Oskar Walzel

Germanist (1864-1944)

Arnulf Krause (Bonn)

Oskar Walzel, undatiert. (ULB Bonn, Porträtsammlung)

Der ös­ter­rei­chi­sche Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­ler pro­fi­lier­te sich als in­no­va­ti­ver Ver­tre­ter der Neue­ren Ger­ma­nis­tik, der sein Fach ei­ner brei­ten Öf­fent­lich­keit und der zeit­ge­nös­si­schen Li­te­ra­tur öff­ne­te. Nach sei­ner Be­ru­fung an die Uni­ver­si­tät Bonn zähl­te er zu den be­kann­tes­ten ger­ma­nis­ti­schen Hoch­schul­leh­rern.

Der am 28.10.1864 in Wien ge­bo­re­ne Os­kar Wal­zel war der Sohn des Kauf­manns und Ge­trei­de­gro­ßhänd­lers Au­gust Franz Jo­seph Wal­zel (1825-1899). Sei­ne Mut­ter Fran­zis­ka Ma­ria Wal­zel, ge­bo­re­ne Krip­pel (1826-1908) war die Toch­ter ei­nes Kürsch­ner­meis­ters. Os­kar Wal­zel hat­te ei­ne äl­te­re Schwes­ter, Eu­ge­nie Er­nes­ti­ne Wal­zel (1862-1943), die mit Au­gust Eu­gen Rit­ter Tro­jan von By­lends­feld ver­hei­ra­tet war. Wal­zel selbst war seit 1894 mit der Ber­li­ner Ban­kier­s­toch­ter Hed­wig Hen­ri­et­te, ge­bo­re­ne Ka­ro (1870-1944) ver­hei­ra­tet. Die Ehe blieb kin­der­los. 

Nach Pri­vat­un­ter­richt und dem Be­such ei­nes Wie­ner Gym­na­si­ums schloss Wal­zel sei­ne Schul­zeit 1883 mit dem Ab­itur ab. Im sel­ben Jahr be­gann er in Wien mit dem Stu­di­um der Ger­ma­nis­tik. Zu sei­nen Leh­rern ge­hör­ten Erich Schmidt (1853-1913), Ri­chard Hein­zel (1838-1905) und Ja­kob Mi­nor (1855-1912); bei letz­te­rem pro­mo­vier­te er 1887 mit ei­ner Ar­beit über Fried­rich Schle­gel („Fried­rich Schle­gels Ab­hand­lung über das Stu­di­um der grie­chi­schen Poe­sie. Ei­ne li­terar­his­to­ri­sche Un­ter­su­chung zur Ge­schich­te der äl­te­ren ro­man­ti­schen Schu­le“). Wäh­rend sei­ner Ber­li­ner Stu­di­en­zeit 1887/1888 be­ein­fluss­te ihn vor al­lem Wil­helm Dil­the­ys (1833-1911) geis­tes­ge­schicht­li­che Leh­re. Von 1888-1893 wirk­te er als Er­zie­her, Pri­vat­leh­rer und Be­glei­ter des spä­te­ren Schrift­stel­lers und Di­plo­ma­ten Leo­pold von An­dri­an (1875-1951), des Soh­nes des Frei­herrn Fer­di­nand von An­dri­an zu Wer­burg. Im Wie­ner Haus des an­ge­se­he­nen Adels­ge­schlechts so­wie in Alt­aus­see im Salz­kam­mer­gut und auf ge­mein­sa­men Rei­sen mit Leo­pold un­ter an­de­rem nach Ve­ne­dig, Me­ran und Niz­za lern­te Os­kar Wal­zel zahl­rei­che Künst­ler, Ge­lehr­te und Po­li­ti­ker ken­nen. Dar­un­ter soll­ten ins­be­son­de­re die Kon­tak­te zu mo­der­nen Schrift­stel­lern wie Hu­go von Hof­manns­thal (1874-1929) für sei­nen wei­te­ren Wer­de­gang von Be­deu­tung sein. Sei­ne an­schlie­ßen­de Tä­tig­keit als Bi­blio­the­kar in der Wie­ner Hof­bi­blio­thek 1893-1894 blieb ei­ne kur­ze Epi­so­de.

