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 Glossar 

Im Glossar werden Begriffe und historische Ereignisse aus allen Sparten des Internetportals erläutert. Das Glossar befindet sich im Aufbau und wird laufend ergänzt.


TitelBeschreibung
Rabitzkonstruktionen
Bezeichnung für eine 1878 von Carl Rabitz (1823-1891) erfundene Leichtbauwand von drei bis vier Zentimeter Stärke aus Stahlgeflecht mit Gips- oder Kalkmörtelbewurf, dem Faserstoffe beigemischt sind.

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RAF
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RAF Bomber Command
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Rastatter Frieden
Beendete 1714 den spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714). Der Konflikt entzündete sich zwischen dem Hauptgegenern Frankreich und einer österreichisch-englischen Allianz um die Thronfolge des kinderlosen spanischen Königs Karl II. Als Ergebnis des Rastatter Friedens gelang es Frankreich mit den Bourbonen eine französische Dynastie auf dem spanischen Thron zu etablieren. Gleichzeitig hatte sich Frankreich damit aus der seit dem 16.Jahrhundert existierenden "Habsburgischen Umklammerung" lösen können, musste aber alle rechtsrheinischen Eroberungen räumen.

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Räterepublik
Bezeichnet ein Herrschaftssystem, bei dem die staatliche Herrschaft durch Räte ausgeübt wird; Form der direkten Demokratie. Räterepubliken entstanden nach dem Ersten Weltkrieg in verschiedenen europäischen Staaten, darunter in Deutschland, waren aber von kurzfristiger Dauer.

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Rationalismus
Lateinisch-neulateinisch. philosophische Position - besonders häufig in der Erkenntnistheorie Das Teilgebiet der Philosophie betreffend, das sich mit der Natur, Grenzen, Ursprüngen und Möglichkeiten von Wissen beschäftigt. vertreten -, welche  der Vernunft höchste oder sogar alleinige Priorität über alle anderen Arten des Erkenntnisgewinns einräumt.   

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Realismus
In der bildenden Kunst die Gestaltungsweise, die die optische Erscheinung der Wirklichkeit so wiedergibt, dass deren Hauptmerkmale (Proportionen, plastische und farbige Werte, Distanzen, Lichtverhältnisse) erhalten bleiben.

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Realkredit
Kredit gegen Bestellung von Grundpfandrechten (Hypothek oder Grundschuld).

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Rechenkammer
Behörde in der Verwaltung des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Territorialstaats, die für die Finanzverwaltung zuständig war.

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Regularkanoniker
Regulierte Chorherren, nach der so genannten Augustinerregel lebende Kleriker an einer Stifts- oder Kollegiatkirche (Augustinerchorherren Gemeinschaften von Weltpriestern, die der Augustinerregel folgen. ).

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Reichsdozentenschaft
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Reichsexekution
(1) Die in der Reichsexekutionsordnung von 1555 festgelegten Mittel zur Vollstreckung der verhängten Reichsacht und zur Sicherung des Friedens durch die Truppen der Reichskreise. (2) Nach der Reichsverfassung von 1919 die Maßnahmen des Reichspräsidenten gegen ein Land des Deutschen Reiches, wenn es die ihm nach der Reichsverfassung und in den Reichsgesetzen obliegenden Pflichten nicht erfüllte.

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Reichsfreiheit
Im Spätmittelalter und in der Frühneuzeit rechtlicher Status der Personen oder Institutionen, die keinem Landesherrn, sondern unmittelbar dem König unterstanden. Reichsfreiheit Im Spätmittelalter und in der Frühneuzeit rechtlicher Status der Personen oder Institutionen, die keinem Landesherrn, sondern unmittelbar dem König unterstanden. Reichsfreiheit besaßen die Reichsstände (-fürsten, -grafen, -städte), die Reichsdörfer sowie Reichsbeamte und Inhaber von Reichsgut. besaßen die Reichsstände (-fürsten, -grafen, -städte), die Reichsdörfer sowie Reichsbeamte und Inhaber von Reichsgut.

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Reichsführer
Höchster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Generalfeldmarschalls der Wehrmacht.

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Reichsfürstenrat
Auch Fürstenbank, Fürstenrat, das zweite Kollegium des Reichstags des alten Deutschen Reiches (bis 1806).

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Reichsgau
1939-1945 Bezeichnung für den Ländern entsprechender Verwaltungsbezirk der dem Deutschen Reich neu einverleibten Gebiete.

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Reichskanzler
Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt (1) Dienst, (2) im Territorialstaat vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches Verwaltungsbezirk, kleinste Verwaltungseinheit, (3) seit den 1920er Jahren bis zur 1975 abgeschlossenen kommunalen Neugliederung Bezeichnung für einen Gemeindezusammenschluss, (4) Bezeichnung für Zunft. lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. , den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt.

