Karl Menser

Bildhauer (1872–1929)

Josef Niesen (Bonn)

Karl Menser, um 1925, Porträtfoto. (Archiv Josef Niesen)

Der Bild­hau­er Karl Men­ser ge­hör­te zu den wich­tigs­ten ex­pres­sio­nis­ti­schen Künst­lern des Rhein­lands.

Ge­bo­ren wur­de Karl Ste­phan Men­ser am 19.7.1872 in Köln als Sohn von Mar­tin Men­ser und Re­gi­na Pries­ter, über die wei­ter nichts be­kannt ist. In Köln auf­ge­wach­sen, be­such­te Men­ser bis zur Er­lan­gung der Mitt­le­ren Rei­fe das städ­ti­sche Gym­na­si­um in der Kreuz­gas­se. An­schlie­ßend er­lern­te er an der Köl­ner Kunst­ge­wer­be­schu­le den Be­ruf des Stuk­ka­teurs, be­vor er Mal­un­ter­richt bei Jo­han­nes Nies­sen (1821–1910), Ma­ler und Lei­ter des Wall­raf-Ri­ch­artz-Mu­se­ums, nahm und Bild­haue­rei im Köl­ner Ate­lier Fried­rich Wil­helm Al­ber­manns (1821–1910) stu­dier­te. Der Zeit ge­mäß ging Men­ser da­nach auf Wan­der­schaft. Sei­ne Stu­di­en­rei­sen führ­ten ihn nach Mün­chen, Brüs­sel, Wien, Bu­da­pest und Pa­ris.

Nach sei­ner Rück­kehr in die Hei­mat­stadt ar­bei­te­te er seit 1902 als frei­er Bild­hau­er. Er hei­ra­te­te am 4.4.1904 Jo­se­fi­ne Geis­sel - die Ehe blieb kin­der­los -, und sie­del­te 1907 nach Bonn über. Auch hier frei­schaf­fend tä­tig, gab er da­ne­ben auf­grund sei­ner gründ­li­chen Kennt­nis­se des mensch­li­chen Kör­pers seit 1917 Zei­chen­kur­se in to­po­gra­phi­scher Ana­to­mie für Me­di­zi­ner an der Uni­ver­si­tät Bonn, wo­für ihm die Me­di­zi­ni­sche Fa­kul­tät 1918 die Eh­ren­dok­tor­wür­de ver­lieh. 1921 wur­de Men­sers Lehr­auf­trag er­wei­tert und er wur­de, als Nach­fol­ger von Al­bert Her­mann Küp­pers, am 17.6.1921 zum Lek­tor für Zeich­nen und Mo­del­lie­ren an der Phi­lo­so­phi­schen Fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Bonn er­nannt. Seit 1923 war er zu­dem Mit­glied der Köl­ner Be­ra­tungs­stel­le für Krie­ger­eh­run­gen, was sich auch in den 33 von ihm ge­schaf­fe­nen Krie­ger­denk­mä­lern nie­der­schlug. 1926 er­folg­te an­läss­lich der Ein­wei­hungs­fei­er sei­nes Denk­mals „Flam­me em­por“ sei­ne Er­nen­nung zum Eh­ren­bür­ger der Uni­ver­si­tät Bonn. Men­ser, der bis zu­letzt in den Bon­ner Adress­bü­chern als Kunst­bild­hau­er in der Kauf­mann­stra­ße 38 ge­führt wur­de, muss spä­tes­tens En­de 1929 nach Zü­rich ge­reist sein, wo er am 10.11.1929 un­er­war­tet ver­stor­ben ist. Der Grund sei­ner Rei­se bleibt eben­so wie die To­des­ur­sa­che im Un­kla­ren. Auch Re­cher­chen im Stadt­ar­chiv Zü­rich konn­ten nicht wei­ter­hel­fen. Nach dem Tod wur­de Men­sers Leich­nam nach Hon­nef (heu­te Stadt Bad Hon­nef) über­führt und auf dem Wald­fried­hof in Rhön­dorf be­stat­tet.

