Wikinger am Mittelrhein

Jennifer Striewski (Bonn)

Dänische Wikinger bei einem Angriff auf die englische Küste, Illustration aus dem Manuskript „Miscellany on the life of St. Edmund”, 12. Jahrhundert, Original in der Pierpont Morgan Library, New York.

Schlagworte

Einleitung

Als im Jah­re 793 skan­di­na­vi­sche See­räu­ber die nord­eng­li­sche Klos­ter­in­sel Lin­dis­far­ne über­fie­len, mar­kier­te die­ses Er­eig­nis nicht nur den An­fang ei­ner Se­rie von Raub­über­fäl­len in Eu­ro­pa, son­dern auch den Be­ginn ei­ner neu­en Epo­che. Nicht nur die Küs­ten Eng­lands und des Fran­ken­reichs wur­den von der „Gei­ßel der Chris­ten­heit“ heim­ge­sucht, mit ih­ren schnel­len, hoch­see­tüch­ti­gen Schif­fen be­fuh­ren die skan­di­na­vi­schen Pi­ra­ten bei­na­he al­le grö­ße­ren Ge­wäs­ser der nörd­li­chen Halb­ku­gel. In­ner­halb von gut 250 Jah­ren er­ober­ten sie gan­ze Land­stri­che und er­rich­te­ten neue Rei­che (Ca­pel­le 1986, S. 1).

Auch an Rhein und Mo­sel lern­ten die Men­schen die Wi­kin­ger vor al­lem als Krie­ger ken­nen. Der weit­aus grö­ße­re Teil der skan­di­na­vi­schen Be­völ­ke­rung leb­te und ar­bei­te­te je­doch als Bau­ern, Hand­wer­ker, Fi­scher oder Händ­ler. Die hei­mi­schen Kern­ge­bie­te bil­de­ten wei­te Tei­le der heu­ti­gen Kö­nig­rei­che Dä­ne­mark, Schwe­den und Nor­we­gen. Von die­sen Sied­lungs­ge­bie­ten aus nah­men die Wi­kin­ger­zü­ge ih­ren Aus­gang. Die meis­ten der nor­di­schen Räu­ber, die En­de des 9. Jahr­hun­derts die Or­te am Mit­tel­rhein an­grif­fen, wa­ren Dä­nen oder ka­men aus Ge­gen­den Süd­skan­di­na­vi­ens, die un­ter dä­ni­scher Ober­herr­schaft stan­den (Sa­wy­er 2002, S. 134).

1. Die Wikinger an Rhein und Mosel

Auch wenn es kaum ar­chäo­lo­gi­sche Fun­de gibt, die auf ei­ne re­ge Tä­tig­keit der Wi­kin­ger an Rhein und Mo­sel hin­wei­sen, so be­le­gen doch ei­ni­ge zeit­ge­nös­si­sche Quel­len, dass die nor­di­schen Pi­ra­ten die­se Re­gi­on un­si­cher mach­ten und grö­ße­re Han­dels­plät­ze wie Bonn, An­der­nach, Ko­blenz un­d ­Trier über­ra­schend an­grif­fen und mit rei­cher Beu­te wei­ter zo­gen.

Be­reits seit Mit­te der 830er Jah­re wa­ren die Wi­kin­ger über den Rhein bis ins Fran­ken­reich vor­ge­drun­gen, wo sie wich­ti­ge Han­dels­plät­ze über­fie­len. Do­re­stad in den heu­ti­gen Nie­der­lan­den wur­de bis zur Mit­te des Jahr­hun­derts min­des­tens sechs Mal ge­plün­dert und bei ei­nem er­neu­ten Über­fall im Jahr 863 kom­plett zer­stört. 845 wur­de Pa­ris ver­wüs­tet und von den Wi­kin­gern das ers­te so ge­nann­te Da­ne­geld in Hö­he von 7.000 Pfund Sil­ber er­ho­ben; bis 926 gab es im Fran­ken­reich ins­ge­samt min­des­tens 13 sol­cher „Schutz­geld­er­pres­sun­gen“ (Ca­pel­le 1986, S. 88).

Doch erst seit den 880er Jah­ren – und da­mit eher spät – such­ten die Wi­kin­ger grö­ße­re Han­dels­plät­ze an Mit­tel­rhein und Mo­sel heim. Dies war je­doch kein Zu­fall, son­dern ei­ne Fol­ge der zu­neh­men­den Er­fol­ge Kö­nig Al­freds des Gro­ßen (Re­gie­rungs­zeit 871-899) ge­gen das so ge­nann­te Gro­ße Wi­kin­ger­heer in Eng­land, der den Wi­kin­gern 878 bei Eding­ton (Wiltshire) ei­ne emp­find­li­che Nie­der­la­ge zu­ge­fügt hat­te.

