Peter Klöckner

Unternehmer (1863-1940)

Ralf Stremmel (Essen)

Porträtfotografie von Peter Klöckner. (Peter Klöckner-Familienstiftung)

Pe­ter Klöck­ner war ein be­deu­ten­der Un­ter­neh­mer im frü­hen 20. Jahr­hun­dert, des­sen Kar­rie­re vom Kauf­manns­lehr­ling bis zum Kon­zern­herrn führ­te. Sein Na­me lebt in Stif­tun­gen und der von ihm ge­grün­de­ten Fir­ma „Klöck­ner & Co.“ bis heu­te fort, als Per­son ist er je­doch in der Öf­fent­lich­keit weit­ge­hend ver­ges­sen.

Pe­ter Klöck­ner kam am 9.11.1863 in Ko­blenz zur Welt. Das so­zia­le Mi­lieu, in dem er auf­wuchs, war das klei­ne, al­len­falls mit­tel­stän­di­sche rhei­ni­sche Wirt­schafts­bür­ger­tum. Sei­ne Vor­fah­ren vä­ter­li­cher­seits, auch der Va­ter Pe­ter (1834-1904), wa­ren Schiffs­bau­meis­ter und Werft­be­sit­zer in Ko­blenz. Die Mut­ter war die Wirts­toch­ter An­na Ma­ria ge­bo­re­ne Wen­ner (1837-1915). Die Fa­mi­lie war ka­tho­lisch. Kurz vor dem Ab­itur ver­ließ der 18-jäh­ri­ge Pe­ter Klöck­ner das Re­al­gym­na­si­um und be­gann in Ko­blenz ei­ne kauf­män­ni­sche Leh­re bei der füh­ren­den deut­schen Ei­sen­han­dels­fir­ma Carl Spae­ter. Ein­bli­cke in die Pro­duk­ti­on er­hielt er zwi­schen­zeit­lich wäh­rend ei­ner Tä­tig­keit bei der Bur­ba­cher Hüt­te im Saar­land. 1888 ging Klöck­ner als An­ge­stell­ter zur Nie­der­las­sung von Spae­ter in Duis­burg und wur­de dort 1897 Teil­ha­ber. Duis­burg wur­de ihm zwei­te Hei­mat, wo er sich im Grü­nen 1911/1912 das re­prä­sen­ta­ti­ve „Haus Har­ten­fel­s“ er­rich­ten ließ.

Klöck­ners Bran­chen­kennt­nis und sei­ne Netz­wer­ke, ge­paart mit Durch­set­zungs­stär­ke, kauf­män­ni­scher Kom­pe­tenz und in­tel­lek­tu­el­len Fä­hig­kei­ten, prä­des­ti­nier­ten ihn in den 1890er Jah­ren da­zu, das in Schief­la­ge ge­ra­te­ne Ei­sen- und Stahl­werk in (Ha­gen-)Has­pe zu ret­ten. Die be­tei­lig­ten Ban­ken fass­ten Ver­trau­en, und im Auf­trag des Schaaff­hau­sen’schen Bank­ver­eins sa­nier­te Klöck­ner an­schlie­ßend den Loth­rin­ger Hüt­ten­ver­ein, der auch Ze­chen an der Ruhr be­saß. Sa­nie­rung hieß in al­ler Re­gel: Ra­tio­na­li­sie­rung, ef­fi­zi­en­te­re in­ner­be­trieb­li­che Or­ga­ni­sa­ti­on und plan­vol­le Ab­stim­mung von Roh­stof­f­e­in­kauf und Wei­ter­ver­ar­bei­tung, so dass die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten op­ti­mal aus­ge­las­tet wa­ren. Bald nann­te man Klöck­ner, der 1905 den Ti­tel Kom­mer­zi­en­rat ver­lie­hen be­kam, halb be­wun­dernd, halb iro­nisch „Sa­ni­täts­ra­t“. Der ehr­gei­zi­ge Un­ter­neh­mer ver­lor je­doch sei­ne per­sön­li­chen In­ter­es­sen nie aus den Au­gen und si­cher­te sich ent­schei­den­den Ein­fluss in den sa­nier­ten Fir­men. Wie hoch Klöck­ners Be­tei­li­gun­gen wa­ren und wie er die Ge­schäf­te fi­nan­zier­te, ist je­doch noch un­er­forscht. 

