektologie
Teildisziplin der Sprachwissenschaft, die sich mit der Erforschung historischer und rezenter Mundarten befasst; heute oft der Sprachsoziologie zugeordnet.

nach oben
Digesten
Bezeichnung für eine 533 vom oströmischen Kaiser Justinian in Auftrag gegebene Zusammenstellung von Auszügen aus den Werken antiker römischer Rechtsgelehrter.

nach oben
Dingstuhl
Gerichtsstätte.

nach oben
Dioramen
Zwei- oder dreidimensionale durch Modelle, Modellfiguren und Landschaften dargestellte Schaubilder.

nach oben
Diplom
Griechisch, (1) Urkunde, (2) akademischer Grad.

nach oben
Direktorium
Lateinisch, Vorstand, leitende Behörde. Von 1795-1799 im revolutionären Frankreich die oberste Regierungsbehörde (Directoire).

nach oben
Diskont
Zinsabzug bei noch nicht fälligen Zahlungen, vor allem bei Wechseln.

nach oben
Disputation
Lateinisch, gelehrtes Streitgespräch.

nach oben
Dissertation
Lateinisch (Erörterung), zur Erlangung des Doktorgrades verfasste wissenschaftliche Arbeit.

nach oben
Diversifizierung
Lateinisch-englisch, Ausweitung der Leistungen eines Unternehmens durch Einführung neuer Produkte auf neuen Märkten als unternehmenspolitische Maßnahme, um das Wachstum des Unternehmens zu sichern.

nach oben
documenta
Die 1955 von Arnold Bode (1900-1977) gegründete wohl größte und weltweit am meisten beachtete Ausstellung für zeitgenössische Kunst, findet alle fünf (ursprünglich alle vier) Jahre in Kassel statt und dauert jeweils 100 Tage.

nach oben
Domäne
Lateinisch, Herrschaft, Eigentum, Gewalt, (1) bezeichnet die dem Staate beziehungsweise Landesherrn gehörenden Landgüter, (2) das gesamte Vermögen des Staates beziehungsweise Landesherrn mit seinem Privatvermögen, beinhaltet unter anderem Rechte, Einküfte, Regalien.

nach oben
Domanialhof
Lateinisch, zum herrschaftlichen Landbesitz gehörender Hof.

nach oben
Doppelarkade
Zwei Arkaden, die durch einen überspannenden  Blendbogen oder sichtbaren Entlastungsbogen zu einer Einheit zusammengefasst sind.

nach oben
Doppelkirche
Kapelle mit unterem und oberem Raum, meist durch eine zentrale Öffnung miteinander verbunden, findet sich vor allem in  Burgen und Pfalzen, die obere Kirche war für die Herrschaft und ihr Gefolge bestimmt, die untere für das Gesinde. Ein berühmtes rheinisches Beispiel ist die Doppelkirche Kapelle mit unterem und oberem Raum, meist durch eine zentrale Öffnung miteinander verbunden, findet sich vor allem in  Burgen und Pfalzen, die obere Kirche war für die Herrschaft und ihr Gefolge bestimmt, die untere für das Gesinde. Ein berühmtes rheinisches Beispiel ist die Doppelkirche in Schwarzrheindorf (heute Stadt Bonn) aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. in Schwarzrheindorf (heute Stadt Bonn) aus der Mitte des 12. Jahrhunderts.

nach oben
Dortmunder Rezess
Im Rahmen des Jülich-bergischen Erbfolgestreits am 10.6.1609 geschlossene Vereinbarung zwischen Pfalz-Neuburg und Brandenburg mit Zustimmung der jeweiligen Landstände Im Territorialstaat des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Bezeichnung für die politischen Vertretungen der Stände, die bei der Gesetzgebung und Verwaltung mitwirkten. Die Stände (Prälaten, Adel und Städte, sowie in wenigen Territorien auch die Bauern) versammelten sich auf den Landtagen und vertraten das Land gegenüber dem Landesherrn. Eines der wichtigsten Rechte der Landstände war das der Steuerbewilligung. : Die Erbanwärter auf die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Mark-Berg, Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Johann Sigismund von Brandenburg (Regierungszeit 1608-1619), einigten sich darauf, die Territorien bis zur weiteren Klärung gemeinsam zu regieren. Die Ansprüche anderer Parteien auf das Land - darunter des Kaisers - wurden somit abgewiesen. Gleichzeitig wurde der Teilung des Landes in zwei Herrschaftsbereiche vorgegriffen. Der Vertrag von XantenIm Jülich-klevischen Erbfolgestreit einigten sich am 13.1.1614 in Xanten unter Vermittlung der europäischen Großmächte die gemeinsam regierenden Prätendenten auf die Aufteilung der Vereinigten Herzogtümer: Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg erhielt Jülich und Berg, Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg (Regierungszeit 1608-1619) Kleve, Mark und das ostwestfälische Ravensberg. vom 12.11.1614 löste den Dortmunder RezessIm Rahmen des Jülich-bergischen Erbfolgestreits am 10.6.1609 geschlossene Vereinbarung zwischen Pfalz-Neuburg und Brandenburg mit Zustimmung der jeweiligen Landstände: Die Erbanwärter auf die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Mark-Berg, Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg und Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg (Regierungszeit 1608-1619), einigten sich darauf, die Territorien bis zur weiteren Klärung gemeinsam zu regieren. Die Ansprüche anderer Parteien auf das Land - darunter des Kaisers - wurden somit abgewiesen. Gleichzeitig wurde der Teilung des Landes in zwei Herrschaftsbereiche vorgegriffen. Der Vertrag von Xanten vom 12.11.1614 löste den Dortmunder Rezess ab. ab.

nach oben
Dreiklassenwahlrecht
Das von König Friedrich Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858) 1849 verordnete Wahlrecht für das preußische Abgeordnetenhaus und die Gemeindevertretungen teilte die Wähler nach ihrem direkten Steueraufkommen in drei Klassen ein. Danach wählten in öffentlichen Wahlen wenige Höchstbesteuerte ebenso viele Wahlmänner wie die größere Zahl der mittleren Schicht und die große Zahl der gering Besteuerten. Erst die Wahlmänner wählten die Abgeordneten. Die Wahl zum preußischen Abgeordnetenhaus war also öffentlich, indirekt und ungleich. Erstmals verankert worden war das Dreiklassenwahlrecht Das von König Friedrich Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858) 1849 verordnete Wahlrecht für das preußische Abgeordnetenhaus und die Gemeindevertretungen teilte die Wähler nach ihrem direkten Steueraufkommen in drei Klassen ein. Danach wählten in öffentlichen Wahlen wenige Höchstbesteuerte ebenso viele Wahlmänner wie die größere Zahl der mittleren Schicht und die große Zahl der gering Besteuerten. Erst die Wahlmänner wählten die Abgeordneten. Die Wahl zum preußischen Abgeordnetenhaus war also öffentlich, indirekt und ungleich. Erstmals verankert worden war das Dreiklassenwahlrecht in der Rheinischen Gemeindeordnung von 1845. Es galt in Preußen bis 1918. in der Rheinischen Gemeindeordnung von 1845. Es galt in Preußen bis 1918.

nach oben
Drolerie
nach oben
Drost
Niederdeutsche Entsprechung von Truchsess, Vorsteher einer Burgmannschaft, Verwalter eines landesherrlichen Amtes, siehe auch Amtmann.

nach oben
Dualismus
Lateinisch, (1) in der Philosophie Bezeichnung für diejenigen Theorien, die auf zwei essentiell verschiedenen Prinzipien beruhen. (2) Deutscher Dualismus Lateinisch, (1) in der Philosophie Bezeichnung für diejenigen Theorien, die auf zwei essentiell verschiedenen Prinzipien beruhen. (2) Deutscher Dualismus ist die Bezeichnung für die Rivalität zwischen Preußen und Österreich im 19. Jahrhundert, die maßgeblich zur Bildung des Deutschen Reiches 1871 als Kleindeutschland beitrug. Der deutsche Dualismus hat seine Anfänge im 18. Jahrhundert in den Schlesischen Kriegen Friedrichs II. (Regierungszeit 1740-1786). ist die Bezeichnung für die Rivalität zwischen Preußen und Österreich im 19. Jahrhundert, die maßgeblich zur Bildung des Deutschen Reiches 1871 als Kleindeutschland beitrug. Der deutsche Dualismus Lateinisch, (1) in der Philosophie Bezeichnung für diejenigen Theorien, die auf zwei essentiell verschiedenen Prinzipien beruhen. (2) Deutscher Dualismus ist die Bezeichnung für die Rivalität zwischen Preußen und Österreich im 19. Jahrhundert, die maßgeblich zur Bildung des Deutschen Reiches 1871 als Kleindeutschland beitrug. Der deutsche Dualismus hat seine Anfänge im 18. Jahrhundert in den Schlesischen Kriegen Friedrichs II. (Regierungszeit 1740-1786). hat seine Anfänge im 18. Jahrhundert in den Schlesischen Kriegen Friedrichs II. (Regierungszeit 1740-1786).

nach oben
Düsseldorfer Malerschule
An der 1819 wieder begründeten Kunstakademie Düsseldorf formierte sich unter ihren Direktoren Peter Cornelius (Amtszeit 1819-1826)  und Wilhelm von Schadow (Amtszeit 1826-1859) die "Düsseldorfer Malerschule An der 1819 wieder begründeten Kunstakademie Düsseldorf formierte sich unter ihren Direktoren Peter Cornelius (Amtszeit 1819-1826)  und Wilhelm von Schadow (Amtszeit 1826-1859) die "Düsseldorfer Malerschule", die bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Künstler anzog und in der Monumental-, Historien-, Landschafts- und Genremalerei Werke hervorbrachte, die bis heute wertgeschätzt werden. ", die bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Künstler anzog und in der Monumental-, Historien-, Landschafts- und Genremalerei Sittenmalerei, Darstellungen des alltäglichen Lebens im Bild; nach Vorstufen in der Spätgotik Blütezeit vom 16.-19. Jahrhundert. Werke hervorbrachte, die bis heute wertgeschätzt werden.

nach oben
Eburonen
Keltischer Volksstamm, dessen Siedlungsgebiet zwischen Rhein, Maas, Nordardennen und Eifel lag. 57 v. Chr. beteiligten sie sich an Caesars Unterwerfung der Belgen, erhoben sich aber unter ihrem Anführer Ambiorix 54 v. Chr. und vernichteten zwei römische Legionen. Zwischen 53 v. Chr. und 51 v. Chr wurden sie durch Caesar unterworfen.

nach oben
Edelweißpiraten
Sammelbegriff für von HJ siehe Hitler-Jugend , Gestapo und Justiz während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgte illegale Jugendgruppen, die sich in Opposition zur HJ siehe Hitler-Jugend sahen und teilweise an der bündischen Tradition orientierten. Als Ausdruck jugendlichen Nonkonformismus Lateinisch-englisch, bezeichnet eine individualistische Haltung in weltanschaulichen, religiösen,  politischen und sozialen Fragen. und vereinzelter Opposition galten Sabotageakte, Schlägereien mit der HJ siehe Hitler-Jugend , Abhören alliierter Sender, Verbreitung von Flugblättern oder Kontakte zu ausländischen Zwangsarbeitern. Eine Zusammenarbeit mit politisch motivierten Widerstandskreisen kam nur in seltenen Ausnahmefällen zustande. Zahlreiche durch das NS-Regime verfolgte Edelweißpiraten Sammelbegriff für von HJ, Gestapo und Justiz während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgte illegale Jugendgruppen, die sich in Opposition zur HJ sahen und teilweise an der bündischen Tradition orientierten. Als Ausdruck jugendlichen Nonkonformismus und vereinzelter Opposition galten Sabotageakte, Schlägereien mit der HJ, Abhören alliierter Sender, Verbreitung von Flugblättern oder Kontakte zu ausländischen Zwangsarbeitern. Eine Zusammenarbeit mit politisch motivierten Widerstandskreisen kam nur in seltenen Ausnahmefällen zustande. Zahlreiche durch das NS-Regime verfolgte Edelweißpiraten wurden verhaftet und in Arbeitserziehungs- und Konzentrationslager deportiert, zum Tode verurteilt oder ohne Gerichtsverfahren hingerichtet. wurden verhaftet und in Arbeitserziehungs- und Konzentrationslager Ursprünglich als „Schutzhaftlager“ verwendet, wurden die vom NS-Regime während des "Dritten Reiches" errichteten Lager zur Internierung missliebiger Personen (zum Beispiel Juden, Zigeuner, demokratische und kommunistische Politiker, Geistliche, NS-Widerstandskämpfer, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Behinderte und sogenannte Asoziale) genutzt. Als wichtiges Instrumente des Staatsterrors wurden bis Kriegsbeginn sieben KZ errichtet, bis 1945 22 Hauptlager mit zahlreichen Außenlagern und Außenkommandos. Neben der Nutzung als Arbeitslager dienten einige der KZ ab 1941 als Vernichtungslager. deportiert, zum Tode verurteilt oder ohne Gerichtsverfahren hingerichtet.

nach oben
Edikt von Potsdam
Auch Toleranzedik, am 8.11.1685 durch Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Regierungszeit 1640-1688) erlassen, erlaubte es den in Frankreich verfolgten Hugenotten die Ansiedlung auf brandenburgischem Gebiet und stattete sie zwecks Förderung der Wirtschaft mit Privilegien (zum Beispiel niedrigeren Steuern und Zöllen, Subventionen für Unternehmen) aus.

nach oben
Ehrendoktor
Wird seit dem 19.Jahrhundert ehrenhalber (honoris causa) für hervorragende Verdienste um die verleihende Hochschule oder auf wissenschaftlichem Gebiet verliehen. Der Ehrendoktor Wird seit dem 19.Jahrhundert ehrenhalber (honoris causa) für hervorragende Verdienste um die verleihende Hochschule oder auf wissenschaftlichem Gebiet verliehen. Der Ehrendoktor ist kein akademischer Grad, sondern eine Auszeichnung. ist kein akademischer Grad, sondern eine Auszeichnung.

nach oben
Eigenkirche
Bezeichnet im Eigentum eines weltlichen Grundherrn stehende mittelalterliche Kirchen oder Klöster (Eigenkloster). Dem Grundherrn stand neben dem wirtschaftlichen Ertrag des Kirchengutes auch das Recht zu, Geistliche (bei Eigenklöstern auch Äbte und Pröpste) zu ernennen und in ihr Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. einzusetzen (Investitur). Große Bedeutung erlangte das Eigenkirchenwesen für den Ausbau der ländlichen Kirchenorganisation und für die Ausbreitung des Klosterwesens. Im Hochmittelalter entwickelte sich um das Verhältnis von König und Reichskirche (Besetzung der Reichsbistümer und Reichsabteien) der Investiturstreit. Mit dem Wormser Konkordat 1122 wurde das Eigenkirchenrecht siehe Eigenkirche in ein Inkorporations- beziehungsweise Patronatsrecht umgewandelt.

nach oben
Eigenkirchenrecht
nach oben
EinheitsgewerkschaftBezeichnung für eine Gewerkschaft, die unabhängig und weder parteipolitisch noch weltanschaulich gebunden ist.

nach oben
Einjähriger Freiwilliger
1813 in Preußen, 1871 im Deutschen Reich eingeführtes Vorrecht für Wehrpflichtige mit einem höheren Schulabschluss, das es ermöglichte, den Wehrdienst auf zwölf Monate verkürzt als Reserveoffizieranwärter abzuleisten mit der Verpflichtung, eigenverantwortlich für Unterbringung, Bekleidung, Verpflegung und Ausrüstung aufzukommen.

nach oben
Eiserner Vorhang
(1) Feuersicherer und rauchfester Theatervorhang, (2) nach 1945 während der Zeit des Kalten Krieges durch Winston Churchill verbreitete politische Bezeichnung für die Abschließung des kommunistisch-osteuropäischen Machtbereichs von der westlichen Welt.

nach oben
Eisernes Kreuz
Abkürzung EK, von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840) zu Beginn der Befreiungskriege Auch Freiheitskriege oder Sechster Koalitionskrieg. Bezeichnung der Kriege zwischen dem napoleonischen Frankreich und der Allianz seiner Gegner zwischen der Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug 1812 und der Unterzeichnung des Pariser Friedens 1814. 1813 gestiftetes militärisches Ehrenzeichen. Weitere Stiftungen erfolgten 1870, 1914 und 1939.

nach oben
Elberfelder System
Als System der offenen Armenpflege an Stelle des Armenhauses entwickelt. Es überführte die althergebrachte patriarchalische Fürsorge des städtischen Bürgertums für die Armen in eine öffentliche Institution. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das "Elberfelder System Als System der offenen Armenpflege an Stelle des Armenhauses entwickelt. Es überführte die althergebrachte patriarchalische Fürsorge des städtischen Bürgertums für die Armen in eine öffentliche Institution. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das "Elberfelder System" von den meisten deutschen Städten übernommen. " von den meisten deutschen Städten übernommen.

nach oben
EL-DE-Haus
Der Name ergibt sich aus den Initialen seines ehemaligen Besitzers Leopold Dahmen, der es 1934 in der Kölner Altstadt, Appellhofplatz in Auftrag gab. Nach dem Baustopp im Jahre 1935 mietete die Gestapo das Gebäude, um es als Dienststelle und Gefängnis zu nutzen. Seit 1988 ist das Haus Sitz des NS-Dokumentationszentrums Köln.

nach oben
Elekt
Lateinisch (Gewählter), Inhaber eines geistlichen oder weltlichen Amtes, der noch nicht geweiht beziehungsweise gekrönt ist.

nach oben
Elser-Attentat
Von Georg Elser (1903-1945) ein Jahr lang geplantes und am 8.11.1939 im Münchener Bürgerbräukeller durchgeführtes Bombenattentat mit dem Ziel Adolf Hitler (1889-1945), Hermann Göring (1893-1946) und Joseph Goebbels (1897-1945) zu ermorden und damit den drohenden Krieg abzuwenden. Das Attentat scheiterte, da Hitler seine übliche Redezeit verkürzte und während der Detonation der Bombe nicht mehr anwesend war. Acht Menschen wurden getötet , 63 verletzt. Elser wurde noch am gleichen Abend auf seiner Flucht in die Schweiz festgenommen, verhört, in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau interniert und schließlich am 5.4.1945 hingerichtet.

nach oben
Emanzipation der Juden
Lateinisch (Freilassung), bezeichnet die Anerkennung der rechtlich, religiös und sozial diskriminierten Juden als gleichberechtigte Staatsbürger seit dem 18. Jahrhundert, siehe auch Aufklärung.

nach oben
Emeritierung
Lateinisch, Entbindung (1)  eines Hochschullehrers von den alltäglichen Pflichten des Lehrbetriebs, wobei der Emeritus seine akademischen Rechte behält und weiterhin Diplomanden und Doktoranden betreuen kann, (2) von Bischöfen oder Domkapitulare von Leitungsaufgabe, wobei sie alle Rechte behalten, die an ihre Weihe geknüpft sind.

nach oben
Emissionen
Lateinisch, Bezeichnung (1) für die Aussendung von Energie oder Materie in Form von Wellen und Teilchen (Physik), (2) für die Abgabe von Substanzen an die Umwelt (Ökologie), (3) Ausgabe von Wertpapieren oder Geld (Wirtschaft), (4) Ausgabe von Briefmarken oder einer Briefmarkenserie (Philatelie).

nach oben
Empirie
Auf (vor allen Dingen sinnlicher) Erfahrung beruhend.

nach oben
Empirismus
Auf der Grundannahme basierende Weltsicht, dass alles Wissen allein aus der Erfahrung (das heißt a posteriori) abgeleitet werden kann.

nach oben
Emser Punktation
Von den Erzbischöfen von Mainz, Trier, Köln und Salzburg am 25.8.1786 verfasste Erklärung, welche die deutsch-katholische Emanzipation von Rom forderte. Die Punktation scheiterte an der1789 ausbrechenden französischen Revolution, sowie der wachsenden Uneinigkeit des deutschen Episkopats, die Kaiser Joseph II. von seiner anfänglich wohlwollenden Haltung abrücken ließ.

nach oben
Enquêtekommission
Bezeichnet einen aus Abgeordneten bestehenden überfraktionellen Ausschuss, der im Auftrag des Parlaments oder Bundestages Untersuchungen vornimmt und Lösungen zu juristischen, sozialen, ethischen oder ökonomischen Fragestellungen finden soll.

nach oben
Entartete Kunst
Bezeichnung für Kunstwerke und Kunstströmungen, die nicht dem nationalsozialistischen Kunstverständnis und Schönheitsideal entsprachen. Die Bezeichnung richtete sich vor allem gegen die Richtungen der Moderne Sammelbegriff für die Kunst und Architektur seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Gegensatz zum Historismus des 19. Jahrhunderts. (zum Beispiel Impressionismus Lateinisch-französisch (Impression = Eindruck),  im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstandene Stilrichtung der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik. Der Name stammt von einem "Impression" betitelten und 1877 in Paris ausgestellten Gemälde von Claude Monet (1840-1926). , Expressionismus Lateinisch-neulateinisch (Ausdruckskunst),  Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Stilrichtung der bildenden Kunst, der Literatur und um 1920 auch der Musik. Der Expressionismus steht im bewussten Gegensatz zum Impressionismus. Der Begriff wird erstmals 1911 gebraucht. , abstrakte Kunst), gegen politische Kunst, Kunstwerke jüdischer und farbiger Künstler. Das Kunstideal der Nationalsozialisten richtete sich auch gegen Archtiektur, Literatur, Film, Musik und Theater. Viele verfemte Künstler emigrierten nach 1933; nach Inkrafttreten des „Gesetzes über Einziehung von Erzeugnissen entarteter Kunst“ 1938 wurden zahlreiche Kunstwerke beschlagnahmt, vernichtet oder ins Ausland verkauft. Die Wanderausstellung „Entartete KunstBezeichnung für Kunstwerke und Kunstströmungen, die nicht dem nationalsozialistischen Kunstverständnis und Schönheitsideal entsprachen. Die Bezeichnung richtete sich vor allem gegen die Richtungen der Moderne (zum Beispiel Impressionismus, Expressionismus, abstrakte Kunst), gegen politische Kunst, Kunstwerke jüdischer und farbiger Künstler. Das Kunstideal der Nationalsozialisten richtete sich auch gegen Archtiektur, Literatur, Film, Musik und Theater. Viele verfemte Künstler emigrierten nach 1933; nach Inkrafttreten des „Gesetzes über Einziehung von Erzeugnissen entarteter Kunst“ 1938 wurden zahlreiche Kunstwerke beschlagnahmt, vernichtet oder ins Ausland verkauft. Die Wanderausstellung „Entartete Kunst“ zeigte ab 1937 ausgewählte Werke, die mit diffamierenden Texten und Fotos Behinderter bei den 3,2 Millionen Besuchern Abscheu erwecken sollten.“ zeigte ab 1937 ausgewählte Werke, die mit diffamierenden Texten und Fotos Behinderter bei den 3,2 Millionen Besuchern Abscheu erwecken sollten.

nach oben
Entente
Französisch-lateinisch (Einverständnis, Bündnis), bezeichnet (1) das 1904 zwischen Frankreich und England geschlossene Bündnis zur Verständigung über die nordafrikanische Kolonisation (EntenteFranzösisch-lateinisch (Einverständnis, Bündnis), bezeichnet (1) das 1904 zwischen Frankreich und England geschlossene Bündnis zur Verständigung über die nordafrikanische Kolonisation (Entente cordiale), das 1907 durch Einbeziehung Russlands zur Tripelentente erweitert wurde. Im Ersten Weltkrieg agierten die Bündnispartner der Tripelentente als Gegner der sogenannten Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn, (2) durch Eduard Benesch (1884-1948) 1920/1921 begründetes Bündnis zwischen der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Rumänien (Kleine Entente) zur Absicherung der nach dem Ersten Weltkrieg erworbenen Gebiete gegen Ungarn. cordiale), das 1907 durch Einbeziehung Russlands zur Tripelentente erweitert wurde. Im Ersten Weltkrieg agierten die Bündnispartner der Tripelentente als Gegner der sogenannten Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn, (2) durch Eduard Benesch (1884-1948) 1920/1921 begründetes Bündnis zwischen der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Rumänien (Kleine EntenteFranzösisch-lateinisch (Einverständnis, Bündnis), bezeichnet (1) das 1904 zwischen Frankreich und England geschlossene Bündnis zur Verständigung über die nordafrikanische Kolonisation (Entente cordiale), das 1907 durch Einbeziehung Russlands zur Tripelentente erweitert wurde. Im Ersten Weltkrieg agierten die Bündnispartner der Tripelentente als Gegner der sogenannten Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn, (2) durch Eduard Benesch (1884-1948) 1920/1921 begründetes Bündnis zwischen der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Rumänien (Kleine Entente) zur Absicherung der nach dem Ersten Weltkrieg erworbenen Gebiete gegen Ungarn. ) zur Absicherung der nach dem Ersten Weltkrieg erworbenen Gebiete gegen Ungarn.

nach oben
Entnazifizierung
Auf Grundlage des Potsdamer Abkommens 1945 beschlossene Maßnahmen der alliierten Besatzungsmächte zur Entfernung ehemaliger Nationalsozialisten aus einflussreichen Stellungen und Ausschaltung nationalsozialistischer Einflüsse auf die deutsche Bevölkerung, Kultur, Politik, Wirtschaft und Presse. In den einzelnen Besatzungszonen wurde die Umsetzung mit unterschiedlicher Intensität durchgeführt. In den drei Westzonen wurden ab 1946 entsprechende Gesetze erlassen, welche die Betroffenen in fünf Kategorien einteilten: Hauptschuldige, Belastete, Minderbelastete, Mitläufer und Entlastete. Für die EntnazifizierungAuf Grundlage des Potsdamer Abkommens 1945 beschlossene Maßnahmen der alliierten Besatzungsmächte zur Entfernung ehemaliger Nationalsozialisten aus einflussreichen Stellungen und Ausschaltung nationalsozialistischer Einflüsse auf die deutsche Bevölkerung, Kultur, Politik, Wirtschaft und Presse. In den einzelnen Besatzungszonen wurde die Umsetzung mit unterschiedlicher Intensität durchgeführt. In den drei Westzonen wurden ab 1946 entsprechende Gesetze erlassen, welche die Betroffenen in fünf Kategorien einteilten: Hauptschuldige, Belastete, Minderbelastete, Mitläufer und Entlastete. Für die Entnazifizierung zuständig waren verhandelnde Spruchkammern, die als Strafen unter anderem Haft, Berufsverbot, Amtsenthebung und Geldbußen verhängten. In der sowjetischen Zone führten Entnazifizierungskommissionen das Verfahren. Endgültig abgeschlossen wurde die Entnazifizierung mit dem am 1.7.1951 in Kraft getretenen Entnazifizierungsschlussgesetz. zuständig waren verhandelnde Spruchkammern, die als Strafen unter anderem Haft, Berufsverbot, Amtsenthebung und Geldbußen verhängten. In der sowjetischen Zone führten Entnazifizierungskommissionen das Verfahren. Endgültig abgeschlossen wurde die EntnazifizierungAuf Grundlage des Potsdamer Abkommens 1945 beschlossene Maßnahmen der alliierten Besatzungsmächte zur Entfernung ehemaliger Nationalsozialisten aus einflussreichen Stellungen und Ausschaltung nationalsozialistischer Einflüsse auf die deutsche Bevölkerung, Kultur, Politik, Wirtschaft und Presse. In den einzelnen Besatzungszonen wurde die Umsetzung mit unterschiedlicher Intensität durchgeführt. In den drei Westzonen wurden ab 1946 entsprechende Gesetze erlassen, welche die Betroffenen in fünf Kategorien einteilten: Hauptschuldige, Belastete, Minderbelastete, Mitläufer und Entlastete. Für die Entnazifizierung zuständig waren verhandelnde Spruchkammern, die als Strafen unter anderem Haft, Berufsverbot, Amtsenthebung und Geldbußen verhängten. In der sowjetischen Zone führten Entnazifizierungskommissionen das Verfahren. Endgültig abgeschlossen wurde die Entnazifizierung mit dem am 1.7.1951 in Kraft getretenen Entnazifizierungsschlussgesetz. mit dem am 1.7.1951 in Kraft getretenen Entnazifizierungsschlussgesetz.

nach oben
Entnazifizierungsausschuss
siehe EntnazifizierungAuf Grundlage des Potsdamer Abkommens 1945 beschlossene Maßnahmen der alliierten Besatzungsmächte zur Entfernung ehemaliger Nationalsozialisten aus einflussreichen Stellungen und Ausschaltung nationalsozialistischer Einflüsse auf die deutsche Bevölkerung, Kultur, Politik, Wirtschaft und Presse. In den einzelnen Besatzungszonen wurde die Umsetzung mit unterschiedlicher Intensität durchgeführt. In den drei Westzonen wurden ab 1946 entsprechende Gesetze erlassen, welche die Betroffenen in fünf Kategorien einteilten: Hauptschuldige, Belastete, Minderbelastete, Mitläufer und Entlastete. Für die Entnazifizierung zuständig waren verhandelnde Spruchkammern, die als Strafen unter anderem Haft, Berufsverbot, Amtsenthebung und Geldbußen verhängten. In der sowjetischen Zone führten Entnazifizierungskommissionen das Verfahren. Endgültig abgeschlossen wurde die Entnazifizierung mit dem am 1.7.1951 in Kraft getretenen Entnazifizierungsschlussgesetz. .

nach oben
Epigonal
Lateinisch, nachahmend.

nach oben
Epigraphik
Griechisch-neulateinisch, Inschriftenkunde.

nach oben
Epitaph
Griechisch-lateinisch, (1) Grabschrift, Gedenktafel mit Inschriften für einen Verstorbenen an einer Kirchenwand oder einem Kirchenpfeiler, (2) in der orthodoxen Kirche das am Karfreitag aufgestellte Christusbild.

nach oben
Erblandesvereinigung von 1463
Erzbischof Dietrich II. von Moers hatte das Kurfürstentum Köln finanziell ruiniert hinterlassen. Die Erblandesvereinigung von 1463 Erzbischof Dietrich II. von Moers hatte das Kurfürstentum Köln finanziell ruiniert hinterlassen. Die Erblandesvereinigung von 1463 diente der Überwindung der Missstände. Zukünftig waren Wahl und Huldigung des neuen Erzbischofs mit der vorherigen Beschwörung der Erblandesvereinigung verknüpft. Alle wichtigeren Maßnahmen, vor allem die finanziellen, waren danach an die Zustimmung der Landstände gebunden. Die Erblandesvereinigung wurde 1550 von den Ständen gemeinsam mit Erzbischof Adolf von Schauenburg erneuert diente der Überwindung der Missstände. Zukünftig waren Wahl und Huldigung des neuen Erzbischofs mit der vorherigen Beschwörung der Erblandesvereinigung verknüpft. Alle wichtigeren Maßnahmen, vor allem die finanziellen, waren danach an die Zustimmung der Landstände Im Territorialstaat des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Bezeichnung für die politischen Vertretungen der Stände, die bei der Gesetzgebung und Verwaltung mitwirkten. Die Stände (Prälaten, Adel und Städte, sowie in wenigen Territorien auch die Bauern) versammelten sich auf den Landtagen und vertraten das Land gegenüber dem Landesherrn. Eines der wichtigsten Rechte der Landstände war das der Steuerbewilligung. gebunden. Die Erblandesvereinigung wurde 1550 von den Ständen gemeinsam mit Erzbischof Adolf von Schauenburg erneuert

nach oben
Erbmarschall
Der Inhaber diese Amtes führte stellvertretend für den Erzmarschall (Herzog von Sachsen) dessen zeremonielle Pflichten am Königshofe und bei Krönungen aus. Seit dem 12. Jahrhundert war das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. erblich und wurde von den Grafen von Pappenheim ausgeübt.

nach oben
Erbreich
Bezeichnet nach dem Tode oder der Abdankung des Herrschers den Übergang des Reiches und der Regierung an den Erben, im Gegensatz zum Wahlreich, bei welchem nach dem Tode beziehungsweise der Abdankung ein neuer Regent durch Wahl bestimmt wird.

nach oben
Erfurter Reichstag
Auf dem im November 1181 abgehaltenen Erfurter Reichstag Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags. unterwarf sich Heinrich der Löwe (um 1129-1195) nach langjährigen Auseinandersetzungen und einem Reichskrieg Kaiser Friedrich I. Barbarossa (Regierungszeit 1152-1190). In der Folge ging der ehemalige Herzog von Sachsen, Bayern, Westfalen und Engern zahlreicher Gebiete verlustig und musste 1182 für drei Jahre ins Exil nach England gehen. Seine Stellung als mächtigster Reichsfürst ging auf den Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg (Episkopat 1167-1191) über.

nach oben
Erfurter Unionsparlament
Vom 20.3.-29.4.1850 tagende Parlamentarierversammlung, die nach dem Scheitern der Frankfurter Nationalversammlung Auch Frankfurter Parlament oder Deutsche Nationalversammlung, erstes frei gewähltes deutsches Parlament, das 18.5.1848-31.5.1849 in der Frankfurter Paulskirche tagte. eine Reichseinigung unter Ausschluss Österreichs (Kleindeutsche Lösung Auf der Frankfurter Nationalversammlung 1848 verabschiedetes Modell zur Vereinigung der Staaten des Deutschen Bundes unter Führung Preußens und Ausschluss Österreichs. Demgegenüber stand die Großdeutsche Lösung zur Diskussion (Einbeziehung Österreichs). Als Vorsstufe des Deutschen Kaiserreiches 1871 wurde die kleindeutsche Lösung zunächst größtenteils mit der Gründung des Norddeutschen Bundes 1866 verwirklicht. ) erreichen wollte. Preußen sollte demnach die österreichische Vormachtstellung im Deutschen Bund ablösen und die neue Union dominieren. Die Umsetzung scheiterte jedoch am Widerstand Österreichs, Bayerns und Württembergs. In der Folge musste Preußen auf die Kleindeutsche Lösung Auf der Frankfurter Nationalversammlung 1848 verabschiedetes Modell zur Vereinigung der Staaten des Deutschen Bundes unter Führung Preußens und Ausschluss Österreichs. Demgegenüber stand die Großdeutsche Lösung zur Diskussion (Einbeziehung Österreichs). Als Vorsstufe des Deutschen Kaiserreiches 1871 wurde die kleindeutsche Lösung zunächst größtenteils mit der Gründung des Norddeutschen Bundes 1866 verwirklicht. verzichten, der Konflikt zwischen Österreich und Preußen prägte in den nächsten Jahren die Politik und führte schließlich 1866 zur Auflösung des Deutschen Bundes (Deutscher Krieg).

nach oben
Erkenntnistheorie
Das Teilgebiet der Philosophie betreffend, das sich mit der Natur, Grenzen, Ursprüngen und Möglichkeiten von Wissen beschäftigt.

nach oben
Ermächtigungsgesetz
Am 23.3.1933 als „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ beschlossenes und am 24.3.1933 in Kraft getretenes Reichsgesetz, das der Reichsregierung die Befugnis gab, Gesetze ohne Bestätigung des Reichstages, des Reichsrates und des Reichspräsidenten zu erlassen. Das zunächst bis zum 1.4.1937 befristete, 1937 und 1939 durch Reichstagsbeschluss, 1943 durch Führererlass verlängerte ErmächtigungsgesetzAm 23.3.1933 als „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ beschlossenes und am 24.3.1933 in Kraft getretenes Reichsgesetz, das der Reichsregierung die Befugnis gab, Gesetze ohne Bestätigung des Reichstages, des Reichsrates und des Reichspräsidenten zu erlassen. Das zunächst bis zum 1.4.1937 befristete, 1937 und 1939 durch Reichstagsbeschluss, 1943 durch Führererlass verlängerte Ermächtigungsgesetz setzte grundlegende Prinzipien des demokratischen Rechtsstaates und der Weimarer Verfassung außer Kraft. Zusammen mit der „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28.2.1933 bildete es die gesetzlichen Grundlagen für die Errichtung des NS-Diktatur. setzte grundlegende Prinzipien des demokratischen Rechtsstaates und der Weimarer Verfassung außer Kraft. Zusammen mit der „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28.2.1933 bildete es die gesetzlichen Grundlagen für die Errichtung des NS-Diktatur.

nach oben
Erste Internationale
Auch Internationale Arbeiterassoziation Die Internationale Arbeiterassoziation (IAA) – auch Erste Internationale genannt – wurde am 28.9.1864 in London gegründet. Der Anstoß war von englischen und französischen Arbeitervertretern ausgegangen. 1876 wurde die Erste Internationale, inzwischen nach New York verlegt, aufgelöst. (IAA), 1864 in London gegründeter Zusammenschluss internationaler Arbeitergesellschaften zur Emanzipation der Arbeiter. Aufgrund von Streitigkeiten um die Form der Organisation der Arbeiterparteien zwischen Karl Marx (zentralistische Führung durch die Internationale) und Michail Bakunin (herrschaftslose Organisation) kam es 1872 auf dem Den Haager Kongress zur Spaltung in eine Antiautoritäre Internationale und die IAA. Beide Arbeiterinternationalen blieben faktisch ohne großen politischen Einfluss, 1876 löste sich die IAA, im folgenden Jahr die Antiautoritäre Internationale auf.

nach oben
Erste preußische Kammer
Auch preußisches Herrenhaus Nach der preußischen Verfassung von 1850 Erste Kammer des Abgeordnetenhauses. Vorbild war das britische "House of Lords". Das Preußische Herrenhaus, das 1854 die bis 1918 gültige Ausgestaltung erhielt, setzte sich zusammen aus den über 18 Jahre alten Prinzen des königlichen Hauses, aus erblich stimmberechtigten Vertretern des hohen Adels und des Grundbesitzes, aus ernannten Vertretern von Städten, Universitäten usw. sowie aus vom König auf Lebenszeit berufenen Mitgliedern. Das 1904 errichtete Gebäude des Preußischen Herrenhauses ist seit 2000 Sitz des Bundesrats. , bezeichnet nach der Verfassungsurkunde des preußischen Staates vom 31.1.1850 die erste Kammer des Parlaments. Das vom Adel dominierte Herrenhaus bildete zusammen mit der zweiten Kammer des Parlaments, dem Abgeordnetenhaus, die Legislative.

nach oben
Ersten Carlistenkrieg
Erster von insgesamt drei spanischen Bürgerkriegen, in denen seit 1833 die monarchistischen Anhänger des Thronprätendenten Carlos Maria Isidro von Bourbon und seiner Nachkommen die Thronansprüche der Seitenlinie des bourbonischen Königshauses verfochten. Der bereits vorher schwelende Konflikt zwischen Absolutisten und Liberalen entzündete sich an der Nachfolgeregelung des 1833 verstorbenen Ferdinand VII. Die klerikal-absolutistisch gesinnten konservativen Carlisten errichteten zwischen 1833 und 1936 eine starke Opposition gegen die Liberalen und Republikaner.

nach oben
Erster Koalitionskrieg
Bezeichnet den ersten der Koaltionskriege gegen das revolutionäre beziehungsweise napoleonische Frankreich. Am 20.4.1792 erklärte Ludwig XVI. (Regierungszeit 1774-1792, hingerichtet 1793) auf Druck der Revolutionäre Österreich-Ungarn den Krieg, Preußen verbündete sich mit Österreich, um die Ausbreitung der Revolution einzudämmen, weitere europäische Mächte (unter anderem Großbritannien, Niederlande, Spanien) schlossen sich an. Nach der Kanonade von Valmy Bezeichnet den Wendepunkt des Ersten Koalitionskriegs. Nach einem Vorstoss des preußisch-österreichischen Koalitionsheeres im Sommer 1792 und der erfolglosen Kanonade von Valmy am 20.9.1792 musste sich dieses zurückziehen; in der Folge ging die französische Revolutionsarmee zur Offensive über. am 20.9.1792 war der alliierte Truppenvormarsch zum Stillstand gekommen, 1794 gingen daher die linksrheinischen Gebiete an Frankreich verloren, 1795 wurde in den eroberten Niederlanden die Batavische Republik ausgerufen. Der Frieden von Basel am 5.4.1795 beendete den Krieg zwischen Frankreich und Preußen, der von Österreich und England weitergeführt wurde und mit den militärischen Erfolgen Napoleons gegen Österreich zu Gunsten Frankreichs entschieden wurde. Mit  dem Frieden von Loeben beziehungsweise dem Frieden von Campo Formio endete der Erste Koalitionskrieg. England verblieb mit Frankreich im Kriegszustand, der mit dem Deutschen Reich beabsichtigte Friedensvertrag (Rastatter Frieden Beendete 1714 den spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714). Der Konflikt entzündete sich zwischen dem Hauptgegenern Frankreich und einer österreichisch-englischen Allianz um die Thronfolge des kinderlosen spanischen Königs Karl II. Als Ergebnis des Rastatter Friedens gelang es Frankreich mit den Bourbonen eine französische Dynastie auf dem spanischen Thron zu etablieren. Gleichzeitig hatte sich Frankreich damit aus der seit dem 16.Jahrhundert existierenden "Habsburgischen Umklammerung" lösen können, musste aber alle rechtsrheinischen Eroberungen räumen. ) konnte aufgrund des Ausbruchs des Zweiten Koalitionskrieges nicht mehr abgeschlossen werden.

nach oben
Erstürmung der Düppeler SchanzenBezeichnet die Entscheidungsschlacht des Deutsch-Dänischen-Krieges an den Düppeler Schanzen nahe der süddänischen Stadt Sønderborg. Am 18.4.1864 eroberten preußische Truppen des Deutschen Bundes die Düppeler Schanzen, die den Brückenkopf zur Ostseeinsel Alsen und der Stadt Sønderborg sichern sollten. Die dänischen Truppen erlitten eine schwere Niederlage, in der Folge musste Dänemark die Herzogtümer Lauenburg und Schleswig an Preußen und Holstein an Österreich abtreten.

nach oben
Erzamt
Bezeichnet die höchsten Hofämter im Deutschen Reich bis 1806. Die Erzämter wurden von den Reichsfürsten ausgeübt und waren seit dem 13. Jahrhundert mit der Kurwürde verknüpft. Die Ausübung der vier seit dem Spätmittelalter symbolischen  Erzämter der weltlichen Kurfürsten - Pfalzgraf bei Rhein als ErztruchsessErzamt des Deutschen Reiches, das seit dem 13. Jahrhundert bei den Pfalzgrafen bei Rhein lag und erblich war. Zunächst Vorsteher der Hofverwaltung (auch Seneschall), hatte der Erztruchsess als Vorsteher der königlichen Tafel im Laufe des Mittelalters nur noch symbolische Aufgaben. 1623 ging das Amt zusammen mit der Kurwürde an Bayern, 1706 erneut an die Pfalzgrafen., König von Böhmen als Erzmundschenk, Herzog von Sachsen als Erzmarschall, Markgraf von Brandenburg als Erzkämmerer - war hauptsächlich bei Krönungsfeierlichkeiten von Bedeutung, während insbesondere derErzbischof und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. von  Mainz als Erzkanzler auch politisch eine hervorgehobene Rolle einnahm. Die Erzbischöfe von Köln und Trier hatten ebenfalls ein Erzkanzleramt (für Italien beziehungsweise Burgund) inne. Im 17.Jahrhundert wurden drei weitere Erzämter geschaffen: Erzschatzmeister-, Erzbanner- und Erzjägermeisteramt.

nach oben
Erzkanzler (-amt)
Erzamt Bezeichnet die höchsten Hofämter im Deutschen Reich bis 1806. Die Erzämter wurden von den Reichsfürsten ausgeübt und waren seit dem 13. Jahrhundert mit der Kurwürde verknüpft. Die Ausübung der vier seit dem Spätmittelalter symbolischen  Erzämter der weltlichen Kurfürsten - Pfalzgraf bei Rhein als Erztruchsess, König von Böhmen als Erzmundschenk, Herzog von Sachsen als Erzmarschall, Markgraf von Brandenburg als Erzkämmerer - war hauptsächlich bei Krönungsfeierlichkeiten von Bedeutung, während insbesondere derErzbischof und Kurfürst von  Mainz als Erzkanzler auch politisch eine hervorgehobene Rolle einnahm. Die Erzbischöfe von Köln und Trier hatten ebenfalls ein Erzkanzleramt (für Italien beziehungsweise Burgund) inne. Im 17.Jahrhundert wurden drei weitere Erzämter geschaffen: Erzschatzmeister-, Erzbanner- und Erzjägermeisteramt. des Heiligen Römischen Reiches, das von den drei geistlichen Kurfürsten ausgeübt wurde. Der Erzbischof von Mainz übernahm das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. des Erzkanzlers für Deutschland, der Erzbischof von Köln für Italien und der Trierer Erzbischof für Burgund. Seit dem 15., 16. Jahrhundert erlangte der Mainzer Erzbischof in seiner Funktion als Reichserzkanzler die Leitung der Reichskanzlei. Daneben stand ihm als erstem Kurfürsten der Vorsitz des Kurfürstenkollegiums und des Reichstages zu.

nach oben
Erzstift
Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr.

nach oben
Erzstuhl
nach oben
Erztruchsess
Erzamt Bezeichnet die höchsten Hofämter im Deutschen Reich bis 1806. Die Erzämter wurden von den Reichsfürsten ausgeübt und waren seit dem 13. Jahrhundert mit der Kurwürde verknüpft. Die Ausübung der vier seit dem Spätmittelalter symbolischen  Erzämter der weltlichen Kurfürsten - Pfalzgraf bei Rhein als Erztruchsess, König von Böhmen als Erzmundschenk, Herzog von Sachsen als Erzmarschall, Markgraf von Brandenburg als Erzkämmerer - war hauptsächlich bei Krönungsfeierlichkeiten von Bedeutung, während insbesondere derErzbischof und Kurfürst von  Mainz als Erzkanzler auch politisch eine hervorgehobene Rolle einnahm. Die Erzbischöfe von Köln und Trier hatten ebenfalls ein Erzkanzleramt (für Italien beziehungsweise Burgund) inne. Im 17.Jahrhundert wurden drei weitere Erzämter geschaffen: Erzschatzmeister-, Erzbanner- und Erzjägermeisteramt. des Deutschen Reiches, das seit dem 13. Jahrhundert bei den Pfalzgrafen bei Rhein lag und erblich war. Zunächst Vorsteher der Hofverwaltung (auch Seneschall), hatte der ErztruchsessErzamt des Deutschen Reiches, das seit dem 13. Jahrhundert bei den Pfalzgrafen bei Rhein lag und erblich war. Zunächst Vorsteher der Hofverwaltung (auch Seneschall), hatte der Erztruchsess als Vorsteher der königlichen Tafel im Laufe des Mittelalters nur noch symbolische Aufgaben. 1623 ging das Amt zusammen mit der Kurwürde an Bayern, 1706 erneut an die Pfalzgrafen. als Vorsteher der königlichen Tafel im Laufe des Mittelalters nur noch symbolische Aufgaben. 1623 ging das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. zusammen mit der Kurwürde an Bayern, 1706 erneut an die Pfalzgrafen.

nach oben
Esperanto
Von Dr. Ludwik Lejzer Zamenhof (1859-1917) konstruierte Plansprache zur internationalen Verständigung.

nach oben
Ethik
Griechisch, Sitte, Gewohnheit, das Teilgebiet der Philosophie, das sich mit der Frage nach Systemen und Prinzipien moralischen Handelns auseinandersetzt.

nach oben
Ethnographie
Griechisch, beschreibende Völkerkunde.

nach oben
Ethnologia Europea
Ethologia Europea. Journal of European Ethnology. Internationale volkskundliche Fachzeitschrift, erscheint seit 1966 fortlaufend im dänischen Museum-Tusculanums-Verlag der Universität Kopenhagen.

nach oben
Ethnologischer Atlas Europa
Von der Deutschen-Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt der Universität Augsburg zur Erforschung Internationaler Entwicklungen der Europäischen Ethnologie zwischen 1920 und 1980.

nach oben
Ethos
nach oben
Etrusker/etruskisch
Antikes, möglicherweise ursprünglich aus dem Orient stammendes Volk, das zwischen 800 und 100 v.Chr. im nördlichen Mittelitalien im Raum von Toskana, Umbrien und Latium siedelte und große Städte und Nekropolen errichtete. Nach der Eroberung durch die Römer 300-90 v.Chr. gingen die Etrusker, deren Herrschaftsgebiet nie einen einheitlichen Gesamtstaat bildete, im Römischen Reich auf.

nach oben
Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl
Abkürzung EGKS, auch Montanunion Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl; Vorläufer der EG ab 1952. genannt. Der am 18.4.1951 durch Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande unterzeichnete und am 25.7.1952 in Kraft getretene Vertrag von Paris begründete eine überstaatliche Gemeinschaft zur Errichtung eines gemeinsamen Kohle- und Stahlmarktes. Die gemeinsame Kontrolle der Mitgliedstaaten über die Montanindustrie ermöglichte die endgültige Aufhebung der alliierten Kontrolle über die Ruhrindustrie und den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands. Als Vorläufer der Europäischen Gemeinschaft (EG) lief der Vertrag der EGKS am 23.7.2002 aus.

nach oben
Eurozentristisches Denken
Bezeichnet die ideologische Beurteilung außereuropäischer Kulturkreise nach europäischen Denkweisen, Werten und Normen.

nach oben
ExemptionAuch Exemtion Lateinisch, (1) befreit von Steuerleistungen, (2) im Kirchenrecht befreit von der Amtsgewalt des Diözesanbischofs, unmittelbar dem Papst unterstellt. , lateinisch, bezeichnet ( 1) die Befreiung von Personen und Institutionen unter anderem im kirchlichen Bereich von der ordentlichen Gerichtsbarkeit und Zuerkennung eines eigenen Gerichtsstandes, beziehungsweise Unterstellung unter eine höhere Gerichtsbarkeit, (2) Umwandlung reichsunmittelbarer Gebiete in landesherrliche.

nach oben
Exemtion
Lateinisch, (1) befreit von Steuerleistungen, (2) im Kirchenrecht befreit von der Amtsgewalt des Diözesanbischofs, unmittelbar dem Papst unterstellt.

nach oben
Existentialismus
Lateinisch, bezeichnet eine philosophische Bewegung, die den Vorrang der individuellen Existenz und persönlichen Verantwortung gegen philosophische oder wissenschaftliche Systeme verteidigt, die das Individuum über Gattungen oder universale Gesetzmäßigkeiten bestimmen wollen, da letztere als Systeme das konkrete Subjekt in seiner Lebenssituation immer nur ungenügend erfassen können.

nach oben
Expositur(1) Räumlich ausgelagerte Einheit einer Institution oder eines Unternehmens, (2) kirchlicher Seelsorgebezirk, dessen Vermögen von der Mutterpfarrei verwaltet wird.

nach oben
Expressionismus
Lateinisch-neulateinisch (Ausdruckskunst),  Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Stilrichtung der bildenden Kunst, der Literatur und um 1920 auch der Musik. Der Expressionismus Lateinisch-neulateinisch (Ausdruckskunst),  Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Stilrichtung der bildenden Kunst, der Literatur und um 1920 auch der Musik. Der Expressionismus steht im bewussten Gegensatz zum Impressionismus. Der Begriff wird erstmals 1911 gebraucht. steht im bewussten Gegensatz zum Impressionismus Lateinisch-französisch (Impression = Eindruck),  im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstandene Stilrichtung der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik. Der Name stammt von einem "Impression" betitelten und 1877 in Paris ausgestellten Gemälde von Claude Monet (1840-1926). . Der Begriff wird erstmals 1911 gebraucht.

