Die „Monuments Men“ in der Nord-Rheinprovinz 1945
Amerikanische Soldaten im Innenraums des Aachener Doms nach Kämpfen um die Stadt, Oktober 1944, Foto: Keystone Photos. (National Archives/ 239-RC-14-3)
Zu den Kapiteln
1. Einleitung
Die ‚Monuments Men‘ waren Angehörige militärischer Spezialeinheiten der USA und Großbritanniens, die in der Endphase des Zweiten Weltkriegs Schäden an historischen Gebäuden und Kulturdenkmälern in Deutschland und in den besetzten Gebieten verhindern sollten. Sie waren den Befehlshabern der vorrückenden alliierten Truppen zugeordnet. Nach dem Ende der Kampfhandlungen leiteten sie erste Reparaturen zur Wiederinstandsetzung zerstörter oder beschädigter Monumente ein. Außerdem spürten sie ausgelagerte und geraubte Kunstgegenstände auf und organisierten ihre Sicherung und Rückführung. Ihre Arbeit war ein wichtiger, aber zu ihrer Zeit öffentlich kaum wahrgenommener Teil der amerikanischen sowie der britischen Besatzungspolitik.
Eine breitere Öffentlichkeit kennt die Existenz der ‚Monuments Men‘ vielleicht durch den gleichnamigen Hollywoodfilm aus dem Jahr 2014. Er basiert auf einem Buch des amerikanischen Autors Robert M. Edsel (geboren 1956) und thematisiert die Suche nach Verstecken und Depots von Kunstschätzen in Deutschland und Österreich in den letzten Tagen des Krieges. Edsel ist auch der Gründer einer amerikanischen Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Erinnerung an die Männer und Frauen wach zu halten, die auf Seiten der westlichen Alliierten hierfür im Einsatz waren. Im Krieg waren es nur Männer, die in den Reihen des Militärs dienten. Später kamen in der Verwaltung der Besatzungszonen auch Frauen hinzu, wes-halb sich die Stiftung heute ‚Monuments Men and Women Foundation‘ nennt.
2. Der Schutz von Kunst- und Kultur
Das Aufspüren von Gemälden und Skulpturen war eine der wesentlichen Aufgaben der ‚Monuments Men‘. Dazu gehörte außerdem die Rettung von Archivalien und wertvollen Büchern. Eine genauso große, wenn nicht noch größere Herausforderung für die alliierten Kunstschützer war aber vor und nach dem Ende der Kampfhandlungen der Erhalt der zahllosen, oft durch Bomben massiv beschädigten Kulturdenkmäler, also des historischen Erbes in den vom Krieg zerstörten deutschen Städten. Es ging um die Rettung von historischen Gebäuden und die Einleitung von Reparaturmaßnahmen im Land des vormaligen Kriegsgegners.
Das Wirken der alliierten Kunstschützer bei der Erhaltung beschädigter Monumente ist nach dem Krieg weitgehend unbemerkt an der Bevölkerung vorbeigegangen, die mit der eigenen Existenzsicherung beschäftigt war. Und in der Rückschau ist die Arbeit der ‚Monuments Men‘ allenfalls ansatzweise gewürdigt worden. Symptomatisch für die in der Geschichtswissenschaft vorhandene Erinnerungslücke ist die Darstellung des Stadtarchivars von Neuss, Josef Lange (1911-2007), der 1969 in einem Beitrag zur Geschichte von Neuss schrieb: In einer ebenso ergreifenden wie denkwürdigen Feierstunde am 25. Juni 1946, für die das Quirinusmünster ausersehen war, übernahm es der 80-jährige Altmeister der deutschen Denkmalpflege, Professor Paul Clemen (+ 1947), vor einer großen Versammlung von Persönlichkeiten aus dem gesamten öffentlichen und geistigen Leben des Rheinlandes, in einer weit über lokale Grenzen ausgreifenden Schau die ungeheure Aufgabe des Wiederaufbaues in einen gesamteuropäischen Rahmen zu stellen und alle Kräfte einschließlich die der Besatzungsmächte aufzurufen, das künstlerische Erbe Deutschlands und Europas zu retten. Clemens beschwörender ‚Neusser Appell‘ ist nicht ungehört verklungen; er gab die Initialzündung für ein Aufbau- und Forschungswerk von gewaltigen Ausmaßen, dem mit unzähligen anderen Bauwerken auch das Neusser Münster seine Rettung verdankt.[1]
Ohne die Kenntnis der ersten Schutz- und Sicherungsmaßnahmen der Besatzungsmächte ist dieser Neusser Appell leicht falsch zu verstehen. Lange suggeriert, dass die Alliierten im Juni 1946 noch für die Aufgabe hätten gewonnen werden müssen. Der von ihm erwähnte Paul Clemen war von 1893 bis 1911 der erste Provinzialkonservator der Rheinprovinz. Er hat in seinem Vortrag sehr wohl seine Dankbarkeit für die alliierte Unterstützung geäußert und war sich der Hilfsmaßnahmen der Besatzungsmächte durchaus bewusst. Im Ersten Weltkrieg war er selbst als Kunstschutzoffizier in Belgien, Frankreich und auf dem Balkan im Einsatz gewesen.
Noch viel deutlicher als Clemen benannte im Jahr 1951 der Landeskonservator des Nord-Rheinlandes Franz(iskus) Graf Wolff Metternich zur Gracht (1893-1978) in seinem Vorwort zu einem amtlichen Verzeichnis der im Krieg beschädigten Baudenkmäler im rheinischen Landesteil Nordrhein-Westfalens die Verdienste der alliierten Kunstschützer: Allen Bemühungen um eine Sicherung und einen Wiederaufbau wäre der Erfolg versagt geblieben, wenn nicht die Kunstschutzorganisation der Besatzungsmächte, zuerst der amerikanischen und dann der britischen, tatkräftig eingegriffen hätte. […] Von Anbeginn ihrer Tätigkeit an haben diese Dienststellen ihre Aufgabe im Geiste europäischer Kulturgemeinschaft und -verantwortlichkeit in vorbildlicher Weise erfüllt. […] Im Interesse der historischen Wahrheit verdient diese gemeinschaftliche Leistung der Besatzungsbehörden und der deutschen Verwaltung an dieser Stelle verzeichnet zu werden.[2] Wolff Metternich wusste um den Stellen-wert und die Wichtigkeit des Schutzes von Kulturgütern im Krieg und unter militärischer Besatzung. Er war als Provinzialkonservator der preußischen Rheinprovinz im Zweiten Weltkrieg der Beauftragte des Oberkommandos des Heeres für den Kunstschutz in den besetzten Gebieten Frankreichs gewesen und deshalb bestens mit dem Thema vertraut.