Da die Wi­kin­ger häu­fig die di­rek­te Kon­fron­ta­ti­on mit ei­nem star­ken Geg­ner scheu­ten, zo­gen sie sich zu­nächst aus Eng­land zu­rück. Als her­vor­ra­gend ge­eig­net für neue Beu­te­zü­ge er­wies sich das Fran­ken­reich, denn der Zer­fall des Gro­ßen Hee­res nach dem ge­schei­ter­ten Ver­such der Er­obe­rung von Wes­sex fiel zeit­lich mit neu­er­li­chen Nach­fol­ge­strei­tig­kei­ten im Fran­ken­reich zu­sam­men. Ge­teilt und durch po­li­ti­sche Wir­ren er­schüt­tert, war für die Wi­kin­ger hier nicht mit ei­ner ef­fek­tiv or­ga­ni­sier­ten Ge­gen­wehr zu rech­nen.

Die in­ter­nen Kon­flik­te, die zu den Tei­lun­gen des frän­ki­schen Rei­ches führ­ten, hat­ten ernst­haf­te Fol­gen für die Ver­tei­di­gung ge­gen Ein­dring­lin­ge von au­ßen. Zwar hat­ten Karl der Gro­ße (Re­gie­rungs­zeit 786/771-814) und Lud­wig der From­me (Re­gie­rungs­zeit 814-840) durch die Er­rich­tung von Be­fes­ti­gungs­an­la­gen die Küs­ten zu si­chern ver­sucht, aber spä­tes­tens nach dem Aus­bruch der Kon­flik­te zwi­schen Lud­wig dem From­men und sei­nen Söh­nen im Jahr 830 brach die­se Ver­tei­di­gung zu­sam­men (Ca­pel­le 1986, S. 89). Die po­li­ti­sche Schwä­che des Fran­ken­reichs, ins­be­son­de­re nach dem To­de Lud­wigs im Jahr 840 und der an­schlie­ßen­den Tei­lung des Reichs im Ver­trag von Ver­dun 843, schuf ei­ne güns­ti­ge Vor­aus­set­zung für die Wi­kin­ger. Karl der Kah­le (Re­gie­rungs­zeit 843-877) er­hielt den Wes­ten des frän­ki­schen Reichs, Lud­wig der Deut­sche (Re­gie­rungs­zeit 840-876) den Os­ten, Lo­thar I. (Re­gie­rungs­zeit 843-855) si­cher­te sich das Mit­tel­reich, zu dem auch der Mit­tel­rhein ge­hör­te. Da­mit wa­ren die Kon­flik­te al­ler­dings nicht be­en­det. Die Brü­der und ih­re Nach­kom­men be­kämpf­ten sich wei­ter­hin, was im­mer neue Reichs­tei­lun­gen zur Fol­ge hat­te. Mit dem Ver­trag von Meer­sen 870 fiel der öst­li­che Teil des Mit­tel­reichs – und da­mit die Ge­gend um Ko­blenz und Trier – an das Ost­fran­ken­reich Lud­wigs des Deut­schen (An­ton/Ha­ver­kamp 1996, S. 76).

Die Be­völ­ke­rung am Rhein wird den Wi­kin­gern weit­ge­hend wehr­los aus­ge­lie­fert ge­we­sen sein, da die­se meist schnell und über­ra­schend an­grif­fen, ob­wohl sie auf dem Rhein und der Mo­sel von den Ufern her we­sent­lich ge­fähr­de­ter und leich­ter an­greif­bar wa­ren als an den Küs­ten. Wa­ren die Maß­nah­men der frän­ki­schen Kö­ni­ge zur Ab­wehr der Wi­kin­ger, wie zum Bei­spiel die Er­rich­tung ei­ner Flot­te zum Küs­ten­schutz, die In­stand­set­zung ehe­ma­li­ger rö­mi­scher Stadt­be­fes­ti­gun­gen, die christ­li­che Mis­si­on oder auch die Über­las­sung von Küs­ten­ge­bie­ten an Wi­kin­ger oder de­ren An­heue­rung als Söld­ner nicht son­der­lich wirk­sam, so gibt es kei­ner­lei An­zei­chen da­für, dass die Be­woh­ner an Rhein und Mo­sel ir­gend­wel­che prä­ven­ti­ven Maß­nah­men ge­gen die Wi­kin­ger er­grif­fen hät­ten (Eick­hoff 2004, S. 56). Auch von Sei­ten der je­wei­li­gen Herr­scher scheint es in die­sem Raum kei­ne ko­or­di­nier­ten und sys­te­ma­ti­schen Vor­be­rei­tun­gen auf even­tu­el­le Wi­kin­ger­at­ta­cken ge­ge­ben zu ha­ben.