nach oben
Extra muros; intra muros
Lateinisch, außer- beziehungsweise innerhalb der Stadtmauern.

nach oben
Extraordinarius
Lateinisch-neulateinisch, außerordentlicher Hochschulprofessor (Extraordinariat).

nach oben
Ezzonen
Seit Ende des 9. Jahrhunderts nachweisbares rheinisches Adelsgeschlecht, benannt nach ihrem prominentesten Vertreter, Pfalzgraf Ezzo.

nach oben
Faktotum
Lateinisch, bezeichnet jemanden, der für alle anfallenden Arbeiten zu gebrauchen ist ("Mädchen für alles").

nach oben
Fakultät
Lateinisch, bezeichnet fachlich nach den Hauptwissenschaften gegliederte Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule.

nach oben
Fehde
Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen.

nach oben
Feldmarschall-Leutnant
Militärischer Dienstgrad, der im 17. Jahrhundert aufkam und in der deutschen Reichsarmee bis 1806 und in der Armee Österreich-Ungarns bis 1918 bestand.

nach oben
fêtes galantes
nach oben
Fideismus
Überzeugung, welche davon ausgeht, dass Glaube zumindest
 partiell unabhängig von der Vernunft ist, ja dieser sogar entgegengesetzt sein kann.

nach oben
Filialkirche
(1) Kirchenrechtlich unselbständige, einer Haupt- (Mutter-)kirche untergeordnete Kirche, (2) von einer älteren Pfarrkirche gelöste verselbständigte Kirche.

nach oben
Fiskus
Lateinisch, (1) im Mittelalter Verwaltungseinheit des Reichsguts, (2) bezeichnet den Staat als Wirtschaftssubjekt, oft verengt für Finanzverwaltung gebraucht.

nach oben
Flaggenerlass
Auf Einfluss der Nationalsozialisten zurückgehender Erlass vom 12.3.1933, in dem angeordnet wurde, dass bis zur endgültigen Regelung der Reichsfarben die schwarz-weiß-rote Fahne und die Hakenkreuzflagge gemeinsam zu hissen seien. Das 'Reichsflaggengesetz' , das zu den drei im September 1935 verabschiedeten ´Nürnberger Gesetzen"` gehört, bestimmte die Hakenkreuzfahne zur Reichs-, National- und Handelsflagge, während die Fahne des Kaiserreichs und deren Schwarz-Weiß-Rot als Reichsfarben galten.

nach oben
Flügeladjutant
Lateinisch (adiutor = Gehilfe, Helfer, Förderer, Beistand), Bezeichnung für einen zur Unterstützung eines höheren Truppenbefehlshabers abgestellten Offzier, der zu den Flügeln des Heeres entsandt wird, um während des Kampfes Befehle zu überbringen.

nach oben
Flügelaltar
nach oben
Föderalismus
Lateinisch, Errichtung oder Erhaltung eines Bundesstaates mit weitgehender Eigenständigkeit der Einzelstaaten.

nach oben
Föderaten
Lateinisch (foedus = Vertrag), durch einen Vertrag gegenüber dem Römischen Reich zu Kriegsdienst verpflichtete Volksstämme. Im Gegenzug erkannte Rom die Souveränität und das Siedlungsgebiet des Stammes an. Darüber hinaus konnten die FöderatenLateinisch (foedus = Vertrag), durch einen Vertrag gegenüber dem Römischen Reich zu Kriegsdienst verpflichtete Volksstämme. Im Gegenzug erkannte Rom die Souveränität und das Siedlungsgebiet des Stammes an. Darüber hinaus konnten die Föderaten durch Geldzahlungen oder Nahrungslieferungen noch enger an Rom gebunden werden. durch Geldzahlungen oder Nahrungslieferungen noch enger an Rom gebunden werden.

nach oben
Forsteleve
Lehrling im Forst- und Jagdwesen.

nach oben
Frankfurter Nationalversammlung
nach oben
Frankfurter Vorparlament
nach oben
Frankfurter Wachensturm
Nach der Julirevolution 1830 radikalisierte sich in Deutschland die nationaldemokratische Opposition und entwickelte den Ansatz, das System des Deutschen Bundes auf revolutionärem Wege zu beseitigen. Das Signal zu einem allgemeinen Aufstand sollte von einem Angriff auf die Bundesversammlung in Frankfurt ausgehen.Am 3.4.1833 versuchten rund 50 Burschenschaftler durch einen Überfall auf die Hauptwache und die Konstablerwache in Frankfurt am Main die nationale Erhebung auszulösen, scheiterten jedoch an der Passivität der Bevölkerung. Nach dem Misslingen kam es zu zahlreichen Hochverratsprozessen, die in Preußen zur Verhängung von Freiheitsstrafen führen. Damit einher ging die Unterdrückung jedes studentischen Verbindungswesen durch die Frankfurter Bundeszentralbehörde.

nach oben
Freie demokratische Partei
Abkürzung FDP, 1948 aus verschiedenen liberalen Landesgruppen gebildete Partei.

nach oben
Freigericht; Freigrafschaft
Nach herkömmlicher, nicht unbestrittener Auffassung Zerfallsprodukt der karolingischen Grafschaftsverfassung in Sachsen; der ursprüngliche Charakter eines Gerichts von Freien in Hochgerichtsfällen und über Eigengut ist schließlich ganz verschwunden.

nach oben
Freihandel
Organisationsform des internationalen Handels, der nicht durch künstliche Handelsrestriktionen (zum Beispiel Zölle, Import-Beschränkungen) eingeschränkt ist.

nach oben
Freiheit
(1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte.

nach oben
Freiheitskriege
nach oben
Freikonservative Partei
1866 aus der Konservativen Partei (in Preußen) hervorgegangene gemäßigt-konservative Partei (zunächst "Freie konservative Vereinigung"), die mit einem Teil der Altliberalen den Kulturkampf Krise des Deutschen Kaiserreiches unter Reichskanzler Otto von Bismarck und der römisch-katholischen Kirche sowie der politisch-parlamentarischen Vertretung der katholischen Bevölkerung des Reiches (insbesondere der Zentrumspartei) zwischen 1871 und 1891. Streitpunkte waren die Aufhebung der katholischen Abteilung des preußischen Kultusministeriums durch Bismarck, das Festhalten der Kirche am Unfehlbarkeitsdogma, die Einführung der Zivilehe sowie die Repressionen gegen katholische Geistliche und der Einfluss des Staates auf die Kirche. Nach dem "Kanzelparagraphen" 1871 (Änderung des Strafgesetzbuches, wonach es Geistlichen aller Religionen verboten war, sich in Ausübung ihres Amtes in öffentlichen Stellungnahmen politisch zu äußern, galt bis 1953), dem Verbot der Jesuitenniederlassungen 1872 und der Einführung der staatlichen Schulaufsicht, bildeten die sogenannten Maigesetze 1873 (staatliche Kontrolle von Ausbildung und Einstellung der Geistlichen) den Höhepunkt des Kulturkampfes. Die Verschärfung der Bestimmungen über die Verwaltung des Kirchenvermögens beendete 1878 die  Kulturkampfgesetzgebung. Die 1886 und 1887 erlassenen "Friedensgesetze" führten schließlich zur Beilegung des Konflikts.  und die Schutzzollpolitik Bismarcks unterstützte. 1871 als Deutsche Reichspartei im Reichstag Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags. .

nach oben
Freikorps Epp
Der Berufsoffizier der bayerischen Armee Franz Ritter von Epp (1868-1946) erhielt 1919 von Reichswehrminister Gustav Noske (1868-1946) den Auftrag zur Bildung eines bayerischen Freikorps für den Grenzschutz Ost. Gegründet im thüringischen Ohrdruf, war es an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik Bezeichnet ein Herrschaftssystem, bei dem die staatliche Herrschaft durch Räte ausgeübt wird; Form der direkten Demokratie. Räterepubliken entstanden nach dem Ersten Weltkrieg in verschiedenen europäischen Staaten, darunter in Deutschland, waren aber von kurzfristiger Dauer. beteiligt. Danach wurde es in die Reichswehr übernommen und beim Ruhraufstand gegen die Rote Ruhrarmee eingesetzt. Führende Nationalsozialisten wie Hans Frank (1900-1946), Rudolf Heß (1894-1987) sowie Gregor und Otto Strasser (1892-1934 beziehungsweise 1897-1974) waren Angehörige des Freikorps Epp Der Berufsoffizier der bayerischen Armee Franz Ritter von Epp (1868-1946) erhielt 1919 von Reichswehrminister Gustav Noske (1868-1946) den Auftrag zur Bildung eines bayerischen Freikorps für den Grenzschutz Ost. Gegründet im thüringischen Ohrdruf, war es an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligt. Danach wurde es in die Reichswehr übernommen und beim Ruhraufstand gegen die Rote Ruhrarmee eingesetzt. Führende Nationalsozialisten wie Hans Frank (1900-1946), Rudolf Heß (1894-1987) sowie Gregor und Otto Strasser (1892-1934 beziehungsweise 1897-1974) waren Angehörige des Freikorps Epp. .

nach oben
Friede von Campo Formio
In dem am 17.10.1792 zwischen Frankreich und Österreich geschlossenen Frieden musste Österreich der Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich zustimmen. Mit dem Frieden von Campo Formio begann eine Neuorientierung der französischen Rheinlandpolitik, die auf eine administrative Íntegration der rheinischen Territorien in den französischen Staatsverband ausgerichtet war.

nach oben
Friede von Hubertusburg
Der am 15.2.1763 zwischen Preußen, Österreich und Sachsen auf dem sächsischen Schloss Hubertusburg geschlossene Friede beendete den Siebenjährigen Krieg  (1756-1763).

nach oben
Friede von Lunéville
Der am 9.2.1801 geschlossene Frieden brachte die formelle Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich. Das Reich wurde verpflichtet, die Verluste der davon betroffenen deutschen Fürsten durch die Säkularisation geistlichen Besitzes im rechtsrheinischen Deutschland zu entschädigen.

nach oben
Frieden von Aachen
Beendete den Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-1748). Maria Theresia (Regierungszeit 1740-1780) wurde als legitime Herrscherin Österreichs anerkannt, während das von dem preußischen König Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786) besetzte Schlesien Preußen zuerkannt wurde.

nach oben
Frieden von Brest-Litowsk
Am 3.3.1918  unterzeichneter Friedensvertrag zwischen Russland und dem Deutschen Reich, der die Bildung deutsch kontrollierter Satellitenstaaten von der Ukraine bis zum Baltikum vorsah. Russland sollte weit nach Osten gedrängt werden, es hätte mehr als die Hälfte seiner Industrieanlagen und fast ein Drittel seiner Bevölkerung verloren. Der Versailler Vertrag von 1919 machte den Frieden von Brest-Litowsk Am 3.3.1918  unterzeichneter Friedensvertrag zwischen Russland und dem Deutschen Reich, der die Bildung deutsch kontrollierter Satellitenstaaten von der Ukraine bis zum Baltikum vorsah. Russland sollte weit nach Osten gedrängt werden, es hätte mehr als die Hälfte seiner Industrieanlagen und fast ein Drittel seiner Bevölkerung verloren. Der Versailler Vertrag von 1919 machte den Frieden von Brest-Litowsk hinfällig.   hinfällig.
 

nach oben
Frieden von Oliva
Beendete 1660 den Zweiten Schwedisch-Polnischen Krieg 1654-1660.

nach oben
Frieden von Ryswick
Beendete 1697 den Pfälzischen Erbfolgekrieg 1688-1697.

nach oben
Frieden von Tilsit
Der am 7./9.7.1807 in Tilsit geschlossene Frieden beendete den vierten preußisch-russischen Koalitionskrieg gegen Frankreich, in dem Preußen unterlegen war. Als Folge der Niederlage musste Preußen alle seine Gebiete westlich der Elbe abtreten. So überwies Napoleon am 21.1.1808 unter anderem die ehemaligen Stiftsgebiete von Essen und Werden an das Großherzogtum Berg. Die militärisch wichtige Festung Wesel musste der Großherzog dagegen an Napoleon abtreten. Tiefpunkt der preußischen Geschichte.

nach oben
Frieden von UtrechtDer 1713/1715  geschlossene Frieden beendete den Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714): Der Bourbone Philipp V.( 1683-1746), ein Enkel Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) , erhielt den spanischen Thron, die spanischen Niederlande der Kaiser (Österreichische Niederlande bis 1795). Den wittelsbachischen Mitkämpfern Ludwigs, den Kurfürsten Max Emmanuel von Bayern (Regierungszeit 1679-1706, 1714-1726) und Joseph Clemens von Köln, wurden ihre Länder restituiert.

nach oben
Friedenskongress in Aachen
Beendete den 1667 von Ludwig XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) entfesselten, so genannten Devolutionskrieg 1667-1668 andauernder erster Krieg König Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) zur Eroberung der Spanischen Niederlande. zur Eroberung der Spanischen Niederlande. Die Unterzeichnung des Friedensvertrags erfolgte am 2.5.1668. Er sah den Rückzug Frankreichs aus der Franche-Comté und den spanischen Niederlanden vor, jedoch auch die französische Annexion der Städte Lille, Tournai, Oudenarde, Courtrai, Furnes, Bergues, Douai mit la Scarpe, Binche, Charleroi, Ath und Armentiers.

nach oben
Friedensschluss von Basel
Preußen erkannte im Frieden von Basel 1795 den Rhein als Frankreichs Ostgrenze an. Zudem bekam Preußen in einem geheimen Zusatzabkommen Gebietsentschädigung auf dem rechten Rheinufer versprochen.

nach oben
Frottage
Französisch, bezeichnet eine grafische Technik, bei der Oberflächenstrukturen von Materialien durch Abreiben meist mit Kreide oder Bleistift auf Papier übertragen werden.

nach oben
Fürstbischof
Bezeichnung für Bischöfe, die gleichzeitig weltliche Herren über ein Territorium waren.

nach oben
Futurismus
Richtung der modernen Kunst, 1909 in Italien zuerst für die Dichtung, dann auch in der Kunst proklamiert, verlangte den völligen Bruch mit der Überlieferung.  

nach oben
Gallischer Krieg
Von dem römischen Feldherrn Julius Cäsar zwischen 58 und 51 v. Chr. geführter Krieg zur Eroberung und Unterwerfung Galliens zwischen Rhein, Pyrenäen und Atlantik, dargestellt von Caesar in den acht Büchern „Commentarii de bello Gallico“.

nach oben
Gebietiger
Auch Großgebietiger, Ordensgebietiger, Bezeichnung für die fünf Großbeamten des Deutschen Ordens: Großkomtur, Marschall, SpittlerIm Deutschen Orden einer der fünf Gebietiger, Oberaufseher des Spitalwesens., Drapierer, Treßler, die zu wichtigen Beschlüssen des Hochmeisters ihre Zustimmung geben mussten; 1542 beziehungsweise 1566 durch die Ober- und Regimentsräte ersetzt.

nach oben
Gefreiter Ort
nach oben
Gegenkönig
Die Zeit der Gegenkönige begann in der deutschen Geschichte 1077 mit der Wahl Herzog Rudolfs von Rheinfelden (um 1025/1030-1080) gegen  Kaiser Heinrich IV. (Regierungszeit 1056-1105) und endete mit der Wahl Ruprechts von der Pfalz als Gegenkönig Die Zeit der Gegenkönige begann in der deutschen Geschichte 1077 mit der Wahl Herzog Rudolfs von Rheinfelden (um 1025/1030-1080) gegen  Kaiser Heinrich IV. (Regierungszeit 1056-1105) und endete mit der Wahl Ruprechts von der Pfalz als Gegenkönig zu König Wenzel 1400. Mit dem Rhenser Weistum 1338 und der Ausbildung des Wahlrechts der Kurfürsten war das Ende der Doppelwahlen und des Gegenkönigtums gekommen. zu König Wenzel 1400. Mit dem Rhenser WeistumBezeichnung für eine förmliche Erklärung zur Königswahl aus dem Jahr 1338 durch ein  Bündnis aller Kurfürsten mit Ausnahme des Königs von Böhmen (Rhenser Kurverein). Den Anlass bot das Scheitern der Verhandlungen zwischen Reich und Papst hinsichtlich dessen Anspruch auf das  Bestätigungsrecht der Königswahl. Das Rhenser Weistum stellte fest, dass ein von den Kurfürsten oder deren Mehrheit gewählter deutscher König nicht der Bestätigung durch den Papst bedürfe. Der Rhenser Kurverein und das Rhenser Weistum gelten über die Verkündung der kurfürstlichen Rechte hinsichtlich der Königswahl hinaus als der Beginn einer gesamtkurfürstlichen Politik. Das Rhenser Weistum wurde zur Grundlage des von Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347)  ebenfalls 1338 erlassenen Reichsgesetzes Licet iuris, das dem deutschen König nach seiner Wahl alles kaiserlichen Rechte zugestand. 1338 und der Ausbildung des Wahlrechts der Kurfürsten war das Ende der Doppelwahlen und des Gegenkönigtums gekommen.

nach oben
Geheime Staatspolizei
Abkürzung Gestapo, gegründet 1933 als kriminalpolizeiliche Behörde zur Verfolgung von politischen Gegnern der NS-Diktatur. Im Verlauf der Nürnberger Prozesse wurde die Gestapo 1946 als verbrecherische Organisation eingestuft.

nach oben
Gemarkung
Zusammenhängender Komplex von Flurstücken auf dem Gebiet einer Gemeinde.

nach oben
Gemme
Lateinisch, besonders in der Antike beliebter geschnittener Schmuckstein mit vertiefter (Intaglio) oder erhabener Darstellung (Kamee).

nach oben
Generalgouvernement
Bezeichnung für die während des Zweiten Weltkriegs 1939-1945 besetzten, aber nicht eingegliederten Gebiete Polens.

nach oben
Generalsekretär der SED
Chef der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands ), frühere Bezeichnung Erster Sekretär, wurde vom Zentralkomitee der Partei gewählt. Aufgrund der hegemonialen Stellung der Partei in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft war der Generalsekretär nicht nur Parteichef, sondern faktisch auch Regierungschef.

nach oben
Generalstaaten
Niederländisch Staten-Generaal, (1) Versammlung der Abgeordneten der Provinzialstaaten oder Provinzialstände der Niederlande unter burgundischer und habsburgischer Herrschaft; seit dem 16. Jahrhundert die gemeinsame Versammlung der von den sieben souveränen Provinzialstaaten zur Leitung des niederländischen Staatenbundes gewählten Abgeordneten, (2) offizieller Name des ehemaligen  niederländischen Staatenbundes, (3) Name des Parlaments der Niederlande.

nach oben
Genre
Lateinisch-französisch, Gattung, Wesen, Art.

nach oben
Genrebild
nach oben
Genremalerei
nach oben
Gerechtsame
Recht, Berechtigung.

nach oben
Gerichtsassessor
Heute teilweise veraltete Bezeichnung für den Richter oder Staatsanwalt auf Probe vor der Einstellung auf Lebenszeit; Voraussetzung ist das zweite juristische Staatsexamen, die so genannte Befähigung zum Richteramt.

nach oben
Gesamtdeutsche Volkspartei
Abkürzung GVP, Im November 1952 aus Protest gegen die Westintegrationspolitik der Regierung Adenauer gebildete Partei um Gustav Heinemann, 1957 aufgelöst.

nach oben
Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften Deutschlands
nach oben
Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde
Gegründet am 1.6.1881 in Köln, entstanden auf Initiative des Kölner Bankiers und Industriemagnaten Gustav Mevissen, der 1868 zusammen mit Heinrich von Sybel die Gründung eines die bestehenden regionalen Vereine übergreifenden "Vereins für rheinisch-westfälische Geschichte“ ins Auge gefasst und 1879 in Karl Lamprecht einen Historiker gefunden hatte, der Mevissens Vorstellungen von einer Verbindung zwischen bürgerlichem Mäzenatentum und geschichtswissenschaftlicher Grundlagenforschung im Medium eines historisch fundierten rheinischen Eigen- und Selbstbewusstseins konkrete Gestalt gab. „Rheinisch“ bezog  sich auf das Gebiet der Rheinprovinz. Seitdem gibt die Gesellschaft, die bis heute die Aufgaben einer Historischen Kommission für das Rheinland wahrnimmt, vor allem Quellen zur rheinischen Geschichte heraus.

nach oben
Gesellschaft Imshausen
Intellektueller Kreis, in dem sich 1947-1948 NS-Widerstandskämpfer, ehemalige KZ-Insassen, Kommunisten und Liberale auf Schloss Imshausen bei Bebra zusammenfanden, um - basierend auf den Werten der abendländisch-christlichen Tradition - Wege zu einer Neuordnung der Gesellschaft Nachkriegsdeutschlands zu finden. Zu den Gründern zählten Werner von Trott zu Solz (gestorben 1965), Walter Dirks (1901-1991) und Eugen Kogon (1903-1987). Ende 1948 war die Initiative gescheitert.

nach oben
Gewerbefreiheit
Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. für jedermann, sich zu jeder Zeit und an jedem Ort im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen wirtschaftlich zu betätigen.

nach oben
Ghetto
Italienisch, bezeichnet ein von Juden zunächst freiwillig, sei dem Spätmittelalter zwangsweise bewohntes, streng abgesondertes Stadtviertel.

nach oben
Goldene Bulle
Von Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) auf dem Reichstag Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags. zu Nürnberg verkündetes Gesetz. Die Goldene Bulle Von Kaiser Karl IV. (Regierungszeit 1346-1378) auf dem Reichstag zu Nürnberg verkündetes Gesetz. Die Goldene Bulle war in ihrer Wirkung  das bedeutsamste Gesetz des Heiligen Römischen Reiches und blieb bis zu dessen Auflösung 1806 in Kraft. Es regelte erstmals und endgültig den Modus der Königswahl und die Stellung der Kurfürsten. Unter anderem legte es Aachen als rechtmäßigen Krönungsort der deutschen Könige fest und den Kölner Erzbischof als den rechtmäßigen Koronator. war in ihrer Wirkung  das bedeutsamste Gesetz des Heiligen Römischen Reiches und blieb bis zu dessen Auflösung 1806 in Kraft. Es regelte erstmals und endgültig den Modus der Königswahl und die Stellung der Kurfürsten. Unter anderem legte es Aachen als rechtmäßigen Krönungsort der deutschen Könige fest und den Kölner Erzbischof als den rechtmäßigen Koronator.

nach oben
Goldene Schallplatte
Ehrung für Musikinterpreten, Komponisten, Texter und Musiker für eine bestimmte Anzahl verkaufter Tonträger. Sie hat ihren Ursprung in den USA im Jahre 1931. In Deutschland wird die Auszeichnung heute vom Bundesverband Musikindustrie verliehen.

nach oben
Goldene Zwanziger
Auch Goldene Zwanziger Auch Goldene Zwanziger Jahre, bezeichnet in Deutschland die Zeit von der Einführung der Rentenmark 1924 bis zum Ausbruch der  Weltwirtschaftskrise 1929. Blütezeit der deutschen Kunst, Kultur und Wissenschaft.   Jahre, bezeichnet in Deutschland die Zeit von der Einführung der Rentenmark 1924 bis zum Ausbruch der  Weltwirtschaftskrise 1929. Blütezeit der deutschen Kunst, Kultur und Wissenschaft.  

nach oben
Gothaer Versammlung
Versammlung von 148 Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung Auch Frankfurter Parlament oder Deutsche Nationalversammlung, erstes frei gewähltes deutsches Parlament, das 18.5.1848-31.5.1849 in der Frankfurter Paulskirche tagte. nach deren Ende, tagte vom  26.-28.6.1849 in Gotha  (Gotharer Nachparlament) und bot ein Forum für diejenigen, die für eine erbkaiserliche Lösung gestimmt hatten. Darunter waren Hermann von Beckerath und Friedrich Wilhelm Dahlmann.

nach oben
Gotik
Nach der RomanikDer erste der beiden Stile der mittelalterlicher Kunst, der in ganz Europa verbreitet war; Schwerpunktländer waren Deutschland, Frankreich und Italien (insbesondere die Lombardei). Die Blütezeit liegt zwischen etwa 1000 und der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wobei sich in Frankreich die Gotik bereits früher durchsetzte. In Deutschland wird zwischen der karolingischen Kunst und dem romanischen Stil noch die ottonische Kunst abgesetzt. Der Begriff "Romanik" wurde um 1820 geprägt. die zweite umfassende Stilepoche des mittelalterlichen Europa,  mit unterschiedlichen Zeitansätzen in den einzelnen Ländern: beginnend in Frankreich Mitte des 12. Jahrhunderts, in England im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts,  in Deutschland seit den 1230er Jahren. Die SpätgotikDie Schlussphase der Gotik dauerte in Deutschland von circa 1360 bis circa 1510, während sie in Italien schon ab 1400 von der Renaissance abgelöst wurde.  Charakteristisch ist eine reiche und virtuose Kunstproduktion, die von Hallenkirchen über Werke der Bildhauerei bis zu den Flügelaltären reichte. reicht von etwa 1350 bis Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Hauptländer der Gotik Nach der Romanik die zweite umfassende Stilepoche des mittelalterlichen Europa,  mit unterschiedlichen Zeitansätzen in den einzelnen Ländern: beginnend in Frankreich Mitte des 12. Jahrhunderts, in England im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts,  in Deutschland seit den 1230er Jahren. Die Spätgotik reicht von etwa 1350 bis Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Hauptländer der Gotik waren Frankreich und Deutschland. waren Frankreich und Deutschland.

nach oben
Gottbegnadeten-Liste
Von Josef Goebbels und Adolf Hitler im September 1944 verfasstes Dokument, in welchem Künstler aufgeführt wurden, die in den Augen des Regimes eine systemrelevante kulturelle Bedeutung besaßen. Während des „Totalen Krieges“ blieb diesen neben finanzieller Unterstützung, der Dienst an der Front oder in der Rüstungsindustrie erspart.

nach oben
Gottesfrieden
Lateinisch Pax Dei, Bewegung, die um 1000 in Süd- und Westfrankreich entstand, im 11. Jahrhundert stark verbreitet war und nach 1200 endete (ausgenommen Spanien). Gottesfrieden Lateinisch Pax Dei, Bewegung, die um 1000 in Süd- und Westfrankreich entstand, im 11. Jahrhundert stark verbreitet war und nach 1200 endete (ausgenommen Spanien). Gottesfrieden sind beschworene Beschlüsse, die unter Androhung von Kirchenstrafen besondere Personengruppen (Kleriker, Kaufleute, Bauern, Frauen) und Objekte (Kirchen, Klöster, Straßen) vor dem Überhandnehmen des Fehdewesens sichern wollten. In Deutschland traten Gottesfrieden vergleichsweise spät auf. Nach 1023 wurden die Gottesfrieden durch Treuga Dei (ein allgemeiner Waffenstillstand an bestimmten Tagen) erweitert. Der dem Gottesfriedem zugrundeliegende Gedanke wurde vom Landfrieden in anderer Weise fortgeführt. sind beschworene Beschlüsse, die unter Androhung von Kirchenstrafen besondere Personengruppen (Kleriker, Kaufleute, Bauern, Frauen) und Objekte (Kirchen, Klöster, Straßen) vor dem Überhandnehmen des Fehdewesens sichern wollten. In Deutschland traten Gottesfrieden Lateinisch Pax Dei, Bewegung, die um 1000 in Süd- und Westfrankreich entstand, im 11. Jahrhundert stark verbreitet war und nach 1200 endete (ausgenommen Spanien). Gottesfrieden sind beschworene Beschlüsse, die unter Androhung von Kirchenstrafen besondere Personengruppen (Kleriker, Kaufleute, Bauern, Frauen) und Objekte (Kirchen, Klöster, Straßen) vor dem Überhandnehmen des Fehdewesens sichern wollten. In Deutschland traten Gottesfrieden vergleichsweise spät auf. Nach 1023 wurden die Gottesfrieden durch Treuga Dei (ein allgemeiner Waffenstillstand an bestimmten Tagen) erweitert. Der dem Gottesfriedem zugrundeliegende Gedanke wurde vom Landfrieden in anderer Weise fortgeführt. vergleichsweise spät auf. Nach 1023 wurden die Gottesfrieden Lateinisch Pax Dei, Bewegung, die um 1000 in Süd- und Westfrankreich entstand, im 11. Jahrhundert stark verbreitet war und nach 1200 endete (ausgenommen Spanien). Gottesfrieden sind beschworene Beschlüsse, die unter Androhung von Kirchenstrafen besondere Personengruppen (Kleriker, Kaufleute, Bauern, Frauen) und Objekte (Kirchen, Klöster, Straßen) vor dem Überhandnehmen des Fehdewesens sichern wollten. In Deutschland traten Gottesfrieden vergleichsweise spät auf. Nach 1023 wurden die Gottesfrieden durch Treuga Dei (ein allgemeiner Waffenstillstand an bestimmten Tagen) erweitert. Der dem Gottesfriedem zugrundeliegende Gedanke wurde vom Landfrieden in anderer Weise fortgeführt. durch Treuga Dei (ein allgemeiner Waffenstillstand an bestimmten Tagen) erweitert. Der dem Gottesfriedem zugrundeliegende Gedanke wurde vom Landfrieden Vom 11. Jahrhundert an ergangene Gesetze für den Schutz des öffentlichen Friedens und gegen den Missbrauch der Fehde, beziehungsweise zu deren Verbot oder Einschränkung. Die Landfrieden enthielten entweder ein gänzliches Fehdeverbot oder machten die Ausübung des Fehderechts von bestimmten Voraussetzungen abhängig und stellten die Verletzung des öffentlichen Friedens unter harte Strafen. Zunächst auf eine bestimmte Zeit befristet, seit 1413 in Frankreich, seit 1495 im Deutschen Reich durch Kaiser Maximilian I. als "Ewiger Landfriede" verkündet. in anderer Weise fortgeführt.

nach oben
Grande Armée
Französisch (große Armee), bezeichnet (1) die durch Napoleon 1805 gegen Großbritannien und 1806/1807 gegen Preußen in den Krieg geführten Truppen, (2) das durch Napoleon aufgestellte multinationale Heer des Russischen Feldzuges 1812.

nach oben
Grangie
Klösterlicher Wirtschaftshof, besonders des Zisterzienserordens.

nach oben
Granulation
Lateinisch, Verzierung von Goldschmiedearbeiten durch Auflöten goldener oder silberner Körnchen, häufig in Verbindung mit Filigran.

nach oben
Grat
Scharfe Kante, die beim Zusammentreffen zweier Flächenteile entsteht, Schnittstelle zweier Gewölbe.

nach oben
Grattage
nach oben
Großdeutsche Lösung
(1) Bezeichnung einer politischen Richtung des 19. Jahrhunderts, die eine nationalstaatliche Einigung aller deutschen Staaten einschließlich Österreichs anstrebte. Der österreichische Vielvölkerstaat sollte dabei zerschlagen und lediglich seine deutschsprachigen Gebiete eingegliedert werden, (2) nationalsozialistische Bezeichnung für das Deutsche Reich nach dem Anschluss Österreichs und des Sudetenlandes 1938.

nach oben
Große Koalition
Vereinigung, Koalition im parlamentarischen System bedeutet Zusammenschluss zweier oder mehrerer Parteien beziehungsweise ihrer Fraktionen zur Bildung und Unterstützung einer Regierung, große Koalition Vereinigung, Koalition im parlamentarischen System bedeutet Zusammenschluss zweier oder mehrerer Parteien beziehungsweise ihrer Fraktionen zur Bildung und Unterstützung einer Regierung, große Koalition bezeichnet (1) allgemein eine Koalition überdimensionierter Größe, (2) ein Regierungsbündnis aus CDU und SPD in den Ländern oder aus CDU, CSU und SPD im Bund der Bundesrepublik Deutschland. bezeichnet (1) allgemein eine Koalition überdimensionierter Größe, (2) ein Regierungsbündnis aus CDU und SPD in den Ländern oder aus CDU, CSU und SPD im Bund der Bundesrepublik Deutschland.

nach oben
Großer Schied
Schiedsspruch vom 28.6.1258 nach einem von Albertus Magnus geführten Schiedsverfahren zwischen der Stadt Köln und ihrem Stadtherrn, dem Erzbischof von Köln. Darin erkannte die Stadt die Oberhoheit des Erzbischofs an, der Erzbischof seinerseits das Selbstverwaltungsrecht der Bürger.

nach oben
Gründerzeit
Der Zeitrahmen der Gründerzeit Der Zeitrahmen der Gründerzeit in Deutschland wird unterschiedlich gesetzt, etwa beginnend mit der  Industrialisierung um 1850, im engeren Sinn werden darunter die Jahre um die Reichsgründung 1871 bis zum Börsenkrach 1873 verstanden, als nach dem gewonnenen Deutsch-Französischen Krieg der deutsche Kapitalmarkt durch die Milliarden aus den französischen Reparationszahlungen überschwemmt wurde; begünstigt durch eine liberale Wirtschaftsgesetzgegung, vor allem im Aktienrecht, setzten "Gründungsfieber" und wilde Spekulationen ein. 1873 kam es zum Börsenkrach. in Deutschland wird unterschiedlich gesetzt, etwa beginnend mit der  Industrialisierung um 1850, im engeren Sinn werden darunter die Jahre um die Reichsgründung 1871 bis zum Börsenkrach 1873 verstanden, als nach dem gewonnenen Deutsch-Französischen Krieg der deutsche Kapitalmarkt durch die Milliarden aus den französischen Reparationszahlungen überschwemmt wurde; begünstigt durch eine liberale Wirtschaftsgesetzgegung, vor allem im Aktienrecht, setzten "Gründungsfieber" und wilde Spekulationen ein. 1873 kam es zum Börsenkrach.

nach oben
Gruppe 47
Lose Vereinigung von deutschen Nachkriegsautoren, die zwischen 1947 und 1967 an den von Hans Werner Richter (1908-1993) organisierten Schriftstellertreffen teilnahmen. Sie war eine der einflussreichsten literarischen  und kulturpolitischen Instanzen in der Bundesrepublik Deutschland.

nach oben
Gruppenführer
Vierthöchster Dienstgrad bei SS, Waffen-SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Generalleutnants der Wehrmacht.

nach oben
Guillotine
Französisch, seit 1792 als Hinrichtungsgerät der Französischen Revolution verwendet, zunächst nach ihrem Erfinder, dem Arzt Louis (1723-1792) "Louisette" oder "Petite Louison" benannt, später nach dem Arzt Joseph-Ignace Guillotin (1738-1814), von dem der Vorschlag, die Todesstrafe durch eine Köpfmaschine vollziehen zu lassen, stammte. Mit dem französischen Strafrecht wurde die Guillotine Französisch, seit 1792 als Hinrichtungsgerät der Französischen Revolution verwendet, zunächst nach ihrem Erfinder, dem Arzt Louis (1723-1792) "Louisette" oder "Petite Louison" benannt, später nach dem Arzt Joseph-Ignace Guillotin (1738-1814), von dem der Vorschlag, die Todesstrafe durch eine Köpfmaschine vollziehen zu lassen, stammte. Mit dem französischen Strafrecht wurde die Guillotine als Fallbeil auch in den meisten deutschen Ländern links der Elbe eingeführt. als Fallbeil auch in den meisten deutschen Ländern links der Elbe eingeführt.

nach oben
Haager Konferenzen
Zwischen den Alliierten und Deutschland 1929 und 1930 im niederländischen Den Haag abgehaltene Konferenzen zur Regelung der Reparationsfragen; Festsetzung der von Deutschland zu zahlenden Gesamtsumme (Youngplan, benannt nach dem amerikanischen Wirtschaftsberater Owen Young, 1874-1962).

nach oben
Haager Konvention
Auch Haager Abkommen, bezeichnet 13 zwischen 1899 und 1907 auf den Friedenskonferenzen in Den Haag geschlossene kriegsvölkerrechtliche Abkommen, die von herausragender Bedeutung für die humanitären Menschenrechte sind.

nach oben
Habilitation
Lateinisch, Erwerb der Lehrberechtigung an Universitäten und Hochschulen; Voraussetzungen sind die Promotion Lateinisch, Beförderung, (1) Erlangung, Verleihung der Doktorwürde, (2) lateinisch-englisch, Absatzförderung, Werbung. , die Habilitationsschrift (eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit), der Vortrag vor der Fakultät Lateinisch, bezeichnet fachlich nach den Hauptwissenschaften gegliederte Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule. mit Disputation Lateinisch, gelehrtes Streitgespräch. sowie eine Probevorlesung.

nach oben
Hallenkirche
Mehrschiffige Kirchenanlage mit gleicher oder fast gleicher Höhe der einzelnen Schiffe, wobei das Mittelschiff ohne selbständige Belichtung bleibt.

nach oben
Hallstein-Doktrin
Nach Walter Hallstein (1901-1982), seinerzeit Staatssekretär im Außenministerium, benannter Grundsatz der Außenpolitik der BRD zur Verhinderung der völkerrechtlichen Anerkennung der DDR zwischen 1955 und 1969. Bei der Aufnahme diplomatischer Beziehungen von Drittländern mit der DDR drohte die BRD ihrerseits mit dem Abbruch oder der Nichtaufnahme diplomatischer Beziehungen zu dem entsprechenden Staat.

nach oben
Hambacher Fest
Vom 27.-30.5.1832 versammelten sich in Neustadt an der Weinstraße 20.000 bis 30.000 Menschen und zogen zur Ruine des Hambacher Schlosses, um für nationale Einheit und Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. zu demonstrieren. Das Hambacher FestVom 27.-30.5.1832 versammelten sich in Neustadt an der Weinstraße 20.000 bis 30.000 Menschen und zogen zur Ruine des Hambacher Schlosses, um für nationale Einheit und Freiheit zu demonstrieren. Das Hambacher Fest war die größte und bedeutendste Kundgebung der deutschen Einheits- und Freiheitsbewegung vor der Revolution von 1848. war die größte und bedeutendste Kundgebung der deutschen Einheits- und Freiheitsbewegung vor der Revolution von 1848.

nach oben
Handschrift von Saragossa
Titel eines in französischer Sprache verfassten Abenteuer- und Schelmenromans (Originaltitel: Le Manuscrit trouvé à Saragosse) des Polen Jan Graf Potocki (1761-1815), entstanden 1803-1815.

nach oben
Hansetag
(1) Versammlung der Mitgliederstädte der Hanse; der erste Hansetag (1) Versammlung der Mitgliederstädte der Hanse; der erste Hansetag fand wohl 1356 in Lübeck statt, der letzte 1669 ebenfalls in Lübeck. (2) In Anlehnung an diese Tradition finden seit 1980 die "Hansetage der Neuzeit" jährlich in einer anderen historischen Hansestadt statt. fand wohl 1356 in Lübeck statt, der letzte 1669 ebenfalls in Lübeck. (2) In Anlehnung an diese Tradition finden seit 1980 die "Hansetage der Neuzeit" jährlich in einer anderen historischen Hansestadt statt.

nach oben
Hauptscharführer
Siebter Dienstgrad bei  SS, Waffen-SS, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Obertruppführers der SA, bzw. dem Rang eines Oberfeldwebels der Wehrmacht.

nach oben
Hauptsturmführer
Mittlerer Dienstgrad bei  SS, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Hauptmanns der Wehrmacht, beziehungsweise eines Sturmhauptführers der  SA.

nach oben
Hausmeier
Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt 751 ab. seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. 751 ab.

nach oben
Hazelius-Medaille
Auszeichnung des Nordiska Museet in Stockholm, benannt nach Artus Hazelius (1833-1901), dem schwedischen Volkskundler und Gründer des Museums wie des Freilichtmuseums Skansen in Stockholm.

nach oben
Heerbann
Bezeichnet (1) im frühen Mittelalter die Gewalt des Königs, das Heer aufzubieten sowie das Aufgebot selbst, (2) die Strafe, die bei Nichtbeachtung zu zahlen war (Heerbannbuße).

nach oben
Heermeister
(1) deutsche Bezeichnung des römischen Magister equitum, militium, utriusque militiae, (2) stand an der Spitze des Deutschen Ordens in Livland Bezeichnet (1) als geschichtliche Landschaft das Gebiet der im 13. Jahrhundert durch Bischof Albert von Riga (um 1165-1229) und den Schwertbrüderorden (1237 im Deutschen Orden aufgegangen) unterworfenen und christianisierten Liven, Esten und Letten an der baltischen Ostseeküste. Zusammen mit den Bistümern Riga, Dorpat, Ösel und Kurland bildete das Gebiet des Deutschen Ordens einen zum Deutschen Reich gehörenden Staatenbund, der als Livland bezeichnet wurde. 1561 wurde Livland polnisch, 1629 schwedisch, 1710 von den Russen erobert und nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Lettland und Estland geteilt. (2) Das russische Gouvernement Livland umfasste zwischen 1721 und 1919 die Region Vidzeme in Lettland sowie die Südhälfte Estlands, (3) heute bezeichnet Livland die Region Vidzeme. , rangmäßig unter dem Landmeister, seit der Reformation unabhängig und seit 1525 Fürstenmeister; Heermeister (1) deutsche Bezeichnung des römischen Magister equitum, militium, utriusque militiae, (2) stand an der Spitze des Deutschen Ordens in Livland, rangmäßig unter dem Landmeister, seit der Reformation unabhängig und seit 1525 Fürstenmeister; Heermeister hieß auch das Haupt der Ballei Brandenburg des Johanniterordens. hieß auch das Haupt der Ballei Mehrere Niederlassungen (Kommenden) umfassender Verwaltungsbezirk des Deutschen Ordens. Brandenburg des Johanniterordens.

nach oben
Heidelberger Katechismus
Verfasst von Zacharias Ursinus (1534-1583) und Caspar Olevian (1536-1587), ist der Heidelberger KatechismusVerfasst von Zacharias Ursinus (1534-1583) und Caspar Olevian (1536-1587), ist der Heidelberger Katechismus das am weitesten verbreitete Handbuch der reformierten Konfession zur Unterweisung in den Grundfragen des christlichen Glaubens und wurde als solches auch in Teilen des Rheinlandes rezipiert. das am weitesten verbreitete Handbuch der reformierten Konfession zur Unterweisung in den Grundfragen des christlichen Glaubens und wurde als solches auch in Teilen des Rheinlandes rezipiert.

nach oben
Heiliges Römisches Reich
Das Römische Reich wurde im Westen abgelöst durch das Merowingerreich, das Karl der Große zur Universalmacht Europas gestaltete. Die Auflösung des Karolingerreichs 843 führte zur Entstehung des West- und des Ostfränkischen Reichs.  Aus dem Westfränkischen Reich entstand das französische Königreich, aus dem Ostfränkischen das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, das im Gegensatz zum französischen Königreich übernational war. Das Ende des Heiligen Römischen Reiches kam 1806 mit der Gründung des Rheinbundes und der Niederlegung der Kaiserkrone durch Kaiser Franz II. am 6. August.

nach oben
HeliometerAstronomisches Instrument zur Bestimmung sehr kleiner Winkel.

nach oben
Heliozentrisches Weltbild
Griechisch, bezeichnet eine Theorie, wonach die Erde (und alle anderen Planeten) um die Sonne rotieren.

nach oben
Hellweg
Bezeichnung für wichtige seit dem Frühmittelalter bestehende Fernhandels- und Heerstraßen. Der Westfälische HellwegBezeichnung für wichtige seit dem Frühmittelalter bestehende Fernhandels- und Heerstraßen. Der Westfälische Hellweg führte als bedeutendster dieser Wege von Duisburg über Essen, Dortmund und Soest nach Paderborn. führte als bedeutendster dieser Wege von Duisburg über Essen, Dortmund und Soest nach Paderborn.

nach oben
Helvetische Republik
Bezeichnet die unter Einfluss der Ideen der Französischen Revolution während der  Helvetischen Revolution am 12.4.1798 ausgerufene und am 10.3.1803 aufgelöste Republik, welche die alte schweizerische Eidgenossenschaft ablöste.

nach oben
Herrlichkeit
Bezeichnung für ein Territorium, dessen Inhaber den Titel Herr führt, wenn reichsunmittelbar Nicht einem Landesherrn, sondern allein Kaiser und Reich unterstehend. Reichsherrschaft.

nach oben
Hessischer Landbote
1834 durch Georg Büchner (1813-1837) verfasstes und von Friedrich Ludwig Weidig (1791-1837) redaktionell überarbeitetes Flugblatt gegen soziale Misstände und die Obrigkeit.

nach oben
Hirsch-Dunckersche Gewerkvereine
Auch Hirsch-Duncker'sche Gewerkschaften, bezeichnen die ältesten deutschen Gewerkschaften, gegründet 1868/1869 in Berlin von dem Volkswirt Max Hirsch (1832-1905) unter Mitwirkung des Verlegers Franz Duncker (1822-1888) und des Politikers Hermann Schultze-Delitzsch (1808-1883). Die Gewerkvereine folgten dem Vorbild der englischen Trade Unions; sie vertraten eine sozialliberale Grundhaltung sowie den Gedanken der Selbsthilfe, insbesondere durch Hilfskassen für ihre Mitglieder. Ihr Ziel war eine Sozialreform im Sinne des Ausgleichs und der Kooperation zwischen Kapital und Arbeit. Obwohl laut Programm parteipolitisch neutral, standen sie der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) nahe. Die Bedeutung der Gewerkvereine blieb gering. Wie die übrigen Gewerkschaften wurden sie 1933 zerschlagen und ihr Kapital der neu gegründeten Deutschen Arbeitsfront (DAF) zugeführt.

nach oben
Historiograph
Griechisch, Geschichtsschreiber.

nach oben
Hitler-Jugend
Abkürzung HJ siehe Hitler-Jugend , 1926 gegründete Jugendorganisation der NSDAP. Nach der nationalsozialistischen "Machtergreifung Bezeichnung für die Ernennung Adolf Hitlers (1889-1945) zum Reichskanzler am 30.1.1933 und die Übertragung der Regierungsgewalt auf die Nationalsozialisten. Die Machtergreifung bedeutete das endgültige Ende der demokratischen Weimarer Republik und den Beginn der Terrorherrschaft der NS-Diktatur. " durch Eingliederung oder Auflösung der anderen Jugendverbände einzige Jugendorganisation im Deutschen Reich, wurde die Hitler-Jugend Abkürzung HJ, 1926 gegründete Jugendorganisation der NSDAP. Nach der nationalsozialistischen "Machtergreifung" durch Eingliederung oder Auflösung der anderen Jugendverbände einzige Jugendorganisation im Deutschen Reich, wurde die Hitler-Jugend am 1.12.1936 per Gesetz zur „Staatsjugend“ erhoben. Seit 1939 bestand eine gesetzliche Pflicht zur Mitgliedschaft für alle deutschen Jugendlichen. Unter dem Grundsatz „Jugend muss durch Jugend geführt werden“, gliederte sich die HJ in das Deutsche Jungvolk (10-14j-ährige Jungen), die eigentliche HJ (14-18jährige Jungen), die Deutschen Jungmädel (10-14-jährige Mädchen) und den Bund Deutscher Mädel (BDM) (Mäd-chen von 14-18 Jahren). Ziel der HJ war die umfassende Erziehung der deutschen Jugend in nationalsozialistischem Gedankengut. Am 10.10.1945 durch die Alliierten als verfassungswidrige Organisation verboten. am 1.12.1936 per Gesetz zur „Staatsjugend“ erhoben. Seit 1939 bestand eine gesetzliche Pflicht zur Mitgliedschaft für alle deutschen Jugendlichen. Unter dem Grundsatz „Jugend muss durch Jugend geführt werden“, gliederte sich die HJ siehe Hitler-Jugend in das Deutsche Jungvolk Jugendinstanz der Hitler-Jugend. Die „Pimpfe“ wurden hier bereits vor ihrem offiziellen Beitritt in die HJ zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr auf die ideologische und vormilitärische Schule der Nationalsozialisten vorbereitet. (10-14j-ährige Jungen), die eigentliche HJ siehe Hitler-Jugend (14-18jährige Jungen), die Deutschen Jungmädel (10-14-jährige Mädchen) und den Bund Deutscher Mädel Abkürzung BDM, nationalsozialistische Teilorganisation der Hitlerjugend (HJ) für 10- bis 18-jährige deutsche Mädchen. 1930 gegründet, bestand seit 1939 die gesetzliche Pflicht zur Mitgliedschaft. Ziel des BDM und der HJ war die Erziehung der gesamten deutschen Jugend in nationalsozialistischem Gedankengut. (BDM) (Mäd-chen von 14-18 Jahren). Ziel der HJ siehe Hitler-Jugend war die umfassende Erziehung der deutschen Jugend in nationalsozialistischem Gedankengut. Am 10.10.1945 durch die Alliierten als verfassungswidrige Organisation verboten.

nach oben
HJ
siehe Hitler-Jugend Abkürzung HJ, 1926 gegründete Jugendorganisation der NSDAP. Nach der nationalsozialistischen "Machtergreifung" durch Eingliederung oder Auflösung der anderen Jugendverbände einzige Jugendorganisation im Deutschen Reich, wurde die Hitler-Jugend am 1.12.1936 per Gesetz zur „Staatsjugend“ erhoben. Seit 1939 bestand eine gesetzliche Pflicht zur Mitgliedschaft für alle deutschen Jugendlichen. Unter dem Grundsatz „Jugend muss durch Jugend geführt werden“, gliederte sich die HJ in das Deutsche Jungvolk (10-14j-ährige Jungen), die eigentliche HJ (14-18jährige Jungen), die Deutschen Jungmädel (10-14-jährige Mädchen) und den Bund Deutscher Mädel (BDM) (Mäd-chen von 14-18 Jahren). Ziel der HJ war die umfassende Erziehung der deutschen Jugend in nationalsozialistischem Gedankengut. Am 10.10.1945 durch die Alliierten als verfassungswidrige Organisation verboten.

nach oben
Hochschiff
Bei Basiliken der obere Teil eines Mittelschiffs.

nach oben
Holdinggesellschaft
Englisch (haltend, im Besitz habend), Gesellschaft, die Aktien beziehungsweise Geschäftsanteile anderer Gesellschaften erwirbt, um sie zu verwalten und mit ihrer Hilfe die betreffenden Unternehmungen zu beherrschen.

nach oben
Holländisch-Französischer Krieg
Zweiter Krieg Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) zur Eroberung der Spanischen Niederlande. Er dauerte von 1672-1679 und endete mit einem Sieg sowie der Annexion der Franche-Comtè und weiterer Gebiete durch das Königreich Frankreich.

nach oben
Holocaust
Griechisch (vollständig verbrannt), Bezeichnung für die systematische Ermordung der von den Nationalsozialisten als Juden definierten Menschen in Deutschland und in den vom Deutschen Reich besetzten Staaten in Europa zwischen 1939 und 1945. Dem Völkermord fielen zwischen 5,6 und 6,3 Millionen Menschen zum Opfer.

nach oben
Homagialeid
Mittellateinisch, Lehnseid.

nach oben
Homo Politicus
Lateinisch der politische Mensch.

