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Januarius Zick (1730-1797), Tafel- und Freskomaler

Januarius Zick, in der Kunst des Rokoko Stilrichtung der europäischen Kunst zwischen etwa 1730 und 1770/1780 in der Endphase des Barock; das Wort ist abgeleitet von französisch rocaille = Grotten- und Muschelwerk nach einem immer wieder vorkommenden Ornamentmotiv. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Dekorationsstil, der sich vorzugsweise im Kunstgewerbe ausdrückt, der Dekoration des Innenraums und seiner Möbel. Ausgehend von Frankreich wurde Deutschland das Hauptland des Rokoko. verwurzelt, jedoch an der Zeitenwende zum Klassizismus Epochenbegriff für die europäische Kunst von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis etwa 1830, umfasst Kunst, Architektur und Literatur. Als Gegenbewegung zu Barock und Rokkoko ist der Klassizismus von der Antiken Kunst und der Aufklärung beeinflusst und strebt klare, vereinfachende und schnörkellose Formen an. Bereits während der Regierungszeit Ludwigs XVI. (1774-1792) kehrte man in Frankreich zu klassischen Vorbildern zurück (Louis-Seize-Stil). Seit den 1760er Jahren verbreitete sich der aus Italien kommende Klassizismus in Frankreich. Sein Zentrum wurde Paris, wo Künstler wie Joseph-Marie Vien (1716-1809) und Jacques-Louis David (1748-1825) entscheidend zu seiner Popularität beitrugen. Eng verknüpft mit der französischen Revolution, entwickelte sich unter der Herrschaft Napoleons der sogenannte Empire-Stil. lebend, gilt als „letzter deutscher Großmaler“. Als kurtrierischer Hofmaler lebte er von 1761 bis zu seinem Tod in Ehrenbreitstein (heute Stadt Koblenz).

Johann Rasso Januarius Zick wurde am 6.2.1730 als drittes Kind von Johannes Zick (1702-1767) und Anna Maria Sailer (1698-1775) in München geboren und noch am gleichen Tag in der Pfarrkirche St. Carl Borromäus in Neudegg getauft. Der Name Januarius ging von seinem drei Jahre zuvor verstorbenem Bruder auf ihn über. Januarius Zick erlernte die Grundlagen der Malerei bei seinem Vater, der als Hofmaler bei Herzog Theodor (1659-1733) und dem Fürstbischof zu Freising in Diensten stand und assistierte schon als Kind sowohl in der väterlichen Werkstatt als auch bei Wandmalereien auf dem Gerüst.

In die Lehre ging er, laut Vertrag vom 11.10.1745, bei dem Schussenrieder Maurermeister Jakob Emele um die „Mauerprofession und Baukunst oder was derselben anhängig sein mag“ (Straßer, 1994, S. 11) zu erlernen. Die Ausbildung berechtigte ihn dazu, sich nach Beendigung der zweieinhalbjährigen Lehrzeit am 19.3.1748 nicht nur „pictor“, sondern auch „architectus“ zu nennen.

In der Folgezeit assistierte Januarius seinem Vater. 1749 siedelte die Familie nach Würzburg über, wo Johannes Zick den Auftrag zur Ausmalung des Gartensaals der Würzburger Residenz übernommen hatte. 1751-1754 war er zusammen mit seinem Sohn für den Speyerer Fürstbischof Bezeichnung für Bischöfe, die gleichzeitig weltliche Herren über ein Territorium waren. in Schloss Bruchsal tätig, ab 1752 erhielt Januarius eigenen Lohn. 1755/1756 verließ er die Werkstattgemeinschaft seines Vaters, um sich in Paris weiter zu bilden. Auf dem Weg dorthin traf er in Trier mit Kurfürst Johann Philipp von Walderdorff zusammen, von dem er den Auftrag erhielt, einige Supraporten zu malen. In Paris nahm Januarius Zick Kontakt zu Johann Georg Wille (1715-1808), Hofkupferstecher, Mitglied der Académie Royale de Peinture, sowie Kunsthändler und Verleger, auf. Bei Wille, der seit 1736 in Paris lebte, trafen sich Künstler und Kunstliebhaber aus aller Welt; seine Beziehungen nach Rom, Basel und Augsburg konnte sich Zick zunutze machen. Im Herbst oder Winter 1757 begab sich Zick auf Empfehlung des Basler Kupferstechers Christian von Mechel (1737-1818) in die Schweiz. 1758 wurde er dort zusammen mit zwei weiteren Malern zur Begutachtung des Erhaltungszustandes der Passionstafeln von Hans Holbein dem Jüngeren (1497/1498-1543) im Basler Rathaus herangezogen. Außerdem fertigte er im Auftrag von Privatpersonen Gemälde an. Noch im gleichen Jahr reiste Zick nach Rom, bildete sich bei Raphael Mengs (1728-1779) über die römische Antike weiter und besuchte dort auch eine der Kunstakademien. Im Herbst machte er in Augsburg Station, wo ihm der erste, im Nachhinein aber nur der zweite Preis der „Kaiserlich-Franziscischen Academie“ für sein Gemälde „Merkur in der Werkstatt des Bildhauers“ verliehen wurde.

