Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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 Glossar 

Im Glossar werden Begriffe und historische Ereignisse aus allen Sparten des Internetportals erläutert. Das Glossar befindet sich im Aufbau und wird laufend ergänzt.


TitelBeschreibung
Saalkirche
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Saarabstimmung
Nach dem Versailler Vertrag von 1919 (Inkraftgetreten 10.1.1920) wurde das Saargebiet dem Völkerbundrat unterstellt und dem französischen Wirtschaftsgebiet eingegliedert. Nach 15 Jahren sollte eine Volksabstimmung über die zukünftige staatsrechtliche Zuordnung stattfinden. Die Abstimmung vom 13.1.1935 ergab ein Ergebnis zugunsten der sofortigen Rückkehr zu Deutschland (90,8 Prozent gegenüber 8,8 Prozent für den status quo und 0,4 Prozent für Frankreich). Am 17. Januar beschloss der Völkerbundrat die Rückgabe an Deutschland, die zum 1.3.1935 erfolgte.

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Sabbat
Hebräisch,  Ruhetag zur Erinnerung an das Ruhen Gottes nach der Erschaffung der Welt am siebten Tag und an den Auszug aus Ägypten. Festlicher Höhepunkt der jüdischen Woche, der am Freitagabend beginnt und am Samstagabend nach Eintritt der Dunkelheit endet.

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Säkularisation/Säkularisierung
Durch französischen Konsularbeschluss wurden linksrheinisch alle geistlichen Institute mit Ausnahme der Bischofssitze, Domkapitel, Pfarreien und ausschließlich der Krankenpflege und dem Unterricht dienenden Anstalten aufgelöst. Im Rechtsrheinischen schuf der Reichsdeputationshauptschluss vom 25.2.1803 die gesetzliche Grundlage, im Linksrheinischen wurde nicht nur geistlicher, sondern auch weltlicher Besitz konfisziert und zum Nationalgut deklariert.

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Salland
In der mittelalterlichen Grundherrschaft vom Grundherrn selbst bewirtschaftetes Land.

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Sanctimonialium
Mittelalterliche Bezeichnung für ein wie ein Domkapitel aufgebautes Frauenstift, Sanctimonialis wurde der  weibliche Inhaber eines Kanonikats, die Kanonisse genannt; siehe auch Kollegiatstift Lateinisch, Kirche, in der eine mit Vermögen und Korporationsrechten ausgestattete Klerikergemeinschaft die Liturgie feiert. Kirche und Stiftsgebäude liegen in einem abgesonderten Rechtsraum. .

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Sansculotten
Französisch (ohne Kniehose), bezeichnet den proletarischen Revolutionär der Französischen Revolution.

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Schadenszauber
Bezeichnet die abergläubische Vorstellung durch einen Zauber anderen Menschen an Körper, Geist, und Besitz Schaden zufügen zu können. In der Antike zu den niederen magischen Praktiken gezählt, stand der Schadenszauber Bezeichnet die abergläubische Vorstellung durch einen Zauber anderen Menschen an Körper, Geist, und Besitz Schaden zufügen zu können. In der Antike zu den niederen magischen Praktiken gezählt, stand der Schadenszauber nicht unter Strafe. Vom Christentum der Schwarzen Magie zugerechnet, hatte der Schadenszauber eine herausragende Bedeutung in den frühneuzeitlichen Hexenprozessen. nicht unter Strafe. Vom Christentum der Schwarzen Magie zugerechnet, hatte der Schadenszauber Bezeichnet die abergläubische Vorstellung durch einen Zauber anderen Menschen an Körper, Geist, und Besitz Schaden zufügen zu können. In der Antike zu den niederen magischen Praktiken gezählt, stand der Schadenszauber nicht unter Strafe. Vom Christentum der Schwarzen Magie zugerechnet, hatte der Schadenszauber eine herausragende Bedeutung in den frühneuzeitlichen Hexenprozessen. eine herausragende Bedeutung in den frühneuzeitlichen Hexenprozessen.

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Schändliches Dekret
Unter Napoleon 1808 erlassenes  Dekret, "die Juden betreffend", das so genannte "Schändliche Dekret" (décret infâme). Es beseitigte die Freizügigkeit und freie Erwerbstätigkeit der Juden und setzte für sie in wichtigen Punkten die Bürgerrechte außer Kraft. Es beeinträchtigte für fast ein halbes Jahrhundert Existenz und Erwerbstätigkeit der rheinischen Juden in entscheidender und oft einschneidender Weise. Am 13.7.1843 beschloss der 7. Rheinische ProvinziallandtagDie Errichtung von Provinzialständen in Preußen wurde 1823 angeordnet. Der Errichtung dieser neuen "Stände" lag ein neuer Ständebegriff zugrunde, wonach sich die Stände durch Grundbesitz qualifizierten und waren nach dem Grundeigentum abgestufte Besitzklassen waren. Jeder Stand hatte eigene Vertreter zu wählen, für die aber im Sinne repräsentativer Körperschaften Weisungsfreiheit und Allgemeinverantwortung gefordert wurden. Das monarchische Prinzip und die Souveränität des Monarchen blieben unangetastet, womit die Bürokratie ihre überragende Bedeutung behielt und deren Beamte weiterhin den eigentlich staatstragenden "Stand" bildeten. Die Kompetenzen der Landtage beschränkten sich auf das Petitionsrecht, auf reine Beratungsfunktionen und die Übernahme weniger Verwaltungsaufgaben. Dem Gesetz  folgten acht Gesetze für die Errichtung von Landtagen in den einzelnen Provinzen, das für den Rheinischen Provinziallandtag erschien am 27.3.1824, zu seiner ersten Sitzung trat der Rheinische Provinziallandtag aber erst am 29.10.1826 zusammen. die Abschaffung des "Infamen Dekrets" von 1808 und die Gewährung der völligen staatsbürgerlichen und politischen Gleichstellung der Juden in der Rheinprovinz. Es war das erste Mal, dass sich ein deutsches Parlament - sofern die preußischen Landtage des Vormärz als solche anzusehen sind - vorbehaltlos und mit großer Mehrheit für die politische Emanzipation der Juden Lateinisch (Freilassung), bezeichnet die Anerkennung der rechtlich, religiös und sozial diskriminierten Juden als gleichberechtigte Staatsbürger seit dem 18. Jahrhundert, siehe auch Aufklärung. aussprach.

