Benno von Wiese

Germanist (1903-1987)

Arnulf Krause (Bonn)

Universität zu Bonn, Foto: Thomas Wolf.

Der Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­ler galt in den 1960er und 70er Jah­ren als her­aus­ra­gen­der Ver­tre­ter sei­nes Fa­ches, des­sen Pu­bli­ka­tio­nen gro­ße Re­so­nanz fan­den. Wäh­rend sei­nes Or­di­na­ri­ats an der Uni­ver­si­tät Bonn war er der eben­so ge­fei­er­te wie kri­ti­sier­te Kopf der Neue­ren Ger­ma­nis­tik.

Der als Ben­no Ge­org Leo­pold von Wie­se und Kai­sers­waldau am 25.9.1903 in Frank­furt am Main Ge­bo­re­ne ent­stamm­te al­tem schle­si­schem Adel. Sein Va­ter Leo­pold M. von Wie­se war der füh­ren­de So­zio­lo­ge sei­ner Zeit und hat­te seit 1919 die Pro­fes­sur für So­zio­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Köln in­ne. Auch die 1878 ge­bo­re­ne Mut­ter Han­na Wil­hel­mi­ne Eli­sa­beth von Gers­dorff stamm­te aus ei­ner ad­li­gen Fa­mi­lie. Die El­tern lie­ßen sich 1918 schei­den. Von Wie­ses jün­ge­re Schwes­ter Ur­su­la (1905-2002), ver­hei­ra­te­te Gug­gen­heim-von Wie­se, war ei­ne be­kann­te Schwei­zer Schrift­stel­le­rin, Über­set­ze­rin und Schau­spie­le­rin. Seit 1931 war von Wie­se mit der 1907 ge­bo­re­nen Il­se von Ga­vel ver­hei­ra­tet. Das Paar hat­te zwei Kin­der: Den Sohn Pe­ter (1932-2001) und die 1935 ge­bo­re­ne Toch­ter Chris­tia­na.

Nach der frü­hen Tren­nung sei­ner El­tern ver­brach­te von Wie­se Kind­heit und Ju­gend bei sei­nem Va­ter und be­such­te Gym­na­si­en in Köln und bei Ver­wand­ten in Gör­litz, wo er in Freun­des­krei­sen die Wer­ke mo­der­ner Schrift­stel­ler wie Her­mann Hes­se (1877-1962), Hu­go von Hof­manns­thal (1874-1929), Ste­fan Ge­or­ge (1868-1933) und Rai­ner Ma­ria Ril­ke (1875-1926) ken­nen lern­te. Dort mach­te er auch 1923 sein Ab­itur.

Im sel­ben Jahr nahm er in Leip­zig das Stu­di­um von Ger­ma­nis­tik, Phi­lo­so­phie und Ge­schich­te auf, das 1924 von ei­nem Gast­se­mes­ter in Wien un­ter­bro­chen wur­de. 1925 setz­te er sei­ne Stu­di­en an der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg fort, wo er un­ter an­de­rem So­zio­lo­gie bei Al­fred We­ber (1868-1958) und Karl Mann­heim (1893-1947) hör­te, Deut­sche Li­te­ra­tur­ge­schich­te bei Fried­rich Gun­dolf (1880-1931) und Max von Wald­berg (1858-1938) und Phi­lo­so­phie bei Karl Jas­pers (1883-1969), bei dem er schlie­ß­lich 1927 mit ei­ner re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­schen Ar­beit über den Ro­man­ti­ker Fried­rich Schle­gel pro­mo­vier­te („Fried­rich Schle­gel. Ein Bei­trag zur Ge­schich­te der ro­man­ti­schen Kon­ver­sio­nen“). In Hei­del­berg freun­de­te er sich un­ter an­de­rem mit der spä­ter im Exil Be­rühmt­heit er­lan­gen­den Phi­lo­so­phin und Pu­bli­zis­tin Han­nah Arendt (1906-1975) an und mit dem Ger­ma­nis­ten Ri­chard Ale­wyn (1902-1979).

