Rheinischer Städteatlas Frechen. Teil 4: Kirche, Schule, Kultur und Gesundheitswesen

Kirche, Schule, Kultur und Gesundheitswesen

Fotographie "Frechen vor 1909", Ortsansicht von Südwesten, Ausschnittvergrößerung. (Privatbesitz)

4. 1 Erste Erwähnung der Kirche bzw. des Geistlichen

4. 1 Frechen

877 ma­ter eccle­sia (Red­lich II, S. 820; I 3; 1550 mo­der­kirch ge­nannt)
An­fang des 13. Jahr­hun­derts be­rich­tet Cä­sa­ri­us von Heis­ter­bach a Sub­prio­re nos­tro Ger­la­co, qui tunc tem­po­ris eccle­si­am iam dic­tae vil­lae re­ge­bat (Dia­lo­gus Mi­ra­cu­l­o­rum, ed. Stran­ge, Bd. 1, 1851, S. 301)
1243 ple­ba­nus (StaK Mau­ri­ti­us 3)
1298 vi­ca­ri­us (REK IV 79)
(1308) p(as­tor), vic(ari­us) (Li­ber Va­lo­ris)
1360 rec­tor (Sau­er­land IV, S. 245)
1412 per­pe­tua vi­ca­ria (eb­da. VII, S. 374)

4. 1 Bachem

866 eccle­sia (I 3)
871 ca­pel­la (I 3)
(1308) zwei Kir­chen be­zeugt (su­pe­ri­or und in­fe­ri­or = 1390), p(as­tor), v(ica­ri­us) (Li­ber Va­lo­ris)
1406 rec­toir der kir­chen zu Over­ba­chem (UB Ge­re­on 548)
1438 neders­te pas­toir zo Ba­che­ym (RA Arn­hem Cu­lem­borg Inv. 7369)
(1720) Ab­riss bei­der Kir­chen, 1721 Neu­bau ei­ner Kir­che in Ober­ba­chem (Ro­sel­len, De­ka­nat Brühl, S. 43; vgl. Ta­fel 2, Grund­riss und 4, DGK)

4. 1 Buschbell

1243 ple­ba­nus (StaK Mau­ri­ti­us 3)
1274 pas­tor eccle­sie in bel­le (eb­da. Apos­teln 71)
(1308) p(as­tor), vic(ari­us) (Li­ber Va­lo­ris)

4. 2 Patrozinium und Altäre, Kirmestermine

4. 2 Patrozinien

4. 2 Frechen

1257 Au­doma­rus und Ber­ti­nus (REK III 1968)
1676 Au­doma­rus und Mi­cha­el (Bin­te­rim-Moo­ren II, 2. Aufl., 1893, S. 161)

4. 2 Bachem

866 Ma­ria (I 3)
1504 Mau­ri­ti­us = Kir­che in Nie­der­ba­chem (Arch Fürs­ten­berg Akt 1, 2 nach Ab­schr. StaF), wohl iden­tisch mit der 866 ge­nann­te Ma­ri­en­kir­che
1547 Wimma­rus (RA Arn­hem Cu­lem­borg Inv. 7365) = Kir­che in Ober­ba­chem, vgl. 1587 Stem­pe­li­us-Kar­te (Ta­fel 5)
1750 Ma­ria und Mau­ri­ti­us (IV 2 Al­tä­re)

4. 2 Buschbell

1676 Ul­rich (Bin­te­rim-Moo­ren II, 2. Aufl., 1893, S. 162)

4. 2 Altäre

4. 2 Frechen

vor 1568 Ka­tha­ri­na (Bin­te­rim-Moo­ren II, 2. Aufl., 1893, S. 161 = 1676; IV 9)
1750 Ne­ben­al­tar Bar­ba­ra (eb­da., 1. Aufl., 1828, S. 353)