Mög­li­cher­wei­se wur­den, wie in Mainz, die vor­han­de­nen Be­fes­ti­gungs­an­la­gen beim Her­an­rü­cken ei­ner Schar Wi­kin­ger ei­lig in Stand ge­setzt oder ver­stärkt, an­sons­ten scheint der ein­fa­chen Be­völ­ke­rung eben­so wie Mön­chen und Kle­ri­kern aber nur die ei­li­ge Flucht ins Hin­ter­land oder der di­rek­te Kampf ge­blie­ben zu sein. Wie groß die Schar der Plün­de­rer am Mit­tel­rhein war, lässt sich nicht ge­nau re­kon­stru­ie­ren, nor­ma­ler­wei­se ope­rier­ten die Wi­kin­ger bei ih­ren Blitz­über­fäl­len aber in klei­ne­ren Grup­pen, die eher Hun­der­te denn Tau­sen­de zähl­ten. Die Not­wen­dig­keit ei­ner aus­rei­chen­den Ver­sor­gung war ein ent­schei­den­der Fak­tor bei der Be­gren­zung der zah­len­mä­ßi­gen Stär­ke (Sa­wy­er 2002, S. 141).

Zwi­schen 879 und 891 wa­ren meh­re­re Wi­kin­ger­hee­re, die ih­re Kräf­te ge­le­gent­lich bün­del­ten, auf dem Fest­land ak­tiv. Zu­erst kon­zen­trier­ten sie sich auf das Ge­biet nörd­lich der Sei­ne ein­schlie­ß­lich Flan­derns. Im No­vem­ber 881 setz­ten sich zwei dä­ni­sche An­füh­rer, Go­de­frid und Sig­frid, mit ih­rem Ge­fol­ge in Els­loo an der Maas fest, wo sie nörd­lich von Ro­er­mond ge­schützt den Win­ter ver­brin­gen und von hier aus auf Raub­zü­ge ge­hen konn­ten. Zu­erst ver­wüs­te­ten sie die Or­te in der Nach­bar­schaft und brand­schat­zen Lüt­tich, Maas­tricht und Ton­gern (Re­gi­no von Prüm, Chro­nik, ad a. 881). En­de 881 zo­gen sie dann rhein­auf­wärts in Rich­tung Jü­lich, Neuss, Köln, Zül­pich und Bonn. Mit Bon­n er­reich­ten sie das Tor zum Mit­tel­rhein.

2. Bonn

In Bonn wa­ren zur Zeit der Wi­kin­ge­r­an­grif­fe nur noch die Süd­west­e­cke des ehe­ma­li­gen Rö­mer­la­gers un­weit der spät­an­ti­ken Diet­kir­che und die Um­ge­bung der Mär­ty­rer­kir­che Cas­si­us und Flo­ren­ti­us be­sie­delt. Zu die­ser „vil­la ba­si­li­ca“ um die Stifts­kir­che ge­hör­te auch der so­ge­nann­te „vi­cus“, ei­ne klei­ne Händ­ler­sied­lung, die beim An­griff 882 schwer be­schä­digt wor­den sein dürf­te (En­nen/Höroldt 1976, S. 30). Zwar be­rich­ten die Ful­da­er An­na­len, die Städ­te Köln und Bonn sei­en mit ih­ren Kir­chen und Ge­bäu­den wäh­rend des ver­hee­ren­den Über­falls 882 in Flam­men auf­ge­gan­gen, es gibt je­doch we­der in Köln noch in Bonn ar­chäo­lo­gi­sche Hin­wei­se auf ei­ne der­art um­fas­sen­de Zer­stö­rung. Bei den Aus­gra­bun­gen am Bon­ner Müns­ter wur­de über den ka­ro­lin­gi­schen Bö­den kein Brand­schutt ge­fun­den (Päff­gen 2004, S. 102). Dar­aus lässt sich schlie­ßen, dass die Kir­che 882 nicht ab­ge­brannt ist. Laut dem Prü­mer Chro­nis­ten Re­gi­no ge­lang vie­len Kle­ri­kern die Flucht nach Mainz, wo sie ei­nen gro­ßen Teil der Kir­chen­schät­ze und Hei­li­gen­re­li­qui­en in Si­cher­heit brin­gen konn­ten.