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Reichskommissar
Leiter einer für besondere Zwecke geschaffenen und mit Sondervollmachten ausgestatteten höheren Behörde während der Zeit des Nationalsozialismus. Reichskommissare wurden zum Beispiel für die besetzten Gebiete (zum Beispiel Norwegen und die Niederlande) eingesetzt, nahmen aber auch Aufgaben im Luftfahrtwesen oder der zivilen Verwaltung wahr.

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Reichskommissar Norwegen
Während des Zweiten Weltkriegs oberste zivile Regierungsgewalt im besetzten Norwegen; beim deutschen Überfall auf Norwegen am 9.4.1940 war die norwegische Regierung nicht zur Zusammenarbeit mit der Besatzung bereit, sondern ging mit dem König an der Spitze nach London ins Exil. Adolf Hitler (1889-1945) setzte daraufhin am 21.4.1940 Josef Terboven, Gauleiter von Essen und  Oberpräsident Seit dem 17. Jahrhundert Bezeichnung für den Landesstatthalter einer Provinz in Preußen, seit 1808 beziehungsweise 1815 Amtsbezeichnung für den Leiter der Verwaltung einer preußischen Provinz. Der Oberpräsident der Rheinprovinz hatte seinen Dienstsitz in der Provinzhauptstadt Koblenz. Mit dem Land Preußen wurde auch 1945 (formales Ende 1947) das Amt abgeschafft. der Rheinprovinz, als unmittelbar ihm unterstellten Reichskommissar Leiter einer für besondere Zwecke geschaffenen und mit Sondervollmachten ausgestatteten höheren Behörde während der Zeit des Nationalsozialismus. Reichskommissare wurden zum Beispiel für die besetzten Gebiete (zum Beispiel Norwegen und die Niederlande) eingesetzt, nahmen aber auch Aufgaben im Luftfahrtwesen oder der zivilen Verwaltung wahr. ein, mit der Aufgabe, die Ressourcen Norwegens für die deutsche Kriegswirtschaft zu sichern und eine Neuordnung des Landes im nationalsozialistischem Sinne durchzuführen. Das Reichskomissariat bestand bis zum 7.5.1945.

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Reichskristallnacht
Bezeichnung für den Pogrom Russisch, im zaristischen Russland ab 1881 Judenverfolgung, danach allgemein Hetze, Ausschreitung gegen nationale, religiöse, rassische Gruppen. gegen die Juden im Deutschen Reich am 9./10.11.1938. Die Herkunft der Bezeichnung ist ungeklärt.

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Reichskulturkammer
(Oft: RKK) Am 22.9.1933 von Josef Goebbels als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Mittel um die deutschen Kunstschaffenden gleichzuschalten, da eine Nichtaufnahme oder ein Ausschluss meist wie ein staatlich verordnetes Berufsverbot wirkte. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, nonkonforme Künstler vom öffentlichen und kulturellen Leben auszuschließen.

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Reichsland Elsaß-Lothringen
Das 1871-1918 der Verwaltung und Regierung des Deutschen Reiches unmittelbar unterstehende Elsaß-Lothringen.

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Reichslehen
Auch Reichsmannlehen, unmittelbar vom Reichsoberhaupt (des Alten Deutschen Reiches bis 1806) abhängiges Lehen.

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Reichsmatrikel
Ursprünglich Verzeichnis der Reichsstände, dann insbesondere die darin enthaltenen, von den Ständen aufzubringenden Truppenkontingente und Steuern; die erste Reichsmatrikel Ursprünglich Verzeichnis der Reichsstände, dann insbesondere die darin enthaltenen, von den Ständen aufzubringenden Truppenkontingente und Steuern; die erste Reichsmatrikel wurde 1422 angelegt, die  Einrichtung wurde aber erst mit dem Reichstag zu Worms 1521 wirksam. Die so genannte Wormser Matrikel bot - öfters abgeändert - die Grundlage für die Aufstellung des Reichsheeres bis 1806. wurde 1422 angelegt, die  Einrichtung wurde aber erst mit dem Reichstag Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags. zu Worms 1521 wirksam. Die so genannte Wormser Matrikel bot - öfters abgeändert - die Grundlage für die Aufstellung des Reichsheeres bis 1806.

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Reichsort
Ort, der unmittelbar Kaiser und Reich unterstand.

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Reichspogromnacht
Vom NS-Regime organisierte deutschlandweite Ausschreitungen gegen jüdische Bürger und Einrichtungen der jüdischen Gemeinden in der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938. Von der nationalsozialistischen Propaganda zynisch auch „Reichskristallnacht Bezeichnung für den Pogrom gegen die Juden im Deutschen Reich am 9./10.11.1938. Die Herkunft der Bezeichnung ist ungeklärt. “ genannt, markiert sie den Übergang von der jüdischen Diskriminierung zur systematischen Massenverfolgung durch die Nationalsozialisten.