4. 2 Bachem

1750 Hoch­al­tar Ma­ria und Mau­ri­ti­us Ne­ben­al­tä­re Jo­seph, An­na (eb­da., S. 344)

4. 2 Buschbell

1676 Hoch­al­tar Ul­rich (eb­da., 2. Aufl., 1893, S. 162)
1750 Ne­ben­al­tä­re Jo­hann Ne­po­muk, Bea­tae Ma­riae Vir­gi­nis (eb­da. II, 1. Aufl., 1828, S. 345)

4. 2 Kirmestermin

Kir­mes­ter­min in Fre­chen: Am ers­ten Sonn­tag nach St. Mi­cha­el (29. Sep­tem­ber)

4. 3 Patronats- und Zehntherr

4. 3 Frechen

Das Kol­la­ti­ons­recht der Ab­tei Saint-Ber­tin in Saint-Omer lag nach 1553 bei den je­wei­li­gen Her­ren von Fre­chen (Red­lich II, S. 820 f, da­nach be­reits 1550; vgl. III 1 Grund­herr­schaft)
Die Pfarr­stel­le in Fre­chen war ein Per­so­nat; der In­ha­ber die­ser Pfrün­de er­nann­te den vi­ca­ri­us per­pe­tuus, den er aus sei­nen Ein­künf­ten be­zahl­te. Der vi­ca­ri­us war mit der voll­stän­di­gen Seel­sor­ge be­traut und be­saß al­le pfarr­li­chen Rech­te (eb­da.; IV 1; auch AHVN 25,1873, S. 179 f; Fran­zen, S. 164 f, Anm. 3)

Ort wechseln

Grundriss Bachem nach der Urkarte von 1819 im Verhältnis 1 : 2.500, Entwurf: M. Müller, Zeichnung: J. Glauner. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Deutsche Grundkarte Bachem von 1962/1977 im Verhältnis 1 : 5.000, Ausschnitte der Blätter Berrenrath-Nord 1966, Gleuel 1969, Frechen-Nord 1977 und Sielsdorf 1962. (Landesvermessungsamt NRW)

Karte der Herrlichkeit von Bachem von 1587 von Gerardus Stempelius, Vergrößerung. (Rijksarchief in Gelderland, Arnhem, Archief der heren en graven van Culemborg, Inv. 7273, Karte Nr. 25)

 

4. 3 Bachem

Das Kol­la­ti­ons­recht der Kir­che in Nie­der­ba­chem (vgl. IV 1) be­saß die Ab­tei Prüm, um 1470 aber die Her­ren der Un­ter­herr­schaft (vgl. III 1 Grund­herr­schaft). Kol­la­tor der Kir­che in Ober­ba­chem (vgl. IV 1) war der Her­zog von Jü­lich

4. 3 Buschbell

Das Kol­la­ti­ons­recht lag beim Köl­ner Apos­tel­stift, nach 1550 bei den Her­ren der Un­ter­herr­schaft (Red­lich II, S. 810)

4. 4 Pfarrbezirk und Filialen, Dekanatszugehörigkeit

4. 4 Frechen

Pfar­re = Fre­chen mit Ben­zel­rath, Hü­cheln, Mars­dorf, Vorst, Frings­forth und Win­gerath (zu letz­te­ren vgl. I 6)
Fi­li­al­ka­pel­len: St. Mi­cha­el im Kla­ren­hof in Fre­chen, St. Ae­gi­di­us in Hü­cheln, St. Tri­ni­ta­tis in Mars­dorf (Bin­te­rim-Moo­ren II, 1. Aufl., 1828, S. 353)

4. 4 Bachem

Pfar­re = Ba­chem mit Feld­hof, Lox­mühl und Hem­me­rich (eb­da., S. 344)