Den Alliierten war die Problematik des Schutzes von Kulturgütern durchaus bewusst, als sie in die von massiven Bombardements aus der Luft und von schweren Bodenkämpfen gekennzeichnete Endphase des Krieges eintraten. Bereits im Sommer 1943 hatte eine von Präsident Franklin D. Roosevelt (1882-1945) eingesetzte, nach ihrem Vorsitzenden Owen J. Roberts (1875-1955) benannte Kommission in Anlehnung an Artikel 27 der Haager Landkriegsordnung von 1907 mit Vorarbeiten zum Thema Kulturgutschutz auf den verschiedenen Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs begonnen. Ziel der Roberts-Kommission war es, die alliierten Streitkräfte bei ihrem militärischen Vormarsch für den Schutz wertvoller Kulturgüter zu sensibilisieren und anhand entsprechender Listen die darin beschriebenen Gebäude, Denkmäler und Kunstschätze vor Zerstörung und Verlust zu bewahren. Und nicht nur auf amerikanischer, sondern auch auf britischer Seite hatte eine derartige, von Premierminister Winston Churchill (1874-1965) im Mai 1944 eingesetzte Expertenkommission ebenfalls entsprechende Empfehlungen für eine offizielle Liste schützenswerter Kulturgüter erarbeitet. Dies war die sogenannte Macmillan-Kommission, benannt nach ihrem Vorsitzenden Lord Hugh Macmillan (1873-1952).[3]
Die oberste Verantwortung für die Umsetzung der Empfehlungen beider Kommissionen, die in gemeinsame Listen schutzwürdiger Kulturgüter eingeflossen waren, lag in Europa beim Hauptquartier der alliierten Streitkräfte (SHAEF) unter General Dwight D. Eisenhower (1890-1969). Mit Datum vom 26.5.1944 unterzeichnete dieser einen Befehl, der die Kommandeure aller Streitkräfte daran erinnerte, dass sie für den Respekt und den Schutz der historischen Monumente verantwortlich seien:
- In Kürze werden wir unseren Weg über den europäischen Kontinent kämpfen in Schlachten, die das Ziel haben, unsere Zivilisation zu bewahren. Unausweichlich werden wir im Zuge unseres Vormarschs auf historische Monumente und kulturelle Zentren treffen, die für die Welt das symbolisieren, für dessen Erhalt wir kämpfen.
- Es ist die Verantwortung eines jeden Befehlshabers, diese Symbole zu schützen, wenn immer es möglich ist. Nur wenn der Erfolg einer militärischen Operation und das Leben der Soldaten es erfordere, dürfe davon abgewichen werden. In vielen Fällen seien Beschädigungen und Zerstörungen nicht notwendig und nicht zu rechtfertigen. Die Befehlshaber hätten deshalb für eine entsprechende Zurückhaltung und Disziplin ihrer Truppen zu sorgen. Dabei stünden ihnen sowohl beim Vormarsch und dann in den besetzten Gebieten besondere Berater zur Seite. Ge-meint waren die ‚Monuments Men‘.[4]
Zum Hauptquartier Eisenhowers gehörte ein Stab von Offizieren, der unter der Leitung des Kunsthistorikers und Marineoffiziers Geoffrey F. Webb (1898-1970) stand, der vor dem Krieg in Cambridge gelehrt hatte. Er war an der Formulierung des Befehls Eisenhowers zum Schutz historischer Monumente vom 26.5.1944 beteiligt gewesen, beziehungsweise hatte ihn wohl federführend formuliert. Ebenso hatte er maßgeblich zur Identifizierung und Rekrutierung der britischen Kunstspezialisten innerhalb der Streitkräfte beigetragen, wobei seine akademischen Vorkriegskontakte eine wichtige Rolle spielten. Seine ‚Monuments, Fine Arts, and Archives‘- Einheit (MFA&A) umfasste etwa 20 Offiziere, jeweils zur Hälfte Amerikaner und Briten. Ihre Hauptaufgabe bestand während des militärischen Vormarschs in der Identifizierung gefährdeter Monumente in den Kampfgebieten und der Verhinderung ihrer Zerstörung durch alliierten Beschuss. Im Fall einer Beschädigung von Gebäuden hatten sie für die Sicherung der darin befindlichen Kunstgegenstände und erste Reparaturmaßnahmen zu sorgen, um weitere Schäden zu verhindern.[5]
Die Kunstschutzoffiziere in Webbs Spezialeinheit waren von ihrer Ausbildung oder ihren Berufen her überwiegend Archäologen, Archivare, Bibliothekare, Kunsthistoriker oder Museumsexperten. Die Amerikaner hatten solche Fachleute extra für den Einsatz beim Militär angeworben. Auf britischer Seite war in den Reihen der Streitkräfte gezielt nach geeigneten Offizieren gesucht worden, die vor ihrer Militärzeit entsprechende fachliche Qualifikationen erworben oder entsprechende Berufe ausgeübt hatten. Nach der Einstellung der Kampfhandlungen arbeiteten in der britischen Besatzungszone einzelne dieser Kunstschutzoffiziere noch längere Zeit als Angehörige der Militärregierung weiter. Zunächst ging es darum, sich ein Bild von den Verlusten und Zerstörungen zu machen, um dann notwendige Schutz- und Sicherungsmaßnahmen anzuordnen. Die alliierten Kunstschützer spielten in dieser Zeit eine wesentliche Rolle beim Sichern und Bewahren von Baudenkmälern, Kunstobjekten, Archivalien oder Büchern und bei der Identifizierung und Rückführung geraubter Kunstwerke, aber auch beim Wiederbeginn des kulturellen Lebens in ihrer Besatzungszone.