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Reichsprotektor
Nach der Besetzung und Annexion des böhmisch-mährischen Teils der Tschechoslowakei 1939 übernahm der durch Adolf Hitler (1889-1945) ernannte ReichsprotektorNach der Besetzung und Annexion des böhmisch-mährischen Teils der Tschechoslowakei 1939 übernahm der durch Adolf Hitler (1889-1945) ernannte Reichsprotektor die Hoheitsrechte im besetzten Gebiet. Unter dem Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Konstantin Freiherr von Neurath (1873-1956), wurde ein Besatzungsregime installiert und das Protektorat dem Deutschen Reich eingegliedert. die Hoheitsrechte im besetzten Gebiet. Unter dem ReichsprotektorNach der Besetzung und Annexion des böhmisch-mährischen Teils der Tschechoslowakei 1939 übernahm der durch Adolf Hitler (1889-1945) ernannte Reichsprotektor die Hoheitsrechte im besetzten Gebiet. Unter dem Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Konstantin Freiherr von Neurath (1873-1956), wurde ein Besatzungsregime installiert und das Protektorat dem Deutschen Reich eingegliedert. von Böhmen und Mähren, Konstantin Freiherr von Neurath (1873-1956), wurde ein Besatzungsregime installiert und das Protektorat Lateinisch, Schutzherrschaft, Gönnerschaft, auch Ehrenvorsitz, bedeutet (1) völkerrechtlich die Schutzherrschaft eines Staates oder einer Staatenmehrheit über einen anderen Staat und bezeichnet dabei nicht nur das Schutz- und Abhängigkeitsverhältnis, sondern auch den abhängigen Staat, (2) staatsrechtlich früher auch die Schutzgewalt eines Staates über seine Kolonien. Vom völkerrechtlichen Protektorat unterscheidet sich das staatsrechtliche vor allem dadurch, das dass Schutzgebiet kein eigener Staat ist, der sich unter die Schutzherrschaft eines anderen Staates begeben oder ihm unterworfen hat, sondern dass es staats-und völkerrechtlich als Inland des Staates anzusehen ist, unter dessen Herrschaft es steht. dem Deutschen Reich eingegliedert.

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Reichsschrifttumskammer
Abkürzung RSK, gegründet am 1.1.1933, eine der sieben Einzelkammern der unter der Leitung von Joseph Goebbels stehenden Reichskulturkammer (Oft: RKK) Am 22.9.1933 von Josef Goebbels als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Mittel um die deutschen Kunstschaffenden gleichzuschalten, da eine Nichtaufnahme oder ein Ausschluss meist wie ein staatlich verordnetes Berufsverbot wirkte. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, nonkonforme Künstler vom öffentlichen und kulturellen Leben auszuschließen. . Die RSK sollte der "Freihaltung des Schrifttums von ungeeigneten und unzuverlässigen Elementen" dienen. Wer im Literaturbetrieb stätig sein wollte, musste laut Anordnung vom 30.7.1934 die Mitgliedschaft in der RSK nachweisen. Nicht aufgebommen wurden Personen, die den Ariernachweis Von den Nationalsozialisten seit April 1933 für Beamte und öffentlich Bedienstete, ab 1935 für alle deutschen Bürger vorgeschriebener Nachweis der "arischen" Abstammung durch urkundlich beglaubigte Ahnentafeln. Der "große Ariernachweis“ reichte bis zum Jahr 1800 zurück und wurde für den Eintritt in die  NSDAP und ihre Gliederungen (für die SS bis zum Jahr 1750) verlangt, ansonsten genügte der „kleine Ariernachweis“ bis zu den Großeltern. nicht erbringen konnten oder gegen die NS-Ideologie verstoßen hatten. Für nicht-regime konforme Liiteratuschaffenden gab es in NS-Deutschland kaum eine Möglichkeit zu veröffentlichen, da sämtliches Schrifttum vorher einer politischen Zensur unterzogen werden sollte. Da die RSK dazu allein nicht in der Lage war, wurden im März 1939 Buchhändler und Verleger durch die "Anordnung  zum Schutze der verantwortlichen Persönlichkeit im Buchhandel" in die Verantwortung genommen.

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Reichsstadt
Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet.

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Reichsstadtprivileg
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Reichstag
Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags.

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Reichsunmittelbarkeit; reichsunmittelbar
Nicht einem Landesherrn, sondern allein Kaiser und Reich unterstehend.

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Reichsverband der deutschen Industrie
Abkürzung RdI, während der Weimarer Zeit Spitzenverband der industriellen Unternehmerverbände, gegründet 1919 durch Zusammenschluss des "Bundes der Industriellen", des "Centralverbandes deutscher Industrieller" und des "Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie Deutschlands". 1933 Zusammenschluss mit der "Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände" zum "Reichsstand der Deutschen Industrie".

