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2. 1 Burg
Die Schlüterei oder Burg soll 1414 von Herzog Adolf I. von Kleve errichtet worden sein (BAM Pfa St. Nicolai, Kalkar Z. 5 fol. 66v, Überlieferung A XIX. Jh.; ebd. StiXA Hs 52 S. 122-126, Bericht v. 1722). Der Bau wird in der „Clevischen Chronik“ des Gert van der Schuren (hg. v. R. Scholten, 1884) nicht ausdrücklich unter den Burgenbauten des Herzog erwähnt. Beim Brand von 1685 ist dieses Gebäude in Ecklage der Stadtbefestigung zerstört und nicht wieder aufgebaut worden (II 2). 1720 ist die abgebrannte Schlüterei als wüster Hausplatz ausgewiesen (Protokollbuch 1700-86 fol. 171r). Als Schlüterei diente nach 1685 ein ausgebauter Turm der Stadtbefestigung, der noch erhalten ist (II 4).
2. 2 Siedlungsentwicklung, Befestigung, Stadtbrände
Der Raum Uedem wird 855 erstmals erwähnt, als König Lothar II. dem Graf Ansfried die östlich der Niers in pago Hattuaria gelegene villa Geizefurt (uilla que dicitur Geizefurt, que sita est super fluuium Nersa) schenkt (DLoII 2; Codex Laureshamensis I, S. 306). Als Ansfried diese 866 dem Kloster Lorsch überträgt, heißt es, sie liege in Odeheimero marca (in der Uedemer Mark; ebd., S. 316-318). Über die Lage der villa Geizefurt ist in der Literatur viel spekuliert worden. Die bislang überzeugendste Lokalisierung stammt von F. W. Oediger, wonach die villa Geizefurt als Rodungssiedlung in der Uedemer Mark zu identifizieren ist, und zwar wohl mit dem Geurtshof bei Kervenheim nördlich der Mühlenfleuth, etwa im Winkel zwischen deren Mündung und der Niers gelegen (Oediger, Villa Geizefurt; Rhein. Städteatlas XI Nr. 61: Kervenheim, 1994). Nicht bestimmbar ist auch die Ausdehnung der Uedemer Mark.
Ein merowingerzeitliches Gräberfeld 450 m südsüdwestlich der Uedemer Kirche sowie der Ortsname - ein –heim-Name zu dem Personennamen Udo/Odo - weisen auf eine Siedlung im Frühmittelalter hin (I 2; I 3; H. Dittmaier, Die linksrhein. Ortsnamen auf –dorf u. –heim, 1979). Der aus dem XI. Jh. stammende Memorienstein, der bis 1887 in der alten Pfarrkirche vermauert war (heute in der Ostwand des südlich Querhauses), wird als Hinweis auf die Existenz von Kirche und Siedlung im Hochmittelalter zu deuten sein. Aussagen über den frühesten Kirchenbau sind mangels Quellen nicht möglich; aus der Zeit um 1200 soll der Turm der 1887 abgerissenen Kirche gestammt haben (I 1; IV 1).
Die Kirchspiele Uedem und Sonsbeck waren zwischen Mitte des XIII. und Mitte des XIV. Jh. Zentren der klevischen Binnenkolonisation, der bei weitem bedeutendsten Landgewinnungsaktion in den Niederrheinlanden zwischen der frühmittelalterlichen Rodungsphase und den Kultivierungsmaßnahmen des XIX. Jh., bei der vor allem Bruchgebiete im Hinterland von Rhein und Maas trocken gelegt und urbar gemacht wurden. Plan und Anlage der Entwässerungsarbeiten erfolgten nach holländischem Muster. 1295 übertrug Graf Dietrich VIII. von Kleve verschiedenen Personen das Bruchgebiet bei Uedem (paludem nostram prope Uedem_ inter Goxfoirt et Hulsdonk_) gegen Erbpacht und Zehnten zur künftigen Kolonie (NrhUB II 937). Die für die Bruchkultivierung typischen Langhufen sind noch heute im Uedemerbruch erkennbar (D. Kastner, Die Gocher Landrolle, 1988, S. 54-56; J. Schreiner, Der Schauzwang auf Deich u. Schleuse, 1995, bes. S. 105f.; III 1; III 9; Tafel 2). Im Klever Urbar von 1319 werden im Vdemerbruke 43 Hofstätten aufgezählt; ein weiteres kleines Bruchgebiet im Kirchspiel Uedem war das Steinberger Bruch (Klever Urbar I, S. 128-133).