Oskar Walzel, vor 1913. (Illustrirte Zeitung, 1912)

 

Wal­zels aka­de­mi­sche Kar­rie­re nahm ih­ren An­fang mit sei­ner Ha­bi­li­ta­ti­on im Som­mer­se­mes­ter 1894 in Wien, die er bei Ja­kob Mi­nor mit ei­nem Kol­lo­qui­ums­vor­trag über „Les­sings Be­griff des Tra­gi­schen“ ab­leg­te. Seit­dem lehr­te er als Pri­vat­do­zent für Deut­sche Phi­lo­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Wien, bis er 1897 ei­nen Ruf nach Bern er­hielt, wo er in der Nach­fol­ge Lud­wig Hir­zels (1838-1897) als or­dent­li­cher Pro­fes­sor für Deut­sche Li­te­ra­tur bis 1907 wirk­te. 1907 bis 1921 lehr­te er als Pro­fes­sor für Li­te­ra­tur- und Kunst­ge­schich­te an der TH Dres­den als Nach­fol­ger Adolf Sterns (1835-1907) und war Di­rek­tor des Li­te­ra­tur­his­to­ri­schen Se­mi­nars. Gleich­zei­tig nahm er ei­nen Lehr­auf­trag an der Aka­de­mie der bil­den­den Küns­te wahr. 1911-1913 war er Vor­stand der All­ge­mei­nen Ab­tei­lung der TH Dres­den. Der als aus­ge­wie­se­ner Ro­man­tik-Fach­mann nach Dres­den Ge­ru­fe­ne ge­wann hier sein prä­gen­des Pro­fil. Da­zu trug sein wis­sen­schaft­li­ches Selbst­ver­ständ­nis bei, das ihn als Mitt­ler zwi­schen Fach­wis­sen­schaft und in­ter­es­sier­ter Öf­fent­lich­keit sah. Wal­zel pu­bli­zier­te zahl­rei­che Bü­cher, Auf­sät­ze und Re­zen­sio­nen, wo­bei er das jour­na­lis­ti­sche Feuille­ton nicht scheu­te und un­ter an­de­rem Bei­trä­ge für den „Kunst­war­t“ und die „Vos­si­schen Zei­tun­g“ schrieb. Als Ver­mitt­ler mo­der­ner Li­te­ra­tur re­fe­rier­te er über Ver­tre­ter des Ex­pres­sio­nis­mus und Franz Kaf­ka. In­so­fern spiel­te er im Kul­tur- und Bil­dungs­le­ben Dres­dens ei­ne pro­mi­nen­te Rol­le. Die Öff­nung zwi­schen den ein­zel­nen geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Fä­chern war ein wei­te­res An­lie­gen Wal­zels; dies gilt ins­be­son­de­re für die For­schun­gen des Kunst­his­to­ri­kers Hein­rich Wölf­f­lin (1864-1945), des­sen „Kunst­ge­schicht­li­che Grund­be­grif­fe“ (1915) Wal­zel in der Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft an­zu­wen­den ver­such­te, aber auch für die Ar­bei­ten Wil­helm Worrin­gers (1881-1865). Wal­zels „Wech­sel­sei­ti­ge Er­hel­lung der Küns­te“ (1917) be­tont die­se kunst­his­to­ri­schen Ein­flüs­se.