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Reichsverweser
Nimmt die Vertretung des Monarchen während einer Thronvakanz wahr.

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Reidemeister
Unternehmer im Metallgewerbe (16. - frühes 19. Jahrhundert).

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Rektor
Lateinisch-mittellateinisch, (1) Leiter einer Hochschule, (2) Leiter einer Grund-, Haupt-, Sonder- oder Realschule, (3) katholischer Geistlicher an einer Filialkirche (1) Kirchenrechtlich unselbständige, einer Haupt- (Mutter-)kirche untergeordnete Kirche, (2) von einer älteren Pfarrkirche gelöste verselbständigte Kirche. , einem Seminar oder ähnlichen Einrichtungen.

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Rektorat
(1) Amtsausübung eines Rektors, zum Beispiel einer Schule oder Hochschule, (2) selbständiger Seelsorgesprengel, der keine kanonische Pfarre ist, oft Zwischenschritt zur selbständigen Pfarre; Filialkirche (1) Kirchenrechtlich unselbständige, einer Haupt- (Mutter-)kirche untergeordnete Kirche, (2) von einer älteren Pfarrkirche gelöste verselbständigte Kirche. .

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Renaissance
Lateinisch-französisch (Wiedergeburt), (1) geistig-kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, ausgehend von Italien im 15. Jahrhundert, gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf Werte und Formen der griechisch-römischen Antike, drückte sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst und Architektur aus, (2) geistig-künstlerische Bewegung, die an ältere Traditionen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, anzuknüpfen versucht (zum Beispiel karolingische RenaissanceLateinisch-französisch (Wiedergeburt), (1) geistig-kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, ausgehend von Italien im 15. Jahrhundert, gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf Werte und Formen der griechisch-römischen Antike, drückte sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst und Architektur aus, (2) geistig-künstlerische Bewegung, die an ältere Traditionen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, anzuknüpfen versucht (zum Beispiel karolingische Renaissance), (3) allgemein Wiederaufleben, neue Blüte.), (3) allgemein Wiederaufleben, neue Blüte.

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Rennfeuerverhüttung
Eisenschmelze (9.-15. Jahrhundert).

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Reparationen
Kriegsentschädigungen, Wiedergutmachungsleistungen.

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Resignation
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Résistance
Lateinisch-französisch, Sammelbegriff für die französische beziehungsweise belgische Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzung.

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Rezession
Phase konjunkturellen Abschwungs mit sinkendem Bruttoinlandsprodukt.

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Rheinbund
Der auf Initiative Napoleons I. zustandegekommene Bund knüpfte an den Fürstenbund gleichen Namens von 1658 an und besiegelte die enge Verbindung zwischen den deutschen Mittelstaaten und Frankreich. Die Vertreter von 16 süd- und südwestdeutschen Staaten unterzeichneten am 12.7.1806  in Paris die Bündnisakte und gingen die Verpflichtung ein, sich vom Reich loszusagen. Am 6.8.1806 legte Kaiser Franz II. (Regierungszeit als römisch-deutscher Kaiser 1792-1806) die Kaiserkrone nieder. Damit war das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekommen. Der RheinbundDer auf Initiative Napoleons I. zustandegekommene Bund knüpfte an den Fürstenbund gleichen Namens von 1658 an und besiegelte die enge Verbindung zwischen den deutschen Mittelstaaten und Frankreich. Die Vertreter von 16 süd- und südwestdeutschen Staaten unterzeichneten am 12.7.1806  in Paris die Bündnisakte und gingen die Verpflichtung ein, sich vom Reich loszusagen. Am 6.8.1806 legte Kaiser Franz II. (Regierungszeit als römisch-deutscher Kaiser 1792-1806) die Kaiserkrone nieder. Damit war das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekommen. Der Rheinbund löste sich Ende 1813 auf, nachdem Bayern durch den Vertrag von Ried vom 8.10.1813 ausgeschieden war. löste sich Ende 1813 auf, nachdem Bayern durch den Vertrag von Ried vom 8.10.1813 ausgeschieden war.

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Rheinische Allianz
Bund der drei geistlichen Kurfürsten (Köln, Mainz, Trier), des Herzogs von Jülich-Berg und weiterer Reichsfürsten vom 14.8.1658 zur Wahrung des Westfälischen Friedens von 1648, dem Schweden für seine deutschen Fürstentümer und am 15.8.1658 Ludwig XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) beitraten. Brandenburg folgte 1665. Zweimal erneuert, übte der RheinbundDer auf Initiative Napoleons I. zustandegekommene Bund knüpfte an den Fürstenbund gleichen Namens von 1658 an und besiegelte die enge Verbindung zwischen den deutschen Mittelstaaten und Frankreich. Die Vertreter von 16 süd- und südwestdeutschen Staaten unterzeichneten am 12.7.1806  in Paris die Bündnisakte und gingen die Verpflichtung ein, sich vom Reich loszusagen. Am 6.8.1806 legte Kaiser Franz II. (Regierungszeit als römisch-deutscher Kaiser 1792-1806) die Kaiserkrone nieder. Damit war das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekommen. Der Rheinbund löste sich Ende 1813 auf, nachdem Bayern durch den Vertrag von Ried vom 8.10.1813 ausgeschieden war. fast zwei Jahrzehnte lang bestimmenden Einfluss auf die Reichspolitik aus.