Im Frühjahr 1759 arbeitete er zusammen mit seinem Vater an der Ausmalung des Watteau-Kabinetts in Schloss Bruchsal, im Herbst war er erneut für den Trierer Kurfürsten Johann Philipp von Walderdorff tätig und 1760 erhielt er den Auftrag zur Freskierung des Festsaales in Schloss Engers (bei Neuwied) sowie 1760/1761 einen weiteren für den Erweiterungsbau der Trierer Residenz; auch in Würzburg war er im gleichen Jahr tätig. Zum kurtrierischen Hofmaler ernannt, ließ sich Januarius Zick in Ehrenbreitstein nieder. Am 25.11.1762 heiratete er die in der Hofstraße 277 wohnende Wirtstochter Anna Maria Gruber (1745-1811). Aus der Ehe gingen 14 Kinder hervor, unter denen Sohn Konrad (1773-1836 in Koblenz) ebenfalls Maler wurde.

Neben seinen Tätigkeiten als Maler und Freskant für den Trierer Hof war Januarius Zick auch als Restaurator tätig und übernahm kirchliche Aufträge für die Benediktinerklosterkirche Ottobeuren (1766) und für die Franziska-Christina-Stiftung in Essen-Steele (1770/1771). Mit dem Ebenisten David Roentgen in Neuwied verband ihn von 1771-1885 ein enges Arbeitsverhältnis, schuf er doch eine große Anzahl von Marketerie-Entwürfen für Roentgens weltberühmte Möbelmanufaktur.

Nach dem Tod des Trierer Kurfürsten Johann Philipp 1768 und aufgrund der angespannten finanziellen Lage blieben größere Aufträge von Seiten des Trierer Kurfürstentums lange Zeit aus. Zick wandte sich in den folgenden Jahren kirchlichen Aufträgen zu: Ausmalung und Bauaufsicht der Benediktinerabteikirche in Wiblingen (1778-1781), Ausmalung der Pfarrkirche St. Gallus in Zell (1780/1781), der Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. in Dürrenwaldstetten (1782), der Benediktinerabteikirche (heute Pfarrkirche St. Peter und Paul) in Oberelchingen (1782/1783), der Prämonstratenserabteikirche (heute Pfarrkirche St. Maria und St. Verena) in Rot an der Rot (1784). Weitere Fresken folgten in der Bibliothek der Zisterzienserabtei in Raitenhaslach (1785) und in der AugustinerOrdensgemeinschaften, die sich auf den Heiligen Augustinus von Hippo (354-430) beziehen und der Augustinusregel folgen.-Chorherrenstiftskirche St. Peter und Paul im fränkischen Triefenstein (1786).

Olymp (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster, 140KB)
Olymp (Göttermahl), Entwurf für ein nicht ausgeführtes Deckenfresko von Januarius Zick, 1780er Jahre. (Mittelrhein-Museum Koblenz)

Durch den Neubau der Residenz in Koblenz unter Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen wurden Zick 1785 auch im Rheinland wieder Aufgaben zuteil, hierunter fallen die Deckenfresken im Audienzsaal und im Paradeschlafzimmer des Koblenzer Schlosses (1947/1948 zerstört), sowie Fresken für die Schlosskapelle (1785-1791) und die Stiftskirche St. Florin in Koblenz (um 1790). Zwischenzeitlich arbeitete er auch in der Mainzer Kirche St. Ignaz (1786) und im Akademiesaal des Mainzer Schlosses (1787).