nach oben
Honoratioren
Lateinisch (honoratiores = die mehr als andere Geehrten), Bezeichnung für angesehene Bürger.

nach oben
Honschaft; Honnschaft
nach oben
Hoover-Moratorium
Zur Entschärfung der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise veranlasste der amerikanische Präsident Herbert C. Hoover (Amtszeit 1929-1933) 1931 das so genannte "Hoover-Moratorium Zur Entschärfung der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise veranlasste der amerikanische Präsident Herbert C. Hoover (Amtszeit 1929-1933) 1931 das so genannte "Hoover-Moratorium", einen einjährigen Aufschub der deutschen Reparationszahlungen, die Folge des Versailler Vertrags von 1919 waren. ", einen einjährigen Aufschub der deutschen Reparationszahlungen, die Folge des Versailler Vertrags von 1919 waren.

nach oben
Humanismus/humanistisch/Humanist
Eine geistige und kulturelle Bewegung, die das Ideal einer vollen Entfaltung des menschlichen Individuums und seines Potentials (unter anderem durch klassische Bildung) in das Zentrum ihrer Überlegungen stellt. Mit zunehmender Säkularisierung (besonders im englischsprachigen Raum) verschob sich der Schwerpunkt allmählich  auf die Selbstkultivierung und Selbstentfaltung des Menschen jenseits religiöser Vorgaben.

nach oben
Hunnen
Bezeichnet eine Gruppe nomadischer Reiterstämme aus Zentralasien. Die Unterwerfung oder Vertreibung der Alanen, Ost- und Westgoten in Ostmitteleuropa um 375 n.Chr. und die Expansion der HunnenBezeichnet eine Gruppe nomadischer Reiterstämme aus Zentralasien. Die Unterwerfung oder Vertreibung der Alanen, Ost- und Westgoten in Ostmitteleuropa um 375 n.Chr. und die Expansion der Hunnen nach Westen führten zur sogenannten Völkerwanderung. Die Hunnen, die selbst nie unter einheitlicher Führung agierten, unterwarfen zahlreiche germanische Stämme und verbündeten sich teilweise mit Westrom. Hunnische Hilfstruppen kämpften 437 gegen die Burgunder. Nach Auseinadersetzungen mit West- und Ostrom zogen große Teile der Hunnen unter ihrem König Attila plündernd durch Gallien, 451 wurden sie durch ein Föderatenheer unter Führung des Aëtius geschlagen und mussten sich zurückziehen. Nach dem Tode Attilas 453 zerfiel das hunnische Reich, die Hunnen gerieten unter römische Oberherrschaft oder gingen in anderen Völkern auf. nach Westen führten zur sogenannten Völkerwanderung. Die HunnenBezeichnet eine Gruppe nomadischer Reiterstämme aus Zentralasien. Die Unterwerfung oder Vertreibung der Alanen, Ost- und Westgoten in Ostmitteleuropa um 375 n.Chr. und die Expansion der Hunnen nach Westen führten zur sogenannten Völkerwanderung. Die Hunnen, die selbst nie unter einheitlicher Führung agierten, unterwarfen zahlreiche germanische Stämme und verbündeten sich teilweise mit Westrom. Hunnische Hilfstruppen kämpften 437 gegen die Burgunder. Nach Auseinadersetzungen mit West- und Ostrom zogen große Teile der Hunnen unter ihrem König Attila plündernd durch Gallien, 451 wurden sie durch ein Föderatenheer unter Führung des Aëtius geschlagen und mussten sich zurückziehen. Nach dem Tode Attilas 453 zerfiel das hunnische Reich, die Hunnen gerieten unter römische Oberherrschaft oder gingen in anderen Völkern auf., die selbst nie unter einheitlicher Führung agierten, unterwarfen zahlreiche germanische Stämme und verbündeten sich teilweise mit Westrom. Hunnische Hilfstruppen kämpften 437 gegen die Burgunder Germanischer Volksstamm, der sich während der Völkerwanderungszeit am Rhein niederließ und in der Gegend um Worms ein Königreich bildete. Nach Konflikten mit römischen Truppen wurde das Burgunderreich 437 von den Hunnen vernichtet (Vorbild für die Nibelungensage). 443 wurden die überlebenden Burgunder vom römischen Heermeister Aëtius als Föderaten im Gebiet des Genfer Sees und dem Tal der Rhône angesiedelt. Von hier aus expandierten die Burgunder und gründeten ein neues Reich. 451 besiegten burgundische und römische Truppen Hunnen und Ostgoten auf den Katalaunischen Feldern. Nach längeren Auseinandersetzungen unterlagen die Burgunder 532 den Franken, ihr Reich wurde in das Frankenreich eingegliedert. . Nach Auseinadersetzungen mit West- und Ostrom zogen große Teile der HunnenBezeichnet eine Gruppe nomadischer Reiterstämme aus Zentralasien. Die Unterwerfung oder Vertreibung der Alanen, Ost- und Westgoten in Ostmitteleuropa um 375 n.Chr. und die Expansion der Hunnen nach Westen führten zur sogenannten Völkerwanderung. Die Hunnen, die selbst nie unter einheitlicher Führung agierten, unterwarfen zahlreiche germanische Stämme und verbündeten sich teilweise mit Westrom. Hunnische Hilfstruppen kämpften 437 gegen die Burgunder. Nach Auseinadersetzungen mit West- und Ostrom zogen große Teile der Hunnen unter ihrem König Attila plündernd durch Gallien, 451 wurden sie durch ein Föderatenheer unter Führung des Aëtius geschlagen und mussten sich zurückziehen. Nach dem Tode Attilas 453 zerfiel das hunnische Reich, die Hunnen gerieten unter römische Oberherrschaft oder gingen in anderen Völkern auf. unter ihrem König Attila plündernd durch Gallien, 451 wurden sie durch ein Föderatenheer unter Führung des Aëtius geschlagen und mussten sich zurückziehen. Nach dem Tode Attilas 453 zerfiel das hunnische Reich, die HunnenBezeichnet eine Gruppe nomadischer Reiterstämme aus Zentralasien. Die Unterwerfung oder Vertreibung der Alanen, Ost- und Westgoten in Ostmitteleuropa um 375 n.Chr. und die Expansion der Hunnen nach Westen führten zur sogenannten Völkerwanderung. Die Hunnen, die selbst nie unter einheitlicher Führung agierten, unterwarfen zahlreiche germanische Stämme und verbündeten sich teilweise mit Westrom. Hunnische Hilfstruppen kämpften 437 gegen die Burgunder. Nach Auseinadersetzungen mit West- und Ostrom zogen große Teile der Hunnen unter ihrem König Attila plündernd durch Gallien, 451 wurden sie durch ein Föderatenheer unter Führung des Aëtius geschlagen und mussten sich zurückziehen. Nach dem Tode Attilas 453 zerfiel das hunnische Reich, die Hunnen gerieten unter römische Oberherrschaft oder gingen in anderen Völkern auf. gerieten unter römische Oberherrschaft oder gingen in anderen Völkern auf.

nach oben
Hyperinflation
nach oben
Idealismus
Etymologisch von idea (griechisch Idee, Gestalt oder (Ur)Bild) abgeleitet, bezeichnet der Idealismus Etymologisch von idea (griechisch Idee, Gestalt oder (Ur)Bild) abgeleitet, bezeichnet der Idealismus entweder (1) nach Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) die platonische Ontologie, wonach allein die Ideen wahre unveränderliche Realität besitzen, oder (2) im Gegensatz zu Materialismus oder Realismus eine wertorientierte Weltsicht, oder (3) eine philosophische Lehre, wonach allein dem (menschliche) Geist beziehungsweise geistigen Konstrukten, nicht aber der (davon unabhängigen) Außenwelt Realität zukommt. entweder (1) nach Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) die platonische Ontologie Griechisch, eine philosophische metaphysische Lehre das Wesen von Sein und Existenz betreffend. , wonach allein die Ideen wahre unveränderliche Realität besitzen, oder (2) im Gegensatz zu Materialismus oder RealismusIn der bildenden Kunst die Gestaltungsweise, die die optische Erscheinung der Wirklichkeit so wiedergibt, dass deren Hauptmerkmale (Proportionen, plastische und farbige Werte, Distanzen, Lichtverhältnisse) erhalten bleiben. eine wertorientierte Weltsicht, oder (3) eine philosophische Lehre, wonach allein dem (menschliche) Geist beziehungsweise geistigen Konstrukten, nicht aber der (davon unabhängigen) Außenwelt Realität zukommt.

nach oben
Ikonographie
Griechisch,  (1) Bestimmung von Bildnissen der griechischen und römischen Antike,  (2)  allgemein die Lehre von den Bildinhalten.

nach oben
immatrikulieren
Lateinisch-mittellateinisch, (1) in die Matrikel einer Hochschule aufnehmen, (2) sich immatrikulieren Lateinisch-mittellateinisch, (1) in die Matrikel einer Hochschule aufnehmen, (2) sich immatrikulieren = sich bei einer Hochschule einschreiben lassen. = sich bei einer Hochschule einschreiben lassen.

nach oben
Imperium Romanum
Lateinisch, Römisches Kaiserreich.

nach oben
Impressionismus
Lateinisch-französisch (Impression = Eindruck),  im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstandene Stilrichtung der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik. Der Name stammt von einem "Impression" betitelten und 1877 in Paris ausgestellten Gemälde von Claude Monet (1840-1926).

nach oben
Indoktrination
Lateinisch, massive ideologische Beeinflussung.

nach oben
Industrie- und Handelskammer
Abkürzung IHK, Selbstverwaltungsorgan der Gewerbetreibenden einer Region.

nach oben
Industriedörfer
Bezeichnung für die im Ruhrgebiet durch rasches Industrie- und damit einhergehendem Bevölkerungsanstieg seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewachsenen Orte, die zahlen-, aber nicht entwicklungsmäßig Städten gleich kamen.

nach oben
Inflation
Lateinisch (das Sichaufblasen, Aufschwellen), deutliche Erhöhung des Preisniveaus, etwa durch Anstieg der umlaufenden Geldmenge ohne äquivalente Ausweitung der Gütermenge.

nach oben
Inkorporation
Lateinisch, Einbeziehung einer Pfarrei in das Vermögen eines Klosters oder Stifts.

nach oben
Institut für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande
1920  unter der wissenschaftlichen Federführung des Historikers Hermann Aubin und des Germanisten Theodor Frings an der Universität Bonn gegründetes Institut, das der Institutionalisierung eines neuen methodischen, interdisziplinären Ansatzes diente: Die Beschränkung auf einen begrenzten Untersuchungsraum und die dadurch mögliche Berücksichtigung einer Vielzahl von Quellen in interdisziplinärer Zusammenschau sollte zu einer vertieften Erkenntnis des untersuchten Raumes führen. Die regionale Einzelforschung sollte nicht als Selbstzweck betrieben, sondern die in der Region gewonnenen Erkenntnisse sollten in die allgemeine Forschung eingebunden werden. Aufbauend auf der Tradition kultur- und volksgeschichtlicher Forschung, stand nicht mehr die politische Geschichte im Vordergrund, sondern die Erforschung der inneren Zustände und der materiellen Kultur. 2005 ist das Institut als Abteilung für Rheinische Landesgeschichte im Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn aufgegangen.

nach oben
Institut für Zeitgeschichte
Abkürzung IfZ; Aufgabe des seit 1949 tätigen Instituts ist die wissenschaftliche Erforschung der Zeitgeschichte. Ursprünglich der Erforschung des Nationalsozialismus unter Einbeziehung der unmittelbaren Vor- (Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. ) und Nachgeschichte (Besatzungszeit) gewidmet, beschäftigt sich das IfZ heute auch mit der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik unter Berücksichtigung ihrer internationalen Verflechtung wie der vergleichenden Geschichte einzelner europäischer Staaten im 20. Jahrhundert. Das IfZ hat seit 1961 die Rechtsform einer öffentlichen Stiftung des Bürgerlichen Rechts und gehört seit 1975 zu den Forschungseinrichtungen der heutigen "Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz". Sitz ist München.
  

nach oben
Insurrektion
Lateinisch, in politischem Sinne Aufstand, Empörung, Volkserhebung.

nach oben
Interalliierte Rheinlandkommission
Oder Interallierter Hoher Ausschuss für die Rheinlande, oberste Verwaltungsbehörde des besetzten Rheinland, die mit Inkrafttreten des Versailler Vertrags und des Rheinlandabkommens am 10.1.1920 die Arbeit aufnahm. Sie bestand aus den Vertretern der vier Besatzungsmächte Frankreich, Belgien, Großbritannien und den USA. Den Vorsitz erhielt Paul Tirard, der Vertreter Frankreichs. Die Rheinlandkommission, die ihren Sitz im Oberpräsidium der Rheinprovinz in Koblenz hatte, kontrollierte das Geschehen im linksrheinisch besetzten Rheinland bis zu dessen vorzeitiger Räumung am 30.6.1930.

nach oben
Interbrigadist
Bezeichnung für einen von der Kommunistischen Internationalen geworbenen und ausgebildeten Freiwilligen, der in den Internationalen Brigaden während des Spanischen Bürgerkriegs 1936-1939 auf Seiten der Spanischen Republik gegen General Franco (1892-1975) kämpfte.

nach oben
Internationale Arbeiterassoziation
nach oben
Internationalismus
In der Politik der Gegensatz zum Nationalismus. Während der marxistische Internationalismus In der Politik der Gegensatz zum Nationalismus. Während der marxistische Internationalismus als parteipolitisches Organisationsprinzip verstanden werden will, bei dem die nationalen Parteien mit sozialistischem Programm sich als Teil einer Weltpartei sehen und ihren Beschlüssen folgen, definiert sich der bürgerliche Internationalismus seit dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg 1917 als das Bestreben, liberale politische Werte international zu verbreiten. als parteipolitisches Organisationsprinzip verstanden werden will, bei dem die nationalen Parteien mit sozialistischem Programm sich als Teil einer Weltpartei sehen und ihren Beschlüssen folgen, definiert sich der bürgerliche Internationalismus In der Politik der Gegensatz zum Nationalismus. Während der marxistische Internationalismus als parteipolitisches Organisationsprinzip verstanden werden will, bei dem die nationalen Parteien mit sozialistischem Programm sich als Teil einer Weltpartei sehen und ihren Beschlüssen folgen, definiert sich der bürgerliche Internationalismus seit dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg 1917 als das Bestreben, liberale politische Werte international zu verbreiten. seit dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg 1917 als das Bestreben, liberale politische Werte international zu verbreiten.

nach oben
Investmentbank
Auf Investmentgeschäfte (Wertpapierhandel, Unternehmensfinanzierung, Vermögensverwaltung) spezialisierte Bank.

nach oben
italienische Kursive
Auch humanistische Kursive, bezeichnet eine seit dem 15. Jahrhundert von Italien aus in Europa verbreitete Schriftart, die zur Grundlage des Kursivdrucks und der heutigen lateinischen Schulschreibschrift wurde.

nach oben
Italienzug 1158
Bezeichnet den zweiten Italienzug Kaiser Friedrich I. Barbarossa (Regierungszeit 1152-1190) zur Klärung und Strukturierung der Verwaltung der italienischen Reichsgebiete. Zu diesem Zweck berief der Kaiser auf den Ronkalischen Feldern einen Hoftag ein und ließ durch Rechtsgelehrte der Universität Bologna Gesetze ausarbeiten. Aufgrund der Ausdehnung der Verwaltungsstruktur auf vom Papst beanspruchte Gebiete kam es in der Folge zu Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst.

nach oben
Japonismus
Auch Japanismus, Bezeichnung für die von 1855-1910 herrschende Stiltendenz, europäische Werke der Bildenden Kunst und des Kunstgewerbes nach japanischen Vorbildern zu gestalten.

nach oben
Jud Süß
Unter der Regie von Veit Harlan (1899-1964) 1940 gedrehter und uraufgeführter nationalsozialistischer antisemitischer Propagandafilm in Anlehnung an Wilhelm Hauffs (1802-1827) 1827 erschienene Novelle „Jud Süß Unter der Regie von Veit Harlan (1899-1964) 1940 gedrehter und uraufgeführter nationalsozialistischer antisemitischer Propagandafilm in Anlehnung an Wilhelm Hauffs (1802-1827) 1827 erschienene Novelle „Jud Süß“. Die Geschichte des geldgierigen, „verkommenen“ Juden Joseph Süß Oppenheimer sahen bis 1943 mehr als 20 Millionen Menschen. “. Die Geschichte des geldgierigen, „verkommenen“ Juden Joseph Süß Oppenheimer sahen bis 1943 mehr als 20 Millionen Menschen.

nach oben
Judengeleit
Durch den Landesherrn oder eine Stadt von reisenden Juden erhobene Abgabe, die diesen innerhalb des Landes oder der Stadt Schutz zusicherte; der vergleidete Jude durfte sich in einem festgelegten Wohnort niederlassen und einem Erwerb nachgehen.

nach oben
Judenordnung
Bezeichnet Gesetze und Vorschriften zur (häufig diskriminierenden) Regelung jüdischen Lebens in einer christlich geprägten Gesellschaft.

nach oben
Jüdischer Nationalfonds
Abkürzung JNF, 1901 in Basel gegründet, betrieb zunächst hauptsächlich Landerwerb für jüdische Siedler in Palästina. 1952 in Düsseldorf wiederbegründet, fördert der  jüdische Verein heute vor allem Umweltprojekte in Israel.

nach oben
Jüdisches Gebetbuch
Enthält Regelungen, Texte und Anmerkungen sowohl für die alltäglichen als auch für die Gebete an den jüdischen Festtagen.

nach oben
Jugendstil
Stilrichtung der europäischen Kunst etwa 1890 bis 1910, vornehmlich des Kunstgewerbes. Der Name kam um 1900 auf im Zusammenhang der seit 1896 erscheinenden Zeitschrift "Jugend" und ihrer künstlerisch-dekorativen Ausstattung. Der Jugendstil Stilrichtung der europäischen Kunst etwa 1890 bis 1910, vornehmlich des Kunstgewerbes. Der Name kam um 1900 auf im Zusammenhang der seit 1896 erscheinenden Zeitschrift "Jugend" und ihrer künstlerisch-dekorativen Ausstattung. Der Jugendstil war eine Reaktion gegen den Historismus. war eine Reaktion gegen den Historismus.

nach oben
Juliusturm
Bezeichnung für die Kassenreserven der Bundesrepublik in den 1950er Jahren, heute Synonym für Überschüsse des Bundeshaushalts; benannt nach dem Turm der Zitadelle Spandau (Berlin), in dem bis 1914 ein Teil der Entschädigung aus dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 als „Kriegsschatz“ aufbewahrt wurde.

nach oben
Juliusturm
Bezeichnung für die Kassenreserven der Bundesrepublik in den 1950er Jahren, heute Synonym für Überschüsse des Bundeshaushalts, benannt nach dem Turm der Zitadelle Spandau, in dem bis 1914 ein Teil der französischen Kriegsentschädigung von 1871 als „Kriegsschatz“ aufbewahrt wurde.

nach oben
Junges Deutschland
(1) 1834 in Bern als "Neues Deutschland" gegründeter demokratisch-liberaler politischer Geheimbund, der sich als Zweig des "Jungen Europa" vorwiegend aus Handwerkern und jungen Flüchtlingen rekrutierte und die Revision der Bundesverfassung forderte, (2) in Anlehnung an die Julirevolution 1830 enstandene Literaturbewegung liberaler Dichter. Zu den Mitgliedern zählten unter anderem Heinrich Heine (1797-1856) und Theodor Mundt (1808-1861). Die Schriften des Jungen Deutschland wurden 1835 auf Beschluss des Frankfurter Bundestages verboten.

nach oben
Junghegelianer
Auch Linkshegelianer. Diejenigen Anhänger Hegels, die im Gegensatz zu den Rechtshegelianern aus Hegels Denken atheistische und revolutionäre Schlussfolgerungen zogen.

nach oben
Jungspartakus
nach oben
Jungvolk
Jugendinstanz der Hitler-Jugend Abkürzung HJ, 1926 gegründete Jugendorganisation der NSDAP. Nach der nationalsozialistischen "Machtergreifung" durch Eingliederung oder Auflösung der anderen Jugendverbände einzige Jugendorganisation im Deutschen Reich, wurde die Hitler-Jugend am 1.12.1936 per Gesetz zur „Staatsjugend“ erhoben. Seit 1939 bestand eine gesetzliche Pflicht zur Mitgliedschaft für alle deutschen Jugendlichen. Unter dem Grundsatz „Jugend muss durch Jugend geführt werden“, gliederte sich die HJ in das Deutsche Jungvolk (10-14j-ährige Jungen), die eigentliche HJ (14-18jährige Jungen), die Deutschen Jungmädel (10-14-jährige Mädchen) und den Bund Deutscher Mädel (BDM) (Mäd-chen von 14-18 Jahren). Ziel der HJ war die umfassende Erziehung der deutschen Jugend in nationalsozialistischem Gedankengut. Am 10.10.1945 durch die Alliierten als verfassungswidrige Organisation verboten. . Die „Pimpfe“ wurden hier bereits vor ihrem offiziellen Beitritt in die HJ siehe Hitler-Jugend zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr auf die ideologische und vormilitärische Schule der Nationalsozialisten vorbereitet.

nach oben
Jurisdiktionsgewalt
Bezeichnet (1) im Kirchenrecht die hoheitliche Hirtengewalt, die nicht nur die Gerichtsgewalt, sondern alle Funktionen der Hirtenvollmacht (Gesetzgebung, Rechtssprechung, Verwaltung) umfasst, (2) allgemein das Recht und die Ausübung der Gerichtsbarkeit und Rechtssprechung.

nach oben
Kabinett der Barone
nach oben
Kabinettsorder
Auch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder , bezeichnet im deutschsprachigen Raum bis 1918 die übliche Form der monarchischen Gesetzgebung.

nach oben
Kabinettsordre
nach oben
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
1911 gegründete Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und der Grundlagenforschung sowie Etablierung einer deutschen Wissenschaftselite mit Sitz in Berlin, bestand bis Ende des Zweiten Weltkrieges. Mit der endgültigen Auflösung 1960 wurden ihre dezentral verteilten vorwiegend natur- und rechtswissenschaftlichen Institute von der neu gegründteten gemeinnützigen Forschungsorganisation Max-Planck-Gesellschaft übernommen. Bedeutende Mitglieder waren unter anderem Albert Einstein (1879-1955), Fritz Haber (1868-1934), Max Planck (1858-1947) und Otto Hahn (1879-1968).

nach oben
Kaiser-Wilhelm-Institut/ Max-Planck-Gesellschaft
nach oben
Kalenderamt
nach oben
Kalfaktor
Lateinisch-neulateinisch (Einheizer), Hilfskraft, oft abschätzig gebraucht.

nach oben
Kalligraphie
Griechisch, Schönschreibkunst.

nach oben
Kalter Krieg
Bezeichnung für den zwischen dem Warschauer Pakt und der Nato 1945-1990 mit wechselnder Intensität geführten Systemkonflikt um eine Ausweitung des jeweiligen machtpolitischen, wirtschaftlichen und ideologischen Einflussbereichs.

nach oben
Kammerherr
Bezeichnet (1) seit dem 16. Jahrhundert dem Oberkämmerer unterstehende Hofbedienstete, (2) ein Ehrenamt, das ausschließlich von Adeligen bekleidet wurde. Durch Überreichung eines goldenen Schlüssels als Symbol für den erlaubten Zutritt zu den fürstlichen Gemächern zeichnete der Landesherrn den Amtsträger aus.

nach oben
Kanonade von Valmy
Bezeichnet den Wendepunkt des Ersten Koalitionskriegs. Nach einem Vorstoss des preußisch-österreichischen Koalitionsheeres im Sommer 1792 und der erfolglosen Kanonade von Valmy Bezeichnet den Wendepunkt des Ersten Koalitionskriegs. Nach einem Vorstoss des preußisch-österreichischen Koalitionsheeres im Sommer 1792 und der erfolglosen Kanonade von Valmy am 20.9.1792 musste sich dieses zurückziehen; in der Folge ging die französische Revolutionsarmee zur Offensive über. am 20.9.1792 musste sich dieses zurückziehen; in der Folge ging die französische Revolutionsarmee zur Offensive über.

nach oben
Kanton
In Frankreich 1800 eingeführte Verwaltungseinheit die in etwa dem Landkreis entsprach. Sie umfasst mehrere Mairien und ist eine Untergliederung der Arrondissements.

nach oben
Kantonsmunizipalitäten
Französische Verwaltungseinheit, bezeichnet die Vereinigung der Munizipalverwaltungen und Munizipalagenten eines Kantons.

nach oben
Kapitalakkumulation
Anhäufung von Kapital durch Reinvestition des auf dem Markt realisierten Mehrwerts.

nach oben
Kapp-Putsch
Gegen die Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. gerichteter Putsch vom 13.3.-17.3.1920 unter Führung der rechtsradikalen Wolfgang Kapp (1858-1922) und Walter von Lüttwitz (1859-1941) unter Beteiligung paramilitärischer Organisationen und Teilen der Reichswehr. Der Putsch richtete sich hauptsächlich gegen die Regierung von Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. Gustav Bauer (Amtszeit 21.6.1919-26.3.1920) und die Annahme des Versailler Vertrages, insbesondere die Entmilitarisierung. Im Verlauf des Putsches und bei dessen Niederwerfung kamen circa 2.000 Menschen ums Leben.

nach oben
Karlsbader Beschlüsse
Am 20.9.1819 in Kraft getretene Vereinbarungen zur Einschränkung des Vereins- und Versammlungsrechts, der Zensur sowie der Verfolgung nationaler und liberaler Vereinigungen und Personen in den Staaten des Deutschen Bundes. Sie waren eine Reaktion auf die Ermordung des russischen Generalkonsuls und Dichters August von Kotzebue (1761-1819) durch den Giessener Burschenschafter Karl Ludwig Sand im März 1819. Die Bestimmungen der Karlsbader Beschlüsse Am 20.9.1819 in Kraft getretene Vereinbarungen zur Einschränkung des Vereins- und Versammlungsrechts, der Zensur sowie der Verfolgung nationaler und liberaler Vereinigungen und Personen in den Staaten des Deutschen Bundes. Sie waren eine Reaktion auf die Ermordung des russischen Generalkonsuls und Dichters August von Kotzebue (1761-1819) durch den Giessener Burschenschafter Karl Ludwig Sand im März 1819. Die Bestimmungen der Karlsbader Beschlüsse wurden erst am 2.4.1848 als Ergebnis der Märzrevolution aufgehoben. wurden erst am 2.4.1848 als Ergebnis der Märzrevolution aufgehoben.

nach oben
Kartell
Zusammenschluss von Unternehmen, der den Wettbewerb untereinander beschränken soll.

nach oben
Kasematten
(1) Geschütztes unterirdisches Festungsgebäude, (2) auf Kriegsschiffen ein Raum zur Unterbringung von Geschützen.

nach oben
Katasterwesen
siehe Kataster

nach oben
Kategorischer Imperativ
Ethische Grundnorm Immanuel Kants (1724-1804), die dazu auffordert, stets nur nach derjenigen Maxime zu handeln, durch die man zugleich wollen kann, dass sie allgemeines Gesetz werde.

nach oben
Kathedersozialisten
Polemische Bezeichnung für eine Reihe deutscher Nationalökonomen innerhalb der Historischen Schule am Ende des 19. Jahrhunderts, die eine staatliche Sozialpolitik zur Verbesserung der sozialen Lage der Arbeiterschaft forderten.

nach oben
Katzenmusik
Auch Charivari, bezeichnet eine bereits seit dem Mittelalter bekannte laute und unmelodische Form der Musik, die besonders in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert bei politischen Kundgebungen und Demonstrationen Verwendung fand.

nach oben
Kawerzen
Durch Privilegien abgesicherte christliche Geldverleiher.

nach oben
Kellnerei
Verwaltungsstelle für herrschaftliche Einkünfte.

nach oben
Kiautschou
Zwischen 1899 und 1914 vom Chinesischen Kaiserreich an das Deutsche Reich verpachtete Kolonie zur Errichtung eines deutschen Flottenstützpunktes in Ostasien an der chinesischen Ostküste.

nach oben
Kinematograph
Von den Brüdern Auguste und Louis Lumière (1862-1954 und 1864-1948) entwickelter Apparat, der Filmkamera, Filmprojektor und Kopiergerät in einem Gerät vereinte. Die erste öffentliche Aufführung fand am 28.12.1895 statt.

nach oben
Kirchspiel
Das von einer Pfarrkirche aus versorgte Gebiet, siehe auch Pfarre, Pfarrsprengel.

nach oben
Klassizismus
Epochenbegriff für die europäische Kunst von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis etwa 1830, umfasst Kunst, Architektur und Literatur. Als Gegenbewegung zu Barock Stilbegriff der neueren Kunst- und Literaturgeschichte, in etwa die Epoche 1600 bis 1750 umfassend. Die Bezeichung ist abgeleitet von portugiesisch barocco = unregelmäßig, sonderbar. Der Barock entstand in Italien, besonders in Rom. Die geschichtlichen Wurzeln liegen in der Gegenreformation und im Absolutismus. und Rokkoko ist der Klassizismus Epochenbegriff für die europäische Kunst von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis etwa 1830, umfasst Kunst, Architektur und Literatur. Als Gegenbewegung zu Barock und Rokkoko ist der Klassizismus von der Antiken Kunst und der Aufklärung beeinflusst und strebt klare, vereinfachende und schnörkellose Formen an. Bereits während der Regierungszeit Ludwigs XVI. (1774-1792) kehrte man in Frankreich zu klassischen Vorbildern zurück (Louis-Seize-Stil). Seit den 1760er Jahren verbreitete sich der aus Italien kommende Klassizismus in Frankreich. Sein Zentrum wurde Paris, wo Künstler wie Joseph-Marie Vien (1716-1809) und Jacques-Louis David (1748-1825) entscheidend zu seiner Popularität beitrugen. Eng verknüpft mit der französischen Revolution, entwickelte sich unter der Herrschaft Napoleons der sogenannte Empire-Stil. von der Antiken Kunst und der Aufklärung beeinflusst und strebt klare, vereinfachende und schnörkellose Formen an. Bereits während der Regierungszeit Ludwigs XVI. (1774-1792) kehrte man in Frankreich zu klassischen Vorbildern zurück (Louis-Seize-Stil). Seit den 1760er Jahren verbreitete sich der aus Italien kommende Klassizismus Epochenbegriff für die europäische Kunst von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis etwa 1830, umfasst Kunst, Architektur und Literatur. Als Gegenbewegung zu Barock und Rokkoko ist der Klassizismus von der Antiken Kunst und der Aufklärung beeinflusst und strebt klare, vereinfachende und schnörkellose Formen an. Bereits während der Regierungszeit Ludwigs XVI. (1774-1792) kehrte man in Frankreich zu klassischen Vorbildern zurück (Louis-Seize-Stil). Seit den 1760er Jahren verbreitete sich der aus Italien kommende Klassizismus in Frankreich. Sein Zentrum wurde Paris, wo Künstler wie Joseph-Marie Vien (1716-1809) und Jacques-Louis David (1748-1825) entscheidend zu seiner Popularität beitrugen. Eng verknüpft mit der französischen Revolution, entwickelte sich unter der Herrschaft Napoleons der sogenannte Empire-Stil. in Frankreich. Sein Zentrum wurde Paris, wo Künstler wie Joseph-Marie Vien (1716-1809) und Jacques-Louis David (1748-1825) entscheidend zu seiner Popularität beitrugen. Eng verknüpft mit der französischen Revolution, entwickelte sich unter der Herrschaft Napoleons der sogenannte Empire-Stil.

nach oben
Kleindeutsche Lösung
Auf der Frankfurter Nationalversammlung Auch Frankfurter Parlament oder Deutsche Nationalversammlung, erstes frei gewähltes deutsches Parlament, das 18.5.1848-31.5.1849 in der Frankfurter Paulskirche tagte. 1848 verabschiedetes Modell zur Vereinigung der Staaten des Deutschen Bundes unter Führung Preußens und Ausschluss Österreichs. Demgegenüber stand die Großdeutsche Lösung (1) Bezeichnung einer politischen Richtung des 19. Jahrhunderts, die eine nationalstaatliche Einigung aller deutschen Staaten einschließlich Österreichs anstrebte. Der österreichische Vielvölkerstaat sollte dabei zerschlagen und lediglich seine deutschsprachigen Gebiete eingegliedert werden, (2) nationalsozialistische Bezeichnung für das Deutsche Reich nach dem Anschluss Österreichs und des Sudetenlandes 1938. zur Diskussion (Einbeziehung Österreichs). Als Vorsstufe des Deutschen Kaiserreiches 1871 wurde die kleindeutsche Lösung Auf der Frankfurter Nationalversammlung 1848 verabschiedetes Modell zur Vereinigung der Staaten des Deutschen Bundes unter Führung Preußens und Ausschluss Österreichs. Demgegenüber stand die Großdeutsche Lösung zur Diskussion (Einbeziehung Österreichs). Als Vorsstufe des Deutschen Kaiserreiches 1871 wurde die kleindeutsche Lösung zunächst größtenteils mit der Gründung des Norddeutschen Bundes 1866 verwirklicht. zunächst größtenteils mit der Gründung des Norddeutschen Bundes 1866 verwirklicht.

nach oben
Klosterurbar
nach oben
Knappschaft
(1) Zusammenschluss von Bergleuten mit dem Ziel der Arbeitnehmerinteressenvertretung und der sozialen Absicherung, (2) Versicherungsträger für die Kranken- und Rentenversicherung.

nach oben
Kneipe
(1) Lokal, (2) für Feierlichkeiten der Studentenverbindung vorgesehener Raum im Korporationshaus (Haus der Verbindung), (3) tradtitionelle studentische Feier.

nach oben
Koalitionsfreiheit (Arbeiterschaft)
Bezeichnet das Recht von Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sich zur gemeinsamen Vertretung ihrer sozialen Interessen in Vereinigungen zusammen zu schließen.

nach oben
Koalitionskriege
Bezeichnet die von 1792-1815 andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen der französischen Republik beziehungsweise des napoleonischen Frankreich mit verschiedenen, in wechselnden Bündnissen stehenden europäischen Mächten, unter anderem Preußen, Österreich, Russland, Großbritannien, Portugal, Osmanisches Reich, Schweden, Neapel.

nach oben
kognitiv
Lateinisch-neulateinisch, Wissen beziehungsweise Denken und Erkennen betreffend.

nach oben
Kollatur
nach oben
Kollegiatstift
Lateinisch, Kirche, in der eine mit Vermögen und Korporationsrechten ausgestattete Klerikergemeinschaft die Liturgie feiert. Kirche und Stiftsgebäude liegen in einem abgesonderten Rechtsraum.

nach oben
Kollektivismus
Lateinisch, gesellschaftspolitisches System, bei dem das Wohlergehen der Gruppe (etwa des Staates) dem Interesse des Individuums übergeordnet wird (Gegenbegriff: Individualismus).

nach oben
Kölner Ereignis
Bezeichnet den Konflikt zwischen dem preußischen Staat und der römisch-katholische Kirche zwischen 1836 und 1841 um die Frage der konfessionell gemischten Ehen und die Lehre des Bonner Universitätsprofessors Georg Hermes (Hermesianismus) sowie den Einfluss des Staates auf kirchliche Angelegenheiten. Den Höhepunkt bildete die Inhaftierung des Kölner Erzbischofs Clemens August von Droste zu Vischering 1837-1839. Die Kölner Wirren siehe Kölner Ereignis trugen in der Folge stark zur Enstehung und Etablierung eines politischen Katholizismus in Deutschland bei.

nach oben
Kölner Kirchenstreit
nach oben
Kölner Konföderation
Auf dem Kölner Hansetag (1) Versammlung der Mitgliederstädte der Hanse; der erste Hansetag fand wohl 1356 in Lübeck statt, der letzte 1669 ebenfalls in Lübeck. (2) In Anlehnung an diese Tradition finden seit 1980 die "Hansetage der Neuzeit" jährlich in einer anderen historischen Hansestadt statt. am 19.11.1367 geschlossenens Kriegsbündnis der Städte Lübeck, Rostock, Stralsund, Wismar, Kulm, Thorn, Elbing, Kampen, Harderwyk, Elburg, Amsterdam und Briel (Köln beteiligte sich nicht) gegen den dänischen König Waldemar IV. Atterdag (Regierungszeit 1340-1375). Ursprünglich befristet für die Dauer des Krieges zusätzlich drei Jahren, wurde das Bündnis immer wieder bis 1385 verlängert.

nach oben
Kölner Kreis
Unter der NS-Diktatur aus der katholischen Arbeiterbewegung gebildetes Widerstandsnetzwerk rheinischer und westfälischer Katholiken, dessen Zentrale sich im Kölner Kettler-Haus, der Verbandszentrale des Westdeutschen Arbeiterverbandes, befand. Bedeutende Mitglieder waren unter anderem Otto Müller (1870-1944), Nikolaus Groß (1848-1945) und Bernhard Letterhaus (1894-1944). Ziel der auch mit anderen Widerstandszirkeln zusammen arbeitenden Gruppe war eine demokratische Neuordnung nach dem Ende des Nationalsozialismus. Nach dem missglückten Attentat vom 20.7.1944 geriet auch der Kölner Kreis Unter der NS-Diktatur aus der katholischen Arbeiterbewegung gebildetes Widerstandsnetzwerk rheinischer und westfälischer Katholiken, dessen Zentrale sich im Kölner Kettler-Haus, der Verbandszentrale des Westdeutschen Arbeiterverbandes, befand. Bedeutende Mitglieder waren unter anderem Otto Müller (1870-1944), Nikolaus Groß (1848-1945) und Bernhard Letterhaus (1894-1944). Ziel der auch mit anderen Widerstandszirkeln zusammen arbeitenden Gruppe war eine demokratische Neuordnung nach dem Ende des Nationalsozialismus. Nach dem missglückten Attentat vom 20.7.1944 geriet auch der Kölner Kreis ins Blickfeld der NS-Justiz. Zahlreiche Mitglieder wurden ermordet oder in den Konzentrationslagern interniert. ins Blickfeld der NS-Justiz. Zahlreiche Mitglieder wurden ermordet oder in den Konzentrationslagern interniert.

nach oben
Kölner Wirren
nach oben
Köln-Gesetz
Am 1.1.1975 in Kraft getretenes "Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Köln" zum Abschluss der kommunalen Gebietsreform der Region Köln.

nach oben
Kölnische Volkszeitung
Ab 1868 durch Josef Bachem herausgegebene katholisch ausgerichtete Kölner Tageszeitung, die 1941 eingestellt wurde.

nach oben
Kölnischer Krieg
Auch Truchsessischer Krieg, 1583-1588, entzündete sich am Versuch des Kölner Erzbischofs und Kurfürsten Gebhard Truchsess von Waldburg, das Kölner Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. in ein weltliches evangelischer Fürstentum umzuwandeln. Sein Scheitern bedeutete zugleich den Sieg der durch Bayern und die Spanischen Niederlande verfochtenen Gegenreformation am Niederrhein.

nach oben
Kölnischer Kunstverein
Gegründet am 2.4.1839 von Kölner Bürgern, fördert bis heute durch Ausstellungen zeitgenössische Kunst.

nach oben
Kommanditist
Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (KG).

nach oben
Kommers
Lateinisch, (1) Handel, Verkehr, (2) offizielle Feier einer Studentenverbindung.

nach oben
Kommerzienrat
Bis 1918 verliehener Ehrentitel für Kaufleute und Industrielle, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

nach oben
Kommilitone
Lateinisch (Kamerad), (1) Glaubensgefährte, (2) Studienkollege.

nach oben
kommunale Neugliederung
Bezeichnet eine Gebietsreform zur Bildung neuer Verwaltungseinheiten auf der Ebene der Gemeinden, Kreise, Landkreise, Stadtkreise und kreisfreien Städte. Die letzte kommunale Neugliederung Bezeichnet eine Gebietsreform zur Bildung neuer Verwaltungseinheiten auf der Ebene der Gemeinden, Kreise, Landkreise, Stadtkreise und kreisfreien Städte. Die letzte kommunale Neugliederung in NRW wurde zum 1.1.1975 abgeschlossen. in NRW wurde zum 1.1.1975 abgeschlossen.

nach oben
Kommunalpolitische Vereinigung
Abkürzung KPV, bezeichnet die Unterorganisation einer Partei, deren Ziel es ist, die Arbeit der Partei auf kommunaler Ebene zu unterstützen und zu koordinieren.

nach oben
Kommunismus
Lateinisch (communis = gemeinschaftlich), bezeichnet seit dem 19. Jahrhundert politische Lehren und Ideologien, die auf der Grundlage des Kommunistischen Manifests von Friedrich Engels (1820-1895) und Karl Marx (1818-1883) von 1848 die Verwirklichung einer klassen- und herrscherlosen Gesellschaft durch Überwindung des Kapitalismus anstreben.

nach oben
Kommunistische Partei Deutschlands
Abkürzung KPD, gegründet am 1.1.1919 als Zusammenschluss verschiedener linksradikaler Gruppierungen, deren Ziel die Errichtung einer sozialistischen Republik war. In der Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. einflussreiche politische Kraft in klarer Abgrenzung zur SPD und starker Anlehnung an die Ideologie der sowjetischen KPdSU Kommunistische Partei der Sowjetunion. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der Sowjetunion. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU die mächtigste Partei der Sowjetunion. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 verboten. . Linksradikaler Gegenpol der NSDAP, 1933-1945 verboten. Wiederbegründung nach 1945. In der sowjetischen Besatzungszone fusionierte die KPD mit der SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands ), in der Bundesrepublik Deutschland wurde sie 1956 verboten.

nach oben
Kommunistisches Manifest
Von Friedrich Engels (1820-1895) und Karl Marx (1818-1883) 1848 auf Wunsche des  Bundes der Kommunisten entworfenes Manifest, in dem sie auf Grundlage der sogenannten marxistische Weltanschauung ein Programm für den Kommunimus entwickelten.

nach oben
Kompensationshändler
Lateinisch (compensare = vergleichen, ersetzen). Bei einem Kompensationsgeschäft verzichtet das Unternehmen auf Barzahlung und erhält als Gegenleistung für gelieferte Waren bestimmte Warenposten des Käufers. Da sich die Unternehmen im Vertrieb der meist branchenfremden Produkte nicht auskennen, werden Kompensationshändler Lateinisch (compensare = vergleichen, ersetzen). Bei einem Kompensationsgeschäft verzichtet das Unternehmen auf Barzahlung und erhält als Gegenleistung für gelieferte Waren bestimmte Warenposten des Käufers. Da sich die Unternehmen im Vertrieb der meist branchenfremden Produkte nicht auskennen, werden Kompensationshändler eingesetzt, die die Tauschware verkaufen sollen. eingesetzt, die die Tauschware verkaufen sollen.

nach oben
Komturei
Lateinisch, auch Kommende. Von einem Komtur (Vorsteher) geleitete Ordensniederlassung der geistlichen Ritterorden (zum Beispiel Johanniter oder Deutscher Orden). Mehrere Komtureien bilden eine Ballei Mehrere Niederlassungen (Kommenden) umfassender Verwaltungsbezirk des Deutschen Ordens. .

nach oben
Kondominium
Lateinisch-neulateinisch, auch Kondominat, gemeinsame Herrschaft zweier oder mehrerer Herren.

nach oben
Konfessionspolitik
Bezeichnet politische Maßnahmen und Gesetze zu Gunsten oder zur Unterdrückung bestimmter Konfessionen.

nach oben
Konfiszierung
Lateinisch, bezeichnet die entschädigungslose Entziehung des Eigentums.

nach oben
Konförderationsnotel
Lateinisch, auf dem Lübecker Hansetag (1) Versammlung der Mitgliederstädte der Hanse; der erste Hansetag fand wohl 1356 in Lübeck statt, der letzte 1669 ebenfalls in Lübeck. (2) In Anlehnung an diese Tradition finden seit 1980 die "Hansetage der Neuzeit" jährlich in einer anderen historischen Hansestadt statt. 1557 geschlossenes Bündnis zwischen 63 Hansestädten zur Reorganisation der Hanse nach den Unruhen der Reformation und des Schmalkaldischen Krieges. Die genau festgelegten Verpflichtungen der einzelnen Mitglieder wurden in der so genannten Konföderationsnotel niedergelegt. Zunächst auf zehn Jahre befristet, wurde die Konföderation 1579 verlängert und hatte bis zum Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges bestand.

nach oben
Konfuzianismus
Eine von dem chinesischen Philosophen Konfuzius (551-479 v. Chr.) begründete praxisorientierte philosophische Lehre, die wesentlich auf ethischer Verantwortung und der Ausrichtung auf das dao, dem rechten Weg oder Ideal des guten Lebens, basiert.

nach oben
königlicher Kammerrichter
Bezeichnet den Vorsitzenden des Reichskammergerichts (bis 1521 den Vorsitzenden des königlichen Kammergerichts) bis zum Ende des Alten Reiches 1806. Der Kammerrichter repräsentierte den König und war Träger der königlichen oberrechtlichen Gewalt. Ihm unterstanden alle am Gericht arbeitendenen Personen.

nach oben
Königshof
Lateinisch curia regis, bezeichnet (1) den sozialen und institutionellen Haushalt des Königs mit seinem Personal (Hofstaat) und den ihn umgebenden Personen, sowie die zugehörigen Institutionen (Hofkapelle, Hofgericht, Hoftag). Der Hof reiste mit dem König, Versammlungen des Gerichtshofes oder der allgemeinen Verwaltung tagten am jeweiligen Aufenthaltsort, (2) seit dem 9. Jahrhundert im Sinne von palatium (Königspfalz Lateinisch palatium, auch Reichspfalz, im Früh- und Hochmittelalter für die Unterkunft des reisenden Königshofes angelegte Stützpunkte in Form von Burgen oder großen Gutshöfen, die über das gesamte Reichsgebiet verstreut lagen. Bedeutende Pfalzen der karolingischen Könige waren Aachen, Worms, Ingelheim, Frankfurt am Main, Forchheim und Nimwegen; die sächsischen Kaiser residierten vornehmlich in Quedlinburg und Magdeburg. Weitere Pfalzen lagen unter anderem in Köln, Speyer, Mainz und Nürnberg. ) auf den Krongütern angelegte Gutshöfe zur Unterkunft des reisenden Königs und seines Gefolges.

nach oben
Königspfalz
Lateinisch palatium, auch Reichspfalz, im Früh- und Hochmittelalter für die Unterkunft des reisenden Königshofes angelegte Stützpunkte in Form von Burgen oder großen Gutshöfen, die über das gesamte Reichsgebiet verstreut lagen. Bedeutende Pfalzen der karolingischen Könige waren Aachen, Worms, Ingelheim, Frankfurt am Main, Forchheim und Nimwegen; die sächsischen Kaiser residierten vornehmlich in Quedlinburg und Magdeburg. Weitere Pfalzen lagen unter anderem in Köln, Speyer, Mainz und Nürnberg.

nach oben
Konstitutionelle Monarchie
Regierungsform, in welcher der Monarch als Staatsoberhaupt fungiert, aber durch die Verfassung und ihre parlamentarischen Organe kontrolliert und in seinen Machtbefugnissen eingeschränkt wird.

nach oben
Konstruktivismus
Lateinisch, in der Epistemologie (Erkenntnistheorie Das Teilgebiet der Philosophie betreffend, das sich mit der Natur, Grenzen, Ursprüngen und Möglichkeiten von Wissen beschäftigt. ) eine auf der Annahme basierende Theorie, dass Wissen nicht erworben ("entdeckt"), sondern (im sozialen, zum Beispiel wissenschaftlichen Kontext) konstruiert ("produziert") wird.

nach oben
Kontinentalsperre
Bezeichnet die von Napoleon 1806 verhängte Wirtschaftsblockade Großbritanniens, die den Höhepunkt des Wirtschaftskrieges des napoleonischen Frankreich gegen England markierte. Ziel der Blockade sollte ein wirtschaftliche Schwächung der britischen Großmacht sein, in der Folge war aber auch die kontinentale Wirtschaft stark eingeschränkt;auf dem europäischen Festland blühte der Schmuggel. Das Ausscheiden Russlands aus der Kontinentalsperre Bezeichnet die von Napoleon 1806 verhängte Wirtschaftsblockade Großbritanniens, die den Höhepunkt des Wirtschaftskrieges des napoleonischen Frankreich gegen England markierte. Ziel der Blockade sollte ein wirtschaftliche Schwächung der britischen Großmacht sein, in der Folge war aber auch die kontinentale Wirtschaft stark eingeschränkt;auf dem europäischen Festland blühte der Schmuggel. Das Ausscheiden Russlands aus der Kontinentalsperre nahm Napoleon zum Anlass für den Russlandfeldzug 1812. nahm Napoleon zum Anlass für den Russlandfeldzug 1812.

nach oben
Kontor
Lateinisch-französisch-niederländisch, (1) abgeleitet vom französischen Comptoir Französisch,  (1) Zähltisch, Rechentisch, (2) die Auslage, der lange Warentisch, (3) das Handelshaus, die Schreibstube, siehe auch Kontor. bezeichnet der Begriff den Geschäftsraum (Büro) eines Kaufmanns, (2) mittelalterliche Niederlassung hansischer Kaufleute oder von Handelsgesellschaften im Ausland.

nach oben
Konvent
Lateinisch (Zusammenkunft), Bezeichnung (1) für eine klösterliche Gemeinschaft, (2) für die Volksvertretung während der Französischen Revolution vom 21.9.1792 bis 26.10.1795, (3) für die Beratungsgremien in einer studentischen Verbindung (zum Beispiel Burschenkonvent, Altherrenkonvent).

nach oben
Konzentrationslager
Ursprünglich als „Schutzhaftlager“ verwendet, wurden die vom NS-Regime während des "Dritten Reiches" errichteten Lager zur Internierung missliebiger Personen (zum Beispiel Juden, Zigeuner, demokratische und kommunistische Politiker, Geistliche, NS-Widerstandskämpfer, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Behinderte und sogenannte Asoziale) genutzt. Als wichtiges Instrumente des Staatsterrors wurden bis Kriegsbeginn sieben KZ errichtet, bis 1945 22 Hauptlager mit zahlreichen Außenlagern und Außenkommandos. Neben der Nutzung als Arbeitslager dienten einige der KZ ab 1941 als Vernichtungslager.

nach oben
Kooperative Schule
Entwurf eines Schulmodells der 1970er Jahre, das die Auflösung des dreigliedrigen Schulsystems und eine Angliederung der Hauptschulen an die Realschulen, nach Bedarf auch an die Gymnasien vorsah. Das Gesetz wurde 1978 aufgrund eines Volksbegehrens annulliert.

nach oben
Kooperativer Kapitalismus
Kapitalismusmodell mit starker Verzahnung verschiedener Institutionen, favorisiert von dem deutschen Industriellen Paul Silverberg (1876-1959).

nach oben
kopial
nach oben
Kopiar
Mittellateinisch, Vervielfältigung, bezeichnet eine Sammlung von Urkundenabschriften in Buchform zur Sicherung von Besitz, Titeln und Privilegien, auch Kopialbuch oder Kartular.