Ne­ben der Aa­che­ner P­falz über­fie­len die Wi­kin­ger an­schlie­ßend auch die Klös­ter ­Kor­ne­li­müns­ter, Sta­blo und Malme­dy. Be­son­ders hart dürf­te die geist­li­chen Chro­nis­ten ­ge­trof­fen ha­ben, dass die Wi­kin­ger bei ih­ren Raub­zü­gen auch vor Kir­chen und Klös­tern nicht halt mach­ten. So er­wies sich die Nach­richt, die bar­ba­ri­schen Hei­den aus dem Nor­den hät­ten die ehr­wür­di­ge Aa­che­ner Pfalz­ka­pel­le Karls des Gro­ßen als Pfer­de­stall be­nutzt, als be­son­ders de­mü­ti­gend für die Fran­ken (Krau­se 2006, S. 97).

3. Prüm

Im Rhein­land be­wie­sen die Wi­kin­ger, dass sie nicht auf ih­re Schif­fe an­ge­wie­sen wa­ren. Zu Pfer­de, die auf den Schif­fen mit­ge­führt wer­den konn­ten, nut­zen sie die al­ten Rö­mer­stra­ßen, um die Ei­fel und die Ar­den­nen zu über­win­den. Den Wi­kin­ger­plün­de­run­gen der Jah­re 881/882 fie­len so nicht nur die Re­si­den­zen in Köln und Aa­chen zum Op­fer, son­dern auch die Sankt Sal­va­tor-Ab­tei Prüm in der Ei­fel.

Was die­sem be­deu­ten­den Klos­ter ge­schah, schil­dert der Mönch und spä­te­re Abt Re­gi­no in sei­ner Chro­nik (Re­gi­no, Chro­nik, ad a. 882): 

Sie dran­gen auf ei­nem Streif­zug durch die Ar­den­nen am Tag der Er­schei­nung des Herrn, al­so am 6. Ja­nu­ar, in das Klos­ter ein, in dem sie sich drei Ta­ge auf­hiel­ten und die gan­ze Ge­gend aus­plün­der­ten. Dar­auf­hin sam­mel­te sich viel Fu­ß­volk von den Äckern und Land­gü­tern und rück­te ge­gen die Nord­män­ner vor. Aber die­se be­herz­ten Män­ner hat­ten of­fen­sicht­lich kei­ne Krie­ger un­ter sich; sie wa­ren kampf­un­ge­wohn­te Bau­ern. Dem­entspre­chend be­rei­te­ten sie den Wi­kin­gern kei­ne Pro­ble­me. Denn als die­se ih­re man­geln­de Be­waff­nung und die feh­len­de mi­li­tä­ri­sche Dis­zi­plin wahr­nah­men, fie­len sie mit Ge­schrei über sie her. Und sie met­zel­ten die Fran­ken der­art nie­der, dass un­ver­nünf­ti­ges Vieh und nicht Men­schen ge­schlach­tet zu wer­den schie­nen. Da­nach kehr­ten sie mit rei­cher Beu­te be­la­den ins La­ger zu­rück. Als sie das Klos­ter ver­lie­ßen, soll kein Mensch mehr ge­lebt ha­ben, der die ge­leg­ten Feu­er lö­schen konn­te. So brann­te das Klos­ter Prüm nie­der.

4. Andernach und Koblenz

Nach dem Mas­sa­ker an der sich zur Wehr set­zen­den Prü­mer Be­völ­ke­rung zo­gen die Wi­kin­ger wei­ter gen Sü­den. Ein von dem schwer er­krank­ten Lud­wig den Jün­ge­ren (Re­gie­rungs­zeit 876-882) auf­ge­stell­tes Heer hat­te sich nach des­sen Tod am 20.1.882 kampf­los wie­der zu­rück ge­zo­gen. In Er­war­tung ei­nes An­griffs wur­den da­her die rö­mi­schen Stadt­mau­ern von Mainz ei­lig in Stand ge­setzt; die mitt­ler­wei­le bis nach An­der­nach und Ko­blenz vor­ge­drun­ge­nen Skan­di­na­vi­er wi­chen je­doch auf die Mo­sel aus und zo­gen in Rich­tung Trier (Hei­nen/An­ton 2003, S. 273).