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Scharführer
Fünfter Dienstgrad bei SS, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Oberscharführers der SA, bzw. eines Unterfeldwebels der Wehrmacht.

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Schatzanweisungen
Kurz- und mittelfristige Schuldverschreibungen, die von öffentlichen Gebietskörperschaften (vor allem Staatsregierungen) vergeben werden, um vorübergehenden Geldbedarf zu finanzieren.

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Schauprozess
Öffentliche Gerichtsverhandlung in Diktaturen zumeist gegen politische Gegner unter Missachtung aller rechststaatlichen Prinzipien, bei der die Verurteilung bereits feststeht. Ein SchauprozessÖffentliche Gerichtsverhandlung in Diktaturen zumeist gegen politische Gegner unter Missachtung aller rechststaatlichen Prinzipien, bei der die Verurteilung bereits feststeht. Ein Schauprozess soll der Abschreckung dienen. soll der Abschreckung dienen.

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Schiff
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Schlacht bei Worringen
Die Schlacht am 5.6.1288 auf der Fühlinger Heide bei Worringen (heute Stadt Köln) entschied den seit 1283 währenden Limburger Erbfolgestreit. Verlierer waren der Erzbischof von Köln und seine Verbündeten,  gleichzeitig wurde damit die Vormachtstellung des Erzstifts am Niederrhein gebrochen. Die Schlacht bestimmte auch das politische Schicksal der Stadt Köln, die zu den Gegner des Erzbischofs gehört hatte. Köln war seitdem Freie Stadt, 1475 formell Reichsstadt Stadt auf Reichsgut, auch die ehemalige Bischofsstadt, die nicht einem Landesherrn, sondern allein König, Kaiser und Reich unterstand.  Die ehemaligen Bischofsstädte, die sich von der (weltlichen) Herrschaft der Bischöfe befreit hatten,  wurden zunächst als "Freie Städte" bezeichnet. Seit 1489 wurden alle Reichsstädte als "Freie Reichsstädte" (Freireichsstädte, liberae imperii civitates) bezeichnet. .

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Schlacht von Fehrbellin
Am 28.6.1675 siegte Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Regierungszeit 1640-1688) bei Fehrbellin (nordwestlich von Potsdam) überraschend über die militärische Großmacht Schweden und eroberte Schwedisch-Pommern.

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Schlacht von Jena und Auerstedt
In der Doppelschlacht vom 14.10.1806 erlitt die preußische Armee eine vernichtende Niederlage gegen die Truppen Napoleon, der am 27.10.1806 in Berlin einzog. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. (Regentschaft 1797-1840) floh nach Ostpreußen. Der zusammen mit Russland weitergeführte Krieg endete am 14.6.1807 in der Niederlage von Friedland. Im  anschließenden Frieden von TilsitDer am 7./9.7.1807 in Tilsit geschlossene Frieden beendete den vierten preußisch-russischen Koalitionskrieg gegen Frankreich, in dem Preußen unterlegen war. Als Folge der Niederlage musste Preußen alle seine Gebiete westlich der Elbe abtreten. So überwies Napoleon am 21.1.1808 unter anderem die ehemaligen Stiftsgebiete von Essen und Werden an das Großherzogtum Berg. Die militärisch wichtige Festung Wesel musste der Großherzog dagegen an Napoleon abtreten. Tiefpunkt der preußischen Geschichte. verständigten sich Frankreich und Russland, Preußen wurde zum Verhandlungsobjekt degradiert. Es verlor mehr als der Hälfte seines Territoriums und musste hohe Kontributionszahlungen leisten. Die Festungen Stettin, Küstrin und Glogau blieben französisches Faustpfand, das preußische Heer wurde auf 42.000 Mann begrenzt. Tiefpunkt der preußischen Geschichte.

