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 Glossar 

Im Glossar werden Begriffe und historische Ereignisse aus allen Sparten des Internetportals erläutert. Das Glossar befindet sich im Aufbau und wird laufend ergänzt.


TitelBeschreibung
Aachener Monarchenkongress
Der Kongress von 1818 führte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regierungszeit 1797-1840), Kaiser Franz I. von Österreich (Regierungszeit 1804-1835) und Zar Alexander I. von Russland (Regierungszeit 1801-1825) in Aachen zusammen. Am 9. Oktober trafen die vier Großmäche ein Abkommen mit Frankreich über die Räumung des besetzten französischen Gebiets bis spätestens 30.11.1818.  Außerdem kam unter Beteiligung der internationalen Bankenwelt eine Herabsetzung der französischen Kriegsentschädigungen zustande. Mit dem Aachener MonarchenkongressDer Kongress von 1818 führte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regierungszeit 1797-1840), Kaiser Franz I. von Österreich (Regierungszeit 1804-1835) und Zar Alexander I. von Russland (Regierungszeit 1801-1825) in Aachen zusammen. Am 9. Oktober trafen die vier Großmäche ein Abkommen mit Frankreich über die Räumung des besetzten französischen Gebiets bis spätestens 30.11.1818.  Außerdem kam unter Beteiligung der internationalen Bankenwelt eine Herabsetzung der französischen Kriegsentschädigungen zustande. Mit dem Aachener Monarchenkongress kehrte Frankreich in den Kreis der das internationale System bestimmenden Großmächte zurück. Damit etablierte sich in der europäischen Politik die Vorherrschaft der fünf Großmächte. kehrte Frankreich in den Kreis der das internationale System bestimmenden Großmächte zurück. Damit etablierte sich in der europäischen Politik die Vorherrschaft der fünf Großmächte.

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Ablass
Bedeutet den Gnadenakt, durch den die zeitlichen Sündenstrafen, nicht aber die Sünden selbst, ganz oder teilweise erlassen werden. Ursprünglich betraf dies die zeitlich befristeten Kirchenstrafen;  im Mittelalter entwickelte sich die Auffassung einer Verkürzung der Zeit im Fegefeuer. Für einen AblassBedeutet den Gnadenakt, durch den die zeitlichen Sündenstrafen, nicht aber die Sünden selbst, ganz oder teilweise erlassen werden. Ursprünglich betraf dies die zeitlich befristeten Kirchenstrafen;  im Mittelalter entwickelte sich die Auffassung einer Verkürzung der Zeit im Fegefeuer. Für einen Ablass sind bestimmte Bedingungen zu erfüllen, die beispielsweise das Verrichten bestimmter Gebete, Werke der Nächstenliebe oder eine Wallfahrt umfassen können. Ablässe nicht nur in ihren missbräuchlichen Formen (Ablasshandel) wurden von den Reformatoren scharf kritisiert. sind bestimmte Bedingungen zu erfüllen, die beispielsweise das Verrichten bestimmter Gebete, Werke der Nächstenliebe oder eine Wallfahrt umfassen können. Ablässe nicht nur in ihren missbräuchlichen Formen (Ablasshandel) wurden von den Reformatoren scharf kritisiert.

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Absolutismus
Lateinisch, bezeichnet die Staatsform, in der der Fürst die unbeschränkte Staatsgewalt ausübte. Der aufgeklärte AbsolutismusLateinisch, bezeichnet die Staatsform, in der der Fürst die unbeschränkte Staatsgewalt ausübte. Der aufgeklärte Absolutismus erkannte Wachstum und Wohlstand der Bevölkerung als Grundlage der Stärke des Staates. erkannte Wachstum und Wohlstand der Bevölkerung als Grundlage der Stärke des Staates.

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Abteufen
Bezeichnet im Bergbau die Herstellung eines Schachtes.

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Adjunkt
Französisch (Amtsgehilfe), bezeichnet in der Französischen Zeit im Rheinland den Vertreter und Gehilfen des Bürgermeisters (Maire).

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Agent
Lateinisch, Beauftragter niederen Ranges, in der Französischen Zeit Gemeindevorsteher.

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Agnaten
Lateinisch, Blutsverwandte gemeinsamer männlicher Abstammung.

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Ahlener Programm
Bezeichnung des am 3.2.1947 in Ahlen verabschiedeten Wirtschafts- und Sozialprogramms des Zonenausschusses der CDU in der britischen Besatzungszone.

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Ahnenerbe
Kurzform für" Verein Deutsches AhnenerbeKurzform für" Verein Deutsches Ahnenerbe" (AE). Die am 1.7.1935 durch Heinrich Himmler (1900-1945), Richard Walther Darré (1895-1953) und Herman Wirth (1885-1981) gegründete nationalsozialistische Forschungsgemeinschaft sollte sich ursprünglich dem Studium der germanischen Vorgeschichte und der deutschen Volkskunde widmen. Ab 1937 Erforschung des arischen Abstammungsmythos durch archäologische Ausgrabungen, Expeditionen, pseudohistorische Forschungen, Rassenkunde und naturwissenschaftliche Experimente. Während des Zweiten Weltkrieges war das Ahnenerbe am Raub von Kulturgütern aus besetzten Gebieten beteiligt und ließ in den Konzentrationslagern Menschenversuche durchführen. 1944 umfasste das als „Amt A“ in den Persönlichen Stab des Reichsführers-SS eingegliederte Ahnenerbe 40 Abteilungen." (AE). Die am 1.7.1935 durch Heinrich Himmler (1900-1945), Richard Walther Darré (1895-1953) und Herman Wirth (1885-1981) gegründete nationalsozialistische Forschungsgemeinschaft sollte sich ursprünglich dem Studium der germanischen Vorgeschichte und der deutschen Volkskunde widmen. Ab 1937 Erforschung des arischen Abstammungsmythos durch archäologische Ausgrabungen, Expeditionen, pseudohistorische Forschungen, Rassenkunde und naturwissenschaftliche Experimente. Während des Zweiten Weltkrieges war das AhnenerbeKurzform für" Verein Deutsches Ahnenerbe" (AE). Die am 1.7.1935 durch Heinrich Himmler (1900-1945), Richard Walther Darré (1895-1953) und Herman Wirth (1885-1981) gegründete nationalsozialistische Forschungsgemeinschaft sollte sich ursprünglich dem Studium der germanischen Vorgeschichte und der deutschen Volkskunde widmen. Ab 1937 Erforschung des arischen Abstammungsmythos durch archäologische Ausgrabungen, Expeditionen, pseudohistorische Forschungen, Rassenkunde und naturwissenschaftliche Experimente. Während des Zweiten Weltkrieges war das Ahnenerbe am Raub von Kulturgütern aus besetzten Gebieten beteiligt und ließ in den Konzentrationslagern Menschenversuche durchführen. 1944 umfasste das als „Amt A“ in den Persönlichen Stab des Reichsführers-SS eingegliederte Ahnenerbe 40 Abteilungen. am Raub von Kulturgütern aus besetzten Gebieten beteiligt und ließ in den Konzentrationslagern Menschenversuche durchführen. 1944 umfasste das als „Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. A“ in den Persönlichen Stab des Reichsführers-SS eingegliederte AhnenerbeKurzform für" Verein Deutsches Ahnenerbe" (AE). Die am 1.7.1935 durch Heinrich Himmler (1900-1945), Richard Walther Darré (1895-1953) und Herman Wirth (1885-1981) gegründete nationalsozialistische Forschungsgemeinschaft sollte sich ursprünglich dem Studium der germanischen Vorgeschichte und der deutschen Volkskunde widmen. Ab 1937 Erforschung des arischen Abstammungsmythos durch archäologische Ausgrabungen, Expeditionen, pseudohistorische Forschungen, Rassenkunde und naturwissenschaftliche Experimente. Während des Zweiten Weltkrieges war das Ahnenerbe am Raub von Kulturgütern aus besetzten Gebieten beteiligt und ließ in den Konzentrationslagern Menschenversuche durchführen. 1944 umfasste das als „Amt A“ in den Persönlichen Stab des Reichsführers-SS eingegliederte Ahnenerbe 40 Abteilungen. 40 Abteilungen.

