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 Glossar 

Im Glossar werden Begriffe und historische Ereignisse aus allen Sparten des Internetportals erläutert. Das Glossar befindet sich im Aufbau und wird laufend ergänzt.


TitelBeschreibung
Faktotum
Lateinisch, bezeichnet jemanden, der für alle anfallenden Arbeiten zu gebrauchen ist ("Mädchen für alles").

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Fakultät
Lateinisch, bezeichnet fachlich nach den Hauptwissenschaften gegliederte Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule.

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Fehde
Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen.

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Feldmarschall-Leutnant
Militärischer Dienstgrad, der im 17. Jahrhundert aufkam und in der deutschen Reichsarmee bis 1806 und in der Armee Österreich-Ungarns bis 1918 bestand.

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Fideismus
Überzeugung, welche davon ausgeht, dass Glaube zumindest
 partiell unabhängig von der Vernunft ist, ja dieser sogar entgegengesetzt sein kann.

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Filialkirche
(1) Kirchenrechtlich unselbständige, einer Haupt- (Mutter-)kirche untergeordnete Kirche, (2) von einer älteren Pfarrkirche gelöste verselbständigte Kirche.

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Fiskus
Lateinisch, (1) im Mittelalter Verwaltungseinheit des Reichsguts, (2) bezeichnet den Staat als Wirtschaftssubjekt, oft verengt für Finanzverwaltung gebraucht.

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Flaggenerlass
Auf Einfluss der Nationalsozialisten zurückgehender Erlass vom 12.3.1933, in dem angeordnet wurde, dass bis zur endgültigen Regelung der Reichsfarben die schwarz-weiß-rote Fahne und die Hakenkreuzflagge gemeinsam zu hissen seien. Das 'Reichsflaggengesetz' , das zu den drei im September 1935 verabschiedeten ´Nürnberger Gesetzen"` gehört, bestimmte die Hakenkreuzfahne zur Reichs-, National- und Handelsflagge, während die Fahne des Kaiserreichs und deren Schwarz-Weiß-Rot als Reichsfarben galten.

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Flügeladjutant
Lateinisch (adiutor = Gehilfe, Helfer, Förderer, Beistand), Bezeichnung für einen zur Unterstützung eines höheren Truppenbefehlshabers abgestellten Offzier, der zu den Flügeln des Heeres entsandt wird, um während des Kampfes Befehle zu überbringen.

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Flügelaltar
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Föderalismus
Lateinisch, Errichtung oder Erhaltung eines Bundesstaates mit weitgehender Eigenständigkeit der Einzelstaaten.

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Föderaten
Lateinisch (foedus = Vertrag), durch einen Vertrag gegenüber dem Römischen Reich zu Kriegsdienst verpflichtete Volksstämme. Im Gegenzug erkannte Rom die Souveränität und das Siedlungsgebiet des Stammes an. Darüber hinaus konnten die FöderatenLateinisch (foedus = Vertrag), durch einen Vertrag gegenüber dem Römischen Reich zu Kriegsdienst verpflichtete Volksstämme. Im Gegenzug erkannte Rom die Souveränität und das Siedlungsgebiet des Stammes an. Darüber hinaus konnten die Föderaten durch Geldzahlungen oder Nahrungslieferungen noch enger an Rom gebunden werden. durch Geldzahlungen oder Nahrungslieferungen noch enger an Rom gebunden werden.

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Forsteleve
Lehrling im Forst- und Jagdwesen.

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Frankfurter Nationalversammlung
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Frankfurter Vorparlament
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Frankfurter Wachensturm
Nach der Julirevolution 1830 radikalisierte sich in Deutschland die nationaldemokratische Opposition und entwickelte den Ansatz, das System des Deutschen Bundes auf revolutionärem Wege zu beseitigen. Das Signal zu einem allgemeinen Aufstand sollte von einem Angriff auf die Bundesversammlung in Frankfurt ausgehen.Am 3.4.1833 versuchten rund 50 Burschenschaftler durch einen Überfall auf die Hauptwache und die Konstablerwache in Frankfurt am Main die nationale Erhebung auszulösen, scheiterten jedoch an der Passivität der Bevölkerung. Nach dem Misslingen kam es zu zahlreichen Hochverratsprozessen, die in Preußen zur Verhängung von Freiheitsstrafen führen. Damit einher ging die Unterdrückung jedes studentischen Verbindungswesen durch die Frankfurter Bundeszentralbehörde.

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Freie demokratische Partei
Abkürzung FDP, 1948 aus verschiedenen liberalen Landesgruppen gebildete Partei.