Geoffrey Fairbank Webb, Porträtgemälde von Ray Strachey, Öl auf Holz, um 1926. (Naional Portrait Gallery, London)
Der Vormarsch der westlichen Alliierten hatte trotz des Befehls General Eisenhowers zum Schutz historischer Monumente massive Schäden an Infrastruktur und Bauten in allen größeren Städten mit sich gebracht. Dafür hatten der Luftkrieg und Arthur ‚Bomber‘ Harris (1892-1984) als Chef des Bomber Command der Royal Air Force trotz allen Bemühens der Kunstschützer gesorgt. Der Verlust an beweglichen Kunstschätzen, etwa aus Museen und Archiven, war dagegen nicht ganz so verheerend. Vieles war bereits während des Krieges von deutscher Seite in mehr oder weniger sichere Depots, etwa in Stollen von Bergwerken oder in Schlösser und Landsitze, gebracht worden.[6] Wohlgemerkt ging es bei der Rückführung derartiger Bestände um ausgelagerte Kunstwerke aus Museen und öffentlichen Sammlungen. Daneben war die Identifizierung und Rückgabe geraubter Kunst, die in der NS-Zeit jüdischen Eigentümern entzogen worden war oder aus den von Deutschland besetzten Ländern stammte, ein Thema, das die Besatzungsmächte ebenfalls intensiv beschäftigte.[7] Franz Graf Wolff Metternichs Bewertung aus der Rückschau des Jahres 1951 lobt die Leistungen der Kunstschützer für die Rückführungen der Kunstschätze in die Nord-Rheinprovinz:
In über tausend Einzeltransporten, die zum Teil von den Kunstschutzoffizieren selbst begleitet wurden, ist das gesamte Kunstgut ohne nennenswerte Schäden und Einbußen aus den Bergungsorten im rechtsrheinischen und süddeutschen Gebiet zurückgeführt worden.[8]
3. Schadensbilanz
Die in London archivierten Sachstandsberichte der Angehörigen der MFA&A-Abteilung der britischen Militärregierung in Deutschland aus dem Sommer und Herbst 1945 liefern ein relativ genaues Bild über die Lage in den einzelnen Provinzen. Sie dienten als Grundlage für eine Broschüre der Macmillan-Kommission, die Ende 1945 zusammengestellt und Mitte 1946 unter dem Titel „Works of Art in Germany. Losses and Survivals in the War“ veröffentlicht wurde. Sie zog eine erste Bilanz der Arbeit der zuständigen Sektion der Militärregierung der britischen Kontrollkommission für Deutschland. Die darin enthaltene Übersicht liefert eine nüchterne Bilanz der von der eigenen Seite angerichteten Schäden.
Die sechsundsechzigseitige Publikation listet alphabetisch nach Städten in der gesamten britischen Besatzungszone in kompakter Form die jeweiligen Kriegsschäden, Verluste und bereits eingeleiteten Maßnahmen auf. Ihr kann man entnehmen, was die britischen Kunstschützer an Beschädigungen in ihrer Zone vorfanden und was sie in den ersten sechs Monaten an erster Hilfe leisteten, selbst wenn sich das wahre Ausmaß der Schäden oft erst später herausstellte. Sie geht zurück auf Berichte der Fachleute vor Ort. Im Vorwort der Broschüre wird hervorgehoben, dass es von den vier Provinzen der britischen Besatzungszone insbesondere die Nord-Rheinprovinz und das westliche Westfalen waren, die am meisten gelitten hatten, weil im Verlauf des Krieges Städte wie Aachen, Köln, Neuss, Düsseldorf und die Ruhrgebietsstädte intensiv bombardiert worden und die Kämpfe vor und nach der Überquerung des Rheins dort am heftigsten gewesen waren. Die Darstellungen in dieser Broschüre sowie in weiteren Berichten können helfen, Lücken nicht nur in der lokalen Forschung zu füllen. Gleiches gilt für die Architekturgeschichte einzelner Orte.
Im britischen Nationalarchiv in London finden sich darüber hinaus Quellen mit genaueren Informationen zum Zustandekommen dieser Broschüre und dazu, welche Kunst- und Kulturexperten der britischen Militärregierung wo eingesetzt waren beziehungsweise wie ihre Aktivitäten genauer aussahen. Die entsprechenden Vermerke und Berichte für die Zeit zwischen Frühjahr und Herbst 1945 informieren über Einzelheiten nicht nur zum Zustand von Baudenkmälern aus der gesamten britischen Besatzungszone, hier vor allem der Kirchen, sondern auch über deren Reparaturbedarf.[9] Angesichts des Ausmaßes der Zerstörungen und des Mangels an Material und Arbeitskräften waren zunächst aber, dessen war man sich bewusst, meistens lediglich provisorische Notmaßnahmen möglich. In den Quellen gibt es auch Hinweise auf mögliche weitere, noch anhaltende Gefährdungen, etwa durch marodierende Banden von ‚Displaced Persons‘ oder durch eigene Militärangehörige, die Gegenstände etwa aus Museen, Kirchen oder Depots mitgehen ließen. Eine erste Maßnahme der Kunstschützer war deshalb oft das Anbringen von Verbots-schildern zum Betreten derartiger Orte oder Gebäude.
