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 Glossar 

Im Glossar werden Begriffe und historische Ereignisse aus allen Sparten des Internetportals erläutert. Das Glossar befindet sich im Aufbau und wird laufend ergänzt.


TitelBeschreibung
Tabernakel
Ein Schrein, der verschließbar ist und in einer katholischen Kirche der sicheren Aufbewahrung der konsekrierten Hostien - des Allerheiligsten - dient.

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Tal
Vornehmlich im südlichen Rheinland (Eifel, Rhein-, Moselraum) Bezeichnung für einen gefreiten Ort, oft im Anschluss beziehungsweise unterhalb einer Burg gelegen.

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Talmud
Hebräisch, Lernen, Studium, grundlegendes Werk der nachbiblischen jüdischen Literatur. Gemäß der jüdischen Überlieferung wurde Moses auf dem Sinai nicht nur die "schriftliche Lehre" der Tora Der Begriff Tora (hebräisch Lehre, Unterweisung) wird im engeren Sinne für die ersten fünf Bücher der Bibel verwendet, die nach der jüdischen Überlieferung Moses am Sinai durch Gott offenbart wurden. Der auf eine Pergamentrolle geschriebene Text wird bei der Toralesung im Gottesdienst im Verlauf eines Jahres abschnittsweise vorgetragen. , sondern auch die "mündliche Lehre“ offenbart. Diese wurde um das Jahr 200 n. Chr. schriftlich niedergelegt (Mischna, hebräisch Wiederholung). In den folgenden Jahrhunderten wurde die Mischna diskutiert und kommentiert. Hieraus entstand die Gemara, hebräisch Vollendung. Mischna und Gemara zusammen ergeben den Talmud Hebräisch, Lernen, Studium, grundlegendes Werk der nachbiblischen jüdischen Literatur. Gemäß der jüdischen Überlieferung wurde Moses auf dem Sinai nicht nur die "schriftliche Lehre" der Tora, sondern auch die "mündliche Lehre“ offenbart. Diese wurde um das Jahr 200 n. Chr. schriftlich niedergelegt (Mischna, hebräisch Wiederholung). In den folgenden Jahrhunderten wurde die Mischna diskutiert und kommentiert. Hieraus entstand die Gemara, hebräisch Vollendung. Mischna und Gemara zusammen ergeben den Talmud. .

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Tedeum
lateinisch Te Deum laudamus (dt.: Dich, Gott, loben wir), Anfang eines der bekanntesten lateinischen  Kirchenlieder, das auch als Ambrosianischer Lobgesang bekannt ist. Als Verfasser des Gesangs gelten entweder der heilige Augustinus und Ambrosius von Mailand (6. JH. n. Chr.) oder Nicetas von Remesiana (4. Jh. n. Chr.). Nachdem in den ersten drei Strophen der dreifaltige Gott und Jesus Christus lobgepriesen wird, folgt in der letzten Strophe die Bitte um Erbarmen und Erlösung. Aufgrund dieser Thematik ist es eines der wenigen ursprünglich katholischen Kirchenlieder, die auch im protestantischen Gottesdienst gesungen werden. Deutsche Übersetzungen wurden u.a. von Ignaz Franz 1771 und Romano Guardini 1950 verfasst.

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Telos
altgriechisch, (1) Insel im Nordwesten von Rhodos (2) Ziel

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Terminei
Bettelstation der Mendikantenorden, die als Aufenthaltsort der Brüder und Almosenlager diente, auch Bezeichnung für einzelnen Klöstern zugewiesener Bezirk zum Almosensammeln.

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Teufe
Tiefster Abbaupunkt im Bergbau, siehe auch AbteufenBezeichnet im Bergbau die Herstellung eines Schachtes..

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Thebäische Legion
Legende von einer christlichen Legion der römischen Armee, die von Mauritius geführt wurde und die bei Agaune eine Christenverfolgung oder heidnische Zeremonie verweigerte. Der römische Kaiser Maximian dezimierte zweimal die Truppe und gab schließlich den Befehl sie zu ermorden. Einige Truppenteile sollen nach Bonn, Köln, Trier und Xanten geflüchtet sein, wo sie den Märtyrertod starben und wo bis heute ihre angeblichen Gebeine aufbewahrt werden.
 