Über die vorstädtische Entwicklung der Siedlung Uedem ist bis zum XIV. Jh. nur wenig bekannt. Zur Zeit der Stadterhebung 1359 hatte Uedem die flächenmäßige Ausdehnung erreicht, wie sie das Urkataster von 1831/32 zeigt (Tafel 1, Grundriß), denn in der Vereinbarung mit dem Stift Xanten von 1359 Mai 1 wird neben 3 Toren (II 3) die Mauer erwähnt (versus murum dicte ville) (I 3; III 3). In der Urk des Stifts werden 43 Hofstätten genannt, die wohl den gesamten Hofstättenbestand zur Zeit der Stadterhebung ausmachten (Flink, Formen, S. 52; III 1; V 1) und auf eine Bevölkerung von 200-300 Personen schließen lassen. Über die weitere innerstädtische Siedlungsentwicklung sind wegen fehlender Quellen kaum Aussagen zu machen. 1369 wird der Marktplatz erwähnt; wann das 1563 erstmals bezeugte Rathaus entstanden ist, bleibt unbekannt (II 5 Plätze, Gebäude). Jan de Beijers Ansicht des Marktes zeigt die Platzsituation Mitte des XVIII. Jh. mit der alten Pfarrkirche und dem nach dem Brand von 1685 wieder errichteten Rathaus, einem bescheidenen Bau mit Treppengiebel (Tafel 5). Auf einen gewissen Ausbau der Stadt im XV. Jh. weisen die Errichtung des Hospitals und Klosters St. Spiritus, des Agathakonvents sowie Baumaßnahmen an der Pfarrkirche hin (IV 1; IV 5). Die im frühen XV. Jh. errichtete herzoglich-klevische Schlüterei in Ecklage der Stadtbefestigung verstärkte zwar den Stadtburgcharakter (II 1), war aber keine Burg im eigentlichen Sinne, sondern wohl ein ähnliches Gebäude wie die landesherrliche Schlüterei in Kalkar (Rhein. Städteatlas XIV Nr. 76: Kalkar, 2001, II 1).
Die Stadt soll in den geldrischen Erbfolgekriegen des XV. Jh. durch Einquartierungen Schaden genommen haben (BAM StiXA Hs 52, S. 122-126). 1618 vernichtete ein verheerender Brand die Stadt (ebd.). 1632 ersuchte das städtlein Uedem den Kurfürsten von Brandenburg, den um die Stadtmauer verlaufenden Wall aus Kostengründen einebnen zu dürfen (HSTAD KM Akt 384 fol. 13ff.). 1682 heißt es, die Stadtmauer sei eingefallen; zur Reparatur erhielt die Stadt Palisaden aus dem Reich (ebd. Akt 801). Bei einem erneuten großen Brand 1685 wurden u.a. die Stadtmauern und -tore beschädigt, deren Wiederaufbau die Einwohner nicht aus eigenen Mitteln bestreiten konnten, weshalb sie vom Kurfürsten von Brandenburg Kalk haben wollten. Auch das Rathaus, die reformierte Kirche, das Schul- und Predigerhaus waren betroffen (ebd. u. Akt 386 fol. 63, 78, 136-138; IV 9; IV 11). 1796 äscherte ein Brand in dem Viertel zwischen der katholischen Kirche, der evangelischen Kirche und dem Kloster St. Agatha, auf der Lohe- und auf der Mühlenstraße 52 Häuser, 37 Scheunen und 3 Schuppen ein (Chronik Peltzer; HSTAD Xanten Kreisregistratur 946, mit Liste der Geschädigten; ebd. Kleve Kammer Be 84). Seit 1791 war die Eintragung ins Feuerkataster erfolgt, wobei für die Häuser nicht die wahren, sondern niedrigere Werte angegeben worden waren (ebd. Xanten Kreisregistratur 1252).
