Japan am Rhein. Zur Geschichte der Beziehungen zwischen Düsseldorf und Japan
Der Innenhof des Japan-Centers an der Immermannstraße, Foto, September 1978, Foto: Winfried Göllner. (Stadtarchiv Düsseldorf/ 5_8_5_1185_0021a)
Zu den Kapiteln
1. Der Japanstandort Düsseldorf
Seit ungefähr 70 Jahren pflegt Düsseldorf eine enge Verbindung zu seiner japanischen Bevölkerung und ihren Institutionen. Über 6.000 Japanerinnen und Japaner sowie etwa 400 japanische Unternehmen machen Düsseldorf zum größten Japanstandort in Deutschland und zu einem internationalen Wirtschaftsstandort.[1] Aus diesem Grund setzen sich die Stadt Düsseldorf und eine Vielzahl japanischer Institutionen dafür ein, ihre Beziehung und die Anziehungskraft des Standorts durch Förderprogramme, Werbemaßnahmen und Veranstaltungen zu stärken. Ein bekanntes Ergebnis davon ist unter anderem der seit 2002 jährlich veranstaltete Japan-Tag, dessen Programm von japanischen Kulturdarbietungen bis zum Rhein-Feuerwerk hunderttausende Besucherinnen und Besucher anzieht. Ein weiterer Anziehungspunkt ist das Viertel rund um die Immermannstraße – auch genannt: „Little Tokyo“ – mit seinen japanischen Restaurants und Geschäften, das vor allem in den letzten Jahren zunehmende Beliebtheit bei Einheimischen sowie bei Touristinnen und Touristen gewonnen hat.
Doch wie kam es zu Düsseldorfs Beziehung zu Japan und ihren heutigen Errungenschaften? Das Image der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens als „Japan am Rhein” geht nicht auf einen natürlichen Prozess zurück, sondern resultiert aus jahrzehntelanger Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den japanischen Institutionen. Die im Stadtmarketing oft als „freundschaftlich“ präsentierte Beziehung zwischen Düsseldorf und Japan ist dabei bis heute stark von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Während die Landeshauptstadt von zunehmenden Unternehmensinvestitionen und wachsendem Tourismus profitiert, genießt die japanische Seite eine positive Darstellung des Landes und seiner Erzeugnisse.
2. Erste Kontakte zwischen Düsseldorf und Japan im 19. Jahrhundert
Erste Begegnungen zwischen Düsseldorf und Japan kamen 1859 zustande, als der Düsseldorfer Kaufmann Louis Kniffler (1827-1888) mit der L. Kniffler & Co. das erste deutsche Handelshaus in Japan gründete. Aufgrund des damals noch stark eingeschränkten Handels mit Japan trieb Kniffler maßgeblich die Verabschiedung eines preußisch-japanischen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrags voran, der am 24.1.1861 unterzeichnet wurde. Im selben Jahr wurde Kniffler aufgrund seiner Bemühungen zum Vizekonsul Preußens in Japan ernannt, zwei Jahre später zum Konsul. Zwar kehrte er bereits Anfang 1866 nach Düsseldorf zurück, doch das Unternehmen bestand in Japan als erfolgreichstes deutsches Handelshaus fort. 1868 erhielt der langjährige Mitarbeiter Carl Illies (1840-1910) die Prokura und nannte das Unternehmen wenig später in „C. Illies & Co.“ um. Nach Knifflers Tod im Jahr 1888 verlegte die C. Illies & Co. ihre deutsche Zweigniederlassung von Düsseldorf nach Hamburg, was die Beziehungen zu Japan zunächst hemmte.[2]
Weitere erste Berührungspunkte in der Beziehungsgeschichte waren der Besuch einer japanischen Gesandtschaft, der sogenannten Takenouchi-Mission, die auf dem Weg nach Köln für zwei Stunden in Düsseldorf Station machte,[3] sowie die Kunst-, Gewerbe- und Gartenausstellung 1904. Im Rahmen der Ausstellung wurden ein japanischer Garten und ein Teehaus errichtet, in dem aus diesem Anlass angereiste Japanerinnen die Gäste bewirteten.[4] Der eigentliche Beginn der Düsseldorf-Japan-Beziehung erfolgte jedoch erst viele Jahre später, als sich nach dem Zweiten Weltkrieg erste japanische Unternehmen in der Stadt am Rhein niederließen. Bis dahin war Düsseldorf in Japan noch völlig unbekannt. Der Ursprung der Beziehung beruht somit auf einem rein wirtschaftlichen Hintergrund.[5]
Japanisches Teehaus auf der Kunst- und Gartenbau-Ausstellung in Düsseldorf, 1904. (gemeinfrei)
3. Beginn der japanischen Expansion
Bevor erste nachhaltige Kontakte zwischen Düsseldorf und Japan entstanden, galt Hamburg für viele Jahrzehnte als Zentrum der japanischen Wirtschaftsaktivitäten in Deutschland. Seit Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich die Hansestadt dank ihres Hafens und der hohen Anzahl deutscher Handelsniederlassungen – etwa der C. Illies & Co. – als primäre Anlaufstelle für japanische Unternehmen.[6] Japans zweitgrößte Handelsgesellschaft, Mitsui & Co., eröffnete bereits 1899 ihr erstes Repräsentanzbüro in Hamburg.[7] Dieser Trend setzte sich zunächst nach dem Zweiten Weltkrieg fort, als die deutsch-japanischen Handelsbeziehungen nach jahrelangem Stillstand wieder aufgenommen wurden. Neben etwa einem Dutzend weiterer Handelsgesellschaften eröffnete auch Mitsui & Co. seine Deutschlandniederlassung erneut in Hamburg. Gründe für die anhaltende Orientierung waren langjährige Geschäftsbeziehungen zu deutschen Handelshäusern sowie die damalige Ausrichtung des japanischen Exports auf leichtindustrielle Erzeugnisse wie Textilien.[8]
Trotz zunächst unveränderter Geschäftsstrategien gegenüber den Vorkriegsjahren ergaben sich in der Nachkriegszeit zahlreiche wirtschaftspolitische Veränderungen, die die japanische Expansion nach Deutschland nachhaltig prägen sollten. Als Reaktion auf die Kriegszerstörung musste die japanische Politik eine Strategie entwickeln, die einen raschen Wiederaufbau ermöglichte. Nach Auffassung der japanischen Regierung konnte ein solcher Plan nur durch Eingreifen des Staates umgesetzt werden, weshalb eine Reihe industriepolitischer Maßnahmen erlassen wurde. Die amerikanische Besatzungsmacht, die bis zum Inkrafttreten des Friedensvertrags von San Francisco von 1952 die Kontrolle über Japan ausübte, unterstützte dieses Vorhaben trotz ihrer freien Marktideologie, da man Japan inmitten des Kalten Krieges rasch als Verbündeten gewinnen wollte.[9]
Mitglieder der Tekuchi-Mission, Paris, 1862, Original in der Bibliothèque nationale de France, département Estampes et photographie/ FT 4-NA-235 (2), Foto: Gaspard-Felix Tournachon. (gemeinfrei)