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Rheinischer Melioratsfonds
Durch preußische Kabinettsorde vom 20.2.1856 gegründet, diente der Förderung land- und forstwirtschaftlicher Verbesserungen und Wegebauten in bedürftigen Gegenden der Rheinprovinz durch Darlehn. Zusammen mit der 1852 gegründeten Provinzialhilfskasse ging der Melioratsfonds 1873 in die Zuständigkeit des Provinzialverwaltungsrates über und mit dem Dotationsgesetz vom 8.7.1875 an den Provinzialverband.

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Rheinischer Provinziallandtag
Am 5.6.1823 erließ der preußische König das Gesetz über die Anordnung von Provinzialständen. Es folgten acht Gesetze für die einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. erschien am 27.3.1824. Dieser trat erst am 29.11.1826 erstmals zusammen. Er tagte in Düsseldorf und setzte sich aus vier Ständen  - Fürsten, Ritter, Städte, Landgemeinden -  zusammen. Von den 80 Mitgliedern entfielen fünf Abgeordnete auf den ersten Stand, auf die anderen drei Stände jeweils 25. Die Wählbarkeit war an Grundeigentum gebunden, das nach der Höhe der Grundsteuer bemessen wurde. Der ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. tagte alle zwei bis drei Jahre, seit 1841 regelmäßig alle zwei Jahre. 1842 wurde ein ständiger Ausschuss geschaffen, womit der Aufbau der späteren selbständigen Verwaltung der ständischen Anstalten und einer provinzialen Kommunalverwaltung begann, ab 1875 Provinzialverwaltung Als Teil der staatlichen Verwaltung für einen bestimmten Provinzbezirk zuständig. Die Provinzialverwaltung der preußischen Rheinprovinz unter der Leitung des Oberpräsidenten hatte von 1822 bis 1945 ihren Sitz in Koblenz. . Die letzte Wahl zum Rheinischen ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. fand am 12.3.1933 statt; mit Gesetz vom 15.12.1933 wurden die Provinziallandtage in Preußen aufgelöst.

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Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz
1906 in Köln gegründeter Verein zur Bewahrung von Natur- und Baudenkmälern.

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Rheinisches Wörterbuch
Großlandschaftliches Dialektwörterbuch, das die Mundarten der ehemaligen Rheinprovinz in neun Bänden umfassend dokumentiert.

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RheinlandbastardDiskriminierender Ausdruck für die Kinder von deutschen Frauen und dunkelhäutigen Besatzungssoldaten zwischen 1919 und 1930.

