Franz und Johann Dinnendahl

Maschinenbauer und Eisenindustrielle (1775–1826 und 1780–1849)

Michael A. Kanther (Duisburg)

Franz Dinnendahl, Porträt. (Haus der Essener Stadtgeschichte / Stadtarchiv)

Die Brü­der Franz und Jo­hann Din­nen­dahl ent­stamm­ten ei­ner mit­tel­bäu­er­li­chen Fa­mi­lie im Raum Al­ten­dorf an der Ruhr (heu­te Es­sen-Bur­gal­ten­dorf), ei­nem Ge­biet mit klei­nen Koh­len­berg­wer­ken an den Hän­gen des Flus­ses. Sie ge­nos­sen nur ei­ne be­schei­de­ne Schul­bil­dung, hat­ten je­doch schon als Ju­gend­li­che gro­ßes In­ter­es­se an Tech­nik und wa­ren ins­be­son­de­re vom Prin­zip der Dampf­ma­schi­ne, der für die In­dus­tria­li­sie­rung des 19. Jahr­hun­derts hoch­be­deu­ten­den eng­li­schen Er­fin­dung, fas­zi­niert. Die Dampf­ma­schi­ne, die im Ruhr­ge­biet re­la­tiv spät Ein­zug hielt (im ober­schle­si­schen In­dus­trie­re­vier gab es sie frü­her), soll­te in den ers­ten Tief­bau­schäch­ten, die nach 1800 nörd­lich der Ruhr an­ge­legt wur­den, und mit de­nen die Berg­bau­un­ter­neh­mer die tie­fer lie­gen­de, wert­vol­le Koh­le er­rei­chen woll­ten, das ein­strö­men­de Grund­was­ser „he­ben“ und den Schacht tro­cken hal­ten.

Franz und Jo­hann Din­nen­dahl er­lern­ten den Schrei­ner- und Zim­merer­be­ruf, ar­bei­te­ten je­doch auch im Berg­bau und lern­ten die Pro­ble­me die­ser zu­kunfts­träch­ti­gen Bran­che ken­nen. Franz Din­nen­dahl mach­te sich vor 1799 als Bau­meis­ter selb­stän­dig, wur­de dann zum Kon­struk­teur von Dampf­ma­schi­nen und eta­blier­te sei­nen Be­trieb 1807 in Es­sen. Sein Bru­der un­ter­stütz­te ihn zu­nächst und bau­te seit 1811 in Mül­heim an der Ruhr ein ei­ge­nes Un­ter­neh­men auf. Sie ver­sorg­ten vie­le Berg­wer­ke im west­li­chen Ruhr­ge­biet mit Ma­schi­nen zur Was­ser­hal­tung und leis­te­ten da­mit ei­nen Bei­trag zur in­dus­tri­el­len Ent­wick­lung der Re­gi­on. Die Ent­wick­lung ih­rer Un­ter­neh­men wur­de nach er­folg­rei­chen Jah­ren durch Pro­ble­me ver­schie­de­ner Art be­ein­träch­tigt. Franz Din­nen­dahl, dem es an kauf­män­ni­schem Ta­lent fehl­te, muss­te nach vie­len Miss­er­fol­gen 1825 Kon­kurs an­mel­den. Sein Bru­der, der grö­ße­res Ge­schick als Rech­ner und Kauf­mann be­saß, ver­ließ Mül­heim 1837 und ver­such­te im Raum Min­den die Schaf­fung ei­nes mehr­stu­fi­gen Mon­tan­un­ter­neh­mens, was je­doch aus ver­schie­de­nen Grün­den nicht ge­lang. Bei­de Brü­der schei­ter­ten letzt­lich auch an Ka­pi­tal­man­gel. Den­noch leb­ten von ih­nen ge­grün­de­te Un­ter­neh­men fort.

 