4. 4 Buschbell

Pfar­re = Busch­bell und Kö­nigs­dorf (vgl. Ta­fel 5, Tran­chot-Kar­te und To­po­graph. Kar­te 1845)
Fi­li­al­ka­pel­le: St. Se­bas­tia­nus in Kö­nigs­dorf (Bin­te­rim-Moo­ren II, 1. Aufl., 1828, S. 345)
Im 20. Jahr­hun­dert wei­te­re Pfar­rei­en in Fre­chen
1914 St. Se­ve­rin als Rek­to­rat ein­ge­rich­tet, 1923 Pfar­rer­he­bung
1954 St. Ma­ria Kö­ni­gin
1962 Hl. Geist-Kir­che in Ba­chem
Erz­bis­tum Köln, De­ka­nat Berg­heim, Ar­ch­idia­ko­nat des Dom­props­tes zu Köln, 1802–1821 Bis­tum Aa­chen, seit 1822 Erz­bis­tum Köln, 1827–1925 De­ka­nat Brühl, seit 1925 De­ka­nat Fre­chen

4. 6 Hospitäler und Krankenhäuser, Ärzte und Apotheken

1550 Hos­pi­ta­ler in Busch­bell (Red­lich II, S. 810)
1685 al­tes Sie­chen­hauß (PfaF Rent­buch 1), lag an der Stra­ße nach Dü­ren (StaK Kla­ra Akt 18b), es ist wohl iden­tisch mit dem Le­pro­sen­haus der Stem­pe­li­us-Kar­te der Herr­schaft Ker­pen von 1587 (Pfa Ker­pen, Abb. vgl. Ker­pe­ner Hei­mat­bl.), es war noch 1790 be­kannt (StaK Kla­ra Akt 18 b)
1777 Feld­schee­rer oder Chir­ur­gus in Fre­chen (PfaF Rent­buch 1, Gö­bels, Pfarr­kir­che, S. 54)
1816 ein Arzt in Fre­chen (StaF Akt 224)
1836 ei­ne Apo­the­ke in Fre­chen (eb­da. 124)
1864 zwei Ärz­te in Fre­chen (eb­da.)
1882 St. Ka­tha­ri­nen-Hos­pi­tal in Fre­chen ge­grün­det, 1974 nach Fre­chen-Hü­cheln ver­legt
1977 16 prakt. Ärz­te, 20 Fach­ärz­te, 13 Zahn­ärz­te, neun Apo­the­ken in Stadt Fre­chen

4. 7 Wallfahrten

Zwi­schen 1150 und 1230 sind Wall­fah­rer aus Fre­chen in St. Mat­thi­as in Trier be­zeugt (Arch f. mit­tel­rhein. Kir­chen­ge­schich­te 7, 1955, S. 251). Seit dem En­de des 17. Jahr­hun­derts re­gel­mä­ßig Wall­fahr­ten von Fre­chen nach Keve­la­er

Grundriss Frechen nach der Urkarte von 1819 im Verhältnis 1 : 2.500, Entwurf und Zeichnung: Werner Krötz. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

Frechen und Umgebung von 1807/08 im Verhältnis 1 : 25.000, Ausschnitte der Blätter 71 Lövenich 1807/08 und 81 Frechen 1807/08 der topographischen Aufnahme der Rheinlande im Verhältnis 1 : 25.000 durch Tranchot und v. Müffling 1801-1821, aufgenommen von dem französischen Ing. Geographen Ribet. (Landesvermessungsamt NRW)

Grundriss von Frechen von 1807/08 im Verhältnis 1 : 2.500, Ausschnitt des Blattes 81 Frechen 1807/08 der topographischen Aufnahme der Rheinlande im Verhältnis 1 : 25.000 durch Tranchot und v. Müffling 1801-1821, aufgenommen von dem französischen Ing. Geographen Ribet. (Landesvermessungsamt NRW)

 