Zur Umsetzung der industriepolitischen Maßnahmen wurde 1949 in Japan das „Foreign Exchange and Foreign Trade Control Law“ verabschiedet, das sämtliche Auslandsdevisen und Technologietransfers der Kontrolle des Ministeriums für internationalen Handel und Industrie (MITI) unterstellte. In der Folge wurde der gesamte Außenhandel zentral vom MITI gesteuert, wodurch japanische Unternehmen nur mit dessen Genehmigung Zugang zu Devisen und damit zu Auslandsmärkten erhielten. Das MITI vertrat die Auffassung, dass für den Wiederaufbau der schwerindustrielle Sektor prioritär zu behandeln sei. Insbesondere Handelshäuser, die Technologien zur Modernisierung der Schwerindustrie importieren wollten, wurden mit Devisenmitteln ausgestattet und erhielten finanzielle Anreize wie Steuervergünstigungen.[10]
Hamburg bot den japanischen Unternehmen aufgrund seiner geringen Industriepräsenz keine Rahmenbedingungen, die den Anforderungen der neuen japanischen Wirtschaftspolitik entsprachen. Erforderlich war daher ein Standort mit enger Anbindung an die deutsche Schwerindustrie. Seit dem 19. Jahrhundert war Düsseldorf als Zentrum des deutschen Eisen- und Stahlhandels und als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“ bekannt, da die im Ruhrgebiet aktiven Montanindustrieunternehmen wie Thyssen, Mannesmann oder Schloemann ihre Hauptsitze dort hielten. Angesichts der Industriepolitik ihres Landes entschieden sich einige japanische Unternehmen folglich rasch für Düsseldorf.[11]
Die ersten Unternehmen, die versuchten, die neue Außenhandelsstrategie umzusetzen, waren Handelshäuser der Mitsubishi-Gruppe sowie das Handelshaus Okura & Co., das 1952 das erste japanische Repräsentanzbüro in Düsseldorf eröffnete. Die Entsandten der Mitsubishi-Gruppe stellten bereits 1950 Kontakte zur Schloemann AG her und führten regelmäßige Gespräche über den Erwerb von Technologien im Bereich der Hütten- und Walzwerktechnik. 1954 mündeten die Handelsaktivitäten in die Gründung der Deutschen Mitsubishi Export- und Import Gesellschaft, der ersten regulären japanischen Unternehmensniederlassung in Düsseldorf.[12] Zur selben Zeit errichtete das Handelshaus Mitsui & Co. dort eine Niederlassung. Anders als bei Mitsubishi handelte es sich bei Mitsui jedoch zunächst nur um eine Zweigniederlassung neben dem Hauptsitz in Hamburg. Dies sollte sich jedoch rasch ändern: 1962 verlegte das Handelshaus im Zuge einer strategischen Neuausrichtung den Hauptsitz nach Düsseldorf[13] – ein Prozess, der sich nicht auf Mitsui beschränkte. Bis 1963 waren 12 der 14 größten japanischen Handelsgesellschaften mit Niederlassungen in Düsseldorf vertreten. Die meisten von ihnen folgten der Strategie Mitsuis und verlegten im Zuge der Ausrichtung auf den Import schwerindustrieller Technologien ihre Hauptniederlassung nach Düsseldorf. Auch Institutionen des japanischen Außenhandels wie die Außenhandelsorganisation des MITI, die Japan External Trade Organization (JETRO), sowie die Bank of Tokyo, deren Hauptaufgabe in der Unterstützung der Handelshäuser lag, verlagerten ihre Deutschlandniederlassungen nach wenigen Jahren von Hamburg nach Düsseldorf.[14]
Im Ergebnis verlor die Hansestadt Hamburg ab Ende der 1950er Jahre für die japanische Expansion zunehmend an Bedeutung, während Düsseldorf zum neuen Zentrum in Deutschland aufstieg. Trotz dieser Entwicklungen wurde die Expansion in der Stadt am Rhein von der Stadtverwaltung zunächst nicht beachtet, sodass sich auf institutioneller Ebene noch nicht von einer Beziehung zwischen Düsseldorf und Japan sprechen lässt. Dies zeigt sich etwa an den Schlagzeilen der lokalen Tagespresse in den 1950er Jahren. Die wenigen Meldungen über Japan thematisierten ausschließlich den kulturellen Austausch zwischen dem Erzbistum Köln und der Diözese in Tokio. In diesem Zusammenhang fand 1954 eine „Tokio-Gebetswoche“ mit abschließender Missionskundgebung in der Rheinhalle statt, an der auch der japanische Botschafter und der Rektor der Sophia-Universität aus Tokio teilnahmen.[15] Mit zunehmender Präsenz japanischer Unternehmensvertreter wuchs jedoch ab den 1960er Jahren die Sichtbarkeit der japanischen Bevölkerung und erste institutionelle Beziehungen zur Stadt entwickelten sich.
4. Die Rolle der japanischen „Community“ für die Entwicklung Düsseldorfs zum Japanzentrum
Bevor sich die japanische „Community“ in Düsseldorf formierte, organisierten die Entsandten der Handelsunternehmen ihre Aufenthalte zunächst im Alleingang. Mitte der 1950er Jahre, zur Zeit der ersten Unternehmensexpansionen, hielten sich gerade einmal rund 40 japanische Staatsangehörige in der Stadt am Rhein auf. Schon früh begannen die Entsandten jedoch, miteinander in Austausch zu treten. Ab 1953 trafen sie sich regelmäßig unter dem Veranstaltungsnamen „Nihonjinkai“ (auf Deutsch: „Japaner-Treff“) gemeinsam mit Vertretern der japanischen Botschaft in Bonn in Lokalen der Umgebung. Die ursprünglich informellen Treffen entwickelten sich über die Jahre inhaltlich und hinsichtlich der Teilnehmerzahl weiter und mündeten 1964 in einer offiziellen Institutionalisierung. Unter dem neuen Namen „Japanischer Club Düsseldorf“ setzte die Vereinigung ihre Aktivitäten als eingetragener Verein fort.[16]
Zu den Tätigkeiten des Japanischen Clubs zählten sowohl immaterielle Angebote wie Informationen zum Alltagsleben in Deutschland und die Organisation japanischer Feste als auch materielle Leistungen wie die Einrichtung einer Bibliothek und einer Mensa mit japanischem Essen. Da die japanische Bevölkerung in den 1960er Jahren fast ausschließlich aus Unternehmensentsandten bestand, die nach drei bis fünf Jahren in ihre Heimat zurückkehrten, unterstützte der Club sie nicht nur beim Aufbau eines sozialen Netzwerks, sondern half auch, mögliche Integrationsschwierigkeiten zu verringern. Zudem ermöglichte er vielen Entsandten den Nachzug ihrer Familien aus Japan. Vor allem den Ehefrauen bot der Club eine soziale Plattform, da sie aufgrund ihres Visastatus und der damaligen Geschlechterrollen nur selten selbst erwerbstätig sein konnten. Im Ergebnis vereinte der Club bereits in seinem Gründungsjahr 683 Mitglieder und damit rund 80 Prozent der damaligen japanischen Bevölkerung in Düsseldorf.[17] Auch wenn seine Bedeutung über die Jahre abgenommen hat, fungiert der Club bis heute als primäre Anlaufstelle für die Entsandtenfamilien und als ihre Interessensvertretung. Insbesondere bei der Kommunikation mit städtischen Akteuren oder der Planung von Veranstaltungen wie dem Japan-Tag ist der Vorstand des Clubs unmittelbar involviert.
