Maximilian Heinrich von Bayern

Erzbischof und Kurfürst von Köln (1650-1688)

Martin Bock (Frechen)

Maximilian Heinrich von Bayern, Porträt, Gemälde im Kapitelsaal des Kölner Domes, Foto: Reinhard Matz und Axel Schenk. (Dombauarchiv Köln)

Als Ma­xi­mi­li­an Hein­rich von Bay­ern im Herbst 1650 zum Erz­bi­schof und Kur­fürs­ten von Köln ge­wählt wur­de, re­gier­ten die Wit­tels­ba­cher be­reits sie­ben Jahr­zehn­te lang am Rhein. Sein Vor­gän­ger und On­kel Fer­di­nand von Bay­ern hat­te das Land sta­bi­li­siert und das Tau­zie­hen der Kon­fes­sio­nen zu­guns­ten der ka­tho­li­schen Sei­te be­en­det. Die­se er­erb­te Stand­fes­tig­keit im In­ne­ren ver­such­te Ma­xi­mi­li­an Hein­rich in au­ßen­po­li­ti­schen Ge­winn um­zu­mün­zen, in­dem er sich eng an Frank­reich an­lehn­te – ei­ne für das Land fol­gen­schwe­re Po­li­tik, die sei­ne Nach­fol­ger zwi­schen al­le Stüh­le ge­ra­ten ließ. Denn am En­de er­wies er sich, kränk­lich, mit­un­ter son­der­bar und we­nig an der Staats­po­li­tik in­ter­es­siert, als zu schwach, um Kur­k­öln zu grö­ße­rem Ge­wicht im sich her­aus­bil­den­den mit­tel­eu­ro­päi­schen Mäch­te­sys­tem zu ver­hel­fen.

Ma­xi­mi­li­an Hein­rich wur­de am 8.10.1621 in Mün­chen als drit­ter Sohn von Her­zog Al­brecht VI. von Bay­ern (1584-1666) und Mecht­hild von Leuch­ten­berg (1588-1634) in Mün­chen ge­bo­ren. Sei­ne On­kel, der bay­ri­sche Kur­fürst Ma­xi­mi­li­an I. (ab 1597 Re­gie­rungs­zeit als Her­zog, ab 1613 Kur­fürst) und des­sen Bru­der, der Köl­ner Erz­bi­schof Fer­di­nand, küm­mer­ten sich um die Er­zie­hung des Jun­gen. Kur­fürst Ma­xi­mi­li­an be­kam erst aus sei­ner spä­ten zwei­ten Ehe mit Ma­ria An­na von Ös­ter­reich (1610-1665) den lang er­sehn­ten Stamm­hal­ter und hat­te bis da­hin sei­ne Nef­fen als po­ten­ti­el­le Nach­fol­ger aus­bil­den las­sen. Als die­se mit der Ge­burt sei­nes Soh­nes Fer­di­nand Ma­ria (1636-1679) in der Thron­fol­ge wei­ter nach hin­ten rück­ten, über­nahm Erz­bi­schof Fer­di­nand die Er­zie­hung mit Blick auf ei­ne spä­te­re Un­ter­brin­gung im geist­li­chen Stand.

 

Ma­xi­mi­li­an Hein­rich kam im Jahr 1637 nach Köln, wo er sei­ne je­sui­ti­sche Aus­bil­dung ver­tief­te. Zwi­schen 1643 und 1649 wid­me­te er sich theo­lo­gi­schen Stu­di­en an der Uni­ver­si­tät Lö­wen. Er blieb je­doch auch dem Mün­che­ner Hof und Kur­fürst Ma­xi­mi­li­an eng ver­bun­den, der wohl ei­ne be­son­de­re Sym­pa­thie für sei­nen Nef­fen ent­wi­ckelt hat­te. Ma­xi­mi­li­an Hein­rich litt un­ter ei­ni­gen kör­per­li­chen De­for­ma­tio­nen und hat­te ei­nen Sprach­feh­ler, wes­we­gen sei­ne Brü­der ihn ger­ne hän­sel­ten. Sein On­kel nahm ihn stets in Schutz und sorg­te da­für, dass er nicht zu­viel Spott er­dul­den muss­te.