nach oben
Koreakrieg
Militärischer Konflikt zwischen dem kommunistischen Nordkorea und dem westlich orientierten Südkorea, der mit dem Einmarsch nordkoreanischer Truppen in Südkorea am 25.6.1950 begann und nach wechselhaften Verlauf mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsvertrages am 27.7.1953 endete. Die Truppen Nordkoreas wurden durch China, Südkorea durch Verbände der UNO unter der Führung der USA unterstützt.

nach oben
KPdSU
Kommunistische Partei der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ).. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ).. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU Kommunistische Partei der Sowjetunion. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der Sowjetunion. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU die mächtigste Partei der Sowjetunion. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 verboten. die mächtigste Partei der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ).. Nach Auflösung der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). 1991 verboten.

nach oben
Krätzchensängerin
Interpretin volkstümlicher und mundartlicher rheinischer Lieder, welche alltägliche und lustige Begebenheiten zum Thema haben

nach oben
Kreisauer Kreis
Bezeichnet eine oppositionelle Widerstandsgruppe um Helmut Graf James von Moltke (1907-1945) und Peter Graf Yorck von Wartenburg (1904-1944) während des Zweiten Weltkriegs. Die etwa 20 aktiven Mitgliedern und ebenso viele Sympathisanten stammten aus allen gesellschaftlichen Schichten und trafen sich regelmäßig in kleineren Gruppen auf dem Familengut Kreisau der Grafen Moltke. Ziel des Kreises war es, den Nationalsozialismus durch ein auf den Menschenrechten beruhendes Staats- und Regierungskonzept zu verdrängen und die Bevölkerung zu eigenverantwortlichem politischem Handeln zu erziehen. Nach der Verhaftung Moltkes im Januar 1944 schlossen sich Teile des Kreisauer Kreises dem militärischen Widerstand um Claus Graf Schenk von Stauffenberg (1907-1944) an. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20.7.1944 gelang es der Gestapo, die Arbeit der Gruppe aufzudecken, zahlreiche Mitglieder wurden in der Folge verhaftet und zum Tode oder zu langjährigen Zuchthausstrafen verurteilt.

nach oben
Kreisobrist
Bezeichnet zwischen 1522 und 1806 das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. eines Hauptmanns in den Reichskreisen des Deutschen Reiches. Seine Aufgaben umfassten neben dem militärischen Vorsitz die Vollstreckung von reichsgerichtlichen Urteilen, Wahrung des Religions- und Landfriedens sowie Verwaltungsaufgaben.

nach oben
Kreuz der Ehrenlegion
Von Napoleon Bonaparte 1802 gestiftetes französisches Ehrenzeichen für zivile und militärische Verdienste.

nach oben
Kriegs- und Domänenkammer
Die Kriegs- und Domänenkammern als Provinzialbehörden im Königreich Preußen gingen aus der Zusammenlegung der Kriegskommissariate mit den Amtskammern hervor und wurden von König Friedrich Wilhelm I. (Regierungszeit 1713-1740) 1723 im Zuge der Reorganisation der Verwaltung geschaffen. Aufgabe der Kriegskommissariate war die Erhebung von Steuern und Abgaben für die Armee, den Amtskammern unterstand die Verwaltung der Domänen und der Einzug der Pachtgelder.  Die Kriegs- und Domänenkammern unterstanden dem Generaldirektorium (General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domainendirektorium) in Berlin und bestanden bis zur Stein-Hardenbergschen Verwaltungsreform 1808.

nach oben
Kriegsgedenkmünze von 1815
nach oben
Kriegskommissariat
nach oben
Kriegsobrist
In den deutschen Reichskreisen der vom Kreistag gewählte oberste Befehlshaber des Kreisaufgebots.

nach oben
Kriegsschuldartikel
Bezeichnet § 231 des Versailler Vertrags von 1919 (Kriegsschuldparagraph), worin dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten die alleinige Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zugesprochen wurde und es zu Gebietsabtretungen und Reparationszahlungen an die Siegermächte verpflichtete. In den nächsten Jahrzehnten wurde die Frage nach der Schuld am Ausbruch des Kriegs immer wieder politisch und nach 1945 auch in der Geschichtswissenschaft diskutiert.

nach oben
Kriegsschuldfrage
nach oben
Kritizismus
Griechisch, Kunst der Beurteilung, als Kritizismus Griechisch, Kunst der Beurteilung, als Kritizismus bezeichnet Kant die von ihm in der Erkenntnistheorie angewandte Methode, Bedingungen, Umfang und Grenzen von Erkenntnis zu prüfen. Als Synonym für "kritische Philosophie" bezeichnet der Kritizismus zudem eine von Alois Riehl (1844-1924) gegründete Strömung des Neukantianismus. bezeichnet Kant die von ihm in der Erkenntnistheorie Das Teilgebiet der Philosophie betreffend, das sich mit der Natur, Grenzen, Ursprüngen und Möglichkeiten von Wissen beschäftigt. angewandte Methode, Bedingungen, Umfang und Grenzen von Erkenntnis zu prüfen. Als Synonym für "kritische Philosophie" bezeichnet der Kritizismus Griechisch, Kunst der Beurteilung, als Kritizismus bezeichnet Kant die von ihm in der Erkenntnistheorie angewandte Methode, Bedingungen, Umfang und Grenzen von Erkenntnis zu prüfen. Als Synonym für "kritische Philosophie" bezeichnet der Kritizismus zudem eine von Alois Riehl (1844-1924) gegründete Strömung des Neukantianismus. zudem eine von Alois Riehl (1844-1924) gegründete Strömung des Neukantianismus Philosophische Strömung, die eine Philosophie auf Grundlage der Methode Immanuel Kants anstrebte. .

nach oben
Krönungsrecht
Bezeichnet das Recht, den Monarchen zu krönen, in der Regel durch den höchsten Kirchenfürsten des Landes ausgeübt.

nach oben
Kryptogame
Geheim- oder Verborgenblüher; Pflanze, deren Vermehrung ohne Blüte vonstatten geht.

nach oben
Kryptogramm
Griechisch, verborgene Schrift,  (1) Text in verschlüsselter Schrift, (2) mathematisches Rätsel.

nach oben
Kulturbund
Kulturbund Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund", 1974 in "Kulturbund der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund e.V. weitergeführt. zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund", 1974 in "Kulturbund der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund e.V. weitergeführt. ", 1974 in "Kulturbund Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund", 1974 in "Kulturbund der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund e.V. weitergeführt. der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund", 1974 in "Kulturbund der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund e.V. weitergeführt. mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund", 1974 in "Kulturbund der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund e.V. weitergeführt. e.V. weitergeführt.

nach oben
Kulturkampf
Krise des Deutschen Kaiserreiches unter Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. Otto von Bismarck und der römisch-katholischen Kirche sowie der politisch-parlamentarischen Vertretung der katholischen Bevölkerung des Reiches (insbesondere der Zentrumspartei) zwischen 1871 und 1891. Streitpunkte waren die Aufhebung der katholischen Abteilung des preußischen Kultusministeriums durch Bismarck, das Festhalten der Kirche am Unfehlbarkeitsdogma, die Einführung der Zivilehe sowie die Repressionen gegen katholische Geistliche und der Einfluss des Staates auf die Kirche. Nach dem "Kanzelparagraphen" 1871 (Änderung des Strafgesetzbuches, wonach es Geistlichen aller Religionen verboten war, sich in Ausübung ihres Amtes in öffentlichen Stellungnahmen politisch zu äußern, galt bis 1953), dem Verbot der Jesuitenniederlassungen 1872 und der Einführung der staatlichen Schulaufsicht, bildeten die sogenannten Maigesetze 1873 (staatliche Kontrolle von Ausbildung und Einstellung der Geistlichen) den Höhepunkt des Kulturkampfes. Die Verschärfung der Bestimmungen über die Verwaltung des Kirchenvermögens beendete 1878 die  Kulturkampfgesetzgebung. Die 1886 und 1887 erlassenen "Friedensgesetze" führten schließlich zur Beilegung des Konflikts.

nach oben
Kurator
Lateinisch, (1) Vormund, Pfleger, (2) Verwalter einer Stiftung, (3) Staatsbeamter in der Universitätsverwaltung zur Verwaltung des Vermögens und zur Wahrnehmung der Rechtsgeschäfte, (3) wissenschaftlicher Leiter eines Museums, einer Sammlung oder einer Ausstellung.

nach oben
Kurfürst
Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten.

nach oben
Kurverein
In Rhens am Rhein 1339 geschlossenes, unbefristetes Bündnis der Kurfürsten gegen päpstliche Einmischung bei der Königswahl. Die Kurfürsten wiesen die Forderung des Papstes nach Bestätigung ihrer Königswahl zurück.

nach oben
Kuxe
Anteil an einem Bergwerk, das als bergrechtliche Gewerkschaft betrieben wird.

nach oben
KV
(Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine) 1865 gegründeter deutscher Korporationsverband nicht farbentragender Studentenverbindungen. Ihren Ursprung nahmen sowohl KV (Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine) 1865 gegründeter deutscher Korporationsverband nicht farbentragender Studentenverbindungen. Ihren Ursprung nahmen sowohl KV, als auch CV (farbentragend) in dem 1863 gegründeten Kartell katholischer Studentenverbindungen. Der KV widmete sich weniger der Untermauerung des studentischen Brauchtums, als der religiös-kulturellen Arbeit. , als auch CV (farbentragend) in dem 1863 gegründeten Kartell Zusammenschluss von Unternehmen, der den Wettbewerb untereinander beschränken soll. katholischer Studentenverbindungen. Der KV (Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine) 1865 gegründeter deutscher Korporationsverband nicht farbentragender Studentenverbindungen. Ihren Ursprung nahmen sowohl KV, als auch CV (farbentragend) in dem 1863 gegründeten Kartell katholischer Studentenverbindungen. Der KV widmete sich weniger der Untermauerung des studentischen Brauchtums, als der religiös-kulturellen Arbeit. widmete sich weniger der Untermauerung des studentischen Brauchtums, als der religiös-kulturellen Arbeit.

nach oben
Kyffhäuserverband
Am 6.8.1881 gründeten Vereine Deutscher Studenten unter der Führung Diederich Hahns und Friedrich Naumanns den „Verband der Vereine deutscher Studenten“ (VVDst) – auch Kyffhäuserverband Am 6.8.1881 gründeten Vereine Deutscher Studenten unter der Führung Diederich Hahns und Friedrich Naumanns den „Verband der Vereine deutscher Studenten“ (VVDst) – auch Kyffhäuserverband (namensgebend: Kyffhäuserfest). Der Leitspruch des Verbands lautete „Mit Gott für Kaiser und Reich“. (namensgebend: Kyffhäuserfest). Der Leitspruch des Verbands lautete „Mit Gott für Kaiser und Reich“.

nach oben
Laissez-faire-Kapitalismus
Franzsösisch, Wirtschaftsordnung weitgehend ohne ordnungspolitische Interventionen des Staates.

nach oben
Landfrieden
Vom 11. Jahrhundert an ergangene Gesetze für den Schutz des öffentlichen Friedens und gegen den Missbrauch der Fehde Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen. , beziehungsweise zu deren Verbot oder Einschränkung. Die Landfrieden Vom 11. Jahrhundert an ergangene Gesetze für den Schutz des öffentlichen Friedens und gegen den Missbrauch der Fehde, beziehungsweise zu deren Verbot oder Einschränkung. Die Landfrieden enthielten entweder ein gänzliches Fehdeverbot oder machten die Ausübung des Fehderechts von bestimmten Voraussetzungen abhängig und stellten die Verletzung des öffentlichen Friedens unter harte Strafen. Zunächst auf eine bestimmte Zeit befristet, seit 1413 in Frankreich, seit 1495 im Deutschen Reich durch Kaiser Maximilian I. als "Ewiger Landfriede" verkündet. enthielten entweder ein gänzliches Fehdeverbot oder machten die Ausübung des Fehderechts von bestimmten Voraussetzungen abhängig und stellten die Verletzung des öffentlichen Friedens unter harte Strafen. Zunächst auf eine bestimmte Zeit befristet, seit 1413 in Frankreich, seit 1495 im Deutschen Reich durch Kaiser Maximilian I. als "Ewiger Landfriede" verkündet.

nach oben
Landfriedensordnung von 1512
nach oben
Landhofmeister
Eines der nach 1806 anstelle der Erbämter des untergegangenen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation begründeten zahlreichen neuen Erblandeshofämter. In Preußen enstanden neben dem Landhofmeisteramt die Ämter des Kanzlers, des Oberburggrafen und des Obermarschalls.

nach oben
Landratsamt
Bezeichung für (1) für die Verwaltung, (2) das Verwaltungsgebäude eines Landkreises, gleichbedeutend mit Kreisverwaltung und Kreishaus.

nach oben
Landstände
Im Territorialstaat des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Bezeichnung für die politischen Vertretungen der Stände, die bei der Gesetzgebung und Verwaltung mitwirkten. Die Stände (Prälaten, Adel und Städte, sowie in wenigen Territorien auch die Bauern) versammelten sich auf den Landtagen und vertraten das Land gegenüber dem Landesherrn. Eines der wichtigsten Rechte der Landstände Im Territorialstaat des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Bezeichnung für die politischen Vertretungen der Stände, die bei der Gesetzgebung und Verwaltung mitwirkten. Die Stände (Prälaten, Adel und Städte, sowie in wenigen Territorien auch die Bauern) versammelten sich auf den Landtagen und vertraten das Land gegenüber dem Landesherrn. Eines der wichtigsten Rechte der Landstände war das der Steuerbewilligung. war das der Steuerbewilligung.

nach oben
landständische Vertretungen
nach oben
Landsyndicus
Griechisch, bezeichnet einen hohen landständischen Beamten.

nach oben
Landtagsrezess
Lateinisch (zurückweichen), auf den Landtagen abgeschlossene und schriftlich niedergelegte Vereinbarungen und Verträge.

nach oben
Landwehr
Aus Wällen und Gräben bestehende Befestigung größerer räumlicher Bezirke (Kirchspiele, Gerichte, städtische Feldmark, Territorium).

nach oben
Langnamverein
Kurzbezeichnung für den "Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen", gegründet  1871 in Düsseldorf. Der bis 1934 bestehende Verein war zeitweilig der einflussreichste regionale Unternehmerverband der deutschen Wirtschaft. Seine Mitgliedschaft war vor dem Ersten Weltkrieg breit gestreut und reichte von der Textilindustrie über Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie hin zu Chemie, Maschinenbau und Metallverarbeitung bei Dominanz der Schwerindustrie.

nach oben
Lebensreformbewegung
Bezeichnet seit der Mitte des 19. Jahrhunderts unter Ablehnung der Industrialisierung und des Materialismus entstandene Reformbewegungen, die eine natürliche Lebensweise des Menschen anstrebten und als Vorläufer der im Zuge der 68er-Bewegung entstandenen Alternativbewegungen gilt. Vertreter der Lebensreform propagierten eine naturnahe Lebensweise, Ökologische Landwirtschaft, Vegetarismus, Reformkleidung sowie Naturheilverfahren und reagierten damit auf die aus ihrer Sicht negativen Folgen der gesellschaftlichen Veränderungen im 19. Jahrhundert. Neue religiös-spirituelle Weltanschauungen und Siedlungsprojekte waren ebenso Teil der Reformbewegungen wie die Freikörperkultur.

nach oben
Legge
Sammel- und Prüfstelle im Leinengewerbe.

nach oben
Lehnsherr
Zwischen dem Lehnsherrn und seinem Lehnsmann (Vasallen) bestand ein persönliches Treueverhältnis. Der Lehnsherr Zwischen dem Lehnsherrn und seinem Lehnsmann (Vasallen) bestand ein persönliches Treueverhältnis. Der Lehnsherr verlieh seinem Vasallen Güter oder Rechte (Lehen), für die der Lehnsmann Dienste (Rat und Tat) und Treue schuldete. verlieh seinem Vasallen Güter oder Rechte (Lehen), für die der Lehnsmann Dienste (Rat und Tat) und Treue schuldete.

nach oben
Lehnsindult
Aufschub des Empfangs der Lehen, besonders bei minderjährigen Vasallen.

nach oben
Lehnsrecht
nach oben
Lehnswesen
Das mittelalterliche Feudal- oder Lehnswesen Das mittelalterliche Feudal- oder Lehnswesen (lateinisch feudum = Lehen) war ein auf Lehnsrecht aufgebautes Leih- und gegenseitiges Treueverhältnis, bei dem der mit einem weltlichen oder kirchlichen Gut (Kirchenlehen) auf Lebenszeit Beliehene (Lehnsmann, Vasall) dem Leihenden (Lehnsherr) persönliche, besonders militärische und Hofdienste erbringen musste. Begründet wurde das Lehnsverhältnis durch die förmliche Belehnung ( Investitur). Lehen waren erblich und konnten nicht nur Grund und Boden, sondern auch Rechte (zum Beispiel Zollrecht) und Ämter umfassen. Mit Ablösung des adligen Ritterheeres durch Söldner verlor das Lehnswesen an Bedeutung, blieb aber formal noch bis zum Ende des Reiches 1806 bestehen. (lateinisch feudum = Lehen) war ein auf Lehnsrecht siehe Lehnswesen. aufgebautes Leih- und gegenseitiges Treueverhältnis, bei dem der mit einem weltlichen oder kirchlichen Gut (Kirchenlehen) auf Lebenszeit Beliehene (Lehnsmann, Vasall lateinisch vassus, vasallus (Diener), Seit dem 8. Jh. Bezeichnung für einen dem Herrn lehnsrechtlich untergeordneten Gefolgsmann. Der Vasall erhielt von seinem Herrn Schutz und Land (Lehn) und war dafür der Treue und Hilfeleistung verpflichtet   ) dem Leihenden (Lehnsherr Zwischen dem Lehnsherrn und seinem Lehnsmann (Vasallen) bestand ein persönliches Treueverhältnis. Der Lehnsherr verlieh seinem Vasallen Güter oder Rechte (Lehen), für die der Lehnsmann Dienste (Rat und Tat) und Treue schuldete. ) persönliche, besonders militärische und Hofdienste erbringen musste. Begründet wurde das Lehnsverhältnis durch die förmliche Belehnung ( Investitur). Lehen waren erblich und konnten nicht nur Grund und Boden, sondern auch Rechte (zum Beispiel Zollrecht) und Ämter umfassen. Mit Ablösung des adligen Ritterheeres durch Söldner verlor das Lehnswesen Das mittelalterliche Feudal- oder Lehnswesen (lateinisch feudum = Lehen) war ein auf Lehnsrecht aufgebautes Leih- und gegenseitiges Treueverhältnis, bei dem der mit einem weltlichen oder kirchlichen Gut (Kirchenlehen) auf Lebenszeit Beliehene (Lehnsmann, Vasall) dem Leihenden (Lehnsherr) persönliche, besonders militärische und Hofdienste erbringen musste. Begründet wurde das Lehnsverhältnis durch die förmliche Belehnung ( Investitur). Lehen waren erblich und konnten nicht nur Grund und Boden, sondern auch Rechte (zum Beispiel Zollrecht) und Ämter umfassen. Mit Ablösung des adligen Ritterheeres durch Söldner verlor das Lehnswesen an Bedeutung, blieb aber formal noch bis zum Ende des Reiches 1806 bestehen. an Bedeutung, blieb aber formal noch bis zum Ende des Reiches 1806 bestehen.

nach oben
Leibeigenschaft
Bezeichnet im deutschen Recht des Spätmittelalters die persönliche Abhängigkeit von einem Herrn, im Unterschied zu der Abhängigkeit des Hörigen von einer Grundherrschaft. Der Begriff wurde in der Forschung auch für ähnliche Abhängigkeitsverhältnisse in anderen Ländern verwendet. Nachdem in der Neuzeit kaum noch zwischen Hörigen und Leibeigenen unterschieden wurde, wurde die Leibeigenschaft Bezeichnet im deutschen Recht des Spätmittelalters die persönliche Abhängigkeit von einem Herrn, im Unterschied zu der Abhängigkeit des Hörigen von einer Grundherrschaft. Der Begriff wurde in der Forschung auch für ähnliche Abhängigkeitsverhältnisse in anderen Ländern verwendet. Nachdem in der Neuzeit kaum noch zwischen Hörigen und Leibeigenen unterschieden wurde, wurde die Leibeigenschaft erst mit der Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts allmählich zurück gedrängt. erst mit der Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts allmählich zurück gedrängt.

nach oben
Leipziger Konvention
Die Leipziger Konvention Die Leipziger Konvention von 1813 sah die vorläufige Verwaltung der von den Franzosen zurückeroberten Gebiete unter dem Reichsfreiherrn vom Stein (1757-1831) und die Ernennung von Generalgouverneuren für gewisse Gebiete vor. Darauf wurden im Rheinland gegründet: 25.11.1813 Generalgouvernement Berg unter Justus Gruner (1777-1820); 14.2.1814 Generalgouvernement Mittel- und Niederrhein unter Gruner beziehungsweise Johann August Sack (1764-1831), seit dem 28.6.1814 mit dem Generalgouvernement Berg unter Sack vereinigt; Juni 1814 Österreichisch-Bayerische Gemeinschaftliche Landadministration für das Land südlich der Mosel. von 1813 sah die vorläufige Verwaltung der von den Franzosen zurückeroberten Gebiete unter dem Reichsfreiherrn vom Stein (1757-1831) und die Ernennung von Generalgouverneuren für gewisse Gebiete vor. Darauf wurden im Rheinland gegründet: 25.11.1813 Generalgouvernement Bezeichnung für die während des Zweiten Weltkriegs 1939-1945 besetzten, aber nicht eingegliederten Gebiete Polens. Berg unter Justus Gruner (1777-1820); 14.2.1814 Generalgouvernement Bezeichnung für die während des Zweiten Weltkriegs 1939-1945 besetzten, aber nicht eingegliederten Gebiete Polens. Mittel- und Niederrhein unter Gruner beziehungsweise Johann August Sack (1764-1831), seit dem 28.6.1814 mit dem Generalgouvernement Bezeichnung für die während des Zweiten Weltkriegs 1939-1945 besetzten, aber nicht eingegliederten Gebiete Polens. Berg unter Sack vereinigt; Juni 1814 Österreichisch-Bayerische Gemeinschaftliche Landadministration für das Land südlich der Mosel.

nach oben
Lesegesellschaft
Bezeichnet häufig patriotische Gruppen des 17.-19. Jahrhunderts, die Zeitschriften und Bücher erwarben und ihren Mitgliedern zur Verfügung stellten.

nach oben
Lex Salica
Lateinisch, Gesetz der Salfranken, unter der Herrschaft des Merowingers Chlodwig I. zwischen 507 und 511 verfasstes Gesetzbuch, das die Stammesrechte der  Salfranken enthält.

nach oben
Liber Valoris
Vermutlich 1308 auf der Basis älterer Vorlagen erstelltes Steuerverzeichnis des Erzbistums Köln, das nach Dekanaten geordnet die Leistungsfähigkeit der Klöster, Stifte, Kirchen und Kapellen dokumentiert.

nach oben
Liberalismus
Lateinisch, Bezeichnung einer geistigen Strömung und einer politischen Philosophie, deren Anhänger die Freiheiten des Individuums in den Vordergrund ihrer politischen Forderungen stellten und den durch geistige oder staatlichen Institutionen ausgeübten Zwang ablehnen.

nach oben
Liberalismus des Vormärz
Lateinisch (liber = frei). In der Zeit des Vormärz verband sich der Liberalismus Lateinisch, Bezeichnung einer geistigen Strömung und einer politischen Philosophie, deren Anhänger die Freiheiten des Individuums in den Vordergrund ihrer politischen Forderungen stellten und den durch geistige oder staatlichen Institutionen ausgeübten Zwang ablehnen. mit den Ideen einer nationalstaatlichen Einheit der deutschen Staaten. Die liberalen Bewegungen standen in Opposition zu den absolutistischen Fürstentümern der nachnapoleonischen Ära und bekämpften die dem Wiener Kongress folgende Restauration. Sie forderten Verfassungen und demokratische Rechte für das Volk und traten für die Einigung der Staaten des deutschen Bundes in einem gesamtdeutschen Nationalstaat ein.

nach oben
Linnenreider
Auf Produktion, Endverarbeitung und Vertrieb spezalisierter Leinenweber.

nach oben
Liquidation
Lateinisch-mittellateinisch-romanisch (flüssig machen, beseitigen), (1) Auflösung eines Unternehmens, (2) Abwicklung von Börsengeschäften, (3) Kostenrechnung freier Berufe, (4) politisch motivierter Mord durch gezielte Tötung oder Attentate.

nach oben
Liudolfinger/liudolfingisch
Sächsische Adelsfamilie, benannt nach dem Stammvater Liudolf. Zwischen 919 und 1024 stellten Mitglieder der Liudolfinger den römisch-deutschen König beziehungsweise Kaiser, aufgrund der Herrschaft der Liudolfinger Otto I., Otto II. und Otto III. auch Ottonen Epoche der deutschen Geschichte von 919 bis 1024, in denen das Geschlecht der Liudolfinger von König Heinrich I. (Regierungszeit 919-936)  bis zum Tode Kaiser Heinrichs II. (Regierungszeit 1002-1024) die deutschen Könige und Kaiser stellte. Die Bezeichnung Ottonen geht auf die Kaiser Otto I. (Regierungszeit 936-973 ), Otto II. (Regierungszeit 973-983) und Otto III. (983-1002) seit der Kaiserkrönung Ottos I. 962 zurück. genannt. Mit dem Tode Heinrichs II. starben die Liudolfinger 1024 in männlicher Linie aus.

nach oben
Livland
Bezeichnet (1) als geschichtliche Landschaft das Gebiet der im 13. Jahrhundert durch Bischof Albert von Riga (um 1165-1229) und den Schwertbrüderorden (1237 im Deutschen Orden aufgegangen) unterworfenen und christianisierten Liven, Esten und Letten an der baltischen Ostseeküste. Zusammen mit den Bistümern Riga, Dorpat, Ösel und Kurland bildete das Gebiet des Deutschen Ordens einen zum Deutschen Reich gehörenden Staatenbund, der als Livland Bezeichnet (1) als geschichtliche Landschaft das Gebiet der im 13. Jahrhundert durch Bischof Albert von Riga (um 1165-1229) und den Schwertbrüderorden (1237 im Deutschen Orden aufgegangen) unterworfenen und christianisierten Liven, Esten und Letten an der baltischen Ostseeküste. Zusammen mit den Bistümern Riga, Dorpat, Ösel und Kurland bildete das Gebiet des Deutschen Ordens einen zum Deutschen Reich gehörenden Staatenbund, der als Livland bezeichnet wurde. 1561 wurde Livland polnisch, 1629 schwedisch, 1710 von den Russen erobert und nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Lettland und Estland geteilt. (2) Das russische Gouvernement Livland umfasste zwischen 1721 und 1919 die Region Vidzeme in Lettland sowie die Südhälfte Estlands, (3) heute bezeichnet Livland die Region Vidzeme. bezeichnet wurde. 1561 wurde Livland Bezeichnet (1) als geschichtliche Landschaft das Gebiet der im 13. Jahrhundert durch Bischof Albert von Riga (um 1165-1229) und den Schwertbrüderorden (1237 im Deutschen Orden aufgegangen) unterworfenen und christianisierten Liven, Esten und Letten an der baltischen Ostseeküste. Zusammen mit den Bistümern Riga, Dorpat, Ösel und Kurland bildete das Gebiet des Deutschen Ordens einen zum Deutschen Reich gehörenden Staatenbund, der als Livland bezeichnet wurde. 1561 wurde Livland polnisch, 1629 schwedisch, 1710 von den Russen erobert und nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Lettland und Estland geteilt. (2) Das russische Gouvernement Livland umfasste zwischen 1721 und 1919 die Region Vidzeme in Lettland sowie die Südhälfte Estlands, (3) heute bezeichnet Livland die Region Vidzeme. polnisch, 1629 schwedisch, 1710 von den Russen erobert und nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Lettland und Estland geteilt. (2) Das russische Gouvernement Livland Bezeichnet (1) als geschichtliche Landschaft das Gebiet der im 13. Jahrhundert durch Bischof Albert von Riga (um 1165-1229) und den Schwertbrüderorden (1237 im Deutschen Orden aufgegangen) unterworfenen und christianisierten Liven, Esten und Letten an der baltischen Ostseeküste. Zusammen mit den Bistümern Riga, Dorpat, Ösel und Kurland bildete das Gebiet des Deutschen Ordens einen zum Deutschen Reich gehörenden Staatenbund, der als Livland bezeichnet wurde. 1561 wurde Livland polnisch, 1629 schwedisch, 1710 von den Russen erobert und nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Lettland und Estland geteilt. (2) Das russische Gouvernement Livland umfasste zwischen 1721 und 1919 die Region Vidzeme in Lettland sowie die Südhälfte Estlands, (3) heute bezeichnet Livland die Region Vidzeme. umfasste zwischen 1721 und 1919 die Region Vidzeme in Lettland sowie die Südhälfte Estlands, (3) heute bezeichnet Livland Bezeichnet (1) als geschichtliche Landschaft das Gebiet der im 13. Jahrhundert durch Bischof Albert von Riga (um 1165-1229) und den Schwertbrüderorden (1237 im Deutschen Orden aufgegangen) unterworfenen und christianisierten Liven, Esten und Letten an der baltischen Ostseeküste. Zusammen mit den Bistümern Riga, Dorpat, Ösel und Kurland bildete das Gebiet des Deutschen Ordens einen zum Deutschen Reich gehörenden Staatenbund, der als Livland bezeichnet wurde. 1561 wurde Livland polnisch, 1629 schwedisch, 1710 von den Russen erobert und nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Lettland und Estland geteilt. (2) Das russische Gouvernement Livland umfasste zwischen 1721 und 1919 die Region Vidzeme in Lettland sowie die Südhälfte Estlands, (3) heute bezeichnet Livland die Region Vidzeme. die Region Vidzeme.

nach oben
Lizentiat
Lateinisch,  mit Erlaubnis versehen. An den mittelalterlichen Universitäten bezeichnete Lizentiat Lateinisch,  mit Erlaubnis versehen. An den mittelalterlichen Universitäten bezeichnete Lizentiat einem dem Doktor oder Magister vorausgehenden akademischen Grad, der die Lehrbefugnis beinhaltete. Heute als akademischer Titel gebräuchlich. einem dem Doktor oder Magister vorausgehenden akademischen Grad, der die Lehrbefugnis beinhaltete. Heute als akademischer Titel gebräuchlich.

nach oben
Logik
Griechisch, Disziplin der Philosophie, die die strukturelle Gültigkeit von Argumenten untersucht.

nach oben
Logischer Positivismus
Lateinisch-neulateinisch, im frühen 20. Jahrhundert wurzelnde philosophische Bewegung, die, an die bedeutenden Entwicklungen in Logik Griechisch, Disziplin der Philosophie, die die strukturelle Gültigkeit von Argumenten untersucht. , Mathematik und Physik anknüpfend, darauf abzielte, eine auf Wissenschaftlichkeit basierende Philosophie entwickeln und zugleich auf (in den Augen ihrer Vertreter fruchtlose) Bereiche wie Metaphysik Etymologisch von" ta meta ta physika" (Griechisch, nach der Physik, aber auch hinter der Natur liegend) bezeichnet die Metaphysik den Zweig der Philosophie, der, die einfachen (auch sinnlichen) Grenzen von Wissen und Erfahrung überschreitend, sich mit der allem zugrunde liegenden Realität auseinandersetzt. zu verzichten.

nach oben
Lombarden
Italienische Bankiers, die vom 13. -15. Jahrhundert im Deutschen Reich in Geldgeschäften tätig waren, vorzugsweise in Gegenden am Rhein mit Schwerpunkt am Niederrhein, siehe auch Kawerzen Durch Privilegien abgesicherte christliche Geldverleiher. .

nach oben
Lothringisches Zwischenreich
Auch lotharingisches Mittelreich, bezeichnet den Teil des fränkischen Reiches,  der nach dem Tode Ludwigs des Frommen mit dem Vertrag von Verdun 843 an Lothar I. fiel und Gebiete von der Nordsee bis zum Mittelmeer umfasste. Nach dessen Tode wurde das Reich 855 unter Lothars Söhnen aufgeteilt: Ludwig II. erhielt Italien, Karl die Provence und Lothar II. den Nordteil (Lotharingia). Im Vertrag von Meersen 870 erneut geteilt, gehörte das lothringische Zwischenreich seit 880 als Herzogtum Lothringen zum Ostfrankenreich.

nach oben
Luftwaffengutsbezirk
Bezeichnung für die nach der Deutschen Gemeindeordnung vom 30.1.1935 in Gutsbezirke umgewandelten ehemaligen preußischen Truppenübungsplätze.

nach oben
Lyzeum
Griechisch  (lykeion = Name einer Lehrstätte im antiken Athen),  (1) In einigen europäischen Ländern (Frankreich, französische Schweiz, Italien) gebräuchliche Bezeichnung für eine dem Gymnasium vergleichbare höhere Schule, (2) in Deutschland zwischen 1908 und 1938 Bezeichnung für die höhere Mädchenschule mit dreijährigem Oberlyzeum, (3) nach 1945 häufig als Bestandteil des Namens höherer Mädchenschulen verwendet, (4) bis ins 20.Jahrhundert übliche Bezeichnung für philosophisch-theologische Hochschulen in Bayern und für die staatliche Akademie in Braunsberg.

nach oben
Machtergreifung
Bezeichnung für die Ernennung Adolf Hitlers (1889-1945) zum Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. am 30.1.1933 und die Übertragung der Regierungsgewalt auf die Nationalsozialisten. Die Machtergreifung Bezeichnung für die Ernennung Adolf Hitlers (1889-1945) zum Reichskanzler am 30.1.1933 und die Übertragung der Regierungsgewalt auf die Nationalsozialisten. Die Machtergreifung bedeutete das endgültige Ende der demokratischen Weimarer Republik und den Beginn der Terrorherrschaft der NS-Diktatur. bedeutete das endgültige Ende der demokratischen Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. und den Beginn der Terrorherrschaft der NS-Diktatur.

nach oben
Madison Square Garden
Mehrzweckhalle der Stadt New York, die unter anderem für große Sportveranstaltungen und Konzerte genutzt wird.

nach oben
Magister Regens
Lateinisch (leitender Meister), bezeichnet einen mittelalterlichen Universitätsgelehrten mit Lehrbefugnis.

nach oben
Magister Regens
Lateinisch (leitender Meister), bezeichnet einen mittelalterlichen Universitätsgelehrten mit Lehrbefugnis.

nach oben
Magna Charta
Am 15.6.1215 durch den englischen König Johann Ohneland (Regierungszeit 1199-1216) auf Druck des Adels unterzeichnete Vereinbarung, die dem englischen Adel umfassende politische Freiheiten und weitreichende Rechte, wie zum Beispiel das Recht, ohne Zustimmung des Adels keine Steuern erheben zu dürfen, gewährte. Die Privilegien waren unveräußerlich und konnten weder vom König noch vom Papst rückgängig gemacht werden. Fortan konnte der englische König nicht mehr „von Gottes Gnaden“ herrschen, sondern musste stets um einen Interessenausgleich mit dem Adel bemüht sein. Die Magna Charta Am 15.6.1215 durch den englischen König Johann Ohneland (Regierungszeit 1199-1216) auf Druck des Adels unterzeichnete Vereinbarung, die dem englischen Adel umfassende politische Freiheiten und weitreichende Rechte, wie zum Beispiel das Recht, ohne Zustimmung des Adels keine Steuern erheben zu dürfen, gewährte. Die Privilegien waren unveräußerlich und konnten weder vom König noch vom Papst rückgängig gemacht werden. Fortan konnte der englische König nicht mehr „von Gottes Gnaden“ herrschen, sondern musste stets um einen Interessenausgleich mit dem Adel bemüht sein. Die Magna Charta gilt als bedeutendste englische verfassungsrechtliche Quelle. In abgewandelter Form ist sie Grundlage der modernen englischen und amerikanischen Gesetzgebung. gilt als bedeutendste englische verfassungsrechtliche Quelle. In abgewandelter Form ist sie Grundlage der modernen englischen und amerikanischen Gesetzgebung.

nach oben
Maikäferbund
Am 29.6.1840 gegründeter literarischer Dichterkreis. Zu den Mitgliedern des bis 1847 bestehenden spätromantischen Zirkels zählten neben Sebastian Longard, Andreas Simons sowie Johanna und Gottfried Kinkel.

nach oben
Mairie
Französisch, Bürgermeisterei. In Frankreich 1800 eingeführte kleinste Verwaltungseinheit an deren Spitze der Maire (Bürgermeister) stand.

nach oben
Maison de plaisance
Französisch (Landhaus, Lustschloss),  Schlösschen für das private Vergnügen seines Besitzers, abseits von Zeremoniell und offiziellen Pflichten.

nach oben
Mannkammer
Verwaltungsbehörde für Lehngüter, die die Lehnsregister führte, Belehnungen vornahm und in Streitfällen Recht sprach.

nach oben
Manufaktur
Bezeichnung eines fabrikähnlichen Gewerbebetriebes zur Massenanfertigung von Ware im vorindustriellen Zeitalter.

nach oben
Markenprodukt
Artikel, der mit einem Markenzeichen ausgestattet ist.

nach oben
Marks-Haindorf'scher "Verein für Westfalen und Rheinprovinz zur Bildung von Elementarlehrern und zur Förderung von Handwerken und Künsten unter den Juden"
Der 1825 gegründete Verein wurde in der Rheinprovinz intensiv von den Behörden unterstützt, so dass an einigen Orten Bürgermeister die Kosten für jüdische Lehrlingsplätze übernahmen. Diese Bestrebungen scheiterten jedoch während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast völlig. Das lag unter anderem daran, dass das Handwerk stark überbesetzt war und kaum Zukunftschancen bot. Außerdem machte die Einhaltung der Sabbat Hebräisch,  Ruhetag zur Erinnerung an das Ruhen Gottes nach der Erschaffung der Welt am siebten Tag und an den Auszug aus Ägypten. Festlicher Höhepunkt der jüdischen Woche, der am Freitagabend beginnt und am Samstagabend nach Eintritt der Dunkelheit endet. - und Speisengebote es jüdischen Lehrlingen fast unmöglich, bei einem christlichen Meister zu leben.

nach oben
Marxismus-Leninismus
Offizielle Weltanschauung der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). und derjenigen Länder, die sich am deren Vorbild orientierten. Offiziell ausschließlich die Lehren von Marx, Engels und Lenin umfassend (mit stalinistischen Modifikationen) enthält die moderne Sammelbegriff für die Kunst und Architektur seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Gegensatz zum Historismus des 19. Jahrhunderts. Version die Komponenten des dialektischen und historischen Materialismus (Philosophie), der wirtschaftlichen Lehren von Sozialismus und Kapitalismus (politische Ökonomie) und des wissenschaftlichen Kommunismus Lateinisch (communis = gemeinschaftlich), bezeichnet seit dem 19. Jahrhundert politische Lehren und Ideologien, die auf der Grundlage des Kommunistischen Manifests von Friedrich Engels (1820-1895) und Karl Marx (1818-1883) von 1848 die Verwirklichung einer klassen- und herrscherlosen Gesellschaft durch Überwindung des Kapitalismus anstreben. (Politik).

nach oben
Marxistische Analyse
Auf dem Denken des Philosophen Karl Marx basierend, bezeichnet die marxistische Analyse Auf dem Denken des Philosophen Karl Marx basierend, bezeichnet die marxistische Analyse eine Bandbreite von Untersuchungen, die auf  Kerngedanken und -begriffe wie dialektischen Materialismus, eine materialistische Geschichtstheorie, Klassengesellschaft und -kampf und Kapitalismuskritik zurückgreifen. eine Bandbreite von Untersuchungen, die auf  Kerngedanken und -begriffe wie dialektischen Materialismus, eine materialistische Geschichtstheorie, Klassengesellschaft und -kampf und Kapitalismuskritik zurückgreifen.

nach oben
Maxim-Gorki-Theater
Am 30.10.1952 in der ehemaligen Singakademie (errichtet 1827) in Berlin-Mitte eröffnetes Theater, benannt nach dem sowjet-russischen Schriftsteller Maxim Gorki (1868-1936).

nach oben
Mediävist
Lateinisch-neulateinisch, Wissenschaftler auf dem Gebiet der Medävistik, der Wissenschaft von der Geschichte, Kunst, Literatur usw. des europäischen Mittelalters.

nach oben
Mensa
Lateinisch (Tisch) , (1) Altar, (2) im Kirchenrecht Vermögensmasse (mensa Lateinisch (Tisch) , (1) Altar, (2) im Kirchenrecht Vermögensmasse (mensa episcopalis = Bischofsgut). episcopalis = Bischofsgut).

nach oben
Merkantilismus
Lateinisch-italienisch-französisch, Sammelbegriff für wirtschaftspolitische Vorstellungen vom 16.-18. Jahrhundert, die Eingriffe und Lenkung durch den Staat (zum Beispiel Exportförderung, Unterstützung der Industrie, Protektionismus) befürworteten.

nach oben
Merowinger
Fränkisches Königsgeschlecht, als dessen Stammvater der Salfranke Merowech gilt. Sein Enkel Chlodwig beendete 486 die spätrömische Herrschaft in Gallien und unterwarf in der Folge zahlreiche Kleinkönigreiche seiner Herrschaft. Die Reichsteilungen 511 und 561 sowie Familienfehden schwächten die Herrschaft der Merowinger Fränkisches Königsgeschlecht, als dessen Stammvater der Salfranke Merowech gilt. Sein Enkel Chlodwig beendete 486 die spätrömische Herrschaft in Gallien und unterwarf in der Folge zahlreiche Kleinkönigreiche seiner Herrschaft. Die Reichsteilungen 511 und 561 sowie Familienfehden schwächten die Herrschaft der Merowinger. Nach dem Tod Dagoberts I. 638/639 ging die Macht endgültig an deren Hausmeier über. Die Absetzung König Childerichs III. 751 durch Pippin den Jüngeren (714/715-768) bedeutete das Ende der merowingischen Herrschaft und den Aufstieg der Karolinger. . Nach dem Tod Dagoberts I. 638/639 ging die Macht endgültig an deren Hausmeier Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt 751 ab. über. Die Absetzung König Childerichs III. 751 durch Pippin den Jüngeren (714/715-768) bedeutete das Ende der merowingischen Herrschaft und den Aufstieg der Karolinger.

nach oben
Metaphysik
Etymologisch von" ta meta ta physika" (Griechisch, nach der Physik, aber auch hinter der Natur liegend) bezeichnet die Metaphysik Etymologisch von" ta meta ta physika" (Griechisch, nach der Physik, aber auch hinter der Natur liegend) bezeichnet die Metaphysik den Zweig der Philosophie, der, die einfachen (auch sinnlichen) Grenzen von Wissen und Erfahrung überschreitend, sich mit der allem zugrunde liegenden Realität auseinandersetzt. den Zweig der Philosophie, der, die einfachen (auch sinnlichen) Grenzen von Wissen und Erfahrung überschreitend, sich mit der allem zugrunde liegenden Realität auseinandersetzt.

nach oben
MI 6
Military Intelligence, Section 6 (auch Secret Intelligence Service), bezeichnet den britischen Auslandsgeheimdienst.

nach oben
Mikrotom
Gerät zur Herstellung extrem dünner  (0,1 - 100 µm) Schnittpräparate.

nach oben
Miserikordie
Mit Schnitzereien versehene Gesäßstütze am hochklappbaren Sitz des Chorgestühls.

nach oben
Moderne
Sammelbegriff für die Kunst und Architektur seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Gegensatz zum Historismus des 19. Jahrhunderts.

nach oben
Monismus
Einheitslehre, in der die Vielheit der Welt auf ein Prinzip zurückgeführt
 wird: entweder auf einen Urgrund oder es wird eine Wesens- oder Substanzeinheit alles Seienden zugrunde gelegt.

nach oben
Monistenbund
Abkürzung DMB, vom deutschen Philosophen und Biologen Ernst Haeckel (1834-1919) im Jahr 1906 gegründete Vereinigung, die die Verbreitung eines neutralen Monismus Einheitslehre, in der die Vielheit der Welt auf ein Prinzip zurückgeführt  wird: entweder auf einen Urgrund oder es wird eine Wesens- oder Substanzeinheit alles Seienden zugrunde gelegt. , das heißt einer einheitlichen, auf Naturerkenntnis gegründeten Welt- und Lebensanschauung,  und moderner naturwissenschaftlicher Erkenntnisse zum Ziel hatte.

nach oben
Monopsychismus
Lehre von der numerischen Einheit des aktiven Intellektes in allen Menschen und von menschlicher Gattungsvernunft und allgemeiner bzw. göttlicher Weltseele.

nach oben
Montanmitbestimmung
Am 10.4.1951 vom Deutschen Bundestag (1) Unter der offiziellen Bezeichnung Bundesversammlung 1815-1866 (unterbrochen 1848-1850) ständiger Kongress der Gesandten der Mitgliederstaaten des Deutschen Bundes in Frankfurt am Main,  (2) seit 1949 Bezeichnung des Parlaments der Bundesrepublik Deutschland. verabschiedetes Gesetz über die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer in den Aufsichtsräten und Vorständen der Montanunternehmen (Bergbau, Eisen- und Stahlerzeugung).

nach oben
Montanum
Aus der "Bursa Montana" hervorgegangenes Kölner Gymnasium des 16.-18. Jahrhunderts, das in enger Verbindung zur Kölner Universität stand und Inhalte des artistisch-philosophischen  ArtesLateinisch, Septem Artes liberales (Sieben Freie Künste) bezeichnet den in der Antike entstandenen Fächerkanon aus Grammatik, Dialektik, Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Das trivium (Grammatik, Dialektik, Rhetorik) entsprach einer Art Grundstudium und endete mit Verleihung des Bakkalaureus, gefolgt vom weiterführenden quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie) an dessen Ende der akademische Grad des Magisters stand.-Studiums lehrte. Die oberen Klassen des Montanum Aus der "Bursa Montana" hervorgegangenes Kölner Gymnasium des 16.-18. Jahrhunderts, das in enger Verbindung zur Kölner Universität stand und Inhalte des artistisch-philosophischen  Artes-Studiums lehrte. Die oberen Klassen des Montanum durften am Unterricht der  Artistenfakultät teilnehmen, nach dessen Abschluss die höheren Fakultäten (Medizin, Jura, Theologie) besucht werden konnten. durften am Unterricht der  Artistenfakultät Als Vorläufer der geisteswissenschaftlichen und mathematischen Universitätsfakultäten wurden an mittelalterlichen Universitäten in der Artistenfakultät die Septem Artes gelehrt. Der Abschluss des Studiums an der Artistenfakultät (Magister) war Voraussetzung für das Studium in den drei oberen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin. Bis zum 18. Jahrhundert entstand an den Universitäten aus der Artistenfakultät die Philosophische Fakultät. teilnehmen, nach dessen Abschluss die höheren Fakultäten (Medizin, Jura, Theologie) besucht werden konnten.

nach oben
Montanunion
nach oben
Monumenta Germaniae Historica
(1) 1819 als „Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde“ von Reichsfreiherr Heinrich Friedrich Karl vom Stein (1757-1831) in gegründetes Institut zur Erforschung des deutschen Mittelalters, heute mit Sitz in München. Herausgeber der Fachzeitschrift „Deutsches Archiv zur Erforschung des Mittelalters“, (2) Bezeichnung für die durch das Institut herausgegebenen Editionen mittelalterlicher Texte.

nach oben
Moorlager
Bezeichnung für die im Landkreis Emsland und der Grafschaft Bentheim zwischen 1933 und 1945 bestehenden etwa 15 Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager. Die dort Inhaftierten mussten Strafarbeit in den Mooren der Umgebung leisten.

nach oben
Morgensprache
Bezeichnung (1) für die Mitgliederversammlung einer mittelalterlichen Handwerkszunft, deren Aufgabenbereich alle inneren Angelegenheiten (Aufnahme neuer Mitglieder, Erlass von Geboten und Ordnungen, Zunftgerichtsbarkeit) umfasste, ( 2) in Köln und anderen niederrheinischen Städten auch gebräuchlich für die städtische Gemeindeversammlung beziehungsweise für die vom Rat bei dieser Versammlung verkündeten Satzungen.

nach oben
Morphologie
Griechisch, bezeichnet den von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) geprägten Begriff in einer spezifischen Disziplin die Lehre von den Formen.

nach oben
Mouton d’or
(1) Französische Goldmünze des 14. Jahrhunderts mit einer Darstellung des Gotteslamms, (2) jährliche Auszeichnung der Zeitschrift "Semiotica. Journal of the International Association for Semiotic Studies" des Berliner Verlages de Gruyter für den besten Artikel des Jahres.

nach oben
Munizipalität
1798 eingeführte untere Verwaltungseinheit in den französisch besetzten Gebieten; seit 1800 durch die Mairie Französisch, Bürgermeisterei. In Frankreich 1800 eingeführte kleinste Verwaltungseinheit an deren Spitze der Maire (Bürgermeister) stand. ersetzt.

nach oben
Münzrecht
nach oben
Mythos
Griechisch, (1) Erzählung von Göttern, Helden und Geschehnissen aus vorchristlicher Zeit, (2) verklärende Erhebung von Personen, Ereignissen oder Ideen.

nach oben
Nadelprobe
Im Verlauf der frühneuzeitlichen Hexenprozesse häufig angewandte Methode zur Überführung einer Hexe, bei der auffällige Hautmerkmale (so genannte Teufelsmale) mit einer Nadel durchstochen wurden. Floss kein Blut aus dem Mal oder spürte die/derAngeklagte keine Schmerzen, so galt dies als sicherer Beweis für einen Bund mit dem Teufel.

nach oben
Nationalökonomie
Veraltete Bezeichnung für Volkswirtschaftslehre.

nach oben
Nationalsozialister Deutscher Dozentenbund
Abkürzung NSDDB, hervorgegangen aus dem Nationalsozialistischen Lehrerbund, gegründet im Juli 1935 nach dem Führerprinzip ("Reichsdozentenführer"), Gliederung der NSDAP zur ideologischen Beeinflussung und politischen Kontrolle der Hochschullehrerschaft. 1938 waren 25,3 Prozent der deutschen Hochschullehrer Mitglied.

nach oben
Nationalsozialistische Volkswohlfahrt
Abkürzung NSV siehe Nationalsozialistische Volkswohlfahrt , 1932 gegründet, seit 29.3.1935 ein so genannter angeschlossener Verband der NSDAP, zuständig für die nationalsozialistische Volkswohlfahrtspflege und Fürsorge. Zur NSV siehe Nationalsozialistische Volkswohlfahrt gehörte unter anderem das Winterhilfswerk.

nach oben
Nationalsozialistisches Fliegerkorps
Abkürzung NSFK siehe Nationalsozialistisches Fliegerkorps . Vor der Erlangung der Wehrhoheit hatte der Deutsche Luftsportverband (DLV) seit 1933 die vormilitärische Fliegerausbildung im Geheimen betrieben. Das am 17.4.1937 gegründete NSFK siehe Nationalsozialistisches Fliegerkorps  war eine Organisation der Nationalsozialisten, die nun offen der Ausbildung für den Nachwuchs der Luftwaffe diente.

