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 Glossar 

Im Glossar werden Begriffe und historische Ereignisse aus allen Sparten des Internetportals erläutert. Das Glossar befindet sich im Aufbau und wird laufend ergänzt.


TitelBeschreibung
Kabinett der Barone
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Kabinettsorder
Auch Kabinettsordre siehe Kabinettsorder , bezeichnet im deutschsprachigen Raum bis 1918 die übliche Form der monarchischen Gesetzgebung.

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Kabinettsordre
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Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
1911 gegründete Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und der Grundlagenforschung sowie Etablierung einer deutschen Wissenschaftselite mit Sitz in Berlin, bestand bis Ende des Zweiten Weltkrieges. Mit der endgültigen Auflösung 1960 wurden ihre dezentral verteilten vorwiegend natur- und rechtswissenschaftlichen Institute von der neu gegründteten gemeinnützigen Forschungsorganisation Max-Planck-Gesellschaft übernommen. Bedeutende Mitglieder waren unter anderem Albert Einstein (1879-1955), Fritz Haber (1868-1934), Max Planck (1858-1947) und Otto Hahn (1879-1968).

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Kaiser-Wilhelm-Institut/ Max-Planck-Gesellschaft
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Kalenderamt
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Kalfaktor
Lateinisch-neulateinisch (Einheizer), Hilfskraft, oft abschätzig gebraucht.

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Kalligraphie
Griechisch, Schönschreibkunst.

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Kalter Krieg
Bezeichnung für den zwischen dem Warschauer Pakt und der Nato 1945-1990 mit wechselnder Intensität geführten Systemkonflikt um eine Ausweitung des jeweiligen machtpolitischen, wirtschaftlichen und ideologischen Einflussbereichs.

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Kammerherr
Bezeichnet (1) seit dem 16. Jahrhundert dem Oberkämmerer unterstehende Hofbedienstete, (2) ein Ehrenamt, das ausschließlich von Adeligen bekleidet wurde. Durch Überreichung eines goldenen Schlüssels als Symbol für den erlaubten Zutritt zu den fürstlichen Gemächern zeichnete der Landesherrn den Amtsträger aus.

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Kanonade von Valmy
Bezeichnet den Wendepunkt des Ersten Koalitionskriegs. Nach einem Vorstoss des preußisch-österreichischen Koalitionsheeres im Sommer 1792 und der erfolglosen Kanonade von Valmy Bezeichnet den Wendepunkt des Ersten Koalitionskriegs. Nach einem Vorstoss des preußisch-österreichischen Koalitionsheeres im Sommer 1792 und der erfolglosen Kanonade von Valmy am 20.9.1792 musste sich dieses zurückziehen; in der Folge ging die französische Revolutionsarmee zur Offensive über. am 20.9.1792 musste sich dieses zurückziehen; in der Folge ging die französische Revolutionsarmee zur Offensive über.

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Kanton
In Frankreich 1800 eingeführte Verwaltungseinheit die in etwa dem Landkreis entsprach. Sie umfasst mehrere Mairien und ist eine Untergliederung der Arrondissements.

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Kantonsmunizipalitäten
Französische Verwaltungseinheit, bezeichnet die Vereinigung der Munizipalverwaltungen und Munizipalagenten eines Kantons.

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Kapitalakkumulation
Anhäufung von Kapital durch Reinvestition des auf dem Markt realisierten Mehrwerts.

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Kapp-Putsch
Gegen die Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. gerichteter Putsch vom 13.3.-17.3.1920 unter Führung der rechtsradikalen Wolfgang Kapp (1858-1922) und Walter von Lüttwitz (1859-1941) unter Beteiligung paramilitärischer Organisationen und Teilen der Reichswehr. Der Putsch richtete sich hauptsächlich gegen die Regierung von Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. Gustav Bauer (Amtszeit 21.6.1919-26.3.1920) und die Annahme des Versailler Vertrages, insbesondere die Entmilitarisierung. Im Verlauf des Putsches und bei dessen Niederwerfung kamen circa 2.000 Menschen ums Leben.

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Karlsbader Beschlüsse
Am 20.9.1819 in Kraft getretene Vereinbarungen zur Einschränkung des Vereins- und Versammlungsrechts, der Zensur sowie der Verfolgung nationaler und liberaler Vereinigungen und Personen in den Staaten des Deutschen Bundes. Sie waren eine Reaktion auf die Ermordung des russischen Generalkonsuls und Dichters August von Kotzebue (1761-1819) durch den Giessener Burschenschafter Karl Ludwig Sand im März 1819. Die Bestimmungen der Karlsbader Beschlüsse Am 20.9.1819 in Kraft getretene Vereinbarungen zur Einschränkung des Vereins- und Versammlungsrechts, der Zensur sowie der Verfolgung nationaler und liberaler Vereinigungen und Personen in den Staaten des Deutschen Bundes. Sie waren eine Reaktion auf die Ermordung des russischen Generalkonsuls und Dichters August von Kotzebue (1761-1819) durch den Giessener Burschenschafter Karl Ludwig Sand im März 1819. Die Bestimmungen der Karlsbader Beschlüsse wurden erst am 2.4.1848 als Ergebnis der Märzrevolution aufgehoben. wurden erst am 2.4.1848 als Ergebnis der Märzrevolution aufgehoben.