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Albigenser
Bezeichnung für die Anhänger einer der größten religiösen Laienbewegungen des Mittelalters, benannt nach der südfranzösischen Stadt Albi, auch bekannt unter dem Namen „Katharer“ (die „Reinen“, von griechisch. katharós = rein; Ursprung des Wortes „Ketzer“). Die Bewegung war vom 12.-14. Jahrhundert vor allem in Südfrankreich, aber auch in Teilen Deutschlands, Spaniens und  Italiens verbreitet und vertrat eine dualistische Theologie und strenge Askese Im katholisch-theologischen Sinn bezeichnet Askese eine christliche Lebensführung, die in Nachfolge Christi zur Vollkommenheit strebt. Zu dieser Lebensführung gehören je nach Stand und Berufung auch asketische Übungen wie Fasten, Abstinenz von bestimmten Speisen, sexuelle Enthaltsamkeit, Einschränkung von Sozialkontakten, Schweigen, aber auch körperliche Bußübungen. Alle Weltreligionen und Hochkulturen kennen ähnliche Formen der Askese. . Die materielle Welt und die Leiblichkeit des Menschen wurden als böse angesehen und ebenso abgelehnt wie das Alte Testament, das als Zeugnis eines dem guten Gott entgegenstehenden bösen Schöpfergottes verstanden wurde.

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Alexianer
Im 13. Jahrhundert aus einer Laienbewegung hervorgegangener Orden,  der sich vornehmlich der Kranken- und Altenpflege sowie der Betreuung von Behinderten widmet. Im Mittelalter waren die AlexianerIm 13. Jahrhundert aus einer Laienbewegung hervorgegangener Orden,  der sich vornehmlich der Kranken- und Altenpflege sowie der Betreuung von Behinderten widmet. Im Mittelalter waren die Alexianer in Flandern, im Rheinland, in Straßburg, Hamburg und Braunschweig verbreitet. Der Orden ist benannt nach Alexius von Edessa (gestorben um 430 oder 417), und lebt nach der Regel des heiligen Augustinus. Heute ist der Orden in sieben Ländern, darunter Deutschland, vertreten. in Flandern, im Rheinland, in Straßburg, Hamburg und Braunschweig verbreitet. Der Orden ist benannt nach Alexius von Edessa (gestorben um 430 oder 417), und lebt nach der Regel des heiligen Augustinus. Heute ist der Orden in sieben Ländern, darunter Deutschland, vertreten.

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Algebra
Arabisch-romanisch, Teilgebiet der Mathematik, das sich mit Relationen und Mengen beschäftig, auf denen Operationen definiert sind, speziell die Lehre von Rechengesetzen (Algorithmen) in einer konkreten AlgebraArabisch-romanisch, Teilgebiet der Mathematik, das sich mit Relationen und Mengen beschäftig, auf denen Operationen definiert sind, speziell die Lehre von Rechengesetzen (Algorithmen) in einer konkreten Algebra (zum Beispiel boolschen Algebra, die nur die Werte 0 oder 1 kennt). (zum Beispiel boolschen AlgebraArabisch-romanisch, Teilgebiet der Mathematik, das sich mit Relationen und Mengen beschäftig, auf denen Operationen definiert sind, speziell die Lehre von Rechengesetzen (Algorithmen) in einer konkreten Algebra (zum Beispiel boolschen Algebra, die nur die Werte 0 oder 1 kennt)., die nur die Werte 0 oder 1 kennt).

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Alimente
Lateinisch (Nahrungsmittel), bezeichnet den Beitrag zum Unterhalt, meist aufgrund gesetzlicher Unterhaltspflicht, insbesondere des unehelichen Kindesvaters.

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Alldeutscher Verband
1891 anlässlich des Helgoland-Sansibar-Vertrages (1890) zur Stärkung des deutschen Nationalbewusstseins insbesondere im Ausland gegründet. Faktisch trat der Verband für eine expansive Kolonial- und Flottenpolitik, sowie den Ausschluss nationaler Minderheiten ein. Während der Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. verlor er zunehmend an Bedeutung und wurde schließlich 1939 aufgelöst.

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Allgemeine Deutsche Burschenschaft
Vor dem Hintergrund der Beschlüsse des Wiener Kongresses gründeten Burschenschaften aus 14 Universitätsstädten im Jahre 1818 die Allgemeine Deutsche Burschenschaft Bezeichnung einer von ehemaligen Teilnehmern an den Befreiungskriegen gegründeten, sich ab 1815 an den deutschen Universitäten ausbreitenden studentischen Nationalbewegung. 1819 auf Grundlage der Karlsbader Beschlüsse verboten. . Ausgangspunkt war das 1817 ausgerichtete Wartburgfest, in dessen Anschluss man erste Ziele eines Zusammenschlusses formulierte. Diese gingen weit über das universitäre Leben hinaus; gefordert wurde die Einheit des „Vaterlandes“ und „Einheit, Freiheit (1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte. aller Burschen untereinander und möglichste Gleichheit aller Rechte und Pflichten“. Die Karlsbader Beschlüsse Am 20.9.1819 in Kraft getretene Vereinbarungen zur Einschränkung des Vereins- und Versammlungsrechts, der Zensur sowie der Verfolgung nationaler und liberaler Vereinigungen und Personen in den Staaten des Deutschen Bundes. Sie waren eine Reaktion auf die Ermordung des russischen Generalkonsuls und Dichters August von Kotzebue (1761-1819) durch den Giessener Burschenschafter Karl Ludwig Sand im März 1819. Die Bestimmungen der Karlsbader Beschlüsse wurden erst am 2.4.1848 als Ergebnis der Märzrevolution aufgehoben. (1819) markierten das Ende der Bewegung.

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Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein
Abkürzung ADAV, gegründet am 23.5.1863 in Leipzig mit Ferdinand Lassalle (1825-1864) als erstem Präsidenten. Das sozialistische, national gefärbte Programm sollte auf friedlichem Wege, auf der Grundlage des bestehenden Staates zugunsten der Arbeiterinteressen verwirklicht werden. Beginn der proletarischen Bewegung in Deutschland. Auf dem Gothaer Vereinigungsparteitag vom 22.-27.5.1875 Zusammenschluss mit der 1869 in Eisenach gegründeten "Sozialdemokratischen Arbeiterpartei" (SDAP) zur "Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands", die seit 1890 offiziell "Sozialdemokratische Partei DeutschlandsAbkürzung SPD, gegründet 1869 in Eisenach als Sozialdemokratische Arbeiterpartei, zweite Arbeiterpartei in Deutschland nach dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) von 1863. Zusammenschluss beider Parteien auf dem Gothaer Einigungsparteitag 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, die seit 1891 Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt.  " (SPD) heißt.

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Allgemeiner Studentenausschuss oder Studierendenausschuss
Abkürzung AStA, bezeichnet das Vertretungsorgan der Studentenschaft einer Hochschule; er wird in der Regel jährlich vom Studenten- oder Studierendenparlament gewählt.