In Bonn hat­te Men­ser sich von Be­ginn an re­ge am Kunst­le­ben der Stadt be­tei­ligt und war zum Für­spre­cher der Künst­ler­schaft ge­wor­den, wie ein Brief aus dem Jahr 1914 be­legt, den Men­ser mit der Wen­dung im Auf­tra­ge Bon­ner Künst­ler un­ter­schrie­ben hat. Das legt na­he, dass er auch an der Grün­dung der im sel­ben Jahr ent­stan­de­nen „Bon­ner Künst­ler­ver­ei­ni­gung 1914“ (BKV) be­tei­ligt ge­we­sen sein könn­te. Auf je­den Fall ge­hör­te er der Grup­pe bis zu sei­nem To­de als Vor­sit­zen­der an. Un­ter Men­sers Ägi­de brach­te die BKV trotz der Pro­blem­jah­re nach dem Ers­ten Welt­krieg (Be­sat­zung, Hy­per­in­fla­ti­on, Welt­wirt­schafts­kri­se) ei­ni­ge be­ach­tens­wer­te Ge­mein­schafts­aus­stel­lun­gen zu­sam­men, an de­nen sich auch so be­deu­ten­de Gäs­te wie Car­lo Men­se (1886–1965), der zeit­wei­se in Bonn le­ben­de re­nom­mier­te Ver­tre­ter des Rhei­ni­schen Ex­pres­sio­nis­mus, oder Ju­li­us Bretz (1870–1953), der Mit­be­grün­der des Düs­sel­dor­fer Son­der­bun­des, be­tei­lig­ten. Zu den ei­gent­li­chen Mit­glie­dern der Künst­ler­ver­ei­ni­gung ge­hör­ten hin­läng­lich be­kann­te Künst­ler wie Hans Thu­ar, Hein­rich Reif­fer­scheid, Walt­her Rath (1886–1935), Carl Theo­dor Asen (1875–1927) und Pit Mül­ler (1905–1975).

In Bonn hat­te Men­ser sich von Be­ginn an re­ge am Kunst­le­ben der Stadt be­tei­ligt und war zum Für­spre­cher der Künst­ler­schaft ge­wor­den, wie ein Brief aus dem Jahr 1914 be­legt, den Men­ser mit der Wen­dung im Auf­tra­ge Bon­ner Künst­ler un­ter­schrie­ben hat. Das legt na­he, dass er auch an der Grün­dung der im sel­ben Jahr ent­stan­de­nen „Bon­ner Künst­ler­ver­ei­ni­gung 1914“ (BKV) be­tei­ligt ge­we­sen sein könn­te. Auf je­den Fall ge­hör­te er der Grup­pe bis zu sei­nem To­de als Vor­sit­zen­der an. Un­ter Men­sers Ägi­de brach­te die BKV trotz der Pro­blem­jah­re nach dem Ers­ten Welt­krieg (Be­sat­zung, Hy­per­in­fla­ti­on, Welt­wirt­schafts­kri­se) ei­ni­ge be­ach­tens­wer­te Ge­mein­schafts­aus­stel­lun­gen zu­sam­men, an de­nen sich auch so be­deu­ten­de Gäs­te wie Car­lo Men­se (1886–1965), der zeit­wei­se in Bonn le­ben­de re­nom­mier­te Ver­tre­ter des Rhei­ni­schen Ex­pres­sio­nis­mus, oder Ju­li­us Bretz (1870–1953), der Mit­be­grün­der des Düs­sel­dor­fer Son­der­bun­des, be­tei­lig­ten. Zu den ei­gent­li­chen Mit­glie­dern der Künst­ler­ver­ei­ni­gung ge­hör­ten hin­läng­lich be­kann­te Künst­ler wie Hans Thu­ar, Hein­rich Reif­fer­scheid, Walt­her Rath (188Be­reits vor sei­nem Zu­zug war Men­ser künst­le­risch in Bonn ver­tre­ten. So hat­te er schon 1904 das auf­wen­dig kon­zi­pier­te Grab­mal für Cas­par Jo­seph Bram­bach auf dem Pop­pels­dor­fer Fried­hof ge­schaf­fen, das noch ganz den Ju­gend­stil-Geist der Jahr­hun­dert­wen­de at­met. Die Grab­an­la­ge, be­ste­hend aus ei­ner sich zwi­schen zwei Pfei­ler­post­a­men­ten er­he­ben­den Grab­s­te­le mit ei­nem Rund­gie­bel, schuf der Ar­chi­tekt Karl Sen­ff (1870–1944), das sich auf der gro­ßen Frei­flä­che der Ste­le be­find­li­che lor­bee­rum­kränz­te Por­trät­me­dail­lon Bram­bachs und die flan­kie­ren­de al­le­go­ri­sche Ge­stalt wur­den von Karl Men­ser an­ge­fer­tigt. 1905 schuf er an der Fas­sa­de der durch Stadt­bau­meis­ter Ru­dolf Schult­ze neu er­bau­ten Feu­er­wa­che in der Max­stra­ße die far­bi­gen Re­li­efs des Bon­ner Stadt­wap­pens und des Hei­li­gen Flo­ri­ans als rö­mi­scher Le­gio­när, ei­ne sehr qua­li­tät­vol­le Ar­beit, die lei­der 1974 beim Ab­riss der Feu­er­wa­che im Zu­ge des Stadt­haus-Neu­baus ver­lo­ren ging. Eben­falls aus Men­sers Hand war der or­na­men­ta­le Schmuck in und am 1906 ein­ge­weih­ten Vik­to­ria­bad, auch ein Werk Ru­dolf Schult­zes und eben­falls heu­te un­ter­ge­gan­gen.6–1935), Carl Theo­dor Asen (1875–1927) und Pit Mül­ler (1905–1975).

