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Friedrich von Bezold (1848-1928), Historiker

Friedrich von Bezold war von 1896 bis 1921 als ordentlicher Professor für Mittelalterliche und Neuere Geschichte an der Universität Bonn tätig; sein Lebensthema war die Erforschung des Reformationszeitalters, welches er als Schlüsselepoche der deutschen Geschichte ansah. Überregionale Beachtung fand zudem die von ihm verfasste Bonner Universitätsgeschichte von 1818 bis 1870.

Friedrich von Bezold wurde am 26.12.1848 als Sohn des Ministerialrats und Generalsekretärs im bayerischen Kultusministerium, Abteilung Protestantische Kirche und Kunst, Gustav von Bezold (1810-1885) und seiner Ehefrau Luise Mayer (1822-1877) in München geboren. Die Familie war evangelisch. Seine Kindheit verbrachte Bezold in der bayerischen Hauptstadt. In den Jahren 1867 bis 1872 studierte er Geschichte an den Universitäten München, Berlin und Göttingen. Sein akademisches Vorbild wurde der Göttinger Kulturhistoriker und einstige Parlamentarier der Paulskirche 1789-1833 errichteter klassizistischer Kirchenbau der evangelischen Gemeinde Frankfurts am Main. 1848-1849 Tagungsort der deutschen Nationalversammlung. , Georg Waitz (1813-1886). Dieser zählte zu den schärfsten Kritikern einer politisch gefärbten, borussischen Geschichtsschreibung, wie sie insbesondere der Bonner Historiker Heinrich von Sybel (1817-1895) vertrat. Dass die Entscheidung für ein Studium bei Waitz zugleich damals eine wissenschaftliche Parteinahme bedeutete, ist mir erst in Göttingen selbst zum Bewußtsein gebracht worden, so Bezold rückblickend in seinen unveröffentlichten Jugenderinnerungen. Die Begegnung mit Waitz sei für ihn lebensbestimmend geworden.

Zunächst zog es Bezold jedoch aus der norddeutschen Provinz zurück in die bayerische Metropole. An der Universität München wurde er 1872 mit der Arbeit „Zur Kritik der Quellen für den Hussitenkrieg“ promoviert. Anschließend setzte er seine Beschäftigung mit den Anhängern des 1415 verbrannten Kirchenreformers Johannes Hus (um 1369-1415), die im 15. Jahrhundert in Böhmen in Religionskämpfen mit katholischen Heeren gestanden hatten, fort und veröffentlichte 1874 die kulturhistorische Studie „Zur Geschichte des Hussitentums“. Die Habilitation Lateinisch, Erwerb der Lehrberechtigung an Universitäten und Hochschulen; Voraussetzungen sind die Promotion, die Habilitationsschrift (eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit), der Vortrag vor der Fakultät mit Disputation sowie eine Probevorlesung. aus dem Jahre 1877 trug den Titel „König Sigismund und die Reichskriege gegen die Hussiten bis zum Ausgang des dritten Kreuzzuges“. Statt der im 19. Jahrhundert vorherrschenden romantisch-religiösen Verklärung des Mittelalters war Bezold daran gelegen, die konfessionellen Gegensätze am Übergang zur Neuzeit mit „Enthaltsamkeit und Bescheidenheit“ (Gisbert Beyerhaus) zu erfassen. Es ging ihm, so Beyerhaus weiter, um die „rücksichtlose Befreiung der Historie von Theologie und Metaphysik Etymologisch von" ta meta ta physika" (Griechisch, nach der Physik, aber auch hinter der Natur liegend) bezeichnet die Metaphysik den Zweig der Philosophie, der, die einfachen (auch sinnlichen) Grenzen von Wissen und Erfahrung überschreitend, sich mit der allem zugrunde liegenden Realität auseinandersetzt. .“ In den folgenden Jahren widmete sich Bezold vor allem der Editionstätigkeit. So legte er 1882 den ersten von drei Bänden der „Briefe des Pfalzgrafen Johann Kasimir“ (1543-1592) vor, der die französischen Hugenotten militärisch unterstützt hatte und für ein protestantisches Kaisertum eingetreten war.

1884 heiratete Bezold in Berlin Elisabeth Wolff (1863-1942). Aus der Ehe gingen zwei Söhne und zwei Töchter hervor.

