Friedrich-Wilhelm Freiherr von Sell

Jurist und Intendant des WDR (1926-2014)

Birgit Bernard (Köln/Heidelberg)

Portrait Freiherr Friedrich-Wilhelm von Sell, Intendant des WDR von 1976 bis 1985. (Westdeutscher Rundfunk, Historisches Archiv)

Fried­rich-Wil­helm Frei­herr von Sell war Rechts­an­walt, Jus­ti­ti­ar, Ver­wal­tungs- und Fi­nanz­di­rek­tor und schlie­ß­lich Rund­funk­in­ten­dant bei den öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­dern SFB, DLF, WDR und ORB. In sei­ne Amts­zeit als WDR-In­ten­dant fie­len ma­ß­geb­li­che struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen in der Ver­wal­tung des Sen­ders und vor al­lem die so­ge­nann­te „Re­gio­na­li­sie­rung/De­zen­tra­li­sie­run­g“. Da­bei wur­den die Lan­des­stu­di­os und Bü­ros des WDR in NRW auf­ge­wer­tet und in Hör­funk und Fern­se­hen die Re­gio­nal­be­richt­er­stat­tun­gen aus­ge­baut.

Fried­rich-Wil­helm Frei­herr von Sell wur­de am 23.1.1926 in Pots­dam in ei­ne preu­ßi­sche Of­fi­ziers­fa­mi­lie ge­bo­ren. Sein Va­ter, Ul­rich Frei­herr von Sell (1884-1945), wur­de nach ei­ner Bank­leh­re und ei­ner mi­li­tä­ri­schen Aus­bil­dung im Jah­re 1910 im Ran­ge ei­nes Ober­leut­nants Ad­ju­tant des Reichs­kanz­lers Theo­dor von Beth­mann-Holl­weg (1856-1921, Reichs­kanz­ler 1909-1917). Au­ßer­dem fun­gier­te er, der 1917 an der West­front schwer ver­wun­det wur­de, als Flü­ge­l­ad­ju­tant Kai­ser Wil­helms II. (Re­gent­schaft 1888-1918) und ab 1925 als Scha­tull-Ver­wal­ter des Hau­ses Ho­hen­zol­lern. 1941 war er Tes­ta­ments­voll­stre­cker Wil­helms II. Aus der en­gen Ver­bin­dung zum ab­ge­dank­ten deut­schen Kai­ser er­gab sich, dass die­ser 1926 Pa­ten­on­kel von Fried­rich-Wil­helm („Frie-Wi“) wur­de. Von Sells Mut­ter Au­gus­ta von Brau­chitsch (1891-1984) war in ers­ter Ehe mit Erich Frei­herr von Horn­stein-Bie­thin­gen (1882-1914) ver­hei­ra­tet ge­we­sen, der im Ers­ten Welt­krieg ge­fal­len war. Aus die­ser Ehe stamm­te von Sells Halb­schwes­ter, die Ma­le­rin und Do­ku­men­tar­fil­me­rin Eri­ka von Horn­stein (1913-2005), aus der Ehe mit Ul­rich von Sell die 1923 ge­bo­re­ne Schwes­ter Sy­bil­le.

Fried­rich-Wil­helm von Sell wuchs in Ber­lin-Dah­lem auf, wo er ab 1932 ei­nen drei­jäh­ri­gen Pri­vat­un­ter­richt ge­noss. Ab der Quin­ta be­such­te er das alt­sprach­li­che Arndt-Gym­na­si­um in Dah­lem und ab 1942 die Schloss­schu­le Sa­lem am Bo­den­see. Hier leg­te von Sell im März 1944 das Ab­itur ab.