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Alliierte Hohe Kommission
High Commission for Germany, Abkürzung AHK oder HICOG, oberstes Kontrollorgan der drei Westmächte (USA, Großbritannien und Frankreich), das gebildet wurde durch das Drei-Mächte-Abkommen vom 8.4.1949 für die Bundesrepublik Deutschland und die Westsektoren von Berlin (Satzung vom 20.4.1949). Die AHK oder HICOG nahm ihre Tätigkeit im September 1949 nach der ersten Bundestagswahl und der Errichtung der Bundesorgane auf. Sitz war das Hotel Petersberg bei Bonn. Bis zum 5.5.1955 hat die Alliierte Hohe Kommission High Commission for Germany, Abkürzung AHK oder HICOG, oberstes Kontrollorgan der drei Westmächte (USA, Großbritannien und Frankreich), das gebildet wurde durch das Drei-Mächte-Abkommen vom 8.4.1949 für die Bundesrepublik Deutschland und die Westsektoren von Berlin (Satzung vom 20.4.1949). Die AHK oder HICOG nahm ihre Tätigkeit im September 1949 nach der ersten Bundestagswahl und der Errichtung der Bundesorgane auf. Sitz war das Hotel Petersberg bei Bonn. Bis zum 5.5.1955 hat die Alliierte Hohe Kommission insbesondere die Tätigkeit der Organe der Bundesrepublik Deutschland  und deren Länder überwacht, ferner die den Alliierten vorbehaltenen Rechte in ihren Besatzungszonen (Demokratisierung, Entnazifizierung, Demontage, Demilitarisierung, Dekartellisierung, Außenpolitik) durch Gesetze, Direktiven und Verordnungen als Nachfolger der drei westlichen Militärregierungen in Deutschland.   insbesondere die Tätigkeit der Organe der Bundesrepublik Deutschland  und deren Länder überwacht, ferner die den Alliierten vorbehaltenen Rechte in ihren Besatzungszonen (Demokratisierung, EntnazifizierungAuf Grundlage des Potsdamer Abkommens 1945 beschlossene Maßnahmen der alliierten Besatzungsmächte zur Entfernung ehemaliger Nationalsozialisten aus einflussreichen Stellungen und Ausschaltung nationalsozialistischer Einflüsse auf die deutsche Bevölkerung, Kultur, Politik, Wirtschaft und Presse. In den einzelnen Besatzungszonen wurde die Umsetzung mit unterschiedlicher Intensität durchgeführt. In den drei Westzonen wurden ab 1946 entsprechende Gesetze erlassen, welche die Betroffenen in fünf Kategorien einteilten: Hauptschuldige, Belastete, Minderbelastete, Mitläufer und Entlastete. Für die Entnazifizierung zuständig waren verhandelnde Spruchkammern, die als Strafen unter anderem Haft, Berufsverbot, Amtsenthebung und Geldbußen verhängten. In der sowjetischen Zone führten Entnazifizierungskommissionen das Verfahren. Endgültig abgeschlossen wurde die Entnazifizierung mit dem am 1.7.1951 in Kraft getretenen Entnazifizierungsschlussgesetz. , Demontage Französisch, Abbau, besonders von Maschinen- und Industrieanlagen und insbesondere deren Abtransport ins Ausland zur Wiedergutmachung von Kriegsschäden. Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg von den Siegermächten gegen Deutschland angewandt. , Demilitarisierung, Dekartellisierung, Außenpolitik) durch Gesetze, Direktiven und Verordnungen als Nachfolger der drei westlichen Militärregierungen in Deutschland.
 

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Alliierte Militärregierung
Nach der deutschen Kapitulation am 8.5.1945 übten die vier Siegermächte USA, UdSSR auch Sowjetunion (SU), Abkürzung für Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die ein sozialistisch und zentralistisch regierter Staatenbund war und sich in der Zeit zwischen 1922 und 1991 über weite Gebiete Osteuropas, des Kaukasus, Sibiriens sowie Nord- und Zentralasiens erstreckte. Nach dem russischen Bürgerkrieg (1917-1920), den die Bolschewiki mit ihrem Vorsitzenden W. I. Lenin für sich entschieden hatten, wurde die UdSSR am 30. Dezember 1922 ausgerufen. Als Lenin 1924 starb, folgte ihm Josef Stalin als neuer Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), die Nachfolger-Partei der Bolschewiki. Stalin sicherte seine Stellung durch Terror und sogenannte “Säuberungen”. Wirtschaftlich führte er Kollektivierungen in dem stark agrarisch geprägten Land durch. Im Zweiten Weltkrieg konnte sich die Sowjetunion Teile Polens und Finnlands sowie die baltischen Staaten aneignen. 1941 griff das “Dritte Reich” die Sowjetunion an, was den sowjetischen Anschluss an die westlichen Alliierten zur Folge hatte. Nach der sowjetischen Besetzung der östlichen und der Alliiertenbesetzung der westlichen deutschen Gebiete, entstanden in den ersten Nachkriegsjahren zwei deutsche Staaten, die den Ost-West-Konflikt verdeutlichten und den Beginn des Kalten Krieges markierten. Die Sowjetunion schafft sich darauffolgend Satellitenstaaten in Osteuropa. Stalin stirbt 1953, sein Nachfolger wird Nikita Chruschtschow, mit dessen Amtszeit man eine leichte Abwendung vom Stalinismus und ein “Tauwetter” verbindet. Dennoch wurden Aufstände in den Satellitenstaaten blutig niedergeschlagen. Den Höhepunkt des Kalten Kriegs bildet die Kuba-Krise 1962. 1964 ersetzte Leonid Breshnew Chruschtschow. Mit der “Вreshnew-Doktrin” wurde die Souveränität der Satellitenstaaten eingeschränkt und damit die gewaltsamen Eingriffe aus Moskau gerechtfertigt, so auch 1968 im Prager Frühling oder 1979 in Afghanistan. 1985 wurde Michail Gorbatschow erster Generalsekretär der KPdSU und führte wegen der sich verschlechternden sozialen und wirtschaftlichen Situation Reformen wie Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umbau) ein. Außenpolitisch setzte er auf Abrüstung und Deeskalation. Bis Anfang der 1990er Jahre bekam die Moskauer Führung die prekäre Situation in den nun nach nationaler Souveränität rufenden Satellitenstaaten nicht unter Kontrolle, was 1990 zur Unabhängigkeitserklärung der baltischen Staaten führte. Dem Staatskomitee für den Ausnahmezustand, das aus hohen KPdSU-Funktionären bestand, gingen die Reformen Gorbatschows zu weit und versuchte deswegen im August 1991 mithilfe des Militärs einen Putsch durchzuführen. Dieser scheiterte an dem Widerstand der Bevölkerung, der von Boris Jelzin geleitet wurde. Nach dem Putsch löste sich die Sowjetunion endgültig auf, was im Alma-Ata-Beschluss vom 31. Dezember 1991 bestätigt wurde. Die Rechtsnachfolge der Sowjetunion war die Russische Föderation mit Boris Jelzin als ersten Präsidenten. Einige Nachfolgestaaten der Sowjetunion wurden Teil der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), die einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsraum darstellt. , Großbritannien und Frankreich die gesamte Staatsgewalt im besetzten Deutschland aus. Nach der ersten Bundestagswahl und der Errichtung der Bundesorgane stellte die allierte Militärregierung am 2(1)9.1949 ihre Arbeit ein. Ihre Nachfolge trat die Alliierte Hohe Kommission High Commission for Germany, Abkürzung AHK oder HICOG, oberstes Kontrollorgan der drei Westmächte (USA, Großbritannien und Frankreich), das gebildet wurde durch das Drei-Mächte-Abkommen vom 8.4.1949 für die Bundesrepublik Deutschland und die Westsektoren von Berlin (Satzung vom 20.4.1949). Die AHK oder HICOG nahm ihre Tätigkeit im September 1949 nach der ersten Bundestagswahl und der Errichtung der Bundesorgane auf. Sitz war das Hotel Petersberg bei Bonn. Bis zum 5.5.1955 hat die Alliierte Hohe Kommission insbesondere die Tätigkeit der Organe der Bundesrepublik Deutschland  und deren Länder überwacht, ferner die den Alliierten vorbehaltenen Rechte in ihren Besatzungszonen (Demokratisierung, Entnazifizierung, Demontage, Demilitarisierung, Dekartellisierung, Außenpolitik) durch Gesetze, Direktiven und Verordnungen als Nachfolger der drei westlichen Militärregierungen in Deutschland.   (High Commission for Germany, abgekürzt HICOG) an.

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Allod
Lateinisch, freies, vererbbares Eigentum.

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Alma Mater
Lateinisch (nährende Mutter),  Bezeichnung für Hochschulen und Universitäten als Vermittlungsanstalten von Bildung und Wissen. In der Antike Beiname römischer Göttinnen.