4.1 Andernach

An­der­nach ging erst ver­hält­nis­mä­ßig spät in den Be­sitz der Fran­ken über, die hier ei­nen Kö­nigs­hof er­rich­te­ten, der von den me­ro­win­gi­schen Kö­ni­gen häu­fig be­sucht wur­de. Auch in ka­ro­lin­gi­scher Zeit be­hielt An­der­nach als kö­nig­li­ches Fis­kal­gut und Grenz­stadt sei­ne wirt­schaft­li­che und mi­li­tä­risch-stra­te­gi­sche Be­deu­tung (Flach 1988, S. 44). Ähn­lich wie in Ko­blenz und Mainz schei­nen auch in An­der­nach die Mau­ern des ehe­ma­li­gen rö­mi­schen Kas­tells den Vor­stoß der Wi­kin­ger ver­hin­dert zu ha­ben. Nach dem Über­fall 882 wird je­doch die Vor­stadt­sied­lung, die wäh­rend des An­griffs mit ih­ren von Hand­wer­kern, Kauf­leu­ten und Fi­schern be­sie­del­ten klei­ne­ren Häu­sern wohl stark in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen wor­den war, auf­ge­ge­ben wor­den sein (Krü­ger 1988, S. 87). Wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen auf das Fis­kal­gut sind al­ler­dings aus­zu­schlie­ßen, denn be­reits im Jah­re 885 war die Wirt­schafts­ver­wal­tung des An­der­nach­er Fis­kus wie­der her­ge­stellt.

4.2 Koblenz

In Ko­blenz scheint die ehe­ma­li­ge rö­mi­sche Be­fes­ti­gung mit ei­ner star­ken Mau­er und 19 mäch­ti­gen Rund­tür­men in ei­nem gu­ten Zu­stand ge­we­sen zu sein und leis­te­te ent­spre­chen­den Dienst bei der Ab­wehr der Wi­kin­ger. Vor den Mau­ern des ehe­ma­li­gen Kas­tells hat­ten sich Bau­ern und Ge­wer­be­trei­ben­de an­ge­sie­delt, de­ren Häu­ser eben­so wie die Ba­si­li­ka St. Kas­tor bei dem An­griff der Wi­kin­ger 882 im Ge­gen­satz zu den hin­ter den Mau­ern lie­gen­den Ge­bäu­den mög­li­cher­wei­se in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen wur­den (Flach 1988, S. 80).

5. Trier

Nach­dem die Wi­kin­ger die Mo­sel ent­lang ge­zo­gen wa­ren, er­reich­ten sie Trier. Hier über­fie­len sie zu­nächst in der Kar­wo­che die ex­tra mu­ros ge­le­ge­nen Kir­chen und Ge­höf­te. Die Stadt selbst wur­de nach dem Be­richt Re­gi­nos von Prüm an Grün­don­ners­tag (5. April) ein­ge­nom­men und ta­ge­lang aus­ge­plün­dert. Nach Re­gi­no gab es zahl­rei­che Op­fer un­ter der Be­völ­ke­rung; al­ler­dings ge­lang Erz­bi­schof Bert­hold von Trier mit we­ni­gen Ge­folgs­leu­ten die Flucht. Wie groß die Zer­stö­run­gen tat­säch­lich wa­ren, ist nur an­nä­hernd zu er­mit­teln. Nach­ge­wie­sen sind an­ders als in Bonn Be­schä­di­gun­gen im Dom­be­reich (Brand­schich­ten über den ka­ro­lin­gi­schen Es­tri­chen der Ka­the­dra­le, Hu­bert/Ha­ver­kamp 1996, S. 125). Fer­ner wa­ren die Klös­ter St. Ma­xi­min, St. Eu­cha­ri­us, St. Mar­tin und St. Sym­pho­ri­an nörd­lich der an­ti­ken Stadt­mau­er be­trof­fen, wo­bei letz­te­res nicht wie­der auf­ge­baut wur­de. Hin­ge­gen be­rich­tet Re­gi­no, dass das Klos­ter St. Pau­lin von den Nord­män­nern nicht ein­ge­nom­men wer­den konn­te. Aber nicht nur die Klös­ter, auch de­ren Bi­blio­the­ken und Ar­chi­ve fie­len den Über­fäl­len zum Op­fer. Was nicht in Si­cher­heit ge­bracht wer­den konn­te, ver­brann­te. Mit der Zer­stö­rung der Stadt durch die Wi­kin­ger sind we­sent­li­che an­ti­ke Struk­tu­ren des städ­ti­schen Sied­lungs­ge­fü­ges un­ter­ge­gan­gen und der Über­fall be­deu­te­te ei­nen tie­fen Ein­schnitt in der früh­mit­tel­al­ter­li­chen Ge­schich­te der Stadt (Cle­mens 2001, S. 70). 

