Adalbert Hartel

Bühnenbildner (1917-2002)

Birgit Bernard (Heidelberg)
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Adal­bert Har­tel kam am 15.1.1917 im ost­preu­ßi­schen Ort Voigts­dorf im Land­kreis Rös­sel (Re­gie­rungs­be­zirk Al­len­stein) zur Welt. Sei­ne El­tern wa­ren der Leh­rer und Jour­na­list Aloy­si­us Har­tel (1874-1923) und des­sen Ehe­frau Ca­tha­ri­na von Ko­mo­row­ski (1881-1954). Über die Kind­heit und Ju­gend Har­tels in Ost­preu­ßen so­wie über sei­ne of­fen­bar we­nig er­folg­rei­che schu­li­sche Kar­rie­re ist nur we­nig be­kannt. Im Jah­re 1923 zog die Fa­mi­lie nach dem Tod des Va­ters in den na­he ge­le­ge­nen Ort Bi­schof­stein.

Har­tels Ta­lent lag auf künst­le­ri­schem Ge­biet, und so be­gann er zu ei­nem nicht be­kann­ten Zeit­punkt En­de der 1930er Jah­re ei­ne Aus­bil­dung am Lan­des­thea­ter Al­len­stein, dem heu­ti­gen Ste­fan-Ja­racz-Thea­ter. Im Volks­mund wur­de das Thea­ter nach sei­ner Voll­endung im Jah­re 1925 als „Treu­dan­k“ be­zeich­net, da es durch die Treu­dank-Stif­tung fi­nan­ziert wor­den war. Die Spiel­zeit am Thea­ter dau­er­te neun Mo­na­te, ge­folgt von zwei­mo­na­ti­gen Som­mer­tour­ne­en des Treu­dank-En­sem­bles in die sam­län­di­schen See­bä­der Cranz, Rau­schen und Neuk­uh­ren. Zu­sam­men mit zwei wei­te­ren Lehr­lin­gen trat Har­tel als „Vo­lon­tär“ mit ei­nem Mo­nats­sa­lär von 30 Reichs­mark in den „Ma­ler­saal“ ein. 1939 wur­de er vom Thea­ter über­nom­men und mit ers­ten Büh­nen­bil­dern be­traut.

Sei­nen Wehr­dienst leis­te­te Har­tel in der Be­ob­ach­tungs-Ab­tei­lung I in Kö­nigs­berg ab. Er nahm ab 1939 an den Feld­zü­gen in Po­len, Frank­reich und Russ­land teil. Ei­nen nicht nä­her zu da­tie­ren­den Fron­t­ur­laub er­hielt Har­tel ge­gen En­de 1942, An­fang 1943. Der Grund da­für war ein Ge­denk­blatt, das Har­tel für sei­ne Di­vi­si­on ent­wor­fen und für das er in ei­nem Wett­be­werb den Ers­ten Preis er­hal­ten hat­te. Die­ser Preis war mit ei­nem Stu­di­en­ur­laub in Wien ver­bun­den. Von Char­kow (Ukrai­ne) reis­te Har­tel da­her mit ei­nem Gü­ter­zug an die Do­nau – die Fahrt dau­er­te zehn Ta­ge -, um an der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te in die Büh­nen­bild­klas­se von Emil Pir­chan (1884-1957) auf­ge­nom­men zu wer­den. Sei­ne Büh­nen­bild­ent­wür­fe für die Oper „Tief­lan­d“ von Eu­gè­ne d’Al­bert (1864-1932) wur­den mit dem Aka­de­mie­preis der Stadt Wien aus­ge­zeich­net. Zu ei­ner Auf­füh­rung an der Wie­ner Oper kam es je­doch auf­grund des Krie­ges nicht mehr. „Wie­der zu­rück an die Front nach Russ­land, Kes­sel­schlacht um Char­ko­w“, hei­ßt es la­pi­dar in sei­nem im Un­ter­neh­mens­ar­chiv des WDR ar­chi­vier­ten Le­bens­lauf. Ge­meint ist ver­mut­lich die so ge­nann­te drit­te Schlacht um Char­kow, die in den Mo­na­ten Fe­bru­ar und März 1943 statt­fand.