nach oben
Naturalismus
Eine philosophische Richtung, die verschiedene Theorien in sich vereint. So bezeichnet der Naturalismus Eine philosophische Richtung, die verschiedene Theorien in sich vereint. So bezeichnet der Naturalismus (1) diejenigen Lehren, die von einer allumfassenden Welt aus Raum und Zeit ausgehen, d.h. alle Objekte und Ereignisse sind Teil der Natur (2) in der Erkenntnistheorie diejenigen Lehren, die davon ausgehen, dass alles Wissen nicht a priori, sondern immer Teil der empirischen Wissenschaften ist. (1) diejenigen Lehren, die von einer allumfassenden Welt aus Raum und Zeit ausgehen, d.h. alle Objekte und Ereignisse sind Teil der Natur (2) in der Erkenntnistheorie Das Teilgebiet der Philosophie betreffend, das sich mit der Natur, Grenzen, Ursprüngen und Möglichkeiten von Wissen beschäftigt. diejenigen Lehren, die davon ausgehen, dass alles Wissen nicht a priori, sondern immer Teil der empirischen Wissenschaften ist.

nach oben
Naturhistorischer Verein der preußischen Rheinlande und Westfalens
Gegründet 1834 in Koblenz von dem Gymnasiallehrer Philipp Wirtgen (1806-1870) und dem Pharmazieprofessor Th. Fr. L. Nees von Knesebeck als "Botanischer Verein am Mittel- und Niederrheine", 1843 erweitert zum "Naturhistorischer Verein der preußischen Rheinlande", ab 1849 auf Westfalen ausgedehnt als "Naturhistorischer Verein der preußischen Rheinlande und Westphalens", heute "Naturhistorischer Verein der Rheinlande und Westfalens e.V."

nach oben
Naturrecht
Rechtsphilosophische Bezeichnung für Recht, das nicht auf menschlicher Setzung oder Vereinbarung beruht.

nach oben
Neologismen
Bewusst eingeführter oder durch Gebrauch in einer Gruppe entstandener neuer sprachlicher Ausdruck.

nach oben
Neue Ära
Bezeichnung für die im Herbst 1858 einsetzende und im Frühjahr 1862 endende gemäßigt liberale Regierungspolitik des preußischen Kronprinzen und späteren Königs Wilhelm I. (Regentschaft 1858-1888).

nach oben
Neue Rheinische Zeitung
Demokratische Tageszeitung aus Köln, 1848-1849 von Karl Marx geleitet. Bedeutendes Presseorgan der Revolution 1848/1849.

nach oben
Neugotik
Richtung der neueren Baukunst, die den gotischen Stil erneut voll zur Geltung brachte. Sie steht im Zusammenhang mit dem Aufkommen der Romantik und ist wie diese von England ausgegangen, wo um 1750 die ersten neugotischen Bauten entstanden.

nach oben
Neuhegelianismus
Philosophische Strömungen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, die eine Aktualisierung und Erneuerung der Philosophie Hegels anstrebten.

nach oben
Neukantianismus
Philosophische Strömung, die eine Philosophie auf Grundlage der Methode Immanuel Kants anstrebte.

nach oben
neuplatonisch/Neuplatonismus
Moderne Sammelbegriff für die Kunst und Architektur seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Gegensatz zum Historismus des 19. Jahrhunderts. Bezeichnung für die spätantike Geistesströmung, die etwa im 3. Jahrhundert nach Christus begann, mit Vertretern wie Plotin (205-270), Jamblich (oder Iamblichos, um 240/245-320/325) und Proklos (412-485) ihren Höhepunkt fand und mit Augustinus (354-430)  und Pseudo-Dionysius (oder Dionysius Areopagita, frühes 6. Jahrhundert) eine christliche Wendung nahm. Ihre Vertreter verstanden sich als Erben und weiterdenkende Interpreten Platons, integrierten aber verschiedenste philosophische Denkrichtungen.

nach oben
neuplatonischen/Neuplatonismus
spätantike Geistesströmung, die ca. im 3. Jh. nach Christus begann, mit Vertretern wie Plotin, Jamblich und Proklos ihren Höhepunkt fand und mit Augustinus und Pseudo-Dionysius eine christliche Wendung nahm. Ihre Vertreter verstanden sich als Erben und weiterdenkende Interpreten Platons, integrierten aber verschiedenste philosophische Denkrichtungen.

nach oben
Neuscholastik
Zum einen die Erneuerung der scholastischen Philosophie und  Theologie seit Mitte des 16. Jh. (auch Spanische Scholastik Von lateinisch scholasticus (Gelehrter, der einer Schule  Vorstehende). Fälschlicherweise als einheitliche philosophische Richtung missverstanden, die an den mittelalterlichen Universitäten gelehrt wurde, bezeichnet die Scholastik eine Reihe in der Philosophie und Theologie des Spätmittelalters entwickelten  Lehrmethoden und Techniken, unter anderem den Kommentar und die disputatio (disputierte Frage). ), zum anderen die Erneuerung der Scholastik Von lateinisch scholasticus (Gelehrter, der einer Schule  Vorstehende). Fälschlicherweise als einheitliche philosophische Richtung missverstanden, die an den mittelalterlichen Universitäten gelehrt wurde, bezeichnet die Scholastik eine Reihe in der Philosophie und Theologie des Spätmittelalters entwickelten  Lehrmethoden und Techniken, unter anderem den Kommentar und die disputatio (disputierte Frage). im 19. und 20. Jh.

nach oben
Neuscholastik, neuscholastisch
Von den Theologen Jakob Frohschammer (1821-1893) und Alois (von) Schmid (1825-1910) 1862 geprägter Begriff, der eine Richtung katholischer Philosophie und Theologie im 19. Jahrhundert bezeichnet, die zunächst kirchenpoltischen Charakter hat und gekennzeichnet ist von den Überzeugungen, dass 1. eine authentische katholische Philosophie nur durch Rückgriff auf die Scholastik Von lateinisch scholasticus (Gelehrter, der einer Schule  Vorstehende). Fälschlicherweise als einheitliche philosophische Richtung missverstanden, die an den mittelalterlichen Universitäten gelehrt wurde, bezeichnet die Scholastik eine Reihe in der Philosophie und Theologie des Spätmittelalters entwickelten  Lehrmethoden und Techniken, unter anderem den Kommentar und die disputatio (disputierte Frage). des Mittelalters erhalten und erworben werden könne, dass 2. die neuzeitliche Geistesgeschichte ein im weitesten Sinne durch den Protestantismus verursachter Irrweg sei und dass 3. Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. von Wissenschaft und Philosophie begrenzt sei, da sie sich beide der Lehrautorität der Kirche zu unterwerfen haben.

nach oben
Neusser Krieg
1474-1475, ausgelöst durch einen Konflikt zwischen dem Kölner Erzbischof und Kurfürsten Ruprecht von der Pfalz (Episkopat 1463-1480) und der Stadt Köln, die sich mit dem Kölner Domkapitel verbündet hatte. Stadt wie Domkapitel erkannten Ruprecht nicht mehr als Erzbischof an. Das Domkapitel bestimmte am 24.3.1473 den Landgrafen Hermann von Hessen zum "Beschirmer und Schützer des Erzstifts". Als auch die kurkölnische Stadt Neuss von Ruprecht abfiel, suchte dieser Hilfe bei Herzog Karl dem Kühnen von Burgund (Regierungszeit 1465-1477). Dieser ergriff die Gelegenheit, seinen Einfluss im Westen des Reiches zu vergrößern, um so seinem Ziel, ein burgundisch-niederländisches Königreich zu schaffen, näher zu kommen. Im Juli 1474 begann der Burgunderherzog mit der Belagerung der Stadt Neuss, die zunächst nur von der Stadt Köln unterstützt wurde. Im März 1475 traf Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit 1440-1493) in Köln ein und zog im Juni weiter nach Neuss. Karl der Kühne brach die Belagerung schließlich am 5.6.1475 ab. Zu den Ergebnissen der Verhandlungen gehörte die Verabredung der Heirat zwischen dem Kaisersohn Maximilian (1459-1519, König 1493, Kaiser 1508) und der Erbtochter Herzog Karls, Maria von Burgund (1457-1482).

nach oben
Niedergermanien
Auch Germania Inferior, 85/90 n. Chr. eingerichtete römische Provinz mit der Hauptstadt Colonia Claudia Ara Agrippinensum (Köln). Umfasste Gebiete westlich des Rheins, in den Niederlanden und Belgien.

nach oben
Nihilismus
Vom lateinischen Wort nihil (nichts) abgeleiteter Begriff, der verschiedenste religiöse, politische und literarische Strömungen sowie philosophische Richtungen wie zum Beispiel philosophischen Egoismus, Pantheismus, Atheismus, Idealismus Etymologisch von idea (griechisch Idee, Gestalt oder (Ur)Bild) abgeleitet, bezeichnet der Idealismus entweder (1) nach Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) die platonische Ontologie, wonach allein die Ideen wahre unveränderliche Realität besitzen, oder (2) im Gegensatz zu Materialismus oder Realismus eine wertorientierte Weltsicht, oder (3) eine philosophische Lehre, wonach allein dem (menschliche) Geist beziehungsweise geistigen Konstrukten, nicht aber der (davon unabhängigen) Außenwelt Realität zukommt. usw. betreffen kann. Generell als Philosophie der Verneinung oder Zurückweisung einiger oder aller Aspekte von Leben und Denken bezeichnet, tritt der Nihilismus Vom lateinischen Wort nihil (nichts) abgeleiteter Begriff, der verschiedenste religiöse, politische und literarische Strömungen sowie philosophische Richtungen wie zum Beispiel philosophischen Egoismus, Pantheismus, Atheismus, Idealismus usw. betreffen kann. Generell als Philosophie der Verneinung oder Zurückweisung einiger oder aller Aspekte von Leben und Denken bezeichnet, tritt der Nihilismus in verschiedenen Formen auf: Kosmischer Nihilismus verneint jede Art von erkennbarem Sinn im Universum, existentieller Nihilismus geht davon aus, dass die menschliche Existenz keinen Wert, Sinn und keine Rechtfertigung habe, moralischer N. weist jede Rechtfertigung moralischer Prinzipien und Urteile zurück, erkenntnistheoretischer N. die Möglichkeit von Wissensbehauptungen und politischer N. fordert die komplette Zerstörung aller politischen Institutionen.     in verschiedenen Formen auf: Kosmischer Nihilismus Vom lateinischen Wort nihil (nichts) abgeleiteter Begriff, der verschiedenste religiöse, politische und literarische Strömungen sowie philosophische Richtungen wie zum Beispiel philosophischen Egoismus, Pantheismus, Atheismus, Idealismus usw. betreffen kann. Generell als Philosophie der Verneinung oder Zurückweisung einiger oder aller Aspekte von Leben und Denken bezeichnet, tritt der Nihilismus in verschiedenen Formen auf: Kosmischer Nihilismus verneint jede Art von erkennbarem Sinn im Universum, existentieller Nihilismus geht davon aus, dass die menschliche Existenz keinen Wert, Sinn und keine Rechtfertigung habe, moralischer N. weist jede Rechtfertigung moralischer Prinzipien und Urteile zurück, erkenntnistheoretischer N. die Möglichkeit von Wissensbehauptungen und politischer N. fordert die komplette Zerstörung aller politischen Institutionen.     verneint jede Art von erkennbarem Sinn im Universum, existentieller Nihilismus Vom lateinischen Wort nihil (nichts) abgeleiteter Begriff, der verschiedenste religiöse, politische und literarische Strömungen sowie philosophische Richtungen wie zum Beispiel philosophischen Egoismus, Pantheismus, Atheismus, Idealismus usw. betreffen kann. Generell als Philosophie der Verneinung oder Zurückweisung einiger oder aller Aspekte von Leben und Denken bezeichnet, tritt der Nihilismus in verschiedenen Formen auf: Kosmischer Nihilismus verneint jede Art von erkennbarem Sinn im Universum, existentieller Nihilismus geht davon aus, dass die menschliche Existenz keinen Wert, Sinn und keine Rechtfertigung habe, moralischer N. weist jede Rechtfertigung moralischer Prinzipien und Urteile zurück, erkenntnistheoretischer N. die Möglichkeit von Wissensbehauptungen und politischer N. fordert die komplette Zerstörung aller politischen Institutionen.     geht davon aus, dass die menschliche Existenz keinen Wert, Sinn und keine Rechtfertigung habe, moralischer N. weist jede Rechtfertigung moralischer Prinzipien und Urteile zurück, erkenntnistheoretischer N. die Möglichkeit von Wissensbehauptungen und politischer N. fordert die komplette Zerstörung aller politischen Institutionen.
 
 

nach oben
Nonkonformismus
Lateinisch-englisch, bezeichnet eine individualistische Haltung in weltanschaulichen, religiösen,  politischen und sozialen Fragen.

nach oben
Non-Restraint-Prinzip
Verzicht auf Zwangsmittel bei der Behandlung psychotischer Patienten.

nach oben
Normannen
(1) Allgemeine Bezeichnung für die Skandinavier, die vom 8.- 11. Jahrhundert als Wikinger Raubzüge unternahmen,  (2) vor allem aus Dänemark und Norwegen stammende germanischstämmige "Nordmänner“. Einsetzend mit der Plünderung von Lindisfarne 793 suchten die Normannen (1) Allgemeine Bezeichnung für die Skandinavier, die vom 8.- 11. Jahrhundert als Wikinger Raubzüge unternahmen,  (2) vor allem aus Dänemark und Norwegen stammende germanischstämmige "Nordmänner“. Einsetzend mit der Plünderung von Lindisfarne 793 suchten die Normannen im 9. Jahrhundert vor allem Britannien, Irland und das Frankenreich heim. Seit 911 siedelten Teile der Normannen, die nie eine homogene Volksgruppe bildeten, dauerhaft im Norden Frankreichs und errichteten in der heutigen Normandie ein mächtiges Herzogtum. Nach einer Phase der Konsolidierung nahm von hier aus die normannische Eroberung weiter Teile Europas ihren Ausgang, die sich von Süditalien über England und Irland erstreckte. Bis zum 12./13. Jahrhundert gingen die Normannen in der Bevölkerung der eroberten Länder auf. im 9. Jahrhundert vor allem Britannien, Irland und das Frankenreich heim. Seit 911 siedelten Teile der Normannen (1) Allgemeine Bezeichnung für die Skandinavier, die vom 8.- 11. Jahrhundert als Wikinger Raubzüge unternahmen,  (2) vor allem aus Dänemark und Norwegen stammende germanischstämmige "Nordmänner“. Einsetzend mit der Plünderung von Lindisfarne 793 suchten die Normannen im 9. Jahrhundert vor allem Britannien, Irland und das Frankenreich heim. Seit 911 siedelten Teile der Normannen, die nie eine homogene Volksgruppe bildeten, dauerhaft im Norden Frankreichs und errichteten in der heutigen Normandie ein mächtiges Herzogtum. Nach einer Phase der Konsolidierung nahm von hier aus die normannische Eroberung weiter Teile Europas ihren Ausgang, die sich von Süditalien über England und Irland erstreckte. Bis zum 12./13. Jahrhundert gingen die Normannen in der Bevölkerung der eroberten Länder auf. , die nie eine homogene Volksgruppe bildeten, dauerhaft im Norden Frankreichs und errichteten in der heutigen Normandie ein mächtiges Herzogtum. Nach einer Phase der Konsolidierung nahm von hier aus die normannische Eroberung weiter Teile Europas ihren Ausgang, die sich von Süditalien über England und Irland erstreckte. Bis zum 12./13. Jahrhundert gingen die Normannen (1) Allgemeine Bezeichnung für die Skandinavier, die vom 8.- 11. Jahrhundert als Wikinger Raubzüge unternahmen,  (2) vor allem aus Dänemark und Norwegen stammende germanischstämmige "Nordmänner“. Einsetzend mit der Plünderung von Lindisfarne 793 suchten die Normannen im 9. Jahrhundert vor allem Britannien, Irland und das Frankenreich heim. Seit 911 siedelten Teile der Normannen, die nie eine homogene Volksgruppe bildeten, dauerhaft im Norden Frankreichs und errichteten in der heutigen Normandie ein mächtiges Herzogtum. Nach einer Phase der Konsolidierung nahm von hier aus die normannische Eroberung weiter Teile Europas ihren Ausgang, die sich von Süditalien über England und Irland erstreckte. Bis zum 12./13. Jahrhundert gingen die Normannen in der Bevölkerung der eroberten Länder auf. in der Bevölkerung der eroberten Länder auf.

nach oben
Notname
Behelfsname für Künstler der Antike und des Mittelalters, deren Namen nicht überliefert sind.

nach oben
Novemberrevolution
Bezeichnung für die Beseitigung der Monarchien in Deutschland und Österreich im November 1918. Im Deutschen Reich begannen die revolutionären Ereignisse mit einer Meuterei von Matrosen der kaiserlichen Marine in Kiel und griffen in der Folge auf das gesamte Reichsgebiet über. Kaiser Wilhelm II. (Regentschaft ab 1888) ging ins Exil, an die Stelle der Monarchie trat nach gewaltsamen Auseinandersetzungen die Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. .

nach oben
NSDAP-Ortsgruppenleiter
Leiter einer Organisationsebene der NSDAP unterhalb des Kreises. Ortsgruppen gliederten sich in Zellen und Blöcke. Der Ortsgruppenleiter war aufgrund seines Amtes Politischer Leiter und ein Hoheitsträger der Partei für das ihm unterstellte Gebiet der Ortsgruppe.

nach oben
NSFK
nach oben
NS-Frauenschaft
Zusammenschluss mehrerer nationalsozialistischer Frauenverbände, der der NSDAP-Reichsleitung unterstand.

nach oben
NSV
nach oben
NS-Volkswohlfahrt
Abkürzung NSV siehe Nationalsozialistische Volkswohlfahrt , am 3.5.1933 als eingetragener Verein gegründete Organisation der NSDAP, die in Konkurrenz zu den freien Wohlfahrtsorganisationen stand.

nach oben
Nürnberger Prozess
Zusammenfassende Bezeichnung für die 1946-1949 in Nürnberg durchgeführten Gerichtsverfahren zur Offenlegung und Ahndung nationalsozialistischer Verbrechen. Das Hauptverfahren gegen 22 als Hauptkriegsverbrecher angeklagte politische Führungskräfte des "Dritten Reichs" fand zwischen dem 20.11.1945 und dem 1.10.1946 statt und endete mit der Verhängung von zwölf Todesurteilen. Zwischen 1946 und 1949 folgten an gleicher Stelle zwölf weitere Verfahren.

nach oben
Oberführer
Sechshöchster Dienstgrad bei SS, Waffen-SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach keinem vergleichbaren Rang der Wehrmacht.

nach oben
Obergruppenführer
Dritthöchster Dienstgrad bei SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Generals der Wehrmacht.

nach oben
Oberkellnerei
Verwaltungsstelle für herrschaftliche Einkünfte, siehe auch Kellnerei Verwaltungsstelle für herrschaftliche Einkünfte. .

nach oben
Oberpräsident
Seit dem 17. Jahrhundert Bezeichnung für den Landesstatthalter einer Provinz in Preußen, seit 1808 beziehungsweise 1815 Amtsbezeichnung für den Leiter der Verwaltung einer preußischen Provinz. Der Oberpräsident Seit dem 17. Jahrhundert Bezeichnung für den Landesstatthalter einer Provinz in Preußen, seit 1808 beziehungsweise 1815 Amtsbezeichnung für den Leiter der Verwaltung einer preußischen Provinz. Der Oberpräsident der Rheinprovinz hatte seinen Dienstsitz in der Provinzhauptstadt Koblenz. Mit dem Land Preußen wurde auch 1945 (formales Ende 1947) das Amt abgeschafft. der Rheinprovinz hatte seinen Dienstsitz in der Provinzhauptstadt Koblenz. Mit dem Land Preußen wurde auch 1945 (formales Ende 1947) das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. abgeschafft.

nach oben
Oberscharführer
Sechster Dienstgrad bei SS, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Feldwebels der Wehrmacht, bzw. eines Truppführers der SA.

nach oben
Oberstgruppenführer
Zweithöchster Dienstrang bei SS, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Generaloberst der Wehrmacht, keine entsprechende Rangbezeichnung bei SA.

nach oben
Obersturmbannführer
Achthöchster Dienstgrad bei SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Oberstleutnants der Wehrmacht.

nach oben
Obersturmführer
Neunter Dienstgrad bei SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Oberleutnants der Wehrmacht.

nach oben
Oberzentrum
Nach der Lehre über die zentralen Orte des Geographen Walter Christaller (1893-1969) in der höchsten Stufe stehender Ort von zentraler Bedeutung für Mittel- und Unterzentren. Neben dem Grundbedarf und dem periodischen Bedarf kann in Oberzentren auch ein spezifischer Bedarf gedeckt werden (beispielweise Spezialgeschäfte, Fachkliniken).
 

nach oben
öffentliche Anleihen
Anleihen (Schuldverschreibungen), die von der öffentlichen Hand zur Beschaffung von langfristigem Kapital ausgegeben werden.

nach oben
Oktogon
Griechisch-neulateinisch,  Achteck, eine der wichtigsten geometrischen Figuren in der Baukunst, einmal für die Grundrissbildung bei  Zentralbauten, dann auch für die Bildung von Ornamentfiguren.

nach oben
oktroyierte Verfassung
Vom König von Preußen am 5.12.1848 nach Auflösung der preußischen Nationalversammlung aus eigener Machtvollkommenheit erlassene und als königliche Gnade deklarierte Verfassung, die am 31.1.1850 in Kraft trat. Wichtigste Merkmale: erbliches Königtum, Zweikammersystem, Dreiklassenwahlrecht Das von König Friedrich Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858) 1849 verordnete Wahlrecht für das preußische Abgeordnetenhaus und die Gemeindevertretungen teilte die Wähler nach ihrem direkten Steueraufkommen in drei Klassen ein. Danach wählten in öffentlichen Wahlen wenige Höchstbesteuerte ebenso viele Wahlmänner wie die größere Zahl der mittleren Schicht und die große Zahl der gering Besteuerten. Erst die Wahlmänner wählten die Abgeordneten. Die Wahl zum preußischen Abgeordnetenhaus war also öffentlich, indirekt und ungleich. Erstmals verankert worden war das Dreiklassenwahlrecht in der Rheinischen Gemeindeordnung von 1845. Es galt in Preußen bis 1918. , Garantie wichtiger Grundrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit, Gleichheit vor dem Gesetz.

nach oben
Ölkrise
Durch starke Erhöhung des Ölpreises hervorgerufene gesamtwirtschaftliche Krise.

nach oben
Ontologie
Griechisch, eine philosophische metaphysische Lehre das Wesen von Sein und Existenz betreffend.

nach oben
Operation Market Garden
Am 17.9.1944 begann mit der Luftlandung der Allierten im Raum Nimwegen/Arnheim durch den Einsatz von 30.000 alliierten Fallschirmjägern die größte Luftlandeoperation des Zweiten Weltkriegs. Ihr Ziel war die Eroberung der für den Vormarsch der Bodentruppen strategisch wichtigen niederländischen Brücken über den Niederrhein: "Market" bezeichnete die Rheinbrücke bei Arnheim, "Garden" die Brücken um den Wilhelminakanal und die Maas zwischen Eindhoven und Nimwegen. Ein Gelingen der Operation hätte zu einem schnellen Vorstoß der Alliierten in Richtung der kriegswichtigen Industrieanlagen des Ruhrgebiets geführt. Die Operation, die bis zum 27.9.1944 dauerte,  misslang.

nach oben
Operation veritable
Offensive der 1. kanadischen Armee zwischen Rhein und Maas östlich von Nimwegen gegen die 1. deutsche Fallschirmjägerarmee zur Eroberung des Niederrheins. Die Operation begann am 8.2.1945. Bis zum 13.2.1945 fanden erbitterte Kämpfe um den Reichswald statt. Die deutschen Truppen wichen schrittweise auf den Bückenkof Wesel zurück. Am 3.3.1945 erreichten die Kanadier Xanten.  Dabei wurde in den letzten Kriegsmonaten der untere Niederrhein einem schweren Artilleriefeuer ausgesetzt. Der Grad der Zerstörungen durch den anhaltenden Artillleriebeschuss übertraf hier den durch den Luftkrieg.

nach oben
oppidulum
Lateinisch, kleine Stadt, vor allem in lateinischen Quellen der Frühneuzeit verwendeter Begriff.

nach oben
oppidum
nach oben
Optik
Teilgebiet der Physik, das sich mit der Ausbreitung von Licht und der Wechselwirkung Licht - Materie beschäftigt.

nach oben
Orden vom Schwarzen Adler
Höchster Orden des Königreichs Preußen, gestiftet von Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich III. von Brandenburg am 17.1.1701, am Tage vor seiner Selbstkrönung zum König (Friedrich I.) in Preußen (Regierungszeit als Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. und König 1688-1713). Den Orden erhielten alle Mitglieder des Hauses Hohenzollern mit ihrer Geburt. Bis 1848 konnte der Orden nur Personen fürstlicher Abstammung verliehen werden, ab 20.2.1848  auch an Bürgerliche, die damit in den erblichen Adelsstand erhoben wurden. Die Losung des Ordens, der nur eine Klasse hatte, heißt: "SUUUM CUIQUE" (Jedem das Seine); er wurde bis 1918 verliehen.

nach oben
Ordensburg
(1) Bezeichnung für die Burgen des Deutschen Ordens,  vor allem in West- und Ostpreußen,  (2) in der NS-Zeit Gründung von Ordensburgen als "Kaderschmieden" für den nationalsozialistischen Funktionärs- und Führernachwuchs; ab 1934 entstanden die Ordensburgen Sonthofen (Allgäu) Crössinsee in Pommern und im Rheinland in der Eifel die riesige Anlage der Ordensburg (1) Bezeichnung für die Burgen des Deutschen Ordens,  vor allem in West- und Ostpreußen,  (2) in der NS-Zeit Gründung von Ordensburgen als "Kaderschmieden" für den nationalsozialistischen Funktionärs- und Führernachwuchs; ab 1934 entstanden die Ordensburgen Sonthofen (Allgäu) Crössinsee in Pommern und im Rheinland in der Eifel die riesige Anlage der Ordensburg "Vogelsang", die 1936 eingeweiht wurde, insgesamt aber unvollendet blieb. "Vogelsang", die 1936 eingeweiht wurde, insgesamt aber unvollendet blieb.

nach oben
Ordinarius
Lateinisch, aus iudex ordinarius Lateinisch, aus iudex ordinarius entstandene Kurzform, bezeichnet (1) den Inhaber der iurisdictio ordinaria, das heißt in der katholischen Kirche den Papst, und die ordinarii locorum, das heißt den regierenden Bischof, Abt oder Prälaten, den apostolischen Administrator, Vikar oder Kapitelsvikar usw.,  (2) den durch Berufung auf einen Lehrstuhl gelangten, lebenslang ernannten Professor, seit der Abschaffung der so genannten "Ordinarienuniversität" mit den Hochschulreformen der 1970er Jahre unüblich gewordene Bezeichnung. entstandene Kurzform, bezeichnet (1) den Inhaber der iurisdictio ordinaria, das heißt in der katholischen Kirche den Papst, und die ordinarii locorum, das heißt den regierenden Bischof, Abt oder Prälaten, den apostolischen Administrator, Vikar oder Kapitelsvikar usw.,  (2) den durch Berufung auf einen Lehrstuhl gelangten, lebenslang ernannten Professor, seit der Abschaffung der so genannten "Ordinarienuniversität" mit den Hochschulreformen der 1970er Jahre unüblich gewordene Bezeichnung.

nach oben
Ordo-Liberalismus
Deutsche Variante der marktwirtschaftlichen Konzeption des Neoliberalismus mit staatlicher Gewährleistung des freien Wettbewerbs durch Schaffung eines entsprechenden Rechts- und Ordnungsrahmens.

nach oben
Organisation Todt
1938 unter der Führung des Generalbevollmächtigten für die deutsche Bauwirtschaft Fritz Todt (1891-1942) gegründete militärisch organisierte Baukolonnen im nationalsozialistischen Deutschland. Während des Zweiten Weltkrieges vor allem in den besetzten Gebieten eingesetzt (unter anderem  Instandsetzung der Versorgungswege hinter der Front und Bau des Atlantikwalls).

nach oben
Organische Artikel
Bezeichnung für die umfangreichen Ausführungsbestimmungen, die dem am 8.9.1810 unterzeichneten Konkordat zwischen Frankreich und dem Vatikan eigenmächtig seitens Frankreichs hinzugefügt wurden, was bei der Veröffentlichung am 8.4.1802 den Protest des Papstes hervorrief. Am 4.5.1802 traten Konkordat und Anhang in den vier rheinischen Departements in Kraft. Die "Organischen Artikel" sicherten den Protestanten die Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. der Religionsausübung und die Gleichstellung mit dem Katholizismus zu, den das Konkordat Frankreichs mit dem Vatikan  nicht als Staatsreligion, sondern als "Religion der großen Mehrheit der französischen Bürger" anerkannte.

nach oben
Ottonen
Epoche der deutschen Geschichte von 919 bis 1024, in denen das Geschlecht der Liudolfinger von König Heinrich I. (Regierungszeit 919-936)  bis zum Tode Kaiser Heinrichs II. (Regierungszeit 1002-1024) die deutschen Könige und Kaiser stellte. Die Bezeichnung Ottonen Epoche der deutschen Geschichte von 919 bis 1024, in denen das Geschlecht der Liudolfinger von König Heinrich I. (Regierungszeit 919-936)  bis zum Tode Kaiser Heinrichs II. (Regierungszeit 1002-1024) die deutschen Könige und Kaiser stellte. Die Bezeichnung Ottonen geht auf die Kaiser Otto I. (Regierungszeit 936-973 ), Otto II. (Regierungszeit 973-983) und Otto III. (983-1002) seit der Kaiserkrönung Ottos I. 962 zurück. geht auf die Kaiser Otto I. (Regierungszeit 936-973 ), Otto II. (Regierungszeit 973-983) und Otto III. (983-1002) seit der Kaiserkrönung Ottos I. 962 zurück.

nach oben
P.E.N.
1921 gegründete, in nationale P.E.N.-Zentren unterteilte internationale Schriftstellervereinigung, die sich für die literarische Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. engagiert und gegen jegliche Form von Zensur kämpft.

nach oben
Paläographie
Griechisch (palaios = alt), Wissenschaft von den alten Schriften (Schriftwesen, Schriftformen und Schreibweisen) und deren Entzifferung, Teilgebiet der Historischen Hilfswissenschaften. Der Begriff taucht erstmals 1708 bei Bernard de Montfaucon (1655-1741) auf, neben Jean Mabillon (1632-1707) Begründer der Paläographie Griechisch (palaios = alt), Wissenschaft von den alten Schriften (Schriftwesen, Schriftformen und Schreibweisen) und deren Entzifferung, Teilgebiet der Historischen Hilfswissenschaften. Der Begriff taucht erstmals 1708 bei Bernard de Montfaucon (1655-1741) auf, neben Jean Mabillon (1632-1707) Begründer der Paläographie. .

nach oben
paläographisch
nach oben
panegyrisch
Griechisch, Vortrag vor einer altgriechischen Festversammlung, allgemein Lobrede oder Lobgedicht, lobrednerisch.

nach oben
Parabeltonne
Gewölbe in Form einer Parabel.

nach oben
Paragialamt
nach oben
Parapsychologie
Im Spiritualismus des 19. Jahrhunderts verwurzelte Disziplin, die mit wissenschaftlichen und experimentellen Methoden Gegenstände des Okkultismus oder sogenannte psi-Phänomene (zum Beispiel Psychokinese, d.h. die Veränderung der physischen Umwelt allein durch Willen oder Wissensgewinn durch außersinnliche Wahrnehmung, z.B. durch Träume) untersucht.

nach oben
Parforcejagd
Jagdform bei der das Wild durch eine Hundemeute und berittene Jäger bis zur Erschöpfung gehetzt wird und gestellt werden kann. In Deutschland seit 1934, in England seit 2005 aufgrund des Tierschutzes verboten. Auch Hetzjagd genannt.

nach oben
Pariser Verträge
Am 23.10.1954 in Paris zwischen der BRD und den Westmächten unterzeichneten Verträge, in denen der BRD weitgehende staatliche Souveränität garantiert und ihr Beitritt zur NATO festlegt wurde. Die Beschlüsse der Pariser Verträge Am 23.10.1954 in Paris zwischen der BRD und den Westmächten unterzeichneten Verträge, in denen der BRD weitgehende staatliche Souveränität garantiert und ihr Beitritt zur NATO festlegt wurde. Die Beschlüsse der Pariser Verträge traten am 5.5.1955 in Kraft. traten am 5.5.1955 in Kraft.

nach oben
Parlamentarischer Rat
Bezeichnung für die von den elf Landtagen der drei westlichen Besatzungszonen gewählte Versammlung in Bonn, die laut Beschluss der Westalliierten mit der Ausarbeitung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland beauftragt war und dieses am 8.5.1949 verabschiedete.

nach oben
Partikularismus
Lateinisch,  Bezeichnung für die Bestrebungen einzelner Gliedstaaten oder Landschaften, staatlicher Teilgebiete, ihre besonderen Interessen gegen die der Gesamtheit des Staatenbundes oder Bundesstaate zur Geltung zu bringen.

nach oben
Paternalismus
Bevormundung einer Person durch eine andere oder durch den Staat gegen deren Willen, aber auf deren Wohl gerichtet.

nach oben
Patrimonium
Lateinisch, väterliches Erbgut, auch Bezeichnung für das Vermögen eines römischen Kaisers; Patrimonium Lateinisch, väterliches Erbgut, auch Bezeichnung für das Vermögen eines römischen Kaisers; Patrimonium Petri Bezeichnung für den Kirchenstaat. Petri Bezeichnung für den Kirchenstaat.

nach oben
Patrizier
Lateinisch, (1) Angehöriger des altrömischen Adels, (2) vornehmer, wohlhabender Bürger, besonders im Mittelalter.

nach oben
Paulskirche
1789-1833 errichteter klassizistischer Kirchenbau der evangelischen Gemeinde Frankfurts am Main. 1848-1849 Tagungsort der deutschen Nationalversammlung.

nach oben
Pauperismus
Bezeichnung für das ab den 1830er Jahren aufkommende Phänomen der vorindustriellen Massenverarmung, hervorgerufen durch einen drastischen Bevölkerungsanstieg sowie die Auflösung traditioneller Gesellschaftsstrukturen und sozialer Sicherungssysteme.

nach oben
Pelecypoda
Historische Bezeichnung für Muscheln.

nach oben
pénétration pacifique
Lateinisch-französisch, friedliche Durchdringung.

nach oben
Pépinière
Französisch (Pflanzschule), Bezeichnung der am 2.8.1795 in Berlin von König Friedrich Wilhelm II. (Regierungszeit 1786-1797) gegründeten "MIlitärärztlichen Akademie" für die Ausbildung von Militärärzten, seit 1818 "Medizinisch-Chirurgisches Friedrich-Wilhelm-Institut", 1895 aufgegangen in der Kaiser-Wilhelm-Akademie, die wiederum 1919 durch den Versailler Vertrag aufgelöst wurde.

nach oben
Perestroika
Russisch, Umbau, Umgestaltung,  bezeichnet die ab 1985 von dem Generalsekretär der KPdSU Kommunistische Partei der Sowjetunion. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der Sowjetunion. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU die mächtigste Partei der Sowjetunion. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 verboten.  (1985-1991) und späteren Staatspräsidenten Michail S. Gorbatschow (geboren 1931, Staatspräsident 1990/1991) eingeleitete Reformpolitik, die auf die schrittweise Demokratisierung der Gesellschaft und die Einführung marktwirtschaftlicher Prinzipien in der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). hinzielte.
 

nach oben
Persilschein
Umgangssprachlich für eine schriftliche Bescheinigung, welche die Unschuld oder die Rechtschaffenheit einer Person bezeugen soll. Diese wurden nach 1945 in den Entnazifizierungsverfahren zur Entlastung von Verdächtigen vorgelegt, die dadurch so wie das Waschmittel Persil vom Schmutz befreit, von aller Schuld gereinigt waren.

nach oben
Personalunion
Vereinigung von Ämtern und Ländern in der Hand einer Person.

nach oben
Pestalozzianismus
Bezeichnung für die von dem schweizerischen Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) ausgehenden Lehren.

nach oben
Petersberger Abkommen
Das Abkommen von 1949 - benannt nach dem Tagungsort auf dem Petersberg bei Bonn -  zwischen der Alliierten Hohen Kommission (AHK) und der Bundesrepublik Deutschland ermöglichte den Beitritt der Bundesrepublik zu internationalen Organisationen wie der OEEC (Organisation for European Economics) sowie die Aufnahme von Konsular- und Handelsbeziehungen der Bundesrepublik zu anderen Staaten und sah eine Reduzierung der Demontagen vor. Die Bundesrepublik trat der Internationalen Ruhrbehörde bei und dem Militärischen Sicherheitsamt.

nach oben
Pfälzischer Erbfolgekrieg
Auch Orléansscher Krieg (1688-1697). Militärischer Konflikt der europäischen Großmächte, ausgelöst durch die erbrechtlich begründeten Besitzansprüche Frankreichs auf die Pfalz. Endete 1697 mit der Niederlage Frankreichs und dem Verzicht auf die Pfalz im Friedensschluss von Ryswick.

nach oben
Pfründe
Auch Präbende (mittellateinisch), (1) ein Domkanonikat, (2) die Einkünfte eines solchen wie (3) eines beneficium ecclesiasticum (mit Einkünften versehenes Kirchenamt) überhaupt, (4) Stelle an einem Stift sowie die Geldbezüge derselben. Pfründner oder Präbender bezeichnet jemanden, der eine Stiftung oder dergleichen genießt.

nach oben
Phänomenologie
Griechisch, bezeichnet ursprünglich die Lehre von den Erscheinungen. Seit dem 20. Jahrhundert bezeichnet die Phänomenologie Griechisch, bezeichnet ursprünglich die Lehre von den Erscheinungen. Seit dem 20. Jahrhundert bezeichnet die Phänomenologie sowohl (1) eine von Edmund Husserl (1859-1938) zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründete philosophische Richtung, die auf der Ausklammerung (epoche) objektiver Vorannahmen von Realität beruht, ( 2) eine auf Deskription basierende philosophische Methode. sowohl (1) eine von Edmund Husserl (1859-1938) zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründete philosophische Richtung, die auf der Ausklammerung (epoche) objektiver Vorannahmen von Realität beruht, ( 2) eine auf Deskription basierende philosophische Methode.

nach oben
Philantrop
Von den griechischen Wörtern anthropos (Mensch, Mann) und philein (lieben)
 abgeleitete allgemeine Bezeichnung für jemanden mit menschenfreundlichem Denken und Verhalten.

nach oben
Philister
(1) Name eines Volkes, das sich im 12. Jahrhundert vor Christus an der Südküste des historischen Palästina ansiedelte, in der Bibel die ärgsten Feinde der Israeliten,  (2) kleinbürgerlicher Mensch, Spießbürger, (3) in der Studentenverbindung im Berufsleben stehender Alter Herr.

nach oben
Physiognomie
Griechisch-mittellateinisch, äußere Erscheinung, besonders der Gesichtsausdruck eines Menschen, aber auch eines Tieres.

nach oben
Piasten
Älteste polnische Herrscherdynastie von Herzog Mieszko I. (Regierungszeit um 960-992) bis König Kasimir III. (der Große, Regierungszeit 1333-1370), Nebenlinien in Masowien bis 1526 und in Schlesien bis 1675. Das Geschlecht wird auf einen sagenhaften Fürsten Piast zurückgeführt, die Bezeichnung Piasten Älteste polnische Herrscherdynastie von Herzog Mieszko I. (Regierungszeit um 960-992) bis König Kasimir III. (der Große, Regierungszeit 1333-1370), Nebenlinien in Masowien bis 1526 und in Schlesien bis 1675. Das Geschlecht wird auf einen sagenhaften Fürsten Piast zurückgeführt, die Bezeichnung Piasten-Dynastie geht auf den polnischen Bischof, Dichter und Historiographen Adam Naruszewicz (1733-1796) zurück. -Dynastie geht auf den polnischen Bischof, Dichter und Historiographen Adam Naruszewicz (1733-1796) zurück.

nach oben
pikaresk
Bezeichnung für Schelmenromane, in denen scheinbar naive Helden haarsträubende Abenteuer erleben. Das damit provozierte naive Staunen über die Welt wird zum Spiegel der zeitgenössischen Gesellschaft (Beispiele: Simplizius Simplizissimus, Don Quichotte).

nach oben
Pionierverband
Jugendorganisation der KPD und der SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands .

nach oben
Pionierverband (KPD)
Jugendorganisation der KPD beziehungsweise der SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands .

nach oben
Pippiniden
Wie Arnulfinger Als Arnulfinger werden die Nachkommen Bischof Arnulfs von Metz (582-641) bezeichnet, die gleichzeitig Vorfahren der Karolinger (bis auf Karl Martell) waren. Metz war seit dem 8. Jahrhundert Zentrum der Verehrung des heiligen Arnulf, der zum "Spitzenahn" der Karolinger wurde, nachdem sie die Königsherrschaft erlangt hatten. Bezeichnung für die frühesten bekannten Karolinger, Spitzenahn ist der austrasische Hausmeier Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt 751 ab. Pippin der Ältere (gestorben 640).

nach oben
Pittura metafisica
Italienisch (metaphysische Malerei), Richtung der modernen Malerei, die 1911-1915 von Giorgio de Chirico (1888-1978) begründet wurde und um 1920 ihr Ende erreichte. Ihre Wirksamkeit erstreckte sich auch auf die Plastik; außerdem wirkte sie anregend auf den wenig später entstehenden Stil der Neuen Sachlichkeit und den SurrealismusEine Bewegung in Kunst und Literatur, aber auch im Film ab den 1920er Jahren, die durch spontane Mal- und Schreibtechniken das Unbewusste ausloten und das Traumhafte der Realität erkunden wollte. 
  

nach oben
Pogrom
Russisch, im zaristischen Russland ab 1881 Judenverfolgung, danach allgemein Hetze, Ausschreitung gegen nationale, religiöse, rassische Gruppen.

nach oben
Polenpartei
Kurzform für Polnische Nationaldemokratische Partei, gegründet 1903, vertrat die polenstämmige Minderheit, insbesondere die in Bergbau und Industrie Tätigen, hauptsächlich in Pommern, in Oberschlesien und insbesondere im Ruhrgebiet. Sie bestand bis einschließlich der Reichstagswahlen 1920, wurde mit den Reichstagswahlen 1924 durch die Polnische Volkspartei (PVP) und 1932 durch die Polenliste abgelöst.

nach oben
Politbüro
Abkürzung für Politisches Büro der Kommunistischen Partei der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). (KPdSU Kommunistische Partei der Sowjetunion. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der Sowjetunion. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU die mächtigste Partei der Sowjetunion. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 verboten. ) und anderer kommunistischer Länder; erstmals Mai 1917 gebildet, in der Folge jeweils vom Zentralkomitee der Partei gewählt, in der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). 1952 umbenannt in Präsidium. In der DDR das höchste Gremium der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands ).

nach oben
Politbüro
Das Politbüro Abkürzung für Politisches Büro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und anderer kommunistischer Länder; erstmals Mai 1917 gebildet, in der Folge jeweils vom Zentralkomitee der Partei gewählt, in der Sowjetunion 1952 umbenannt in Präsidium. In der DDR das höchste Gremium der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). des Zentralkomitees (ZK) war das höchste Gremium kommunistischer Parteien, das vom Ersten Sekretär oder Generalsekretär geleitet wurde. In sozialistischen Staaten besaß das Politbüro Abkürzung für Politisches Büro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und anderer kommunistischer Länder; erstmals Mai 1917 gebildet, in der Folge jeweils vom Zentralkomitee der Partei gewählt, in der Sowjetunion 1952 umbenannt in Präsidium. In der DDR das höchste Gremium der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Weisungsbefugnis gegenüber der Regierung.

nach oben
Polnischer Korridor
Die einschneidensten Gebietsveränderungen als Folgen des Versailler Vertrags von 1919 ergaben sich für die deutsche Ostgrenze: Das neu  entstandene Polen erhielt den größeren Teil der deutschen Provinzen Posen und Westpreußen sowie kleine Grenzgebiete Hinterpommerns. Danzig wurde Freistaat unter dem Protektorat Lateinisch, Schutzherrschaft, Gönnerschaft, auch Ehrenvorsitz, bedeutet (1) völkerrechtlich die Schutzherrschaft eines Staates oder einer Staatenmehrheit über einen anderen Staat und bezeichnet dabei nicht nur das Schutz- und Abhängigkeitsverhältnis, sondern auch den abhängigen Staat, (2) staatsrechtlich früher auch die Schutzgewalt eines Staates über seine Kolonien. Vom völkerrechtlichen Protektorat unterscheidet sich das staatsrechtliche vor allem dadurch, das dass Schutzgebiet kein eigener Staat ist, der sich unter die Schutzherrschaft eines anderen Staates begeben oder ihm unterworfen hat, sondern dass es staats-und völkerrechtlich als Inland des Staates anzusehen ist, unter dessen Herrschaft es steht. des Völkerbundes. Ab 1920 waren Danzig und Ostpreußen  damit durch einen breiten "polnischen Korridor" vom Deutschen Reich getrennt.

nach oben
Polyhistor
Griechisch, viel wissend, in vielen Fächern bewanderter Gelehrter.

nach oben
Posamentwirker
Lateinisch-französisch, Hersteller von Posamenten, textilen Besatzartikeln wie Borten, Schnüren, Quasten, Fransen.

nach oben
Positivismus / Antipositivismus
Lateinisch-neulateinisch, aus verschiedenen Strömungen der Sozialwissenschaften des 19.Jahrhunderts und Philosophien des frühen 20. Jahrhunderts entstandene Philosophie, die sich durch die Überzeugungen auszeichnet, dass 1. Philosophie wissenschaftlich sein sollte und Metaphysik Etymologisch von" ta meta ta physika" (Griechisch, nach der Physik, aber auch hinter der Natur liegend) bezeichnet die Metaphysik den Zweig der Philosophie, der, die einfachen (auch sinnlichen) Grenzen von Wissen und Erfahrung überschreitend, sich mit der allem zugrunde liegenden Realität auseinandersetzt. dementsprechend sinnlos sei, 2. es eine a priori universale wissenschaftliche Methode für Natur- und Sozialwissenschaften gebe, 3. es die Aufgabe der Philosophie sei, diese Methode zu untersuchen, 4. alle Wissenschaften auf Physik zurückzuführen seien und 5. der theoretische Teil einer Wissenschaft in Behauptungen über Beobachtungen (also in den praktischen Teil) übersetzbar sei.

nach oben
Präambel
Lateinisch-mittellateinisch (Vorangehendes), (1) Einleitung, (2) feierliche Erklärung als Einleitung zu einer Verfassungsurkunde oder einem Staatsvertrag.

nach oben
Präfekt
Lateinisch (Vorgesetzter),  (1) im antiken Rom häufiger Amtstitel, (2) in Frankreich seit 1799 der vom Staat ernannten Beamte an der Spitze eines Departements, (3) leitender Geistlicher in der katholischen Kirche, ( 3) in Italien Titel eines Verwaltungsbeamten, (4) in der Schweiz der Statthalter der Kantone.

nach oben
Prämiensparkasse
Sparkasse, die eine besondere Form des Sparbuchs anbietet, bei dem neben den üblichen Zinsen von der jährlichen Spareinlage abhängige Prämien gewährt werden.

nach oben
Prätorianer
Lateinisch, aus der Wache des Feldherrn (cohors praetoria) entwickelte Leibgarde der römischen Kaiser seit Augustus (63 v.-14 n. Chr., Regierungszeit als Alleinherrscher ab 31 v. Chr.) , 5.000, seit dem Jahre 193 nach Christus 10.000 Mann umfassend, in Rom kaserniert, in Sold und Dienstzeit bevorzugt, von zwei Präfekten befehligt. Die Prätorianergarde war häufig bei Thronwirren von ausschlaggebender Bedeutung; 312 aufgelöst durch Kaiser Konstantin.

nach oben
Prätorianerpräfekt
nach oben
Präzeptorei
nach oben
Predella
Italienisch, mit bemaltem oder geschnitztem Bildwerk versehener Sockel eines spätmittelalterlichen Altarretabels beziehungsweise Flügelaltars, diente auch zur Aufbewahrung von Reliquien.

nach oben
Preußenschlag
Entmachtung der preußischen Regierung am 20.7.1932 durch Reichspräsident Paul von Hindenburg. Mit der Einsetzung Franz von Papens zum Reichskommissar Leiter einer für besondere Zwecke geschaffenen und mit Sondervollmachten ausgestatteten höheren Behörde während der Zeit des Nationalsozialismus. Reichskommissare wurden zum Beispiel für die besetzten Gebiete (zum Beispiel Norwegen und die Niederlande) eingesetzt, nahmen aber auch Aufgaben im Luftfahrtwesen oder der zivilen Verwaltung wahr. übernahm die Reichsregierung die Regierungsgewalt in Preußen. Nach den preußischen Landtagswahlen am 24.4.1932 hatte die seit 1920 amtierende Koalition aus SPD, Zentrum und DDP ihre Mehrheit gegenüber den radikalen Parteien verloren und nur noch geschäftsführend regiert.

nach oben
Preußischer Adlerorden
(1) Schwarzer Adlerorden, höchster preußischer Orden, gestiftet von Friedrich I. am 18.1.1701, dem Tag seiner Krönung zum König in Preußen (Regierungszeit als Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich III. seit 1688, als König bis 1713) als ersten Orden des neuen Königreichs. Der Orden wurde bis 1919 inländischen Militär- und Zivilbeamten sowie ausländischen Fürsten und ihren vornehmsten Würdenträgern verliehen. (2) Roter Adlerordensiehe Preußischer Adlerorden, gestiftet am 17.11.1705 von Erbprinz Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth (1678-1726, Regierungszeit als Markgraf von Bayreuth 1712-1726); als 1791 die Fürstentümer Ansbach und Bayreuth an Preußen kamen, ging der Orden mit. König Friedrich Wilhelm II. (Regierungszeit 1786-1797) erhob ihn 1792 zum zweiten preußischen Orden, König Friedrich Wilhelm III. (Regierungszeit 1797-1840) führte 1810 die II. und III. Klasse ein, 1830 die  IV. Klasse. Der bis 1918 verliehene Orden erfuhr zahlreiche Änderungen und Erweiterungen.

nach oben
Preußischer Kronenorden
Gestiftet am 18.10.1861 von König Wilhelm I. von Preußen (Regentschaft ab 1858, ab 1871-1888 auch als Kaiser Wilhelm I.) anlässlich seiner Krönung in Königsberg. Er wurde in vier Klassen verliehen.

nach oben
Preußischer Staatsrat
1817 gegründet als Gremium zur Beratung des preußischen Königs und der Regierung, tritt nach 1848 nicht mehr in Erscheinung, in der Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. ab 1920 als Vertretung der Provinzen Zweite Kammer des Parlaments des Freistaates Preußen, aufgelöst am 8.7.1933.