6. Die Schlacht bei Remich

Nach der Ver­wüs­tung Triers zo­gen die Wi­kin­ger die Mo­sel fluss­auf­wärts Rich­tung Metz. Bei Re­mich kam es zum Kampf zwi­schen den Ein­dring­lin­gen und ei­nem mo­sel­la­ni­schen Auf­ge­bot un­ter der Füh­rung des Met­zer Bi­schofs Wa­la (Epis­ko­pat 876-882), un­ter­stützt von sei­nem Trie­rer Amts­bru­der und Graf Adal­hard von Metz (um 840/845-889/890). Die Wi­kin­ger sieg­ten, Wa­la fiel in der Schlacht, Bert­hold und Graf Adal­hard ge­lang noch ein­mal die Flucht. Den­noch zo­gen sich die Wi­kin­ger an­schlie­ßend – wohl auf­grund des zu­neh­men­den Wi­der­stan­des – aus der Re­gi­on zu­rück und kehr­ten mit rei­cher Beu­te zu ih­rem La­ger nach Els­loo zu­rück (Re­gi­no von Prüm, Chro­nik, ad a. 882). 

Ein wei­te­rer Grund für den Rück­zug der Wi­kin­ger aus dem Rhein-Mo­sel-Raum mag auch die Rück­kehr des am 12.2.882 in Rom zum Kai­ser ge­krön­ten Karls III. (der Di­cke, Re­gie­rungs­zeit Ost­fran­ken­reich: 876-887, West­fran­ken­reich: 884-888) ge­we­sen sein. Nach dem Reichs­tag von Worms im Mai 882 zog die­ser mit ei­nem star­ken Hee­res­auf­ge­bot vor das nor­man­ni­sche La­ger in Els­loo, ver­zich­te­te je­doch auf mi­li­tä­ri­sche Ak­tio­nen und nahm nach zwölf Ta­gen Be­la­ge­rung Ver­hand­lun­gen mit den Wi­kin­gern auf. Das Er­geb­nis war ein mit Kir­chen­gut er­kauf­ter Ab­zug, bei dem Go­de­frid un­ter der Be­din­gung, dass er sich tau­fen las­se, Fries­land als Le­hen über­tra­gen wur­de. Sig­frid und die in Els­loo zu­rück ge­blie­be­nen Wi­kin­ger wur­den zu­nächst durch rei­che Zah­lun­gen von wei­te­ren Raub­über­fäl­len ab­ge­hal­ten  (Run­de 2003, S. 229).

Der Frie­de währ­te je­doch nur ein hal­bes Jahr. Wäh­rend Karl der Di­cke nach Ita­li­en zog, ver­wüs­te­ten die Wi­kin­ger im No­vem­ber 882 die nie­der­län­di­sche Re­gi­on Deven­ter. Da Go­de­frid zu­dem in dem ein­zi­gen Sohn Lo­thars II., Hu­go, aus sei­ner nicht an­er­kann­ten Ver­bin­dung mit Wald­ra­da, ei­nen Bünd­nis­part­ner ge­fun­den und des­sen Schwes­ter Gi­se­la ge­hei­ra­tet hat­te, konn­ten 883 aus Dä­ne­mark nach­ge­rück­te Trup­pen die Plün­der­zü­ge, wie es in den An­na­les Ful­den­ses hei­ßt „mit Be­stim­mung Go­de­fri­ds“ er­neut rhein­auf­wärts aus­deh­nen.

Be­son­ders be­trof­fen war dies­mal der Xan­te­ner Raum. Nur we­ni­ge Ki­lo­me­ter rhein­auf­wärts in Duis­burg schlu­gen die Wi­kin­ger ihr La­ger auf. Dass die Wi­kin­ger die­ses Mal nicht den Rhein hin­ab bis an den Mit­tel­rhein vor­stie­ßen, lag ein­zig dar­an, dass ih­nen der Main­zer Erz­bi­schof Li­ut­bert (Epis­ko­pat 863-889) und Graf Hein­rich von Ba­ben­berg (vor 860-886) ent­ge­gen­tra­ten. Der Nie­der­rhein nörd­lich der Ruhr konn­te erst im Früh­jahr 884 auf­at­men, als es Hein­rich ge­lang, Duis­burg zu­rück zu er­obern und den Nie­der­rhein von den Wi­kin­gern frei­zu­kau­fen (Re­gi­no von Prüm, Chro­nik, ad a. 884). Da Go­de­frid je­doch zu­sam­men mit sei­nem Schwa­ger Hu­go im Früh­jahr 885 die Über­ga­be von Sin­zig, An­der­nach, Ko­blenz und an­de­rer wein­tra­gen­der Gü­ter for­der­te, ent­schloss sich Karl der Di­cke, ge­gen den Skan­di­na­vi­er vor­zu­ge­hen. Er ließ Go­de­frid und Hu­go durch Graf Hein­rich in ei­ne Fal­le lo­cken. Der Wi­kin­ger und sei­ne Ge­folgs­leu­te wur­den ge­tö­tet, Hu­go ge­fan­gen ge­nom­men und ge­blen­det (Boy­er 1994, S. 147). In den nächs­ten Jah­ren blie­ben die Wi­kin­ger­über­fäl­le am Rhein aus.