We­gen ei­ner Gelb­sucht er­hielt Har­tel im wei­te­ren Ver­lauf des Krie­ges Ge­ne­sungs­ur­laub. Nach der In­va­si­on der Al­li­ier­ten in der Nor­man­die im Früh­som­mer 1944 ge­riet er in Frank­reich in ame­ri­ka­ni­sche Kriegs­ge­fan­gen­schaft. „Glück für mi­ch“, re­sü­mier­te er in sei­nem Le­bens­lauf, denn im Kriegs­ge­fan­ge­nen­la­ger er­hielt er die Chan­ce zu ei­ner dau­ern­den künst­le­ri­schen Be­tä­ti­gung. In ei­ner „Sou­ve­nir­kom­pa­gnie“ im La­ger Le Hav­re pro­du­zier­ten Ma­ler und Gra­fi­ker An­denken für ame­ri­ka­ni­schen GIs: Nach Fo­tos zeich­ne­ten und mal­ten sie die da­heim­ge­blie­be­nen Frau­en, Kin­der und Haus­tie­re. „Die Bil­der wur­den in Kis­ten ver­packt und nach Ame­ri­ka trans­por­tier­t“, und die Nach­fra­ge sei so stark ge­we­sen, dass man schlie­ß­lich „am lau­fen­den Ban­d“ Por­träts her­ge­stellt ha­be. Die Ent­loh­nung be­stand in Zi­ga­ret­ten und Scho­ko­la­de, die das un­mit­tel­ba­re Über­le­ben nach der Ent­las­sung aus der Kriegs­ge­fan­gen­schaft si­chern soll­ten. Da­ne­ben mal­te Har­tel für den pri­va­ten Ge­brauch: Sze­nen aus der Ge­fan­gen­schaft, die er man­gels Far­ben mit auf­ge­lös­tem Nesca­fé-Pul­ver an­fer­tig­te und die sich heu­te im Be­sitz sei­ner Er­ben be­fin­den.

Im Ja­nu­ar 1946 er­folg­te die Ent­las­sung Har­tels aus der Kriegs­ge­fan­gen­schaft. Sei­ne Ein­heit wur­de nach Heil­bronn am Ne­ckar ver­legt; von dort be­gab er sich in An­be­tracht der so­wje­ti­schen Be­set­zung Ost­preu­ßens zu ei­nem Freund in den Oden­wald, der ihm Un­ter­schlupf ge­währ­te. 

Am 1.8.1946 be­gann die bis 1960 wäh­ren­de Pha­se sei­nes Schaf­fens als Büh­nen­bild­ner und Aus­stat­tungs­lei­ter an ver­schie­de­nen west­deut­schen Büh­nen. Von 1946-1952 war Har­tel am Staats­thea­ter in Wies­ba­den ver­pflich­tet. Im An­schluss dar­an wech­sel­te er als Lei­ter der Aus­stat­tung an die Städ­ti­schen Büh­nen in Lü­beck. Gast­spie­le des En­sem­bles führ­ten ihn da­bei bis nach Schwe­den. Mit der be­kann­ten Gast­re­gis­seu­rin Ida Eh­re (1900-1989) ar­bei­te­te Har­tel bei der In­sze­nie­rung von „Ber­nar­da Al­bas Haus“ von Fe­de­ri­co Gra­cia Lor­ca (1898-1936) zu­sam­men. In Lü­beck blieb Har­tel bis 1955, dann über­nahm er - bis 1960 - die Po­si­ti­on ei­nes Lei­ters der Aus­stat­tung an den Städ­ti­schen Büh­nen in Frei­burg/Breis­gau. Har­tels büh­nen­bild­ne­ri­sches Schaf­fen stach in je­nen Jah­ren nach dem Be­fund des Thea­ter­wis­sen­schaft­lers Ge­rald Köh­ler - in sei­nem Bei­trag zum Aus­stel­lungs­ka­ta­log Fern­seh­Bil­der - je­doch nicht „aus der Men­ge der Büh­nen­bild­ner“ her­aus.

Dies än­der­te sich mit sei­nem Wech­sel zum frü­hen Fern­se­hen. Hier fand Har­tel die ihm ad­äqua­te Aus­drucks­form. Über die Mo­ti­va­ti­on zum Wech­sel des Me­di­ums schrieb er in ei­nem Le­bens­lauf: „Je­der klei­ne Dra­ma­turg wur­de In­ten­dant, er­fand das Thea­ter neu und brach­te mehr oder we­ni­ger qua­li­fi­zier­te Leu­te mit. Ich hat­te kei­ne Lust mehr und ver­such­te es beim 1960 noch re­la­tiv neu­en Fern­se­hen.“