Es war auch der seit dem letz­ten Drit­tel des 16. Jahr­hun­derts tra­di­tio­nell sehr en­ga­gier­ten bay­ri­schen Bis­tums­po­li­tik zu ver­dan­ken, dass Ma­xi­mi­li­an Hein­rich be­reits als Säug­ling die ers­ten kirch­li­chen Pfrün­den er­hielt. Kaum ein Jahr alt, wur­de er Dom­ka­no­ni­ker in Köln, ver­mut­lich ein sehr früh ge­setz­tes Zei­chen, das den Wil­len der Wit­tels­ba­cher zur Fort­set­zung ih­rer rhei­ni­schen Se­kun­do­ge­ni­tur do­ku­men­tie­ren soll­te. Es folg­ten wei­te­re Dom­pf­rün­den im west- und nord­deut­schen Raum (Straß­burg 1626, Hal­ber­stadt 1627, Müns­ter 1629, Hil­des­heim 1632, Lüt­tich 1641, Pa­der­born 1657) so­wie im Sü­den (Kon­stanz 1626, Bri­xen 1629, Salz­burg 1629). 1633 wur­de er Ko­ad­ju­tor in Hil­des­heim, Propst des Köl­ner Ge­re­on­stifts 1638, Mit­glied des Köl­ner Dom­ka­pi­tels 1641.

Als er 1642 zum Ko­ad­ju­tor und da­mit fak­tisch zum Nach­fol­ger sei­nes On­kels Fer­di­nand ge­wählt wer­den soll­te, konn­te er sich nur knapp ge­gen Franz von Loth­rin­gen (1609-1670) durch­set­zen, der als De­kan des Dom­ka­pi­tels ei­nen be­acht­li­chen Teil des Gre­mi­ums auf sei­ne Sei­te zu zie­hen wuss­te. Bis zur Erz­bi­schofs­wahl am 26.10.1650 konn­te der Wi­der­stand der Loth­rin­ger, die im ei­ge­nen Her­zog­tum in Op­po­si­ti­on zum fran­zö­si­schen Kö­nig ge­ra­ten wa­ren, über­wun­den und Ma­xi­mi­li­an Hein­rich un­ge­fähr­det zum drit­ten Bay­ern­her­zog auf dem Köl­ner Bi­schofs­stuhl in Fol­ge er­ho­ben wer­den.

Gedenktafel für die fünf Kölner Kurfürsten aus dem Hause Wittelsbach, in der Dreikönigenkapelle des Kölner Domes, Foto: W. Kralisch. (Dombauarchiv Köln)

 

Ma­xi­mi­li­an Hein­rich be­erb­te sei­nen On­kel auch in den Bi­schofs­äm­tern von Lüt­tich und Hil­des­heim, wur­de Ko­ad­ju­tor des Abts von Sta­blo-Malme­dy, den er 1657 nach des­sen Tod be­erb­te; die­ses Amt trat er 1667 Franz Egon von Fürs­ten­berg ab. Au­ßer­dem wur­de er Abt des Reichs­stifts Berch­tes­ga­den. Am­bi­tio­nen auf die Bi­schofs­stüh­le in Frei­sing, Pa­der­born und Müns­ter schei­ter­ten je­doch am Wi­der­stand des Paps­tes.

Ma­xi­mi­li­an Hein­richs Re­gent­schaft im Kur­fürs­ten­tum Köln zer­fällt in zwei Hälf­ten: in der ers­ten ge­lang es ihm, ei­ni­ge vor­wie­gend kir­chen­po­li­ti­sche Ak­zen­te zu set­zen und Kur­k­öln zu ei­ner ge­wis­sen au­ßen­po­li­ti­schen An­er­ken­nung zu ver­hel­fen. So ge­hört zu sei­nen po­li­ti­schen Er­fol­gen die Nie­der­schla­gung der Frei­heits- und Selb­stän­dig­keits­be­stre­bun­gen der Stadt Lüt­tich und die Wie­der­ge­win­nung der Stadt Rhein­berg für das Köl­ner Erz­stift. In der zwei­ten Pha­se, die er meis­ten­teils im Asyl der Ab­tei St. Pan­ta­le­on in Köln ver­brach­te, zog er sich im­mer mehr nicht nur aus der Öf­fent­lich­keit, son­dern auch von den Re­gie­rungs­ge­schäf­ten zu­rück, ging sei­nem teil­wei­se skur­ri­len na­tur­wis­sen­schaft­li­chem In­ter­es­se nach und ver­fiel im­mer mehr der De­pres­si­on. Sein En­ga­ge­ment in re­li­giö­sen Fra­gen be­ruh­te wohl auf ei­ner star­ken per­sön­li­chen Fröm­mig­keit. Schon bei sei­ner Wahl zum Ko­ad­ju­tor Fer­di­nands be­wies er dar­über hin­aus auch sei­ne Treue zur rö­mi­schen Ku­rie und leis­te­te oh­ne zu zö­gern den Tri­den­ti­ni­schen Glau­benseid, den zu schwö­ren so vie­le sei­ner Vor­gän­ger noch ge­scheut hat­ten. Als ers­ter Köl­ner Erz­bi­schof seit Adolf III. von Schaum­burg emp­fing er so­wohl die Pries­ter- als auch die Bi­schofs­wei­he (im Sep­tem­ber 1651 in Bonn), noch da­zu in­ner­halb der vom Dom­ka­pi­tel ge­setz­ten Frist, ei­ne Re­ge­lung, die selbst sein kir­chen­treu­er On­kel in­fol­ge dy­nas­ti­scher Er­wä­gun­gen miss­ach­tet hat­te. Der rö­mi­sche Nun­ti­us Fa­bio Chi­gi (1599-1667), spä­ter Me­dia­tor beim West­fä­li­schen Frie­dens­kon­gress und ab 1655 als Alex­an­der VII. Papst (Pon­ti­fi­kat bis 1667), be­rich­te­te an die Ku­rie, der jun­ge Ma­xi­mi­li­an Hein­rich sei „von ei­ner sol­chen Un­schuld des Le­bens, Hin­ge­bung im Dienst für die Kir­che, Ernst des Be­neh­mens, Klug­heit weit über sein Al­ter hin­aus“, dass er sei­nen On­kel Fer­di­nand an Tu­gend­haf­tig­keit und Be­deu­tung noch über­tref­fe.