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Kartell
Zusammenschluss von Unternehmen, der den Wettbewerb untereinander beschränken soll.

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Kasematten
(1) Geschütztes unterirdisches Festungsgebäude, (2) auf Kriegsschiffen ein Raum zur Unterbringung von Geschützen.

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Katasterwesen
siehe Kataster

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Kategorischer Imperativ
Ethische Grundnorm Immanuel Kants (1724-1804), die dazu auffordert, stets nur nach derjenigen Maxime zu handeln, durch die man zugleich wollen kann, dass sie allgemeines Gesetz werde.

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Kathedersozialisten
Polemische Bezeichnung für eine Reihe deutscher Nationalökonomen innerhalb der Historischen Schule am Ende des 19. Jahrhunderts, die eine staatliche Sozialpolitik zur Verbesserung der sozialen Lage der Arbeiterschaft forderten.

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Katzenmusik
Auch Charivari, bezeichnet eine bereits seit dem Mittelalter bekannte laute und unmelodische Form der Musik, die besonders in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert bei politischen Kundgebungen und Demonstrationen Verwendung fand.

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Kawerzen
Durch Privilegien abgesicherte christliche Geldverleiher.

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Kellnerei
Verwaltungsstelle für herrschaftliche Einkünfte.

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Kiautschou
Zwischen 1899 und 1914 vom Chinesischen Kaiserreich an das Deutsche Reich verpachtete Kolonie zur Errichtung eines deutschen Flottenstützpunktes in Ostasien an der chinesischen Ostküste.

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Kinematograph
Von den Brüdern Auguste und Louis Lumière (1862-1954 und 1864-1948) entwickelter Apparat, der Filmkamera, Filmprojektor und Kopiergerät in einem Gerät vereinte. Die erste öffentliche Aufführung fand am 28.12.1895 statt.

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Kirchspiel
Das von einer Pfarrkirche aus versorgte Gebiet, siehe auch Pfarre, Pfarrsprengel.

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Klassizismus
Epochenbegriff für die europäische Kunst von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis etwa 1830, umfasst Kunst, Architektur und Literatur. Als Gegenbewegung zu Barock Stilbegriff der neueren Kunst- und Literaturgeschichte, in etwa die Epoche 1600 bis 1750 umfassend. Die Bezeichung ist abgeleitet von portugiesisch barocco = unregelmäßig, sonderbar. Der Barock entstand in Italien, besonders in Rom. Die geschichtlichen Wurzeln liegen in der Gegenreformation und im Absolutismus. und Rokkoko ist der Klassizismus Epochenbegriff für die europäische Kunst von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis etwa 1830, umfasst Kunst, Architektur und Literatur. Als Gegenbewegung zu Barock und Rokkoko ist der Klassizismus von der Antiken Kunst und der Aufklärung beeinflusst und strebt klare, vereinfachende und schnörkellose Formen an. Bereits während der Regierungszeit Ludwigs XVI. (1774-1792) kehrte man in Frankreich zu klassischen Vorbildern zurück (Louis-Seize-Stil). Seit den 1760er Jahren verbreitete sich der aus Italien kommende Klassizismus in Frankreich. Sein Zentrum wurde Paris, wo Künstler wie Joseph-Marie Vien (1716-1809) und Jacques-Louis David (1748-1825) entscheidend zu seiner Popularität beitrugen. Eng verknüpft mit der französischen Revolution, entwickelte sich unter der Herrschaft Napoleons der sogenannte Empire-Stil. von der Antiken Kunst und der Aufklärung beeinflusst und strebt klare, vereinfachende und schnörkellose Formen an. Bereits während der Regierungszeit Ludwigs XVI. (1774-1792) kehrte man in Frankreich zu klassischen Vorbildern zurück (Louis-Seize-Stil). Seit den 1760er Jahren verbreitete sich der aus Italien kommende Klassizismus Epochenbegriff für die europäische Kunst von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis etwa 1830, umfasst Kunst, Architektur und Literatur. Als Gegenbewegung zu Barock und Rokkoko ist der Klassizismus von der Antiken Kunst und der Aufklärung beeinflusst und strebt klare, vereinfachende und schnörkellose Formen an. Bereits während der Regierungszeit Ludwigs XVI. (1774-1792) kehrte man in Frankreich zu klassischen Vorbildern zurück (Louis-Seize-Stil). Seit den 1760er Jahren verbreitete sich der aus Italien kommende Klassizismus in Frankreich. Sein Zentrum wurde Paris, wo Künstler wie Joseph-Marie Vien (1716-1809) und Jacques-Louis David (1748-1825) entscheidend zu seiner Popularität beitrugen. Eng verknüpft mit der französischen Revolution, entwickelte sich unter der Herrschaft Napoleons der sogenannte Empire-Stil. in Frankreich. Sein Zentrum wurde Paris, wo Künstler wie Joseph-Marie Vien (1716-1809) und Jacques-Louis David (1748-1825) entscheidend zu seiner Popularität beitrugen. Eng verknüpft mit der französischen Revolution, entwickelte sich unter der Herrschaft Napoleons der sogenannte Empire-Stil.