Dem NS-Re­gime stand die Fa­mi­lie von Sell ab­leh­nend ge­gen­über. Sie pfleg­te freund­schaft­li­che Kon­tak­te zur „Be­ken­nen­den Kir­che“ mit den Pfar­rern an der Dah­le­mer St.-An­nen-Kir­che, Mar­tin Nie­m­öl­ler (1892-1984) und Hel­mut Goll­wit­zer (1908-1993). Im Jah­re 1971 hei­ra­te­te von Sells Schwes­ter Si­byl­le Pfar­rer Mar­tin Nie­m­öl­ler. Kon­tak­te zum Wi­der­stand er­ga­ben sich auch durch die Ver­wandt­schaft Au­gus­ta von Sells mit den Brü­dern Wer­ner (1908-1944) und Hans-Bernd von Ha­ef­ten (1905-1944). Ul­rich von Sell ver­füg­te über en­ge Be­zie­hun­gen zum Wi­der­stand in­ner­halb der Mi­li­tä­ri­schen Ab­wehr um Oberst Hans Os­ter (1887-1945) und Ad­mi­ral Wil­helm Ca­na­ris (1887-1945). Im Sze­na­rio der Hit­ler-At­ten­tä­ter für den Neu­auf­bau nach dem 20. Ju­li 1944 war von Sell als Ver­bin­dungs­of­fi­zier im Wehr­kreis IX (Kas­sel) vor­ge­se­hen. Er wur­de kurz nach dem fehl­ge­schla­ge­nen At­ten­tat am 23.7.1944 von der Ge­sta­po ver­haf­tet und be­fand sich bis zum 30.3.1945 in Un­ter­su­chungs­haft in Ber­lin. Am 7.5.1945 wur­de er vom so­wje­ti­schen Ge­heim­dienst NKWD ver­schleppt und starb am 12.11.1945 im so­wje­ti­schen In­ter­nie­rungs­la­ger Jam­litz-Lie­be­ro­se. 1993 wur­de er post­hum durch die Mi­li­tär-Haupt­staats­an­walt­schaft Mos­kau re­ha­bi­li­tiert.

Nach dem Ab­itur wur­de Fried­rich-Wil­helm von Sell im April 1944 als Re­krut in das in Neu­rup­pin sta­tio­nier­te Ar­til­le­rie­re­gi­ment 75 ein­ge­zo­gen. An­fang 1945 er­folg­te die Ver­le­gung sei­nes Re­gi­men­tes nach Jüt­land (Dä­ne­mark). Hier wur­de von Sell im Mai 1945 im Rang ei­nes Un­ter­leut­nants de­mo­bi­li­siert. Von En­de Ju­ni-12.7.1945 be­fand er sich in bri­ti­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft in ei­nem In­ter­nie­rungs­la­ger in Hei­de in Hol­stein. Nach der Ent­las­sung ar­bei­te­te er vier Mo­na­te als Land­ar­bei­ter auf ei­nem hol­stei­ni­schen Guts­hof und kehr­te An­fang No­vem­ber 1945 nach Ber­lin zu­rück.

Da von Sell an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät in Ost­ber­lin kei­ne Im­ma­tri­ku­la­ti­ons­zu­sa­ge er­hielt, nahm er 1946 ein Stu­di­um der Phi­lo­so­phie und Rechts­wis­sen­schaft in der US-Zo­ne an der Uni­ver­si­tät Er­lan­gen auf. 1947 und 1948 führ­ten ihn sechs­wö­chi­ge Sti­pen­di­en­auf­ent­halt in die Ta­gungs­stät­te nach Wil­ton Park (UK) und an die Uni­ver­si­tät Cam­bridge. 1948 wech­sel­te von Sell nach Ber­lin und en­ga­gier­te sich bei der Grün­dung der Frei­en Uni­ver­si­tät (FU), un­ter an­de­rem als Mit­glied des vor­läu­fi­gen All­ge­mei­nen Stu­den­ten­aus­schus­ses (ASTA). An der FU ar­bei­te­te er ne­ben sei­nem Ju­ra­stu­di­um als Hilfs­kraft am In­sti­tut für po­li­ti­sche Wis­sen­schaft bei Karl-Diet­rich Bra­cher (1922-2016).

Am 12.7.1950 leg­te er das Ers­te Ju­ris­ti­sche Staats­ex­amen ab und ab­sol­vier­te sein Re­fe­ren­da­ri­at in der Rechts­an­walts­kanz­lei Ron­ge in Ber­lin so­wie beim Land­rats­amt in Bad Schwal­bach im Tau­nus. Am 24.2.1955 er­hielt er mit dem Zwei­ten Staats­ex­amen die Zu­las­sung als Rechts­an­walt in Ber­lin. Im sel­ben Jahr be­gann sei­ne Rund­funk­tä­tig­keit, zu­nächst von Mai 1955 bis En­de 1960 als Jus­ti­ti­ar beim Sen­der Frei­es Ber­lin (SFB). Von Au­gust 1960 bis En­de 1961 folg­te ein kur­zes In­ter­mez­zo als Pro­ku­rist und Syn­di­kus der „Tre­de­fi­na“ (Treu­hand­ver­wal­tung für das Deutsch-Nie­der­län­di­sche Fi­nanz­ab­kom­men) und der „Deut­schen Kre­dit­ge­sell­schaf­t“ (DE­KA) in Düs­sel­dorf.