Franz Con­rad Din­nen­dahl wur­de am 20.8.1775 in der Herr­lich­keit Horst bei (Es­sen-) Stee­le als Sohn des Mül­lers Jo­hann Bern­hard Din­nen­dahl (1744–1795) und der Ma­ria Chris­ti­na Din­nen­dahl, ge­bo­re­ne Kö­nig (1747–1805) ge­bo­ren. Sein Bru­der Jo­hann Hein­rich kam am 6.6.1780 eben­falls in Horst zur Welt. Die Fa­mi­lie war ka­tho­lisch. Die Vor­fah­ren vä­ter­li­cher­seits wa­ren Land­wir­te in Al­ten­dorf an der Ruhr und Um­ge­bung ge­we­sen. Die Brü­der hat­ten noch fünf Ge­schwis­ter, von de­nen wahr­schein­lich nur drei das Er­wach­se­nen­al­ter er­reich­ten. Sie wuch­sen in be­schei­de­nen Ver­hält­nis­sen auf und muss­ten als Kin­der und Ju­gend­li­che land­wirt­schaft­li­che Ar­bei­ten wie das Hü­ten von Schwei­nen ver­rich­ten. Bei­de be­such­ten nur die Volks­schu­le in Horst. Franz Din­nen­dahl hat­te nach ei­ge­nen An­ga­ben schon sehr früh ein star­kes In­ter­es­se für Me­cha­nik. Er ar­bei­te­te nach der Schul­zeit als Koh­len­schie­ber und Schlep­per auf Stein­koh­len­ze­chen und wur­de mit 16 Jah­ren Hau­er (voll­wer­ti­ger Berg­mann). Wäh­rend die­ser Zeit lern­te er die Pro­ble­me der Berg­bau­un­ter­neh­mer mit der Was­ser­hal­tung in den ers­ten Tief­bau­schäch­ten ken­nen; im­mer wie­der drang Grund­was­ser in die Schäch­te ein und ließ die­se „ab­sau­fen“. Von ei­nem On­kel da­zu über­re­det, wand­te Franz Din­nen­dahl sich vom Berg­bau ab und ab­sol­vier­te ei­ne Leh­re bei ei­nem Schrei­ner. Nach dem En­de der Lehr­zeit mach­te er sich als Zim­mer- und Bau­meis­ter in Al­ten­dorf selb­stän­dig. Am 18.4.1799 hei­ra­te­te er dort Eli­sa­beth Chris­ti­na Küp­pers­heg­ge (1780–1870); sie be­ka­men sie­ben Kin­der, von de­nen nur vier er­wach­sen wur­den.

Franz Con­rad Din­nen­dahl wur­de am 20.8.1775 in der Herr­lich­keit Horst bei (Es­sen-) Stee­le als Sohn des Mül­lers Jo­hann Bern­hard Din­nen­dahl (1744–1795) und der Ma­ria Chris­ti­na Din­nen­dahl, ge­bo­re­ne Kö­nig (1747–1805) ge­bo­ren. Sein Bru­der Jo­hann Hein­rich kam am 6.6.1780 eben­falls in Horst zur Welt. Die Fa­mi­lie war ka­tho­lisch. Die Vor­fah­ren vä­ter­li­cher­seits wa­ren Land­wir­te in Al­ten­dorf an der Ruhr und Um­ge­bung ge­we­sen. Die Brü­der hat­ten noch fünf Ge­schwis­ter, von de­nen wahr­schein­lich nur drei das Er­wach­se­nen­al­ter er­reich­ten. Sie wuch­sen in be­schei­de­nen Ver­hält­nis­sen auf und muss­ten als Kin­der und Ju­gend­li­che land­wirt­schaft­li­che Ar­bei­ten wie das Hü­ten von Schwei­nen ver­rich­ten. Bei­de be­such­ten nur die Volks­schu­le in Horst. Franz Din­nen­dahl hat­te nach ei­ge­nen An­ga­ben schon sehr früh ein star­kes In­ter­es­se für Me­cha­nik. Er ar­bei­te­te nach der Schul­zeit als Koh­len­schie­ber und Schlep­per auf Stein­koh­len­ze­chen und wur­de mit 16 Jah­ren Hau­er (voll­wer­ti­ger Berg­mann). Wäh­rend die­ser Zeit lern­te er die Pro­ble­me der Berg­bau­un­ter­neh­mer mit der Was­ser­hal­tung in den ers­ten Tief­bau­schäch­ten ken­nen; im­mer wie­der drang Grund­was­ser in die Schäch­te ein und ließ die­se „ab­sau­fen“. Von ei­nem On­kel da­zu über­re­det, wand­te Franz Din­nen­dahl sich vom Berg­bau ab und ab­sol­vier­te ei­ne Leh­re bei ei­nem Schrei­ner. Nach dem En­de der Lehr­zeit mach­te er sich als Zim­mer- und Bau­meis­ter in Al­ten­dorf selb­stän­dig. Am 18.4.1799 hei­ra­te­te er dort Eli­sa­beth Chris­ti­na Küp­pers­heg­ge (1780–1870); sie be­ka­men sie­ben Kin­der, von de­nen nur vier er­wach­sen wur­den.Die um 1800 im Ruhr­ge­biet ein­set­zen­de Nach­fra­ge nach Dampf­ma­schi­nen, vor al­lem im Stein­koh­len­berg­bau, bot Franz Din­nen­dahl die Chan­ce zu ei­ner ge­winn­träch­ti­gen be­ruf­li­chen Um­ori­en­tie­rung. Da­mals wur­den Dampf­ma­schi­nen in zwei Ty­pen ge­baut, ent­we­der nach dem äl­te­ren Pa­tent des eng­li­schen Schmie­de­meis­ters Tho­mas New­co­men (1663-1729) oder nach dem jün­ge­ren Mo­dell der Kon­struk­teu­re Ja­mes Watt (1736-1819) und Mat­t­hew Boul­ton (1738-1809) mit ther­mo­dy­na­mi­schen Ver­bes­se­run­gen. Die ers­te Dampf­ma­schi­ne nach dem Watt- und Boul­ton­schen Prin­zip ar­bei­te­te auf der staat­li­chen Sa­li­ne Kö­nigs­born bei Un­na. Um 1799/1800 er­hielt Bau­meis­ter Din­nen­dahl von dem Berg­bau­un­ter­neh­mer Gis­bert Frei­herr von Rom­berg (1773–1859) den Auf­trag, auf der Ze­che Voll­mond bei (Bo­chum-) Lan­gend­re­er die Ein­hau­sung für ei­ne Dampf­ma­schi­ne zur Was­ser­hal­tung zu bau­en, die von Rom­berg aus Schle­si­en be­zo­gen hat­te. Die Ma­schi­ne wur­de von ei­nem Mon­teur ge­lie­fert, der aber nicht im­stan­de war, sie in Gang zu brin­gen. Din­nen­dahl, der be­reits die Dampf­ma­schi­ne auf der Sa­li­ne Kö­nigs­born stu­diert und die Kon­struk­ti­on der Ma­schi­ne auf Voll­mond so­fort ver­stan­den hat­te, bot von Rom­berg an, die­se in Be­trieb zu set­zen, was ihm auch ge­lang. Die­ser Er­folg sprach sich her­um. In den fol­gen­den Jah­ren bau­te Din­nen­dahl in sei­ner Werk­statt ei­ge­ne Dampf­ma­schi­nen des äl­te­ren Typs (New­co­men) für die Was­ser­hal­tung auf Ze­chen, zu­nächst ei­ne für die Ze­che Eli­sa­beth in (Dort­mund-) Hör­de, dann ei­ne für die Ze­che Wohl­ge­muth in (Es­sen-) Kup­fer­dreh (1801–1803); wei­te­re Ma­schi­nen folg­ten. Ei­ne 1804 ge­bau­te Dampf­ma­schi­ne für ei­ne Ze­che im Aa­che­ner Koh­len­re­vier ent­sprach noch dem äl­te­ren Typ, konn­te je­doch je­der­zeit auf das Watt­sche Sys­tem um­ge­rüs­tet wer­den. Zwei Dampf­ma­schi­nen Din­nen­dahls gin­gen an Kalk­stein­brü­che bei Ra­tin­gen.