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Amerikanischer Bürgerkrieg
In der auch als Sezessionskrieg bekannten Auseinandersetzung kämpften von 1861 bis 1865 die in der Konföderation zusammengeschlossenen 11  Südstaaten gegen die in der Union verbliebenen Nordstaaten. Im Mittelpunkt des Krieges standen die Frage der Abschaffung der Skalverei sowie die Frage nach dem Erhalt der staatlichen Einheit der Vereinigten Staaten. Wirtschaftliche Unterschiede zwischen dem Süden und Norden verschärften den Konflikt zusätzlich, der mit der Beschießung Fort Sumters am 12.4.1861 durch die Konföderierten begann. Die Kapitulation der Nord-Virginia-Armee unter General Robert E. Lee (1807-1870) am 9.4.1865 gilt als Ende des Krieges.

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Amt
(1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft.

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Amtshof
Haupthof (Oberhof) einer größeren Grundherrschaft, von dem aus eine Gruppe von Unterhöfen verwaltet wurde, Sitz eines Amtsmeiers, Schulten oder Vogtes.

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Analysis
Teilgebiet der Mathematik, auch Infinitesimalrechnung genannt; beschäftig sich mit Grenzwerten von Reihen, Folgen und Funktionen; wesentliche Teilgebiete sind die Differential und Integralrechnung.

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Ancien Régime
Der französische Begriff bedeutet "alte Regierungsform" und bezeichnet das politische und soziale System in Frankreich vor der Revolution von 1789 beziehungsweise in ganz Europa vor den 1792 einsetzenden Koalitionskriegen.

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Annexkirche
Zu einer Pfarrkirche gehörige Nebenkirche, selten als Anbau an diese. Meist war eine Annexkirche Zu einer Pfarrkirche gehörige Nebenkirche, selten als Anbau an diese. Meist war eine Annexkirche früher selbständige Pfarr- oder Klosterkirche. früher selbständige Pfarr- oder Klosterkirche.

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Annotationen
Lateinisch, Beifügungen, Anmerkungen.

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Annulierung
Lateinisch, Aufhebung, für ungültig, für nichtig erklären, im katholischen Kirchenrecht auch Nichtigkeitserklärung einer Ehe.

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Anthropologie
Etymologisch von anthropos (griechisch Mensch) und logos (griechisch Rede, auch im Hinblick auf ihren Gehalt) bezeichnet die Anthropologie Etymologisch von anthropos (griechisch Mensch) und logos (griechisch Rede, auch im Hinblick auf ihren Gehalt) bezeichnet die Anthropologie die Lehre vom Menschen. die Lehre vom Menschen.

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Anthroposophie
Etymologisch von anthropos (griechisch Mensch) und sophia (Weisheit) bezeichnet die Anthroposophie Etymologisch von anthropos (griechisch Mensch) und sophia (Weisheit) bezeichnet die Anthroposophie eine von Rudolf Steiner (1861-1925) entwickelte, auf theosophischen Ideen basierende Weltanschauung. Ziel ist, mit Hilfe gezielter Persönlichkeitsentwicklung zwischen Mensch und spiritueller Welt erneuten Kontakt herzustellen. eine von Rudolf Steiner (1861-1925) entwickelte, auf theosophischen Ideen basierende Weltanschauung. Ziel ist, mit Hilfe gezielter Persönlichkeitsentwicklung zwischen Mensch und spiritueller Welt erneuten Kontakt herzustellen.

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Anthropozentrisch
Von griechisch anthropos (Mensch, Mann), bezeichnet alle Weltbilder, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

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Antimonopolgesetzgebung
Gesetze zur Verhinderung des Missbrauchs von Monopolen und der damit verbundenen Störung des Wirtschaftslebens.

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Antiposivitismus
siehe Positivismus

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Antisemitismus
Griechisch-neulateinisch, (1) Abneigung oder Feindschaft gegenüber den Juden, (2) politische Bewegung mit ausgeprägten judenfeindlichen Tendenzen. Den Begriff Antisemitismus Griechisch-neulateinisch, (1) Abneigung oder Feindschaft gegenüber den Juden, (2) politische Bewegung mit ausgeprägten judenfeindlichen Tendenzen. Den Begriff Antisemitismus prägte 1879 der deutsche Publizist Wilhelm Marr (1818-1904). prägte 1879 der deutsche Publizist Wilhelm Marr (1818-1904).

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Antistaufisch
Gegen die Herrschaft des schwäbischen Geschlechts der StauferSchwäbisches Adelsschlecht, das von Konrad III. (Regierungszeit 1138-1152) bis Konrad IV. (Regierungszeit 1250-1254) deutsche Könige und Kaiser stellte. , das von 1138 bis 1250 die römisch-deutschen Könige beziehungsweise Kaiser stellte, gerichtete Politik.

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Antoniter
Der Antoniter Der Antoniter-Orden war ein Hospital-Orden und wurde 1095 als Laienbruderschaft in Südfrankreich gegründet und noch im selben Jahr von Papst Urban II. (Pontifikat 1088-1099) bestätigt. Namenspatron ist der erste christliche Mönch Antonius der Großen (251? - 356). Ihm oblag die Pflege und Behandlung am Antoniusfeuer erkrankter Personen. -Orden war ein Hospital-Orden und wurde 1095 als Laienbruderschaft in Südfrankreich gegründet und noch im selben Jahr von Papst Urban II. (Pontifikat 1088-1099) bestätigt. Namenspatron ist der erste christliche Mönch Antonius der Großen (251? - 356). Ihm oblag die Pflege und Behandlung am Antoniusfeuer erkrankter Personen.

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Antoniterpräzepturei
Niederlassung des Antoniterordens, direkt dem Mutterhaus in Frankreich unterstehend. Die Organisation des in der Krankenpflege tätigen Ordens orientierte sich an den Ritterorden. Die Antoniter Der Antoniter-Orden war ein Hospital-Orden und wurde 1095 als Laienbruderschaft in Südfrankreich gegründet und noch im selben Jahr von Papst Urban II. (Pontifikat 1088-1099) bestätigt. Namenspatron ist der erste christliche Mönch Antonius der Großen (251? - 356). Ihm oblag die Pflege und Behandlung am Antoniusfeuer erkrankter Personen. entstanden als Laienbruderschaft um 1059 und wurden im 13. Jahrhundert  zunächst zum Orden nach der Augustinusregel und schließlich zu Regularkanonikern. Sie widmeten sich hauptsächlich den am Antoniusfeuer Erkrankten. Zum Niedergang des Ordens trugen finanzielle Probleme und die durch die Entdeckung des Mutterkornpilzes sinkenden Erkrankungsfälle bei. Die noch verbliebenen Niederlassungen wurden 1776/1777 in den Malteserorden eingegliedert, zwei verbliebene Häuser in Köln und Höchst 1803 säkularisiert.

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Antoniusorden
Gegründet 1420/1435 von Herzog Adolf I. von Kleve. Der Orden, eine Art ritterlicher Gebetsverbrüderung, bestand bis 1483. Er war weniger bedeutend als der 1445 gegründete Hubertus-Ritterorden des Herzogs von Jülich.

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Apostolischer Administrator
Verwalter eines Teiles eines bestehenden Bistums, bei sehr  schwerwiegenden Gründen auch des gesamten Bistums, mit stellvertretender ordentlicher Gewalt. Der Apostolische Administrator kann auch für einen bestimmten Personenkreis statt für ein Territorium zuständig sein. Wird er als Verwalter des gesamten Bistums eingesetzt, hat er die Rechtsstellung eines Oberhirten. Je nachdem ob er als ständiger Verwalter oder auf Zeit berufen wird, hat er die Rechte eines regierenden Bischofs oder eines Kapitelvikars. Wird ein Apostolischer AdministratorVerwalter eines Teiles eines bestehenden Bistums, bei sehr  schwerwiegenden Gründen auch des gesamten Bistums, mit stellvertretender ordentlicher Gewalt. Der Apostolische Administrator kann auch für einen bestimmten Personenkreis statt für ein Territorium zuständig sein. Wird er als Verwalter des gesamten Bistums eingesetzt, hat er die Rechtsstellung eines Oberhirten. Je nachdem ob er als ständiger Verwalter oder auf Zeit berufen wird, hat er die Rechte eines regierenden Bischofs oder eines Kapitelvikars. Wird ein Apostolischer Administrator eingesetzt, obwohl es einen Bischof im Bistum gibt, ruht die Oberhirtengewalt des Bischofs und seines Generalvikars. eingesetzt, obwohl es einen Bischof im Bistum gibt, ruht die Oberhirtengewalt des Bischofs und seines Generalvikars.