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Theoretische Physik
Im Gegensatz zur Experimentalphysik, die physikalische Gesetze aus Experimenten / Messreihen herleitet, beschreibt die theoretischen Physik sie auf Grund mathematischer Modelle.

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Theosophie
Griechisch, Gottesweisheit, religiös-weltanschauliche Lehren, nach denen in intuitiver Schau Gott berührt und der Weltbau sowie der Sinn des Lebens erkannt werden können.

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Thing-Platz
(1) Bezeichnung für einen Ort, an dem germanische Volks-, Gerichts- und Heeresversammlungen abgehalten wurden, (2) Bezeichnung für ein Amphitheater, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Zuge der Thingbewegung aufkam und nach dem germanischen Vorbild konzipiert wurden. Die Thingplätze wurden ab 1933 vom nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienst verstärkt gebaut und vom Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda für die sogenannten „Thingspiele“, völkische Theateraufführungen mit kultischem Charakter, sowie für politische Kundgebungen genutzt. Zwischen 1933 und 1935 entstanden insgesamt 60 von ca. 400 geplanten Plätzen. 1935 verbot Reichspropagandaminister Josef Goebbels die Bezeichnung „Thing“ und führte die Bezeichnung „Freilichtbühne“ für die Plätze ein. Die Begeisterung flachte jedoch soweit ab, dass bis 1937 die Förderung der Thingplätze komplett eingestellt wurde.

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Thomas(-stahl)verfahren/Thomaspatent
Das Thomas-Verfahren (vollständig Thomas-Gilchrist-Verfahren) ist ein 1878/1879 entwickeltes Verfahren zur Stahl-Erzeugung, benannt nach den britischen Metallurgen Sidney Thomas (1850–1885) und Percy Carlyle Gilchrist (1851–1935). Der so hergesellte Stahl wird als Thomasstahl bezeichnet. Das Patent erwarben der Hoerder Verein und die Rheinischen Stahlwerke gemeinsam. Bereits 1884 wurden 50 Prozent des Stahls im Ruhrgebiet nach dem Thomasverfahren produziert

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Thomas-Institut
Institut des Philosophischen Seminars der Universität Köln, dessen Direktor zugleich der Lehrstuhlinhaber für Mittelalterliche Philosophie ist. Der Name des Instituts geht auf Thomas von Aquin zurück, der seit 1248 bei Albertus Magnus in Köln studierte und große Erfolge in der mittelalterlichen Philosophie und der Scholastik Von lateinisch scholasticus (Gelehrter, der einer Schule  Vorstehende). Fälschlicherweise als einheitliche philosophische Richtung missverstanden, die an den mittelalterlichen Universitäten gelehrt wurde, bezeichnet die Scholastik eine Reihe in der Philosophie und Theologie des Spätmittelalters entwickelten  Lehrmethoden und Techniken, unter anderem den Kommentar und die disputatio (disputierte Frage). erzielte. Nachdem die Gründung 1948 erfolgte war, wurde Josef Koch der erste Ordinarius Lateinisch, aus iudex ordinarius entstandene Kurzform, bezeichnet (1) den Inhaber der iurisdictio ordinaria, das heißt in der katholischen Kirche den Papst, und die ordinarii locorum, das heißt den regierenden Bischof, Abt oder Prälaten, den apostolischen Administrator, Vikar oder Kapitelsvikar usw.,  (2) den durch Berufung auf einen Lehrstuhl gelangten, lebenslang ernannten Professor, seit der Abschaffung der so genannten "Ordinarienuniversität" mit den Hochschulreformen der 1970er Jahre unüblich gewordene Bezeichnung. des Instituts und konnte zwei Jahre später die feste Etablierung im Philosophischen Seminar erzielen. Die Aufgabe der Einrichtung besteht aus der  Erforschung der Philosophie des Mittelalters, wozu u.a. die Herausgabe von kritischen Quelleneditionen und die Ausrichtung von internationalen Mediävistentagungen gehören. Aktueller Direktor ist seit 2004 Andreas Speer.