Der wissenschaftliche Durchbruch gelang Bezold im Jahr 1894 mit der Berufung als ordentlicher Professor an die Universität Erlangen. Hier unternahm er das schwierige Unterfangen, kurz nach dem Kulturkampf Krise des Deutschen Kaiserreiches unter Reichskanzler Otto von Bismarck und der römisch-katholischen Kirche sowie der politisch-parlamentarischen Vertretung der katholischen Bevölkerung des Reiches (insbesondere der Zentrumspartei) zwischen 1871 und 1891. Streitpunkte waren die Aufhebung der katholischen Abteilung des preußischen Kultusministeriums durch Bismarck, das Festhalten der Kirche am Unfehlbarkeitsdogma, die Einführung der Zivilehe sowie die Repressionen gegen katholische Geistliche und der Einfluss des Staates auf die Kirche. Nach dem "Kanzelparagraphen" 1871 (Änderung des Strafgesetzbuches, wonach es Geistlichen aller Religionen verboten war, sich in Ausübung ihres Amtes in öffentlichen Stellungnahmen politisch zu äußern, galt bis 1953), dem Verbot der Jesuitenniederlassungen 1872 und der Einführung der staatlichen Schulaufsicht, bildeten die sogenannten Maigesetze 1873 (staatliche Kontrolle von Ausbildung und Einstellung der Geistlichen) den Höhepunkt des Kulturkampfes. Die Verschärfung der Bestimmungen über die Verwaltung des Kirchenvermögens beendete 1878 die  Kulturkampfgesetzgebung. Die 1886 und 1887 erlassenen "Friedensgesetze" führten schließlich zur Beilegung des Konflikts. in der konfessionell aufgeladenen Stimmung im Deutschen Reich eine Geschichte des Reformationszeitalters zu verfassen. Die Einleitung der 1890 erschienenen „Geschichte der deutschen Reformation“ vermittelt einen Eindruck davon, wie es Bezold gelang, seine Leserschaft nicht nur zu informieren, sondern auch zu fesseln: "Das germanische Kaisertum mußte seine Legitimation von der römischen Kirche borgen und furchtbar teuer bezahlen. Der Kampf zwischen zwei obersten Gewalten, wovon nur die eine wahrhaft internationalen Charakter trug, konnte nicht ausbleiben und sein Ausgang nicht zweifelhaft sein, denn die herrschende Weltanschauung erkannte dem Geistlichen den Vorrang vor dem Weltlichen zu. Der Staat war der Diener, der Körper, der Mond, die Kirche war die Herrin, die Seele, die Sonne." (S. 1).

Der Protestant Bezold interpretierte die konfessionellen Konflikte weniger als religiöse, sondern als machtpolitische Auseinandersetzung. Er verstand den „Protestantismus als eine vornehmlich politisch wirkende Kraft“ (Walther Hubatsch) und war in seiner „Geschichte der deutschen Reformation“ bemüht, auch der katholischen Seite gerecht zu werden: "Man begreift den zähen Widerstand, welchen die Katholiken einer unbeschränkten Freigabe des Bekenntniswechsels für Stände und Untertanen entgegen setzten; bedeutete doch schon das Zugeständnis der Parität eigentlich für sie ein Preisgeben ihrer innersten Überzeugung." (S. 866). Am Schluss von Bezolds Werk zeigt sich aber auch der Zeitgeist, indem der Autor die Bindung von protestantischer Reformation und deutscher Nation betonte, und Martin Luther (1483-1546) zum Nationalhelden stilisierte: "Aus dem deutschen Protestantismus (...) sind unserer Nation ihre heutige Kultur und nationaler Staat erwachsen. Ohne Luther hätten wir keinen Kant und Goethe, ohne die protestantische und antikaiserliche Herkunft des preußischen Staats nicht unser neues Deutsches Reich." (S. 872).

Seine vergleichsweise ausgewogene Haltung als Forscher und in der Konfessionsfrage trug dazu bei, dass Bezold im Jahr 1896 einen Ruf in das katholische Rheinland an die Universität Bonn erhielt. Sowohl die Bonner Professorenschaft als auch das preußische Kultusministerium waren offensichtlich bestrebt, die politischen und wissenschaftlichen Konflikte der Reichsgründungszeit hinter sich zu lassen und entschieden sich für den Anhänger von Georg Waitz. Die Berufung Bezolds bedeutete „eine völlige Abkehr von der Sybelschule und ihrem Geist“ (Paul Egon Hübinger). Auch in Bonn blieb Bezold seinem Lebensthema treu und veröffentlichte 1908 die Monographie „Staat und Gesellschaft des Reformationszeitalters“, die auf seiner regelmäßig gehaltenen Vorlesung über die Kulturgeschichte des Mittelalters und der RenaissanceLateinisch-französisch (Wiedergeburt), (1) geistig-kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, ausgehend von Italien im 15. Jahrhundert, gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf Werte und Formen der griechisch-römischen Antike, drückte sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst und Architektur aus, (2) geistig-künstlerische Bewegung, die an ältere Traditionen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, anzuknüpfen versucht (zum Beispiel karolingische Renaissance), (3) allgemein Wiederaufleben, neue Blüte. aufbaute.