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Schlacht von Poitiers
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Schlesische Kriege
Bezeichnung für drei Kriege des preußischen Königs Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786) gegen Kaiserin Maria Theresia von Österreich (Regierungszeit 1740-1780), vor allem um den Besitz Schlesiens, die Vormachtstellung im Reich und die Großmachtstellung Preußens. (1) Der erste  Krieg 1740-1742 endete mit der Abtretung Schlesiens einschließlich Glatz (ausgenommen die südwestlichen Gebiete mit Jägerndorf, Troppau und Teschen) an Preußen. (2) Der zweite Krieg 1744/1745 endete mit dem Frieden von Dresden am 25.12.1745, worin Preußen im Besitz Schlesiens bestätigt und der zum römischen Kaiser gewählte Gemahl Maria Theresias, Franz I. , von Friedrich II. anerkannt wurde. (3) Der dritte Krieg ist der Siebenjährige Krieg 1756-1763, ein globaler Krieg, in dem es auch um die Hegemonie Englands und Frankreichs ging, um deren Rivaliät in den Kolonien (Amerika, Indien) und auf den Weltmeeren. Er endete mit dem Frieden von Hubertusburg am 15.2.1763, der für Österreich den endgültigen Verlust Schlesiens brachte, die Großmachtstellung Preußens bestätigte und den Beginn eines neuen Mächstesystems in Europa bedeutete.

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Schöffen
Seit der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Amtsträger in Städten fassbar, die im Namen der Stadt oder des Landesherrn die Rechtssprechung wahrnahmen; das Schöffenkollegium wurde entweder zum städtischen Rat oder blieb daneben bestehen.

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Scholastik
Von lateinisch scholasticus (Gelehrter, der einer Schule
 Vorstehende). Fälschlicherweise als einheitliche philosophische Richtung missverstanden, die an den mittelalterlichen Universitäten gelehrt wurde, bezeichnet die Scholastik Von lateinisch scholasticus (Gelehrter, der einer Schule  Vorstehende). Fälschlicherweise als einheitliche philosophische Richtung missverstanden, die an den mittelalterlichen Universitäten gelehrt wurde, bezeichnet die Scholastik eine Reihe in der Philosophie und Theologie des Spätmittelalters entwickelten  Lehrmethoden und Techniken, unter anderem den Kommentar und die disputatio (disputierte Frage). eine Reihe in der Philosophie und Theologie des Spätmittelalters entwickelten  Lehrmethoden und Techniken, unter anderem den Kommentar und die disputatio (disputierte Frage).

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Schoss
Bezeichnung für Abgabe, Steuer.

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Schosszahlung (Hanse)
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Schuldverschreibung
Wertpapier, mit dem sich der Schuldner gegenüber dem Gläubiger zur Tilgung der Schuld sowie zur Zahlung einer festgelegten Verzinsung verpflichtet

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Schultheiß
(Vollzugs-)Beamter der weltlichen oder geistlichen Gewalt mit administrativen und richterlichen Befugnissen als Dorfvorsteher und Richter im Dorfgericht beziehungsweise als Stadtschultheiß Richter für die niedere (in Reichsstädten auch hohe) Gerichtsbarkeit; später auch Synonym für Bürgermeister.

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Schutzstaffel
Abkürzung SS, gegründet am 1.4.1925 als Leibgarde Adolf Hitlers. 1929 Berufung Heinrich Himmlers zum Reichsführer Höchster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Generalfeldmarschalls der Wehrmacht. SS. Zunächst der SA unterstellt, war die SS 1934 maßgeblich am Röhm-Putsch und der Ermordung politischer Gegner beteiligt. 1934-1945 als selbständige Organisation innerhalb der NSDAP agierend. Die SS spielte eine entscheidende Rolle bei der Planung und Durchführung des HolocaustGriechisch (vollständig verbrannt), Bezeichnung für die systematische Ermordung der von den Nationalsozialisten als Juden definierten Menschen in Deutschland und in den vom Deutschen Reich besetzten Staaten in Europa zwischen 1939 und 1945. Dem Völkermord fielen zwischen 5,6 und 6,3 Millionen Menschen zum Opfer.. Die an den militärischen Kampfhandlungen beteiligten Divisionen der Waffen-SS zeichneten für etliche schwere Kriegsverbrechen verantwortlich. 1945 von den Alliierten verboten und im Verlauf der Nürnberger Prozesse 1946 als verbrecherische Organisation eingestuft.

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Schweinezehnt
Abgabe für Ausübung der Eichelmast.

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SED
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Sekundogenitur
Bezeichnet die von einem nachgeborenen Sohn begründete Nebenlinie eines fürstlichen oder hochadeligen Hauses.

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Separatismus
Bezeichnung für das politische Bestreben, ein Territorium aus einem bestehenden Staatsverband zu lösen, um dieses einem anderen Staat anzugliedern beziehungsweise  unabhängig werden zu lassen. 1919 und 1923 scheiterten separatistische Gruppierungen mit dem Versuch, das Rheinland aus dem Staatenbund des Deutschen Reiches beziehungsweise aus dem Land Preußen auszugliedern und eine unabhängige Rheinische Republik zu gründen.

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Sequesterverwaltung
Lateinisch, treuhänderische Verwaltung durch Gerichtsbeschluss, Zwangsverwaltung.

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Siamose
Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen.

