Jakob Koenen

Bürgermeister, Politiker, Sportler und Sportfunktionär (1907-1974)

Alexander Olenik (Bonn)

Jakob Koenen als Bürgermeister der Stadt Lippstadt, 12.9.1968, Foto: Walter Nies. (Stadtarchiv Lippstadt)

Ja­kob Koe­nen war lo­kal, re­gio­nal und auf Bun­des­ebe­ne ein Mit­ge­stal­ter des po­li­ti­schen, ge­sell­schaft­li­chen und sport­li­chen Wie­der­auf­baus. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg am­tier­te er über 25 Jah­re lang als Bür­ger­meis­ter von Lipp­stadt; zu­dem ge­hör­te er von 1953 bis 1969 für die SPD dem Deut­schen Bun­des­tag als Par­la­men­ta­ri­er an. Ne­ben sei­nen Äm­tern in Po­li­tik und Ver­wal­tung wirk­te Koe­nen als „Mann des Sports“. Nach dem En­de sei­ner Sport­ler­kar­rie­re eta­blier­te er sich als ho­her Funk­tio­när in ver­schie­de­nen re­gio­na­len und na­tio­na­len Sport­ver­bän­den, dar­un­ter als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Lan­des­sport­bun­des Nord­rhein-West­fa­len und als Prä­si­di­ums­mit­glied des Deut­schen Fuß­ball­bun­des (DFB).

Ja­kob Koe­nen wur­de am 5.6.1907 als Sohn der Ehe­leu­te Jo­hann Ger­hard (1882-1964) und Ida Koe­nen (ge­bo­re­ne Ma­cken­berg, 1890-1979) in Lipp­stadt ge­bo­ren. Sein Va­ter war von Be­ruf Satt­ler und Pols­te­rer. Die Ehe der El­tern wur­de 1922 ge­schie­den. Bei­de hei­ra­te­ten er­neut. Koe­nen war ka­tho­li­scher Kon­fes­si­on. Er ver­ließ um Os­tern 1921 nach vier Jah­ren das Gym­na­si­um in Lipp­stadt und wech­sel­te an die Ge­wer­be­schu­le in Baut­zen/Sach­sen. 1924 ab­sol­vier­te er dort er­folg­reich die Ge­sel­len­prü­fung zum Ta­pe­zie­rer und kehr­te an­schlie­ßend nach West­fa­len zu­rück. Im Au­gust 1930 er­warb Koe­nen sei­nen Meis­ter­brief im Pols­te­rer-Hand­werk in Dort­mund. Am 10.3.1933 hei­ra­te­te er The­re­sia (Thea) Kös­ters (1907-1974), Toch­ter ei­nes Schlos­sers aus Lipp­stadt. Nach­dem er 1932 auf­grund der Wirt­schafts­la­ge ar­beits­los ge­wor­den war, mach­te Koe­nen sich 1933 mit ei­ner ei­ge­nen Pols­te­rei in sei­ner Ge­burts­stadt selbst­stän­dig. Bis Kriegs­be­ginn konn­te die­ser Hand­werks­be­trieb je­des Jahr sei­ne Um­sät­ze stei­gern.

Schon als Ju­gend­li­cher wid­me­te sich Ja­kob Koe­nen dem Rin­gen. Im Sü­den von Lipp­stadt auf­ge­wach­sen, trat Koe­nen früh dem Turn­ver­ein Ger­ma­nia 1901 Lipp­stadt bei. Von der Ger­ma­nia zog es den jun­gen Sport­ler, der als Rin­ger lie­ber Schwer- als Leicht­ath­le­tik be­trei­ben woll­te, zu ei­nem ört­li­chen Ar­bei­ter­sport­ver­ein, des­sen Vor­sitz er so­gar über­nahm. Noch für die Ger­ma­nia wur­de Koe­nen 1926 Gau­meis­ter im Mit­tel­ge­wicht beim Be­zirks­turn­fest des Ost­west­fä­li­schen Turn­gaus in Werl. 1934 er­rang er für die Kraft­sport­ab­tei­lung von Teu­to­nia 08 Lipp­stadt den Be­zirks­meis­ter­ti­tel im Halb­schwer­ge­wicht in Gü­ters­loh.[1] 

