Die Katholische Kirche und der Wohnungsbau in Köln 1932–1965

Michael P. Vollert (Rheinbach)

Katholikentagssiedlung, Pater-Delp-Straße, 1990. (Kölner Stadtkonservator)

Schlagworte

1. Einleitung

Am 29.11.1895 ka­men in der Gast­wirt­schaft Wiss­dorf, dem Ver­samm­lungs­lo­kal des Christ­li­chen Hand­wer­ker- und Ar­bei­ter­ver­eins in Köln-Nip­pes, ei­ni­ge Ho­no­ra­tio­ren zu­sam­men, um die Köln-Nip­pe­ser Bau- und Spar­ge­nos­sen­schaft zu grün­den. Zu die­ser Ver­samm­lung hat­te Hein­rich Ens­hoff, Ka­plan der ka­tho­li­schen Pfarr­kir­che St. Ma­ri­en, ein­ge­la­den, von dem die In­itia­ti­ve zur Grün­dung die­ser äl­tes­ten Köl­ner Bau­ge­nos­sen­schaft aus­ge­gan­gen war. Ens­hoff, Prä­ses des ge­nann­ten Christ­li­chen Hand­wer­ker- und Ar­bei­ter­ver­eins, wur­de mit ei­nem wei­te­ren ka­tho­li­schen Geist­li­chen in den Grün­dungs­vor­stand der Ge­nos­sen­schaft ge­wählt. Nur we­ni­ge Mo­na­te spä­ter, am 8.5.1865, wur­de, wie­der­um durch ei­nen ka­tho­li­schen Geist­li­chen, Rek­tor Phil­ipp Schlick, die Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft im Ge­sel­len­hos­pi­ti­um ge­grün­det. Schlick war wie Ens­hoff Prä­ses ei­nes Ge­sel­len­ver­eins und ei­ni­ge Jah­re zu­vor eben­falls Ka­plan im Köl­ner Ar­bei­ter­vier­tel Nip­pes. Die bei­den Geist­li­chen dürf­ten bei ih­rer Tä­tig­keit als Ka­p­lä­ne wich­ti­ge Ein­drü­cke von der so­zia­len La­ge der Ar­bei­ter und de­ren Woh­nungs­pro­ble­men be­kom­men ha­ben.

In den fol­gen­den sie­ben Jahr­zehn­ten wur­den in Köln durch die In­itia­ti­ve ka­tho­li­scher Geist­li­cher und Or­ga­ni­sa­tio­nen so­wie ein­zel­ner Pfarr­ge­mein­den et­wa 17 wei­te­re Woh­nungs­ge­sell­schaf­ten ge­grün­det. Die­se Un­ter­neh­men bau­ten Häu­ser und Woh­nun­gen, in de­nen ka­tho­li­sche Fa­mi­li­en nach dem Leit­bild ih­rer Kir­che woh­nen und le­ben soll­ten. Bis zur Mit­te des 20. Jahr­hun­derts ent­stan­den so in Köln meh­re­re tau­send Sied­lungs- und an­de­re Ein­fa­mi­li­en­häu­ser so­wie Woh­nun­gen, vor­wie­gend für Ka­tho­li­ken.

Die fol­gen­den Köl­ner Sied­lun­gen sind bei­spiel­haft für die Mo­ti­ve und das Han­deln der Kir­che in die­sem Be­reich:

  • die Sied­lung Am Bil­der­stöck­chen (ab 1932)

  • die Pas­tors­sied­lung (ab 1933)

  • die Bru­der-Klaus-Sied­lung (ab 1948)

  • die Sied­lung „Ei­gen­heim“ (ab 1948)

  • die Adam-Ste­ger­wald-Sied­lung (ab 1951)

  • die Ka­tho­li­ken­tags­sied­lung (ab 1956).

Auch die ab 1965 ent­stan­de­ne Sied­lung Neu­brück (Kon­rad-Ade­nau­er-Sied­lung) ging auf die In­itia­ti­ve ka­tho­li­scher Geist­li­cher und Un­ter­neh­men zu­rück. In die­ser Sied­lung konn­te je­doch aus Grün­den, die noch auf­zu­zei­gen sind, das Ide­al ei­ner ge­schlos­se­nen Sied­lung für Ka­tho­li­ken mit ei­nem spe­zi­el­len So­zi­al­mi­lieu nicht mehr er­reicht wer­den.

Woh­nen ge­hört wie Klei­dung und Nah­rung zu den ele­men­ta­ren Grund­be­dürf­nis­sen des Men­schen. Die Be­son­der­hei­ten des Wirt­schafts­gu­tes Woh­nung er­schwe­ren je­doch die Ent­ste­hung und das Funk­tio­nie­ren ei­nes durch An­ge­bot und Nach­fra­ge aus­ge­gli­che­nen Mark­tes. Die Woh­nung ist an das Grund­stück ge­bun­den, ih­re Her­stel­lung dau­ert län­ger und der Preis ist hö­her als bei fast al­len an­de­ren Gü­tern. Au­ßer­dem ist die Pla­nungs- und Nut­zungs­zeit sehr lang. Dies schlie­ßt kurz­fris­ti­ge Re­ak­tio­nen auf die Ver­än­de­rung von An­ge­bot und Nach­fra­ge aus.

Ab­ge­se­hen von die­sen Be­son­der­hei­ten wird die Nach­fra­ge nach Wohn­raum auch durch die Be­völ­ke­rung am Ort, de­ren So­zi­al­struk­tur, die Ein­kom­mens-, Le­bens- und Fa­mi­li­en­ver­hält­nis­se, den Wert der Woh­nung als Pres­ti­ge­ob­jekt und den Le­bens­stil der Be­woh­ner be­stimmt. Je­der Mensch braucht ei­ne Woh­nung. Sie ist da­mit auch ein So­zi­al­gut. Da na­he­zu im­mer Woh­nungs­man­gel herrsch­te, kam es seit der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts re­gel­mä­ßig zu Ein­grif­fen der öf­fent­li­chen Hand in den Markt. Dar­über hin­aus un­ter­stütz­ten zahl­rei­che ge­sell­schaft­li­che Grup­pen die Wohn­raum­ver­sor­gung ih­rer Kli­en­tel, so auch die Ka­tho­li­sche Kir­che. Wäh­rend der Staat sich von sei­ner Pflicht zur Da­seins­vor­sor­ge und dem Er­halt des so­zia­len Frie­dens lei­ten ließ, war das Mo­tiv der Kir­che die christ­li­che Ca­ri­tas. Die Ka­tho­li­sche Kir­che hat­te je­doch wei­ter­ge­hen­de In­ter­es­sen. In den von ihr ge­för­der­ten Sied­lun­gen soll­ten Ka­tho­li­ken nach dem kirch­li­chen Leit­bild für Fa­mi­lie, Ei­gen­tum und Woh­nen le­ben. Sie grün­de­te da­zu spe­zi­el­le Woh­nungs- und Sied­lungs­ge­sell­schaf­ten, för­der­te das Bau­spa­ren, sam­mel­te und spen­de­te Geld und stell­te ih­ren Grund­be­sitz in Erb­pacht als Bau­land zur Ver­fü­gung. Die Kir­che war da­mit nicht nur ei­ne phil­an­thro­pi­sche Or­ga­ni­sa­ti­on für woh­nungs­su­chen­de Ka­tho­li­ken, son­dern auch Teil­neh­mer am „Mark­t“ für das Wirt­schafts­gut Woh­nung.