Dinnendahl'sche Fabrik in Essen-Bergerhausen, 2012.

 

1807 schloss Din­nen­dahl die Werk­statt in Al­ten­dorf und er­öff­ne­te ei­nen Kon­struk­ti­ons­be­trieb für Dampf­ma­schi­nen auf dem Marls­hof in Es­sen, am so­ge­nann­ten III. Ha­gen; ge­gen­über er­warb er ein statt­li­ches Wohn­haus und für 60 Ta­ler das Bür­ger­recht der Stadt Es­sen. In der Füh­rung des neu­en Be­trie­bes wur­de er von sei­nem Bru­der Jo­hann un­ter­stützt, der das Schrei­ner-, Zim­mer­manns- und Schmie­de­hand­werk er­lernt, wahr­schein­lich auch in ei­nem Berg­werk ge­ar­bei­tet hat­te und das Rech­nen und Kal­ku­lie­ren bes­ser als sein äl­te­rer Bru­der be­herrsch­te. Die Din­nen­dahl­sche Fa­brik be­schäf­tig­te zeit­wei­lig bis zu 60 Ar­bei­ter und hat­te für das Wirt­schafts­le­ben Es­sens, das nach dem Rück­gang der tra­di­tio­nel­len Fa­bri­ka­ti­on von Ge­weh­ren, Kaf­fee­müh­len und Tuch­krat­zen und in­fol­ge der von der fran­zö­si­schen Be­sat­zungs­macht ver­häng­ten Kon­ti­nen­tal­sper­re im Nie­der­gang be­grif­fen war, ei­ne gro­ße Be­deu­tung. 1808 er­hielt Din­nen­dahl von dem Lei­ter des Fes­tungs­bau­es zu We­sel den Auf­trag, die Fun­da­men­te für das ge­plan­te links­rhei­ni­sche Fort Na­po­le­on der Fes­tung (spä­ter Fort Blü­cher) bei Bü­de­rich tro­cken­zu­le­gen; er lös­te die Auf­ga­be mit­tels zwei­er Dampf­ma­schi­nen. Sei­ne 1808 ge­bau­te Was­ser­hal­tungs­ma­schi­ne für die Es­se­ner Ze­che Säl­zer & Neu­ack war bis 1860 in Be­trieb und dien­te da­nach noch bis 1891 als En­er­gie­quel­le für den Ven­ti­la­to­ren­be­trieb.