7. Der Wikingereinfall des Jahres 892

Nach zehn Jah­ren der Ru­he wur­den Rhein und Mo­sel im Jahr 892 er­neut von den Wi­kin­gern heim­ge­sucht. Hin­ter­grund war, dass der ost­frän­ki­sche Herr­scher Ar­nulf von Kärn­ten (Re­gie­rungs­zeit 887-899) den Wi­kin­gern in der Schlacht von Lö­wen an der Dyle (Bel­gi­en) 891 ei­ne emp­find­li­che Nie­der­la­ge be­rei­tet hat­te, die sie er­neut da­zu zwang, ins Rhein­land aus­zu­wei­chen. Im Fe­bru­ar 892 zog da­her noch ein­mal ein Heer ent­lang der Mo­sel über Trier, das er­neut ge­plün­dert wur­de, bis nach Bonn. Bei Lan­nes­dorf trat ih­nen ein Auf­ge­bot der ört­li­chen Be­völ­ke­rung ent­ge­gen. Die­ses Mal schei­nen sich die Wi­kin­ger ih­rer Schlag­kraft je­doch nicht si­cher ge­we­sen zu sein, denn sie scheu­ten den Kampf und zo­gen im Eil­marsch er­neut durch die Ei­fel bis zum Klos­ter Prüm. Wie zehn Jah­re zu­vor plün­der­ten sie es, tö­te­ten und ver­schlepp­ten zahl­rei­che Men­schen, nur der Abt des Klos­ters und ei­ni­ge Mön­che konn­ten flie­hen (Re­gi­no von Prüm, Chro­nik, ad a. 892).

Der Sieg Ar­nulfs von Kärn­ten bei Lö­wen 891 hat­te je­doch ei­ne Wen­de mar­kiert: Die gro­ße Zeit der Wi­kin­ger­hee­re auf dem Fest­land und da­mit auch im Rhein­land war vor­bei. Die frän­ki­schen Herr­scher zeig­ten mehr Wi­der­stand ge­gen die nor­di­schen Ein­dring­lin­ge, zu­dem ver­mel­den die zeit­ge­nös­si­schen Chro­ni­ken ei­ne Hun­gers­not. Für die Wi­kin­ger be­deu­te­te dies, dass we­ni­ger Beu­te mit grö­ße­rem Ri­si­ko ver­bun­den war. Des­halb zo­gen sich die meis­ten Wi­kin­ger­trupps aus dem Rhein­land nach Eng­land ins so ge­nann­te Da­nelag, ein dä­nisch be­sie­del­tes Ge­biet, zu­rück. Auch nach 900 ver­such­ten die Wi­kin­ger Raub­zü­ge zu un­ter­neh­men, aber ins­ge­samt blie­ben dies ver­ein­zel­te Ak­tio­nen, die die Nord­leu­te nicht mehr an Rhein und Mo­sel füh­ren soll­ten.

8. Die Wikinger als Händler

In den zeit­ge­nös­si­schen, meist aus Sicht von Geist­li­chen ver­fass­ten Quel­len, wer­den die Wi­kin­ger als er­bit­ter­te Fein­de des Chris­ten­tums, blut­rüns­ti­ge Räu­ber und „Gei­ßel Got­tes“ dar­ge­stellt. Tat­säch­lich wa­ren häu­fig Klös­ter und Kir­chen von den Plün­de­run­gen be­trof­fen, da sich hier auf re­la­tiv un­ge­schütz­tem Raum Reich­tü­mer be­fan­den und Lö­se­gel­der für Bi­schö­fe und Äb­te sehr hoch aus­fal­len konn­ten, was das Bild der Wi­kin­ger bis heu­te ma­ß­geb­lich be­ein­flusst. Gleich­wohl wa­ren die Wi­kin­ger der mit­tel­al­ter­li­chen Welt aber nicht nur als Pi­ra­ten be­kannt, son­dern auch als fried­li­che Händ­ler.