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Freigericht; Freigrafschaft
Nach herkömmlicher, nicht unbestrittener Auffassung Zerfallsprodukt der karolingischen Grafschaftsverfassung in Sachsen; der ursprüngliche Charakter eines Gerichts von Freien in Hochgerichtsfällen und über Eigengut ist schließlich ganz verschwunden.

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Freihandel
Organisationsform des internationalen Handels, der nicht durch künstliche Handelsrestriktionen (zum Beispiel Zölle, Import-Beschränkungen) eingeschränkt ist.

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Freiheit
(1) Gefreiter Bezirk vor einer Burg, (2)  im südlichen Westfalen und in Teilen des Rheinlands verbreitete Bezeichnung für gefreite Orte.

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Freiheitskriege
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Freikonservative Partei
1866 aus der Konservativen Partei (in Preußen) hervorgegangene gemäßigt-konservative Partei (zunächst "Freie konservative Vereinigung"), die mit einem Teil der Altliberalen den Kulturkampf Krise des Deutschen Kaiserreiches unter Reichskanzler Otto von Bismarck und der römisch-katholischen Kirche sowie der politisch-parlamentarischen Vertretung der katholischen Bevölkerung des Reiches (insbesondere der Zentrumspartei) zwischen 1871 und 1891. Streitpunkte waren die Aufhebung der katholischen Abteilung des preußischen Kultusministeriums durch Bismarck, das Festhalten der Kirche am Unfehlbarkeitsdogma, die Einführung der Zivilehe sowie die Repressionen gegen katholische Geistliche und der Einfluss des Staates auf die Kirche. Nach dem "Kanzelparagraphen" 1871 (Änderung des Strafgesetzbuches, wonach es Geistlichen aller Religionen verboten war, sich in Ausübung ihres Amtes in öffentlichen Stellungnahmen politisch zu äußern, galt bis 1953), dem Verbot der Jesuitenniederlassungen 1872 und der Einführung der staatlichen Schulaufsicht, bildeten die sogenannten Maigesetze 1873 (staatliche Kontrolle von Ausbildung und Einstellung der Geistlichen) den Höhepunkt des Kulturkampfes. Die Verschärfung der Bestimmungen über die Verwaltung des Kirchenvermögens beendete 1878 die  Kulturkampfgesetzgebung. Die 1886 und 1887 erlassenen "Friedensgesetze" führten schließlich zur Beilegung des Konflikts.  und die Schutzzollpolitik Bismarcks unterstützte. 1871 als Deutsche Reichspartei im Reichstag Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags. .

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Freikorps Epp
Der Berufsoffizier der bayerischen Armee Franz Ritter von Epp (1868-1946) erhielt 1919 von Reichswehrminister Gustav Noske (1868-1946) den Auftrag zur Bildung eines bayerischen Freikorps für den Grenzschutz Ost. Gegründet im thüringischen Ohrdruf, war es an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik Bezeichnet ein Herrschaftssystem, bei dem die staatliche Herrschaft durch Räte ausgeübt wird; Form der direkten Demokratie. Räterepubliken entstanden nach dem Ersten Weltkrieg in verschiedenen europäischen Staaten, darunter in Deutschland, waren aber von kurzfristiger Dauer. beteiligt. Danach wurde es in die Reichswehr übernommen und beim Ruhraufstand gegen die Rote Ruhrarmee eingesetzt. Führende Nationalsozialisten wie Hans Frank (1900-1946), Rudolf Heß (1894-1987) sowie Gregor und Otto Strasser (1892-1934 beziehungsweise 1897-1974) waren Angehörige des Freikorps Epp Der Berufsoffizier der bayerischen Armee Franz Ritter von Epp (1868-1946) erhielt 1919 von Reichswehrminister Gustav Noske (1868-1946) den Auftrag zur Bildung eines bayerischen Freikorps für den Grenzschutz Ost. Gegründet im thüringischen Ohrdruf, war es an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligt. Danach wurde es in die Reichswehr übernommen und beim Ruhraufstand gegen die Rote Ruhrarmee eingesetzt. Führende Nationalsozialisten wie Hans Frank (1900-1946), Rudolf Heß (1894-1987) sowie Gregor und Otto Strasser (1892-1934 beziehungsweise 1897-1974) waren Angehörige des Freikorps Epp. .

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Friede von Campo Formio
In dem am 17.10.1792 zwischen Frankreich und Österreich geschlossenen Frieden musste Österreich der Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich zustimmen. Mit dem Frieden von Campo Formio begann eine Neuorientierung der französischen Rheinlandpolitik, die auf eine administrative Íntegration der rheinischen Territorien in den französischen Staatsverband ausgerichtet war.