In den 1960er Jahren galten die Interessen der japanischen „Community“ noch keineswegs als durchgesetzt, da sich das Verhältnis zur Stadt Düsseldorf erst im Aufbau befand. Eine Institution, die sich neben dem Club besonders für die Interessensdurchsetzung einsetzte, war die Japanische Industrie- und Handelskammer (JIHK), die ebenfalls als eingetragener Verein 1966 aus den Treffen des „Nihonjinkai“ hervorging. Während der Japanische Club sowohl natürlichen als auch juristischen Personen offenstand, bot die JIHK ausschließlich japanischen Unternehmen eine Plattform zur Vernetzung und Informationsbeschaffung. In ihrem Gründungsjahr vereinte die Kammer 66 Mitgliedsunternehmen und machte damit den Großteil der japanischen Unternehmenslandschaft in Düsseldorf Mitte der 1960er Jahre aus.[18]
Nichtsdestoweniger verweigerten sich einige Unternehmen einer Mitgliedschaft, da sie befürchteten, dadurch die Aufmerksamkeit der Finanzämter auf sich zu ziehen. Grund dafür war die damals noch bestehende Doppelbesteuerung in Deutschland und Japan, die die Unternehmen durch hohe finanzielle Belastungen daran hinderte, ihre Repräsentanzen in vollwertige Niederlassungen umzuwandeln. Die JIHK nahm sich gemeinsam mit der japanischen Botschaft in Bonn dieser Problematik an und setzte sich für die Verabschiedung eines Doppelbesteuerungsabkommens zwischen beiden Ländern ein. Das Abkommen trat 1967 in Kraft, woraufhin die JIHK das lokale Finanzamt aufforderte, den betroffenen Unternehmen zu viel gezahlte Beträge zu erstatten.[19] Dank ihres Einsatzes konnte die JIHK schon frühzeitig die Stellung der japanischen „Community“ vor Ort stärken. Etwa zehn Jahre später setzte sie sich erneut bei der Stadt für ihre Interessen ein, indem sie auf die Abschaffung der Besteuerung von Bonusgehaltszahlungen aus Japan drängte. Abseits steuerlicher Fragen erreichte die Kammer bei der Stadt 1970 die Einführung eines automatischen Durchwahlsystems nach Japan, wodurch die Unternehmen trotz der Zeitverschiebung den Kontakt zu ihren Muttergesellschaften in Japan effizient aufrechterhalten konnten.[20]
Ansprechpartner für die Anliegen der JIHK war in den meisten Fällen das Wirtschaftsförderungsamt der Stadt Düsseldorf, das sich seit Mitte der 1960er Jahre bis heute für die Stärkung und Vermarktung Düsseldorfs als Japanzentrum Deutschlands sowie die Unterstützung der japanischen Unternehmen einsetzt. Zu diesem Zweck richtete die Stadt 2006 innerhalb des Amtes eine eigene Abteilung namens „Japan Desk“ mit Japanisch sprechendem Personal ein.[21] Die Einrichtung der Abteilung zeigt, wie wichtig der Stadtverwaltung das Wachstum des Japanstandorts und die einhergehende Beziehungspflege zur japanischen „Community“ ist. Auch wenn heute die größten bürokratischen Konflikte gelöst sind, steht das Wirtschaftsförderungsamt beziehungsweise der Japan Desk weiterhin im engen Austausch mit der JIHK. Beispielsweise organisieren sie gemeinsame Veranstaltungen wie das jährliche „Japan Get-Together“, das als Netzwerkplattform den Unternehmensentsandten dient. Der inhaltliche Wandel ihres Austauschs von Konfliktlösungen hin zu Kooperationen verdeutlicht, wie sich das Verhältnis zwischen der Stadt und den japanischen Institutionen über die Jahrzehnte entwickelt und gefestigt hat.
Eine weitere Institution, die seit den 1960er Jahren die Interessen der „Community“ vertritt, ist das Japanische Generalkonsulat Düsseldorf. Im Jahr 1965 wurde es zunächst als Außenstelle der Botschaft in Bonn errichtet und bereits zwei Jahre später zu einem eigenständigen Generalkonsulat erhoben.[22] Die rasche Errichtung unterstreicht, dass die japanische Politik Düsseldorf schon in den 1960er Jahren als bedeutendes Zentrum der japanischen Wirtschaftsaktivitäten anerkannte. Während die Botschaft in Bonn infolge der deutschen Wiedervereinigung nach Berlin verlegt wurde, besteht das Japanische Generalkonsulat in Düsseldorf bis heute – neben drei weiteren in Hamburg, Frankfurt und München.
Schon zu seiner Gründungszeit arbeitete das Generalkonsulat eng mit dem Japanischen Club und der JIHK zusammen – mit letzterer teilte es sich anfangs sogar die Räumlichkeiten.[23] Anders als die beiden Vereine ist das Generalkonsulat jedoch eine offizielle Repräsentanz der in Düsseldorf lebenden japanischen Staatsangehörigen und fungierte daher von Beginn an als Hauptansprechpartner und zentrales Bindeglied der japanischen „Community“. Bis heute steht das Generalkonsulat im engen Austausch mit beiden Vereinen sowie den Institutionen von Stadt und Land – insbesondere mit Blick auf die Organisation des jährlichen Japan-Tags. Darüber hinaus organisiert es seit seiner Gründung regelmäßige Veranstaltungen wie den Empfang anlässlich des Geburtstags des japanischen Kaisers, um das Gemeinschaftsgefühl der „Community“ und ihren Austausch mit den Düsseldorfer Institutionen zu stärken. In den vergangenen Jahrzehnten beteiligte es sich zudem verstärkt an kulturellen und wirtschaftlichen Austauschprogrammen für Japaninteressierte – auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Popularität japanischer Kulturerzeugnisse. Insgesamt gilt das Generalkonsulat aufgrund seiner repräsentativen Funktionen und diplomatischen Aktivitäten als essentielle Vermittlungsinstanz zwischen der Stadt Düsseldorf und Japan.
Mitsubishi–Entsandte zu Gast bei der Schloemann AG, 1951. (Unternehmensarchiv SMS Group)
Für die japanische „Community“ und den Wirtschaftsstandort war statistisch gesehen jedoch ein dritter Verein aus dem Kreis der Entsandtenfamilien die vermutlich bedeutendste Institution: die Japanische Schule. Mit dem Nachzug der Familienangehörigen ab den 1960er Jahren stellte sich für die Unternehmensentsandten der Schulbesuch ihrer Kinder als das zentrale Problem ihres Aufenthalts heraus. Grund dafür war das japanische Bildungssystem, das durch Aufnahmeprüfungen geprägt war, die ohne solide Japanischkenntnisse kaum zu bestehen waren. Da die Kinder vor Ort lokale Schulen besuchten und lediglich am Wochenende im Japanischen Club Japanischunterricht erhielten, hatten sie bei der Rückkehr ins japanische Bildungssystem erhebliche Anpassungsschwierigkeiten. 1969 wandten sich deshalb mehrere Eltern an den Japanischen Club mit der Bitte um die Errichtung einer lokalen japanischen Ganztagsschule. Nach einer Umfrage innerhalb der „Community“, die großen Zuspruch fand, plante der Club in Zusammenarbeit mit der JIHK und dem Generalkonsulat die Umsetzung.[24]