Un­ter Ma­xi­mi­li­an Hein­rich fand die Re­form des Kle­rus, die in der Zeit der Ge­gen­re­for­ma­ti­on im Köl­ni­schen be­gon­nen und von Fer­di­nand von Bay­ern fort­ge­führt wor­den war, ih­ren vor­läu­fi­gen Ab­schluss. Die auf den Köl­ner Diö­ze­san­syn­oden von 1651 und 1662 er­las­se­nen Syn­odal­de­kre­te, die das Werk des Weih­bi­schofs und Ge­ne­ral­vi­kars Ge­org Pau­li Stra­vi­us (Epis­ko­pat 1640-1661, ab 1641 Ge­ne­ral­vi­kar) wa­ren, blie­ben für meh­re­re Jahr­hun­der­te rich­tung­wei­send für die Seel­sor­ge­pra­xis im Erz­bis­tum. Die­se De­kre­te wa­ren die Vor­läu­fer des um­fas­sen­den Werks der Köl­ner Diö­ze­san­syn­ode von 1662, die Ma­xi­mi­li­an Hein­rich ein­be­rief und lei­te­te. Ob und wel­chen An­teil er an die­sem Re­form­werk hat­te, ist un­be­kannt.

Ma­xi­mi­li­an Hein­rich för­der­te die Or­den, vor al­lem die Fran­zis­ka­ner, aber auch die Je­sui­ten. So be­dach­te er die Bon­ner Je­sui­ten­kir­che in sei­nem Tes­ta­ment gro­ßzü­gig.

Al­ler­dings war Ma­xi­mi­li­an Hein­rich trotz al­len In­ter­es­ses stets auf sei­ne Be­ra­ter und Mit­ar­bei­ter an­ge­wie­sen, vor al­lem, wenn es dar­um ging, sei­ne im­pul­si­ven Re­ak­tio­nen aus­zu­glei­chen. Die Ver­letz­lich­keit, die der jun­ge Prinz sich an­ge­sichts des häu­fi­gen Spotts sei­ner Brü­der an­ge­eig­net hat­te, blieb auch dem Erz­bi­schof und Kur­fürs­ten er­hal­ten. Be­kannt ist sei­ne vor­zei­ti­ge und er­bos­te Ab­rei­se, nach­dem ihm der Main­zer Erz­bi­schof Jo­hann Phil­ipp von Schön­born (Epis­ko­pat 1647-1673) das Recht zur Krö­nung des neu ge­wähl­ten rö­mi­schen Kö­nigs Fer­di­nand IV. (Re­gie­rungs­zeit 1653-1654) strei­tig ge­macht hat­te.

