Heinrich Foelix

Maler (1732-1803)

Denise Steger (Linz am Rhein)

Heinrich Foelix, Selbstporträt, um 1800. (Mittelrhein-Museum Koblenz / CC BY-NC-SA 4.0)

Hein­rich Foelix war ein kur­trie­ri­scher Hof­ma­ler in Ko­blenz-Eh­ren­breit­stein, des­sen feu­da­le Re­prä­sen­ta­ti­ons­por­träts in der zwei­ten Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts an­ge­sichts des kul­tu­rel­len und po­li­ti­schen Wan­dels zum letz­ten Mal die hö­fi­sche Welt des An­ci­en Ré­gime im Rhein­land spie­geln.

Hein­rich Foelix wur­de 1732 ver­mut­lich in Pfaf­fen­dorf oder im Neu­en­dörf­chen bei Eh­ren­breit­stein als Sohn von Jo­hann Con­rad Foelix (1682-1763), seit 1730 kur­trie­ri­scher Amts­bo­te, und des­sen Frau Ve­ro­ni­ka (1696-1771) ge­bo­ren.

Mit 23 Jah­ren ist er im Dienst des Kur­fürs­ten Franz Ge­org von Schön­born am Hof in Eh­ren­breit­stein nach­weis­bar. Für den Kur­fürs­ten führ­te er wie­der­holt Por­trät­auf­trä­ge durch. Hier­zu ge­hört vor al­lem das 1755 ge­schaf­fe­ne, mit 2,80 x 1,80 m über­le­bens­gro­ße Re­prä­sen­ta­ti­ons­bild­nis des fül­li­gen Kur­fürs­ten, das heu­te im Rats­saal des Ko­blen­zer Rat­hau­ses prangt. Wo Foelix sei­ne Aus­bil­dung er­hielt, ist nicht be­kannt. Der Nach­fol­ger Schön­borns, Kur­fürst Jo­hann Phil­ipp von Wal­der­dorff, för­der­te kurz nach sei­nem Amts­an­tritt am 17.12.1756 den Ma­ler, in­dem er ihm ei­ne Aus­bil­dungs­rei­se nach Pa­ris fi­nan­zier­te. Noch im glei­chen Jahr, wohl noch vor sei­ner Ab­rei­se, schuf Foelix gleich meh­re­re Por­träts des neu­en Kur­fürs­ten. 1758 war Foelix wie­der am Hof von Eh­ren­breit­stein tä­tig, doch erst 1775 er­hielt er den Ti­tel ei­nes Hof­ma­lers (pic­tor au­li­cus).

 

Am 4.4.1769 hei­ra­te­te Hein­rich Foelix Eva Mar­ga­re­tha An­schu­ez (1739-1814), Toch­ter von Franz Cas­par An­schu­ez (1709-1795) und des­sen Ehe­frau Mar­ga­re­tha (1713-1795). Franz Cas­par An­schu­ez stamm­te aus Dres­den, wo er ei­ne Aus­bil­dung an der dor­ti­gen Mu­sik­aka­de­mie ab­sol­viert hat­te. 1742 sie­del­te die Fa­mi­lie nach Eh­ren­breit­stein über. Hier nahm An­schu­ez ei­ne Stel­le als Trom­pe­ter, Mu­sik­leh­rer und Kla­vier­stim­mer am Ho­fe war. Nach­dem Kur­fürst Jo­hann Phil­ipp von Wal­der­dorff die Schloss­ka­pel­le der Phil­ipps­burg mit ei­ner Or­gel aus­ge­stat­tet hat­te, wur­de ihm zu­sätz­lich die Auf­ga­be ei­nes Hof­or­ga­nis­ten über­tra­gen; un­ter Kur­fürs­t Cle­mens Wen­zes­laus war er zu­dem als Ak­tu­ar der Wit­wen- und Wai­sen­kas­se tä­tig und er­hielt 1791 den Ti­tel ei­nes Re­gie­rungs­kanz­lis­ten.