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Rhenser Weistum
Bezeichnung für eine förmliche Erklärung zur Königswahl aus dem Jahr 1338 durch ein  Bündnis aller Kurfürsten mit Ausnahme des Königs von Böhmen (Rhenser Kurverein In Rhens am Rhein 1339 geschlossenes, unbefristetes Bündnis der Kurfürsten gegen päpstliche Einmischung bei der Königswahl. Die Kurfürsten wiesen die Forderung des Papstes nach Bestätigung ihrer Königswahl zurück. ). Den Anlass bot das Scheitern der Verhandlungen zwischen Reich und Papst hinsichtlich dessen Anspruch auf das  Bestätigungsrecht der Königswahl. Das Rhenser WeistumBezeichnung für eine förmliche Erklärung zur Königswahl aus dem Jahr 1338 durch ein  Bündnis aller Kurfürsten mit Ausnahme des Königs von Böhmen (Rhenser Kurverein). Den Anlass bot das Scheitern der Verhandlungen zwischen Reich und Papst hinsichtlich dessen Anspruch auf das  Bestätigungsrecht der Königswahl. Das Rhenser Weistum stellte fest, dass ein von den Kurfürsten oder deren Mehrheit gewählter deutscher König nicht der Bestätigung durch den Papst bedürfe. Der Rhenser Kurverein und das Rhenser Weistum gelten über die Verkündung der kurfürstlichen Rechte hinsichtlich der Königswahl hinaus als der Beginn einer gesamtkurfürstlichen Politik. Das Rhenser Weistum wurde zur Grundlage des von Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347)  ebenfalls 1338 erlassenen Reichsgesetzes Licet iuris, das dem deutschen König nach seiner Wahl alles kaiserlichen Rechte zugestand. stellte fest, dass ein von den Kurfürsten oder deren Mehrheit gewählter deutscher König nicht der Bestätigung durch den Papst bedürfe. Der Rhenser Kurverein In Rhens am Rhein 1339 geschlossenes, unbefristetes Bündnis der Kurfürsten gegen päpstliche Einmischung bei der Königswahl. Die Kurfürsten wiesen die Forderung des Papstes nach Bestätigung ihrer Königswahl zurück. und das Rhenser WeistumBezeichnung für eine förmliche Erklärung zur Königswahl aus dem Jahr 1338 durch ein  Bündnis aller Kurfürsten mit Ausnahme des Königs von Böhmen (Rhenser Kurverein). Den Anlass bot das Scheitern der Verhandlungen zwischen Reich und Papst hinsichtlich dessen Anspruch auf das  Bestätigungsrecht der Königswahl. Das Rhenser Weistum stellte fest, dass ein von den Kurfürsten oder deren Mehrheit gewählter deutscher König nicht der Bestätigung durch den Papst bedürfe. Der Rhenser Kurverein und das Rhenser Weistum gelten über die Verkündung der kurfürstlichen Rechte hinsichtlich der Königswahl hinaus als der Beginn einer gesamtkurfürstlichen Politik. Das Rhenser Weistum wurde zur Grundlage des von Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347)  ebenfalls 1338 erlassenen Reichsgesetzes Licet iuris, das dem deutschen König nach seiner Wahl alles kaiserlichen Rechte zugestand. gelten über die Verkündung der kurfürstlichen Rechte hinsichtlich der Königswahl hinaus als der Beginn einer gesamtkurfürstlichen Politik. Das Rhenser WeistumBezeichnung für eine förmliche Erklärung zur Königswahl aus dem Jahr 1338 durch ein  Bündnis aller Kurfürsten mit Ausnahme des Königs von Böhmen (Rhenser Kurverein). Den Anlass bot das Scheitern der Verhandlungen zwischen Reich und Papst hinsichtlich dessen Anspruch auf das  Bestätigungsrecht der Königswahl. Das Rhenser Weistum stellte fest, dass ein von den Kurfürsten oder deren Mehrheit gewählter deutscher König nicht der Bestätigung durch den Papst bedürfe. Der Rhenser Kurverein und das Rhenser Weistum gelten über die Verkündung der kurfürstlichen Rechte hinsichtlich der Königswahl hinaus als der Beginn einer gesamtkurfürstlichen Politik. Das Rhenser Weistum wurde zur Grundlage des von Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347)  ebenfalls 1338 erlassenen Reichsgesetzes Licet iuris, das dem deutschen König nach seiner Wahl alles kaiserlichen Rechte zugestand. wurde zur Grundlage des von Kaiser Ludwig dem Bayern (Regierungszeit 1314-1347)  ebenfalls 1338 erlassenen Reichsgesetzes Licet iuris, das dem deutschen König nach seiner Wahl alles kaiserlichen Rechte zugestand.

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Rokoko
Stilrichtung der europäischen Kunst zwischen etwa 1730 und 1770/1780 in der Endphase des Barock Stilbegriff der neueren Kunst- und Literaturgeschichte, in etwa die Epoche 1600 bis 1750 umfassend. Die Bezeichung ist abgeleitet von portugiesisch barocco = unregelmäßig, sonderbar. Der Barock entstand in Italien, besonders in Rom. Die geschichtlichen Wurzeln liegen in der Gegenreformation und im Absolutismus. ; das Wort ist abgeleitet von französisch rocaille = Grotten- und Muschelwerk nach einem immer wieder vorkommenden Ornamentmotiv. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Dekorationsstil, der sich vorzugsweise im Kunstgewerbe ausdrückt, der Dekoration des Innenraums und seiner Möbel. Ausgehend von Frankreich wurde Deutschland das Hauptland des Rokoko Stilrichtung der europäischen Kunst zwischen etwa 1730 und 1770/1780 in der Endphase des Barock; das Wort ist abgeleitet von französisch rocaille = Grotten- und Muschelwerk nach einem immer wieder vorkommenden Ornamentmotiv. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Dekorationsstil, der sich vorzugsweise im Kunstgewerbe ausdrückt, der Dekoration des Innenraums und seiner Möbel. Ausgehend von Frankreich wurde Deutschland das Hauptland des Rokoko. .