Eben­falls 1808 be­stell­ten die Un­ter­neh­mer Fun­ke und van der Beck, die in Lü­den­scheid ei­ne Baum­woll­spin­ne­rei be­trie­ben, bei Din­nen­dahl ei­ne Dampf­ma­schi­ne, mit der die En­er­gie­er­zeu­gung durch Pfer­de­kraft ab­ge­löst wer­den soll­te. Die grö­ße­ren guss­ei­ser­nen Ma­schi­nen­tei­le, die sie in ih­rem Be­trieb ver­ar­bei­te­ten, be­zo­gen Franz und Jo­hann Din­nen­dahl bis 1820 von der Hüt­ten­ge­werk­schaft und Hand­lung Ja­co­bi, Ha­ni­el & Huys­sen (JHH), der spä­te­ren Gu­te­hoff­nungs­hüt­te, in (Ober­hau­sen-) Sterk­ra­de. Auf der Ze­che Kunst­werk in (Es­sen-) Hut­trop in­stal­lier­te Franz Din­nen­dahl 1816/1817 nicht nur zwei Ma­schi­nen zur Was­ser­hal­tung, son­dern bau­te auch die Schäch­te und meh­re­re Ge­bäu­de über Ta­ge. Die Fa­brik war dank der Auf­trä­ge meh­re­rer Ze­chen des Ruhr­re­viers meis­tens aus­ge­las­tet und ließ die Brü­der Din­nen­dahl bald zu Wohl­stand kom­men. Franz Din­nen­dahl leg­te die Ge­win­ne zum Teil in meh­re­ren Koh­len­ze­chen, dar­un­ter die Ze­che Kunst­werk, de­ren Haupt­ei­gen­tü­mer er wur­de, aber auch im Blei­berg­bau im Raum Aa­chen an.

Die Horster Mühle, 2005.

 

Franz Din­nen­dahl wur­de 1819 zum Stadt­rat in Es­sen be­ru­fen und er­reich­te da­mit den Hö­he­punkt sei­nes An­se­hens. Schon seit 1813 war er Mit­glied der groß­bür­ger­li­chen Ge­sell­schaft „So­cie­tät“; 1819 ge­hör­te er auch der Bo­chu­mer Frei­mau­rer­lo­ge an. In den ers­ten Jah­ren der neu­preu­ßi­schen Zeit warb ein Freund Din­nen­dahls, der Es­se­ner Hof­apo­the­ker Franz Wil­helm Flas­hoff (1771–1837), in Auf­sät­zen in der Zeit­schrift „Her­man­n“ für die in Eng­land schon prak­ti­zier­te Ge­win­nung von Leucht­gas aus Stein­koh­le; Flas­hoff, in der Che­mie ver­siert, hat­te seit 1804 Ver­su­che zur Er­zeu­gung von Leucht­gas an­ge­stellt. Leucht­gas war si­che­rer als die üb­li­che Be­leuch­tungs­wei­se, au­ßer­dem war das Gas­licht au­gen­freund­li­cher und auf die Dau­er be­rech­net bil­li­ger als die tra­di­tio­nel­le Be­leuch­tung durch Ker­zen, Öl- oder Talg­lich­ter. En­de 1817 oder An­fang 1818 führ­te Franz Din­nen­dahl das Gas­licht in sei­ner Fa­brik ein; es war der ver­mut­lich ers­te Ver­such in Deutsch­land, je­den­falls der ers­te im Ruhr­ge­biet. Ne­ben Flas­hoff war Din­nen­dahl auch mit Fried­rich Krupp, dem an­de­ren vi­sio­nä­ren, aber letzt­lich er­folg­lo­sen Es­se­ner Un­ter­neh­mer, be­freun­det.

Jo­hann Din­nen­dahl trat 1811 aus dem brü­der­li­chen Un­ter­neh­men aus und er­öff­ne­te ei­ne Schmie­de und Re­pa­ra­tur­werk­statt für Dampf­ma­schi­nen in Mül­heim an der Ruhr. Am 14.4.1812 hei­ra­te­te er die Es­se­ner Gast­wirts­toch­ter Ma­ria Chris­ti­na Ger­trud Funcke (1787–1865); die Ehe blieb kin­der­los. Seit 1813 bau­te Jo­hann Din­nen­dahl auch Dampf­ma­schi­nen und mach­te da­mit dem Bru­der Kon­kur­renz, oh­ne dass es zu ei­nem Bruch zwi­schen bei­den ge­kom­men wä­re (die Fa­mi­lie Din­nen­dahl zeich­ne­te sich stets durch ei­nen star­ken Zu­sam­men­halt aus). Die be­nö­tig­ten guss­ei­ser­nen Ma­schi­nen­tei­le be­zog er wei­ter­hin von der JHH, der er auch die ers­te sei­ner Ma­schi­nen lie­fer­te. Auch Jo­hann Din­nen­dahls Kun­den wa­ren über­wie­gend Ze­chen, die teils Dampf­ma­schi­nen des äl­te­ren, New­co­men­schen Typs, teils sol­che des jün­ge­ren Typs Watt-Boul­ton be­stell­ten. Spä­ter bau­te Jo­hann Din­nen­dahl auch so­ge­nann­te Hun­de, klei­ne Koh­len­wa­gen für den Berg­bau, so­wie Öfen. Um 1815 lei­te­te er au­ßer­dem die Ze­chen Wie­sche und Ro­sen­del­le bei Mül­heim, an de­nen er mit Ka­pi­tal be­tei­ligt war.