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Kleindeutsche Lösung
Auf der Frankfurter Nationalversammlung Auch Frankfurter Parlament oder Deutsche Nationalversammlung, erstes frei gewähltes deutsches Parlament, das 18.5.1848-31.5.1849 in der Frankfurter Paulskirche tagte. 1848 verabschiedetes Modell zur Vereinigung der Staaten des Deutschen Bundes unter Führung Preußens und Ausschluss Österreichs. Demgegenüber stand die Großdeutsche Lösung (1) Bezeichnung einer politischen Richtung des 19. Jahrhunderts, die eine nationalstaatliche Einigung aller deutschen Staaten einschließlich Österreichs anstrebte. Der österreichische Vielvölkerstaat sollte dabei zerschlagen und lediglich seine deutschsprachigen Gebiete eingegliedert werden, (2) nationalsozialistische Bezeichnung für das Deutsche Reich nach dem Anschluss Österreichs und des Sudetenlandes 1938. zur Diskussion (Einbeziehung Österreichs). Als Vorsstufe des Deutschen Kaiserreiches 1871 wurde die kleindeutsche Lösung Auf der Frankfurter Nationalversammlung 1848 verabschiedetes Modell zur Vereinigung der Staaten des Deutschen Bundes unter Führung Preußens und Ausschluss Österreichs. Demgegenüber stand die Großdeutsche Lösung zur Diskussion (Einbeziehung Österreichs). Als Vorsstufe des Deutschen Kaiserreiches 1871 wurde die kleindeutsche Lösung zunächst größtenteils mit der Gründung des Norddeutschen Bundes 1866 verwirklicht. zunächst größtenteils mit der Gründung des Norddeutschen Bundes 1866 verwirklicht.

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Klosterurbar
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Knappschaft
(1) Zusammenschluss von Bergleuten mit dem Ziel der Arbeitnehmerinteressenvertretung und der sozialen Absicherung, (2) Versicherungsträger für die Kranken- und Rentenversicherung.

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Kneipe
(1) Lokal, (2) für Feierlichkeiten der Studentenverbindung vorgesehener Raum im Korporationshaus (Haus der Verbindung), (3) tradtitionelle studentische Feier.

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Koalitionsfreiheit (Arbeiterschaft)
Bezeichnet das Recht von Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sich zur gemeinsamen Vertretung ihrer sozialen Interessen in Vereinigungen zusammen zu schließen.

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Koalitionskriege
Bezeichnet die von 1792-1815 andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen der französischen Republik beziehungsweise des napoleonischen Frankreich mit verschiedenen, in wechselnden Bündnissen stehenden europäischen Mächten, unter anderem Preußen, Österreich, Russland, Großbritannien, Portugal, Osmanisches Reich, Schweden, Neapel.

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Kollatur
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Kollegiatstift
Lateinisch, Kirche, in der eine mit Vermögen und Korporationsrechten ausgestattete Klerikergemeinschaft die Liturgie feiert. Kirche und Stiftsgebäude liegen in einem abgesonderten Rechtsraum.

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Kollektivismus
Lateinisch, gesellschaftspolitisches System, bei dem das Wohlergehen der Gruppe (etwa des Staates) dem Interesse des Individuums übergeordnet wird (Gegenbegriff: Individualismus).

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Kölner Ereignis
Bezeichnet den Konflikt zwischen dem preußischen Staat und der römisch-katholische Kirche zwischen 1836 und 1841 um die Frage der konfessionell gemischten Ehen und die Lehre des Bonner Universitätsprofessors Georg Hermes (Hermesianismus) sowie den Einfluss des Staates auf kirchliche Angelegenheiten. Den Höhepunkt bildete die Inhaftierung des Kölner Erzbischofs Clemens August von Droste zu Vischering 1837-1839. Die Kölner Wirren siehe Kölner Ereignis trugen in der Folge stark zur Enstehung und Etablierung eines politischen Katholizismus in Deutschland bei.

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Kölner Kirchenstreit
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Kölner Konföderation
Auf dem Kölner Hansetag (1) Versammlung der Mitgliederstädte der Hanse; der erste Hansetag fand wohl 1356 in Lübeck statt, der letzte 1669 ebenfalls in Lübeck. (2) In Anlehnung an diese Tradition finden seit 1980 die "Hansetage der Neuzeit" jährlich in einer anderen historischen Hansestadt statt. am 19.11.1367 geschlossenens Kriegsbündnis der Städte Lübeck, Rostock, Stralsund, Wismar, Kulm, Thorn, Elbing, Kampen, Harderwyk, Elburg, Amsterdam und Briel (Köln beteiligte sich nicht) gegen den dänischen König Waldemar IV. Atterdag (Regierungszeit 1340-1375). Ursprünglich befristet für die Dauer des Krieges zusätzlich drei Jahren, wurde das Bündnis immer wieder bis 1385 verlängert.