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Romanik
Der erste der beiden Stile der mittelalterlicher Kunst, der in ganz Europa verbreitet war; Schwerpunktländer waren Deutschland, Frankreich und Italien (insbesondere die Lombardei). Die Blütezeit liegt zwischen etwa 1000 und der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wobei sich in Frankreich die Gotik Nach der Romanik die zweite umfassende Stilepoche des mittelalterlichen Europa,  mit unterschiedlichen Zeitansätzen in den einzelnen Ländern: beginnend in Frankreich Mitte des 12. Jahrhunderts, in England im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts,  in Deutschland seit den 1230er Jahren. Die Spätgotik reicht von etwa 1350 bis Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Hauptländer der Gotik waren Frankreich und Deutschland. bereits früher durchsetzte. In Deutschland wird zwischen der karolingischen Kunst und dem romanischen Stil noch die ottonische Kunst abgesetzt. Der Begriff "RomanikDer erste der beiden Stile der mittelalterlicher Kunst, der in ganz Europa verbreitet war; Schwerpunktländer waren Deutschland, Frankreich und Italien (insbesondere die Lombardei). Die Blütezeit liegt zwischen etwa 1000 und der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wobei sich in Frankreich die Gotik bereits früher durchsetzte. In Deutschland wird zwischen der karolingischen Kunst und dem romanischen Stil noch die ottonische Kunst abgesetzt. Der Begriff "Romanik" wurde um 1820 geprägt." wurde um 1820 geprägt.

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Römische Verträge
Mit den am 25. 3.1957 von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden in Rom unterzeichneten Verträgen gründeten die Unterzeichnerstaaten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM). Vereinbart wurden der freie Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr, eine gemeinsame Handelspolitik sowie europäische Institutionen. Die Unterzeichnung der Verträge gilt als Gründungsdatum der Europäischen Union (EU). Die Verträge traten am 1.1.1958 in Kraft und bilden das Fundament der EU in der Fassung des Vertrages von Nizza, der am 1.2.2003 in Kraft trat.

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Romzug
Heerfahrt des deutschen Königs nach Rom (oder Italien), um vom Papst die Kaiserkrönung zu erhalten.

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Rote Hilfe
Abkürzung RHD, von der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) gegründete Hilfsorganisation nach dem Vorbild des Roten Kreuzes. Die 1921 nach den Kämpfen bei der Arbeiterrevolte in Mitteldeutschland ins Leben gerufenen Rote-Hilfe-Kommitees erhielten 1924 mit der Gründung der Roten Hilfe Deutschlands eine zentralistische Organisation. Erster Vorsitzender war der spätere erste und einzige Präsident der DDR (1949-1960), Wilhelm Pieck (1876-1960); ab 1925 übernahm Clara Zetkin (1857-1933) die Leitung. Die RHD unterstützte insbesondere inhaftierte Kommunisten und Gewerkschafter, aber auch Parteilose und deren Angehörige. Nach der Machtübernahme verboten die Nationalsozialisten die RHD, bis 1935/1936 zerschlug die Geheime Staatspolizei Abkürzung Gestapo, gegründet 1933 als kriminalpolizeiliche Behörde zur Verfolgung von politischen Gegnern der NS-Diktatur. Im Verlauf der Nürnberger Prozesse wurde die Gestapo 1946 als verbrecherische Organisation eingestuft. (Gestapo) die illegal weiterarbeitende Organisation. Die Rote HilfeAbkürzung RHD, von der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) gegründete Hilfsorganisation nach dem Vorbild des Roten Kreuzes. Die 1921 nach den Kämpfen bei der Arbeiterrevolte in Mitteldeutschland ins Leben gerufenen Rote-Hilfe-Kommitees erhielten 1924 mit der Gründung der Roten Hilfe Deutschlands eine zentralistische Organisation. Erster Vorsitzender war der spätere erste und einzige Präsident der DDR (1949-1960), Wilhelm Pieck (1876-1960); ab 1925 übernahm Clara Zetkin (1857-1933) die Leitung. Die RHD unterstützte insbesondere inhaftierte Kommunisten und Gewerkschafter, aber auch Parteilose und deren Angehörige. Nach der Machtübernahme verboten die Nationalsozialisten die RHD, bis 1935/1936 zerschlug die Geheime Staatspolizei (Gestapo) die illegal weiterarbeitende Organisation. Die Rote Hilfe setzte ihre Tätigkeit im Ausland fort. setzte ihre Tätigkeit im Ausland fort.

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Rote Kapelle
Sammelbezeichnung der nationalsozialistischen militärischen Abwehr für oppositionelle Gruppen mit unterschiedlichen politischen Ansichten in Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz, die in Kontakt zum sowjetischen Geheimdienst standen und kriegswichtige Informa-tionen nach Moskau übermittelten. In Deutschland zählten vor allem die Berliner Widerstandsgruppen um Arvid Harnack und Harro Schulze-Boysen zur Roten Kapelle. 1942 führte ein durch die Wehrmacht entschlüsselter Funkspruch zur Aufdeckung der Berliner Opposition. Zahlreiche Mitglieder der Roten Kapelle wurden verhaftet und zum Tode oder langjährigen Haftstrafen verurteilt.