Die Toch­ter Eva Mar­ga­re­tha soll ein Wun­der­kind ge­we­sen sein und wur­de be­reits mit zwölf Jah­ren, ab dem 1.7.1751, als Hof­sän­ge­rin in Eh­ren­breit­stein in den Rech­nungs­bü­chern ge­führt. 1757, im glei­chen Jahr als Hein­rich Foelix in Pa­ris weil­te, wur­de sie auf Kos­ten des Kur­fürs­ten zur wei­te­ren Aus­bil­dung ih­rer Stim­me nach Mann­heim ge­schickt. Seit dem 1.8.1758 er­hielt sie als Mit­glied der Hof­ka­pel­le, der sie bis zum En­de des Kur­staa­tes 1794 an­ge­hör­te, ein Jah­res­ge­halt von 100 Ta­lern; in den Hof­ka­len­dern 1760-1782 wird sie an ers­ter Stel­le ge­nannt.

Aus der Künst­ler­ehe gin­gen zehn Kin­der her­vor; der 1781 ge­bo­re­ner Sohn Ja­nu­a­ri­us stand un­ter der Pa­ten­schaft des kur­trie­ri­schen Hof­ma­ler­s Ja­nu­a­ri­us Zick, der seit et­wa 1760 in Eh­ren­breit­stein leb­te und Hein­rich Foelix´ Leh­rer und Freund war. Zu­sam­men mit Zick war Foelix an der Aus­stat­tung des kur­fürst­li­chen Jagd- und Lust­schlos­ses in En­gers be­tei­ligt. Wäh­rend Ja­nu­a­ri­us Zick die De­cken- und Wand­fres­ken des re­prä­sen­ta­ti­ven „Dia­na­saal­s“ er­stell­te, mal­te Foelix 1760-1762 ei­nen Zy­klus von sechs Öl­ge­mäl­den mit Jagd­mo­ti­ven, die ur­sprüng­lich zwi­schen den Tü­ren und Fens­tern plat­ziert wa­ren und heu­te durch Spie­gel er­setzt sind.

Die re­prä­sen­ta­ti­ven Bild­nis­se der Kur­fürs­ten und ho­hen Wür­den­trä­ger, die Hein­rich Foelix auf­trags­mä­ßig mal­te, fol­gen ei­nem na­he­zu ste­reo­ty­pen Sche­ma, des­sen Ur­sprün­ge in der fran­zö­si­schen Por­trät­ma­le­rei am Ho­fe des Son­nen­kö­nigs, zum Bei­spiel in dem 1701 voll­ende­ten Bild­nis Lud­wigs XIV. (Re­gie­rungs­zeit 1643-1715) von Hya­c­in­the Ri­gaud (1659-1747) lie­gen und bis zu Ge­org Des­ma­rées Bild­nis de­s Cle­mens Au­gust, Erz­bi­schof und Kur­fürst von Köln, auf Schloss Brühl aus dem Jahr 1746 rei­chen. Die Ma­le­rei ist hier das vor­dring­li­che Me­di­um, die in Re­de ste­hen­de Per­son als Herr­scher in sei­ner Amts­wür­de in der hö­fi­schen Öf­fent­lich­keit dar­zu­stel­len. Foelix´ ganz­fi­gu­ri­ge Por­träts des Kur­fürs­ten Franz Ge­org von Schön­born aus dem Jahr 1755 und das des Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen aus dem Jahr 1789 sind na­he­zu iden­tisch: Der Kur­fürst, an­nä­hernd im Zen­trum des Bil­des, in leich­ter Drei­vier­tel­dre­hung, dem Be­trach­ter zu­ge­wandt, aber ihn nicht an­schau­end, im Kon­tra­post, das rech­te Bein vor­ge­stellt, den ro­ten, her­me­lin­be­setz­ten Man­tel mit der rech­ten Hand leicht hoch­ge­rafft, wäh­rend die lin­ke sich auf die auf ei­nem Tisch ab­ge­leg­te Müt­ze stützt – In­si­gni­en für das Amt des Kur­fürs­ten, wäh­rend das präch­ti­ge sil­ber­ne Pek­to­ral­kreuz, Mi­tra und Pal­li­um ihn als Mann Got­tes aus­wei­sen. Dra­ma­tisch ge­schwun­ge­ne Dra­pe­ri­en aus ed­len Stof­fen, Säu­len, Arm­ses­sel und Kon­sol­ti­sche bil­den die Re­qui­si­ten für die Prä­sen­ta­ti­on der Macht. Ein wei­te­res 1789 ent­stan­de­nes Herr­scher­por­trät von Cle­mens Wen­zes­laus, an­läss­lich der Ver­le­gung der Re­si­denz von Eh­ren­breit­stein nach Ko­blenz, zeigt im Hin­ter­grund des Bil­des die Pro­jek­ti­on des neu­en Schlos­ses, das erst 1792 fer­tig ge­stellt wur­de. Stolz ver­weist der Kur­fürst mit der Ges­te sei­nes rech­ten Arms auf den Pracht­bau, der als ers­ter Bau des Früh­klas­si­zis­mus im Rhein­land gilt.