Im XVIII. Jh. war die Stadtmauer, die keine verteidigungspolitische, sondern nur noch eine verwaltungstechnische Bedeutung als Umgrenzung des städtischen Akzisebezirks hatte, mehrfach reparaturbedürftig, so 1738 (ebd. Kleve Kammer Be 693) oder 1760/61 (ebd. Dep. Uedem IV 10). 1770 bestand sie noch, war aber schadhaft (ebd. Xanten Kreisregistratur 148). Das Urkataster von 1831/32 weist keine Mauern mehr aus (Tafel 1, Grundriß); geringe Reste sind jedoch bis heute erhalten. Der Stadtgraben, der 1831/32 an der Ost – bzw. Westseite des Ortskerns noch vorhanden war (Tafel 1, Grundriß), wurde Mitte XIX. Jh. verkauft und verfüllt (Protokollbuch 1851-61). Bis zum XX. Jh. entwickelte sich Uedem kaum über den alten Ortskern hinaus (vgl. insgesamt Tafel 2).
Im Februar 1945 wurde der Ortskern durch Bombardierung und Kampfhandlungen mit allen öffentlichen Gebäuden und den Kirchen fast völlig zerstört. Am 27. und 28. Februar besetzten alliierte Streitkräfte Uedem (H. Bosch, Der Zweite Weltkrieg zwischen Maas u. Rhein, 4. Aufl. 1977; VB 1945-57). Der Wiederaufbau erfolgte 1948-55 zum größten Teil auf den alten Grundmauern. Die ehemaligen Wallanlagen, die bis 1950 überwiegend unbebaut waren, sind seitdem mehr und mehr bebaut worden (Tafel 1, DGK). Die Ende der 1960er Jahre begonnenen Planungen für die Ortskernsanierung wurden 1985-90 unter der Entwurfs- und Bauleitung der Architektengemeinschaft Schroeder/Bavay (Aachen) umgesetzt, wobei der Grundriß des alten Ortskerns weitgehend erhalten geblieben ist.
2. 2 Friedhöfe
Der ursprünglich an der Pfarrkirche befindliche Friedhof ist in Schriftquellen nicht nachgewiesen, jedoch auf dem Urkataster von 1831/32 noch dargestellt (Tafel 1); 1563 wird ein Beinhaus erwähnt (BAM StiXA Einzelne Pfarren Nr. 87).
Bis (1711) bestatteten die Reformierten ihre Toten im Keller unter ihrer Kirche; in dieser Zeit weist ihnen die Stadt ein Grundstück hinter der Kirche als Begräbnisplatz zu (W. Thomas, Geschichte d. Evangelischen Kirchengemeinde Uedem 1550-1950, 1988, S. 27f.)
1827 Neuanlage des katholischen Friedhofs am Kirselweg, des evangelischen am Perselweg. 1840 Vergrößerung des katholischen Friedhofs (HSTAD Dep. Uedem XII 14; ebd. Düsseldorf 30634; zur Lage vgl. Tafel 1, Grundriß)
Zum jüdischen Friedhof vgl. IV 8
2. 2 Versorgungseinrichtungen
Brunnen und Pumpen
1714 15 Brunnen (HSTAD Kleve Kammer Be 698)
1722 Maurer aus Emmerich baut neuen put auf der Mosterstraße (Protokollbuch 1700-86 fol. 187v)
1729 neue Pumpe auf der Mühlenstraße (ebd. fol. 239r)
1735 neue Marktpumpe (ebd. fol. 280v)
1768/69 29 öffentliche und private Brunnen, 1785/86 und 1787 33 öffentliche und private Brunnen (Sta Xanten A 28; HSTAD Kleve Kammer 1617; ebd. Hs E III 4)
1791/92 5 Pumpen, sind ständig reparaturbedürftig (ebd. Kleve Kammer 685)
1824 8 Pumpen oder Brunnen, durchweg in schlechtem Zustand (ebd. Dep. Uedem IV 9)
Wasser, Elektrizität, Gas, Entsorgung
1770 Göthen zur Beförderung des Wassers erwähnt (ebd. Xanten Kreisregistratur 148)
1859 Einführung einer neuen Straßenbeleuchtung: 14 Laternen, die aus Spenden der Einwohner finanziert werden (ebd. Dep. Uedem XII 14)
Seit 1912 Stromlieferungsvertrag mit dem RWE (Protokollbuch 1897-1920; Protokollbuch 1946-59)
1933/34 Wasserwerk in Betrieb genommen, das bis 1951 nur die Gemeinde Uedem versorgt (VB 1945-75); 1967 Übernahme der Wasserversorgung durch die Gemeinden des Amtes Uedem; seit 1983 Versorgung durch die Stadtwerke Kleve GmbH (VB 1987-89)
1948-57 Bau der Kanalisation (VB 1945-57)
1957 besteht in der Gemeinde Uedem Müllabfuhr durch Privatunternehmer (ebd.)
