Zu den Kapiteln
Schlagworte
2. 1 Burg
Burganlage in 455 m über NN auf einem Berg, der nach Westen, Norden und Osten steil zum Lampertsbach abfällt (vgl. Tafel 2, Tranchot-Ausschnitt). Baubeginn unbekannt, erster castrum-Beleg 1077 (I 3). Edelherren von Dollemdorf sind seit dem 12. Jahrhundert bezeugt. 1338 huys und vurburghe genannt (NrhUB III 335), 1349 als sloss (ebda. 478). 1779/80 Ausbesserungsarbeiten, neu erbauter Wachturm (STAK 29 E Akt 130). 1810 wurde die Burg teilweise abgerissen (Fahne, Geschichte der Grafen I, S. 59), nicht wieder aufgebaut
An die Burg schließt nach Süden die Talsiedlung Schloßthal Dollendorf an. Das Dorf Dollendorf konnte wegen seiner räumlichen Entfernung (2,0 km) zur Burg keine Rolle als gefreite Talsiedlung übernehmen. Die 1302 erwähnte curtis principalis lag vermutlich im Dorf (REK III 3897)
2. 2 Siedlungsentwicklung, Befestigung
Eine Mauer um das Dorf Dollendorf lässt sich nicht nachweisen
1537 Mauern längs des Tales müssen von der Gemeinde unterhalten werden (Fahne, Geschichte der Grafen I, S. 61)
1597 Ringmaur (PfaD Akt 20)
1606 Fünf namentlich genannte Bewohner des Tales sind für die Abschnitte der Mauer verantwortlich, an denen ihre Häuser liegen (STAK 29 E 39)
(1850) Die Ringmauer ist erhalten (vgl. Tafel 2, Tranchot-Ausschnitt), und zur Ahr hin stehen die Häuser auf dem steilen Rande in einer Flucht und dienten als Ringmauer (Bistumsarchiv Trier, Nachlass Heydinger)
1972 Reste der Ringmauer nach Norden und Osten teils als Außenmauern der vorhandenen Gebäude zu erkennen (vgl. Tafel 2, DGK)
Die Talsiedlung ist bis zum 20. Jahrhundert nicht über ihre Grenzen hinaus gewachsen. 1972 sind innerhalb des Siedlungskerns noch vier Häuser bewohnt, fünf Häuser, erst seit (1900) errichtet, stehen vor der alten Talsiedlung, zurzeit elf Häuser
2. 3 Tore
1537 Zwei Tore unten in der Vogelwiese und im Hachelstal (Fahne, Geschichte der Grafen I, S. 61)
2. 5 Straßen, Plätze, Gebäude
Innerhalb der Siedlung gab es keine namentlich bekannte Straße. Im Zentrum liegt ein kleiner freier Platz, 1606 als Thallplatzen bezeichnet (STAK 29 E 39)
1606 werden sechs Häuser in der Talsiedlung genannt: Ketges-Haus, Mr. Wilhelm Schreinerß Hauß, Müllerß Hauß, Kessels gebäuw, Herr Arnolds Hauß, Scheffers Hauß (ebda.)
2. 6 Rechtsdenkmäler
1537 in Ketges Hauß (ist) freyen Lehnman gefangniß (ebda.)
1718 im Galgenthal (PfaD Akt A1) = Richtstätte am nordwestlichen Rand der Gemarkung (vgl. Tafel 3, Luftbild)
Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Beitrags die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an.
Neu, Peter, Rheinischer Städteatlas Dollendorf. Teil 2: Topographie, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Orte-und-Raeume/rheinischer-staedteatlas-dollendorf.-teil-2-topographie/DE-2086/lido/5ed64d2b4db893.92316753 (abgerufen am 12.06.2026)
Veröffentlicht am 01.10.2025, zuletzt geändert am 02.10.2025