Auch auf amerikanischer Seite hatte man sich um den Kulturgutschutz im Rheinland bemüht. Dies belegt exemplarisch eine detaillierte Übersicht über die Schäden an und erste Sicherungsmaßnahmen für Schloss Augustusburg in Brühl.[10] Das von den Amerikanern beauftragte erste Gutachten über die Kriegsschäden an den wichtigsten Kirchen in Köln erstellte Karl Band (1900-1995), der dort nach 1930 ein Architekturbüro geführt hatte.[11] Unter britischer Aufsicht übernahm dann jedoch Dombaumeister Willy Weyres (1903-1989) offiziell die Aufgabe, den Materialbedarf für erforderliche Sicherungsmaßnahmen und Reparaturen nebst dafür benötigter Arbeitskraft zu schätzen und zu organisieren. Ähnliches sollte er für das Bonner Münster vorbereiten.[12] In Aachen war es der Architekt und Denkmalschützer Hans Königs (1903-1988), der im Auftrag der Militärregierung vergleichbare Berichte über die Kriegsschäden und notwendigen Sicherungsmaßnahmen am Dom und anderen historischen Gebäuden wie dem Rathaus anfertigte.[13] Das Gutachten über den Aachener Dom, mit dem Königs beauftragt war, ist in den Berichten erwähnt, aber nicht beigefügt. Allerdings gibt es in den Akten die Kopie eines fünfseitigen detaillierten amerikanischen Berichts über die Zerstörungen in Aachen, der den Briten als Ausgangspunkt ihrer Arbeit dienen konnte.[14] Für die Marienkirche in Kempen hatte man den Archäologen und Direktor des Historischen Museums in Krefeld, Albert Steeger, den der zuständige britische Kunstschutzoffizier für einen Architekten hielt, mit einem solchen Bericht beauftragt.[15]
4. Denkmalpfleger und ‚Fine Arts Officers‘
Die Rekrutierung geeigneter deutscher Fachleute für die Denkmalpflege in den Anfangsmonaten war eine schwierige Aufgabe für die britische Besatzungsmacht und die von ihr eingesetzte Provinzialregierung in der Nord-Rheinprovinz, aber natürlich auch andernorts. Die Schwierigkeiten fingen schon bei einfachen Arbeitern wie etwa Packern an, die für den Transport von Kunstgegenständen gebraucht wurden und sowohl qualifiziert als auch von einwandfreiem Charakter sein mussten.[16] Und das galt erst recht für die Arbeit mit ausgewiesenen deutschen Fachleuten. Gerade letztere waren aus unterschiedlichen Gründen nicht immer sofort in der Lage, wieder mit anzupacken, denn auch sie mussten mit den individuellen und allgemeinen Wirren der Zeit zurechtkommen. Zum Teil waren sie als Mitglieder von Organisationen der NS-Zeit belastet, zum Teil waren sie aber auch in alle Winde zerstreut.
Erster Deutscher Kunsthistorikertag, die Kunsthistoriker Franz Graf von Wolff Metternich (links) und Heinz-Rudolf Rosemann beim Betrachten von Bruchstücken einer zerstörten Kirche in Köln, 1948, Foto: Hartwig Baseler. (Bildarchiv Foto Marburg/ fmb8952_12)
In der nord-rheinischen Provinzialverwaltung dauerte der Wiederaufbau eines Denkmalamtes deshalb einige Zeit, weil der noch von den Amerikanern eingesetzte Oberpräsident Hans Fuchs der britischen Militärregierung als Leiter den vormaligen Provinzialkonservator Franz Graf Wolff Metternich vorschlug, der aber NSDAP-Mitglied gewesen war. Wolff Metternich hatte im Zweiten Weltkrieg im besetzten Nord- und Westfrankreich in seiner Funktion als Beauftragter für Kunstschutz beim Oberkommando des Heeres eine in einigen Aspekten vergleichbare Rolle wie die späteren Kunstschützer in der britischen Besatzungszone innegehabt. Er war allerdings im Sommer 1942 beurlaubt und 1943 aus dem Militärdienst entlassen worden, wohl auf Betreiben Hermann Görings (1893-1946), weil er sich als Kulturgutschützer und nicht als Beschaffer von Beutekunst verstanden und verhalten hatte.[17]
Beim Einmarsch der Alliierten stand Wolff Metternich, der nach seiner Zeit in Frankreich in seine Funktion als rheinischer Provinzialkonservator zurückgekehrt war, auf einer Liste der wichtigsten deutschen Kunst- und Kulturexperten, von denen man sich Hilfe beim Auffinden von Kunstwerken erhoffte. Der in Düsseldorf zuständige britische Besatzungsoffizier Michael C. Ross (1905-1982) forderte Oberpräsident Fuchs auf, eine besondere Begründung zu liefern, um in Anbetracht der außergewöhnlichen Umstände eine baldige Bestätigung der Militärregierung für Wolff Metternich als Provinzialkonservator zu erhalten.[18]
Auf britischer Seite war der entscheidende und verantwortliche Offizier Geoffrey F. Webb, der bereits im Hauptquartier unter Eisenhower der Leiter des gemeinsamen alliierten Kunstschutzes, also aller MFA&A-Operationen gewesen war. Auch war er an der Erstellung der offiziellen sogenannten SHAEF-Listen mit historisch wertvollen Kulturgütern und Bauten beteiligt gewesen, die man den Truppen für ihren Vormarsch an die Hand gegeben hatte. Nach der deutschen Niederlage und der Auflösung des alliierten Hauptquartiers leitete er in der britischen Militärregierung innerhalb der Internal Affairs & Communications-Division die MFA&A-Sektion, ab Ende Juli 1945 zunächst mit Sitz in Lübbecke und ab Anfang September 1945 in Bünde in Westfalen. Nach seiner Rückkehr nach England im Sommer 1946 wurde er der Generalsekretär der Royal Commission for Historical Monuments. In Frankreich wurde er später wegen seiner Verdienste zum Mitglied der Ehrenlegion und in Großbritannien zum Commander of the British Empire (CBE) ernannt. In den USA erhielt er die Freiheitsmedaille.[19]
Der wichtigste der in der unmittelbaren Nachkriegszeit im Düsseldorfer Regionalbüro für die Nord-Rheinprovinz zuständigen britischen Kunstschützer und damit der Vorgesetzte und Hauptansprechpartner für Wolff Metternich war Major Michael C. Ross. Er hatte nicht studiert und gehörte nicht dem Netzwerk von Kunsthistorikern und -experten an, die sich vor dem Krieg an den einschlägigen Universitäten und Instituten in Oxford, Cambridge oder London begegnet waren. Vielmehr war er ein bildender Künstler, der sich mit Porträts und Landschaftsgemälden einen Namen gemacht hatte. Während des Krieges hatte er in unterschiedlichen Verwendungen in Frankreich, Ägypten und auf dem Balkan gedient und war 1944 nach einer ihn auf seine geplante Verwendung vorbereitenden Archivausbildung zur Einheit der MFA&A von Geoffrey Webb gestoßen. In der Nord-Rheinprovinz verfasste er die ersten Berichte über den Zustand der Baudenkmäler und die Aufspürung ausgelagerter Kunst- und Kulturgüter, wobei sein besonderes Augenmerk wegen seiner Spezialausbildung den Archiven galt.