Seit 1980 Gasversorgung durch die Niederrheinischen Gas- und Wasserwerke GmbH in Duisburg (VB 1987-89)
2. 3 Vier Tore
Zur Lage und zu den Grundrissen vgl. das Klevische Kataster von 1733/34 (Tafel 4) sowie die Ansichten von Vieh-, Loh- und Mostertor 1744/61 (Tafel 5); mit Ausnahme des Viehtores handelte es sich um Doppeltoranlagen.
1359 porta dicta Molenporte (Mai 1, I 3). Als 1573 das Mühlentor durch ein Unglück schwer beschädigt wird, darf die Stadt für die Reparatur die Steine einer vor der Stadt gelegenen verfallenen Kapelle verwenden (HSTAD Hs A III 37 fol. 159v)
1359 porta dicta Vieporte (Mai 1, I 3) = Viehtor
1359 porta dicta Loeporte (Mai 1, I 3) = Lohtor
1563 Mostert poerten (BAM StiXA Einzelne Pfarren Nr. 87); 1738 Einsturz des Mostertores, das das höchste Gebäude der Stadt gewesen sein soll (HSTAD Kleve Kammer Be 693)
1766/67 sind die Tore baufällig, werden auf Abbruch verdingt (ebd. Dep. Uedem IV 10)
1818 besteht noch je 1 Pförtnerhaus am Wasser-, Vieh- und Lohtor (ebd. VII 11); mit dem Wassertor dürfte das ehemalige Mühlentor gemeint sein
2. 4 Türme
Nach dem Klevischen Kataster hatte die Mauer 2 runde und 2 viereckige Türme (Tafel 4); diese sind in Schriftquellen nicht weiter bezeugt, lediglich 1760/61 wird ein Nachtwächterturm erwähnt (HSTAD Dep. Uedem IV 10). Das heute als Schlüterei bekannte Gebäude am Turmwall ist einer dieser Türme, der nach der Zerstörung der landesherrliche Schlüterei 1685 umgebaut und als solche genutzt worden ist (II 1).
Topographische Karte Uedem 1892, im Verhältnis 1 : 25 000, Zusammensetzung der Blätter 4203 Kalkar und 4303 Uedem der Preußischen Kartenaufnahme 1891-1912, Neuaufnahme. (Landesvermessungsamt NRW)
2. 5 Straßen intra muros
Als Folge der schwierigen Quellenlage sind Straßennamen erst spät schriftlich überliefert. Das System der 4 Hauptstraßen des Ortskerns dürfte bereits im Mittelalter ausgeprägt gewesen sein, wie die Erwähnung von 3 der 4 Stadttore 1359 zeigt (II 3; Tafel 1, Grundriß). Mühlen-, Loh-, Moster- und Viehstraße sind bis heute die 4 Ausfallstraßen durch die ehemaligen Stadttore. Die Mühlenstraße führt nach Marienbaum (nach Osten), die Lohstraße geht südlich nach Kervenheim, die Mosterstraße südwestlich nach Weeze, die Viehstraße nördlich nach Keppeln und Kleve (Tafel 1, DGK; I 1 Straßen).