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Thomismus
Sammelbezeichnung für die philosophisch-theologischen Richtungen, die im Spätmittelalter und in der Neuzeit an das Denken des Thomas von Aquin anschlossen.

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Thomistische Akt-Potenzlehre
Auf Thomas von Aquin zurückgehende Lehre der Unterscheidung von Wirklichkeit (Akt) und Möglichkeit (Potenz), nach der das endliche Seiende wesentlich als Potenz bestimmt ist, das zu seiner Verwirklichung auf die reine Wirklichkeit (actus purus = das Wesen Gottes) angewiesen ist.

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Titoismus
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Tobias Verein
Verein, der ursprünglich 1985 als Patienteninitiative zur Förderung der Anthroposophischen Medizin gegründet wurde. Der Sitz des heute 150 Mitglieder umfassenden Vereins befindet sich in der Lothringer Straße in Köln, wo die 12 Gründungsmitglieder das sogenannte “Tobiashaus” zum Therapeutikum umgebaut haben. Die Anthroposophische Medizin geht auf Rudolf Steiner (1861-1925) und Ita Wegmann (1876-1943) zurück und möchte die naturwissenschaftliche Medizin insofern ergänzen, als dass sie nicht nur das erkrankte Organ isoliert behandelt, sondern auch die seelischen und geistigen Aspekte miteinbezieht. Dabei werden neben anthroposophischen Medikamenten u.a. auch künstlerische Therapien angewandt.

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Toleranzedikt
lateinisch tolerare (erdulden), Bezeichnung für einen amtlichen Erlass, der die Duldung von religiösen Minderheiten zulässt

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Tora
Der Begriff Tora Der Begriff Tora (hebräisch Lehre, Unterweisung) wird im engeren Sinne für die ersten fünf Bücher der Bibel verwendet, die nach der jüdischen Überlieferung Moses am Sinai durch Gott offenbart wurden. Der auf eine Pergamentrolle geschriebene Text wird bei der Toralesung im Gottesdienst im Verlauf eines Jahres abschnittsweise vorgetragen. (hebräisch Lehre, Unterweisung) wird im engeren Sinne für die ersten fünf Bücher der Bibel verwendet, die nach der jüdischen Überlieferung Moses am Sinai durch Gott offenbart wurden. Der auf eine Pergamentrolle geschriebene Text wird bei der Toralesung im Gottesdienst im Verlauf eines Jahres abschnittsweise vorgetragen.

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Tote Hand
(1) Bezeichnung für ein Erbrecht, dass die Veräußerung oder Erbteilung des Vermögens einer Körperschaft oder Stiftung untersagt. Das Recht wird vor allem bei Kirchen und Klöstern angewendet. (2) Bezeichnung für eine im Kalten Krieg entwickelte sowjetische Verteidigungsstrategie, die bei der völligen Ausschaltung der sowjetischen Führungsebene vorsah, einen atomaren Gegenschlag automatisch auszuführen. Der sowjetische Generalstab begann Mitte der 1970er Jahre mit der Planung eines solchen Systems, das automatisch Langstreckenraketen abfeuern sollte, wenn Atomangriffe auf sowjetischem Boden festgestellt werden sollten.

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Tragikomödie
Bezeichnung in Literatur, Theater und Film für ein Drama, das tragische und komische Elemente enthält und miteinander verbindet.

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Translozierung
Auch Tranferierung oder Translokation, Bezeichnung für das Verfahren einer Gebäudeversetzung, das überwiegend in der Denkmalpflege angewandt wird. Wenn ein Denkmal einem Bauvorhaben im Weg ist, wird dieses entweder als Ganzes an einen anderen Ort versetzt oder zunächst dokumentiert abgebaut und detailgetreu wiederaufgebaut.