Auch in Köln herrsch­te zu al­len Zei­ten Woh­nungs­man­gel. Die­ser Man­gel ver­schärf­te sich ganz be­son­ders durch die Zer­stö­run­gen durch den Zwei­ten Welt­krieg. Erst ab et­wa 1950 stieg die Zahl der Woh­nun­gen auf­grund der För­de­rung durch die öf­fent­li­che Hand und die be­gin­nen­de wirt­schaft­li­che Er­ho­lung wie­der an. Gleich­wohl gab es 1966 noch 65.063 Woh­nungs­su­chen­de in Köln.

2. Grundlagen, Grundsätze und Programme der Katholischen Kirche für den Wohnungsbau

Am En­de des 19. Jahr­hun­derts wur­den die drän­gen­den so­zia­len Pro­ble­me in­fol­ge der In­dus­tria­li­sie­rung auch der Amts­kir­che be­wusst. Mit der En­zy­kli­ka „Rer­um No­var­um“ (RN) Papst’ Leo XIII. (Pon­ti­fi­kat 1878-1903) ge­lang der Kir­che im Jah­re 1891 erst­mals ein Durch­bruch zu ei­ner ak­ti­ven ka­tho­li­schen So­zi­al­po­li­tik. In die­ser En­zy­kli­ka for­der­te Leo XIII. un­ter an­de­rem. auch das Recht auf Woh­nung. 40 Jah­re spä­ter ak­tua­li­sier­te Papst Pi­us XI. (Pon­ti­fi­kat 1922-1939) in sei­ner En­zy­kli­ka „Qua­dra­gesi­mo An­no“ (QA) die For­de­run­gen von RN. 1941 und 1949 for­der­te Papst Pi­us XII. (Pon­ti­fi­kat 1939-1958) un­ter Be­ru­fung auf RN und QA für je­de Fa­mi­lie ein ei­ge­nes Heim. Die Ka­tho­li­sche Kir­che in Deutsch­land, zahl­rei­che ih­rer Re­prä­sen­tan­ten, be­son­ders Jo­sef Kar­di­nal Frings, mach­ten sich die For­de­rung nach Ei­gen­hei­men für die ka­tho­li­sche Fa­mi­lie zu Ei­gen.

Erst 1926 ent­stand mit der Grün­dung des (ka­tho­li­schen) Ver­ban­des Woh­nungs­bau und Sied­lung (VWS) ei­ne ei­ge­ne Or­ga­ni­sa­ti­on der deut­schen Bi­schö­fe für die­ses Auf­ga­ben­ge­biet mit Sitz in Köln. Aus dem VWS ging 1931 der Ka­tho­li­sche Sied­lungs­dienst her­vor. Im Erz­bis­tum Köln wur­den nach 1945, wie in an­de­ren deut­schen Bis­tü­mern, ein Diö­ze­san­sied­lungs­werk ge­grün­det, das mit an­de­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen, wie et­wa dem Ver­band ka­tho­li­scher Sied­ler, die För­de­rung des Woh­nungs­baus für Ka­tho­li­ken über­nahm und die Zu­tei­lung von Kir­chen­land re­gel­te. Für die Pla­nung und den Bau von Woh­nun­gen und Sied­lun­gen wa­ren je­doch kom­mer­zi­el­le Fach­fir­men er­for­der­lich. Da­zu wur­den un­ter an­de­rem die be­reits ge­nann­te die Köln-Nip­pe­ser Bau- und Spar­ge­nos­sen­schaft, die Ge­mein­nüt­zi­ge Sied­lungs­ge­sell­schaft Am Bil­der­stöck­chen (1932), die Aa­che­ner Sied­lungs- und Woh­nungs­ge­sell­schaft (1949, Kurz­be­zeich­nung: Aa­che­ner) so­wie die Deut­sche Woh­nungs­ge­sell­schaft mbH DE­WOG (1950) ge­grün­det - al­le mit Sitz in Köln. In den Auf­sicht­rä­ten die­ser Ge­sell­schaf­ten sa­ßen zahl­rei­che ka­tho­li­sche Geist­li­che als Ver­tre­ter der An­teils­eig­ner, der Bis­tü­mer des Lan­des NRW. Ei­ne be­son­de­re Rol­le spiel­te da­bei Prä­lat Alois Ste­ger­wald (1904–1963), der mit ei­ge­nem Ka­pi­tal und dem der von ihm ge­grün­de­ten Christ­li­chen Not­hil­fe Mit­glied des Auf­sicht­ra­tes der DE­WOG und der Aa­che­ner war. Wei­te­re (ka­tho­li­sche) Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten und -ge­nos­sen­schaf­ten gin­gen nach kur­zer Zeit wie­der ein oder muss­ten sich ab 1933 auf Druck der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten mit an­de­ren, nicht­kon­fes­sio­nel­len Or­ga­ni­sa­tio­nen zu­sam­men­schlie­ßen. Die Amts­kir­che un­ter­stütz­te die ihr na­he ste­hen­den Fir­men, ins­be­son­de­re die Aa­che­ner, auch weil die Bis­tü­mer im Bun­des­land Nord­rhein-West­fa­len An­teils­eig­ner die­ser Ge­sell­schaft wa­ren und sind. Dies gilt ins­be­son­de­re für die Erz­diö­ze­se Köln als Mehr­heits­ge­sell­schaf­ter und wich­tigs­ter Ka­pi­tal­ge­ber der Aa­che­ner.

Woh­nungs­po­li­ti­sches Ide­al der Ka­tho­li­schen Kir­che war seit der Wei­ma­rer Zeit aus pas­to­ra­len Grün­den das Ein­fa­mi­li­en­haus mit Nutz­gar­ten zur Selbst­ver­sor­gung mit Le­bens­mit­teln, mög­lichst in ge­schlos­se­nen Sied­lun­gen für Ka­tho­li­ken. Die­se Wohn- und Sied­lungs­form ent­sprach dem Leit­bild der Kir­che für Fa­mi­lie, Ei­gen­tums­bil­dung und Woh­nen. In der­ar­ti­gen Sied­lun­gen soll­ten die Gläu­bi­gen ge­gen li­be­ra­les und so­zia­lis­ti­sches Ge­dan­ken­gut im­mu­ni­siert und da­durch - was so nicht aus­ge­spro­chen wur­de - die ge­gen­sei­ti­ge so­zia­le Kon­trol­le der (ka­tho­li­schen) Le­bens­füh­rung er­mög­licht wer­den. Nur in we­ni­gen Fäl­len konn­te die­ses Ide­al je­doch er­reicht wer­den. In der Groß­stadt Köln und in an­de­ren Bal­lungs­ge­bie­ten war die Wohn­form „Ein­fa­mi­li­en­heim mit Ge­mü­se­gar­ten und Klein­tier­hal­tun­g“ auf­grund des Flä­chen­ver­brauchs und der da­durch be­ding­ten hö­he­ren Grund­stücks­kos­ten  über­haupt nicht mög­lich.