Vor 1933 hat­te Koe­nen mit der so­zia­lis­ti­schen Ar­bei­ter­be­we­gung sym­pa­thi­siert. Nach 1945 gab er an, bei den letz­ten Reichs­tags­wah­len der Wei­ma­rer Re­pu­blik für die SPD bzw. die KPD ge­stimmt zu ha­ben. Um der Zer­schla­gung und der Be­schlag­nah­me der Sport­ge­rä­te zu ent­ge­hen, schloss sich der Lipp­städ­ter Ar­bei­ter­sport­ver­ein un­ter Koe­nens Füh­rung nach Re­gie­rungs­an­tritt der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten Teu­to­nia 08 Lipp­stadt als neue Ab­tei­lung an. In­fol­ge­des­sen fun­gier­te er für die­sen Ver­ein von 1933 bis 1945 als Fach­wart im NS-Reichs­bund für Lei­bes­übun­gen. Ab 1940 wur­de Koe­nen als Sol­dat (spä­ter Un­ter­of­fi­zier) über­wie­gend im Luft­schutz ein­ge­setzt. Von Sep­tem­ber 1944 bis Ja­nu­ar 1945 war er kurz­zei­tig im Front­ein­satz in Kur­land (heu­te Lett­land). Sei­ne Ein­heit scheint An­fang 1945 aus dem so­ge­nann­ten Kur­land-Kes­sel eva­ku­iert wor­den zu sein. Im Ent­na­zi­fi­zie­rungs­ver­fah­ren wur­de Koe­nen ein­stim­mig in die Ka­te­go­rie V (ent­las­tet) ein­ge­stuft und als po­li­tisch gut trag­bar klas­si­fi­ziert.

Nach Kriegs­en­de be­gann Ja­kob Koe­nens ra­san­te po­li­ti­sche Kar­rie­re, die ihn für fast 30 Jah­re zum Mit­ent­schei­der auf kom­mu­na­ler, bun­des- und ver­bands­po­li­ti­scher Ebe­ne wer­den ließ. Aus­gangs­punkt war sei­ne Wahl zum Bür­ger­meis­ter der Stadt Lipp­stadt 1948. Ei­ne da­mals un­ge­wöhn­li­che Ko­ali­ti­on aus Frei- und So­zi­al­de­mo­kra­ten (un­ter To­le­rie­rung der Zen­trums­par­tei) ver­half Koe­nen am 9.11.1948 ins Amt. Die Rol­le des Bür­ger­meis­ters war un­ter der von den Bri­ten 1946 re­vi­dier­ten Deut­schen Ge­mein­de­ord­nung ge­prägt durch die Tren­nung von Po­li­tik und Ver­wal­tung in Form der kom­mu­na­len Dop­pel­spit­ze. Der Bür­ger­meis­ter war eh­ren­amt­lich tä­tig und Vor­sit­zen­der des Stadt­rats. Ein haupt­amt­li­cher Stadt­di­rek­tor lei­te­te die Ver­wal­tungs­ge­schäf­te. In Lipp­stadt wa­ren das in Koe­nens Amts­zeit Franz Har­ren­kamp (ge­bo­ren 1894) und ab 1958 Fried­rich Wil­helm Her­haus (1927-2014). Her­haus – wie sein Vor­gän­ger par­tei­los – wur­de von Koe­nen ge­schätzt. Als Bür­ger­meis­ter ge­lang es Koe­nen, rhe­to­risch be­gabt und auf ein­neh­men­de Wei­se, die Stadt­di­rek­to­ren wie auch die Kom­mu­nal­po­li­ti­ker für sei­ne Pro­jek­te zu ge­win­nen.