Ross verließ seinen Posten als verantwortlicher Kunstschützer für die Nord-Rheinprovinz bereits wieder im Oktober 1945. In England arbeite er danach über 20 Jahre als Autor beim BBC-Radio, war Übersetzer französischer Werke sowie Verfasser historisch-biografischer Bücher, unter anderem über Joseph Bonaparte oder Alexandre Dumas, die er zum Teil mit seinen eigenen Bildern und Zeichnungen illustrierte. In Köln war die Erinnerung an ihn nicht ganz verblasst: Zur 700-Jahr-Feier des Doms im Jahr 1948 wurde er zu den Feierlichkeiten eingeladen, und das Jahrbuch des Zentral-Dombau-Vereins publizierte 1958 seinen Aufsatz „Wie der Dom 1945 ein neues Dach erhielt“. Dessen Originalversion war im Dezember 1957 in dem BBC-Magazin „The Listener“ erschienen.[20]
Weit weniger als über Ross weiß man über seinen Kollegen und Nachfolger in Düsseldorf, Captain, später Major Lionel G. Perry (1905-1980). Weder zu seinem fachlichen Hintergrund noch zu seinen Aktivitäten und seinem Schicksal nach seiner Zeit in Deutschland, die immerhin bis 1950 dauerte, ist etwas bekannt.
Franz Florentin Maria Graf Wolff-Metternich zur Gracht als Leiter des Militärischen Kunstschutzes beim Oberkommando des Heeres an seinem Schreibtisch im Hotel Majestic in Paris, undatiert. (Vereinigte Adelsarchive im Rheinland/ Archiv Schloss Gracht/ Nachlass Franziskus Graf Wolff Metternich)
Nach dem Weggang von Ross war Perry auf Seiten der Militärregierung der Nord-Rheinprovinz der verantwortliche ‚Fine Arts Officer‘ - so die Funktionsbezeichnung in den Briefen und Vermerken. Ein Kunstexperte im britischen Hauptquartier in Bünde, der zusammen mit Ross Inspektionsbesuche z. B. in Neuss oder in Düsseldorf, Brühl, Brauweiler und Krefeld vornahm, war Major Ellis K. Waterhouse (1905-1985), der schon zu Webbs Stab im Hauptquartier der Alliierten gehört hatte. Vor dem Krieg hatte er in Oxford studiert. Er verließ das Hauptquartier in Bünde ebenfalls im Oktober 1945. Nach dem Krieg machte er Karriere als Wissenschaftler und Museumsleiter in Großbritannien und den USA.
In Düsseldorf war zusätzlich noch Captain Kenneth Steer (1913-2007) im Einsatz, ein promovierter Archäologe. Er war dort von Juni 1945 bis Juli 1946 insbesondere mit der Materialbeschaffung für die Reparatur beschädigter historischer Gebäude beschäftigt und spielte später eine herausgehobene Rolle in der Denkmalpflege, genauer bei der Bewahrung von Nationalmonumenten in Schottland. Ein ganz besonders interessanter britischer Kunstschützer war der Stellvertreter von Webb, Wing Commander Douglas Cooper (1911-1984), ein wohlhabender Sammler und Kunstkritiker, der Ross ebenfalls auf einigen seiner Informations- und Inspektionsbesuche im Rheinland begleitete. Er ließ sich nach der Militärzeit im französischen Avignon nieder, wo er eng verbunden mit Pablo Picasso (1881-1973) war. Sowohl Cooper als auch Waterhouse hatten schon 1944 zusammen mit Webb in London an den Vorarbeiten zum Einsatz der Kunstschützer auf dem europäischen Kontinent mitgewirkt.
Sir Ellis Kirkham Waterhouse, Porträt, 1949, Foto: Annan. (Naional Portrait Gallery, London)
5. Erste Aufgaben und Maßnahmen
Anfangs bestand eine unerwartet arbeitsintensive Beschäftigung der Kunstschützer in der Lokalisierung ausgelagerter oder geraubter Kunstschätze. Die Kunstgegenstände aus dem Rheinland, die sehr häufig in westfälische Depots gebracht worden waren, wurden zunächst in Westfalen belassen, bis im Rheinland eine dauerhafte Unterbringung möglich wurde. Das meiste aus den verschiedenen Lagern in Westfalen brachte man deshalb vorübergehend nach Schloss Nordkirchen im Münsterland, welches den Krieg nahezu unversehrt überstanden hatte und groß genug und gut zu sichern war. Eine Ausnahme war auf Betreiben Graf Wolff Metternichs der sogenannte Lochner-Altar, der spätgotische Altar der Stadtpatrone von Köln, der so bald wie möglich aus klimatischen Gründen aus der Abtei Marienmünster bei Höxter verlagert werden musste. Der Graf plädierte für eine Unterbringung im Kölner Dombunker, was auch positiven Einfluss auf die Moral der Kölner Bevölkerung haben könne. Dieser Schutzraum hatte seit 1943 im Erdgeschoss des Nordturms des Kölner Doms als Aufbewahrungsort vieler seiner Kunstschätze gedient und wurde erst 1986 abgerissen.[21]
Im Rheinland sollte Schloss Dyck zwischen Grevenbroich und Mönchengladbach eine zentrale Sammelstelle der ausgelagerten Kunstgegenstände werden, weil Schloss Benrath, Schloss Brühl oder auch die Abtei Brauweiler für diesen Zweck als nicht geeignet angesehen wurden. In Benrath und in Brühl erschienen die Gebäude ungeeignet; in Brauweiler befand sich eine zentrale Unterbringungsstelle für Displaced Persons. Als mögliche zentrale Archivstandorte wurden außerdem zunächst das Kloster Langwaden und Schloss Kalkum und später Schloss Brühl in Aussicht genommen.[22]
Altarbild (Triptychon) der Stadtpatrone, den Stephan Lochner nach 1442 für die Kapelle des Rats schuf, 1809 wurde der Altar in den Dom übertragen, undatiert, Foto: Helmut Buchen. (www.grevenarchivdigital.de | Helmut Buchen)
Ross bemühte sich um gute Kontakte zu den Kunstschützern in der französischen und der amerikanischen Zone im südlichen Rheinland. Mitte August 1945 konnte er zusammen mit Wolff Metternich und Willy Weyres bei einem Besuch in der französischen Zone in Bad Ems vereinbaren, dass die in dortigen Depots vorhandenen Kunstwerke und Archivbestände, die aus dem nördlichen Rheinland stammten, dorthin zurückgebracht werden durften. Ähnliches versuchte er anschließend für rheinische Kunstobjekte zu erreichen, die von den Amerikanern etwa aus einem ehemaligen Bergwerk im südwestfälischen Siegen in die amerikanische Zone nach Marburg gebracht worden waren.[23] Allerdings kam es hier zu Verzögerungen, die aus Unstimmigkeiten zwischen Amerikanern und Briten auf höherer Ebene, ausgehend vom stellvertretenden amerikanischen Militärgouverneur General Lucius D. Clay (1898-1978), resultierten und einen schnellen Rücktransport verhinderten. Clay wollte nämlich zwischenzeitlich einige der Kunstwerke für eine Ausstellung nach Amerika bringen. Erst nach der Aufgabe dieser Pläne kam es Ende Januar 1946 zu ersten Transporten ins Rheinland; die letzten fanden Ende Juli 1946 statt.[24]
Die Aufspürung, Klärung der Herkunft und Rückführung der ausgelagerten Kunstschätze gehörten also ebenso zu den Aufgaben der ‚Monuments Men vor und nach der Einstellung der Kampfhandlungen zwischen Rhein und Weser. Daneben zielten die Aktivitäten der Fine Arts-Offiziere auch auf die Rückführung von ausgelagertem Archivgut und die Wiederinstandsetzung der städtischen Archive, etwa in Köln, Düsseldorf, Kalkar, Wesel oder Xanten. Hier liefern die britischen Berichte interessante Hinweise für die Nachverfolgung der einzelnen Bestände und deren Behandlung in den ersten Nachkriegsmonaten.