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Apostolischer Nuntius
Päpstlicher Gesandter im Rang eines Botschafters, der sowohl für die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat, in den er entsandt ist, als auch die Aufsicht und Berichterstattung  über die kirchlichen Verhältnisse in einem bestimmten Gebiet zuständig ist. Ein Nuntius erhält oft bestimmte Absolutions- und Dispensvollmachten, kann aber nicht eigenmächtig in kirchliche Angelegenheiten eines Gebietes eingreifen.

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Apostolischer Protonotar
Protonotare waren ursprünglich die sieben Notare, die an der römischen Kurie wichtige Akten des Apostolischen Stuhles ausfertigen und beglaubigen. Außerdem gibt es  Protonotare, die nur den Titel tragen und damit verbundene meist liturgische Privilegien genießen.

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Apostolischer Stuhl
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Appellation
Lateinisch, Berufung, bezeichnet das Rechtsmittel, wodurch ein Urteil einer unteren vor eine höhere Instanz gebracht wird.

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Approbation
Lateinisch, staatliche Erlaubnis zur Berufsausübung für alle ärztlichen und therapeutischen Berufe sowie für Apotheker.

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Apsis
Mehrzahl Absiden, griechisch, das Angefügte, Wölbung, seit der römischen Antike halbkbreisförmiger, mit Halbkugeln überwölbter Raum als Abschluss eines Hauptgebäudes, übernommen von der christlichen Kirchenbaukunst als Abschluss des Chores (Hauptapsis) oder der Arme des Querhauses (Nebenapsis), Aufstellungsort des Altars.

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Arbeiter- und Soldatenrat
Bezeichnung für die von Arbeitern und Soldaten zur revolutionären Übernahme der Staatsleitung gewählten Vertretungen, in Deutschland während der Novemberrevolution Bezeichnung für die Beseitigung der Monarchien in Deutschland und Österreich im November 1918. Im Deutschen Reich begannen die revolutionären Ereignisse mit einer Meuterei von Matrosen der kaiserlichen Marine in Kiel und griffen in der Folge auf das gesamte Reichsgebiet über. Kaiser Wilhelm II. (Regentschaft ab 1888) ging ins Exil, an die Stelle der Monarchie trat nach gewaltsamen Auseinandersetzungen die Weimarer Republik. 1918. Nach der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19.1.1919 verloren die Arbeiter- und Soldatenräte an Einfluss und büßten mit der Verabschiedung der Weimarer Verfassung ihre Legitimation ein. Im Spätherbst 1919 hatten sich alle Arrbeiterräte aufgelöst.

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Arbeiterassoziation
Die Internationale Arbeiterassoziation Die Internationale Arbeiterassoziation (IAA) – auch Erste Internationale genannt – wurde am 28.9.1864 in London gegründet. Der Anstoß war von englischen und französischen Arbeitervertretern ausgegangen. 1876 wurde die Erste Internationale, inzwischen nach New York verlegt, aufgelöst. (IAA) – auch Erste InternationaleAuch Internationale Arbeiterassoziation (IAA), 1864 in London gegründeter Zusammenschluss internationaler Arbeitergesellschaften zur Emanzipation der Arbeiter. Aufgrund von Streitigkeiten um die Form der Organisation der Arbeiterparteien zwischen Karl Marx (zentralistische Führung durch die Internationale) und Michail Bakunin (herrschaftslose Organisation) kam es 1872 auf dem Den Haager Kongress zur Spaltung in eine Antiautoritäre Internationale und die IAA. Beide Arbeiterinternationalen blieben faktisch ohne großen politischen Einfluss, 1876 löste sich die IAA, im folgenden Jahr die Antiautoritäre Internationale auf. genannt – wurde am 28.9.1864 in London gegründet. Der Anstoß war von englischen und französischen Arbeitervertretern ausgegangen. 1876 wurde die Erste InternationaleAuch Internationale Arbeiterassoziation (IAA), 1864 in London gegründeter Zusammenschluss internationaler Arbeitergesellschaften zur Emanzipation der Arbeiter. Aufgrund von Streitigkeiten um die Form der Organisation der Arbeiterparteien zwischen Karl Marx (zentralistische Führung durch die Internationale) und Michail Bakunin (herrschaftslose Organisation) kam es 1872 auf dem Den Haager Kongress zur Spaltung in eine Antiautoritäre Internationale und die IAA. Beide Arbeiterinternationalen blieben faktisch ohne großen politischen Einfluss, 1876 löste sich die IAA, im folgenden Jahr die Antiautoritäre Internationale auf., inzwischen nach New York verlegt, aufgelöst.

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Archicapellanus
Lateinisch (Erzkaplan), Leiter des Urkundenwesens der fränkischen Hofkapelle. Königliche Schreiben und Urkunden wurden von Hofgeistlichen verfasst und beurkundet. Die Leitung des Urkundenwesens wurde 856 von Ludwig dem Deutschen dem Archicapellanus Lateinisch (Erzkaplan), Leiter des Urkundenwesens der fränkischen Hofkapelle. Königliche Schreiben und Urkunden wurden von Hofgeistlichen verfasst und beurkundet. Die Leitung des Urkundenwesens wurde 856 von Ludwig dem Deutschen dem Archicapellanus unterstellt. Das Amt hatte später der jeweilige Erzbischof von Mainz inne. Seit Mitte des 11. Jahrhunderts wurde nicht mehr vom Erzkapellanus gesprochen, sondern vom Erzkanzler. unterstellt. Das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. hatte später der jeweilige Erzbischof von Mainz inne. Seit Mitte des 11. Jahrhunderts wurde nicht mehr vom Erzkapellanus gesprochen, sondern vom Erzkanzler.

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Archidiakonat
Unterbezirk einer Diözese, in dem von einem Archidiakon bestimmte kirchliche Verwaltungsaufgaben, Aufsichtsbefugnisse und richterliche Funktionen wahrgenommen wurden (Pfarrinvestitur, Visitation, Sendgericht).

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Arianismus/arianisch
Eine der bedeutensten häretischen Bewegungen, entstanden im 4. Jahrhundert, auf den alexandrinischen Priester Areios oder Arius zurückgehend. Der Arianismus steht im Widerspruch zur Trinitätslehre: Gott Sohn wird in den verschiedenen Strömungen des Arianismus als herausragendes Geschöpf Gottes oder als gottähnlich gesehen, wohingegen der Trinitätsglaube bedeutet, dass der Sohn Teil der Dreifaltigkeit und damit nicht nur wesensähnlich, sondern wesensgleich mit Gott dem Vater ist. Mehrere Synoden und schließlich das Konzil von Nicäa 325 verurteilten den Arianismus als Irrlehre. Mit dem Ersten Konzil von Konstantiopel im Jahr 381 beendete Kaiser Theodosius I. (Regierungszeit 379-395) den Arianismusstreit durch die Neuformulierung des nicäanischen Glaubensbekenntnisses. Ende des 4. Jahrhunderts war der Arianismus weitgehend zurückgedrängt, lebte aber noch mehrere Jahrhunderte bei einigen germanischen Stämmen fort.

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Ariernachweis
Von den Nationalsozialisten seit April 1933 für Beamte und öffentlich Bedienstete, ab 1935 für alle deutschen Bürger vorgeschriebener Nachweis der "arischen" Abstammung durch urkundlich beglaubigte Ahnentafeln. Der "große Ariernachweis Von den Nationalsozialisten seit April 1933 für Beamte und öffentlich Bedienstete, ab 1935 für alle deutschen Bürger vorgeschriebener Nachweis der "arischen" Abstammung durch urkundlich beglaubigte Ahnentafeln. Der "große Ariernachweis“ reichte bis zum Jahr 1800 zurück und wurde für den Eintritt in die  NSDAP und ihre Gliederungen (für die SS bis zum Jahr 1750) verlangt, ansonsten genügte der „kleine Ariernachweis“ bis zu den Großeltern. “ reichte bis zum Jahr 1800 zurück und wurde für den Eintritt in die  NSDAP und ihre Gliederungen (für die SS bis zum Jahr 1750) verlangt, ansonsten genügte der „kleine Ariernachweis Von den Nationalsozialisten seit April 1933 für Beamte und öffentlich Bedienstete, ab 1935 für alle deutschen Bürger vorgeschriebener Nachweis der "arischen" Abstammung durch urkundlich beglaubigte Ahnentafeln. Der "große Ariernachweis“ reichte bis zum Jahr 1800 zurück und wurde für den Eintritt in die  NSDAP und ihre Gliederungen (für die SS bis zum Jahr 1750) verlangt, ansonsten genügte der „kleine Ariernachweis“ bis zu den Großeltern. “ bis zu den Großeltern.