Clemens Wenzeslaus von Sachsen, Gemälde von Heinrich Foelix (1757-1821), um 1776, Original in der Domschatzkammer Essen.

 

Die Brust­bild­nis­se der Kur­fürs­ten, in zahl­rei­chen Va­ri­an­ten im­mer wie­der pro­du­ziert, dien­ten für die Aus­stat­tung der zahl­rei­chen Schlös­ser und Amts­stu­ben. Häu­fig an­zu­tref­fen ist auch, als Pen­dant zu Cle­mens Wen­zes­laus, das Bild­nis sei­ner Schwes­ter, Für­stäb­tis­sin Ma­ria Ku­ni­gun­de von Sach­sen, die als stol­ze Frau mit hoch­auf­ge­steck­ter Lo­cken­fri­sur, sei­de­nem Schlei­er und pelz­be­setz­tem, ge­streif­ten Kos­tüm wie­der­ge­ge­ben ist. Der Pro­to­typ ist ein (heu­te ver­lo­re­nes) Por­trät des Dres­de­ner Ma­lers An­ton Graff (1736-1813) aus dem Jahr 1769, das für das Kur­fürs­ten­tum Trier, un­ter an­de­rem auch von Foelix mehr­fach ko­piert wur­de. Nach­dem Ku­ni­gun­des Hei­rats­plä­ne mit Erz­her­zog Jo­seph von Ös­ter­reich (1741-1790, Sohn der Kai­se­rin Ma­ria The­re­sia (Re­gie­rungs­zeit 1740/45-1780), fehl­ge­schla­gen wa­ren, an­geb­lich, weil sie „von er­staun­li­cher Häss­lich­keit“ ge­we­sen sein soll und Ge­rüch­te, sich mit ei­ner jun­gen Ad­li­gen ein­ge­las­sen zu ha­ben kur­sier­ten, aber wohl po­li­ti­sche Ur­sa­chen nä­her la­gen, er­hielt sie 1776 als Ent­schä­di­gung das Amt ei­ner Für­stäb­tis­sin de­s Reichs­stifts Es­sen. Sie re­si­dier­te aber seit 1769 bei ih­rem ein Jahr äl­te­ren Bru­der in Eh­ren­breit­stein, auf den sie gro­ßen Ein­fluss hat­te, und ge­noss den Ruf ei­ner „heim­li­chen Kur­fürstin“ in Ko­blenz. Dem ent­spre­chend schuf Foelix 1774 ein gro­ßes Staats­por­trät der Ku­ni­gun­de, ganz in der Tra­di­ti­on ba­ro­cker Herr­scher­bild­nis­se, das sich heu­te im Trie­rer Mu­se­um Si­me­ons­stift be­fin­det, ein wei­te­res, aus dem Jahr 1776 wird im Es­se­ner Dom­schatz auf­be­wahrt.

Das letz­te Re­prä­sen­ta­ti­ons­bild­nis, das Foelix mal­te, war das des Obers­ten Jo­hann Phil­ipp von Fa­ber (1756-1844) aus dem Jahr 1797. Hat­ten die fran­zö­si­schen Trup­pen un­ter Füh­rung von Ge­ne­ral Mar­ceau (1769-1796) im Ok­to­ber 1794 Ko­blenz ein­ge­nom­men und der Kur­fürst und sein Hof­staat längst die Flucht er­grif­fen, ver­schanz­ten sich auf der Fes­tung Eh­ren­breit­stein un­ter Füh­rung von Oberst Jo­hann Phil­ipp von Fa­ber Trup­pen, die erst 1799 ka­pi­tu­lier­ten. Foelix zeigt den stol­zen Oberst in Uni­form, ne­ben sei­nem Pferd ste­hend, mit wei­sen­der Ges­te auf die Fes­tung Eh­ren­breit­stein und Phil­ipps­burg, de­ren Zer­stö­rung 1801 den end­gül­ti­gen Zu­sam­men­bruch des Kur­staa­tes mar­kier­te. 

Fürstäbtissin Maria Kunigunde von Sachsen, Gemälde von Heinrich Foelix, Öl auf Leinwand, 1776, Original im Essener Domschatz.