Klöck­ners Ziel war ein ver­ti­ka­ler Kon­zern, der von der Roh­stoff­för­de­rung über die Wei­ter­ver­ar­bei­tung bis zum End­pro­dukt al­les in ei­ner Hand ver­ein­te. Des­halb er­warb er noch im Kai­ser­reich zahl­rei­che Be­tei­li­gun­gen, zum Bei­spiel an der Ma­schi­nen­fa­brik Hum­boldt, der Düs­sel­dor­fer Ei­sen- und Draht­in­dus­trie AG oder den Mann­sta­edt-Ei­sen­walz­wer­ken. 1906 grün­de­te er in Duis­burg die Fir­ma „Klöck­ner & Co.“ als Dach­ge­sell­schaft für sei­ne Un­ter­neh­mens­grup­pe. Das Herz­stück bil­de­te – an­ders als bei an­de­ren Ruhr­kon­zer­nen – der Han­del, vor al­lem mit Erz, Roh­ei­sen und Schrott. Nie­der­las­sun­gen wa­ren über ganz Deutsch­land ver­teilt. Das Grund­kon­zept des ver­ti­ka­len Kon­zerns – ge­strickt um den Han­del – ver­folg­te Klöck­ner un­ter wech­seln­den po­li­ti­schen Sys­te­men und pass­te sich neu­en Rah­men­be­din­gun­gen an. 

1913 schätz­te ein In­si­der Klöck­ners jähr­li­ches Ein­kom­men auf 500.000 Mark und sein Ver­mö­gen auf sie­ben bis acht Mil­lio­nen Mark, wo­mit er in der Lis­te der Mil­lio­nä­re in der Rhein­pro­vinz auf Platz 95 ran­gier­te. Po­li­tisch dach­te Klöck­ner na­tio­nal und pu­bli­zier­te im Ers­ten Welt­krieg Vor­schlä­ge ei­nes von Deutsch­land be­herrsch­ten west­eu­ro­päi­schen Wirt­schafts­raums, wäh­rend sei­ne Un­ter­neh­men mas­siv von Rüs­tungs­auf­trä­gen pro­fi­tier­ten. Die Re­vo­lu­ti­on 1918 lehn­te er strikt ab. Nur zwei Ta­ge vor­her war ihm der preu­ßi­sche Eh­ren­ti­tel „Ge­hei­mer Kom­mer­zi­en­ra­t“ ver­lie­hen wor­den.

Durch die deut­sche Nie­der­la­ge im Ers­ten Welt­krieg ver­lor Klöck­ner sei­nen Be­sitz in Loth­rin­gen, kam aber gleich­wohl glimpf­li­cher durch die Wirt­schafts­kri­sen als vie­le Kon­kur­ren­ten, weil der Han­del sta­bi­le Ge­win­ne ab­warf. Hier in­ves­tier­te Klöck­ner wei­ter und grün­de­te 1921 zum Bei­spiel die Klöck­ner Ree­de­rei und Koh­len­han­del GmbH, die ei­ne ei­ge­ne Bin­nen­schiff­fahrts­flot­te be­trieb. Im Han­del ex­pan­dier­te Klöck­ner auch in­ter­na­tio­nal. Nicht zu­letzt dank staat­li­cher Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen für die Loth­rin­ger Wer­ke konn­te er par­al­lel die Mon­tan­ba­sis sei­ner Un­ter­neh­mens­grup­pe wie­der stär­ken, in­dem er sich die Mehr­heit am Os­na­brü­cker Ge­orgs-Ma­ri­en-Berg­werks- und Hüt­ten­ver­ein si­cher­te so­wie Koh­le­berg­wer­ke im Ruhr­ge­biet er­warb. Mit der 1923 ge­grün­de­ten Klöck­ner-Wer­ke AG fass­te er die pro­du­zie­ren­den Be­trie­be un­ter ei­nem Dach zu­sam­men. Bei Klöck­ner & Co. kon­zen­trier­te er die Han­dels­ge­schäf­te. Letzt­lich war Klöck­ner ein Kri­sen­ge­win­ner, auch weil er es ver­stand, Chan­cen auf­zu­spü­ren und zu er­grei­fen – öf­ter in schar­fer Kon­kur­renz zu an­de­ren Un­ter­neh­mern. Zu­dem in­ves­tier­te er früh in In­no­va­tio­nen in der Koh­le­che­mie (Pro­duk­ti­on von syn­the­ti­schem Stick­stoff und Ben­zin). 