Das zerstörte Schloss Clemensruh (Poppelsdorfer Schloss) in Bonn-Poppelsdorf, 1947, Foto: Theodor Wildemann. (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Bildarchiv/ LVR_ADR_0000334342_BN)
Eine weniger spektakuläre Aufgabe war die möglichst frühzeitige Bestandsaufnahme der Kriegsschäden an den Baudenkmälern, und hier insbesondere der Kirchen, und die Einleitung daraus abgeleiteter erster baulicher Sicherungsmaßnahmen – so haben dies die Amerikaner beispielsweise nach der Einnahme Kölns praktiziert. Aus einem Tagesbericht der amerikanischen Militärregierung vom 9./10.3.1945 - die Stadt war am 6.3. eingenommen worden - geht hervor, was ihre ersten Untersuchungen ergeben hatten. Außer dem Dom, der nach anfänglichen Schätzungen zu 10 Prozent beschädigt war, waren nahezu alle berühmten Kirchen so stark zerstört, dass man sie für kaum wiederherstellbar hielt.[25] Eisenhowers Befehl vom 26.5.1944 hatte die massiven Zerstörungen etwa der romanischen Kirchen in Köln also nicht verhindern können. Allerdings liefert diese Anordnung eine denkbare Erklärung für den späteren Mythos von der Verschonung des Kölner Doms.
Es waren die amerikanischen ‚Monuments Men‘, die bei ihrem Vormarsch im Westen Deutschlands und insbesondere in der Rheinprovinz erste Maßnahmen ergriffen, an welche die Briten anknüpfen konnten. Schon im Winter 1944 hatten die von den Amerikanern veranlassten ersten Reparaturarbeiten am Aachener Dom oder der Bibliothek der Technischen Hochschule dazu beigetragen, dass diese den Winter überstehen konnten.[26] Auf britischer Seite wurde später neidlos anerkannt, dass sich die amerikanischen Kunstschützer in dieser Zeit große Verdienste um die Kulturschutzaufgabe in der späteren britischen Besatzungszone erworben hatten.[27]
Zerstörte Kölner Innenstadt mit fast unbeschädigtem Kölner Dom, Luftbild, 1945. (www.grevenarchivdigital.de | Kölner Fotoarchiv)
Ein den Berichten von Ross angehängtes, undatiertes Gutachten zu den Kriegsschäden an und in den Kölner Kirchen beschreibt detailliert den Zustand des Doms und zwölf weiterer Kirchen, namentlich der romanischen Kirchen Sankt Andreas, Sankt Aposteln, Sankt Georg, Sankt Gereon, Sankt Kunibert, Sankt Maria im Kapitol, Sankt Maria Lyskirchen, Groß Sankt Martin, Sankt Pantaleon, Sankt Severin und Sankt Ursula sowie der barocken Jesuitenkirche Sankt Mariä Himmelfahrt. Zu jeder dieser Kirchen gibt es eine Auflistung der wesentlichen Schäden, des ungefähren Zustands und der empfohlenen Erste-Hilfe-Reparaturen. Umfangreichere Angaben aus dieser Zeit finden sich in diesen Quellen zu keiner anderen Stadt in der Nord- Rheinprovinz oder in Westfalen - aus nachvollziehbaren Gründen, denn Köln galt nach dem Kriegsende als am stärksten zerstörte Großstadt im Westen Deutschlands.[28]
Zu den Schäden in Düsseldorf, etwa in der Altstadt an der Lambertus-, der Max- und der Andreaskirche oder an der Suitbertuskirche in Kaiserswerth, die in viel geringerem Maße beschädigt waren als die innerstädtischen Kölner Gotteshäuser und deshalb einen deutlich niedrigeren Reparaturbedarf hatten, gibt es nur relativ spärliche Angaben. Dennoch hatte Düsseldorf, wo der Krieg erst am 17.4.1945 vorbei war, also über einen Monat später als in den linksrheinischen Städten Köln oder Neuss, massive Schäden zu verzeichnen. Prominente Bauten wie etwa die Tonhalle am Wehrhahn, das Schauspielhaus an der Carl-Theodor-Straße, die Rheinhalle, also das ehemalige Planetarium, die Kunstakademie oder Schloss Jägerhof waren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die alte Tonhalle und das alte Schauspielhaus sind nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut worden.