nach oben
Preußisches Herrenhaus
Nach der preußischen Verfassung von 1850 Erste Kammer des Abgeordnetenhauses. Vorbild war das britische "House of Lords". Das Preußische Herrenhaus, das 1854 die bis 1918 gültige Ausgestaltung erhielt, setzte sich zusammen aus den über 18 Jahre alten Prinzen des königlichen Hauses, aus erblich stimmberechtigten Vertretern des hohen Adels und des Grundbesitzes, aus ernannten Vertretern von Städten, Universitäten usw. sowie aus vom König auf Lebenszeit berufenen Mitgliedern. Das 1904 errichtete Gebäude des Preußischen Herrenhauses ist seit 2000 Sitz des Bundesrats.

nach oben
Primat
Lateinisch, (1) Vorrang, bevorzugte Stellung, (2) Stellung des Papstes als oberste Kirchengewalt, (3) Herrentier  (Halbaffe,  Affen und Menschen umfassende Ordnung der Säugetiere).

nach oben
Primogenitur
Lateinisch, Erstgeburtsrecht, das Vorrecht des Erstgeborenen und seiner Nachkommen bei der Erbfolge in Linearerbfolge vor den ihm Nachgeborenen und deren Nachkommen.
 

nach oben
Priorat
nach oben
Privatdozent
Habilitierter Wissenschaftler an einer Universität ohne Professorenstelle.

nach oben
Prodekan
nach oben
Promotion
Lateinisch, Beförderung, (1) Erlangung, Verleihung der Doktorwürde, (2) lateinisch-englisch, Absatzförderung, Werbung.

nach oben
promovieren
(1) Eine Doktorarbeit schreiben, (2) die Doktorwürde erlangen, (3) die Doktorwürde verleihen.

nach oben
Prorektor
Lateinisch-neulateinisch, Stellvertreter des amtierenden Rektors einer Hochschule.

nach oben
Protektorat
Lateinisch, Schutzherrschaft, Gönnerschaft, auch Ehrenvorsitz, bedeutet (1) völkerrechtlich die Schutzherrschaft eines Staates oder einer Staatenmehrheit über einen anderen Staat und bezeichnet dabei nicht nur das Schutz- und Abhängigkeitsverhältnis, sondern auch den abhängigen Staat, (2) staatsrechtlich früher auch die Schutzgewalt eines Staates über seine Kolonien. Vom völkerrechtlichen Protektorat Lateinisch, Schutzherrschaft, Gönnerschaft, auch Ehrenvorsitz, bedeutet (1) völkerrechtlich die Schutzherrschaft eines Staates oder einer Staatenmehrheit über einen anderen Staat und bezeichnet dabei nicht nur das Schutz- und Abhängigkeitsverhältnis, sondern auch den abhängigen Staat, (2) staatsrechtlich früher auch die Schutzgewalt eines Staates über seine Kolonien. Vom völkerrechtlichen Protektorat unterscheidet sich das staatsrechtliche vor allem dadurch, das dass Schutzgebiet kein eigener Staat ist, der sich unter die Schutzherrschaft eines anderen Staates begeben oder ihm unterworfen hat, sondern dass es staats-und völkerrechtlich als Inland des Staates anzusehen ist, unter dessen Herrschaft es steht. unterscheidet sich das staatsrechtliche vor allem dadurch, das dass Schutzgebiet kein eigener Staat ist, der sich unter die Schutzherrschaft eines anderen Staates begeben oder ihm unterworfen hat, sondern dass es staats-und völkerrechtlich als Inland des Staates anzusehen ist, unter dessen Herrschaft es steht.

nach oben
Protestantische Union
1608 vereinigte die Pfalz mehrere protestantische Reichsstände zur Protestantischen Union, dem Bayern 1609 die Katholische Liga entgegenstellte. Damit war das Reich in zwei Bünde gespalten, die auf den (Dreißigjährigen) Krieg hinsteuerten. Union wie Liga schlossen Bündnisse mit auswärtigen Mächten, die Union mit den Generalstaaten Niederländisch Staten-Generaal, (1) Versammlung der Abgeordneten der Provinzialstaaten oder Provinzialstände der Niederlande unter burgundischer und habsburgischer Herrschaft; seit dem 16. Jahrhundert die gemeinsame Versammlung der von den sieben souveränen Provinzialstaaten zur Leitung des niederländischen Staatenbundes gewählten Abgeordneten, (2) offizieller Name des ehemaligen  niederländischen Staatenbundes, (3) Name des Parlaments der Niederlande. , Frankreich und England, die Liga mit Spanien und dem Papst.

nach oben
providieren
Lateinisch, (1) in der Ferne, von fern sehen, (2) vorher-, voraussehen, (3) Sorge tragen, besorgen, anschaffen.

nach oben
Provinzialkonservator
Das  Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. des „Konservators der Kunstdenkmäler der Rheinprovinz" wurde 1892 bei der Provinzialverwaltung Als Teil der staatlichen Verwaltung für einen bestimmten Provinzbezirk zuständig. Die Provinzialverwaltung der preußischen Rheinprovinz unter der Leitung des Oberpräsidenten hatte von 1822 bis 1945 ihren Sitz in Koblenz. geschaffen. Erster  Provinzialkonservator Das  Amt des „Konservators der Kunstdenkmäler der Rheinprovinz" wurde 1892 bei der Provinzialverwaltung geschaffen. Erster  Provinzialkonservator wurde 1893 Paul Clemen (1866-1947). Im 1953 neu gegründeten Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Nachfolger der preußischen Provinzialverwaltung wird das Amt fortgeführt als "Landeskonservator" mit Zuständigkeit für den Landesteil Nordrhein von NRW, heutige Bezeichnung LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland. wurde 1893 Paul Clemen (1866-1947). Im 1953 neu gegründeten Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Nachfolger der preußischen Provinzialverwaltung Als Teil der staatlichen Verwaltung für einen bestimmten Provinzbezirk zuständig. Die Provinzialverwaltung der preußischen Rheinprovinz unter der Leitung des Oberpräsidenten hatte von 1822 bis 1945 ihren Sitz in Koblenz. wird das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. fortgeführt als "Landeskonservator" mit Zuständigkeit für den Landesteil Nordrhein von NRW, heutige Bezeichnung LVR-Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. für Denkmalpflege im Rheinland.

nach oben
Provinziallandtag
Die Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. aber erst am 29.10.1826 zusammen.

nach oben
Provinzialverwaltung
Als Teil der staatlichen Verwaltung für einen bestimmten Provinzbezirk zuständig. Die Provinzialverwaltung Als Teil der staatlichen Verwaltung für einen bestimmten Provinzbezirk zuständig. Die Provinzialverwaltung der preußischen Rheinprovinz unter der Leitung des Oberpräsidenten hatte von 1822 bis 1945 ihren Sitz in Koblenz. der preußischen Rheinprovinz unter der Leitung des Oberpräsidenten hatte von 1822 bis 1945 ihren Sitz in Koblenz.

nach oben
Provinzialverwaltungsrat
Errichtet 1871 für die Zwecke der Verwaltung des provinzialständischen Vermögens und der provinzialständischen Anstalten; an die Spitze trat 1875 ein besoldeter Beamter, der Landesdirektor (ab 1897 unter der Bezeichnung Landeshauptmann). Mit Einführung der Kreisordnung von 1875 in der Rheinprovinz im Jahre 1887 Umwandlung zum Provinzialverband, der kein ständisches Gremium mehr war, sondern eine Spitzenkörperschaft der kommunalen Selbstverwaltung neben der staatlichen Verwaltung. Vorläufereinrichtung des 1953 gegründeten Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) mit Begrenzung auf den Landesteil Nordrhein von NRW.

nach oben
Puddelwerk
Werk beziehungsweise Ofen zur Eisengewinnung unter Verwendung von Steinkohle, vor allem 1830-1860 in Deutschland verbreitet, übernommen aus England.

nach oben
Querschiff
Auch Querhaus, Transept, der zwischen  Langhaus und  Chor eingeschobene Querbau einer Kirche, die dadurch den Grundriss eines lateinischen Kreuzes erhält; am Durchdringungspunkt der Kreuzarme entsteht die Vierung.

nach oben
Rabitzkonstruktionen
Bezeichnung für eine 1878 von Carl Rabitz (1823-1891) erfundene Leichtbauwand von drei bis vier Zentimeter Stärke aus Stahlgeflecht mit Gips- oder Kalkmörtelbewurf, dem Faserstoffe beigemischt sind.

nach oben
RAF
nach oben
RAF Bomber Command
nach oben
Rastatter Frieden
Beendete 1714 den spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714). Der Konflikt entzündete sich zwischen dem Hauptgegenern Frankreich und einer österreichisch-englischen Allianz um die Thronfolge des kinderlosen spanischen Königs Karl II. Als Ergebnis des Rastatter Friedens gelang es Frankreich mit den Bourbonen eine französische Dynastie auf dem spanischen Thron zu etablieren. Gleichzeitig hatte sich Frankreich damit aus der seit dem 16.Jahrhundert existierenden "Habsburgischen Umklammerung" lösen können, musste aber alle rechtsrheinischen Eroberungen räumen.

nach oben
Räterepublik
Bezeichnet ein Herrschaftssystem, bei dem die staatliche Herrschaft durch Räte ausgeübt wird; Form der direkten Demokratie. Räterepubliken entstanden nach dem Ersten Weltkrieg in verschiedenen europäischen Staaten, darunter in Deutschland, waren aber von kurzfristiger Dauer.

nach oben
Rationalismus
Lateinisch-neulateinisch. philosophische Position - besonders häufig in der Erkenntnistheorie Das Teilgebiet der Philosophie betreffend, das sich mit der Natur, Grenzen, Ursprüngen und Möglichkeiten von Wissen beschäftigt. vertreten -, welche  der Vernunft höchste oder sogar alleinige Priorität über alle anderen Arten des Erkenntnisgewinns einräumt.   

nach oben
Realismus
In der bildenden Kunst die Gestaltungsweise, die die optische Erscheinung der Wirklichkeit so wiedergibt, dass deren Hauptmerkmale (Proportionen, plastische und farbige Werte, Distanzen, Lichtverhältnisse) erhalten bleiben.

nach oben
Realkredit
Kredit gegen Bestellung von Grundpfandrechten (Hypothek oder Grundschuld).

nach oben
Rechenkammer
Behörde in der Verwaltung des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Territorialstaats, die für die Finanzverwaltung zuständig war.

nach oben
Regularkanoniker
Regulierte Chorherren, nach der so genannten Augustinerregel lebende Kleriker an einer Stifts- oder Kollegiatkirche (Augustinerchorherren Gemeinschaften von Weltpriestern, die der Augustinerregel folgen. ).

nach oben
Reichsdozentenschaft
nach oben
Reichsexekution
(1) Die in der Reichsexekutionsordnung von 1555 festgelegten Mittel zur Vollstreckung der verhängten Reichsacht und zur Sicherung des Friedens durch die Truppen der Reichskreise. (2) Nach der Reichsverfassung von 1919 die Maßnahmen des Reichspräsidenten gegen ein Land des Deutschen Reiches, wenn es die ihm nach der Reichsverfassung und in den Reichsgesetzen obliegenden Pflichten nicht erfüllte.

nach oben
Reichsfreiheit
Im Spätmittelalter und in der Frühneuzeit rechtlicher Status der Personen oder Institutionen, die keinem Landesherrn, sondern unmittelbar dem König unterstanden. Reichsfreiheit Im Spätmittelalter und in der Frühneuzeit rechtlicher Status der Personen oder Institutionen, die keinem Landesherrn, sondern unmittelbar dem König unterstanden. Reichsfreiheit besaßen die Reichsstände (-fürsten, -grafen, -städte), die Reichsdörfer sowie Reichsbeamte und Inhaber von Reichsgut. besaßen die Reichsstände (-fürsten, -grafen, -städte), die Reichsdörfer sowie Reichsbeamte und Inhaber von Reichsgut.

nach oben
Reichsführer
Höchster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Generalfeldmarschalls der Wehrmacht.

nach oben
Reichsfürstenrat
Auch Fürstenbank, Fürstenrat, das zweite Kollegium des Reichstags des alten Deutschen Reiches (bis 1806).

nach oben
Reichsgau
1939-1945 Bezeichnung für den Ländern entsprechender Verwaltungsbezirk der dem Deutschen Reich neu einverleibten Gebiete.

nach oben
Reichskanzler
Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. , den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt.

nach oben
Reichskommissar
Leiter einer für besondere Zwecke geschaffenen und mit Sondervollmachten ausgestatteten höheren Behörde während der Zeit des Nationalsozialismus. Reichskommissare wurden zum Beispiel für die besetzten Gebiete (zum Beispiel Norwegen und die Niederlande) eingesetzt, nahmen aber auch Aufgaben im Luftfahrtwesen oder der zivilen Verwaltung wahr.

nach oben
Reichskommissar Norwegen
Während des Zweiten Weltkriegs oberste zivile Regierungsgewalt im besetzten Norwegen; beim deutschen Überfall auf Norwegen am 9.4.1940 war die norwegische Regierung nicht zur Zusammenarbeit mit der Besatzung bereit, sondern ging mit dem König an der Spitze nach London ins Exil. Adolf Hitler (1889-1945) setzte daraufhin am 21.4.1940 Josef Terboven, Gauleiter von Essen und  Oberpräsident Seit dem 17. Jahrhundert Bezeichnung für den Landesstatthalter einer Provinz in Preußen, seit 1808 beziehungsweise 1815 Amtsbezeichnung für den Leiter der Verwaltung einer preußischen Provinz. Der Oberpräsident der Rheinprovinz hatte seinen Dienstsitz in der Provinzhauptstadt Koblenz. Mit dem Land Preußen wurde auch 1945 (formales Ende 1947) das Amt abgeschafft. der Rheinprovinz, als unmittelbar ihm unterstellten Reichskommissar Leiter einer für besondere Zwecke geschaffenen und mit Sondervollmachten ausgestatteten höheren Behörde während der Zeit des Nationalsozialismus. Reichskommissare wurden zum Beispiel für die besetzten Gebiete (zum Beispiel Norwegen und die Niederlande) eingesetzt, nahmen aber auch Aufgaben im Luftfahrtwesen oder der zivilen Verwaltung wahr. ein, mit der Aufgabe, die Ressourcen Norwegens für die deutsche Kriegswirtschaft zu sichern und eine Neuordnung des Landes im nationalsozialistischem Sinne durchzuführen. Das Reichskomissariat bestand bis zum 7.5.1945.

nach oben
Reichskristallnacht
Bezeichnung für den Pogrom Russisch, im zaristischen Russland ab 1881 Judenverfolgung, danach allgemein Hetze, Ausschreitung gegen nationale, religiöse, rassische Gruppen. gegen die Juden im Deutschen Reich am 9./10.11.1938. Die Herkunft der Bezeichnung ist ungeklärt.

nach oben
Reichskulturkammer
(Oft: RKK) Am 22.9.1933 von Josef Goebbels als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Mittel um die deutschen Kunstschaffenden gleichzuschalten, da eine Nichtaufnahme oder ein Ausschluss meist wie ein staatlich verordnetes Berufsverbot wirkte. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, nonkonforme Künstler vom öffentlichen und kulturellen Leben auszuschließen.

nach oben
Reichsland Elsaß-Lothringen
Das 1871-1918 der Verwaltung und Regierung des Deutschen Reiches unmittelbar unterstehende Elsaß-Lothringen.

nach oben
Reichslehen
Auch Reichsmannlehen, unmittelbar vom Reichsoberhaupt (des Alten Deutschen Reiches bis 1806) abhängiges Lehen.

nach oben
Reichsmatrikel
Ursprünglich Verzeichnis der Reichsstände, dann insbesondere die darin enthaltenen, von den Ständen aufzubringenden Truppenkontingente und Steuern; die erste Reichsmatrikel Ursprünglich Verzeichnis der Reichsstände, dann insbesondere die darin enthaltenen, von den Ständen aufzubringenden Truppenkontingente und Steuern; die erste Reichsmatrikel wurde 1422 angelegt, die  Einrichtung wurde aber erst mit dem Reichstag zu Worms 1521 wirksam. Die so genannte Wormser Matrikel bot - öfters abgeändert - die Grundlage für die Aufstellung des Reichsheeres bis 1806. wurde 1422 angelegt, die  Einrichtung wurde aber erst mit dem Reichstag Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags. zu Worms 1521 wirksam. Die so genannte Wormser Matrikel bot - öfters abgeändert - die Grundlage für die Aufstellung des Reichsheeres bis 1806.

nach oben
Reichsort
Ort, der unmittelbar Kaiser und Reich unterstand.

nach oben
Reichspogromnacht
Vom NS-Regime organisierte deutschlandweite Ausschreitungen gegen jüdische Bürger und Einrichtungen der jüdischen Gemeinden in der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938. Von der nationalsozialistischen Propaganda zynisch auch „Reichskristallnacht Bezeichnung für den Pogrom gegen die Juden im Deutschen Reich am 9./10.11.1938. Die Herkunft der Bezeichnung ist ungeklärt. “ genannt, markiert sie den Übergang von der jüdischen Diskriminierung zur systematischen Massenverfolgung durch die Nationalsozialisten.

nach oben
Reichsprotektor
Nach der Besetzung und Annexion des böhmisch-mährischen Teils der Tschechoslowakei 1939 übernahm der durch Adolf Hitler (1889-1945) ernannte ReichsprotektorNach der Besetzung und Annexion des böhmisch-mährischen Teils der Tschechoslowakei 1939 übernahm der durch Adolf Hitler (1889-1945) ernannte Reichsprotektor die Hoheitsrechte im besetzten Gebiet. Unter dem Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Konstantin Freiherr von Neurath (1873-1956), wurde ein Besatzungsregime installiert und das Protektorat dem Deutschen Reich eingegliedert. die Hoheitsrechte im besetzten Gebiet. Unter dem ReichsprotektorNach der Besetzung und Annexion des böhmisch-mährischen Teils der Tschechoslowakei 1939 übernahm der durch Adolf Hitler (1889-1945) ernannte Reichsprotektor die Hoheitsrechte im besetzten Gebiet. Unter dem Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Konstantin Freiherr von Neurath (1873-1956), wurde ein Besatzungsregime installiert und das Protektorat dem Deutschen Reich eingegliedert. von Böhmen und Mähren, Konstantin Freiherr von Neurath (1873-1956), wurde ein Besatzungsregime installiert und das Protektorat Lateinisch, Schutzherrschaft, Gönnerschaft, auch Ehrenvorsitz, bedeutet (1) völkerrechtlich die Schutzherrschaft eines Staates oder einer Staatenmehrheit über einen anderen Staat und bezeichnet dabei nicht nur das Schutz- und Abhängigkeitsverhältnis, sondern auch den abhängigen Staat, (2) staatsrechtlich früher auch die Schutzgewalt eines Staates über seine Kolonien. Vom völkerrechtlichen Protektorat unterscheidet sich das staatsrechtliche vor allem dadurch, das dass Schutzgebiet kein eigener Staat ist, der sich unter die Schutzherrschaft eines anderen Staates begeben oder ihm unterworfen hat, sondern dass es staats-und völkerrechtlich als Inland des Staates anzusehen ist, unter dessen Herrschaft es steht. dem Deutschen Reich eingegliedert.

nach oben
Reichsschrifttumskammer
Abkürzung RSK, gegründet am 1.1.1933, eine der sieben Einzelkammern der unter der Leitung von Joseph Goebbels stehenden Reichskulturkammer (Oft: RKK) Am 22.9.1933 von Josef Goebbels als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Mittel um die deutschen Kunstschaffenden gleichzuschalten, da eine Nichtaufnahme oder ein Ausschluss meist wie ein staatlich verordnetes Berufsverbot wirkte. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, nonkonforme Künstler vom öffentlichen und kulturellen Leben auszuschließen. . Die RSK sollte der "Freihaltung des Schrifttums von ungeeigneten und unzuverlässigen Elementen" dienen. Wer im Literaturbetrieb stätig sein wollte, musste laut Anordnung vom 30.7.1934 die Mitgliedschaft in der RSK nachweisen. Nicht aufgebommen wurden Personen, die den Ariernachweis Von den Nationalsozialisten seit April 1933 für Beamte und öffentlich Bedienstete, ab 1935 für alle deutschen Bürger vorgeschriebener Nachweis der "arischen" Abstammung durch urkundlich beglaubigte Ahnentafeln. Der "große Ariernachweis“ reichte bis zum Jahr 1800 zurück und wurde für den Eintritt in die  NSDAP und ihre Gliederungen (für die SS bis zum Jahr 1750) verlangt, ansonsten genügte der „kleine Ariernachweis“ bis zu den Großeltern. nicht erbringen konnten oder gegen die NS-Ideologie verstoßen hatten. Für nicht-regime konforme Liiteratuschaffenden gab es in NS-Deutschland kaum eine Möglichkeit zu veröffentlichen, da sämtliches Schrifttum vorher einer politischen Zensur unterzogen werden sollte. Da die RSK dazu allein nicht in der Lage war, wurden im März 1939 Buchhändler und Verleger durch die "Anordnung  zum Schutze der verantwortlichen Persönlichkeit im Buchhandel" in die Verantwortung genommen.

nach oben
Reichsstadt
Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet.

nach oben
Reichsstadtprivileg
nach oben
Reichstag
Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags.

nach oben
Reichsunmittelbarkeit; reichsunmittelbar
Nicht einem Landesherrn, sondern allein Kaiser und Reich unterstehend.

nach oben
Reichsverband der deutschen Industrie
Abkürzung RdI, während der Weimarer Zeit Spitzenverband der industriellen Unternehmerverbände, gegründet 1919 durch Zusammenschluss des "Bundes der Industriellen", des "Centralverbandes deutscher Industrieller" und des "Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie Deutschlands". 1933 Zusammenschluss mit der "Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände" zum "Reichsstand der Deutschen Industrie".

nach oben
Reichsverweser
Nimmt die Vertretung des Monarchen während einer Thronvakanz wahr.

nach oben
Reidemeister
Unternehmer im Metallgewerbe (16. - frühes 19. Jahrhundert).

nach oben
Rektor
Lateinisch-mittellateinisch, (1) Leiter einer Hochschule, (2) Leiter einer Grund-, Haupt-, Sonder- oder Realschule, (3) katholischer Geistlicher an einer Filialkirche (1) Kirchenrechtlich unselbständige, einer Haupt- (Mutter-)kirche untergeordnete Kirche, (2) von einer älteren Pfarrkirche gelöste verselbständigte Kirche. , einem Seminar oder ähnlichen Einrichtungen.

nach oben
Rektorat
(1) Amtsausübung eines Rektors, zum Beispiel einer Schule oder Hochschule, (2) selbständiger Seelsorgesprengel, der keine kanonische Pfarre ist, oft Zwischenschritt zur selbständigen Pfarre; Filialkirche (1) Kirchenrechtlich unselbständige, einer Haupt- (Mutter-)kirche untergeordnete Kirche, (2) von einer älteren Pfarrkirche gelöste verselbständigte Kirche. .

nach oben
Renaissance
Lateinisch-französisch (Wiedergeburt), (1) geistig-kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, ausgehend von Italien im 15. Jahrhundert, gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf Werte und Formen der griechisch-römischen Antike, drückte sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst und Architektur aus, (2) geistig-künstlerische Bewegung, die an ältere Traditionen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, anzuknüpfen versucht (zum Beispiel karolingische RenaissanceLateinisch-französisch (Wiedergeburt), (1) geistig-kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, ausgehend von Italien im 15. Jahrhundert, gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf Werte und Formen der griechisch-römischen Antike, drückte sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst und Architektur aus, (2) geistig-künstlerische Bewegung, die an ältere Traditionen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, anzuknüpfen versucht (zum Beispiel karolingische Renaissance), (3) allgemein Wiederaufleben, neue Blüte.), (3) allgemein Wiederaufleben, neue Blüte.

nach oben
Rennfeuerverhüttung
Eisenschmelze (9.-15. Jahrhundert).

nach oben
Reparationen
Kriegsentschädigungen, Wiedergutmachungsleistungen.

nach oben
Resignation
nach oben
Résistance
Lateinisch-französisch, Sammelbegriff für die französische beziehungsweise belgische Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzung.

nach oben
rezente Dialekte
Mundarten, die in der modernen, aktuellen Sprachgemeinschaft noch gesprochen werden.

nach oben
Rezession
Phase konjunkturellen Abschwungs mit sinkendem Bruttoinlandsprodukt.

nach oben
Rheinbund
Der auf Initiative Napoleons I. zustandegekommene Bund knüpfte an den Fürstenbund gleichen Namens von 1658 an und besiegelte die enge Verbindung zwischen den deutschen Mittelstaaten und Frankreich. Die Vertreter von 16 süd- und südwestdeutschen Staaten unterzeichneten am 12.7.1806  in Paris die Bündnisakte und gingen die Verpflichtung ein, sich vom Reich loszusagen. Am 6.8.1806 legte Kaiser Franz II. (Regierungszeit als römisch-deutscher Kaiser 1792-1806) die Kaiserkrone nieder. Damit war das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekommen. Der RheinbundDer auf Initiative Napoleons I. zustandegekommene Bund knüpfte an den Fürstenbund gleichen Namens von 1658 an und besiegelte die enge Verbindung zwischen den deutschen Mittelstaaten und Frankreich. Die Vertreter von 16 süd- und südwestdeutschen Staaten unterzeichneten am 12.7.1806  in Paris die Bündnisakte und gingen die Verpflichtung ein, sich vom Reich loszusagen. Am 6.8.1806 legte Kaiser Franz II. (Regierungszeit als römisch-deutscher Kaiser 1792-1806) die Kaiserkrone nieder. Damit war das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekommen. Der Rheinbund löste sich Ende 1813 auf, nachdem Bayern durch den Vertrag von Ried vom 8.10.1813 ausgeschieden war. löste sich Ende 1813 auf, nachdem Bayern durch den Vertrag von Ried vom 8.10.1813 ausgeschieden war.

nach oben
Rheinische Allianz
Bund der drei geistlichen Kurfürsten (Köln, Mainz, Trier), des Herzogs von Jülich-Berg und weiterer Reichsfürsten vom 14.8.1658 zur Wahrung des Westfälischen Friedens von 1648, dem Schweden für seine deutschen Fürstentümer und am 15.8.1658 Ludwig XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) beitraten. Brandenburg folgte 1665. Zweimal erneuert, übte der RheinbundDer auf Initiative Napoleons I. zustandegekommene Bund knüpfte an den Fürstenbund gleichen Namens von 1658 an und besiegelte die enge Verbindung zwischen den deutschen Mittelstaaten und Frankreich. Die Vertreter von 16 süd- und südwestdeutschen Staaten unterzeichneten am 12.7.1806  in Paris die Bündnisakte und gingen die Verpflichtung ein, sich vom Reich loszusagen. Am 6.8.1806 legte Kaiser Franz II. (Regierungszeit als römisch-deutscher Kaiser 1792-1806) die Kaiserkrone nieder. Damit war das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekommen. Der Rheinbund löste sich Ende 1813 auf, nachdem Bayern durch den Vertrag von Ried vom 8.10.1813 ausgeschieden war. fast zwei Jahrzehnte lang bestimmenden Einfluss auf die Reichspolitik aus.

nach oben
Rheinischer Melioratsfonds
Durch preußische Kabinettsorde vom 20.2.1856 gegründet, diente der Förderung land- und forstwirtschaftlicher Verbesserungen und Wegebauten in bedürftigen Gegenden der Rheinprovinz durch Darlehn. Zusammen mit der 1852 gegründeten Provinzialhilfskasse ging der Melioratsfonds 1873 in die Zuständigkeit des Provinzialverwaltungsrates über und mit dem Dotationsgesetz vom 8.7.1875 an den Provinzialverband.

nach oben
Rheinischer Provinziallandtag
Am 5.6.1823 erließ der preußische König das Gesetz über die Anordnung von Provinzialständen. Es folgten acht Gesetze für die einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. erschien am 27.3.1824. Dieser trat erst am 29.11.1826 erstmals zusammen. Er tagte in Düsseldorf und setzte sich aus vier Ständen  - Fürsten, Ritter, Städte, Landgemeinden -  zusammen. Von den 80 Mitgliedern entfielen fünf Abgeordnete auf den ersten Stand, auf die anderen drei Stände jeweils 25. Die Wählbarkeit war an Grundeigentum gebunden, das nach der Höhe der Grundsteuer bemessen wurde. Der ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. tagte alle zwei bis drei Jahre, seit 1841 regelmäßig alle zwei Jahre. 1842 wurde ein ständiger Ausschuss geschaffen, womit der Aufbau der späteren selbständigen Verwaltung der ständischen Anstalten und einer provinzialen Kommunalverwaltung begann, ab 1875 Provinzialverwaltung Als Teil der staatlichen Verwaltung für einen bestimmten Provinzbezirk zuständig. Die Provinzialverwaltung der preußischen Rheinprovinz unter der Leitung des Oberpräsidenten hatte von 1822 bis 1945 ihren Sitz in Koblenz. . Die letzte Wahl zum Rheinischen ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. fand am 12.3.1933 statt; mit Gesetz vom 15.12.1933 wurden die Provinziallandtage in Preußen aufgelöst.

nach oben
Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz
1906 in Köln gegründeter Verein zur Bewahrung von Natur- und Baudenkmälern.

nach oben
Rheinisches Wörterbuch
Großlandschaftliches Dialektwörterbuch, das die Mundarten der ehemaligen Rheinprovinz in neun Bänden umfassend dokumentiert.

nach oben
RheinlandbastardDiskriminierender Ausdruck für die Kinder von deutschen Frauen und dunkelhäutigen Besatzungssoldaten zwischen 1919 und 1930.

nach oben
Rhenser Weistum
Bezeichnung für eine förmliche Erklärung zur Königswahl aus dem Jahr 1338 durch ein  Bündnis aller Kurfürsten mit Ausnahme des Königs von Böhmen (Rhenser Kurverein In Rhens am Rhein 1339 geschlossenes, unbefristetes Bündnis der Kurfürsten gegen päpstliche Einmischung bei der Königswahl. Die Kurfürsten wiesen die Forderung des Papstes nach Bestätigung ihrer Königswahl zurück. ). Den Anlass bot das Scheitern der Verhandlungen zwischen Reich und Papst hinsichtlich dessen Anspruch auf das  Bestätigungsrecht der Königswahl. Das Rhenser WeistumBezeichnung für eine förmliche Erklärung zur Königswahl aus dem Jahr 1338 durch ein  Bündnis aller Kurfürsten mit Ausnahme des Königs von Böhmen (Rhenser Kurverein). Den Anlass bot das Scheitern der Verhandlungen zwischen Reich und Papst hinsichtlich dessen Anspruch auf das  Bestätigungsrecht der Königswahl. Das Rhenser Weistum stellte fest, dass ein von den Kurfürsten oder deren Mehrheit gewählter deutscher König nicht der Bestätigung durch den Papst bedürfe. Der Rhenser Kurverein und das Rhenser Weistum gelten über die Verkündung der kurfürstlichen Rechte hinsichtlich der Königswahl hinaus als der Beginn einer gesamtkurfürstlichen Politik. Das Rhenser Weistum wurde zur Grundlage des von Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347)  ebenfalls 1338 erlassenen Reichsgesetzes Licet iuris, das dem deutschen König nach seiner Wahl alles kaiserlichen Rechte zugestand. stellte fest, dass ein von den Kurfürsten oder deren Mehrheit gewählter deutscher König nicht der Bestätigung durch den Papst bedürfe. Der Rhenser Kurverein In Rhens am Rhein 1339 geschlossenes, unbefristetes Bündnis der Kurfürsten gegen päpstliche Einmischung bei der Königswahl. Die Kurfürsten wiesen die Forderung des Papstes nach Bestätigung ihrer Königswahl zurück. und das Rhenser WeistumBezeichnung für eine förmliche Erklärung zur Königswahl aus dem Jahr 1338 durch ein  Bündnis aller Kurfürsten mit Ausnahme des Königs von Böhmen (Rhenser Kurverein). Den Anlass bot das Scheitern der Verhandlungen zwischen Reich und Papst hinsichtlich dessen Anspruch auf das  Bestätigungsrecht der Königswahl. Das Rhenser Weistum stellte fest, dass ein von den Kurfürsten oder deren Mehrheit gewählter deutscher König nicht der Bestätigung durch den Papst bedürfe. Der Rhenser Kurverein und das Rhenser Weistum gelten über die Verkündung der kurfürstlichen Rechte hinsichtlich der Königswahl hinaus als der Beginn einer gesamtkurfürstlichen Politik. Das Rhenser Weistum wurde zur Grundlage des von Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347)  ebenfalls 1338 erlassenen Reichsgesetzes Licet iuris, das dem deutschen König nach seiner Wahl alles kaiserlichen Rechte zugestand. gelten über die Verkündung der kurfürstlichen Rechte hinsichtlich der Königswahl hinaus als der Beginn einer gesamtkurfürstlichen Politik. Das Rhenser WeistumBezeichnung für eine förmliche Erklärung zur Königswahl aus dem Jahr 1338 durch ein  Bündnis aller Kurfürsten mit Ausnahme des Königs von Böhmen (Rhenser Kurverein). Den Anlass bot das Scheitern der Verhandlungen zwischen Reich und Papst hinsichtlich dessen Anspruch auf das  Bestätigungsrecht der Königswahl. Das Rhenser Weistum stellte fest, dass ein von den Kurfürsten oder deren Mehrheit gewählter deutscher König nicht der Bestätigung durch den Papst bedürfe. Der Rhenser Kurverein und das Rhenser Weistum gelten über die Verkündung der kurfürstlichen Rechte hinsichtlich der Königswahl hinaus als der Beginn einer gesamtkurfürstlichen Politik. Das Rhenser Weistum wurde zur Grundlage des von Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347)  ebenfalls 1338 erlassenen Reichsgesetzes Licet iuris, das dem deutschen König nach seiner Wahl alles kaiserlichen Rechte zugestand. wurde zur Grundlage des von Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347)  ebenfalls 1338 erlassenen Reichsgesetzes Licet iuris, das dem deutschen König nach seiner Wahl alles kaiserlichen Rechte zugestand.

nach oben
Rokoko
Stilrichtung der europäischen Kunst zwischen etwa 1730 und 1770/1780 in der Endphase des Barock Stilbegriff der neueren Kunst- und Literaturgeschichte, in etwa die Epoche 1600 bis 1750 umfassend. Die Bezeichung ist abgeleitet von portugiesisch barocco = unregelmäßig, sonderbar. Der Barock entstand in Italien, besonders in Rom. Die geschichtlichen Wurzeln liegen in der Gegenreformation und im Absolutismus. ; das Wort ist abgeleitet von französisch rocaille = Grotten- und Muschelwerk nach einem immer wieder vorkommenden Ornamentmotiv. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Dekorationsstil, der sich vorzugsweise im Kunstgewerbe ausdrückt, der Dekoration des Innenraums und seiner Möbel. Ausgehend von Frankreich wurde Deutschland das Hauptland des Rokoko Stilrichtung der europäischen Kunst zwischen etwa 1730 und 1770/1780 in der Endphase des Barock; das Wort ist abgeleitet von französisch rocaille = Grotten- und Muschelwerk nach einem immer wieder vorkommenden Ornamentmotiv. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Dekorationsstil, der sich vorzugsweise im Kunstgewerbe ausdrückt, der Dekoration des Innenraums und seiner Möbel. Ausgehend von Frankreich wurde Deutschland das Hauptland des Rokoko. .

nach oben
Romanik
Der erste der beiden Stile der mittelalterlicher Kunst, der in ganz Europa verbreitet war; Schwerpunktländer waren Deutschland, Frankreich und Italien (insbesondere die Lombardei). Die Blütezeit liegt zwischen etwa 1000 und der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wobei sich in Frankreich die Gotik Nach der Romanik die zweite umfassende Stilepoche des mittelalterlichen Europa,  mit unterschiedlichen Zeitansätzen in den einzelnen Ländern: beginnend in Frankreich Mitte des 12. Jahrhunderts, in England im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts,  in Deutschland seit den 1230er Jahren. Die Spätgotik reicht von etwa 1350 bis Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Hauptländer der Gotik waren Frankreich und Deutschland. bereits früher durchsetzte. In Deutschland wird zwischen der karolingischen Kunst und dem romanischen Stil noch die ottonische Kunst abgesetzt. Der Begriff "RomanikDer erste der beiden Stile der mittelalterlicher Kunst, der in ganz Europa verbreitet war; Schwerpunktländer waren Deutschland, Frankreich und Italien (insbesondere die Lombardei). Die Blütezeit liegt zwischen etwa 1000 und der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wobei sich in Frankreich die Gotik bereits früher durchsetzte. In Deutschland wird zwischen der karolingischen Kunst und dem romanischen Stil noch die ottonische Kunst abgesetzt. Der Begriff "Romanik" wurde um 1820 geprägt." wurde um 1820 geprägt.

nach oben
Römische Verträge
Mit den am 25. 3.1957 von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden in Rom unterzeichneten Verträgen gründeten die Unterzeichnerstaaten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM). Vereinbart wurden der freie Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr, eine gemeinsame Handelspolitik sowie europäische Institutionen. Die Unterzeichnung der Verträge gilt als Gründungsdatum der Europäischen Union (EU). Die Verträge traten am 1.1.1958 in Kraft und bilden das Fundament der EU in der Fassung des Vertrages von Nizza, der am 1.2.2003 in Kraft trat.

nach oben
Romzug
Heerfahrt des deutschen Königs nach Rom (oder Italien), um vom Papst die Kaiserkrönung zu erhalten.

nach oben
Rote Hilfe
Abkürzung RHD, von der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) gegründete Hilfsorganisation nach dem Vorbild des Roten Kreuzes. Die 1921 nach den Kämpfen bei der Arbeiterrevolte in Mitteldeutschland ins Leben gerufenen Rote-Hilfe-Kommitees erhielten 1924 mit der Gründung der Roten Hilfe Deutschlands eine zentralistische Organisation. Erster Vorsitzender war der spätere erste und einzige Präsident der DDR (1949-1960), Wilhelm Pieck (1876-1960); ab 1925 übernahm Clara Zetkin (1857-1933) die Leitung. Die RHD unterstützte insbesondere inhaftierte Kommunisten und Gewerkschafter, aber auch Parteilose und deren Angehörige. Nach der Machtübernahme verboten die Nationalsozialisten die RHD, bis 1935/1936 zerschlug die Geheime Staatspolizei Abkürzung Gestapo, gegründet 1933 als kriminalpolizeiliche Behörde zur Verfolgung von politischen Gegnern der NS-Diktatur. Im Verlauf der Nürnberger Prozesse wurde die Gestapo 1946 als verbrecherische Organisation eingestuft. (Gestapo) die illegal weiterarbeitende Organisation. Die Rote HilfeAbkürzung RHD, von der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) gegründete Hilfsorganisation nach dem Vorbild des Roten Kreuzes. Die 1921 nach den Kämpfen bei der Arbeiterrevolte in Mitteldeutschland ins Leben gerufenen Rote-Hilfe-Kommitees erhielten 1924 mit der Gründung der Roten Hilfe Deutschlands eine zentralistische Organisation. Erster Vorsitzender war der spätere erste und einzige Präsident der DDR (1949-1960), Wilhelm Pieck (1876-1960); ab 1925 übernahm Clara Zetkin (1857-1933) die Leitung. Die RHD unterstützte insbesondere inhaftierte Kommunisten und Gewerkschafter, aber auch Parteilose und deren Angehörige. Nach der Machtübernahme verboten die Nationalsozialisten die RHD, bis 1935/1936 zerschlug die Geheime Staatspolizei (Gestapo) die illegal weiterarbeitende Organisation. Die Rote Hilfe setzte ihre Tätigkeit im Ausland fort. setzte ihre Tätigkeit im Ausland fort.

nach oben
Rote Kapelle
Sammelbezeichnung der nationalsozialistischen militärischen Abwehr für oppositionelle Gruppen mit unterschiedlichen politischen Ansichten in Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz, die in Kontakt zum sowjetischen Geheimdienst standen und kriegswichtige Informa-tionen nach Moskau übermittelten. In Deutschland zählten vor allem die Berliner Widerstandsgruppen um Arvid Harnack und Harro Schulze-Boysen zur Roten Kapelle. 1942 führte ein durch die Wehrmacht entschlüsselter Funkspruch zur Aufdeckung der Berliner Opposition. Zahlreiche Mitglieder der Roten Kapelle wurden verhaftet und zum Tode oder langjährigen Haftstrafen verurteilt.

nach oben
Roter Adlerorden
siehe Preußischer Adlerorden (1) Schwarzer Adlerorden, höchster preußischer Orden, gestiftet von Friedrich I. am 18.1.1701, dem Tag seiner Krönung zum König in Preußen (Regierungszeit als Kurfürst Friedrich III. seit 1688, als König bis 1713) als ersten Orden des neuen Königreichs. Der Orden wurde bis 1919 inländischen Militär- und Zivilbeamten sowie ausländischen Fürsten und ihren vornehmsten Würdenträgern verliehen. (2) Roter Adlerorden, gestiftet am 17.11.1705 von Erbprinz Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth (1678-1726, Regierungszeit als Markgraf von Bayreuth 1712-1726); als 1791 die Fürstentümer Ansbach und Bayreuth an Preußen kamen, ging der Orden mit. König Friedrich Wilhelm II. (Regierungszeit 1786-1797) erhob ihn 1792 zum zweiten preußischen Orden, König Friedrich Wilhelm III. (Regierungszeit 1797-1840) führte 1810 die II. und III. Klasse ein, 1830 die  IV. Klasse. Der bis 1918 verliehene Orden erfuhr zahlreiche Änderungen und Erweiterungen.

nach oben
Rottenführer
Dritter Dienstgrad bei SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Obergefreiten der Wehrmacht.

nach oben
Rotwelsch
Geheime "Gaunersprache". Seit dem Mittelalter vor allem von sozial Ausgegrenzten (Bettlern, Vaganten, Vertretern und Räubern) benutzte Soziolekte zur geheimen Verständigung, die neben deutschen auch jiddische Entlehnungen enthalten.

nach oben
Rousseauistisch
Meint im weitesten Sinne die fortschrittskritischen Ideen und Prinzipien Jean-Jaques Rousseaus (1712-1778) sowie alle zustimmenden Bezugnahmen auf dieses Denken.

nach oben
Royal Air Force
Abkürzung RAF Abkürzung für (1) Royal Air Force, königlich-britische Luftwaffe, (2) Rote Armee Fraktion, linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland, entstanden 1970. , Name der königlich-britischen Luftstreitkräfte, die 1918 aus dem Royal Flying Corps Französisch, gebräuliche Bezeichnung für besonders alte Studentenverbindungen. (RFC) und Royal Naval Air Service (RNAS) gebildet wurden. Im Zweiten Weltkrieg verteidigte sie in der Luftschlacht um England 1940 den britischen Luftraum und ging schließlich zu kontinuierlichen Bombenangriffen auf Deutschland über.

nach oben
Royalisten
Anhänger des Königs beziehungsweise der Monarchie, insbesondere Bezeichnung der Partei für die Anhänger Karls (Charles) I. (Regierungszeit 1625-1649) in England während des Bürgerkrieges und  Ludwigs XVI. (Regierungszeit 1774-1792, hingerichtet 1793) während der Französischen Revolution.

nach oben
RSHA
siehe Reichssicherheitshauptamt

nach oben
Rückversicherer
Versicherung für die von einem Erstversicherer übernommenen Risiken.

nach oben
Ruhrbesetzung
Um Reparationsforderungen Nachdruck zu verleihen, besetzten französische und belgische Truppen 1923 das rheinisch-westfälische Industriegebiet und kontrollierten somit die dortige Kohle- und Koksproduktion ("produktives Pfand"). Die deutsche Regierung rief zum "passiven Widerstand" auf, zu deren Finanzierung der Staat Geld druckte. Die damit einsetzende Inflation Lateinisch (das Sichaufblasen, Aufschwellen), deutliche Erhöhung des Preisniveaus, etwa durch Anstieg der umlaufenden Geldmenge ohne äquivalente Ausweitung der Gütermenge. zwang zum Abbruch des Widerstandes. Nach der Neuregelung der Reparationszahlungen durch den Dawes-Plan Am 16.8.1924 in London abgeschlossener Vertrag zur Regelung der sich aus dem Versailler Vertrag ergebenden deutschen Reparationsleistungen. Das Vertragswerk basierte auf den Ergebnissen einer Kommission unter der Leitung des Finanzexperten Charles Gates Dawes (1865-1951). Die deutsche Wirtschaft wurde durch eine amerikanische Anleihe in Höhe von 800 Millionen Goldmark stabilisiert, die jährlich zu zahlenden Raten auf 2,5 Milliarden Reichsmark bis 1928/1929 festgelegt. 1924 endete die Besetzung 1925.

nach oben
Ruhrkohle AG
Großkonzern zur Steinkohleförderung, gegründet am 27.11.1968 als Zusammenschluss von 18 wirtschaftlich angeschlagenen Kohleunternehmen.

nach oben
Ruhrschlacht
nach oben
Ruhrschnellweg
Bezeichnung für die Bundesautobahn 40 (A 40), die von West nach Ost das Ruhrgebiet durchquert.

nach oben
Saalkirche
nach oben
Saarabstimmung
Nach dem Versailler Vertrag von 1919 (Inkraftgetreten 10.1.1920) wurde das Saargebiet dem Völkerbundrat unterstellt und dem französischen Wirtschaftsgebiet eingegliedert. Nach 15 Jahren sollte eine Volksabstimmung über die zukünftige staatsrechtliche Zuordnung stattfinden. Die Abstimmung vom 13.1.1935 ergab ein Ergebnis zugunsten der sofortigen Rückkehr zu Deutschland (90,8 Prozent gegenüber 8,8 Prozent für den status quo und 0,4 Prozent für Frankreich). Am 17. Januar beschloss der Völkerbundrat die Rückgabe an Deutschland, die zum 1.3.1935 erfolgte.

nach oben
Sabbat
Hebräisch,  Ruhetag zur Erinnerung an das Ruhen Gottes nach der Erschaffung der Welt am siebten Tag und an den Auszug aus Ägypten. Festlicher Höhepunkt der jüdischen Woche, der am Freitagabend beginnt und am Samstagabend nach Eintritt der Dunkelheit endet.

nach oben
Säkularisation/Säkularisierung
Durch französischen Konsularbeschluss wurden linksrheinisch alle geistlichen Institute mit Ausnahme der Bischofssitze, Domkapitel, Pfarreien und ausschließlich der Krankenpflege und dem Unterricht dienenden Anstalten aufgelöst. Im Rechtsrheinischen schuf der Reichsdeputationshauptschluss vom 25.2.1803 die gesetzliche Grundlage, im Linksrheinischen wurde nicht nur geistlicher, sondern auch weltlicher Besitz konfisziert und zum Nationalgut deklariert.

nach oben
Salland
In der mittelalterlichen Grundherrschaft vom Grundherrn selbst bewirtschaftetes Land.

nach oben
Sanctimonialium
Mittelalterliche Bezeichnung für ein wie ein Domkapitel aufgebautes Frauenstift, Sanctimonialis wurde der  weibliche Inhaber eines Kanonikats, die Kanonisse genannt; siehe auch Kollegiatstift Lateinisch, Kirche, in der eine mit Vermögen und Korporationsrechten ausgestattete Klerikergemeinschaft die Liturgie feiert. Kirche und Stiftsgebäude liegen in einem abgesonderten Rechtsraum. .

nach oben
Sansculotten
Französisch (ohne Kniehose), bezeichnet den proletarischen Revolutionär der Französischen Revolution.

nach oben
Schadenszauber
Bezeichnet die abergläubische Vorstellung durch einen Zauber anderen Menschen an Körper, Geist, und Besitz Schaden zufügen zu können. In der Antike zu den niederen magischen Praktiken gezählt, stand der Schadenszauber Bezeichnet die abergläubische Vorstellung durch einen Zauber anderen Menschen an Körper, Geist, und Besitz Schaden zufügen zu können. In der Antike zu den niederen magischen Praktiken gezählt, stand der Schadenszauber nicht unter Strafe. Vom Christentum der Schwarzen Magie zugerechnet, hatte der Schadenszauber eine herausragende Bedeutung in den frühneuzeitlichen Hexenprozessen. nicht unter Strafe. Vom Christentum der Schwarzen Magie zugerechnet, hatte der Schadenszauber Bezeichnet die abergläubische Vorstellung durch einen Zauber anderen Menschen an Körper, Geist, und Besitz Schaden zufügen zu können. In der Antike zu den niederen magischen Praktiken gezählt, stand der Schadenszauber nicht unter Strafe. Vom Christentum der Schwarzen Magie zugerechnet, hatte der Schadenszauber eine herausragende Bedeutung in den frühneuzeitlichen Hexenprozessen. eine herausragende Bedeutung in den frühneuzeitlichen Hexenprozessen.

nach oben
Schändliches Dekret
Unter Napoleon 1808 erlassenes  Dekret, "die Juden betreffend", das so genannte "Schändliche Dekret" (décret infâme). Es beseitigte die Freizügigkeit und freie Erwerbstätigkeit der Juden und setzte für sie in wichtigen Punkten die Bürgerrechte außer Kraft. Es beeinträchtigte für fast ein halbes Jahrhundert Existenz und Erwerbstätigkeit der rheinischen Juden in entscheidender und oft einschneidender Weise. Am 13.7.1843 beschloss der 7. Rheinische ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. die Abschaffung des "Infamen Dekrets" von 1808 und die Gewährung der völligen staatsbürgerlichen und politischen Gleichstellung der Juden in der Rheinprovinz. Es war das erste Mal, dass sich ein deutsches Parlament - sofern die preußischen Landtage des Vormärz als solche anzusehen sind - vorbehaltlos und mit großer Mehrheit für die politische Emanzipation der Juden Lateinisch (Freilassung), bezeichnet die Anerkennung der rechtlich, religiös und sozial diskriminierten Juden als gleichberechtigte Staatsbürger seit dem 18. Jahrhundert, siehe auch Aufklärung. aussprach.

nach oben
Scharführer
Fünfter Dienstgrad bei SS, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Oberscharführers der SA, bzw. eines Unterfeldwebels der Wehrmacht.

nach oben
Schatzanweisungen
Kurz- und mittelfristige Schuldverschreibungen, die von öffentlichen Gebietskörperschaften (vor allem Staatsregierungen) vergeben werden, um vorübergehenden Geldbedarf zu finanzieren.

nach oben
Schauprozess
Öffentliche Gerichtsverhandlung in Diktaturen zumeist gegen politische Gegner unter Missachtung aller rechststaatlichen Prinzipien, bei der die Verurteilung bereits feststeht. Ein SchauprozessÖffentliche Gerichtsverhandlung in Diktaturen zumeist gegen politische Gegner unter Missachtung aller rechststaatlichen Prinzipien, bei der die Verurteilung bereits feststeht. Ein Schauprozess soll der Abschreckung dienen. soll der Abschreckung dienen.