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Friede von Hubertusburg
Der am 15.2.1763 zwischen Preußen, Österreich und Sachsen auf dem sächsischen Schloss Hubertusburg geschlossene Friede beendete den Siebenjährigen Krieg  (1756-1763).

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Friede von Lunéville
Der am 9.2.1801 geschlossene Frieden brachte die formelle Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich. Das Reich wurde verpflichtet, die Verluste der davon betroffenen deutschen Fürsten durch die Säkularisation geistlichen Besitzes im rechtsrheinischen Deutschland zu entschädigen.

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Frieden von Aachen
Beendete den Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-1748). Maria Theresia (Regierungszeit 1740-1780) wurde als legitime Herrscherin Österreichs anerkannt, während das von dem preußischen König Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786) besetzte Schlesien Preußen zuerkannt wurde.

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Frieden von Brest-Litowsk
Am 3.3.1918  unterzeichneter Friedensvertrag zwischen Russland und dem Deutschen Reich, der die Bildung deutsch kontrollierter Satellitenstaaten von der Ukraine bis zum Baltikum vorsah. Russland sollte weit nach Osten gedrängt werden, es hätte mehr als die Hälfte seiner Industrieanlagen und fast ein Drittel seiner Bevölkerung verloren. Der Versailler Vertrag von 1919 machte den Frieden von Brest-Litowsk Am 3.3.1918  unterzeichneter Friedensvertrag zwischen Russland und dem Deutschen Reich, der die Bildung deutsch kontrollierter Satellitenstaaten von der Ukraine bis zum Baltikum vorsah. Russland sollte weit nach Osten gedrängt werden, es hätte mehr als die Hälfte seiner Industrieanlagen und fast ein Drittel seiner Bevölkerung verloren. Der Versailler Vertrag von 1919 machte den Frieden von Brest-Litowsk hinfällig.   hinfällig.
 

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Frieden von Oliva
Beendete 1660 den Zweiten Schwedisch-Polnischen Krieg 1654-1660.

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Frieden von Ryswick
Beendete 1697 den Pfälzischen Erbfolgekrieg 1688-1697.

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Frieden von Tilsit
Der am 7./9.7.1807 in Tilsit geschlossene Frieden beendete den vierten preußisch-russischen Koalitionskrieg gegen Frankreich, in dem Preußen unterlegen war. Als Folge der Niederlage musste Preußen alle seine Gebiete westlich der Elbe abtreten. So überwies Napoleon am 21.1.1808 unter anderem die ehemaligen Stiftsgebiete von Essen und Werden an das Großherzogtum Berg. Die militärisch wichtige Festung Wesel musste der Großherzog dagegen an Napoleon abtreten. Tiefpunkt der preußischen Geschichte.

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Frieden von UtrechtDer 1713/1715  geschlossene Frieden beendete den Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714): Der Bourbone Philipp V.( 1683-1746), ein Enkel Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) , erhielt den spanischen Thron, die spanischen Niederlande der Kaiser (Österreichische Niederlande bis 1795). Den wittelsbachischen Mitkämpfern Ludwigs, den Kurfürsten Max Emmanuel von Bayern (Regierungszeit 1679-1706, 1714-1726) und Joseph Clemens von Köln, wurden ihre Länder restituiert.

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Friedenskongress in Aachen
Beendete den 1667 von Ludwig XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) entfesselten, so genannten Devolutionskrieg 1667-1668 andauernder erster Krieg König Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) zur Eroberung der Spanischen Niederlande. zur Eroberung der Spanischen Niederlande. Die Unterzeichnung des Friedensvertrags erfolgte am 2.5.1668. Er sah den Rückzug Frankreichs aus der Franche-Comté und den spanischen Niederlanden vor, jedoch auch die französische Annexion der Städte Lille, Tournai, Oudenarde, Courtrai, Furnes, Bergues, Douai mit la Scarpe, Binche, Charleroi, Ath und Armentiers.

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Friedensschluss von Basel
Preußen erkannte im Frieden von Basel 1795 den Rhein als Frankreichs Ostgrenze an. Zudem bekam Preußen in einem geheimen Zusatzabkommen Gebietsentschädigung auf dem rechten Rheinufer versprochen.

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Frottage
Französisch, bezeichnet eine grafische Technik, bei der Oberflächenstrukturen von Materialien durch Abreiben meist mit Kreide oder Bleistift auf Papier übertragen werden.

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Fürstbischof
Bezeichnung für Bischöfe, die gleichzeitig weltliche Herren über ein Territorium waren.

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Futurismus
Richtung der modernen Kunst, 1909 in Italien zuerst für die Dichtung, dann auch in der Kunst proklamiert, verlangte den völligen Bruch mit der Überlieferung.  

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