Als mög­li­cher­wei­se ers­te freie Ar­beit in Bonn schuf Men­ser 1908 ei­ne Por­trät­büs­te Ri­chard Wag­ners (1813–1883) aus Car­ra­ra-Mar­mor, die sich heu­te im Be­sitz des Bon­ner Stadt­mu­se­ums be­fin­det. 1910 stell­te er ei­ne le­bens­gro­ße Pro­me­theus-Grup­pe und die eben­falls le­bens­gro­ße Skulp­tur „Fes­seln“ aus. 1912/1913 war Men­ser, der sich längst als Bau­plas­ti­ker ei­nen Na­men ge­macht hat­te, am Bau des Mu­se­ums Ko­enig be­tei­ligt. Sei­ne aus­drucks­star­ken Tierskulp­tu­ren an der Sand­stein­fas­sa­de bil­den noch heu­te ei­nen Blick­fang und sind be­son­ders be­ach­tens­wert. Der nächs­te gro­ße Auf­trag folg­te we­nig spä­ter (1915) für den Bau der mo­nu­men­ta­len Land­wirt­schafts­kam­mer Rhein­land an der Ecke En­de­ni­cher Al­lee/Kauf­mann­stra­ße (heu­te Ma­the­ma­tik­zen­trum der Uni­ver­si­tät). Für die­ses re­prä­sen­ta­ti­ve Ge­bäu­de im Stil des wil­hel­mi­ni­schen Ba­rock mit der pracht­vol­len Frei­trep­pe schuf Men­ser zwei über­le­bens­gro­ße Por­talfi­gu­ren in Na­tur­stein – ei­nen Schnit­ter und ei­nen Sä­mann – so­wie den ge­sam­ten or­na­men­ta­len In­nen- und Au­ßen­schmuck.

Au­ßer­halb Bonns ge­hört zu sei­nen her­vor­ra­gends­ten Wer­ken vor al­lem das Grab­mo­nu­ment für den Kom­po­nis­ten Louis La­com­be (1818–1884) auf dem Fried­hof Pè­re Lachai­se in Pa­ris, das er 1909 im Auf­trag von des­sen Wit­we auf­wen­dig ge­stal­te­te und mit der auf ei­nem Po­dest über­höht ste­hen­den Bron­ze­büs­te des Kom­po­nis­ten krön­te. Ei­ne eben­falls be­ach­tens­wer­te Ar­beit ist das gro­ße Jus­ti­tia-Re­li­ef im Gie­bel­feld des 1911 er­rich­te­ten Köl­ner Ober­lan­des­ge­richts, für das Men­ser zu­dem sämt­li­che Ge­bäu­de­de­ko­ra­tio­nen an­ge­fer­tigt hat. Für Rhön­dorf plan­te der Bild­hau­er An­fang der 1920er Jah­re die An­la­ge ei­nes Wald­fried­hofs, der heu­te vor al­lem als Be­gräb­nis­ort von Kon­rad Ade­nau­er be­kannt ist. Nach den Ent­wür­fen des Künst­lers wur­de auf ei­nem vor­ma­li­gen Wei­zen­feld ein ter­ras­sier­ter Hang­fried­hof ge­schaf­fen, mit run­den Grab­fel­dern und bre­zel­för­mi­gen Was­ser­stel­len. We­gen der Be­son­der­heit der An­la­ge und ih­rer ein­ma­li­gen La­ge mit­ten im Wald wer­te­te die Denk­mal­be­hör­de 2011 den Fried­hof als be­son­ders er­hal­tens­wer­tes Kul­tur­gut und trug ihn in die Denk­mal­lis­te ein.