nach oben
Schiff
nach oben
Schlacht bei Worringen
Die Schlacht am 5.6.1288 auf der Fühlinger Heide bei Worringen (heute Stadt Köln) entschied den seit 1283 währenden Limburger Erbfolgestreit. Verlierer waren der Erzbischof von Köln und seine Verbündeten,  gleichzeitig wurde damit die Vormachtstellung des Erzstifts am Niederrhein gebrochen. Die Schlacht bestimmte auch das politische Schicksal der Stadt Köln, die zu den Gegner des Erzbischofs gehört hatte. Köln war seitdem Freie Stadt, 1475 formell Reichsstadt Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet. .

nach oben
Schlacht von Fehrbellin
Am 28.6.1675 siegte Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Regierungszeit 1640-1688) bei Fehrbellin (nordwestlich von Potsdam) überraschend über die militärische Großmacht Schweden und eroberte Schwedisch-Pommern.

nach oben
Schlacht von Jena und Auerstedt
In der Doppelschlacht vom 14.10.1806 erlitt die preußische Armee eine vernichtende Niederlage gegen die Truppen Napoleon, der am 27.10.1806 in Berlin einzog. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. (Regentschaft 1797-1840) floh nach Ostpreußen. Der zusammen mit Russland weitergeführte Krieg endete am 14.6.1807 in der Niederlage von Friedland. Im  anschließenden Frieden von TilsitDer am 7./9.7.1807 in Tilsit geschlossene Frieden beendete den vierten preußisch-russischen Koalitionskrieg gegen Frankreich, in dem Preußen unterlegen war. Als Folge der Niederlage musste Preußen alle seine Gebiete westlich der Elbe abtreten. So überwies Napoleon am 21.1.1808 unter anderem die ehemaligen Stiftsgebiete von Essen und Werden an das Großherzogtum Berg. Die militärisch wichtige Festung Wesel musste der Großherzog dagegen an Napoleon abtreten. Tiefpunkt der preußischen Geschichte. verständigten sich Frankreich und Russland, Preußen wurde zum Verhandlungsobjekt degradiert. Es verlor mehr als der Hälfte seines Territoriums und musste hohe Kontributionszahlungen leisten. Die Festungen Stettin, Küstrin und Glogau blieben französisches Faustpfand, das preußische Heer wurde auf 42.000 Mann begrenzt. Tiefpunkt der preußischen Geschichte.

nach oben
Schlacht von Poitiers
nach oben
Schlesische Kriege
Bezeichnung für drei Kriege des preußischen Königs Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786) gegen Kaiserin Maria Theresia von Österreich (Regierungszeit 1740-1780), vor allem um den Besitz Schlesiens, die Vormachtstellung im Reich und die Großmachtstellung Preußens. (1) Der erste  Krieg 1740-1742 endete mit der Abtretung Schlesiens einschließlich Glatz (ausgenommen die südwestlichen Gebiete mit Jägerndorf, Troppau und Teschen) an Preußen. (2) Der zweite Krieg 1744/1745 endete mit dem Frieden von Dresden am 25.12.1745, worin Preußen im Besitz Schlesiens bestätigt und der zum römischen Kaiser gewählte Gemahl Maria Theresias, Franz I. , von Friedrich II. anerkannt wurde. (3) Der dritte Krieg ist der Siebenjährige Krieg 1756-1763, ein globaler Krieg, in dem es auch um die Hegemonie Englands und Frankreichs ging, um deren Rivaliät in den Kolonien (Amerika, Indien) und auf den Weltmeeren. Er endete mit dem Frieden von Hubertusburg am 15.2.1763, der für Österreich den endgültigen Verlust Schlesiens brachte, die Großmachtstellung Preußens bestätigte und den Beginn eines neuen Mächstesystems in Europa bedeutete.

nach oben
Schöffen
Seit der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Amtsträger in Städten fassbar, die im Namen der Stadt oder des Landesherrn die Rechtssprechung wahrnahmen; das Schöffenkollegium wurde entweder zum städtischen Rat oder blieb daneben bestehen.

nach oben
Scholastik
Von lateinisch scholasticus (Gelehrter, der einer Schule
 Vorstehende). Fälschlicherweise als einheitliche philosophische Richtung missverstanden, die an den mittelalterlichen Universitäten gelehrt wurde, bezeichnet die Scholastik Von lateinisch scholasticus (Gelehrter, der einer Schule  Vorstehende). Fälschlicherweise als einheitliche philosophische Richtung missverstanden, die an den mittelalterlichen Universitäten gelehrt wurde, bezeichnet die Scholastik eine Reihe in der Philosophie und Theologie des Spätmittelalters entwickelten  Lehrmethoden und Techniken, unter anderem den Kommentar und die disputatio (disputierte Frage). eine Reihe in der Philosophie und Theologie des Spätmittelalters entwickelten  Lehrmethoden und Techniken, unter anderem den Kommentar und die disputatio (disputierte Frage).

nach oben
Schoss
Bezeichnung für Abgabe, Steuer.

nach oben
Schosszahlung (Hanse)
nach oben
Schuldverschreibung
Wertpapier, mit dem sich der Schuldner gegenüber dem Gläubiger zur Tilgung der Schuld sowie zur Zahlung einer festgelegten Verzinsung verpflichtet

nach oben
Schultheiß
(Vollzugs-)Beamter der weltlichen oder geistlichen Gewalt mit administrativen und richterlichen Befugnissen als Dorfvorsteher und Richter im Dorfgericht beziehungsweise als Stadtschultheiß Richter für die niedere (in Reichsstädten auch hohe) Gerichtsbarkeit; später auch Synonym für Bürgermeister.

nach oben
Schutzstaffel
Abkürzung SS, gegründet am 1.4.1925 als Leibgarde Adolf Hitlers. 1929 Berufung Heinrich Himmlers zum Reichsführer Höchster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Generalfeldmarschalls der Wehrmacht. SS. Zunächst der SA unterstellt, war die SS 1934 maßgeblich am Röhm-Putsch und der Ermordung politischer Gegner beteiligt. 1934-1945 als selbständige Organisation innerhalb der NSDAP agierend. Die SS spielte eine entscheidende Rolle bei der Planung und Durchführung des HolocaustGriechisch (vollständig verbrannt), Bezeichnung für die systematische Ermordung der von den Nationalsozialisten als Juden definierten Menschen in Deutschland und in den vom Deutschen Reich besetzten Staaten in Europa zwischen 1939 und 1945. Dem Völkermord fielen zwischen 5,6 und 6,3 Millionen Menschen zum Opfer.. Die an den militärischen Kampfhandlungen beteiligten Divisionen der Waffen-SS zeichneten für etliche schwere Kriegsverbrechen verantwortlich. 1945 von den Alliierten verboten und im Verlauf der Nürnberger Prozesse 1946 als verbrecherische Organisation eingestuft.

nach oben
Schweinezehnt
Abgabe für Ausübung der Eichelmast.

nach oben
SED
nach oben
Sekundogenitur
Bezeichnet die von einem nachgeborenen Sohn begründete Nebenlinie eines fürstlichen oder hochadeligen Hauses.

nach oben
Separatismus
Bezeichnung für das politische Bestreben, ein Territorium aus einem bestehenden Staatsverband zu lösen, um dieses einem anderen Staat anzugliedern beziehungsweise  unabhängig werden zu lassen. 1919 und 1923 scheiterten separatistische Gruppierungen mit dem Versuch, das Rheinland aus dem Staatenbund des Deutschen Reiches beziehungsweise aus dem Land Preußen auszugliedern und eine unabhängige Rheinische Republik zu gründen.

nach oben
Sequesterverwaltung
Lateinisch, treuhänderische Verwaltung durch Gerichtsbeschluss, Zwangsverwaltung.

nach oben
Siamose
Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen.

nach oben
Sicherheitsdienst
Abkürzung SD, 1931 unter Reinhard Heydrich von Reichsführer Höchster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Generalfeldmarschalls der Wehrmacht. SS Heinrich Himmler (1900-1945) als "Ic-Dienst" gegründete parteiinterne Überwachungsorganisation der SS. Seit 1933 als Sicherheitsdienst Abkürzung SD, 1931 unter Reinhard Heydrich von Reichsführer SS Heinrich Himmler (1900-1945) als "Ic-Dienst" gegründete parteiinterne Überwachungsorganisation der SS. Seit 1933 als Sicherheitsdienst des Reichsführers SS zuständig für das gesamte deutsche Reich, arbeitete der SD ab 1939 eng mit der Sicherheitspolizei zusammen. Als Nachrichtendienst der NSDAP zuständig für das Sammeln von Informationen über politische Gegner und die Stimmungslage des deutschen Volkes sowie Auslandsspionage und Gegenspionage. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten. des Reichsführers SS zuständig für das gesamte deutsche Reich, arbeitete der SD ab 1939 eng mit der Sicherheitspolizei Dem Reichsführer SS unterstellte Polizeiorganisation, bestand seit 1936 aus der Kriminalpolizei und der Gestapo. Mit der Schaffung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) am 27.9.1939 wurde die Sicherheitspolizei mit dem Sicherheitsdienst (SD) zusammengelegt. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten. zusammen. Als Nachrichtendienst der NSDAP zuständig für das Sammeln von Informationen über politische Gegner und die Stimmungslage des deutschen Volkes sowie Auslandsspionage und Gegenspionage. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten.

nach oben
Sicherheitspolizei
Dem Reichsführer Höchster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Generalfeldmarschalls der Wehrmacht. SS unterstellte Polizeiorganisation, bestand seit 1936 aus der Kriminalpolizei und der Gestapo. Mit der Schaffung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHAsiehe Reichssicherheitshauptamt) am 27.9.1939 wurde die Sicherheitspolizei Dem Reichsführer SS unterstellte Polizeiorganisation, bestand seit 1936 aus der Kriminalpolizei und der Gestapo. Mit der Schaffung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) am 27.9.1939 wurde die Sicherheitspolizei mit dem Sicherheitsdienst (SD) zusammengelegt. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten. mit dem Sicherheitsdienst Abkürzung SD, 1931 unter Reinhard Heydrich von Reichsführer SS Heinrich Himmler (1900-1945) als "Ic-Dienst" gegründete parteiinterne Überwachungsorganisation der SS. Seit 1933 als Sicherheitsdienst des Reichsführers SS zuständig für das gesamte deutsche Reich, arbeitete der SD ab 1939 eng mit der Sicherheitspolizei zusammen. Als Nachrichtendienst der NSDAP zuständig für das Sammeln von Informationen über politische Gegner und die Stimmungslage des deutschen Volkes sowie Auslandsspionage und Gegenspionage. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten. (SD) zusammengelegt. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten.

nach oben
Siebenjähriger Krieg
1756-1763, bezeichnet die in diesem Zeitraum in Mitteleuropa, Nordamerika, Indien und der Karibik geführten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen einer preußisch-englischen und einer aus Österreich, Frankreich und Russland bestehenden Koalition. Im Verlauf des Krieges konnte sich Preußen endgültig als europäische Großmacht etablieren, Großbritannien setzte sich gegen die Franzosen in Nordamerika durch.

nach oben
Simultaneum
Eine von verschiedenen christlichen Konfessionen gemeinsam genutzte Kirche (Kirchhof, Schule).

nach oben
Soester Fehde
Die Fehde Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen. wurde ausgelöst durch den Wunsch der Stadt Soest, sich von der Herrschaft des machtbewußten und geldbedürftigen Kölner Erzbischofs Dietrich II. von Moers zu befreien und sich der klevisch-märkischen Herrschaft zu unterstellen. Letztlich ging es jedoch um die Vorherrschaft am Niederrhein und am HellwegBezeichnung für wichtige seit dem Frühmittelalter bestehende Fernhandels- und Heerstraßen. Der Westfälische Hellweg führte als bedeutendster dieser Wege von Duisburg über Essen, Dortmund und Soest nach Paderborn.. Mit dem Kampf Kurkölns gegen den mit Burgund verbündeten Herzog von Kleve scheiterte der letzte Versuch Kurkölns, die Vorherrschaft am Niederrhein zu erringen. Kurköln verlor an Kleve-Mark die Städte Soest (Mark) und Xanten (Kleve).

nach oben
Sowjetunion
Kurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR auch Sowjetunion (SU), Abkürzung für Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die ein sozialistisch und zentralistisch regierter Staatenbund war und sich in der Zeit zwischen 1922 und 1991 über weite Gebiete Osteuropas, des Kaukasus, Sibiriens sowie Nord- und Zentralasiens erstreckte. Nach dem russischen Bürgerkrieg (1917-1920), den die Bolschewiki mit ihrem Vorsitzenden W. I. Lenin für sich entschieden hatten, wurde die UdSSR am 30. Dezember 1922 ausgerufen. Als Lenin 1924 starb, folgte ihm Josef Stalin als neuer Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), die Nachfolger-Partei der Bolschewiki. Stalin sicherte seine Stellung durch Terror und sogenannte “Säuberungen”. Wirtschaftlich führte er Kollektivierungen in dem stark agrarisch geprägten Land durch. Im Zweiten Weltkrieg konnte sich die Sowjetunion Teile Polens und Finnlands sowie die baltischen Staaten aneignen. 1941 griff das “Dritte Reich” die Sowjetunion an, was den sowjetischen Anschluss an die westlichen Alliierten zur Folge hatte. Nach der sowjetischen Besetzung der östlichen und der Alliiertenbesetzung der westlichen deutschen Gebiete, entstanden in den ersten Nachkriegsjahren zwei deutsche Staaten, die den Ost-West-Konflikt verdeutlichten und den Beginn des Kalten Krieges markierten. Die Sowjetunion schafft sich darauffolgend Satellitenstaaten in Osteuropa. Stalin stirbt 1953, sein Nachfolger wird Nikita Chruschtschow, mit dessen Amtszeit man eine leichte Abwendung vom Stalinismus und ein “Tauwetter” verbindet. Dennoch wurden Aufstände in den Satellitenstaaten blutig niedergeschlagen. Den Höhepunkt des Kalten Kriegs bildet die Kuba-Krise 1962. 1964 ersetzte Leonid Breshnew Chruschtschow. Mit der “Вreshnew-Doktrin” wurde die Souveränität der Satellitenstaaten eingeschränkt und damit die gewaltsamen Eingriffe aus Moskau gerechtfertigt, so auch 1968 im Prager Frühling oder 1979 in Afghanistan. 1985 wurde Michail Gorbatschow erster Generalsekretär der KPdSU und führte wegen der sich verschlechternden sozialen und wirtschaftlichen Situation Reformen wie Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umbau) ein. Außenpolitisch setzte er auf Abrüstung und Deeskalation. Bis Anfang der 1990er Jahre bekam die Moskauer Führung die prekäre Situation in den nun nach nationaler Souveränität rufenden Satellitenstaaten nicht unter Kontrolle, was 1990 zur Unabhängigkeitserklärung der baltischen Staaten führte. Dem Staatskomitee für den Ausnahmezustand, das aus hohen KPdSU-Funktionären bestand, gingen die Reformen Gorbatschows zu weit und versuchte deswegen im August 1991 mithilfe des Militärs einen Putsch durchzuführen. Dieser scheiterte an dem Widerstand der Bevölkerung, der von Boris Jelzin geleitet wurde. Nach dem Putsch löste sich die Sowjetunion endgültig auf, was im Alma-Ata-Beschluss vom 31. Dezember 1991 bestätigt wurde. Die Rechtsnachfolge der Sowjetunion war die Russische Föderation mit Boris Jelzin als ersten Präsidenten. Einige Nachfolgestaaten der Sowjetunion wurden Teil der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), die einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsraum darstellt. ), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ).

nach oben
Sozialanthropologie
Wissenschaft vom Menschen als soziales Wesen und von dessen sozialer Organisation.

nach oben
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Abkürzung SPD, gegründet 1869 in Eisenach als Sozialdemokratische Arbeiterpartei, zweite Arbeiterpartei in Deutschland nach dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) von 1863. Zusammenschluss beider Parteien auf dem Gothaer Einigungsparteitag 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, die seit 1891 Sozialdemokratische Partei DeutschlandsAbkürzung SPD, gegründet 1869 in Eisenach als Sozialdemokratische Arbeiterpartei, zweite Arbeiterpartei in Deutschland nach dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) von 1863. Zusammenschluss beider Parteien auf dem Gothaer Einigungsparteitag 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, die seit 1891 Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt.  heißt. 

nach oben
Soziale Frage
nach oben
Soziale Marktwirtschaft
Wirtschaftspolitisches Konzept, das neben der staatlichen Gewährleistung einer freien Wettbewerbsordnung auch sozialpolitische Ziele formuliert; entwickelt von Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard und in Deutschland ab 1948 umgesetzt.

nach oben
Sozialistengesetze
Zwei Attentate auf Kaiser Wilhelm I.(Regentschaft 1858/1861-1888, Kaiser seit 1871), mit denen die Sozialdemokraten nichts zu tun hatten,lieferten Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. Otto von Bismarck den Vorwand für das Ausnahmegesetz "gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie", das am 21.10.1878 vom Reichstag Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags. verabschiedet wurde. Das so genannte Sozialistengesetz machte die Sozialdemokraten rechtlos, zerschlug ihre Organisation und die ihr nahestehender Einrichtungen sowie ihre Presse. Das zunächst auf drei Jahre befristete, letztmals 1887 verlängerte Gesetz blieb bis zum 30.9.1890 in Kraft. Es erwies sich als Fehlschlag, radikalisierte die Arbeiterschaft und trieb sie in einen immer schärferen Gegensatz zum Staat. Die Sozialdemokratie wurde nicht zerstört, sondern gestärkt.Bei den Reichstagswahlen 1890 stand die SPD der Stimmenzahl nach an der Spitze aller Parteien.

nach oben
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Abkürzung SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands , bis zur Wende 1989 die Staatspartei der DDR. Der verfassungsrechtliche Führungsanspruch der SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft wurde im Dezember 1989 von der Volkskammer der DDR aufgehoben; auf einem außerordentlichen Parteitag ebenfalls noch im Dezember 1989 wurden die höchsten Organe der Partei, das Politbüro Abkürzung für Politisches Büro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und anderer kommunistischer Länder; erstmals Mai 1917 gebildet, in der Folge jeweils vom Zentralkomitee der Partei gewählt, in der Sowjetunion 1952 umbenannt in Präsidium. In der DDR das höchste Gremium der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). und das Zentralkomitee abgeschafft, ein provisorisches neues Parteistatut verabschiedet und die Partei in "Partei des demokratischen Sozialismus/SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands " und später in PDS umbenannt. Daraus ging die Linkspartei PDS hervor und 2007 die Partei Die Linke.

nach oben
Sozialstaat
Gesamtheit staatlicher Maßnahmen zur Herstellung sozialer Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit.

nach oben
Sozioökonomie
Wissenschaftliche Disziplin, die den Zusammenhang von wirtschaftlichen Aktivitäten und gesellschaftlichen Prozessen interdisziplinär untersucht.

nach oben
Spanischer Bürgerkrieg
Der von 1936 bis 1939 geführte Bürgerkrieg zwischen der  demokratisch gewählten linken Regierung der Spanischen Republik und den nationalspanischen Putschisten unter General Francisco Franco (1892-1975). Die Putschisten erhielten militärische Unterstützung in Form der "Legion Condor" von der deutschen nationalsozialistischen Regierung, die spanische Regierung durch Frankreich, die SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). und Freiwilligenverbände, den sozialistischen Internationalen Brigaden.

nach oben
Spanischer Erbfolgekrieg
1701-1714, entzündete sich nach dem Tod des letzten spanischen Habsburgers Karl II. am 1.11.1700. Ansprüche auf die Nachfolge hatten der Sohn des Kaisers, der spätere Kaiser Karl VI. (Regierungszeit 1711-1740) und Philipp von Anjou (1683-1746), Enkel Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715). Mit dem Frieden von UtrechtDer 1713/1715  geschlossene Frieden beendete den Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714): Der Bourbone Philipp V.( 1683-1746), ein Enkel Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) , erhielt den spanischen Thron, die spanischen Niederlande der Kaiser (Österreichische Niederlande bis 1795). Den wittelsbachischen Mitkämpfern Ludwigs, den Kurfürsten Max Emmanuel von Bayern (Regierungszeit 1679-1706, 1714-1726) und Joseph Clemens von Köln, wurden ihre Länder restituiert. (1713/1715) wurde der Krieg beendet: Der Bourbone Philipp erhielt den spanischen Thron, der Kaiser die spanischen Niederlande (Österreichische Niederlande bis 1795). Den wittelsbachischen Mitkämpfern des französischen Königs, den Kurfürsten Max Emmanuel von Bayern (Regierungszeit 1679-1706, 1714-1726) und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Joseph Clemens von Köln, die wegen dessen Unterstützung seit 1706 in der Reichsacht waren, wurden ihre Länder restituiert.

nach oben
Spanisch-Niederländischer Krieg
Erhebung der Provinzen der nördlichen Niederlande gegen die spanische Herrschaft. In diesem Konflikt war auch das westliche Rheinland über Jahre betroffen, vor allem das Herzogtum Geldern. Nur das südlich gelegene geldrische "Oberquartier" blieb bei Spanien.

nach oben
Spätgotik
Die Schlussphase der Gotik Nach der Romanik die zweite umfassende Stilepoche des mittelalterlichen Europa,  mit unterschiedlichen Zeitansätzen in den einzelnen Ländern: beginnend in Frankreich Mitte des 12. Jahrhunderts, in England im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts,  in Deutschland seit den 1230er Jahren. Die Spätgotik reicht von etwa 1350 bis Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Hauptländer der Gotik waren Frankreich und Deutschland. dauerte in Deutschland von circa 1360 bis circa 1510, während sie in Italien schon ab 1400 von der RenaissanceLateinisch-französisch (Wiedergeburt), (1) geistig-kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, ausgehend von Italien im 15. Jahrhundert, gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf Werte und Formen der griechisch-römischen Antike, drückte sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst und Architektur aus, (2) geistig-künstlerische Bewegung, die an ältere Traditionen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, anzuknüpfen versucht (zum Beispiel karolingische Renaissance), (3) allgemein Wiederaufleben, neue Blüte. abgelöst wurde.  Charakteristisch ist eine reiche und virtuose Kunstproduktion, die von Hallenkirchen über Werke der Bildhauerei bis zu den Flügelaltären reichte.

nach oben
Spittler
nach oben
SS-Mann
Niedrigster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Soldaten der Wehrmacht.

nach oben
Standartenführer
Siebthöchster Rang bei SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Oberst der Wehrmacht.

nach oben
Ständige Deputation
Gewähltes Organ des seit 1860 bestehenden Deutschen Juristentags, dessen Geschäftsführender Ausschuss von den Mitgliedern der Ständigen Deputation gewählt wird.

nach oben
Staufer; staufisch
Schwäbisches Adelsschlecht, das von Konrad III. (Regierungszeit 1138-1152) bis Konrad IV. (Regierungszeit 1250-1254) deutsche Könige und Kaiser stellte.

nach oben
staufisch-welfisches Doppelkönigtum
Bezeichnet die Regierungszeit des Staufers Philipp von Schwaben und des Welfen Otto IV. Nach dem Tod Heinrichs VI. 1197 führte der deutsche Thronstreit zu einer Doppelwahl: Am 8.3.1198 wählten die der staufischen Partei anhängenden Kurfürsten Philipp von Schwaben, einen Bruder Heinrichs VI., zum König, am 9.6.1198 die welfische Gegenpartei Otto von Braunschweig als Otto IV. zum König. De facto gab es damit bis zur Ermordung Philipps aufgrund einer vom Thronstreit unabhängigen Privatfehde im Jahr 1208 zwei gewählte Könige im Reich. Otto IV. regierte bis 1215.

nach oben
Steinwerk
In mittelalterlichen Städten, vor allem in Niedersachsen, Westfalen und Hessen verbreitete Bauform von Profanarchitektur mit Wehrcharakter.

nach oben
Stoa
Nach der Säulenhalle (Stoa Nach der Säulenhalle (Stoa) in Athen benannt, ist die Stoa eine  griechisch-römische philosophische Schule von circa 300 v. - 200 n. Chr. Sie ist geprägt von einem materialistischen Pantheismus, in dem der Kosmos von einem göttlichen Logos durchwaltet ist und einer Ethik, die von einer gewissen Gleichheit der Menschen ausgeht. Der Weise, der den natürlichen (und damit göttlichen Gesetzen) folgt und seine Affekte beherrscht (apathia) gilt als das höchste Ideal. ) in Athen benannt, ist die Stoa Nach der Säulenhalle (Stoa) in Athen benannt, ist die Stoa eine  griechisch-römische philosophische Schule von circa 300 v. - 200 n. Chr. Sie ist geprägt von einem materialistischen Pantheismus, in dem der Kosmos von einem göttlichen Logos durchwaltet ist und einer Ethik, die von einer gewissen Gleichheit der Menschen ausgeht. Der Weise, der den natürlichen (und damit göttlichen Gesetzen) folgt und seine Affekte beherrscht (apathia) gilt als das höchste Ideal. eine
 griechisch-römische philosophische Schule von circa 300 v. - 200 n. Chr. Sie ist geprägt von einem materialistischen Pantheismus, in dem der Kosmos von einem göttlichen Logos durchwaltet ist und einer Ethik Griechisch, Sitte, Gewohnheit, das Teilgebiet der Philosophie, das sich mit der Frage nach Systemen und Prinzipien moralischen Handelns auseinandersetzt. , die von einer gewissen Gleichheit der Menschen ausgeht. Der Weise, der den natürlichen (und damit göttlichen Gesetzen) folgt und seine Affekte beherrscht (apathia) gilt als das höchste Ideal.

nach oben
Stralsunder Frieden
nach oben
Studienstiftung des deutschen Volkes
1921 Gründung der studentischen Selbsthilfeorganisation "Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft" e.V. in Tübingen, Sitz in Dresden. 1925 beschloss deren Vorstand die Gründung der Studienstiftung des Deutschen Volkes1921 Gründung der studentischen Selbsthilfeorganisation "Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft" e.V. in Tübingen, Sitz in Dresden. 1925 beschloss deren Vorstand die Gründung der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Abteilung der Wirtschaftshilfe, finanziert vom Deutschen Reich, den Ländern und Kommunen, Sitz blieb Dresden. 1934 zusammen mit dem Deutschen Studentenwerk vom NS-Regime abgewickelt; an deren Stelle trat die "Reichsförderung" als Abteilung des neu gegründeten Reichsstudentenwerks. 1948 Neugründung der "Studienstiftung des deutschen Volkes e.V." in Köln. Für die Aufnahme sind ausschließlich Begabung und Persönlichkeit ausschlaggebend; Sitz der Stiftung ist Bonn. als Abteilung der Wirtschaftshilfe, finanziert vom Deutschen Reich, den Ländern und Kommunen, Sitz blieb Dresden. 1934 zusammen mit dem Deutschen Studentenwerk vom NS-Regime abgewickelt; an deren Stelle trat die "Reichsförderung" als Abteilung des neu gegründeten Reichsstudentenwerks. 1948 Neugründung der "Studienstiftung des deutschen Volkes1921 Gründung der studentischen Selbsthilfeorganisation "Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft" e.V. in Tübingen, Sitz in Dresden. 1925 beschloss deren Vorstand die Gründung der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Abteilung der Wirtschaftshilfe, finanziert vom Deutschen Reich, den Ländern und Kommunen, Sitz blieb Dresden. 1934 zusammen mit dem Deutschen Studentenwerk vom NS-Regime abgewickelt; an deren Stelle trat die "Reichsförderung" als Abteilung des neu gegründeten Reichsstudentenwerks. 1948 Neugründung der "Studienstiftung des deutschen Volkes e.V." in Köln. Für die Aufnahme sind ausschließlich Begabung und Persönlichkeit ausschlaggebend; Sitz der Stiftung ist Bonn. e.V." in Köln. Für die Aufnahme sind ausschließlich Begabung und Persönlichkeit ausschlaggebend; Sitz der Stiftung ist Bonn.

nach oben
Sturmabteilung
Abkürzung SA. 1921 gegründete, militärisch organisierte, uniformierte Kampftruppe der NSDAP zur Einschüchterung und Terrorisierung politischer Gegner während der Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. und der ersten Phase der nationalsozialistischen Diktatur. Entwickelte sich bis 1933 zu einer einflussreichen Massenorganisation mit vier Millionen Mitgliedern. 1934 Ermordung der SA-Führung und ihres Stabschefs Ernst Röhm durch Einheiten der SS. Danach bis 1945 zwar als Organisation fortbestehend, aber ohne politischen Einfluss.

nach oben
Sturmbannführer
Elfter Dienstgrad bei SS, SA, und NS-Fliegerkorps. Entsprach dem Rang eines Majors der Wehrmacht.

nach oben
Sturmmann
Zweiter Dienstgrad bei SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Gefreiten der Wehrmacht.

nach oben
Subjektivismus
Alle philosophischen (meist ethischen oder erkenntnistheoretischen)
 Positionen, die versuchen nachzuweisen, dass alle vermeintlich objektiven Aussagen sich in Wahrheit auf subjektive Urteile zurückführen lassen.

nach oben
Subsidiaritätsprinzip
Lateinisch-neulateinisch, von der katholischen Soziallehre entwickeltes und später von der
 säkularen Staats- und Verfassungslehre übernommenes Prinzip, nach dem im Verhältnis zwischen zwei Gemeinschaften beziehungsweise Individuum und Gemeinschaft stets die kleinere Einheit Vorrang haben soll.

nach oben
Suburbium
Offene, an eine Burg (urbs) sich anlehnende Siedlung.

nach oben
summa cum laude
Lateinisch (mit höchstem Lob), Bestnote bei Promotionen (Doktorprüfungen).

nach oben
Supraleitung
Fällt die Temperatur eines elektrischen Leiters unter einen bestimmten Wert, geht der elektrische Widerstand gegen Null.

nach oben
Supraporte
Ein Gemälde oder Relief, das über einem Türsturz angebracht ist.

nach oben
Surrealismus
Eine Bewegung in Kunst und Literatur, aber auch im Film ab den 1920er Jahren, die durch spontane Mal- und Schreibtechniken das Unbewusste ausloten und das Traumhafte der Realität erkunden wollte.

nach oben
Süsterhaus
Sammelbezeichnung für weltliche Frauenkonvente des späten Mittelalters (Beginen, Augustinerinnen, Schwestern des gemeinsamen Lebens, Tertiarinnen); siehe auch Fraterherren.

nach oben
Swenzonen
Adelsgeschlecht, das im 13. und 14. Jahrhundert in Hinterpommern und Pomerellen ansässig war.

nach oben
Symbolismus
Kunstströmung der Jahre 1880 bis 1910, die sich gegen die Detailtreue des Naturalismus Eine philosophische Richtung, die verschiedene Theorien in sich vereint. So bezeichnet der Naturalismus (1) diejenigen Lehren, die von einer allumfassenden Welt aus Raum und Zeit ausgehen, d.h. alle Objekte und Ereignisse sind Teil der Natur (2) in der Erkenntnistheorie diejenigen Lehren, die davon ausgehen, dass alles Wissen nicht a priori, sondern immer Teil der empirischen Wissenschaften ist. sowie Romantik und Impressionismus Lateinisch-französisch (Impression = Eindruck),  im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstandene Stilrichtung der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik. Der Name stammt von einem "Impression" betitelten und 1877 in Paris ausgestellten Gemälde von Claude Monet (1840-1926). ab. Emile Bernard und Paul Gauguin verstanden die dargestellten Gegenstände als Metaphern und Symbole.

nach oben
Syndikalistisch
Diejenige Gesellschaftsform betreffend, die in Sabotage und Revolution die einzigen Mittel zur Überwindung des Kapitalismus sehen. Der Staat als Organisationsform wird abgelehnt, statt dessen bilden Syndikat Kartell, bei dem sich die Vertragspartner zu gemeinsamer Organisation (etwa für den Vertrieb oder die Beschaffung) verpflichten. und Gewerkschaft (die sich die Produktionsmittel angeeignet haben) die nach föderalistischen Prinzipien strukturierte Organisationsform der Gesellschaft.

nach oben
Syndikat
Kartell Zusammenschluss von Unternehmen, der den Wettbewerb untereinander beschränken soll. , bei dem sich die Vertragspartner zu gemeinsamer Organisation (etwa für den Vertrieb oder die Beschaffung) verpflichten.

nach oben
Syndikus
Griechisch-lateinisch, der von einer Körperschaft zur Besorgung ihrer Rechtsgeschäfte beauftragte Bevollmächtigte, Rechtsbeistand.

nach oben
Tabernakel
Ein Schrein, der verschließbar ist und in einer katholischen Kirche der sicheren Aufbewahrung der konsekrierten Hostien - des Allerheiligsten - dient.

nach oben
Tal
Vornehmlich im südlichen Rheinland (Eifel, Rhein-, Moselraum) Bezeichnung für einen gefreiten Ort, oft im Anschluss beziehungsweise unterhalb einer Burg gelegen.

nach oben
Talmud
Hebräisch, Lernen, Studium, grundlegendes Werk der nachbiblischen jüdischen Literatur. Gemäß der jüdischen Überlieferung wurde Moses auf dem Sinai nicht nur die "schriftliche Lehre" der Tora Der Begriff Tora (hebräisch Lehre, Unterweisung) wird im engeren Sinne für die ersten fünf Bücher der Bibel verwendet, die nach der jüdischen Überlieferung Moses am Sinai durch Gott offenbart wurden. Der auf eine Pergamentrolle geschriebene Text wird bei der Toralesung im Gottesdienst im Verlauf eines Jahres abschnittsweise vorgetragen. , sondern auch die "mündliche Lehre“ offenbart. Diese wurde um das Jahr 200 n. Chr. schriftlich niedergelegt (Mischna, hebräisch Wiederholung). In den folgenden Jahrhunderten wurde die Mischna diskutiert und kommentiert. Hieraus entstand die Gemara, hebräisch Vollendung. Mischna und Gemara zusammen ergeben den Talmud Hebräisch, Lernen, Studium, grundlegendes Werk der nachbiblischen jüdischen Literatur. Gemäß der jüdischen Überlieferung wurde Moses auf dem Sinai nicht nur die "schriftliche Lehre" der Tora, sondern auch die "mündliche Lehre“ offenbart. Diese wurde um das Jahr 200 n. Chr. schriftlich niedergelegt (Mischna, hebräisch Wiederholung). In den folgenden Jahrhunderten wurde die Mischna diskutiert und kommentiert. Hieraus entstand die Gemara, hebräisch Vollendung. Mischna und Gemara zusammen ergeben den Talmud. .

nach oben
Tedeum
lateinisch Te Deum laudamus (dt.: Dich, Gott, loben wir), Anfang eines der bekanntesten lateinischen  Kirchenlieder, das auch als Ambrosianischer Lobgesang bekannt ist. Als Verfasser des Gesangs gelten entweder der heilige Augustinus und Ambrosius von Mailand (6. JH. n. Chr.) oder Nicetas von Remesiana (4. Jh. n. Chr.). Nachdem in den ersten drei Strophen der dreifaltige Gott und Jesus Christus lobgepriesen wird, folgt in der letzten Strophe die Bitte um Erbarmen und Erlösung. Aufgrund dieser Thematik ist es eines der wenigen ursprünglich katholischen Kirchenlieder, die auch im protestantischen Gottesdienst gesungen werden. Deutsche Übersetzungen wurden u.a. von Ignaz Franz 1771 und Romano Guardini 1950 verfasst.

nach oben
Telos
altgriechisch, (1) Insel im Nordwesten von Rhodos (2) Ziel

nach oben
Terminei
Bettelstation der Mendikantenorden, die als Aufenthaltsort der Brüder und Almosenlager diente, auch Bezeichnung für einzelnen Klöstern zugewiesener Bezirk zum Almosensammeln.

nach oben
Teufe
Tiefster Abbaupunkt im Bergbau, siehe auch AbteufenBezeichnet im Bergbau die Herstellung eines Schachtes..

nach oben
Thebäische Legion
Legende von einer christlichen Legion der römischen Armee, die von Mauritius geführt wurde und die bei Agaune eine Christenverfolgung oder heidnische Zeremonie verweigerte. Der römische Kaiser Maximian dezimierte zweimal die Truppe und gab schließlich den Befehl sie zu ermorden. Einige Truppenteile sollen nach Bonn, Köln, Trier und Xanten geflüchtet sein, wo sie den Märtyrertod starben und wo bis heute ihre angeblichen Gebeine aufbewahrt werden.
 

nach oben
Theoretische Physik
Im Gegensatz zur Experimentalphysik, die physikalische Gesetze aus Experimenten / Messreihen herleitet, beschreibt die theoretischen Physik sie auf Grund mathematischer Modelle.

nach oben
Theosophie
Griechisch, Gottesweisheit, religiös-weltanschauliche Lehren, nach denen in intuitiver Schau Gott berührt und der Weltbau sowie der Sinn des Lebens erkannt werden können.

nach oben
Thing-Platz
(1) Bezeichnung für einen Ort, an dem germanische Volks-, Gerichts- und Heeresversammlungen abgehalten wurden, (2) Bezeichnung für ein Amphitheater, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Zuge der Thingbewegung aufkam und nach dem germanischen Vorbild konzipiert wurden. Die Thingplätze wurden ab 1933 vom nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienst verstärkt gebaut und vom Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda für die sogenannten „Thingspiele“, völkische Theateraufführungen mit kultischem Charakter, sowie für politische Kundgebungen genutzt. Zwischen 1933 und 1935 entstanden insgesamt 60 von ca. 400 geplanten Plätzen. 1935 verbot Reichspropagandaminister Josef Goebbels die Bezeichnung „Thing“ und führte die Bezeichnung „Freilichtbühne“ für die Plätze ein. Die Begeisterung flachte jedoch soweit ab, dass bis 1937 die Förderung der Thingplätze komplett eingestellt wurde.

nach oben
Thomas(-stahl)verfahren/Thomaspatent
Das Thomas-Verfahren (vollständig Thomas-Gilchrist-Verfahren) ist ein 1878/1879 entwickeltes Verfahren zur Stahl-Erzeugung, benannt nach den britischen Metallurgen Sidney Thomas (1850–1885) und Percy Carlyle Gilchrist (1851–1935). Der so hergesellte Stahl wird als Thomasstahl bezeichnet. Das Patent erwarben der Hoerder Verein und die Rheinischen Stahlwerke gemeinsam. Bereits 1884 wurden 50 Prozent des Stahls im Ruhrgebiet nach dem Thomasverfahren produziert

nach oben
Thomas-Institut
Institut des Philosophischen Seminars der Universität Köln, dessen Direktor zugleich der Lehrstuhlinhaber für Mittelalterliche Philosophie ist. Der Name des Instituts geht auf Thomas von Aquin zurück, der seit 1248 bei Albertus Magnus in Köln studierte und große Erfolge in der mittelalterlichen Philosophie und der Scholastik Von lateinisch scholasticus (Gelehrter, der einer Schule  Vorstehende). Fälschlicherweise als einheitliche philosophische Richtung missverstanden, die an den mittelalterlichen Universitäten gelehrt wurde, bezeichnet die Scholastik eine Reihe in der Philosophie und Theologie des Spätmittelalters entwickelten  Lehrmethoden und Techniken, unter anderem den Kommentar und die disputatio (disputierte Frage). erzielte. Nachdem die Gründung 1948 erfolgte war, wurde Josef Koch der erste Ordinarius Lateinisch, aus iudex ordinarius entstandene Kurzform, bezeichnet (1) den Inhaber der iurisdictio ordinaria, das heißt in der katholischen Kirche den Papst, und die ordinarii locorum, das heißt den regierenden Bischof, Abt oder Prälaten, den apostolischen Administrator, Vikar oder Kapitelsvikar usw.,  (2) den durch Berufung auf einen Lehrstuhl gelangten, lebenslang ernannten Professor, seit der Abschaffung der so genannten "Ordinarienuniversität" mit den Hochschulreformen der 1970er Jahre unüblich gewordene Bezeichnung. des Instituts und konnte zwei Jahre später die feste Etablierung im Philosophischen Seminar erzielen. Die Aufgabe der Einrichtung besteht aus der  Erforschung der Philosophie des Mittelalters, wozu u.a. die Herausgabe von kritischen Quelleneditionen und die Ausrichtung von internationalen Mediävistentagungen gehören. Aktueller Direktor ist seit 2004 Andreas Speer.

nach oben
Thomismus
Sammelbezeichnung für die philosophisch-theologischen Richtungen, die im Spätmittelalter und in der Neuzeit an das Denken des Thomas von Aquin anschlossen.

nach oben
Thomistische Akt-Potenzlehre
Auf Thomas von Aquin zurückgehende Lehre der Unterscheidung von Wirklichkeit (Akt) und Möglichkeit (Potenz), nach der das endliche Seiende wesentlich als Potenz bestimmt ist, das zu seiner Verwirklichung auf die reine Wirklichkeit (actus purus = das Wesen Gottes) angewiesen ist.

nach oben
Titoismus
nach oben
Tobias Verein
Verein, der ursprünglich 1985 als Patienteninitiative zur Förderung der Anthroposophischen Medizin gegründet wurde. Der Sitz des heute 150 Mitglieder umfassenden Vereins befindet sich in der Lothringer Straße in Köln, wo die 12 Gründungsmitglieder das sogenannte “Tobiashaus” zum Therapeutikum umgebaut haben. Die Anthroposophische Medizin geht auf Rudolf Steiner (1861-1925) und Ita Wegmann (1876-1943) zurück und möchte die naturwissenschaftliche Medizin insofern ergänzen, als dass sie nicht nur das erkrankte Organ isoliert behandelt, sondern auch die seelischen und geistigen Aspekte miteinbezieht. Dabei werden neben anthroposophischen Medikamenten u.a. auch künstlerische Therapien angewandt.

nach oben
Toleranzedikt
lateinisch tolerare (erdulden), Bezeichnung für einen amtlichen Erlass, der die Duldung von religiösen Minderheiten zulässt

nach oben
Tora
Der Begriff Tora Der Begriff Tora (hebräisch Lehre, Unterweisung) wird im engeren Sinne für die ersten fünf Bücher der Bibel verwendet, die nach der jüdischen Überlieferung Moses am Sinai durch Gott offenbart wurden. Der auf eine Pergamentrolle geschriebene Text wird bei der Toralesung im Gottesdienst im Verlauf eines Jahres abschnittsweise vorgetragen. (hebräisch Lehre, Unterweisung) wird im engeren Sinne für die ersten fünf Bücher der Bibel verwendet, die nach der jüdischen Überlieferung Moses am Sinai durch Gott offenbart wurden. Der auf eine Pergamentrolle geschriebene Text wird bei der Toralesung im Gottesdienst im Verlauf eines Jahres abschnittsweise vorgetragen.

nach oben
Tote Hand
(1) Bezeichnung für ein Erbrecht, dass die Veräußerung oder Erbteilung des Vermögens einer Körperschaft oder Stiftung untersagt. Das Recht wird vor allem bei Kirchen und Klöstern angewendet. (2) Bezeichnung für eine im Kalten Krieg entwickelte sowjetische Verteidigungsstrategie, die bei der völligen Ausschaltung der sowjetischen Führungsebene vorsah, einen atomaren Gegenschlag automatisch auszuführen. Der sowjetische Generalstab begann Mitte der 1970er Jahre mit der Planung eines solchen Systems, das automatisch Langstreckenraketen abfeuern sollte, wenn Atomangriffe auf sowjetischem Boden festgestellt werden sollten.

nach oben
Tragikomödie
Bezeichnung in Literatur, Theater und Film für ein Drama, das tragische und komische Elemente enthält und miteinander verbindet.

nach oben
Translozierung
Auch Tranferierung oder Translokation, Bezeichnung für das Verfahren einer Gebäudeversetzung, das überwiegend in der Denkmalpflege angewandt wird. Wenn ein Denkmal einem Bauvorhaben im Weg ist, wird dieses entweder als Ganzes an einen anderen Ort versetzt oder zunächst dokumentiert abgebaut und detailgetreu wiederaufgebaut.

nach oben
transzendentale Reduktion
nach oben
Trappier
Bezeichnung für einen der fünf Großgebietigen im Deutschen Orden. Der Ordenstrappier wurde vom Hochmeister persönlich ernannt und hatte die Aufgabe, Kleidung zu beschaffen und zu verteilen. Sein Sitz lag in Christburg.

nach oben
Tressler
Bezeichnung für einen der fünf Großgebietigen im Deutschen Orden. Der Ordenstressler wurde vom Hochmeister persönlich ernannt und hatte die Aufgabe, das Finanzwesen zu verwalten. Sein Sitz befand sich in Marienburg.

nach oben
Treverer
Keltisch-germanischer Volksstamm, der beiderseits der Mosel mit Trier als Hauptort angesiedelt war und 51 v. Chr. von Cäsar unterworfen wurde.
 

nach oben
Tricoronatum
Auch Dreikönigsgymnasium, eine der ältesten Schulen des Rheinlands und die älteste Schule in Köln. Sie wurde 1450 als „Bursa Cucana“ von Johannes von Kuyck als Vorbereitungsschule für ein Studium an der Universität Köln gegründet. 1552 verlor die Burse An mittelalterlichen Universitäten entstandene Wohngemeinschaft von Studenten, die dem Betreiber für Kost und Logis einen wöchentlichen Betrag aus ihrer Geldbörse (bursa) zu leisten hatten. Häufig wurde in den Bursen auch Unterricht erteilt. ihr Haus am Eigelstein, woraufhin die Stadt ihr ein neues Haus in der Maximinenstraße bereitstellte. Dort wurde das Stadtwappen mit drei Kronen angebracht, was zum Namen „Tricoronatum Auch Dreikönigsgymnasium, eine der ältesten Schulen des Rheinlands und die älteste Schule in Köln. Sie wurde 1450 als „Bursa Cucana“ von Johannes von Kuyck als Vorbereitungsschule für ein Studium an der Universität Köln gegründet. 1552 verlor die Burse ihr Haus am Eigelstein, woraufhin die Stadt ihr ein neues Haus in der Maximinenstraße bereitstellte. Dort wurde das Stadtwappen mit drei Kronen angebracht, was zum Namen „Tricoronatum“ führte. Nachdem sich der Rektor der Schule Jakob Leichius 1556 dem Protestantismus anschloss, übernahm der Jesuit Johannes Rhetius die Leitung und ermöglichte die Anbindung der Schule an den Jesuitenorden, der bis zu seiner Auflösung 1773 für die Schule verantwortlich war. Mit dem Umzug an Marzellen änderte sich die Bezeichnung in Marzellengymnasium, wo unter napoleonischer Herrschaft auch die auf Kosten des Gymnasiums und der Kölner Universität gegründete „Zentralschule“ ihren Sitz bekam. In preußischer Zeit wurde das Tricoronatum unter dem Namen „Königlich Kölnisches Gymnasium an Marzellen“ wieder aufgebaut. Seit 1911 wurde die Schule im Türmchenswall beherbergt und trug von da an den Titel „Dreikönigsgymnasium“. Schließlich zog die Schule 1977 an ihren heutigen Standort in der Escher Straße im Stadtteil Bilderstöckchen. “ führte. Nachdem sich der RektorLateinisch-mittellateinisch, (1) Leiter einer Hochschule, (2) Leiter einer Grund-, Haupt-, Sonder- oder Realschule, (3) katholischer Geistlicher an einer Filialkirche, einem Seminar oder ähnlichen Einrichtungen. der Schule Jakob Leichius 1556 dem Protestantismus anschloss, übernahm der Jesuit Johannes Rhetius die Leitung und ermöglichte die Anbindung der Schule an den Jesuitenorden, der bis zu seiner Auflösung 1773 für die Schule verantwortlich war. Mit dem Umzug an Marzellen änderte sich die Bezeichnung in Marzellengymnasium, wo unter napoleonischer Herrschaft auch die auf Kosten des Gymnasiums und der Kölner Universität gegründete „Zentralschule“ ihren Sitz bekam. In preußischer Zeit wurde das Tricoronatum Auch Dreikönigsgymnasium, eine der ältesten Schulen des Rheinlands und die älteste Schule in Köln. Sie wurde 1450 als „Bursa Cucana“ von Johannes von Kuyck als Vorbereitungsschule für ein Studium an der Universität Köln gegründet. 1552 verlor die Burse ihr Haus am Eigelstein, woraufhin die Stadt ihr ein neues Haus in der Maximinenstraße bereitstellte. Dort wurde das Stadtwappen mit drei Kronen angebracht, was zum Namen „Tricoronatum“ führte. Nachdem sich der Rektor der Schule Jakob Leichius 1556 dem Protestantismus anschloss, übernahm der Jesuit Johannes Rhetius die Leitung und ermöglichte die Anbindung der Schule an den Jesuitenorden, der bis zu seiner Auflösung 1773 für die Schule verantwortlich war. Mit dem Umzug an Marzellen änderte sich die Bezeichnung in Marzellengymnasium, wo unter napoleonischer Herrschaft auch die auf Kosten des Gymnasiums und der Kölner Universität gegründete „Zentralschule“ ihren Sitz bekam. In preußischer Zeit wurde das Tricoronatum unter dem Namen „Königlich Kölnisches Gymnasium an Marzellen“ wieder aufgebaut. Seit 1911 wurde die Schule im Türmchenswall beherbergt und trug von da an den Titel „Dreikönigsgymnasium“. Schließlich zog die Schule 1977 an ihren heutigen Standort in der Escher Straße im Stadtteil Bilderstöckchen. unter dem Namen „Königlich Kölnisches Gymnasium an Marzellen“ wieder aufgebaut. Seit 1911 wurde die Schule im Türmchenswall beherbergt und trug von da an den Titel „Dreikönigsgymnasium“. Schließlich zog die Schule 1977 an ihren heutigen Standort in der Escher Straße im Stadtteil Bilderstöckchen.

nach oben
Triptychon
Griechisch, dreiteiliges Altarbild, bestehend aus Mitteltafel und zwei Seitenflügeln.

nach oben
Trümmerfilm
Nach 1945 in den Kriegsruinen deutscher Städte inszenierte Kinofilme. Sie zeigen meist ein realistisches und kritisches Bild Nachkriegsdeutschlands und seiner Gesellschaftsprobleme nach der nationalsozialistischen Diktatur.

nach oben
Tumba
Griechisch-lateinisch, (1) Scheinbahre beim katholischen Trauergottesdienst, (2) sarkophagartiger Überbau eines Grabes mit rechteckiger Grabplatte; Grabplatte ist mit einem Relief geschmückt oder trägt eine vollplastische Darstellung der/des Toten. Die zunächst aus Stein errichteten Tumben wurden im späteren Mittelalter oft aus Bronze gestaltet.

nach oben
Türkensteuer
auch Reichstürkenhilfe, Bezeichnung für eine Sonderabgabe, die die Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation im 15.-17. Jh. von der Bevölkerung und den Reichsständen einzogen, um die militärischen Ausgaben in den „Türkenkriegen“ zu finanzieren. Die im 14 Jh. einsetzende osmanische Expansion gen Westen und Osten wurde zunehmend als Bedrohung von den europäischen Ländern angesehen, weshalb es zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien kam. Friedrich III. zog 1481 erstmalig die Steuer ein. Dazu wurden sogenannte „Türkenlisten“ angefertigt, in denen die finanziellen Beiträge der Bevölkerung festgehalten wurden. Die „Türkenhilfe“ konnte auch in Form von Truppen für die Reichsarmee abgerichtet werden.