Zicks Kontakte zu Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) und seinem Kreis, den er 1774 bei einem Besuch in Ehrenbreitstein persönlich kennenlernte, verhalfen ihm bis in die 1790er Jahren zu Aufträgen in Frankfurt, wo er unter anderem die beiden an der Zeil gelegenen Wohnhäuser der Kaufleute Franz Maria Schweitzer (Palais Schweizter-Alessina) und Johann Friedrich Schmidt (Palais Mumm), ausmalte.

Durch die angespannte politische Situation - 1794 wurde Koblenz von den französischen Truppen besetzt - musste Kurfürst Clemens Wenzelslaus nach Augsburg fliehen. Januarius Zick bat 1795 um frühzeitige Übersendung seiner Pension; am 14.11.1797 starb er in Ehrenbreitstein.

Als 18-jähriger signierte Januarius Zick zum ersten mal ein kleines Gemälde mit dem Motiv einer büßenden Maria Magdalena in der Felsenhöhle mit: „J.R. Januarius/ Zick Inv: Et Pinx:/1748“ (Straßer, 1994, S. 16). In den vielen Jahren seines Schaffens reichen seine Gemälde von kleinen Kabinettbildern bis zu großformatigen Altartafeln. 60 Prozent seiner Themen nehmen religiöse Darstellungen ein, daneben findet sich Genremalerei Sittenmalerei, Darstellungen des alltäglichen Lebens im Bild; nach Vorstufen in der Spätgotik Blütezeit vom 16.-19. Jahrhundert. wie Schäfer-, Wirtshaus- und Bauern-Szenen, auch antike Historie, Mythologien, Allegorien und Portraits sind in Zicks Repertoire zahlreich vertreten.
Bekannter jedoch wurde Januarius Zick durch seine Fresken: Die frühesten und überwiegend dem profanen Genre Lateinisch-französisch, Gattung, Wesen, Art. zuzurechnenden Wandbilder sind jene im Festsaal des kurfürstlichen Schlosses zu Engers (1760), das Johann Philipp von Walderdorff anstelle einer mittelalterlichen Burg 1758 errichten ließ. Das zentrale Deckenfresko, das den Triumph der römischen Jagdgöttin Diana darstellt, entspricht der Bestimmung des Gebäudes als Jagd- und Lustschloss. Jahreszeitenallegorien, Schäfer-, Jagd- und Bauernszenen ergänzen in den Kartuschen und den 57 Wandfeldern die Ikonographie Griechisch,  (1) Bestimmung von Bildnissen der griechischen und römischen Antike,  (2)  allgemein die Lehre von den Bildinhalten. zu einer leichten, heiteren, noch ganz im Stil des Rokoko verhafteten Bilderwelt, die in unregelmäßig geschwungenen Stuckrahmen gefasst ist.

Ganz anders dagegen sind die großen, einzig religiöser Thematik verpflichteten Ausmalungen der süddeutschen Kirchen zu werten, die Januarius Zick zwischen 1778 und 1786 schuf: Der für den Barockstil typische illusionistische Tiefenraum verflacht sich, Zick bedient sich einer annähernd symmetrischen Kompositionsweise, vielfigurige Szenen werden in geometrischen Grundformen aufgebaut. Seine Figuren haben eine ausgeprägte Gebärdensprache, agieren deklamierend auf einer flachen Raumbühne, die im Wesentlichen von gemalten Rahmenformen begrenzt ist. Dem entsprechend weisen diese späten Fresken in eine klassizistische Richtung, die Zick aber bei seinen Aufträgen für das Koblenzer Schloss und den Mainzer Akademiesaal durch Rückgriffe auf traditionelle Bildschemen zu relativieren wusste.

Januarius Zick war ein ausgesprochen vielseitiger Künstler, der es gelernt hatte, sich gemäß den Themen und den Wünschen der Auftraggeber, verschiedenartigster Stilmittel zu bedienen. Diese lagen zuerst in der Kunst seines Vaters, doch schon bald nahm er die Auseinandersetzung mit Rembrandts Hell-Dunkel-Malweise auf, orientierte sich sowohl in der niederländischen Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts als auch an der französischen eines Charles le Brun (1619-1690). Zeitgenössischen Strömungen hat er sich nie verschlossen und es gelang ihm, alle Einflüsse in seinen Sprachschatz zu integrieren und eine ihm eigene Synthese herbeizuführen.