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Kölner Kreis
Unter der NS-Diktatur aus der katholischen Arbeiterbewegung gebildetes Widerstandsnetzwerk rheinischer und westfälischer Katholiken, dessen Zentrale sich im Kölner Kettler-Haus, der Verbandszentrale des Westdeutschen Arbeiterverbandes, befand. Bedeutende Mitglieder waren unter anderem Otto Müller (1870-1944), Nikolaus Groß (1848-1945) und Bernhard Letterhaus (1894-1944). Ziel der auch mit anderen Widerstandszirkeln zusammen arbeitenden Gruppe war eine demokratische Neuordnung nach dem Ende des Nationalsozialismus. Nach dem missglückten Attentat vom 20.7.1944 geriet auch der Kölner Kreis Unter der NS-Diktatur aus der katholischen Arbeiterbewegung gebildetes Widerstandsnetzwerk rheinischer und westfälischer Katholiken, dessen Zentrale sich im Kölner Kettler-Haus, der Verbandszentrale des Westdeutschen Arbeiterverbandes, befand. Bedeutende Mitglieder waren unter anderem Otto Müller (1870-1944), Nikolaus Groß (1848-1945) und Bernhard Letterhaus (1894-1944). Ziel der auch mit anderen Widerstandszirkeln zusammen arbeitenden Gruppe war eine demokratische Neuordnung nach dem Ende des Nationalsozialismus. Nach dem missglückten Attentat vom 20.7.1944 geriet auch der Kölner Kreis ins Blickfeld der NS-Justiz. Zahlreiche Mitglieder wurden ermordet oder in den Konzentrationslagern interniert. ins Blickfeld der NS-Justiz. Zahlreiche Mitglieder wurden ermordet oder in den Konzentrationslagern interniert.

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Kölner Wirren
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Köln-Gesetz
Am 1.1.1975 in Kraft getretenes "Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Köln" zum Abschluss der kommunalen Gebietsreform der Region Köln.

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Kölnische Volkszeitung
Ab 1868 durch Josef Bachem herausgegebene katholisch ausgerichtete Kölner Tageszeitung, die 1941 eingestellt wurde.

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Kölnischer Krieg
Auch Truchsessischer Krieg, 1583-1588, entzündete sich am Versuch des Kölner Erzbischofs und Kurfürsten Gebhard Truchsess von Waldburg, das Kölner Erzstift Bezeichnet die weltlichen Territorien eines Erzbischofs in seiner Funktion als Landesherr. in ein weltliches evangelischer Fürstentum umzuwandeln. Sein Scheitern bedeutete zugleich den Sieg der durch Bayern und die Spanischen Niederlande verfochtenen Gegenreformation am Niederrhein.

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Kölnischer Kunstverein
Gegründet am 2.4.1839 von Kölner Bürgern, fördert bis heute durch Ausstellungen zeitgenössische Kunst.

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Kommanditist
Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (KG).

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Kommers
Lateinisch, (1) Handel, Verkehr, (2) offizielle Feier einer Studentenverbindung.

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Kommerzienrat
Bis 1918 verliehener Ehrentitel für Kaufleute und Industrielle, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

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Kommilitone
Lateinisch (Kamerad), (1) Glaubensgefährte, (2) Studienkollege.

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Kommunalpolitische Vereinigung
Abkürzung KPV, bezeichnet die Unterorganisation einer Partei, deren Ziel es ist, die Arbeit der Partei auf kommunaler Ebene zu unterstützen und zu koordinieren.

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Kommunismus
Lateinisch (communis = gemeinschaftlich), bezeichnet seit dem 19. Jahrhundert politische Lehren und Ideologien, die auf der Grundlage des Kommunistischen Manifests von Friedrich Engels (1820-1895) und Karl Marx (1818-1883) von 1848 die Verwirklichung einer klassen- und herrscherlosen Gesellschaft durch Überwindung des Kapitalismus anstreben.

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Kommunistische Partei Deutschlands
Abkürzung KPD, gegründet am 1.1.1919 als Zusammenschluss verschiedener linksradikaler Gruppierungen, deren Ziel die Errichtung einer sozialistischen Republik war. In der Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. einflussreiche politische Kraft in klarer Abgrenzung zur SPD und starker Anlehnung an die Ideologie der sowjetischen KPdSU Kommunistische Partei der Sowjetunion. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der Sowjetunion. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU die mächtigste Partei der Sowjetunion. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 verboten. . Linksradikaler Gegenpol der NSDAP, 1933-1945 verboten. Wiederbegründung nach 1945. In der sowjetischen Besatzungszone fusionierte die KPD mit der SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands ), in der Bundesrepublik Deutschland wurde sie 1956 verboten.

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Kommunistisches Manifest
Von Friedrich Engels (1820-1895) und Karl Marx (1818-1883) 1848 auf Wunsche des  Bundes der Kommunisten entworfenes Manifest, in dem sie auf Grundlage der sogenannten marxistische Weltanschauung ein Programm für den Kommunimus entwickelten.