In dem Jahr­zehnt nach dem Wie­ner Kon­gress nah­men wei­te­re Un­ter­neh­mer im Ruhr­ge­biet den Ma­schi­nen­bau auf. 1819 er­öff­ne­te Fried­rich Harkort (1793-1880) in der Burg Wet­ter ei­ne Ma­schi­nen­fa­brik, in der eng­li­sche Fach­ar­bei­ter tä­tig wa­ren; im fol­gen­den Jahr ging die JHH mit der Er­öff­nung ei­ner Ma­schi­nen­fa­brik von der Ei­sen­er­zeu­gung zur Ei­sen­ver­ar­bei­tung über. Die Brü­der Din­nen­dahl re­agier­ten dar­auf mit der Schaf­fung ei­ge­ner Gie­ße­rei­en („Ei­sen­schmel­zen“). Franz Din­nen­dahl bau­te ei­nen Be­trieb an der Spil­len­burg bei (Es­sen-) Hut­trop, der nach der be­nach­bar­ten Ze­che Kunst­werk auch „Kunst­wer­ker Hüt­te“ ge­nannt wur­de, sein Bru­der ei­ne Gie­ße­rei am Fro­schen­teich in Mül­heim, die spä­tes­tens An­fang 1820 be­triebs­fer­tig war. Vier Jah­re spä­ter ver­leg­te Jo­hann Din­nen­dahl den Be­trieb in ei­ne gro­ßzü­gi­ge neue An­la­ge au­ßer­halb der Mül­hei­mer Alt­stadt. 1820 bo­ten bei­de Brü­der in ih­ren Gie­ße­rei­en ne­ben dem Bau kom­plet­ter Dampf­ma­schi­nen für Berg­wer­ke und Ma­nu­fak­tu­ren auch ein­zel­ne Stü­cke aus Ei­sen­guss für Dampf­ma­schi­nen, Zy­lin­der­geblä­se und Walz­wer­ke „nach je­dem be­lie­bi­gen Mo­dell oder Zeich­nun­g“ und in „al­len Grö­ßen und For­men“ an. Die Din­nen­dahls wie­sen ih­re Kun­den im­mer wie­der dar­auf hin, dass sie, an­ders als die JHH, nicht das re­la­tiv bil­li­ge Ra­sen­ei­sen­erz der nä­he­ren Um­ge­bung, son­dern wert­vol­le­re Er­ze aus Gru­ben im Sie­ger­land und am Ober­rhein („Berg-Er­ze“) ver­hüt­te­ten, de­ren Qua­li­tät ei­ne län­ge­re Halt­bar­keit der fer­ti­gen Ei­sen­er­zeug­nis­se ver­bürg­te.

Gedenktafel für Franz Dinnendahl an der Fassade des ehemaligen Hauptzollamts in Essen, Trentelgasse 4, heute, Foto: Hans-Heinrich Hoffmann.

 