 

Ne­ben den zahl­rei­chen Herr­scher­por­träts konn­te Foelix im bür­ger­li­chen Por­trät sei­ne ma­le­ri­schen Qua­li­tä­ten in­di­vi­du­el­ler ein­set­zen. Nicht Un­nah­bar­keit, son­dern Nä­he zeich­nen die­se Bild­nis­se aus, die An­re­gun­gen aus der fran­zö­si­schen Ma­le­rei zum Aus­druck brin­gen, die vor neu­tra­lem Hin­ter­grund dar­ge­stell­te Per­son in den Vor­der­grund zu rü­cken. Zum Bei­spiel das um 1780 da­tier­te Por­trät der Hof­sän­ge­rin Char­lot­te Jo­han­na Bré­vil­ler, ge­bo­re­ne du Fay (1754-1818): Hier ge­lingt es Foelix, die über­zeu­gen­de Er­schei­nung ei­ner rea­len, fein­füh­li­gen Sän­ge­rin dar­zu­stel­len, de­ren At­tri­but, das No­ten­blatt in ih­rer Hand, auf ih­ren Be­ruf ver­weist. Die um 1790 ent­stan­de­nen Bild­nis­se des Ehe­paar Langs cha­rak­te­ri­sie­ren ein­drucks­voll und un­ge­schminkt die Phy­sio­gno­mie der 61-jäh­ri­gen Cla­ra Lang und die des 70-jäh­ri­gen Pe­trus Lang, kur­fürst­li­cher Jä­ger­füh­rer im Re­gi­ment des Ge­ne­rals von Ho­hen­feld. Auch in dem 1786 voll­ende­ten Por­trät des Kur­main­zi­schen Hof­bild­hau­ers Jo­hann Se­bas­ti­an Bar­na­bas Pfaff (1747-1794) wird der Stil des ba­ro­cken Künst­ler­por­träts zu­guns­ten ei­ner in­di­vi­du­el­len Cha­rak­te­ri­sie­rung auf­ge­ge­ben, wäh­rend das 1794 ent­stan­de­ne Bild­nis des Ko­blen­zer Kauf­manns Kan­nen­gie­ßer das neu er­run­ge­ne Selbst­be­wusst­sein ei­nes frei­heit­li­chen Bür­gers spie­gelt.

An re­li­giö­sen Ge­mäl­den sind von Foelix nur we­ni­ge be­kannt, hier­zu ge­hört ei­ne „Ma­ria Mag­da­le­na im Beicht­stuhl“ und ein mo­nu­men­ta­les 2 x 3 Me­ter gro­ßes Al­tar­bild der Ma­ri­en­krö­nung aus dem Jahr 1766. Ur­sprüng­lich stamm­ten bei­de Ge­mäl­de aus der Ko­blen­zer Kar­me­li­ter­kir­che und be­fin­den sich seit 1806 in der Pfarr­kir­che St. Hil­ari­us in El­ler/Mo­sel. Sechs wei­te­re, le­bens­gro­ße Dar­stel­lun­gen der „5 Ge­heim­nis­se des Ro­sen­kran­zes“ und die „An­be­tung der Kö­ni­ge“ be­fin­den sich seit 1996/97 als Dau­er­leih­ga­be in der Ka­tho­li­schen Pfarr­kir­che St. Jo­sef in Stadt­kyll, sie ent­stan­den ver­mut­lich um 1790, wo­bei zwei der Bil­der auch von Ja­nu­a­ri­us Zick stam­men könn­ten.