Im Jahr 1903/1904 amtierte Bezold als RektorLateinisch-mittellateinisch, (1) Leiter einer Hochschule, (2) Leiter einer Grund-, Haupt-, Sonder- oder Realschule, (3) katholischer Geistlicher an einer Filialkirche, einem Seminar oder ähnlichen Einrichtungen. der Bonner Universität. Diese war im langen 19. Jahrhundert „Prinzenuniversität“, an der adelige Herrscherhäuser wie Schaumburg-Lippe, Sachsen-Coburg-Gotha und auch die Hohenzollern ihre Söhne studieren ließen. Der prominenteste Schüler Bezolds war in den Jahren 1901 bis 1903 der deutsche Kronprinz Wilhelm (1882-1951). Dass der süddeutsche Gelehrte durchaus im Denken des preußisch-deutschen Nationalstaats verhaftet war, zeigen zwei seiner Ansprachen. An der Universität Erlangen referierte er 1896 über die Gründung des Deutschen Reiches vor 25 Jahren und ging dabei auch auf das Zeitgeschehen ein: "Heute besitzen wir endlich eine deutsche Flotte und die Flagge des Reichs deckt unsere Söhne, die in fernen Weltteilen den Wettbewerb mit den seit Jahrhunderten seefahrenden und kolonisierenden Völkern aufnehmen. Wer hätte vor fünfzig Jahren für möglich gehalten, dass noch deutsche Kolonien entstehen, dass unsere Industrie mit der englischen in die Schranken treten könnte? Deutschland gebührt ein vornehmer Platz unter den Nationen und eine Stimme bei der Teilung der Erde." Sein Schüler Gisbert Beyerhaus hat Bezold rückblickend als „schärfsten Kritiker der Wilhelminischen Ära“ bezeichnet, was sich anhand seiner offiziösen Äußerungen naturgemäß nicht verifizieren lässt.

In einer Ansprache an der Universität Bonn aus Anlass des Jubiläums der Befreiungskriege Auch Freiheitskriege oder Sechster Koalitionskrieg. Bezeichnung der Kriege zwischen dem napoleonischen Frankreich und der Allianz seiner Gegner zwischen der Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug 1812 und der Unterzeichnung des Pariser Friedens 1814. führte Bezold 1913 aus: "Vor hundert Jahren ist zum ersten Mal der Wille zur politischen Nation in unserem Volk erwacht. Hart war die Bekehrung aus einer verzweifelten oder unwürdig hingenommenen ResignationLateinisch-mittellateinisch, (1) sich einfügen in scheinbar Unabänderliches, (2) Amtsverzicht, ein Amt niederlegen.; daß sie überhaupt möglich wurde, das danken wir Preußen." Zum Abschluss seiner Festrede äußerte er fast prophetisch: "Und wenn unser Volk aufs neue das Los trifft, für Deutschland alles einzusetzen, da werden neben den Großtaten von 1870 auch die Helden von Leipzig und Waterloo wieder ihr gutes Recht verlangen und als die ersten Vorkämpfer und Opfer der gleichen Sache uns in die Erinnerung treten."nach oben

Bereits ein Jahr nach dieser bellizistischen Rede war das erwähnte Szenario eingetreten. Bezold beteiligte sich an einem Aufruf der Bonner Historiker vom 1.9.1914, in dem der Vergleich der aktuellen Ereignisse mit dem als „Verteidigungskrieg“ bezeichneten Siebenjährigen Krieg (1756-1763) Friedrichs des Großen (Regierungszeit 1740-1786) gezogen wurde, ansonsten trat er politisch nicht in Erscheinung. Im Jahr 1915 mußte Bezold den Tod seines begabten Schülers, des Privatdozenten Dr. Ludwig Cardauns (1880-1915), verkraften, auf den er einen Nekrolog verfasste: "Schmerzlicher aber kann uns nichts berühren als die Hingabe eines jungen Lebens, das im freudigsten Aufstieg begriffen mit einem Mal zerschellt und eine reiche Zukunft mit sich hinabzieht. Unendlich schwer wird dem alten Lehrer die Pflicht einem unserer besten ehemaligen Schüler und liebsten Kollegen Worte des Nachrufs zu widmen."