Koe­nen wur­de bei den Bür­ger­meis­ter­wah­len von 1952 bis 1969 je­weils im Amt be­stä­tigt. Mit dem Er­rin­gen der ab­so­lu­ten Mehr­heit für die SPD bei den Kom­mu­nal­wah­len 1964 mit ihm als Spit­zen­kan­di­dat hat­te Koe­nen den Hö­he­punkt sei­nes kom­mu­nal­po­li­ti­schen Wir­kens er­reicht. Be­reits 1956 wur­den die So­zi­al­de­mo­kra­ten stärks­te Kraft im Stadt­rat. Koe­nen galt vie­len in Lipp­stadt als Prot­ago­nist der Wie­der­auf­bau­jahr­zehn­te, dem ei­ne „Re­nais­sance der Selbst­ver­wal­tun­g“ ge­lun­gen war. Der er­folg­rei­che de­mo­kra­ti­sche Neu­be­ginn vor Ort war ver­bun­den mit ei­nem Aus­bau der städ­ti­schen In­fra­struk­tur. Zu­nächst ging es je­doch auch in Lipp­stadt um die Be­wäl­ti­gung der Kriegs­fol­gen, ins­be­son­de­re der Woh­nungs­not. Auch um den Zu­zug von Flücht­lin­gen und Ver­trie­be­nen zu be­wäl­ti­gen, grün­de­te die Stadt 1951 die Ge­mein­nüt­zi­ge Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft Lipp­stadt als Er­gän­zung zum pri­va­ten und ge­nos­sen­schaft­li­chen An­ge­bot. Der wirt­schaft­li­che Auf­schwung in den 1950er Jah­ren bot hier­für gu­te Vor­aus­set­zun­gen. So pro­fi­tier­ten et­wa die orts­an­säs­si­gen Leucht­stoff­her­stel­ler, die ins­be­son­de­re der Au­to­mo­bil­in­dus­trie als Zu­lie­fe­rer dien­ten. Un­ter Koe­nen er­leb­te die Kreis­stadt ei­ne „nach­ho­len­de Ur­ba­ni­sie­run­g“: Ver­bun­den mit per­sön­li­chem En­ga­ge­ment und un­ter Ein­satz sei­ner Po­pu­la­ri­tät konn­te er meh­re­re Gro­ß­pro­jek­te um­set­zen (Hal­len­bad 1958, Stadt­thea­ter 1973 des Bo­natz-Schü­lers Ger­hard Graub­ner (1899-1970)). In Koe­nens Amts­zeit fiel auch die An­sied­lung der Bun­des­wehr in der Lip­per­land-Ka­ser­ne (1957).

Ja­kob Koe­nen ge­hör­te von 1953 bis 1969 über die Re­ser­ve­lis­te der Lan­des­par­tei dem Deut­schen Bun­des­tag an. An­hand der Frak­ti­ons­pro­to­kol­le der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on aus der 2. bis 5. Wahl­pe­ri­ode lässt sich Koe­nen nicht als ak­ti­ver Bun­des­po­li­ti­ker be­schrei­ben. Er ver­trat die SPD zwar in ei­ni­gen Par­la­ments­aus­schüs­sen, ist aber als „Hin­ter­bänk­ler“ zu kenn­zeich­nen. Die Über­nah­me von Äm­tern war durch sein kom­mu­nal- und sport­po­li­ti­sches Pro­fil be­stimmt: So war Koe­nen in sei­ner letz­ten Le­gis­la­tur­pe­ri­ode Mit­glied des Aus­schus­ses für Kom­mu­nal­po­li­tik, Raum­ord­nung, Städ­te­bau und Woh­nungs­we­sen so­wie des Aus­schus­ses für Fa­mi­li­en- und Ju­gend­fra­gen. Ei­nen Sport­aus­schuss gab es erst nach Koe­nens Aus­schei­den aus dem Bun­des­tag. Die Kon­tak­te, die der Lipp­städ­ter Ab­ge­ord­ne­te in die Bun­des­re­gie­rung und die Bon­ner Mi­nis­te­ri­en knüpf­te, konn­te er zum Vor­teil sei­ner Stadt ein­set­zen (et­wa beim Bau der Orts­um­ge­hung der Bun­des­stra­ße B55). In­ner­halb der Frak­ti­on nahm Koe­nen wäh­rend der Re­gie­rungs­kri­se 1966 früh­zei­tig Stel­lung für ein Bünd­nis mit der FDP.[2] Von Be­ginn an trat Koe­nen im Deut­schen Bun­des­tag als Sport­po­li­ti­ker auf; et­wa in den Haus­halts­de­bat­ten.