Sein Gesamtwerk umfasst circa 500 Gemälde, 16 Raumausstattungen in Fresko sowie ein Konvolut von 186 erhaltenen Zeichnungen und circa 40 Intarsienentwürfe.nach oben

Werke
Erhaltene Fresken
1760 Engers, Festsaal des ehemaligen Kurfürstlichen Schlosses
Themen: Freuden des Jagd- und Landlebens

1778-1781 Wiblingen, ehemaligen Benediktinerabtei-Kirche St. Martin
Themen: Titularfest, Kreuzerhöhung

1780-1781 Zell, Pfarrkirche St. Gallus
Themen: Auferstehung Christi, Pfingstgeschehen, 12 Apostel

1782 Dürrenwaldstetten, Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere
Themen: Weihnachtsgeschehen, 12 Apostel

1782-1783 Oberelchingen, ehemalige Benediktiner-Reichsabteikirche, Pfarrkirche St. Peter und Paul
Themen: Szenen aus dem Leben Mariens

1784 Rot an der Rot, ehemalige Prämonstratenserabtei-Kirche, Pfarrkirche St. Maria und St. Verena
Themen: Abendmahl, Tempelreinigung, 12-jähriger Christus lehrt im Tempel

1786 Triefenstein, ehemalige Augustinerchorherren-Stiftskirche St. Peter und Paul
Themen: Szenen aus dem Leben der Apostel Petrus und Paulus

Um 1790 Koblenz, ehemalige Stiftskirche, Pfarrkirche St. Florin, (1828 durch den Maler Johann Baptist Bachta (1782-1856) restauriert, 1929 erneuert)
Themen: Hochzeit zu Kanaa und Fußwaschung

Überlieferte Fresken
1759 Bruchsal, Fürstbischöfliche Residenz, Watteau-Kabinett, (im 2. Weltkrieg zerstört)
Themen: Schäfer- , Bauern- und Jagdidyllen, Jahreszeitenallegorien (überliefert durch Fotografien)

1760-61 Trier, ehemaliges Kurfürstliches Residenzschloss, Zwei Antichambres und Kabinett,

1785 Koblenz, Audienzsaal und Schlafzimmer des Schlosses, (im 2. Weltkrieg zerstört)
Themen: Justitia und Aurora (überliefert durch Auftragserteilung vom 3.4.1785, LHA Koblenz 2430/2407, und Entwurf, Koblenz, Mittelrhein-Museum Inv.-Nr. M83), )

1785 Raitenhasslach, Bibliothek des Zisterzienserklosters (1812 abgerissen)

1786 Mainz, Pfarrkirche St. Ignaz (1902 beseitigt)
Themen: Dreifaltigkeitssymbol mit Engeln (überliefert durch Ölskizze, London, Privatbesitz)

1787 Mainz, Akademiesaal Kurfürstliches Schloss (im 2. Weltkrieg zerstört)
Themen: Götter des Olymp mit musizierenden Putten (überliefert durch Entwürfe, London, British Museum, Inv.-Nr. 1921/6-14/9)

1790/91 Koblenz, Kurfürstliches Residenzschloss, Schlosskapelle (im 2. Weltkrieg zerstört)
Themen: Hl. Dreifaltigkeit, 4 Evangelisten (überliefert durch Entwürfe, Kanada, The Winnipeg Art Gallery Inv.-Nr. G63-298 und London, Privatbesitz)

1792-93 Frankfurt, Palais Schweitzer-Alessina, Zeil 48-50, Treppenhaus, Freskosaal und Vorzimmer (1890 abgerissen)
Themen: Allegorie des Handels (überliefert durch Entwürfe, Ölskizzen und Gemälde, Koblenz, Mittelrhein-Museum, Inv.-Nr.184/75, Frankfurt a. M., Historisches Museum, Inv.-Nr. C 48133-34, Saarbrücken, Saarlandmuseum, Inv.-Nr.3690)

1792 Frankfurt, Palais Mumm, Zeil 36, Treppenhaus (1904 zerstört)
Themen: Apoll auf dem Sonnenwagen (überliefert durch Fotografie)