1821 zer­stör­te ein Feu­er Franz Din­nen­dahls Es­se­ner Ma­schi­nen­fa­brik; er bau­te ein neu­es Werk bei der Gie­ße­rei an der Spil­len­burg. Sein Ziel war die Ent­wick­lung ei­nes in­te­grier­ten Mon­tan­un­ter­neh­mens auf der Ba­sis der Koks­koh­le, die in der Ze­che Kunst­werk ge­för­dert wur­de. Doch zu die­ser Zeit be­fand er sich schon in ei­ner fi­nan­zi­ell pre­kä­ren La­ge. Er war stets mit dem Pro­blem kon­fron­tiert, dass der re­la­tiv zeit­auf­wen­di­ge Bau ei­ner Dampf­ma­schi­ne für ei­nen Kun­den ho­he ei­ge­ne Aus­ga­ben er­for­der­te, Geld, das erst nach der Ab­lie­fe­rung der fer­ti­gen Ma­schi­ne wie­der her­ein­kam. In­fol­ge des Schei­terns ei­ni­ger Ze­chen­un­ter­neh­men hat­te Din­nen­dahl viel Ka­pi­tal ver­lo­ren. Sei­ne schwa­che Sei­te war es stets ge­we­sen, dass er nicht im nö­ti­gen Ma­ße kauf­män­nisch den­ken konn­te und zu ei­ner aus­rei­chend ex­ak­ten Kal­ku­la­ti­on sel­ten in der La­ge war; so kam es vor, dass er Berg­werks­an­tei­le und Im­mo­bi­li­en falsch be­wer­te­te und die Prei­se für Dampf­ma­schi­nen zu nied­rig an­setz­te. 1822 wa­ren sei­ne fi­nan­zi­el­len Mit­tel er­schöpft; er muss­te bei Es­se­ner und Mül­hei­mer Kauf­leu­ten, bei den Frei­her­ren von Rom­berg und von Fürs­ten­berg, dem Gra­fen von West­er­holt-Gy­sen­berg auf Schloss Ober­hau­sen und an­de­ren ho­he Dar­le­hen auf­neh­men. 1824 wur­de in sei­nem Haus in Es­sen ge­pfän­det, ein Jahr spä­ter er­folg­te die Kon­kurs­er­klä­rung. Schwer er­krankt, starb Franz Din­nen­dahl am 25.8.1826 im Al­ter von 51 Jah­ren in (Es­sen-) Rel­ling­hau­sen an „Gal­len- und Ner­ven­fie­ber“; er wur­de auf dem Kirch­hof der ka­tho­li­schen Pfarr­ge­mein­de St. Lam­ber­tus in Rel­ling­hau­sen bei­ge­setzt.

Franz Din­nen­dahls Söh­ne Jo­hann (1802–1873) und Wil­helm (ge­bo­ren 1804) konn­ten das Werk bei Hut­trop mit ei­ni­gen Teil­ha­bern wei­ter­füh­ren. Das Un­ter­neh­men blieb bis 1887 in Fa­mi­li­en­be­sitz und wur­de 1900 in ei­ne Ak­ti­en­ge­sell­schaft um­ge­wan­delt. Nach Ver­ei­ni­gun­gen mit zwei an­de­ren Ma­schi­nen­fa­bri­ken (1922 und 1930) führ­te es seit 1930 den Na­men „West­fa­lia Din­nen­dahl Gröp­pel AG (WE­DAG); der Un­ter­neh­mens­sitz war Bo­chum. Die WE­DAG, die in den 1950er Jah­ren die Fa­brik in Es­sen auf­gab und ih­re Pro­duk­ti­on in Bo­chum kon­zen­trier­te, wur­de 1969, als die Klöck­ner Hum­boldt Deutz AG (KHD) in Köln ei­ne Mehr­heits­be­tei­li­gung er­warb, ein Teil des KHD-Kon­zerns. Die Kon­zern­hol­ding bil­de­te 1972 das Kon­zern­un­ter­neh­men KHD In­dus­trie­an­la­gen AG, zu dem fort­an die Bo­chu­mer Be­triebs­stät­ten der WE­DAG ge­hör­ten; 1979 er­folg­te ei­ne Um­fir­mie­rung in KHD Hum­boldt WE­DAG GmbH. Die Pro­duk­ti­on die­ses Un­ter­neh­mens – vor al­lem An­la­gen für die Ze­ment­her­stel­lung und die Auf­be­rei­tung (Ver­ede­lung) von Koh­le und Er­zen – wur­de 1987 weit­ge­hend nach Köln ver­legt. 2001 schied die KHD Hum­boldt WE­DAG AG durch Ver­kauf an die Fahr Be­tei­li­gun­gen AG aus dem KHD-Kon­zern aus. 2009 wur­den die Ak­ti­vi­tä­ten in der Koh­len- und Er­z­auf­be­rei­tung auf­ge­ge­ben. Mit der heu­ti­gen, in Köln an­säs­si­gen KHD Hum­boldt We­dag In­ter­na­tio­nal AG, die in Eu­ro­pa, Nord- und Süd­ame­ri­ka und Asi­en Ma­schi­nen für die Ze­ment­in­dus­trie pro­du­ziert, exis­tiert noch im­mer ein Un­ter­neh­men, das letzt­lich auf Franz Din­nen­dahls Grün­dung zu­rück­geht. Die um 1925 er­bau­te, schon vor Jahr­zehn­ten ver­äu­ßer­te Mon­ta­ge­hal­le in Hut­trop – heu­te amt­lich im Stadt­teil Es­sen-Ber­ger­hau­sen – wur­de 1992 un­ter Denk­mal­schutz ge­stellt und bil­det heu­te als „Din­nen­dahl’ sche Fa­bri­k“ ei­nen Stand­ort der „Rou­te der In­dus­trie­kul­tur“ des Re­gio­nal­ver­ban­des Ruhr.