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Arisierung
NS-Bezeichnung für verschiedene Maßnahmen zur Entferung der Juden aus dem Wirtschafts- und Berufsleben während des "Dritten Reiches". Neben Enteignungen und Zwangsverkäufen jüdischen Eigentums an den Staat zu Niedrigstpreisen und Weiterverkauf an "Arier" wurden die Juden aus ihren Berufen verdrängt und hatten keinen Zugriff mehr auf eigenes Vermögen. Bereits seit 1933 (Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums) wurden Juden aus dem öffentlichen Dienst ausgeschlossen, ab 1937/1938 wurden die Zulassungs- und Berufsverbote massiv ausgeweitet. Den Novemberpogromen 1938 folgten radikale Maßnahmen mit dem Ziel einer entschädigungslosen staatlichen Zwangsenteignung jüdischer Unternehmen. Zum 1.1.1939 wurde die Ausübung praktisch aller Berufe verboten; Juden verloren bei Entlassung jeglichen Anspruch auf Rente, Pension und Versicherung. Wertpapiere und Wertgegenstände mussten bei staatlichen Stellen abgegeben, Patente und Grundeigentum verkauft werden. Den Abschluss der ArisierungNS-Bezeichnung für verschiedene Maßnahmen zur Entferung der Juden aus dem Wirtschafts- und Berufsleben während des "Dritten Reiches". Neben Enteignungen und Zwangsverkäufen jüdischen Eigentums an den Staat zu Niedrigstpreisen und Weiterverkauf an "Arier" wurden die Juden aus ihren Berufen verdrängt und hatten keinen Zugriff mehr auf eigenes Vermögen. Bereits seit 1933 (Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums) wurden Juden aus dem öffentlichen Dienst ausgeschlossen, ab 1937/1938 wurden die Zulassungs- und Berufsverbote massiv ausgeweitet. Den Novemberpogromen 1938 folgten radikale Maßnahmen mit dem Ziel einer entschädigungslosen staatlichen Zwangsenteignung jüdischer Unternehmen. Zum 1.1.1939 wurde die Ausübung praktisch aller Berufe verboten; Juden verloren bei Entlassung jeglichen Anspruch auf Rente, Pension und Versicherung. Wertpapiere und Wertgegenstände mussten bei staatlichen Stellen abgegeben, Patente und Grundeigentum verkauft werden. Den Abschluss der Arisierung bildeten die 11. und 13. Verordnung zum Reichsbürgergesetz, nach denen ab 1941 das gesamte Vermögen getöteter oder deportierter Juden dem Staat zufiel. bildeten die 11. und 13. Verordnung zum Reichsbürgergesetz, nach denen ab 1941 das gesamte Vermögen getöteter oder deportierter Juden dem Staat zufiel.

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Arisierungspolitik
siehe ArisierungNS-Bezeichnung für verschiedene Maßnahmen zur Entferung der Juden aus dem Wirtschafts- und Berufsleben während des "Dritten Reiches". Neben Enteignungen und Zwangsverkäufen jüdischen Eigentums an den Staat zu Niedrigstpreisen und Weiterverkauf an "Arier" wurden die Juden aus ihren Berufen verdrängt und hatten keinen Zugriff mehr auf eigenes Vermögen. Bereits seit 1933 (Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums) wurden Juden aus dem öffentlichen Dienst ausgeschlossen, ab 1937/1938 wurden die Zulassungs- und Berufsverbote massiv ausgeweitet. Den Novemberpogromen 1938 folgten radikale Maßnahmen mit dem Ziel einer entschädigungslosen staatlichen Zwangsenteignung jüdischer Unternehmen. Zum 1.1.1939 wurde die Ausübung praktisch aller Berufe verboten; Juden verloren bei Entlassung jeglichen Anspruch auf Rente, Pension und Versicherung. Wertpapiere und Wertgegenstände mussten bei staatlichen Stellen abgegeben, Patente und Grundeigentum verkauft werden. Den Abschluss der Arisierung bildeten die 11. und 13. Verordnung zum Reichsbürgergesetz, nach denen ab 1941 das gesamte Vermögen getöteter oder deportierter Juden dem Staat zufiel.

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Armagnackengefahr
Bezeichnet die Bedrohung, Eroberung und Plünderung oberrheinischer Gebiete durch französische Söldnertruppen. Die während des Bürgerkrieges 1410-1435 durch Graf Bernard VII. von Armagnac angeheuerten großen Heerhaufen stellten sich nach Beendigung des Konflikts in den Dienst des französischen Königs (Hundertjähriger Krieg). Aufgrund von Versorgungsengpässen zogen die Armagnaken häufig plündernd durchs Land und verbreiteten Schrecken unter der Bevölkerung. Als Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit 14bbb) 1444 Truppen zur Unterwerfung der Schweizer Eidgenossen benötigte, sandte ihm Karl VII. von Frankreich die Armagnaken an den Rhein, mit dem Hintergedanken, das Elsass und Lothringen in seine Gewalt bringen zu können. Nach der Niederlage in der Schlacht von St. Jakobs vor Basel zogen die Armagnaken bis 1445 plündernd durch die Pfalz, das Elsass und Lothringen. 1445 wurden Teile der Armagnaken in das neue französische Heer übernommen, der Rest löste sich auf.

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Arme-Brüder des heiligen Franziskus
Auch "Arme Brüder vom heiligen Franziskus Seraphikus“ genannt, eine 1857 von dem Lehrer Johannes Höver (1816-1864) gegründete Ordensgemeinschaft, die zum regulierten Dritten Orden der Franziskanischen Familie gezählt wird. Das Mutterhaus befand sich zunächst in Bleyerheide (Holland) und wurde dann nach Aachen verlegt. Der Orden ist vornehmlich in der sozial-karitativen Arbeit tätig, zunächst in der Fürsorge für Arme, Kranke und Wohnungslose sowie der Sorge für Lehrlinge und Jugendliche, heute vorrangig in der Alten- und Wohnungslosenhilfe.

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Arnulfinger
Als Arnulfinger Als Arnulfinger werden die Nachkommen Bischof Arnulfs von Metz (582-641) bezeichnet, die gleichzeitig Vorfahren der Karolinger (bis auf Karl Martell) waren. Metz war seit dem 8. Jahrhundert Zentrum der Verehrung des heiligen Arnulf, der zum "Spitzenahn" der Karolinger wurde, nachdem sie die Königsherrschaft erlangt hatten. werden die Nachkommen Bischof Arnulfs von Metz (582-641) bezeichnet, die gleichzeitig Vorfahren der Karolinger (bis auf Karl Martell) waren. Metz war seit dem 8. Jahrhundert Zentrum der Verehrung des heiligen Arnulf, der zum "Spitzenahn" der Karolinger wurde, nachdem sie die Königsherrschaft erlangt hatten.

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Arrondissement
In Frankreich 1800 eingeführte Verwaltungseinheit, die in etwa dem Regierungsbezirk entspricht. Sie umfasst mehrere Kantone und ist eine Untergliederung der Departements. An der Spitze des Arrondissements steht ein Unterpräfekt.