Chronologisches Verzeichnis der datierten und datierbaren Gemälde (nach Straßer, 1994, S. 560-562, mit Ergänzungen

1748 Hl. Maria Magdalena, Verbleib unbekannt

1750 Der hl. Benedikt erweckt einen jungen Mönch vom Tode, Koblenz, Mittelrhein-Museum

1751 Auferweckung des Lazarus, Privatbesitz – Enthauptung der hl. Katharina, Verbleib unbekannt – Unbekannte Heiligenszene, Ljubljana, Nationalmuseum

1752 David und Abisai im Zelte Sauls, Würzburg, Martin-von-Wagner-Museum – Saul bei der Hexe von Endor, Würzburg, Martin-von-Wagner-Museum – Anbetung der Hirten, Privatbesitz – Hl. Paulus predigt in Athen, Wien, Kunsthistorisches Museum – Die hll. Petrus und Johannes heilen einen Lahmen, Wien, Kunsthistorisches Museum

um 1752 Tanzende Bauern vor der Schenke, Stuttgart, Staatsgalerie – Streit vor der Schenke, Stuttgart, Staatsgalerie

1753 Saul bei der Hexe von Endor, Privatbesitz – Fesselung Christi, Bremen, Kunsthalle – Christus am Kreuz und Maria Magdalena, Hamburg, Kunsthalle – Christus und der Hauptmann von Kapernaum, Ulm, Ulmer Museum – Christus und die Samariterin am Brunnen, Ulm, Ulmer Museum – Verkündigung, Privatbesitz – Hl. Maria Magdalena, Koblenz, Mittelrhein-Museum

1754 Moses schlägt Wasser aus dem Felsen, Berlin, Staatl. Museen – Moses errichtet die eherne Schlange, Berlin, Staatl. Museen – Das Opfer Gideons, Koblenz, Mittelrhein-Museum – Das Opfer Manoahs, ehem. Koblenz, Mittelrhein-Museum

1755 Tanz vor der Schenke, Stuttgart, Württemberg. Landesmuseum

um 1755 Tanzende Bauern vor der Schenke, Privatbesitz – Tanzender Savoyardenknabe, Privatbesitz

Um 1756 Kreuzabnahme, München, Bayer. Staatsgemäldesammlung – Grablegung Christi, Privatbesitz – Taufe Christi, Privatbesitz

1756-1757 Tanzende Bauern vor der Schenke, Augsburg, Städt. Kunstsammlungen – Raufende Wäscherinnen, Verbleib unbekannt – Verkündigung, Den Haag, Rijksdienst Beeldende Kunst

1757 Venus in der Schmiede Vulkans, Privatbesitz

1758 Urteil des Paris, Privatbesitz

1760 Bacchuszug, Schloss Engers – Bacchanal, Schloss Engers

um 1760 Fischerfamilie am Brunnen, München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Gärtnerszene am Brunnen, ehemals Wiesbaden, Städtisches Museum – Jupiter und Antiope, Privatbesitz – Bacchus und Ariadne, Privatbesitz – Venus beklagt den Tod des Adonis, Mainz, Mittelrheinisches Landesmuseum – Venus beklagt den Tod des Adonis, Aarau, Aargauer Kunsthaus – Marter des heiligen Veit, Koblenz, Mittelrhein-Museum – Adonis ird den Nymphen übergeben, Aarau, Aargauer Kunsthaus – Kreuzigung Christi, Privatbesitz

1761 Anbetung der Hirten, Privatbesitz – Anbetung der Könige, Privatbesitz – Heilige Thekla, ehemals Würzburg, Stift Neumünster

1762 Anbetung der Hirten, Köln, Wallraf-Richartz-Museum – Bacchanal, Schloss Engers

1763 Pilatus führt Christus vor das Volk, Privatbesitz, Auferweckung des Lazarus, Privatbesitz – Kreuzigung Christi, Privatbesitz – Heiliger Johannes der Täufer, Koblenz, Mittelrhein-Museum – Heiliger Matthäus, Privatbesitz

1764 Ecce Homo, Privatbesitz

1765 Heilige Maria Magdalena, Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle – Darbringung im Tempel, Frankfurt, Städelsches Kunstinstitut