Während der Kriegszeit beschäftigte Bezold sich mit einer neuen Aufgabe. Im Auftrag der Bonner Universität verfasste er deren Geschichte für die Hundertjahrfeier 1918, auch wenn die Zeitumstände, wie es später im Vorwort hieß, ihm "oft genug alle Ruhe und Freudigkeit des Schaffens zu rauben drohte(n)." Aufgrund der politischen Umwälzungen erschien die „Geschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität. Von der Gründung bis zum Jahr 1870“ erst 1920. Eine Auswahl seiner Aufsätze veröffentlichte Bezold 1918 unter dem Titel „Aus Mittelalter und RenaissanceLateinisch-französisch (Wiedergeburt), (1) geistig-kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, ausgehend von Italien im 15. Jahrhundert, gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf Werte und Formen der griechisch-römischen Antike, drückte sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst und Architektur aus, (2) geistig-künstlerische Bewegung, die an ältere Traditionen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, anzuknüpfen versucht (zum Beispiel karolingische Renaissance), (3) allgemein Wiederaufleben, neue Blüte.. Kulturgeschichtliche Studien“.

Bezold war seit 1883 Mitglied der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, seit 1907 Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften; zwei Ehrendokorate wurden ihm verliehen: Dr. theol. h.c. durch die Universität Leizig (1897) für seine Verdienste um die Reformationsgeschichte und der Dr. rer. pol. der Universität Bonn (1920) für sein Werk zur Universitätsgeschichte.

Im Jahr 1921 emeritiert, verstarb Friedrich von Bezold am 29.4.1928 in Bonn. Seine Urne wurde auf dem Bergfriedhof in Kessenich beigesetzt. In der Grabrede würdigte Fritz Kern (1884-1950) Bezolds wissenschaftliches Schaffen: Mit „der ‚Geschichte der deutschen Reformation’ stand er 1890 mit einem Schlage als ein Eigener und Großer unter den Geschichtsschreibern unserer Nation vor einer breiten Öffentlichkeit da. Nicht die Fürsten und Politiker, […] auch nicht die Theologen und Gelehrten, […] sondern das deutsche Volk war der Gegenstand dieses Buches, Luther der Mann dieses Volkes.“ Weiter hob Kern „(d)ie farbige Behandlung des Stoffes, die neue Auffassung der Reformation als einer revolutionären Bewegung, und de(n) wesentlich überkonfessionelle(n) Standpunkt hervor. RektorLateinisch-mittellateinisch, (1) Leiter einer Hochschule, (2) Leiter einer Grund-, Haupt-, Sonder- oder Realschule, (3) katholischer Geistlicher an einer Filialkirche, einem Seminar oder ähnlichen Einrichtungen. und Senat der Universität gingen in ihrer Traueranzeige auch auf die regionalen Aspekte von Bezolds Wirken in Forschung und Lehre ein: Der glänzende Forscher, der einen erheblichen Teil seiner Kraft der Geschichte der Universität Bonn gewidmet hat, gehört selbst ihrer Geschichte als einer ihrer berühmtesten Lehrer an. [...] Generationen der rheinischen Jugend haben an ihm geschichtliches Denken, Wahrheitstreue und Forschersinn erlebt.“

Die von seinen Schülern und Kollegen in ihrer Festschrift wiedergegebene Auffassung Bezolds, wonach „erst die Verbindung von politischer und Kulturgeschichte die wahre Geschichtsschreibung ausmache“, stellt auch heute wieder eine methodische Herausforderung für die historiographische Forschung dar.

 

Quelle

Universitätsarchiv Bonn, Personalakten, PA 574, Friedrich von Bezold.

 

Werke (Auswahl)

Zur Kritik der Quellen für den Hussitenkrieg, München 1872.

Kaiser Sigmund und die und die Reichskriege gegen die Hussiten bis zum Ausgang des dritten Kreuzzuges, 2 Bände, München 1872-1877.

Zur Geschichte des Hussitentums. Kulturhistorische Studien, München 1874.

Der rheinische Bauernaufstand vom Jahre 1431, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 27 (1875), S. 129-149.

Die Lehre von der Volkssouveränität während des Mittelalters, in: Historische Zeitschrift 36 (1876), S. 313-367.

Die „armen Leute“ und die deutsche Literatur des späteren Mittelalters, in: Historische Zeitschrift 41 (1879), S. 1-37.

Briefe des Pfalzgrafen Johann Casimir, 3 Bände, München 1882/1884/1908.

Konrad Celtis. Der „deutsche Erzhumanist“, in: Historische Zeitschrift 49 (1883), S. 1-445; S. 193-228.

Geschichte der deutschen Reformation, Berlin 1890.