Im Zen­trum von Klöck­ners Den­ken stand zeit­le­bens die Wirt­schaft, nicht die Po­li­tik. Un­ter den Gro­ß­in­dus­tri­el­len war er ei­ne Aus­nah­me, weil der gläu­bi­ge Mann der ka­tho­li­schen, re­pu­bliktreu­en Zen­trums­par­tei an­ge­hör­te und die­se auch mit Spen­den un­ter­stütz­te. Sein jün­ge­rer Bru­der Flo­ri­an (1868-1947) spiel­te in der Par­tei als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der ei­ne her­aus­ge­ho­be­ne Rol­le, was dem Un­ter­neh­mer Klöck­ner, der zu­dem 1921-1933 im Preu­ßi­schen Staats­rat saß, ex­zel­len­te Netz­wer­ke bis in die Re­gie­rung si­cher­te. Po­li­tisch war Klöck­ner kein Scharf­ma­cher. Ei­ner­seits poch­te er in in­ner­be­trieb­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen auf sei­nen Vor­rech­ten als Un­ter­neh­mer, an­de­rer­seits lehn­te er den ag­gres­si­ven Kurs vie­ler In­dus­tri­el­ler ge­gen die Ge­werk­schaf­ten ab und be­tei­lig­te sich auch nicht an Aus­sper­run­gen im „Ruh­rei­sen­streit“. Er trat für Frei­han­del und Pri­vat­in­itia­ti­ve ein, kri­ti­sier­te wie sei­ne Stan­des­ge­nos­sen die ih­rer Mei­nung nach zu ho­hen Steu­ern, So­zi­al­las­ten und Löh­ne. Doch ge­gen di­rek­te staat­li­che Hil­fen hat­te Klöck­ner zeit­wei­lig eben­so we­nig ein­zu­wen­den wie ge­gen Ar­beits­zeit­ver­kür­zun­gen.

Seit ih­rer Grün­dung im Ja­nu­ar 1928 ge­hör­te Klöck­ner der „Ruhr­la­de“, ei­nem in­for­mel­len Kreis von zwölf füh­ren­den In­dus­tri­el­len an der Ruhr, an; au­ßer­dem saß er im Prä­si­di­um des Reichs­ver­ban­des der Deut­schen In­dus­trie (1924-1933). Al­ler­dings blieb er in den Ver­bän­den eher Au­ßen­sei­ter, wo­für die Son­der­rol­le sei­nes Kon­zerns zwi­schen Pro­duk­ti­on und Han­del so­wie mit wich­ti­gen Wer­ken au­ßer­halb des Ruhr­ge­biets ur­säch­lich war. An­se­hen ge­noss Klöck­ner un­zwei­fel­haft, ab­les­bar an zahl­rei­chen Man­da­ten in Auf­sichts­or­ga­nen, bei­spiels­wei­se im Ver­wal­tungs­rat der Reichs­bahn (seit 1924), oder an sei­nem Amt als Duis­bur­ger Stadt­ver­ord­ne­ter (1919-1929). 1919 ver­lieh ihm die Tech­ni­sche Hoch­schu­le Aa­chen den Ti­tel Dr.-Ing. eh­ren­hal­ber.

An der Spit­ze ei­ner In­dus­trie­de­le­ga­ti­on reis­te Pe­ter Klöck­ner 1931 in die So­wjet­uni­on, wo sich der ka­pi­ta­lis­ti­sche Gro­ß­un­ter­neh­mer vom kom­mu­nis­ti­schen Sys­tem be­ein­druckt zeig­te: Es „herr­sche Ord­nun­g“ und „die Füh­rer sei­en von au­ßer­or­dent­li­cher En­er­gie“. Ei­ne ge­wis­se po­li­ti­sche Nai­vi­tät ist nicht zu ver­ken­nen, aber öko­no­misch bahn­te die Rei­se Ex­port­ge­schäf­te von zwei Mil­li­ar­den Reichs­mark an, für die Klöck­ner bei der Re­gie­rung in Ber­lin kämpf­te. An den schwe­ren Ver­wer­fun­gen durch die Welt­wirt­schafts­kri­se än­der­te das al­ler­dings nichts. Auch Klöck­ner ent­ließ mas­sen­haft Be­schäf­tig­te und kürz­te Löh­ne.  Nach Adolf Hit­lers (1889-1945) Re­de im Düs­sel­dor­fer In­dus­trie­klub im Ja­nu­ar 1932 soll Klöck­ner ein­dring­lich vor na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ex­pe­ri­men­ten ge­warnt ha­ben. 