Das Vorhaben stellte Ende der 1960er Jahre eine Besonderheit dar, da es abgesehen von einer Schule in Sydney weltweit noch keine japanischen Ganztagsschulen außerhalb Asiens gab. Dementsprechend stießen die Initiatoren des Projektes zunächst auf Widerstand der Bildungsministerien in Japan und Nordrhein-Westfalen. Nach intensiver Überzeugungsarbeit durch den damaligen Generalkonsul Tomizō Arimoto konnte schließlich 1971 die Japanische Internationale Schule in Düsseldorf unter Trägerschaft eines gleichnamigen Vereins eröffnet werden. In den ersten zwei Jahren fand der Unterricht mangels eines eigenen Gebäudes in Räumen der St.-Antonius-Pfarrei und der Don-Bosco-Schule in Oberkassel statt. Während dieser Zeit suchte der Schulverein gemeinsam mit den städtischen Ämtern ein geeignetes Grundstück und einigte sich auf den Niederkasseler Kirchweg 37, wo die Schule seit 1973 besteht.[25]
Die gemeinsame Grundstückssuche markierte einen weiteren Meilenstein in der Beziehung zur Stadt Düsseldorf. Da bereits der Bau des Schulgebäudes 200 Millionen Yen (nach damaligem Wechselkurs ca. zwei Millionen DM) an Unternehmensspenden erforderte, stellte sich der Erwerb des Grundstücks für den Schulverein als große finanzielle Herausforderung dar. Die Stadt reagierte und verpachtete das Grundstück im Erbbaurecht zu einem jährlichen Zinssatz von 5,10 DM pro Quadratmeter. Bei diesem Satz blieb es jedoch nicht lange: Auf Anweisung des damaligen Stadtdirektors Bolo Mayweg senkte das Liegenschaftsamt bereits 1974 die Kosten zunächst auf 0,15 DM und wenig später sogar auf symbolische 0 DM pro Quadratmeter. Damit konnte die Schule das Grundstück kostenfrei nutzen. Mayweg begründete nach eigenen Aussagen seine damalige Geste mit dem Wunsch der Stadt, ein freundschaftliches Verhältnis zur japanischen „Community“ zu pflegen und mit der Überzeugung, dass die Japanische Schule als erste ihrer Art in Europa wesentlich zum Aufstieg Düsseldorfs als japanisches Wirtschaftszentrum beitrage.[26]
Die Vermutung des Stadtdirektors sollte sich bewahrheiten: In den Jahren nach dem Bau des Schulgebäudes stieg die Zahl der japanischen Bevölkerung in Düsseldorf erheblich an. Während 1973 noch knapp unter 2.000 japanische Staatsangehörige in der Landeshauptstadt lebten, verdoppelte sich ihre Zahl bis Mitte der 1980er Jahre auf über 4.000. Der direkte Vergleich mit dem bis dato zweitgrößten Japan-Zentrum, Hamburg, macht den Einfluss der Schule noch deutlicher: Vor der Schuleröffnung lebten dort rund 1.700 japanische Staatsangehörige und 1986 waren es nur noch halb so viele wie in Düsseldorf. Dieser statistische Unterschied zeigt, wie sich Düsseldorf dank der Schule als zentrales Zentrum japanischer Wirtschaftsaktivitäten in Deutschland etablierte und Hamburg endgültig den bis dahin anhaltenden Konkurrenzkampf mit der Stadt am Rhein verlor.[27] Auf Ebene der Unternehmen überholte Düsseldorf Mitte der 1980er Jahre mit knapp 300 Niederlassungen sogar London und Paris und stieg damit kurzzeitig zum größten japanischen Unternehmensstandort in Europa auf.[28] Auch wenn die Schulgründung und damit Düsseldorfs wirtschaftlicher Aufstieg auf Initiative der japanischen Seite erfolgte, stellte ihre Umsetzung dank der engen Kooperation mit der Stadtverwaltung einen gemeinsamen Erfolg dar, der Eingang in die Standortgeschichte fand. Neben der japanischen „Community“ und ihren Institutionen ist die Stadtverwaltung damit der zweite zentrale Akteur in der Beziehungsgeschichte zwischen Düsseldorf und Japan.
5. Die Rolle der Stadt Düsseldorf
Im Zuge erster Meldungen über die wachsende Zahl japanischer Unternehmensniederlassungen in Düsseldorf wurden die Stadtverwaltung Anfang der 1960er Jahre erstmals auf die japanische Expansion aufmerksam. Zu diesem Zeitpunkt lebten rund 300 Japanerinnen und Japaner in der Stadt und etwa 50 japanische Unternehmen waren bereits ansässig.[29] Besonders das Wirtschaftsförderungsamt unter der Leitung von Edmund Linden erkannte früh das wirtschaftliche Potenzial dieser Entwicklung und machte die Stärkung des Japanstandorts zu seiner Aufgabe. 1967 wies Linden im Rahmen eines Sitzungsausschusses unter Beteiligung der Stadtdirektoren und mehrerer Ratsherren analytisch auf die bisherigen Ansiedlungen und ihren wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt hin. In seiner Standortanalyse betonte er insbesondere das Potenzial wachsender Wirtschaftskraft und Internationalität durch zusätzliche Steuereinnahmen und steigenden Besucherverkehr.[30]
Lindens damalige Ausführungen zeigen, dass das städtische Interesse an der japanischen „Community“ zu diesem Zeitpunkt rein wirtschaftlich motiviert war. Im Protokoll des Ausschusses heißt es: So interessant diese Analyse der japanischen Niederlassungen auch ist, als Düsseldorfer haben wir uns zu fragen, ob und in welchem Umfang ein wirtschaftlicher Vorteil für diesen Standort massierter japanischer Wirtschaftsinteressen herausspringt.[31] Auch aus japanischer Sicht war Linden zufolge das Interesse an Düsseldorf rein wirtschaftlicher Natur: Und welche anderen Gründe könnten diese japanischen Kaufleute, Ingenieure und Banker mit ihren Frauen und Kindern bewogen haben, nach Düsseldorf zu ziehen, als wirtschaftliche?[32] Am Ende seiner Rede formulierte der Amtsleiter das Ziel, Düsseldorf zum führenden Zentrum japanischer Wirtschaftsaktivitäten in Europa auszubauen.[33]
Zur Verwirklichung dieses Ziels engagierte sich das Wirtschaftsförderungsamt ab den 1960er Jahren intensiv mit einer Reihe von Fördermaßnahmen für den Ausbau des lokalen Japanstandortes. Zu den Maßnahmen gehörten unter anderem Werbeanzeigen in prominenten japanischen Wirtschaftsmagazinen sowie die aktive Abwerbung japanischer Unternehmen aus anderen Standorten im Rahmen einer gezielten Ansiedlungspolitik – Letztere zeigte etwa beim Elektronikkonzern NEC im Jahr 1970 ersten Erfolg.[34] Über diese punktuellen Maßnahmen hinaus plante die Stadt die Umsetzung mehrerer Großprojekte, die das Stadtbild und die Beziehung zu Japan bis heute prägen.