4. 8 Juden, Synagoge, Friedhof, Privilegierung

Fre­che­ner Adels­fa­mi­li­en hat­ten be­reits im 14. und 15. Jahr­hun­dert Ge­schäf­te mit Ju­den (Schul­te, S. 72 nach VI 3 h, S. 90). Mög­li­cher­wei­se An­sied­lung von 1424 aus Köln ver­trie­be­nen Ju­den. Im 18. Jahr­hun­dert wa­ren die Fre­che­ner Ju­den vor­nehm­lich als Vieh­händ­ler und Kauf­leu­te tä­tig (Schul­te, S. 72 f). Im 19. Jahr­hun­dert ge­hör­ten sie zu den ärms­ten Ein­woh­nern in Fre­chen (Gö­bels, Fre­chen, S. 218 ff). Spä­tes­tens seit dem An­fang des 19. Jahr­hun­derts bis 1874 gab es in Fre­chen ei­ne jü­di­sche Schu­le an der Süd­sei­te der Haupt­stra­ße (eb­da., S. 220; vgl. Ta­fel 1, Grund­riss 1819)
1803 Bau der Syn­ago­ge Haupt­stra­ße 84, (1873) Neu­bau an glei­cher Stel­le (eb­da. S. 218; Schul­te, S. 74)
1807 Han­dels­pa­tent für 18 Fre­che­ner Ju­den (eb­da., S. 73)
1847 179 Ju­den mit 42 Haus­hal­tun­gen in Fre­chen-Orts­kern; grö­ß­te Ju­den­ge­mein­de zwi­schen Köln un­d Aa­chen, zu der auch die Ju­den von Gre­frath und Gro­ß­kö­nigs­dorf ge­hör­ten, ins­ge­samt ca. 200 An­ge­hö­ri­ge (StaF Akt 107; Schul­te, S. 74)
1885 144 Ju­den in Fre­chen (eb­da.)
1933 90 Ju­den in Fre­chen (eb­da.)
1938 Zer­stö­rung der Syn­ago­ge und des Ju­den­fried­hofs

4. 9 Einführung der Reformation

4. 9 Frechen

1543 soll die Re­for­ma­ti­on in Fre­chen An­hän­ger ge­habt ha­ben (Bie­nert, S. 29)
1568 wur­de ein evan­ge­li­scher Pre­di­ger auf St. Ka­tha­ri­nen-Vi­ka­rie be­ru­fen (Be­low II, S. 121); die neue Leh­re wur­de von Graf Flo­ris von Pa­lant, Herr von Fre­chen, ge­för­dert. Die Mehr­zahl der Ein­woh­ner blieb aber ka­tho­lisch (vgl. IV 10)
Seit (1576) war die Ge­mein­de evan­ge­lisch-re­for­miert (Bie­nert, S. 46). En­ge Kon­tak­te zur nie­der­län­disch-re­for­mier­ten Ge­mein­de in Köln; der Got­tes­dienst in Fre­chen wur­de be­son­ders häu­fig von Re­for­mier­ten aus Köln be­sucht, was Pfalz­graf Phil­ipp Wil­helm als Her­zog von Jü­lich zu un­ter­bin­den such­te (RA Arn­hem Cu­lem­borg Inv. 1170). Fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung der Ge­mein­de in Fre­chen von Köln aus, u. a. für den Un­ter­halt ei­ner evan­ge­lisch-re­for­mier­ten Schu­le (zahl­rei­che Be­le­ge neu­er­dings in: Pro­to­kol­le I und II; vgl. IV 11). Der Got­tes­dienst wur­de zu­nächst in ei­nem ge­mie­te­ten Pre­dick­huys ab­ge­hal­ten (eb­da. I, S. 83, 206 u. ö.)
1714/16 Bau der evan­ge­li­schen Kir­che an der Haupt­stra­ße (Ta­fel 1 und 4, Grund­riss und DGK), 1783 Er­wei­te­rungs­bau (da­zu ins­ge­samt Ro­sen­kranz, Ge­schich­te, S. 12; fer­ner Be­le­ge in Pro­to­kol­le I und II), 1920 Um- und Er­wei­te­rungs­bau (Ro­sen­kranz I, S. 372)
Die evan­ge­li­sche Pfar­re Fre­chen hat­te ei­nen gro­ßen Ein­zugs­be­reich; am En­de des 19. Jahr­hun­derts ge­hör­ten da­zu die evan­ge­li­schen Ein­woh­ner von Ba­chem, Ber­ren­rath, Busch­bell, Fre­chen, Frei­mers­dorf, Gey­en, Gleu­el, Lö­ve­nich, Pul­heim, Sin­ners­dorf, Stom­meln, Stotz­heim, Blatz­heim, Buir, Hem­mers­bach, Hep­pen­dorf, Ker­pen, Man­heim, Mö­drath, Sin­dorf und Tür­nich (1897 ins­ge­samt 700 Pfar­ran­ge­hö­ri­ge). Seit dem An­fang des 20. Jahr­hun­derts Zu­nah­me des evan­ge­li­schen Be­völ­ke­rungs­an­teils (zur Ent­wick­lung der Pfar­re im 20. Jahr­hun­dert vgl. Ro­sen­kranz, Ge­schich­te, S. 13)
1817–94 Kir­chen­kreis Mül­heim, seit 1894 Köln