Mit der Flucht des Kur­fürs­ten und des Adels 1802 und der Er­obe­rung von Ko­blenz durch die fran­zö­si­schen Trup­pen, gin­gen Hein­rich Foelix die wich­tigs­ten Auf­trag­ge­ber ver­lo­ren und sei­ne rund 40-jäh­ri­ge Tä­tig­keit für den Hof war am En­de. Ob­wohl sei­ne Frau Eva noch bis 1794 ein fes­tes Ge­halt be­zog, war es mehr als schwie­rig, die zwölf­köp­fi­ge Fa­mi­lie zu er­näh­ren. In ei­nem Bitt­ge­such von 1784 be­klagt die Hof­sän­ge­rin die Auf­trags­lo­sig­keit ih­res Man­nes und dass es ihr für ih­re Kin­der an Klei­dung und Hei­zung man­ge­le; in ei­nem Kam­mer­pro­to­koll aus dem Jahr 1790 ist ih­re Bit­te um Vor­schuss do­ku­men­tiert und im glei­chen Jahr wird in ei­nem ge­hei­men Kon­fe­renz­pro­to­koll fest­ge­hal­ten, dass Foelix der Wit­we Coe­nen, in de­ren Pa­lais in der Hof­stra­ße in Eh­ren­breit­stein die Fa­mi­lie leb­te, die Mie­te schul­dig ge­blie­ben sei. 1801 muss­te die Fa­mi­lie in die Ko­blen­zer Kas­t­or­gas­se um­zie­hen, die zu den ärms­ten Vier­teln der Stadt ge­hör­te. Zum To­des­tag von Hein­rich Foelix, am 5.4.1803, ver­zeich­net das Fürst­lich Nas­sau­isch-Weil­bur­gi­sche Hof­kam­mer­pro­to­koll vier Ta­ge spä­ter, dass die Wit­we ge­gen­über dem ge­hei­men Rat und Prä­si­den­ten Frei­herrn (Fried­rich Carl Ernst) von Ga­gern (1766-1852) schrei­end und wei­nend um Un­ter­stüt­zung für die Be­er­di­gung ge­be­ten ha­be.

Das er­grei­fen­de Selbst­por­trät, das Hein­rich Foelix um 1800 mal­te, zeigt über­deut­lich den Wan­del von hö­fi­scher Pracht zu tiefs­ter Ar­mut, ei­ne phy­sio­gno­mi­sche Stu­die: Der Blick des Ma­lers, der den Kopf in an Rem­brandt er­in­nern­dem Hell-Dun­kel fron­tal dem Be­trach­ter zu­ge­wen­det hat, re­si­gniert, ei­ner Zeit nach­sin­nend, die auf­ge­hört hat­te, zu exis­tie­ren.

Katharina Dorothea Roentgen, Gemälde von Heinrich Foelix, 1792. (Roentgen-Museum Neuwied)

 

Werke (Auswahl)