Kölner Kirche St. Aposteln, Außenansicht der zerstörten Kirche, Blick auf Westturm und Querschiff, 1942-1943, Foto: Seuffert. (www.grevenarchivdigital.de | Historisches Archiv des Erzbistums Köln/ AEK, Bildsammlung 106805)
Kurze Erwähnung finden in den Quellen der Altenberger Dom und die Abteien Knechtsteden und Kornelimünster, die so gut wie unbeschädigt geblieben waren.[29] Anders sah es in Kalkar oder in Neuss aus. Dort war der Chor des Quirinusmünsters beschädigt, aber nicht in Gefahr einzustürzen, was man bei einer ersten Inspektion befürchtet hatte.[30] In Neuss wie überall andernorts standen Arbeitskräfte und Material zur Reparatur der Schäden nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Zu den Schäden hielt die Broschüre der Macmillan-Kommission fest:
Ein direkter Bombentreffer hat die östliche Apsis des Dreikonchen-Ost-Endes von St. Quirin weggeblasen und gefährliche Risse in der Struktur verursacht, aber Erste-Hilfe-Maßnahmen sind im Gange und es ist zu hoffen, dass ein weiterer Einsturz verhindert werden kann. Das Innere der Kirche ist ansonsten unversehrt und das meiste des romanischen Bodens ist erhalten geblieben. In der Krypta hat ein Teil des Gewölbes unter den Trümmern der Apsis nachgegeben. Das Rathaus, das Zeughaus und das Museum sind alle zerstört. Das Obertor ist intakt und wird genutzt, um die Sammlungen des Museums zu lagern, die jetzt teilweise aus Westfalen zurückgekommen sind, sowie das Stadtarchiv.[31]
Ein Licht darauf, wie einzelne Kunstschutzoffiziere ihre Rolle manchmal auch auf unkonventionelle Weise nutzten, wirft die Geschichte der Dachreparatur des Kölner Doms: Der Kunstschutzoffizier Michael Ross schreibt in seinen Erinnerungen, dass er im Krieg noch in England an der Erstellung einer Liste von industriellen Produktionsstandorten unter anderem im Rheinland mitgearbeitet hatte, die er jetzt für die Suche nach Baumaterialien auswerten konnte. Kanadische Militärpolizisten, die er für diese Suche einsetzte, waren auf ein Zinkwalzwerk in Neuss und dessen noch vorhandenen Vorräte an Blechen gestoßen. Diese Vorräte requirierte er kurzerhand für eine seiner vordringlichsten Aufgaben, nämlich die Sicherung des Kölner Doms. Mehr als 80 Prozent von dessen Dachflächen waren im Krieg verloren gegangen. Den Transport der Neusser Zinkbleche nach Köln organisierte der Brite im September 1945 mit Hilfe des Oberbürgermeisters von Düsseldorf, Walter Kolb (1902-1956), der Gefängnisinsassen zur Beladung der Lastwagen abstellte.
Die zerstörte Kirche St. Pantaleon in Köln, 1947, Foto: Martha Kranz. (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Bildarchiv/ LVR_ADR_0000325174_K)
So erhielt der Kölner Dom eine Notbedachung, die an einzelnen Stellen erst Jahr-zehnte später durch eine neue Bleibedeckung ersetzt wurde. Ross brachte die Aktion ein ernstes Gespräch mit Militärgouverneur John A. Barraclough (1894-1981) ein, denn der Wohnungsbau hatte oberste Priorität. Barraclough zeigte aber offen-sichtlich Verständnis für die Eigenmächtigkeit seines Untergebenen und verzichtete auf disziplinarische Maßnahmen.
6. Fazit
Neben der Rückführung von im Krieg ausgelagerten Kunstschätzen, Bibliotheken und Archiven war es vor allem die Organisation der ersten Reparaturmaßnahmen an den Bauten, die in den Berichten der britischen Kulturgutschützer Michael Ross und Lionel Perry in der Nord-Rheinprovinz eine zentrale Rolle spielt. Ihre Aktivitäten schufen die Voraussetzung für den Wiederaufbau vieler historischer Gebäude. Gleichzeitig ging es um den Aufbau einer eigenen Denkmalpflege durch die jeweiligen Provinzialregierungen, denen die Militärregierung die weiteren Arbeiten übertragen konnte. In einem Vermerk vom 14.10.1945 zieht Geoffrey Webb ein zufriedenes Zwischenfazit der Aktivitäten seiner Männer in der gesamten britischen Besatzungszone:
Ein guter Fortschritt wurde beim Auffinden und bei der Verlagerung und Unterbringung der zerstreuten Sammlungen gemacht, und gegenwärtig sind Schloss Dyck in Nord-Rhein, Schloss Nordkirchen für Westfalen und das Schloss in Celle für Hannover dafür ausgewählt worden. [...] Denkmalkonservatoren und Personal sind jetzt in allen Provinzen eingesetzt und scheinen zufriedenstellend zu arbeiten.[32]
Auch hier zeigt sich, wo der Schwerpunkt der Arbeit der Kunstschützer zumindest in der ersten Zeit lag. Kein Wunder, dass sich das Interesse der Geschichtsschreibung – wie auch Hollywoods – auf diesen Aspekt konzentriert hat. Erfolge oder Misserfolge auf diesem Feld waren und sind leichter zu erkennen und oft auch spektakulärer. Aber die Londoner Quellen aus dem Jahr 1945 sind vor allem eine aufschlussreiche Ergänzung der in den Provinzen wie in den einzelnen Städten vorhandenen Kenntnisse über die im Krieg verursachten Schäden an historischen Gebäuden und ihre Behandlung. Wer die Städte und Gebäude von damals und heute vergleicht, sieht, dass sich vieles nicht wieder reparieren ließ, aber manches aus den Trümmern wiedererstanden ist.
Eine entscheidende Rolle spielten dabei zunächst die amerikanischen und dann die britischen Kunstschutzoffiziere und ihre Arbeit im Land des vormaligen Gegners, und das unabhängig von der Frage, wer wieviel Schuld an den Zerstörungen trug. Sie kannten sich zum Teil aus ihrer Studien- und Berufszeit in Oxford, Cambridge oder London. So wie die späteren Ehrungen die Bedeutung des Wirkens dieser Kunstschützer unterstreichen, beweisen ihre zum Teil beeindrucken-den Nachkriegskarrieren in Großbritannien und den USA, dass es sich um hoch qualifizierte und motivierte Männer (und Frauen) gehandelt hat. Die Erinnerung an ihren Einsatz am Ende des Krieges, als auf deutscher Seite die kommunalen und überörtlichen Verwaltungsstrukturen erst noch schrittweise aufgebaut werden mussten, wird in Deutschland aber nur unzureichend gepflegt.