 

Zum 1.1.1962 ging von Sell nach Köln zum neu­ge­grün­de­ten Deutsch­land­funk (DLF), des­sen ers­ter Jus­ti­ti­ar und Ver­wal­tungs­di­rek­tor er wur­de. Zum 1.5.1971 er­folg­te der Wech­sel als Ver­wal­tungs­di­rek­tor zu­m West­deut­schen Rund­funk. In die­ser Ei­gen­schaft war von Sell, der 1969 in die SPD ein­ge­tre­ten war, zu­gleich Stell­ver­tre­ter des In­ten­dan­ten Klaus von Bis­marck. Am 6.10.1975 wur­de von Sell im Ver­wal­tungs­rat ge­gen die Stim­men der CDU-Mit­glie­der, die die Kan­di­da­tur des spä­te­ren ZDF-In­ten­dan­ten Die­ter Stol­te (ge­bo­ren 1934) fa­vo­ri­sier­ten, mit vier zu drei Stim­men zum In­ten­dan­ten ge­wählt und am 17. Ok­to­ber im Rund­funk­rat mit der knap­pen Mehr­heit von elf zu neun Stim­men und ei­ner Stimm­ent­hal­tung be­stä­tigt. Am 1.4.1976 über­nahm er das Amt von Klaus von Bis­marck.

Deut­lich wa­ren die Stim­men­ver­hält­nis­se bei von Sells Wie­der­wahl am 15.9.1980, die ein­stim­mig im Ver­wal­tungs­rat und mit ei­nem Ver­hält­nis von 19 Ja-Stim­men ge­gen zwei Nein-Stim­men im Rund­funk­rat er­folg­te. Am 9.12.1983 teil­te von Sell den Gre­mi­en mit, dass er für ei­ne drit­te Amts­zeit nicht zur Ver­fü­gung ste­he. Aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den schied er noch vor dem En­de sei­ner zwei­ten Amts­zeit am 13.6.1985 aus dem Amt aus. Sein Nach­fol­ger wur­de der Jour­na­list Fried­rich No­wott­ny (ge­bo­ren 1929). Wäh­rend sei­ner bei­den Amts­zei­ten war von Sell zwei Mal, 1978/1979 und 1980/1981, Vor­sit­zen­der der ARD.

In von Sells Amts­zeit fie­len ma­ß­geb­li­che struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen wie 1973 die Über­nah­me des Rund­funk­ge­büh­ren­ein­zugs von der Deut­schen Bun­des­post und die Grün­dung der Ge­büh­ren­ein­zugs­zen­tra­le (GEZ) mit Sitz in Köln-Bock­le­münd. Im Jahr 1976 wur­de die von ihm in­iti­ier­te Buch­hal­tungs­re­form mit der Ein­füh­rung ei­ner de­zen­tra­li­sier­ten Mit­tel­be­wirt­schaft und Leis­tungs­pla­nung von der Ver­wal­tung in die Pro­gramm­di­rek­tio­nen zur ef­fi­zi­en­te­ren Be­wirt­schaf­tung der Pro­duk­ti­ons­kos­ten um­ge­setzt.

Die Ära von Sell war wei­ter cha­rak­te­ri­siert durch Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die in­ner­be­trieb­li­che Mit­be­stim­mung am Sen­der und die De­fi­ni­ti­on der Po­si­ti­on der Frei­en Mit­ar­bei­ter als Kon­se­quenz ei­ner Wel­le von Fest­an­stel­lungs­kla­gen von Frei­en Mit­ar­bei­tern. Er­hitz­te De­bat­ten gab es auch um die „Aus­ge­wo­gen­heit“ des Pro­gramms („Rot­fun­k“-Kam­pa­gne), vor­ge­tra­gen sei­tens der CDU und CSU. In de­ren Ver­lauf konn­te von Sell For­de­run­gen der po­li­ti­schen Par­tei­en nach „Per­so­nal­aus­ge­wo­gen­heit“, das hei­ßt nach po­li­ti­scher Ein­fluss­nah­me auf die Be­set­zung von Spit­zen­po­si­tio­nen im Sen­der im Sin­ne ei­nes Par­tei­en­pro­por­zes ab­weh­ren.

Von Sells si­cher be­deu­tends­te Struk­tur­re­form war die so­ge­nann­te „Re­gio­na­li­sie­rung/De­zen­tra­li­sie­run­g“, die er An­fang der 1980er Jah­re als Stra­te­gie zur Po­si­tio­nie­rung des WDR im Kon­text des sich ent­wi­ckeln­den dua­len Sys­tems mit pri­vat­wirt­schaft­li­chen, kom­mer­zi­el­len Kon­kur­renz­sen­dern plan­te. Im Zu­ge der Re­gio­na­li­sie­rung wur­den die Lan­des­stu­di­os und Bü­ros des WDR in NRW auf­ge­wer­tet und die in Hör­funk und Fern­se­hen in­ten­si­vier­ten Re­gio­nal­be­richt­er­stat­tun­gen aus­ge­baut. Als Re­gio­na­li­sie­rungs­be­auf­trag­ten be­rief er Claus-Hin­rich Cas­dorff (1925-2004).