1960 wech­sel­te Har­tel zum West­deut­schen Rund­funk nach Köln, zu­nächst als frei­er Mit­ar­bei­ter, ab dem 1.8.1963 in Fest­an­stel­lung. In den fol­gen­den drei Jahr­zehn­ten stat­te­te Har­tel ab­ge­se­hen vom West­deut­schen Rund­funk (WDR) Pro­duk­tio­nen für den Sen­der Frei­es Ber­lin (SFB), das Zwei­te Deut­sche Fern­se­hen (ZDF) oder den Saar­län­di­schen Rund­funk (SR) aus. Har­tel ar­bei­te­te da­bei mit be­deu­ten­den Re­gis­seu­ren wie Rolf von Sy­dow (ge­bo­ren 1924), Ed­ward Ro­the (1909-1978), Wil­helm Sem­mel­roth (1914-1992), Gün­ter Has­sert (1919-1991) – nach Har­tels Er­in­ne­rung dem „op­tischs­ten Re­gis­seur, den ich je ken­nen­ge­lernt ha­be“ – und Mi­cha­el Pfleg­har (1933-1991) zu­sam­men. Har­tels ver­mut­lich be­kann­tes­te Ar­beit ist die Aus­stat­tung der WDR-Come­dy „Klim­bim“ (Sen­de­da­ten: 24.7.1973–30.12.1979).

Ei­ne we­sent­li­che Quel­le zu sei­nem Fern­seh­schaf­fen ist ein im Un­ter­neh­mens­ar­chiv des WDR ar­chi­vier­tes und von Har­tel selbst er­stell­tes Werk­ver­zeich­nis. Aus­weis­lich die­ses Ver­zeich­nis­ses ar­bei­te­te Har­tel im Fern­se­hen in den Spar­ten Bal­lett, Kri­mi, Fern­seh­spiel – und vor al­lem im Un­ter­hal­tungs­be­reich bei der Aus­stat­tung von Fern­seh­shows und Come­dy-Se­ri­en. Als ei­ne sei­ner bes­ten Pro­duk­tio­nen be­trach­te­te er die Aus­stat­tung des Bal­lett­fil­mes „Fi­na­le“ mit der Tanz­grup­pe der Wup­per­ta­ler Oper vom 9.4.1961.

„Das Ver­hör am Nach­mit­ta­g“ von Wolf­gang Men­ge (1924-2012) wur­de am 25.2.1965 ge­sen­det und ge­hör­te zu den frü­hen Fern­seh­kri­mis. In­ner­halb der ARD-Kri­mi-Sen­de­rei­he „Tat­or­t“ war Har­tel nach­weis­lich an der Pro­duk­ti­on „Kres­sin und die zwei Da­men aus Ja­de“ für den WDR (8.7.1973) be­tei­ligt. In der Spar­te WDR-Fern­seh­spiel war Har­tel zu­nächst in den 1960er Jah­ren für die Aus­stat­tung zur Pro­duk­ti­on „Ke­an“ von Jean-Paul Sart­re (1905-1980) nach dem Thea­ter­stück von Alex­and­re Du­mas d. Ä. (1802-1870) zu­stän­dig. Sie wur­de am 10.11.1963 aus­ge­strahlt. Am 6.12.1964 folg­te „Das Du­el­l“ von An­ton Tsche­chow (1860-1904).

Ei­ne frü­he Aus­stat­tung Har­tels für das Un­ter­hal­tungs­fern­se­hen des WDR da­tiert vom 26.9.1962 und trägt den Ti­tel „Son­ne – und noch Meer“ („Al­gue­ro-Show“). Gro­ße Ein­zel­shows oder Sen­de­rei­hen für den WDR folg­ten in den 1970er und 1980er Jah­ren, un­ter an­de­rem mit der „Ivan-Re­broff-Show“ (25.3.1972-1.1.1975), der „Hei­di-Brühl-Show“ (26.6.1972), „Ein Abend mit Ro­ber­to Blan­co“ (5.6.1983), „Die Ru­di Car­rell Show“ und schlie­ß­lich „Die ver­flix­te Sie­ben“ (7.4.1984-5.12.1987), eben­falls mit Ru­di Car­rell (1934-2006). Für das ZDF stat­te­te Har­tel sechs Fol­gen der Sen­de­rei­he „Wet­ten dass ...“ mit Frank Elst­ner (ge­bo­ren 1942) aus.