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Artes
Lateinisch, Septem ArtesLateinisch, Septem Artes liberales (Sieben Freie Künste) bezeichnet den in der Antike entstandenen Fächerkanon aus Grammatik, Dialektik, Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Das trivium (Grammatik, Dialektik, Rhetorik) entsprach einer Art Grundstudium und endete mit Verleihung des Bakkalaureus, gefolgt vom weiterführenden quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie) an dessen Ende der akademische Grad des Magisters stand. liberales (Sieben Freie Künste) bezeichnet den in der Antike entstandenen Fächerkanon aus Grammatik, Dialektik Griechisch, Kunst der Beweisführung, (1) eine Methode des Erkenntnisgewinns über Frage und Antwort, oder (2) bei Hegel (1770-1831)  ein Erkenntnisprozess, in dem aus der Bildung einet Position automatisch auch ihr Gegenteil folgt. Beide werden dann in der Synthese zu einer neuen Einheit zusammengeführt, die beide Positionen in sich enthält. , Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Das trivium (Grammatik, Dialektik Griechisch, Kunst der Beweisführung, (1) eine Methode des Erkenntnisgewinns über Frage und Antwort, oder (2) bei Hegel (1770-1831)  ein Erkenntnisprozess, in dem aus der Bildung einet Position automatisch auch ihr Gegenteil folgt. Beide werden dann in der Synthese zu einer neuen Einheit zusammengeführt, die beide Positionen in sich enthält. , Rhetorik) entsprach einer Art Grundstudium und endete mit Verleihung des Bakkalaureus Auch Baccalarius, Bakkalaureat, mittellateinisch, ursprünglich der unverheiratete Vasall, später Junggeselle, seit dem 13. Jahrhundert Kleriker, der den ersten Studiengang abgeschlossen hat, später allgemein Bezeichnung für den untersten akademischen Grad . , gefolgt vom weiterführenden quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie) an dessen Ende der akademische Grad des Magisters stand.

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Artistenfakultät
Als Vorläufer der geisteswissenschaftlichen und mathematischen Universitätsfakultäten wurden an mittelalterlichen Universitäten in der Artistenfakultät Als Vorläufer der geisteswissenschaftlichen und mathematischen Universitätsfakultäten wurden an mittelalterlichen Universitäten in der Artistenfakultät die Septem Artes gelehrt. Der Abschluss des Studiums an der Artistenfakultät (Magister) war Voraussetzung für das Studium in den drei oberen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin. Bis zum 18. Jahrhundert entstand an den Universitäten aus der Artistenfakultät die Philosophische Fakultät. die Septem ArtesLateinisch, Septem Artes liberales (Sieben Freie Künste) bezeichnet den in der Antike entstandenen Fächerkanon aus Grammatik, Dialektik, Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Das trivium (Grammatik, Dialektik, Rhetorik) entsprach einer Art Grundstudium und endete mit Verleihung des Bakkalaureus, gefolgt vom weiterführenden quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie) an dessen Ende der akademische Grad des Magisters stand. gelehrt. Der Abschluss des Studiums an der Artistenfakultät Als Vorläufer der geisteswissenschaftlichen und mathematischen Universitätsfakultäten wurden an mittelalterlichen Universitäten in der Artistenfakultät die Septem Artes gelehrt. Der Abschluss des Studiums an der Artistenfakultät (Magister) war Voraussetzung für das Studium in den drei oberen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin. Bis zum 18. Jahrhundert entstand an den Universitäten aus der Artistenfakultät die Philosophische Fakultät. (Magister) war Voraussetzung für das Studium in den drei oberen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin. Bis zum 18. Jahrhundert entstand an den Universitäten aus der Artistenfakultät Als Vorläufer der geisteswissenschaftlichen und mathematischen Universitätsfakultäten wurden an mittelalterlichen Universitäten in der Artistenfakultät die Septem Artes gelehrt. Der Abschluss des Studiums an der Artistenfakultät (Magister) war Voraussetzung für das Studium in den drei oberen Fakultäten Theologie, Jurisprudenz und Medizin. Bis zum 18. Jahrhundert entstand an den Universitäten aus der Artistenfakultät die Philosophische Fakultät. die Philosophische Fakultät Lateinisch, bezeichnet fachlich nach den Hauptwissenschaften gegliederte Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule. .

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Askese
Im katholisch-theologischen Sinn bezeichnet Askese Im katholisch-theologischen Sinn bezeichnet Askese eine christliche Lebensführung, die in Nachfolge Christi zur Vollkommenheit strebt. Zu dieser Lebensführung gehören je nach Stand und Berufung auch asketische Übungen wie Fasten, Abstinenz von bestimmten Speisen, sexuelle Enthaltsamkeit, Einschränkung von Sozialkontakten, Schweigen, aber auch körperliche Bußübungen. Alle Weltreligionen und Hochkulturen kennen ähnliche Formen der Askese. eine christliche Lebensführung, die in Nachfolge Christi zur Vollkommenheit strebt. Zu dieser Lebensführung gehören je nach Stand und Berufung auch asketische Übungen wie Fasten, Abstinenz von bestimmten Speisen, sexuelle Enthaltsamkeit, Einschränkung von Sozialkontakten, Schweigen, aber auch körperliche Bußübungen. Alle Weltreligionen und Hochkulturen kennen ähnliche Formen der Askese Im katholisch-theologischen Sinn bezeichnet Askese eine christliche Lebensführung, die in Nachfolge Christi zur Vollkommenheit strebt. Zu dieser Lebensführung gehören je nach Stand und Berufung auch asketische Übungen wie Fasten, Abstinenz von bestimmten Speisen, sexuelle Enthaltsamkeit, Einschränkung von Sozialkontakten, Schweigen, aber auch körperliche Bußübungen. Alle Weltreligionen und Hochkulturen kennen ähnliche Formen der Askese. .

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Assessor
Lateinisch, Abkürzung Ass., bezeichnet den Anwärter auf die höhere Beamtenlaufbahn nach abgeschlossenem Universitätsstudium und Vorbereitungsdienst mit zweiter Staatsprüfung (Assessorprüfung).

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Assimilation
Lateinisch, Angleichung.

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Astraler Determinismus
Überzeugung, dass aufgrund eines dauerhaften Einflusses der Gestirne alle Ereignisse und Zustände auf der Erde vorher bestimmt sind.

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Augsburger Interim
Verordnung Kaiser Karls V. (Regierungszeit 1519-1556) von 1548. Mit dem Augsburger InterimVerordnung Kaiser Karls V. (Regierungszeit 1519-1556) von 1548. Mit dem Augsburger Interim sollte das Verhältnis von Katholiken und Protestanten geregelt werden, bis auf einem allgemeinen Konzil  über eine Wiedereingliederung der Protestanten in die katholische Kirche entschieden würde. Gegenüber protestantischer Seite wurden Zugeständnisse betreffs Laienkelch und Priesterehe gemacht, ansonsten wurde die Beibehaltung beziehungsweise Wiedereinführung zahlreicher katholischer Praktiken gefordert und versucht, die Situation zu stabilisieren. Das Augsburger Interim stieß vor allem auf protestantischer Seite auf erbitterten Widerstand. Konzilsverhandlungen blieben ergebnislos, und der Widerstand besonders der protestantischen Fürsten führte zum Scheitern des Interims. Mit dem Passauer Vertrag von 1552 wurde es gegenstandslos. sollte das Verhältnis von Katholiken und Protestanten geregelt werden, bis auf einem allgemeinen Konzil  über eine Wiedereingliederung der Protestanten in die katholische Kirche entschieden würde. Gegenüber protestantischer Seite wurden Zugeständnisse betreffs Laienkelch und Priesterehe gemacht, ansonsten wurde die Beibehaltung beziehungsweise Wiedereinführung zahlreicher katholischer Praktiken gefordert und versucht, die Situation zu stabilisieren. Das Augsburger InterimVerordnung Kaiser Karls V. (Regierungszeit 1519-1556) von 1548. Mit dem Augsburger Interim sollte das Verhältnis von Katholiken und Protestanten geregelt werden, bis auf einem allgemeinen Konzil  über eine Wiedereingliederung der Protestanten in die katholische Kirche entschieden würde. Gegenüber protestantischer Seite wurden Zugeständnisse betreffs Laienkelch und Priesterehe gemacht, ansonsten wurde die Beibehaltung beziehungsweise Wiedereinführung zahlreicher katholischer Praktiken gefordert und versucht, die Situation zu stabilisieren. Das Augsburger Interim stieß vor allem auf protestantischer Seite auf erbitterten Widerstand. Konzilsverhandlungen blieben ergebnislos, und der Widerstand besonders der protestantischen Fürsten führte zum Scheitern des Interims. Mit dem Passauer Vertrag von 1552 wurde es gegenstandslos. stieß vor allem auf protestantischer Seite auf erbitterten Widerstand. Konzilsverhandlungen blieben ergebnislos, und der Widerstand besonders der protestantischen Fürsten führte zum Scheitern des Interims. Mit dem Passauer Vertrag von 1552 wurde es gegenstandslos.