Nach sei­nem Aus­schei­den aus dem Amt wirk­te von Sell zehn Jah­re lang als Ho­no­rar­pro­fes­sor an den Uni­ver­si­tä­ten Ham­burg und Sie­gen. Sein be­son­de­res In­ter­es­se lag da­bei auf dem Ge­biet des Rund­funk- und Me­di­en­rech­tes so­wie der Rund­funk­po­li­tik.

Intendant Klaus von Bismarck (r.) und sein Nachfolger Friedrich Wilhelm von Sell, Amtsübergabe 1976. (Westdeutscher Rundfunk, Historisches Archiv)

 

Im Mai 1989 wur­de von Sell, der sich ins­be­son­de­re für die Bil­den­de Kunst des 20. Jahr­hun­derts in­ter­es­sier­te, Vor­sit­zen­der der „Stif­tung Kunst und Kul­tur e.V.“ in Bonn. Er hat­te das Amt fünf Jah­re in­ne. Im Ju­ni 1991 wur­de er Grün­dungs­be­auf­trag­ter der Me­di­en­aka­de­mie in Han­no­ver. Am 1.7.1991 kehr­te von Sell noch ein­mal zum öf­fent­lich-recht­li­chen Rund­funk zu­rück – jetzt als Grün­dungs­be­auf­trag­ter und vom 12.Ok­to­ber bis bis En­de No­vem­ber 1991 als Grün­dungs­in­ten­dant des Ost­deut­schen Rund­funks Bran­den­burg (ORB) in Pots­dam. In den fol­gen­den Jah­ren war sei­ne Ex­per­ti­se als Be­ra­ter in Rund­funk­fra­gen in Süd­afri­ka, aber auch in der Slo­wa­kei und in Un­garn, ge­fragt.

Fried­rich-Wil­helm von Sell war Trä­ger des Bun­des­ver­dienst­kreu­zes I. Klas­se, das ihm am 22.8.1979 für sei­ne Ver­diens­te als ARD-Vor­sit­zen­der durch den Nord­rhein-West­fä­li­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Jo­han­nes Rau ver­lie­hen wur­de, so­wie seit dem 12.12.1986 Trä­ger des Ver­dienst­or­dens des Lan­des NRW.

Fried­rich-Wil­helm von Sell starb am 20.10.2014. Er war in ers­ter Ehe mit Bar­ba­ra von Sell, geb. Mel­ler (1934-2002), ver­hei­ra­tet, der ers­ten Frau­en­be­auf­trag­ten des Lan­des NRW. Aus der Ehe gin­gen die Kin­der Phil­ipp und Ju­lia her­vor.

Autobiographisches

Sell, Fried­rich-Wil­helm von, Mehr Öf­fent­lich­keit! Er­in­ne­run­gen, Sprin­ge 2006.
Nie­m­öl­ler-von Sell, Sy­bil­le, Furcht­bar ein­fach, wird ge­macht, Ber­lin 1992.

Literatur

Her­zog, Chris­ti­an, Ex­em­pla­ri­sche Stu­die. Wirt­schafts­ge­schich­te des WDR. Die Ein­füh­rung der de­zen­tra­li­sier­ten Mit­tel­be­wirt­schaf­tung und Leis­tungs­pla­nung, in: Das Ge­dächt­nis des Rund­funks. Die Ar­chi­ve der öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­der und ih­re Be­deu­tung für die For­schung, hg. von Mar­kus Beh­mer, Bir­git Ber­nard und Bet­ti­na Has­sel­bring, Wies­ba­den 2014, S. 393-400.
Katz, Klaus, Fried­rich-Wil­helm v. Sell, in: Am Puls der Zeit. 50 Jah­re WDR, Band 2, Der Sen­der: welt­weit nah dran 1956-1985, hg. von Klaus Katz [u.a.], Köln 2006, S. 41-45.
Lang, Ru­dolf/Wit­ting-Nö­then, Pe­tra, Fried­rich-Wil­helm Frhr. Von Sell. Er­wei­ter­te Bi­blio­gra­phie, Köln 2008.

Friedrich-Wilhelm von Sell und Ulrich Wickert an seinem 70.Geburtstag am 01.02.1996, Foto: Hajo Hohl. (Westdeutscher Rundfunk, Historisches Archiv)

 
Zitationshinweis

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Bernard, Birgit, Friedrich-Wilhelm Freiherr von Sell, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/friedrich-wilhelm-freiherr-von-sell-/DE-2086/lido/5c489a3d081954.23836555 (15.02.2019)