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Kompensationshändler
Lateinisch (compensare = vergleichen, ersetzen). Bei einem Kompensationsgeschäft verzichtet das Unternehmen auf Barzahlung und erhält als Gegenleistung für gelieferte Waren bestimmte Warenposten des Käufers. Da sich die Unternehmen im Vertrieb der meist branchenfremden Produkte nicht auskennen, werden Kompensationshändler Lateinisch (compensare = vergleichen, ersetzen). Bei einem Kompensationsgeschäft verzichtet das Unternehmen auf Barzahlung und erhält als Gegenleistung für gelieferte Waren bestimmte Warenposten des Käufers. Da sich die Unternehmen im Vertrieb der meist branchenfremden Produkte nicht auskennen, werden Kompensationshändler eingesetzt, die die Tauschware verkaufen sollen. eingesetzt, die die Tauschware verkaufen sollen.

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Komturei
Lateinisch, auch Kommende. Von einem Komtur (Vorsteher) geleitete Ordensniederlassung der geistlichen Ritterorden (zum Beispiel Johanniter oder Deutscher Orden). Mehrere Komtureien bilden eine Ballei Mehrere Niederlassungen (Kommenden) umfassender Verwaltungsbezirk des Deutschen Ordens. .

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Kondominium
Lateinisch-neulateinisch, auch Kondominat, gemeinsame Herrschaft zweier oder mehrerer Herren.

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Konfessionspolitik
Bezeichnet politische Maßnahmen und Gesetze zu Gunsten oder zur Unterdrückung bestimmter Konfessionen.

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Konfiszierung
Lateinisch, bezeichnet die entschädigungslose Entziehung des Eigentums.

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Konförderationsnotel
Lateinisch, auf dem Lübecker Hansetag (1) Versammlung der Mitgliederstädte der Hanse; der erste Hansetag fand wohl 1356 in Lübeck statt, der letzte 1669 ebenfalls in Lübeck. (2) In Anlehnung an diese Tradition finden seit 1980 die "Hansetage der Neuzeit" jährlich in einer anderen historischen Hansestadt statt. 1557 geschlossenes Bündnis zwischen 63 Hansestädten zur Reorganisation der Hanse nach den Unruhen der Reformation und des Schmalkaldischen Krieges. Die genau festgelegten Verpflichtungen der einzelnen Mitglieder wurden in der so genannten Konföderationsnotel niedergelegt. Zunächst auf zehn Jahre befristet, wurde die Konföderation 1579 verlängert und hatte bis zum Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges bestand.

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Konfuzianismus
Eine von dem chinesischen Philosophen Konfuzius (551-479 v. Chr.) begründete praxisorientierte philosophische Lehre, die wesentlich auf ethischer Verantwortung und der Ausrichtung auf das dao, dem rechten Weg oder Ideal des guten Lebens, basiert.

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Königshof
Lateinisch curia regis, bezeichnet (1) den sozialen und institutionellen Haushalt des Königs mit seinem Personal (Hofstaat) und den ihn umgebenden Personen, sowie die zugehörigen Institutionen (Hofkapelle, Hofgericht, Hoftag). Der Hof reiste mit dem König, Versammlungen des Gerichtshofes oder der allgemeinen Verwaltung tagten am jeweiligen Aufenthaltsort, (2) seit dem 9. Jahrhundert im Sinne von palatium (Königspfalz Lateinisch palatium, auch Reichspfalz, im Früh- und Hochmittelalter für die Unterkunft des reisenden Königshofes angelegte Stützpunkte in Form von Burgen oder großen Gutshöfen, die über das gesamte Reichsgebiet verstreut lagen. Bedeutende Pfalzen der karolingischen Könige waren Aachen, Worms, Ingelheim, Frankfurt am Main, Forchheim und Nimwegen; die sächsischen Kaiser residierten vornehmlich in Quedlinburg und Magdeburg. Weitere Pfalzen lagen unter anderem in Köln, Speyer, Mainz und Nürnberg. ) auf den Krongütern angelegte Gutshöfe zur Unterkunft des reisenden Königs und seines Gefolges.

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Königspfalz
Lateinisch palatium, auch Reichspfalz, im Früh- und Hochmittelalter für die Unterkunft des reisenden Königshofes angelegte Stützpunkte in Form von Burgen oder großen Gutshöfen, die über das gesamte Reichsgebiet verstreut lagen. Bedeutende Pfalzen der karolingischen Könige waren Aachen, Worms, Ingelheim, Frankfurt am Main, Forchheim und Nimwegen; die sächsischen Kaiser residierten vornehmlich in Quedlinburg und Magdeburg. Weitere Pfalzen lagen unter anderem in Köln, Speyer, Mainz und Nürnberg.

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Konstitutionelle Monarchie
Regierungsform, in welcher der Monarch als Staatsoberhaupt fungiert, aber durch die Verfassung und ihre parlamentarischen Organe kontrolliert und in seinen Machtbefugnissen eingeschränkt wird.

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Konstruktivismus
Lateinisch, in der Epistemologie (Erkenntnistheorie Das Teilgebiet der Philosophie betreffend, das sich mit der Natur, Grenzen, Ursprüngen und Möglichkeiten von Wissen beschäftigt. ) eine auf der Annahme basierende Theorie, dass Wissen nicht erworben ("entdeckt"), sondern (im sozialen, zum Beispiel wissenschaftlichen Kontext) konstruiert ("produziert") wird.