1445 Veestraten (HSTAD Uedem St. Spiritus 2) = 1831/32 Viehstrasse und heute (Tafel 1, Grundriß u. DGK)
1734 Lohestraße (HSTAD Kleve Gerichte 796) = 1831/32 Lohstrasse (Tafel 1, Grundriß)
1734 sowie 1831/32 und heute Mosterstraße (HSTAD Kleve Gerichte 796; Tafel 1, Grundriß u. DGK)
1734 sowie 1831/32 und heute Mühlenstraße (HSTAD Kleve Gerichte 796; Tafel 1, Grundriß u. DGK)
1796 Armensteeg (Chronik Peltzer) = 1831/32 Armenstrasse (Tafel 1, Grundriß) = heute Augustinerstraße (Tafel 1, DGK)
1831/32 und heute Neustrasse (Tafel 1, Grundriß u. DGK)
1831/32 Wallstrasse (Tafel 1, Grundriß) = heute Burgwall (Tafel 1, DGK)
1851 Lindenstraße = Straße hinter der Mauer als Verbindung zwischen Loh- und Mosterttor (HSTAD Dep. Uedem XII 14)
1861 Kirchsträßchen (ebd.) = heute St. Laurentius-Straße (Tafel 1, DGK)
Straßen extra muros vgl. I 1.
2. 5 Plätze
1369 Markt (W. Börsting, Das Diözesanarchiv Münster, 1937, S. 49; R. Scholten, Die Stadt Cleve, 1879, S. 326f., Anm. 2). Zur Ansicht des Marktplatzes Mitte des XVIII. Jh. vgl. Jan de Beijer (Tafel 5)
Luftbild Uedem 1997, Zusammensetzung der Orthobilder Uedem und Uedem-Süd. (Landesvermessungsamt NRW)
2. 5 Gebäude
1563 raithuyß (BAM StiXA Einzelne Pfarren Nr. 87) = (1682) domus civica, wo auch das Pfarrarchiv aufbewahrt wird (ebd. A 46; IV 11), nach dem Brand von 1685 neu errichtet, wird 1791/93 als sehr verfallen bezeichnet, soll auf Anweisung der Regierung repariert, und darin sollen Akzisekontor und Kornwaage eingerichtet werden (HSTAD Kleve Kammer Be 1040-42). 1824 ist das Gebäude erneut verfallen (ebd. Dep. Uedem IV 9)
1714 werden als öffentliche Gebäude außer dem Rathaus die Kornwaage, Wachthäuser und die 4 Stadttore genannt (ebd. Kleve Kammer Be 698)
1838 wird ein Haus am Marktplatz als neues Gemeindehaus erworben; 1846 Abbruch des alten Rathauses und Neubau eines Spritzenhauses mit Wacht- und Arrestlokal (ebd. Reg. Düsseldorf 1150; II 6)
1945 Zerstörung des Rathauses; als Verwaltungssitz dient zunächst die katholische Volksschule an der Kervenheimer Straße, ab 1949 Behelfsrathaus Lohstraße 39 eingerichtet (GaU unverzeichnete Akt), 1956-58 Neubau des Rathauses (II 2)
2. 6 Rechtsdenkmäler
1770 dient als Zivilgefängnis die (nicht verschließbare) Küche, durch die man im Rathaus in die Ratsstube kommt (HSTAD Xanten Kreisregistratur 1168), 1824 Arrestlokal im Gemeindehaus (Chronik Peltzer)
1846 Neubau des Rathauses, u. a. mit Arrestlokal (II 5 Gebäude)
2. 7 Größe des umwehrten Areals
Nord-Süd- und West-Ost-Ausdehnung: 312,5 bzw. 345 m; die Fläche intra muros beträgt 8,6 ha
Topographische Karte Uedem 1999, im Verhältnis 1 : 25 000, Zusammensetzung der Blätter 4203 Kalkar und 4303 Uedem der Topographischen Karte, im Verhältnis 1 : 25 000. (Landesvermessungsamt NRW)
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Wensky, Margret, Rheinischer Städteatlas Uedem. Teil 2: Topographie, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Orte-und-Raeume/rheinischer-staedteatlas-uedem.-teil-2-topographie/DE-2086/lido/5fb54116598112.16918595 (abgerufen am 12.05.2026)
Veröffentlicht am 24.03.2026, zuletzt geändert am 14.04.2026