Das erste Projekt dieser Art war das sogenannte Japan-Haus. Ab 1963 verfolgte Linden das Ziel, sämtliche japanischen Unternehmen und Institutionen in Düsseldorf in einem gemeinsamen Gebäude unterzubringen, um die Sichtbarkeit der Ansiedlungen zu erhöhen und die Stadt als Japanstandort besser vermarkten zu können. In der Umsetzung traten jedoch zahlreiche Schwierigkeiten auf, denn sowohl die Grundstückssuche als auch die Finanzierung blieben lange unklar. Linden bestand darauf, dass das Projekt von einem japanischen Investor getragen wurde, da es nur unter dieser Voraussetzung den Namen „Japan-Haus“ rechtfertigen könne. Auf japanischer Seite stieß die Idee jedoch auf deutliche Ablehnung. Der Vorsitzende des Japanischen Clubs bezeichnete das Vorhaben als unzweckmäßig, da die Konkurrenz zwischen den Unternehmen eine gemeinsame Unterbringung ausschließe. Auch der damalige Generalkonsul Sasaki distanzierte sich von dem Projekt und betonte, sich nicht damit identifizieren zu wollen. Die kritischen Reaktionen der japanischen Vertreter zeigen, wie wenig entwickelt das Verhältnis Mitte der 1960er Jahre noch war. Die heute als selbstverständlich erscheinende Kooperation zwischen der Stadtverwaltung und den japanischen Institutionen war damals keineswegs gegeben, sondern musste erst schrittweise aufgebaut werden.[35]
Nach mehreren Anläufen konnte 1972 mit der Marubeni Corporation ein geeigneter Investor gewonnen werden und ein Jahr später fand man mit dem Gelände der ehemaligen Druckerei Schwann auf der Immermannstraße das passende Grundstück. Das Generalkonsulat, das mittlerweile unter neuer Leitung durch Generalkonsul Ōchi stand, blieb aber weiterhin ablehnend. Erst nach einem weiteren Generalkonsulswechsel im Jahr 1975 und einem erneuten Gesuch des Oberbürgermeisters erklärte sich die japanische Seite bereit, bei der japanischen Regierung um die nötige Genehmigung des Devisentransfers zu bitten. Das persönliche Engagement einzelner Akteure wie dem Generalkonsul erwies sich damit als entscheidend für erfolgreiche Kooperationen mit der Stadt. Doch auch auf deutscher Seite gab es Widerstand: Lokale Hotelketten lehnten das Projekt ab, als bekannt wurde, dass die japanische Hotelkette Nikko in das Japan-Haus integriert werden sollte. Zudem kritisierte der Hotel- und Gaststättenverband die geplante Bürgschaft der Stadt Düsseldorf beim Land NRW über 115 Millionen Mark zugunsten Marubenis. Da das Unternehmen bei Nichterhalt des Kredits mit Abwanderung drohte, beantragte die Stadt dennoch die Bürgschaft, was die hohe Priorität der Japanförderung auf kommunaler Ebene signalisierte.[36]
Schulgebäude der Japanischen Schule, Düsseldorf-Oberkassel, 2019, Foto: Konstantin Plett. (Privatbesitz)
Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung war es so weit: Am 8.9.1978 öffnete das Japan-Haus im Rahmen einer großen Eröffnungsfeier unter dem neuen Namen „Deutsch-Japanisches Center“ seine Türen. Auch wenn deutlich weniger japanische Mieter einzogen als ursprünglich vom Wirtschaftsförderungsamt geplant, bezogen auf dem 9.000 Quadratmeter großen Grundstück planmäßig das Hotel Nikko, das Generalkonsulat, die JIHK, die Bank of Tokyo sowie eine Reihe weiterer japanischer Unternehmen ihre Räume. Der neue Name sollte die Verbundenheit beider Nationen symbolisieren und das Gebäude für die lokale Bevölkerung zugänglicher erscheinen lassen, denn bereits während der Planungsphase galt das Projekt als umstritten.[37] Tageszeitungen bezeichneten das Gebäude als Betonkoloss oder Klotz und zitierten Mitglieder des städtischen Planungsbeirats, die das Vorhaben als inhuman kritisierten.[38] Die kritischen Stimmen verdeutlichen, dass die japanische Expansion im Gegensatz zu heute teilweise negativ wahrgenommen wurde. Während die japanische Kultur und Wirtschaft heute in Europa dank populärkultureller Erzeugnisse ein überwiegend positives Image genießt, war das Bild Japans in den 1970er Jahren noch von Vorwürfen der Produktnachahmung und eines übermäßigen Exports von Fertigerzeugnissen geprägt.[39]
Mit dem Plan des Deutsch-Japanischen Centers stellte sich die Stadt Düsseldorf jedoch bewusst gegen die kursierende Kritik und setzte ein Zeichen für ein stärkeres Bündnis mit Japan. Und das mit Erfolg: Auch wenn sich mittlerweile der Gebäudekomplex einschließlich des Hotel Nikko (heute: Hotel Clayton) nicht mehr in japanischem Besitz befinden und viele frühere Mieter in die Umgebung abgewandert sind, gilt das Projekt als ehemals größte japanische Direktinvestition in der Bundesrepublik als Symbol der deutsch-japanischen Beziehungen.[40] Besonders im Umfeld der Immermannstraße trug das Center zur wachsenden Konzentration japanischer Dienstleister und Restaurants bei und förderte damit die Bekanntheit des Viertels als „Little Tokyo“. Das Ziel der Stadt, die Sichtbarkeit japanischer Ansiedlungen zu erhöhen, kann damit aus heutiger Sicht als erreicht betrachtet werden.
Japan Center Düsseldorf, 2008, Foto: Fototgraf: Marek Gehrmann. (CC BY-SA 3.0/ Marek Gehrmann)
Das zweite Großprojekt des Wirtschaftsförderungsamtes gilt möglicherweise als bedeutendster Meilenstein in der Beziehungsgeschichte zwischen Düsseldorf und Japan: der Japan-Tag. Bereits für 1966 plante die Stadt eine Reihe kultureller und wirtschaftlicher Veranstaltungen unter dem Titel „Japan-Tage“, die die japanische Ansiedlung würdigen und der lokalen Bevölkerung das Land näherbringen sollten. Ähnlich wie das Projekt des Japan-Hauses war jedoch auch dieses Vorhaben von institutionellen Hürden begleitet. Zunächst musste die deutsche Industrie von der Durchführung überzeugt werden, denn trotz des ersten bilateralen Handelsabkommens von 1960 waren die deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen weiterhin teils von Misstrauen und Vorurteilen geprägt. Amtsleiter Linden bat daher die IHK Düsseldorf um eine Einschätzung der Situation, die keine Einwände gegen die Veranstaltungen erhob. Aus Sorge vor möglichen Widerständen rief Linden dennoch bei der Planung zur Zurückhaltung auf und betonte, es solle nicht der Eindruck entstehen, dass die Stadt sich mit dem Projekt identifiziere.[41] Der vorsichtige Umgang mit der Idee steht konträr zur heutigen Popularität des Japan-Tags und veranschaulicht das damals noch fragile Verhältnis zwischen Düsseldorf und Japan.
Skulpturen im Immermann-Center (Japan-Center) von TAKENAKA und HPP, Foto, 3.11.2009, Foto: Ulrich Otte. (Stadtarchiv Düsseldorf/ 5_8_11_1745_0000)
Das größte Hindernis für die Durchführung der Japan-Tage stellte erneut die Finanzierung dar. Die Stadt wünschte, dass die Institutionen der japanischen „Community“ die Kosten tragen sollten, was insbesondere beim damaligen Konsul Murakami auf Ablehnung und Unverständnis stieß. Auch direkte Anfragen an die japanische Regierung blieben erfolglos, da man dort die Veranstaltung ausschließlich im deutschen Interesse liegen sah. Die Haltung der Regierung steht im deutlichen Kontrast zur Gegenwart, in der der Japan-Tag auch als wichtiges Marketinginstrument für Japan selbst gilt und vom Generalkonsulat aktiv unterstützt wird. Aufgrund der fehlenden Zahlungsbereitschaft beider Seiten musste das Projekt Mitte der 1960er Jahre neu konzipiert und auf die kommenden Jahre verschoben werden. Anfang der 1970er Jahre startete die Stadt unter dem Titel „Japan-Woche“ einen weiteren Anlauf, doch auch dieser scheiterte, da die japanischen Institutionen durch den Bau der Japanischen Schule bereits finanziell und organisatorisch ausgelastet waren. Vor allem Generalkonsul Ōchi, der sich bereits gegen das Japan-Haus ausgesprochen hatte, sah in der Japan-Woche keinen nachhaltigen Mehrwert.[42]