1921 folg­te er ei­nem Ruf an die Uni­ver­si­tät Bonn, wo er als Nach­fol­ger Bert­hold Litz­manns (1857-1926) ein Or­di­na­ri­at für Neue­re deut­sche Spra­che und Li­te­ra­tur­ge­schich­te wahr­nahm. War Litz­mann noch über­zeug­ter Schü­ler der po­si­ti­vis­ti­schen Aus­rich­tung im Sin­ne Wil­helm Sche­rers (1841-1886), ver­trat Os­kar Wal­zel ei­ne mehr äs­the­ti­sche, auf die dich­te­ri­sche Form ge­rich­te­te Per­spek­ti­ve. Sei­ne For­schungs­ar­beit fand ei­nen Aus­druck in der Fest­schrift zu sei­nem 60. Ge­burts­tag, „Vom Geis­te neu­er Li­te­ra­tur­for­schun­g“, die 1924 be­zeich­nen­der­wei­se von dem Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­ler und Goe­the-und-Schil­ler-Fach­mann Ju­li­us Wahle (1861-1940) so­wie dem Ro­ma­nis­ten Vic­tor Klem­pe­rer (1881-1960) her­aus­ge­ge­ben wur­de. Im Un­ter­schied zu Dres­den be­schränk­te sich Wal­zel in Bonn über­wie­gend auf den aka­de­mi­schen Be­trieb der Uni­ver­si­tät und ih­res Um­felds. Hier pu­bli­zier­te er ei­ne Rei­he wei­te­rer Ver­öf­fent­li­chun­gen, ins­be­son­de­re die Edi­ti­on des re­nom­mier­ten „Hand­buchs der Li­te­ra­tur­wis­sen­schaf­t“. 1923 er­schien mit dem Band „Ge­halt und Ge­stalt im Kunst­werk des Dich­ter­s“ Wal­zels me­tho­den­kri­ti­sches Haupt­werk. Da­mit fes­tig­te er sei­nen Ruf als ei­ner der be­deu­tends­ten deut­schen Li­te­ra­tur­his­to­ri­ker, der ei­ne Viel­zahl von Stu­die­ren­den an­zog. Zu sei­nen Schü­lern ge­hör­te der Kunst­his­to­ri­ker Hein­rich Lüt­zeler (1902-1988), als Ha­bi­litan­den konn­te er al­ler­dings nur Ben­no von Wie­se vor­wei­sen. Wal­zel ge­noss auch au­ßer­halb Deutsch­lands ho­hes An­se­hen, was sei­ne Auf­se­hen er­re­gen­de Vor­trags­rei­se nach Le­nin­grad und Mos­kau (1928) so­wie 1934 und im fol­gen­den Jahr die Rei­sen nach Eng­land und Ita­li­en be­zeu­gen. Die Uni­ver­si­tä­ten Bel­fast und Gent ver­lie­hen ihm die Eh­ren­dok­tor­wür­de; in Dres­den war er un­ter an­de­rem mit dem Rit­ter­kreuz des Säch­si­schen Ver­dienst­or­dens aus­ge­zeich­net wor­den. Nach sei­ner Eme­ri­tie­rung im März 1933 un­ter­rich­te­te Wal­zel wei­ter, bis ihm am 4.7.1936 der Rek­tor der Uni­ver­si­tät Bonn die Lehr­er­laub­nis ent­zog. Grund da­für bot die Ideo­lo­gie der na­zis­ti­schen Ras­sen­leh­re, der zu­fol­ge Wal­zel mit sei­ner jü­di­schen Ehe­frau in ei­ner „Misch­ehe“ leb­te. Zu­neh­mend wur­de es nun still um ihn, zu­mal be­reits 1934 sei­ne Schwä­ge­rin Eleo­no­re Ka­ro (1878-1934) ge­stor­ben war, die un­ver­hei­ra­tet im Haus des Ehe­paa­res ge­wohnt hat­te.

Für die 1920er Jah­re hob er die Freund­schaft mit dem In­ter­nis­ten und Hoch­schul­leh­rer Karl Hirsch (1870-1930) her­vor. In der Zeit der Iso­la­ti­on und Ver­fe­mung war ihm ins­be­son­de­re Bern­hard Cus­to­dis (1876-1951) ein wich­ti­ger Ge­sprächs­part­ner, der als Pfar­rer von St. Eli­sa­beth in der Bon­ner Süd­stadt Wal­zels Trost im ka­tho­li­schen Glau­ben un­ter­streicht. Hed­wig Hen­ri­et­te Wal­zel wur­de 1944 ins KZ The­re­si­en­stadt ver­schleppt und starb am 21. No­vem­ber die­ses Jah­res. Os­kar Wal­zel kam am 29.12.1944 wäh­rend ei­nes Bom­ben­an­griffs in sei­nem Haus in der Reu­ter­stra­ße 114 in Bonn ums Le­ben. Er wur­de am 11.1.1945 auf dem Bon­ner Süd­fried­hof bei­ge­setzt. 1952 er­hielt er ein Eh­ren­grab der Stadt Bonn. Die TU Dres­den ge­denkt sei­ner durch die Ver­ga­be des Os­kar-Wal­zel-Prei­ses. In Bonn er­in­nert die Os­kar-Wal­zel-Stra­ße an den gro­ßen Ger­ma­nis­ten.

For­schend wie leh­rend wid­me­te sich Os­kar Wal­zel der deut­schen Li­te­ra­tur des 18. und 19. Jahr­hun­derts, wo­bei sei­ne Schwer­punk­te von Les­sing, Goe­the, Schil­ler über Ro­man­ti­ker wie No­va­lis und Fried­rich Schle­gel zu Hei­ne so­wie Na­tu­ra­lis­mus und Im­pres­sio­nis­mus reich­ten. Her­vor­zu­he­ben is­t  sei­ne Auf­merk­sam­keit für zeit­ge­nös­si­sche Au­to­ren wie Franz Kaf­ka, Ger­hart Haupt­mann, Ri­car­da Huch, Hen­rik Ib­sen und Schrift­stel­ler des Ex­pres­sio­nis­mus. Mit sei­nen Pu­bli­ka­tio­nen zur Ide­en­ge­schich­te und Ge­stalt­theo­rie ver­trat er ei­ne geis­tes­ge­schicht­lich ori­en­tier­te Ger­ma­nis­tik, die den Po­si­ti­vis­mus des 19. Jahr­hun­derts über­wand. Wal­zel be­trieb ei­ne syn­the­ti­sche Li­te­ra­tur­for­schung, die sich ei­ner Ge­samt­schau öff­nen woll­te und ih­ren Blick auch auf bil­den­de Küns­te und Mu­sik rich­te­te. Sei­ne theo­re­tisch an­spruchs­vol­len Schlüs­sel­be­grif­fe Ge­halt und Ge­stalt fan­den in der For­schung nicht im­mer Re­so­nanz. Die Ver­glei­chen­de Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft so­wie mo­der­ne For­schungs­an­sät­ze um „For­m“ als geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Grund­be­griff grei­fen je­doch auf Os­kar Wal­zels Er­geb­nis­se zu­rück.