1765-1775 Der zielende Amor mit zwei Gefährten, Koblenz, Mittelrhein-Museum – Aurora, über einem Dichter aufgehend, Koblenz, Mittelrhein-Museum

1766 Heilige Anna (Erziehung Mariens), Koblenz-Neuendorf, Pfarrhaus St. Peter – Heilige Anna (Erziehung Mariens), Ottobeuren, Klosterkirche, Seitenaltar – Heiliger Joseph mit dem Jesusknaben, Koblenz-Neuendorf, Pfarrhaus St. Peter – Heilige Ursula, Ottobeuren, Klosterkirche

um 1766 Marter der heiligen Ursula, Koblenz, Mittelrhein-Museum

1767 Geißelung Christi, Augsburg, Städtische Kunstsammlungen – Raufende Bauern, München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen

1768 Joseph wird aus der Zisterne errettet, Privatbesitz – Wiedersehen Josephs mit seinem Vater Jakob, Koblenz, Industrie- und Handelskammer

1769 Euterpe, Neuwied, Privatbesitz – Polyhymnia, Würzburg, Kunsthandel

1770 Schäferszene am Brunnen, Schweinfurt, Sammlung Schäfer – Brief lesende Schäferin mit Karren, Schweinfurt, Sammlung Schäfer – Maria Immaculata Essen-Steele, Fürstin Franziska Christine Stiftung

1770-71 Heilige. Franziskus, Essen-Steele, Fürstin Franziska Christine Stiftung – Heilige Walburga, Essen-Steele, Fürstin Franziska Christine Stiftung – Rousseau löst die Preisaufgabe der Akademie Dijon, Schaffhausen, Museum zu Allerheiligen

1771 Heiliger Aloysius Gonzaga, Essen-Steele, Fürstin Franziska Christine Stiftung – Heiliger Joseph mit dem Jesusknaben, Essen-Steele, Fürstin Franziska Christine Stiftung –
Gottfried Peter de Requilé mit Söhnen, Bonn, LVR-LandesMuseum – Frau de Requilé, Bonn, LVR-LandesMuseum

1772 Kreuzwegstationen für St. Florin, ehemals Koblenz, Liebfrauenkirche

1773 Krankenheilung Christi, Manchester, City Art Galleries – Alte Frau, Privatbesitz – Alte Frau mit Strickzeug, Koblenz, Mittelrhein-Museum – Alter Mann, Koblenz, Mittelrhein-Museum

1774 Jakob und Rahel am Brunnen, Moskau, Staatliches Puschkin-Museum

1775-1785 Schäferszene am Brunnen, Privatbesitz – Fischerfamilie am Fluss, Privatbesitz

1776 Salomo und die Königin von Saba, Bonn, LVR-LandesMuseum – Familie Rémy aus Bendorf, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum – Johann Mechel und seine Frau, Basel, Kunstmuseum

1777 Heilige Familie, Bremen, Kunsthandel – Merkur in der Werkstätte des Bildhauers, Koblenz, Mittelrhein-Museum – Satyr beim Bauen, ehemals Koblenz, Mittelrhein-Museum

1778 Madonna in der Glorie, Privatbesitz – Heiliger Joseph mit dem Jesusknaben in der Glorie, Privatbesitz – Segnung einer jungen Königin durch einen Bischof, Privatbesitz – Der Morgen, San Francisco, M.H. de Young Memorial Museum – Der Mittag, M.H. de Young Memorial Museum – Der Abend, Privatbesitz – Die Nacht, Privatbesitz

1779 Der Morgen, Soisson, Musée Municipal – Die Nacht, Bonn, LVR-LandesMuseum

1780 Kreuzigung Christi, Koblenz, Mittelrhein-Museum – Das Pfingstwunder, Würzburg, Mainfränkisches Museum – Die Pfingsttaufe des heiligen Petrus, Privatbesitz – Maria mit Kind, Heidelberg, Kurpfälzisches Museum – Gründung der Abtei Prüm durch König Pippin, Prüm, St. Salvator, Pfarrhaus – Papst Leo III. weiht die Basilika von Prüm, Prüm, St. Salvator, Pfarrhaus – Brief lesende Schäferin am Brunnen, Privatbesitz
1780-1795 Trauernder Amor, Frankfurt a.M., Goethe-Museum – Aeneas rettet seinen Vater Anchises, Wiesbaden, Städtisches Museum und Koblenz, Mittelrhein-Museum