Der NS­DAP trat er nie bei, sah die Ein­grif­fe des NS-Staa­tes in die Wirt­schaft mit Sor­ge, fürch­te­te Ent­eig­nun­gen und plä­dier­te nach wie vor für ei­nen frei­en in­ter­na­tio­na­len Han­del. Im De­zem­ber 1933 hat­te er, so Kon­rad Ade­nau­er in ei­nem Brief, sei­nen Op­ti­mis­mus ver­lo­ren. Zum „Wehr­wirt­schafts­füh­rer“ wur­de er nie er­nannt, und of­fen­kun­dig ob­ser­vier­te ihn die Ge­sta­po. An­de­rer­seits leis­te­te Klöck­ner kei­nen er­kenn­ba­ren Wi­der­stand ge­gen das Sys­tem, drück­te statt­des­sen ge­le­gent­lich Be­wun­de­rung für den „Füh­rer“ aus, blieb loy­al zum Staat und ar­ran­gier­te sich, zu­min­dest nach au­ßen.

Die öko­no­mi­sche Si­tua­ti­on hell­te sich auf. Auch der Klöck­ner-Kon­zern pro­fi­tier­te von Rüs­tungs­kon­junk­tur und staat­li­chen Bau­pro­jek­ten. Im Jahr 1938 stan­den die Klöck­ner-Wer­ke, oh­ne den Han­del, mit gut 43.000 Be­schäf­tig­ten auf Rang 15 der deut­schen Un­ter­neh­men. Zum Kon­zern ge­hör­ten Koh­le­ze­chen, Ko­ke­rei­en, Hoch­öfen, Stahl- und Walz­wer­ke, Gie­ße­rei­en, Draht- und Ham­mer­wer­ke, Ma­schi­nen­bau­be­trie­be und man­ches mehr. Der Un­ter­neh­mens­ver­bund war von je­her ver­schach­telt und blieb flui­de. Am Kon­zept, ihn durch den Er­werb wei­te­rer Fir­men lang­fris­tig zu ar­ron­die­ren, hielt Klöck­ner fest. Noch 1938 ent­stand so die Klöck­ner-Hum­boldt-Deutz AG, ein be­deu­ten­der Mo­to­ren- und LKW-Her­stel­ler. Der Ehe­mann sei­ner Stief­toch­ter, Gün­ter Hen­le (1899-1979), be­schreibt Klöck­ner schon rein phy­sisch als „Ach­tung ge­bie­ten­de Er­schei­nun­g“ und star­ke, ge­gen­über Mit­ar­bei­tern auch for­dern­de Per­sön­lich­keit. Klöck­ner war von un­ge­wöhn­li­cher Tat­kraft und - in sei­nen ei­ge­nen Wor­ten - ein un­ver­bes­ser­li­cher Op­ti­mist. Auf­bau und Wei­ter­ent­wick­lung sei­nes Kon­zerns stan­den of­fen­kun­dig im Zen­trum sei­nes Le­bens. Im Be­trieb führ­te er ein stren­ges Re­gi­ment, ap­pel­lier­te an Spar­sam­keit, ach­te­te auf Pünkt­lich­keit, Dis­zi­plin und Fleiß. Als er von ei­ner be­freun­de­ten Bank um Aus­kunft über ei­nen Be­wer­ber ge­be­ten wur­de, ant­wor­te­te Klöck­ner la­ko­nisch: „Der Herr reist bei Ta­ge.“ An­ge­stell­te, die er für Miss­er­fol­ge ver­ant­wort­lich mach­te, muss­ten ge­hen. Als Un­ter­neh­mer zeich­ne­te ihn ein Ge­spür für das Mach­ba­re und ei­ne Wit­te­rung für neue Chan­cen aus. Kri­ti­sche Zeit­ge­nos­sen er­kann­ten al­ler­dings ein Ja­nus­ge­sicht: Klöck­ner ha­be sich schnell vom „rück­sichts­vol­le[n] Kauf­mann zum rück­sichts­lo­sen Ge­walt­men­schen“ wan­deln kön­nen, wenn das zum Er­rei­chen des Ziels ge­eig­ne­ter schien, so der Fa­bri­kant Os­car Funcke (1885-1965).  