Erst Anfang der 1980er Jahre gelang es den kommunalen Akteuren, eine Einigung mit den japanischen Institutionen zu erzielen, indem man sich in einem zu diesem Zweck gegründeten Komitee auf eine paritätische Finanzierung des Zwei-Millionen-DM-Projekts verständigte. Vorsitzender des Komitees auf deutscher Seite war der ehemalige Stadtdirektor Bolo Mayweg und auf japanischer der damalige Generalkonsul Araki. Zudem beteiligte sich das Büro des größten japanischen Industrieverbandes, des Keidanren, an der Planung. Nach der fast zwanzigjährigen Planungsphase konnte am 18.6.1983 schließlich die „Japan-Woche“ eröffnet werden. Das einwöchige Kulturprogramm sowie das abschließende Feuerwerk über dem Rhein zogen rund eine Million Zuschauer in die Landeshauptstadt und sorgten für breite mediale Aufmerksamkeit.[43]
Einer der größten Erfolge der Japan-Woche bestand in den Beziehungen, die im Rahmen der Veranstaltung zwischen den kommunalen und japanischen Akteuren aufgebaut werden konnten. Nach Einschätzung von Mayweg führte die reibungslose Zusammenarbeit mit den japanischen Institutionen und dem Keidanren dazu, das Verhältnis zwischen der Stadt Düsseldorf und Japan von einem primär wirtschaftlich geprägten hin zu einem zunehmend freundschaftlichen zu entwickeln. Dies habe insbesondere dazu beigetragen, Düsseldorfs Image als Japanzentrum in Japan zu festigen und dort Unterstützung für städtische Werbemaßnahmen zu gewinnen. Teil dieser Maßnahmen war unter anderem ein Empfang 1984 im Luxushotel Okura in Tokio, an dem neben einer Düsseldorfer Delegation der Präsident des Keidanren und die Vorsitzenden führender Stahlunternehmen aus beiden Ländern teilnahmen.[44]
Anlass für das Treffen in Japan war die Deutsche Leistungsschau 1984 in Tokio, die das Bundeswirtschaftsministerium organisierte, um die deutsche Industrie in Japan zu bewerben. Die Stadt Düsseldorf nutzte das Ereignis, um gezielt den eigenen Standort bekannter zu machen, und richtete den ersten „Düsseldorfer Abend“ im Gartenlokal Happo-en in Tokio aus, zu dem rund 1.000 ehemalige japanische Entsandte eingeladen wurden. Ziel der Veranstaltung war es, das Netzwerk ehemaliger japanischer Unternehmensentsandter aus Düsseldorf zu intensivieren und so das Standortbewusstsein in Japan zu stärken. Auch wenn der Anlass erneut wirtschaftlich motiviert war, stieß der Abend auf großen Zuspruch und gilt als weiterer Höhepunkt der Beziehungsgeschichte. Der Erfolg führte dazu, dass der Düsseldorfer Abend bis heute – als Höhepunkt der Dienstreise des Oberbürgermeisters – alle drei Jahre im Hotel New Otani in Tokio stattfindet.[45]
Trotz ihres anfänglichen Erfolgs wurde die Veranstaltung erst 1993 wiederholt – diesmal unter dem Titel „Japan-Wochen“ mit einem erweiterten Programm. Eine Besonderheit des Programms stellte der Besuch des japanischen Kaiserpaares dar: Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein und begrüßten vom Balkon des Rathauses wartende Zuschauer aus der lokalen und japanischen Bevölkerung. Der Besuch symbolisierte die Anerkennung Düsseldorfs als bedeutenden Standort für Japans wirtschaftliche und kulturelle Präsenz in Europa und markierte einen Höhepunkt in der bilateralen Beziehung zur Stadt. Aufgrund der hohen Kosten konnten die Japan-Wochen jedoch weiterhin nicht regelmäßig stattfinden.[46]
Erst 2001 wurde die Großveranstaltung auf Initiative von Oberbürgermeister Joachim Erwin (1949–2008) mit dem „Japan-Tag“ in ein jährliches Format überführt.[47] Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten sich jedoch gegenüber den Zeiten der Vorgängerveranstaltungen deutlich verändert. Seit Anfang der 1990er Jahre befand sich die japanische Wirtschaft infolge des Platzens der Immobilienspekulationsblase in einer langanhaltenden Rezession, was die Auslandsexpansion Japans und damit das Wachstum des Düsseldorfer Standorts erheblich bremste.[48] Ungeachtet dessen fand der Japan-Tag – mit Ausnahme der „Corona-Jahre“ 2020 und 2021 – seitdem jährlich statt. Auch wenn der wirtschaftliche Gedanke weiterhin präsent ist, zeigt die anhaltende Durchführung, dass sich der Japan-Tag von einer reinen Werbeveranstaltung zu einem festen Bestandteil der Düsseldorfer Stadttradition entwickelt hat. 2025 fand die Veranstaltung aufgrund ihrer großen Beliebtheit mit erweitertem Programm in ihrem ursprünglichen Format als „Japan-Woche“ statt.[49]
Die Rheinuferpromenade während des Japantags 2016 in Düsseldorf, im Hintergrund der Rheinturm, 2016, Foto: Dietmar Rabich. (CC BY-SA 4.0/ Dietmar Rabich)
6. Weitere Meilensteine der Beziehungsgeschichte
Neben den Institutionen der japanischen „Community“ und den Projekten des Wirtschaftsförderungsamtes prägten weitere Ereignisse die Beziehung Düsseldorfs zu Japan. Für die Zeit vor 2000 sind insbesondere die Gründung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft am Niederrhein (DJG), der Bau des Japanischen Gartens und die Errichtung des EKŌ-Hauses hervorzuheben.
Die DJG am Niederrhein ist eine von sechs Deutsch-Japanischen Gesellschaften in der Bundesrepublik und ging 1964 als eingetragener Verein aus regelmäßigen Mittagstreffen zwischen lokalen Industriellen und Angehörigen der japanischen Institutionen hervor. Im Gegensatz zu vielen anderen Einrichtungen dieser Zeit richtete sich die DJG nicht primär an die japanische Bevölkerung vor Ort, sondern verfolgte das Ziel, einen nachhaltigen kulturellen und wirtschaftlichen Austausch mit ihr zu fördern.[50] Bereits in seiner Anfangszeit veranstaltete der Verein Vorträge, Ausstellungen und gemeinsame Bootsfahrten auf dem Rhein.[51] Mit einem über die Jahrzehnte stetig erweiterten Programm gilt die DJG am Niederrhein bis heute als essentieller Akteur in der Pflege der deutsch-japanischen Beziehungen in Düsseldorf.
Der Japanische Garten im Nordpark entstand 1975 im Rahmen einer weiteren Kooperation zwischen der Stadt und den japanischen Institutionen. Als Zeichen der Dankbarkeit für die kostenfreie Bereitstellung des Grundstücks der Japanischen Schule erklärten sich der Japanische Club, die JIHK und das Generalkonsulat bereit, das ursprünglich von der Stadt geplante Projekt mithilfe von Unternehmensspenden zu finanzieren und gründeten dazu einen eigenen Trägerverein. Während die Stadt zunächst die Durchführung der Japan-Tage priorisierte, betrachteten die japanischen Akteure ein dauerhaft sichtbares Projekt wie den Garten als nachhaltiger. Nach einem Jahr Bauzeit – unter anderem durchgeführt von zu diesem Zweck aus Tokio eingeflogenen Gärtnern – wurde das 1,8-Millionen-DM-Projekt feierlich vom japanischen Botschafter an Oberbürgermeister Klaus Bungert (1926-2006) übergeben. Bis heute gilt der Garten als Symbol für die Kooperation und Freundschaft zwischen den lokalen und japanischen Akteuren.[52]
Japanischer Garten im Düsseldorfer Nordpark, 2013. (CC BY-SA 3.0)
Das EKŌ-Haus ist ein buddhistischer Tempel, der 1992 im Düsseldorfer Stadtteil Niederkassel eröffnet wurde. Initiator des Projekts war Yehan Numata (1897-1994), Gründer des japanischen Messgeräteherstellers Mitsutoyo, der sich die Verbreitung des buddhistischen Glaubens in Europa zum Ziel gesetzt hatte. Nach der erfolgreichen Errichtung der Japanischen Schule unterstützte das Wirtschaftsförderungsamt Mitte der 1980er Jahre erneut bei der Grundstückssuche und -bereitstellung. Im Gegensatz zur Stadtverwaltung zeigte sich ein Teil der lokalen Bevölkerung kritisch gegenüber dem Vorhaben, da für das Bauprojekt Grünfläche weichen musste. Die Proteste verzögerten den Bau über mehrere Jahre. Ähnlich wie beim Japan-Haus machen sie deutlich, dass das Verhältnis zwischen der lokalen Bevölkerung und der japanischen „Community“ nicht immer konfliktfrei verlief. Letztlich stärkte der Bau des EKŌ-Hauses jedoch die Beziehung zu Japan – insbesondere durch den seit 1999 integrierten deutsch-japanischen Kindergarten, der als einziger seiner Art den Austausch zwischen lokalen und japanischen Familien nachhaltig fördert.[53]
Weitere wichtige Etappen aus der jüngeren Geschichte des Japanstandorts Düsseldorf sind die Städtepartnerschaft mit der Präfektur Chiba, die Ausstellung zum 160. Jubiläum der deutsch-japanischen Beziehungen sowie das „Little-Tokyo-Projekt“.