nach oben
Turmhelm
Eine spitze Dachform, die in der Regel auf Türmen angebracht wird. Weithin sichtbare Turmhelme auf Kirchtürmen überhöhen das Kirchengebäude und prägen vielfach die Stadtsilhouette.

nach oben
Turmhügel
Aus einem Turm auf einem künstlichen, von einem Graben umgebenen Hügel bestehende Erdhügelburg, auch Motte genannt.

nach oben
Turnbewegung
Bezeichnung für eine gesellschaftliche Bewegung in Deutschland im 19. und 20. Jh., die auf Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) zurückgeht. 1811 gründete der Hilfslehrer den ersten öffentlichen Sportplatz in Berlin Hasenheide und führte dort Turnübungen mit seinen Schülern durch, die u.a. aus Laufen, Springen und Geräteturnen bestanden.Jahn schloss sich in seinem Konzept Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759-1839) an, der als Begründer der pädagogischen Gymnastik gilt. Durch das Turnen sollten sowohl der Körper gestärkt, als auch der Charakter erzogen werden. Außerdem wurde die Turnbewegung Bezeichnung für eine gesellschaftliche Bewegung in Deutschland im 19. und 20. Jh., die auf Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) zurückgeht. 1811 gründete der Hilfslehrer den ersten öffentlichen Sportplatz in Berlin Hasenheide und führte dort Turnübungen mit seinen Schülern durch, die u.a. aus Laufen, Springen und Geräteturnen bestanden.Jahn schloss sich in seinem Konzept Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759-1839) an, der als Begründer der pädagogischen Gymnastik gilt. Durch das Turnen sollten sowohl der Körper gestärkt, als auch der Charakter erzogen werden. Außerdem wurde die Turnbewegung schnell Teil der deutschen Nationalbewegung und vertrat somit das politische Ziel eines deutschen Nationalstaats, das sie an die Jugendlichen weitergab. Durch den engen Kontakt mit den Burschenschaften erfuhr die Turnbewegung im Vormärz erhebliche Repressionen. Im Kaiserreich war das Turnen für die bürgerlichen Vereine ein wichtiger Bestandteil der Wehrerziehung, wohingegen sich die Arbeiterbewegung in eigenen Vereinen davon distanzierte. Auch im Nationalsozialismus wurde das Turnen zur Wehrhaftmachung und Indoktrination der Kinder und Jugendlichen mit der nationalsozialistischen Ideologie. schnell Teil der deutschen Nationalbewegung und vertrat somit das politische Ziel eines deutschen Nationalstaats, das sie an die Jugendlichen weitergab. Durch den engen Kontakt mit den Burschenschaften erfuhr die Turnbewegung Bezeichnung für eine gesellschaftliche Bewegung in Deutschland im 19. und 20. Jh., die auf Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) zurückgeht. 1811 gründete der Hilfslehrer den ersten öffentlichen Sportplatz in Berlin Hasenheide und führte dort Turnübungen mit seinen Schülern durch, die u.a. aus Laufen, Springen und Geräteturnen bestanden.Jahn schloss sich in seinem Konzept Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759-1839) an, der als Begründer der pädagogischen Gymnastik gilt. Durch das Turnen sollten sowohl der Körper gestärkt, als auch der Charakter erzogen werden. Außerdem wurde die Turnbewegung schnell Teil der deutschen Nationalbewegung und vertrat somit das politische Ziel eines deutschen Nationalstaats, das sie an die Jugendlichen weitergab. Durch den engen Kontakt mit den Burschenschaften erfuhr die Turnbewegung im Vormärz erhebliche Repressionen. Im Kaiserreich war das Turnen für die bürgerlichen Vereine ein wichtiger Bestandteil der Wehrerziehung, wohingegen sich die Arbeiterbewegung in eigenen Vereinen davon distanzierte. Auch im Nationalsozialismus wurde das Turnen zur Wehrhaftmachung und Indoktrination der Kinder und Jugendlichen mit der nationalsozialistischen Ideologie. im Vormärz erhebliche Repressionen. Im Kaiserreich war das Turnen für die bürgerlichen Vereine ein wichtiger Bestandteil der Wehrerziehung, wohingegen sich die Arbeiterbewegung in eigenen Vereinen davon distanzierte. Auch im Nationalsozialismus wurde das Turnen zur Wehrhaftmachung und Indoktrination Lateinisch, massive ideologische Beeinflussung. der Kinder und Jugendlichen mit der nationalsozialistischen Ideologie.

nach oben
Ubier
lateinisch ubii, Westgermanischer Volksstamm, der ursprünglich sein Siedlungsgebiet rechtsrheinisch zwischen Lahn und Taunus hatte, nach 38 v. Chr. vom römischen Statthalter Marcus Vipsanius Agrippa über den Rhein geführt und auf dem Gebiet des heutigen Köln umgesiedelt

nach oben
UdSSR
auch SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). (SU), Abkürzung für Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die ein sozialistisch und zentralistisch regierter Staatenbund war und sich in der Zeit zwischen 1922 und 1991 über weite Gebiete Osteuropas, des Kaukasus, Sibiriens sowie Nord- und Zentralasiens erstreckte. Nach dem russischen Bürgerkrieg (1917-1920), den die Bolschewiki mit ihrem Vorsitzenden W. I. Lenin für sich entschieden hatten, wurde die UdSSR auch Sowjetunion (SU), Abkürzung für Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die ein sozialistisch und zentralistisch regierter Staatenbund war und sich in der Zeit zwischen 1922 und 1991 über weite Gebiete Osteuropas, des Kaukasus, Sibiriens sowie Nord- und Zentralasiens erstreckte. Nach dem russischen Bürgerkrieg (1917-1920), den die Bolschewiki mit ihrem Vorsitzenden W. I. Lenin für sich entschieden hatten, wurde die UdSSR am 30. Dezember 1922 ausgerufen. Als Lenin 1924 starb, folgte ihm Josef Stalin als neuer Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), die Nachfolger-Partei der Bolschewiki. Stalin sicherte seine Stellung durch Terror und sogenannte “Säuberungen”. Wirtschaftlich führte er Kollektivierungen in dem stark agrarisch geprägten Land durch. Im Zweiten Weltkrieg konnte sich die Sowjetunion Teile Polens und Finnlands sowie die baltischen Staaten aneignen. 1941 griff das “Dritte Reich” die Sowjetunion an, was den sowjetischen Anschluss an die westlichen Alliierten zur Folge hatte. Nach der sowjetischen Besetzung der östlichen und der Alliiertenbesetzung der westlichen deutschen Gebiete, entstanden in den ersten Nachkriegsjahren zwei deutsche Staaten, die den Ost-West-Konflikt verdeutlichten und den Beginn des Kalten Krieges markierten. Die Sowjetunion schafft sich darauffolgend Satellitenstaaten in Osteuropa. Stalin stirbt 1953, sein Nachfolger wird Nikita Chruschtschow, mit dessen Amtszeit man eine leichte Abwendung vom Stalinismus und ein “Tauwetter” verbindet. Dennoch wurden Aufstände in den Satellitenstaaten blutig niedergeschlagen. Den Höhepunkt des Kalten Kriegs bildet die Kuba-Krise 1962. 1964 ersetzte Leonid Breshnew Chruschtschow. Mit der “Вreshnew-Doktrin” wurde die Souveränität der Satellitenstaaten eingeschränkt und damit die gewaltsamen Eingriffe aus Moskau gerechtfertigt, so auch 1968 im Prager Frühling oder 1979 in Afghanistan. 1985 wurde Michail Gorbatschow erster Generalsekretär der KPdSU und führte wegen der sich verschlechternden sozialen und wirtschaftlichen Situation Reformen wie Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umbau) ein. Außenpolitisch setzte er auf Abrüstung und Deeskalation. Bis Anfang der 1990er Jahre bekam die Moskauer Führung die prekäre Situation in den nun nach nationaler Souveränität rufenden Satellitenstaaten nicht unter Kontrolle, was 1990 zur Unabhängigkeitserklärung der baltischen Staaten führte. Dem Staatskomitee für den Ausnahmezustand, das aus hohen KPdSU-Funktionären bestand, gingen die Reformen Gorbatschows zu weit und versuchte deswegen im August 1991 mithilfe des Militärs einen Putsch durchzuführen. Dieser scheiterte an dem Widerstand der Bevölkerung, der von Boris Jelzin geleitet wurde. Nach dem Putsch löste sich die Sowjetunion endgültig auf, was im Alma-Ata-Beschluss vom 31. Dezember 1991 bestätigt wurde. Die Rechtsnachfolge der Sowjetunion war die Russische Föderation mit Boris Jelzin als ersten Präsidenten. Einige Nachfolgestaaten der Sowjetunion wurden Teil der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), die einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsraum darstellt. am 30. Dezember 1922 ausgerufen. Als Lenin 1924 starb, folgte ihm Josef Stalin als neuer Generalsekretär der Kommunistischen Partei der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). (KPdSU Kommunistische Partei der Sowjetunion. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der Sowjetunion. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU die mächtigste Partei der Sowjetunion. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 verboten. ), die Nachfolger-Partei der Bolschewiki. Stalin sicherte seine Stellung durch Terror und sogenannte “Säuberungen”. Wirtschaftlich führte er Kollektivierungen in dem stark agrarisch geprägten Land durch. Im Zweiten Weltkrieg konnte sich die SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). Teile Polens und Finnlands sowie die baltischen Staaten aneignen. 1941 griff das “Dritte Reich” die SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). an, was den sowjetischen Anschluss an die westlichen Alliierten zur Folge hatte. Nach der sowjetischen Besetzung der östlichen und der Alliiertenbesetzung der westlichen deutschen Gebiete, entstanden in den ersten Nachkriegsjahren zwei deutsche Staaten, die den Ost-West-Konflikt verdeutlichten und den Beginn des Kalten Krieges markierten. Die SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). schafft sich darauffolgend Satellitenstaaten in Osteuropa. Stalin stirbt 1953, sein Nachfolger wird Nikita Chruschtschow, mit dessen Amtszeit man eine leichte Abwendung vom Stalinismus und ein “Tauwetter” verbindet. Dennoch wurden Aufstände in den Satellitenstaaten blutig niedergeschlagen. Den Höhepunkt des Kalten Kriegs bildet die Kuba-Krise 1962. 1964 ersetzte Leonid Breshnew Chruschtschow. Mit der “Вreshnew-Doktrin” wurde die Souveränität der Satellitenstaaten eingeschränkt und damit die gewaltsamen Eingriffe aus Moskau gerechtfertigt, so auch 1968 im Prager Frühling oder 1979 in Afghanistan. 1985 wurde Michail Gorbatschow erster Generalsekretär der KPdSU Kommunistische Partei der Sowjetunion. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der Sowjetunion. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU die mächtigste Partei der Sowjetunion. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 verboten. und führte wegen der sich verschlechternden sozialen und wirtschaftlichen Situation Reformen wie Glasnost (Offenheit) und Perestroika Russisch, Umbau, Umgestaltung,  bezeichnet die ab 1985 von dem Generalsekretär der KPdSU  (1985-1991) und späteren Staatspräsidenten Michail S. Gorbatschow (geboren 1931, Staatspräsident 1990/1991) eingeleitete Reformpolitik, die auf die schrittweise Demokratisierung der Gesellschaft und die Einführung marktwirtschaftlicher Prinzipien in der Sowjetunion hinzielte.   (Umbau) ein. Außenpolitisch setzte er auf Abrüstung und Deeskalation. Bis Anfang der 1990er Jahre bekam die Moskauer Führung die prekäre Situation in den nun nach nationaler Souveränität rufenden Satellitenstaaten nicht unter Kontrolle, was 1990 zur Unabhängigkeitserklärung der baltischen Staaten führte. Dem Staatskomitee für den Ausnahmezustand, das aus hohen KPdSU Kommunistische Partei der Sowjetunion. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der Sowjetunion. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU die mächtigste Partei der Sowjetunion. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 verboten. -Funktionären bestand, gingen die Reformen Gorbatschows zu weit und versuchte deswegen im August 1991 mithilfe des Militärs einen Putsch durchzuführen. Dieser scheiterte an dem Widerstand der Bevölkerung, der von Boris Jelzin geleitet wurde. Nach dem Putsch löste sich die SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). endgültig auf, was im Alma-Ata-Beschluss vom 31. Dezember 1991 bestätigt wurde. Die Rechtsnachfolge der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). war die Russische Föderation mit Boris Jelzin als ersten Präsidenten. Einige Nachfolgestaaten der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). wurden Teil der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), die einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsraum darstellt.

nach oben
UFA
Abkürzung für Universum Film-AG, 1917 gegründetes Filmunternehmen mit Sitz in Potsdam-Babelsberg

nach oben
Ultima-ratio
lateinisch ultimus (der/die/das äußerste, letzte) und ratio (Grund, Vernunft), Bezeichnung für das letzte Mittel, den letzten Ausweg in einem Konflikt. In der Politik oft verwendete Rechtfertigung für einen Krieg: Der Staat hat alle in seiner Macht stehenden friedlichen Mittel der Konfliktlösung angewendet, diese sind jedoch fehlgeschlagen, sodass nur noch eine kriegerische Auseinandersetzung übrig bleibt. Die Bezeichnung stammt vom französischen Kardinal Richelieu, der im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) „ultima ratio regum“ (dt.: „das letzte Mittel der Könige“) auf seine Geschützrohre eingravieren ließ. Damit war jedoch zunächst das letzte Wort eines Königs gemeint, den Krieg zu entscheiden. Erst seit Friedrich II. von Preußen, der seit 1742 „ultima ratio regis“ (dt.: „das letzte Mittel des Königs“) auf seine Kanonen schreiben ließ, bekam die Bezeichnung die heutige Bedeutung.  

nach oben
Uneingeschränkter U-Boot-Krieg
Während des Ersten Weltkrieges setzte das Deutschen Reich U-Boote gegen feindliche und neutrale Handelsschiffe ein, die ohne Warnung versenkt wurden. Dies veranlasste die USA zum Kriegseintritt 1917.

nach oben
UNESCO
Abkürzung für „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation“. 1945 als Sonderorganisation der UN mit Sitz in Paris gegründet, um die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder auf den Gebieten der Erziehung, Wissenschaft und Kultur zu fördern.

nach oben
UNESCO-Welterbe
Titel der von der UNESCO Abkürzung für „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation“. 1945 als Sonderorganisation der UN mit Sitz in Paris gegründet, um die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder auf den Gebieten der Erziehung, Wissenschaft und Kultur zu fördern. an Welterbestätten verliehen wird. 1972 legte die Generalkonferenz der UNESCO Abkürzung für „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation“. 1945 als Sonderorganisation der UN mit Sitz in Paris gegründet, um die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder auf den Gebieten der Erziehung, Wissenschaft und Kultur zu fördern. die „Internationale Konvention zum Schutz Kultur- und Naturerbes der Welt“ fest. Alle Länder, die diese Konvention unterschrieben haben, verpflichteten sich damit auf den Schutz von Denkmälern der Kultur oder Natur innerhalb ihrer Grenzen. Im Gegenzug berät die UNESCO Abkürzung für „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation“. 1945 als Sonderorganisation der UN mit Sitz in Paris gegründet, um die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder auf den Gebieten der Erziehung, Wissenschaft und Kultur zu fördern. die Länder in der Denkmalpflege, Entwicklungsländer erhalten zudem finanzielle Hilfen.

nach oben
Universalmonarchie
Form der Alleinherrschaft, die entweder Anspruch auf den gesamten Erdkreis und die Menschheit erhebt oder sich auf das Gebiet des alten römischen Reiches beschränkt. Ferner ist auch der Papst als Herr über die Christenheit als Universalmonarch gemeint.
 Karl V. (1550-1558) gilt als Ideal eines Universalmonarchen, da er durch sein Erbe der spanischen, burgundischen und habsburgischen Herrschaftstitel weite Teile Europas unter seiner Regentschaft vereinte.

nach oben
Universitas
lateinisch (Gesamtheit), rechtswissenschaftliche Bezeichnung im Spätmittelalter für eine territoriale, kirchliche oder gesellschaftliche Einheit. Ursprünglich aus dem römischen Recht übernommen, entwickelte sich der Begriff seit dem 12. Jh. im Sinne einer Korporation bzw. juristischen Person weiter: Die Kanonisten sahen die Korporation als vollkommen fiktive, juristische Person, die von den Individuen, aus denen sie bestand, geleitet und vertreten werden musste. Die Legisten waren hingegen der Auffassung, dass die universitas lateinisch (Gesamtheit), rechtswissenschaftliche Bezeichnung im Spätmittelalter für eine territoriale, kirchliche oder gesellschaftliche Einheit. Ursprünglich aus dem römischen Recht übernommen, entwickelte sich der Begriff seit dem 12. Jh. im Sinne einer Korporation bzw. juristischen Person weiter: Die Kanonisten sahen die Korporation als vollkommen fiktive, juristische Person, die von den Individuen, aus denen sie bestand, geleitet und vertreten werden musste. Die Legisten waren hingegen der Auffassung, dass die universitas unsterblich sei und ihre Identität über die Jahre ihres Bestehens behalte, auch wenn ihre Mitglieder wechselten oder verstarben.   unsterblich sei und ihre Identität über die Jahre ihres Bestehens behalte, auch wenn ihre Mitglieder wechselten oder verstarben.
 

nach oben
Universitätskurator
lateinisch curator (Vormund, Vertreter), Verwaltungsbeamter an Hochschulen, der dem preußischen Kultusminister unterstellt war und als dessen Vertretung an der Universität fungierte. Das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts eingeführt. Die Aufgaben eines Universitätskurator lateinisch curator (Vormund, Vertreter), Verwaltungsbeamter an Hochschulen, der dem preußischen Kultusminister unterstellt war und als dessen Vertretung an der Universität fungierte. Das Amt wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts eingeführt. Die Aufgaben eines Universitätskurator bestanden aus der Finanzverwaltung und der rechtlichen Aufsicht über die Universitäten. Außerdem fungierte er als Vermittler zwischen dem Ministerium und den jeweiligen Instanzen der Universität. Das Amt wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 und im Zuge des Wiederaufbaus an den meisten Universität abgeschafft. bestanden aus der Finanzverwaltung und der rechtlichen Aufsicht über die Universitäten. Außerdem fungierte er als Vermittler zwischen dem Ministerium und den jeweiligen Instanzen der Universität. Das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 und im Zuge des Wiederaufbaus an den meisten Universität abgeschafft.

nach oben
Unterherrschaft
Auch Unterherrlichkeit, Form einer Kleinstherrschaft von Adel und seltener Kirche, die vor allem im Rheinland und Westfalen seit dem Spätmittelalter bis in die Frühe Neuzeit bestand. In den Herrschaften Kurköln, Jülich, Kleve, Berg, Geldern und Moers gab es in dieser Zeit über 180 davon. Die Unterherren besaßen in ihren Herrschaftsterritorien die Gerichtsbarkeit und zeichneten sich deswegen durch eine hohe Selbstständigkeit aus. Dennoch blieb die Lehnsabhängigkeit vom Landesherren bestehen. Ab 1564 bis 1792 versammelten sich die Unterherren auf Unterherrentagen, auf denen sie ihren Anteil an den Landessteuern verhandelten und gelegntlich auch Gravamina (Beschwerden) an den Landesherren formulierten.
 

nach oben
Unterpräfekt in Kleve (Sebus)
französisch sous-préfet, Bezeichnung für einen Verwaltungsbeamten, dessen Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. 1808 im Großherzogtum Berg im Zuge der napoleonischen Neustrukturierung der Verwaltung eingeführt wurde. In der Verwaltungshierarchie ist er zwischen der ihm untergeordnete Bürgermeisterei und dem vorgesetzten Präfekten einzuordnen. Der Unterpräfekt war für aufgeteilte Bezirke in den Départements, die Arrondissements, zuständig und wurde vom Kaiser ernannt. Seine Aufgabe bestand aus der Vollstreckung der Gesetze und die Einhaltung der öffentlichen Ordnung in seinem Gebiet, wozu er u.a. polizeiliche und militärische Befugnisse erhielt und einen Arrondissementsrat zugeordnet bekam.  
 

nach oben
Unterscharführer
Vierter Dienstgrad bei SS, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Scharführers der SA, bzw. eines Unteroffiziers der Wehrmacht.

nach oben
Untersturmführer
Achter Dienstgrad bei SS, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Sturmführers der SA, bzw. eines Leutnants der Wehrmacht.

nach oben
Urbar
Buchmäßiges Verzeichnis von Besitzungen und Einkünften einer Grundherrschaft oder einer Landesherrschaft; siehe auch Heberegister.

nach oben
Urfehde
Bezeichnung für einen Friedenseid, der einen Konflikt beendet und mit dem gleichzeitig die Beteiligten die zukünftige Einhaltung des Friedens versprechen. Im Mittelalter auch vor Gericht benutzt, um Ankläger und Gericht vor der Rache des Freigesprochenen/Freigelassenen zu schützen.

nach oben
Usurpation
lateinisch usurpare (in Besitz nehmen), Bezeichnung für eine gesetzeswidrige Machtübernahme
 

nach oben
Usurpator
lateinisch usurpare (in Besitz nehmen), Bezeichnung für eine Person, die die Staatsgewalt widerrechtlich an sich reißt

nach oben
V1
(Fieseler Fi 103 ) Eine der nationalsozialistischen „Wunderwaffen“ (oder auch „Vergeltungswaffen“), die nach den Aussagen des Propagandaministeriums maßgeblich zum „Endsieg“ beitragen sollten. Die über zwei Tonnen schweren Marschflugkörper sollten eine Reichweite von bis zu 370 Kilometern zurücklegen können. Die erhofften militärischen Erfolge blieben weitgehend aus.

nach oben
Vagant
lateinisch vagare (umherziehen), im 12. und 13. Jh. Bezeichnung für Studierende oder Studierte, die auf dem Weg zu ihrem Studienort oder auf der Suche nach einer Arbeitsstelle waren, sich aber zunehmend auch aus Abenteuerlust auf Wanderschaft begaben.
 

nach oben
Vasall
lateinisch vassus, vasallus (Diener), Seit dem 8. Jh. Bezeichnung für einen dem Herrn lehnsrechtlich untergeordneten Gefolgsmann. Der Vasall lateinisch vassus, vasallus (Diener), Seit dem 8. Jh. Bezeichnung für einen dem Herrn lehnsrechtlich untergeordneten Gefolgsmann. Der Vasall erhielt von seinem Herrn Schutz und Land (Lehn) und war dafür der Treue und Hilfeleistung verpflichtet   erhielt von seinem Herrn Schutz und Land (Lehn) und war dafür der Treue und Hilfeleistung verpflichtet
 

nach oben
Vaudeville-Theater
französisch, Bezeichnung für eine Form des Theaters, das auf den französischen Schlager im 15. Jahrhundert zurückgeht. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Vaudeville in Europa zu einer Form des Theaters, das durch Satire, Witz oder Melodramatik und gelegentlichen musikalischen Einlagen gekennzeichnet ist und in eigens dafür errichteten Vaudeville-Theatern aufgeführt wurde. Das amerikanische Vaudeville setze sich hingegen erst zum Ende des Jahrhunderts durch und enthielt stärker musikalische und tänzerische Elemente.
 

nach oben
VEB
nach oben
Vedute
Lateinisch-italienisch, topographisch naturgetreue Darstellung einer Landschaft, besonders vertreten in der Malerei des 17.-19. Jahrhunderts.

nach oben
Venia legendi
Lateinisch, Erlaubnis, an Hochschulen zu lehren.

nach oben
Verbandsgemeinde
Zusammenschluss von mehreren selbstständigen Gemeinden bzw. Gutsbezirken zu einem Kommunalverband mit eigener Organisation
 

nach oben
Verein für Socialpolitik
1873 von sozialpolitisch engagierten Nationalökonomen gegründete, bedeutende Vereinigung von Wirtschaftswissenschaftlern, die sich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen verschrieben hat.

nach oben
Vereinigte Stahlwerke AG
Ehemaliger deutscher Montankonzern, der 1926 durch Fusion von Eisen-, Stahl- und Bergwerksgesellschaften entstand, in den 1930er Jahren zu einem der grössten deutschen Konzerne wurde, zur Zeit des Nationalsozialismus eine wichtige Rolle bei der Aufrüstung spielte und nach dem Zweiten Weltkrieg zerschlagen wurde.

nach oben
Vereinigter Landtag
Bezeichnung für eine von König Friedrich Wilhelm IV. im April 1847 und 1848 einberufene Versammlung der seit 1823 bestehenden acht preußischen Provinzialstände in Berlin. Die insgesamt 617 Abgeordneten waren in Herren- und Dreiständekurie aufgeteilt. Friedrich Wilhelm plante den Ausbau eines Eisenbahnnetzes, dessen staatliche Finanzierung jedoch nach dem Staatsschuldengesetz von 1820 von einer gesamtpreußischen Vertretung verfassungsmäßig garantiert werden musste. Daraufhin wurde der Vereinigte Landtag durch das „Februar-Patent“ vom König beauftragt, über die neuen Staatsanleihen und Steuern für das Projekt zu entscheiden.
 Der Landtag besaß kein Recht auf regelmäßiges Tagen, sondern wurde vom König nur bei Bedarf einberufen. Im Vereinigten Landtag kam es zum ersten mal zu einer Form des modernen Parlamentarismus, indem sich liberale und konservative Fraktionen bildeten, ohne dabei auf die ständische Herkunft zu achten. Damit fungierte der Landtag als Vorläufer und Vorbild für die Nationalversammlung der 1848er Revolution, die den Vereinigten Landtag schließlich ablöste.
 

nach oben
Verismus
Lateinisch, bezeichnet (1) die naturalistische Richtung der italienischen Oper zwischen etwa 1890 und den 1920er Jahren (Verismo), (2) mit veränderter Bedeutung  jeden RealismusIn der bildenden Kunst die Gestaltungsweise, die die optische Erscheinung der Wirklichkeit so wiedergibt, dass deren Hauptmerkmale (Proportionen, plastische und farbige Werte, Distanzen, Lichtverhältnisse) erhalten bleiben. mit sozialkritischer Absicht.

nach oben
Veroneser Gaius
Bezeichnung für das Palimpsest der „Institutiones“ des römischen Juristen Gaius, das der Bonner Althistoriker Barthold Georg Niebuhr 1816 in der Kapitularbibliothek in Verona entdeckte. Die „Institutiones“ waren ein Lehrbuch des römischen Rechts, das von Gaius um 161 n. Chr. verfasst wurde. Die Abschrift, die auf dem Palimpsest erhalten geblieben ist, wurde um 500 n. Chr. erstellt und konnte seit seiner Entdeckung fast vollständig ergänzt werden. Damit bildet es das einzige in diesem Umfang überlieferte Werk zur römischen Rechtsgeschichte der Prinzipatszeit.
 

nach oben
Versailler Friede
Der Mit Inkrafttreten des Versailler Vertrags am 10.1.1920 erlitt Preußen große Gebietsverluste: im Westen fielen Eupen und Malmedy an Belgien; das Saarland wurde für 15 Jahre  unter die Verwaltung des Völkerbunds gestellt und von einer internationalen "Regierungskommission" verwaltet. Von Seiten der Rheinprovinz fielen die Kreise Saarlouis, Saarbrücken-Stadt und Saarbrücken-Land sowie Teile der Kreise Merzig und St. Wendel an das Saargebiet. Die Alliierten legten "als Bürgschaft für die Durchführung" des Vertrags die Fortsetzung der mit dem Waffenstillstand eingeleiteten Besetzung der linksrheinischen Gebiete fest.  Die rechtliche Voraussetzung der Besatzung bildete das mit dem Vertrag unterzeichnete und gleichzeitig in Kraft getretene Rheinlandabkommen. Die Besatzungszeit sollte bis zu 15 Jahre dauern: Die erste (sogenannte Kölner) Zone sollte fünf, die zweite (mittlere)  Zone mit dem Brückenkopf Koblenz zehn und die dritte 15 Jahre nach Inkrafttreten des Vertrags besetzt bleiben. Die Verwaltung im Besatzungsgebiet oblag der Rheinlandkommission mit Sitz in Koblenz. Als Dienstgebäude diente das Oberpräsidium der Rheinprovinz.

nach oben
Vertikalkonzern
Unternehmenszusammenschluss, in dem Werke verschiedener Produktionsstufen integriert sind.

nach oben
Vertrag von Locarno
Auf der Konferenz von Locarno 1925 ausgehandeltes, am 16.10.1925 unterzeichnetes Vertragswerk zwischen den Siegermächten des Ersten Weltkriegs und dem Deutschen Reich. Enthielt unter anderem eine gegenseitige Garantieerklärung zur Unverletzbarkeit der deutschen Westgrenze und der beidseitigen Einhaltung der Entmilitarisierung des Rheinlandes. Das Vertragswerk von Locarno bildete die Grundlage für die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund und der Beendigung seiner außenpolitischen Isolation.

nach oben
Vertrag von Schönbrunn
Am 15.12.1805 in Schloss Schönbrunn bei Wien nach der Niederlage bei Austerlitz (2.12.1805) geschlossener, von Napoleon diktierter Vertrag zwischen Preußen und Frankreich, wonach Preußen das Kurfürstentum Hannover erhielt, doch Ansbach, Kleve und Neuenburg abtreten musste.

nach oben
Vertrag von Venlo
1543 unterzeichnete Herzog Wilhelm V. von Kleve (Regierungszeit 1539-1592)  im Feldlager vor Venlo nach mehreren militärischen Misserfolgen einen Vertrag, der ihm unter anderem den Verzicht auf Geldern und die dauerhafte Wahrung des katholischen Glaubens in den von ihm regierten Vereinigten Herzogtümern auferlegte.

nach oben
Vertrag von Xanten
Im Jülich-klevischen Erbfolgestreit einigten sich am 13.1.1614 in Xanten unter Vermittlung der europäischen Großmächte die gemeinsam regierenden Prätendenten auf die Aufteilung der Vereinigten Herzogtümer: Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg erhielt Jülich und Berg, Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Johann Sigismund von Brandenburg (Regierungszeit 1608-1619) Kleve, Mark und das ostwestfälische Ravensberg.

nach oben
Vichy-Frankreich
französisch état francais (französischer Staat), Bezeichnung für das unter Marschall Henri Philippe Pétain zwischen 1940 und 1944 regierte südliche Frankreich. Der Sitz der Regierung lag in Vichy, eine französische Stadt in der Region Auvergne im Département In Frankreich 1800 eingeführte Verwaltungseinheit. Sie umfasst mehrere Arrondissements. An der Spitze des Departements steht ein Präfekt. Allier. Nach der französischen Niederlage gegen das nationalsozialistische Deutschland und der Unterzeichnung eines Waffenstillstandes im Juni 1940 wurde Vichy zum Sitz der neuen Regierung unter Pétain, die mit den Nationalsozialisten bis zur Befreiung Frankreichs 1944 durch die Alliierten kollaborierten. Damit bildet Vichy-Frankreich französisch état francais (französischer Staat), Bezeichnung für das unter Marschall Henri Philippe Pétain zwischen 1940 und 1944 regierte südliche Frankreich. Der Sitz der Regierung lag in Vichy, eine französische Stadt in der Region Auvergne im Département Allier. Nach der französischen Niederlage gegen das nationalsozialistische Deutschland und der Unterzeichnung eines Waffenstillstandes im Juni 1940 wurde Vichy zum Sitz der neuen Regierung unter Pétain, die mit den Nationalsozialisten bis zur Befreiung Frankreichs 1944 durch die Alliierten kollaborierten. Damit bildet Vichy-Frankreich das Gegenbild zur „Résistance“, die im Exil von General Charles de Gaulles geleitet wurde und für die Befreiung Frankreichs kämpfte.   das Gegenbild zur „RésistanceLateinisch-französisch, Sammelbegriff für die französische beziehungsweise belgische Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzung.“, die im Exil von General Charles de Gaulles geleitet wurde und für die Befreiung Frankreichs kämpfte.
 

nach oben
Vichy-Regierung
Bezeichnung für die autoritäre Regierung im unbesetzten Teil Frankreichs zwischen 1940 und 1944 unter Marschall Henri Philippe Pétain. Nach dem Rücktritt von Paul Reynaud, wurde Pétain am 18. Juni 1940 vom französischen Kabinett zum neuen Ministerpräsidenten ernannt. Er handelte im selben Monat noch einen Waffenstillstand mit dem „Dritten Reich“ aus. Der Sitz der neuen Regierung war in Vichy, das im unbesetzten südlichen Teil Frankreichs lag. Bis zur Befreiung Frankreichs durch die Alliierten 1944 kollaborierte die Vichy-Regierung Bezeichnung für die autoritäre Regierung im unbesetzten Teil Frankreichs zwischen 1940 und 1944 unter Marschall Henri Philippe Pétain. Nach dem Rücktritt von Paul Reynaud, wurde Pétain am 18. Juni 1940 vom französischen Kabinett zum neuen Ministerpräsidenten ernannt. Er handelte im selben Monat noch einen Waffenstillstand mit dem „Dritten Reich“ aus. Der Sitz der neuen Regierung war in Vichy, das im unbesetzten südlichen Teil Frankreichs lag. Bis zur Befreiung Frankreichs durch die Alliierten 1944 kollaborierte die Vichy-Regierung auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene mit dem „Dritten Reich“. Die ohnehin weit eingeschränkte Selbstständigkeit der Vichy-Regierung wurde 1942 mit dem Einmarsch deutscher und italienischer Truppen wegen der alliierten Landung in Nordafrika endgültig abgeschafft. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurden die Mitglieder der Vichy-Regierung als Kollaborateure verhaftet und verurteilt.     auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene mit dem „Dritten Reich“. Die ohnehin weit eingeschränkte Selbstständigkeit der Vichy-Regierung Bezeichnung für die autoritäre Regierung im unbesetzten Teil Frankreichs zwischen 1940 und 1944 unter Marschall Henri Philippe Pétain. Nach dem Rücktritt von Paul Reynaud, wurde Pétain am 18. Juni 1940 vom französischen Kabinett zum neuen Ministerpräsidenten ernannt. Er handelte im selben Monat noch einen Waffenstillstand mit dem „Dritten Reich“ aus. Der Sitz der neuen Regierung war in Vichy, das im unbesetzten südlichen Teil Frankreichs lag. Bis zur Befreiung Frankreichs durch die Alliierten 1944 kollaborierte die Vichy-Regierung auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene mit dem „Dritten Reich“. Die ohnehin weit eingeschränkte Selbstständigkeit der Vichy-Regierung wurde 1942 mit dem Einmarsch deutscher und italienischer Truppen wegen der alliierten Landung in Nordafrika endgültig abgeschafft. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurden die Mitglieder der Vichy-Regierung als Kollaborateure verhaftet und verurteilt.     wurde 1942 mit dem Einmarsch deutscher und italienischer Truppen wegen der alliierten Landung in Nordafrika endgültig abgeschafft. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurden die Mitglieder der Vichy-Regierung Bezeichnung für die autoritäre Regierung im unbesetzten Teil Frankreichs zwischen 1940 und 1944 unter Marschall Henri Philippe Pétain. Nach dem Rücktritt von Paul Reynaud, wurde Pétain am 18. Juni 1940 vom französischen Kabinett zum neuen Ministerpräsidenten ernannt. Er handelte im selben Monat noch einen Waffenstillstand mit dem „Dritten Reich“ aus. Der Sitz der neuen Regierung war in Vichy, das im unbesetzten südlichen Teil Frankreichs lag. Bis zur Befreiung Frankreichs durch die Alliierten 1944 kollaborierte die Vichy-Regierung auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene mit dem „Dritten Reich“. Die ohnehin weit eingeschränkte Selbstständigkeit der Vichy-Regierung wurde 1942 mit dem Einmarsch deutscher und italienischer Truppen wegen der alliierten Landung in Nordafrika endgültig abgeschafft. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurden die Mitglieder der Vichy-Regierung als Kollaborateure verhaftet und verurteilt.     als Kollaborateure verhaftet und verurteilt.  
 

nach oben
Vicus
Lateinisch, (1) römische Siedlung ohne Stadtrecht, oftmals mit handwerklich-gewerblicher Prägung, (2) Dorf im Sinne eines Vororts von bescheidenem Rang beziehungsweise mit bestimmten Funktionen, (3) Bezeichnung für Quartiere innerhalb einer Stadt sowie (4) für einzelne Straßenzeilen.

nach oben
Viermächte-Kontrollrat
Auch Alliierten Kontrollrat, 1945 in Deutschland eingesetzte Behörde, die aus den vier Besatzungsmächten USA, Großbritannien, Frankreich und der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). bestand und die Regierungsgewalt im besiegten Deutschland ausübte. Er trat am 30. Juli 1945 zum ersten mal zusammen und entschied über Angelegenheiten, die Gesamtdeutschland betrafen. Die letzte Sitzung des Rates fand im März 1948 statt, nachdem der Vertreter der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). diese aus Protest wegen der Bildung eines eigenen westdeutschen Staates verließ

nach oben
Viertälergebiet
Bezeichnung für das linksseitige Gebiet am Mittelrhein zwischen Bingen und Koblenz. Es umfasst die Gemeinden Trechtingshausen, Niederheimbach, Oberheimbach, Rheindiebach, Oberdiebach, Manubach und Winzberg

nach oben
Vierter Koalitionskrieg
Bezeichnung für den Krieg von 1806 - 1807 zwischen Frankreich und dessen Verbündeten (Rheinbundstaaten) auf der einen und Russland und Preußen auf der anderen Seite. Ist auch als dritter Napoleonischer Krieg bekannt. Napoleon schlug Preußen im Oktober 1806 in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt. Im Juni 1807 nach der Schlacht bei Friedland erlitt auch Russland eine endgültige Niederlage. Der zwischen den drei Parteien 1807 geschlossene Frieden von TilsitDer am 7./9.7.1807 in Tilsit geschlossene Frieden beendete den vierten preußisch-russischen Koalitionskrieg gegen Frankreich, in dem Preußen unterlegen war. Als Folge der Niederlage musste Preußen alle seine Gebiete westlich der Elbe abtreten. So überwies Napoleon am 21.1.1808 unter anderem die ehemaligen Stiftsgebiete von Essen und Werden an das Großherzogtum Berg. Die militärisch wichtige Festung Wesel musste der Großherzog dagegen an Napoleon abtreten. Tiefpunkt der preußischen Geschichte. sah vor allem für Preußen große Gebietsverluste und hohe Kriegsentschädigungen vor, wodurch dessen Macht und Einfluss erheblich geschwächt wurde.

nach oben
Viktortracht
Bezeichnung für die jährliche Prozession zu Ehren des römischen Märtyrers und Heiligen St. Viktor in Xanten, bei der ein Reliquiengefäß durch die Stadt getragen wird. Die sogenannte „Große Viktortracht Bezeichnung für die jährliche Prozession zu Ehren des römischen Märtyrers und Heiligen St. Viktor in Xanten, bei der ein Reliquiengefäß durch die Stadt getragen wird. Die sogenannte „Große Viktortracht“ findet alle 25 Jahre oder zu einem besonderen Anlass statt. Dabei wird der „Viktorschrein“ durch die Stadt zum Fürstenberg getragen. “ findet alle 25 Jahre oder zu einem besonderen Anlass statt. Dabei wird der „Viktorschrein“ durch die Stadt zum Fürstenberg getragen.

nach oben
Villa rustica
Lateinisch, römische Hofanlage oder Landgut als Einzelsiedlung.

nach oben
Villikation
Lateinisch, bezeichnet in der mittelalterlichen Grundherrschaft einen Fronhofsverband, wobei zu einem Herrenhof (villa, curtis Lateinisch,  Bezeichnung von grundherrlichen Großhöfen (curia) im Mittelalter. ) Land in Streulage gehörte.

nach oben
Vita Apostolica
Lateinisch, Leben nach Maßgabe des Urchristentums als monastisches Ideal.

nach oben
Vita/Viten
lateinisch, Lebensbeschreibung eines Heiligen, Geistlichen oder Laien

nach oben
Vizekanzler
Bezeichnung für den Stellvertreter des Kanzlers

nach oben
Vogt
(1) Bezeichnung für einen Rechtsvertreter kirchlicher Institutionen,
 (2) Bezeichnung für einen landesherrlichen Verwaltungsbeamten von Reichsgütern

nach oben
Vogtei
Mehrdeutig, bedeutet insbesondere (1) die Schutzvogtei über ein Bistum, Stift oder Kloster und deren Besitz, (2) Unterbezirk eines landesherrlichen Amtes.

nach oben
Vogteigut
Bezeichnung für den Sitz und das Verwaltungsgebiet eines Vogts

nach oben
Volkseigener Betrieb
Abkürzung VEBsiehe Volkseigener Betrieb, Rechtsform für Betriebe der Industrie und des Dienstleistungsgewerbes nach 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Sie waren durch Enteignung und Verstaatlichung zum Volkseigentum geworden und wurden von der Staats- und Parteiführung verwaltet. 1989 arbeiteten rund 80 Prozent der Bevölkerung in rund 8.000 Volkseigenen Betrieben, Sie gingen bei der Deutschen Wiedervereinigung 1990 an die Treuhandgesellschaft über, die sie auflöste und an private Investoren verkaufte.

nach oben
Volksfront
Seit 1935 angestrebtes politisches Bündnis von Kommunisten, Sozialisten und linksbürgerlichen Parteien zum Kampf gegen den Faschismus. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges entstanden derartige Zusammenschlüsse beispielsweise in Spanien und Frankreich. Anlässlich des Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakts revidierte man die Volksfrontpolitik. In der Nachkriegszeit bildeten sich in verschiedenen Satellitenstaaten der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). erneut Volksfront Seit 1935 angestrebtes politisches Bündnis von Kommunisten, Sozialisten und linksbürgerlichen Parteien zum Kampf gegen den Faschismus. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges entstanden derartige Zusammenschlüsse beispielsweise in Spanien und Frankreich. Anlässlich des Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakts revidierte man die Volksfrontpolitik. In der Nachkriegszeit bildeten sich in verschiedenen Satellitenstaaten der Sowjetunion erneut Volksfront-Bündnisse unter Führung kommunistischer Kräfte. -Bündnisse unter Führung kommunistischer Kräfte.

nach oben
Volksgerichtshof
1934 eingerichteter Sondergerichtshof des NS-Regimes zur Aburteilung und Einschüchterung politischer Gegner.

nach oben
Volksrat (DDR)
Aus den Deutschen Volkskongressen gewähltes politisches Gremium in der Sowjetischen Besatzungszone zwischen 1948 und 1949, das von der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands ) dominiert wurde und einen gesamtdeutschen Anspruch vertrat. Der aus ihm gebildete Verfassungsausschuss erarbeitete nach einem Entwurf der SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

nach oben
Volksverein für das katholische Deutschland
Gegründet am 24.10.1890 in Köln, sollte der Verein der Zentrumspartei eine Massenbasis in der Bevölkerung verschaffen. Die Gründung erfolgte auf Anregung von Ludwig Windthorst (1812-1891) durch den Mönchengladbacher Fabrikanten Franz Brandts (1834-1914) und den katholischen Sozialtheoretiker Franz Hitze (1851-1921). Sitz des Volksvereins wurde Mönchengladbach. 1933 wurde der Verein von den Nationalsozialisten verboten.

nach oben
Voluntarismus
Lateinisch, Lehre, die den Vorrang des Willens gegenüber der Vernunft betont.

nach oben
Währungsreform
Neuordnung des Geldwesens durch staatliche Gesetzgebung, meist Änderung der Währungsverfassung.

nach oben
Ward
Regelmäßig überflutetes Überschwemmungsgebiet im Deichvorland, Bezeichnung vor allem am Niederrhein gebräuchlich.

nach oben
Wedemhof
Pfarrgut.

nach oben
Weimarer Republik
Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung Bezeichnung für die Ernennung Adolf Hitlers (1889-1945) zum Reichskanzler am 30.1.1933 und die Übertragung der Regierungsgewalt auf die Nationalsozialisten. Die Machtergreifung bedeutete das endgültige Ende der demokratischen Weimarer Republik und den Beginn der Terrorherrschaft der NS-Diktatur. der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar.

nach oben
Weinheimer Senioren-Convent
(Kurz WSC) Am 7.4.1863 in Frankfurt a. Main gegründeter Dachverband schlagender und farbentragender Corps Französisch, gebräuliche Bezeichnung für besonders alte Studentenverbindungen. an Technischen Hochschulen in Deutschland. Während des Dritten Reiches zwischenzeitlich (zwangs-) aufgelöst, gehören dem WSC heute 60 Corps Französisch, gebräuliche Bezeichnung für besonders alte Studentenverbindungen. verschiedener technischer Hochschulen an.

nach oben
Weiße Rose
Zwischen Juni 1942 und Februar 1943 verbreitete eine kleine Gruppe Münchener Studenten unter dem Namen Weiße RoseZwischen Juni 1942 und Februar 1943 verbreitete eine kleine Gruppe Münchener Studenten unter dem Namen Weiße Rose insgesamt sechs regimekritische Flugblätter und rief mit Wandparolen zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten auf. Der Verhaftung und Hinrichtung der Geschwister Scholl im Februar 1943 folgten weitere Festnahmen von Mitgliedern der Weißen Rose, die zum Tode oder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. insgesamt sechs regimekritische Flugblätter und rief mit Wandparolen zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten auf. Der Verhaftung und Hinrichtung der Geschwister Scholl im Februar 1943 folgten weitere Festnahmen von Mitgliedern der Weißen Rose, die zum Tode oder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.

nach oben
Wertskeptizismus
Philosophische Auffassung, die die Möglichkeit der Erkenntnis von (ethischen) Werten bestreitet.

nach oben
Werwolf
Im September 1944 durch den Reichsführer Höchster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Generalfeldmarschalls der Wehrmacht. -SS Heinrich Himmler (1900-1945) gegründete nationalsozialistische Untergrundorganisation, die hinter den feindlichen Linien Sabotage verüben und Kollaboration der Bevölkerung mit den Alliierten verhindern sollte.

nach oben
Westfälischer Friede
Gesamtheit der am 24.10.1648 geschlossenen Friedensverträge zur Beendigung des Dreißigjährigen Kriegs. Sie schufen ein neues Gleichgewicht der Kräfte im europäischen Staatensystem. Zugleich bedeuteten sie eine Schwächung des deutschen Kaisertums und eine Stärkung der Reichsstände. Territoriale Verluste zugunsten von Schweden und Frankreich. Langfristig besiegelte der Westfälische Frieden die Zersplitterung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in Klein- und Kleinststaaten.

nach oben
Westwall
1938-1940 an der ehemaligen Westgrenze des Deutschen Reiches zwischen Kleve und Weil am Rhein errichtete, 630 Kilometer lange Verteidigungslinie.

nach oben
Westwerk
Monumental gestalteter Westbau an karolingischen, ottonischen und romanischen Kirchen mit dem Charakter einer eigenständigen Kirche. Das Westwerk Monumental gestalteter Westbau an karolingischen, ottonischen und romanischen Kirchen mit dem Charakter einer eigenständigen Kirche. Das Westwerk konnte als Tauf- und Pfarrkirche (zur Abhaltung des Laiengottesdienstes) dienen und seine Emporen dem Herrscher die Möglichkeit bieten, von erhöhter Stelle dem Gottesdienst beizuwohnen. konnte als Tauf- und Pfarrkirche (zur Abhaltung des Laiengottesdienstes) dienen und seine Emporen dem Herrscher die Möglichkeit bieten, von erhöhter Stelle dem Gottesdienst beizuwohnen.

nach oben
Willensfreiheit
Keine allgemein anerkannte Definition; im Allgemeinen die Fähigkeit Handelnder, Entscheidungen aus eigenem Willen und frei von Beschränkungen zu treffen.

nach oben
Wohnturm
Links der Weser und nördlich der Ruhr gebräuchliche Bezeichnung für turmartiges Burghaus.

nach oben
Wüstung
Eine durch Krieg, Krankheit (Seuchen), Bevölkerungsrückgang oder aus wirtschaftlichen Gründen (zum Beispiel Braunkohletagebau) aufgegebene Siedlung beziehungsweise aufgelassene Wirtschaftsfläche, Militär- oder Industrieanlage.

nach oben
Zentral-Dombau-Verein
Gegründet am 14.2.1842 als Dombau-Verein zu Köln mit dem Ziel, den Kölner Dom fertig zu stellen. Am 10.4.1842 Umbenennung in Zentral-Dombau-Verein Gegründet am 14.2.1842 als Dombau-Verein zu Köln mit dem Ziel, den Kölner Dom fertig zu stellen. Am 10.4.1842 Umbenennung in Zentral-Dombau-Verein. Zweck des Vereins war die Unterstützung der Vollendung des gotischen Domes, an dem 1560 die Bauarbeiten eingestellt worden waren. Am 3.9.1840 versammelten sich im Kölner Rathaus 202  Domfreunde, um die Gründung des Vereins vorzubereiten. Seit dem 4.9.1865 besteht die Dombau-Lotterie, die bis heute zur Finanzierung der Baumaßnahmen am Dom beiträgt."   . Zweck des Vereins war die Unterstützung der Vollendung des gotischen Domes, an dem 1560 die Bauarbeiten eingestellt worden waren. Am 3.9.1840 versammelten sich im Kölner Rathaus 202  Domfreunde, um die Gründung des Vereins vorzubereiten. Seit dem 4.9.1865 besteht die Dombau-Lotterie, die bis heute zur Finanzierung der Baumaßnahmen am Dom beiträgt."
 

nach oben
Zionismus
Die religiöse Sehnsucht nach einer Rückkehr ins Heilige Land, nach "Zion", war im Judentum immer präsent. Aber erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Bewegung des politischen Zionismus Die religiöse Sehnsucht nach einer Rückkehr ins Heilige Land, nach "Zion", war im Judentum immer präsent. Aber erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Bewegung des politischen Zionismus. Ihre Anhänger, die Zionisten, strebten danach, die Zerstreuung der Juden durch die Schaffung eines jüdischen Staates in Palästina zu beenden. Theodor Herzls (1860-1904) Buch „Der Judenstaat“ (1896) gab den entscheidenden Anstoß zur organisatorischen Zusammenfassung der bestehenden Initiativen zu einer zionistischen Weltorganisation. . Ihre Anhänger, die Zionisten, strebten danach, die Zerstreuung der Juden durch die Schaffung eines jüdischen Staates in Palästina zu beenden. Theodor Herzls (1860-1904) Buch „Der Judenstaat“ (1896) gab den entscheidenden Anstoß zur organisatorischen Zusammenfassung der bestehenden Initiativen zu einer zionistischen Weltorganisation.

nach oben
Zolltarif
Instrument der Zollpolitik, das verschiedenen Warengruppen Zollsätze auf der Grundlage eines Tarifschemas zuweist.

nach oben
Zwangsstapel
Im Mittelalter Verpflichtung für durchziehende Kaufleute, ihre Waren für eine Weile in der betreffenden Stadt anzubieten.

nach oben
Zweite Lautverschiebung
Zwischen 600 und 800 erfolgter systemischer, den Konsonantismus betreffender Lautwandel, der ursächlich ist für die noch heute geltende Unterteilung der deutschen Sprachlandschaft in nieder- und hochdeutsche Dialekte.

nach oben