1781 Kreuzigung Christi, Wiblingen, ehemalige Klosterkirche, Hochaltar

1782 Abendmahl, Privatbesitz – Darbringung im Tempel, Warschau, Nationalmuseum – Heimsuchung, Privatbesitz – Verkündigung, Düsseldorf, Stiftung Museum Kunstpalast

1783 Christus am Kreuz und Maria Magdalena, Köln, Kunsthandel – Geburt Mariens, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum – Verkündigung, Wiblingen, ehemalige Klosterkirche, Seitenaltar – Tod des heiligen Benedikt, Wiblingen, ehemalige Klosterkirche, Seitenaltar – Blinder Pfeifer mit bettelndem Knaben, Privatbesitz

1784 Christus treibt die Wechsler aus dem Tempel, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum – Aufnahme Mariens in den Himmel, Stuttgart, Staatsgalerie – Maria Immaculata, Ulm, Ulmer Museum – Heiliger Kastor beruhigt die Mosel, Koblenz, St. Kastor, Pfarrhaus – Heiliger Goar lehnt die Bischofswürde ab, Koblenz, St. Kastor, Pfarrhaus – Tod des heiligen Joseph, Augsburg, Städtische Kunstsammlungen – Versöhnung Ludwigs des Deutschen und Karls des Kahlen, Koblenz, Mittelrhein-Museum (Leihgabe) – Stiftung von St. Kastor, Koblenz, Mittelrhein-Museum (Leihgabe)

1785 Aurora, Koblenz, Mittelrhein-Museum

1785-1795 Newtons Verdienste um die Optik Teilgebiet der Physik, das sich mit der Ausbreitung von Licht und der Wechselwirkung Licht - Materie beschäftigt. , Hannover, Landesgalerie –Newtons Verdienste um die Gravitationslehre, Hannover, Landesgalerie – Die Pest, Augsburg, Städtische Kunstsammlungen

1786 Taufe Christi, Rot an der Rot, ehemalige Klosterkirche, Seitenaltar – Bekehrung des Paulus, München, Bayer. Nationalmuseum – Heiliger Paulus predigt in Athen, München, Bayerisches Nationalmuseum – Schlüsselübergabe an Petrus, Wien, Kunsthistorisches Museum – Die heiligen Petrus und Johannes heilen einen Lahmen, Wien, Kunsthistorisches Museum

1787 Heiliger Karl Borromäus reicht einem Pestkranken das Abendmahl, Berlin, Staatliche Museen – Olymp, Privatbesitz

1788 Etsher vor Ahasver, Aschaffenburg, Schlossmuseum – Kreuzwegstationen, Augsburg, St. Ulrich und Afra – Cimon und Pero, ehemals Koblenz, Mittelrhein-Museum

1789 Anbetung der Hirten, Privatbesitz – Heilige Dreifaltigkeit, ehemals Mannheim, Spitalkirche, Hochaltar – Heiliger Joseph mit dem Jesusknaben, Riedlingen, Neues Krankenhaus, Heilig-Geist-Kapelle

um 1789 Heilige Dreifaltigkeit, München, Bayerisches Nationalmuseum

1790 Anbetung der Könige, Bonn, LVR-LandesMuseum – Abschied eines Soldaten, Privatbesitz – Heimkehr eines Soldaten, Privatbesitz

1791 Christus und die Samariterin, Privatbesitz – Versöhnung der Sabiner und Römer, Ulm, Ulmer Museum

1792 Der Handel (Kaufmannschaft), Saarbrücken, Saarland-Museum

1793 Anbetung der Hirten, Worms, Kunsthaus Heylshof

1794 Cimon und Pero, Privatbesitz – Cimon und Pero, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum – Cornelia, die Mutter der Gracchen, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum – Marcus Curius Dentatus weist die Geschenke der Samniter zurück, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum – Diogenes sucht einen Menschen, ehemals Düsseldorf, Kunstmuseum

1795 Christus, an der Geißelsäule liegend, Privatbesitz – Jäger mit Hund, Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum – Schäferszene, Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum