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Trappier
Bezeichnung für einen der fünf Großgebietigen im Deutschen Orden. Der Ordenstrappier wurde vom Hochmeister persönlich ernannt und hatte die Aufgabe, Kleidung zu beschaffen und zu verteilen. Sein Sitz lag in Christburg.

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Tressler
Bezeichnung für einen der fünf Großgebietigen im Deutschen Orden. Der Ordenstressler wurde vom Hochmeister persönlich ernannt und hatte die Aufgabe, das Finanzwesen zu verwalten. Sein Sitz befand sich in Marienburg.

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Treverer
Keltisch-germanischer Volksstamm, der beiderseits der Mosel mit Trier als Hauptort angesiedelt war und 51 v. Chr. von Cäsar unterworfen wurde.
 

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Tricoronatum
Auch Dreikönigsgymnasium, eine der ältesten Schulen des Rheinlands und die älteste Schule in Köln. Sie wurde 1450 als „Bursa Cucana“ von Johannes von Kuyck als Vorbereitungsschule für ein Studium an der Universität Köln gegründet. 1552 verlor die Burse An mittelalterlichen Universitäten entstandene Wohngemeinschaft von Studenten, die dem Betreiber für Kost und Logis einen wöchentlichen Betrag aus ihrer Geldbörse (bursa) zu leisten hatten. Häufig wurde in den Bursen auch Unterricht erteilt. ihr Haus am Eigelstein, woraufhin die Stadt ihr ein neues Haus in der Maximinenstraße bereitstellte. Dort wurde das Stadtwappen mit drei Kronen angebracht, was zum Namen „Tricoronatum Auch Dreikönigsgymnasium, eine der ältesten Schulen des Rheinlands und die älteste Schule in Köln. Sie wurde 1450 als „Bursa Cucana“ von Johannes von Kuyck als Vorbereitungsschule für ein Studium an der Universität Köln gegründet. 1552 verlor die Burse ihr Haus am Eigelstein, woraufhin die Stadt ihr ein neues Haus in der Maximinenstraße bereitstellte. Dort wurde das Stadtwappen mit drei Kronen angebracht, was zum Namen „Tricoronatum“ führte. Nachdem sich der Rektor der Schule Jakob Leichius 1556 dem Protestantismus anschloss, übernahm der Jesuit Johannes Rhetius die Leitung und ermöglichte die Anbindung der Schule an den Jesuitenorden, der bis zu seiner Auflösung 1773 für die Schule verantwortlich war. Mit dem Umzug an Marzellen änderte sich die Bezeichnung in Marzellengymnasium, wo unter napoleonischer Herrschaft auch die auf Kosten des Gymnasiums und der Kölner Universität gegründete „Zentralschule“ ihren Sitz bekam. In preußischer Zeit wurde das Tricoronatum unter dem Namen „Königlich Kölnisches Gymnasium an Marzellen“ wieder aufgebaut. Seit 1911 wurde die Schule im Türmchenswall beherbergt und trug von da an den Titel „Dreikönigsgymnasium“. Schließlich zog die Schule 1977 an ihren heutigen Standort in der Escher Straße im Stadtteil Bilderstöckchen. “ führte. Nachdem sich der RektorLateinisch-mittellateinisch, (1) Leiter einer Hochschule, (2) Leiter einer Grund-, Haupt-, Sonder- oder Realschule, (3) katholischer Geistlicher an einer Filialkirche, einem Seminar oder ähnlichen Einrichtungen. der Schule Jakob Leichius 1556 dem Protestantismus anschloss, übernahm der Jesuit Johannes Rhetius die Leitung und ermöglichte die Anbindung der Schule an den Jesuitenorden, der bis zu seiner Auflösung 1773 für die Schule verantwortlich war. Mit dem Umzug an Marzellen änderte sich die Bezeichnung in Marzellengymnasium, wo unter napoleonischer Herrschaft auch die auf Kosten des Gymnasiums und der Kölner Universität gegründete „Zentralschule“ ihren Sitz bekam. In preußischer Zeit wurde das Tricoronatum Auch Dreikönigsgymnasium, eine der ältesten Schulen des Rheinlands und die älteste Schule in Köln. Sie wurde 1450 als „Bursa Cucana“ von Johannes von Kuyck als Vorbereitungsschule für ein Studium an der Universität Köln gegründet. 1552 verlor die Burse ihr Haus am Eigelstein, woraufhin die Stadt ihr ein neues Haus in der Maximinenstraße bereitstellte. Dort wurde das Stadtwappen mit drei Kronen angebracht, was zum Namen „Tricoronatum“ führte. Nachdem sich der Rektor der Schule Jakob Leichius 1556 dem Protestantismus anschloss, übernahm der Jesuit Johannes Rhetius die Leitung und ermöglichte die Anbindung der Schule an den Jesuitenorden, der bis zu seiner Auflösung 1773 für die Schule verantwortlich war. Mit dem Umzug an Marzellen änderte sich die Bezeichnung in Marzellengymnasium, wo unter napoleonischer Herrschaft auch die auf Kosten des Gymnasiums und der Kölner Universität gegründete „Zentralschule“ ihren Sitz bekam. In preußischer Zeit wurde das Tricoronatum unter dem Namen „Königlich Kölnisches Gymnasium an Marzellen“ wieder aufgebaut. Seit 1911 wurde die Schule im Türmchenswall beherbergt und trug von da an den Titel „Dreikönigsgymnasium“. Schließlich zog die Schule 1977 an ihren heutigen Standort in der Escher Straße im Stadtteil Bilderstöckchen. unter dem Namen „Königlich Kölnisches Gymnasium an Marzellen“ wieder aufgebaut. Seit 1911 wurde die Schule im Türmchenswall beherbergt und trug von da an den Titel „Dreikönigsgymnasium“. Schließlich zog die Schule 1977 an ihren heutigen Standort in der Escher Straße im Stadtteil Bilderstöckchen.