Klöck­ners ers­te Ehe mit Lil­ly ge­bo­re­ne Mül­ler (1867-1942), wur­de 1911 ge­schie­den. Aus die­ser Ehe stamm­te ei­ne Toch­ter. Noch 1911 ver­mähl­te er sich mit Han­na Küp­per ge­bo­re­ne Man­ger (1882-1949), die ei­nen Sohn und ei­ne Toch­ter mit in die Ehe brach­te. Da­zu kam bald noch der ge­mein­sa­me Sohn Wal­de­mar (1913-1936). Pri­va­te Pas­sio­nen gal­ten der Jagd. Mit dem rechts­li­be­ra­len Duis­bur­ger Ober­bür­ger­meis­ter Karl Jar­res ver­band ihn ei­ne lang­jäh­ri­ge Freund­schaft.

Pe­ter Klöck­ner starb am 5.10.1940 im Al­ter von 76 Jah­ren in Duis­burg. Wie vie­le Fa­mi­li­en­un­ter­neh­mer woll­te er sein Le­bens­werk er­hal­ten und an kom­men­de Ge­ne­ra­tio­nen wei­ter­ge­ben. Nach dem Un­fall­tod sei­nes Soh­nes mün­de­te die Nach­fol­ge­lö­sung in ein kom­ple­xes Kon­strukt, in des­sen Zen­trum die „Pe­ter Klöck­ner Fa­mi­li­en­stif­tun­g“ stand, die fast al­le An­tei­le an Klöck­ner & Co. so­wie die Kon­trol­le über die Klöck­ner-Wer­ke AG be­saß. Den­noch hing Klöck­ners Er­be an ei­nem sei­de­nen Fa­den, weil die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten den neu­en Un­ter­neh­mens­chef Gün­ter Hen­le ab­lös­ten und die Kon­zern­spit­ze mit wil­li­gen Ge­folgs­leu­ten be­setz­ten. Doch das ist ei­ne neue Ge­schich­te. Ei­ne mo­der­ne Bio­gra­phie die­ses be­deu­ten­den In­dus­tri­el­len und Kauf­manns ist ein De­si­de­rat der For­schung.

Literatur

Gold­beck, Gus­tav, Klöck­ner, Pe­ter, in: Neue Deut­sche Bio­gra­phie 12 (1979), S. 105-107. [On­line]

Klöck­ner & Co. Mi­les­to­nes 1906-2006, Es­sen 2006.

Lun­tow­ski, Gus­tav, Hit­ler und die Her­ren an der Ruhr. Wirt­schafts­macht und Staats­macht im Drit­ten Reich, Frank­furt a. M. [u.a.] 2000.

Mu­the­si­us, Volk­mar, Pe­ter Klöck­ner und sein Werk, Es­sen 1941; 2., durch­ges. u. erg. Auf­la­ge, Es­sen 1959.

Pritz­ko­leit, Kurt, Män­ner Mäch­te Mo­no­po­le. Hin­ter den Tü­ren der west­deut­schen Wirt­schaft, Düs­sel­dorf 1953, S. 89-102.

Pu­dor, Fritz (Be­arb.), Ne­kro­lo­ge aus dem rhei­nisch-west­fä­li­schen In­dus­trie­ge­biet, Jahr­gang 1939-1951, Düs­sel­dorf 1955, S. 33-35.

Rei­chert, Ja­kob, Pe­ter Klöck­ner, in: Rhei­nisch-West­fä­li­sche Wirt­schafts­bio­gra­phi­en, Bd. 7, Müns­ter 1960, S. 85-104.

Weis­brod, Bernd, Schwer­in­dus­trie in der Wei­ma­rer Re­pu­blik. In­ter­es­sen­po­li­tik zwi­schen Sta­bi­li­sie­rung und Kri­se, Wup­per­tal 1978.

 
Zitationshinweis

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Stremmel, Ralf, Peter Klöckner, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/peter-kloeckner/DE-2086/lido/60bf452fd77f66.98214885 (abgerufen am 22.09.2021)