Ku­lis­sen und Kos­tü­me zu frü­hen deut­schen Come­dy-Se­ri­en dürf­ten ei­nem brei­ten Kreis von Fern­seh­zu­schau­ern be­kannt sein, oh­ne ex­pli­zit von Har­tels Ur­he­ber­schaft zu wis­sen: Ne­ben der er­folg­rei­chen Sen­de­rei­he „Klim­bim“ un­ter der Re­gie von Mi­cha­el Pfleg­har, un­ter an­de­rem. mit den Schau­spie­le­rin­nen Eli­sa­beth Volk­mann (1936-2006) und In­grid Stee­ger (ge­bo­ren 1947), ar­bei­te­te Har­tel, wie­der­um in Zu­sam­men­ar­beit mit Mi­cha­el Pfleg­har an der Rea­li­sa­ti­on der Sen­de­rei­he „Zwei himm­li­sche Töch­ter“ und „Die Gim­micks“ (11.2.1978-20.5.1978 so­wie „Ex­tra“ vom 31.7.1979), in der un­ter an­de­rem In­grid Stee­ger, Iris Ber­ben (ge­bo­ren 1950) und Die­ter Hil­de­brandt (1927-2013) mit­wirk­ten.

Da­ne­ben re­üs­sier­te Har­tel mit gro­ßen Ga­la-Ver­an­stal­tun­gen, so mit der Sil­ves­ter­ga­la „Nun geht der Zir­kus wie­der los“ zum Jah­res­wech­sel 1964/1965 in der Düs­sel­dor­fer Kon­gress­hal­le mit den Or­ches­tern Kurt Edel­ha­gen und Adal­bert Lucz­kow­ski. Bei der Pro­duk­ti­on „Nur nicht ner­vös wer­den“ han­del­te es sich um ei­ne Ra­te­show mit Joa­chim Fuchs­ber­ger (1927-2014), dem Or­ches­ter Kurt Edel­ha­gen und dem Fern­seh­bal­lett Kurt Ja­cob. Sie wur­de am 3.9.1961 aus der Deutsch­land­hal­le in Ber­lin im Rah­men der Funk- und Fern­sehaus­stel­lung 1961 aus­ge­strahlt. Am 6.5.1972 wur­de die Haupt­zie­hung der ARD-Lot­te­rie „Glücks­spi­ra­le“ aus der Ber­li­ner Deutsch­land­hal­le über­tra­gen. Ne­ben Adal­bert Har­tel zeich­ne­te Sieg­fried Zars­ke für das Sze­nen­bild ver­ant­wort­lich. Für den SFB stat­te­te Har­tel fer­ner ei­ne „Ri­ver­boat“-Par­ty auf dem Wann­see aus.

Von 1965 bis 1979 war Har­tel zu­dem ARD-Ko­or­di­na­tor für die Aus­stat­tung der In­ter­na­tio­na­len Funk­aus­stel­lun­gen in Ber­lin; 1967 zeich­ne­te er ver­ant­wort­lich für die De­ko­ra­tio­nen zum „Deut­schen Ta­g“ an­läss­lich der Welt­aus­stel­lung in Mon­tre­al.

Den Ze­nit sei­ner Lauf­bahn als Büh­nen­bild­ner und Aus­stat­ter er­reich­te Har­tel nach Ein­schät­zung des Thea­ter­wis­sen­schaft­lers Ge­rald Köh­ler im Fern­se­hen der 1960er und frü­hen 1970er Jah­re: „Hier sah man Har­tels Aus­stat­tun­gen für di­ver­se Fern­seh­shows, die der Büh­nen­a­vant­gar­de der Zeit eben­bür­tig, bis­wei­len so­gar über­le­gen wa­ren; kon­se­quent im Zi­tat der Op- und Pop-Art oder der ki­ne­ti­schen Kunst der Zeit. Die Abs­trakt­heit der Bil­der ist von er­staun­li­cher Käl­te. Wie ver­lo­ren wir­ken die Stars wie Wencke My­rhe oder Ca­mi­lo Fel­gen zwi­schen den Stu­di­ode­ko­ra­tio­nen.“ (Fern­seh­Bil­der). Har­tel über­nahm da­mit die „Ort­lo­sig­keit“ des zeit­ge­nös­si­schen Büh­nen­bil­des. Har­tels spä­ten Aus­stat­tungs­stil, et­wa für „Klim­bim“ oder „Die ver­flix­te Sie­ben“, be­wer­tet Köh­ler als „kon­ven­tio­nel­l“, „er mach­te hier kei­ne Fern­seh-Kunst mehr“, son­dern „aus­tausch­bar[e]“ Fern­seh­se­ri­en­aus­stat­tung.

Im De­zem­ber 1986 er­hielt Har­tel den „Te­le­star-Eh­ren­preis der Fern­seh­un­ter­hal­tun­g“ für sein büh­nen­bild­ne­ri­sches Le­bens­werk.