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Triptychon
Griechisch, dreiteiliges Altarbild, bestehend aus Mitteltafel und zwei Seitenflügeln.

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Trümmerfilm
Nach 1945 in den Kriegsruinen deutscher Städte inszenierte Kinofilme. Sie zeigen meist ein realistisches und kritisches Bild Nachkriegsdeutschlands und seiner Gesellschaftsprobleme nach der nationalsozialistischen Diktatur.

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Tumba
Griechisch-lateinisch, (1) Scheinbahre beim katholischen Trauergottesdienst, (2) sarkophagartiger Überbau eines Grabes mit rechteckiger Grabplatte; Grabplatte ist mit einem Relief geschmückt oder trägt eine vollplastische Darstellung der/des Toten. Die zunächst aus Stein errichteten Tumben wurden im späteren Mittelalter oft aus Bronze gestaltet.

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Türkensteuer
auch Reichstürkenhilfe, Bezeichnung für eine Sonderabgabe, die die Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation im 15.-17. Jh. von der Bevölkerung und den Reichsständen einzogen, um die militärischen Ausgaben in den „Türkenkriegen“ zu finanzieren. Die im 14 Jh. einsetzende osmanische Expansion gen Westen und Osten wurde zunehmend als Bedrohung von den europäischen Ländern angesehen, weshalb es zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien kam. Friedrich III. zog 1481 erstmalig die Steuer ein. Dazu wurden sogenannte „Türkenlisten“ angefertigt, in denen die finanziellen Beiträge der Bevölkerung festgehalten wurden. Die „Türkenhilfe“ konnte auch in Form von Truppen für die Reichsarmee abgerichtet werden.

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Turmhelm
Eine spitze Dachform, die in der Regel auf Türmen angebracht wird. Weithin sichtbare Turmhelme auf Kirchtürmen überhöhen das Kirchengebäude und prägen vielfach die Stadtsilhouette.

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Turmhügel
Aus einem Turm auf einem künstlichen, von einem Graben umgebenen Hügel bestehende Erdhügelburg, auch Motte genannt.