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Sicherheitsdienst
Abkürzung SD, 1931 unter Reinhard Heydrich von Reichsführer Höchster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Generalfeldmarschalls der Wehrmacht. SS Heinrich Himmler (1900-1945) als "Ic-Dienst" gegründete parteiinterne Überwachungsorganisation der SS. Seit 1933 als Sicherheitsdienst Abkürzung SD, 1931 unter Reinhard Heydrich von Reichsführer SS Heinrich Himmler (1900-1945) als "Ic-Dienst" gegründete parteiinterne Überwachungsorganisation der SS. Seit 1933 als Sicherheitsdienst des Reichsführers SS zuständig für das gesamte deutsche Reich, arbeitete der SD ab 1939 eng mit der Sicherheitspolizei zusammen. Als Nachrichtendienst der NSDAP zuständig für das Sammeln von Informationen über politische Gegner und die Stimmungslage des deutschen Volkes sowie Auslandsspionage und Gegenspionage. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten. des Reichsführers SS zuständig für das gesamte deutsche Reich, arbeitete der SD ab 1939 eng mit der Sicherheitspolizei Dem Reichsführer SS unterstellte Polizeiorganisation, bestand seit 1936 aus der Kriminalpolizei und der Gestapo. Mit der Schaffung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) am 27.9.1939 wurde die Sicherheitspolizei mit dem Sicherheitsdienst (SD) zusammengelegt. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten. zusammen. Als Nachrichtendienst der NSDAP zuständig für das Sammeln von Informationen über politische Gegner und die Stimmungslage des deutschen Volkes sowie Auslandsspionage und Gegenspionage. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten.

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Sicherheitspolizei
Dem Reichsführer Höchster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Generalfeldmarschalls der Wehrmacht. SS unterstellte Polizeiorganisation, bestand seit 1936 aus der Kriminalpolizei und der Gestapo. Mit der Schaffung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHAsiehe Reichssicherheitshauptamt) am 27.9.1939 wurde die Sicherheitspolizei Dem Reichsführer SS unterstellte Polizeiorganisation, bestand seit 1936 aus der Kriminalpolizei und der Gestapo. Mit der Schaffung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) am 27.9.1939 wurde die Sicherheitspolizei mit dem Sicherheitsdienst (SD) zusammengelegt. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten. mit dem Sicherheitsdienst Abkürzung SD, 1931 unter Reinhard Heydrich von Reichsführer SS Heinrich Himmler (1900-1945) als "Ic-Dienst" gegründete parteiinterne Überwachungsorganisation der SS. Seit 1933 als Sicherheitsdienst des Reichsführers SS zuständig für das gesamte deutsche Reich, arbeitete der SD ab 1939 eng mit der Sicherheitspolizei zusammen. Als Nachrichtendienst der NSDAP zuständig für das Sammeln von Informationen über politische Gegner und die Stimmungslage des deutschen Volkes sowie Auslandsspionage und Gegenspionage. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten. (SD) zusammengelegt. 1946 durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt und verboten.

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Siebenjähriger Krieg
1756-1763, bezeichnet die in diesem Zeitraum in Mitteleuropa, Nordamerika, Indien und der Karibik geführten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen einer preußisch-englischen und einer aus Österreich, Frankreich und Russland bestehenden Koalition. Im Verlauf des Krieges konnte sich Preußen endgültig als europäische Großmacht etablieren, Großbritannien setzte sich gegen die Franzosen in Nordamerika durch.

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Simultaneum
Eine von verschiedenen christlichen Konfessionen gemeinsam genutzte Kirche (Kirchhof, Schule).

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Soester Fehde
Die Fehde Privatkrieg zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen. wurde ausgelöst durch den Wunsch der Stadt Soest, sich von der Herrschaft des machtbewußten und geldbedürftigen Kölner Erzbischofs Dietrich II. von Moers zu befreien und sich der klevisch-märkischen Herrschaft zu unterstellen. Letztlich ging es jedoch um die Vorherrschaft am Niederrhein und am HellwegBezeichnung für wichtige seit dem Frühmittelalter bestehende Fernhandels- und Heerstraßen. Der Westfälische Hellweg führte als bedeutendster dieser Wege von Duisburg über Essen, Dortmund und Soest nach Paderborn.. Mit dem Kampf Kurkölns gegen den mit Burgund verbündeten Herzog von Kleve scheiterte der letzte Versuch Kurkölns, die Vorherrschaft am Niederrhein zu erringen. Kurköln verlor an Kleve-Mark die Städte Soest (Mark) und Xanten (Kleve).