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Kontinentalsperre
Bezeichnet die von Napoleon 1806 verhängte Wirtschaftsblockade Großbritanniens, die den Höhepunkt des Wirtschaftskrieges des napoleonischen Frankreich gegen England markierte. Ziel der Blockade sollte ein wirtschaftliche Schwächung der britischen Großmacht sein, in der Folge war aber auch die kontinentale Wirtschaft stark eingeschränkt;auf dem europäischen Festland blühte der Schmuggel. Das Ausscheiden Russlands aus der Kontinentalsperre Bezeichnet die von Napoleon 1806 verhängte Wirtschaftsblockade Großbritanniens, die den Höhepunkt des Wirtschaftskrieges des napoleonischen Frankreich gegen England markierte. Ziel der Blockade sollte ein wirtschaftliche Schwächung der britischen Großmacht sein, in der Folge war aber auch die kontinentale Wirtschaft stark eingeschränkt;auf dem europäischen Festland blühte der Schmuggel. Das Ausscheiden Russlands aus der Kontinentalsperre nahm Napoleon zum Anlass für den Russlandfeldzug 1812. nahm Napoleon zum Anlass für den Russlandfeldzug 1812.

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Kontor
Lateinisch-französisch-niederländisch, (1) abgeleitet vom französischen Comptoir Französisch,  (1) Zähltisch, Rechentisch, (2) die Auslage, der lange Warentisch, (3) das Handelshaus, die Schreibstube, siehe auch Kontor. bezeichnet der Begriff den Geschäftsraum (Büro) eines Kaufmanns, (2) mittelalterliche Niederlassung hansischer Kaufleute oder von Handelsgesellschaften im Ausland.

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Konvent
Lateinisch (Zusammenkunft), Bezeichnung (1) für eine klösterliche Gemeinschaft, (2) für die Volksvertretung während der Französischen Revolution vom 21.9.1792 bis 26.10.1795, (3) für die Beratungsgremien in einer studentischen Verbindung (zum Beispiel Burschenkonvent, Altherrenkonvent).

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Konzentrationslager
Ursprünglich als „Schutzhaftlager“ verwendet, wurden die vom NS-Regime während des "Dritten Reiches" errichteten Lager zur Internierung missliebiger Personen (zum Beispiel Juden, Zigeuner, demokratische und kommunistische Politiker, Geistliche, NS-Widerstandskämpfer, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Behinderte und sogenannte Asoziale) genutzt. Als wichtiges Instrumente des Staatsterrors wurden bis Kriegsbeginn sieben KZ errichtet, bis 1945 22 Hauptlager mit zahlreichen Außenlagern und Außenkommandos. Neben der Nutzung als Arbeitslager dienten einige der KZ ab 1941 als Vernichtungslager.

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Kooperative Schule
Entwurf eines Schulmodells der 1970er Jahre, das die Auflösung des dreigliedrigen Schulsystems und eine Angliederung der Hauptschulen an die Realschulen, nach Bedarf auch an die Gymnasien vorsah. Das Gesetz wurde 1978 aufgrund eines Volksbegehrens annulliert.

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Kooperativer Kapitalismus
Kapitalismusmodell mit starker Verzahnung verschiedener Institutionen, favorisiert von dem deutschen Industriellen Paul Silverberg (1876-1959).

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Kopiar
Mittellateinisch, Vervielfältigung, bezeichnet eine Sammlung von Urkundenabschriften in Buchform zur Sicherung von Besitz, Titeln und Privilegien, auch Kopialbuch oder Kartular.

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Koreakrieg
Militärischer Konflikt zwischen dem kommunistischen Nordkorea und dem westlich orientierten Südkorea, der mit dem Einmarsch nordkoreanischer Truppen in Südkorea am 25.6.1950 begann und nach wechselhaften Verlauf mit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsvertrages am 27.7.1953 endete. Die Truppen Nordkoreas wurden durch China, Südkorea durch Verbände der UNO unter der Führung der USA unterstützt.

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KPdSU
Kommunistische Partei der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ).. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ).. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU Kommunistische Partei der Sowjetunion. Nach 1918 aus der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands hervorgegangene kommunistische Partei Sowjetrusslands und der Sowjetunion. Zwischen 1920 und 1991 war die KPdSU die mächtigste Partei der Sowjetunion. Nach Auflösung der Sowjetunion 1991 verboten. die mächtigste Partei der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ).. Nach Auflösung der SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). 1991 verboten.