Die­se von der Ka­tho­li­schen Kir­che ge­for­der­te und ge­för­der­te Wohn- und Sied­lungs­form fand auch die Un­ter­stüt­zung der Po­li­tik. Mit dem Reichs­sied­lungs­ge­setz von 1918, dem Reichs­heim­stät­ten­ge­setz von 1920 soll­te die Woh­nungs­not ge­mil­dert und die Selbst­ver­sor­gung mit Le­bens­mit­teln er­mög­licht wer­den. Auf dem Hö­he­punkt der Welt­wirt­schafts­kri­se wur­de am 6.10.1931 die 3. Not­ver­ord­nung ge­setz­li­che Grund­la­ge für das so ge­nann­te Rand­sied­lungs­pro­gramm. Er­werbs­lo­se soll­ten mit Fi­nanz­hil­fe des Rei­ches auf Grund­stü­cken am Ran­de der Groß­städ­te ein­fa­che Sied­lungs­häu­ser in Selbst­hil­fe er­rich­ten und die „Land­zu­la­ge“ für Ge­mü­se­an­bau und Klein­tier­hal­tung nut­zen. In Kir­che und Po­li­tik gab es für die­se Sied­lungs­form aber auch groß­stadt­feind­li­che und zi­vi­li­sa­ti­ons­kri­ti­sche Mo­ti­ve.

Nach 1945 fan­den die Grund­sät­ze und Zie­le der ka­tho­li­schen Kir­che für Woh­nungs­bau und Sied­lung die Un­ter­stüt­zung der im Bund und im Land NRW re­gie­ren­den CDU. Paul Lü­cke, Woh­nungs­bau­mi­nis­ter im 2. Ka­bi­nett Ade­nau­er, setz­te sich aus christ­lich-ka­tho­li­scher Über­zeu­gung noch 1960 für die Klein­sied­lung ein. Gleich­wohl war die­se Wohn- und Sied­lungs­form für die meis­ten Deut­schen un­er­reich­bar. Es do­mi­nier­te die Miet­woh­nung in Ge­schoss­bau­ten.

 

3. Wohnsiedlungen für Katholiken und ihre Bauträger in Köln 1932–1965

Die Wohn­sied­lung Am Bil­der­stöck­chen

Mit Grün­dung der Ge­mein­nüt­zi­gen Sied­lungs­ge­sell­schaft (GSG) Am Bil­der­stöck­chen im Jah­re 1932 als Bau­trä­ger für die Wohn­sied­lung glei­chen Na­mens im heu­ti­gen Stadt­be­zirk Nip­pes war der ka­tho­li­schen Kir­che in Köln erst­mals seit 1920 wie­der ein Er­folg auf dem Ge­biet von Bau­en und Sie­deln be­schie­den. Be­reits der Na­me Am Bil­der­stöck­chen weist auf ei­ne en­ge Ver­bin­dung der Sied­ler mit der Kir­che hin. Die­ser Na­me geht auf ei­nen Bil­der­stock zu­rück, der im 16. Jahr­hun­dert in der Feld­mark des Dor­fes Nip­pes zum Dank da­für er­rich­tet wor­den war, dass die Be­woh­ner von der Pest ver­schont blie­ben. Die Grün­dung der GSG er­folg­te auf In­itia­ti­ve ei­ni­ger ka­tho­li­scher Geist­li­cher, christ­li­cher Ge­werk­schaf­ter und Zen­trums­ab­ge­ord­ne­ter der Köl­ner Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung. Im § 2 des Ge­sell­schaf­ter­ver­tra­ges der GSG for­mu­lier­ten die In­itia­to­ren ih­re Zie­le:„Ge­gen­stand es Un­ter­neh­mens ist der Bau und die Be­treu­ung von Klein­woh­nun­gen für die min­der­be­mit­tel­te ka­tho­li­sche Be­völ­ke­rung.“

Auf dem 84.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Grund­stück, das bis 1918 als Ar­til­le­rie­de­pot der Köl­ner Fes­tung ge­nutzt wor­den war, ent­stan­den ab Ja­nu­ar 1933 nach Ma­ßga­be der 3. Not­ver­ord­nung 54 Rand­sied­lungs­häu­ser. Ei­ni­ge der Wa­gen­hal­len des ehe­ma­li­gen Ar­til­le­rie­de­pots wur­den zu 119 Rei­hen­häu­sern, ei­ne wei­te­re Wa­gen­hal­le zu 69 Klein­woh­nun­gen um­ge­baut. Au­ßer­dem wur­den in der Sied­lung ei­ne Not­kir­che, ein Kin­der­hort, Lä­den und an­de­re Ge­mein­schafts­ein­rich­tun­gen er­rich­tet.

Die Bau­ar­bei­ten wur­den von den er­werbs­lo­sen Sied­lern und ih­ren Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen ge­leis­tet. Sie wur­den da­bei von 150 er­werbs­lo­sen jun­gen Män­nern des Ka­tho­li­schen Jung­män­ner­ver­eins un­ter­stützt. Die Stadt Köln för­der­te das Pro­jekt durch die kos­ten­lo­se Nut­zung der Stra­ßen­bahn für die Fahr­ten der Sied­ler zur Bau­stel­le. Nach der Macht­über­nah­me durch die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten än­der­te sich für die Sied­ler zu­nächst we­nig, da das Rand­sied­lungs­pro­gramm weit­ge­hend mit der Po­li­tik des neu­en Re­gimes über­ein­stimm­te. Für die wei­ter an­dau­ern­de Ver­bin­dung mit der ka­tho­li­schen Kir­che spre­chen die re­gel­mä­ßi­gen Pres­se­be­rich­te über die Sied­lung und die Ein­wei­hung durch Weih­bi­schof Ham­mel am 1.10.1933. In den Ju­bi­lä­ums­schrif­ten zum 25- und 50-jäh­ri­gen Be­ste­hen der Sied­lung mit Zi­ta­ten aus RN und QA schrie­ben die Köl­ner Kar­di­nä­le Frings und Höff­ner Gruß­wor­te. Noch im Jah­re 2000 spen­de­te nach Ab­schluss von Mo­der­ni­sie­rungs- und Um­bau­maß­nah­men ein ka­tho­li­scher Geist­li­cher den Se­gen. Auch heu­te ist die Grund­struk­tur der Sied­lung aus den Jah­ren 1932/1933 nach Be­sei­ti­gung der Kriegs­schä­den noch deut­lich er­kenn­bar.