Zwei sei­ner wich­tigs­ten Be­ra­ter, die ei­nen letzt­lich ver­hee­ren­den au­ßen­po­li­ti­schen Kurs zu ver­ant­wor­ten hat­ten, wa­ren die Brü­der Franz Egon un­d Wil­helm Egon von Fürs­ten­berg. Bei­de hat­ten sich ver­trag­lich an die fran­zö­si­sche Kro­ne ge­bun­den und dräng­ten Ma­xi­mi­li­an Hein­rich in ei­ne Po­si­ti­on, in der das Erz­stift am En­de zwi­schen den Gro­ß­mäch­ten zer­rie­ben wur­de. Im Nie­der­län­disch-Fran­zö­si­schen Krieg stell­te sich das Erz­stift ge­gen das Reich und auf die Sei­te Lud­wigs XIV. (Re­gie­rungs­zeit 1643-1715), der sei­ne He­ge­mo­nie in Mit­tel­eu­ro­pa aus­bau­en woll­te und den Ma­xi­mi­li­an Hein­rich so­gar ein­mal, im Mai 1672, in Neuss tref­fen durf­te. Die mit dem Reich und Spa­ni­en ver­bün­de­ten nie­der­län­di­schen Trup­pen je­doch ge­wan­nen auf dem Ge­biet Kur­k­ölns schnell die Ober­hand, am 12.11.1673 be­setz­ten sie die Re­si­denz­stadt Bonn. Ma­xi­mi­li­an Hein­rich flüch­te­te und fand in den Mau­ern der neu­tra­len Reichs­stadt Köln Asyl, wo er sich für über zehn Jah­re in der Ab­tei St. Pan­ta­le­on nie­der­ließ und dort nur zwei Zim­mer oh­ne Hof­staat be­wohn­te. Um die Po­li­tik küm­mer­te er sich seit­dem nicht mehr; al­lein die Fra­ge, ihm ei­nen Ko­ad­ju­tor bei­zu­ge­ben, wehr­te er lan­ge ei­fer­süch­tig ab, be­vor er sich 1687 zur Wahl des mitt­ler­wei­le zum Bi­schof von Straß­burg und Kar­di­nal auf­ge­stie­ge­nen Wil­helm Egon von Fürs­ten­berg über­re­den ließ und da­mit den Wit­tels­ba­cher An­spruch auf sei­ne Nach­fol­ge ge­fähr­de­te.

Statt­des­sen be­schäf­tig­te er sich aus­führ­lich mit mehr oder we­ni­ger ernst zu neh­men­den al­che­mis­ti­schen Ex­pe­ri­men­ten. Von Kin­des­bei­nen an in­ter­es­sier­te er sich für Edel­me­tal­le und Edel­stei­ne so­wie de­ren Ver­ar­bei­tung. Ei­ni­ge der im west­fä­li­schen Land­stän­de­po­kal ver­wen­de­ten Stei­ne sind von ihm selbst ge­schlif­fen wor­den. Die Mög­lich­keit, Gold oder Edel­stei­ne selbst her­stel­len zu kön­nen, fas­zi­nier­te ihn wie vie­le sei­ner Zeit­ge­nos­sen. Ein ve­ne­zia­ni­scher Ge­sand­ter be­rich­te­te an die Si­gno­ria, Ma­xi­mi­li­an Hein­rich ken­ne „nichts an­de­res, als sich Glück, Reich­tum und Ver­stand her­bei­zu­distil­lie­ren.“ Ei­nem er­krank­ten kai­ser­li­chen Kom­mis­sar schick­te der Erz­bi­schof ein Fläsch­chen selbst her­ge­stell­ten trink­ba­ren Gol­des als Heil­mit­tel. Die­ses wun­der­li­che Ver­hal­ten wur­de be­glei­tet von wie­der stär­ker wer­den­den kör­per­li­chen Lei­den: Fie­ber­schü­be, Herz­at­ta­cken und De­pres­si­on folg­ten im­mer schnel­ler auf­ein­an­der, be­vor er schlie­ß­lich am 3.6.1688 in Bonn ver­starb. Ma­xi­mi­li­an Hein­rich wur­de wie sei­ne Vor­gän­ger Ernst und Fer­di­nand aus dem Hau­se Wit­tels­bach im Cho­r­um­gang des Köl­ner Do­mes vor der Drei­kö­ni­gen­ka­pel­le bei­ge­setzt.

Den Schluss­punkt un­ter die Re­gie­rung des un­glück­se­li­gen Fürs­ten bil­de­te die Zer­stö­rung des kur­k­öl­ni­schen Lan­des und der Haupt­stadt Bonn 1689. Die Max Hein­rich per­sön­lich sehr wich­ti­gen fi­nan­zi­el­len Zu­wen­dun­gen, die ihm auf­grund ver­schie­de­ner Ge­heim­ver­trä­ge mit Frank­reich zu­flos­sen, wa­ren all­zu teu­er er­kauft mit den Ver­wüs­tun­gen und Zer­stö­run­gen, de­nen er sei­ne Lan­de aus­ge­setzt sah. Der Ver­such, Wil­helm von Fürs­ten­berg die Kur­wür­de zu ver­schaf­fen, führ­te zu neu­en krie­ge­ri­schen Ver­wick­lun­gen. 