Eng ver­bun­den mit sei­nen po­li­ti­schen Äm­tern ist Ja­kob Koe­nens En­ga­ge­ment im Sport. Der Sport, vor al­lem die Mann­schafts­wett­be­wer­be, hat­ten für ihn als Sport­po­li­ti­ker und -funk­tio­när ei­nen staats­po­li­ti­schen Wert. Ne­ben dem Leis­tungs- und Ge­sund­heits­as­pekt be­saß der Sport für Koe­nen im Hin­blick auf ein po­si­ti­ves Zu­sam­men­le­ben in der Ge­sell­schaft ei­ne er­zie­he­ri­sche Funk­ti­on.[3] Am 22.9.1945 über­nahm er den Vor­sitz des Lipp­städ­ter Spiel­ver­eins Teu­to­nia 08 (bis 1950). In den frü­he­ren 1970er Jah­ren ließ er sich er­neut in die­ses Amt wäh­len. Öf­fent­li­che Be­ach­tung fand Koe­nen mit sei­nem Vor­schlag vom 19.7.1973, die ri­va­li­sie­ren­den Fuß­ball­ab­tei­lun­gen der Sport­ver­ei­ne Bo­rus­sia und Teu­to­nia zu fu­sio­nie­ren. Koe­nen er­blick­te in der Ver­ei­ni­gung zum ei­nen ei­ne lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve für die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung des Fuß­balls in Lipp­stadt und zum an­de­ren für die Stamm­ver­ei­ne die Chan­ce, sich auf den Brei­ten­sport und die Ju­gend­ar­beit zu kon­zen­trie­ren.

Auf­bau­end auf sei­nen Äm­tern in Po­li­tik und Ver­eins­sport ent­fal­te­te Ja­kob Koe­nen eben­falls ei­ne Kar­rie­re als Sport­funk­tio­när im Land und im Bund. 1947 wur­de er in den Vor­stand des Fuß­ball­ver­bands West­fa­len ge­wählt, ver­mut­lich über den im No­vem­ber 1945 ge­grün­de­ten Volks­sport­ver­band West­fa­len, des­sen Ver­ei­ne sich kurz dar­auf dem Fuß­ball­ver­band West­fa­len an­schlos­sen. Un­ter Koe­nens Vor­sitz (ab 1951) fu­sio­nier­te der Ver­band mit der Leicht­ath­le­tik 1954 zum Fuß­ball- und Leicht­ath­le­tik-Ver­band West­fa­len (FLVW). Koe­nen bau­te das noch von sei­nem Vor­gän­ger Kon­rad Schme­des­ha­gen (1897-1969) als Ver­bands­sitz er­wor­be­ne Ju­gend­heim in Ka­men-Kai­serau zur Ge­schäfts­stel­le und Sport­schu­le aus. Nach der Ein­wei­hung 1952 wur­den die Ka­pa­zi­tä­ten der An­la­ge suk­zes­si­ve er­wei­tert.

Ja­kob Koe­nen be­trat die Büh­ne des Lan­des­sports 1957 mit sei­ner Kan­di­da­tur für den Vor­sitz des Lan­des­sport­bun­des Nord­rhein-West­fa­len (LSB NRW). Als „Spre­cher der Fuß­bal­ler“ wuss­te er ei­ne ein­fluss­rei­che Grup­pe hin­ter sich, die mit Pe­co Bau­wens bis­her den Vor­sit­zen­den ge­stellt hat­te. Auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung am 27.10.1957 un­ter­lag Koe­nen je­doch in ei­ner Kampf­ab­stim­mung dem nord­rhein-west­fä­li­schen Fi­nanz­mi­nis­ter Wil­li Wey­er mit 92 zu 82 Stim­men. Wey­er galt als Kan­di­dat, „den die ‚üb­ri­gen Fach­ver­bän­de‘“ auf­ge­stellt hat­ten. Koe­nen und Wey­er hat­ten sich je­doch vor­ab ih­re ge­gen­sei­ti­ge per­sön­li­che Wert­schät­zung ver­si­chert und zu­ge­sagt, bei ei­ner Ab­stim­mungs­nie­der­la­ge Stell­ver­tre­ter des je­weils an­de­ren sein zu wol­len. Vor die­sem Hin­ter­grund wähl­ten die De­le­gier­ten Koe­nen an­schlie­ßend zu ei­nem von zwei stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den.[4] Das Amt üb­te Koe­nen bis 1965 aus. Mit sei­nem Pro­fil pass­te er in das Kon­zept Wey­ers, die in den Sport­ver­bän­den vor­han­de­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le in die Orts-, Lan­des- und Bun­des­po­li­tik für den Aus­bau der Sport­in­fra­struk­tur zu nut­zen, oh­ne da­bei zum In­stru­ment der Po­li­tik zu wer­den. Er wur­de ei­ne Fi­gur des Aus­baus der Ak­ti­vi­tä­ten und Struk­tu­ren des LSB NRW.