Nachlass

Sein Teil­nach­lass be­fin­det sich in der ULB Bonn https-blank://www.ulb.uni-bonn.de/de/samm­lun­gen/nach­la­es­se/wal­zel-os­kar.

Werke (Auswahl)

(Hg.), Fried­rich Schle­gels Brie­fe an sei­nen Bru­der Au­gust Wil­helm, Ber­lin 1890.
(Hg.), Adel­bert von Cha­mis­so. Wer­ke,. Stutt­gart 1892.
Von 1870 bis 1900. Strö­mun­gen der neu­es­ten deut­schen Li­te­ra­tur, 1900. 
(Hg.), Zeit­schrif­ten der Ro­man­tik,.1904. 
Deut­sche Ro­man­tik. Ei­ne Skiz­ze, 1908. 
(Hg.), Hei­nes Wer­ke in zehn Bän­den, Leip­zig 1910-1915.
Vom Geis­tes­le­ben des 18. und 19. Jahr­hun­derts. Auf­sät­ze, Leip­zig 1911.
Wech­sel­sei­ti­ge Er­hel­lung der Küns­te. Ein Bei­trag zur Wür­di­gung kunst­ge­schicht­li­cher Be­grif­fe, Ber­lin 1917.
Deut­sche Ro­man­tik, 2 Bän­de, Leip­zig 1918.
Die deut­sche Dich­tung seit Goe­thes Tod, Ber­lin 1919.
(Hg.), Hand­buch der Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft, 1923-1931.
(Hg.), Ge­halt und Ge­stalt im Kunst­werk des Dich­ters, Ber­lin-Neu­ba­bels­berg 1923.
Das Wort­kunst­werk. Mit­tel sei­ner Er­for­schung, Leip­zig 1926.
Wachs­tum und Wan­del. Le­bens­er­in­ne­run­gen, aus dem Nach­lass hg. von Carl End­ers, Ber­lin 1956. 

Festschrift

Vom Geis­te neu­er Li­te­ra­tur­for­schung, hg. von Ju­li­us Wahle und Vic­tor Klem­pe­rer, Wild­park-Pots­dam 1924.

Literatur (Auswahl)

Al­le­mann, Be­da/Tack, Paul, Os­kar Wal­zel, in: Bon­ner Ge­lehr­te. Bei­trä­ge zur Ge­schich­te der Wis­sen­schaf­ten in Bonn. Sprach­wis­sen­schaf­ten, Bonn 1970, S. 124-128.
End­ers, Carl, Os­kar Wal­zel. Per­sön­lich­keit und Werk, in: Zeit­schrift für deut­sche Phi­lo­lo­gie 75 (1956), S. 186-199.
Gos­sens, Pe­ter, Wal­zel, Os­kar Franz, in: Chris­toph Kö­nig (Hg.), In­ter­na­tio­na­les Ger­ma­nis­ten­le­xi­kon 1800-1950, Band 3, Ber­lin/New York 2003, S. 1980-1983.
Na­de­rer, Klaus, Os­kar Wal­zels An­satz ei­ner neu­en Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft, Bonn 1992.
Salm, Pe­ter, Drei Rich­tun­gen der Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft. Sche­rer – Wal­zel – Stai­ger, Tü­bin­gen 1970, S. 37-73.
Schmitz, Wal­ter, Os­kar Wal­zel (1864-1944), in: Kö­nig, Chris­toph/Mül­ler, Hans-Ha­rald/Rö­cke, Wer­ner (Hg.), Wis­sen­schafts­ge­schich­te der Ger­ma­nis­tik in Por­träts. Ber­lin/New York 2000, S. 115-127.  

Oskar Walzel, Zeichung von T. Dorsch, Dresden 1917. (ULB Bonn, NL Walzel II)

 
Zitationshinweis

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Krause, Arnulf, Oskar Walzel, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/oskar-walzel/DE-2086/lido/5e1479953eed48.41338875 (abgerufen am 23.02.2020)