Über die Anfänge der Selbstbiographie und ihre Entwicklung im Mittelalter. Prorektoratsrede Erlangen 1893, in: Zeitschrift für Kulturgeschichte 1 (1894), S. 145-171.

Festrede zur Feier der vor 25 Jahren erfolgten Gründung des Deutschen Reiches an der Universität Erlangen am 17. Januar 1896, Erlangen 1896.

Die ältesten deutschen Universitäten und ihr Verhältnis zum Staat, in: Historische Zeitschrift 80 (1898), S. 220-245.

Im Gedächtnis Bismarcks. Rede an der Universität Bonn am 18. Januar 1898, in: Neue Bonner Zeitung vom 20.1.1899.

Luthers Rückkehr von der Wartburg, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 20 (1900), S. 186-233.

Das Bündnisrecht der deutschen Reichsfürsten bis zum Westfälischen Frieden. Rede zum Antritt des Rektorats an der Universität Bonn am 18. Oktober 1903, Bonn 1904.

Staat und Gesellschaft des Reformationszeitalters, Berlin/Leipzig 1903 (Kultur der Gegenwart).

Jean Bodin als Okkultist und seine Démonomanie, in: Historische Zeitschrift 105 (1910), S. 1-64.

Der Geist von 1813. Festrede gehalten im Auftrag der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität bei der Feier der Erhebung von 1813 am 28. Februar 1913, Bonn 1913.

Ludwig Cardauns, in: Chronik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das Rechnungsjahr 1914. Hg. vom zeitigen RektorLateinisch-mittellateinisch, (1) Leiter einer Hochschule, (2) Leiter einer Grund-, Haupt-, Sonder- oder Realschule, (3) katholischer Geistlicher an einer Filialkirche, einem Seminar oder ähnlichen Einrichtungen. Ernst Landsberg, Bonn 1915, S. 43-45.

Aus Mittelalter und RenaissanceLateinisch-französisch (Wiedergeburt), (1) geistig-kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, ausgehend von Italien im 15. Jahrhundert, gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf Werte und Formen der griechisch-römischen Antike, drückte sich besonders in Literatur, Philosophie, Kunst und Architektur aus, (2) geistig-künstlerische Bewegung, die an ältere Traditionen, insbesondere der griechisch-römischen Antike, anzuknüpfen versucht (zum Beispiel karolingische Renaissance), (3) allgemein Wiederaufleben, neue Blüte.. Kulturgeschichtliche Studien, München 1918.

Geschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität. Von der Gründung bis zum Jahr 1870, Bonn 1920.

Das Fortleben der antiken Götter im mittelalterlichen Humanismus, Bonn 1922.

Jugenderinnerungen (unveröffentlicht).

 

Literatur

Beyerhaus, Gisbert, Friedrich von Bezold und das Problem der universalen Sympathie, Krefeld 1951.

Beyerhaus, Gisbert, Friedrich von Bezolds innere Entwicklung, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 1 (1931), S. 321-338 [mit vollständigem Werkverzeichnis].

Beyerhaus, Gisbert, Friedrich von Bezold, in: Historische Zeitschrift 141 (1930), S. 315-326.

Hubatsch, Walther, Friedrich von Bezold, in: Bonner Gelehrte. Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in Bonn. Geschichtswissenschaften, Bonn 1968, S. 284-292.

Hübinger, Paul Egon, Das Historische Seminar der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. Vorläufer – Gründung – Entwicklung. Ein Wegstück deutscher Universitätsgeschichte, Bonn 1963.

Kern, Fritz, Friedrich von Bezold. + 29. April 1928. Gedächtnisworte am Sarg, in: Archiv für Kulturgeschichte 18 (1928), S. 241-245.

Neumann, Carl, Friedrich von Bezolds Bonner Universitätsgeschichte, in: Historische Zeitschrift 127 (1923), S. 476-486.

Josef Niesen, Bonner Personenlexikon, 3. Auflage, Bonn 2011, S. 48-49.

 

Festschrift

Festgabe Friedrich von Bezold. Dargebracht zum 70. Geburtstag von seinen Schülern, Kollegen und Freunden, Bonn/Leipzig 1921.

 

Online

Beyerhaus, Gisbert, „Bezold, Friedrich Gustav Johannes von“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 211 [Onlinefassung]

 

 

26.11.2012

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Philip Rosin (Bonn) 
 

       
 

       
 
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Friedrich von Bezold, Porträtfoto. (Universitätsarchiv Bonn)

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Friedrich von Bezold, Porträt, Gemälde. (Universitätsarchiv Bonn)