Den Hö­he­punkt in Men­sers künst­le­ri­schem Schaf­fen bil­de­ten die 1920er Jah­re, sei­ne Bon­ner Zeit. Nicht un­ty­pisch für sei­ne Ge­ne­ra­ti­on, öff­ne­te der Bild­hau­er sich nach dem Ers­ten Welt­krieg der Mo­der­ne und wan­del­te sei­nen bis da­hin klas­si­schen, an Au­gust Ro­din (1840–1917) ori­en­tier­ten Stil hin zum Ex­pres­sio­nis­mus. Den Wan­del voll­zog er je­doch nicht in ei­nem kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­än­de­rungs­pro­zess, son­dern ließ im­mer auch kon­ser­va­ti­ve, kon­ven­tio­nel­le Wer­ke gleich­be­rech­tigt ne­ben sei­nen ex­pres­sio­nis­ti­schen ste­hen, was von ei­ner durch­aus kon­ser­va­ti­ven Grund­ein­stel­lung zeugt. Die Wahl sei­ner Werk­stof­fe reich­te von Holz über Stein und Mar­mor bis hin zu Bron­ze. Spä­ter ent­deck­te er Por­zel­lan und schuf in die­sem Ma­te­ri­al be­son­ders reiz­vol­le Kin­der­por­träts. Ne­ben vie­len an­de­ren Skulp­tu­ren und Plas­ti­ken sind vor al­lem über 100 Por­trät­büs­ten aus Men­sers Hand be­kannt. Da­ne­ben schuf er Ent­wür­fe für Stein­gut­plas­ti­ken, Ent­wür­fe für Pla­ket­ten und Ge­denk­me­dail­len für Lud­wig van Beet­ho­ven, heu­te im Beet­ho­ven-Haus zu be­sich­ti­gen, so­wie in der Zeit der ra­sen­den In­fla­ti­on 1920 die Ent­wür­fe für das Not­geld der Stadt Bonn, be­ste­hend aus je ei­ner 10, 25 und 50 Pfen­nig-Mün­ze mit dem Kon­ter­fei Beet­ho­vens.

Noch nicht zur Spra­che ge­kom­men ist bis­her Men­sers be­kann­tes­tes Werk, die heu­te un­ter­ge­gan­ge­ne Gal­va­no­plas­tik „Flam­me em­por“, die 1926 Auf­stel­lung im Ar­ka­den­hof der Bon­ner Uni­ver­si­tät fand. An­ge­regt durch kon­ser­va­tiv-na­tio­na­le Kräf­te der Uni­ver­si­tät war im Som­mer­se­mes­ter 1922 ver­stärkt der Wunsch zur Er­rich­tung ei­nes Krie­ger­denk­mals auf­ge­kom­men. Der mit weit­rei­chen­den Be­fug­nis­sen aus­ge­stat­te­te Denk­mal­aus­schuss ent­schied sich oh­ne zu zö­gern für den Bild­hau­er Karl Men­ser, des­sen eben­falls kon­ser­va­ti­ve und deutsch­na­tio­na­le Ein­stel­lung durch frü­he­re Wer­ke (zum Bei­spiel dem pa­trio­ti­schen Krie­ger­denk­mal „Sol­da­ten“ von 1922 oder dem „Eh­ren­mal 1918“ von 1919, des­sen Auf­stel­lung die Stadt Bonn so­gar ver­hin­dert hat­te) hin­läng­lich be­kannt ge­we­sen sein dürf­te. Nach der im Ge­hei­men statt­ge­fun­de­nen Fer­tig­stel­lung hielt man das Denk­mal we­gen der fran­zö­si­schen Be­sat­zung zu­nächst ver­steckt, bis es nach Ab­zug der Trup­pen 1926 im Ar­ka­den­hof des Uni­ver­si­täts­ge­bäu­des auf­ge­stellt und ein­ge­weiht wer­den konn­te. Es zeig­te ei­ne in ex­pres­sio­nis­ti­scher Ma­nier an­ge­fer­tig­te et­wa zwei­ein­halb Me­ter gro­ße Fi­gur ei­nes nack­ten nor­di­schen Jüng­lings, der mit weit ge­grätsch­ten Bei­nen, schwel­len­der Brust und hoch er­ho­be­nen Ar­men ein Schwert zum Him­mel streckt. Die­ser He­ros in der Auf­fas­sung ei­nes ger­ma­nisch-deut­schen Typs war je­doch ganz auf ei­nen see­li­schen Kon­trast hin aus­ge­rich­tet, in des­sen Kör­per sich Kraft und Schwä­che mit­ein­an­der ver­ban­den, als Sym­bol für den ver­gan­ge­nen Kamp­fes­wil­len der Deut­schen aber zu­gleich auch als „Sym­bol des geis­ti­gen Wie­der­auf­stiegs“, wie Paul Cle­men 1927 schrieb. Der vi­ta­le, kämp­fen­de Jüng­ling soll­te in sei­ner Op­fer­be­reit­schaft den Hel­den­tod zu er­lei­den, ein Vor­bild für die Bon­ner Stu­den­ten­schaft sein und an de­ren Kamp­fes­wil­len ap­pel­lie­ren. Der auf dem So­ckel an­ge­brach­te pro­gram­ma­ti­sche Ti­tel „Flam­me em­por“ ver­stärk­te die­se Wir­kung noch. Von An­be­ginn an um­strit­ten, wur­de seit 1927 die Ver­set­zung der Skulp­tur im Se­nat der Uni­ver­si­tät hef­tig dis­ku­tiert, bis es 1930 end­gül­tig zer­legt und am Al­ten Zoll auf ei­nem deut­lich nied­ri­ge­ren So­ckel wie­der­er­rich­tet wur­de. We­gen der pro­ble­ma­ti­schen Aus­sa­ge und der man­geln­den künst­le­ri­schen Qua­li­tät wur­de das mitt­ler­wei­le un­ge­lieb­te Werk 1940 von der Uni­ver­si­tät der Me­tall­spen­de ge­stif­tet und für Kriegs­zwe­cke ein­ge­schmol­zen. Den­noch ist es bis heu­te Men­sers be­kann­tes­tes, doch kei­nes­wegs bes­tes Werk.