Die Pas­tors­sied­lung

Ab 1933 schränk­ten die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten die Hand­lungs­mög­lich­kei­ten der ka­tho­li­schen Kir­che, auch auf dem Ge­biet von Bau­en und Sie­deln, zu­neh­mend ein. Um so be­mer­kens­wer­ter ist die Grün­dung ei­ner „Ka­tho­li­schen In­ter­es­sen­ge­mein­schaft von Sied­lungs­wil­li­gen“, der ein­zi­gen der­ar­ti­gen Neu­grün­dung in Köln wäh­rend der NS-Zeit, durch Pfar­rer Ja­cob May­baum (1888-1978), der als Ge­ne­ral­be­voll­mäch­tig­ter der Sied­lungs­wil­li­gen im Köl­ner Stadt­teil Hö­hen­haus in sei­nem Ge­mein­de­be­zirk 200 Ein­fa­mi­li­en­häu­ser bau­en ließ. Im Hin­blick auf ih­ren geist­li­chen Grün­der er­hielt die Sied­lung im Volks­mund den Na­men „Pas­tors­sied­lun­g“. Mit der Sied­lung Am Bil­der­stöck­chen gab es in­so­weit ei­ne Ver­bin­dung, als May­baum seit dem 20.12.1933 auch Ge­sell­schaf­ter der GSG war. Durch die Grün­dung der Sied­lungs­ge­mein­schaft woll­te May­baum sich von ei­ner 1930/1931 ge­bau­ten be­nach­bar­ten Rand­sied­lung ab­gren­zen, de­ren Grund­stü­cke und Häu­ser vor­wie­gend an Par­tei­gän­ger des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus ver­ge­ben wur­den. Die Ein­wei­hung der Pas­tors­sied­lung er­folg­te 1934 noch nach dem Vor­bild an­de­rer „ka­tho­li­scher“ Sied­lun­gen: Fest­hoch­amt, Pro­zes­si­on, kirch­li­che Wei­he, Seg­nung der Häu­ser in An­we­sen­heit und un­ter Mit­wir­kung kirch­li­cher Wür­den­trä­ger, Dank und An­er­ken­nung für Pfar­rer Ja­cob May­baum.

Ab 1935 war May­baum zu­neh­mend Re­pres­sio­nen durch die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten aus­ge­setzt. Er hat­te sich nicht nur mit der kon­fes­sio­nel­len Aus­rich­tung sei­ner Sied­lung zum Geg­ner des NS-Re­gimes ge­macht, son­dern sei­ne auf den Glau­ben der Kir­che grün­den­de Mei­nung mehr­fach of­fen kund ge­tan. Um der Ver­haf­tung zu ent­ge­hen, floh er 1935 in die Nie­der­lan­de, muss­te je­doch nach de­ren Be­set­zung durch die Wehr­macht 1941 wie­der nach Köln zu­rück­keh­ren. Le­ben und Werk von Ja­cob May­baum ste­hen für mu­ti­ges und ent­schlos­se­nes Han­deln ge­gen den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus – auch auf dem Ge­biet von Bau­en und Sie­deln.

Die Bru­der-Klaus-Sied­lung

Wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs war der Woh­nungs­bau na­he­zu voll­stän­dig zum Er­lie­gen ge­kom­men. In­fol­ge der Kriegs­schä­den hat­te sich die Zahl der Woh­nun­gen in Köln auf fast ein Drit­tel des Vor­kriegs­be­stan­des ver­rin­gert. Nach Kriegs­en­de war der Be­darf war je­doch durch Flücht­lin­ge, Hei­mat­ver­trie­be­ne und Eva­ku­ier­te er­heb­lich ge­stie­gen. Der drin­gend not­wen­di­ge Wie­der­auf­bau wur­de durch den Man­gel an Ka­pi­tal, Bau­ma­te­ri­al und ein Bau­ver­bot der Be­sat­zungs­mäch­te stark ein­ge­schränkt.

Die ers­te grö­ße­re Bau­maß­nah­me in Köln nach dem Zwei­ten Welt­krieg, die Bru­der-Klaus-Sied­lung (BKS) im Stadt­teil Stamm­heim, ging wie­der­um auf die In­itia­ti­ve ei­nes ka­tho­li­schen Geist­li­chen zu­rück. Karl Mül­ler (1898-1975), Pfar­rer von St. Fran­zis­kus, sam­mel­te ab 1946 Woh­nungs­su­chen­de sei­ner Ge­mein­de und grün­de­te am 18.3.1947 im Pfarr­haus die „Sied­ler­ge­mein­schaft Neu­land e. V.“ Er knüpf­te da­mit an das Vor­bild der Sied­lung Am Bil­der­stöck­chen an, die zu sei­ner Ge­mein­de ge­hör­te. Durch den Tausch von Kir­chen­land ge­gen städ­ti­sche Grund­stü­cke konn­te im Nor­den des Köl­ner Stadt­teils Stamm­heim ein Bau­ge­län­de für die künf­ti­ge Sied­lung ge­fun­den wer­den, das in den fol­gen­den Jah­ren er­heb­lich er­wei­tert wur­de. Mit der Aa­che­ner, spä­ter der DE­WOG als Bau­trä­ger, wur­den ab 1948 die ers­ten Sied­lungs­häu­ser mit je 2.000 Qua­drat­me­tern Gar­ten­land in An­leh­nung an Sied­lungs­kon­zep­te aus der Wei­ma­rer Zeit er­rich­tet. Seit 1950 hat­ten die Grund­stü­cke nur noch cir­ca 1.000 Qua­drat­me­ter, weil die be­rufs­tä­ti­gen Sied­ler mit ei­ner wö­chent­li­chen Ar­beits­zeit von 48 Stun­den ei­ne grö­ße­re Flä­che nicht mehr be­wirt­schaf­ten konn­ten. Nach Auf­he­bung der Ra­tio­nie­rung von Le­bens­mit­teln und der Wäh­rungs­re­form 1948 war die Selbst­ver­sor­gung aus dem ei­ge­nen Gar­ten auch nicht mehr zwin­gend er­for­der­lich. Na­mens­ge­ber für die in den fol­gen­den Jah­ren re­gel­mä­ßig er­wei­ter­te Sied­lung wur­de der Schwei­zer Ere­mit Ni­ko­laus von Flüe (1417-1487), auch Bru­der Klaus ge­nannt, der 1947 hei­lig ge­spro­chen wur­de.

Ab 1950 wa­ren die Er­wei­te­rungs­bau­ten kei­ne Sied­lungs­häu­ser mit „Land­zu­la­ge“ mehr, son­dern klei­ne Ein­fa­mi­li­en- und Rei­hen­häu­ser so­wie Ge­schoss­woh­nun­gen, spä­ter auch ein Al­ten­heim. Auch das zu­nächst nach­drück­lich ver­folg­te Ide­al ei­ner ge­schlos­se­nen Sied­lung nur für Ka­tho­li­ken konn­te in Lau­fe der Jah­re im­mer we­ni­ger er­reicht oder er­hal­ten wer­den.