Da­mals ent­schied er sich end­gül­tig, ei­ne aka­de­mi­sche Kar­rie­re als Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­ler an­zu­stre­ben und sich zu ha­bi­li­tie­ren. Mit Hil­fe ei­nes For­schungs­sti­pen­di­ums setz­te er 1927/1928 sei­ne Stu­di­en an der Uni­ver­si­tät Ber­lin fort, wo er das Ober­se­mi­nar von Ju­li­us Pe­ter­sen (1878-1941) be­such­te, ei­nem der an­ge­se­hens­ten Ger­ma­nis­ten je­ner Zeit. Um sich zu ha­bi­li­tie­ren wech­sel­te er er­neut die Uni­ver­si­tät und kam 1928 erst­mals nach Bonn, wo er seit dem Win­ter­se­mes­ter 1929 als Pri­vat­do­zent für deut­sche Li­te­ra­tur­ge­schich­te un­ter­rich­te­te. Hier nun ha­bi­li­tier­te er bei Os­kar Wal­zel (1864-1944) über „Her­der und die ge­schicht­li­che Welt“. Von 1932 bis 1944 lehr­te von Wie­se an der Uni­ver­si­tät Er­lan­gen Neue Deut­sche Li­te­ra­tur­ge­schich­te, an­fangs als Pri­vat­do­zent, bald dar­auf als Au­ßer­or­dent­li­cher Pro­fes­sor. Nach Hit­lers Macht­er­grei­fung trat er 1933 der NS­DAP bei, an­schlie­ßend dem „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Leh­rer­bun­d“. Im Lauf der 1930er-Jah­re wirk­te er als Lek­tor in der Schrift­tums­kom­mis­si­on des so ge­nann­ten Am­tes Ro­sen­berg. Ob­wohl er 1943 zur Wehr­macht ein­ge­zo­gen wur­de, kam er zu kei­nem Front­ein­satz und wur­de im fol­gen­den Jahr so­gar da­von frei­ge­stellt (un­ab­kömm­lich zur Aus­bil­dung des Nach­wuch­ses).

In den letz­ten Kriegs­jah­ren wur­den die Wei­chen für sei­ne Nach­kriegs­kar­rie­re ge­stellt; denn im Som­mer 1943 be­rief ihn die Uni­ver­si­tät Müns­ter auf ein au­ßer­or­dent­li­ches Or­di­na­ri­at für Neue­re deut­sche Spra­che und Li­te­ra­tur. Ein Jahr spä­ter nahm er dort sei­ne Lehr­tä­tig­keit auf. Mit­te der 40er Jah­re er­folg­te der end­gül­ti­ge Um­zug sei­ner Fa­mi­lie. 1949 er­hielt er ein plan­mä­ßi­ges Or­di­na­ri­at. Sei­ne Lehr­tä­tig­keit in Müns­ter un­ter­bra­chen 1954 und 1955/1956 Gast­pro­fes­su­ren in den USA (Bloo­m­ing­ton und Prin­ce­ton).

1957 nahm von Wie­se ei­nen Ruf an die Uni­ver­si­tät Bonn an, wo er als Or­dent­li­cher Pro­fes­sor für Neue­re deut­sche Spra­che und Li­te­ra­tur Nach­fol­ger Gün­ther Mül­lers (1890-1957) wur­de. Im Mai des Jah­res hielt er sei­ne An­tritts­vor­le­sung über „Karl Im­mer­mann als Kri­ti­ker sei­ner Zeit“. Bis zu sei­ner Eme­ri­tie­rung 1970 wirk­te er hier, mit Un­ter­bre­chung ei­ner er­neu­ten Gast­pro­fes­sur in den USA (Min­nea­po­lis). In Bonn wur­de er zum be­kann­tes­ten und wir­kungs­mäch­tigs­ten Ger­ma­nis­ten West­deutsch­lands. Von sei­nen zahl­rei­chen Schü­lern und Schü­le­rin­nen wur­den nicht we­ni­ge ih­rer­seits be­deu­ten­de Hoch­schul­ger­ma­nis­ten. An der Uni­ver­si­tät Bonn gilt dies ins­be­son­de­re für die Pro­fes­so­ren Pe­ter Pütz (1935-2003) und Nor­bert Oel­lers (Jahr­gang 1936). 1965/1966 war von Wie­se 1. Vor­sit­zen­der des Deut­schen Ger­ma­nis­ten­ver­ban­des. Als Hoch­schul­leh­rer er­freu­te er sich we­gen sei­nes oft­mals be­zeug­ten li­be­ra­len Sti­les gro­ßer Be­liebt­heit. Sei­ne mar­kan­tes­te Ma­rot­te war ei­ne un­er­schüt­ter­li­che As­tro­lo­gie-Gläu­big­keit.