Werke in der Öffentlichkeit (in Auswahl)

Oh­ne Jahr - Grab­stät­te Ban­ze, Trau­ern­des Paar, Bron­ze­re­lief, Bonn, Nord­fried­hof.

1904 - Cas­par Jo­seph Bram­bach, Bild­nis­re­lief mit ste­hen­dem Kna­ben, Bron­ze, Bonn, Pop­pels­dor­fer Fried­hof.

1909 - Grab­mo­nu­ment für Louis La­com­be, Bron­ze, Pa­ris, Fried­hof Pè­re Lachai­se.

1911 - Jus­ti­tia-Re­li­ef, Sand­stein, Köln, Fas­sa­de des Ober­lan­des­ge­richts.

1912/1913 – Tier­plas­ti­ken, Sand­stein, Fas­sa­de des Mu­se­ums Ko­enig, Bonn.

1915 - Fi­gu­ren­schmuck und Por­tal, Sand­stein, Fas­sa­de der ehe­ma­li­gen Land­wirt­schafts­kam­mer Rhein­land, jetzt Ma­the­ma­tik­zen­trum der Uni­ver­si­tät Bonn.

1922 - Eh­ren­mal „Sol­da­ten“, Mu­schel­kalk, Bonn-En­de­nich.

1922 - De pro­fun­dis, Stein­re­lief, Kreuz­gang Müns­ter­kir­che, Bonn.

nach 1922 - Eh­ren­mal “Flam­me em­por“, Bron­ze, Ar­ka­den­hof der Uni­ver­si­tät Bonn, de­mon­tiert.

1925 – Eh­ren­mal, Mu­schel­kalk, Land­wirt­schaft­li­che Hoch­schu­le (heu­te Land­wirt­schaft­li­che ­Fa­kul­tät ­der Uni­ver­si­tät), Bonn-Pop­pel­dorf.

1927 – Eh­ren­mal, Mu­schel­kalk, Neu­kir­chen (heu­te Stadt Neu­kir­chen-Vluyn).

1928 – Eh­ren­mal, Bron­ze, Neu­wied.

1928 – Eh­ren­mal, Bron­ze, Och­ten­dung bei An­der­nach.

1928 – Eh­ren­mal, Mu­schel­kalk, ehe­ma­li­ges Bun­des­haus, Bonn, un­ter­ge­gan­gen.

vor 1929 - Hans Ca­je­t­an, Bild­nis­re­lief, Bron­ze, Pop­pels­dor­fer Fried­hof, Bonn.