Die Sied­lung „Ei­gen­heim“

Wie in der Bru­der-Klaus-Sied­lung am Tag zu­vor leg­te Kar­di­nal Frings am 13.8.1948 den Grund­stein für die Sied­lung „Ei­gen­heim“. Die In­itia­ti­ve zum Bau die­ser Sied­lung ging von dem we­ni­ge Mo­na­te vor der Grund­stein­le­gung ge­grün­de­ten „Ver­ein ka­tho­li­sche Sied­lungs­ge­mein­schaft Ei­gen­heim“ aus. Ei­nen ers­ten Er­folg hat­te die­ser Ver­ein, als ihm die Pfarr­ge­mein­de St. Dio­ny­si­us in Köln-Lon­ge­rich 91.800 Qua­drat­me­ter Kir­chen­land als Bau- und Sied­lungs­grund­stück in Erb­pacht zur Ver­fü­gung stell­te. Wie bei an­de­ren von der ka­tho­li­schen Kir­che ge­för­der­ten Klein­sied­lun­gen soll­ten die ge­plan­ten Häu­ser in Ei­gen­leis­tung er­rich­tet wer­den. Nach dem 1. Woh­nungs­bau­ge­setz von 1950 konn­te die­se Ei­gen­leis­tung als „Mus­kel­hy­po­the­k“ im Grund­buch ein­ge­tra­gen wer­den. Fast al­le Sied­ler mach­ten von die­ser Mög­lich­keit Ge­brauch. Spä­tes­tens 1950 konn­ten die Bau­ar­bei­ten nicht mehr oh­ne die pro­fes­sio­nel­le Hil­fe von Fach­fir­men fort­ge­setzt wer­den. Zur Lö­sung die­se Pro­blems be­tei­lig­te sich die Sied­lungs­ge­mein­schaft mit DM 2.000 an der Aa­che­ner, die als Ge­ne­ral­un­ter­neh­mer die wei­te­re Bau­aus­füh­rung über­nahm.

Wie die zu­vor be­schrie­be­nen war auch die Sied­lung „Ei­gen­heim“ von An­be­ginn an ka­tho­lisch ge­prägt. Aus dem ka­tho­li­schen Män­ner­ver­ein der Pfarr­ge­mein­de St. Dio­ny­si­us her­vor­ge­gan­gen, wur­de wie in der Bru­der-Klaus-Sied­lung der Grund­stein von Kar­di­nal Frings ge­legt. Am 19.3.1950, am Fest des hl. Jo­sef, seg­ne­te Prä­lat Wos­nitza, der Lei­ter des Ka­tho­li­schen Sied­lungs­diens­tes, die ers­ten elf Häu­ser. 1953 weih­te Kar­di­nal Frings ei­ne Kreuz­an­la­ge in der Sied­lung und ze­le­brier­te 1968 zur 25-Jahr-Fei­er ein Pon­ti­fi­kal­amt. Auf­grund der Ver­bun­den­heit der Sied­ler mit dem Kar­di­nal hieß die Sied­lung im Volks­mund „Frings­vee­de­l“. Als es zu Pro­ble­men bei der Fi­nan­zie­rung und den Bau­ar­bei­ten kam, wand­ten sich die Sied­ler wie­der­holt mit der Bit­te um Hil­fe an die Erz­diö­ze­se Köln.

In der Sied­lung „Ei­gen­heim“, ur­sprüng­lich als Klein­sied­lung für 69 win­zi­ge Ein­fa­mi­li­en­häu­ser mit je 58 Qua­drat­me­ter Wohn­flä­che und Stall ge­plant, ist das klein­bür­ger­lich-dörf­li­che Mi­lieu nur noch in An­sät­zen er­kenn­bar. Heu­te steht die Sied­lung im Schat­ten des na­he ge­le­ge­nen Stadt­teils Chor­wei­ler mit vie­len tau­send Woh­nun­gen in Hoch­häu­sern, zum Teil von so­zi­al schwa­chen Fa­mi­li­en mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund be­wohnt.

Kirche der Bruder-Klaus-Siedlung, 1953. (Kölner Stadtkonservator)

 

Die Adam-Ste­ger­wald-Sied­lung

Die bis zur Mit­te der 1960er Jah­re grö­ß­te Wohn­bau­maß­nah­me in Köln war die von 1951 bis 1956 im Stadt­be­zirk Mül­heim er­rich­te­te Adam-Ste­ger­wald-Sied­lung. Vie­le Jah­re galt die­se Sied­lung weit über Köln hin­aus als Mus­ter­bei­spiel des mo­der­nen Groß­stadt­woh­nungs­baus. Prä­lat Alois Ste­ger­wald, Mit­be­grün­der der DE­WOG, setz­te sich da­für ein, dass die Sied­lung den Na­men sei­nes Va­ters Adam Ste­ger­wald (1874–1945), der christ­li­cher Ge­werk­schaf­ter, Mit­glied des Reichs­tags, 1929-1930, Reichs­ver­kehrs­mi­nis­ter und 1930-1932 Reichs­ar­beits­mi­nis­ter ge­we­sen war.

Von 1951 bis 1956 ent­stan­den auf ei­ner frü­he­ren In­dus­trie­bra­che 1.677 Wohn­ein­hei­ten für cir­ca 6.000 Men­schen in Ge­schoss­bau­wei­se. Am 12.9.1956 wur­de die Sied­lung von Weih­bi­schof Wil­helm Cle­ven (Epis­ko­pat 1950-1969, ge­stor­ben 1983) in An­we­sen­heit von Bun­des­kanz­ler Ade­nau­er ein­ge­weiht. Der Bau von Ein­fa­mi­li­en­häu­sern mit Nutz­gar­ten, von der ka­tho­li­schen Kir­che bis in die 1960er Jah­re ge­wollt und ge­för­dert, war in der Ste­ger­wald­sied­lung auf­grund der be­grenz­ten und teu­ren Grund­stücks­flä­chen im Stadt­ge­biet von Köln aus­ge­schlos­sen.

Der Bau­trä­ger DE­WOG ver­such­te, mög­lichst nur ka­tho­li­sche Mie­ter aus­zu­wäh­len, um da­mit zu­min­dest in An­sät­zen ein ka­tho­li­sches So­zi­al­mi­lieu zu be­grün­den. Hier­zu wur­den von den Pfar­rern der Hei­mat­ge­mein­den ver­trau­lich Aus­künf­te über die Le­bens­füh­rung der Be­wer­ber ein­ge­holt. Bei der Kom­mu­nal­wahl 1964 wur­den die Mie­ter in der Kun­den­zeit­schrift der DE­WOG be­hut­sam auf­ge­for­dert, Kan­di­da­ten zu wäh­len, die sich für das Fa­mi­li­en­ide­al der ka­tho­li­schen Kir­che ein­set­zen. Gleich­wohl wohn­ten in der Sied­lung kei­nes­wegs nur Ka­tho­li­ken.