Be­kannt­heit und Ein­fluss des kri­tisch-spöt­tisch ge­nann­ten „Gro­ßor­di­na­ri­us“ zeig­ten sich auch au­ßer­halb der Uni­ver­si­tät. Von 1956 bis 1968 hat­te er im Pro­gramm­bei­rat des WDR ei­nen Sitz, 1958 bis 1960 wirk­te er in der Film­be­wer­tungs­stel­le Wies­ba­den mit, 1964 wur­de er Mit­glied der Nord­rhein-West­fä­li­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und der Küns­te. 1959 hielt er an­läss­lich der Ver­lei­hung des Bun­des­film­prei­ses in West-Ber­lin ei­ne öf­fent­li­che Re­de. Au­ßer­dem war er mit Vor­trä­gen, in In­ter­views und Dis­kus­si­ons­run­den so­wie Ar­ti­keln in auf­la­gen­star­ken deut­schen Ta­ges­zei­tun­gen in al­len Me­di­en prä­sent. An Eh­run­gen sei­en die Eh­ren­dok­tor­wür­de der Uni­ver­si­tät Chi­ca­go (1967) und die Ver­lei­hung des Gro­ßen Bun­des­ver­dienst­kreu­zes 1979 ge­nannt.

Die do­mi­nie­ren­de Po­si­ti­on von Wie­ses als Haupt­ver­tre­ter der deut­schen Ger­ma­nis­tik wur­de seit 1964 zu­neh­mend in Fra­ge ge­stellt, als jün­ge­re Ver­tre­ter des Fachs sei­ne Rol­le wäh­rend der Herr­schaft des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus zur Dis­kus­si­on stell­ten. Der Streit um die ge­for­der­te Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung wur­de auch auf dem Mün­che­ner Ger­ma­nis­ten­tag 1966 be­zie­hungs­wei­se bei des­sen Vor­be­rei­tung zum The­ma. Er es­ka­lier­te ge­gen En­de der 60er Jah­re, als von Wie­se im Um­kreis der „68er“ als her­aus­ra­gen­der Ex­po­nent des Kar­rie­ris­ten wäh­rend der NS-Dik­ta­tur ge­se­hen wur­de. Der Eti­ket­tie­rung als ängst­li­cher, aber kar­rie­r­e­be­wuss­ter Mit­läu­fer hat er nicht grund­sätz­lich wi­der­spro­chen, ihr je­doch die Be­fan­gen­heit im Zeit­geist ge­gen­über­ge­stellt.

Sei­nem öf­fent­li­chen und wis­sen­schaft­li­chen An­se­hen tat die Dis­kus­si­on letzt­lich kei­nen Ab­bruch. Be­vor er 1984 von Bonn nach Mün­chen über­sie­del­te, ver­öf­fent­lich­te er noch 1982 sei­ne Au­to­bio­gra­phie „Ich er­zäh­le mein Le­ben“. Am 31.1.1987 ver­starb er in Mün­chen.

Von Wie­ses Po­pu­la­ri­tät war nicht zu­letzt sei­nen wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­gen und den dar­auf ba­sie­ren­den Pu­bli­ka­tio­nen ge­schul­det. Sein ur­sprüng­li­cher For­schungs­an­satz be­ruh­te vor al­lem auf phi­lo­so­phie­ge­schicht­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen, die er als Schü­ler Gun­dolfs und Jas­pers´ im Span­nungs­feld zur Li­te­ra­tur sah. Dar­aus ent­wi­ckel­te sich sein In­ter­es­se für Geis­tes- und Ide­en­ge­schich­te als ty­pi­sche Form geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Ar­bei­tens. Nach 1945 galt er als Haupt­ver­tre­ter der wer­kim­ma­nen­ten Me­tho­de, in de­ren Mit­tel­punkt die mehr oder we­ni­ger theo­riefreie Text­in­ter­pre­ta­ti­on stand. Dem­zu­fol­ge gal­ten ihm grund­sätz­li­che me­tho­di­sche An­sät­ze als zweit­ran­gig ge­gen­über dem un­mit­tel­ba­ren Text­zu­gang. Ne­ben den kri­ti­schen Stim­men über sei­ne Ver­gan­gen­heit im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus mehr­te sich un­ter den jün­ge­ren Ger­ma­nis­ten der 60er Jah­re die Kri­tik an der vor­herr­schen­den wer­kim­ma­nen­ten Me­tho­de, die als will­kür­lich, ahis­to­risch und un­po­li­tisch ab­ge­tan wur­de. Die auf ihr be­ru­hen­den In­ter­pre­ta­ti­ons­samm­lun­gen tru­gen al­ler­dings ne­ben sei­nen Mo­no­gra­phi­en zur Tra­gö­die und zu Schil­ler zu von Wie­ses Po­pu­la­ri­tät bei, fan­den sie doch im Schul­fach Deutsch wei­te Ver­brei­tung.

Werke (Auswahl)

Fried­rich Schle­gel. Ein Bei­trag zur Ge­schich­te der ro­man­ti­schen Kon­ver­sio­nen, Ber­lin 1927.