1928 - Carl Gar­rè, Bild­nis­re­lief, Bron­ze, Pop­pels­dor­fer Fried­hof, Bonn.

1928 – Eh­ren­mal, Bron­ze, Vluyn (heu­te Stadt Neu­kir­chen-Vluyn).

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Wer­ke in Samm­lun­gen (Aus­wahl)**_

1908 - Ri­chard Wag­ner, Por­trät­büs­te, Car­ra­ra-Mar­mor, Stadt­mu­se­um Bonn.

um 1910 - Lie­gen­de Lö­win, Skulp­tur, Stein­gut, Stadt­mu­se­um Bonn.

um 1910-1917 - Kni­en­der Mäd­chen­akt, Skulp­tur, Stein­gut, Stadt­mu­se­um Bonn.

1912 - Al­bert Bor­gert, Pla­ket­te, Bron­ze, Stadt­mu­se­um Bonn.

1915 - Ost­preu­ßen 1914, Skulp­tur, Por­zel­lan, Stadt­mu­se­um Bonn.

1917 - Klatsch­ba­sen, Skulp­tur, Stein­gut, Stadt­mu­se­um Bonn.

1917 - Mäd­chen­büs­te, Büs­te, Stein­gut, Stadt­mu­se­um Bonn.

1917 – Ka­me­ra­den, Skulp­tur, Bron­ze, Stadt­mu­se­um Bonn.

1918 - Mäd­chen­akt, Skulp­tur, Bron­ze, Stadt­mu­se­um Bonn.

1918 - Ma­don­na mit Kind, Skulp­tur, Lin­den­holz, Stadt­mu­se­um Bonn.

1918 - Beet­ho­ven, Por­trät­büs­te, Mar­mor, Stadt­mu­se­um Bonn.

1921 - Hu­go Rib­bert, Por­trät­büs­te, Mar­mor, In­sti­tut für Pa­tho­lo­gie der Uni­ver­si­tät Bonn.

1924 - Ma­ria bei der Krip­pe, Skulp­tur, Ei­chen­holz, Stadt­mu­se­um Bonn.

1926 - Ma­ter Do­lo­ro­sa, Skulp­tur, Pflau­men­baum­holz, Stadt­mu­se­um Bonn.

1926 -  Ma­ter Do­lo­ro­sa, Büs­te, Ei­chen­holz, Stadt­mu­se­um Bonn.

1927 - Kau­ern­de, Skulp­tur, Bron­ze, Stadt­mu­se­um Bonn.

1920-1927 - Al­fred Bu­che­rer, Por­trät­büs­te, Car­ra­ra-Mar­mor, Stadt­mu­se­um Bonn.

1928 - Por­trät, Re­li­ef, Bron­ze, Stadt­mu­se­um Bonn.

1929 - Selbst­por­trät, Büs­te, Bron­ze, Stadt­mu­se­um Bonn.

Beet­ho­ven-Pla­ket­te, Bron­ze­re­lief, Beet­ho­ven-Haus Bonn.

Literatur

150 Jah­re Rhei­ni­sche Fried­rich-Wil­helms-Uni­ver­si­tät zu Bonn 1818–1968, Ver­zeich­nis der Pro­fes­so­ren und Do­zen­ten, Bonn 1968.

Bo­dsch, In­grid (Hg.), Plas­tik. Be­stands­ka­ta­log des Stadt­Mu­se­ums Bonn, Nr. 2, Bonn 1989.

Fi­scher, Theo­dor, Karl Men­ser. Von sei­nem Werk, dem Künst­ler und Men­schen, Düs­sel­dorf 1931.

Höroldt, Diet­rich/van Rey, Man­fred (Hg.), Bonn in der Kai­ser­zeit 1871–1914, Bonn 1986.

Lan­ge, Sig­rid, Die Bon­ner Künst­ler-Ver­ei­ni­gung 1914, Bonn 2009.

Stof­fels, Mi­chae­la, Krie­ger­denk­mä­ler der Wei­ma­rer Re­pu­blik­zwi­schen na­tio­na­ler Ein­heit und kul­tu­rel­ler Viel­falt: Bür­ger­li­che Er­in­ne­rungs­pa­ra­dig­men des Kriegs­to­des im Bon­ner Denk­mal­bau, in: Bon­ner Ge­schichts­blät­ter 53/54 (2004), S. 351-428.

 
Zitationshinweis

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Niesen, Josef, Karl Menser, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/karl-menser/DE-2086/lido/57c94d28da0464.14684603 (26.04.2018)