Auch die Adam-Ste­ger­wald-Sied­lung hat den von ih­ren In­itia­to­ren ge­woll­ten ka­tho­li­schen Cha­rak­ter im Lau­fe der Zeit ver­lo­ren. Da­für spricht auch der Bau ei­ner evan­ge­li­schen Pfarr­kir­che in der Sied­lung, die 1998 je­doch in ei­nen Kin­der­gar­ten um­ge­wan­delt wur­de. Prä­lat Alois Ste­ger­wald un­ter­hielt in der Sied­lung ein Bü­ro des von ihm ge­grün­de­ten So­zi­al­werks Adam Ste­ger­wald, das um­fang­rei­che ka­ri­ta­ti­ve Tä­tig­kei­ten, auch und ge­ra­de in die­ser Sied­lung ent­fal­te­te. In dem Bü­ro des So­zi­al­werks ist Ste­ger­wald 1963 ver­stor­ben. An der Trau­er­fei­er nah­men un­ter an­de­rem Bun­des­kanz­ler Ade­nau­er und Kar­di­nal Frings teil, die da­mit ei­ner Per­sön­lich­keit, die sich um den Woh­nungs­bau für Ka­tho­li­ken ver­dient ge­macht hat­te, die letz­te Eh­re er­wie­sen.

Adam-Stegerwald-Siedlung, 1954. (Kölner Stadtkonservator)

 

Die Ka­tho­li­ken­tags­sied­lung

Schon der Na­me der ab 1956 im Köl­ner Stadt­teil Lon­ge­rich ge­bau­ten Sied­lung weist auf ei­ne en­ge Ver­bin­dung mit der Ka­tho­li­schen Kir­che hin. Den Grund­stein zu der zu­nächst Gar­ten­stadt-Nord ge­nann­ten Sied­lung leg­te am 29.8.1956, dem Be­ginn des 77. Deut­schen Ka­tho­li­ken­ta­ges, der Bi­schof von Lim­burg, Wil­helm Kempf (Epis­ko­pat 1949-1981, ge­stor­ben 1982).

Bau­trä­ger war wie bei zahl­rei­chen an­de­ren „ka­tho­li­schen“ Sied­lun­gen in Köln die DE­WOG. Von den ur­sprüng­lich ge­plan­ten 500 Ei­gen­hei­men und 650 Woh­nun­gen wur­den bis 1959 je­doch nur 278 Ein­fa­mi­li­en­häu­ser und 322 Woh­nun­gen, au­ßer­dem ein Al­ten­wohn­heim, vier La­den­zei­len und die Pfarr­kir­che St. Bern­hard ge­baut. Die Ein­fa­mi­li­en­häu­ser er­hiel­ten teil­wei­se ei­ne Ein­lie­ger­woh­nung für äl­te­re Ehe­paa­re, die so nach kriegs­be­ding­ter Eva­ku­ie­rung wie­der nach Köln zu­rück­keh­ren konn­ten. Die­se Ei­gen­hei­me wa­ren je­doch kei­ne Sied­lungs­häu­ser mit „Land­zu­la­ge“, weil die da­für er­for­der­li­chen Grund­stü­cke in der Groß­stadt Köln nicht ver­füg­bar oder nicht be­zahl­bar wa­ren.

Da der ge­plan­te Bau­be­ginn zum 77. Deut­schen Ka­tho­li­ken­tag (29.8.-4.9.1956) ge­fähr­det war, muss­te das Erz­bis­tum Köln das Pro­jekt in viel­fäl­ti­ger Form un­ter­stüt­zen, ins­be­son­de­re, um die dro­hen­de Fi­nan­zie­rungs­lü­cke zu schlie­ßen: Durch ei­ne Zwi­schen­fi­nan­zie­rung in Hö­he von DM 1,5 Mil­lio­nen aus dem Haus­halt der Erz­diö­ze­se, ei­ne Samm­lung wäh­rend des Ka­tho­li­ken­ta­ges (DM 500.000) so­wie zins­lo­se Dar­le­hen an die – zu­meist kin­der­rei­chen – Er­wer­ber der Ein­fa­mi­li­en­häu­ser. Die Bit­ten der Erz­diö­ze­se um Un­ter­stüt­zung durch die Stadt Köln und die Lan­des­re­gie­rung NRW wur­den ab­schlä­gig be­schie­den. Mi­nis­ter­prä­si­dent Karl Ar­nold woll­te sich nicht dem Vor­wurf aus­set­zen, ein kon­fes­sio­nell ge­präg­tes Bau­vor­ha­ben mit Lan­des­mit­teln be­son­ders zu för­dern. Er­folg­rei­cher wa­ren die Un­ter­stüt­zungs­an­trä­ge für spä­te­re Bau­ab­schnit­te an Bun­des­po­li­ti­ker. Prä­lat Alois Ste­ger­wald, Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes der DE­WOG, schrieb 1959 an Bun­des­kanz­ler Ade­nau­er, Bun­des­bau­mi­nis­ter Lü­cke so­wie Ar­beits- und So­zi­al­mi­nis­ter Blank. Er er­hielt DM 500.000 und zins­güns­ti­ge Kre­di­te der bun­des­ei­ge­nen Bau- und Bo­den­bank.

Mit dem Bau der Ka­tho­li­ken­tags­sied­lung woll­te die Kir­che de­mons­trie­ren, dass ihr woh­nungs­po­li­ti­sches Ziel, das Ei­gen­heim für die kin­der­rei­che Fa­mi­lie mit ge­rin­gen Ein­kom­men, rea­li­sier­bar ist. Die­ses Ziel konn­te 1956 auf­grund der herr­schen­den Ka­pi­tal- und Markt­be­din­gun­gen nur mit Hil­fe der Kir­che er­reicht wer­den. Die Un­ter­stüt­zung des Pro­jekts durch die Bun­des­re­gie­rung er­gab sich auch durch die weit­ge­hen­de Über­ein­stim­mung der woh­nungs­po­li­ti­schen Zie­le der Kir­che mit de­nen der im Bund re­gie­ren­den CDU, ins­be­son­de­re mit de­nen des Bun­des­kanz­lers und sei­nes Bau­mi­nis­ters, bei­de Ka­tho­li­ken mit Wur­zeln in Köln be­zie­hungs­wei­se im be­nach­bar­ten Bens­berg.

Die Sied­lung Neu­brück (Kon­rad-Ade­nau­er-Sied­lung)

Die ab 1965 in meh­re­ren Bau­ab­schnit­ten im Os­ten des Köl­ner Stadt­be­zirks Kalk er­rich­te­te Sied­lung Neu­brück ge­hört mit Bock­le­münd-Men­ge­rich und Stamm­heim zu den drei in den 1960er Jah­ren er­rich­te­ten Köl­ner Groß­sied­lun­gen. Mit mehr als 3.800 Wohn­ein­hei­ten (Stand 1985) ist die­se Sied­lung gleich­wohl mehr als dop­pelt so groß wie die Adam-Ste­ger­wald-Sied­lung (1.677 Wohn­ein­hei­ten) und grö­ßer als die bei­den an­de­ren ge­nann­ten.