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Augsburger Religionsfrieden
Auch Augsburger Reichsfrieden; in dem am 25.5.1555 als Reichsgesetz verkündeten Augsburger Religionsfrieden Auch Augsburger Reichsfrieden; in dem am 25.5.1555 als Reichsgesetz verkündeten Augsburger Religionsfrieden wurde die Religionseinheit des Reiches aufgegeben und das Recht zur Bestimmung der Konfession den Landesherren zuerkannt; innerhalb der Territorien galt fortan das Bekenntnis des Landesherrn, später mit der Formel "cuius regio, eius religio" (wessen Herrschaft, dessen Glaube) bezeichnet. Ein Wechsel des Bekenntnisses stand nur den weltlichen Fürsten frei, während ein geistlicher Fürst, der zum Protestantismus übertrat, sein Amt niederlegen musste. Dieser "geistliche Vorbehalt" (reservatum ecclesiasticum) blieb umstritten. Landstände in geistlichen Territorien hatten die freie Bekenntniswahl, in Reichsstädten konnte Parität herrschen. Der Augsburger Religionsfriede erstreckte sich nur auf die "Augsburgischen Konfessionsverwandten",  die Anhänger der "Augsburger Konfession" (Confessio Augustana) von 1530, die damit reichsrechtlich anerkannt wurde. Der Augsburger Religionsfriede wurde ein bestimmendes Reichsgrundgesetz, bestätigt im Westfälischen Frieden von 1648. Er bestätigte die Glaubensspaltung, stärkte andererseits die Eigenstaatlichkeit der Territorien und die Ausbildung eines landesherrlichen Kirchenregiments. wurde die Religionseinheit des Reiches aufgegeben und das Recht zur Bestimmung der Konfession den Landesherren zuerkannt; innerhalb der Territorien galt fortan das Bekenntnis des Landesherrn, später mit der Formel "cuius regio, eius religio" (wessen Herrschaft, dessen Glaube) bezeichnet. Ein Wechsel des Bekenntnisses stand nur den weltlichen Fürsten frei, während ein geistlicher Fürst, der zum Protestantismus übertrat, sein Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. niederlegen musste. Dieser "geistliche Vorbehalt" (reservatum ecclesiasticum) blieb umstritten. Landstände Im Territorialstaat des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Bezeichnung für die politischen Vertretungen der Stände, die bei der Gesetzgebung und Verwaltung mitwirkten. Die Stände (Prälaten, Adel und Städte, sowie in wenigen Territorien auch die Bauern) versammelten sich auf den Landtagen und vertraten das Land gegenüber dem Landesherrn. Eines der wichtigsten Rechte der Landstände war das der Steuerbewilligung. in geistlichen Territorien hatten die freie Bekenntniswahl, in Reichsstädten konnte Parität herrschen. Der Augsburger Religionsfriede erstreckte sich nur auf die "Augsburgischen Konfessionsverwandten",  die Anhänger der "Augsburger Konfession" (Confessio Augustana) von 1530, die damit reichsrechtlich anerkannt wurde. Der Augsburger Religionsfriede wurde ein bestimmendes Reichsgrundgesetz, bestätigt im Westfälischen Frieden von 1648. Er bestätigte die Glaubensspaltung, stärkte andererseits die Eigenstaatlichkeit der Territorien und die Ausbildung eines landesherrlichen Kirchenregiments.

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Augustiner
Ordensgemeinschaften, die sich auf den Heiligen Augustinus von Hippo (354-430) beziehen und der Augustinusregel folgen.

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Augustinerchorherren
Gemeinschaften von Weltpriestern, die der Augustinerregel folgen.

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Augustinereremiten
Im 13. Jahrhundert aus verschiedenen Eremitengemeinschaften gebildeter Orden, der nach der Augustinusregel lebt; 1963 umbenannt in Augustinerorden.

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Auschwitzprozesse
Bezeichnung (1) für alle im In- und Ausland geführten Prozesse gegen das Lagerpersonal des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz, (2) im engeren Sinne für die sechs Strafprozesse gegen das Lagerpersonal vor dem Schwurgericht in Frankfurt am Main 1963-1965.

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Austrasien
Auch Austrien, Bezeichnung für den östlichen Teil des fränkischen Herrschaftsgebietes. Zusammen mit Neustrien und Burgund bildete es das Frankenreich. Durch die Reichsteilungen von 511, 561 und 567 entwickelte sich Austrasien Auch Austrien, Bezeichnung für den östlichen Teil des fränkischen Herrschaftsgebietes. Zusammen mit Neustrien und Burgund bildete es das Frankenreich. Durch die Reichsteilungen von 511, 561 und 567 entwickelte sich Austrasien vom Reichsteil zum Teilreich, dessen Politik durch den Gegensatz von Königtum und Adel (insbesondere der aufsteigenden Hausmeier) gekennzeichnet war. Der Sieg des austrasischen Hausmeiers Pippin der Mittlere über den neustrischen König und seinen Hausmeier 687 führte zur Einigung des Frankenreichs unter austrasischer Vorherrschaft. vom Reichsteil zum Teilreich, dessen Politik durch den Gegensatz von Königtum und Adel (insbesondere der aufsteigenden Hausmeier Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt 751 ab. ) gekennzeichnet war. Der Sieg des austrasischen Hausmeiers Pippin der Mittlere über den neustrischen König und seinen Hausmeier Bezeichnung für das frühmittelalterliche Hofamt des maior domus (Verwalter). Unter den Merowingern gewannen die Hausmeier seit dem 6. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf Politik und Königtum. Nach 639 führten sie faktisch die politischen Geschäfte. Pippin der Mittlere setzte 701 die Erblichkeit des Hausmeieramtes durch. Die herausragende Stellung des Hausmeiers ebnete den Karolingern den Weg zur Königswürde. Pippin der Jüngere schaffte das Amt 751 ab. 687 führte zur Einigung des Frankenreichs unter austrasischer Vorherrschaft.

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Avantgarde
Französisch (Vorhut), ein aus dem Militär stammender Begriff, der seit Ende des 19. Jahrhunderts für Vorreiter einer Idee oder Richtung, beispielsweise in Kunst und Literatur, verwendet wird.

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AWACS
Abkürzung für Airborne Early Warning and Control Systems, bezeichnet die luftgestützte Überwachungsflotte der NATO. Die unbewaffneten Flugzeuge basieren auf der Boeing 707, ausgestattet mit einer charakteristischen, pilzförmigen Radarhaube auf dem Rumpf. Die Frühwarnflotte dient der NATO zur Verbesserung der Luftverteidigung. Die  AWACSAbkürzung für Airborne Early Warning and Control Systems, bezeichnet die luftgestützte Überwachungsflotte der NATO. Die unbewaffneten Flugzeuge basieren auf der Boeing 707, ausgestattet mit einer charakteristischen, pilzförmigen Radarhaube auf dem Rumpf. Die Frühwarnflotte dient der NATO zur Verbesserung der Luftverteidigung. Die  AWACS-Systeme sind in Geilenkirchen stationiert. Der Verband hat 17 Einsatzflugzeuge und drei Schulungs- und Transportmaschinen. Die Besatzungen kommen aus den 14 NATO-Staaten.-Systeme sind in Geilenkirchen stationiert. Der Verband hat 17 Einsatzflugzeuge und drei Schulungs- und Transportmaschinen. Die Besatzungen kommen aus den 14 NATO-Staaten.

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