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Sowjetunion
Kurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR auch Sowjetunion (SU), Abkürzung für Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die ein sozialistisch und zentralistisch regierter Staatenbund war und sich in der Zeit zwischen 1922 und 1991 über weite Gebiete Osteuropas, des Kaukasus, Sibiriens sowie Nord- und Zentralasiens erstreckte. Nach dem russischen Bürgerkrieg (1917-1920), den die Bolschewiki mit ihrem Vorsitzenden W. I. Lenin für sich entschieden hatten, wurde die UdSSR am 30. Dezember 1922 ausgerufen. Als Lenin 1924 starb, folgte ihm Josef Stalin als neuer Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), die Nachfolger-Partei der Bolschewiki. Stalin sicherte seine Stellung durch Terror und sogenannte “Säuberungen”. Wirtschaftlich führte er Kollektivierungen in dem stark agrarisch geprägten Land durch. Im Zweiten Weltkrieg konnte sich die Sowjetunion Teile Polens und Finnlands sowie die baltischen Staaten aneignen. 1941 griff das “Dritte Reich” die Sowjetunion an, was den sowjetischen Anschluss an die westlichen Alliierten zur Folge hatte. Nach der sowjetischen Besetzung der östlichen und der Alliiertenbesetzung der westlichen deutschen Gebiete, entstanden in den ersten Nachkriegsjahren zwei deutsche Staaten, die den Ost-West-Konflikt verdeutlichten und den Beginn des Kalten Krieges markierten. Die Sowjetunion schafft sich darauffolgend Satellitenstaaten in Osteuropa. Stalin stirbt 1953, sein Nachfolger wird Nikita Chruschtschow, mit dessen Amtszeit man eine leichte Abwendung vom Stalinismus und ein “Tauwetter” verbindet. Dennoch wurden Aufstände in den Satellitenstaaten blutig niedergeschlagen. Den Höhepunkt des Kalten Kriegs bildet die Kuba-Krise 1962. 1964 ersetzte Leonid Breshnew Chruschtschow. Mit der “Вreshnew-Doktrin” wurde die Souveränität der Satellitenstaaten eingeschränkt und damit die gewaltsamen Eingriffe aus Moskau gerechtfertigt, so auch 1968 im Prager Frühling oder 1979 in Afghanistan. 1985 wurde Michail Gorbatschow erster Generalsekretär der KPdSU und führte wegen der sich verschlechternden sozialen und wirtschaftlichen Situation Reformen wie Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umbau) ein. Außenpolitisch setzte er auf Abrüstung und Deeskalation. Bis Anfang der 1990er Jahre bekam die Moskauer Führung die prekäre Situation in den nun nach nationaler Souveränität rufenden Satellitenstaaten nicht unter Kontrolle, was 1990 zur Unabhängigkeitserklärung der baltischen Staaten führte. Dem Staatskomitee für den Ausnahmezustand, das aus hohen KPdSU-Funktionären bestand, gingen die Reformen Gorbatschows zu weit und versuchte deswegen im August 1991 mithilfe des Militärs einen Putsch durchzuführen. Dieser scheiterte an dem Widerstand der Bevölkerung, der von Boris Jelzin geleitet wurde. Nach dem Putsch löste sich die Sowjetunion endgültig auf, was im Alma-Ata-Beschluss vom 31. Dezember 1991 bestätigt wurde. Die Rechtsnachfolge der Sowjetunion war die Russische Föderation mit Boris Jelzin als ersten Präsidenten. Einige Nachfolgestaaten der Sowjetunion wurden Teil der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), die einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsraum darstellt. ), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ).

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Sozialanthropologie
Wissenschaft vom Menschen als soziales Wesen und von dessen sozialer Organisation.

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Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Abkürzung SPD, gegründet 1869 in Eisenach als Sozialdemokratische Arbeiterpartei, zweite Arbeiterpartei in Deutschland nach dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) von 1863. Zusammenschluss beider Parteien auf dem Gothaer Einigungsparteitag 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, die seit 1891 Sozialdemokratische Partei DeutschlandsAbkürzung SPD, gegründet 1869 in Eisenach als Sozialdemokratische Arbeiterpartei, zweite Arbeiterpartei in Deutschland nach dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) von 1863. Zusammenschluss beider Parteien auf dem Gothaer Einigungsparteitag 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, die seit 1891 Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt.  heißt. 

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Soziale Frage
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Soziale Marktwirtschaft
Wirtschaftspolitisches Konzept, das neben der staatlichen Gewährleistung einer freien Wettbewerbsordnung auch sozialpolitische Ziele formuliert; entwickelt von Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard und in Deutschland ab 1948 umgesetzt.

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Sozialistengesetze
Zwei Attentate auf Kaiser Wilhelm I.(Regentschaft 1858/1861-1888, Kaiser seit 1871), mit denen die Sozialdemokraten nichts zu tun hatten,lieferten Reichskanzler Bezeichnet (1) im alten  Deutschen Reich (bis 1806) den Reichserzkanzler (das Amt lag seit 965 beim Erzbischof von Mainz), (2) im Norddeutschen Bund 1867-1871 den vom Bundespräsidum, das der König von Preußen inne hatte,  bestimmten Bundeskanzler, (3) im Deutschen Reich 1871-1918 den Reichskanzler, den höchsten, vom Kaiser ernannten Regierungsbeamten und Vorsitzenden des Bundesrats, (3) 1919-1945 den deutschen Ministerpräsidenten, der (4) in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 wieder Bundeskanzler heißt. Otto von Bismarck den Vorwand für das Ausnahmegesetz "gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie", das am 21.10.1878 vom Reichstag Bezeichnung für (1) seit 1495 für die Versammlung der deutschen Reichsstände,  (2)  das deutsche Parlament 1871-1933,  (3) die Legislativen in Finnland, Schweden und Japan, (4) als Kurzform für das 1894 bezogene Reichstagsgebäude in Berlin, seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestags. verabschiedet wurde. Das so genannte Sozialistengesetz machte die Sozialdemokraten rechtlos, zerschlug ihre Organisation und die ihr nahestehender Einrichtungen sowie ihre Presse. Das zunächst auf drei Jahre befristete, letztmals 1887 verlängerte Gesetz blieb bis zum 30.9.1890 in Kraft. Es erwies sich als Fehlschlag, radikalisierte die Arbeiterschaft und trieb sie in einen immer schärferen Gegensatz zum Staat. Die Sozialdemokratie wurde nicht zerstört, sondern gestärkt.Bei den Reichstagswahlen 1890 stand die SPD der Stimmenzahl nach an der Spitze aller Parteien.