Erst nach­dem die Bun­des­re­gie­rung dem Ver­kauf des bun­des­ei­ge­nen Grund­stücks zu­ge­stimmt hat­te, konn­te der Grund­stein am 26.8.1965 ge­legt wer­den. An die­ser Ze­re­mo­nie nahm der 90-jäh­ri­ge Alt­kanz­ler Kon­rad Ade­nau­er zu­sam­men mit zahl­rei­chen Bun­des-, Lan­des- und Kom­mu­nal­po­li­ti­kern der CDU teil, je­doch kein Ver­tre­ter der SPD. Die vor­ge­schla­ge­ne Be­nen­nung der neu­en Sied­lung nach Ade­nau­er lehn­te Ober­bür­ger­meis­ter John van Nes Zieg­ler als „Per­so­nen­kul­t“ ab, die Sied­lung hei­ßt of­fi­zi­ell Neu­brück.

Auf ei­ner Flä­che von 750.000 Qua­drat­me­tern soll­ten Ein­fa­mi­li­en-, Rei­hen­häu­ser, Miet-, So­zi­al- und Ei­gen­tums­woh­nun­gen für cir­ca 14.000 Ein­woh­ner ent­ste­hen. 1993 leb­ten je­doch erst cir­ca 9.600 Men­schen in Neu­brück. Bau­trä­ger war wie­der­um die DE­WOG zu­sam­men mit meh­re­ren Sub­un­ter­neh­mern.

Die von der ka­tho­li­schen Kir­che wei­ter­hin an­ge­streb­te Ent­ste­hung ei­ner dörf­li­chen Idyl­le mit ei­nem ka­tho­lisch ge­präg­ten So­zi­al­mi­lieu konn­te in der Sied­lung Neu­brück nicht mehr er­reicht wer­den. Mit fast 10.000 Ein­woh­nern war die­se Sied­lung da­für viel zu groß. Durch die zu­neh­men­de Mo­to­ri­sie­rung und die gu­te Er­schlie­ßung durch den Öf­fent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr wur­de die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Be­woh­ner über die Gren­zen der Sied­lung hin­aus be­güns­tigt. Schon aus die­sem Grun­de war die Im­mu­ni­sie­rung der Be­woh­ner ge­gen nicht­ka­tho­li­sches Ge­dan­ken­gut nicht mehr mög­lich. Auch die lan­ge Zeit von der ka­tho­li­schen Kir­che ge­för­der­ten Ein­fa­mi­li­en­häu­ser mit Land­zu­la­ge zur Selbst- oder Teil­ver­sor­gung gab es in Neu­brück nicht mehr. Das Be­set­zungs­recht der Stadt Köln für die So­zi­al- und das des Bun­des für die Bun­des­dar­le­hens­woh­nun­gen in Neu­brück er­klärt die Mi­schung ver­schie­de­ner Kon­fes­sio­nen und Ein­kom­mens­schich­ten. Hie­zu stell­te der Ka­tho­li­sche Sied­lungs­dienst (KSD) 1993 in ei­ner Schrift rück­bli­ckend fest, dass Neu­brück ein „Spie­gel­bild der Ge­sell­schaf­t“ sei. Da­für gibt es je­doch auch noch an­de­re Er­klä­run­gen. Vor al­lem der mit Be­ginn der 1960er Jah­re in al­len Be­rei­chen ein­set­zen­de ge­sell­schaft­li­che Wan­del, auf den die Kir­che auch mit dem Zwei­ten Va­ti­ka­ni­schen Kon­zil (1962–1965) re­agier­te, mach­te an den Gren­zen der bis­he­ri­gen „ka­tho­li­schen“ Wohn­sied­lun­gen nicht Halt. Auch da­her ist in Neu­brück ein ge­schlos­se­nes, ka­tho­lisch ge­präg­tes So­zi­al­mi­lieu gar nicht erst ent­stan­den.

4. Sozialstruktur und Milieu

Für ei­ne dif­fe­ren­zier­te Dar­stel­lung oder ei­nen Ver­gleich der So­zi­al­struk­tur in den sechs be­schrie­be­nen „ka­tho­li­schen“ Köl­ner Wohn­sied­lun­gen un­ter­ein­an­der feh­len die da­für er­for­der­li­chen sta­tis­ti­schen An­ga­ben. Wich­tigs­tes ge­mein­sa­mes Merk­mal war, dass die Be­woh­ner an­fäng­lich fast aus­nahms­los ka­tho­lisch und kin­der­reich wa­ren – au­ßer in Neu­brück. Sie ge­hör­ten der un­te­ren Mit­tel­schicht an: Fach­ar­bei­ter, Hand­wer­ker, klei­ne oder mitt­le­re An­ge­stell­te und Be­am­te, sie wa­ren je­doch kei­ne Groß­bür­ger oder ge­sell­schaft­li­che Eli­ten. Mit an­de­ren Wor­ten: Es wa­ren „klei­ne Leu­te“, ver­wur­zelt in ih­rem Mi­lieu und mo­ti­viert, die Woh­nungs­not durch ei­ge­ne An­stren­gun­gen zu über­win­den.

Seit dem En­de des 19. Jahr­hun­derts ver­such­te die ka­tho­li­sche Kir­che, aus ka­ri­ta­ti­ven Grün­den die Woh­nungs­not zu lin­dern, zum Teil mit Er­folg. Dar­über hin­aus streb­te sie an, dass Ka­tho­li­ken in über­schau­ba­ren Quar­tie­ren nach den Nor­men und Wer­ten der Kir­che le­ben. Da­zu soll­te ein spe­zi­el­les So­zi­al­mi­lieu mit ei­ner ge­gen­sei­ti­gen Kon­trol­le ent­wi­ckelt, sta­bi­li­siert und er­hal­ten wer­den. Mit Un­ter­stüt­zung der zahl­rei­chen ka­tho­li­schen Ver­ei­ne, je­weils un­ter Lei­tung ei­nes geist­li­chen Prä­ses, re­agier­te die Kir­che da­mit auch auf die Zu­mu­tun­gen der in­dus­tri­el­len Ar­beits­welt und den preu­ßisch-pro­tes­tan­ti­schen Na­tio­nal­staat, ab 1933 auch ge­gen den zu­neh­men­den Ein­fluss des NS-Re­gimes. Die ka­tho­li­schen Ver­ei­ne und das von ih­nen ge­stal­te­te Mi­lieu soll­ten Ge­bor­gen­heit, kol­lek­ti­ve Sinn­deu­tung und so­zia­le Si­cher­heit bie­ten. In Köln wur­de be­reits zum En­de des 19. Jahr­hun­derts Mi­lieu durch Woh­nungs­bau sta­bi­li­siert. Die 1896 ge­grün­de­te Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft im Ge­sel­len­hos­pi­ti­um bau­te Häu­ser, in de­nen Ge­sel­len nach Wan­der­zeit, Meis­ter­prü­fung und Hei­rat sich in dem ver­trau­ten Mi­lieu der Ge­sel­len­ver­ei­ne (wie­der-)fin­den soll­ten.