Her­der. Grund­zü­ge sei­nes Welt­bil­des, Leip­zig 1939.

Die deut­sche Tra­gö­die von Les­sing bis Heb­bel, 2 Bän­de, Ham­burg 1948.

Edu­ard Mö­ri­ke, Tü­bin­gen [u.a.] 1950.

Die deut­sche No­vel­le von Goe­the bis Kaf­ka. In­ter­pre­ta­tio­nen, Düs­sel­dorf 1956.

Der Mensch in der Dich­tung. Stu­di­en zur deut­schen und eu­ro­päi­schen Li­te­ra­tur, Düs­sel­dorf 1958.

Fried­rich Schil­ler, Stutt­gart 1959.

Zwi­schen Uto­pie und Wirk­lich­keit. Stu­di­en zur deut­schen Li­te­ra­tur, Düs­sel­dorf 1963.

No­vel­le, Stutt­gart 1963.

Von Les­sing bis Grab­be. Stu­di­en zur deut­schen Klas­sik und Ro­man­tik, Düs­sel­dorf 1968.

Karl Im­mer­mann. Sein Le­ben und sein Werk, Bad Hom­burg v.d. H. [u.a.] 1969.

Si­gna­tu­ren. Zu Hein­rich Hei­ne und sei­nem Werk, Ber­lin 1976.

Ich er­zäh­le mein Le­ben. Er­in­ne­run­gen, Frank­furt am Main 1982.

Herausgeberschaft (Auswahl)

Deut­sche Ge­dich­te von den An­fän­gen bis zur Ge­gen­wart, Düs­sel­dorf 1954.

Die deut­sche Ly­rik. Form und Ge­schich­te. In­ter­pre­ta­tio­nen, 2 Bän­de, Düs­sel­dorf 1956.

Das deut­sche Dra­ma. Vom Ba­ro­ck ­bis zur Ge­gen­wart. In­ter­pre­ta­tio­nen, 2 Bän­de, Düs­sel­dorf 1958.

Der deut­sche Ro­man. Vom Ba­ro­ck ­bis zur Ge­gen­wart. Struk­tur und Ge­schich­te, 2 Bän­de, Düs­sel­dorf 1963.

  1. Jahr­hun­dert. Tex­te und Zeug­nis­se, Mün­chen 1965 (Die deut­sche Li­te­ra­tur. Tex­te und Zeug­nis­se, Band 6).

Deut­sche Dich­ter der ­Mo­der­ne. Ihr Le­ben und Werk, Ber­lin 1965.

Deut­sche Dich­ter der Ro­man­tik. Ihr Le­ben und Werk, Ber­lin 1971.

Ben­no von Wie­se [u.a.]. Schil­lers Wer­ke. Na­tio­nal­aus­ga­be, Wei­mar 1943ff.

Ben­no von Wie­se [u.a.]. Zeit­schrift für deut­sche Phi­lo­lo­gie, 1968ff.

Literatur (Auswahl)

Lau­er, Ger­hard, Ben­no von Wie­se (1903-1987), in: Kö­nig, Chris­toph/Mül­ler, Hans-Ha­rald/Rö­cke, Wer­ner (Hg.), Wis­sen­schafts­ge­schich­te der Ger­ma­nis­tik in Por­träts, Ber­lin/New York 2000, S. 221-227. 

Rossa­de, Klaus-Die­ter, „Dem Zeit­geist er­le­gen“: Ben­no von Wie­se und der Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, Hei­del­berg 2007.

Festschriften

Li­te­ra­tur und Ge­sell­schaft vom neun­zehn­ten ins zwan­zigs­te Jahr­hun­dert. Fest­ga­be für Ben­no von Wie­se zu sei­nem 60. Ge­burts­tag am 25. Sep­tem­ber 1963, hg. v. Hans Joa­chim Schrimpf, Bonn 1963.

Un­ter­su­chun­gen zur Li­te­ra­tur als Ge­schich­te. Fest­schrift für Ben­no von Wie­se, hg. v. Vin­cent J. Gün­ther Schmidt, Ber­lin 1973.

Nachruf

In me­mo­ri­am Ben­no von Wie­se: Re­den ge­hal­ten am 25. Ju­ni 1987 bei der aka­de­mi­schen Ge­denk­fei­er der Phi­lo­so­phi­schen­Fa­kul­tät ­der Rhei­ni­schen Fried­rich-Wil­helms-Uni­ver­si­tät Bonn, Bonn 1987.

 
Zitationshinweis

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Krause, Arnulf, Benno von Wiese, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/benno-von-wiese/DE-2086/lido/57c92f7b913a79.51922678 (22.05.2018)