Har­tel war von 1957-1976 mit Thea, geb. Zim­mer­mann (geb. 1933), ver­hei­ra­tet. Aus der Ehe gin­gen drei Kin­der her­vor. Die letz­ten Jah­re sei­nes Le­bens ver­brach­te Har­tel in Ba­den-Ba­den. Dort starb er am 9.1.2002.

Filmografie (Auswahl)

„Fi­na­le“ (9.4.1961) <WDR>
„Nur nicht ner­vös wer­den“ (3.9.1961) <SFB>
„Son­ne – und noch Meer. Al­gue­ro-Show“ (26.9.1962) <WDR>
„Ke­an“ (10.11.1963) <WDR>
„Das Du­el­l“ (6.12.1964) <WDR>
„Das Ver­hör am Nach­mit­ta­g“ (25.2.1965) <WDR>
„Hei­di-Brühl-Show“ (26.6.1972) <WDR>
„Ivan-Re­broff-Show“ (25.3.1972-1.1.1975) <WDR>
„Tat­ort. Kres­sin und die zwei Da­men aus Ja­de“ (8.7.1973) <WDR>
„Zwei himm­li­sche Töch­ter“ und „Die Gim­micks“ (11.2.1978-20.5.1978) und „Ex­tra“ (31.7.1979) <WDR>
„Klim­bim“ (24.7.1973-30.12.1979) <WDR>
„Ein Abend mit Ro­ber­to Blan­co“ (5.6.1983) <WDR>
„Die ver­flix­te 7“ (7.4.1984-5.12.1987) <WDR>

Nachlass

Der künst­le­ri­sche Nach­lass be­fin­det sich zum Teil im Pri­vat­be­sitz der Er­ben. Die­je­ni­gen Tei­le des Nach­las­ses, die Har­tels Ar­bei­ten für die Thea­ter­büh­nen in Wies­ba­den, Lü­beck und Frei­burg be­tra­fen, wur­den nach der Räu­mung von Har­tels Ba­den-Ba­de­ner Ate­lier im Ja­nu­ar 2002 an die Thea­ter­wis­sen­schaft­li­che Samm­lung der Uni­ver­si­tät zu Köln in Schloss Wahn über­ge­ben. Das ZDF be­tref­fen­de Pro­ve­ni­en­zen wur­den vom His­to­ri­schen Ar­chiv des ZDF in Mainz über­nom­men, Ar­bei­ten, die den Sen­der Frei­es Ber­lin be­tra­fen, vom Deut­schen Rund­funk­ar­chiv in Pots­dam.
WDR-Pro­ve­ni­en­zen und ein Le­bens­lauf Har­tels sind im Un­ter­neh­mens­ar­chiv des WDR bzw. im Un­ter­neh­mens­bild­ar­chiv „WDR-Fo­to“ ar­chi­viert. Es han­delt sich da­bei um ei­nen klei­nen, aber wert­vol­len Be­stand an Pro­duk­ti­ons­un­ter­la­gen im Um­fang von ca. 1 lau­fen­den Me­ter. Er ent­hält Grund­ris­se von Büh­nen­auf­bau­ten, Werk­zeich­nun­gen, zum Teil Pro­duk­ti­ons­plä­ne, Re­qui­si­ten­lis­ten so­wie ei­ne Pro­be „Büh­nen­schnee“ aus ge­schred­der­ter wei­ßer Kunst­stoff­fo­lie. Ein­zig­ar­tig sind neun maß­st­ab­ge­treue Büh­nen­mo­del­le, un­ter an­de­rem für die Fern­seh­se­rie „Die ver­flix­te Sie­ben“ im Teil­be­stand „Ob­jekt­do­ku­men­ta­ti­on“ des Un­ter­neh­mens­ar­chivs. 

Literatur

Ber­nard, Bir­git, Teil­nach­lass des Büh­nen­bild­ners Adal­bert Har­tel (1917-2002) ins His­to­ri­sche Ar­chiv des WDR über­nom­men, in: Rund­funk und Ge­schich­te 30 (2004), Nr. 1/2, S. 35-37.
Fern­seh­Bil­der. Heck­roth – Har­tel – Flimm. Ei­ne Aus­stel­lung der Thea­ter­wis­sen­schaft­li­chen Samm­lung aus An­lass des 50jäh­ri­gen Ju­bi­lä­ums des WDR. Schloss Wahn, 9. Ja­nu­ar bis 31. März 2006. 

 
Zitationshinweis

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Bernard, Birgit, Adalbert Hartel, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/adalbert-hartel/DE-2086/lido/5e15d2bd6b64e1.81813663 (abgerufen am 20.01.2022)