In der Wei­ma­rer Zeit, zum Teil be­reits da­vor, wa­ren Mi­lieu­bil­dung und -er­halt in und durch ge­schlos­se­ne Sied­lun­gen für Ka­tho­li­ken aus pas­to­ra­len Grün­den Ziel der Kir­che. Nach Un­ter­bre­chung durch die NS-Zeit knüpf­ten die Amts­kir­che und ka­tho­li­schen Or­ga­ni­sa­tio­nen an die­ses Ziel - auch man­gels Al­ter­na­ti­ven - wie­der an. Das ka­tho­li­sche So­zi­al­mi­lieu lös­te sich je­doch seit dem En­de der 1950er Jah­re zu­neh­mend auf. Die­ser Wan­del er­streck­te sich über meh­re­re Jah­re, be­en­det ist er bis heu­te nicht. Ur­sa­che die­ser all­mäh­li­chen Ero­si­on wa­ren Ver­än­de­run­gen in al­len ge­sell­schaft­li­chen Be­rei­chen, nicht nur in der Kir­che: das En­de der Ära Ade­nau­er, die Plu­ra­li­sie­rung und Li­be­ra­li­sie­rung der Le­bens­for­men, neue Mög­lich­kei­ten des Kon­sums, der Kom­mu­ni­ka­ti­on und Mo­bi­li­tät be­stimm­ten die­sen Pro­zess, für Ka­tho­li­ken be­son­ders auch das Zwei­te Va­ti­ka­ni­sche Kon­zil. Bis­her fes­te kon­fes­sio­nel­len Bin­dun­gen lo­cker­ten sich, auch in den 1948 er­bau­ten Sied­lun­gen Ei­gen­heim und Bru­der Klaus.

5. Ergebnis

Seit dem En­de des 19. Jahr­hun­derts för­der­te die ka­tho­li­sche Kir­che aus ka­ri­ta­ti­ven und pas­to­ra­len Grün­den den Woh­nungs­bau und konn­te da­bei be­acht­li­che Er­fol­ge er­zie­len. In den be­schrie­be­nen Sied­lun­gen in Köln ent­stan­den zwi­schen 1932 und 1965 mit ide­el­ler, or­ga­ni­sa­to­ri­scher und fi­nan­zi­el­ler Un­ter­stüt­zung der Kir­che cir­ca 7.200 Wohn­ein­hei­ten (oh­ne spä­te­re Er­wei­te­rungs­bau­ten).

Die von der Kir­che be­vor­zug­te Wohn­form, das Ein­fa­mi­li­en (-sied­lungs)haus mit Nutz­gar­ten zur Selbst­ver­sor­gung, wur­de in der Wei­ma­rer Zeit und nach 1945 auch von der Po­li­tik un­ter­stützt, in den An­fangs­jah­ren der Bun­des­re­pu­blik vor al­lem durch Bun­des­kanz­ler Ade­nau­er und den CDU-Woh­nungs­po­li­ti­ker Paul Lü­cke, bei­de über­zeug­te und prak­ti­zie­ren­de Ka­tho­li­ken. Nach­dem die Not­wen­dig­keit der Selbst­ver­sor­gung mit Le­bens­mit­teln aus dem ei­ge­nen Gar­ten auf­grund der wirt­schaft­li­chen Er­ho­lung mit Be­ginn der 1950er Jah­re ent­fal­len war und die da­für er­for­der­li­chen Grund­stü­cke in der Groß­stadt Köln nicht ver­füg­bar wa­ren, wur­den über­wie­gend Ge­schoss­woh­nun­gen oder Rei­hen­häu­ser ge­baut – wie in an­de­ren Sied­lun­gen oder Bal­lungs­räu­men auch.

Quellen

Pro­gram­ma­ti­sche Er­klä­run­gen der Päps­te, der Deut­schen Bi­schofs­kon­fe­renz und der Erz­diö­ze­se Köln zu Woh­nen und Sie­deln wur­den re­gel­mä­ßig im Kirch­li­chen An­zei­ger, dem Amts- und Mit­tei­lungs­blatt des Erz­bis­tums Köln, ver­öf­fent­licht. Wei­te­re An­ga­ben fin­den sich un­ter den ent­spre­chen­den Stich­wor­ten im Le­xi­kon für Theo­lo­gie und Kir­che (ver­schie­de­ne Jahr­gän­ge, Er­schei­nungs­ort: Frei­burg i. B.). Aus­sa­gen zum Woh­nungs­bau fin­den sich in den Par­tei­pro­gram­men der CDU von 1945 (vorl. Ent­wurf), 1946, 1947 so­wie in den Leit­sät­zen von 1949. Zur Ge­schich­te der ge­nann­ten Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten sie­he 40 Jah­re Aa­che­ner (1989), 50 Jah­re Aa­che­ner (1999), 25 Jah­re DE­WOG, Ge­schich­te, Zie­le, Leis­tun­gen (1975), Er­schei­nungs­ort: Köln. Ver­schie­de­ne Aus­ga­ben der Kun­den­zeit­schrift Die DE­WOG Fa­mi­lie.

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Ver­schie­de­ne Aus­ga­ben der Kun­den­zeit­schrift Die DE­WOG Fa­mi­lie. Kir­chen­zei­tung für das Erz­bis­tum Köln, Aus­ga­ben v. 13., 20., 27. Sep­tem­ber 1959. Er­schei­nungs­ort Köln.

Hei­nen, Wer­ner/Pfef­fer, An­ne­ma­rie, Sied­lun­gen in Köln 1888 – 1988, Köln 1988.

Dam­berg, Wil­helm, Ab­schied vom Mi­lieu? Pa­der­born u. a. 1997.

Klö­cker, Mi­cha­el, Ka­tho­lisch - von der Wie­ge bis zur Bah­re, Mün­chen 1991.

Kühr, Her­bert, Ka­tho­li­sche und evan­ge­li­sche Mi­lieus, in: Obern­dör­fer, Die­ter u. a., (Hg.), Wirt­schaft­li­cher Wan­del, re­li­giö­ser Wan­del und Wer­te­wan­del, Ber­lin 1985.

Ten­fel­de, Klaus, Mi­lieus, po­li­ti­sche So­zia­li­sa­ti­on und Ge­ne­ra­tio­nen­kon­flik­te im 20. Jahr­hun­dert, Bonn 1997.

Vol­lert, Mi­cha­el P., Die ka­tho­li­sche Kir­che und der Woh­nungs­bau in Köln 1932-1965, Mün­chen 2009.

Weich­lein, Sieg­fried, Sat­tel­zeit der Mi­lieue­r­o­si­on, in: Die Neue Ge­sell­schaft 6 (2003). S. 54-58

Katholikentagssiedlung mit der Pfarrkirche St. Bernhard, 1959. (Kölner Stadtkonservator)

 
Zitationshinweis

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Vollert, Michael P., Die Katholische Kirche und der Wohnungsbau in Köln 1932–1965, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/die-katholische-kirche-und-der-wohnungsbau-in-koeln-1932%25E2%2580%25931965/DE-2086/lido/57d132ce881184.40734132 (17.11.2018)