Al­le ge­nann­ten Ge­mäl­de sind in Öl/Lein­wand ge­malt.
Um 1755 – Kur­fürst Franz Gre­gor von Schön­born (1682-1756), 280 x 180 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um, Stand­ort: Ko­blenz, Rat­haus, Rats­saal).
1756 – Kur­fürst Jo­hann Phil­ipp von Wal­der­dorff (1701-1768), 42 x 29 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
Um 1756 - Kur­fürst Jo­hann Phil­ipp von Wal­der­dorff, 44,8 x 29 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
1756 – Kur­fürst Jo­hann Phil­ipp von Wal­der­dorff (Rhein­land-Pfalz, Bur­gen, Schlös­ser, Al­ter­tü­mer, Schloss En­gers).
1756 - Kur­fürst Jo­hann Phil­ippp von Wal­der­dorff (Trier, Dom- und Diö­ze­san­mu­se­um).
Um 1758 – Kur­trie­ri­scher Kam­merat Ni­co­laus Cor­den (1712-1761), 77 x 64 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
1759 – Cle­mens Wen­zels­laus von Sach­sen als Deut­schor­dens­rit­ter, 85 x 68 cm, (Rhein­land-Pfalz, Bur­gen, Schlös­ser, Al­ter­tü­mer, Schloss En­gers).
1760 – Grä­fin Frie­de­ri­ca von Wal­der­dorff (1714-1770), jün­ge­re Schwes­ter des Kur­fürs­ten Jo­hann Phil­ipp, 153 x 103 cm (Pri­vat­be­sitz).
1760 - Kur­fürst Jo­hann Phil­ippp von Wal­der­dorff auf der Jagd, be­glei­tet von Frei­herr Franz Lud­wig von Schmitt­burg, Frei­herr Jo­hann Hu­go Ca­si­mir von Kes­sel­statt, Fer­di­nand Frei­herr von Berg, Jo­hann Wil­helm Graf von Sayn-Höhn und Jo­hann Hu­go Frei­herr von Wal­berg, 229 x 154 cm, aus dem sechs­tei­li­gen Jagd­zy­klus für den Dia­na-Saal in Schloss En­gers (Pri­vat­be­sitz).
1760 – Franz Ge­org Carl Frei­herr Boos zu Wal­deck Mont­fort im Jagd­kos­tüm, Ko­blenz, 229 x 154 cm, aus dem sechs­tei­li­gen Jagd­zy­klus für den Dia­na-Saal in Schloss En­gers (Pri­vat­be­sitz).
1764/1765 – Kur­fürst Jo­hann Phil­ipp von Wal­der­dorff zu Pfer­de, 81,5 x 61 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um, Nach­lass Thek­la von Düs­sel­dorf).
1766 – Ma­ri­en­krö­nung, ca. 300 x 200 cm (ur­sprüng­lich Kar­me­li­ter­kir­che Ko­blenz, seit 1806 in El­ler/Mo­sel, Pfarr­kir­che St. Hil­ari­us).
Um 1766 – Bü­ßen­de hl. Ma­ria Mag­da­le­na, 150 x 100 cm (ur­sprüng­lich Kar­me­li­ter­kir­che Ko­blenz, seit 1806 in El­ler/Mo­sel, Pfarr­kir­che St. Hil­ari­us).
Um 1770 – Brust­bild des ju­gend­li­chen Kur­fürs­ten Cle­mens Wen­zes­laus, 39,5 x 30 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
Um 1770 – Ves­ta­lin (Toch­ter des Hof­kanz­lers Münch von Bel­ling­hau­sen), 84,5 x 65 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
Um 1772 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen (Köln, Stadt­mu­se­um).
Um 1772 – Ma­ria Ku­ni­gun­de von Sach­sen (Köln, Stadt­mu­se­um).
Um 1772 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen, 91,5 x 71,5 cm (Pri­vat­be­sitz).
1772/74 – Ma­ria Ku­ni­gun­de von Sach­sen, 92 x 71 cm (Es­sen, Schloss Bor­beck).
1774 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen, 168 x 127 cm (Trier, Stadt­mu­se­um Si­me­on­stift).
1774 - Ma­ria Ku­ni­gun­de von Sach­sen, 168 x 127 cm (Trier, Stadt­mu­se­um Si­me­on­stift).
1775 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen (Trier, Bi­schöf­li­ches Pries­ter­se­mi­nar).
Um 1775 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen (Köln, Stadt­mu­se­um).
Um 1776 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen, 67 x 50 cm (Es­sen, Dom­schatz).
1776 - Ma­ria Ku­ni­gun­de von Sach­sen (Es­sen, Dom­schatz).
1779 – Fried­rich Au­gust I. von Sach­sen, Kö­nig von Po­len (Ver­sailles, Châ­teau).
1780 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zels­laus von Sach­sen (Mün­chen, Re­si­denz-Mu­se­um).
Um 1780 – Hof­sän­ge­rin Char­lot­te Jo­han­na Bré­vil­lier, ge­bo­re­ne du Fay (1754-1818), 82,5 x 63,5 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
Um 1780 – Weih­bi­schof Jo­hann Ni­ko­laus von Hont­heim (Trier, Stadt­mu­se­um Si­me­on­stift).
1782 – Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen (Ell­wan­gen, ehe­mals Pa­last Adel­man).
1785 – Bild­nis ei­nes Ad­li­gen in grü­nem sei­de­nen Schlaf­rock und Pe­rü­cke, 138,5 x 110,5 cm (Pri­vat­be­sitz).
Um 1785/90 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen, Spey­er, His­to­ri­sches Mu­se­um der Pfalz).
Um 1786 – Me­dail­lon­bild­nis des Kur­fürs­ten Cle­mens Wen­zes­laus, 17 x 14 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
1786 – Hof­bild­hau­er Se­bas­ti­an Pfaff (Mainz, Lan­des­mu­se­um).
1786 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen (Trier, Dom und Diö­ze­san­mu­se­um).
1786 - Ma­ria Ku­ni­gun­de von Sach­sen (Trier, Dom- und Diö­ze­san­mu­se­um).
Um 1789 – Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen, 71 x 51,2 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
1789 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus vor dem neu­en Schloss in Ko­blenz, 79 x 55 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
1780er Jah­re - Hein­rich Foelix zu­ge­schrie­ben, Bild­nis ei­nes Mu­si­kers (?), 81 x 67,5 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um). 
Um 1790 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus in schwar­zer Ro­be, 80,5 x 62,5 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
Um 1790 - Für­stäb­tis­sin Ma­ria Ku­ni­gun­de von Sach­sen (1741-1826), 80 x 62 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
1790 – Pe­trus Lang, 70-jäh­ri­ger Füh­rer ei­nes kur­fürst­li­chen Re­gi­ments und Jä­gers beim Ge­ne­ral und spä­te­ren Mi­nis­ter von Ho­hen­feld, 58,5 x 46,5 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
1790 – Cla­ra Lang, 61-jäh­ri­ge Ehe­frau des Pe­trus Lang, ge­bo­re­ne Ba­chem, 58,5 x 46,5 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
Um 1790 - „5 Ge­heim­nis­se des Ro­sen­kran­zes und die „An­be­tung der Kö­ni­ge“, 223 x 151 cm (seit 1996/97 als Dau­er­leih­ga­be in der Ka­tho­li­schen Pfarr­kir­che St. Jo­sef in Stadt­kyll, zwei der Bil­der könn­ten auch von Ja­nu­a­ri­us Zick stam­men).
Um 1792 - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus von Sach­sen zu Pferd, 81,4 x 61 cm (Mün­chen, Re­si­denz-Mu­se­um).
1794 – Bild­nis des Ko­blen­zer Kauf­manns Kan­nen­gie­ßer, 74 x 59 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
1797 – Oberst Jo­hann Phil­ipp von Fa­ber (1758-1844), 70 x 49 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
Um 1800 – Selbst­bild­nis, 58 x 44,7 cm (Ko­blenz, Mit­tel­rhein-Mu­se­um).
Un­da­tiert – Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus, 73 x 63 cm (Ko­blenz, Pri­vat­be­sitz).
Un­da­tiert – Max Franz von Ös­ter­reich, Erz­bi­schof und Kur­fürst von Köln (1756-1801), 69 x 55,5 cm (Pri­vat­be­sitz).
Un­da­tiert - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus, 89 x 72,5 cm (Pri­vat­be­sitz).
Un­da­tiert – Ma­ria Ku­ni­gun­de von Sach­sen, 89 x 72,5 cm (Pri­vat­be­sitz).
Un­da­tiert - Kur­fürst Cle­mens Wen­zes­laus, 85 x 75 cm (Rhein­land-Pfalz, Bur­gen, Schlös­ser, Al­ter­tü­mer, Schloss Bür­res­heim).
Un­da­tiert – Ma­ria Ku­ni­gun­de von Sach­sen, 85 x 75 cm (Rhein­land-Pfalz, Bur­gen, Schlös­ser, Al­ter­tü­mer, Schloss Bür­res­heim). 