4. 9 Bachem

(1540) Ein­set­zen der Re­for­ma­ti­on (Bie­nert, S. 15 ff)
1549 Pfar­rer wur­de als ha­e­r­eti­cus be­zeich­net (Fran­zen, S. 362 Anm. 2)
1540–73 Ge­mein­de lu­the­risch, 1573–(1611) re­for­miert (Bie­nert, S. 26)
Die Pfar­ran­ge­hö­ri­gen blie­ben aber über­wie­gend ka­tho­lisch; 1611 über­nahm wie­der ein ka­tho­li­scher Pries­ter die Pfarr­stel­le der Wimma­rus-Kir­che (Bie­nert, S. 27); 1624 gab es kein evan­ge­li­sches Ge­mein­de­le­ben mehr, 1631 ist die gan­ze Ge­mein­de wie­der ka­tho­lisch (Fran­zen, S. 363 Anm. 3; Bie­nert, S. 27)

Deutsche Grundkarte Buschbell von 1965/1976 im Verhältnis 1 : 5.000, Ausschnitte der Blätter Buschbell 1975, Frechen-Nord 1976, Königsdorf-Ost 1965 und Lövenich, Weiden West 1969. (Landesvermessungsamt NRW)

Deutsche Grundkarte Frechen von 1968/1977 im Verhältnis 1 : 5.000, Ausschnitte der Blätter Frechen-Süd 1977, Frechen-Nord 1976, Benzelrath 1968 und Buschbell 1975. (Landesvermessungsamt NRW)

Deutsche Grundkarte Bachem von 1962/1977 im Verhältnis 1 : 5.000, Ausschnitte der Blätter Berrenrath-Nord 1966, Gleuel 1969, Frechen-Nord 1977 und Sielsdorf 1962. (Landesvermessungsamt NRW)

 

4. 10 Konfessionszahlen

1647 60 re­for­mier­te, 1652 86 re­for­mier­te, 1655 92 re­for­mier­te Ein­woh­ner in Fre­chen (Bie­nert, S. 57)
1676 PfaF = ca. 1000 Kom­mu­ni­kan­ten (Bin­te­rim-Moo­ren II, 2. Aufl., 1893, S. 161)
1750 Fre­chen = 900 Kom­mu­ni­kan­ten, 20 re­for­mier­te Fa­mi­li­en, Ba­chem = 223, Busch­bell = ca. 300 Kom­mu­ni­kan­ten (eb­da., 1. Aufl., 1828, S. 344 f, 353)
1773 103 re­for­mier­te Ein­woh­ner (Ro­sen­kranz, Ge­schich­te, S. 12)