Die Städtepartnerschaft mit Chiba geht auf einen Freundschaftsvertrag zurück, den Düsseldorf 2005 mit der Präfektur unterzeichnete – die offizielle Partnerschaft folgte 2019. Während Köln bereits seit 1961 mit der Stadt Kyoto verbunden ist, fehlte Düsseldorf bis zur Partnerschaft mit Chiba eine vergleichbare Verbindung zu einer japanischen Kommune beziehungsweise Präfektur. Innerhalb der Stadtverwaltung herrschte lange Zeit Skepsis gegenüber dem generellen Nutzen von Städtepartnerschaften. In den 1980er Jahren bemühte sich Düsseldorf erstmalig um eine Partnerschaft mit der Stadt Osaka, die ihrerseits gezielt nach einer deutschen Partnerstadt suchte. Aufgrund mangelnder Initiative auf der Düsseldorfer Seite kam es jedoch nicht dazu, sodass stattdessen 1989 Konkurrent Hamburg die Partnerschaft schloss. Auch wenn Düsseldorf damit zu den letzten Japanstandorten mit offizieller Partnerschaft zählt, stärkt die Verbindung mit Chiba bis heute das internationale Profil der Landeshauptstadt und eröffnet neue Möglichkeiten des institutionellen Austauschs. Seit Beginn der Partnerschaft finden regelmäßige Delegationsbesuche zwischen dem Düsseldorfer Oberbürgermeister und dem Gouverneur von Chiba statt.[54]
Die Ausstellung anlässlich des 160. Jubiläums der deutsch-japanischen Beziehungen fand 2021 während der Corona-Pandemie als Ersatz für den ausgefallenen Japan-Tag statt. In Zusammenarbeit mit den japanischen Institutionen organisierte die Stadt im Düsseldorfer Rathaus eine Ausstellung, die die Geschichte der japanischen Expansion sowie die Entwicklung der Beziehungen zwischen Düsseldorf und Japan in Bild- und Textkollagen rekonstruierte. Darüber hinaus erinnerte die Ausstellung an Louis Kniffler als wichtigen Initiator des ersten deutsch-japanischen Freundschaftsvertrags von 1861, dem historischen Bezugspunkt des Jubiläums. Im Anschluss an die Veranstaltung stellte die Stadt die Inhalte der Ausstellung permanent auf ihrer Webseite zur Verfügung. Mit ihrem Programm würdigte die Ausstellung nicht nur die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan, sondern hob zugleich Düsseldorfs Rolle als ein zentraler Mittler dieser Verbindung hervor.[55]
Tempelgarten des EKŌ-Hauses der japanischen Kultur e. V. in Düsseldorf-Niederkassel, 1993. (CC BY-SA 3.0)
Das „Little-Tokyo-Projekt“ beschreibt eine Kooperation zwischen der Stadt Düsseldorf und der Brickny Group, dem Mutterkonzern der meisten japanischen Restaurants vor Ort. Aufgabe des Projekts ist es, das Viertel rund um die Immermannstraße unter dem Label „Little Tokyo“ touristisch zu vermarkten und damit sowohl den Tourismus in Düsseldorf als auch die Umsätze der beteiligten Betriebe zu stärken. Seither nutzt die Stadt die Bezeichnung „Little Tokyo“ aktiv in Werbefilmen, auf Plakaten und Flyern, um das öffentliche Bewusstsein für den Japanstandort Düsseldorf zu fördern.[56] 2021 ließ die Stadtverwaltung an den Eingängen der Immermannstraße japanisch beschriftete Straßenschilder aufstellen, deren Einweihung von Generalkonsul Kiminori Iwama begleitet wurde.[57] Die Schilder stehen symbolisch für die historische Bedeutung des Viertels und dienen zugleich als Marketinginstrument des Projekts. Seit Beginn des „Little-Tokyo-Projekts“ ist ein Anstieg der Besucherzahlen in Düsseldorf (5,4 Millionen Übernachtungen im Jahr 2023) zu verzeichnen – ein Faktor, der vermutlich zur diesjährigen Ausweitung des Japan-Tages auf eine ganze Woche beiträgt. Auch wenn die wirtschaftliche Präsenz Japans heute geringer ist und das Immermann-Viertel nicht mehr ausschließlich japanisch geprägt ist, gelingt es Düsseldorf durch die touristische Neuausrichtung, seine Position als zentraler Japanstandort Deutschlands zu behaupten und die Beziehungen zu Japan auch für die Zukunft aktiv zu gestalten.
Quellen
Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf, Gemeldete japanische Personen in Düsseldorf seit 1961 [Auf Anfrage für den Autor bereitgestellter Statistikabzug], Düsseldorf 2019.
Festlicher Ausklang der Tokio-Woche, in: Rheinische Post, 23.5.1955.
Irischer Betreiber übernimmt Hotel Nikko an der Immermannstraße, in: Rheinische Post, 1.2.2022.
Japan noch, Deutschland wieder Missionsgebiet, in: Rheinische Post, 23.5.1955.
Japan-Woche mehr als Brückenschlag, in: Rheinische Post, 20.6.1961.
Japaner wollen in Düsseldorf hoch hinaus, in: Neue Ruhr Zeitung, 24.5.1975.
Klotz für Baba, in: Der Spiegel, Nr. 32, 6.8.1978.
Najikawa shiranedo kokoro wabite, in: Rheinische Post, 1.6.1964.
Landeshauptstadt Düsseldorf, Little Tokyo am Rhein – Japanisches Leben in Düsseldorf, Düsseldorf 2021.
Stadtarchiv Düsseldorf, [ohne Signatur], Dokument: „Niederschrift über die Sitzung des Ausschusses für Fremdenverkehr und Wirtschaftsförderung am 14.3.1967“, Düsseldorf 1967.
Literatur
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Flath, David, The Japanese Economy, 2. Auflage, Oxford 2005.
Japanische Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf e.V., Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum der Japanischen Industrie und Handelskammer zu Düsseldorf, Düsseldorf 1977.
Japanische Internationale Schule Düsseldorf e.V., Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum der Japanischen Internationalen Schule Düsseldorf, Düsseldorf 1981.
Japanischer Club Düsseldorf e.V., Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum des Japanischen Clubs Düsseldorf, Düsseldorf 1990.
Jäger, Kristina, Japans Hauptstadt in Deutschland – wie Düsseldorf sich zum wichtigsten Ziel japanischer Investitionen machte, in: Standort 41 (2017), S. 20-26.
Johnson, Chalmers A., MITI (Ministry of International Trade and Industry) and the Japanese Miracle, the Growth of Industrial Policy 1925–1975, Stanford, 1982.
Mitsui Co. Deutschland GmbH, Corporate Administration Division, Die Geschichte von Mitsui in Deutschland, Tokio 2000.
Plett, Konstantin, Die Geschichte des japanischen Wirtschaftsstandortes Düsseldorf, München 2023.