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Krätzchensängerin
Interpretin volkstümlicher und mundartlicher rheinischer Lieder, welche alltägliche und lustige Begebenheiten zum Thema haben

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Kreisauer Kreis
Bezeichnet eine oppositionelle Widerstandsgruppe um Helmut Graf James von Moltke (1907-1945) und Peter Graf Yorck von Wartenburg (1904-1944) während des Zweiten Weltkriegs. Die etwa 20 aktiven Mitgliedern und ebenso viele Sympathisanten stammten aus allen gesellschaftlichen Schichten und trafen sich regelmäßig in kleineren Gruppen auf dem Familengut Kreisau der Grafen Moltke. Ziel des Kreises war es, den Nationalsozialismus durch ein auf den Menschenrechten beruhendes Staats- und Regierungskonzept zu verdrängen und die Bevölkerung zu eigenverantwortlichem politischem Handeln zu erziehen. Nach der Verhaftung Moltkes im Januar 1944 schlossen sich Teile des Kreisauer Kreises dem militärischen Widerstand um Claus Graf Schenk von Stauffenberg (1907-1944) an. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20.7.1944 gelang es der Gestapo, die Arbeit der Gruppe aufzudecken, zahlreiche Mitglieder wurden in der Folge verhaftet und zum Tode oder zu langjährigen Zuchthausstrafen verurteilt.

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Kreisobrist
Bezeichnet zwischen 1522 und 1806 das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. eines Hauptmanns in den Reichskreisen des Deutschen Reiches. Seine Aufgaben umfassten neben dem militärischen Vorsitz die Vollstreckung von reichsgerichtlichen Urteilen, Wahrung des Religions- und Landfriedens sowie Verwaltungsaufgaben.

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Kreuz der Ehrenlegion
Von Napoleon Bonaparte 1802 gestiftetes französisches Ehrenzeichen für zivile und militärische Verdienste.

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Kriegs- und Domänenkammer
Die Kriegs- und Domänenkammern als Provinzialbehörden im Königreich Preußen gingen aus der Zusammenlegung der Kriegskommissariate mit den Amtskammern hervor und wurden von König Friedrich Wilhelm I. (Regierungszeit 1713-1740) 1723 im Zuge der Reorganisation der Verwaltung geschaffen. Aufgabe der Kriegskommissariate war die Erhebung von Steuern und Abgaben für die Armee, den Amtskammern unterstand die Verwaltung der Domänen und der Einzug der Pachtgelder.  Die Kriegs- und Domänenkammern unterstanden dem Generaldirektorium (General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domainendirektorium) in Berlin und bestanden bis zur Stein-Hardenbergschen Verwaltungsreform 1808.

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Kriegsgedenkmünze von 1815
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Kriegskommissariat
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Kriegsobrist
In den deutschen Reichskreisen der vom Kreistag gewählte oberste Befehlshaber des Kreisaufgebots.

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Kriegsschuldartikel
Bezeichnet § 231 des Versailler Vertrags von 1919 (Kriegsschuldparagraph), worin dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten die alleinige Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zugesprochen wurde und es zu Gebietsabtretungen und Reparationszahlungen an die Siegermächte verpflichtete. In den nächsten Jahrzehnten wurde die Frage nach der Schuld am Ausbruch des Kriegs immer wieder politisch und nach 1945 auch in der Geschichtswissenschaft diskutiert.

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Kriegsschuldfrage
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Kritizismus
Griechisch, Kunst der Beurteilung, als Kritizismus Griechisch, Kunst der Beurteilung, als Kritizismus bezeichnet Kant die von ihm in der Erkenntnistheorie angewandte Methode, Bedingungen, Umfang und Grenzen von Erkenntnis zu prüfen. Als Synonym für "kritische Philosophie" bezeichnet der Kritizismus zudem eine von Alois Riehl (1844-1924) gegründete Strömung des Neukantianismus. bezeichnet Kant die von ihm in der Erkenntnistheorie Das Teilgebiet der Philosophie betreffend, das sich mit der Natur, Grenzen, Ursprüngen und Möglichkeiten von Wissen beschäftigt. angewandte Methode, Bedingungen, Umfang und Grenzen von Erkenntnis zu prüfen. Als Synonym für "kritische Philosophie" bezeichnet der Kritizismus Griechisch, Kunst der Beurteilung, als Kritizismus bezeichnet Kant die von ihm in der Erkenntnistheorie angewandte Methode, Bedingungen, Umfang und Grenzen von Erkenntnis zu prüfen. Als Synonym für "kritische Philosophie" bezeichnet der Kritizismus zudem eine von Alois Riehl (1844-1924) gegründete Strömung des Neukantianismus. zudem eine von Alois Riehl (1844-1924) gegründete Strömung des Neukantianismus Philosophische Strömung, die eine Philosophie auf Grundlage der Methode Immanuel Kants anstrebte. .

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Krönungsrecht
Bezeichnet das Recht, den Monarchen zu krönen, in der Regel durch den höchsten Kirchenfürsten des Landes ausgeübt.

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Kryptogame
Geheim- oder Verborgenblüher; Pflanze, deren Vermehrung ohne Blüte vonstatten geht.

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Kryptogramm
Griechisch, verborgene Schrift,  (1) Text in verschlüsselter Schrift, (2) mathematisches Rätsel.