Sir John Ashworth Barraclough, Porträtfoto, 1950, Foto: Navana Vandyk. (Naional Portrait Gallery, London)
So bedauerlich es ist, dass im öffentlichen Bewusstsein kaum etwas von ihrem Einsatz für die Kunst und Kultur im zerstörten Nachkriegsdeutschland zurückgeblieben ist, so klar ist jedoch, dass ohne sie nicht nur viele Kunstschätze ihren Weg nicht zurückgefunden hätten, sondern auch wichtige Baudenkmäler, Archive, Bibliotheken und Museen nicht wieder in den Zustand hätten versetzt werden können, den sie heute haben. Sie konnten verhindern, dass die angerichteten Schäden noch größer wurden und bewirkten die Einleitung dringend notwendiger Wiederherstellungsmaßnahmen. In ihren Berichten findet sich nichts zur Frage von Schuld oder Wiedergutmachung. Die Motivation für ihre Arbeit schöpften sie vielmehr aus dem hohen Stellenwert, den Kunst und Kultur für sie hatte. Sie waren, wie der deutsche Untertitel des Hollywoodfilms aus dem Jahr 2014 wohl zu Recht lautet, „ungewöhnliche Helden“.
Quellen
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- 1: Lange, Neuss, S. 343f.
- 2: Wolff Metternich, Einleitung, S. XIVf.
- 3: The National Archives London (TNA), T 209/36, Bl. 52-59.
- 4: TNA, T 209/24, Bl. 30, eigene Übersetzung. Schon bei der Befreiung Italiens hatte es einen vergleichbaren Befehl Eisenhowers vom 29.12.1943 gegeben, TNA, T 209/10, Bl. 110. Siehe auch eine dreiseitige Handreichung für alle Offiziere und Mannschaften vom 8.5.1944, mit der General Henry M. Wilson, der britische Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte im Mittelmeerraum, seinen Soldaten in Italien verdeutlichte, dass sie sich als Treuhänder der Kunstschätze betrachten sollten, TNA, T 209/10, Bl. 113-117.
- 5: TNA, T 209/20/33, Bl. 14.
- 6: Ein SHAEF-Bericht vom Mai 1945 listet ca. sechshundert von den Alliierten vermutete bzw. entdeckte Verstecke und Depots mit Kunstwerken aller Art auf, in denen schätzungsweise neun Zehntel der aus-gelagerten Kunstschätze wiedergefunden worden seien; TNA T 209/28/1, Bl. 2-50 und T-209/10, Bl. 45.
- 7: Zu Details der Einkäufe insbesondere auch rheinischer Museen auf dem Pariser Kunstmarkt in der Zeit der Besetzung Frankreichs siehe die ‚Schenker Papers‘ mit Nennung von Werken, Preisen und Kauf-daten in den Listen der gleichnamigen Transportfirma, TNA, FO 1046/763/3, B. 2-15.
- 8: Wolff Metternich, Einleitung, S. XV.
- 9: Berichte für die Nord-Rheinprovinz in: TNA 209/36, Bl. 89-94 und 114-133.
- 10: Kopie des amerikanischen Berichts vom 27.3.1945 in: TNA, T 209/14, Bl. 22-24.
- 11: TNA, T 209/36, Bl. 115. Das Gutachten Karl Bands fehlt in der Akte.
- 12: TNA, T 209/36, Bl. 115.
- 13: TNA, T 209/36, Bl. 121-122. Der Bericht von Hans Königs fehlt in der Akte.
- 14: TNA, T 209/14, Bl. 26-30.
- 15: TNA, T 209/36., Bl. 124.
- 16: TNA, T 209/20/4, Bl. 27, eigene Übersetzung.
- 17: https://afz.lvr.de/de/archiv_des_lvr/dokument_des_monats/dokument_2014_05/2014_1.html (abgerufen am 6.5.2025)
- 18: TNA, T 209/36, Bl. 115, eigene Übersetzung. Die Genehmigung erfolgte in der zweiten Julihälfte, TNA, T 209/36, Bl. 118.
- 19: Eine Aufstellung der einzelnen MFA
- 20: TNA, T 209/36, Bl. 69 und 96. Seine Erinnerungen an die Militärzeit hat Ross Ende der 1950er Jahre in einem umfangreichen Manuskript festgehalten, das sich im Londoner Imperial War Museum befindet.
- 21: Der Altar wurde am 5.9.1945 zurück- und im Rundbunker in der Nordturmhalle des Doms untergebracht. Dieser Bunker im Inneren des Doms ist nicht zu verwechseln mit dem 1942 gebauten Luftschutzbunker an der Südseite des Doms, der im Bombenkrieg als Zufluchtsstätte für die Bevölkerung diente und heute den unterirdischen Teil des Römisch-Germanischen Museums beherbergt.
- 22: TNA, T 209/36, Bl. 117; TNA, T 209/36, Bl. 122-123.
- 23: TNA, T 209/36, Bl. 89-90 und 92.
- 24: TNA, FO 1046/146/1, Bl. 40-42 und FO 1050/43/1, passim. Dort auch Listen von Beständen aus Archiven, Bibliotheken, Kirchen, Museen und Hochschulen der britischen Zone in Lagern in der französischen und der russischen Zone.
- 25: Abdruck der Übersetzung des Tagesberichts in: Kölnische Rundschau, Jg. 10, 6.3.1955.
- 26: TNA, FO 1050/1390, Bl. 5-6 und 13. Hier hatte der amerikanische Archivar Asa Thornton (1911-1952) Ende 1944 die Bibliothek inspiziert und erste Reparaturmaßnahmen veranlasst.
- 27: British Committee, Works of Art, Vorwort, S. IV.
- 28: TNA, T 209/ 36, Bl. 127-133.
- 29: British Committee, Works of Art, S. 2, 23 und 41.
- 30: TNA, T 209/36, Bl. 116.
- 31: British Committee, Works of Art, S. 51, eigene Übersetzung; TNA, 209/36, S. 116.
- 32: TNA, 209/36, Bl. 97, eigene Übersetzung.
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Brautmeier, Jürgen, Die „Monuments Men“ in der Nord-Rheinprovinz 1945, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/die-monuments-men-in-der-nord-rheinprovinz-1945-/DE-2086/lido/68f8c5cc60a811.97155726 (abgerufen am 08.02.2026)
Veröffentlicht am 28.10.2025