Literatur

Heit­mann, Clau­dia, Ma­rio Kramp, Hein­rich Foelix (Eh­ren­breit­stein 173 –1803 Ko­blenz), Wer­ke im Mit­tel­rhein-Mu­se­um Ko­blenz, in: Kramp, Ma­rio (Hg., Ein letz­ter Glanz- Die Ko­blen­zer Re­si­denz des Kur­fürs­ten. Aus­stel­lungs­ka­ta­log zum 200. To­des­jahr des Hof­ma­lers Hein­rich Foelix (1732-1803), Mit­tel­rhein Mu­se­um Ko­blenz, 2003, S. 66-71.
Kramp, Ma­rio (Hg.), Ein letz­ter Glanz- Die Ko­blen­zer Re­si­denz des Kur­fürs­ten. Aus­stel­lungs­ka­ta­log zum 200. To­des­jahr des Hof­ma­lers Hein­rich Foelix (1732-1803). Mit­tel­rhein Mu­se­um Ko­blenz, 2003.
Ta­ver­nier, Lud­wig, Tra­di­ti­on im Um­bruch – Der kur­trie­ri­sche Hof­ma­ler Hein­rich Foelix, in: Kramp, Ma­rio (Hg.), Ein letz­ter Glanz- Die Ko­blen­zer Re­si­denz des Kur­fürs­ten. Aus­stel­lungs­ka­ta­log zum 200. To­des­jahr des Hof­ma­lers Hein­rich Foelix (1732-1803). Mit­tel­rhein Mu­se­um Ko­blenz, 2003, S. 11-20. 

Weihbischof Johann Nikolaus von Hontheim, Ölgemälde, zugeschrieben Heinrich Foelix (1732-1803), um 1765, Original im Stadtmuseum Trier, Foto: Bernhard-Mathias Lutz. (Stadtbibliothek Trier)

 
Zitationshinweis

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Steger, Denise, Heinrich Foelix, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/heinrich-foelix-/DE-2086/lido/5d1363cf74c365.20983047 (abgerufen am 14.11.2019)