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Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Abkürzung SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands , bis zur Wende 1989 die Staatspartei der DDR. Der verfassungsrechtliche Führungsanspruch der SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft wurde im Dezember 1989 von der Volkskammer der DDR aufgehoben; auf einem außerordentlichen Parteitag ebenfalls noch im Dezember 1989 wurden die höchsten Organe der Partei, das Politbüro Abkürzung für Politisches Büro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und anderer kommunistischer Länder; erstmals Mai 1917 gebildet, in der Folge jeweils vom Zentralkomitee der Partei gewählt, in der Sowjetunion 1952 umbenannt in Präsidium. In der DDR das höchste Gremium der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). und das Zentralkomitee abgeschafft, ein provisorisches neues Parteistatut verabschiedet und die Partei in "Partei des demokratischen Sozialismus/SED Siehe Sozialistische Einheitspartei Deutschlands " und später in PDS umbenannt. Daraus ging die Linkspartei PDS hervor und 2007 die Partei Die Linke.

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Sozialstaat
Gesamtheit staatlicher Maßnahmen zur Herstellung sozialer Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit.

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Sozioökonomie
Wissenschaftliche Disziplin, die den Zusammenhang von wirtschaftlichen Aktivitäten und gesellschaftlichen Prozessen interdisziplinär untersucht.

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Spanischer Bürgerkrieg
Der von 1936 bis 1939 geführte Bürgerkrieg zwischen der  demokratisch gewählten linken Regierung der Spanischen Republik und den nationalspanischen Putschisten unter General Francisco Franco (1892-1975). Die Putschisten erhielten militärische Unterstützung in Form der "Legion Condor" von der deutschen nationalsozialistischen Regierung, die spanische Regierung durch Frankreich, die SowjetunionKurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), gegründet 1922  nach dem Ende des russischen Reiches (1917). Bis zu  ihrer Auflösung 1991 war sie das politische Zentrum des Ostblocks und des real existierenden Sozialismus. Sie umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), dazu Estland, Lettland und Litauen. Völkerrechtlicher Nachfolgestaat ist die Russische Föderation (Russland ). und Freiwilligenverbände, den sozialistischen Internationalen Brigaden.

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Spanischer Erbfolgekrieg
1701-1714, entzündete sich nach dem Tod des letzten spanischen Habsburgers Karl II. am 1.11.1700. Ansprüche auf die Nachfolge hatten der Sohn des Kaisers, der spätere Kaiser Karl VI. (Regierungszeit 1711-1740) und Philipp von Anjou (1683-1746), Enkel Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715). Mit dem Frieden von UtrechtDer 1713/1715  geschlossene Frieden beendete den Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714): Der Bourbone Philipp V.( 1683-1746), ein Enkel Ludwigs XIV. von Frankreich (Regierungszeit 1643-1715) , erhielt den spanischen Thron, die spanischen Niederlande der Kaiser (Österreichische Niederlande bis 1795). Den wittelsbachischen Mitkämpfern Ludwigs, den Kurfürsten Max Emmanuel von Bayern (Regierungszeit 1679-1706, 1714-1726) und Joseph Clemens von Köln, wurden ihre Länder restituiert. (1713/1715) wurde der Krieg beendet: Der Bourbone Philipp erhielt den spanischen Thron, der Kaiser die spanischen Niederlande (Österreichische Niederlande bis 1795). Den wittelsbachischen Mitkämpfern des französischen Königs, den Kurfürsten Max Emmanuel von Bayern (Regierungszeit 1679-1706, 1714-1726) und Kurfürst Bezeichnung eines zur  Wahl des deutschen Königs berechtigten geistlichen oder weltlichen Reichsfürsten. Joseph Clemens von Köln, die wegen dessen Unterstützung seit 1706 in der Reichsacht waren, wurden ihre Länder restituiert.

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Spanisch-Niederländischer Krieg
Erhebung der Provinzen der nördlichen Niederlande gegen die spanische Herrschaft. In diesem Konflikt war auch das westliche Rheinland über Jahre betroffen, vor allem das Herzogtum Geldern. Nur das südlich gelegene geldrische "Oberquartier" blieb bei Spanien.

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Spätgotik
Die Schlussphase der Gotik Nach der Romanik die zweite umfassende Stilepoche des mittelalterlichen Europa,  mit unterschiedlichen Zeitansätzen in den einzelnen Ländern: beginnend in Frankreich Mitte des 12. Jahrhunderts, in England im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts,  in Deutschland seit den 1230er Jahren. Die Spätgotik reicht von etwa 1350 bis Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Hauptländer der Gotik waren Frankreich und Deutschland. dauerte in Deutschland von circa 1360 bis circa 1510, während sie in Italien schon ab 1400 von der RenaissanceLateinisch-französisch (Wiedergeburt), (1) geistig-kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, ausgehend von Italien im 15. Jahrhundert, gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf Werte und Formen der griechisch-römischen Antike, drückte sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst und Architektur aus, (2) geistig-künstlerische Bewegung, die an ältere Traditionen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, anzuknüpfen versucht (zum Beispiel karolingische Renaissance), (3) allgemein Wiederaufleben, neue Blüte. abgelöst wurde.  Charakteristisch ist eine reiche und virtuose Kunstproduktion, die von Hallenkirchen über Werke der Bildhauerei bis zu den Flügelaltären reichte.