Selbstportraits
Selbstportrait, Öl/Metall, Würzburg, Mainfränkisches Museum
Selbstbildnis mit Palette, Öl/Lwd, um 1757, Würzburg, Mainfränkisches Museum
Selbstbildnis als Nebenfigur im Kontext einer Grablegung Christi, Öl/Lwd, 1772? Koblenz, Liebfrauenkirche, 1944 zerstört

Entwürfe für Marketerien der Roentgen-Manufaktur Neuwied

Um 1776 Wunder des heiligen Theodulph und Gefangennahme des Trierer Fürstbischofs Philipp Christian von Sötern, Marketerietafeln, Trier, Städtiches Museum Simeonstift

Um 1776 Chinesische Anglerin und Chinesischer Vogelhändler, Marketerietafeln, Trier, Städtiches Museum Simeonstift

1776-1779 Die Künste und andere Darstellungen: Astronomie und Geographie, Der Handel, Die Bibliothekswissenschaft, Die Musik, Die Malerei, Die Architektur, Die Geographie, Die Bildhauerei, Verherrlichung König Friedrich Wilhelms II. von Preußen, Theaterszenen und Figuren der Commedia dell´ Arte für Kabinettschrank, Berlin, Staatliche Museen, Schloss Köpenick

1779 Der Großmut des Skipio und Versöhnung der Sabiner, Zwei Großmarketerietafeln (360 mal 375 cm) für den Audienzraum im Brüsseler Stadtpalais des Prinzen Karl von Lothringen, Wien, Österreichisches Museum für angewandte Kunst.

Um 1775-1780 Drei würfelnde Schäfer, Spielplatte für Mehrzwecktisch, München, Bayerisches Nationalmuseum

Um 1777 Schäferszene, für Pendelkasten einer Bodenstanduhr, New York, Metropolitan Museum of Art

Um 1780 Zechender Soldat mit Mädchen und Soldatenszene, Marketerietafeln, Paris, Musée des Techniques – C.N.A.M.

Um 1780 Aeneas rettet seinen Vater Anchises aus dem brennenden Troja, für ovale Tischplatte, London, Victoria and Albert Museum

Um 1780 Alte Frau und alter Mann, Marketerietafeln, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum und auch Berlin, Kunstgewerbemuseum

1780 Ruhender Jäger mit Hund, Marketerietafel, Oldenburg, Schloss, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

1780-85 Packer (Seehandel) und Gelehrter zwischen Bücherkisten, zwei Marketerietafeln, später auf Schreibtisch montiert, London, Victoria and Albert-Museum, Jones Collection


Literatur (Auswahl)

Feulner, Adolf, Die Zick, deutsche Maler des 18. Jahrhunderts. München 1920.

Marquard, Eva Maria/ Schneider, Erich, Johann und Januarius Zick. Ausstellungs–Katalog, Mittelrhein-Museum Koblenz, München 1983.

Metzger, Othmar, Januarius Zick, datierte und datierbare Gemälde. München 1981.

Simon, Adelheid/ Schlagberger, Franz X., Januarius Zick (1730-1797). Der letzte bürgerliche Großmaler Deutschlands. Fresken, Entwürfe, Tafelbilder. Prüm, o. D.

Straßer, Josef, Januarius Zick, 1730-1797. Gemälde, Graphik, Fresken. Weißenhorn 1994 (Dissertation München 1989).

 

9.7.2012

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Denise Steger (Linz am Rhein) 
 

       
 

       
 
 Januarius Zick (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster, 142KB)

Januarius Zick, Selbstbildnis mit Palette, um 1757, Original im Mainfränkischen Museum Würzburg.

 Der Triumph der Diana (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster, 138KB)

Januarius Zick, Triumph der Diana, Deckengemälde im Kurfürstlichen Schloss Engers, 1760, Mittelteil. (Bildarchiv Foto Marburg / Kunsthistorisches Institut der Universität Mainz)

 Der zwölfjährige Jesus im Tempel (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster, 172KB)

Januarius Zick, Szenen aus dem Leben Christi und Marias: Der zwölfjährige Jesus im Tempel, Deckengemälde in der Katholischen Pfarrkirche St. Verena und Mariä Himmelfahrt Rot an der Rot, 1784, Foto: Erika Groth-Schmachtenberger  (Bildarchiv Foto Marburg)