Spohr, Edmund, Erste Deutsche in Japan 1639–1866. Die Pioniertat des Düsseldorfer Kaufmannes Louis Kniffler vor 150 Jahren, Düsseldorf 2012.
Tagsold, Christian, Establishing the Ideal Foreigner, Representations of the Japanese Community in Dusseldorf, Germany, in: Encounters 3 (2010), S. 144-167.
Wippich, Rolf-Harald und Shōko Suzuki-Wippich, Der Aufenthalt der ersten japanischen Gesandtschaft im Rheinland 1862, Düsseldorf/Köln 1989.
Zielke, Erich, Die Japaner in Düsseldorf, Manager-Mobilität. Voraussetzungen und Folgen eines Typs internationaler geographischer Mobilität, Düsseldorf 1982.
Japanisches Straßenschild der Immermannstraße, 2024, Foto: Konstantin Plett. (Privatbesitz)
- 1: Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf, Gemeldete japanische Personen in Düsseldorf seit 1961; Little Tokyo am Rhein, S. 15.
- 2: Spohr, Erste Deutsche, S. 6-12.
- 3: Wippich/Suzuki-Wippich, Aufenthalt, S. 16-19.
- 4: Spohr, Erste Deutsche, S. 12.
- 5: Plett, Geschichte, S. 9.
- 6: Plett, Geschichte, S. 26-29.
- 7: Mitsui Co., Geschichte von Mitsui, S. 1f.
- 8: Plett, Geschichte, S. 26-29.
- 9: Flath, Japanese Economy, S. 71-93.
- 10: Johnson, MITI and the Japanese Miracle, S. 3-34.
- 11: Plett, Geschichte, S. 22-29.
- 12: Plett, Geschichte, S. 26-29, 49-51.
- 13: Mitsui Co., Geschichte von Mitsui, S. 115-118.
- 14: Eli/Shosha, Strukturen, S. 428-438; Plett, Geschichte, S. 43-46, 55-58; Zielke, Japaner in Düsseldorf, S. 101f.
- 15: Festlicher Ausklang der Tokio-Woche, in: Rheinische Post, 23.5.1955; Japan noch, Deutschland wieder Missionsgebiet, in: Rheinische Post, 23.5.1955.
- 16: Japanischer Club Düsseldorf e.V., Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum, S. 34–43.
- 17: Plett, Geschichte, S. 84-87.
- 18: Japanischer Club Düsseldorf e.V., Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum, S. 36, 75.
- 19: Japanischer Club Düsseldorf e.V., Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum, S. 75.
- 20: Plett, Geschichte, S. 122-123.
- 21: Little Tokyo am Rhein, S. 14.
- 22: Japanischer Club Düsseldorf e.V., Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum, S. 79.
- 23: Japanische Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf e.V., Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum, S. 4.
- 24: Japanische Internationale Schule Düsseldorf e.V., Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum, S. 104-106.
- 25: Japanische Internationale Schule Düsseldorf e.V., Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum, S. 104-115.
- 26: Plett, Geschichte, S. 148f.
- 27: Plett, Geschichte, S. 149-153.
- 28: Zielke, Japaner in Düsseldorf, S. 86.
- 29: Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf, Gemeldete japanische Personen in Düsseldorf seit 1961.
- 30: Stadtarchiv Düsseldorf, Dokument: „Niederschrift über die Sitzung des Ausschusses für Fremdenverkehr und Wirtschaftsförderung am 14.3.1967“.
- 31: Stadtarchiv Düsseldorf, Dokument: „Niederschrift über die Sitzung des Ausschusses für Fremdenverkehr und Wirtschaftsförderung am 14.3.1967“, S. 7.
- 32: Stadtarchiv Düsseldorf, Dokument: „Niederschrift über die Sitzung des Ausschusses für Fremdenverkehr und Wirtschaftsförderung“, S. 1.
- 33: Stadtarchiv Düsseldorf, Dokument: „Niederschrift über die Sitzung des Ausschusses für Fremdenverkehr und Wirtschaftsförderung“, S. 11.
- 34: Jäger, Japans Hauptstadt in Deutschland, S. 22f.; Plett, Geschichte, S. 119-122.
- 35: Jäger, Japans Hauptstadt in Deutschland, S. 21-25; Plett, Geschichte, S. 102-104.
- 36: Jäger, Japans Hauptstadt in Deutschland, S. 21-25; Plett, Geschichte, S. 104-107.
- 37: Jäger, Japans Hauptstadt in Deutschland, S. 21-25; Plett, Geschichte, S. 106-108.
- 38: Klotz für Baba, in: Der Spiegel, Nr. 32, 6.8.1978; Japaner wollen in Düsseldorf hoch hinaus, in: Neue Ruhr Zeitung, 24.5.1975.
- 39: Plett, Geschichte, S. 110.
- 40: Plett, Geschichte, S. 178-183; Irischer Betreiber übernimmt Hotel Nikko an der Immermannstraße, in: Rheinische Post, 1.2.2022.
- 41: Jäger, Japans Hauptstadt in Deutschland, S. 21-25; Plett, Geschichte, S. 108-110.
- 42: Jäger, Japans Hauptstadt in Deutschland, S. 21-25; Plett, Geschichte, S. 110-113.
- 43: Jäger, Japans Hauptstadt in Deutschland, S. 21-25; Plett, Geschichte, S. 114-116.
- 44: Plett, Geschichte, S. 120.
- 45: Plett, Geschichte, S. 120-121.
- 46: Plett, Geschichte, S. 115-116.
- 47: Plett, Geschichte, S. 116.
- 48: Plett, Geschichte, S. 183-187.
- 49: Japan-Tag Düsseldorf/NRW 2025, 12.5.2025.
- 50: Japanischer Club Düsseldorf e.V., Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum, S. 62f.
- 51: Japan-Woche mehr als Brückenschlag, in: Rheinische Post, 20.6.1961; Najikawa shiranedo kokoro wabite, in: Rheinische Post, 1.6.1964.
- 52: Plett, Geschichte, S. 113-114.
- 53: Plett, Geschichte, S. 159f.
- 54: Little Tokyo am Rhein, S. 42f.; Plett, Geschichte, S. 159-160.
- 55: Little Tokyo am Rhein.
- 56: Oura-Mueller, Camilla-Shiori/Eichstaedt, Bjoern, Real Japanese Food for Europeans, in: J-BIG – Japan Business in Germany, 16.12.2022 [https://www.j-big.de/en/takumi-brickny-we-want-to-bring-real-japanese-food-to-europe/]; Das japanische Viertel entlang der Immermannstraße. Düsseldorfs Little Tokyo, in: Düsseldorf Tourismus GmbH, Visit Düsseldorf [https://www.visitduesseldorf.de/erleben/sehenswertes/little-tokyo-duesseldorf]; Tagsold, Establishing the Ideal Foreigner, S. 144-146.
- 57: 5,4 Millionen Übernachtungen im Jahr 2023 / Anteil an Freizeittourist*innen wächst. Rekordergebnis in Düsseldorf, in: Düsseldorf Tourismus GmbH, Visit Düsseldorf [https://www.visitduesseldorf.de/informieren/kontakt/medienservice/pressemitteilungen/rekordergebnis-in-duesseldorf]; Japanische Straßenschilder im Düsseldorfer „Little Tokyo-Viertel“ [https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/japanische-strassenschilder-im-duesseldorfer-little-tokyo-viertel].
Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Beitrags die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an.
Plett, Konstantin, Japan am Rhein. Zur Geschichte der Beziehungen zwischen Düsseldorf und Japan, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/japan-am-rhein.-zur-geschichte-der-beziehungen-zwischen-duesseldorf-und-japan/DE-2086/lido/68f8cfb3e127c4.95003474 (abgerufen am 12.12.2025)
Veröffentlicht am 12.11.2025, zuletzt geändert am 04.12.2025