Das Kur­fürs­ten­tum hat­te durch sei­ne Re­gie­rung je­doch po­li­tisch kei­nen grö­ße­ren Scha­den ge­nom­men. Die Mög­lich­keit, dau­er­haft auf dem in­ter­na­tio­na­len di­plo­ma­ti­schen Par­kett Fuß zu fas­sen, war frei­lich durch ei­ne all­zu ein­sei­ti­ge pro­f­ran­zö­si­sche Po­li­tik ver­spielt wor­den. 

Die kirch­li­chen und welt­li­chen Be­am­ten führ­ten die Staats­ge­schäf­te weit­ge­hend selb­stän­dig, ein Zei­chen für das En­de der per­so­na­li­sier­ten Fürs­ten­herr­schaft. Wenn nicht dem Erz­stift, dann aber dem Wit­tels­ba­cher An­spruch auf die Köl­ner Kur­wür­de füg­te sei­ne Re­gie­rungs­zeit al­ler­dings schwe­ren Scha­den zu. Die Wahl sei­nes Nach­fol­ger­s Jo­seph Cle­mens im Jahr 1688 ver­lief schwie­rig, nach­dem der am En­de von nie­man­dem mehr ernst ge­nom­me­ne Ma­xi­mi­li­an Hein­rich sei­nen und da­mit den bay­ri­schen Kre­dit ver­spielt hat­te.

Quellen

Jä­ger-von Hoess­lin, Fran­zis­ka (Be­arb.), Die Kor­re­spon­denz der Kur­fürs­ten von Köln aus dem Hau­se Wit­tels­bach (1583-1761) mit ih­ren baye­ri­schen Ver­wand­ten, Düs­sel­dorf 1978.

Literatur (Auswahl)

Brau­bach, Max, Kur­k­öl­ni­sche Mi­nia­tu­ren, Müns­ter 1954, S. 1-24.

De­is­ting, Hein­rich Jo­sef, Ma­xi­mi­li­an Hein­rich, Her­zog von Bay­ern, Kur­fürs­t und Erz­bi­schof von Köln (1621-1688). Ei­ne bio­gra­phi­sche Skiz­ze, in: Der Arns­ber­ger Land­stän­de­po­kal von 1667. Ei­ne Stif­tung des Köl­ner Kur­fürs­ten Ma­xi­mi­li­an Hein­rich von Bay­ern für das Her­zog­tum West­fa­len, Arns­berg 1997, S. 79-96.

Gatz, Er­win, Max Hein­rich, Her­zog von Bay­ern (1621-1688), in: Gatz, Er­win (Hg.), Die Bi­schö­fe des Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches 1448 bis 1648, Ber­lin 1996, S. 301-302.

Huis­man, Mi­chel, Es­sai sur le règ­ne du prin­ce-evêque de Liè­ge Ma­xi­mi­li­en-Hen­ri de Ba­viè­re, Brüs­sel 1899.

Mo­li­tor, Hans­ge­org, Das Erz­bis­tum Köln im Zeit­al­ter der Glau­bens­kämp­fe 1515-1688 (Ge­schich­te des Erz­bis­tums Köln 3), Köln 2008, S. 253-262.

Mo­li­tor, Hams­ge­org, Ma­xi­mi­li­an Hein­rich von Bay­ern, Erz­bi­schof un­d Kur­fürs­t von Köln (1650-1688), in: Rhei­ni­sche Le­bens­bil­der 19 (2013), S. 91-105.

Online

Christ, Gün­ter, „Ma­xi­mi­li­an Hein­rich, Her­zog von Bay­ern“, in: Neue Deut­sche Bio­gra­phie 5 (1961), S. 496-500. [On­line]
Erz­bi­schof Ma­xi­mi­li­an Hein­rich von Bay­ern (In­for­ma­ti­on auf der Web­site des Köl­ner Doms). [On­line]
Seel­mann, Pe­ter, Ma­xi­mi­li­an Hein­rich von Bay­ern, aus: Der Er­s­te R­hein­bun­d (1658), in: his­to­ri­cum.net. [On­line]

Maximilian Heinrich von Bayern, Porträt. (Stadtarchiv und Stadthistorische Bibliothek Bonn)

 
Zitationshinweis

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Bock, Martin, Maximilian Heinrich von Bayern, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/maximilian-heinrich-von-bayern/DE-2086/lido/57c94a0e3cb4d2.41747138 (24.04.2018)