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Arnold I. (vor 1100-1151), Erzbischof von Köln (1138-1151)

Arnold wurde vor 1100 geboren und entstammte wahrscheinlich der rheinischen Adelsfamilie der Herren von Merxheim. Vor seiner Amtseinsetzung war Arnold Propst des Stiftes Sankt Andreas in Köln. Zu Beginn seines Episkopats hatte Arnold 1138 mit einem Aufstand der Kölner Bürger zu kämpfen, in dessen Verlauf er die Stadt belagern lassen musste. In der Folge befestigte und errichtete er einige Burgen des Erzstifts, so beispielsweise die Burgen Rolandseck und Drachenfels.

Nach dem Tode Kaiser Lothars III. (1075-1137) unterstützte Arnold I. die Königswahl Konrads III. (1093-1152). Die Krönung des Staufers am 7.3.1138 in Koblenz konnte er jedoch nicht selbst vollziehen, da er das Pallium noch nicht empfangen hatte. Die Bischofsweihe erhielt Arnold I. am 3.4.1138. Im folgenden Jahr krönte er am 30.3.1139 die Gemahlin Konrads III., Gertrud von Sulzbach (1114-1146), in Aachen zur Königin.

Als sich die Kölner Judengemeinde am Vorabend des Zweiten Kreuzzuges 1146 bedroht sah, gewährte der Erzbischof den Kölner Juden gegen Geldzahlungen Schutz auf der Feste Wolkenburg im Siebengebirge und ließ einen Christen hinrichten, der zwei Juden getötet hatte.

Am 30.3.1147 krönte Arnold I. Heinrich (1137-1150), den Sohn Konrads III., in Aachen zum Mitkönig. Im gleichen Jahr empfing er Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153), der im Kölner Dom für den Zweiten Kreuzzug predigte. Zwar nahm Arnold am 30.11.1147 in Trier am Empfang Papst Eugens III. (Pontifikat 1145-1153) teil, doch wurde er auf dem Konzil von Reims 1148 der lässigen Amtsführung und der Simonie angeklagt und vom Papst suspendiert. Nachdem der Papst Bittschriften Konrads III. 1149 abgelehnt hatte, reiste Arnold 1150 nach Rom, um die Aufhebung seiner Suspendierung zu erreichen, musste allerdings unverrichteter Dinge wieder abreisen. In der Folge bildete sich in Köln gegen den Erzbischof eine Opposition, die ihn aber vor seinem Tod nicht mehr stürzen konnte.

Arnold I. starb am 3.4.1151 in Köln und wurde in der Kirche Sankt Andreas beigesetzt.

 

Quellen

Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter, Band 2, bearb. von Richard Knipping, Bonn 1901, Nachdruck Düsseldorf 1985, S. 55-84.

 

Literatur

Grebe, Wilhelm, Erzbischof Arnold I. von Köln in der Reichs- und Territorialpolitik, Köln 1969.

Groten, Manfred, Erzbischof Arnold I. von Köln (1138–1151) = Arnold von Merxheim?, in: Knopp, Gisbert (Hg.), Rhein und Maas verbunden. Festschrift für Severin Corsten zum 65. Geburtstag, Bonn 1985, S. 53-60.

Groten, Manfred, Untersuchungen zum Urkundenwesen unter den Erzbischöfen Arnold I. und Arnold II. von Köln (1138–1156), in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins 50 (1979), S. 11–38.

Oediger, Friedrich Wilhelm, Das Erzbistum Köln von seinen Anfängen bis zum 12. Jahrhundert (Geschichte des Erzbistums Köln 1), Köln 1964, Nachdruck 1971, S. 143–145.

Hillen, Christian, „Arnold I.“, in: Soénius, Ulrich S./Wilhelm, Jürgen (Hg.), Kölner Personenlexikon, Köln 2008, S. 32.

 

Online

Erzbischof Arnold I. (Internetpräsenz des Kölner Domes)

 

15.2.2011

Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Beitrags die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an.

 



Jennifer Striewski (Bonn) 
 

       
 

       
 

 Der Rolandsbogen (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster, 437KB)

Der Rolandsbogen, ehemaliges Burgfenster der Burg Rolandseck, Lithographie nach einer unbekannten Vorlage, vor 1837.

 Burg Drachenfels (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster, 269KB)

Burg Drachenfels, Kupferstich von Matthäus Merian (1593-1650), aus der Topographia archiepiscopatum Moguntiensis, Trevirensis et Coloniensis, Frankfurt 1646.