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Spittler
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SS-Mann
Niedrigster Dienstgrad der SS. Entsprach dem Rang eines Soldaten der Wehrmacht.

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Standartenführer
Siebthöchster Rang bei SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Oberst der Wehrmacht.

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Ständige Deputation
Gewähltes Organ des seit 1860 bestehenden Deutschen Juristentags, dessen Geschäftsführender Ausschuss von den Mitgliedern der Ständigen Deputation gewählt wird.

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Staufer; staufisch
Schwäbisches Adelsschlecht, das von Konrad III. (Regierungszeit 1138-1152) bis Konrad IV. (Regierungszeit 1250-1254) deutsche Könige und Kaiser stellte.

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Steinwerk
In mittelalterlichen Städten, vor allem in Niedersachsen, Westfalen und Hessen verbreitete Bauform von Profanarchitektur mit Wehrcharakter.

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Stoa
Nach der Säulenhalle (Stoa Nach der Säulenhalle (Stoa) in Athen benannt, ist die Stoa eine  griechisch-römische philosophische Schule von circa 300 v. - 200 n. Chr. Sie ist geprägt von einem materialistischen Pantheismus, in dem der Kosmos von einem göttlichen Logos durchwaltet ist und einer Ethik, die von einer gewissen Gleichheit der Menschen ausgeht. Der Weise, der den natürlichen (und damit göttlichen Gesetzen) folgt und seine Affekte beherrscht (apathia) gilt als das höchste Ideal. ) in Athen benannt, ist die Stoa Nach der Säulenhalle (Stoa) in Athen benannt, ist die Stoa eine  griechisch-römische philosophische Schule von circa 300 v. - 200 n. Chr. Sie ist geprägt von einem materialistischen Pantheismus, in dem der Kosmos von einem göttlichen Logos durchwaltet ist und einer Ethik, die von einer gewissen Gleichheit der Menschen ausgeht. Der Weise, der den natürlichen (und damit göttlichen Gesetzen) folgt und seine Affekte beherrscht (apathia) gilt als das höchste Ideal. eine
 griechisch-römische philosophische Schule von circa 300 v. - 200 n. Chr. Sie ist geprägt von einem materialistischen Pantheismus, in dem der Kosmos von einem göttlichen Logos durchwaltet ist und einer Ethik Griechisch, Sitte, Gewohnheit, das Teilgebiet der Philosophie, das sich mit der Frage nach Systemen und Prinzipien moralischen Handelns auseinandersetzt. , die von einer gewissen Gleichheit der Menschen ausgeht. Der Weise, der den natürlichen (und damit göttlichen Gesetzen) folgt und seine Affekte beherrscht (apathia) gilt als das höchste Ideal.

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Stralsunder Frieden
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Studienstiftung des deutschen Volkes
1921 Gründung der studentischen Selbsthilfeorganisation "Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft" e.V. in Tübingen, Sitz in Dresden. 1925 beschloss deren Vorstand die Gründung der Studienstiftung des Deutschen Volkes1921 Gründung der studentischen Selbsthilfeorganisation "Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft" e.V. in Tübingen, Sitz in Dresden. 1925 beschloss deren Vorstand die Gründung der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Abteilung der Wirtschaftshilfe, finanziert vom Deutschen Reich, den Ländern und Kommunen, Sitz blieb Dresden. 1934 zusammen mit dem Deutschen Studentenwerk vom NS-Regime abgewickelt; an deren Stelle trat die "Reichsförderung" als Abteilung des neu gegründeten Reichsstudentenwerks. 1948 Neugründung der "Studienstiftung des deutschen Volkes e.V." in Köln. Für die Aufnahme sind ausschließlich Begabung und Persönlichkeit ausschlaggebend; Sitz der Stiftung ist Bonn. als Abteilung der Wirtschaftshilfe, finanziert vom Deutschen Reich, den Ländern und Kommunen, Sitz blieb Dresden. 1934 zusammen mit dem Deutschen Studentenwerk vom NS-Regime abgewickelt; an deren Stelle trat die "Reichsförderung" als Abteilung des neu gegründeten Reichsstudentenwerks. 1948 Neugründung der "Studienstiftung des deutschen Volkes1921 Gründung der studentischen Selbsthilfeorganisation "Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft" e.V. in Tübingen, Sitz in Dresden. 1925 beschloss deren Vorstand die Gründung der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Abteilung der Wirtschaftshilfe, finanziert vom Deutschen Reich, den Ländern und Kommunen, Sitz blieb Dresden. 1934 zusammen mit dem Deutschen Studentenwerk vom NS-Regime abgewickelt; an deren Stelle trat die "Reichsförderung" als Abteilung des neu gegründeten Reichsstudentenwerks. 1948 Neugründung der "Studienstiftung des deutschen Volkes e.V." in Köln. Für die Aufnahme sind ausschließlich Begabung und Persönlichkeit ausschlaggebend; Sitz der Stiftung ist Bonn. e.V." in Köln. Für die Aufnahme sind ausschließlich Begabung und Persönlichkeit ausschlaggebend; Sitz der Stiftung ist Bonn.