Die Rei­sen der Wi­kin­ger nach Os­ten und Wes­ten lie­ßen Skan­di­na­vi­en zu ei­nem Teil des weit ver­zweig­ten Fern­han­dels­net­zes wer­den, das ne­ben dem Mit­tel­meer­raum und Tei­len Asi­ens auch den Mit­tel­rhein und die Mo­sel um­fass­te. Der sai­son­wei­se be­trie­be­ne Han­del ver­lief auf mehr oder we­ni­ger fest­ste­hen­den Rou­ten über die gro­ßen eu­ro­päi­schen Flüs­se so­wie die Küs­ten­be­rei­che von Nord- und Ost­see (Duis­burg und die Wi­kin­ger, 1983, S. 6).

In­ner­halb des Frän­ki­schen Rei­ches ge­hör­ten die Rhein­lan­de zu den be­deu­tends­ten Han­dels­zen­tren und so be­stan­den auch mit den Or­ten am Mit­tel­rhein weit ver­zweig­te Han­dels­be­zie­hun­gen. 

Han­dels­plät­ze wie Bonn oder Ko­blenz ge­hör­ten wie Kau­pang in Nor­we­gen, Bir­ka in Schwe­den, Ri­be und Hait­ha­bu in Dä­ne­mark, Quen­to­wic in Frank­reich, York und Lon­don in Eng­land zu ei­nem gro­ßen Han­dels­netz. Da­mit um­spann­te die­ses Ge­flecht aus Han­dels­plät­zen so­wohl die Wi­kin­ger­welt als auch das Frän­ki­sche Reich (Wil­lem­sen 2004, S. 99).

Die Raub­über­fäl­le der Jah­re 881 und 882 wa­ren nicht die ers­ten Kon­tak­te der Wi­kin­ger mit dem Rhein­land. Be­reits seit der Me­ro­win­ger­zeit (cir­ca 5. – 7. Jahr­hun­dert) sind in­ten­si­ve Han­dels­kon­tak­te bis in das Ge­biet des Mit­tel­rheins nach­ge­wie­sen. Stof­fe, Glas, Ke­ra­mik, hoch­wer­ti­ge Klin­gen aus den Schwert­ma­nu­fak­tu­ren am Rhein, Maye­ner Ba­salt oder Wein aus der Ge­gend um Ko­blenz fan­den den Weg nach Skan­di­na­vi­en (Ver­wers 1998, S. 110). 

9. Die Auswirkungen der Wikingerüberfälle an Mittelrhein und Mosel

Die zeit­ge­nös­si­schen Be­richt­er­stat­ter ha­ben das Aus­maß der von den Wi­kin­gern an­ge­rich­te­ten Zer­stö­run­gen an Mit­tel­rhein und Mo­sel ver­mut­lich über­trie­ben. Um­fas­sen­de Ver­wüs­tun­gen durch die Plün­de­run­gen wa­ren eher sel­ten. Vie­le Schät­ze, Re­li­qui­en und Bü­cher wur­den ge­ret­tet, da sich die Mön­che häu­fig vor­über­ge­hend in die Si­cher­heit ih­rer Be­sit­zun­gen auf dem Lan­de zu­rück­zo­gen. Auch die kirch­li­chen Struk­tu­ren schei­nen durch die An­grif­fe nicht ge­stört wor­den zu sein. (Sa­wy­er 2002, S. 141). Sieht man da­her ein­mal von den Plün­de­run­gen ab, die für die je­wei­li­gen Klös­ter und Kir­chen si­cher­lich ver­lust­reich wa­ren, dürf­te sich der ma­te­ri­el­le Scha­den ins­ge­samt in Gren­zen ge­hal­ten ha­ben. Die Quel­len sug­ge­rie­ren an­de­res, was zum ei­nen der Per­spek­ti­ve von Kir­chen­män­nern ge­schul­det ist, die Ver­fas­ser der wich­tigs­ten Quel­len wa­ren, zum an­de­ren ih­rer mo­ra­lisch-di­dak­ti­schen In­ten­ti­on, denn die Wi­kin­ger­über­fäl­le soll­ten häu­fig auch als Stra­fe Got­tes wahr­ge­nom­men wer­den.

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Online

An­na­les Ful­den­ses (MGH SS rer. Germ. 7). [On­line]

 
Zitationshinweis

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Striewski, Jennifer, Wikinger am Mittelrhein, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/wikinger-am-mittelrhein/DE-2086/lido/57d11ffb5b1dd7.60977295 (24.04.2018)