Jo­hann Din­nen­dahl bau­te in Mül­heim bis um 1837 mehr als 20 Dampf­ma­schi­nen, eben­falls über­wie­gend für Ze­chen; 1827 lie­fer­te er die Tei­le für ein Hoch­ofen­ge­blä­se an die 1819 ge­grün­de­te Ei­sen­hüt­te West­fa­lia bei Lü­nen. Die Zahl sei­ner Ar­bei­ter stieg bis 1835 auf 85. Auch Jo­hann litt vor­über­ge­hend un­ter Ka­pi­tal­man­gel und ver­moch­te da­her nicht al­le Auf­trä­ge der Kun­den an­zu­neh­men; so muss­te er 1822 ei­nen Auf­trag der Es­se­ner Ze­che Säl­zer & Neu­ack zu­rück­wei­sen. 1832 un­ter­nahm er ei­ne Stu­di­en­rei­se nach Eng­land. 1835 bau­te er erst­mals ei­ne Hoch­druck­ma­schi­ne, wie sie die JHH be­reits fünf Jah­re zu­vor pro­du­ziert hat­te. Auf­trä­ge ka­men nicht nur aus dem Ruhr­ge­biet; 1836/1837 lie­fer­te Jo­hann Din­nen­dahl Dampf­ma­schi­nen an ei­ne Ze­ment­fa­brik in Ler­beck bei Min­den und an die Sa­li­ne Mün­der bei Han­no­ver.

Um 1830 woll­te Jo­hann Din­nen­dahl sei­ne Gie­ße­rei und Ma­schi­nen­fa­brik um ein Koks­hoch­ofen­werk nach eng­li­schem Vor­bild er­wei­tern und ver­band sich da­zu mit dem Ruhr­or­ter Kauf­mann und In­dus­tri­el­len Fried­rich Wil­helm Liebrecht (1774—1858). Die Part­ner be­an­trag­ten 1831 bei der Re­gie­rung Kon­zes­sio­nen für zwei Hoch­ofen­an­la­gen, je ei­ne in Mül­heim und Ruhr­ort; Liebrecht stieg je­doch schon bald aus dem Pro­jekt aus. Din­nen­dahl er­hielt die Kon­zes­si­on für die nach Liebrecht be­nann­te Fried­rich-Wil­helms-Hüt­te (FWH); das Ruhr­or­ter Hüt­ten­werk wur­de nicht ge­baut. Statt Liebrecht tra­ten Din­nen­dahl die In­dus­tri­el­len Fried­rich Au­gust De­us (1798-1878) in Düs­sel­dorf und Hein­rich Moll in Mül­heim zur Sei­te. Die JHH hat­te mit Ein­sprü­chen bei der Re­gie­rung ver­ge­bens ver­sucht, die Grün­dung des Kon­kur­renz­un­ter­neh­mens zu ver­hin­dern. In ei­ner Be­schrei­bung des Es­sen-Wer­de­ner Berg­amts­be­zirks aus dem Ju­li 1836 wur­de die FWH als „ei­ne be­deu­ten­de me­cha­ni­sche Werk­stät­te“ be­zeich­net, wel­che „der Fir­ma Joh. Din­nen­dahl, De­us u. Moll ge­hör­t“. 1837 schied Din­nen­dahl, der Mül­heim ver­las­sen woll­te, aus dem Hüt­ten­un­ter­neh­men aus, zu­gleich trat der Düs­sel­dor­fer Tex­til­in­dus­tri­el­le Pe­ter Goering (1784-1862) als Teil­ha­ber ein. Zu die­sem Zeit­punkt be­stand der Be­trieb der FWH nur aus ei­nem Flam­mo­fen und vier Ku­pol­öfen, Hoch­öfen wa­ren noch nicht im Bau. Ein Nef­fe Din­nen­dahls, der In­ge­nieur Fried­rich Roh­mann (1806–1865), über­nahm 1837 die tech­ni­sche Lei­tung des Be­trie­bes und üb­te sie bis zu sei­nem To­de aus. Es dau­er­te noch bis 1849, bis die Fried­rich-Wil­helms-Hüt­te (da­mals un­ter der Fir­ma De­us, Moll & von Ei­cken) in ei­nem Koks­hoch­ofen Ei­sen er­schmel­zen konn­te. Die FWH, die sich in den fol­gen­den Jahr­zehn­ten zu ei­nem sehr be­deu­ten­den Un­ter­neh­men der Ei­sen- und Stahl­ver­ar­bei­tung ent­wi­ckel­te und spä­ter in den Stin­nes-Kon­zern ein­ging, hat stets die Er­öff­nung der Schmie­de und Werk­statt Jo­hann Din­nen­dahls in Mül­heim 1811 als den Be­ginn ih­rer Ge­schich­te an­ge­se­hen.