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Sturmabteilung
Abkürzung SA. 1921 gegründete, militärisch organisierte, uniformierte Kampftruppe der NSDAP zur Einschüchterung und Terrorisierung politischer Gegner während der Weimarer Republik Bezeichnung des präsidialen und parlamentarischen Regierungssystems in Deutschland zwischen 1919 und 1933. Gebräuchliche Bezeichnung der gesamten Epoche deutscher Geschichte zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Benannt nach dem Tagungsort der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar. und der ersten Phase der nationalsozialistischen Diktatur. Entwickelte sich bis 1933 zu einer einflussreichen Massenorganisation mit vier Millionen Mitgliedern. 1934 Ermordung der SA-Führung und ihres Stabschefs Ernst Röhm durch Einheiten der SS. Danach bis 1945 zwar als Organisation fortbestehend, aber ohne politischen Einfluss.

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Sturmbannführer
Elfter Dienstgrad bei SS, SA, und NS-Fliegerkorps. Entsprach dem Rang eines Majors der Wehrmacht.

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Sturmmann
Zweiter Dienstgrad bei SS, SA, NS-Fliegerkorps und NS-Kraftfahrerkorps. Entsprach dem Rang eines Gefreiten der Wehrmacht.

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Subjektivismus
Alle philosophischen (meist ethischen oder erkenntnistheoretischen)
 Positionen, die versuchen nachzuweisen, dass alle vermeintlich objektiven Aussagen sich in Wahrheit auf subjektive Urteile zurückführen lassen.

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Subsidiaritätsprinzip
Lateinisch-neulateinisch, von der katholischen Soziallehre entwickeltes und später von der
 säkularen Staats- und Verfassungslehre übernommenes Prinzip, nach dem im Verhältnis zwischen zwei Gemeinschaften beziehungsweise Individuum und Gemeinschaft stets die kleinere Einheit Vorrang haben soll.

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Suburbium
Offene, an eine Burg (urbs) sich anlehnende Siedlung.

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Supraleitung
Fällt die Temperatur eines elektrischen Leiters unter einen bestimmten Wert, geht der elektrische Widerstand gegen Null.

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Supraporte
Ein Gemälde oder Relief, das über einem Türsturz angebracht ist.

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Surrealismus
Eine Bewegung in Kunst und Literatur, aber auch im Film ab den 1920er Jahren, die durch spontane Mal- und Schreibtechniken das Unbewusste ausloten und das Traumhafte der Realität erkunden wollte.

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Süsterhaus
Sammelbezeichnung für weltliche Frauenkonvente des späten Mittelalters (Beginen, Augustinerinnen, Schwestern des gemeinsamen Lebens, Tertiarinnen); siehe auch Fraterherren.

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Swenzonen
Adelsgeschlecht, das im 13. und 14. Jahrhundert in Hinterpommern und Pomerellen ansässig war.

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Symbolismus
Kunstströmung der Jahre 1880 bis 1910, die sich gegen die Detailtreue des Naturalismus Eine philosophische Richtung, die verschiedene Theorien in sich vereint. So bezeichnet der Naturalismus (1) diejenigen Lehren, die von einer allumfassenden Welt aus Raum und Zeit ausgehen, d.h. alle Objekte und Ereignisse sind Teil der Natur (2) in der Erkenntnistheorie diejenigen Lehren, die davon ausgehen, dass alles Wissen nicht a priori, sondern immer Teil der empirischen Wissenschaften ist. sowie Romantik und Impressionismus Lateinisch-französisch (Impression = Eindruck),  im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstandene Stilrichtung der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik. Der Name stammt von einem "Impression" betitelten und 1877 in Paris ausgestellten Gemälde von Claude Monet (1840-1926). ab. Emile Bernard und Paul Gauguin verstanden die dargestellten Gegenstände als Metaphern und Symbole.

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Syndikalistisch
Diejenige Gesellschaftsform betreffend, die in Sabotage und Revolution die einzigen Mittel zur Überwindung des Kapitalismus sehen. Der Staat als Organisationsform wird abgelehnt, statt dessen bilden Syndikat Kartell, bei dem sich die Vertragspartner zu gemeinsamer Organisation (etwa für den Vertrieb oder die Beschaffung) verpflichten. und Gewerkschaft (die sich die Produktionsmittel angeeignet haben) die nach föderalistischen Prinzipien strukturierte Organisationsform der Gesellschaft.

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Syndikat
Kartell Zusammenschluss von Unternehmen, der den Wettbewerb untereinander beschränken soll. , bei dem sich die Vertragspartner zu gemeinsamer Organisation (etwa für den Vertrieb oder die Beschaffung) verpflichten.

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Syndikus
Griechisch-lateinisch, der von einer Körperschaft zur Besorgung ihrer Rechtsgeschäfte beauftragte Bevollmächtigte, Rechtsbeistand.

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