Bun­des­weit sticht Ja­kob Koe­nens ve­he­men­ter Ein­satz für die Bil­dung der 1963 ge­star­te­ten Fuß­ball-Bun­des­li­ga her­vor. In die­ser Dis­kus­si­on wur­de schon zeit­ge­nös­sisch ho­no­riert, dass er „sehr viel zu ei­nem gu­ten Aus­gleich zwi­schen dem be­zahl­ten und Ama­teur-Fuß­ball bei­ge­steu­ert ha­t“.[5] Auf dem Kon­gress des Deut­schen Fuß­ball-Bun­des (DFB) am 28.7.1962 im Gold­saal der Dort­mun­der West­fa­len­hal­le zähl­te Koe­nen ne­ben dem spä­te­ren DFB-Prä­si­den­ten Her­mann Neu­ber­ger (1919-1992) und dem da­ma­li­gen Bun­des­trai­ner Sepp Her­ber­ger (1897-1977) zu je­nen De­le­gier­ten, die durch ihr Vo­tum die deut­li­che Ent­schei­dung für das wie­der­holt ge­for­der­te ein­glei­si­ge Fuß­ball-Ober­haus bahn­ten. Der Lipp­städ­ter wur­de auf dem Dort­mun­der Tref­fen zu­dem zum Schatz­meis­ter und Prä­si­di­ums­mit­glied des DFB ge­wählt. Das Amt üb­te er bis 1970 aus. Er ver­trat den DFB in die­ser Zeit auch im Fi­nanz­aus­schuss des Deut­schen Sport­bun­des.

 

Koe­nen wur­den mehr­fach ge­ehrt. So er­hielt er un­ter an­de­rem das Gro­ße Ver­dienst­kreuz der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (1968), die Eh­ren­bür­ger­schaft der Stadt Lipp­stadt (1973), die Sport­pla­ket­te des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len (1966) und die Eh­ren­mit­glied­schaft des Ball­spiel­ver­eins Bo­rus­sia 09 e. V. Dort­mund (1966).

Am 16.1.1974 ver­starb Ja­kob Koe­nen un­er­war­tet an Herz­ver­sa­gen. Nur zwei Mo­na­te vor­her, am 10.11.1973 hat­te ihn sei­ne Hei­mat­stadt zum Eh­ren­bür­ger er­nannt. Be­reits kurz nach sei­nem Tod und noch vor der Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft 1974 in Deutsch­land wur­de in Ka­men am Sitz der Ge­schäfts­stel­le des FLVW die Stra­ße nach dem po­pu­lä­ren Sport­funk­tio­när Ja­kob-Koe­nen-Stra­ße be­nannt. In Lipp­stadt ist eben­falls ei­ne Stra­ße nach ihm be­nannt wor­den.

Nachlass

Die amt­li­che Über­lie­fe­rung sei­ner Tä­tig­keit als Bür­ger­meis­ter von Lipp­stadt fin­det sich im Stadt­ar­chiv Lipp­stadt.

Literatur

Brül­le, Karl-Heinz/Lei­mei­er, Wal­ter/Tie­mann, Karl-Heinz/Za­rem­ba, Hans, Ja­kob Koe­nen. Bür­ger­meis­ter – Bun­des­tags­mit­glied – Mann des Sports – Eh­ren­bür­ger (His­to­ri­sches Lipp­stadt, Bd. 38), Lipp­stadt 2024.

Haun­fel­der, Bernd (Hg.), Nord­rhein-West­fa­len Land und Leu­te 1946-2006. Ein bio­gra­phi­sches Hand­buch, Müns­ter 2006, S. 259.

Nachruf auf Jakob Koenen, in: Westfalen-Sport. Zeitschrift des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen, 29. Jg., Nr. 1, 18.1.1974. (Landessportbund Nordrhein-Westfalen)

 
Zitationshinweis

Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Beitrags die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an.

Olenik, Alexander, Jakob Koenen, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/jakob-koenen/DE-2086/lido/6a3253ce41d2d9.52150117 (abgerufen am 20.07.2026)

Veröffentlichung

Veröffentlicht am 01.07.2026, zuletzt geändert am 16.07.2026