4. 11 Schulen und Bildungseinrichtungen

1660 Schoo­le, 1662 School­mees­ter der evan­ge­lisch-re­for­mier­ten Ge­mein­de Fre­chens (Pro­to­kol­le I, S. 128, 179; vgl. IV 9)
1704 stif­tet der Per­so­na­tar der Kir­che St. Au­domar 200 al­te Reichs­ta­ler zur Fun­die­rung ei­ner Leh­rer­stel­le (F. E. v. Me­ring, Ge­schich­te d. Bur­gen, Rit­ter­gü­ter, Ab­tei­en u. Klös­ter in d. Rhein­lan­den, Heft 10, Köln 1855, S. 10)
18. Jahr­hun­dert Küs­ter (Of­fer­mann) ist zu­gleich Schul­leh­rer
1794 Küs­ter­haus als Ka­tho­li­sche Schu­le be­zeich­net (E. Heeg. In: Le­ben­di­ges Fre­chen, Dez. 1977, S. 29)
An­fang des 19. Jahr­hun­derts (mög­li­cher­wei­se schon frü­her) bis 1874 jü­di­sche Schu­le in Fre­chen (IV 8)
1814 gibt es in der Bür­ger­meis­te­rei Fre­chen kei­ne öf­fent­li­che Pri­mar­schu­le, nur pri­va­te (= kirch­li­che) Lehr­an­stal­ten (LAV NRW R Gen. Gou­ver­ne­ment Nie­der- und Mit­tel­rhein 1537)
1821 ers­te Fre­che­ner Volks­schu­le (Haupt­stra­ße) ein­ge­rich­tet (Chro­nik, S. 43), an der 1849 vier Leh­rer und drei Hilfs­leh­rer 566 Schul­kin­der un­ter­rich­ten (StaF Akt 111)
1843 Schu­le in Busch­bell ge­grün­det (Chro­nik, S. 43), an der 1849 ein Leh­rer 80 Schul­kin­der un­ter­rich­tet (StaF Akt 111); 1893 Er­wei­te­rung
1847 Schu­le in Ba­chern erst­mals er­wähnt (StaF Pro­to­koll­bü­cher II 7, S. 27), an der 1849 ein Leh­rer 136 Schul­kin­der un­ter­rich­tet (eb­da. Akt 111)
1851 drei Ele­men­tar­schu­len in der Bür­ger­meis­te­rei Fre­chen (eb­da.)
1874 Sonn­tags­schu­le ein­ge­rich­tet, seit 1907 Ge­werb­li­che Fort­bil­dungs­schu­le, 1909 Haus­hal­tungs- und Hand­wer­ker-Fort­bil­dungs­schu­le, 1927 Be­rufs­fach­schu­le, 1961 Be­rufs- und Be­rufs­fach­schu­len
1940 Mit­tel­schu­le, heu­te Re­al­schu­le
1955 Volks­hoch­schu­le
1956 Rhei­ni­sche Braun­koh­len­berg­schu­le in Ba­chem ge­grün­det
1963 Ein­rich­tung des neu­sprach­li­chen zwei­zü­gi­gen Gym­na­si­ums
1965 Ta­gungs­bil­dungs­stät­te für geis­tig be­hin­der­te Kin­der, seit 1971 Son­der­schu­le
1969 Hö­he­re Han­dels­schu­le
1977 be­ste­hen in der Stadt Fre­chen acht Grund­schu­len, zwei Haupt­schu­len, ei­ne Son­der­schu­le, ei­ne Re­al­schu­le, ein Gym­na­si­um, ei­ne Be­rufs­schu­le, drei Be­rufs­fach­schu­len, drei Fach­ober­schu­len
1936 Ein­rich­tung der Ge­mein­de-Bü­che­rei, 1942 Zweig­stel­len in Ba­chem und Busch­bell, 1955 als Stadt­bü­che­rei neu er­öff­net
1971 Er­öff­nung des Ke­ra­mi­ons, ei­ner Ga­le­rie für zeit­ge­nös­si­sche ke­ra­mi­sche Kunst

Ver­ei­ne
1848 Fre­che­ner Bür­ger­ver­ein ge­grün­det

Tab. 1: Konfessionszahlen 1817-1970. (LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)

 
Zitationshinweis

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Wensky, Margret, Rheinischer Städteatlas Frechen. Teil 4: Kirche, Schule, Kultur und Gesundheitswesen, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Orte-und-Raeume/rheinischer-staedteatlas-frechen.-teil-4-kirche-schule-kultur-und-gesundheitswesen/DE-2086/lido/5da446ec432ab5.92814017 (abgerufen am 20.09.2021)

Auch über Rheinischer Städteatlas Frechen, bearbeitet von Margret Wensky (Lieferung IV, Nr. 22, 1978)