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Literaturschau

Kremer, Bruno P., Der Rhein. Von den Alpen bis zur Nordsee, Duisburg 2010

240 S., ISBN 978-3874634564, 24,80 Euro 29.09.2010

Der Rhein und die Rheinlandschaft, bedeutendste und interessanteste unter den europäischen Flussregionen, inspirieren seit Jahrhunderten zu ungezählten Darstellungen in Literatur, Musik und bildender Kunst. Die einzigartige Flussnatur hingegen, der ungewöhnliche erdgeschichtliche Werdegang, die ausgefallenen hydrographischen Eigenheiten, die beeindruckende Geologie und die vielgestaltigen Lebensräume mit der dazugehörigen Pflanzen- und Tierwelt, wurden lange Zeit völlig übersehen oder sogar schlicht vergessen.

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Literaturschau

Becker, Christoph (Hg.), Heinrich Gottfried Wilhelm Daniels, Vorlesungen des Herrn Geheimen Staatsraths Daniels. Eine Vorlesungsnachschrift, Berlin/Münster 2008

120 S., ISBN 978-3-8258-1497-7, 24,90 Euro 27.09.2010

Die vorliegende Edition ist Teil eines größeren Vorhabens zur Erschließung des rheinischen Rechts aus dem Wirken des bedeutenden Rechtsgelehrten Heinrich Gottfried Wilhelm Daniels, der nacheinander im Rheinland, in Paris, Brüssel und Berlin wirkte, bis er schließlich 1819 der erste Präsident des neu errichteten Rheinischen Appellationsgerichtshofes in Köln wurde. Der hier edierte Text vollzieht in der Nachschrift eines unbekannten Hörers einen Kursus nach, den Daniels auf jeden Fall nach seiner Zeit als Professor an der Universität Bonn, wo er bis zu deren Auflösung 1798 tätig, gehalten hat, vielleicht in seiner Zeit als Dozent an der 1798-1804 bestehenden Kölner Zentralschule, die an die Stelle der ebenfalls 1798 aufgelösten Universität Köln getreten war, oder als Privatvorlesung.

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Soénius, Ulrich S./Wilhelm, Jürgen (Hg.), Kölner Personen-Lexikon, Köln 2008

608 S., ISBN 978-3-7743-0400-0, 49,90 Euro 23.09.2010

Köln war vom Mittelalter bis in die Neuzeit hinein die bevölkerungsreichste und bedeutendste Stadt des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, ein Wirtschaftsstandort mit einem ganz Europa umfassenden Beziehungsnetz, eine kultisch und kulturelle Metropole ersten Ranges. Diese über Jahrhunderte gehaltene Spitzenposition verlor die Stadt zwar in der Neuzeit, sie fiel hinter andere Städte zurück, blieb aber immer noch bedeutend, wenn auch im 18. Jahrhundert die Verfallserscheinungen deutlich hervor traten. Der Aufstieg Kölns zur modernen Großstadt setzt offiziell in den 1880er Jahren ein, doch schon in den Jahrzehnten zuvor war das Engagement des Kölner Wirtschaftsbürgertums der Motor der Industrialisierung im Westen Preußens. Die Rheinprovinz verfügte um 1870 über das weitaus höchste Einkommensniveau und den höchsten Lebensstandard in ganz Preußen und war die wirtschaftlich führende Region in Europa. Köln war 1871 im Deutschen Reich die siebtgrößte Stadt, in der Bundesrepublik Deutschland ist die Stadt am Rhein heute die viertgrößte und in NRW die größte.

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Irsigler, Franz (Hg.), Geschichtlicher Atlas der Rheinlande. (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 12, 1b Neue Folge), 11. Lieferung, Bonn 2008

23.09.2010

Mit der elften Lieferung von 2008 hat der seit 1982 erscheinende „Geschichtliche Atlas der Rheinlande" (GARh) seinen Abschluss gefunden. In dem Grundlagenwerk, das seit seiner Gründung 1981 am landesgeschichtlichen Lehrstuhl von Franz Irsigler an der Universität Trier angesiedelt war, sind insgesamt in zwölf Themengruppen 119 Karten mit 81 Beiheften erschienen. Der interdisziplinär ausgerichteten Landeskunde verpflichtet, enthält das Werk sowohl Karten zu den geographisch-geologischen Grundlagen, zur Archäologie, zu allen Bereichen der Geschichtswissenschaft von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Zeitgeschichte, wie auch zur Kunstgeschichte, zur Sprachgeschichte und zur Volkskunde.

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Herborn, Wolfgang, Die Geschichte der Kölner Fastnacht von den Anfängen bis 1600. Hg. von Werner Schäfke (Publikationen des Kölnischen Stadtmuseums 10), Hildesheim/Zürich/New York 2009

152 S., ISBN 978-3-487-14209-8, 28 Euro 23.09.2010

„Karneval" ist ein zentrales Thema volkskundlicher-kulturhistorischer Forschung im Rheinland. Über Name und Herkunft des Narrenfestes, das auch unter den Bezeichnungen "Fastnacht" und "Fasching" begegnet, ist viel spekuliert worden. Die gesamte neuere Forschung ist sich darin einig, dass das Fest keineswegs aus vorchristlicher Zeit stammt. Es hat seinen Ausgangspunkt im christlichen Jahreslauf, es bildet das Schwellenfest vor der vierzigtägigen vorösterlichen Fastenzeit.

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