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Turnbewegung
Bezeichnung für eine gesellschaftliche Bewegung in Deutschland im 19. und 20. Jh., die auf Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) zurückgeht. 1811 gründete der Hilfslehrer den ersten öffentlichen Sportplatz in Berlin Hasenheide und führte dort Turnübungen mit seinen Schülern durch, die u.a. aus Laufen, Springen und Geräteturnen bestanden.Jahn schloss sich in seinem Konzept Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759-1839) an, der als Begründer der pädagogischen Gymnastik gilt. Durch das Turnen sollten sowohl der Körper gestärkt, als auch der Charakter erzogen werden. Außerdem wurde die Turnbewegung Bezeichnung für eine gesellschaftliche Bewegung in Deutschland im 19. und 20. Jh., die auf Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) zurückgeht. 1811 gründete der Hilfslehrer den ersten öffentlichen Sportplatz in Berlin Hasenheide und führte dort Turnübungen mit seinen Schülern durch, die u.a. aus Laufen, Springen und Geräteturnen bestanden.Jahn schloss sich in seinem Konzept Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759-1839) an, der als Begründer der pädagogischen Gymnastik gilt. Durch das Turnen sollten sowohl der Körper gestärkt, als auch der Charakter erzogen werden. Außerdem wurde die Turnbewegung schnell Teil der deutschen Nationalbewegung und vertrat somit das politische Ziel eines deutschen Nationalstaats, das sie an die Jugendlichen weitergab. Durch den engen Kontakt mit den Burschenschaften erfuhr die Turnbewegung im Vormärz erhebliche Repressionen. Im Kaiserreich war das Turnen für die bürgerlichen Vereine ein wichtiger Bestandteil der Wehrerziehung, wohingegen sich die Arbeiterbewegung in eigenen Vereinen davon distanzierte. Auch im Nationalsozialismus wurde das Turnen zur Wehrhaftmachung und Indoktrination der Kinder und Jugendlichen mit der nationalsozialistischen Ideologie. schnell Teil der deutschen Nationalbewegung und vertrat somit das politische Ziel eines deutschen Nationalstaats, das sie an die Jugendlichen weitergab. Durch den engen Kontakt mit den Burschenschaften erfuhr die Turnbewegung Bezeichnung für eine gesellschaftliche Bewegung in Deutschland im 19. und 20. Jh., die auf Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) zurückgeht. 1811 gründete der Hilfslehrer den ersten öffentlichen Sportplatz in Berlin Hasenheide und führte dort Turnübungen mit seinen Schülern durch, die u.a. aus Laufen, Springen und Geräteturnen bestanden.Jahn schloss sich in seinem Konzept Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759-1839) an, der als Begründer der pädagogischen Gymnastik gilt. Durch das Turnen sollten sowohl der Körper gestärkt, als auch der Charakter erzogen werden. Außerdem wurde die Turnbewegung schnell Teil der deutschen Nationalbewegung und vertrat somit das politische Ziel eines deutschen Nationalstaats, das sie an die Jugendlichen weitergab. Durch den engen Kontakt mit den Burschenschaften erfuhr die Turnbewegung im Vormärz erhebliche Repressionen. Im Kaiserreich war das Turnen für die bürgerlichen Vereine ein wichtiger Bestandteil der Wehrerziehung, wohingegen sich die Arbeiterbewegung in eigenen Vereinen davon distanzierte. Auch im Nationalsozialismus wurde das Turnen zur Wehrhaftmachung und Indoktrination der Kinder und Jugendlichen mit der nationalsozialistischen Ideologie. im Vormärz erhebliche Repressionen. Im Kaiserreich war das Turnen für die bürgerlichen Vereine ein wichtiger Bestandteil der Wehrerziehung, wohingegen sich die Arbeiterbewegung in eigenen Vereinen davon distanzierte. Auch im Nationalsozialismus wurde das Turnen zur Wehrhaftmachung und Indoktrination Lateinisch, massive ideologische Beeinflussung. der Kinder und Jugendlichen mit der nationalsozialistischen Ideologie.

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