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Kulturbund
Kulturbund Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund", 1974 in "Kulturbund der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund e.V. weitergeführt. zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund", 1974 in "Kulturbund der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund e.V. weitergeführt. ", 1974 in "Kulturbund Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund", 1974 in "Kulturbund der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund e.V. weitergeführt. der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund", 1974 in "Kulturbund der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund e.V. weitergeführt. mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, 1945 durch die sowjetische Militäradministration gegründete kulturelle, überparteiliche Organisation zur Erziehung der Bürger und insbesondere Intellektueller in demokratischen, sozialistischen und antifaschistischen Denkweisen,  1958 in "Deutscher Kulturbund", 1974 in "Kulturbund der DDR" umbenannt. Über die sowjetische Zone und die spätere DDR hinaus existierten zahlreiche weitere Ablegergruppen (unter anderem an der Universität Bonn). In der DDR war der Kulturbund mit einer Fraktion in der Volkskammer vertreten und setzte sich für den Sozialismus ein. Nach Auflösung der DDR wird die Arbeit des Kulturbundes heute vom Kulturbund e.V. weitergeführt. e.V. weitergeführt.

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Kulturkampf
Krise des Deutschen Kaiserreiches unter Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. Otto von Bismarck und der römisch-katholischen Kirche sowie der politisch-parlamentarischen Vertretung der katholischen Bevölkerung des Reiches (insbesondere der Zentrumspartei) zwischen 1871 und 1891. Streitpunkte waren die Aufhebung der katholischen Abteilung des preußischen Kultusministeriums durch Bismarck, das Festhalten der Kirche am Unfehlbarkeitsdogma, die Einführung der Zivilehe sowie die Repressionen gegen katholische Geistliche und der Einfluss des Staates auf die Kirche. Nach dem "Kanzelparagraphen" 1871 (Änderung des Strafgesetzbuches, wonach es Geistlichen aller Religionen verboten war, sich in Ausübung ihres Amtes in öffentlichen Stellungnahmen politisch zu äußern, galt bis 1953), dem Verbot der Jesuitenniederlassungen 1872 und der Einführung der staatlichen Schulaufsicht, bildeten die sogenannten Maigesetze 1873 (staatliche Kontrolle von Ausbildung und Einstellung der Geistlichen) den Höhepunkt des Kulturkampfes. Die Verschärfung der Bestimmungen über die Verwaltung des Kirchenvermögens beendete 1878 die  Kulturkampfgesetzgebung. Die 1886 und 1887 erlassenen "Friedensgesetze" führten schließlich zur Beilegung des Konflikts.

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Kurator
Lateinisch, (1) Vormund, Pfleger, (2) Verwalter einer Stiftung, (3) Staatsbeamter in der Universitätsverwaltung zur Verwaltung des Vermögens und zur Wahrnehmung der Rechtsgeschäfte, (3) wissenschaftlicher Leiter eines Museums, einer Sammlung oder einer Ausstellung.

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Kurfürst
Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten.

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Kurverein
In Rhens am Rhein 1339 geschlossenes, unbefristetes Bündnis der Kurfürsten gegen päpstliche Einmischung bei der Königswahl. Die Kurfürsten wiesen die Forderung des Papstes nach Bestätigung ihrer Königswahl zurück.

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Kuxe
Anteil an einem Bergwerk, das als bergrechtliche Gewerkschaft betrieben wird.

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KV
(Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine) 1865 gegründeter deutscher Korporationsverband nicht farbentragender Studentenverbindungen. Ihren Ursprung nahmen sowohl KV (Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine) 1865 gegründeter deutscher Korporationsverband nicht farbentragender Studentenverbindungen. Ihren Ursprung nahmen sowohl KV, als auch CV (farbentragend) in dem 1863 gegründeten Kartell katholischer Studentenverbindungen. Der KV widmete sich weniger der Untermauerung des studentischen Brauchtums, als der religiös-kulturellen Arbeit. , als auch CV (farbentragend) in dem 1863 gegründeten Kartell Zusammenschluss von Unternehmen, der den Wettbewerb untereinander beschränken soll. katholischer Studentenverbindungen. Der KV (Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine) 1865 gegründeter deutscher Korporationsverband nicht farbentragender Studentenverbindungen. Ihren Ursprung nahmen sowohl KV, als auch CV (farbentragend) in dem 1863 gegründeten Kartell katholischer Studentenverbindungen. Der KV widmete sich weniger der Untermauerung des studentischen Brauchtums, als der religiös-kulturellen Arbeit. widmete sich weniger der Untermauerung des studentischen Brauchtums, als der religiös-kulturellen Arbeit.

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Kyffhäuserverband
Am 6.8.1881 gründeten Vereine Deutscher Studenten unter der Führung Diederich Hahns und Friedrich Naumanns den „Verband der Vereine deutscher Studenten“ (VVDst) – auch Kyffhäuserverband Am 6.8.1881 gründeten Vereine Deutscher Studenten unter der Führung Diederich Hahns und Friedrich Naumanns den „Verband der Vereine deutscher Studenten“ (VVDst) – auch Kyffhäuserverband (namensgebend: Kyffhäuserfest). Der Leitspruch des Verbands lautete „Mit Gott für Kaiser und Reich“. (namensgebend: Kyffhäuserfest). Der Leitspruch des Verbands lautete „Mit Gott für Kaiser und Reich“.

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