Nach dem Aus­schei­den aus der Mül­hei­mer Hüt­te, im Spät­herbst 1837, zog Jo­hann Din­nen­dahl nach Min­den, wo er sich, ein­ge­la­den von dem Ober­prä­si­den­ten der Pro­vinz West­fa­len, Lud­wig Frei­herrn von Vincke (1774-1844), in­dus­tri­ell en­ga­gier­te. Er über­nahm zu­nächst als Mit­ei­gen­tü­mer die Lei­tung der Stein­koh­len­ze­che Preu­ßisch Klus bei Mei­ßen (Kreis Min­den), die 1837/1838 119 Ar­bei­ter be­schäf­tig­te, zwei Dampf­ma­schi­nen be­trieb und flo­rier­te. 1842 er­öff­ne­te Din­nen­dahl ei­ne Ei­sen­gie­ße­rei. Doch die fol­gen­den Jah­re be­scher­ten ihm Pro­ble­me und Ent­täu­schun­gen. Sei­ne Gie­ße­rei blieb wi­der Er­war­ten re­la­tiv klein und hat­te 1846 nur 46 Ar­bei­ter; der ge­plan­te Bau von Hoch­öfen ge­lang auch hier nicht. Die Ze­che Preu­ßisch Klus hat­te seit 1842 mit tech­ni­schen Pro­ble­men zu kämp­fen; 1848 wur­de ihr Be­trieb we­gen Un­ren­ta­bi­li­tät der wei­te­ren För­de­rung ein­ge­stellt. An­de­re Plä­ne Din­nen­dahls im ost­west­fä­li­schen In­dus­trie­re­vier schei­ter­ten ganz.

Jo­hann Din­nen­dahl starb am 18.10.1849 im Al­ter von 69 Jah­ren in Min­den an ei­nem Ma­gen­lei­den und fand sei­ne letz­te Ru­he­stät­te auf dem Kreuz-Kirch­hof der ka­tho­li­schen Dom-Props­tei. Sei­ne Gie­ße­rei bei Min­den ging wahr­schein­lich bald dar­auf ein. Sei­ne Wit­we kehr­te nach Mül­heim zu­rück, wo sie von den Er­träg­nis­sen ih­rer An­tei­le an der dor­ti­gen Ze­che An­na Ger­trud leb­te, dem ein­zi­gen nicht hy­po­the­ka­risch be­las­te­ten Ei­gen­tum, das Jo­hann Din­nen­dahl ihr hin­ter­las­sen hat­te.

Literatur

Mat­schoß, Con­rad, Franz Din­nen­dahl. Das Le­ben ei­nes deut­schen Kunst­meis­ters, in: Bei­trä­ge zur Ge­schich­te von Stadt und Stift Es­sen 26 (1905), S. 1–52.

Mat­schoß, Con­rad, Franz Din­nen­dahl (1775–1826), in: Rhei­nisch-West­fä­li­sche Wirt­schafts­bio­gra­phi­en, Band 1, Müns­ter 1932, S. 357–372.

Beh­rens, Hed­wig, Me­cha­ni­kus Franz Din­nen­dahl (1775–1826). Er­bau­er der ers­ten Dampf­ma­schi­nen an der Ruhr. Le­ben und Wir­ken aus zeit­ge­nös­si­schen Quel­len, Köln 1970 [dar­in: „Selbst-Bio­gra­phie des Me­cha­ni­kus Franz Din­nen­dahl in Es­sen“, S. 29–44].

Beh­rens, Hed­wig, Me­cha­ni­kus Jo­hann Din­nen­dahl (1780–1849). Er­bau­er von Dampf­ma­schi­nen, Grün­der der Fried­rich Wil­helms-Hüt­te zu Mül­heim an der Ruhr. Le­ben und Wir­ken aus zeit­ge­nös­si­schen Quel­len, Neu­stadt an der Aisch 1974.

Lau­fer, Ul­ri­ke, Sie brach­ten die Dampf­ma­schi­ne an die Ruhr: Die Brü­der Franz (1775–1826) und Jo­hann Din­nen­dahl (1780–1849), in: Wes­sel, Horst A. (Hg.), Mül­hei­mer Un­ter­neh­mer: Pio­nie­re der Wirt­schaft, Es­sen 2006, S. 243–269.

Online

Mews, Karl, Franz Din­nen­dahl, in: NDB, Band 3, Ber­lin 1958, S. 732. [On­line]
Mews, Karl, Jo­hann Din­nen­dahl, in: NDB, Band 3, Ber­lin 1958, S. 732f. [On­line]

Gedenktafel für Franz Dinnendahl am Wasserkraftwerk Horster Mühle in Essen-Horst.

 
Zitationshinweis

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Kanther, Michael A., Franz und Johann Dinnendahl, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/franz-und-johann-dinnendahl-/DE-2086/lido/57c69571ac96e2.85973310 (15.07.2018)