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Roter Adlerorden
siehe Preußischer Adlerorden (1) Schwarzer Adlerorden, höchster preußischer Orden, gestiftet von Friedrich I. am 18.1.1701, dem Tag seiner Krönung zum König in Preußen (Regierungszeit als Kurfürst Friedrich III. seit 1688, als König bis 1713) als ersten Orden des neuen Königreichs. Der Orden wurde bis 1919 inländischen Militär- und Zivilbeamten sowie ausländischen Fürsten und ihren vornehmsten Würdenträgern verliehen. (2) Roter Adlerorden, gestiftet am 17.11.1705 von Erbprinz Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth (1678-1726, Regierungszeit als Markgraf von Bayreuth 1712-1726); als 1791 die Fürstentümer Ansbach und Bayreuth an Preußen kamen, ging der Orden mit. König Friedrich Wilhelm II. (Regierungszeit 1786-1797) erhob ihn 1792 zum zweiten preußischen Orden, König Friedrich Wilhelm III. (Regierungszeit 1797-1840) führte 1810 die II. und III. Klasse ein, 1830 die  IV. Klasse. Der bis 1918 verliehene Orden erfuhr zahlreiche Änderungen und Erweiterungen.

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Rottenführer
Dritter Dienstgrad bei SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Obergefreiten der Wehrmacht.

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Rotwelsch
Geheime "Gaunersprache". Seit dem Mittelalter vor allem von sozial Ausgegrenzten (Bettlern, Vaganten, Vertretern und Räubern) benutzte Soziolekte zur geheimen Verständigung, die neben deutschen auch jiddische Entlehnungen enthalten.

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Rousseauistisch
Meint im weitesten Sinne die fortschrittskritischen Ideen und Prinzipien Jean-Jaques Rousseaus (1712-1778) sowie alle zustimmenden Bezugnahmen auf dieses Denken.

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Royal Air Force
Abkürzung RAF Abkürzung für (1) Royal Air Force, königlich-britische Luftwaffe, (2) Rote Armee Fraktion, linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland, entstanden 1970. , Name der königlich-britischen Luftstreitkräfte, die 1918 aus dem Royal Flying Corps Französisch, gebräuliche Bezeichnung für besonders alte Studentenverbindungen. (RFC) und Royal Naval Air Service (RNAS) gebildet wurden. Im Zweiten Weltkrieg verteidigte sie in der Luftschlacht um England 1940 den britischen Luftraum und ging schließlich zu kontinuierlichen Bombenangriffen auf Deutschland über.

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Royalisten
Anhänger des Königs beziehungsweise der Monarchie, insbesondere Bezeichnung der Partei für die Anhänger Karls (Charles) I. (Regierungszeit 1625-1649) in England während des Bürgerkrieges und  Ludwigs XVI. (Regierungszeit 1774-1792, hingerichtet 1793) während der Französischen Revolution.

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RSHA
siehe Reichssicherheitshauptamt

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Rückversicherer
Versicherung für die von einem Erstversicherer übernommenen Risiken.

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Ruhrbesetzung
Um Reparationsforderungen Nachdruck zu verleihen, besetzten französische und belgische Truppen 1923 das rheinisch-westfälische Industriegebiet und kontrollierten somit die dortige Kohle- und Koksproduktion ("produktives Pfand"). Die deutsche Regierung rief zum "passiven Widerstand" auf, zu deren Finanzierung der Staat Geld druckte. Die damit einsetzende Inflation Lateinisch (das Sichaufblasen, Aufschwellen), deutliche Erhöhung des Preisniveaus, etwa durch Anstieg der umlaufenden Geldmenge ohne äquivalente Ausweitung der Gütermenge. zwang zum Abbruch des Widerstandes. Nach der Neuregelung der Reparationszahlungen durch den Dawes-Plan Am 16.8.1924 in London abgeschlossener Vertrag zur Regelung der sich aus dem Versailler Vertrag ergebenden deutschen Reparationsleistungen. Das Vertragswerk basierte auf den Ergebnissen einer Kommission unter der Leitung des Finanzexperten Charles Gates Dawes (1865-1951). Die deutsche Wirtschaft wurde durch eine amerikanische Anleihe in Höhe von 800 Millionen Goldmark stabilisiert, die jährlich zu zahlenden Raten auf 2,5 Milliarden Reichsmark bis 1928/1929 festgelegt. 1924 endete die Besetzung 1925.

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Ruhrkohle AG
Großkonzern zur Steinkohleförderung, gegründet am 27.11.1968 als Zusammenschluss von 18 wirtschaftlich angeschlagenen Kohleunternehmen.

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Ruhrschlacht
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Ruhrschnellweg
Bezeichnung für die Bundesautobahn 40 (A 40), die von West nach Ost das Ruhrgebiet durchquert.

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